Wechselt Mathias Olesen in die Schweiz?

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Wechselt Mathias Olesen in die Schweiz?

Mathias Olesen wird in dieser Spielzeit wohl nicht mehr für den 1. FC Köln auflaufen. Der Mittelfeldspieler steht offenbar vor einem Wechsel in die Schweiz.

Es hat sich in den vergangenen Tagen bereits angedeutet, nun könnte es ganz schnell gehen: Mathias Olesen steht offenbar vor einem Wechsel zum Schweizer Erstligisten Yverdon Sport. Das vermeldet der „Kicker„. Der 22-jährige Spieler des 1. FC Köln wird bis zum Sommer verliehen.

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Als Christian Keller Anfang Januar erstmals im neuen Jahr vor die Presse trat, deutete der Sportdirektor des 1. FC Köln an, dass es noch eine weitere Leihe beim FC geben würde. Ein junger Spieler, der Spielpraxis sammeln soll, könne den Verein noch verlassen, erklärte Keller damals. Schnell war Mathias Olesen als dieser mögliche Kandidat ausgemacht. Denn beim FC kommt der Mittelfeldspieler nicht auf die Einsatzzeit, die er und der Verein sich wünschen. Nachdem der 22-Jährige am Sonntag beim Geheimtest gegen den VfL Bochum (0:2) im Gegensatz zu den weiteren Ergänzungsspielern nicht zum Einsatz kam, stand wohl fest, dass die Leihe kurz bevorsteht. Nun kann es ganz schnell gehen. Wie der „Kicker“ vermeldet, steht Olesen vor einer Leihe zum Schweizer Erstligisten Yverdon Sport FC. Der 1948 gegründete Klub aus Yverdon-les-Bains ist aktuell Tabellenneunter der Super League.

Olesen kann mit Luxemburg noch zur EM

Olesen kommt im bisherigen Saisonverlauf auf sechs Kurzeinsätze in der Liga, in der ersten Runde des DFB-Pokals durfte der Mittelfeldspieler sogar 120 Minuten als Zehner ran.. Zu Beginn der Spielzeit war der 22-Jährige in der Liga dann aber nur noch Joker, verletzte sich aber. Seit seinem Kurzeinsatz gegen Darmstadt Anfang Dezember stand der Luxemburger nicht mehr im Kader. Für Olesen geht es auch um Spielpraxis, um sich für die EM zu empfehlen. Luxemburg hat noch über die Playoffs die Chance, das Endturnier in Deutschland zu erreichen. Olesen wechselte 2019 aus Trier in die U19 des FC. Sein Debüt für die Profis feierte Olesen im März 22 beim 1:1 gegen Borussia Dortmund. Für die Profis lief der gebürtige Kopenhagener 26 Mal auf. Gerade Steffen Baumgart förderte den jungen Spieler und hielt lange an ihm fest. Olesen hat beim FC noch Vertrag bis zum Sommer 2025.

Ob noch weitere Wechsel folgen, ist nicht klar, aber alles andere als unwahrscheinlich. Unter anderem gilt Noah Katterbach nach wie vor als potenzieller Wechselkandidat. Der Spieler soll sich dem Vernehmen nach mit Hamburg bereits einig sein. Auch der Verein hat dem Wechsel wohl zugestimmt. Allerdings steht noch aus, wann ein Transfer vollzogen werden soll. Im kommenden Sommer läuft der Vertrag des Außenverteidigers aus. Im Gegensatz zu Olesen lief Katterbach aber gegen Bochum auf.


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Zum neunten Mal zu Null, Elfmeter gehalten – Urbig überragt erneut

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Zum neunten Mal zu Null, Elfmeter gehalten – Urbig überragt erneut

Mit dem 1:0-Erfolg beim SC Paderborn hat Greuther Fürth die Aufstiegsambitionen untermauert. Garant für die drei Punkte war zweifelsohne einmal mehr Jonas Urbig, der wieder über sich hinauswuchs.

Er ist aktuell einer der wenigen Lichtblicke der Geißböcke: Jonas Urbig überragt in Liga zwei. Am Sonntag bescherte der Keeper Greuther Fürth drei Punkte.

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Viel Grund zur Freude haben die Verantwortlichen des 1. FC Köln dieser Tage wirklich nicht. Ein Lichtblick sind aktuell die Leihgaben, die im kommenden Sommer ans Geißbockheim zurückkehren sollen. Allen voran Jonas Urbig, der bei Greuther Fürth einer der absoluten Leistungsträger ist. Der Wechsel zu den Mittelfranken, der durchaus von Skepsis belgeitet war, zahlt sich für den FC bereits aus. Der 20-jährige Keeper sammelt nicht nur fleißig Spielpraxis, Urbig ist mittlerweile einer der besten Keeper der 2. Bundesliga. Der FC steckte in die Leihe große Hoffnungen. Denn die Kölner haben mit dem Eigengewächs noch viel vor, wissen um das Talent, sehen den jungen Keeper in der kommenden Spielzeit als Herausforderer für die aktuelle Nummer eins Marvin Schwäbe.

Jonas Urbig pariert Elfmeter

Und diese Rolle wird Urbig ausfüllen können. Das bewies das Talent zuletzt am Sonntagnachmittag im Verfolgerduell gegen den SC Paderborn. Der SCP kam auf einen Ballbesitz von 71 Prozent, auf 17:13 Torschüsse, drei Mal so viele Pässe und einen xGoals-Wert von über drei. In nahezu jeder Statistik waren die Ostwestfalen der Spielvereinigung überlegen, eine größere Dominanz hätte es in der Begegnung wohl kaum geben können. Am Ende stand aber ein 1:0-Erfolg des „Kleeblatts“. Und das, weil Jonas Urbig einen besonders starken Tag erwischte. Der junge Keeper vereitelte sechs Großchancen, fischte gleich zwei Bälle aus dem Winkel und parierte vor allem einen Elfmeter gegen Adriano Grimaldi, der noch nicht einmal schlecht geschossen war. „Mit unserem Torwart waren wir dann noch ganz gut im Spiel, mit dem gehaltenen Elfmeter dann auch noch“, sagte Fürths Trainer Alexander Zorniger.

Rückkehr nach Köln wohl sicher

Für Urbig war es bereits das neunte Spiel ohne Gegentor in dieser Saison – Liga-Bestwert. „In der 2. Liga hat ein zukünftiger Nationaltorhüter nichts verloren“, sagte auch Paderborns Trainer Lukas Kwasniok über die herausragende Leistung von Fürths Torwart. „Das wir hier heute kein Tor erzielt haben, lag in erster Linie an ihm.“ Mit 19 Gegentreffern gehört das Kölner Eigengewächs auch zu den Stammkeepern mit den wenigsten Gegentoren. „Wir mussten auch viel verteidigen, vor allem gegen Ende. Deswegen haben sich die Chancen für Paderborn dann auch summiert und so konnte ich dann auch meinen Job machen, um der Mannschaft zu helfen“, so der junge Keeper nach dem Spiel. „Wenn man wie ich elf Jahre beim 1. FC Köln groß wird, träumt man davon, eines Tages im RheinEnergieStadion auf dem Platz zu stehen“, sagte Urbig im Dezember im „Geißbockecho„. Natürlich würde auch Fürth gerne weiter von den Fähigkeiten des Keepers profitieren. Doch aufgrund der Transfersperre ist eine Rückkehr nach Köln wohl unausweichlich. Zumal bei einem Abstieg ein Verbleib von Marvin Schwäbe eher unwahrscheinlich wäre.

In der vergangenen Woche kündigte Urbig in einem Interview mit transfermarkt.de an, dass Gespräche mit den Kölner Verantwortlichen ausstehen würden, er sich zurzeit aber keine Gedanken um die Zukunft mache. Nach seinen starken Leistungen wird diese mit Sicherheit in Köln liegen. Und so wird das Intermezzo in Fürth im Sommer mit großer Wahrscheinlichkeit enden und Urbig sich dem nächsten Keeper-Duell stellen. Nach Dejan Stojanovic in Regensburg und Alexander Linde in Fürth wird dann der Gegner vielleicht Marvin Schwäbe heißen.


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Die Versäumnisse der letzten zwei Jahre liegen offen

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Die Versäumnisse der letzten zwei Jahre liegen offen

Der Einsatz von Jan Thielmann als Sturmspitze gegen Borussia Dortmund kam überraschend, kommt mit zwei Tagen Abstand aber einer Verzweiflungstat gleich. Einer Verzweiflungstat, die die Misere des FC schonungslos verdeutlicht.

Die Niederlage des 1. FC Köln am Samstag gegen Borussia Dortmund zeigte deutlich, welche Fehler die vergangenen zwei Jahre gemacht wurden. Die Frage, wie die Kölner den Klassenerhalt schaffen sollen, wird immer schwerer zu beantworten. Ein Kommentar zur aktuellen Situation beim FC.

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Timo Schultz war das Lächeln vergangen. Nachdenklich wirkte der Trainer des 1. FC Köln am Ende des Spiels gegen Borussia Dortmund. Und auch anschließend auf der Pressekonferenz fehlte das Strahlen, das der 46-Jährige in den zwei Wochen seit seinem Amtsantritt in Köln optimistisch verbreitet hat. Es ist nicht davon auszugehen, dass Schultz bei seiner Vertragsunterschrift nicht geahnt hat, auf welches Abenteuer er sich da beim 1. FC Köln eingelassen hat. Und dennoch wirkt der Trainer so, als sei er härter auf den Boden der Wahrheit geholt worden, als es ihm lieb sein kann. Der Effekt des neuen Trainers, der erhoffte Impuls, scheint am Geißbockheim bereits nach zwei Spielen verpufft. Der Optimismus, auch positive Dinge wie die 20 Torschüsse gesehen zu haben, wirkt seltsam erzwungen.

Dem Kader fehlt die Qualität

Denn am Ende des Tages stand ein 0:4 auf der Anzeigetafel. Eine in der Höhe un-, aber von der Tendenz her sehr verdiente Pleite. Abgesehen von Mainas sehenswertem Pfostenschuss und Thielmanns vergebener Großchance unmittelbar nach dem Wechsel, kam vom FC in der Offensive rein gar nichts. Nichts, was die Hoffnung auf den Klassenerhalt nähren könnte. Schultz, der auf die Spekulationen um Steffen Tigges und Florian Dietz als Selke-Ersatz mit der Sturmspitzen-Nominierung von Jan Thielmann antwortete, ist wirklich nicht zu beneiden.

Der neue Trainer des 1. FC Köln bekam am Samstag schonungslos die Fehler der vergangenen beiden Jahre rund ums Geißbockheim aufgezeigt. Als Leistungsträger den Verein verließen und nicht ansatzweise ersetzt wurden. Was die Tor- und Lebensversicherung Anthony Modeste im ersten Baumgart-Jahr und ein funktionierendes Kollektiv, gepaart mit einer gehörigen Portion Spielglück im vergangenen Jahr überblendeten, ist aktuell nicht zu kaschieren. Dem Kader des 1. FC Köln fehlt die Qualität, um in der Bundesliga mitzuhalten.

Das ist natürlich nicht die Schuld des neuen Trainers und vermutlich auch nicht seines Vorgängers. Die Fehler wurden in den Transferphasen der vergangenen beiden Jahre gemacht. Für ein Wirtschaftsunternehmen wie einen Bundesligisten ist nicht nachzuvollziehen, warum es zu einer so groben Fehleinschätzung in Bezug auf die Transfersperre kommen konnte. Viel schlimmer ist aber die nicht ausreichend beantwortete Frage, wieso der FC im Sommer nicht auf Nummer sicher gegangen ist und so gut es eben ging nachgebessert hat. Selbst wenn man das Risiko einer Transfersperre als klein angesehen hat, ist dieses Versäumnis grob fahrlässig. Die Einschätzung, die vorhandenen Stürmer seien „okay“ war schlicht weg falsch. Die fehlenden Bausteine eines funktionierenden Kaders, die Fehler der Kölner Verantwortlichen sind schonungslos offengelegt.

Die Hoffnung liegt nicht mehr beim FC selbst

Dass sich Timo Schultz am Samstag für Thielmann und gegen die 1.90-Männer Tigges und Dietz als Sturmspitze eines sich über Flanken definierenden Bundesligisten entschied, verdeutlich die Misere kolossal und kommt der reinen Verzweiflung nahe. Selbst wenn sich Schultz mehr Tempo auf der letzten Dortmunder Kette versprochen hat, 17 Flanken, von denen genau zwei ankamen, sprechen nicht für die Qualität der Geißböcke. Im Gegenteil: auch, wenn Schultz vor der Begegnung gegen den BVB betonte, man habe noch 17 Spiele, es sei noch genug Zeit, die Wende herbeizuführen, bleibt die Frage nach dem „Wie?“. Eine Frage, auf die auch der neue Trainer bislang keine ausreichende Antwort gefunden hat und offenbar auch nicht mehr finden wird. Aktuell steht der FC mit elf Punkten nach 18 Spieltagen vollkommen zu recht auf Rang 17.

Die einzige Hoffnung auf den Klassenerhalt ist in dieser Verfassung nicht mehr innerhalb des Klubs zu finden. Sie liegt einzig in dem Wunsch, dass sich noch zwei Mitstreiter finden, die am Ende des Tages hinter dem FC liegen und Köln einmal mehr eine positive Relegation spielen darf. Das rettende Ufer ist mittlerweile drei Punkte entfernt. Wohlgemerkt auf Union Berlin, die zwei Spiele weniger absolviert haben, als der FC. Der Tabellenvierzehnte ist bereits neun Punkte enteilt. Bei allem vom Klub verbreiteten Optimismus: Aktuell spricht erschreckend viel für den nächsten Abstieg.


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Kritik an den FC-Bossen

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Kritik an den FC-Bossen

Gut anderthalb Jahre war der ehemalige FC-Profi Horst Heldt Geschäftsführer der Geißböcke. Beim Sport1-Doppelpass kritisierte der 54-Jährige am Sonntag die FC-Bosse heftig.

Horst Heldt spielte für den 1. FC Köln und führte anderthalb Jahre die Geschäfte. Am Sonntag äußerte sich der Königswinterer beim Sport1-Doppelpass zu seinem Ex-Klub. Horst Heldt schießt gegen FC-Bosse.

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Der ehemalige Sportdirektor der Geißböcke ließ am Sonntagvormittag bei Sport1 kein gutes Haar an seinen Ex-Bossen und stellte die Kompetenz in Frage. „Natürlich ist da keiner, der schon mal gegen den Ball getreten hat. Das merkt man einfach, dass die Sportkompetenz fehlt. Sie haben ja Berater“, sagte Heldt, der betonte, dass er besonders Erich Rutemöller schätze. „Ich brauche aber keinen Berater, wenn ich nicht auf die höre.“ Gerade das CAS-Urteil sei „in einer Überheblichkeit abgearbeitet“ worden. „Das waren entscheidende Fehler. Es darf nicht dazukommen, dass es zu einem Urteil kommt. Man muss im Vorfeld alle Hebel in Bewegung setzen, sich mit diesem Klub zu einigen“, sagte Heldt. „Es hätte Möglichkeiten gegeben, sich mit dem Klub zu einigen. Dieses Risiko muss man minimieren.“

Heldt: „Das ist schon mehr als lächerlich“

Im Januar 2022 hatte der FC den damals 16-Jährigen Jaka Potocnik unter Vertrag genommen. Einen Tag nachdem dieser bei seinem Ex-Klub gekündigt hatte. Die FIFA hatte den FC aufgrund von Anstiftung zum Vertragsbruch zu einer Transfersperre für zwei Perioden verurteilt. Der internationale Sportgerichtshof hatte die Sperre kurz vor Weihnachten bestätigt. „Was ich in Verbindung mit dem CAS verblödend finde: es gab die Aussprache mit den Fans und es war sehr wichtig, dass das gemacht wurde, aber, dass man bis zum heutigen Tage immer noch nicht weiß und preisgibt, wer am Ende für diesen Erstkontakt verantwortlich ist, das ist schon mehr als lächerlich“, sagte Heldt. „Das ist doch die erste Frage, die ich mir als Verantwortlicher stelle. Wer hat das alles in Gang gesetzt? Wer hat das zu verantworten?“ Die Fans hätte ein Recht auf Antworten.

Auch das Aus von Steffen Baumgart kritisierte der ehemalige Kölner Sportchef. „Der FC hat eine einzigartige Möglichkeit verpasst, mit Steffen Baumgart über Jahre zu arbeiten. Es ist normal, dass ein Trainer auch mal zweifelt“, sagte der Sportchef. Heldt betonte, er hätte Baumgart erstmal in den Winterurlaub geschickt und an ihm festgehalten. „Alle träumen von Freiburg und Streich und nehmen das als Paradebeispiel. Das war jetzt der Augenblick des 1. FC Köln, eine Ära mit Baumgart aufzubauen. Das beinhaltet auch Rückschläge und eventuell auch einen Gang in die zweite Liga.“ Insgesamt beurteilt der 54-Jährige die Situation um den FC schwierig. „Es kommen so viele Sachen zusammen. Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll, diese Brände zu löschen“, sagte Heldt.

Den neuen Kölner Coach nahm der ehemalige Sportchef in Schutz, kritisierte ihn aber für die jüngsten Aussagen, sich mit Dortmund auf Augenhöhe zu bewegen. Das sei in der aktuellen Situation deplatziert. „Es ist brandgefährlich, wenn du im Vorfeld von einem Spiel gegen Dortmund so eine Wortwahl wählst“, sagte Heldt. „Das ist tabellarisch nicht Fakt. Das musst du vor allem aber auch nach Innen transportieren.“ Denn das würden auch die Spieler mitbekommen.


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Winterkritik

FC verliert im Geheimtest

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FC verliert im Geheimtest

Der 1. FC Köln hat am Sonntagnachmittag ein Testspiel gegen den VfL Bochum 0:2 verloren. Das Spiel im Franz-Kremer-Stadion fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Nur wenige Stunden nach der bitteren 0:4-Niederlage gegen Borussia Dortmund kassiert der 1. FC Köln die nächste Niederlage. FC verliert Geheimtest gegen Bochum 0:2.

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FC-Trainer Timo Schultz hatte für den Sonntagnachmittag ein weiteres Testspiel anberaumt, um seine Mannschaft besser kennenzulernen. Das Spiel fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Im Spiel gegen den VfL Bochum kamen erst einmal Spieler zum Einsatz, die zuletzt außen vor gewesen sind. Unter anderem liefen Steffen Tigges, Damian Downs und Luca Kilian für den FC auf. Auch Bochum trat mit einer B-Elf an. Zwar hatte der 1. FC Köln im ersten Durchgang deutlich mehr Ballbesitz, die Führung erzielten aber einmal mehr die Bochumer. Nach einer Flanke von der linken Seite traf Philipp Hofmann (38.) zur Bochumer Führung. Der FC tat sich mit dem kompakten Mittelfeld schwer.

Auch in der zweiten Halbzeit bestimmte Köln das Spiel, scheiterten aber mehrfach. Adamyan schoss über das gegnerische Tor, Tigges wurde geblockt und auch Jaka Cuber Potocnik verpasste ebenso wie Noah Katterbach den Ausgleich. In de 82. Minute erhöhe dann Lukas Daschner zum 2:0.

Luca Kilian zeigt ein gutes Spiel

„Es haben sich heute einige Spieler empfohlen, zum Beispiel Luca Kilian. Er hat für mich ein richtig gutes Spiel gezeigt. Offensiv hatten wir mehrere gute Aktionen, konnten uns aber erneut nicht mit einem Tor belohnen. Das beschäftigt uns. Klar können wir warten, bis mal einer reinfällt und es dann Klick macht. Ich bin aber Freund davon, sich das im Training hart zu erarbeiten und das machen wir. Wie sich die Jungs Tag für Tag im Training zeigen, stimmt mich positiv. Die Mannschaft lebt und will den Bock umstoßen“, sagte Chef-Trainer Timo Schultz nach der Begegnung.

So spielte der FC gegen den VfL

Pentke – Schmitz, Kilian, Heintz, Pacarada (Katterbach, 46.) – Christensen (Kujovic, 60.), Wäschenbach, Adamyan (Potocnik, 60.), Alidou (Bakatukanda, 46.) – Dietz (Downs, 46.), Diehl (Tigges, 46.)


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Winterkritik

0:4 offenbart einmal mehr Kölns Schwächen

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0:4 offenbart einmal mehr Kölns Schwächen

Bei der 0:4-Niederlage der Geißböcke gegen den BVB sieht der Blick auf die reinen Daten eigentlich gar nicht schlecht aus. Köln lag in der Statistik der Torschüsse, Flanken und Ecken deutlich vorne. Die Probleme der Kölner werden an anderer Stelle sichtbar.

Den Einsatz und den Kampfeswillen kann man dem 1. FC Köln im Heimspiel gegen Borussia Dortmund nicht absprechen. Die Statistiken spiegeln dies ebenfalls wider. Das Ergebnis spricht aber eine andere Sprache. Denn: Der FC strahlte gegen Dortmund kaum Gefahr aus. Die Kölner Niederlage offenbart einmal mehr die große FC-Schwäche.

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Die Zahlen konnten sich eigentlich sehen lassen: 19:11 Torschüsse, 17:5 Flanken und 13:4 Ecken – zumindest auf dem Papier wirkten die Kölner wie das offensiv stärkere Team gegen Borussia Dortmund. Auf der Anzeigetafel stand aber ein 0:4 aus Kölner Sicht. Auch, wenn das Ergebnis zwei bis drei Tore zu hoch ausfiel, die Niederlage ging durchaus in Ordnung. Denn obwohl die Torschussstatistik so klar an die Kölner ging, war der BVB das deutlich gefährlichere Team. Der FC fand in der entscheidenden Zone so gut wie gar nicht statt. „Es war natürlich ein verdienter Sieg für Dortmund. Sie waren uns in der Kernkompetenz, der Effizienz, denn Fußball ist nun mal ein Ergebnissport, brutal überlegen“, sagte Trainer Timo Schultz. „Ich kann aber auch ein paar positive Aspekte da rausziehen. Gerade in der ersten Halbzeit haben wir auch viele gute Dinge gemacht.“

Kaum Gefahr trotz 17 Flanken und 19 Torschüssen

Tatsächlich liefen bei den Kölnern in den ersten 45 Minuten viele Dinge gut. Die Kölner standen im Zentrum kompakt, ließen kaum etwas zu. Der Gegentreffer fiel nach einem Standard sicherlich zu einfach. Aus dem Spiel wurde Dortmund so gut wir gar nicht gefährlich. Zudem gewannen die Geißböcke viele Zweikämpfe im Mittelfeld, setzten den BVB teils früh unter Druck. Das war zum Teil schon sehr ansehnlich, effektiv war der FC aber nicht. So sorgte Gregor Kobel selbst für die größte Kölner Gefahr, als ihm Linton Maina den Ball wegspitzelte und dass Tor für einen Augenblick frei war. Doch der Außenbahnspieler fand einmal mehr keinen Abnehmer, der Angriff verpuffte. Bis ins letzte Drittel machten die Geißböcke viel richtig, dann aber mindestens genauso viel falsch. Gerade im ersten Abschnitt wirkte Jan Thielmann wie ein Fremdkörper, alleine gelassen. Auch, weil das Flankenspiel für einen Angreifer seiner Statur gegen Spieler wie Niklas Süle als wenig hilfreich erscheint.

So sorgten die 17 Flanken, die 13 Ecken nur selten bis gar nicht für Gefahr. Die Maßnahme bei dem taktischen Kniff Flügelspiel zu bleiben, wollte nicht so recht zur Aufstellung passen. „Wir sind zumindest heute deutlich besser in die Positionen gekommen, aus denen wir uns Chancen kreieren können“, sagte Timo Hübers. „Jetzt geht es darum, auch in die wirklich gefährlichen Räume zu kommen und noch mehr gefährliche Chancen zu kreieren.“ Nur zwei der Flanken fanden im gesamten Duell einen Abnehmer. „Ich glaube, wenn wir das Spiel morgen vielleicht ein bisschen nüchterner betrachten, müssen wir die positiven Szenen, die ja wirklich zuhauf heute dabei waren, rauspicken.“

Schultz: Wir stellen uns in den „entscheidenden Situationen zu naiv an“

Denn es war sicher nicht so, dass die Kölner gar keine Chancen gehabt hätten. Maina traf den Pfosten, Thielmann den Arm von Kobel. Chancen, die dem Spiel eine andere Wende hätten geben können. „Gut war, dass wir fast 20 Torschüsse gehabt haben. Schlecht war, dass wir deutlich mehr hätten haben können, wenn wir im letzten Drittel ein bisschen mehr Ruhe gehabt hätten. Schlecht war auch, dass wir keins geschossen haben“, erklärte Schultz. „Grundsätzlich bin ich mit der Flexibilität, die die Jungs an den Tag gelegt haben und der Intensität, auch in der ersten Linie Balleroberungen zu haben, sehr zufrieden.“

Zufrieden konnte auch Edin Terzic sein. Denn die Dortmunder strahlten eben die Effizienz eines Bundesligisten aus. Während die Kölner von fünf Schüssen aufs Tor nicht einen Versuch nutzten, brachte der BVB sieben Schüsse aufs Tor und traf vier Mal. „Wir stellen uns da in den entscheidenden Situationen zu naiv an“, sagte Schultz. „Da müssen wir lernen, noch brutaler das eigene Tor zu verteidigen. Das haben wir nicht geschafft und dementsprechend das Ergebnis mit 0:4 an der Anzeigetafel.“


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Weniger falsche Entscheidungen gewünscht, zu viele getroffen

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Weniger falsche Entscheidungen gewünscht, zu viele getroffen

Mit einer deutlichen Pleite ist der FC in die Rückrunde gestartet. Dabei spiegelte das 0:4 gegen den BVB sicherlich nicht die Leistung der Kölner wider. Doch die Geißböcke trafen zu viele falsche Entscheidungen, leisteten sich zu viele Fehler.

Der 1. FC Köln wusste gerade in der ersten Halbzeit fußballerisch zu überzeugen, dennoch war die Niederlage gegen den BVB alles andere als unverdient. Der FC leistet sich gegen Dortmund zu viele Fehler.

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Eigentlich wollte Timo Schultz nur Nuancen beim 1. FC Köln im Vergleich zu seinem Vorgänger Steffen Baumgart verändern. Das sagte der Trainer zumindest bei seinem Amtsantritt vor gut zwei Wochen auf seiner ersten Pressekonferenz am Geißbockheim. Genau ging der 46-Jährige damals nicht ins Detail, ließ sich aber immerhin entlocken, dass er seinen Spielern Positionen, Räume geben will, in denen sie sich wieder wohl fühlen würden. Zudem erklärte Schultz, dass er seinen Spielern wieder Entscheidungskraft geben wolle. Sie sollen vermehrt die richtigen Entscheidungen treffen. Während ein Plan durchaus vielversprechend erscheint, ging der andere bei der bitteren 0:4-Pleite gegen Dortmund mal so richtig in die Hose.

Drei entscheidende Fehler in zehn Minuten

Auf Augenhöhe würde man sich mit Dortmund befinden, hatte Schultz vor dem Spiel gegen den BVB selbstbewusst gesagt. Erstaunlicherweise spielten die Kölner gegen den Vizemeister tatsächlich lange gut mit, waren sogar in vielen Statistiken besser. Am Ende setzte sich die individuelle Klasse der Dortmunder durch oder es führte die fehlende Klasse der Kölner zur Niederlage. Dennoch: Auch wenn Florian Kainz am Samstag nicht an die starke Leistung gegen Heidenheim anknüpfen konnte, scheint sich der Kölner Kapitän in der Rolle des Freigeistes wohl zu fühlen. Der 31-Jährige hatte zwar keinen zählbaren Einfluss auf die Begegnung gegen den Vizemeister, doch der Mittelfeldspieler hatte die meisten Ballkontakte, flankte, passte – tat sein Bestmögliches. Auch Dejan Ljubicic und Denis Huseinbasic spielen durch kleine taktische Verschiebungen deutlich besser als noch vor der Winterpause. Das Spiel des Kölner Zentrums macht in der neuen Ordnung jedenfalls Hoffnung.

Die richtigen Entscheidungen trafen die Kölner am Samstag dagegen eher selten. Vielmehr waren es die falschen Entscheidungen, die den Kölnern das Genick brachen. Alleine Rasmus Carstensen hatte innerhalb von zehn Minuten drei Aktionen, die dem Spiel die vorentscheidende Richtung vorgaben. Zunächst verpasste der Däne den Ausgleich, als der Ball direkt vor seinem Fuß und dem leeren Tor landete. Dann brachte Carstensen Dortmunds Neuzugang Jadon Sancho ziemlich naiv zu Fall, bevor der 22-Jährige vor dem dritten Dortmunder Tor nicht konsequent genug gegen Ian Maatsen verteidigte. Statt 1:1 stand es 0:3 – das Spiel war gelaufen. Der FC stand vor der nächsten, einer besonders bitteren Niederlage und kassierte in der Schlussphase noch das 0:4.

17 Flanken, kein Mittelstürmer

Auch Jan Thielmann hätte sich in mindestens zwei Situationen anders entscheiden können, wenn nicht müssen. Unmittelbar nach dem Wechsel tauchte der Youngster vor Gregor Kobel auf, zögerte einen Moment und verspielte damit das 1:1. Nur wenige Minuten später hätte der 21-Jährige auf Justin Diehl ablegen müssen, schloss aber eher harmlos selbst ab. Das Paradebeispiel für Fehlentscheidungen waren aber erneut die teils rätselhaften Zuspiele von Linton Maina, dessen Tempo beeindruckend, aber wenig effektiv ist, wenn seine finalen Pässe allesamt beim Gegner landen. „Wir haben uns in den entscheidenden Situationen zu naiv angestellt“, stellte auch Schultz nach dem Spiel fest. Dabei könnte eine Statistik dafür sprechen, dass auch der Kölner Trainer am Ende eine falsche Entscheidung getroffen haben kann. So brachten die Kölner einmal mehr viele, nämlich 17, Flanken in den Strafraum, einen Mittelstürmer hatte der Kölner Coach nicht aufgestellt.

Auf der anderen Seite spielte der FC lange keinen schlechten Fußball. Die Kölner spielten in den ersten 45 Minuten mutig nach vorne, tatsächlich auf Augenhöhe mit dem BVB, kamen auf knapp 50 Prozent Ballbesitz und deutlich mehr Abschlüsse. Gefährlich war der FC nicht.


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„Ich bin heute richtig sauer“

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„Ich bin heute richtig sauer“

Vor dem Spiel gegen Borussia Dortmund hatte Timo Schultz einen klaren Plan. Aufgegangen ist dieser nicht. Der 1. FC Köln musste sich mit einer 0:4 Niederlage abfinden. Nach dem Spiel äußerte sich unter anderem der Trainer. Die Stimmen zum Dortmund-Spiel.

Am 18. Spieltag spielte der FC 0:4 gegen den BVB und steht aktuell auf dem 17. Tabellenplatz. Obwohl der Plan des Trainers Timo Schultz nicht aufging, nimmt dieser dennoch etwas Positives aus dem Spiel mit. Die Stimmen zum Dortmund-Spiel.

Fußball ist ein Ergebnissport, Dortmund war uns in der Kernkompetenz Effizienz total überlegen. Dennoch kann ich sogar ein paar positive Aspekte aus dem Spiel mitnehmen. Gerade in der ersten Halbzeit haben wir viele gute Sachen gemacht. Wir haben uns in den entscheidenden Situationen zu naiv angestellt. Wir müssen lernen, noch brutaler das eigene Tor zu verteidigen. Das haben wir heute nicht geschafft, entsprechend steht ein 0:4 auf der Anzeigetafel.

Timo Schultz

Foto: Lars Baron/Getty Images

Es war ein zu deutliches Ergebnis, wenn man das Spiel sieht. Es war kein schlechtes Spiel, wir müssen so weitermachen. Wir sind drauf und dran, erarbeiten uns unsere Chancen. Nach der Pause haben wir zum Beispiel zwei Hochkaräter, dann kann es auch Unentschieden stehen. Wir setzen die Spielidee des neuen Trainers immer mehr um und kriegen mehr Chancen.

Marvin Schwäbe

Ich bin heute richtig sauer. Dass du mit 0:4 nach Hause gehst, ist einfach ärgerlich. Es gab einige Situationen, in denen wir uns nicht clever anstellen. Wir bekommen beim Stand von 0:2 und in der Nachspielzeit beispielsweise ein Kontergegentor. Das darf nicht passieren und daran werden wir arbeiten.
Wir waren gut im Ballbesitz, haben mutig gespielt, aber es gab auch viele Punkte, wo wir uns im Kampf um den Klassenerhalt cleverer anstellen müssen.

Florian Kainz

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Einzelkritik

Die Einzelkritik gegen Dortmund

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Die Einzelkritik gegen Dortmund

Der 1. FC Köln ist mit einer bitteren 0:4-Pleite in die Rückrunde gestartet. Dabei spielten die Kölner gegen den BVB lange mit. So bewerten wir die FC-Spieler gegen Dortmund.

Timo Schultz hat mit dem 1. FC Köln seine erste Niederlage einstecken müssen. Gegen den BVB spielte Köln lange gut mit, erzielte aber keine Tore. Dennoch macht das Spiel Hoffnung beim 1. FC Köln: Die Einzelkritik gegen Dortmund.

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Auf dem Papier steht am Ende eine deutliche Pleite. 0:4 verloren die Kölner das Heimspiel gegen den BVB. Allerdings unnötig – zumindest in der Höhe. Der FC spielte gegen den klaren Favoriten lange gut mit. So richtig gefährlich wurden die Geißböcke ohne etatmäßigen Mittelstürmer aber nicht. Die wenigen Chancen, die sich boten, ließen die Kölner fahrlässig liegen. Auf der anderen Seite war der BVB deutlich zielstrebiger und vor allem kaltschnäuziger. Das Torschussverhältnis von 16:12 für den FC spricht eine deutliche Sprache. Trotz der bitteren Pleite lieferte gerade das defensive Mittelfeld um Denis Huseinbasic und Eric Martel eine ordentliche Partie ab. Marvin Schwäbe war bei den Toren ebenfalls chancenlos. Ausreißer nach oben gab es beim FC keine, dafür aber einige nach unten.

So bewerten wir die FC-Profis gegen Dortmund

Stand bei Brandts erstem Versuch und Füllkrugs späterem Rutscher genau richtig. War bei den vier Gegentoren chancenlos.

Spielte wie schon in der Vorwoche sehr mutig, gewann auch einige wichtige Zweikämpfe und hatte Donyell Malen lange im Griff. Lange, aber nicht lange genug. Beim 0:3 stand er falsch und kam hinter dem Niederländer nicht mehr her.

Gewohnt zweikampfstark und passsicher. Nervte vor allem Brandt mit vielen starken Duellen. Blockte stark beim eins-auf-zwei in höchster Not gegen Füllkrug, ließ den aber auch einmal laufen. Hob beim 0:3 das Abseits auf, ließ beim 0:4 Bynoe-Gittens laufen.

War im ersten Abschnitt der gewohnt sichere Rückhalt. Tat sich aber zunehmend mit der Dortmunder Offensive schwer. Griff beim 0:4 gegen Moukoko nicht ausreichend ein.

Machte keine glückliche Figur beim Abpraller vom Pfosten, machte eine viel unglücklichere Figur beim Festhalten von Sancho. So darf man im Sechzehner nicht hingehen. Besonders unglücklich auch der Ballverlust vorm 0:3. Das war nicht der Tag des Dänen.

Einmal mehr der Bindeposten zwischen Mittelfeld und Abwehr. Wie gewohnt lauf- und zweikampfstark, dazu mit einer guten Passquote über 90 Prozent. Ist der defensive Stabilisator. Das 0:4 spiegelt nicht seine Leistung wider.

Wird zunehmend ein Faktor im Kölner Spiel. Gewann zwei Drittel seiner Zweikämpfe und brachte mehr als 90 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler. Trotz 0:4-Pleite war der Zentrumspieler einer der besseren Kölner.

Ließ beim ersten Gegentreffer Malen einfach mal laufen. Stand später auch gegen Meunier bei einer Ecke viel zu weit weg. Gewann einen Pressschlag gegen Kobel und machte dann mit einem schlechten Querpass viel zu wenig draus. Es bleibt dabei, das letzte Zuspiel will nicht ankommen. Beim Schlenzer im Pech.

Konnte nicht an die Leistung der Vorwoche anknüpfen. War aber deutlich besser als noch vor der Winterpause. Extrem bemüht, viele Ballkontakte, einige Flanken. Der Ertrag war aber sehr überschaubar.

Deutlich verbessert zu seinen Spielen vor der Winterpause. Das macht Hoffnung. Spielte einige kluge Pässe. So auch den starken auf Thielmann. Seine Schüsse sind bei seiner Technik aber ein Rätsel. Muss in der Offensive deutlich zulegen.

Tat sich als Mittestürmer lange schwer. Vor allem, weil es der FC über Flanken versuchte und Thielmann gegen Spieler wie Süle da physisch schon klare Nachteile hat. Hätte unmittelbar nach dem Wechsel den Ausgleich erzielen müssen.

In die Bewertung fließen alle Spieler mit ein, die mindestens eine halbe Stunde der regulären Spielzeit auf dem Platz standen.

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Spielbericht

Winterkritik

FC kassiert eine unnötige 0:4-Pleite gegen den BVB

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FC kassiert eine unnötige 0:4-Pleite gegen den BVB

Der Negativtrend des 1. FC Köln hat auch zum Rückrunden-Auftakt weiter Bestand. Gegen den BVB kassierten die Geißböcke eine 0:4-Pleite. Aber eine, die nach dem Spielverlauf unnötig war.

Timo Schultz wartet mit dem FC weiter auf den ersten Sieg. Der 1. FC Köln verliert gegen Borussia Dortmund 0:4. Dabei wäre gegen den BVB am 18. Spieltag der Fußball-Bundesliga deutlich mehr möglich gewesen. Linton Maina traf nur den Pfosten, Jan Thielmann vergab aus kurzer Distanz und Rasmus Carstensen verursachte einen unnötigen Strafstoß. Donyell Malen (12., 61.), Niclas Füllkrug (58., FE) und Yousoufa Moukoko (90.+2) trafen für Dortmund.

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Kölns Trainer Timo Schultz hatte schon unter der Woche angedeutet, dass er ein Puzzle gegen Dortmund finden wolle, wie er der Borussia am meisten weh tun könne. Eine Idee sei ohne Mittelstürmer zu agieren, dafür mit Spielern mit Tempo. Und diese Idee schien bis zum Samstag bei ihm gereift zu sein. So nahm der Trainer zwar nur einen notgedrungenen Wechsel vor, doch für den verletzten Davie Selke spielte eben kein Mittelstürmer, sondern Dejan Ljubicic. Im Angriff startete Jan Thielmann. Ansonsten gab es keine Änderungen. Der FC stand ein wenig tiefer als in der Vorwoche, suchte aber durchaus den Weg in die Offensive.

Malen trifft nach kurzer Ecke

Die erste Chance gehörte aber dem BVB. Julian Brandt kam nach Zuspiel von Jadon Sancho aus zentraler Position zum Abschluss, der Schuss kam dann aber ebenso zentral aufs Tor, kein Problem für Marvin Schwäbe (4.). Der FC setzte in der Anfangsphase auf Konter, der finale Pass wollte aber nicht ankommen. So versuchte es Ljubicic aus der Distanz, setzte das Leder aber ordentlich über den Kasten (9.). Wie es besser geht zeigte Malen keine 180 Sekunden später. Der Niederländer ließ nach einer kurzen Ecke von Brandt Linton Maina links liegen und spitzelte den Ball aus elf Metern ins lange Eck. Malen hatte schon im Hinspiel zur Dortmunder Führung getroffen. Köln wirkte aber alles andere als geschockt, suchte den Weg in die Offensive, blieb dabei aber weiterhin zu ungefährlich.

Im Zentrum standen die Kölner dagegen kompakt, ließen den BVB kaum zur Entfaltung kommen und gewannen viele Zweikämpfe. Doch die Umschaltmomente verpufften viel zu oft. Gregor Kobel lud nach einer knappen halben Stunde mal Linton Maina bei einem Pressschlag ein, doch der Querpass des Außenbahnspielers kam wieder nicht an. Thomas Meuniers scharfe Hereingabe war dann schon deutlich genauer, doch Schwäbe war vor Füllkrug am Ball. Gegen Mitte der ersten Halbzeit wurde Dortmund stärker, hatte nun mehr vom Spiel. Nach einer Ecke stand Meunier komplett frei, setzte den Schuss aber deutlich neben das Tor. Der FC blieb ebenfalls im Spiel, kam immer wieder ins gegnerische Schlussdrittel, doch dann endeten die Bemühungen meist in harmlosen Flanken. Die größte Gefahr strahlte Köln bei Standards aus. So rettete Füllkrug nach einer Ecke am kurzen Pfosten (44.). Bis zur Pause kamen die Geißböcke auf elf Flanken, nur zwei landeten bei Mitspielern.

FC mit zu vielen Fehlern

Erstaunlicherweise blieb Schultz bei der taktischen Ausrichtung. Und hätte damit beinahe auch recht behalten. Direkt nach Wiederanpfiff spielte Ljubicic Thielmann frei, doch das Kölner Eigengewächs scheiterte aus kurzer Distanz an Kobel (46.). Der hätte sitzen müssen. Der FC blieb aber dran. Unter anderem versuchte es Ljubicic einmal mehr aus der Distanz – vergab aber deutlich (47.). Mainas Schlenzer nach Vorarbeit von Kainz war schon deutlich präziser. Die Kugel landete aber am Pfosten. Den Abpraller vergab Rasmus Carstensen. Fünf Minuten später stand der Däne wieder im Mittelpunkt. Dieses Mal aber im anderen Sechzehner. Carstensen hielt Sancho unglücklich fest, der nahm die Einladung dankend an. Schiedsrichter Daniel Schlager entschied auf Strafstoß. Diesen verwandelte Füllkrug sicher. Eine harte Entscheidung, allerdings keine Fehlentscheidung.

Diehl sorgt für neuen Wirbel

Eine falsche Entscheidung traf Carstensen auch vor dem 0:3. Der Däne verlor den entscheidenden Zweikampf in der gegnerischen Hälfte gegen BVB-Neuzugang Ian Maatsen, der schickte seinen Landsmann Malen, der zum dritten Dortmunder Tor einschob. Schultz brachte nach einer guten Stunde mit Faride Alidou und Justin Diehl neue Kräfte. Immerhin gaben die Kölner sich auch weiterhin nicht auf. Eric Martel schickte Thielmann, der versuchte es selbst, hätte aber Diehl einsetzen müssen. So hatte Kobel einmal mehr leichtes Spiel. Für die Schlussphase brachte Schultz zudem noch Jacob Christensen, der seine ersten Liga-Minuten schnuppern durfte. Tatsächlich sorgte Youngster Diehl beim FC noch einmal für ordentlich Betrieb, führte wieder die Standards aus, suchte immer wieder das Eins-gegen-eins. Der Youngster setzte Denis Huseinbasic ein, der den Ball aber nicht richtig traf.

In den Schlussminuten durften auch Sargis Adamyan und Benno Schmitz noch einmal ran, es passierte aber nichts mehr auf Kölner Seiten. Dafür aber auf der anderen. Der eingewechselte Moukoko erhöhte nach Vorarbeit von Jamie Bynoe-Gittens in der Nachspielzeit auf 0:4. Am kommenden Samstag ist der FC zu Gast beim VfL Wolfsburg (Sky, 15.30 Uhr).


FC: Schwäbe – Finkgräfe, Chabot, Hübers, Carstensen (87. Schmitz) – Martel, Huseinbasic – Maina (61. Diehl), Kainz (74. Christensen), Ljubicic (61. Alidou) – Thielmann (87. Adamyan) – Tore: 0:1 Malen (12.), 0:2 Füllkrug (57. FE), 0:3 Malen (60.), 0:4 Moukoko (90.+2)


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