Deswegen ist Mansour Ouro-Tagba für den FC ein guter Deal

Mansour Ouro-Tagba
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Deswegen ist Mansour Ouro-Tagba für den FC ein guter Deal

Mit Mansour Ouro-Tagba hat der 1. FC Köln eins der größten Talente der 3. Liga verpflichtet. Der 19-jährige Angreifer bringt viel Potenzial mit, seine Entwicklung ist aber sicher noch lange nicht abgeschlossen.

Die Leihe an Jahn Regensburg bietet für Ouro-Tagba die Chance, sich weiter zu entwickeln. Ein Debüt des 19-Jährigen steht dann im Sommer 2025 an beim 1. FC Köln: Das ist Monsour Ouro-Tagba.

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Am Ende der Saison waren es 19 Einsätze in der 3. Liga und damit ganz offensichtlich zu wenig. Mansour Ouro-Tagba kam nicht auf die Anzahl an Spielen in der 3. Liga, die es anscheinend gebraucht hätte, um ihn in München fix zu halten. Dem Vernehmen nach verfügte der 19-Jährige bei den 60ern über eine Klausel, die den Vertrag bei einer bestimmten Anzahl an Einsätzen verlängert hätte. Gerade in der Hinrunde wurde der Angreifer nicht gebracht. „Er ist Stürmer, er kann nicht köpfen. Das ist eine Grundvoraussetzung für einen Stürmer“, sagte der damalige Coach Maurizio Jacobacci damals und ließ den Angreifer die gesamte Hinrunde links liegen. Und das zur Enttäuschung der 18060-Verantwortlichen. Denn im Winter folgte die Trennung vom Trainer, Ouro-Tagba bekam nun seine Chance und erzielte gegen Lübeck auch sein erstes Tor – mit dem Kopf.

Schnell, zweikampfstark, robust

Die Anzahl an nötigen Einsätzen war damals aber kaum noch zu erreichen. Nun war der Angreifer ablösefrei, ein Angebot der 60er soll er dem Vernehmen nach ausgeschlagen haben, die FC-Bosse haben dafür zugeschlagen. Pech für München, Glück für Köln? Das wird sich erst zeigen müssen. Denn der Stürmer ist bislang ein eher unbeschriebenes Blatt. 19 Spiele, davon sechs in der Startelf, drei Tore – lautet die Bilanz im Lizenz-Spielbereich. Und doch gilt der Offensivspieler als ein großes Talent. Gleich mehrere Clubs zeigten an Ouro-Tagba ihr Interesse. Unter anderem soll Sturm Graz, Rapid Wien, aber auch RB New York sowie der SV Darmstadt 98 an der Nachwuchshoffnung interessiert gewesen sein.

Und das kommt nicht von ungefähr. Der 19-Jährige gilt als technisch versiert, bringt eine athletische Statur mit, ist schnell und scheut auch keine Zweikämpfe. Allerdings sucht er auch schon mal den Weg durch die Wand, hat noch Defizite im Abschluss. „Er ist ein Typ Straßenkicker, den musst du einfach machen lassen. Er hat einen guten Körper, den er gut einsetzt. Er hat auch die technischen Möglichkeiten, das Ganze zu lösen“, sagte Argirios Giannikis, der neue Coach der Münchner. Ouro-Tagbe ist sowohl im Zentrum als auch über die Außen einsetzbar, spielte bei 1860 meist auf dem linken Flügel, fiel in der U21 aber auch schon mal durch ein hitziges Gemüt auf. Zwei Mal flog der Angreifer in der vergangenen Spielzeit in der Bayernliga mit Gelb-Rot vom Platz.

Christian Keller: „Genau der richtige Schritt“

Der Weg über Jahn Regensburg sei für den Angreifer „genau der richtige Schritt“, sagte Christian Keller, für den der ablösefreie Transfer als ein weiterer Erfolg dieses eingeschränkten Sommers verbucht werden dürfte. Drei weitere Neuverpflichtungen sollen in den kommenden Tagen noch folgen. Laut dem 1860-Blog „Dieblaue24“ hat der Stürmer einen Drei-Jahres-Vertrag in Köln unterschrieben. Ouro-Tagba wechselte bereits 2013 zu den Münchnern, durchlief anschließend sämtliche Juniorenmannschaften. Im März gab der Angreifer sein Debüt in der togolesischen Nationalmannschaft. Ein Debüt für den FC steht dann ab Sommer 25 auf der Agenda des Stürmers. „Das Jahr beim Jahn ist für mich eine hervorragende Chance, um mich persönlich und fußballerisch weiterzuentwickeln, bevor ich mich ab kommendem Sommer voll auf meinen weiteren Karriereweg beim FC konzentriere“, sagt der Angreifer.


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Transfergerüchte

Wer geht, wer bleibt?

Weder Schlupfloch noch Trick – warum der FC im Sommer Spieler verpflichten darf

Christian Keller telefoniert
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Weder Schlupfloch noch Trick – warum der FC im Sommer Spieler verpflichten darf

Mit Mansour Ouro-Tagba haben die Kölner diesen Sommer doch einen Spieler verpflichtet. Weitere sollen schon in den kommenden Tagen folgen. Dabei handelt es sich aber nicht um ein Schlupfloch. Denn bei der Transfersperre handelt es sich de facto um ein Registrierungsverbot.

Am Freitag hat der 1. FC Köln seinen ersten Sommertransfer bekannt gegeben. Transfer? Da war doch was. Richtig, die Sanktion der FIFA: Warum der FC im Sommer Spieler verpflichten darf.

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Nun ist es also doch passiert: Der 1. FC Köln hat den ersten Spieler in diesem Sommer verpflichtet. Mit Mansour Ouro-Tagba haben die Geißböcke einen talentierten Nachwuchskicker unter Vertrag genommen. Dem Vernehmen nach für drei Jahre. Ein zukunftsorientierter Transfer. Transfer? Ist der FC nicht mit einer Transfersperre belegt? Tatsächlich dürfen die Geißböcke bis zum kommenden Winter keine neuen Spieler auflaufen lassen, Akteure verpflichten aber sehr wohl. Dabei handelt es sich weder um ein Schlupfloch noch um einen gewieften Trick, sondern um die grundsätzliche Regelauslegung der FIFA.

Der FC ist mit einem Registrierungsverbot belegt worden

Schon im vergangenen November stellte Sportrechtler Gregor Reiter gegenüber come-on-fc.com klar, dass der Ausdruck Transfersperre irreführend wahrgenommen werden kann. Vielmehr handele es sich um ein Registrierungsverbot. „Der FC darf keine neuen Spieler in den betroffenen Transferphasen registrieren. Wenn sich ein Spieler entschließt, zu einem anderen Verein zu wechseln, dann muss der Club diesen Akteur über das sogenannte TMS-Tool registrieren“, erklärte Reiter. „Der abgebende Verein muss diese Registrierung bestätigen. Diese Möglichkeit wird man dem FC verwehren. Es gibt dann technisch keinen Zugang mehr.“ In den Fifa-Statuten heißt es: „Einem Verein, gegen den eine Registrierungssperre verhängt wurde, ist es untersagt, neue Spieler zu registrieren – national sowie international, ob als Amateur oder als Profi. Und das für die gesamte Dauer diese Maßnahme.“

Die Kölner können also keine neuen Spieler in dem Tool angeben. Unter Vertrag dürfen sie diese Profis sehr wohl nehmen. Abgänge, Leihen oder Vertragsverlängerungen sind laut der FIFA explizit nicht betroffen. Genauso wenig wie die zurückkehrenden Leihspieler. „Es geht ausschließlich um Neu-Registrierungen. Ein Vertrag kann ja auch außerhalb der Transferperiode verlängert werden. Eine Abgabe ist im Grunde eine De-Registrierung und keine Neu-Registrierung“, so Reiter weiter. Das Registrierungsverbot erklärte auch Christian Keller auf dem Mitgliederstammtisch: „Wir dürfen Spieler in ein Arbeitsverhältnis nehmen, wir dürfen sie nur nicht spielen lassen.“ Es gäbe aber die Möglichkeit, sie in ein Arbeitsverhältnis zu nehmen, um sie direkt zu verleihen.

Genau das tun die Kölner jetzt. Mansour Ouro-Tagba soll der erste von vier Neuzugängen sein. In den kommenden Tagen wird der nächste Zugang erwartet. Beide werden wohl bis zum kommenden Sommer verliehen und sollen dann beim FC durchstarten.

Wieder auf Vereinssuche – Timo Horn verlässt Salzburg schon wieder

Timo Horn gibt sein Comeback und Debüt für RB Salzburg.
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Wieder auf Vereinssuche – Timo Horn verlässt Salzburg schon wieder

Das Intermezzo bei RB Salzburg war ein kurzes: Timo Horn begibt sich wieder auf Vereinssuche. Der Vertrag mit dem Keeper wurde nicht verlängert.

Am Ende der Saison gab es dann noch ein paar Einsätze. Nun geht die Suche nach einem neuen Verein weiter: Timo Horn verlässt Salzburg schon wieder.

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645 Tage nach seinem letzten Pflichtspiel-Einsatz hatte Timo Horn im Frühling sein Pflichtspiel-Comeback und gleichzeitig sein Debüt für RB Salzburg gegeben. Der Keeper sprang für den verletzten Alexander Schlager ein. Die Nummer eins von RB fiel aufgrund einer Knieverletzung aus, verpasst nun auch die EM. Horn kam zu drei Pflichtspielen, machte seine Sache gut. Für eine Vertragsverlängerung nicht gut genug. „Wir danken Timo Horn für seinen Einsatz und wünschen ihm alles Gute sowie viel Erfolg auf seinem weiteren Karriereweg!“, heißt es kurz und knapp auf der Homepage des Bundesligisten aus Österreich. RB verpasste knapp die Meisterschaft. Die durchwachsene Saison kostete Gerhard Struber den Job.

Horn wieder auf Vereinssuche

Der Keeper hatte vor einem Jahr seinen Abschied aus Köln angekündigt. Beim FC war Horn nicht mehr über die Rolle der Nummer zwei hinausgekommen. Der 30-Jährige wollte wieder als Nummer eins bei einem Club anheuern, es wurde aber eine Hängepartie. Erst im Januar folgte die Vertragsunterschrift in Salzburg. Sein letztes Spiel für den FC bestritt Horn im Juli 2022 im DFB-Pokal beim aus gegen Jahn Regensburg. Dem Vernehmen nach soll Sturm Graz-Leihe Vitezslav Jaros bei den Salzburgern ganz weit oben auf dem Zettel stehen. Der 22-Jährige kam beim Meister aus Graz zu 14 Einsätzen.

Der FC verpflichtet Mansour Ouro-Tagba

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Der FC verpflichtet Mansour Ouro-Tagba

Der 1. FC Köln hat den ersten Spieler in dieser Transferphase verpflichtet. Mansour Ouro-Tagba wechselt zu den Geißböcken. Registrieren dürfen die Kölner den Stürmer allerdings erst im kommenden Winter. Daher wird der 19-Jährige an Regensburg verliehen.

Der FC arbeitet mit Hochdruck an seinem Kader. Und das auch am mittelfristigen: Der 1. FC Köln verpflichtet Mansour Ouro-Tagba. Der Stürmer wird allerdings zunächst an Jahn Regensburg verliehen.

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Schon seit einigen Tagen halten sich die hartnäckigen Gerüchte, nun haben es die Geißböcke auch offiziell gemacht: Der 1. FC Köln hat Stürmer Mansour Ouro-Tagba vom TSV 1860 München verpflichtet und langfristig als Lizenzspieler unter Vertrag genommen. Der 19-Jährige wird aber in der kommenden Saison 2024/25 an den Zweitliga-Aufsteiger SSV Jahn Regensburg verliehen. Hintergrund ist die Transfersperre der Kölner. Der FC darf bekanntlich Spieler verpflichten, sie aber erst im kommenden Winter registrieren. Deswegen geht es für den 19-Jährigen zunächst zum Jahn.

Ouro-Tagba: „Ich bin sehr glücklich, bei so einem großen Verein unterschrieben zu haben“

Beim Mitgliederstammtisch hatten die FC-Bosse angekündigt in den kommenden Tagen vier Neuverpflichtungen perfekt zu machen. Der togolesische Nationalspieler macht den Anfang. „Mansour hat vielversprechende Anlagen und bringt für sein junges Alter vor allem aus athletischer Perspektive schon sehr gute Voraussetzungen mit, um sich nachhaltig im Profifußball durchzusetzen. Für seine weitere Entwicklung ist die Leihe nach Regensburg genau der richtige Schritt“, sagt Christian Keller. „Wir werden ihn während der Leihe eng begleiten, bevor ab Sommer 2025 dann bei uns sein nächster Karriereschritt folgen soll.“

Der in New York geborene Stürmer wurde seit 2013 im Nachwuchs des TSV 1860 München ausgebildet. In der Spielzeit 2022/23 erzielte er für die U19 der Löwen acht Treffer in der Junioren-Bundesliga und feierte im Mai 2023 beim Auswärtsspiel in Saarbrücken sein Debüt in der 3. Liga. „Ich bin sehr glücklich, bei so einem großen Verein unterschrieben zu haben. Die Leihe nach Regensburg bietet mir zudem die Möglichkeit, mich auf dem nächsthöheren Level zu beweisen“, sagte Mansour Ouro-Tagba. „Das Jahr beim Jahn ist für mich eine hervorragende Chance, um mich persönlich und fußballerisch weiterzuentwickeln, bevor ich mich ab kommendem Sommer voll auf meinen weiteren Karriereweg beim FC konzentriere.“ In der vergangenen Saison kam er 18-mal für die Amateure von 1860 in der Bayernliga Süd (drei Tore/vier Vorlagen) und 19-mal, zumeist als Joker, für die erste Mannschaft in der 3. Liga (drei Tore) zum Einsatz.


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Transfergerüchte

Wer geht, wer bleibt?

Doch kein Horrorszenario – deswegen war der Kauf der Ausstiegsklauseln unausweichlich

Florian Kainz und Timo Hübers bleiben beim 1. FC Köln
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Doch kein Horrorszenario – deswegen war der Kauf der Ausstiegsklauseln unausweichlich

Vier Wochen nach dem Abstieg aus der Bundesliga zeichnet sich das von vielen Fans befürchtete Horrorszenario nicht ab. Im Gegenteil: Von den sieben Ausstiegsklauseln wurde nur eine gezogen, vier Spieler haben sich zum FC bekannt, weitere werden möglicherweise folgen. Auch, weil Christian Keller Geld in die Hand genommen hat. Das war aber auch dringend nötig.

Für den Verbleib von Florian Kainz und Co. wurde Geld in die Hand genommen beim 1. FC Köln: Deswegen war der Kauf der Klauseln unausweichlich.

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Zwar nicht bei allen, aber doch bei vielen Kölner Fans haben die vergangenen Tage so etwas wie Aufbruchstimmung ausgelöst. Fast täglich haben die FC-Verantwortlichen positive Nachrichten gestreut. Zunächst der Verbleib von Mark Uth, hier die Treuebekenntnisse von Jan Thielmann, Eric Martel, Timo Hübers und Florian Kainz, allesamt Spieler mit Ausstiegsklausel, da wiederum der neue Trainer. All das garniert mit den Vertragsverlängerungen von talentierten Nachwuchsspielern sowie der Aussicht auf Transfers, die nun getätigt werden und spätestens im kommenden Sommer dann eine Option für den Kader werden sollen – auch wenn es sich bei jener Handlung ganz sicher nicht um ein Schlupfloch oder einen gewieften Trick handelt, ist es sehr wohl ein sehr weitsichtiges Vorgehen. Es würde nicht wundern, wenn in den kommenden Tagen weitere Personalien publik gemacht werden. Christian Keller hat es jedenfalls verstanden, den bedrohlichen Sturm, der sich vor dem Mitgliederstammtisch über dem Geißbockheim zusammenbraute, abzuschwächen.

Bis zu 13 Spieler hätten den FC verlassen können

Und tatsächlich: Keller und Co. leisten gerade ganze Arbeit. Das macht die Versäumnisse der vergangenen Spielzeit inklusive Abstieg natürlich nicht wett, es legt aber den Grundstein für eine mögliche und dann hoffentlich schnelle Besserung. Und trotzdem schwingt auch bei den Treuebekenntnissen der Kölner Akteure in den Sozialen Medien bei so manchem Fan eine gewisse Kritik mit. Dass es nach der desolaten Saison mit dem siebten Abstieg der Vereinsgeschichte keinen Markt für Timo Hübers, Jan Thielmann und Co. gegeben haben soll, wie von einigen Anhängern zurzeit gerne verbreitet, ist aber mehr als zu bezweifeln. Angebote werden den Spielern vorgelegen haben – und sicher auch erstklassige. Dass Keller den Akteuren ihre Ausstiegsklausel wohl für einen niedrigen siebenstelligen Betrag abgekauft hat, ist nicht nur legitim, es war ein Muss.

Das lässt zumindest der Blick auf den aktuellen Kader der Kölner erahnen. Dieser hat in der vergangenen Spielzeit 29 Akteure umfasst. Mit Jeff Chabot, Justin Diehl, Benno Schmitz und Faride Alidou haben oder werden vier Spieler den FC sicher verlassen. Ein Verbleib von Marvin Schwäbe wäre überraschend, der von Luca Waldschmidt ebenfalls. Fragezeichen stehen aktuell auch hinter Linton Maina, der wohl zu einem Verbleib tendiert sowie Davie Selke, dem laut Christian Keller wiederum ein Angebot vorliegen soll. Im schlimmsten Fall würden dem neuen Trainer zur neuen Saison 21 Akteure zur Verfügung stehen – ohne die Leihspieler, die wiederum im Sommer zurückkehren sowie Nachwuchsspielern, denen man den Sprung zu den Profis nun durchaus zutraut. Ein Weggang der fünf Akteure, die sich nun zum FC bekannt haben, hätte den Kader also schmerzhaft erwischt. Nur 16 Spieler des vergangenen Kaders wären im Falle des Ausverkaufs übrig geblieben, davon 13 Feldspieler.

Die zurückkehrenden Leihspieler hätten wohl nicht gereicht

Und die Lücke hätten selbst die sechs Leihspieler nicht auffüllen können. Zumal sicherlich nicht jeder Akteur, den Sprung bei den Profis schaffen wird. Bei Jonas Urbig und Tim Lemperle gibt es wohl wenig Zweifel, dass die beiden Spieler einen Platz im Kader finden. Auch Marvin Obuz und Mathias Olesen dürften gute Chancen haben. Wie es indes mit Nikola Soldo, der bei Kaiserslautern weit unter den Erwartungen blieb, sowie Maxi Schmid, der bei Kerkrade ebenfalls zum Ende der Saison nur noch beschauliche Einsatzzeit erhielt, ist mindestens fraglich. Empfohlen haben sich die beiden Akteure nicht. Selbst wenn alle Leihspieler in den Profikader integriert werden würden, wäre dieser beim „Ausverkauf“ gerade einmal 22-köpfig gewesen. Der Kölner Trainer hätte nahezu ein halbes Dutzend Akteure aus dem Nachwuchs rekrutieren müssen und zwar exklusive Max Finkgräfe und Elias Bakatukanda, die bereits dem Profikader angehören. Ein mögliches, aber schwieriges Szenario.

Das hat die sportliche Führung abwenden können. Auch, wenn Keller auf dem Transfermarkt die Hände gebunden sind, hat er so einen gewissen Handlungsspielraum. Dabei sollten die verkündeten Personalien nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Kader auch in Liga zwei auf manchen Positionen noch seine Baustellen haben wird. Auch die Versäumnisse und Fehleinschätzungen der vergangenen Saison haben den FC in Liga zwei geführt, immerhin konnte der befürchtete personelle Supergau verhindert werden.


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Transfergerüchte

Wer gehte, wer bleibt?

Auch Florian Kainz bleibt an Bord und verlängert

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Auch Florian Kainz bleibt an Bord und verlängert

Das nächste Bekenntnis: Florian Kainz wird auch in der kommenden Saison beim 1. FC Köln spielen. Der Kapitän der vergangenen Spielzeit geht trotz Ausstiegsklausel mit dem FC in die 2. Bundesliga.

Der FC arbeitet mit Hochdruck am Kader für die kommende Spielzeit. Nun gibt es weitere Gewissheit: Auch Florian Kainz bleibt beim 1. FC Köln. Der 31-Jährige hat seinen 2025 auslaufenden Vertrag verlängert.

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Der Kader des 1. FC Köln nimmt immer mehr Gestalt an. Nach den Bekenntnissen von Eric Martel, Jan Thielmann und Timo Hübers hat mit Florian Kainz nun der vierte Spieler trotz Ausstiegsklausel seinen Verbleib bei den Kölnern zugesichert. Der FC-Kapitän der vergangenen Spielzeit bleibt also auch im Unterhaus bei den Geißböcken, wird aber möglicherweise nicht mehr die Kapitänsbinde tragen. Kainz hatte das Amt in der vergangenen Spielzeit von Jonas Hector übernommen. Auf dem Platz spielte der Österreicher, der in den EM-Kader seines Heimatlandes berufen wurde, in der vergangenen Saison nur selten eine wichtige Rolle. Immerhin erzielte der 31-Jährige fünf Tore und bereitete vier vor.

Kainz absolvierte 161 Pflichtspiele für den FC

„Ich habe in meiner bisherigen Zeit beim FC viele emotionale Ausnahmesituationen erlebt. Meister in der 2. Liga, dramatischer Klassenerhalt in der Bundesliga-Relegation, Einzug in die UEFA Europa Conference League – und nun leider auch einen ganz bitteren Abstieg. Doch in Köln gehen wir zusammen durch dick und dünn“, sagt Kainz. „Der FC ist in den vergangenen fünf Jahren zu meinem Verein und die Stadt zu meiner zweiten Heimat geworden. Ich werde mein Bestes geben, um mit der Mannschaft wieder erfolgreich zu sein. Ich will mit meiner Erfahrung vorangehen und freue mich auf die kommende Saison.“ Seit dem Abgang von Benno Schmitz ist Kainz der dienstälteste FC-Profi. Der Mittelfeldspieler war im Januar 2019 von Werder Bremen zum FC gekommen.

Für den FC absolvierte Kainz 161 Pflichtspiele. Nicht umsonst ist der Mittelfeldspieler eins der prägenden Gesichter der vergangenen Jahre bei den Geißböcken. „Flo ist für uns Identitäts- und Leistungsträger zugleich. Für das Innenleben unserer Mannschaft spielt er eine sehr wichtige Rolle. Das zeigt sich auch in seiner jetzigen Entscheidung pro FC. Nach einer für ihn auch persönlich sehr herausfordernden Saison 2023/24 stellt er sich seiner Verantwortung und will mitwirken, dass wir wieder erfolgreichere Zeiten erleben“, sagt Christian Keller. „Für die kommenden Wochen wünschen wir Flo alles Gute bei der EM und sind stolz, dass er dort auch den FC vertritt.“ Insgesamt kommt der Österreicher auf weit mehr als 400 Profispiele im Vereinsfußball.

Gut möglich, dass der Verbleib auch an der Personalie des Trainers hing. Gerhard Struber hat zumindest den gleichen Berater wie Kainz. Das wachsende Kölner Gerüst hatte sicherlich ebenfalls einen positiven Einfluss. Beim Mitglieder-Stammtisch hatte Christian Keller angedeutet, dass es am Donnerstag eine weitere Personalie geben würde. Wie es mit Marvin Schwäbe und Linton Maina weitergeht, ist noch unklar.


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DFB-Pokal: Die erste Pokalrunde ist terminiert

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DFB-Pokal: Die erste Pokalrunde ist terminiert

In der ersten Runde des DFB-Pokals trifft der 1. FC Köln auf Sandhausen. Nun steht der Termin für die Begegnung fest.

Der 1. FC Köln trifft in der 1. Runde des DFB-Pokals auf den SV Sandhausen. Die Geißböcke müssen als Zweitligist zunächst nach Baden-Württemberg zum Drittligisten. DFB-Pokal: Der Termin für den 1. FC Köln steht fest.

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Der Kader ist noch nicht komplett, ein Trainer ist immerhin gefunden. Nun steht auch der Termin für die DFB-Pokal-Begegnung des 1. FC Köln gegen den SV Sandhausen. Seit Donnertagvormittag ist bekannt, dass der FC in der ersten Runde am Sonntag, den 18. August 2024 im GP Stadion am Hardtwald zu Gast sein wird. Anpfiff ist um 15:30 Uhr.

Der Drittligist wird von FC-Geschäftsführer Christian Keller als einer von den „starken Drittligisten“ eingestuft, „der sicherlich mit klaren Aufstiegsambitionen in die neue Spielzeit starten und uns deshalb auch im DFB-Pokal nichts schenken wird“, so Keller. „Wir erwarten deshalb einen Pokalfight, aber genau das macht den Reiz dieses Wettbewerbs aus. Wir freuen uns schon darauf.“

FC zuletzt 2010 im Viertelfinale

Es ist das siebte Duell gegen Sandhausen. Der FC hat keins der sechs vorherigen Pflichtspiele verloren, setzte sich vier Mal gegen den SV durch. Zuletzt gab es vor fünf Jahren ein Duell der Teams. Köln setzte sich in der 2. Bundesliga 3:1 durch, Anthony Modeste war doppelt erfolgreich. Im DFB-Pokal standen sich die Teams noch nie gegenüber.

Sandhausen beendete die vergangene Drittliga-Spielzeit als Tabellenachter. Titelverteidiger und Meister Bayer Leverkusen reist in der 1. Runde zum FC Carl Zeiss Jena. Der SSV Ulm hat das große Los Bayern München gezogen. Für Borussia Dortmund dürfte die Auslosung keine große Rolle spielen. Der BVB hat mit dem Champions-League-Finale wichtigeres vor der Brust. Dortmund reist in der ersten Runde zum 1. FC Phönix Lübeck. Ein Einzug in die 2. Runde würde den Kölnern rund 400.000 Euro einbringen, die Teilnahme an der 1. Runde bereits 200.000. Die vergangenen Spielzeiten liefen alles andere als rund für den FC. In den vergangenen fünf Jahren schied Köln immer gegen einen Gegner aus einer niedrigeren Liga aus, in der Vorsaison gegen den Finalisten Kaiserslautern in Runde zwei. Die Runde der letzten Acht erreichte der FC zuletzt 2010.

Die Paarungen im Überblick:

2. Bundesliga – Bundesliga

SSV Ulm 1846 Fußball – FC Bayern München
SSV Jahn Regensburg – VfL Bochum
SC Preußen Münster – VfB Stuttgart
Eintracht Braunschweig – Eintracht Frankfurt

3. Liga – Bundesliga

Alemannia Aachen – Holstein Kiel
Erzgebirge Aue – Borussia Mönchengladbach
Energie Cottbus – SV Werder Bremen
Rot-Weiss Essen – RB Leipzig
SV Wehen Wiesbaden – 1. FSV Mainz 05
VfL Osnabrück – SC Freiburg

Regionalliga – Bundesliga

FC Viktoria 1889 Berlin – FC Augsburg
Würzburger Kickers – TSG 1899 Hoffenheim
Phönix Lübeck – Borussia Dortmund
FC 08 Villingen – 1. FC Heidenheim
Carl Zeiss Jena – Bayer 04 Leverkusen
Hallescher FC – FC St. Pauli
Greifswalder FC – 1. FC Union Berlin

Oberliga – Bundesliga

TuS Koblenz – VfL Wolfsburg

3. Liga -2. Bundesliga

Dynamo Dresden – Fortuna Düsseldorf
Arminia Bielefeld – Hannover 96
SV Sandhausen – 1. FC Köln
FC Ingolstadt – 1. FC Kaiserslautern
1. FC Saarbrücken – 1. FC Nürnberg

FC Hansa Rostock – Hertha BSC

Regionalliga – 2. Bundesliga

Kickers Offenbach – 1. FC Magdeburg
Teutonia 05 Ottensen – SV Darmstadt
Bremer SV – SC Paderborn
SV Meppen – Hamburger SV
Sportfreunde Lotte – Karlsruher SC
VfR Aalen – FC Schalke 04

Oberliga – 2. Bundesliga

VfV 06 Hildesheim – SV Elversberg
TSV Schott Mainz – SpVgg Greuther Fürth


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Transfergerüchte

Wer geht, wer bleibt?

Kommentar: Die richtige Wahl? Auf jeden Fall die richtige Basis

Der neue Trainer des 1. FC Köln Gerhard Struber
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Kommentar: Die richtige Wahl? Auf jeden Fall die richtige Basis

Seit Mittwoch steht der Nachfolger von Timo Schultz nun auch offiziell fest. Gerhard Struber wird die Geißböcke in der kommenden Saison trainieren. Auf den ersten Blick passt die Besetzung, doch die Aufgabe ist eine große.

Die Erwartungen an den Österreicher sind hoch und klar definiert. Der schnellstmögliche Wiederaufstieg in die Bundesliga ist ein ausgelobtes Ziel der Kölner. Mit der Trainerwahl legen die FC-Bosse die Basis für dieses Vorhaben. Ein Kommentar zum neuen Trainer des 1. FC Köln.

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25 Tage hat die Suche letztlich gedauert – zumindest die Zeitspanne zwischen der Trennung von Timo Schultz und der Verkündung des neuen Coachs Gerhard Struber. Angesichts der herausfordernden Lage, der schwierigen Kölner Konstellation, sicherlich unter Zeitdruck eine ordentliche Zeitspanne – und dann auch wieder nicht. Denn Christian Keller hat sich bei der Suche nach einem neuen Trainer wohl bewusst viel Zeit gelassen. Natürlich muss die Frage erlaubt sein, wie viele Trainer sich das Geißbockheim in dieser Gemengelage antun wollten. Und dennoch war die Suche wohl gut überlegt. Der Kölner Sportdirektor hatte in den vergangenen Tagen gleich mehrere gute Nachrichten im Gepäck. Der angezählte Keller wird aber auch wissen, dass diese Trainerpatrone möglicherweise seine letzte ist. Der Schuss muss sitzen, der Erfolg zurückkehren.

Struber passt zum Anforderungsprofil

Nun ist es Gerhard Struber geworden. Keller hat wie schon im Winter einen Namen aus dem Hut gezaubert, der nicht zu den üblichen Kandidaten der obligatorischen Trainerliste der Erstgehandelten gehört und geht damit ein gewisses Risiko ein. Struber ist in Deutschland weitestgehend unbekannt, hat sich im Profifußball noch keine großen Sporen verdient. Und doch scheint der Trainer auf den ersten Blick erstaunlich genau auf das von Keller ausgelobte Anforderungsprofil zu passen. Der Österreicher steht für den Fußball, den man bei den RB-Vereinen eingeimpft bekommt: hohes Pressing, attraktives Offensivspiel, schneller Abschluss, viele Tormöglichkeiten oder wie es Strubers Vorvorgänger Steffen Baumgart nennen würde: ein „Spektakel“. Struber soll und kann den Fußball spielen lassen, den der Verein gerne durch sämtliche seiner Mannschaften transportieren will.

In der Akademie von Salzburg hat der 47-Jährige zudem seine Erfahrung mit dem Nachwuchs gemacht, er hat ihn ausgebildet, gefördert. In England und den USA hat der Coach ebenfalls sehr erfolgreich mit jungen Spielern gearbeitet. Auch in Salzburg war sein Team das jüngste der Liga, wenn auch nicht so erfolgreich wie gewünscht. Diese Aufgabe muss Struber beim FC ebenfalls angehen – das durch die Transfersperre notgedrungen, aber nach seinen ersten Worten als FC-Coach ganz offensichtlich auch mit Leidenschaft. Dass mit dem Österreicher durch die Stationen in England und den USA ein Hauch Internationalität auf dem Posten des Cheftrainers nach Köln kommt, ist sicherlich ebenfalls förderlich.

Kellers letzte Patrone?

Aber: Die Saison wird alles andere als ein Selbstläufer. Die Transfersperre wiegt schwer, das Selbstbewusstsein wird nach dem desolaten siebten Abstieg der Vereinsgeschichte vermutlich ebenfalls noch angeknackst sein, die Leistungen der Vorsaison bleiben haften. Es ist zumindest kaum davon auszugehen, dass Florian Kainz und Co. aus dem Nichts wieder zu Höhenflügen ansetzen werden. Und doch ist ein gewisser Aufwind, ein Aufbruch zu spüren. Ob Struber wirklich die passende Antwort auf die Frage nach dem richtigen Trainer, der letzten Patrone von Keller ist, wird die Zeit, vor allem aber die Leistung des Teams auf dem Platz zeigen. Die Basis ist jedenfalls vielversprechend.


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Einzelkritik

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Der 1. FC Köln hat seinen neuen Trainer gefunden

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Der 1. FC Köln hat seinen neuen Trainer gefunden

Der 1. FC Köln hat einen neuen Trainer. Gerhard Struber wird neuer Coach der Geißböcke. Das gab der Club am Vormittag bekannt. Der 47-Jährige war zuletzt bei RB Salzburg tätig.

Knapp zehn Tage vor dem Beginn der Saisonvorbereitung macht der FC eine weitere Personalie offiziell: Gerhard Struber wird neuer Trainer des 1. FC Köln. Der 47-Jährige geht mit den Geißböcken das Unterfangen schnellstmöglicher Wiederaufstieg an.

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Bereits am Sonntagabend sickerten nach und nach die Informationen durch. Nun haben es Club und der neue Coach auch offiziell gemacht: Gerhard Struber übernimmt die Geißböcke und soll den FC möglichst schnell zurück in die Bundesliga führen. „„Wir sind sehr froh, dass wir Gerhard Struber als neuen Cheftrainer für den 1. FC Köln gewinnen konnten. Gerhard passt super in unser Anforderungsprofil“, sagte Christian Keller. Der 47-Jährige hatte bis zum Frühling RB Salzburg trainiert, war aber nach dem frühen Aus in der Champions League und dem Pokal-Aus als Coach des Spitzenreiters entlassen worden. Dementsprechend kommt Struber ablösefrei zum FC. Der Coach spielte selbst 140 Mal in der ersten und zweiten Liga Österreichs.

Struber wird am 24. Juni vorgestellt

Er war Trainer der Nachwuchsakademie der Roten Bullen und steht für einen offensiven Angriffsfußball. „Exemplarisch seien seine Passfähigkeit zur FC-Spielidee sowie seine Kompetenz und Erfahrung in der Entwicklung junger Spieler genannt. Darüber hinaus bringt Gerhard eine große Überzeugung und den absoluten Willen mit, unsere sportlichen Herausforderungen mit ganz viel Positivität, Energie und harter Arbeit gemeinsam zu meistern“, so der Sportdirektor weiter. Struber unterschrieb am Dienstagnachmittag seinen Vertrag beim FC und wird bereits am 21. Juni 2024 das Profiteam des FC zur Leistungsdiagnostik am Geißbockheim begrüßen und drei Tage später das erste Mannschaftstraining leiten.

„Ich gehe die Aufgabe mit sehr viel Vorfreude und sehr vielen positiven Gedanken an und freue mich richtig darauf, die Mannschaft kennenzulernen, das Trainerteam kennenzulernen, die Fans kennenzulernen“, sagte Gerhard Struber. „Ich möchte sehr schnell und richtig tief in die FC-Welt eintauchen, um unseren Zielen nachzujagen und sie auch zu erreichen“, so der Österreicher nach der Unterschrift. Am 24. Juni wird der neue Coach auch offiziell in Köln vorgestellt. Bis zum ersten Training der FC-Profis werden die noch vakanten Positionen im Trainerteam besetzt. Die Gespräche dazu laufen.


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Kommentar: Gute Argumente zur richtigen Zeit, mehr aber noch nicht

Christian Keller vor dem FC-Logo.
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Kommentar: Gute Argumente zur richtigen Zeit, mehr aber noch nicht

Die Pressekonferenz der Initiative „FC-Zukunft“ am Montag, nun der Mitgliederstammtisch – die FC-Bosse um Christian Keller und Co. erfahren gerade viel Gegenwind. Ausgerechnet in den Tagen zuvor präsentieren die Kölner Verantwortlichen eine Handvoll positive Argumente.

Mit dem Verbleib von Jan Thielman, Eric Martel und Timo Hübers sowie der Vertragsverlängerung von Fayssal Harchaoui und Julian Pauli sowie der unmittelbar bevor stehenden Verpflichtung des neuen Trainers Gerhard Struber haben Christian Keller und Co. zahlreiche positive Signale gesendet. Die machen die Vorkommnisse und die daraus folgende desolate Saison nicht wett, sorgen aber doch für so etwas wie Aufbruchstimmung. Der Sturm ist damit noch nicht überstanden. Ein Kommentar zu den Entwicklungen beim 1. FC Köln.

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Eine gewisse Häme ließ sich durchaus in dem Video lesen, dass der FC zur Überraschung des Sonntags auf den Sozialen Wegen in die weite Welt schickte. Auf Zeitungsausschnitte, die bereits den Abschied von Timo Hübers kolportierten, wird in dem Reel eben jener Spieler eingeblendet, der verkündet, dass er eben doch bei den Geißböcken bleiben wird. Balsam auf die geschundene Seele der Kölner Bosse. Ob die Häme in der aktuellen Situation angebracht ist, ist fraglich. Denn die Kölner Verantwortlichen mussten in den vergangenen Wochen viel einstecken und die Kritik war und ist an vielen, vielleicht sogar den meisten Stellen durchaus berechtigt. Nun gab es aber gleich mehrere positive Nachrichten innerhalb von wenigen Tagen. Christian Keller scheint seine Ankündigung wahrzumachen, dass er eine wettbewerbsfähige Mannschaft in die kommende Zweitliga-Saison schicken will. Tatenlos ist der Sportdirektor dieser Tage ganz sicher nicht.

Thielmanns Verbleib keine Sensation, aber ein gutes Zeichen

Auf die Katerstimmung Mitte Mai lässt sich bei vielen Fans in den Sozialen Medien nun so etwas wie Hoffnung herauslesen. Kein Wunder. Als vor einigen Wochen plötzlich von sieben Spielern mit Ausstiegsklausel die Rede war, wähnten sich bereits viele FC-Anhänger in der Spielzeit 25/26 in Stadien in Essen, Verl oder am Sportpark Höhenberg, also irgendwo in der 3. Liga. Nun steht aber ein Gerüst, das auf den ersten Blick doch viel von einer Mannschaft hat, die sich durchaus irgendwo im oberen Drittel der 2. Liga aufhalten kann, wenn denn viel zusammenläuft.

Die Entwicklungen sind durchaus bemerkenswert. Vielleicht nicht unbedingt, weil Mark Uth seinem FC im zarten Alter von 32 Jahren und verletzungsgeplagt die Treue geschworen hat. Auch der Verbleib von Jan Thielmann war nach seinen warmen Worten im März, aufgrund seiner FC-Historie und seiner Verbundenheit zu Köln keine Sensation. Obgleich der 22-Jährige wohl schon den nächsten Schritt auf der Karriereleiter hätte gehen können. Das galt auch für Eric Martel, dem man ebenfalls ein großes Potenzial nachsagt. Angebote werden dem 22-jährigen Kapitän der U21-Nationalmannschaft mit Sicherheit vorgelegen haben und doch entschied sich auch der Mittelfeldspieler für die Geißböcke. Ein Achtungserfolg für Keller und Co.

Das erwartete Horrorszenario ist ausgeblieben

Dann noch Timo Hübers, dem so mancher Experte schon das Ticket nach Italien in die Hand drücken wollte. Wie es zu dieser Wende gekommen ist und ob es überhaupt eine war, liegt im Reich der Spekulationen. Es ist weder bekannt, ob der Abwehrspieler ein schickes Handgeld für den Verbleib bekommen hat noch, ob die Angebote aus Italien oder England konkret waren. Von einem grundsätzlichen Interesse an einem Abwehrspieler mit diesen starken Saison-Werten sollte man jedenfalls ausgehen dürfen. Fakt ist, dass die Ausstiegsklausel nicht aktiviert wurde, Hübers wie Thielmann und Martel den Gang in die 2. Bundesliga antritt und Christian Keller diesen Umstand ebenfalls als positiven Arbeitsnachweis verbuchen kann.

Von den sieben Spielern, die über eine Ausstiegsklausel verfügen, ist bislang nur Jeff Chabot wirklich gewechselt, Marvin Schwäbe könnte folgen, die Entscheidungen von Florian Kainz und Linton Maina stehen noch aus, genauso wie eine Zusage von Davie Selke, dessen Kontrakt keine Gültigkeit für Liga zwei hat. Selke und Kainz können sich dem Vernehmen nach einen Verbleib vorstellen.

Das erwartete Horrorszenario ist Stand jetzt ausgeblieben, auch wenn einige Kritiker bereits die ersten Zweifel am künftigen Cheftrainer bekunden. Stattdessen hat der FC die Vertragsverlängerung von U17-Weltmeister Fayssal Harcahoui und Talent Julian Pauli verkündet und damit ein weiteres positives Signal gesendet. Das alles unmittelbar vor dem eigenen Mitgliederstammtisch am Mittwoch, bei dem mit unangenehmen Fragen zu rechnen sein wird.

Aufbruchstimmung beim FC?

Mit den positiven Meldungen haben die FC-Bosse pünktlich Argumente gesammelt und auch zeitlich breit gestreut. Wenn man so will, genau zum richtigen Zeitpunkt. Die können die folgenschweren Fehleinschätzungen, verpassten Chancen und letztlich den verdienten Abstieg nicht wettmachen. Sie werden ebenfalls die Kritik an der Vereinsführung am Mitgliederstammtisch nicht verstummen lassen, der erwartete Sturm könnte aber möglicherweise abgeschwächt worden sein. Wie es für den FC auf der obersten Ebene weitergeht, scheint zumindest fraglich. Auch wenn das Team Prestin am Montag nur wenige handfeste Argumente lieferte.

Die sportliche Situation ist aber so, wie sie ist. Christian Keller und Co. tun gerade alles dafür, sie möglichst schnell zu verbessern. Auch das in gewisser Weise genau zum richtigen Zeitpunkt. Aus der Untergangsstimmung ist bei den ersten Fans jedenfalls so etwas wie Aufbruchstimmung geworden. Was diese wert ist, wird dann die alt bekannte Wahrheit auf dem Platz offenbaren.


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