U17-WM-Finale mit FC-Talenten heute im Livestream und im Free-TV

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U17-WM-Finale mit FC-Talenten heute im Livestream und im Free-TV

Die Kölner U17-Nationalspieler Fayssal Harchaoui und Justin von der Hitz stehen vor dem Highlight ihrer noch jungen Karriere. Die DFB-Auswahl trifft im Finale der U17-WM auf Frankreich. Das Spiel wird im kostenlosen Livestream sowie im Free-TV übertragen.

Während sich die Profis des 1. FC Köln im grauen Abstiegskampf der Liga befinden, können gleich zwei Kölner Youngsters nach dem WM-Titel greifen. Die deutsche U17 steht im Finale und spielt dort am Samstag gegen Frankreich. Das U17-WM-Finale gibt es im Livestream und im Free-TV.

Am Tag nach dem wichtigen 1:0-Erfolg über Darmstadt der Profis steht für die beiden Kölner Talente Fayssal Harchaoui und Justin von der Hitz am Samstagmittag der Höhepunkt ihrer noch jungen Karriere an. Die beiden U19-Akteure des 1. FC Köln treffen in Singapur um 13 Uhr im WM-Finale auf Frankreich. Nach dem souveränen Gruppensieg und spannenden Begegnungen im Achtelfinale gegen die USA und Viertelfinale gegen Spanien sowie dem Elfer-Krimi im Halbfinale gegen Argentinien steht die Mannschaft von Christian Wück tatsächlich im Endspiel. Und dort wartet der Finalgegner der Europameisterschaft Frankreich. Das Endspiel damals hat die DFB-Auswahl knapp für sich entschieden. Schon vor dem Turnier hat DFB-Sechser Harchaoui angekündigt, den WM-Titel mit nach Hause bringen zu wollen. Die Aufgabe gegen Frankreich wird aber keine einfache. Auch die Équipe Tricolore erreichte das Endspiel verdient.

U17-WM-Finale im Livestream

„Ich glaube, dass wir mit unseren Tugenden, unserer Mentalität und unseren individuellen Fähigkeiten die Möglichkeit haben, den Titel zu holen“, sagte DFB-Trainer Christian Wück. Fayssal Harchaoui stand bislang in allen Spielen in der Startformation. Das Finale zwischen Deutschland und Frankreich wird am Samstag um 13 Uhr von Pay-TV-Sender Sky Sport News live im TV und Live-Stream übertragen. Der Stream ist online kostenlos verfügbar. Zudem sicher sich RTL die Übertragungsrechte für das Finale. Die Übertragung beginnt um 12:40 Uhr. Auch der Streaming-Anbieter FIFA+ zeigt die Begegnung im Livestream. Zum letzten Mal stand eine U17 des DFB 1985 im Finale der WM. Damals war Ralf Sturm Teil der Mannschaft. Die DFB-Auswahl beendete das Turnier damals als Zweiter.

Zu Null und Auswärtssieg – in Darmstadt reißen zwei Serien

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Zu Null und Auswärtssieg – in Darmstadt reißen zwei Serien

Mit dem 1:0-Erfolg bei Darmstadt 98 haben die Geißböcke die Abstiegsplätze vorerst verlassen und gleichzeitig zwei Serien beendet. Die Kölner können wieder zu Null spielen und auf fremdem Platz gewinnen.

Ein halbes Jahr haben die Kölner auf einen Auswärtssieg gewartet, auf ein Spiel ohne Gegentor musste man sogar acht Monate warten beim 1. FC Köln: Gegen Darmstadt reißen zwei Serien.

Nein, einen Spieler wollte FC-Trainer Steffen Baumgart nach dem Spiel in Darmstadt nicht herausheben. Der Kölner Trainer stand mit einer bei ihm seltsam wirkenden Wollmütze vor dem Mikrofon des DAZN-Reporters, trotz der drei Punkte gewohnt grummelig. Ein Sonderlob für einen einzelnen Spieler sei immer „ganz schwierig“, sagte der Coach. „Das hat sich die ganze Mannschaft verdient.“ Der FC trat in Darmstadt tatsächlich von Beginn an deutlich sicherer als noch zuletzt auf, ein Lob hatte aber die Leistung in den ersten 45 Minuten nicht verdient gehabt. Man habe gemerkt, welcher Druck auf den beiden Mannschaften lastete, sagte Baumgart. Ein großes Risiko wollten die Mannschaften jedenfalls nicht eingehen. Marvin Schwäbe blieb in den ersten 45 Minuten nahezu beschäftigungslos, weil Darmstadt relativ wenig für die Offensive tat und zudem so gut wie gar nichts einfiel. Köln war zwar Spiel bestimmend, das war aber auch die einzige positive Erkenntnis aus den ersten 45 Minuten.

Das erste Mal zu Null seit Anfang April

Erst nach dem Wechsel steigerte sich der FC, bekam aber auch in der Abwehr mehr zu tun. Und so konnten sich mit Timo Hübers und Jeff Chabot zwei Abwehrspieler mehrfach positiv in Szene setzen und die gesamte Hintermannschaft dann doch noch ein Lob einheimsen. Und das von einem anderen Matchwinner dieser Begegnung: Von Davie Selke, der mit seinem vierten Saisontor den FC erst auf Erfolgskurs gebracht hatte. „Ein riesen Kompliment an die Jungs hinten“, sagte der Angreifer. „Es war endlich mal wieder zu Null. Das hatten wir uns so vorgenommen.“ Dabei fiel die eigentlich geplante Abwehrreihe schon auseinander, da hatte das Spiel noch gar nicht begonnen. Rasmus Carstensen fiel verletzt genauso aus, wie der erkrankte Benno Schmitz und so stellte Baumgart überraschend vier (!) etatmäßige Innenverteidiger auf. Kein Vertrauensbeweis für Leart Pacarada.

Gerade auf der rechten Seite offenbarte dieses System große Schwächen, trotz der Kölner Dominanz, die sich auch in der Statistik eindrucksvoll zeigte. Ob in der Laufleistung, den Zweikampfwerten, den Torchancen oder den Pässen – Köln war dem SV in allen Belangen überlegen. Und so sah sich Baumgart zur zweiten Halbzeit gezwungen, Luca Kilian vom Feld und Jan Thielmann in die Abwehrkette zu nehmen. Die Maßnahme funktionierte. Zwar tat der SV nun mehr für die Offensive, wirklich zittern mussten die Kölner aber nicht mehr. Nach 22 Pflichtspielen mit mindestens einem Gegentor spielten die Kölner am Freitagabend zum ersten Mal seit Anfang April wieder zu Null – eine bittere Serie geht nach mehr als einem halben Jahr damit zu Ende. Viel wichtiger dürften aber die drei Punkte für die Geißböcke sein. „Die letzten Wochen waren nicht ganz so einfach. Köln ist da ein besonderes Pflaster, weil es da immer zu Tode betrübt oder Himmelhoch jauchzend ist. Das war ein guter Brustlöser“, sagte Timo Hübers.

Der erste Auswärtssieg seit Anfang Mai

Das dürfte Selke ganz ähnlich sehen. Der Angreifer fand zunächst wieder nur schwer in die Begegnung, ackerte, rieb sich an seinen Gegenspielern verbal und physisch auf. Mehr als eine Ablage auf Florian Kainz wollte dabei aber nicht rausspringen. Das ändert sich dann nach der Ecke von Luca Waldschmidt, die etwas glücklich verlängert wurde. „Ob der Gegner oder wir verlängern, ist glaube ich egal“, sagte Baumgart. „So entstehen nun mal Standardchancen. Wenn der Ball in den richtigen Raum kommt und vom Timing passt, dann ist es okay. Trotzdem brauchen wir 30 Ecken um ein Tor zu schießen.“ Und das reichte nicht nur für den Sieg, es reichte auch zum ersten Auswärtssieg seit Anfang Mai dieses Jahres. Damals gewann der FC 2:1 gegen Leverkusen. Doppelter Torschütze: Davie Selke. Zwar setzte sich der FC in einer schwachen Partie nur hauchdünn durch, doch es gab am Freitagabend genug Dinge, die den Kölnern Hoffnung machen dürfen.


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Stimmen zum Spiel

„Das war der Lohn der Arbeit“

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„Das war der Lohn der Arbeit“

Drei Punkte und kein Gegentor. Der FC hat sich ein wenig Luft im Abstiegskampf verschafft. Die Stimmen zum Darmstadt-Spiel.

Die letzten Wochen waren nicht ganz so einfach. Köln ist da ein besonderes Pflaster, weil es da immer zu Tode betrübt oder Himmel hoch jauchzend ist. Das war ein guter Brustlöser. Wir sind es in der ersten Halbzeit mit vier Innenverteidigern angegangen. Wir haben insgesamt gut gestanden. Dann haben wir zur zweiten Halbzeit umgestellt, um vorne ein wenig mehr Tiefe ins Spiel zu bekommen. Jan hat dann wieder hinten rechts gespielt. Letztlich war es im Verbund gut. Die Darmstädter haben viel mit langen Bällen agiert, waren oft bei den zweiten Bällen da. Das war der Lohn der Arbeit. Heute hat schon viel geklappt.

Timo Hübers bei DAZN

Es war sehr wichtig, dass wir dieses Spiel gewinnen. Es ist Abstiegskampf. Wir wollen weniger reden, wir wollen mehr machen. Es war heute für die ganze Truppe extrem wichtig. Als Stürmer musst du immer bereit sein. Egal, ob du vorher nur ein, zwei Ballkontakte hattest. Es ist wichtig, in der einen Situation da zu sein. Ich bin sehr froh, dass der verlängert wurde. Das ist egal. Der Sieg ist wichtig. Für uns zählen Siege. Wir wollen einfach weiter Punkte holen. Ein riesen Kompliment an die Jungs hinten. Es war endlich mal wieder zu Null.

Davie Selke bei DAZN

Das Sonderlob hat die ganze Mannschaft verdient. Es war ein Spiel, in dem es ganz wenige Highlights gab. Wenn es bei einer Mannschaft ein bisschen mehr gab, dann bei uns. Man hat schon beiden Mannschaften angesehen, dass die Situation drückt. Deswegen freuen wir uns. Wir haben im Grunde keine Torchance zugelassen. Es hätte nochmal in der letzten Minute schief gehen können. Ob der Gegner oder wir verlängern, ist glaube ich egal. So entstehen nun mal Standardchancen. Wenn der Ball in den richtigen Raum kommt und vom Timing passt, dann ist es okay. Trotzdem brauchen wir 30 Ecken um ein Tor zu schießen. Es ist schön, dass wir aus diesem Standard etwas gemacht haben, sonst hätten wir wohl kein Tor geschossen, obwohl wir noch Torchancen hatten. Wir sind froh, dass wir die drei Punkte geholt haben.

Steffen Baumgart bei DAZN

Alles zum Spiel

Einzelkritik

Die Einzelkritik gegen Darmstadt

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Die Einzelkritik gegen Darmstadt

Das 1:0 gegen den SV Darmstadt war alles andere als ein Fußballfest. Dennoch setzte sich der FC verdient durch. Dementsprechend gut fielen auch einige Noten aus. Nicht alle.

Mit dem verdienten 1:0-Erfolg über den SV Darmstadt 98 haben die Kölner vorerst den Tabellenkeller verlassen. Und der Sieg des 1. FC Köln war durchaus verdient. Gleich mehrere Spieler heimsten gute Bewertungen ein. Unsere Einzelkritik der FC-Profis gegen Darmstadt

Der FC kann es doch noch: auswärts gewinnen und das auch noch ohne Gegentor. In der eher schwachen Begegnung setzten sich die Kölner verdient mit 1:0 durch. Auch, weil die Darmstädter extrem harmlos agierten. Gerade im zweiten Abschnitt steigerten sich die Geißböcke und belohnten sich für die Mühen. „Das war der Lohn der Arbeit. Heute hat schon viel geklappt“, sagte auch Timo Hübers, der einmal mehr mit Jeff Chabot die Defensive zusammenhielt. Gute Noten fuhren aber auch Akteure aus der Offensive ein.

So bewerten wir die FC-Profis gegen Darmstadt

Endlich mal wieder zu Null. Allerdings im ersten Abschnitt auch beschäftigungslos. Schwäbe pflückte einzig eine harmlose Flanke aus der Luft. Das änderte sich nach dem Wechsel. Zunächst sicher bei einem Abschluss von Skarke, dann stark gegen Seydel. Ruhiger Abend für den Keeper.

Wirkt in vielen Bewegungen zu langsam. Probiert ab und an die Hector-Pirouette, ist nur bei weitem nicht so effektiv damit. Brachte aber einige ordentliche Hereingaben, die aber allesamt keinen Abnehmer fanden.

Ließ sich in der ersten Situation abkochen, hatte Glück, dass die Chance wegen Abseits unterbunden wurde. Steigerte sich aber deutlich. Einzig seine erfolglosen Ausflüge in die gegnerische Hälfte hinterlassen Fragezeichen. Gewann im Schnitt nur jeden zweiten Zweikampf. War dennoch wichtiger Teil der zu-Null-Kette.

Starker Auftritt von Chabot. Zugegebenermaßen gegen harmlose Darmstädter. Gewann fast 90 Prozent seiner Zweikämpfe, brachte mehr als 90 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler. Ließ die SV-Angreifer nicht zur Entfaltung kommen.

Hatte Schwierigkeiten, sich auf der ungewohnten Position zu recht zu finden. Tat recht wenig für die Offensive, abgesehen von einer Art Schwalbe. Stand in der Defensive oft falsch. Nach 45 Minuten war der Arbeitstag schon beendet.

ab 46: Kam zur zweiten Halbzeit zu seinem fünften Einsatz, weil sich Carstensen am Spieltag verletzt abgemeldet hatte. Sorgte auf der linken Seite selten, aber immerhin für Gefahr. Hätte in der Schlussminute sein erstes Saisontor erzielen müssen.

Einmal mehr ein seltsamer Auftritt des Kölner Kapitäns. Zwar startete der Mittelfeldspieler auf der Zehn, das fiel aber bis auf einen harmlosen Distanzschuss nicht sonderlich auf. Immerhin mehr Ballaktionen als zuletzt. Überraschte mit einer „Freistoßvariante“ die eigenen Mitspieler und Zuschauer. Seine auffälligste Szene blieb ein unnötiges Foulspiel im Mittelfeld, für das er vollkommen zu recht Gelb sah.

Martel blieb gewohnt unauffällig. Lief allerdings für seine Verhältnisse erstaunlich wenig. Das dürfte mit der schwachen Darmstädter Offensive zu tun gehabt haben.

Blieb im ersten Abschnitt auf der linken Seite wirkungslos. Steigerte sich nachdem er auf die rechte Seite wechselte. Seine perfekte Hereingabe auf Waldschmidt wurde nicht mit dem zweiten Treffer belohnt, weil sich seine Fußspitze im Abseits stand.

War deutlich effektiver als Florian Kainz. Seine Ecke führte zur Kölner Führung, brachte anschließend den Ball im Tor unter. Das Tor wurde zu recht nicht gegeben. Hätte kurz vor Schluss treffen müssen.

Fühlt sich auf der Sechs zurzeit deutlich wohler. War laufstärkster Kölner und kam im zweiten Abschnitt auch endlich mal in eine gute Abschlussposition. Dieser Abschluss blieb aber harmlos. Gewann für einen Sechser erstaunlich schwache 40 Prozent der Zweikämpfe.

Brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: „Egal ob du vorher nur ein, zwei Ballkontakte hattest: Es ist wichtig, in der einen Situation da zu sein.“ Das war der Stürmer und erzielte damit den Siegtreffer.

Startete stark, ließ aber früh nach. Konnte im ersten Abschnitt nur wenige Akzente setzen. Wurde nach dem Wechsel in die Verteidigung zurückgezogen und war dann wieder ein Aktivposten. Beeindruckende Grätsche in der Schlussphase.

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Selke schießt den FC zum zweiten Saisonsieg

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Selke schießt den FC zum zweiten Saisonsieg

Der 1. FC Köln hat am Freitagabend den zweiten Saisonsieg eingefahren und vorerst die Abstiegsplätze verlassen. Beim SV Darmstadt setzten sich die Kölner 1:0 durch.

Der FC kann in der Bundesliga doch noch gewinnen und das auch noch zu Null. Der 1. FC Köln bezwingt den SV Darmstadt 1:0 und hat damit die Abstiegsränge zumindest bis Samstag verlassen. Davie Selke erlöste die Kölner. Für den FC war es das erste Spiel ohne Gegentreffer seit April.

Nach der Dreierkette in der vergangenen Woche gegen die Bayern überraschte Steffen Baumgart auch gegen Darmstadt mit der Defensivkette. Allerdings verletzungsbedingt. So stellte der Kölner Coach zurück auf Viererkette. Da Rasmus Carstensen nach einer Verletzung im Trainingsabschluss ausfiel, rückte Luca Kilian überraschend auf die rechte Außenbahn. Links startete einmal mehr Dominique Heintz. In der Offensive blieb der Kölner Coach bei der gleichen Formation, allerdings startete Dejan Ljubicic auf der Sechs, Florian Kainz hinter den Spitzen. Der FC begann schwungvoll und bemüht, das Spiel in die Hälfte der Lilien zu verlagern. Zum ersten Abschluss kamen aber die Hausherren. Tim Skarke versuchte es aus 20 Metern, schoss den Ball aber mindestens genauso weit über beziehungsweise neben das Tor.

Müder Kick im ersten Abschnitt

Nach einer guten Viertelstunde kam dann auch der erste Ball Richtung Gehäuse des Ex-Kölners Marcel Schuhen. Kainz zog aus rund 18 Metern ab, verfehlte aber ebenfalls deutlich. Der FC übernahm zunehmend die Spielkontrolle, hatten deutlich mehr Ballbesitz, wirkliche Gefahr strahlten die Kölner aber nicht aus. Vor allem, weil wieder einmal der finale Pass nicht ankam. Da auch Darmstadt in der Offensive gar nicht stattfand, plätscherte die Begegnung vor sich hin – und das sehr lange und gefühlt sehr langsam. Für Aufregung sorgte allenfalls noch eine Art Schwalbe von Luca Kilian, der Glück hatte, nicht den Gelben Karton zu sehen. Nur wenige Minuten vor dem Seitenwechsel gab es dann doch noch einen Abschluss der Darmstädter. Routinier Fabian Holland zog aus 20 Metern nach einer geblockten Ecke ab. Der Ball kam aber auch nicht auf das Kölner Tor.

Baumgart reagierte auf den insgesamt eher schwachen Auftritt seiner Mannschaft und brachte schon zur zweiten Halbzeit zwei neue Kräfte. Für den schwachen Kainz kam Luca Waldschmidt und Max Finkgräfe spielte nun für Luca Kilian. Aber wieder kamen die Hausherren zum ersten Abschluss und dieser zum ersten Mal sogar aufs Tor. Der Schlenzer von Skarke stellte Marvin Schwäbe aber vor keine großen Probleme. Anschließend hatte der Keeper die Oberhand gegen Aaron Seydel. Aber auch der FC nutzte die Feldüberlegenheit zunehmend zu Möglichkeiten. So tauchte Ljubicic im Sechzehner auf. Den Ball Richtung langes Eck hielt Schuhen aber stark. Anschließend brachte Waldschmidt einen harmlosen Freistoß auf das Tor. Seine Ecke war dann schon präziser. Die Hereingabe verlängerte ein SV-Akteur unglücklich auf Selke, der zur Kölner Führung einschob.

Videoassistent greift zwei Mal ein

Und der FC spielte weiter nach vorne. Selke schickte Maina, dessen perfekte Hereingabe schob Waldschmidt ein. Der Videoassistent griff ein und der Treffer wurde aufgrund von Mainas Abseitsstellung nicht gegeben. Im direkten Gegenzug gab es die nächste strittige Entscheidung. Timo Hübers bekam den Ball an den angelegten Arm geschossen, Schiedsrichter Patrick Ittrich entschied erstaunlicherweise auf Elfmeter. Erst nach Ansicht der Bilder nahm der Unparteiische den Strafstoß zurück. In der Schlussphase erarbeiteten sich die Lilien zunehmend ein Übergewicht. Köln stand nun deutlich tiefer, setzte auf Konter und wurde auch wieder gefährlich. Unter anderem versuchte es Waldschmidt aus kurzer Distanz nach starker Vorarbeit von Jan Thielmann. In der Schlussminute verpasste Finkgräfe sein erstes Saisontor, als er alleine vor Schuhen auftauchte. Der FC setzte sich unterm Strich verdient durch und sammelte wichtige Punkte im Abstiegskampf. Kommenden Sonntag steht das Heimspiel gegen Mainz auf dem Programm.

FC: Schwäbe – Heintz, Chabot, Hübers, Kilian (46. Finkgräfe) – Martel, Ljubicic (90. Uth) – Kainz (46. Waldschmidt), Maina (85. Olesen), Thielmann – Selke (73. Tigges); Tore: 0:1 Selke (59.)


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Einzelkritik

Stimmen zum Spiel

Informationen rund um das FC-Spiel gegen Darmstadt

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Informationen rund um das FC-Spiel gegen Darmstadt

Nach der 0:1-Pleite gegen den FC Bayern München stehen für den FC die nächsten Begegnungen auf Augenhöhe auf dem Programm. Dazu tritt Köln zunächst beim SV Darmstadt 98 an.

Die meisten Einsätze, der höchste Sieg, die bitterste Niederlage – und wer hat nochmal die meisten Tore gegen die Lilien geschossen? Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Darmstadt.

Wie lautet die Bilanz zwischen dem 1. FC Köln und Darmstadt 98?

Erst zum 13. Mal treffen der 1. FC Köln und der SV Darmstadt 98 am Freitagabend aufeinander. Die Bilanz spricht deutlich für die Geißböcke. Der FC gewann 9 der Partien, die 98er setzten sich in einer Begegnung durch. Zwei Partien endeten demnach unentschieden. Auch die Torbilanz spricht mit 20:6 für den FC. Ausgerechnet die jüngste Begegnung gegen die Lilien ging allerdings aus Kölner Sicht verloren.

Wer zeigt die Begegnung des 1. FC Köln beim SV Darmstadt?

Das Spiel beginnt am Freitagabend um 20.30 und wird daher von DAZN übertragen. Zusammenfassungen gibt es am Samstag unter anderem in der „Sportschau“ und im „ZDF Sportstudio“.

Wann gelang dem 1. FC Köln der höchste Sieg gegen den SV Darmstadt?

Die Geißböcke gewannen bereits zwei Begegnungen gegen die Lilien mit 6:1. 1988 gab es in der ersten Runde des DFB-Pokals einen Kantersieg. Thomas Allofs erzielte alleine vier Tore. Auch Thomas Hässler und Olaf Janssen trafen. Für Darmstadt war Uwe Kuhl erfolgreich. Knapp 30 Jahre später wiederholten die Kölner dieses Ergebnis in der Liga. Allerdings in Darmstadt. Nach einem Eigentor von Aytac Sulu erhöhten Yuya Osako und Anthony Modeste. Sydney Sam verkürzte, doch erneut Osako sowie Milo Jojic und Artjoms Rudnevs trafen zum 6:1-Endstand.

Wann kassierte der FC die höchste Niederlage gegen die Lilien?

Nur ein Spiel ging aus Kölner Sicht gegen Darmstadt verloren. Und das im April 2019. Serdar Dursun hatte Darmstadt in Führung gebracht, bevor Jhon Cordoba ausglich. Felix Platte entschied die Begegnung zu Gunsten der 98er.

Wer erzielte die meisten FC-Tore gegen Darmstadt?

Thomas Allofs, Anthony Modeste und Herbert Neumann waren alle jeweils vier Mal im FC-Dress gegen Darmstadt erfolgreich. Von den aktuellen Kölner Stürmern war noch keiner gegen Darmstadt erfolgreich.

Wer kommt auf die meisten FC-Einsätze gegen Darmstadt?

Timo Horn, Harald Schumacher und Bernd Cullmann trugen gegen den SV am häufigsten das FC-Trikot. Die ehemaligen Kölner Spieler kommen auf jeweils fünf Duelle gegen Darmstadt. Fabian Holland und Marcel Heller standen auf der anderen Seite bei 6 Spielen gegen den FC auf dem Platz.

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Startelf gegen Darmstadt: Mit vielen Fragezeichen, aber ohne die Youngsters

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Startelf gegen Darmstadt: Mit vielen Fragezeichen, aber ohne die Youngsters

Spielt der 1. FC Köln gegen den SV Darmstadt erneut mit einer Dreierkette? Welche Rolle übernimmt Florian Kainz? Läuft gegen die 98er eine Doppelspitze auf? Vor dem Keller-Duell gibt es überraschend viele offene Fragen. Die Youngsters werden keine Rolle spielen.

Wie aus dem Nichts zauberte FC-Trainer Steffen Baumgart am vergangenen Freitag die Dreierkette aus dem Schlapphut. Dabei hatte er im Vorfeld noch angekündigt, dass sie eher unwahrscheinlich sei. Nun sprach er von der Option, daran festzuhalten. Folgt am Freitagabend die nächste Überraschung beim 1. FC Köln: So könnte der FC gegen Darmstadt spielen…

Zumindest bei den Fans und dem ein oder anderen Experten war Steffen Baumgart die Überraschung gelungen. Der FC Bayern München schien jedoch kein großes Problem mit der Kölschen System-Umstellung von Vierer- auf Dreierkette zu haben. Denn die erste halbe Stunde im Duell gegen den Rekordmeister wirkten die FC-Profis viel überraschter, definitiv aber unsicherer mit der neuen taktischen Herangehensweise als die Spieler des Titelanwärters. Auch, wenn es am Ende ein 0:1 gab und damit ein durchaus respektables Ergebnis gegen die Bayern, der FC hatte nicht den Hauch einer Chance, steuerte geradewegs in das nächste Debakel und konnte sich schließlich bei Marvin Schwäbe für eine hinnehmbare Pleite bedanken. In den Schlussminuten ließ der FC-Coach dann wieder die Viererkette ran.

Dreier- oder Viererkette beim FC

Alles auf Anfang bei den Geißböcken. Oder? „Das ist auch noch nicht abgeschlossen. Das heißt, es kann durchaus sein, dass wir mit der Dreierkette weiter agieren. Nur weil wir eine Phase hatten, in der etwas nicht funktioniert hat, werfen wir es nicht gleich in die Tonne“, sagte Steffen Baumgart am Mittwoch. Zweieinhalb Jahre ließ der 51-Jährige die Viererkette zelebrieren, war eindeutig in seiner Meinung in Sachen Systemumstellung. Das würde man bei ihm nicht sehen. Somit stellte sich die Frage, ob der Trainer bei seiner altbewehrten, zuletzt aber wenig erfolgreichen Variante bleibt oder es ein weiteres Mal mit dem gescheiterten Experiment der Vorwoche probiert. „Wir haben mit Darmstadt einen anderen Gegner vor der Brust als gegen die Bayern. Das ist ein ganz anderer Ansatz. Ich möchte gegen Darmstadt in die Situation kommen, eine Chance zu haben“, sagte Baumgart. Zwar ließ der Coach das System offen, es scheint aber wahrscheinlich, dass er gegen den Gegner auf Augenhöhe wieder zurück zur Viererkette wechselt.

Auch ohne die kurzfristige Erkrankung von Benno Schmitz wäre wohl Rasmus Carstensen auf der rechten Seite gesetzt. Nun ist Schmitz krank und Carstensen neben Timo Hübers und Jeff Chabot sicher. Auf der linken Seite spielte in der Viererkette zuletzt Dominique Heintz, gegen die Bayern saß der 30-Jährige auf der Bank, so wie zunächst auch Leart Pacarada. Der Neuzugang könnte nun wieder zu einer Option werden. Eric Martel ist auf der Sechs ohnehin eine feste Größe. Während die Kölner Defensive wohl keine großen Überraschungen bereit hält, stehen hinter der Offensive noch zahlreiche Fragezeichen. Zum Beispiel, wo Florian Kainz eingeplant wird. Dass der Kapitän spielt, ist trotz seiner mäßigen Form wahrscheinlich. Allerdings wird Baumgart gegen Darmstadt wohl eher auf einen Sechser setzen. Kainz könnte dann wieder in eine offensivere Rolle schlüpfen.

Thielmann wieder in der Startelf?

Nach seiner durchaus positiven Leistung gegen die Bayern wird wohl auch Jan Thielmann wieder ein Kandidat für die Startelf, genauso wie Davie Selke, der trotz seiner mäßigen Leistung gegen die Bayern wohl der torgefährlichste Stoßstürmer der Kölner ist. Offen sind also noch zwei Positionen in der Offensive. Vermutlich wird Baumgart auf eine Doppelspitze setzen, bei der Luca Waldschmidt neben Selke eine Chance bekommen könnte. Möglich aber auch, dass Mark Uth wieder in die Startelf rotiert. Der Stürmer saß gegen die Bayern 90 Minuten auf der Bank. Allerdings nominierte der Kölner Coach auch Florian Dietz und Steffen Tigges. Vielleicht wird so ein zweiter Stoßstürmer eine Option. Bleibt noch die linke Außenbahn. Linton Maina erwischte gegen die Bayern nicht gerade seinen besten Tag. Allerdings ist der schnelle Außenbahnspieler einer der Dauerbrenner unter Baumgart.

Keine Rolle werden am Freitagabend Max Finkgräfe, Meiko Wäschenbach und Damion Downs spielen. Der Kölner Trainer hatte die drei Youngsters unter der Woche noch gelobt und erklärt, er würde gerne mit den Talenten weiterhin arbeiten, die sich mit dem FC identifizieren. Für die Partie gegen Darmstadt setzt der Kölner Trainer aber wieder auf seine Routiniers. Die Youngsters sind genauso wenig im Kader wie Faride Alidou, Sargis Adamyan und Dimitrios Limnios.

So könnte der FC gegen Darmstadt spielen


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Darmstadt überzeugt mit den Eigenschaften, die Baumgart fordert

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Darmstadt überzeugt mit den Eigenschaften, die Baumgart fordert

Nach der 0:1-Pleite gegen die Bayern steht das nächste Endspiel für den FC auf dem Plan. Köln ist zu Gast beim SV Darmstadt 98. Eine schwere, aber nicht unlösbare Aufgabe.

Das zweite Freitagsspiel (20.30 Uhr, DAZN) in Serie wartet am 13. Spieltag auf den 1. FC Köln. Die Kölner sind zu Gast am Böllenfalltor. Auf die Kölner wartet eine schwere, aber lösbare Aufgabe. Das zeigt auch unser Gegnercheck zum SV Darmstadt 98..

Die Bedeutung der Begegnung gegen den SV Darmstadt 98 brachte FC-Trainer Steffen Baumgart am Mittwoch ganz einfach auf den Punkt: „Entweder bekommt Darmstadt die Punkte oder wir“, sagte der Trainer. „Gewinnst du, bist du vorbei, verlierst du, hat der Gegner sechs Punkte Vorsprung. Es geht für beide Mannschaften darum, das Spiel zu gewinnen und Erfolg zu haben.“ Und das, weil sich beide Mannschaften im Abstiegskampf befinden. Dabei sieht es für den Aufsteiger aktuell einen Hauch besser aus als für die Geißböcke. Dass der FC vor einer schweren Saison stehen würde, war abzusehen. Dass die Lilien nach dem zwölften Spieltag vor den Geißböcken stehen würden, nicht unbedingt. Die Kölner belegen mit sechs Zählern den letzten, Darmstadt mit neun Punkten den 15. Platz. Und so überrascht es nicht, dass Baumgart vielleicht sogar mit ein wenig Neid Richtung Hessen schaut.

Statt Hurra-Fußball liegt der Fokus auf der Defensive

Denn die Lilien setzen seit einigen Wochen das um, was der Kölner Coach eigentlich von seiner Mannschaft im Abstiegskampf fordert: Leidenschaft, Körpersprache, unbedingter Wille. Nicht umsonst belegen die Lilien mit Abstand, mit großem Abstand, den letzten Platz der Fairness-Tabelle. „Das hat nichts mit unfair zu tun, sondern mit Abstiegskampf“, sagte Baumgart Anfang der Woche. „Ich sehe Darmstadt sehr aggressiv, aber nicht unfair.“ Bezeichnend: Der FC führt diese Statistik an. Der SV gewinnt allerdings relativ wenige Zweikämpfe, nur Heidenheim weist eine schlechtere Bilanz auf. Doch es ist nicht nur die Zweikampfstärke, das harte, aggressive Spiel, dass den FC vor eine schwere Aufgabe stellen wird. „Man hat in den letzten drei Spielen gesehen, dass sie ihre Spielweise angepasst haben“, sagt Baumgart. „Das heißt, sie haben in den Begegnungen darauf geachtet, dass sie nicht mehr so offen stehen wie zum Beispiel gegen Leipzig. Sie stehen defensiver viel klarer, stabiler und auch besser.“

Tatsächlich hat SV-Coach Thorsten Lieberknecht seine taktische Ausrichtung angepasst. Auch er war ein Verfechter des offensiven Hurra-Fußballs, ließ sein Team offensiv spielen, hoch anrennen. Die Quittung bekam Darmstadt unter anderem beim 0:8 gegen die Bayern, als die Lilien alle acht Gegentreffer im zweiten Durchgang kassierten. Damit ist seit einigen Wochen Schluss. Darmstadt steht in der Defensive sicher und versucht über Konter und schnelles Umschaltspiel gefährlich zu werden. „Wir wollten nicht mehr ganz so krass hoch anlaufen und nicht mehr auf Teufel komm raus auf den Ballgewinn gehen“, sagte Rechtsverteidiger Matthias Bader am Dienstag. „Wir sind nicht inaktiv. Wenn der Ball in die Räume kommt, wollen wir da sein.“

Die Defensive ist nicht sattelfest

Zuletzt trotzten die Lilien Freiburg ein Remis ab. Und Darmstadt hat Köln noch eine nicht ganz unwichtige Sache voraus: Im Gegensatz zum FC haben die 98er bereits zwei Spiele gegen Mannschaften auf Augenhöhe, vermeintliche Konkurrenten im Abstiegskampf gewonnen. An den Spieltagen sechs und sieben gab es Erfolge über Bremen und Augsburg. Dennoch ist die Defensive alles andere als sattelfest. Auch aufgrund der Klatsche gegen die Bayern verfügt Darmstadt über die schwächste Defensive der Liga mit bereits 33 Gegentreffern. Lieberknecht lässt in aller Regel eine Dreier- respektive Fünferkette spielen. Sein reguläres Konstrukt ist eine 3-4-1-2-Taktik, dabei kann die „1“ schon mal in die defensivere oder offensivere Reihe rutschen. Zuletzt war das Spiel der Hessen sehr linkslastig und auch von individuellen Fehlern geprägt.

Das Online-Portal gool.ai berechnet den Kaderwert auf 56 Millionen Euro, der Wert der Kölner liegt aktuell bei 82 Millionen Euro. Wertvollster Spieler der Hessen ist aktuell Bartol Franjić mit einem Marktwert von 10,5 Millionen Euro. Der Mittelfeldspieler kam im Sommer als Leihspieler des VfL Wolfsburg nach Darmstadt. Bislang will es aber noch nicht so rund laufen. Beim FC ist Dejan Ljubicic der Spieler mit dem höchsten Marktwert. Dieser wird auf 9.5 Millionen Euro berechnet.


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Der FC und die Ungewissheit Transfermarkt

1. FC Köln: Interview mit Fachanwalt Reiter zum CAS-Urteil
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Der FC und die Ungewissheit Transfermarkt

Die Kölner Verantwortlichen sind sich einig darüber, dass im Winter auf dem Transfermarkt nachgebessert werden soll und dennoch herrscht große Ungewissheit beim 1. FC Köln.

Der 1. FC Köln würde im Winter gerne Transfers tätigen. Doch das gestaltet sich aufgrund der drohenden Sanktion der FIFA als besonders schwer. So wirkt sich das CAS-Urteil auf Transferbemühungen des FC aus.

Die Zuversicht war bei den Kölner Verantwortlichen im Sommer groß, dass der aktuelle Kader das Zeug zum Klassenerhalt hat. Das wurden die FC-Bosse jedenfalls nicht müde zu betonen. Rund drei Monate später sieht die Situation anders aus. Der FC belegt den letzten Tabellenplatz mit gerade einmal sechs Zählern, stellt den schwächsten Angriff der Liga und war zuletzt auch in der Defensive besonders anfällig. Und längst ist man sich auch bei den FC-Bossen einig, dass es aktuell wohl doch nicht so ganz reicht. Zumindest soll im Winter nachjustiert werden. Mindestens einen Stoßstürmer wollen die Kölner verpflichten und unmittelbar auf die anhaltende Sturmflaute reagieren. Denn die Kölner Angreifer haben erst fünf Tore erzielt. Möglicherweise steht aber auch ein gestandener Sechser im Fokus von Christian Keller, Steffen Baumgart und Co. Dieser sollte dem Vernehmen nach schon im Sommer verpflichtet werden, sprang aber aufgrund der unsicheren Situation in Bezug auf die Transfersperre genauso wie Benedict Hollerbach ab.

Gleiche Situation wie im Frühling

Zwar sind die Kölner Verantwortlichen mittlerweile zu der Erkenntnis gekommen, dass der aktuelle Kader vielleicht doch nicht ausreicht, der FC steckt aber im Grunde in derselben Situation wie vor einem guten halben Jahr. Und damit zu einem Zeitpunkt, als die Kaderplanung für die aktuelle Saison in die heiße Endphase ging. Auch jetzt ist jegliche Bemühung auf dem Transfermarkt ein Fischen im Trüben. Denn das Urteil des internationalen Sportgerichthofs ist komplett offen, genauso wie der Zeitpunkt der Urteilsverkündung. Experten gehen von einer Reduktion der Sperre auf eine Transferperiode aus, der Gerichtshof kann aber genauso gut bei dem von der FIFA ausgesprochenen Strafmaß von zwei Perioden bleiben, beim FC ist man nach wie vor optimistisch, verschont zu werden. Erst am Dienstag gab der Verein bekannt, dass man gegen drei Vertreter des Fußballclubs NK Olimpija Ljubljana Strafanzeige gestellt habe. Der slowenische Klub konterte mit einem Bestechungsvorwurf.

Baumgart: „Wir beobachten die Jungs, die wir haben wollen“

Die Ungewissheit hält die Kölner Verantwortlichen natürlich nicht davon ab, nach Verstärkungen zu suchen und möglicherweise auch erste Gespräche zu führen. Solange das Urteil nicht gesprochen ist, gilt eine Transfersperre nicht. Sollte sie erst nach Eröffnung des Transferfensters ausgesprochen werden, gilt sie für das folgende Transferfenster. Insofern ist es nur logisch, dass der FC sucht. „Wir versuchen, unsere Hausaufgaben zu machen. Wir beschäftigen uns mit personellen Veränderungen im Kader. Und trotzdem weiß auch ich nicht, wohin das Pendel ausschlägt“, sagte FC-Trainer Steffen Baumgart am Mittwochmittag. „Du kannst zwar Gespräche führen, du hast aber eine Ungewissheit“, betonte der Trainer. Heißt: Vorgespräche finden statt, verbindlich können diese aber nicht werden. Dabei rennt die Zeit. Denn der FC ist nicht der einzige Klub, der sich im Winter noch einmal verstärken will. Vereine, die einem wechselwilligen Spieler eine sichere Perspektive bieten, dürften wohl klar im Vorteil sein. „Wir machen unsere Arbeit genauso normal weiter, wie es ist. Wir beobachten auch die Jungs, die wir haben wollen“, sagte Baumgart am Mittwoch. Jungs bedeutet zumindest, dass sich die Kölner nicht nur mit einem interessanten Spieler beschäftigen.  

Beobachten, Vorgespräche – mehr geht nicht. Dabei wäre eine Transfersperre im Winter – sofern es sich tatsächlich um eine Sanktion für eine Transferperiode handelt – wohl das kleinere Übel. Im Sommer laufen einige Verträge aus, im Falle eines Abstiegs würde wohl der ein oder andere Leistungsträger den Klub verlassen. Sollte der FC dann auch noch absteigen, wäre das Horror-Szenario perfekt. Immerhin darf Köln die Kaufoption der geliehenen Spieler ziehen. Doch wäre das wohl nur im Falle von Rasmus Carstensen ein realistisches Szenario. Luca Waldschmidt und Faride Alidou dürften bei einer kolportierten Kaufsumme von rund vier Millionen Euro zu teuer sein. Der Blick richtet sich weiterhin gespannt Richtung Lausanne.

Bestechungsvorwurf gegen den FC: Ljubljana holt zum Gegenschlag aus

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Bestechungsvorwurf gegen den FC: Ljubljana holt zum Gegenschlag aus

Der Transferstreit um Jaka Potocnik nimmt zunehmend härtere Züge an. Nachdem der FC am Dienstag mitteilte, Strafanzeige gegen drei Mitarbeiter von Olimpija Ljubljana gestellt zu haben, holt der slowenische Klub am Mittwoch zum Gegenschlag aus und wirft dem FC einen Bestechungsversuch vor.

Am Dienstag überraschte der 1. FC Köln mit einer Meldung. Die Geißböcke gaben an, im September Strafanzeige gegen drei Mitarbeiter von Olimpija Ljubljana gestellt zu haben. Nun folgt das nächste Kapitel dieser Schlammschlacht. Der slowenische Klub erhebt einen schweren Bestechungsvorwurf: Ljubljana holt zum Gegenschlag aus.

So kündigte der Conference-League-Teilnehmer an, wegen Verleumdung rechtliche Schritte zu prüfen und dann gegen den FC vorzugehen. Die Kölner waren wegen des Vorwurfs der Anstiftung zum Vertragsbruch beim Wechsel von Jaka Potocnik von der Fifa zu einer Transfersperre von zwei Wechselperioden verurteilt worden. Alle drei Parteien hatten Einspruch vor dem internationalen Sportgerichtshof eingelegt. Dieser hatte die Transfersperre vorerst aufgehoben. Vom Tisch ist sie deswegen aber noch nicht. Zwei Monate nach der Anhörung warten die Beteiligten auf ein Urteil. Wann dieses gesprochen wird, ist komplett offen. Genauso wie das Urteil an sich.

Bestechungsvorwurf gegen den FC

Am Dienstagmittag waren die Kölner in die Offensive gegangen, hatten mitgeteilt, dass sie Strafanzeige gestellt haben. Laut der Mitteilung, hätten sich jene drei Vertreter in Widersprüche verstrickt. Auf „Grundlage falschen Tatsachenvortrags“ versuche Olimpija Ljubljana, „eine ungerechtfertigte Schadenersatzhöhe zugesprochen zu bekommen.“ Der FC teilte weiter mit, dass die Staatsanwaltschaft Köln den Anfangsverdacht bejaht und ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet habe. Am Nachmittag meldete sich der deutsche Vizepräsident von Ljubljana, Christian Dollinger, in verschiedenen Medien zu Wort und zeigte sich über den Kölner Vorstoß „sehr überrascht“.

Am Mittwoch holte dann Olimpija-Geschäftsführer Igor Barišić zum Gegenschlag aus. Auf dem slowenischen Online-Portal Sportklub wird der Geschäftsführer mit einem ausführlichen Statement zitiert. „Wir sehen diese Ankündigung als einen verzweifelten Versuch, von der Straftat der Verantwortlichen des 1. FC Köln abzulenken und Einfluss auf die Entscheidung des CAS zu nehmen.“ Der Geschäftsführer wurde anschließend noch deutlicher: „Fakt ist, dass Köln den Spieler zum Vertragsbruch veranlasst hat. Fakt ist, dass Olimpija ausschließlich mit den Vertragsvorgaben des Verbandes arbeitet, die im Einklang mit der Fifa stehen. Tatsache ist, dass Olimpija den Spieler nicht verkaufen wollte. Es ist auch Tatsache, dass Olimpija eine Schadensersatzklage eingereicht hat. Tatsache ist, dass Köln eine Entschädigung angeboten hat, falls Olimpija gegenüber dem CAS eine falsche Aussage macht und erklärt, dass die fristlose Kündigung gerechtfertigt war“, zitiert das Online-Portal weiter. In diesem Fall wäre das Verfahren wohl eingestellt worden.

FC habe 500.000 Euro geboten

Die Vorwürfe bekräftige der Geschäftsführer am Abend dann noch einmal gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger. Demnach habe der FC Ljubljana vorgeschlagen, den Tatsachenvortrag so anzupassen, dass Potocniks Kündigung am Ende doch rechtmäßig gewesen wäre. „Köln hat eine Entschädigung angeboten, falls NK Olimpija eine Falschaussage vor dem Cas macht und erklärt, dass die fristlose Kündigung berechtigt war“, zitiert der Stadt-Anzeiger Barišić. „Fakt ist, dass dieser Bestechungsversuch von der Geschäftsführung abgelehnt wurde.“ Laut dem Kölner Stadt-Anzeiger habe der FC Olimpija 500.000 Euro sowie weitere 250.000 Euro nach den ersten zehn Profi-Partien des Spielers geboten. Eine Reaktion von Seiten des FC gibt es zu dem Vorwurf noch nicht.