Steffen Baumgart: „Wir müssen uns was Neues einfallen lassen“

1. FC Köln: Baumgart will sich was Neues einfallen lassen
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Steffen Baumgart: „Wir müssen uns was Neues einfallen lassen“

Gegen den FC Bayern München überraschte FC Trainer Steffen Baumgart am vergangenen Freitag mit der Dreierkette. Der Coach ließ am Mittwoch offen, ob er bei der taktischen Formation bleibt. Möglicherweise gibt es aber weitere Veränderungen.

Ausgerechnet gegen den FC Bayern überraschte FC-Trainer Steffen Baumgart in der vergangenen Woche mit einer offensiv ausgerichteten Dreierketten-Formation. Der Versuch ging schief. Dennoch deutete der Coach an, dass die Dreierkette eine Option bleibt beim 1. FC Köln: Baumgart will sich aber auch „was Neues einfallen lassen“.

1. FC Köln: Baumgart will sich was Neues einfallen lassen

FC-Trainer Steffen Baumgart ist nicht gerade bekannt für seinen Wankelmut. Der Kölner Coach ist in den vergangenen beiden Spielzeiten eher durch eine gewisse Konstanz aufgefallen. Verbal, wenn er an die hohe Intensität oder die Klarheit seiner Mannschaft erinnerte. Aber auch auf dem Feld, gerade in Bezug auf die Taktik, seine Formation, die Ausrichtung. Hohes Anlaufen, stehts offensiv. Es geht beim Fußball schließlich ums Tore schießen. Da darf man sich auch mal hinten einen fangen. Außerdem wird mit einer Viererkette gespielt. Punkt! Seit dem vergangenen Spieltag steht hinter der Aussage wohl eher ein Fragezeichen. Denn im Grunde aus dem Nichts zauberte der Kölner Trainer dann doch die Dreier- respektive Fünferkette aus dem Hut oder der Schlappmütze – getreu dem Motto Not macht erfinderisch. Ausgerechnet gegen die Bayern probierte der Kölner Coach etwas Neues, eine neue Variante, ein Experiment, wie es wahrgenommen wurde.

Baumgart: „Es kann durchaus sein, dass wir mit der Dreierkette weiter agieren“

Wahrgenommen, aber so war es wohl nicht gemeint. Denn Baumgart betonte am Mittwoch, dass es sich ja gar nicht um ein Experiment gehandelt habe. „Das ist auch noch nicht abgeschlossen. Das heißt, es kann durchaus sein, dass wir mit der Dreierkette weiter agieren. Nur weil wir eine Phase hatten, in der etwas nicht funktioniert hat, werfen wir es nicht gleich in die Tonne“, sagte der Coach und klang dabei ein wenig trotzig, so als wolle er nun allen beweisen, dass diese Formation auch beim FC sehr wohl funktionieren kann. Gegen die Bayern misslang der Versuch. Auch wenn nur die ersten 30 Minuten nach Harakiri aussahen, wusste auch Baumgart, dass das 0:1 über den eigentlichen Spielverlauf hinwegtäuschte. Erst in der Schlussphase, als die Bayern ihr Offensivpulver verschossen oder keine große Lust mehr auf Offensivfußball hatten, stellte Baumgart auf seine altbewehrte Viererkette zurück.

Baumgart: „Man muss als Trainer neue Wege finden“

„Hinterher haben mir ganz viele Leute erklärt, wie die Dreierkette besser funktioniert hätte“, sagte der 51-Jährige. „Das höre ich mir gerne an. Trotzdem bin ich derjenige, der entscheidet und mit diesen Entscheidungen auch leben muss.“ Leben musste der Kölner Trainer mit der Einsicht, dass die defensivere Variante der Fünferkette gegen Bayern München durchaus vielversprechender war. Zumindest ließ der FC mit der Mauer-Taktik nicht mehr viel zu. Gegen Darmstadt dürfte es wieder ein offensiveres Spiel geben. Baumgart wird den Aufsteiger wieder früh unter Druck setzen, ihn früh stressen wollen. Das Personal dazu hat der Trainer bereits im Kopf. Zumindest zu „90 Prozent“, aber: „Es kann aber auch im Kader die ein oder andere Veränderung geben.“ Immerhin kann der Coach dazu aus dem Vollen schöpfen. Einzig Sargis Adamyan scheint mit muskulären Problemen auszufallen. Der Armenier stand zuletzt aber ohnehin nicht mehr im Kader.

In Sachen Formation und Kader kann es also durchaus Überraschungen geben. Dabei wäre vielleicht auch eine Änderung im Spielsystem mal eine Überlegung wert. Schließlich ist der FC auch in der zweiten Spielzeit nach Anthony Modeste die Flanken-Maschinerie der Liga. Unterm Strich kommt aber erschreckend wenig Zählbares dabei heraus. Die Zielstürmer bleiben nach den Hereingaben meist wirkungslos. „Wir haben in den entscheidenden Momenten vielleicht nicht die Ruhe und die Sicherheit. Vielleicht hat der Gegner aus den vergangenen beiden Spielzeiten gelernt, wo wir die Flanken hinschlagen. Wir müssen uns was Neues einfallen lassen“, sagte Baumgart. „Wir kommen in den Strafraum, wir kommen in die Situationen, wir kommen in diesen Situationen aber nicht zum Abschluss. Da muss man als Trainer neue Wege finden. Das Positive ist, dass wir in die Flankensituation kommen, das Negative, dass das, was ankommt, nicht mal annähernd ausreichend ist.“

Dabei zählen für den FC am Freitagabend nur Punkte. Denn: „Wenn du keinen Dreier holst, kommst du nicht von der Stelle“, sagt Baumgart und verweist auf die große Konkurrenz: „Es ist ein Abstiegskampf zwischen sechs Mannschaften. Das sind Spiele, bei denen du nach dem Abpfiff weißt, wo du stehst. Das Schneckenrennen wird bleiben.“ Für den FC wäre es wichtig, die ersten Zentimeter in dem Rennen gut zu machen.


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Baumgart über Diehl: „Dann muss man sich fragen, warum lehnst du das ab“

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Baumgart über Diehl: „Dann muss man sich fragen, warum lehnst du das ab“

Nach seinen erfolgreichen Einsätzen in der Regionalliga West fordern viele Fans die Rückkehr von Justin Diehl in den Bundesliga-Kader. Dazu äußerte sich am Mittwoch Steffen Baumgart.

Mit elf Toren ist Justin Diehl aktuell der beste Torschütze der Regionalliga West, zudem der erfolgreichste Scorer (acht Vorlagen). Kein Wunder, dass sich viele Fans die Rückkehr des 19-Jährigen in den Bundesliga-Kader wünschen. Doch diese Chance erhält er nicht beim 1. FC Köln: Das sagt Steffen Baumgart zu Justin Diehl.

Mit elf Toren und acht Vorlagen ist Justin Diehl der beste Offensivspieler der Regionalliga West. Der 19-Jährige hat einen großen Anteil an der doch sehr erfolgreichen Saison der Kölner U21. Dagegen ist die Offensive der Profis alles andere als überzeugend. Und so gibt es nicht wenige Fans, die sich die Rückkehr des Angreifers in den Kader der ersten Mannschaft wünschen. Zu Saisonbeginn war der heute 19-Jährige in die Kölner U21 „degradiert“ worden, da der Offensivspieler die Bemühungen der Kölner Verantwortlichen ablehnte. Christian Keller und Co. betonten aber immer, dass er durchaus eine Chance bei den Profis hätte, wenn er sich anders entscheide. Diese Rückkehr wird es aber vorerst auch weiterhin nicht geben. Und das nicht etwa, weil der Kölner Trainer Justin Diehl nicht gerne bei sich hätte. „Ich habe manchmal das Gefühl, dass der Eindruck vorliegt, dass wir die Tür zugemacht haben. Wir haben überhaupt keine Tür zugemacht“, betonte der Kölner Trainer am Mittwoch auf der Pressekonferenz. „Dazu gehören aber zwei Parteien.“

Baumgart: „Wenn er das möchte, ist die Tür offen“

Tatsächlich hatte sich der FC lange um eine Vertragsverlängerung des Spielers bemüht. Diehl soll sich dem Vernehmen nach aber für höhere Aufgaben berufen fühlen. Erst am Dienstagabend hatte Erich Rutemöller, Berater des FC-Vorstands, auf einer Veranstaltung betont, dass Diehls Berater jedes Gespräch ablehne. Dass es aktuell wenig Gesprächsgrundlage gibt, betonte auch Steffen Baumgart am Mittwoch noch einmal. „Es gibt ein ganz klares Statement, dass er im kommenden Jahr nicht mehr mit uns arbeiten möchte“, sagte Baumgart. „Also stellt sich die Frage, warum möchte er in seiner Heimatstadt, in seinem Verein, in dem er groß geworden ist, nicht arbeiten, nicht Bundesligaspieler werden.“ Diehl spielt seit seinem sechsten Lebensjahr für den 1. FC Köln und hat erst in der vergangenen Spielzeit sein Debüt für die Geißböcke gegeben.

Der Trainer wiederholte, dass man den Youngster in Köln sehr gerne zu einem Bundesligaspieler formen, mit ihm arbeiten möchte. „Das ist nicht meine Entscheidung. Wenn er das gerne möchte, ist die Tür offen. Aber dann muss er es auch wollen. Es stellt sich die Frage: Wenn du in einer Stadt geboren wurdest, in einem Verein groß geworden bist, in dem du ein großes Standing hast, warum lehnst du das ab.“ Diehl wird also auch weiterhin keine Chance bei den Profis erhalten. „Die Frage ist doch, warum muss ich mich dafür entschuldigen, ihn nicht mitzunehmen. Ich möchte ihn in meiner Mannschaft haben und zum Bundesliga-Spieler ausbilden. Aber nicht als Gast für ein halbes Jahr. Das kann sich auch jeder vorstellen“, sagte der 51-Jährige. „Da kümmere ich mich lieber um Max Finkgräfe, Damion Downs und Meiko Wäschenbach, die ganz klar sagen, unsere Heimat liegt an diesem Standort, in diesem Verein, in dieser Stadt. Das kann auch jeder nachvollziehen.“  

Trotz der vermeintlichen „Degradierung“ lässt sich der Youngster in der Kölner Reserve aber nicht hängen. Im Gegenteil, Diehl ist der absolute Leistungsträger. Das lobt auch Baumgart, der einen Wechsel des Youngsters im Winter nicht sieht. „Wir haben mit ihm die Chance, aus der Regionalliga in die 3. Liga aufzusteigen, wir nutzen seine Stärken für die U21.“ Eine bemerkenswerte Aussage. Schließlich ist die Wintertransferperiode die wohl letzte Chance, eine Ablöse zu kassieren. Der Vertrag des Youngsters läuft im kommenden Sommer aus.

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Eric Martel: Kölns „Holding Six“ mit 21 Jahren schon unersetzlich

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Eric Martel: Kölns „Holding Six“ mit 21 Jahren schon unersetzlich

Seit vergangenem Sommer geistert der Begriff der „Holding Six“ durch die Bundesliga. Auch aktuell ist die Position vor allem bei den Bayern wieder ein Thema. Was der Rekordmeister sucht, befindet sich bereits in den Kölner Reihen.

Nur wenige Feldspieler konnten beim 1. FC Köln in dieser Saison weitestgehend überzeugen. Einer auf konstant ordentlichem Niveau ist erst 21, aber schon jetzt eine feste Größe beim 1. FC Köln: Eric Martel ist beim FC unersetzlich.

Mal abgesehen von der möglichen Transfersperre gegen den 1. FC Köln und Bayerns Verpflichtung von Harry Kane hat wohl kaum ein Thema die Transferperiode im Sommer so bestimmt wie die „Holding Six“. Der Begriff meint nichts anderes als einen defensiven Sechser. Entscheidet sich ein Trainer für die Doppelsechs, erfüllt meist ein Spieler die offensivere Variante, der andere spielt direkt vor der Abwehrkette. Er ist wenn man so will der Mann für das Grobe. Die „Holding Six“ stopft Lücken, hält das Zentrum kompakt, um Konter zu unterbinden und unterstützt die Defensive. Doch er ist auch mehr als nur ein Abräumer, wie man ihn früher zweifelsohne gesehen hat. Der Sechser gibt den Takt vor und leitet eigentlich den eigenen Spielaufbau ein. Er ist damit der Balancegeber zwischen Defensive und Offensive.

Martel bringt viele Attribute mit

Im Sommer wurde die „Holding Six“ zum Thema, weil Thomas Tuchel Joshua Kimmich eben nicht als solche ansieht. Der FC Bayern suchte eine, verpflichtete aber keine. Das soll nun im Winter geschehen. Die Suche gestaltete sich auch schwer, weil Spieler dieser Marke auch im eigenen Land eher eine Seltenheit sind. Spieler wie Sami Khedira oder vielleicht auch Bastian Schweinsteiger, die Deutschland zum Weltmeister-Titel verhalfen, sucht man in dieser weltmeisterlichen Kategorie bislang meist vergebens. Emre Can war für die Rolle angedacht. Aber auch der BVB-Spieler überzeugte in der Nationalmannschaft nur selten. Robert Andrich, Rani Khedira und Pascal Groß sind aktuell genannte Optionen. Bis auf Andrich aber Optionen, die wohl ein wenig offensiver ausgerichtet sind.

Während die Bayern und der DFB nach Alternativen auf dieser Position suchen, befindet sich eine „Holding Six“ in den Reihen des 1. FC Köln: Eric Martel erfüllt wohl viele der gewünschten Attribute einer defensiven Sechs. Sogar noch mehr als ein Ellyes Skhiri, dem ja durchaus ein gewisser Offensivdrang und eine gewisse Torgefahr angerechnet werden. Martel ist ein starker Balleroberer, läuft mittlerweile ebenfalls rund 13 Kilometer und hat eine überragende Passquote von 87 Prozent, einzig Jeff Chabot ist beim FC in dieser Kategorie leicht besser. Martel ist zudem im zarten Alter von 21 Jahren ein Leadertyp. Nicht umsonst wurde er bei der U21 der Nationalmannschaft zum Kapitän ernannt. In der vergangenen Woche erzielte Martel auch seinen ersten Treffer für den deutschen Nachwuchs.

Unausgesprochene Stammplatzgarantie

Toreschießen gehört sicher nicht zu den Kernaufgaben des Mittelfeldspielers, eher Tore verhindern. Und das macht er selbst in dieser schweren Spielzeit meist recht ordentlich. Im krisengebeutelten Kader der Kölner ist Martel eine der wenigen Konstanten, Stammspieler, Leistungsträger. Neben Marvin Schwäbe, Jeff Chabot und Florian Kainz hat der Sechser wohl eine unausgesprochene Stammplatzgarantie. Und Martel dürfte neben Jan Thielmann das größte Versprechen des aktuellen Kaders für die Zukunft sein. Schon jetzt wird der Marktwert von gool.ai auf mehr als sechs Millionen Euro berechnet, für den kommenden Sommer aber einer von zehn prognostiziert. Die Leistungen dürfte den ein oder anderen Interessenten auf den Plan rufen. Martels Vertrag läuft noch bis 2026. Die ersten Gerüchte sind bereits im Umlauf, wenn auch ohne seriöse Quelle. Wie wichtig der Sechser für den FC ist, zeigte die Zeit, in der der 21-Jährige verletzt ausfiel. Die Sucher nach dem Ersatz verlief ehrlicherweise wenig zufriedenstellend.

Die A-Nationalmannschaft ist trotz der Suche nach einer „Holding Six“ noch kein Thema, wird sie bis zum Sommer auch mit großer Wahrscheinlichkeit nicht. Im direkten Duell dürften Spieler wie Andrich und Groß aktuell die Nase vorne haben. Aber es sind auch noch ein paar Monate Zeit bis zum Turnier im eigenen Land. Letztendlich landete Martel 2022 übrigens in Köln, weil er den Durchbruch in Leipzig nicht schaffte. Nur zwei Minuten Spielzeit erhielt der damals 18-Jährige bei RB, bevor er nach Wien verliehen wurde. Trainer damals: Julian Nagelsmann.


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Justin Diehl: In der Regionalliga Top-Torjäger, bei den Profis chancenlos

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Justin Diehl: In der Regionalliga Top-Torjäger, bei den Profis chancenlos

In der Regionalliga West ist der 19-jährige Justin Diehl der absolute Torjäger, bei den Kölner Profis herrscht Sturmflaute. Und dennoch wird das Talent wohl auch weiterhin keine Chance in der Bundesliga erhalten.

Sechs Siege verbuchten die vier Nationalspieler auf ihrer Länderspielreise, viel besser hätte die Ausbeute nicht sein können. Oder? Doch, drei der vier Spieler trugen sich in die Scorerliste ein. Die FC-Profis kehren mit Selbstvertrauen von der Länderspielreise zurück.

>>>Update: Mittlerweile hat sich Steffen Baumgart zu der Causa Diehl geäußert. Das sagt Baumgart zu Diehl.<<<

Bis auf das Ergebnis war eigentlich viel wie immer. Nach Vorarbeit von Meiko Wäschenbach traf Justin Diehl am vergangenen Freitag zur 2:0-Führung gegen die Zweitvertretung von Fortuna Düsseldorf. Für den Kölner Angreifer war es bereits der elfte Treffer im 17. Regionalliga-Spiel, zudem bereitete der Youngster acht weitere Tore vor. Diehl hat damit bislang die meisten Tore der Regionalliga West geschossen, die zweitmeisten vorbereitet und kommt damit auf den besten Scorerwert der Liga. Geholfen hat das den Kölnern aber nicht. Die U21 des FC unterlag dem rheinischen Rivalen 2:3 und erlebte damit einen herben Rückschlag im Kampf um die 3. Liga. Der Torschütze zum 2:0 wird in der kommenden Saison wohl weder 3. noch Regionalliga spielen. Spätestens im Sommer wird Diehl den FC mit großer Wahrscheinlichkeit verlassen.

Justin Diehl ist ein Kölner Eigengewächs

Dabei täte der Torriecher den Kölner Profis generell nicht schlecht. Auch wenn der Vergleich aufgrund der Höhe der Klasse mächtig hinkt, der gesamte FC-Sturm kommt in der bisherigen Bundesliga-Saison auf fünf Treffer, die gesamte Kölner Mannschaft auf neun. Kein Wunder also, dass ein Großteil der Kölner Anhängerschaft den Youngster auch gerne in der Bundesliga spielen sehen würde. Zumal Diehl der Prototyp eines Eigengewächses ist. Seit seinem sechsten Lebensjahr trägt der Angreifer den Geißbock auf der Brust. Der 19-Jährige kam in der vergangenen Spielzeit bekanntlich zu seinem ersten Einsatz bei den Profis und ist damit der sechstjüngste Debütant der FC-Geschichte. Der Sprung von der Regionalliga in die Bundesliga ist und bleibt ein großer, bei der offensichtlichen Regionalliga-Torgarantie wäre aber die Rolle des Jokers sicherlich auch bei den Profis keine verkehrte.

Selbst die Chance auf Kurzeinsätze bleibt dem 19-Jährigen aber verwehrt. Und das nicht, weil Baumgart ein grundsätzliches Problem mit der Jugend hat, wie es von einigen Fans kolportiert wird. Tatsächlich gibt der Kölner Trainer dem Nachwuchs eine Chance. Max Finkgräfe und Damion Downs kamen in dieser Saison bekanntlich zu ihren Debüts, standen schon mehrfach im Kader. Ob die Einsatzzeit der Youngsters aber der aktuellen Krise gerecht wird, ist ein diskutables Thema. Baumgart hält es mit den Vorstellungen des DFB. Der Verband erklärte aufgrund einer Studie, dass der punktuelle Einsatz von Jung-Profis in der Bundesliga die Akteure eher hemme, viele Einsätze in den Nachwuchsmannschaften auf hohem Niveau dagegen förderlich seien. Baumgart sieht die Spieler, ist immer im Austausch mit den Nachwuchstrainern und wird mit Sicherheit einschätzen können, welches Talent wie weit ist – zumindest besser als Außenstehende.

Diehl sieht Zukunft nicht in Köln

Dass der Kölner Trainer aber einen Bogen um Diehl macht, hat nichts mit einer Studie oder einem etwaigen Unvermögen des Spielers zu tun. Diehl ist, wenn man so will, aus persönlichen Gründen außen vor – und das von beiden Seiten. Denn der Kölner Youngster weiß um seinen Wert, weiß, dass er Begehrlichkeiten geweckt hat und ahnt, welche große Karriere da vielleicht möglich ist. Eine Karriere, die er aber nicht beim 1. FC Köln sieht. Bemüht haben sich die Kölner, boten der Nachwuchshoffnung eine Vertragsverlängerung an, haben sich dem Vernehmen nach sehr gestreckt. Denn auch in Köln sieht man das außerordentliche Talent. Man befinde sich in guten Gesprächen, hieß es damals. Doch offenbar waren sie nicht gut genug. „Justin hat uns mitgeteilt, dass er seine Zukunft nicht beim FC sieht. Wir haben ihm eine klare sportliche Perspektive aufgezeigt und er hat sich gegen diese Perspektive entschieden“, sagte FC-Trainer Steffen Baumgart dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ im Sommer. Dem Vernehmen nach sollen Diehl und oder sein Umfeld bereits an höhere Aufgaben denken.

Und das hat sich anscheinend nicht geändert. „Meine letzte Information von Jörg Jakobs ist, dass der Berater, Herr Wittmann, jedes Gespräch über eine weitere Zusammenarbeit mit Justin Diehl ablehnt“, sagte Erich Rutemöller, sportlicher Berater des FC-Vorstands, am Dienstag auf einer Talkrunde. Das FC-Problem: Der Vertrag des Youngsters läuft im kommenden Sommer aus. Will Köln noch etwas an dem Stürmer verdienen, wird der Angreifer den Verein wohl schon im Winter verlassen müssen. Und das dürfte auch im Interesse des Offensivspielers liegen. Diehl wird beim FC in dieser Saison nicht über das Regionalliga-Team hinauskommen, kann sich nicht auf höherem Niveau zeigen oder empfehlen. Denn die Absage hatte bekanntlich auch sportliche Konsequenzen. „Damit ist nicht mehr die Grundlage gegeben, dass wir ihn im Profi-Kader entwickeln. So oder so gilt es eben dann seine Entscheidung zu respektieren“, sagte Baumgart im Sommer. „Genauso gilt es dann aber auch unsere Entscheidung zu respektieren, dass wir unseren Fokus auf die Förderung anderer Nachwuchstalente legen.“

Der FC will das Thema nicht groß werden lassen

Und an dieser Aussage halten die Kölner Verantwortlichen weiterhin fest, versuchen, das Thema zu keinem großen werden zu lassen, weisen lieber auf die anderen Kölner Talente hin. Dabei ist Diehl alleine schon aufgrund der Schwächen der Kölner Offensive und seiner überragenden Leistungen ein großes Thema. Und sollten die Profis weiterhin kriseln, der FC-Sturm eher einer Flaute gleichen und Diehl in der Regionalliga weiterhin nach Belieben treffen, wird das Thema größer und größer. Dabei ist alles andere als gesagt, dass Diehl dem FC in der Bundesliga sofort weiterhelfen würde. Ein Stoßstürmer, den der FC bekanntlich sucht, ist Diehl mit seinen gut 1,70 Metern nicht. Bei seinen bisherigen Auftritten bei den Profis fehlte ihm die Körperlichkeit. Ein Abstiegskrampf erprobter Bundesliga-Spieler, einer, der durch seine Routine und Erfahrung umgehend für Gefahr sorgen kann, ebenfalls nicht. Die Fans, die Christian Keller für die Verpflichtung von unfertigen Spieler kritisieren, sollten den 19-Jährigen möglicherweise nicht als den Heilsbringer erwarten.

Ein Versuch könnte sich in Zeiten der Krise dennoch lohnen. Zwar öffneten die Kölner Verantwortlichen dem 19-Jährigen im Sommer noch einmal die Tür, aber nur, wenn er sich anders „entscheide“. Was von einigen Fans als Sturheit angesehen wird, kann vielleicht auch als Festhalten an Prinzipien ausgelegt werden, vielleicht auch als Zeichen, sich von Spielern oder deren Umfeld nicht beeinflussen zu lassen. So oder so ist die jetzige Situation für keine Seite eine befriedigende. Interessant wäre, wie sich der Worst-Case einer bestätigten Transfersperre auf diesen Fall auswirken würde.

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Rasmus Carstensen: „Ich weiß, dass ich noch mehr kann“

Max Finkgräfe
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Rasmus Carstensen: „Ich weiß, dass ich noch mehr kann“

Rasmus Carstensen ist innerhalb weniger Monate zum Stammspieler geworden. Ob er auch in der kommenden Saison beim FC spielt, ist offen.

Der dänische Rechtsverteidiger Rasmus Carstensen wechselte im Sommer auf Leihbasis zum 1. FC Köln. Der FC soll dem Vernehmen nach eine Kaufoption haben. Wie geht es nach der Leihe weiter mit Rasmus Carstensen?

Den Zweikampf mit Benno Schmitz scheint Rasmus Carstensen beim 1. FC Köln bereits für sich entschieden zu haben – und das innerhalb weniger Monate. Dabei war das bei der Verpflichtung des Dänen alles andere als klar. Wie Christian Keller Anfang November erzählte, war man sich beim FC sogar uneins, ob man den Außenbahnspieler überhaupt verpflichten wolle. Grund war die wenige Spielzeit bei seinem eigentlichen Arbeitgeber aus Genk. Beim FC hat Carstensen diese Einsatzzeit schon lange erreicht, ist Stammspieler und wohl der Königstransfer. „Ich bin froh, dass ich so viel gespielt habe. Aber ich kann noch mehr zeigen. Ich kann zeigen, dass ich in der Offensive und Defensive noch mehr bringen kann“, sagte der 22-Jährige am Dienstag nach dem Training, gerade im Eins-gegen-eins sieht Carstensen noch Verbesserungsbedarf.

Carstensen: „Die Medien thematisieren das mehr als wir“

Zwar hat sich die persönliche Situation für den Dänen in Köln verbessert, doch ganz anders als Titelkandidat Genk spielt der FC bekanntlich gegen den Abstieg, ist Tabellenletzter. „Ich wünschte mir, wir hätten ein paar Spiele mehr gewonnen und mehr Tore geschossen“, sagt Carstensen. „Bis jetzt ist es schon ein wenig schwierig für mich und uns. Aber ich versuche, dem Team so gut zu helfen, wie ich kann.“ Das funktioniert recht gut – wenn man das in dieser schwierigen Saison sagen. Carstensen versucht, in der Offensive für Schwung zu sorgen. Zählbares ist allerdings auch noch nicht dabei rumgekommen. Somit ist auch er Teil der Krise, die der Abwehrspieler aber nicht besonders hoch hängen will. „Die Medien thematisieren das mehr, als wir es tun. Wir Fußball-Profis wissen, dass es Hochs und Tiefs gibt. Man muss weiterarbeiten“, sagt Carstensen, der auch gegen die Bayern wieder einmal die meisten Sprints absolvierte.

Dass sich der FC in der Krise befindet und die Situation ernst ist, lässt sich dennoch nicht wegdiskutieren. Und so wurden die beiden kommenden Spiele schon als Schicksalsspiele für den FC ausgemacht. „Wenn wir die beiden Spiele verlieren, aber die anderen gewinnen, ist es egal. Wenn wir die beiden gewinnen und die anderen verlieren, ist es das gleiche“, sagt der Däne. „Es sind zwei Spiele, in denen wir alles probieren. Diese beiden Spiele sind sicherlich nicht entscheidend für den Rest der Saison.“ So oder so ist Carstensen einer der Gewinner der Saison. Laut gool.ai wird der Marktwert des Abwehrspielers auf knapp sechs Millionen Euro berechnet, das Online-Portal prognostiziert dem Spieler einen Marktwert von neun Millionen Euro bis zum Sommer 2025, die Kaufoption liegt dem Vernehmen nach bei 1.5 Millionen Euro.

Wie geht es weiter mit Carstensen?

Es ist sehr wahrscheinlich, dass der FC die Kaufoption zieht. Und das unabhängig von einer möglichen Transfersperre. Leihspieler dürfen so oder so fest verpflichtet werden. Es deutet also viel auf einen Verbleib in Köln. „Ich bin froh, dass ich in Köln spiele und so viel Einsatzzeit bekomme. Ich mag die Mannschaft und das Umfeld“, sagt Carstensen. „Am Ende des Tages ist es aber nicht meine Entscheidung. Wir werden sehen, was passiert.“ Bis dahin wird Baumgart dem Dänen mit Sicherheit weitere Einsatzzeit verschaffen. Die Position scheint dem etatmäßigen Abwehrspieler dabei nicht so wichtig zu sein. „Es ist nicht meine Entscheidung zu sagen, wo ich spiele. Wenn der Trainer sagt, ich soll Torwart spielen, würde ich probieren, mein bestes zu geben“, sagt Carstensen.


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Nach CAS-Urteil: FC will Strafanzeige stellen

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Nach CAS-Urteil: FC will Strafanzeige stellen

Der 1. FC Köln hat im Zusammenhang mit der von der FIFA verhängten Transfersperre Strafanzeige wegen versuchten Betrugs gegen drei Vertreter des slowenischen Fußballclubs NK Olimpija Ljubljana gestellt. Das teilte der Klub am Mittag mit.

Das CAS-Urteil ist noch nicht gesprochen, doch es gibt eine weitere Entwicklung im Transfer-Zoff um den jungen Offensivspieler Jaka Potocnik und rund um das CAS-Verfahren: Der FC stellt Strafanzeige gegen Vertreter des slowenischen Fußballclubs NK Olimpija Ljubljana.

Wie der Klub am frühen Nachmittag mitteilte, hat der FC bereits Mitte September vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) erfolgten Hearing eine Strafanzeige wegen versuchten Betrugs gegen drei Vertreter des slowenischen Fußballclubs NK Olimpija Ljubljana gestellt. Laut Mitteilung habe die Staatsanwaltschaft Köln den Anfangsverdacht mittlerweile bejaht und ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Sperre wurde ausgesetzt

Seit Mitte September warten die Parteien auf ein Urteil im Transfer-Streit um den Offensivspieler Jaka Potocnik. Der FC hatte den Angreifer unter Vertrag genommen, einen Tag nachdem er bei seinem Ex-Verein Ljubljana gekündigt hatte. Daraufhin forderte der Klub vom FC 2,5 Millionen Euro Schadenersatz für Potocnik. Der Fall landete beim Verband, die FIFA sah den Verdacht der Anstiftung zum Vertragsbruch und hat den FC mit einer Transfersperre belegt. Gegen die Entscheidung der FIFA hatten alle drei Parteien Einspruch eingelegt. Der internationale Sportgerichtshof setzte die Sperre dann im Mai aus. Die Anhörung fand schließlich im September statt. Damals hatte der FC auch Zeugen, unter anderem den ehemaligen Präsidenten sowie einen leitenden Mitarbeiter von Ljubljana, vorgebracht, die den Sachverhalt aus Kölner Sicht bestätigten. Demnach habe sich Ljubljana an mündliche Zusagen, die bei der damaligen Vertragsschließung mit Potocnik getroffen worden sein, nicht gehalten.

„Die von NK Olimpija Ljubljana benannten Zeugen und beim CAS aussagenden Clubvertreter haben sich hingegen in Widersprüche verwickelt und in Teilen den von NK Olimpija Ljubljana schriftsätzlich vorgebrachten Tatsachenvortrag selbst widerlegt“, heißt es in der Mitteilung der Geißböcke. Und weiter: „Hierdurch sowie durch weitere Aussagen von FC-Seite benannter Zeugen konnte nach Überzeugung des 1. FC Köln belegt werden, dass NK Olimpija Ljubljana auf Grundlage falschen Tatsachenvortrags versucht, eine ungerechtfertigte Schadenersatzhöhe zugesprochen zu bekommen.“ Um wen es sich bei den Vertretern handelt, nannte der FC nicht.

CAS-Entscheidung offen

Ob die Strafanzeige Auswirkungen auf das Urteil des Sportgerichtshofs hat, ist vollkommen offen. Genau wie der Zeitpunkt und das Ergebnis des Urteilspruchs. Experten rechnen aber noch in diesem Jahr mit einer Entscheidung. Der Sportrechtler Dr. Gregor Reiter erklärte gegenüber come-on-fc.com, dass er eine gänzliche Aufhebung der Sperre für unwahrscheinlich halte (Hier geht es zum Interview). Der Experte hält eine Transfersperre von einer Transferperiode für wahrscheinlich. Der Schaden dürfte aber schon jetzt groß bei den Kölnern sein. Da der Ausgang der Verhandlung komplett offen ist, gestalten sich mögliche Transfergespräche schwierig. Das zeigte bereits die Transferphase im Sommer, als den Kölnern unter anderem Benedict Hollerbach noch vor Vertragsabschluss absprang. Dem Vernehmen nach soll sich auch ein Sechser noch umentschieden haben.

Weitere Infos in Kürze

U17-WM: FC-Talent Harchaoui überragt bei Halbfinal-Erfolg über Argentinien

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U17-WM: FC-Talent Harchaoui überragt bei Halbfinal-Erfolg über Argentinien

Die U17 des DFB hat das Endspiel der Weltmeisterschaft erreicht. Im Halbfinale setzte sich die Mannschaft von Christian Wück im Elfmeterschießen gegen Argentinien durch. Fayssal Harchaoui nahm das argentinische Supertalent Claudio Echeverri aus dem Spiel.

Der Traum vom WM-Titel geht für die deutsche Auswahl weiter. Die U17 des DFB erreicht das WM-Finale in Singapur. Die Mannschaft von Christian Wück setzte sich im Endspiel im Elfmeterschießen gegen Argentinien durch.

Dabei hatte die DFB-Auswahl in der regulären Spielzeit bereits wie der sichere Sieger ausgesehen, lag bis in die Nachspielzeit 3:2 in Führung und hätte gleich mehrfach den Deckel draufmachen können. Agustín Ruberto traf in der siebten Minute der Extrazeit zum 3:3-Ausgleich. Allerdings war Argentinien von Beginn an die Spiel bestimmende Mannschaft, hatte schon nach zehn Sekunden die erste Einschussmöglichkeit. Doch den ersten Treffer erzielten die Deutschen. Paris Brunner, der Deutschland mit seinem Treffer im Viertelfinale die Tür zum Halbfinale erst geöffnet hatte, traf nach einer schönen Einzelaktion. Gerade in der ersten halben Stunde passierte in der Offensive recht wenig bei der deutschen Auswahl. Argentinien drückte auf den Ausgleich. Erfreulich: FC-Youngster Fayssal Harchaoui nahm dabei Ausnahmetalent Claudio Echeverri die Freude am und den Mittelfeldspieler weitestgehend aus dem Spiel.

Harchaoui trifft vom Punkt

So war es auch da schon Ruberto, der Argentinien in der 35. Minute mit dem 1:1 zurück ins Spiel bringen musste. Noch vor dem Wechsel drehte der Gegner die Partie – wieder war es Ruberto. Doch die DFB-Auswahl kämpfte sich im zweiten Abschnitt zurück, war nun deutlich aktiver und erarbeitete sich einige Möglichkeiten. Zunächst traf erneut Brunner aus der Distanz, dann brachte Max Moerstedt Deutschland in Führung. In der Nachspielzeit glich Ruberto mit seinem dritten Treffer erneut aus.

Im direkt anschließenden Elfmeterschießen behielt die DFB-Auswahl die Nerven. Einmal mehr Brunner verwandelte den entscheidenden Elfmeter für die deutsche Mannschaft. Der erstmals bei dem Turnier eingesetzte Torwart Konstantin Heide hatte die ersten beiden Schüsse vom Punkt pariert. Überhaupt überzeugte der DFB-Keeper. Auch der überragende Fayssal Harchaoui, der als vierter Profi angetreten war, traf sicher. Justin von der Hitz wurde in der zweiten Halbzeit eingewechselt.

Im zweiten Halbfinale stehen sich am Mittag Frankreich und Mali gegenüber. Das Endspiel findet am kommenden Samstag (13 Uhr) statt und wird ebenfalls im Livestream übertragen. Seit 1985 hat keine deutsche U17 mehr das Endspiel einer WM erreicht. Damals unterlag die DFB-Elf, für die Ralf Sturm im Kader stand, 0:2 gegen Nigeria. 2011 scheiterte die DFB-Auswahl letztmals in einem Halbfinale. Damals stand Mitchell Weiser im Aufgebot.

U17-WM-Halbfinale mit FC-Talenten gab es im Livestream

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U17-WM-Halbfinale mit FC-Talenten gab es im Livestream

Für die Kölner U17-Nationalspieler Fayssal Harchaoui und Justin von der Hitz stand das WM-Halbfinale auf dem Spielplan. Das Spiel wurde im kostenlosen Livestream übertragen und ist mittlerweile beendet.

Während sich die Kölner Profis auf das Freitagabendspiel gegen Darmstadt vorbereiten, setzten sich die Jungböcke im WM-Halbfinale durch. Das Spiel wurde im Livestream ab 9.30 übertragen. Den Spielbericht zum Erfolg gibt es hier.

<<<<UPDATE: Das Spiel ist beendet. Den Spielbericht gibt es hier.>>>>

Für die beiden Kölner Talente Fayssal Harchaoui und Justin von der Hitz steht am Dienstagvormittag ein Höhepunkt ihrer noch jungen Karriere an. Die beiden U19-Akteure des 1. FC Köln treffen in Singapur im WM-Halbfinale auf Argentinien. Nach dem souveränen Gruppensieg und spannenden Begegnungen im Achtelfinale gegen die USA und Viertelfinale gegen Spanien steht nun die Vorschlussrunde auf dem Programm. Schon vor dem Turnier hat DFB-Sechser Harchaoui aus Bergheim angekündigt, den WM-Titel mit nach Hause bringen zu wollen. Die Aufgabe gegen Argentinien wird aber keine einfache. Argentinien hat im Viertelfinale den amtierenden Weltmeister Brasilien mit 3:0 abgefertigt. Topspieler der Argentinier ist Claudio Echeverri, der als der „neue Messe“ bezeichnet wird.

U17-WM-Halbfinale im Livestream

„Es fühlt sich jetzt schon richtig gut an, im Halbfinale zu stehen. Es gibt nur vier Mannschaften, die zu den besten der Welt gehören – da sind wir dabei“, sagte DFB-Trainer Christian Wück. Fayssal Harchaoui stand bislang in allen Spielen in der Startformation. Das gilt nun auch für das Duell gegen Argentinien. Das Halbfinale zwischen Deutschland und Argentinien wird am Dienstag um 9.30 Uhr von Pay-TV-Sender Sky Sport News live im TV und Live-Stream übertragen. Der Stream ist online kostenlos verfügbar Die Übertragung beginnt um 9:20 Uhr. Auch der Streaming-Anbieter FIFA+ zeigt die Begegnung im Livestream. Zum letzten Mal stand eine U17 des DFB 2011 im Halbfinale der WM. Damals war Mitchell Weiser Teil der Mannschaft. Die DFB-Auswahl beendete das Turnier als Dritter. Das Endspiel findet am Samstag den 2. Dezember statt.

Abstiegskampf so schwach wie nie: Der FC profitiert vom Rekordtief

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Abstiegskampf so schwach wie nie: Der FC profitiert vom Rekordtief

Mit zwei Siegen in Serie könnte der FC in der Theorie nach dem 14. Spieltag auf Rang 12 stehen. Könnte, denn bei den Geißböcken läuft bislang nicht viel rund. Dennoch: ist das bei der Spieltags-Konstellation rein rechnerisch nicht utopisch. Möglich macht das der schlechteste Saisonauftakt der Keller-Kinder seit der Einführung der Drei-Punkte-Regel.

Sechs Punkte nach zwölf Spielen, zum Großteil schwache Leistungen – aktuell gibt es wenig Hoffnung auf Besserung. Oder doch? Da spricht doch etwas für den 1. FC Köln: Kann der FC von der Krise der Konkurrenz profitieren?

Es hat gar nicht so viel gefehlt und der FSV Mainz hätte in der Tabelle einen kleinen Sprung gemacht, sich Luft zum Tabellenschlusslicht aus Köln verschafft. Tatsächlich fehlten Marco Richter, jenem Offensivspieler, der schon mehrfach mit dem FC in Verbindung gebracht worden ist, nur Zentimeter, um den Sieg über die TSG Hoffenheim festzuschnüren. Doch Richter traf zwei Mal die Latte, zudem hielt TSG-Keeper Oliver Baumann noch einen Strafstoß. So holte Mainz zum Abschluss des 12. Spieltags nur einen Punkt und befindet sich mit acht Zählern auf Rang 16 und weiterhin in Reichweite der Geißböcke. Dadurch haben die Kölner am kommenden Freitag die große Chance, den Abstiegskeller vorerst zu verlassen und das nicht nur als Momentaufnahme. Da Union Berlin bei den Bayern spielt und Mainz es mit dem SC Freiburg zu tun bekommt, kann Köln mit einem Erfolg über den direkten Keller-Konkurrenten Darmstadt auf Rang 15 klettern.

Die Konkurrenz kriselt ebenfalls

Sowohl Steffen Baumgart als auch in der vergangenen Woche Timo Hübers betonten bereits, dass man mit einer kleinen Serie von zwei Siegen ganz anders da stehen würde. Und tatsächlich: Sollte der FC sechs Punkte aus den so genannten Endspielen gegen Darmstadt und Mainz in den kommenden 14 Tagen holen, wäre sogar Rang zwölf möglich und aufgrund der Spieltags-Konstellation auch nicht utopisch. Denn der aktuelle Tabellenzwölfte, das „gesicherte“ Mittelfeld, Werder Bremen ist nur fünf Punkte weg. Die Abstiegskandidaten liegen ungewohnt eng beieinander und Köln spielt als nächstes gegen zwei direkte Konkurrenten. „Wir haben immer wieder betont, dass wir gegen Mannschaften, die mit uns um die gleichen Tabellenregionen kämpfen, gewinnen müssen“, sagte am Freitag nach dem 0:1 gegen die Bayern auch Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung. „Selbst wenn wir jetzt zwei Spiele gewinnen, haben wir keine gute Ausgangs-Position. Wir müssen in den nächsten Spielen gucken, dass wir erst mal den Anschluss halten, oder den ein oder anderen hinter uns lassen“ zitiert die Bild den Kölner Trainer.

Dass der FC aber überhaupt die Chance auf Rang zwölf hat, sogar Weihnachten tatsächlich im gesicherten Mittelfeld verbringen könnte, liegt bekanntermaßen nicht an den Leistungen der Geißböcke. Sechs Punkte aus zwölf Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Vielmehr ist es dem schlechtesten Saisonauftakt der Keller-Kinder in der Bundesliga-Geschichte geschuldet. Denn seit Einführung der Drei-Punkte-Regel zur Spielzeit 1995/96 waren die potenziellen Abstiegskandidaten nie schlechter unterwegs. Nur in der Spielzeit 2016/2017 hatte bis heute der Tabellen-15. (ebenfalls Darmstadt) einen Punkt weniger als der aktuelle. Der Tabellenzwölfte kam damals aber im Gegensatz zu dieser Spielzeit auf 13 Zähler, Werden Bremen hat aktuell elf. Noch nie hatte in der Bundesliga der Tabellenzwölfte nach dem zwölften Spieltag weniger als zwölf Zähler. Im Schnitt holten die Teams auf den Rängen zwölf bis 18 vor dem 13. Spieltag ganze 8.85 Punkte – einzig in der Spielzeit 16/17 waren es genauso viele. Im vergangenen Jahr waren es 10.28, in der Saison 2001/02 sogar 12.5.

HSV rettete sich trotz vier Zählern

Zudem haben neben dem FC auch nur Bochum und Mainz bislang erst ein Spiel gewonnen – auch das gab es in den vergangenen 27 Jahren so oder schlechter erst drei Mal. Die Rechnerei macht natürlich nur Sinn, wenn der FC zu punkten beginnt. Und das wird keine leichte Aufgabe. „Alle sind überzeugt, dass wir das hinbekommen. Aber das geht nicht durch Erzählen, das geht durch Leistung und Leidenschaft“, sagte Kessler. Vor der Winterpause stehen noch vier Spiele auf dem Programm. Auf die Duelle gegen Darmstadt und Mainz folgen noch die Partien gegen Freiburg und zum Jahresabschluss Union Berlin. Es müssen Punkte her. Eine Herkules-Aufgabe. „Jetzt kommen die Konkurrenten auf Augenhöhe. Das Problem ist, das werden die anderen auch sagen. Trotzdem müssen wir versuchen, in Darmstadt mit aller Macht einen Dreier einzufahren“, sagte Baumgart.

Hoffnung macht dann aber doch die vergleichbar schwache Spielzeit 2016/2017 – damals stand der Hamburger SV nach dem zwölften Spieltag mit vier Zählern auf dem letzten Tabellenplatz. Am Ende der Saison landeten die Hanseaten auf Rang 15.


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Kölns Zukunft greift jetzt schon nach dem WM-Titel

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Kölns Zukunft greift jetzt schon nach dem WM-Titel

Justin von der Hitz und Fayssal Harchaoui gehören nicht nur beim FC zu den größten Hoffnungsträgern – aktuell kämpfen die beiden Youngster in Indonesien um den WM-Titel. Am Dienstag steht das Halbfinale gegen Argentinien auf dem Programm.

Der 1. FC Köln ist aktuell ganz weit weg. Nicht nur geographisch – für Fayssal Harchaoui und Justin von der Titz dürfte alles rund um den Geißbock aktuell auch mental in einem Parallel-Universum verweilen. Denn für die beiden 17-Jährigen gibt es aktuell nur ein Ziel. Und das ist ein besonders großes. Die Youngster des 1. FC Köln spielen gerade in Indonesien um nicht weniger als den größten Erfolg. FC-Youngsters Harchaoui und von der Hitz greifen nach dem Titel des Weltmeisters.

Und nach dem überraschenden, wenn auch schmeichelhaften, 1:0-Erfolg über Spanien am vergangenen Freitag steht für die Nachwuchstalente am Dienstag das Halbfinale mit der DFB-Auswahl gegen Argentinien auf dem Spielplan. Um 9.30 Uhr übertragen Sky sowie die Fifa das Spiel um den Einzug ins Finale. Argentinien fertigte im Halbfinale den amtierenden Weltmeister Brasilien 3:0 ab. Dennoch ist das Ziel klar. „Wir wollen nun aber nicht stehenbleiben, wir wollen den Weg weitergehen und unsere Chance nutzen, ins WM-Endspiel zu kommen“, sagte der ehemalige Bundesliga-Profi und heutige DFB-Trainer Christian Wück. „Wir freuen uns auf das Spiel, das Stadion und die Zuschauer. Das wird ein schönes Spektakel für die Jungs werden.“

Harchaoui: „Wir sind hier in Indonesien, um Weltmeister zu werden“

Das ist es ohnehin schon. Nach dem souveränen Gruppensieg folgte ein packender 3:2-Erfolg über die USA im Achtelfinale und das dann doch glückliche 1:0 über Spanien. Immer in der Startelf: Fayssal Harchaoui. Der Deutsch-Marokkaner ist eins der großen Versprechen in den Reihen des 1. FC Köln und spielt auch beim DFB eine große Rolle. „Fayssal ist eine feste Größe beim DFB und ein absoluter Leistungsträger, bei ihm war uns klar, dass er eingeladen wird“, sagte FC-Coach Stephan Ruthenbeck nach der Nominierung des Sechsers. In der Nachwuchs-Nationalmannschaft kommt der 17-Jährige auf 24 Einsätze, wurde im Juni mit der Auswahl Europameister, spielte auch dort jedes Spiel von Beginn an. „An erster Stelle steht für mich: Zweikämpfe gewinnen, hinten nichts anbrennen lassen und die Innenverteidiger unterstützen. Außerdem will ich der Mannschaft im Spielaufbau Rückhalt geben und das Tempo bestimmen, also das Spiel auch mal beruhigen, wenn wir eine Pause brauchen“, sagte der gebürtige Bergheimer dem DFB zu Beginn des Turniers. „Wichtig ist, einen Ausgleich zwischen Defensive und Offensive herzustellen. Wobei mein persönlicher Fokus noch etwas mehr auf die Defensive gerichtet ist.“

Das scheint dem Youngster gut zu gelingen. Und das nicht nur beim DFB. Auch bei den Geißböcken ist Harchaoui eine feste Größe. Er ist Leistungsträger der U19, ein Sechser, ein Taktgeber, leitet aber auch das Offensivspiel ein. Vor allem ist er aber ein Talent, dem man mittelfristig durchaus den Sprung zum Profifußballer zutraut – zurzeit deutlich weniger als eine Selbstverständlichkeit. Dabei kam Harchaoui erst spät zum FC. Nach Stationen in Bergheim und Hohenlind folgte der Wechsel zum SC West und 2019 zum 1. FC Köln. Die Eingewöhnung verlief ganz offensichtlich gut. Der 17-Jährige ist aus der Stammformation der Kölner nicht wegzudenken. Aktuell muss die U19 aber ohne den Sechser zurecht kommen. Und der hat noch große Ziele: „Wir sind hier in Indonesien, um Weltmeister zu werden. Das ist unser gemeinsames Ziel“, sagt der 17-Jährige. „Persönlich und mit Blick über die Zeit hier hinaus, will ich mich stetig weiterentwickeln. Irgendwann einmal in der Champions League zu spielen oder mit der A-Nationalmannschaft bei einer WM aufzulaufen, das ist mein Traum, der hoffentlich in Erfüllung geht.“

Halbfinale am Dienstag

Justin von der Hitz kam sogar noch ein Jahr später zum FC. 2020 wechselte der Außenverteidiger von Viktoria Köln auf die andere Rheinseite. Die EM in diesem Jahr verpasste der Außenbahnspieler verletzungsbedingt, für die WM wurde er schnell zum Thema. Schon im vergangenen Jahr hatte DFB-Coach Wück erklärt, dass man für die U17 händeringend nach Außenverteidigern suche. „Justin hat den Europameistertitel der U17 im Sommer verpasst und wir mussten seine Verletzung hier beim FC gemeinsam aufarbeiten. Seine Spiele sind von Mal zu Mal besser geworden und er hat sich athletisch auch super reingearbeitet und entwickelt“, sagte Ruthenbeck. Der 17-Jährige ist alleine schon aufgrund seiner Geschwindigkeit für das deutsche Spiel prädestiniert, spielte immerhin in vier WM-Spielen bislang, drei von Beginn an.

„Für unsere persönlichen Ziele beim FC werden uns die beiden natürlich für den Rest des Jahres voraussichtlich fehlen. Das tut uns schon weh“, sagt Ruthenbeck. „Aber hier steht die Erfahrung für die Jungs, bei einem internationalen Turnier dabei sein zu können, klar im Vordergrund und wir als Verein können stolz sein, dass der 1. FC Köln durch die beiden Jungs vertreten wird.“ Nun geht es um das WM-Ticket und vielleicht dann sogar um den Titel. Für den FC wird es aber mittelfristig darum gehen, die Talente in Richtung Kölner Profi-Kader zu bewegen.


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