1. FC Köln erwartet die Bayern zum Saisonfinale

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1. FC Köln erwartet die Bayern zum Saisonfinale

Besser hätten es die Spielplanmacher der DFL nicht planen können. Zum Saisonfinale erwartet der 1. FC Köln die Bayern und ein besonderes Spiel. Das sagt Steffen Baumgart.

Die Freude hielt sich bei vielen FC-Fans in Grenzen als die DFL im Frühsommer vergangenen Jahres den neuen Spielplan präsentierte. Ausgerechnet zum Saisonfinale erwartet der 1. FC Köln die Bayern im eigenen Stadion. Die Sorge, die Bayern könnten das Zünglein an der Waage im Kampf um den Klassenerhalt sein, war groß. Nicht nur bei den Fans. „Ich habe damals den Spielplan gesehen und da stand am letzten Spieltag Bayern München“, sagte FC-Trainer Steffen Baumgart auf der Pressekonferenz. „Glauben Sie mir, dass ich drei Kreuze mache, dass es jetzt kein Endspiel mehr ist.“

Ich habe damals den Spielplan gesehen und da stand am letzten Spieltag Bayern München. Glauben Sie mir, dass ich drei Kreuze mache, dass es jetzt kein Endspiel mehr für uns ist. Ich bin froh, dass wir gesichert sind.

Steffen Baumgart

Denn in der Zwischenzeit ist viel passiert. Der vermeintlich bestbesetzte Kader der Liga belegt vor dem letzten Spieltag nur den zweiten Platz, der FC bewegt sich längst in ruhigen Fahrgewässern. Und: Plötzlich ist Köln das Zünglein an der Waage im Kampf um die Meisterschaft. Als wäre das noch nicht genug, wird es zudem den emotionalen Abschied von Jonas Hector und Timo Horn geben. Sowohl Verein als auch Fans sollen etwas geplant haben. Schon am Donnerstagvormittag präsentierte der FC Abschieds-T-Shirts seiner Legenden im FC-Fanshop.

Negative Bilanz gegen Bayern

103 Spiele

24 Siege

55 Siege

24 Remis

131:220 T

In der Regel werden die Kölner Akteure intern verabschiedet. So wird es auch mit Ellyes Skhiri, der ebenfalls ein letztes Mal für die Kölner aufläuft, und Sebastian Andersson sein. Für Hector und Horn gibt es nach zehn Jahren FC-Profi-Dasein eine Ausnahme. Beide werden vor 50.000 Zuschauern nach dem Spiel auch offiziell verabschiedet.

Aber auch sportlich dürfte es noch einmal heiß hergehen. Für die Bayern ist das Spiel in Köln die letzte Chance auf einen Titel. Nach dem Aus im DFB-Pokal sowie der Champions League bleibt nur noch ein angestrebtes Ziel für den Rekordmeister offen. „Natürlich ist das eine besondere Situation“, sagt Baumgart. „Aber eins steht auch fest, davon zu reden, dass irgendwer schon Meister ist, das haben wir schon oft gesehen, ist verfrüht.“ Doch die Bayern haben es nicht mehr selbst in der Hand. Sollte Borussia Dortmund gegen den FSV Mainz gewinnen, wird die Tuchel-Elf in dieser Saison komplett leer ausgehen. Dieses „Kunststück“ gelang dem FCB zuletzt 2012.

Nur ein personeller Wechsel beim 1. FC Köln

Eine besonderen Motivationsschub vor dem besonderen Saisonfinale gegen den Rekordmeister sieht der Trainer nicht. „Wenn du jemanden gegen die Bayern motivieren musst, egal zu welchem Spieltag, dann bist du Fehl am Platz“, sagte Baumgart. Aber auch der FC wird auf Angriff spielen. „Wir werden alles daran setzen, dass Spiel zu gewinnen. Wir wissen wie schwer das gegen die Bayern wird.“

Personell kann der Kölner Trainer nahezu aus dem Vollen schöpfen. Steffen Tigges fehlt nach seiner Schulterverletzung und soll am Freitag operiert werden. Auch Sargis Adamyan wird nicht dabei sein. Der Angreifer zog sich eine Fußverletzung zu. „Für ihn ist die Saison beendet“, sagte Baumgart. „Ansonsten haben die Jungs ihre Sache gut gemacht. Davie Selke wird der einzige personelle Wechsel sein.“

Wie angekündigt wird Timo Horn also nicht mehr für den FC zum Einsatz kommen, zumindest nicht von Beginn an. „Die Entscheidung ist ja schon lange gefallen. Wir haben gesagt, dass wir es so handhaben, wenn es noch um die Meisterschaft geht. Wir werden gucken, dass wir mit der aus meiner Sicht besten Aufstellung spielen werden“, so Baumgart, der auch eine späte Einwechslung des Keepers genauso wie eine späte Auswechslung von Jonas Hector eher skeptisch sieht. „Es kommt auf die Situation an. Ich hoffe, dass es am Ende so spannend ist, dass wir nicht in diese Situation kommen“, sagt Baumgart. „Ich finde es schwierig, dass zu planen. Aber wir werden sehen.“

Die wahrscheinliche Aufstellung:

Hector und Horn: Ein würdiger Abschied

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Hector und Horn: Ein würdiger Abschied

Mit dem Heimspiel des 1. FC Köln gegen Bayern München endet in Köln eine Ära, für Jonas Hector und Timo Horn wird es ein würdiger Abschied.

Lange saßen Jonas Hector und Timo Horn auf dem Rasen des Kölner Stadions und schauten Richtung Südkurve. Nur wenige Minuten zuvor waren die beiden langjährigen Akteure des 1. FC Köln von den FC-Anhängern nach dem 5:2-Erfolg über die Hertha aus Berlin gefeiert worden. Für die beiden Kölner Profis, die während ihrer Profikarriere nie für einen anderen Klub gespielt haben, war es das letzte Flutlichtspiel in ihrem Wohnzimmer. Am Samstag folgt im Duell gegen den FC Bayern für Hector und Horn ein würdiger Abschied.

Einen weiteren Vorgeschmack auf Samstag erhielten die beiden Akteure bereits am Mittwochvormittag beim letzten öffentlichen Training des 1. FC Köln in dieser Saison. Rund 500 Fans waren ans Geißbockheim gekommen, wollten die beiden Kölner Idole ein letztes Mal beim Training begleiten. Der Fanclub „Hätzbloot Vürjebirch“ bedankte sich bei den Profis mit einem Banner. „Dass derart viele Zuschauer da sind, ist sehr schön. Normal ist das nicht, es geht um Timo Horn und Jonas Hector“, sagte FC-Keeper Marvin Schwäbe nach der Einheit.

Hector

Jonas

346

Spiele für den FC

23

Tore für den FC

FC-Spieler-Ranking

Das letzte Pflichtspiel an Hectors Geburtstag

Nach mehr als einer Dekade im Verein, insgesamt 675 Pflichtspielen für den FC ist also für beide Schluss. „Richtig realisieren kann man das erst, wenn man Abstand hat. Dass es vorbei ist beim FC, kommt dann erst mit Abstand“, sagt Timo Horn in der aktuellen Folge des FC-Podcast von Radio Köln. Er wolle den Samstag genießen, betont Horn, der das Spiel aber von der Bank aus sehen wird. Einen 330. Einsatz wird der Keeper wohl nicht erhalten. „Wichtiger ist mir die Wertschätzung der Fans, die Jonas Hector und mich zuletzt schon immer gefeiert haben – das ist mehr wert als noch ein paar Minuten gegen Bayern“, so der Keeper.

Dennoch wird das Spiel ein besonderes, der Abschied ein würdiger sein. Fußball-Deutschland wird mit mindestens einem Auge Richtung Köln schielen. Schließlich geht es für den FC Bayern in den Fernkampf um die Meisterschaft. Während Horns Karriere bei einem anderen Klub fortgeführt wird, ist das Spiel gegen die Bayern für Jonas Hector das letzte seiner aktiven Laufbahn und das an seinem 33. Geburtstag. Vor einem guten Monat hatte der FC-Kapitän seinen Abschied vom Profifußball bekannt gegeben, sich anschließend in einem Interview mit 11Freunde kritisch über das Profi-Dasein geäußert. „Alle schauen auf ihn. Das macht etwas mit einem Menschen. Tagtäglich unter Druck zu stehen und Vorbild zu sein, nur weil du da bist. Egal, ob du es willst oder nicht“, sagte FC-Trainer Steffen Baumgart der „Sport Bild“.

Hector vermied es in den vergangenen Wochen, viel über den Abschied zu sagen. Doch spätestens nach dem Spiel wird er in den Fokus rücken. Die Kölner Fans werden sich mit einer Choreo von den beiden FC-Legenden verabschieden, die Vereinsverantwortlichen nach dem Spiel offiziell. Und auch die Mannschaft hat wohl etwas vorbereitet. Für den Kölner Kapitän hat das Saisonfinale aber noch eine ganz andere Bedeutung: Der FC Bayern München ist der einzige aktuelle Bundesligist gegen den Hector in seiner langen Karriere noch nicht gewonnen hat. Auch für die Kölner Nummer zwei gab es noch keinen Erfolg gegen den FCB. Ein Sieg gegen den Rekordmeister wäre für Hector und Horn wohl ein würdiger Abschied.

 

Wird der FC erneut zum Dortmunder Meistermacher?

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Wird der FC erneut zum Dortmunder Meistermacher?

Am Samstag kann der 1. FC Köln den Bayern ein Beinchen im Titelrennen stellen und für den BVB zum Meistermacher werden – so wie 2011.

Eine offizielle Fanfreundschaft zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Dortmund gibt es nicht – auch, wenn es so von zahlreichen Anhängern beider Lager so zelebriert wird. Gerade in der älteren Generation gibt es viele Fans, die dem BVB den Titel nicht gönnen. Doch eine gewisse Verbundenheit ist nicht von der Hand zu weisen, die Schals des Kontrahenten werden auch in der eigenen Kurve geschwungen und einer der Gründe könnte sich am Samstag wiederholen.

Es ist gerade einmal zwei Monate her, da kassierte der 1. FC Köln die bitterste Pleite der Saison. 1:6 gingen die Kölner gegen Borussia Dortmund unter. Es war der Tiefpunkt einer Mini-Krise. Fünf Spiele in Serie fuhren die Kölner keinen Dreier ein, kassierten 13 Gegentreffer und erzielten nur ein Tor – nicht wenige Fans sahen den FC in dieser Phase wieder Richtung Abstiegsplatz schlittern. Am Samstag könnten die Geißböcke ausgerechnet dem BVB zur Meisterschaft verhelfen – wieder einmal.

FC verhilft BVB 2011 zur Meisterschaft

Denn auch im Sommer 2011 waren es die Kölner, die Dortmund auf der Zielgeraden entscheidend zur Seite sprangen. Der BVB führte die Tabelle nach dem 31. Spieltag an, Bayer Leverkusen befand sich in Lauerstellung, setzte auf einen Ausrutscher des Spitzenreiters. Doch während der BVB sein Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg 2:0 gewann, strauchelte die Werkself. Milivoje Novakovic hieß der Bayer-Schreck. Mit einem Doppelpack brachte der Angreifer den FC im Nachbarschafts-Duell zum ersten Mal seit 14 Jahren wieder auf die Siegstraße und machte den BVB nach neun Jahren zum Deutschen Meister.

Gleichzeitig sammelten die Kölner wichtige Punkte im Abstiegskampf. Auch deswegen gibt es eine gewisse Verbundenheit. Es folgten für die Geißböcke zwei weitere Siege gegen Frankfurt und Schalke und damit der sichere Klassenverbleib. Im folgenden Jahr gab es in beiden Duellen gegen den BVB viele Tore. Das Hinspiel verloren die Kölner 0:5, im Rückspiel setzte es im eigenen Stadion ebenfalls ein 1:6. Am Samstag muss der FC allerdings nur eingreifen, wenn Dortmund nicht gegen Mainz gewinnt.

Unsere Einzelkritik zum Bremen-Spiel

Spielerdaten

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Steffen Tigges fällt lange aus

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Steffen Tigges fällt lange aus

Hiobsbotschaft für den 1. FC Köln und Steffen Tigges. Der Stürmer zog sich am Samstag eine Schulterverletzung zu und fällt lange aus.

Lange hatte Steffen Tigges auf diesen Moment gewartet. Vier Monate und 17 Pflichtspiele nach seinem letzten Treffer – ebenfalls gegen Werder – war der Kölner Stürmer am Samstag gegen Bremen wieder erfolgreich. Eine Flanke von Florian Kainz verwertete Tigges zur Kölner Führung. Doch der Jubel hielt sich in Grenzen. Tigges griff sich an die schmerzende Schulter, konnte kaum jubeln.

Zu diesem Zeitpunkt und auch noch nach der Begegnung hoffte Tigges, der Knoten sei geplatzt, die Freude über den Treffer überwog. „Ich habe mich natürlich über meinen Treffer nach so langer Zeit gefreut. Dass es wieder gegen Bremen klappt, ist natürlich Zufall“, sagte Tigges. Aber: „Im Zweikampf hat mein Gegenspieler an mir gezogen oder ich habe mich mit der rechten Schulter durchgesetzt. Dann tat es weh.“

Tigges

Steffen

37

Spiele für den FC

7

Tore für den FC

FC-Spieler-Ranking

Steffen Tigges wird Teil der Vorbereitung verpassen

Und offenbar ist die Verletzung schlimmer als gedacht. Wie FC-Trainer Steffen Baumgart am Dienstag im Anschluss an das Training verriet, fällt der Angreifer lange aus. „Tiggi geht es leider nicht so gut, er muss an der Schulter operiert werden“, sagte der 51-Jährige. „Wir müssen diesen Schritt gehen und gegensteuern, sonst wird Tiggi immer wieder Probleme damit haben. Wir hoffen, dass er Richtung DFB-Pokal und Bundesliga-Auftakt wieder ins Mannschaftstraining wird einsteigen können.“

Der Kölner Trainer stellte in Aussicht, dass Tigges einen Teil der Vorbereitung mitmachen könne, allerdings Zweikämpfen aus dem Weg gehen müsse. Tigges fällt damit auch für das Saisonfinale gegen die Bayern aus. Mit großer Wahrscheinlichkeit hätte Davie Selke in der Startelf gestanden. Ob die Verletzung Auswirkung auf die Kölner Kaderplanung hat, ist unklar. Denn eigentlich gilt Sebastian Andersson als sicherer Abgang, Tim Lemperle sollte dem Vernehmen nach verliehen werden und Florian Dietz erholt sich von seinem Kreuzbandriss. Immerhin sollen sich Justin Diehl und Damion Downs in der Sommervorbereitung beweisen.

Unsere Einzelkritik zum Bremen-Spiel

Marvin Schwäbe

Zeichnete sich früh bei zwei Duksch-Versuchen aus. Hatte dann lange Leerlauf, bevor er gegen Stage und Füllkrug ganz stark parierte. Bei der Flanke vor dem 1:1 sah er alles andere als gut aus. Note: 2-

Jonas Hector

Hatte im ersten Abschnitt viele Freiräume. Legte unfreiwillig Schmid den Ball auf, bügelte den Fehler selbst aus. Ließ dann aber eben jenen Schmid beim 1:1 wieder aus den Augen. Note: 3-

Jeff Chabot

Hatte viel Arbeit mit Füllkrug. Hatte den Nationalspieler aber weitestgehend im Griff. Wieder mit guter Pass- und Zweikampfquote. Note: 2-

Timo Hübers

Konnte an die starke Leistung der Vorwoche nicht anknüpfen. Spielte in der Defensive lange seinen Stiefel herunter, wirkte im zweiten Abschnitt teilweise nicht sattelfest. Hätte vor dem Wechsel auf 2:0 erhöhen können. Note: 3

Benno Schmitz

Hatte defensiv zunächst erstaunlich wenig zu tun. Wenn, war er zur Stelle. Leitete das erste Kölner Tor mit ein. War am Ausgleich aber auch nicht gänzlich unbeteiligt. Note: 4+

Florian Kainz

Machte da weiter, wo er in der Vorwoche aufhörte. Lenkte das Kölner Spiel, brachte viele genaue Flanken. So auch beim 1:0 auf Tigges. Note: 2-

Dejan Ljubicic

Engagierte Anfangsphase. Suchte die Zweikämpfe, gewann viele und beeindruckte mit einer überragenden Passquote. Legte stark auf Kainz auf, der aber aus elf Metern vergab. Sah früh eine fragwürdige Gelbe Karte, sah dann ebenfalls fragwürdig nicht Gelb-Rot. Musste nach einer halben Stunde für Jan Thielmann Platz machen. Note: –

Eric Martel

Wieder eine überragende Laufleistung des Sechsers. Dazu strahlt Martel zunehmend eine für sein Alter beeindruckende Ruhe aus. Note: 3+

Jan Thielmann

Kam bereits nach einer halben Stunde zu seinem 100. Pflichtspiel-Einsatz für den FC. Leitete umgehend die Kölner Führung ein, blieb aber ansonsten eher blass. Note: 3-

Ellyes Skhiri

Schaltete sich zunächst erstaunlich viel in die Offensive ein, war in der Defensive gewohnt sicher. War nach dem Wechsel nicht mehr so im Spiel. Note: 3

Linton Maina

Stellte die Bremer Defensive mit seinem Tempo vor große Probleme, machte aber zu wenig daraus. Tauchte nach dem Wechsel wieder einmal ab und wurde folgerichtig nach einer Stunde ausgewechselt. Note: 3

Steffen Tigges

War zunächst eher unauffällig. Setzte sich dann beim Kölner Tor stark durch und nickte perfekt ein. Rieb sich als Anspielspieler auf, ohne ein weiteres Mal ins Spiel einzugreifen. Machte nach einer Stunde für Selke Platz. Note: 2-

Mehr als das Zünglein an der Waage

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Mehr als das Zünglein an der Waage

Zum Saisonfinale empfängt der 1. FC Köln die Bayern. Für den FC geht es aber um weitaus mehr als „nur“ um das Fernduell um die Meisterschaft.

Als die DFL Mitte Juni vergangenen Jahres den Spielplan der Fußball-Bundesliga veröffentlichte, malten sich einige FC-Fans bereits Horrorszenarien aus. Ausgerechnet gegen den FC Bayern München würde es am letzten Spieltag gehen. Nicht wenige Kölner Anhänger hatten Angst, dass der FC Bayern über den Abstieg der Geißböcke mitentscheiden könnten. Doch die Zeichen haben sich verkehrt. Jetzt sind es die Kölner, die über das Schicksal der ohnehin schon enttäuschenden Bayern-Saison entscheiden.

Denn mit dem Ergebnis in Köln kann die Entscheidung über die Meisterschaft fallen. Die Ausgangslage ist vor dem finalen Spieltag der aktuellen Saison klar: Borussia Dortmund hat zwei Punkte Vorsprung vor dem Rekordmeister, empfängt den FSV Mainz im eigenen Stadion. Der FC Bayern ist also in Köln zu Gast. Sollte Dortmund sein Spiel gewinnen, ist die Meisterschaft unabhängig von dem Auftritt des FC entschieden. Kommt der BVB aber nicht über ein Remis hinaus, reicht den Bayern ein Sieg zum Titel – in diesem Fall hätten die Kölner Einfluss auf das Titelrennen, wären das kolportierte Zünglein an der Waage.

Schon in den vergangenen Wochen hat sich der spannende Kampf um die Meisterschaft angedeutet, in den sozialen Netzwerken wurde fleißig diskutiert, ob der FC dem Rekordmeister ein Bein stellen solle. Die Meinungen gingen dabei sehr weit auseinander. Von Rachegelüsten für die 0:12-Niederlage der Dortmunder 1978 gegen Gladbach bis hin zum Verweis auf die vermeintliche Fan-Freundschaft zwischen FC und BVB war so ziemlich alles dabei. „Ich spiele nicht für Dortmund oder gegen Bayern. Ich spiele darum, zwei Spiele zu gewinnen“, hatte FC-Trainer Baumgart noch vor dem Bremen-Spiel gesagt.

Für Jonas Hector ist der Titelkampf ebenfalls kein Thema. Das Kölner Idol wird gegen die Bayern das letzte Mal den Geißbock auf der Brust tragen, die Profikarriere beenden. Sein 347. Pflichtspiel für den FC ist sein letztes. „Wir wollen uns mit einem Sieg von den Fans verabschieden“, sagte der Kölner Kapitän. Allerdings hat Hector noch kein Pflichtspiel gegen den Rekordmeister gewonnen. Zwölf Mal stand er gegen die Bayern auf dem Platz, neun Mal gewann München, zwei Spiele endeten Remis. Auch, wenn Timo Horn wohl nicht mehr zum Einsatz kommen wird, will wohl auch die langjährige Nummer eins den FC mit einem Triumph verlassen. Auch Horn spielte bereits zwölf Mal gegen den FCB, verlor elf dieser Partien, gewann keine.

Zumal eine Dortmunder Meisterschaft dem FC sogar noch ein paar Einnahmen generieren würde. Wie der „Express“ berichtet, kassiert der FC im Falle der BVB-Meisterschaft noch einmal mit. Demnach sollen die Kölner eine sechsstellige Prämie erhalten, sollte Anthony Modeste mit dem BVB Meister werden. Die Chancen stehen auch ohne Kölner Schützenhilfe nicht schlecht.

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Jan Thielmann: 100 Pflichtspiele für den FC

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Jan Thielmann: 100 Pflichtspiele für den FC

Beim Einsatz gegen Werder Bremen absolvierte Jan Thielmann am Samstag sein 100. Pflichtspiel für den 1. FC Köln – und das mit gerade einmal 20 Jahren.

Der Einsatz kam früher als erwartet. Bereits nach einer knappen halben Stunde wurde Jan Thielmann am Samstag für Dejan Ljubicic eingewechselt. Der Österreicher war kurz zuvor offenbar nur knapp der Gelb-Roten Karte entgangen, für FC-Trainer Steffen Baumgart Grund genug, den Mittelfeldmann zu tauschen. Jan Thielmann kam damit etwas verfrüht zu seinem Jubiläums-Pflichtspiel für den FC – das 100.

Am 14. Dezember 2019 gab Thielmann ausgerechnet gegen Bayer Leverkusen sein Debüt. Insgesamt zwölf Mal lief der Youngster unter Markus Gisdol in dieser Spielzeit noch auf. Unvergessen der 2:1-Siegtreffer gegen Schalke 04 im Januar 21. Und auch dieser Saison hat Thielmann bereits zwei Tore in der Liga erzielt – zuletzt gegen Hoffenheim am 29. Spieltag.

Schon vor der Saison kam Thielmann auf 73 Pflicht-Einsätze, das Jubiläum in dieser Spielzeit für den 20-Jährigen also ein realistisches Ziel. „Es ist einfach gut und wichtig, wenn man in so jungen Jahren schon so viele Spiele machen und viel Erfahrung sammeln kann. Das bringt einen auf jeden Fall weiter. Wenn man zum Beispiel in so massive Drucksituationen gerät, wie in der vergangenen Saison mit der Relegation, ist das absolut lehrreich“, sagte Thielmann damals. Aber: „Rekorde und Zahlen sind schön, aber ich setze mir kein Ziel was das angeht.“

Thielmann

Jan

100

Spiele

7

Tore

13

Assists

FC-Spieler-Ranking

Der Kölner Youngster hatte sich andere Ziele für die Saison gesetzt. Thielmann gab ab, dass er eine gute Saison mit dem FC und anschließend eine positive EM mit der U21 spielen wolle. Während der FC ein insgesamt positives Fazit ziehen dürfte, lief die Spielzeit für Thielmann alles andere als rund. Thielmann fiel gleich mehrfach aus. „Für mich persönlich war es mit den Verletzungen eine schwierige Spielzeit“, sagt der Kölner Offensivspieler im April. Im Herbst litt Thielmann unter einer langwierigen Viruserkrankung. Es folgte zum Jahreswechsel ein Muskelfaserriss und nach dem Stuttgart-Spiel im Februar direkt der nächste. Für Thielmann eine schwere Zeit. „Wir sind in die Analyse gegangen und haben das ein oder andere aufgearbeitet. Generell bin ich kein geduldiger Mensch“, so Thielmann. „Ich will so schnell wie es geht wieder auf dem Platz sein und der Mannschaft helfen.“

Zwar hatte Thielmann am Samstag gegen Bremen nur wenig Zugriff auf das Kölner Spiel, er leitete aber die Führung mit ein. Gut möglich, dass also zum Saisonfinale das 101. Pflichtspiel für die Geißböcke folgt.

„Es hätten heute drei Punkte sein können“

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„Es hätten heute drei Punkte sein können“

Beim 1:1-Unentschieden gegen Werder Bremen vergibt der 1. FC Köln einen möglichen Dreier. Dennoch fällt das Fazit positiv aus. Die Stimmen zum Spiel.

Glückwunsch an Bremen zum Klassenerhalt. Wir haben es beide verdient, dass wir uns nächste Saison wiedersehen. Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt, hätten aber noch mehr auf das zweite Tor drängen können. Das haben wir leider versäumt. Dann ist Bremen nach und nach ins Spiel gekommen. Nach dem Ausgleich waren wir wieder besser drin und hatten auch Möglichkeiten. Am Ende nehmen wir den Punkt mit, über 90 Minuten war vielleicht mehr drin. Aber ich sehe es jetzt nicht als verdient oder unverdient.“
 

Steffen Baumgart
Bild: Herbert Bucco

„Ich habe in den vergangenen Spielen immer mal am Tor geschnuppert. Es zahlt sich in der Mitte aus, wenn so viele Flanken reingeschlagen werden. Es freut mich natürlich, dass es heute mal wieder geklappt hat. Ich bin vorher schon auf die Schulter gefallen und es tat nach dem Tor direkt etwas weh. Deswegen konnte ich den Jubel nicht groß ausschmücken. Wir haben insgesamt aber nicht so zielstrebig nach vorne gespielt wie zuletzt. Die Räume konnten wir nicht zu hundert Prozent nutzen. Dass Bremen mit der Kulisse und dem Klassenerhalt vor Augen dann nochmal aufkommt, war uns klar. Wir wollten dagegenhalten. Den Punkt müssen wir dann so mitnehmen. Es hätten heute aber drei sein können.“

Steffen Tigges

Wir haben in der ersten Halbzeit ein sehr gutes Spiel gemacht. Die Führung war verdient. Die zweite Halbzeit hatte Bremen dann eine Druckphase mit vielen Chancen. Wir hätten es besser ausspielen müssen. Bei mir ist in vielen Bereichen Luft nach oben, aber das gilt für die gesamte Mannschaft. Ich kann mit meiner Scorerausbeute zufrieden sein. Ich probiere, dass im letzten Spiel noch einer dazu kommt. Für Bremen freue ich mich über den Klassenerhalt, auch wenn ich heute lieber gewonnen hätte.”

Florian Kainz

Es ist schade, dass wir nicht die drei Punkte mitgenommen haben, weil wir zehn Minuten im Tiefschlaf waren. Wir haben die Bälle vorne zu leicht hergegeben und dadurch nicht die Entlastung gehabt, die wir gebraucht hätten. Es gibt schlimmere Sachen, als am letzten Spieltag das Zünglein an der Waage zu sein. Mal schauen, was passiert. Wir wollen das Spiel auf jeden Fall gewinnen und uns mit einem Sieg von den Fans verabschieden.”

Jonas Hector

Alles zum Spiel

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Einzelkritik: Viel Durchschnitt in Bremen

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Einzelkritik: Viel Durchschnitt in Bremen

Zwei unterschiedliche Leistungen des 1. FC Köln in Bremen, ein insgesamt verdientes Remis. So fällt unsere Einzelkritik aus.

Eine verdiente Führung zur Halbzeit, unter Druck im zweiten Abschnitt. Beim 1:1-Unentschieden in Bremen zeigten die Kölner zwei Gesichter. Während Werder den Klassenerhalt feiert, wäre für die Geißböcke mehr möglich gewesen. Dementsprechend fallen die Noten aus.

So bewerten wir die FC-Spieler gegen Bremen

Marvin Schwäbe

Zeichnete sich früh bei zwei Duksch-Versuchen aus. Hatte dann lange Leerlauf, bevor er gegen Stage und Füllkrug ganz stark parierte. Bei der Flanke vor dem 1:1 sah er alles andere als gut aus. Note: 2-

Jonas Hector

Hatte im ersten Abschnitt viele Freiräume. Legte unfreiwillig Schmid den Ball auf, bügelte den Fehler selbst aus. Ließ dann aber eben jenen Schmid beim 1:1 wieder aus den Augen. Note: 3-

Jeff Chabot

Hatte viel Arbeit mit Füllkrug. Hatte den Nationalspieler aber weitestgehend im Griff. Wieder mit guter Pass- und Zweikampfquote. Note: 2-

Timo Hübers

Konnte an die starke Leistung der Vorwoche nicht anknüpfen. Spielte in der Defensive lange seinen Stiefel herunter, wirkte im zweiten Abschnitt teilweise nicht sattelfest. Hätte vor dem Wechsel auf 2:0 erhöhen können. Note: 3

Benno Schmitz

Hatte defensiv zunächst erstaunlich wenig zu tun. Wenn, war er zur Stelle. Leitete das erste Kölner Tor mit ein. War am Ausgleich aber auch nicht gänzlich unbeteiligt. Note: 4+

Florian Kainz

Machte da weiter, wo er in der Vorwoche aufhörte. Lenkte das Kölner Spiel, brachte viele genaue Flanken. So auch beim 1:0 auf Tigges. Note: 2-

Dejan Ljubicic

Engagierte Anfangsphase. Suchte die Zweikämpfe, gewann viele und beeindruckte mit einer überragenden Passquote. Legte stark auf Kainz auf, der aber aus elf Metern vergab. Sah früh eine fragwürdige Gelbe Karte, sah dann ebenfalls fragwürdig nicht Gelb-Rot. Musste nach einer halben Stunde für Jan Thielmann Platz machen. Note: –

Eric Martel

Wieder eine überragende Laufleistung des Sechsers. Dazu strahlt Martel zunehmend eine für sein Alter beeindruckende Ruhe aus. Note: 3+

Jan Thielmann

Kam bereits nach einer halben Stunde zu seinem 100. Pflichtspiel-Einsatz für den FC. Leitete umgehend die Kölner Führung ein, blieb aber ansonsten eher blass. Note: 3-

Ellyes Skhiri

Schaltete sich zunächst erstaunlich viel in die Offensive ein, war in der Defensive gewohnt sicher. War nach dem Wechsel nicht mehr so im Spiel. Note: 3

Linton Maina

Stellte die Bremer Defensive mit seinem Tempo vor große Probleme, machte aber zu wenig daraus. Tauchte nach dem Wechsel wieder einmal ab und wurde folgerichtig nach einer Stunde ausgewechselt. Note: 3

Steffen Tigges

War zunächst eher unauffällig. Setzte sich dann beim Kölner Tor stark durch und nickte perfekt ein. Rieb sich als Anspielspieler auf, ohne ein weiteres Mal ins Spiel einzugreifen. Machte nach einer Stunde für Selke Platz. Note: 2-

FC holt Punkt in Bremen

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FC holt Punkt in Bremen

Der 1. FC Köln hat den vierten Auswärtssieg in Folge verpasst. Bei Werder Bremen spielten die Geißböcke 1:1-Unentschieden.

Der 1. FC Köln kehrt mit einem Punkt von der letzten Dienstreise der Saison zurück. Beim SV Werder Bremen spielten die Geißböcke 1:1 und verpassten den vierten Auswärtssieg in Serie. Die Führung von Steffen Tigges (36.) glich Romano Schmid (79.) aus. „Den Punkt müssen wir dann so mitnehmen. Es hätten heute aber drei sein können“, sagte Torschütze Tigges.

Wie schon im Hinspiel hatte FC-Trainer Steffen Baumgart bereits im Vorfeld der Begegnung die Startelf verraten. So kehrte Benno Schmitz in die Anfangsformation zurück. Genauso startete Steffen Tigges wenig überraschend für Davie Selke. Der FC übernahm zwar zunächst die Initiative, die erste Möglichkeit hatten aber die Gastgeber. Marvin Duksch zog gleich doppelt aus etwa 16 Metern ab, doch bei beiden Flachschüssen blieb FC-Keeper Marvin Schwäbe der Sieger.

Auf der anderen Seite sorgte erstmals Florian Kainz für Gefahr. Dejan Ljubicic hatte seinen Landsmann frei gespielt, dessen Schuss kam aber zu zentral aufs Bremer Tor. Auch Jonas Hectors Nachschuss blieb erfolglos. Nach einer halben Stunde musste Baumgart erstmals wechseln. Ljubicic hatte früh Gelb gesehen und lief nach einem weiteren harten Einsteigen Gefahr, den Platz frühzeitig verlassen zu müssen. Für den Österreicher kam Jan Thielmann, der sich in seinem 100. Pflichtspiel für den FC perfekt einfügte. Der Kölner Youngster legte auf Kainz ab, der ins Zentrum flankte. Tigges köpfte geschickt ein. Unmittelbar vor dem Seitenwechsel brachte Kainz eine weitere Ecke gefährlich in den Strafraum, doch Timo Hübers zu wenig Druck hinter den Ball.

Bremen kam deutlich engagierter aus der Kabine. Unter anderem versuchte es Romano Schmid, Hector fälschte aber ab. Köln tat sich in dieser Phase schwer, fand vor allem in der Offensive zu wenig Zugriff. Baumgart reagierte und brachte Selke und Dimitrios Limnios nach einer guten Stunde. Zwar wurde der FC wieder stärker, doch Werder wollte den Ausgleich und drückte. Jens Stage tauchte zunächst alleine im Sechzehner vor Schwäbe auf, der Kölner Torhüter parierte aber weltklasse, genauso wie bei Füllkrugs Versuch. Beim 1:1 sah Schwäbe aber alles andere als gut aus. Eine eher harmlose Flanke pflückte der Keeper nicht aus der Luft, Schmid stand am langen Pfosten und schob zum Ausgleich ein.

Köln mühte sich um mehr Kontrolle und kam auch wieder zu Möglichkeiten. Eine Ecke des eingewechselten Dimitrios Limnios verlängerte Jeff Chabot auf Selke, der aus kurzer Distanz aber über das Tor schoss. Wirklich zwingend wurden die Geißböcke am Ende nicht mehr, es blieb beim 1:1-Unentschieden. Am kommenden Wochenende steht das Saisonfinale gegen Bayern München auf dem Plan.

So bewerten wir die FC-Spieler

Marvin Schwäbe

Zeichnete sich früh bei zwei Duksch-Versuchen aus. Hatte dann lange Leerlauf, bevor er gegen Stage und Füllkrug ganz stark parierte. Bei der Flanke vor dem 1:1 sah er alles andere als gut aus. Note: 2-

Jonas Hector

Hatte im ersten Abschnitt viele Freiräume. Legte unfreiwillig Schmid den Ball auf, bügelte den Fehler selbst aus. Ließ dann aber eben jenen Schmid beim 1:1 wieder aus den Augen. Note: 3-

Jeff Chabot

Hatte viel Arbeit mit Füllkrug. Hatte den Nationalspieler aber weitestgehend im Griff. Wieder mit guter Pass- und Zweikampfquote. Note: 2-

Timo Hübers

Konnte an die starke Leistung der Vorwoche nicht anknüpfen. Spielte in der Defensive lange seinen Stiefel herunter, wirkte im zweiten Abschnitt teilweise nicht sattelfest. Hätte vor dem Wechsel auf 2:0 erhöhen können. Note: 3

Benno Schmitz

Hatte defensiv zunächst erstaunlich wenig zu tun. Wenn, war er zur Stelle. Leitete das erste Kölner Tor mit ein. War am Ausgleich aber auch nicht gänzlich unbeteiligt. Note: 4+

Florian Kainz

Machte da weiter, wo er in der Vorwoche aufhörte. Lenkte das Kölner Spiel, brachte viele genaue Flanken. So auch beim 1:0 auf Tigges. Note: 2-

Dejan Ljubicic

Engagierte Anfangsphase. Suchte die Zweikämpfe, gewann viele und beeindruckte mit einer überragenden Passquote. Legte stark auf Kainz auf, der aber aus elf Metern vergab. Sah früh eine fragwürdige Gelbe Karte, sah dann ebenfalls fragwürdig nicht Gelb-Rot. Musste nach einer halben Stunde für Jan Thielmann Platz machen. Note: –

Eric Martel

Wieder eine überragende Laufleistung des Sechsers. Dazu strahlt Martel zunehmend eine für sein Alter beeindruckende Ruhe aus. Note: 3+

Jan Thielmann

Kam bereits nach einer halben Stunde zu seinem 100. Pflichtspiel-Einsatz für den FC. Leitete umgehend die Kölner Führung ein, blieb aber ansonsten eher blass. Note: 3-

Ellyes Skhiri

Schaltete sich zunächst erstaunlich viel in die Offensive ein, war in der Defensive gewohnt sicher. War nach dem Wechsel nicht mehr so im Spiel. Note: 3

Linton Maina

Stellte die Bremer Defensive mit seinem Tempo vor große Probleme, machte aber zu wenig daraus. Tauchte nach dem Wechsel wieder einmal ab und wurde folgerichtig nach einer Stunde ausgewechselt. Note: 3

Steffen Tigges

War zunächst eher unauffällig. Setzte sich dann beim Kölner Tor stark durch und nickte perfekt ein. Rieb sich als Anspielspieler auf, ohne ein weiteres Mal ins Spiel einzugreifen. Machte nach einer Stunde für Selke Platz. Note: 2-

Wohl kein Abschiedsspiel für Timo Horn

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Wohl kein Abschiedsspiel für Timo Horn

Vor drei Wochen gab Timo Horn seinen Abschied vom FC bekannt – nach 329 Pflichtspielen. Ein Abschiedsspiel wird es wohl nicht geben.

Ausgerechnet der 200. Bundesliga-Einsatz gab der Karriere von Timo Horn eine entscheidende Wende. Im Auswärtsspiel gegen den FSV Mainz im November 2021 zog sich die damalige Kölner Nummer eins eine Knieverletzung zu. Horn fiel monatelang aus und verlor seinen Stammplatz an Marvin Schwäbe. Seitdem kam der gebürtige Kölner noch zu einem weiteren Liga-Einsatz gegen Eintracht Frankfurt und im Pokal gegen Jahn Regensburg.

Insgesamt kommt Horn auf 329 Pflichtspiele für den FC, für den er zwei Jahrzehnte spielte. Ein weiterer Einsatz im FC-Trikot wird voraussichtlich nicht dazukommen. „Ich habe nie davon gesprochen, dass er eine Chance bekommen wird, zu spielen. Dass er einen vernünftigen Abschluss verdient hat, darüber brauchen wir aber nicht reden“, sagte FC-Trainer Steffen Baumgart vor dem Auswärtsspiel bei Werder Bremen. „Wenn die Meisterschaft am Wochenende entschieden ist, wird er gegen Bayern München im Tor spielen. Ist das nicht der Fall, wird er nicht spielen.“

Das gleiche gilt auch für das Spiel in Bremen. „Werder ist noch nicht durch und wir wollen mit aller Macht gewinnen. Das heißt nicht, dass wir mit Timo nicht gewinnen würden, aber aus meiner Sicht macht man sowas nicht“, so Baumgart. Vor gut drei Wochen hatte Timo Horn bekannt gegeben, dass er den Verein verlassen würde. „Den FC zu verlassen, das kann sich jeder vorstellen, fällt mir unheimlich schwer. Seit ich denken kann, bin ich Fan dieses Klubs, seit ich Fußball spiele, bin ich beim FC“, sagte Horn.  

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