Trotz überzeugendem Auftritt im Testspiel: Warum es Luca Waldschmidt trotzdem weiter schwer haben wird

Luca Waldschmidt im Kölner Stadion
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Trotz überzeugendem Auftritt im Testspiel: Warum es Luca Waldschmidt trotzdem weiter schwer haben wird

Das erste Testspiel der noch jungen Saison gegen den FC Rheinsüd konnte mit dem Endstand von 5:0 erfolgreich bestritten werden. Dabei stach in der ersten Halbzeit vor allem Luca Waldschmidt heraus. Der 30-jährige erzielte ein Tor selbst und bereitete ein weiteres vor. Ein vielversprechender Start: Doch Luca Waldschmidt wird es beim 1. FC Köln wohl weiterhin schwer haben.

Im Testspiel gegen Rheinsüd Köln wurde am vergangenen Wochenende erneut die Qualität von Luca Waldschmidt sichtbar – wenn auch zugegebenermaßen nur gegen einen Bezirksligisten. Doch die Kontinuität der Leistungen schwankte in der Vergangenheit zu häufig. Kann Waldschmidt in der kommenden Saison zur stetigen Komponente werden? Die Konkurrenz ist jedenfalls groß.

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Es ist kein Geheimnis, dass Luca Waldschmidt mit dem Ball am Fuß umgehen kann. Im Testspiel gegen den FC Rheinsüd hob er sich als einer der wenigen klar vom Rest ab. Dabei tauchte der ehemalige Nationalspieler flexibel im letzten Drittel auf, suchte seine Mitspieler und wurde gefunden. Eine Leistung, die Hoffnung macht, auch wenn der Gegner lediglich in der Bezirksliga spielt. Doch Hoffnung ist eine bekannte Empfindung bei der Personalie Luca Waldschmidt. Das Talent ist offensichtlich und auch der Scoring-Output stimmt meistens. In der abgelaufenen Bundesliga-Saison konnte der 30-Jährige fünf Tore sowie vier Vorlagen verbuchen. Setzt man das in Relation zu seinen 666 Einsatzminuten, erhält man im Schnitt alle 74 Spielminuten eine Torbeteiligung – Ein überragender Wert. Was wirklich fehlt, ist die Konstanz. Der Entwicklungsschritt vom ewigen Joker zum verlässlichen Stammspieler.

Der ewige Joker

Als solcher konnte er sich in seiner bisherigen Karriere nie so richtig etablieren. Selbst in seiner persönlich erfolgreichsten Zeit beim SC Freiburg stand er in zwei Spielzeiten nur 14 beziehungsweise 16 Mal in der Startelf. Dennoch gelangen Waldschmidt bei den Breisgauern in der ersten Saison zwölf Scorer. In seiner zweiten Spielzeit folgten sieben Treffer und drei Vorlagen. Genug für den portugiesischen Rekordmeister Benfica Lissabon, denen die Dienste des Offensiv-Allrounders im Sommer 20/21 fünfzehn Millionen Euro wert waren. Der Linksfuß erwischte einen guten Start im neuen Land. In den ersten 13 Ligaspielen überzeugte er mit sechs Toren und zwei Vorlagen. Es sollte das letzte Mal sein, dass er sich in einer Startelf festspielen konnte.

Eine Corona-Erkrankung beendete diese Phase dann auch schneller als sie gekommen war. Der Rest der Saison verlief schwierig. Nach nur einem Jahr trat er den Wechsel zurück nach Deutschland an, zum VFL Wolfsburg. Zusammengefasst: Ein einziges Desaster. In zwei Spielzeiten stand Waldschmidt nur 13 Mal in der Startelf. Schlussendlich folgte der Transfer in seine Heimat Nordrhein-Westfalen. Der gebührtige Siegener geht nun in die vierte Saison beim 1. FC Köln. Auch hier blickt er bisher auf ein Dasein als Edeljoker zurück, obwohl die Scorer-Ausbeute erneut ansehnlich ist. Bei so viel Talent und dieser Torausbeute stellt sich zwangsläufig die Frage: Warum klappt es nicht als Stammspieler?

Die Flexibilität als Stolperstein

Ob aus dem Zentrum oder über Außen, als alleiniger Stürmer oder als hängende Spitze in einem Doppelsturm – Luca Waldschmidt kann in der Offensive jede Position bekleiden. Im Testspiel gegen den FC Rheinsüd wurde diese Flexibilität erneut sichtbar. Und genau da liegt auch das Problem: In seiner gesamten Karriere ist es Waldschmidt nicht gelungen, sich langfristig auf einer Position festzuspielen. Das Selbstverständnis, das man über das konstante Bekleiden einer Position erlangt, fehlt komplett. Zu viel wurde der Linksfuß in seiner Laufbahn rumgeschoben.

Es ist ein Paradoxon: Die Stärke der Flexibilität ist seine größte Schwäche. Um Waldschmidt nachhaltig zu etablieren, müsste man ihm die größtmöglichen Freiheiten im Angriff gewähren. Man müsste die Offensive um ihn herum aufbauen. In einem enger geschnürten taktischen Korsett scheint wenig Platz für einen Spieler dieses Schlags. Das kann nur funktionieren, wenn dieser Spieler der größte Unterschiedsspieler im Team ist. Und da muss sich Waldschmidt wohl oder übel hinter anderen Akteuren bei den Geißböcken einsortieren.

Die Konkurrenzsituation beim FC

Beim Wort Unterschiedsspieler denkt man beim FC unweigerlich an einen Namen: Said El Mala. Sollte der 19-jährige den Kölnern tatsächlich für eine weitere Saison erhalten bleiben, so beansprucht er zwangsläufig sämtliche der limitierten taktischen Freiheiten für sich. Dieselben Freiheiten, die Waldschmidt guttun würden. Zudem ist El Mala nicht der einzige mit Anspruch auf Spielzeit in der Offensive. Ragnar Ache ist, wenn fit, gesetzt im Sturmzentrum. Des Weiteren konnte Marius Bülter in der vergangenen Saison für wichtige Momente sorgen. Auch er erwischte mit einem Doppelpack einen guten Einstieg gegen Rheinsüd. Reigan Heskey wird ebenfalls mit Ansprüchen in die Domstadt gereist sein, ebenso wie der erwartete Neuzugang Okon-Engstler. Nicht zu vergessen sind natürlich die Routiniers Jan Thielmann und Linton Maina sowie die ambitionierten Young Goats Fynn Schenten und Youssoupha Niang.

Bei diesem Konkurrenzkampf wird es für Waldschmidt äußerst schwer werden, auf seine Spielzeit zu kommen. Erst recht mit dem Anspruch auf die Startelf. Wobei, eine Chance gibt es: Wenn Waldschmidt endlich der Unterschiedsspieler wird, den er immer mal wieder aufblitzen lässt.


Zocken und Abwarten bei Marcel Regula?

Marcel Regula steht angeblich auf dem Zettel der Geißböcke
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Zocken und Abwarten bei Marcel Regula?

Schon vor einer Woche ploppte das erste Mal der Name Marcel Regula im Zusammenhang mit den Geißböcke auf. Das Interesse scheint groß zu sein. Und dich Chancen auf eine Verpflichtung nicht schlecht für den 1. FC Köln: Wird Marcel Regula der nächste Transfer?

Er ist technisch versiert, kann auf zahlreichen Positionen spielen, ist ein torgefährlicher Offensivspieler und kommt aus Polen. Die Beschreibung passt sicherlich zu Jakub Kaminski, meint in diesem Fall aber Marcel Regula. Und an diesem sollen die Kölner als Nachfolger für eben „Kuba“ interessiert sein. Doch einfach gestaltet sich ein möglicher Deal nicht.

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Und das liegt vor allem an der horrenden Ablöse-Vorstellung des aktuellen Clubs Zaglebie Lubin. Das Team aus der Ekstraklasa verlangt für den offensiven Mittelfeldspieler rund acht Millionen Euro. Ziemlich viel Geld für einen 19-Jährigen, der bislang eben „nur“ in der polnischen ersten Liga überzeugt hat, Doch Regula ist eben mehr als nur ein Youngster. Der 19-Jährige gilt als eins der größten Talente Polens. Und dass die Geißböcke gerade junge Spieler verpflichten, um diese weiterzuentwickeln, ist mittlerweile bekannt. Zuletzt hat der das 18-jährige Talent Reigan Heskey an den Rhein gelotst. Nun könnte eben aus Polen der nächste Spieler folgen. Das Prinzip sieht dabei aber nicht nur eine sportliche Entwicklung vor, auch wirtschaftlich wollen die Kölner von genau dieser Art von Deal profitieren. So wie bei Jakub Kaminski, der zwar schon deutlich älter ist, dennoch dem FC durch seine sportliche Entwicklung ein Vielfaches seiner Ablöse wieder eingebracht hat.

Vertrag bis 2028, Marktwert von sieben Millionen

Dabei scheinen die acht Millionen für den 19-Jährigen dennoch sehr hoch gegriffen. Wie die „Bild“ am Montag berichtet, braucht Zaglebie Lubin dringend Geld, stehe angeblich unter Druck. Und genau deswegen soll Regula unter allen Umständen zu Geld gemacht werden. Heißt: Die Polen sollen bereit sein, von der ursprünglichen Forderung runter zu gehen. Die „Bild“ spricht von sechs bis sieben Millionen Euro. Beim FC setze man nun auf das Prinzip Abwarten – zumal schon einige Interessenten abgesprungen sein. Das zeigt dann aber auf der anderen Seite auch die Gefahr. Denn dem Vernehmen nach sind noch zahlreiche Interessenten vorhanden. Vor allem englische Clubs dürften vor der hohen Ablöse nicht ganz so schnell zurückschrecken.

Lest hier: Alle Transfergerüchte im Überblick und mit Einordnung


Schafft es Malek El Mala ins Trainingslager nach Kitzbühel?

Jubelt nach seinem Treffer gegen Rheinsüd
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Schafft es Malek El Mala ins Trainingslager nach Kitzbühel?

Am Samstag gab er sein Comeback bei den Profis im Testspiel gegen Rheinsüd. Ob er sich aber auch in den kommenden Wochen beweisen darf, wird sich noch zeigen beim 1. FC Köln: Schafft es Malek El Mala in dieser Spielzeit bei den Profis?

Auch aufgrund seiner Verletzungen hatte Malek El Mala im Gegensatz zu seinem Bruder einige Anlaufschwierigkeiten. Das könnte sich in dieser Saison ändern. Der 21-Jährige ist eigentlich für den Kader der U21 vorgesehen. Doch der Angreifer will sich für mehr beweisen.

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FC-Trainer René Wagner hatte es bereits vor dem Duell gegen Rheinsüd angekündigt. In der Partie gegen den Bezirksligisten würde es nicht um Qualität gehen, sondern um Haltung, so der Tenor des Coachs. Dementsprechend war auch bereits vor dem Spiel klar, dass die sportlichen Erkenntnisse überschaubare sein würden. Zumal die Vorbereitung zu diesem Zeitpunkt noch keine Woche alt war. Und dennoch hat Wagner natürlich auch einen Blick auf seine Schützlinge gerichtet, wie denn eine zukünftige Mannschaft funktionieren könne. Inwiefern der Nachwuchs dabei in den Fokus der Verantwortlichen gerät, ist offen. Einerseits bekommen einige Spieler der U21 gerade die Chance, erste Duftmarkten zu setzen. Auf der anderen Seite macht Wagner aber auch kein Hehl daraus, dass es aktuell durchaus darum geht, den Kader aufzufüllen. Immerhin gibt es einige Lücken, die noch geschlossen werden sollen.

Zwischenzeitlicher Treffer zum 4:0

Und das möglicherweise noch vor dem Trainingslager. So stellt sich durchaus die Frage, wer es denn noch nach Kitzbühel schaffen wird. Malek El Mala lief am Samstag bei den Profis auf. Der ältere der El-Mala-Brüder hatte ein kompliziertes Jahr in der Regionalliga – geprägt von Verletzungen. Die Situation scheint komplex. Zwar betonen die Verantwortlichen immer wieder, welches Talent und welche Qualität in dem Spieler stecken, so wirklich beweisen konnte oder durfte es der Offensivspieler aber noch nicht. Für einige internationale Clubs scheint die Qualität jedenfalls noch nicht groß genug, dass sie das Brüderpaar gemeinsam verpflichten würden. Durch die Verletzung von Julian Pauli schaffte es der 21-Jährige nun aber ins Training der Profis und eben zum Testspiel gegen Rheinsüd. Dort traf der gebürtige Krefelder nach einem feinen Doppelpass und dann mit einer schicken Einzelleistung zum zwischenzeitlichen 4:0. Malek El Mala setzte damit eine Duftmarke, war auch sonst in der zweiten Halbzeit einer der auffälligen Spieler.

René Wagner wollte nach dem Spiel keine Prognose abgeben, ob es El Mala somit auch mit ins Trainingslager schafft. Das wird wohl sehr stark damit zusammenhängen, ob und wenn ja wie oft die Kölner auf dem Transfermarkt bis zur Abreise nach Kitzbühel am Freitag noch zuschlagen werden. Denn mit jedem verpflichteten Spieler wird ein weiterer Kaderplatz besetzt sein. Zum gemeinsamen Auftritt der El Malas kam es indes nicht. Said spielte die erste Halbzeit, Malek die zweite. Am Montag war auch nur der jüngere der beiden Brüder auf dem Trainingsplatz. Die Spieler der U21 erhielten aufgrund der Trainingssteuerung einen weiteren freien Tag. Malek El Mala hatte zumindest am Montag also keine Chance, einen weiteren guten Eindruck zu hinterlassen – das könnte sich aber bereits am Dienstag wieder ändern. Und die Saison hat gerade erst begonnen…


Erste Woche absolviert: Diese Aufgaben muss der 1. FC Köln noch angehen

René Wagner und Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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Erste Woche absolviert: Diese Aufgaben muss der 1. FC Köln noch angehen

Der 1. FC Köln befindet sich seit rund einer Woche in der Vorbereitung auf die kommende Bundesliga-Saison. Bis zum Ligastart bleiben allerdings noch einige Baustellen, die sowohl das Trainerteam als auch die sportliche Führung um Geschäftsführer Thomas Kessler angehen müssen. Diese Baustellen gilt es noch zu schließen beim 1. FC Köln.

Trotz des Klassenerhalts hat die vergangene Spielzeit einige Schwächen offenbart. Damit der FC seine zweite Bundesliga-Saison nach dem Wiederaufstieg deutlich ruhiger gestalten und den Klassenerhalt frühzeitig sichern kann, gilt es, in den kommenden Wochen an mehreren Stellschrauben zu drehen.

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Offene Kaderbaustellen schließen

Mit den Verpflichtungen von Luka Lochoshvili, Gideon Mensah und Reigan Heskey hat der FC bereits auf mehreren Positionen nachgebessert. Dennoch ist die Kaderplanung noch nicht abgeschlossen. Nach den Abgängen von Florian Kainz, Felipe Chavez und Eric Martel benötigen die Kölner vor allem im zentralen Mittelfeld weitere Qualität. Dort fehlt aktuell nicht nur die nötige Breite, sondern auch ein Spieler, der Verantwortung übernimmt, das Spiel lenkt und als Taktgeber fungiert. Auch auf den Außenverteidigerpositionen besteht weiterhin Handlungsbedarf. Hinter Gideon Mensah fehlt noch eine Alternative. Darüber hinaus braucht der FC einen weiteren Mittelstürmer. Die Verletzung von Ragnar Ache zum Ende der vergangenen Saison hat deutlich gezeigt, wie abhängig die Kölner von ihrem Torjäger waren und dass im Sturmzentrum eine echte Alternative fehlt.

Mehr Härte ins Spiel bringen

Der FC gehörte in der vergangenen Saison zu den fairsten Mannschaften der Bundesliga. In 34 Ligaspielen begingen die Kölner lediglich 271 Fouls – so wenige wie kein anderes Team im deutschen Oberhaus. Diese Statistik spricht zwar für eine faire Spielweise, zeigt aber auch, dass der Mannschaft in einigen Situationen die notwendige Konsequenz fehlte. Gerade taktische Fouls können gefährliche Umschaltmomente des Gegners frühzeitig unterbinden und dem eigenen Team Zeit verschaffen, sich wieder zu ordnen. Hier sollte der FC künftig kompromissloser agieren und gegnerische Angriffe bereits im Ansatz unterbinden.

Endlich Kontinuität schaffen

Ein großes Problem der vergangenen Saison war die fehlende personelle Konstanz. Nur selten begann der FC mit derselben Startelf wie am vorherigen Spieltag. Verletzungen und Sperren zwangen vor allem Ex-Trainer Lukas Kwasniok zwar immer wieder zu Veränderungen, dennoch verhinderten die ständigen Wechsel, dass sich Automatismen entwickeln konnten. Auch René Wagner setzte diesen Trend fort. In seinen bisherigen Pflichtspielen stellte der neue Cheftrainer nie dieselbe Startelf auf wie im Duell zuvor. Zwar spielten auch hier Verletzungen, Sperren und die personelle Situation eine Rolle, dennoch zeigt sich, wie schwierig es zuletzt war, eine feste Achse zu etablieren.

Genau hier ist Wagner in der Vorbereitung gefordert. Gelingt es ihm, frühzeitig eine Stammformation zu finden, können sich Laufwege, Abstimmungen und das Zusammenspiel deutlich schneller entwickeln. Eine eingespielte Mannschaft dürfte dem FC auch zu mehr Stabilität in den entscheidenden Phasen der Saison verhelfen.

Variabler im Offensivspiel werden

Offensiv war der FC in der vergangenen Saison häufig zu leicht ausrechenbar. Viele Angriffe lebten von den individuellen Qualitäten von Said El Mala, Jakub Kaminski und Ragnar Ache. Wurden die drei Offensivspieler konsequent aus dem Spiel genommen, fehlten den Kölnern oft kreative Lösungen. Das Angriffsspiel wirkte ideenlos, statisch und bot dem Gegner nur selten neue Herausforderungen. Wagner wird deshalb gefordert sein, zusätzliche offensive Muster zu entwickeln und seine Mannschaft flexibler aufzustellen, um auch gegen tief stehende Gegner Lösungen zu finden.

Standards deutlich verbessern

Ein weiterer Schwachpunkt waren Standardsituationen. Sowohl offensiv als auch defensiv gehörte der FC in diesem Bereich zu den schwächsten Mannschaften der Bundesliga. Lediglich fünf Tore erzielten die Kölner nach ruhenden Bällen, gleichzeitig kassierten sie 20 Gegentreffer nach Standards – jeweils der schlechteste Wert der Liga. Gerade in engen Bundesliga-Partien entscheiden Ecken und Freistöße häufig über Sieg oder Niederlage. Umso wichtiger wird es sein, in der Vorbereitung sowohl die Abläufe im eigenen als auch im gegnerischen Strafraum intensiv zu trainieren und in diesem Bereich deutlich effizienter zu werden. Auch personell arbeitet der FC der Schwäche entgegen. Luka Lochoshvili wurde verpflichtet. Der Innenverteidiger überzeugte bei Nürnberg sowohl defensiv als auch offensiv nach dem ruhenden Ball.

Die Vorbereitung als Schlüssel

Geschäftsführer Thomas Kessler ist weiterhin gefordert, die offenen Baustellen im Kader zu schließen. Gelingt es den Verantwortlichen, die personellen Lücken zu schließen, eine feste Achse zu etablieren und die Schwächen aus der vergangenen Saison gezielt abzustellen, hat der 1. FC Köln gute Chancen, sich in seiner zweiten Bundesliga-Saison nach dem Wiederaufstieg deutlich früher aus dem Tabellenkeller herauszuhalten und eine wesentlich ruhigere Spielzeit zu erleben.


Hohe Aufmerksamkeit bei Reigan Heskey: Spagat zwischen Vorfreude und Erwartungshaltung

Reigan Heskey spielt jetzt für den 1. FC Köln
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Hohe Aufmerksamkeit bei Reigan Heskey: Spagat zwischen Vorfreude und Erwartungshaltung

Mit Reigan Heskey haben die Kölner ihren dritten Neuzugang perfekt gemacht. Mit dem Engländer werden schon jetzt große Hoffnungen wach beim 1. FC Köln: Reigan Heskey zwischen Vorfreude und Erwartung.

Sportlich erinnert der Youngster schon sehr an Said El Mala, doch er hat das Potenzial, dass es auch einen ähnlichen Hype geben könnte. Zumindest ist die Erwartungshaltung eine große.

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Einen ersten Vorgeschmack auf seine kommenden Jahre in Köln sammelte Reigan Heskey bereits an seinem ersten offiziellen Arbeitstag. Der 18-Jährige saß am Samstag auf der Tribüne des Südstadions und schrieb zahlreiche Autogramme, während der FC das Testspiel gegen Rheinsüd Köln erwartungsgemäß gewann. Nun wird der Offensivspieler schon aufgrund der Prominenz seines Vaters Trubel und hohes Fan-Aufkommen kennen. Um seine Person wird sich der Hype bislang aber in Grenzen gehalten haben – und wohl auch weiterhin sollen. Die sportlichen Parallelen zu Said El Mala sind nicht von der Hand zu weisen. Und gerade bei dem Kölner Shootingstar war der FC bekanntlich bemüht, den Hype möglichst klein zu halten. Aufgrund der Leistungsexplosion und den namhaften Interessenten war das aber wohl ein Ding der Unmöglichkeit. Es wäre zu früh, Heskey eine ähnliche Entwicklung, eine ähnliche Premieren-Saison in Köln zu prophezeien und doch ist schon eine gewisse Erwartungshaltung zu spüren.

>>>Das zeichnet Reigan Heskey aus<<<

„Beste Offensivspieler seines Jahrgangs“

Die wird bei den Kölner Verantwortlichen natürlich gebremst. „Jetzt geht es darum, ihn langsam an den Seniorenfußball zu gewöhnen“, sagte René Wagner am Samstag nach dem Testspiel gegen Rheinsüd. Und seine Worte klangen dann doch ähnlich wie die von Thomas Kessler bei der Vorstellung des Spielers. „Jetzt geht es darum, seine außergewöhnlichen Qualitäten erfolgreich in den Profifußball zu übertragen.“ Die Vorsicht ist kein Wunder, Heskey ist 18 Jahre alt, der Youngster hat bei den Junioren von Manchester City eine gute Ausbildung genossen und schon einige Duftmarken gesetzt, bei den Profis sind die Fußabdrücke aber noch nicht sonderlich tief. Sieben Minuten spielte der Offensivspieler im EFL-Cup gegen Huddersfield, ansonsten gab es zwar Kader-Nominierungen unter Pep Guardiola, aber keine weiteren Einsätze. Nun folgt der Sprung in die Bundesliga – eine Einschätzung, wie Heskey in der neuen Umgebung performen wird, ist schwierig.

Die Vorfreude auf den Spieler können die FC-Bosse dann aber doch nicht verbergen. „Er hat ein brutales Tempo, ist brutal im Eins-gegen-Eins, hat einen super Abschluss. Er ist ein Spieler, der im letzten Drittel den Unterschied machen kann“, sagt Wagner. „Wir sind brutal froh, dass sich Reigan für uns entschieden hat. Wir waren nicht die einzigen, die ihn gerne da gehabt hätten. Jetzt haben wir ihn. Ich glaube, er ist auf seiner Position europaweit eins der größten Talente.“ Auch Kessler betont, dass der Engländer „international zu den besten Offensivspielern seines Jahrgangs“ zähle. „Reigan bringt mit seiner körperlichen Präsenz, seinem hohen Tempo, seiner Flexibilität in der Offensive und seinem ausgeprägten Torriecher hervorragende Voraussetzungen mit“, so der Geschäftsführer weiter. Die Worte der Kölner Verantwortlichen sorgen also für eine gewisse Vorfreude, wecken aber auch eine gewisse Erwartungshaltung.

Ob sich die Zuschauer am Montag beim ersten Training der zweiten Vorbereitungswoche schon einen Eindruck von dem Youngster machen können, ist offen. Es müssen noch die letzten Dokumente unterschrieben werden, bis der Spieler „trainingsberechtigt“ ist.


Kurz vor Trainingslager: Kommt nun die Transfer-Woche der Wahrheit beim 1. FC Köln?

Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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Kurz vor Trainingslager: Kommt nun die Transfer-Woche der Wahrheit beim 1. FC Köln?

Drei Verpflichtungen hat der FC bereits bekannt gegeben. Die vierte soll mit Paul Okon-Engstler kurz bevor stehen. Doch in der Woche vor dem Trainingslager kann und soll noch einiges passieren. Der 1. FC Köln steht vor der Transfer-Woche.

Gideon Mensah, Luka Lochoshvili und Reigan Heskey: Drei Spieler hat der FC bereits neu verpflichtet. Drei Spieler, die man so nicht unbedingt auf der Rechnung hatte. In den kommenden Tagen dürfte Thomas Kessler noch einmal nachlegen. Denn ins Trainingslager nach Kitzbühel würde FC-Trainer René Wagner am liebsten möglichst viele Spieler mitnehmen.

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Eigentlich hätte zumindest eine Neuverpflichtung am Samstag zum Einsatz kommen sollen. Doch Luka Lochoshvili spürte beim Aufwärmen vor dem Duell mit Rheinsüd etwas im Muskel. Um kein Risiko einzugehen, wurde der Georgier aus dem Spiel genommen, Nachwuchsspieler Yannick Mausehund war der einzige Feldspieler, der so in den Genuss von mehr als 45 Minuten Einsatzzeit kam. Somit gab es für die FC-Fans noch keine Eindrücke der neuen Spieler zu gewinnen. Ob sich das im Test gegen Bergisch Gladbach ändert, ist offen, aber wahrscheinlich. Denn schon am Samstag sprach René Wagner davon, dass sowohl bei Gideon Mensah als auch bei Reigan Heskey nur noch wenige Dokumente fehlen, um am Training (also auch am Testspiel) teilnehmen zu dürfen. Ins Trainingslager werden die beiden Neuverpflichtungen allemal mitfahren und dort dann auch in dem anberaumten Testspiel (Gegner und Spielzeit noch offen) zum Einsatz kommen.

Weitere Transfers stehen an

Kölns Trainer Wagner würde am liebsten natürlich den kompletten Kader mit nach Kitzbühel nehmen. Schließlich feilt der FC auch an der passenden Formation für die kommende Spielzeit. Und auch in der vermeintlichen Startelf gibt es aktuell noch Lücken. Somit dürften bei Thomas Kessler in den kommenden Tagen die Drähte heiß glühen. Der Geschäftsführer Sport wird sicherlich nicht sämtliche Baustellen stopfen können, aber die Chancen stehen nicht schlecht, dass es noch einige weitere Transfers bis zur Abfahrt nach Kitzbühel (Freitag) geben wird. Paul Okon-Engstler gilt bereits als sichere Neuverpflichtung. Aufgrund einer Erkältung fielen Medizincheck und finale Unterschriften in der Vorwoche flach. Dazu wird es mit großer Wahrscheinlichkeit schon zu Wochenbeginn kommen. Der Australier wechselt für eine gute Million Euro aus Sydney an den Rhein und soll das Mittelfeld verstärken.

Wenn es nach den Plänen von Kessler und Tim Steidten geht, soll aber auch die größte Lücke des Kaders noch bis Freitag gestopft werden. Die Sechser-Position muss nach dem Abgang von Eric Martel adäquat nachbesetzt werden. Edson Alvarez gilt dabei mittlerweile als unwahrscheinliches Szenario im Gegensatz zu einer möglichen Rückkehr des Tunesiers Ellyes Skhiri. Auch dort müssen dem Vernehmen nach die letzten finanziellen Hürden genommen werden, allerdings gestaltet sich eine Lösungsfindung hier sicherlich einfacher. Doch bei den beiden Mittelfeldspielern soll es nicht bleiben. Die Kölner wollen nach wie vor einen Backup für Gideon Mensah auf der linken Verteidiger-Position verpflichten. Dringender erscheint aber eine Alternative für Ragnar Ache als Zielstürmer. Die Kölner befinden sich hier in Gesprächen. Ob es aber bis Freitag einen „Done Deal “ gibt, ist offen. Dem Vernehmen nach könnten Gespräche mit einem offensiven Mittelfeldspieler deutlich weiter sein. Gut möglich also, dass es noch vor Kitzbühel weitere Transfers geben wird.


Neue Gesichter, Rückkehrer, Testspiel und Trainingslager – das bringt die 2. Vorbereitungswoche beim 1. FC Köln

Training beim 1. FC Köln
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Neue Gesichter, Rückkehrer, Testspiel und Trainingslager – das bringt die 2. Vorbereitungswoche beim 1. FC Köln

Nach dem Testspiel am Samstag und einem freien Tag startet der FC nun in die zweite Woche der Vorbereitungsphase. Und die hält gleich mehrere spannende Dinge parat für den 1. FC Köln: Das steht für die FC-Profis und die Fans in der 2. Vorbereitungswoche an.

Zwar absolvierten die Kölner Spieler am Samstag jeweils „nur“ 45 Minuten (abgesehen von Yannick Mausehund, der für den angeschlagenen Lukla Lochoshvili einsprang), dennoch beschrieben die Profis die erste Woche als intensiv.

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So kam der freie Tag am Sonntag wohl gerade recht. Am Montag geht es dann in die zweite Vorbereitungswoche für die Kölner. Und auch die dürfte für die Fans spannend werden. Denn sowohl Gideon Mensah als auch Reigan Heskey könnten erstmals auflaufen. René Wagner erklärte am Samstag, dass bei beiden noch die letzten Dokumente fehlen würden, bevor sie denn ins Training einsteigen dürfen. Das wird wohl zu Beginn der Woche passieren. Die Kölner Anhänger werden sich also möglicherweise bei den Einheiten der kommenden Woche einen ersten Eindruck von den neuen Spielern verschaffen können. Allerdings sind nicht alle Einheiten öffentlich. Das Training am Montag (11 Uhr) kann noch auf dem Trainingsplatz 7 verfolgt werden. Für Dienstag sind dagegen gleich zwei Einheiten anberaumt, die beide unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Anders als das Training am Mittwoch (11 Uhr).

Aufbruch ins Trainingslager

Am Donnerstag steht morgens ebenfalls eine Einheit hinter verschlossenen Türen an, am Abend gibt es dann das Testspiel bei Bergisch Gladbach (18 Uhr). Möglicherweise werden dann schon die beiden Neuzugänge mit von der Partie sein. Vielleicht gibt es dann auch den ersten Einsatz von Luka Lochoshvili. Der Innenverteidiger hatte eigentlich gegen Rheinsüd sein Debüt im Trikot der Geißböcke geben wollen, musste aber kurzfristig aufgrund von muskulären Problemen absagen. Allerdings handelt es sich beim Aussetzen „nur“ um eine Vorsichtsmaßnahme. Man wolle kein Risiko eingehen, heißt es am Geißbockheim. „Locho“ könnte also wieder ins Training einsteigen. Das gleiche gilt wohl auch für Julian Pauli. Auch bei Ragnar Ache wollten die Kölner kein Risiko eingehen. Vielleicht wird der Angreifer am Donnerstag erstmals wieder mitspielen.

Auch am Freitag steht noch ein nicht-öffentliches Training an, bevor die Mannschaft dann nach Kitzbühel aufbricht. Ab Samstag geht das Team dann in St. Johan aufs Trainingsgelände. Und möglicherweise werden dann noch weitere Neuverpflichtungen dabei sein. Denn der FC würde zu gerne einen weiteren Sechser mit ins Trainingslager nehmen. Ellyes Skhiri gilt als Favorit. Zudem dürfte es dann in dieser Woche die Verpflichtung von Paul Okon-Engstler geben.


„Sehr gelungener Test“ trotz Niederlage gegen den Partnerverein: Die U21 des 1. FC Köln verliert das Testspiel gegen Sanfrecce Hiroshima

Luis Stapelmann von der U19 des 1. FC Köln
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„Sehr gelungener Test“ trotz Niederlage gegen den Partnerverein: Die U21 des 1. FC Köln verliert das Testspiel gegen Sanfrecce Hiroshima

Die U21 des 1. FC Köln verliert gegen den Sanfrecce Hiroshima mit 2:1. Im Vergleich zur Vorwoche musste Trainer Manuel Hartmann auf sieben Spieler verzichten, die allesamt bei den Profis zum Einsatz kamen.

Über viermal 30 Minuten zeigten die Jungböcke dennoch eine gute Leistung gegen einen starken Gegner.

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Von Matthias Wilhelm

Auf Platz 7 des RheinEnergieSportparks am Geißbockheim kam es am Samstagmittag zu dem Duell der beiden Partnervereine Sanfrecce Hiroshima und dem 1. FC Köln. Dabei musste sich die Kölner Reserve dem Gegner aus Japan mit 2:1 geschlagen geben. Obwohl sich immer wieder kleine Fehler und Unaufmerksamkeiten in das Kölner Spiel einschlichen, konnte der FC nicht nur über weite Teile gut gegenhalten, sondern sich auch selbst einige gefährliche Chancen herausspielen. Trainer Manuel Hartmann sprach nach der Partie von einem „sehr gelungenen Test für beide Mannschaften.“

Luis Stapelmann mit Einsatzzeit

Ein gemeinsames Teamfoto vor dem Anpfiff und schon rollte der Ball. 120 Minuten aufgeteilt in vier jeweils 30 Minuten lange Viertel standen auf dem Programm. Die ersten Minuten boten sofort ein munteres Hin und Her, wenn auch zunächst ohne zwingende Torchancen. Nach einem torlosen ersten Viertel waren es dann zunächst die Japaner, die in den zweiten 30 Minuten gleich doppelt zuschlugen. Die Mannschaft um den Ex-Bochumer Takuma Asano nutzte zwei Unaufmerksamkeiten in der Kölner Hintermannschaft aus und stellte innerhalb weniger Minuten auf 0:2 aus FC-Sicht. Es dauerte jedoch nicht lange, bis Innenverteidiger Luc Dabrowski nach einem Standard den Ball zum 1:2-Anschlusstreffer über die Linie drückte.

Sanfrecce wechselte anschließend für die zweiten 60 Minuten die gesamte Mannschaft aus. Der 17-Mann-Kader der Geißböcke gab das hingegen nicht her. Erstmalig zum Einsatz in dieser Vorbereitung kam U19-Vize-Europameister Luis Stapelmann, der in der zweiten Hälfte zunächst in der Innenverteidigung neben Routinier Niklas Hoffmann spielte. Trotz einiger Wechsel auf beiden Seiten fielen keine weiteren Tore mehr, womit das Spiel nach zwei Stunden Spielzeit mit 1:2 endete.

Kaderfluktuation und Profi-Debüts

Ein Grund für den kleinen Kader war auch, dass mit Jonathan Friemel, Maik Akumu, David Fürst, Malek El Mala, Nilas Yacobi, Kristiyan Irmiev und Yannick Mausehund gleich sieben Spieler im Kader der Profis für das Testspiel gegen Rheinsüd Köln standen, die letzte Woche noch mit der FC-Reserve im Trainingslager waren. Auch wenn Hartmann diese Spieler natürlich gerne dabei gehabt hätte, sieht er diese Entwicklung dennoch „erfreulich“ und als „genau das Ziel“ seiner Arbeit bei der U21 an.

Mit von der Partie waren jedoch Fynn Schenten und Cenny Neumann, die beide bereits in der abgelaufenen Spielzeit für die Profis in der Bundesliga aufgelaufen sind. Für beide sowie weitere Spieler wie Emin Kujovic oder Patrik Kristal wird derzeit nach möglichen Leihstationen gesucht. Schenten soll dabei kürzlich eine stadtinterne Leihe in die 3. Liga zu Viktoria Köln abgelehnt haben. Wie es mit ihm weitergeht und mit welchem Personal die U21 am 01. August im Franz-Kremer-Stadion gegen Wiedenbrück in die Regionalligasaison starten wird, bleibt bis dahin abzuwarten.


Darum hat Jusuf Gazibegovic keine Zukunft mehr beim 1. FC Köln

Jusuf Gazibegovic will es noch einmal wissen
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Darum hat Jusuf Gazibegovic keine Zukunft mehr beim 1. FC Köln

Der Leihrückkehrer wird in der kommenden Saison nicht mehr für die Kölner auflaufen, das bestätigte Kessler beim Trainingsauftakt am Montag beim 1. FC Köln. Doch warum bekommt Jusuf Gazibegovic keine weitere Chance sich zu zeigen? 

Die Erwartungen waren hoch, als der 1. FC Köln im Januar 2025 den ersten Transfer nach der Transfersperre eintütete. Für zwei Millionen Euro sicherte man sich die Dienste von Jusuf Gazibegovic. Das Profil wirkte vielversprechend: Ein ehrgeiziger und offensivstarker Rechtsverteidiger, der bei den Österreichern bereits internationale Erfahrung in der Champions League sammeln konnte. 

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So richtig rund laufen wollte es in der Domstadt nicht. Auch aufgrund von Verletzungen verpasste der Bosnier zahlreiche Spiele. Nach dem Aufstieg konnte Jusuf Gazibegovic unter Neutrainer Lukas Kwasniok überhaupt nicht mehr Fuß fassen. Folgerichtig entschied man sich für die Leihe zurück zu seinem Herzensverein Sturm Graz. In vertrauter Umgebung konnte er augenblicklich wieder an seine alten Leistungen anschließen, wurde direkt wieder Stammspieler. Schlussendlich scheiterte der 26-Jährige in Österreich sogar nur knapp an der Meisterschaft. Es folgte der erneute emotionale Abschied an die Fans und eine Ansage in Richtung Deutschland: „Ich will in Köln auf jeden Fall noch einmal zeigen, was ich kann“, verkündete der 23-fache bosnische Nationalspieler noch Ende Mai. „Das Kapitel ist für mich noch nicht geschlossen.“

Der erste Profivertrag für Young Goat David Fürst

Geschlossen hat das Kapitel hingegen Thomas Kessler. „Wir haben zu Gazi gesagt, dass er in unseren Planungen keine Rolle spielen wird für diese Saison. Und dann hat sich Gazi auch dazu entschieden, die Gespräche, die er jetzt schon geführt hat, nochmal intensiver zu gestalten.“ Wohin es Gazibegovic letztlich ziehen wird, ist noch unklar. Eine erneute Rückkehr schließt der Bosnier allerdings nicht aus: „Für Graz bin ich immer offen.“ Dennoch stellt sich ihm sicherlich die Frage, warum der 26-Jährige in Köln eben keine Chance mehr bekommen hat. Dabei liegt die Antwort eigentlich auf der Hand. So verfügt der FC bereits über zwei Spieler, die für diese Position in Frage kommen. Zum einen Alessio Castro-Montes.

Offensive Brillianz und defensive Zuverlässigkeit

Stand der Belgier in der vergangenen Saison auf dem Platz, so ließ er kaum Zweifel an seiner Qualität übrig. Wenn da nur diese Marginalität der Verfügbarkeit nicht wäre. In der abgelaufenen Spielzeit kam der 29-Jährige nur in 14 Bundesliga-Spielen zum Einsatz. In diesen lieferte er allerdings ein Tor sowie drei Vorlagen, zudem versprühte er Leichtigkeit, Eleganz und Raffinesse. Durch seine Stärken im Passspiel und Eins-gegen-Eins ist ein fitter Alessio Castro-Montes zweifelsohne eine Bereicherung im Spiel mit dem Ball. Defensiv bleiben jedoch Stand jetzt noch einige Zweifel.

Während Castro-Montes lediglich 940 Minuten auf dem Rasen verbrachte, sorgte ein Anderer für die Zuverlässigkeit auf der rechten Abwehrseite. Sebastian Sebulonsen verpasste lediglich drei Spiele, eines davon aufgrund einer Gelbsperre. Der 26-Jährige ist im Kader des FC eindeutig für die defensive Stabilität zuständig. Offensiv wollte es in der abgelaufenen Spielzeit aber nicht so ganz laufen. Am Ende der Saison konnte der Norweger keine einzige Torbeteiligung vorweisen. Das ist allerdings auch nicht weiter tragisch, solange er den Laden hinten dichthält. Ein großer Wert liegt unbestreitbar in der Verfügbarkeit. Auf ihn wird sich auch Trainer René Wagner in der kommenden Spielzeit verlassen können. Mit einer Körpergröße von 1,87 Metern verfügt Sebulonsen des Weiteren über ein ähnliches Spielerprofil wie David Fürst. 

Erst kürzlich verkündeten die Geißböcke stolz eine Vertragsverlängerung: Fürst erhielt seinen ersten Profivertrag. Durch die Verlängerung machte man unter anderem Juventus Turin einen Strich durch die Rechnung, die den 19-jährigen gerne nach Italien gelotst hätten. Bei den Kölnern darf sich der Rechtsverteidiger nun in der Vorbereitung beweisen, eingeplant ist er jedoch zunächst für die U21. Besonders überzeugen konnte Fürst in der abgelaufenen Youth League-Saison, die Partie gegen Inter Mailand offenbarte seine ganze Klasse. Mit einer Größe von 1,85 Metern verfügt er über ein attraktives, athletisches Profil, das gerade viele europäische Topvereine vermehrt suchen. „Mit seinem Profil kann er es weit bringen. Wir werden ihn auf diesem Weg begleiten“, verkündete Lukas Berg, technischer Direktor beim FC im Anschluss an die Verlängerung. Ob ihn dieser Weg noch in dieser Saison in die Stadien der Bundesliga führen kann, hängt stark mit den Leistungen und der Verfügbarkeit zweier weiterer Spieler zusammen.

So oder so: Auf der rechten Seite scheint der FC gut aufgestellt zu sein. Platz für Gazibegovic war da nicht mehr.


Neue Transferstrategie: Warum der 1. FC Köln plötzlich bei Europas Talenten anklopft

Mikey Moore gilt als großes Talent
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Neue Transferstrategie: Warum der 1. FC Köln plötzlich bei Europas Talenten anklopft

Sie heißen Chido Obi, Mikey Moore oder Reigan Heskey – und sie gelten als Top-Talente Europas. Und auch wenn ein Interesse nicht bei allen offiziell bestätigt ist, werden die Geißböcke auffällig oft mit den Top-Talenten Europas in Verbindung gebracht. Zufall ist das wohl kaum.

Dass der FC nach etlichen Verstärkungen sucht, ist kein Geheimnis. Noch bis zu sieben, vielleicht acht Neuverpflichtungen könnte es noch geben. Und bei den bisherigen Planungen ist es nicht nur spannend, nach wem die Kölner Aussicht halten, sondern auch wo. Denn gleich mehrere Spieler kommen aus den renommiertesten Ausbildungszentren Europas. Reigan Heskey hat gerade erst beim FC unterschrieben.

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Ein weiterer Spieler war Jamal Iddrissou. Der FC soll sich bei Inter Mailand nach dem Talent mindestens erkundigt haben. Auch von einem Leihgesuch war die Rede. Doch offenbar konnten sich die Parteien nicht einigen. Chido Obi wurde bei Manchester United ausgebildet. Soll sich einen Wechsel nach Köln vorstellen können. Doch ManU will sich wohl erst einmal selbst von den Qualitäten überzeugen und ihn bei den Profis erst einmal mit trainieren lassen. Obi wird in England aufgrund seines Torriechers schon als das „Wunderkind“ bezeichnet. Neben Manchester United gilt der Stadtrivale als die zweite Topadresse im Nachwuchsfußball auf der Insel. Und der FC ist auch bei den „Skyblues“ vorstellig geworden. Und das sehr konkret. Reigan Heskey hat bekanntlich beim FC einen Vertrag bis 2031 unterschrieben. Und auch Mikey Moore, ausgebildet bei Tottenham Hotspur war wohl ein Kandidat für die Kaderplaner des FC. Der wiederum ging zuletzt bereits beeindruckende Schritte bei den Glasgow Rangers. Bei allen Namen fällt die hervorragende Jugendausbildung auf.

Spielpraxis für junge Spieler?

Alle genannten Spieler gelten als große Talente ihres Landes, spielen Nachwuchs-Nationalmannschaft, bewegen sich mindestens im Dunstkreis jener. Vor allem aber besitzen sie allesamt ein großes Entwicklungspotenzial. Und werden damit wohl zum Objekt der Begierde für den FC. Die Kölner suchen nicht mehr nur nach kurzfristigen und schnellen Lösungen, sondern ganz offensichtlich Spieler, die unter Umständen direkten helfen, aber vor allem das Entwicklungspotenzial zu einer Marktwertsteigerung haben. Und dabei konkurrieren die Geißböcke mit aus FC-Sicht eher ungewohnten Gegnern. Middlesbrough, Birmingham, Brighton oder Brentford – werden als Mitkonkurrent genannt. Aber auch Dortmund oder Glasgow. Natürlich spielt der FC nicht auf Augenhöhe – muss er aber vielleicht auch gar nicht. Denn die Kölner können dem Spieler vielleicht die Spielpraxis bieten, die sich potenzielle „Ausleiher“ wünschen.

Stark ausgebildete Nachwuchsspieler

Dass die Geißböcke überhaupt in den Gesprächen auftauchen, könnte vielleicht auch mit einem Deal des vergangenen Sommers zusammenhängen. Jahmai Simpson-Pusey wurde ebenfalls bei Manchester City ausgebildet. Nach der schweren Phase bei Celtic erhielt der Innenverteidiger beim FC Vertrauen, Spielpraxis, einen Stammplatz. Der Abwehrspieler avancierte so zum Stammspieler, hat eine enorme Entwicklung durchgemacht. Es ist davon auszugehen, dass ManCity auch weiterhin vom dem Deal profitiert, wahrscheinlich gibt es doch eine Art Rückkaufoption, sicherlich eine nicht kleine Weiterverkaufsgebühr. Denn gerade den Spielerberatern geht es eben nicht mehr nur darum, den größten Namen für die Spieler zu finden – vielmehr soll eine realistische Chance auf den Durchbruch in den Profifußball gegeben sein. Und da scheint Köln keine schlechte Adresse zu sein.

Eine Strategie scheint deutlich zu werden – zumindest unterscheidet sich die Gerüchteliste von denen der vergangenen Jahre. Zwar gab es gerade während des Registrierungsverbots auch junge Spieler, die perspektivisch geholt wurden – unter anderem die El-Mala-Brüder, doch nun ist der Blick deutlich internationaler und anscheinend bei Clubs, die viel Wert auf die Ausbildung ihrer Youngster legen. Doch allein die Tatsache, dass der FC inzwischen bei Spielern aus den Akademien von Manchester City, Manchester United, Tottenham oder Inter Mailand als ernsthafter Interessent auftaucht, zeigt: Der Club versucht offensichtlich, sich auf dem internationalen Talentmarkt neu zu positionieren.