Vor dem Nachbarschafts-Duell: Diese Siege über Leverkusen sollten dem FC Mut machen

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Vor dem Nachbarschafts-Duell: Diese Siege über Leverkusen sollten dem FC Mut machen

Für den 1. FC Köln steht mitten in der sportlichen Krise das Spiel gegen den Tabellenführer auf dem Spielplan. Eigentlich ein aussichtsloses Unterfangen. Doch auch Derbys (oder Nachbarschafts-Duelle) scheinen eigene Gesetze zu haben.

Auf dem Papier könnte die Angelegenheit nicht klarer sein. Tabellenführer gegen Tabellenvorletzten – ungeschlagen gegen sieglos – die Rollen sind für das Auswärtsspiel des 1. FC Köln in Leverkusen klar verteilt. Sollte man meinen. Denn diese Leverkusen-Siege sollten dem FC Mut machen.

Glaubt man den Worten von FC-Trainer Steffen Baumgart gibt es in der Region nur einen wahren Spitzenverein – den 1. FC Köln. „Es gibt einen großen Verein und es gibt einen nicht so großen Verein. Ich glaube, wir sind der Größere, auch wenn es sportlich vielleicht anders erscheint“, sagte der Kölner Coach vor wenigen Wochen. Dabei ist „vielleicht“ stark untertrieben. Leverkusen scheint sportlich nicht nur der größere Verein zu sein, aktuell ist er es ohne Frage. Und das nicht nur, weil Leverkusen die Tabelle souverän anführt, die Werkself spielt aktuell den wohl attraktivsten und zweifelsohne erfolgreichsten Fußball der Liga. Xabi Alonso und Simon Rolfes haben eine starke Einheit geformt, die selbst von den Top-Teams der Liga bislang nicht aufgehalten werden konnte.

2019 leitet ein 2:0 die Wende ein

Somit spricht momentan wenig dafür, dass der FC gegen seinen rheinischen Nachbarn den sportlichen Turnover schafft. Die Vorzeichen sollten in einem Duell zwischen ungeschlagenen Tabellenführer und sieglosen Tabellenvorletztem zumindest klar vergeben sein. Hoffnung macht den Kölnern ein ähnliches ungeschriebenes, aber motivierendes Gesetz wie das des Pokals. Es geht in ein Nachbarschafts-Duell gegen die Werkself. „Davie hat es auch schon im Interview gesagt: In einem Derby können wir Einiges zurückholen, was die Wochen zuvor nicht funktioniert hat. Solche Spiele haben nochmal eine andere Bedeutung“, sagte Luca Waldschmidt am Mittwoch. Was sich anhört wie der Mut des Verzweifelten in einer schier aussichtslosen Situation, ist allerdings gar nicht so abwegig. Schließlich haben die Kölner in ähnlichen Situationen gegen Leverkusen überrascht.

Das zum Beispiel vor gar nicht mal allzu langer Zeit. In der Saison 2019/2020 lag der FC nach dem 14. Spieltag auf dem letzten Tabellenplatz, als es gegen Leverkusen ging. Köln hatte gerade einmal acht Punkte eingesammelt, dafür aber 32 Gegentore kassiert, seit sechs Spieltagen nicht mehr gewonnen. Leverkusen lag dagegen auf dem sechsten Rang, nur einen Zähler hinter dem Tabellendritten Borussia Dortmund und einen Punkt vor dem späteren Meister Bayern München. Nichts deutete auf einen Erfolg der Kölner hin. Und so war es wohl Markus Gisdols Mut der Verzweiflung, nahezu die gesamte Mannschaft auszuwechseln. Mit sechs neuen Spielern, darunter Debütant Jan Thielmann, startete der Coach gegen Leverkusen. Der FC kämpfte leidenschaftlich. Auch Leverkusen kämpfte – allerdings mit unfairen Mitteln. Und so wurden Aleksandar Dragovic und Leon Bailey vom Platz gestellt. Der FC setzte sich nach Toren von Jhon Cordoba (73.) und Sebastian Bornauw (84.) nicht unverdient durch. Es war der Auftakt einer beeindruckenden Serie von acht Siegen in elf Spielen und damit am Ende der Saison der sichere Klassenerhalt.

Podolski wird zum Matchwinner

Auch die Spielzeit 2011/2012 stand für den FC unter keinem guten Stern. Mit 30 Punkten stiegen die Geißböcke damals ab. Am 6. Spieltag reiste der Tabellen-15. aus Köln zu den viertplatzierten Leverkusenern. Auch damals wurden dem FC nur wenige Chancen eingeräumt. Lukas Podolski ließ die FC-Fans nach einer Galavorstellung beim 4:1-Sieg gegen die Werkself von einer ordentlichen Saison träumen. „Poldi“ war der überragende Spieler, legte einen Treffer auf und erzielte zwei Tore. Der Sieg gegen den Nachbarn war eins von wenigen Highlights in der insgesamt bitteren Spielzeit.

Bereits ein Jahr zuvor schockte der FC den Nachbarn von der anderen Rheinseite. Leverkusen träumte in der Saison 2010/2011 von der ersten Meisterschaft – mal wieder. Tatsächlich war Bayer das einzige Team, das kurz vor Saisonende noch den Spitzenreiter aus Dortmund hätte abfangen können. Leverkusen tat es auch nicht, weil der FC selbst noch dringend Punkte für den Klassenerhalt benötigte. Und die holten sich die Kölner durch einen Doppelpack von Milivoje Novakovic. Leverkusen hatte keine Chance mehr auf den Titel, war zum fünften Mal „Vizekusen“. Auch 14 Jahre zuvor „verhalfen“ die Geißböcke dem Rivalen zum zweiten Platz. Am 33. Spieltag empfing der FC die Werkself in Müngersdorf und schickte sie schließlich mit einer 4:0-Packung wieder nach Hause. Alleine drei Tore erzielte Toni Polster. Bayern sicherte sich den Titel und feierte diesen mit einem großen Poster von Polster – dem Derbyhelden, falls man das Duell denn Derby nennen will.

Davon gab es gleich mehrere. Unter anderem auch Dominic Maroh, der 2015 mit einem Doppelpack in Leverkusen oder Davie Selke, der in der vergangenen Saison ebenfalls mit zwei Treffern zum Nachbarschafts-Duell-Helden avancierte. Natürlich gab es auch Niederlagen. Einige. Bittere. Doch in der aktuellen Situation muss man an die dunklen Stunden vielleicht nicht unbedingt erinnern.

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Wende im Derby: Luca Waldschmidt glaubt daran

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Wende im Derby: Luca Waldschmidt glaubt daran

Luca Waldschmidt galt zum Saisonauftakt als möglicher Königstransfer der Kölner. Aktuell will es aber noch nicht so recht laufen. Bis auf den Treffer gegen seinen Arbeitgeber aus Wolfsburg wollte Waldschmidt noch nichts gelingen. Zuletzt saß er auf der Bank.

Seit diesem Sommer sucht Luca Waldschmidt sein Glück beim 1. FC Köln. Gefunden hat er es noch nicht. Im Gegenteil: Auch der ehemalige Nationalspieler ist bislang Teil der Kölner Krise. Aber: Luca Waldschmidt glaubt an die Wende im Derby.

Die Vorbereitung lief so vielversprechend, aktuell will es so gar nicht rundlaufen für Luca Waldschmidt. Der Neuzugang ist einer der Kölner Akteure, die symptomatisch für den Kölner Saisonverlauf stehen. Der von Wolfsburg ausgeliehene ehemalige Nationalspieler kam im Sommer nach Köln. Die FC-Verantwortlichen erhofften sich mehr Optionen für die Offensive, ein variableres Spiel – und natürlich Tore von ihrem vermeintlichen Königstransfer, den Christian Keller aus der Tasche gezaubert hatte.

Tatsächlich ist Waldschmidts Ausbeute beim FC bislang aber alles andere als königlich. „Ich möchte natürlich weiterhin in meine Aktionen kommen und damit erfolgreich werden“, sagte Waldschmidt am Mittwoch. Das gelang ihm etwa gegen seinen eigentlichen Arbeitgeber aus Wolfsburg, ansonsten aber noch nicht. Ein Treffer steht bei Waldschmidt zu Buche. Zuletzt saß er gegen den VfB Stuttgart wie auch schon gegen Hoffenheim zunächst nur auf der Bank. „Generell möchte ich immer spielen. Ich kenne niemanden, der erfreut ist, wenn er auf der Bank sitzt“, sagte Waldschmidt, der aber auch betont, dass die Situation für ihn normal sei.

Das Mosaik will noch nicht passen

„Ich bin mit dem Trainerteam im offenen und ehrlichen Austausch und ich spüre das Vertrauen des Trainers extrem“, sagte Waldschmidt weiter. Das Vertrauen und der offene Dialog mit Baumgart waren Gründe für seine Entscheidung, zum FC zu wechseln. Das betonte der Angreifer noch vor wenigen Wochen. Ein weiterer Grund war natürlich seine Situation in Wolfsburg. Beim VfL kam Waldschmidt nicht mehr über die Rolle des Edeljokers hinaus. Auch beim FC droht ihm nun diese Rolle.

Allerdings auch, weil FC-Trainer Steffen Baumgart noch auf der Suche nach der richtigen Formation ist. So spielt Florian Kainz oft auf der zentralen Position hinter der Spitze, über die Außen will Baumgart eigentlich für Tempo sorgen. Das spricht für Spieler wie Linton Maina, Rasmus Carstensen oder Faride Alidou. Für das Mosaik gibt es zu viele Steine, die eben noch nicht perfekt ineinander passen. Waldschmidt spielte mal links, mal rechts, mal im Zentrum. So überzeugen wie noch in der Vorbereitung konnte er auf keiner der Positionen.

Auch Waldschmidt ist Teil der Kölner Krise, noch nicht da angekommen, wo ihn der Trainer, Waldschmidt sich aber auch selbst sieht. „Aus den sechs bisherigen Spielen ist die Punkteausbeute natürlich zu gering. Die Leistung war okay. Nicht immer super schlecht, aber auch nicht immer super gut. Die guten Dinge sollten wir mitnehmen“, sagt Waldschmidt, der sich des Duktus‘ der Kölner der vergangenen Wochen bedient. „Wir kommen immer wieder in Situationen, in denen wir Tore schießen können. Wir müssen einfach im letzten Drittel öfter die richtige Entscheidung treffen. Es fehlt uns nicht an Intensität. Man sieht auch, dass wir zusammenhalten und fighten“, sagt der 27-Jährige.

Der FC sollte langsam anfangen zu punkten, denn die Situation und damit auch die Aufgabe wird nicht leichter. Nun stehen die Derbys auf dem Plan. Für Waldschmidt kommen sie genau richtig: „Davie hat es auch schon im Interview gesagt: In einem Derby können wir Einiges zurückholen, was die Wochen zuvor nicht funktioniert hat. Solche Spiele haben nochmal eine andere Bedeutung. Das ist uns bewusst. Es werden sehr wichtige Spiele – für die Fans, für die Region und für uns auch.“ Und natürlich für Luca Waldschmidt.

 

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Jacob Christensenkommt nicht als Skhiri-Ersatz – zumindest noch nicht

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Jacob Christensenkommt nicht als Skhiri-Ersatz – zumindest noch nicht

Über Jacob Christensen wird in den Sozialen Medien aktuell viel diskutiert. Sicherlich erfüllt der Mittelfeldspieler noch nicht die Erwartungen der Kölner Verantwortlichen. Ein Fehleinkauf als vermeintlicher „Skhiri-Ersatz“ ist er aber auch nicht. Eine Einordnung.

Nur ein Kurzeinsatz im DFB-Pokal, in der Liga noch ohne Einsatzminute – für Jacob Christensen läuft es beim FC noch nicht wirklich rund. Kein Wunder, dass um den Dänen eine Diskussion in den Sozialen Medien entbrannt ist.Jacob Christensen: Eine Einordnung zu seiner Rolle beim FC

Christian Keller bekommt zurzeit an vielen Stellen in den Sozialen Medien oder Foren sein Fett weg. Das ist angesichts der aktuellen sportlichen Situation auch kein Wunder und wohl ein üblicher Mechanismus in Zeiten der Krise. Der Sportdirektor hat in der vergangenen Woche seinen Sparkurs logisch erklärt, seine Kaderplanung verteidigt. Und doch: Die Mannschaft scheint momentan nicht in der Lage zu sein, sich aus der prekären Situation zu befreien. Der Kader offenbart einige große Baustellen, die nicht wegzudiskutieren sind. Vor allem das defensive Mittelfeld offenbart Lücken und wird deswegen auch immer wieder zum Thema. Zumal FC-Trainer Steffen Baumgart bislang keine Lösung gefunden hat, den Ausfall von Eric Martel zu kompensieren. Was der Kader nicht her gibt, kann selbst Entwickler Baumgart nicht auffüllen. Apropos Entwicklung: Aktuell wird über Jacob Christensen heiß diskutiert. Der Däne war im Sommer verpflichtet worden und wird nun bereits an einigen Stellen als Fehleinkauf tituliert. Aber ist das gerechtfertigt?

Christensen wurde nicht als Ersatz für Skhiri verpflichtet

Tatsächlich stand schon sehr lange fest, dass Ellyes Skhiri den Verein verlassen würde. Im vergangenen Februar wiederholte der Tunesier seine Ambitionen, die Geißböcke zu verlassen, den Vertrag nicht unterschreiben zu wollen. Im April wiederholte FC-Trainer Steffen Baumgart, dass er keine Chance sehe, Skhiri zu halten. Am 1. Juni verkündete der FC seinen Abschied, einige Tage später verabschiedete sich der Tunesier. Die Kölner Verantwortlichen hatten also in der Theorie genügend Zeit, einen adäquaten Ersatz zu verpflichten. In große Teile dieses Zeitraums fiel allerdings die Transfersperre (Ende März bis Ende Mai), die Verhandlungen mit Spielern sicher nicht einfacher gemacht hat.

Dennoch ließ sich Christian Keller zu einer Aussage in einer Medienrunde hinreißen, die ihm nun gerne vorgehalten wird. „Auf der Sechs werden wir versuchen, einen Spieler zu holen, der am besten direkt gutes Bundesliga-Niveau spielen kann“, sagte Keller Anfang Juni und fügte hinzu, einige „fertige“ Spieler holen zu wollen. Nun wird der Sportdirektor dafür kritisiert, dass Neuzugang Christensen kein fertiger Bundesliga-Spieler und schon mal gar kein Ersatz für Ellyes Skhiri sei.

Das wiederum hat beim FC auch niemand zu irgendeinem Zeitpunkt behauptet. Im Gegenteil: Aufgrund seiner Erfahrung von 150 Pflichtspielen und seiner technischen Versiertheit und der Fähigkeiten im Spielaufbau „trauen wir ihm den Sprung in die 1. Bundesliga zu. Natürlich wird sich Jacob dazu zunächst an die höhere Spielintensität anpassen müssen“, sagte beispielsweise Keller bei der Spieler-Vorstellung. Steffen Baumgart betonte zum Vorbereitungs-Auftakt, also noch vor der ersten Trainingseinheit: „Wir haben Jacob nicht als Eins-zu-eins-Ersatz für Ellyes Skhiri geholt, sondern weil wir ihn entwickeln wollen. Wir haben auf der Sechs mit Eric Martel, Dejan Ljubicic, Denis Huseinbasic und Mathias Olesen vier Spieler, die sich im vergangenen Jahr sehr gut entwickelt haben“, so der 51-Jährige. „Bei allen Neuzugängen sind wir davon überzeugt, dass sie uns auf Sicht besser machen, den Kader breiter machen und uns mehr Möglichkeiten geben.“ Diese Perspektive werden die Kölner Verantwortlichen mit großer Wahrscheinlichkeit auch dem Spieler mitgeteilt haben. Christensen wird wissen, dass er Skhiris Fußstapfen nicht ad hoc ausfüllen muss.  

Christensen verfügt über großes Potenzial

Es ist allerdings nicht unwahrscheinlich, dass sich die Kölner Verantwortlichen größere und schnellere Entwicklungsschritte bei dem Dänen vorgestellt haben. Genauso ist es möglich, dass sie die Situation um die zentrale Position im defensiven Mittelfeld falsch eingeschätzt haben. Es besteht zumindest eine große Diskrepanz zwischen Kellers Aussagen im Juni und denen vom Juli, als Keller bestätigte, dass es keinen weiteren Zugang für die Sechs geben würde. Die durch die Verletzung von Martel entstandene Vakanz ist deutlich sichtbar.

Ob der Däne in die Rolle mittelfristig herein wachsen kann, wäre reine Spekulation. Aktuell scheint er nicht soweit zu sein. Dennoch ist der Begriff „Fehleinkauf“ relativ. Jacob Christensen wurde zunächst einmal ablösefrei verpflichtet. Es ist davon auszugehen, dass er auch nicht am oberen Ende der Gehaltstruktur wiederzufinden ist. Zwar spielt der zentrale Mittelfeldspieler in Baumgarts Planungen aktuell keine Rolle. Dazu kann und sollte es aber noch kommen. Experten wie die Datenscouts von Global Soccer Network bescheinigen dem Mittelfeldspieler zumindest ein großes Potenzial. Er gilt vor allem im defensiven Bereich auf der Sechs als besonders stark, ist zweikampstabil, verfügt über eine gutes Positionsspiel, er offenbart aber laut Experten noch Lücken im Offensivspiel sowie im Antritt. Christian Keller deutete bereits an, dass Christensen schon bald seine ersten Minuten bekommen könne. Steffen Baumgart sagte am Dienstag zum Dänen: „Wir müssen Geduld haben.“

Unterm Strich lässt sich festhalten, dass Christensen möglicherweise die Erwartungen der Kölner Verantwortlichen noch nicht erfüllt hat. Das aber mittelfristig tun kann. Ein Ersatz für Skhiri ist er nicht, das haben die Kölner Verantwortlichen aber auch nicht behauptet.  

Pacaradas besondere Rückkehr

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Pacaradas besondere Rückkehr

Leart Pacarada stand als erster Neuzugang des FC fest. Doch sein Wechsel wurde mit Skepsis ge- und Fragezeichen versehen. Die Fußstapfen, die Jonas Hector hinterlassen hat sind groß. Doch Pacarada ist längst einer der Leistungsträger im Kölner Team, wohl der mit den geringsten Leistungsschwankungen. Nun geht es im Duell gegen Bayer gegen seinen Heimatklub.

Sieben Pflichtspiele, sieben Mal Startelf – Leart Pacarada ist wohl der wichtigste Transfer, den der FC in diesem Sommer getätigt hat. Längst ist der 28-Jährige einer der Kölner Leistungsträger. Nun geht es gegen seinem Ex-Klub. Pacaradas besondere Rückkehr

Eine gewisse Skepsis gab es unter den Fans bereits, da war die Verpflichtung noch nicht einmal in trockenen Tüchern. Leart Pacarada galt schon zu Jahresbeginn als erster Neuzugang des 1. FC Köln. Zu einem Zeitpunkt, an dem die Kölner Fans noch gar nicht in den Sphären Transfersperre zu denken vermochten. Der Deal war fix, die Zusagen getroffen, dann kam der FIFA-Hammer. Doch Pacarada dachte gar nicht daran, von seinen Plänen nach Köln zu wechseln, abzuweichen. Während dem FC in diesem Zeitraum wohl die ein oder andere vermeintliche Verstärkung absprang, beauftragte Pacarada ein Umzugsunternehmen und trat die Reise nach Köln an. „Zurück in die Heimat“, wie er später auf der Homepage des FC zitiert wurde. Es folgte die Aussetzung der Transfersperre und damit die feste Verpflichtung des Abwehrspielers.

Pacarada überzeugt auch in der Offensive

Und dennoch kam der Nationalspieler des Kosovo nicht ohne Nebengeräusche zum FC. Die Skepsis in den von Steffen Baumgart zum besten Linksverteidiger der zweiten Liga geadelten Pacarada wurde in den Sozialen Medien kund getan. Er habe bislang doch nur Zweit- und Drittligaerfahrung und sei zudem doch nur die Dreierkette von St. Pauli gewohnt. Der Haupttenor aber: Wie soll dieser – wenn auch gute – Zweitligaverteidiger einen Jonas Hector, immerhin ehemaliger Nationalspieler, FC-Ikone und laut Christian Keller noch immer einer der besten Außenverteidiger des Landes, ersetzen können? Zwar wurden die Kölner Verantwortlichen vor der Saison nicht müde, zu betonen, dass Pacarada einen Hector nicht ersetzen könne und es auch nicht solle, doch nach den ersten sechs Spieltagen ist der 28-Jährige aus der Startelf der Kölner nicht mehr wegzudenken. „Mein Anspruch ist, der Mannschaft mit meinem Weg zu helfen.“ 

Und dieser Weg ist zwar bislang noch nicht in Zählbares umgemünzt worden, aber dennoch ein durchaus vielversprechender. Pacarada hat die Skeptiker bereits eines Besseren belehrt: er kann Viererkette. „Ich spiele in einer Dreierkette auch gerne im linken Mittelfeld. Aber grundsätzlich sehe ich mich als Verteidiger“, sagte Paqarada einst dem Online-Portal transfermarkt.de. Der Außenverteidiger macht zumindest genau das, wofür ihn der FC geholt hat. Er sichert die linke Außenbahn ab, ist stabil in den Zweikämpfen und liefert konsequent seine Leistung ab. Bislang mit wenig Ausreißern nach oben, aber eben auch noch keinem nach unten. Dazu schaltet sich der 28-Jährige immer wieder in die Offensivaktionen ein. Pacarada schlug in dieser Spielzeit bereits 19 Flanken aus dem Spiel heraus. Nur der Nationalspieler David Raum für RB Leipzig (21) sowie Unions Sheraldo Becker (20) schlugen mehr Flanken. Dazu ist er neben Florian Kainz für die Standards zuständig. Von seinen Hereingaben kamen allerdings keine 20 Prozent zum Mitspieler. Dennoch scheint es nur eine Frage der Zeit, bis es auch Pacarada auf die Scorerliste des FC schafft.

Pacarada steigert seinen Marktwert enorm

Die hohe Anzahl an Hereingaben ist keine große Überraschung, eher ein Grund für seine Verpflichtung. Schon in der vergangenen Spielzeit schlug er für St. Pauli 144 Flanken, sucht zudem viele Offensiv-Zweikämpfe, bestreitet viele erfolgreiche progressive Läufe und überzeugt durch Balleroberungen in der gegnerischen Hälfte. Gewisse Defizite im Tempo macht er durch ein starkes Stellungsspiel wieder wett. Nicht umsonst hat der Linksverteidiger seinen Marktwert erneut gesteigert. Laut Gool.ai lag er zu Beginn der Spielzeit noch bei 2.3 Millionen Euro, er ist innerhalb weniger Wochen auf 3.7 Millionen angestiegen. Das Online-Portal prognostiziert dem Abwehrspieler für den Sommer sogar eine Wert von mehr als 4 Millionen Euro.

Doch ausgerechnet gegen Leverkusen drohte nun erstmals das Aus des Dauerbrenners. Ausgerechnet, weil Pacarada im Alter von zarten acht Jahren zu Bayer Leverkusen wechselte – aus der Jugend von Werder Bremen. Bei Bayer durchlief der Abwehrspieler sämtlichen Juniorenmannschaften und wurde zum U-Nationalspieler des DFB. Dort spielte er unter anderem mit Emre Can und Marvin Duksch in einem Team. Der Durchbruch bei der Werkself wollte aber nicht gelingen. „Ich habe grundsätzlich das Potenzial. Es hat vielleicht irgendwo an der Konstanz gefehlt über eine ganze Saison hinweg“, sagte Pacarada transfermarkt.de. Als die zweite Mannschaft von Bayer aufgelöst wurde, wechselte der Abwehrspieler 2014 zum SV Sandhausen, 2020 zum FC St. Pauli und in diesem Sommer schließlich zum FC. „Zurückzukehren in die Stadt, in der ich groß geworden bin und die für mich immer Heimat bedeutet hat, ist für mich ein unbeschreibliches Gefühl“, sagte Paqarada. Am Mittwoch gab es Entwarnung: Pacarada nahm wieder am Training teil.

 

Das sagt Baumgart zur Situation, möglichen Rückkehrern und Leverkusen

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Das sagt Baumgart zur Situation, möglichen Rückkehrern und Leverkusen

Der 1. FC Köln ist in die Vorbereitung auf das Leverkusen-Spiel gestartet. Nach der Einheit äußerte sich Steffen Baumgart zur aktuellen Situation, zu möglichen Rückkehrern und zu Bayer Leverkusen.

Der 1. FC Köln ist am Dienstag in die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen gestartet. Während Leart Pacarada verletzt aufhören musste, nahmen Mathias Olesen und Eric Martel wieder am Training teil. Anschließend sprach der Trainer über die aktuelle Lage. Das sagt Baumgart zur Situation, möglichen Rückkehrern und Leverkusen.

Am Feiertag haben die Geißböcke die Vorbereitung auf das kommende Spiel gegen Bayer Leverkusen aufgenommen. Die aktuelle Lage liegt nach wie vor wie ein Schatten über dem Geißbockheim. FC-Trainer Steffen Baumgart gibt sich weiterhin kämpferisch. „Es gibt Ursachen dafür und an denen arbeiten wir. Es kommen jetzt die ersten Sätze vom „Wiederholungstäter“ und „Ausreden“. Darüber brauchen wir nicht mehr reden“, sagte der Coach. „Wir müssen machen und dann ist gut. Es geht nicht anders. Wir machen einfach weiter. Ich werde den Fußball nicht neu erfinden. Ich versuche, Dinge aus dem zu schöpfen, die mir geholfen haben. Und ich war oft in ähnlichen Situationen. Das versuche ich, zu vermitteln.“ Mit der Trainingsintensität ist der Coach zufrieden. „Ich sehe meine Mannschaft gut trainieren. Das machen sie schon die ganze Zeit. Wir haben ja kein schlechtes Training. Die Jungs gammeln hier ja nicht rum oder trainieren nicht“, sagte der Trainer. „Die Jungs machen viel, um die Dinge klarer zu machen. Wir müssen sehen, was am Sonntag rauskommt und wissen dann, ob wir Fortschritte gemacht haben.“

Dabei werden die Aufgaben für den FC momentan nicht leichter. Am Sonntag wartet das schwere Spiel beim Nachbarn. Besondere Bedeutung will der Trainer dem Gegner aber nicht zukommen lassen. „Leverkusen spielt wirklich sehr gut. Wenn man es neutral betrachtet, macht es Spaß ihnen beim Fußball zuzuschauen. Wenn du gegen sie spielst, musst du Lösungen finden“, sagt der Trainer. „Das hat aber nichts damit zu tun, ob du gegen Leverkusen spielst oder nicht. Es könnte jetzt jeder Gegner kommen, wir wissen um die Situation. Es ist nicht schwierig, gute Leistungen anzuerkennen. Wir müssen jetzt Ergebnisse einfahren.“

Uth und Dietz vor dem Comeback bei der U21

Personell sieht der Trainer einen Aufwärtstrend. Kein Wunder, Eric Martel und Mathias Olesen sind zumindest teilweise wieder in das Training eingestiegen. Für Martel würde ein Einsatz gegen Bayer aber zu früh kommen. „Bei Eric sieht es sehr gut aus. Er war jetzt zwei Wochen nicht im Training und ist seit Freitag bei der Mannschaft. Wir fangen jetzt aber keine Situation an, die zum Wochenende auf uns zukommt“, sagte der Coach. Der Sechser dürfte in den Planungen für das Derby nach der Länderspielpause wieder ein Thema werden. Eine Rolle gegen Leverkusen könnte dagegen Olesen spielen. „Er trainiert wieder voll mit. Wir müssen jetzt sehen, ob er ein Fall für die Profis wird.“

Ihr sportliches Comeback werden wohl am Wochenende Mark Uth und Florian Dietz geben, allerdings nicht in der ersten Mannschaft, vielmehr bei der U21. „Bei ihnen ist der Gedankengang, sie bei der U21 am Samstagabend wieder ins Spiel zu bringen. Es ist halt ein Unterschied zwischen Training und Spiel.“ Dagegen könnte Leart Pacarada ein Thema werden. Der Linksverteidiger musste das Training schon beim Aufwärmen abbrechen. „Leart haben wir runtergenommen, weil er nicht mehr trainingsfähig war. Wir müssen mal abwarten. Es gibt jetzt keine Prognose von mir“, sagte der Coach. Die gab es auch nicht zu Benno Schmitz, der eine Reha-Einheit absolvierte. Schmitz war am vergangenen Wochenende kurzfristig ausgefallen.

 

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Warum Ljubicic in der Offensive kaum stattfand

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Warum Ljubicic in der Offensive kaum stattfand

Auch gegen den VfB Stuttgart sollte Dejan Ljubicic über die rechte Seite für Gefahr sorgen. Das gelang dem Österreicher nicht – allerdings nicht ohne Grund.

Wieder einmal spulte Dejan Ljubicic in einem Bundesligaspiel die meisten Kilometer ab. Wieder einmal stopfte der Mittelfeldspieler viele Löcher, stabilisierte die Defensive. Auf Kosten anderer Aufgaben. Warum Ljubicic in der Offensive kaum stattfand.

Die Werte an sich konnten sich auf den ersten Blick sehen lassen. Dejan Ljubicic lief mit Abstand die meisten Meter, absolvierte die meisten Sprints und der Mittelfeldspieler gewann die meisten Zweikämpfe der FC-Profis (verlor aber auch recht viele). Und doch hatte Ljubicic am Samstag so gut wie keinen Zugriff auf das Spiel gegen den VfB Stuttgart. Auch der Österreicher blieb gegen den VfB blass, hätte allerdings mit einem Schlenzer dem Spiel beinahe eine andere Wendung gegeben. Der Plan, Ljubicic auf die rechte Seite zu stellen, um mit mehr Tempo für Gefahr zu sorgen, verpuffte jedenfalls. Vermutlich war diese Lösung der Tatsache geschuldet, dass Benno Schmitz ausfiel und dadurch Rasmus Carstensen auf der Außenverteidigerposition ran musste, für die der Däne im übrigen verpflichtet worden ist. Allerdings scheint sich Carstensen in der Offensive deutlich besser aufgehoben zu fühlen. Zumindest hat er diesen Eindruck in den bisherigen Spielen vermittelt und mit der bescheidenden Defensivleistung gegen Stuttgart noch einmal untermauert.

Ljubicic durch Defensivaufgaben gebunden

Denn Carstensen offenbarte Schwächen im Stellungsspiel und Zweikampfverhalten gegen einen zugegebenermaßen überragenden Chris Führich. Der Ex-Kölner machte auf der linken Außenbahn, was er wollte oder zumindest viel von dem, was er wollte. Bezeichnend: Defensivspieler Carstensen gewann insgesamt acht seiner 16 Zweikämpfe, Offensivspieler Führich 12 seiner 19. Führich band mit seinem Tempo und seinem quirligen Spiel aber nicht nur den Dänen, auch Ljubicic musste viel zurück arbeiten, immer wieder auf der rechten Außenbahn defensiv aushelfen. Nicht nur für Carstensen, erwartungsgemäß und auch gewollt unterstützte der Mittelfeldspieler den alleinigen Sechser Denis Huseinbasic.

Die Heatmap des Österreichers zeigt dadurch aber an der Stelle, an der Ljubicic eigentlich für Tempo sorgen sollte, erstaunliche Dunkelräume, dafür hielt sich der Mittelfeldspieler vor allem im defensiven Mittelfeld und auf der rechten Verteidigerposition auf. So war es de facto Carstensen, der für die meisten Offensivaktionen über rechts sorgte. Ganze fünf Hereingaben hatte der Däne nach dem Spiel zu verzeichnen, es kam nur keine beim Mitspieler an. Ljubicic flanke einmal, fand ebenfalls keinen Abnehmer, eine Torschussvorlage hatte er nicht zu verzeichnen.

Viel Gefahr kam über über Links

Deutlich mehr passierte auf der linken Seite. Nahezu 50 Prozent der Kölner Offensivaktionen fanden auf dieser Seite statt. Auch, weil Linton Maina seine Position halten konnte und nicht mit zusätzlichen Defensivaufgaben betraut war. So sorgte Maina für acht Hereingaben sowie fünf Torschussvorlagen. Wie schon in der Vergangenheit mangelt es weiterhin an der Präzision seiner Abspiele, dennoch leitete der Außenspieler die meiste Gefahr der Kölner ein. Und auch Leart Pacarada steuerte mit fünf Flanken und zwei Torschussvorlagen weitere Offensivaktionen bei. Geholfen haben sie nicht. „Wir müssen an der Präzision arbeiten und es Woche für Woche versuchen. Gut ist, wie viele Aktionen wir uns rausspielen. Nicht gut ist, aus wie wenigen Aktionen wir dann wirklich was machen. Da müssen wir weiter dran arbeiten“, sagte Christian Keller. Dejan Ljubicic kreierte auf seiner Seite wenige Offensivaktionen.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Ljubicic in der vergangenen Saison ebenfalls nur knapp 40 Flanken schlug und 25 Torschussvorlagen gab. Florian Kainz kam etwa auf mehr als 120 Flanken und 70 Torschussvorlagen. Natürlich wird sich FC-Trainer Steffen Baumgart seine Gedanken gemacht haben. Es war bereits vor dem Spiel klar, dass der Österreicher auch in der Defensive würde aushelfen müssen. Gerade im defensiven Mittelfeld, in dem Denis Husenbasic als alleiniger Sechser gegen die starken Stuttgarter vor einer großen Aufgabe stand. Da er sich dort aber die meiste Zeit aufhielt, verpuffte der Effekt eines temporeichen rechten Mittelfeldspielers. Die Diskussionen um einen Positionswechsel werden nicht abreißen.

FC-Misere: Am Abwehrzentrum liegt es nicht

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FC-Misere: Am Abwehrzentrum liegt es nicht

Sechs Spiele, nur ein Punkt – der FC befindet sich nach Aussage der Kölner Verantwortlichen bereits im Abstiegskampf. Das hat viele Gründe. Timo Hübers und Jeff Chabot sind keiner davon.

Trotz der anhaltenden Krise spielen Jeff Chabot und Timo Hübers bislang eine ordentliche Saison. Trotz der FC-Misere: Am Abwehrzentrum liegt es nicht.

Als Christian Keller am vergangenen Mittwoch auf der Mitgliederversammlung einmal mehr auf eine angemessene Reaktion auf die mögliche Transfersperre angesprochen wurde, wiederholte der Sportdirektor, dass eine Strategie als Prophylaxe einer notgedrungenen Kaderausdünnung die Vertragsverlängerungen mit einigen Leistungsträger sei. Und da haben die Kölner gerade einige vorzuweisen. Neben zuletzt Jan Thielmann unterschrieb unter anderem Timo Hübers im Juli einen neuen Kontrakt, der ihn bis 2026 an den FC bindet. Die Verlängerung war keine Überraschung, sie wurde allerdings von Keller öffentlich mit dem Wunsch nach mehr Verantwortung des Abwehrspielers garniert.

Spieler wie Timo Hübers sollen also auf und neben dem Platz die „Verantwortungs“-Lücke stopfen, die Ex-Kapitän Jonas Hector gerissen hat. Es sind große Fußstapfen, die der ehemalige Nationalspieler hinterlassen hat. Inwieweit Hübers diese Rolle auf zwischenmenschlicher Ebene angenommen hat, ist schwer einzuschätzen, spielerisch kann sich der Innenverteidiger zumindest nichts vorwerfen lassen. Am Abwehrzentrum liegt die aktuelle Misere der Geißböcke mit großer Sicherheit nicht.

Chabot erneut auf konstant hohem Niveau

Und das, obwohl die Kölner Verteidigung in den vergangenen Wochen immer wieder unter Dauerdruck gestanden hat. Gegen Bremen, aber auch Frankfurt und zuletzt Stuttgart konnte sich Köln phasenweise nur schwer befreien. Unterm Strich hat der FC in dieser Saison allerdings erst elf Tore kassiert. Für einen Tabellenvorletzten ein den Umständen entsprechend ordentlicher Wert. Aus der unteren Tabellenhälfte hat tatsächlich nur Union Berlin ein Tor weniger kassiert. Ein Punkt, der am Ende der Saison vielleicht ein entscheidender Faktor werden könnte. Dass die Kölner bislang bei den Gegentreffern noch gut weggekommen sind, liegt auch an der Abwehrzentrale. Vor allem Jeff Chabot spielt auch in dieser Saison wieder auf konstant hohem Niveau. Auch in unserem Ranking belegt der 25-Jährige, der im Mai ebenfalls einen langfristigen Kontrakt beim FC bis 2026 unterschrieben hat, mit großem Abstand des ersten Platz beim FC. Das war in den Monaten nach seiner Leihe so nicht abzusehen. Beide Innenverteidiger gewannen in dieser Saison 69 ihrer Zweikämpfe und liegen in dieser Statistik ligaweit auf dem siebten Rang – unter den Verteidigern sogar auf dem vierten Platz.

Natürlich stehen Hübers, Chabot und Co. beim FC in dieser Spielzeit wie gesagt oft unter Druck und haben somit auch generell ein höheres Risiko, in das Eins-gegen-Eins-Duell zu gehen, die absoluten Zahlen gehen damit zwangsläufig in die Höhe. Doch auch die Quote der gewonnen Zweikämpfe stimmt bei den beiden Innenverteidigern. Im Schnitt gewinnen die Abwehrspieler etwas weniger als zwei Drittel ihrer Zweikämpfe und befinden sich damit wiederum im oberen Drittel der Bundesliga-Profis. Chabot erreicht mit seinen knapp 66 Prozent gewonnener Zweikämpfe sogar den ligaweit fünften Rang. Das Duo gehört zweifelsohne zu den stärksten Innenverteidiger-Verbünden der Liga. Erst am vergangenen Samstag nahm die Kölner Abwehr den Top-Torjäger Serhoiu Guirassy größtenteils aus dem Spiel. Zwar war der Stürmer an vielen Offensivaktionen beteiligt, zwingende Torchancen erarbeitete sich Guirassy aber nur eine und diese setzte er an die Latte.

Die Fehlerkette beginnt an anderer Stelle

Natürlich sind die beiden nicht fehlerfrei. Vor allem gegen Wolfsburg wie auch gegen Bremen sahen Hübers und Chabot bei den Gegentreffern nicht besonders gut aus. Unterm Strich ist das Duo aber alternativlos, die Fehlerkette beginnt an einer anderen Stelle. Im Gegensatz zu den offensichtlichen Baustellen im zentralen Mittelfeld und der mangelnden Präzision im Angriffsdrittel, ist die Qualität der Innenverteidigung jedenfalls nicht von der Hand zu weisen. Man kann nur hoffen, dass es nicht auch noch auf dieser Position zu einem weiteren Ausfall kommt.

Fußballerinnen des 1. FC Köln unterliegen den Bayern

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Fußballerinnen des 1. FC Köln unterliegen den Bayern

Die Frauen des 1. FC Köln haben am 2. Spieltag der Bundesliga die erste Niederlage einstecken müssen. Bei Bayern München unterlag der FC 0:2.

Nach dem Erfolg zum Saisonauftakt über Leipzig haben die Kölnerinnen in der Frauen-Bundesliga die erste Pleite einstecken müssen. Die FC-Frauen unterliegen den Bayern am Montagabend mit 0:2. Die Tore für München erzielten Pernille Harder und Linda Dallmann.

Eine Woche nach dem verdienten 2:1-Erfolg über RB Leipzig zum Saisonauftakt haben die Fußball-Frauen des 1. FC Köln die erste Niederlage einstecken müssen – allerdings beim Deutschen Meister aus München und dann auch mit einer leidenschaftlichen Leistung. Die Bayern übernahmen erwartungsgemäß von Beginn an die Initiative. Unter anderem kam Georgia Stanway bereits in den Anfangsminuten zu einem ersten Abschluss. Auch Linda Dallmann probierte es aus der Distanz, beide verzogen aber deutlich.

Die erste dicke Chance hatte erneut Stanway nach gut 20 Minuten, die aus 30 Metern an der starken Jasmin Pal scheiterte. Der FC verteidigte leidenschaftlich und ließ nur wenige Großchancen zu. Erst Mitte der ersten Halbzeit befreiten sich die Kölner aus der Umklammerung und fanden nun auch in der Offensive statt, allerdings ohne zwingend zu werden. Dennoch waren die Bayern das Spiel bestimmende Team und belohnten sich unmittelbar vor dem Seitenwechsel. Giulia Gwin flankte relativ unbedrängt, Harder kam zum Kopfball: 1:0.

Der Treffer tat den Bayern offensichtlich gut. Die Favoritinnen waren im zweiten Abschnitt deutlich engagierter und zielstrebiger. Unter anderem scheiterte Lea Schüller einmal mehr an Pal. Auf der anderen Seite kam Sharon Beck zu einem guten Abschluss, ihr zentraler Schuss stellte Torhüterin Maria Luisa Grohs nicht vor sonderlich große Probleme. Dallmann zeigte sich deutlich kaltschnäuziger. Die Mittelfeldspielerin schob den Ball problemlos an Pal vorbei. Die Bayern schalteten einen Gang zurück, blieben aber weiterhin dominant und hätten gut und gerne auch noch erhöhen können. Schüller, Jovana Damnjanović und Jill Baijings kamen zu weiteren Abschlüssen, erhöhten aber nicht mehr. Am kommenden Wochenende empfängt der FC den MSV Duisburg.

 

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Wird Mark Uth nun wieder zum Hoffnungsträger

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Wird Mark Uth nun wieder zum Hoffnungsträger

Für Eric Martel und Mark Uth verläuft die Spielzeit bislang alles andere als erfreulich. Und das nicht wegen der anhaltenden Erfolglosigkeit der Mannschaft. Beide galten vor der Spielzeit als Hoffnungsträger und wurden schnell zu Sorgenkindern. Das soll sich in der Länderspielpause wieder ändern.

Mark Uth trainiert wieder mit der Mannschaft und auch Eric Martel steigt nach seiner Verletzung wieder ein. Der Sechser soll dem Zentrum wieder mehr Stabilität verleihen. Und auch Mark Uth soll wieder eine wichtige Rolle einnehmen. Vom Sorgenkind zum Hoffnungsträger.

Gemeinsam mit Jonas Hector verfolgte Mark Uth am vergangenen Samstag die 0:2-Pleite des FC gegen den VfB Stuttgart aus einer Loge des Kölner Stadions. Das, was er zu sehen bekam, wird dem gebürtigen Kölner gleich doppelt nicht geschmeckt haben. Neben der Niederlage dürfte es den 32-Jährigen gefuchst haben, wieder einmal nicht auf dem Platz zu stehen. Nach der vergangenen schweren Saison, mit Operationen, Schmerzen und wenig Einsatzzeit sollte es dieses Jahr besser werden. Dafür tat der Offensivspieler schon vor dem Trainingsauftakt im Sommer viel. Extraeinheiten, mit und ohne Ball, im Fitnessraum. Und obwohl Steffen Baumgart kurz zuvor noch auf die Euphoriebremse trat, schien Uth tatsächlich zum ersten Pflichtspiel fit zu sein. Der 32-Jährige hatte eine starke Vorbereitung absolviert, wurde als geführter Neuzugang deklariert, der das Kölner Spiel neben Luca Waldschmidt variabler machen sollte. Die beiden ehemaligen Nationalspieler schienen besonders gut zu harmonieren. Die Offensive der Kölner inklusive Angreifer Davie Selke vielversprechend.

Uth: „Wir sollten Ruhe bewahren“

Doch die Hoffnung erlitt schon beim ersten Auftritt gegen den VfL Osnabrück im Pokal einen herben Dämpfer. Der eingewechselte Uth musste verletzt von Platz. Und obwohl der FC am Folgetag bekannt gab, dass Uth sich keine strukturelle Verletzung zugezogen habe, zieht sich die Rekonvaleszenz erstaunlich lange. Seit vergangener Woche ist Uth wieder Teil des Mannschaftstrainings. Doch angesichts der langen Verletzungsmisere wollen und werde die Kölner das nächste Comeback des Offensivspielers behutsam angehen, ungeachtet der aktuellen kritischen Situation. „Ich fühle mich sehr gut. Ich habe meine Defizite auch im Kraftbereich aufgeholt und muss jetzt zwei bis drei Wochen am Stück trainieren, bevor ich wieder spielen kann“, sagte Uth vergangenen Woche in einem Interview des FC. „Aber die Schmerzen sind komplett weg. Also alles wunderbar.“

Ganz so wunderbar ist die Situation seines Arbeitgebers allerdings nicht. Mit nur einem Punkt aus sechs Spielen belegen die Kölner den vorletzten Tabellenplatz. Und die jüngsten Auftritte gegen Werder Bremen und den VfB Stuttgart, beides Mannschaften, die vor der Saison als Gegner auf Augenhöhe gegolten haben, machen nicht gerade Hoffnung auf mehr. „So in eine Saison zu starten, ist immer schwierig. Trotzdem sollten alle Ruhe bewahren, nicht den Teufel an die Wand malen und an den Plan glauben, den der Trainer uns gibt. Dann werden wir auch wieder punkten“, sagte Uth noch vor dem Stuttgart-Spiel. Mit der Ruhe bewahren ist es angesichts des schwachen Saisonstarts und dazu noch in Köln so eine Sache. Steffen Baumgart steht ganz offensichtlich vor seiner schwersten Saison. Und das nicht nur aufgrund der mageren Punkteausbeute. Fakt ist, die Kölner haben den qualitativen Aderlass eines Ellyes Skhiri und möglicherweise auch von Jonas Hector nicht kompensieren können. Zwar hat sich der FC insgesamt breiter, variabler aufgestellt. Doch Stand jetzt fehlt dennoch die Klasse, eben jene zu halten.

Baustellen auf der Sechs und in der Offensive

Die eine große Baustelle des Trainers befindet sich im defensiven Mittelfeld. Seit der Verletzung von Eric Martel steht der zentrale Raum zu weit offen. Sämtliche bisherigen Experimente scheiterten unterm Strich. Ein adäquater Ersatz für Skhiri wurde eben nicht verpflichtet. Und so ist der FC gerade bei seiner Spielweise im Umschaltspiel extrem anfällig. Dazu kommt die fehlende Präzision im finalen Pass. Die Kölner erarbeiten sich zu wenige Großchancen. Vier Tore in sechs Spielen sprechen eine eindeutige Sprache. Kein anderes Team traf seltener. Den letzten Platz teilen sich die Kölner mit dem FSV Mainz. Und das eben auch, weil der letzte Pass nicht ankommt, der Abnehmer nur knapp am Ball vorbeirauscht, der Gegner dazwischen kommt.

Allerdings scheint das aktuelle Personal auf den neuralgischen Punkten keine Besserung zu versprechen. Kein Wunder also, dass nun ausgerechnet die Rekonvaleszenten zu den großen Hoffnungsträgern werden. Zum einen Martel, der in der vergangenen Saison nur selten aus dem Schatten von Skhiri heraustreten konnte – trotz starker Leistungen. Und dem auch in dieser Saison nur wenige Fans die Form von vor seiner Verletzung zugetraut hätten. Und dann eben Uth. Das Sorgenkind der vergangenen Saison wird also einmal mehr zum Hoffnungsträger der Kölner. Hoffnungsträger bedeutet nur leider nicht zwangsläufig Heilsbringer.

Zur Länderspielpause werden beide Spieler zurückerwartet. „Ich hatte es mir natürlich schon früher erhofft, aber ich freue mich sehr. Ich glaube, es wird etwas ganz Besonderes, weil es ein Derby ist. Der Plan ist ja, dass ich dann wieder dabei bin“, sagt Uth. „Nach einem Derby-Heimsieg mit den Jungs in der Kabine zu feiern, wäre mein Traum.“ Das wäre sicher nicht nur der Traum von Mark Uth.

Ein wenig Optimismus. Aber wieviel Hoffnung?

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Ein wenig Optimismus. Aber wieviel Hoffnung?

Der 1. FC Köln schlittert immer tiefer in die Krise. Nach der fünften Niederlage im sechsten Spiel belegen die Geißböcke den 17. Tabellenplatz. Christian Keller verbreitet Optimismus. Ist der berechtigt?

Mit der bitteren 0:2-Pleite gegen Stuttgart kassierten die Kölner bereits die fünfte Saisonniederlage, wohlgemerkt im sechsten Ligaspiel. Dennoch glauben die Kölner Verantwortlichen an baldige Besserung und verbreiten ein wenig Optimismus. Aber wieviel Hoffnung hat der FC?

Am vergangenen Mittwoch hatte Christian Keller Redebedarf – notgedrungen. Auf der Mitgliederversammlung des 1. FC Köln wehrte sich der Sportdirektor gegen die Kritik in den Sozialen Medien, er würde den Verein kaputt sparen, hätte den Kader falsch zusammengestellt. Die Kritik wird nach dem 0:2 gegen den VfB Stuttgart nicht weniger geworden sein. Denn es klafft eine Lücke zwischen Leistung und Qualität. Doch, und auch das sagte der 46-Jährige auf der gleichen Veranstaltung, für ihn sei „Optimismus alternativlos“. Eine Floskel, über die sich wohl jedes Sparschwein gefreut hätte, wenn es denn am Mittwoch anwesend gewesen wäre. Keller betonte, dass man mit der falschen Einstellung auch nicht viel erreichen werde.

Und so gab es nach der fünften Niederlage im sechsten Spiel die Floskeln, die man auch in den vergangenen Wochen schon gehört hat. „Wir müssen weiter dran arbeiten. Wir haben das Selbstvertrauen, dass der Knoten irgendwann platzen wird“, sagte beispielsweise Keller und Baumgart erklärte: „Wir werden weiter den Arsch hochnehmen und um jeden Zentimeter kämpfen, um die nötigen Punkte zu holen.“

Leistung macht wenig Hoffnung

Der Kampfgeist ist bei den Akteuren trotz fünf Niederlagen in sechs Spielen vorhanden, der Optimismus bei den Kölner Verantwortlichen offensichtlich auch. Vermutlich handelt es sich dabei aber eher um eine gehörige Portion Zweckoptimismus, denn es gibt aktuell nur wenige Argumente, die für eine schnelle Genesung des kränkelnden FCs sprechen. Zum einen werden Baumgart und Co. nicht müde zu betonen, dass die Leistung in Teilen generell ja da sei, man sie aber nicht über die gesamte Spielzeit auf den Platz bekomme. Nach sechs Spielen und einem Punkt kann es sich bei diesem Problem wohl nicht mehr um fehlendes Glück handeln. Es bedeutet, dass das, was der FC aktuell auf den Platz bringt, einfach nicht für die Bundesliga reicht – da können die Ansätze noch so vielversprechend sein.

Denn auch wenn Marvin Schwäbe und Davie Selke eine gute Leistung der Kölner gesehen haben, war der FC gegen Stuttgart, aber auch schon gegen Bremen, Frankfurt und Hoffenheim über weite Phasen die schlechtere Mannschaft – unabhängig davon, wie viel Leistung sie auf den Platz bekommen hat. De facto war der VfB den Kölnern in nahezu allen Statistiken überlegen. Die Schwaben gewannen mehr Zweikämpfe, hatten mehr Ballbesitz, spielten mehr und genauere Pässe. Einzig bei den Läufen und geschlagenen Flanken war der FC besser. Allerdings kamen beim FC von 27 Flanken 4 an, beim VfB kamen von 12 Flanken 7 an.

Zudem fehlt den Kölnern die zwingende Torgefahr. Mehr als die Torschüsse von Davie Selke und Dejan Ljubicic kamen nicht gefährlich auf das Gehäuse von Alexander Nübel. Die fehlende Präzision im finalen Passspiel zieht sich ebenfalls durch die Saison, war aber auch schon in der vergangenen Spielzeit vorhanden. Den einzigen, aber offenbar eklatanten Qualitätsverlust haben die Geißböcke auf der Sechs zu verzeichnen. Auch wenn Keller und Co. vor der Spielzeit überzeugt waren, diesen Verlust aus den eigenen Reihen auffangen zu können, fehlt dem FC aktuell genau dort die Qualität, um sich im Umschaltspiel nicht Tor um Tor zu fangen. Die Frage muss erlaubt sein, ob die Kölner Profis überhaupt mehr Leistung auf das Feld bekommen können und wenn, wie.

Denn auch die kommenden Aufgaben werden nicht leichter. Zunächst spielt der FC bei Leverkusen und damit beim souveränen Tabellenführer, dem bislang nur der FC Bayern glücklich einen Punkt abnehmen konnte. Nach der Länderspielpause folgt das Derby gegen Gladbach, in dem trotz Krise so gut wie alles möglich ist. Und dann geht es nach Leipzig. RB führte die Bayern am Samstag mit ihrer Offensivpower an den Rande einer Niederlage. Die nähere Zukunft verspricht jedenfalls nicht viel positive Entwicklung beim FC.

Rückkehr der Verletzten, schwächelnde Bundesligisten

Immerhin wird sich bis zum Gladbach-Spiel die personelle Lage wohl deutlich entspannen. Mit Eric Martel kehrt dann ein Stabilisator für das zentrale Mittelfeld zurück. Sicherlich wird der 21-Jährige nicht alle Kölner Probleme im Zentrum lösen können, die Spiele vor seiner Verletzung waren aber mehr als nur verheißungsvoll, die Doppelsechs mit Dejan Ljubicic passte. Mit Mark Uth steht Baumgart dann voraussichtlich eine weitere Option in der Offensive zur Verfügung, die durchaus in der Lage ist, den finalen Pass zu spielen. Uth ist ohnehin ein Offensivspieler, der den direkten und schnellsten Weg zum Tor sucht. Allerdings muss man abwarten, wie der gebürtige Kölner den erneuten Rückschlag einer weiteren Verletzung nach dem Seuchenjahr weggesteckt hat. Jan Thielmann wird erst wieder im November zur Verfügung stehen. Der Kölner Youngster sagte am Samstag, dass er in „ein, zwei, vielleicht erst drei Wochen“ zurück ins Mannschaftstraining kehre.

Und es gibt noch eine andere Hoffnung. Trotz der anhaltenden Punktekrise belegen die Kölner aktuell den 17. Tabellenplatz. Der VfL Bochum und Darmstadt befinden sich noch auf Schlagdistanz. Aber auch das kann sich in den kommenden Wochen ganz schnell ändern.