Die Euphorie ist verblasst: Der 1. FC Köln hat im zweiten Jahr Bundesliga nicht mehr viel von den Aufsteigern

Jubel beim FC: Nach dem Erfolg über Kaiserslautern stand der Aufstieg fest
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Die Euphorie ist verblasst: Der 1. FC Köln hat im zweiten Jahr Bundesliga nicht mehr viel von den Aufsteigern

Noch vor einem guten Jahr feierte ganz Köln den Aufstieg, die Euphorie trug die Mannschaft über den schweren Saisonstart hinweg. Jetzt sind viele Gesichter von damals weg – und die zweite Bundesliga-Saison könnte zur einer Bewährungsprobe werden für den 1. FC Köln: Ohne Aufstiegseuphorie geht es in die neue Saison.

Als Zweitliga-Meister ist der FC in die vergangene Bundesliga-Saison gestartet – und das zunächst vielversprechend. Von der Mannschaft von damals wird in der kommenden Saison nicht mehr viel übrig sein. Aber darin liegt bekanntlich auch eine Chance.

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Der Wirbel um Tim Lemperle, die Unruhe nach den Entlassungen von Gerhard Struber und Christian Keller – so wirklich beruhigt oder vollkommen siegessicher dürften die Fans an jenem 18. Mai 2025 nicht ins Kölner Stadion gegangen sein. Doch bekanntlich dauerte es nicht lange, bis die Kölner Heimspielstätte im Grunde explodierte. 4:0 setzte sich der FC damals gegen den 1. FC Kaiserslautern durch, sicherte sich die Rückkehr in die Bundesliga und gleichzeitig den Meistertitel der 2. Bundesliga. Nur wenige Minuten nach dem Schlusspfiff war der Rasen von Fans geflutet. Und mitten in jene Aufstiegsparty platzierte Linton Maina noch seine Vertragsverlängerung. Der Außenspieler könnte ein wenig symptomatisch für die Entwicklung seitdem stehen. Denn Maina, mit 14 Scorerpunkten noch einer der Aufstiegsgaranten, kam in der vergangenen Saison nicht so richtig über den Status des Ergänzungsspieler hinaus, gilt aktuell sogar als Wackelkandidat bei der Kaderplanung. Die Erinnerungen an die Party vor einem guten Jahr verblassen aber auch, weil sich die Gastgeber verändert haben.

Zahlreiche Aufstiegshelden haben den Verein verlassen

Das zweite Jahr Bundesliga gilt gemeinhin als das schwerste. Statistisch grenzt diese Behauptung an Unfug. Denn tatsächlich stiegen in der Bundesliga doppelt so viele Mannschaften nach dem ersten Jahr wieder ab wie nach dem zweiten. Dennoch ist nicht von der Hand zu weisen, dass Aufsteiger mitunter von einer gewissen Euphorie getragen werden können. Was die bewirken kann, zeigte der Auftakt in die vergangene Spielzeit. Die Kölner betraten euphorisch den Ring des deutschen Oberhauses – sicher auch aufgrund der zahlreichen personellen Veränderungen. Und der FC lieferte, legte einen perfekten Start hin. So perfekt, dass sich die Erwartungshaltung verschob. Das Thema Klassenerhalt schien zwischenzeitlich sicher, es ging gefühlt um höhere Aufgaben. So kam eine gewisse Unzufriedenheit auf, obwohl der FC eigentlich nie in absoluter Abstiegsnot steckte. Obwohl Thomas Kessler den Kader noch einmal umbauen wird, wird es schwer sein, eine ähnliche Euphorie zu entfachen. Möglicherweise auch, weil sich der Aufstiegs-FC grundlegend verändert hat.

Werden noch weitere Spieler gehen?

Damion Downs, Tim Lemperle, Mark Uth – schon im vergangenen Jahr verließen viele Spieler den Verein, die den Aufstieg mit geformt haben. In diesem Jahr sind es nochmal mehr Eric Martel, Florian Kainz, Dominique Heintz oder Denis Huseinbasic. Gerade Spieler wie Kainz, der einige Jahre als Leader, zeitweilig als Kapitän, vorneweg ging oder Martel, der Leidenschaft und Willen wie kaum ein zweiter Spieler verkörpert. Dabei ist nicht geklärt, ob weitere folgen. Maina wird als möglicher Abschiedskandidat genannt, auch Luca Waldschmidt würde man wohl nicht unbedingt Steine in den Weg legen, falls der Offensivspieler den Verein verlassen wollen würde. Marvin Schwäbe soll bereits an anderer Stelle angeboten worden sein. Allerdings erscheint ein Abschied nach jetzigem Zeitpunkt eher unwahrscheinlich. Das Gesicht hat sich verändert. Das muss kein Nachteil sein. Thomas Kessler will die Qualität des Kaders anheben. Dazu muss er an Stellschrauben drehen. Doch zu viel Veränderung bringt auch die Gefahr mit, dass ein Kader ins Ungleichgewicht gerät.

So wird es in den kommenden Wochen wohl auch darauf ankommen, welcher Spieler Verantwortung übernimmt und in eine Führungsrolle reinwächst. Die Mannschaft, die im August in die neue Saison startet, wird spürbar anders sein als die, die im Mai noch auf dem Rasen in Müngersdorf aufgelaufen ist. Ob das eine Schwäche oder am Ende sogar eine Chance ist, wird sich erst im Saisonverlauf zeigen. Klar ist aber: Die Aufstiegseuphorie, die in Teilen wie ein Schutzschild über der Mannschaft lag, ist mit jedem dieser Abschiede ein Stück kleiner geworden.


Beeindruckende Kaltschnäuzigkeit, Bedenken beim Preis – Warum sich ein Blick auf Mateusz Zukowski lohnt

Mateusz Zukowski blüht bei Magdeburg auf
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Beeindruckende Kaltschnäuzigkeit, Bedenken beim Preis – Warum sich ein Blick auf Mateusz Zukowski lohnt

17 Tore in nur 22 Spielen, eine xGoals-Bilanz wie kaum ein anderer Stürmer der 2. Liga – und trotzdem gibt es dicke Fragezeichen hinter dem Profil von Mateusz Zukowski: Lohnt sich ein Transfer des Stürmers für den 1. FC Köln?

Die Werte sind mehr als beeindruckend, doch die Fragezeichen groß. Der FC soll sich für Mareusz Zukowski interessieren. Die Bilanz ist eine der besten der 2. Liga. Doch Fragezeichen stehen nicht nur hinter dem Marktwert von sechs Millionen Euro.

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Gewisse Parallelen lassen sich bei Jakub Kaminski und Mateusz Zukowski nicht von der Hand weisen. Und damit sind weder das Alter (beide 24) noch der gleiche Berater gemeint. In der Saison 2024/25 sammelte Zukowski Positionen wie die Menschheit gerade Panini-Bilder. Polyvalent ist der Fachausdruck, der auch bei der Positions-Variabilität bei Kaminski immer wieder herhalten muss. Nur gibt es einen kleinen und feinen Unterschied. Der Angreifer hatte damals bei Slask Wroclaw seine Schwierigkeiten, sich als Stürmer durchzusetzen. Und so wurde der polnische Nationalspieler ein wenig herumgereicht. Zukowski spielte meist rechter Verteidiger, aber auf beiden Schienen in der Offensive, mal als Stürmer, mal im Mittelfeld. Immerhin bedeuteten die Einsätze, dass der heute 24-Jährige auf den Positionen meist erste Wahl war – wenn auch nicht auf seiner etatmäßigen. Das änderte sich in der vergangenen Spielzeit, als der Pole das Vertrauen des Trainers spürte, sich entfalten konnte – womit eine weitere Parallele zu Kaminski gefunden wäre.

17 Tore in 22 Spielen

Die Bilanz des vergangenen Jahres beim 1. FC Magdeburg ist wirklich beeindruckend. 17 Tore erzielte der Angreifer, genauso viele wie Isac Lidberg, der kommende Saison bei Borussia Mönchengladbach unter Vertrag steht. Einzig Noel Futkeu war zwei Mal mehr erfolgreich. Doch das Bild entspricht nicht der ganzen Wahrheit. Zukowski wurde zu Beginn der Spielzeit noch am Fuß operiert, fiel Monate lang aus und kam so auf gerade einmal 22 Spiele. Mit einem Torschnitt von 0,72 pro 90 Minuten steht der Pole sogar deutlich besser da, als die beiden Kontrahenten (Futkeu 0,57 und Lidberg 0,51). Und: Die Bilanz wird noch einmal beeindruckender, wenn man den xGoals-Wert betrachtet. Dann hat der Pole nämlich vier Treffer mehr erzielt, als es die Qualität der Chancen erwarten ließ. Das ist kein Ausreißer einer einzelnen Glanzleistung, sondern über eine ganze Saison hinweg stabil: Auch beim reinen xG-Wert und bei den Nicht-Elfmeter-Toren (14) gehört der Stürmer zur absoluten Spitzengruppe der Liga. Mit 3,21 Schüssen in 90 Minuten ist Zukowski besonders abschlussfreudig.

Dicke Fragezeichen hinter dem Profil

Tatsächlich bringt der Pole ziemlich viel mit, was der FC in der Spitze gebrauchen kann. Ein Torjäger, der besonders kaltschnäuzig ist, nicht viele Chancen braucht. Nicht umsonst war auch schon Eintracht Frankfurt interessiert. Ein Eins-zu-Einsatz für Ache als Backup ist der Pole aber nicht. Zumindest ist Zukowski kein Stürmer, der mit langen, hohen Bällen gefüttert wird. Kopfballduelle gehören nicht zur Kernkompetenz des Angreifers. Nur 32 Prozent der Luftduelle entschied der Offensivspieler für sich, gehört damit zu den schlechteren Angreifern der 2. Bundesliga. Das fällt auch bei den Toren des 24-Jährigen auf. Nicht einen Saisontreffer erzielte Zukowski mit dem Kopf, oft waren es flache Direktabnahmen ins lange Eck. Und auch in Sachen Geschwindigkeit ist der Stürmer alles andere als Spitze. Die größte Unbekannte lässt sich mit Daten aber nicht beantworten. Es ist der mögliche Sprung in die Bundesliga. Kann Zukowski auch im deutschen Oberhaus mithalten?

Und genau diese Frage werden sich die FC-Verantwortlichen stellen. Mit 24 Jahren ist das Entwicklungspotenzial vielleicht nicht mehr so groß, wie nötig. Insofern werden die Kölner wohl auch über den Marktwert von sechs Millionen Euro und einer möglichen Ablöse in dieser Größenordnung stolpern. Die Unbekannte Bundesliga und das nicht wirklich zu einhundert Prozent passende Profil könnten bei diesem Preis am Ende den Ausschlag geben.


Transfergerücht: Der 1. FC Köln soll an Mateusz Zukowski interessiert sein

Mateusz Zukowski spielt beim 1. FC Magdeburg
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Transfergerücht: Der 1. FC Köln soll an Mateusz Zukowski interessiert sein

Auf der Suche nach Neuverpflichtungen sind die Kölner offenbar auf einen Angreifer aufmerksam geworden: Der 1. FC Köln soll an Mateusz Zukowski interessiert sein. Der FC habe sich nach dem Spieler des 1. FC Magdeburg bereits erkundigt.

Acht Abgänge, drei feste Verpflichtungen – allerdings gezogene Kaufoptionen. Neuzugänge lassen aktuell beim FC noch auf sich warten. Das könnte sich jetzt ändern. Zumindest scheint ein Stürmer auf dem Plan der Kölner zu stehen. Das berichtet die „Bild“.

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Demnach haben sich die Kölner nach dem Spieler bereits erkundigt. Allerdings hat der Plan einen möglicherweise entscheidenden Haken. Der Marktwert des Polen wird auf sechs Millionen Euro geschätzt, in der Höhe soll auch die Ablöse liegen. Zu viel für den FC. Laut Bild habe dieser Deal daher auch nicht die höchste Priorität. Ein Vorteil könnte es für den FC aber geben: Zukowski hat denselben Berater wie Jakub Kaminski, der in der vergangenen Saison zum FC stieß. Grundsätzlich wollen die Geißböcke auf sieben bis zehn Positionen nachbessern. Der Stoßstürmer könnte passen. Allerdings gibt es aktuell größere Baustellen, bei denen Thomas Kessler nachbessern muss. Vor allem auf der Sechs und in der hintersten Kette werden noch Spieler gesucht. Aktuell verfügt der FC nominell über keinen gelernten Linksverteidiger. come-on-fc.com hatte schon zum Ende der Woche berichtet, dass der Stürmer sehr gut passen könne.

Zukowski erzielte 17 Tore, bereitete drei weitere vor

Der am 23. November 2001 in Lębork geborene polnische Angreifer steht derweil beim 1. FC Magdeburg unter Vertrag. In der Saison 2025/26 erzielte er in 21 Einsätzen 17 Tore und drei Vorlagen — eine Quote, die ihn zum klaren Topscorer seines Teams macht, weit vor dem nächstplatzierten Mitspieler. Besonders bemerkenswert: 13 dieser Tore erzielte er bereits in nur 15 Spielen, mitten im Abstiegskampf des einstigen Europapokalsiegers. Trainer Petrik Sander betonte immer wieder, wie wichtig Zukowski für sein Team sei, weil er Wucht und Dynamik mitbringe, die dem Abstiegskandidaten ansonsten fehle — in seiner Heimat Polen wird der Stürmer inzwischen bereits mit Robert Lewandowski und Dawid Kownacki verglichen. Auf dem Platz fällt zudem seine läuferische Präsenz auf: 410 Sprints, über 1.250 intensive Läufe und fast 200 Kilometer Laufdistanz in der laufenden Saison. Sein aktueller Marktwert wird auf sechs Millionen Euro beziffert.


Kevin McKenna über René Wagner: „Wir sind wie zwei Brüder, die gut miteinander klarkommen“

Kevin McKenna kehrt zum 1. FC Köln zurück
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Kevin McKenna über René Wagner: „Wir sind wie zwei Brüder, die gut miteinander klarkommen“

Mit Kevin McKenna kehrt ein alter Bekannter ans Geißbockheim zurück. Nicht nur die Begebenheiten kennt der Ex-Spieler der Kölner. Auch sein neuer Cheftrainer ist dem Kanadier bestens bekannt. Das sagt Kevin McKenna über René Wagner.

Es ist eine Rückkehr mit einer Vorgeschichte: Wenn Kevin McKenna ab Juli wieder als Co-Trainer am Geißbockheim anfängt, trifft er dort auf einen alten Bekannten – den aber eben in einer neuen Rolle. René Wagner ist bekanntlich inzwischen Cheftrainer der Kölner, bislang haben beide gemeinsam als Co gearbeitet. Im Interview mit fc.de spricht McKenna über die Zusammenarbeit mit dem neuen Coach der Kölner – und warum ihm die Entscheidung zur Rückkehr trotzdem nicht leichtgefallen ist.

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Die Verbindung zwischen den beiden Trainern ist eine enge. Denn was nach einer kniffligen neuen Hierarchie klingt, beschreibt McKenna im Gespräch mit fc.de dann doch sehr sachlich – weil die Basis zwischen beiden längst eine andere ist als die einer reinen Arbeitsbeziehung. „Wir sind verschiedene Typen, aber fast wie zwei Brüder, die einfach gut miteinander klarkommen. Wir können uns ehrlich sagen, wenn etwas gut, aber auch wenn etwas nicht gut ist“, sagt McKenna. Wie früh sich Wagners Entwicklung abgezeichnet hat, wird im Rückblick deutlich. Drei Wochen gemeinsamer Arbeit reichten McKenna damals, um zu wissen, dass aus seinem Kollegen einmal mehr werden würde als ein Co-Trainer. Was ihn überzeugte, war keine einzelne Szene, sondern eine Grundhaltung: Führungsstärke und gute Ideen, die sich nach McKennas Beobachtung nicht erst entwickeln lassen, sondern von Anfang an da sind oder eben nicht.

„Dafür werde ich ihm immer dankbar sein“

Vor allem unter Druck agiere der neue Coach in Ruhe. Und das sei kein Widerspruch zur Emotionalität. Wagner könne emotional sein, verfüge aber gleichzeitig über eine innere Struktur, die unabhängig davon funktioniere. Zudem empfinde der Kanadier seinen Weggefährten so, dass dieser nie mit dem Erreichten zufrieden sei. Dass die Rückkehr zum FC durch diese Nähe zu Wagner naheliegt, hat die Entscheidung trotzdem nicht leicht gemacht. Und das liegt dann wohl auch an dem gemeinsamen Ex-Chef. Steffen Baumgart hatte die beiden Co-Trainer nach Hamburg und zu Union Berlin geholt. „Dafür werde ich ihm immer dankbar sein und werde das nie vergessen“, sagt McKenna. Entsprechend unangenehm war für ihn der Moment, in dem er seinem ehemaligen Chef von der Rückkehr nach Köln erzählen musste: „Das war ein schweres Telefonat, als ich ihm gesagt habe, dass ich wieder nach Köln gehe. Aber er hatte absolutes Verständnis und auch dafür bin ich ihm dankbar.“ Eine Loyalität, die alte Weggefährten an dem Ex-Spieler der Kölner schätzen.

Wie das Zusammenspiel zwischen ihm und Wagner in neuer Position funktionieren wird, kommentierte der Co-Trainer nicht. McKenna wirkt nicht wie jemand, der sich vor der veränderten Rollenverteilung sorgt, sondern wie jemand, der sich auf eine vertraute Konstellation freut, nur mit neuen Vorzeichen. Und so ganz so neu sind diese am Ende dann auch nicht Ich habe jedes Spiel verfolgt und war sehr glücklich, dass sie in der Liga geblieben sind“, sagt McKenna. „Ich habe so viele Jahre im Verein verbracht, er wird immer einen ganz großen Teil in meinem Herzen haben. Ich sage: Ich komme aus Kanada, aber Köln ist mein Zuhause.“


Rätselhafte Leistungen und frühes Aus: Angebliche Wunsch-Rückkehrer des 1. FC Köln können nicht überzeugen

Ellyes Skhiri ist mit Tunesien im Grunde schon ausgeschieden
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Rätselhafte Leistungen und frühes Aus: Angebliche Wunsch-Rückkehrer des 1. FC Köln können nicht überzeugen

Sie werden immer wieder als mögliche Rückkehrer für die Geißböcke gehandelt, doch Pluspunkte fuhren Salih Özcan und Ellyes Skhiri bei der WM bislang nicht. Im Gegenteil: Für die Ex-FC-Profis ist das Turnier im Grunde schon beendet. Özcan und Skhiri können keine Bewerbungspunkte sammeln. 

Kein Sommer ohne die Gerüchte um mögliche Rückkehrer. In dieser Transferphase wurden zwei WM-Teilnehmer bereits mehrfach genannt, nur werden diese nach der Vorrunde die Heimreise antreten und haben nicht gerade eine positive Bewerbung abgegeben.

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Bei den großen Endturnieren im Sommer geht es für zahlreiche Spieler neben dem größtmöglichen Erfolg mit der Nationalmannschaft auch um die Chance, sich ins internationale Schaufenster zu stellen – vor allem wenn die Vertragssituation einen Wechsel möglich macht. Bitter nur, wenn es ausgerechnet dann nicht mit den Leistungen klappen soll. So ergeht es gerade wohl Salih Özcan und vor allem Ellyes Skhiri. Denn für beide Spieler ist mit ihren Nationalteams das Vorrunden-Aus bereits besiegelt. Wirklich gute Bewerbungsunterlagen haben die Akteure nicht abgegeben.

Tunesien mit zwei derben Pleiten

Beide Namen werden auch in diesem Sommer wieder mit dem FC in Verbindung gebracht. Allerdings mit unterschiedlicher Substanz. Die Seite von Salih Özcan soll erste Gespräche mit dem FC geführt haben. Das berichtete im Mai der „Kölner Stadt-Anzeiger“. Tatsächlich soll sich aber Besiktas intensiv um die Dienste des Mittelfeldspielers bemühen – wieder einmal. Özcan kann sich den Wechsel dem Vernehmen nach auch vorstellen. Laut türkischen Medien könnte ein Problem das Gehalt des Spielers sein. Der Sechser hatte beim BVB angeblich zwischen drei und vier Millionen Euro verdient. Eine Summe, die Besiktas laut Berichten nicht bezahlen will. Dennoch ist eine Einigung nicht ausgeschlossen. Mit Leistungen bei der WM konnte der Spieler nicht überzeugen. Die Türkei hat die ersten beiden Begegnungen bekanntlich verloren. Gegen Australien gab es ein 0:2, gegen Paraguay verlor das Team 0:1. Damit steht das Team bereits als Gruppenletzter fest und wird nach dem dritten Spiel die Heimreise antreten. Özcan kam gegen die Socceroos nur zehn Minuten zum Einsatz. Am Freitag steht das letzte Spiel gegen die USA an.

Auch für Ellyes Skhiri und Tunesien ist das Aus bereits besiegelt. Tunesien unterlag Schweden am ersten Spieltag 1:5, nun gab es gegen Japan beim 0:4 die nächste bittere Pleite. Dabei hinterließ der Ex-Kölner in beiden Begegnungen teils rätselhafte Auftritte, war an einigen Gegentoren nicht unschuldig. Mit 1:9 Toren und 0 Punkten stehen auch die Nordafrikaner als Gruppenletzter fest, die nächste Runde ist nicht mehr drin. Skhiri wurde in seiner Heimat für seine Leistung bereits scharf kritisiert. Ins Schaufenster hat sich der Mittelfeldspieler jedenfalls nicht gestellt. Nach wie vor gibt es Gerüchte, dass der Tunesier die Eintracht verlassen soll. Der Vertrag läuft im kommenden Sommer aus, will die Eintracht an dem Spieler, dessen Marktwert auf fünf Millionen Euro geschätzt wird, noch Geld verdienen, ist ein Verkauf nur diesen Sommer wohl realistisch. Ob der FC aber den 31-Jährigen zurückholen will, erscheint unwahrscheinlich. Belastbare Anzeichen dafür gibt es nicht. Skhiri hat gerade in Frankreich einen großen Markt und dem Vernehmen nach auch erste Interessenten.


Transferstau? Eher nicht – Warum der FC-Transfersommer des 1. FC Köln noch keinen Grund zur Sorge machen muss

Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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Transferstau? Eher nicht – Warum der FC-Transfersommer des 1. FC Köln noch keinen Grund zur Sorge machen muss

Acht Abgänge, kaum Einnahmen, 14 Millionen für drei Kaufoptionen – die Bilanz wirkt bitter. Doch ein Blick auf den Vorjahresommer zeigt: Auch 2025 nahm das Transferkarussell erst spät richtig Fahrt auf. Der 1. FC Köln im Transfersommer 2026: Hängt der FC wirklich zurück?

Die Bilanz scheint in diesem Sommer auf den ersten Blick besonders bitter. Acht Abgänge und so gut wie keine Einnahmen stehen drei gezogenen Kaufoptionen und 14 Millionen Euro Ausgaben gegenüber. 14 Millionen, die eigentlich die Rechnung des Vorjahres begleichen müssen. Bei den ersten Fans wächst eine gewisse Form des Unmuts, zumindest aber die Sorge, die Kölner könnten am Ende des Tages leer ausgehen oder nicht mehr die besten Deals eintüten. Vielleicht auch, weil die Konkurrenz schon ordentlich zugeschlagen hat. Gefühlt waren die Kölner vor einem Jahr um diese Zeit schon deutlich weiter. Aber stimmt das? Wie sah der Transfersommer 2025 an diesem Punkt aus – und wie unterscheidet sich davon das, was die Geißböcke aktuell auf dem Markt bewegen?

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Tatsächlich hatten die Kölner im Vorjahr bereits sehr früh zwei externe Verpflichtungen unter Dach und Fach gebracht. Mit Ragnar Ache und Isak Johannesson verzeichneten die Kölner bereits Anfang Juni zwei Neuzugänge, für die die Kölner knapp zehn Millionen Euro ausgegeben haben. Allerdings waren beide Deals auch schon früh eingeleitet worden. Christian Keller war noch maßgeblich beteiligt, bevor der ehemalige Geschäftsführer seinen Hut nehmen musste. Nach der Verpflichtung der beiden Akteure wurde es erst einmal still. Zumindest in Teilen. Denn Transfergerüchte ploppten in dieser Zeit viele auf. Von Aaron Zehnter über Rayan Philippe bis hin zu Willem Geubbels, damals noch bei St. Gallen unter Vertrag. Verpflichtet wurde lange niemand, hier und da gewann man aber durchaus das Gefühl, dass gerade der HSV den Kölnern die gewünschten Spieler noch abluchsen konnte. Ebenfalls auffallend: Mit der Verpflichtung von Lukas Kwasniok wurden die Kölner plötzlich mit zahlreichen Paderborner Spielern in Verbindung gebracht.

Neun von elf Transfers erst ab Juli

Möglicherweise stockte der Transfermotor damals eben auch, weil nicht klar war, ob und welche Spieler die Geißböcke abgeben würden. Unter anderem blieben Eric Martel und seine Vertragskonstellation lange das Sommerthema. Erst Anfang Juli fielen die nächsten Domino-Steine: Tom Krauß und Jakub Kaminski wurden unmittelbar vor dem Trainingsauftakt unter Vertrag genommen. Auch Ron-Robert Zieler unterschrieb bei den Geißböcken. Abgesehen von Ache und Johannesson ist der aktuelle Transfersommer mit dem damaligen also durchaus bislang vergleichbar. Auch in anderer Hinsicht. Denn durch die Abgänge von Damion Downs und Max Finkgräfe wurden Gelder akquiriert, die an anderer Stelle wieder eingesetzt wurden. So wurde noch vor dem Trainingslager Sebastian Sebulonsen unter Vertrag genommen. So richtig Fahrt nahm das Transferkarussell dann aber erst im August auf. Marius Bülter wurde als Neuverpflichtung Nummer sieben zum Anfang des Monats präsentiert, es folgten Kristoffer Lund und Cenk Özkacar. Rav van den Berg kam unmittelbar vor dem ersten Pflichtspiel und Alessio Castro-Montes am Deadline Day.

Tatsächlich wurden neun der elf Neuverpflichtungen erst ab Juli unter Vertrag genommen. Darunter Spieler wie Jakub Kaminski oder Sebastian Sebulonsen, die sich durchaus zu Leistungsträgern entwickelten und wie im Falle von Kaminski eine Spielzeit später ein ordentliches Transferplus erwirken können. Demnach besteht aktuell also durchaus kein Grund zur Panik. Auch spät können noch starke Spieler unter Vertrag genommen werden. Allerdings wurde in dieser Saison bereits eine ordentliche Kader-Korrektur angestoßen. Acht Spieler haben den Verein bislang verlassen, weitere könnten folgen. Dadurch kann schon der Eindruck entstehen, die Kölner wollten erst einmal für klare Verhältnisse sorgen. So oder so kann von Transferstau keine Rede sein. Dennoch hängt natürlich viel von den potenziellen Transfers von Said El Mala und Jakub Kaminski ab. Mit Millionen-Einnahmen lässt es sich doch viel leichter einkaufen.


U21-Frauen des 1. FC Köln steigen in die 2. Bundesliga auf

Die U21-Frauen des 1. FC Köln beim Duell gegen Holstein Kiel
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U21-Frauen des 1. FC Köln steigen in die 2. Bundesliga auf

Die U21-Fußballerinnen des FC spielen in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga. Das Team von Trainerin Verena Hagedorn setzte sich auch im Rückspiel durch. Die U21-Frauen des 1. FC Köln gewinnen die Relegation gegen Holstein Kiel.

Der Nachwuchs der Kölner Fußballfrauen wird in der kommenden Saison 2. Bundesliga spielen. Die FC-Frauen erzielten kein Tor, feierten aber einen historischen Erfolg. Die U21-Frauen des 1. FC Köln haben sich mit einem 0:0 im Rückspiel bei Holstein Kiel den Aufstieg in die 2. Bundesliga gesichert — nach dem deutlichen 4:0 im Hinspiel reichte den Geißböckinnen eine clevere, kompromisslose Defensivleistung im Rückspiel völlig aus.

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Einfach hatte es der FC in Kiel nicht. Das technisch geprägte Spiel der Kölnerinnen tat sich auf den dortigen Platzverhältnissen schwerer als gewohnt, und Holstein warf alles in die Waagschale, um das Aufstiegsendspiel doch noch zu drehen. Großchancen ließ die Kölner Defensive aber konsequent nicht zu — und wo doch einmal Gefahr aufkam, war Keeperin Anika Dübel zur Stelle und wie schon über weite Strecken der Saison ein sicherer Rückhalt.


Die größte Möglichkeit der Partie hatte zunächst der FC: Die Kieler Abwehr konnte gemeinsam mit dem Pfosten gerade noch retten. In der Schlussphase wurde es dann nochmal spannend in die andere Richtung — Jule Schiffarth vergab kurz vor Schluss die große Chance auf den vorentscheidenden Siegtreffer und jagte den Ball aus aussichtsreicher Position über die Latte, ehe Emily Tichelkamp in der Nachspielzeit nur den Innenpfosten traf. Am Ende blieb es beim torlosen Remis — und einem in der Höhe völlig verdienten Aufstieg.

Der Lohn einer überragenden Saison


Der Aufstieg ist die logische Konsequenz einer Spielzeit, in der praktisch nichts schiefging. Schon vor den Aufstiegsspielen hatten sich die Kölnerinnen souverän die Meisterschaft in der Regionalliga West gesichert — und das ausgerechnet vor Top-Favorit Borussia Dortmund. Mit dem jetzigen Aufstieg krönt der FC eine Saison, die rückblickend von Beginn an auf dieses Ziel ausgerichtet war.
Rund 880 Zuschauer sorgten im Stadion Waldwiese für Stimmung, etwa 100 davon waren laut Vereinsangaben mit dem FC nach Kiel gereist und feierten den Aufstieg ihrer Mannschaft am Ende ausgelassen mit.

„Einfach bärenstark“

Die neue Saison der 2. Frauen-Bundesliga startet bereits am 1. und 2. August — für den FC bedeutet das eine kurze Verschnaufpause und dann den nächsten Sprung. Der Aufstieg in eine höhere Spielklasse bringt automatisch stärkere Gegnerinnen, eine höhere läuferische und spielerische Anforderung — und damit auch eine neue Bewährungsprobe für eine Mannschaft, die in dieser Saison kaum Schwächen zeigte.

„Einfach sensationell. Die Mädels haben heute auf dem Platz bei den Temperaturen echt was abgerissen und alles reingeworfen. Einfach bärenstark“, sagte Trainerin Verena Hagedorn. „Das ist das Ziel, worauf wir indirekt hingearbeitet haben.“


U19-Meister San-Luca Spitali wechselt von Köln nach Salzburg

San-Luca Spitali wechselt nach Salzburg
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U19-Meister San-Luca Spitali wechselt von Köln nach Salzburg

Der Abschied stand bereits fest, nun ist auch das Ziel klar: San-Luca Spitali wechselt vom 1. FC Köln nach Salzburg. Der 19-jährige Linksverteidiger war mit der Kölner A-Jugend im vergangenen Sommer Meister geworden.

Der FC verliert ein weiteres Talent. San-Luca Spitali wird den FC verlassen und wechselt in die österreichische zweite Liga zu Austria Salzburg. Der Abwehrspieler ist im Sommer 2023 nach Köln gewechselt, nun geht es Richtung Österreich.

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Bislang steht in der Vita hauptsächlich Rheinland. San-Luca Spitali hat in der Jugend bei Fortuna Düsseldorf und Bayer Leverkusen gespielt, wechselte 2023 aber in den Nachwuchs der Geißböcke. Dort gehörte der Abwehrspieler zu der Meistermannschaft der Kölner. Dass der Spieler den FC verlassen würde, stand allerdings schon länger fest. Spitali wurde offiziell bei den Kölnern verabschiedet. „San-Luca ist ein zweikampfstarker und offensiv ausgerichteter Außenverteidiger, der bereits gegen Ende der vergangenen Saison ein Probetraining bei uns absolviert hat und uns dabei überzeugt hat“, sagt Sportdirektor Roli Kirchler.

„Ich freue mich riesig“

Beim FC hat Spitali insgesamt acht Mal in der Regionalliga West gespielt. ,Ich freue mich riesig, jetzt Teil dieses besonderen Vereins zu sein. Die Leidenschaft und die Unterstützung rund um die Austria haben mich vom ersten Moment an beeindruckt. Ich kann es kaum erwarten, vor euch aufzulaufen und gemeinsam mit euch viele besondere Momente zu erleben“, sagt der 19-Jährige. In Salzburg wird der Linksverteidiger zweite Liga spielen.


Rav van den Berg muss um seine Chance kämpfen – Kann der Königstransfer beim 1. FC Köln endlich durchstarten?

Rav van den Berg wird beim 1. FC Köln wieder eine Option
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Rav van den Berg muss um seine Chance kämpfen – Kann der Königstransfer beim 1. FC Köln endlich durchstarten?

Im vergangenen Sommer galt er als der Königstransfer der Geißböcke: Rav van den Berg wurde für rund acht Millionen Euro verpflichtet, der teuerste Abwehrspieler in der Vereinshistorie. Die Erwartungen konnte der Innenverteidiger nicht erfüllen. Rav van den Berg kämpft beim 1. FC Köln um seine Chance.

Auf den 20. Dezember des vergangenen Jahres fiel ein Spieltag, der die Saison des 1. FC Köln eigentlich ziemlich gut einfängt. Nachdem die Kölner über lange Zeit auf Augenhöhe gegen Union Berlin spielten, verlor das Team von Lukas Kwasniok durch einen Moment der Unaufmerksamkeit die Spielkontrolle. Einen auf den ersten Blick ungefährlichen Diagonalball schätzte Rav van den Berg falsch ein und bekam die Kugel als letzter Mann an den abgespreizten Arm. Da auf dem linken Flügel ein Köpenicker freie Bahn gehabt hätte, wurde der Niederländer für das Unterbinden einer klaren Torchance vom Platz gestellt. Der FC kassierte in Unterzahl kurz vor Schluss das 0:1 und musste zum Jahresabschluss eine Niederlage hinnehmen. Ein Spiel, das fast symptomatisch für den Innenverteidiger steht. So richtig konnte der Niederländer in der abgelaufenen Saison nämlich nicht überzeugen. Nun steht Rav van den Berg beim 1. FC Köln auf dem Prüfstand.

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Der 1. FC Köln hat eine durchwachsene Saison erlebt. So auch Rav van den Berg individuell. Als die Kölner im vergangenen Sommer rund acht Millionen Euro nach Middlesbrough überwiesen, werden sich vermutlich alle Beteiligten etwas mehr von dem Wechsel versprochen haben. In den letzten sechs Spielen der abgelaufenen Saison kam der 21-Jährige gar nicht zum Einsatz. Medial wurde zwischenzeitlich über eine Transferklausel spekuliert, die der FC bei einer gewissen Einsatzzahl nach England hätte überweisen müssen. Cheftrainer René Wagner dementierte dies und erklärte, seine geringe Einsatzzeit habe nur sportliche Gründe. Unter dem Dresdner kam Van den Berg nur gegen Eintracht Frankfurt zum Einsatz.

Feste Verpflichtung des Konkurrenten

Viel besser ist die Aussicht auf mehr Spielzeit in der kommenden Saison bisher nicht geworden. Mit Jahmai Simpson-Pusey verpflichten die Geißböcke eine Leihgabe der vergangenen Saison für rund fünf Millionen Euro fest und deuten damit eine interne Rangliste an, die bereits in den vergangenen Spielen sichtbar wurde. Zwar hat Cenk Özkacar den Verein wieder verlassen und somit eine freie Position in der Innenverteidigung geschaffen, jedoch darf man berechtigte Zweifel äußern, ob der FC mit zwei jungen Innenverteidigern in der Startelf plant. Ein Neuzugang mit etwas mehr Erfahrung erscheint die realistische Alternative, da auch Joel Schmied nicht restlos überzeugte. Und zum jetzigen Zeitpunkt hat der Engländer die Nase unter den jungen Innenverteidigern vorn.

Dennoch wird der Niederländer in der Vorbereitung die Chance bekommen, sich zu beweisen. Das stellte Wagner gegen Ende der Saison bereits in Aussicht. „Es geht für ihn darum, im Sommer wiederzukommen und um seine Position zu kämpfen“, sagte der 37-Jährige. Am Geißbockheim hat man den talentierten Innenverteidiger also noch nicht abgeschrieben. Und das aus gutem Grund. Van den Berg zeigte immer wieder gute Einsätze und zeigte, dass er das Potential besitzt in der Bundesliga zu bestehen. Vor allem durch sein Stellungsspiel und seiner Fähigkeit, Spielsituationen zu antizipieren, glänzte der 21-Jährige phasenweise. Doch konstant gelang ihm dies nicht, weshalb sich die Rangordnung in der Innenverteidigung zu seinen Ungunsten verschob.

Von Verletzung ausgebremst

Eine Entwicklung, die auch mit Verletzungspech verbunden ist. Denn der Start des Niederländers sah vielversprechend aus. Bei seinem Debüt gegen den SC Freiburg durfte van den Berg von Beginn an ran und zeigte beim 4:1-Heimsieg eine starke Leistung. So auch in der Folgewoche in Wolfsburg. Auch gegen die Niedersachsen spielte der Abwehrspieler stark, verschuldete aber durch ein verlorenes Kopfballduell gegen Wolfsburg-Stürmer Amoura ein Gegentor. Nachdem er bei einem Foulspiel unglücklich auf der Schulter landete, musste der Innenverteidiger nach rund 70 Minuten verletzt ausgewechselt werden. Die Schulterverletzung brachte Van den Berg aus dem Rhythmus. Nach seiner Rückkehr am zwölften Spieltag kam er nicht mehr wirklich in Fahrt und konnte sich bis zur Entlassung von Lukas Kwasniok nur selten mit guten Leistungen empfehlen.

Van den Berg steht somit vor einer schwierigen Situation. In sechs von sieben Spielen unter dem neuen Cheftrainer kam er nicht zum Einsatz und wird sich berechtigte Sorgen um seine Einsatzzeiten machen. Dennoch traut der FC dem Niederländer eine Menge zu. Sonst wäre man auch vermutlich nicht bereit gewesen acht Millionen für ihn auf den Tisch zu legen. Gerade aufgrund der hohen Ablösesumme wird man in Köln ein besonderes Interesse daran haben, dass Van den Berg seine Chance nutzt und sich im Sommer als Option für Wagner empfiehlt. Denn auch der Innenverteidiger gehört in das Konzept, talentierte Spieler kaufen, weiterentwickeln und für einen möglichst hohen Betrag wieder veräußern. Dass auch van den Berg den FC als Sprungbrett in die Premier League sieht, ist kein Geheimnis.


Fünf Clubs, ein Ziel – Wie gut passt Said El Mala zu den interessierten Teams der Premier League?

Said El Mala vom 1. FC Köln
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Fünf Clubs, ein Ziel – Wie gut passt Said El Mala zu den interessierten Teams der Premier League?


Vergangenen Sonntag gewann die deutsche Nationalmannschaft mit einem fulminanten 7:1 gegen Curaçao. Nicht mit dabei – Said El Mala. Aber auch trotz fehlender WM-Nominierung, dürften die kommenden Wochen für den 19-Jährigen ziemlich interessant werden. Wie gut passt Said El Mala in die Premier League?

Die Zukunftsplanung läuft bereits auf Hochtouren. Nach dem geplatzten Wechsel zum FC Brentford, bringen sich nun die nächsten englischen Teams in Stellung.

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Eigentlich schien der Abschied des Youngsters schon perfekt zu sein. Brentford bot dem FC eine Ablöse in Höhe von 45 Millionen Euro plus realistisch erreichbaren Boni bis zu fünf Millionen Euro. Zusätzlich hätten die Kölner eine Weiterverkaufsbeteiligung erhalten. Thomas Kessler akzeptierte das Angebot und alles deutete auf einen Abgang hin. In den sozialen Medien verabschiedeten zahlreiche Fans bereits ihren Shootingstar, doch die El-Mala-Seite ließ den Deal platzen. Jetzt sollen sich einige weitere Premier League-Teams mit einer Verpflichtung des 19-Jährigen auseinandersetzen. Als Interessenten werden Newcastle United, der FC Chelsea, der FC Liverpool, Nottingham Forest und Tottenham Hotspur gehandelt.

Profil passt nach England

Dass so viele englische Vereine sich um den Youngster bemühen, ist kein Zufall. El Malas Profil scheint wie gemacht für die Premier League. Neben seiner immensen Geschwindigkeit, besonders mit dem Ball, verfügt der Krefelder über eine für einen Flügelspieler seltene Physis. Mit seiner Größe von 1,87 Meter, dürfte die härtere Gangart auf der Insel den 19-Jährigen nicht vor besondere Probleme stellen. In dieser Saison bewies er mehrfach seine Durchsetzungsfähigkeit im körperlichen Eins-gegen-Eins mit vielen Bundesligaverteidigern. Neben der sportlichen Komponente bleibt aber eben auch die finanzielle. Abgesehen vom FC Bayern, wird wohl kein deutscher Verein in der Lage sein, die geforderten 50 Millionen Euro für den Dribbler auf den Tisch zu legen. Somit rückt nach jetzigem Stand ein Wechsel zum BVB in weite Ferne. In England dürfte das finanzielle Paket für keinen Verein zum Problem werden. Besonders spannend ist hierbei, dass vier der fünf genannten Vereine dringenden Bedarf auf dem linken Flügel haben.

Flügelsuche in London

Die Spurs stehen nach einer desaströsen Saison vor einem großen Umbruch. Nach dem Fast-Abstieg möchte man den Klub kernsanieren und schaut sich bereits intensiv auf dem Transfermarkt um. Dabei ist den Nord-Londonern wohl Said El Mala ins Auge gestochen. Trainer Roberto De Zerbi soll ein großer Fan des 19-Jährigen sein. Tottenham spielte unter dem Italiener zum Saisonende in einem 4-2-3-1-System. Da Wilson Odobert mit einem Kreuzbandriss noch lange ausfällt, verbleibt den Spurs ein einziger nomineller linker Flügel, der 18-jährige Leihrückkehrer Mikey Moore. Daher wurden neben El Mala auch schon einige andere Namen mit den Londonern in Verbindung gebracht. Beispielsweise Savinho von Manchester City oder auch Cody Gakpo vom FC Liverpool, die preislich in eine ähnliche Kategorie wie der Deutsche fallen dürften. In England mehren sich Gerüchte, dass es schon die ersten Kontakte gegeben habe.

Mit dem FC Chelsea befindet sich ein weiterer Londoner Club auf Suche nach einer Verstärkung für Linksaußen. Alejandro Garnacho und Jamie Gittens stellten sich im Verlauf dieser Saison als Flops heraus, sodass man dringenden Bedarf auf dem linken Flügel sieht. Dabei gibt es aber einen Haken. Xabi Alonso wird zur neuen Saison der Cheftrainer der Blues. Das Problem: In seiner Zeit bei Bayer Leverkusen spielte der Spanier meist mit einem 3-4-2-1, ohne echten Flügel sondern mit Halbraumzehnern. Der FC spielte unter Lukas Kwasniok zwar recht häufig mit der selben Formation, die Flügel standen jedoch deutlich breiter als es bei den Leverkusener Offensivspielern üblich war. Da El Mala aber ohnehin den Weg nach innen sucht, könnte sich diese Umstellung aber auch als Vorteil entpuppen.

Teurer Abgang verursacht Vakanz

Für rund 80 Millionen Euro verlässt Anthony Gordon Newcastle United in Richtung Barcelona. Auch Newcastle hat durch diesen Verkauf mit Harvey Barnes nur noch einen nominellen Linksaußen im Kader. Coach Eddie Howe lässt seine Mannschaft meist in einem offensiven 4-3-3 spielen. Als inverser Flügel könnte El Mala seinen Zug zum Tor ideal ausspielen und Gordons Abgang auffangen. Die Magpies wurden aber auch mit weiteren Flügelspielern in Verbindung gebracht. Demnach sehen sie beispielsweise Bazoumana Touré und Cody Gakpo als Alternativen. Zuletzt scheiterte ein Transfer von Víctor Muñoz von Osasuna, da Liverpool den Deal kurz vor Schluss kaperte.

Somit könnte man meinen, dass der LFC die Baustelle auf dem linken Flügel geschlossen hat. Doch die Reds haben offenbar noch nicht genug. Ganz oben auf der Liste steht wohl Yan Diomande von RB Leipzig. Mit einer ersten Offerte von 90 Millionen Euro und zehn Millionen Euro an möglichen Bonuszahlungen, ist man bei den Leipzigern umgehend abgeblitzt. Ein nächstes Angebot von rund 120 Millionen Euro wird wohl vorbereitet. Sollte auch dieses abgelehnt werden, rückt eventuell Said El Mala in den Fokus des LFC. Aktuell scheint ein Transfer des 19-Jährigen aber keine Priorität zu haben.

Nottingham erscheint aktuell am unwahrscheinlichsten

Und dann ist da noch Nottingham Forest. Der Traditionsverein dürfte aber nicht gerade die besten Karten im Buhlen um den 19-Jährigen haben. Mit Callum Hudson-Odoi sind die Tricky Trees eigentlich auf der linken Seite gut aufgestellt. Der dreimalige Nationalspieler Englands ist zurzeit verletzt, wird aber noch in der Vorbereitung wieder zur Verfügung stehen. Hudson-Odoi hat noch zwei Jahre Vertrag und aktuell gibt es keine Anzeichen, dass es früher zu einem Abschied kommen würde. Zudem würde ein Wechsel in den Norden Englands nicht den ganz großen Sinn machen, wenn El Mala denn wirklich nach höherem als Brentford strebe. Der Club hat so gerade die Klasse gehalten. Finanziell dürfte der Transfer für Nottingham genauso wie für alle andere Teams stemmbar sein.

Bisher ist noch kein neues Angebot beim 1. FC Köln eingetroffen. Stand jetzt ist also ein Wechsel zu keinem dieser Teams konkret. Zusätzlich ist fraglich, ob alle genannten Vereine bereit wären, Saids älteren Bruder Malek El Mala, ebenfalls zu verpflichten. Dies könnte womöglich zu einem entscheidenden Faktor im Poker um das Talent werden. Am finanziellen Gesamtpaket dürfte ein Transfer nach England aber nicht scheitern.