Der FC trifft im Pokal auf den 1. FC Kaiserslautern
Simon Bartsch
In der zweiten Runde des DFB-Pokals trifft der 1. FC Köln auf den 1. FC Kaiserslautern. Das ergab die Auslosung am Sonntagabend in der ARD-Sportschau.
Was dem FC in der Liga aktuell nicht mehr gelingen will, haben die Geißböcke im Pokal in dieser Spielzeit bereits geschafft, wenn auch ein wenig glücklich. In der ersten Runde haben die Kölner den VfL Osnabrück in der Verlängerung bezwungen. Nun steht der Zweitrundengegner fest. Der FC trifft im Pokal auf den 1. FC Kaiserslautern. Die Kölner reisen dafür in die Pfalz.
Das ergab die Auslosung am Sonntagabend im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund, übertragen von der ARD-Sportschau. Der Weltmeister von 2014 Shkodran Mustafi zog die Kölner Paarung als letzte Begegnung. Die Geißböcke müssen also erneut zu einem Zweitligisten. Es hätte aber schlimmer kommen können, denn es hätte auch ein Bundesliga-Duell geben können. Nun gibt es ein Wiedersehen mit dem verliehenen Kölner Abwehrspieler Nikola Soldo sowie FCK-Coach Dirk Schuster, der von 1997 bis 1999 in Köln spielte.
FC-Trainer Steffen Baumgart hat bereits mehrfach betont, dass das Pokalfinale in Berlin ein Traumziel sei. „Wir freuen uns auf ein Traditionsduell in der zweiten Pokalrunde in einem tollen Stadion und werden alles dafür geben, um die nächste Runde zu erreichen“, sagte Thomas Kessler. Das Erreichen des Achtelfinales würde dem FC auch finanziell weiterhelfen. Für die nächste Runde erhalten die Klubs mehr als 800.000 Euro. Mit jeder Runde verdoppelt sich die Summe. Zumindest die kommende Runde sollte also für den FC möglich sein. Allerdings sind die Geißböcke in den vergangenen Jahren immer gegen unterklassige Teams ausgeschieden.
Das Duell wird das 100. Pflichtspiel zwischen den beiden Traditionsklubs. Der FC gewann allerdings nur 26 Begegnungen, Kaiserslautern dagegen 42. Die beiden Teams standen sich zuletzt vor knapp zehn Jahren gegenüber. In der Spielzeit 2013/14 gab es jeweils ein torloses Remis. Im Pokal gab es bislang vier Auseinandersetzungen. 1954 setzte sich Lautern mit 7:0 durch, 1985 mit 4:1 nach Verlängerung und 1989 im Achtelfinale mit 2:1. Den einzigen Kölner-Sieg im Pokal gab es 1990. Damals gewann der FC 2:1 bei den roten Teufeln. Die Tore für Köln erzielten Maurice Banach und Frank Greiner.
Zweite Runde am 31.10. und 1.11.
Die 2. Hauptrunde wird am 31. Oktober und 1. November ausgetragen. Wie bereits in der 1. Runde gab es zwei Lostöpfe, damit die Amateurklubs nicht direkt aufeinander treffen. Die Amateurvereine haben erneut Heimrecht. Nun kommt es doch zu einem Pokalspiel in Köln. So empfängt Viktoria Köln den Bundesligisten Eintracht Frankfurt möglicherweise in Höhenberg. „Wir müssen sehen, ob es sich lohnt, ins RheinEnergie-Stadion zu gehen“, sagte der sportliche Leiter Stephan Küsters. Bayer Leverkusen reist zum SV Sandhausen, der FC Bayern München spielt in Saarbrücken.
Das Duell des 1. FC Köln wird voraussichtlich nicht in ARD oder ZDF übertragen. Zwar handelt es sich um ein Traditionsduell, die Öffentlich-Rechtlichen werden aber mit großer Wahrscheinlichkeit eine Bundesliga-Partie bevorzugen. Unter anderem trifft Borussia Dortmund auf RB Leipzig, der VfB Stuttgart auf den 1. FC Union Berling und der VfL Wolfsburg empfängt RB Leipzig.
Der aktuelle Weg ist nicht erfolgreich, er ist gerade alternativlos
Simon Bartsch
Die Bilanz des 1. FC Köln ist aktuell genauso alarmierend wie die statistischen Zahlen, die die Kölner am Samstag abgeliefert haben. Köln ist auch sportlich in der Krise angekommen. Doch das Klagen und Kritisieren wird nicht viel bringen, dem FC sind die Hände gebunden.
Nach der fünften Niederlage im sechsten Spiel wächst die Kritik an FC-Sportdirektor Christian Keller, an zahlreichen Spielern, aber auch an FC-Trainer Steffen Baumgart. Es werden in den Sozialen Medien Veränderungen gefordert. Zu denen wird es wohl nicht kommen können. Der aktuelle Weg ist nicht erfolgreich, er ist aber alternativlos. Ein Kommentar.
Die Gesichter der Kölner Spieler waren leer, enttäuscht, frustriert. Auch Steffen Baumgart war nach dem 0:2 gegen den VfB Stuttgart der Frust ins Gesicht geschrieben. Nach dem Bremen-Spiel wirkte der Trainer ratlos, nun einfach nur noch enttäuscht. Auch er wird nicht nur predigen, sondern auch wissen, dass die Qualität seines aktuellen Kaders – zumindest momentan – nicht für die Bundesliga reicht. Nach zwei Spielzeiten, in denen der FC mit seinem Offensivfußball die Fans, sogar weite Teile der Liga begeistert hat, ist Baumgart auf dem Boden der Realität, vielleicht auch am Ende der Fahnenstange angekommen. Seine größte Stärke, Spieler zu entwickeln, sie zu motivieren, vielleicht auch stark zu reden, lässt sich in dieser Spielzeit noch nicht in Zählbares ummünzen. Baumgart steht vor seiner schwersten Aufgabe.
Unabhängig vom harten Auftaktprogramm ist die Punkteausbeute des FC desaströs. Köln belegt mit einem Zähler den vorletzten Tabellenplatz und die kommenden Wochen versprechen mit den Begegnungen gegen Leverkusen, Gladbach und Leipzig in der aktuellen Situation keine Besserung. Im Gegenteil: Konnte der FC in den vergangenen Spielzeiten von einem starken Saisonauftakt und einem Puffer an Punkten zehren, gibt es immer weniger Möglichkeiten, den Kurs zu korrigieren – der FC befindet sich im freien Fall. Kein Wunder, dass die Kritik in den Sozialen Medien, unter den Fans nicht nachlässt, im Gegenteil, sie steigt. Baumgart betonte am Samstag, er wolle jetzt nicht draufhauen – liest man Kommentare, Tweets, Posts übernehmen das einige Fans.
Deutliche Kritik an Keller
Vor allem Christian Keller muss aktuell viel aushalten. Dem Sportdirektor wird der radikale Sparkurs vorgeworfen. Den hat der 46-Jährige am vergangenen Mittwoch auf der Mitgliederversammlung sehr sachlich, verständlich und logisch erklärt und verteidigt. Auch wenn seine Erklärungen absolut nachvollziehbar sind, hat er einen Kader zusammengestellt, der sich aus der aktuellen Situation nicht befreien kann. Die zentrale Lücke, die Ellyes Skhiri gerissen hat, wurde nicht adäquat ersetzt und wird zunehmend zu einem zentralen Problem. Der FC ist sportlich bislang nicht in der Lage, vermeintliche Gegner auf Augenhöhe in ernsthafte Gefahr zu bringen. Der Prozess hat in der vergangenen Spielzeit begonnen, er steuert nun auf ein Kölner Desaster zu. Es reicht offensichtlich nicht, darauf zu hoffen, Spieler in Windeseile zu funktionierenden Erstligisten zu entwickeln.
Baumgart ist sicherlich der richtige Mann dafür, er ist aber kein Zauberer. Doch auch die Kritik am Trainer wächst. Er stelle die falschen Spieler auf die falschen Positionen, halte zu lange an fixen Ideen fest und wolle unbedingt mit dem Kopf durch die Wand. Immerhin betonte Baumgart in der vergangenen Woche, dass gerade Letzteres ein zentrales Element seines Seins sei. Dass die Spieler nicht von Kritik verschont bleiben, ist bei der aktuellen Situation ebenfalls kein Wunder, verständlich und vor allem nichts Neues.
Klagen und Kritik helfen nicht weiter
Die Kritik ist nicht nur nachvollziehbar, sie ist in Teilen bestimmt auch nicht unberechtigt. Doch die Klagen sowie eben die Kritik helfen aktuell nicht weiter. Der FC ist in gewisser Weise handlungsunfähig, festgefahren – Köln steckt im Dilemma. Sportlich sind die Geißböcke aktuell nicht in der Lage, Fuß zu fassen. Doch welche Hebel haben sie für eine Kurskorrektur? Erschreckender Weise so gut wie keine. Die üblichen Mechanismen zur Korrektur sind in der jetzigen Situation indiskutabel oder kommen zu spät. Steffen Baumgart muss mit dem Personal arbeiten, das ihm zur Verfügung steht. Das Transferfenster ist geschlossen, Keller hat in der vergangenen Woche noch einmal – auch verständlich – klargemacht, warum vertragslose Spieler aktuell keine Alternative seien. Es wird kein neues Personal geben und glaubt man den Rechtsexperten in Bezug auf das CAS-Urteil auch nicht im kommenden Winter und mit ein wenig Pech noch nicht einmal im kommenden Sommer.
Der wirtschaftliche Kurs von Christian Keller ist nachvollziehbar, vor allem, wenn der FC dabei bleibt, keinen Investor mit an Bord zu holen. Dennoch haben sich die Kölner Verantwortlichen in diesem Transfersommer verspekuliert. Das Risiko Ellyes Skhiri nicht zu ersetzen, war einfach zu groß. Da können die Zahlen auf der Mitgliederversammlung noch so rosig sein. In den Sozialen Medien wird auch deswegen die Ablösung von Keller gefordert. Mal abgesehen davon, dass diese Denke sehr eindimensional ist – denn Keller geht es um nichts anderes als die Zukunft des Vereins, er arbeitet nun die Altlasten seiner Vorgänger ab und die hätten Köln in eine größere Krise führen können, muss die Frage nach dem „Und dann?“ erlaubt sein. Dann müssten die Kölner dem scheidenden Geschäftsführer eine Ablöse zahlen und dem FC wären in Sachen Kaderplanung genauso die Hände gebunden wie jetzt. Den Kader könnte ein neuer Geschäftsführer Sport kurzfristig jedenfalls nicht ändern.
Ein abstruser Gedanke
Deutlich weniger Fans, aber immer noch erstaunlich viele, fordern sogar den Abschied von Steffen Baumgart. Ebenfalls ein gängiges Mittel in Zeiten der Krise – aber ein sehr abenteuerlicher Gedanke. Baumgart hat dem FC in den vergangenen Jahren wieder Leben eingehaucht. Seine offensive Spielweise ist attraktiv, hat Feuer und Emotionen ins Kölner Stadion gebracht. Zugegeben, die Stimmung ist aktuell im Keller und der FC kann sich davon auch nichts kaufen. Doch war das Gefühl in Köln zuletzt eben ein anderes. Viel wichtiger ist aber, dass Baumgart nicht nur die Gabe hat, junge Spieler zu entwickeln, er ist in der Lage, aus seinen Spielern das Maximum und manchmal sogar noch ein wenig mehr herauszuholen. Seine Stärken haben den FC in den vergangenen beiden Spielzeiten zu einem Klub gemacht, gegen den kein Gegner gerne spielt.
Und eben jene Stärken oder vielmehr der Glaube daran, werden auch die Basis für Kellers Transfer-Entscheidungen gewesen sein. Sollte also der abstruse Gedanke eines Trainerwechsels real werden, müssten die Kölner einen Coach finden, der die Idee eines Steffen Baumgarts fortführt, der auf eine ähnliche Weise Spieler entwickelt, ihnen den Mut und das Selbstvertrauen gibt, in dieser Situation zu bestehen. Ein schweres Unterfangen. Mehr Motivation, gerade im Abstiegskampf, geht nicht.
Der Austausch des Personals ist weder auf der Ebene der Verantwortlichen noch auf der der Spieler in der jetzigen Situation eine zielführende Option – eine dahingehend kurzfristige, heilsbringende Lösung kann es nicht geben. „Wir werden weiter den Arsch hochnehmen und um jeden Zentimeter kämpfen, um die nötigen Punkte zu holen“, sagte Steffen Baumgart am Samstag. Diese Marschroute ist nicht nur verständlich, sie ist aktuell alternativlos.
Intensität wird bei fehlender Qualität nicht reichen
Simon Bartsch
Sechs Spiele, fünf Niederlagen, ein Punkt – die Krise des 1. FC Köln hat sich noch einmal verschärft. Wieder hat die Leistung in Teilen gestimmt. Es fehlt aber ganz offensichtlich auch Qualität.
Der FC schlittert immer tiefer in die Krise. Auch am sechsten Spieltag gab es keinen Dreier. Und so langsam muss man konstatieren: Intensität wird bei fehlender Qualität nicht reichen.
Der Gang in die Südkurve ist den Kölner Spielern schon leichter gefallen. Enttäuscht, leer, ratlos schritten die FC-Profis zu den Fans. „Wieder mit null Punkten vor der Kurve zu stehen, tut verdammt weh“, sagte Timo Hübers. Dabei wurden die Kölner Spieler von den meisten Fans doch aufgemuntert. „Es freut mich, dass die Jungs Mut zugesprochen bekommen haben“, sagte FC-Trainer Steffen Baumgart. Es war wohl einer der wenigen Momente der Freude am Samstag. Denn unterm Strich hat sich die Krise des 1. FC Köln nach dem 0:2 noch einmal verschärft. Und das nicht, weil der FC nun im Grunde genauso schlecht dasteht, wie vor sechs Jahren, als die Kölner sang- und klanglos abgestiegen sind. Vielmehr, weil die Situation zunehmend ratloser macht. Wieder betrieb der FC großen Aufwand, wieder blieb unterm Strich eine Niederlage. Die fünfte im sechsten Saisonspiel – Köln befindet sich im freien Fall.
Hoher Aufwand, wenig Ertrag
„Es ist eine beschissene Situation“, sagte Baumgart, der sichtbar müde wird, Woche für Woche das gleiche Mantra zu predigen und nicht mehr „das Gleiche“ erzählen will. „Vor allem, wenn du diesen Aufwand betreibst und dich noch nicht einmal annähernd belohnst.“ Im Grunde das gleiche, zumindest sehr ähnliches, wie in den vergangenen Wochen sagten andere. „Wir machen es wieder 70 Minuten gut. Grundsätzlich ist es schwierig zu erklären“, sagte Marvin Schwäbe und Hübers: „Es ist super brutal. Wir werfen alles hinein, haben richtig gute Phasen, wo wir Druck auf das Tor machen“, sagte der Abwehrspieler, am Ende waren es aber erneut null Punkte.
Steffen Tigges etwa lief in seinen 60 Minuten Spielzeit für einen Stürmer starke 8,5 Kilometer. Wäre er auf dem Feld geblieben, hätte er möglicherweise die 13 Kilometer geknackt und selbst den Kölner Motor Dejan Ljubicic überholt. Tigges rackerte, arbeitete. Der Stürmer kam zu einem Torabschluss, der aber nicht besonders gefährlich wurde. Auch Florian Kainz arbeitete, war bemüht, gefühlt jede Position im Mittelfeld zu übernehmen, hatte dadurch aber nur noch wenig Zugriff auf das Spiel. Bei den meisten Kölner Spielern klafft eine Lücke zwischen Leistung und Ertrag. „Ich glaube, wir bringen die Leistung auf den Platz“, sagte Selke. Tatsächlich liefen die Kölner wieder einmal überdurchschnittlich viel, absolvierten überdurchschnittlich viele intensive Läufe und Sprints. Die Intensität stimmt also.
Leistung bringt nicht viel, wenn die Qualität nicht stimmt
Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Denn die beste athletische Leistung bringt nicht viel, wenn die technische Qualität fehlt. Und die scheint dem FC in Teilen aktuell abzugehen. Vor allem in der Offensive, in der letzten Phase eines Angriffs tun sich die Kölner nach wie vor schwer. „Wir sind in der letzten Entscheidung vor dem Tor nicht präzise genug. Da müssen wir weiter dran arbeiten“, sagte Christian Keller. Linton Maina machte über die linke Seite gewohnt Tempo. In der ersten Halbzeit liefen mehr als 70 Prozent der Kölner Angriffe über Mainas Außenbahn. Auf der anderen Seite spielte auch Rasmus Carstensen einige Bälle ins Zentrum – mit demselben Ergebnis. „Wir spielen ein paar Bälle scharf durch den Sechszehner und keiner kommt ran“, sagte Hübers.Tatsächlich hat der FC starke 97 Flanken aus dem Spiel in dieser Saison geschlagen, verwertet nicht eine. Immerhin traf Davie Selke nach einer Ecke gegen Bremen.
Dazu gesellen sich zahlreiche individuelle Fehler. Vor beiden Gegentreffern ging der Ball in der Offensive verloren. Einmal war es Davie Selke, dann Luca Waldschmidt, die in der Offensive einen Fehlpass spielten, aus dem zunächst ein Konter und damit ein Tor resultierte. „Dass ich in der einen Szene den Ball verliere, wird eiskalt bestraft. Das tut mir extrem leid für die Mannschaft, das tut mir leid für die Leute hier“, sagte Selke. „Wir bekommen immer wieder so kleine Dinge. Das bringt uns um den Lohn.“ Dabei überspielte Stuttgart in beiden Fällen noch ein komplettes Mittelfeld, dass de facto in dieser Spielzeit alles andere als kompakt oder eng steht.
Den Spielern generell die Qualität abzusprechen, ist zu einfach. Schließlich haben einige jener Akteure diese Qualität in der Vorsaison noch auf den Platz gebracht. Die aktuelle Lage ist sicher nicht nur mit den Abschieden von Ellyes Skhiri und Jonas Hector zu erklären. Steffen Baumgart wird auch auf diese Frage eine Antwort finden müssen und das möflichst schnell. „Die Aktionen, die wir haben, müssen besser werden“, gibt sich Baumgart kämpferisch. Doch das scheint aktuell leichter gesagt als getan. Am kommenden Wochenende ist Leverkusen der Gegner – die Aufgabe wird nicht leichter.
Auch gegen den VfB gab es für den FC nichts zu holen. 0:2 hieß es nach 90 Minuten. Dementsprechend war die Stimmung in Köln. Die Stimmen zum Stuttgart-Spiel.
„Es ist super brutal. Wir werfen alles hinein, haben richtig gute Phasen, wo wir Druck auf das Tor machen. Dann wieder mit null Punkten vor der Kurve zu stehen, tut verdammt weh. Wir haben alles gegeben. Es scheitert nicht am Willen. Wir haben Druckphasen, treffen das Tor aber nicht. Wir machen nicht alles perfekt, sonst würden wir mehr Tore schießen und nicht so viele bekommen. Wir spielen ein paar Bälle scharf durch den Sechszehner und keiner kommt ran. Wir hatten auch in der vergangenen Saison eine ähnliche Phase. Da hatten wir ein paar Pünktchen mehr und die Tabellensituation war eine andere. Wir müssen jetzt bei uns bleiben.“
Timo Hübers
„Ich bin geknickt, weil wir mal wieder ein super Spiel gemacht haben. Wir haben mutig und dominant gespielt. Wir haben gegen den Ball gut verteidigt. Dass ich in der einen Szene den Ball verliere, wird eiskalt bestraft. Das tut mir extrem Leid für die Mannschaft, das tut mir Leid für die Leute hier. Das ding geht auf meine Kappe. Ich glaube, wir bringen die Leistung auf den Platz. Würden wir sie nicht auf den Platz bringen, müssten wir uns Sorgen machen. Wir bekommen immer wieder so kleine Dinge. Das bringt uns um den Lohn. Das ist bitter. Ich bin zuversichtlich. Ich bin ein ehrgeiziger Typ. Wenn mir so ein Lapsus passiert
Davie Selke
„Beide Mannschaften hatten ihre Situationen. Es gab viele Sachen, die die Jungs gut gemacht haben. Aber am Ende stehst du mit leeren Händen da. Es ist eine beschissene Situation, vor allem wenn du diesen Aufwand betreibst. Die Aktionen, die wir haben, müssen besser werden. Ich habe die Stimmung als sehr positiv empfunden über das ganze Spiel hinweg. Dass eine Enttäuschung dabei ist, darüber müssen wir nicht reden. Wie der Support bleibt, hängt davon ab, wie wir auf dem Platz arbeiten. Es freut mich, dass die Jungs Mut zugesprochen bekommen haben.“
Steffen Baumgart
„Ich muss ganz ehrlich sagen: Wir machen es wieder 70 Minuten gut. Grundsätzlich ist es schwierig zu erklären. Wir kommen hinten gut raus, erarbeiten uns Chancen. Stuttgart war einfach effizienter. Aktuell ist das Glück nicht auf unserer Seite.“
Marvin Schwäbe
„Wir haben mit großem Aufwand gespielt und in allen Spielphasen das auf den Platz gebracht, was wir uns vorgenommen hatten. Wir haben nur aus den zahlreichen guten Gelegenheiten wieder zu wenig gemacht. Wir sind in der letzten Entscheidung vor dem Tor nicht präzise genug. Da müssen wir weiter dran arbeiten. Wir haben das Selbstvertrauen, dass der Knoten irgendwann platzen wird.“
Auch gegen den VfB Stuttgart gab es für den 1. FC Köln nichts zu holen. 0:2 hieß es nach 95 Minuten, trotz ordentlicher Leistung. Dennoch fallen die Noten insgesamt eher schlecht aus.
Der FC wartet weiterhin auf die ersten Sieg in der Liga. Gegen den VfB Stuttgart kassierten die Kölner eine unglückliche 0:2-Pleite und haben damit den Negativrekord eingestellt. Somit wird es noch ungemütlich für die Geißböcke. Dabei hatten die Kölner erneut eine vielversprechende Leistung absolviert. Das zeigt die Einzelkritik der FC-Profis gegen Stuttgart.
Tatsächlich verdiente sich einmal mehr ein Spieler eine mangelhafte Note. Ansonsten gab es viel Durchschnitt. Bezeichnend für das Spiel, das Ergebnis und die Punkteausbeute ist die Note des besten Kölner Spielers: eine 3+.
So bewerten wir die FC-Profis gegen Stuttgart
Sah bei Guirassys Lattentreffer in den ersten Minuten nicht gut aus. Dafür bei Itos Schuss besonders gut. Hielt auch zwei, drei weitere Schüsse, die ein Keeper seiner Klasse halten muss. Bei beiden Toren chancenlos.
Gewann nur fünf Zweikämpfe. Stand auf seiner linken Seite dafür aber meist sicher. Überzeugte mit seinen präzisen Bällen im Spielaufbau. Seine Flanken verpufften aber meistens.
Hatte viele sehr gute Defensivaktionen. Rettete unter anderem einmal in höchster Not für den düpierten Jeff Chabot. Machte beim 0:1 nicht die beste Figur. Dennoch ein ordentliches Spiel.
Hatte Guirassy oft im Griff. Vermutlich kann man den Offensivspieler nicht ausnahmslos im Griff haben. Schaltete sich sogar einige Male in die Offensive ein, allerdings ohne Fortune. Einen katastrophalen Fehler im Spielaufbau bügelte Hübers für ihn aus.
Ein seltsames Spiel des Dänen. Tat sich in der Defensive zum Teil sehr schwer. Zumindest brach Führich immer wieder auf dieser Seite durch. Auf der anderen Seite mit einigen scharfen Hereingaben und Flanken, die aber keinen Abnehmer fanden. Scheint aktuell auf der offensiveren Position besser aufgehoben zu sein.
Wie schon in der Vorwoche erstaunlich präzise bei den Pässen. Ansonsten aber ein schwacher Auftritt des Mittelfeldspielers. Hatte kaum Einfluss auf das Spiel, sah beim 0:1 nicht sonderlich gut aus.
Mehr als 70 Prozent der Angriffe liefen im ersten Abschnitt über die linke Seite. Oft war Maina involviert. Leitete zum Beispiel Ljubicics Chance ein. Seine fehlende Präzision in den Hereingaben wird aber zunehmend zum Problem.
Wieder sehr bemüht und aggressiv. Reibt sich für die Mannschaft auf. Versuchte sich gleich auf mehreren Positionen. Das kann nicht funktionieren.
War in der Defensive sehr gebunden, konnte sich deswegen auf der rechten Seite nur selten in die Offensive mit einschalten. Versuchte es gleich mehrfach aus der Distanz – leider mit viel Pech. Spulte die meisten Kilometer ab.
Rackerte und lief unheimlich viel. Ließ auch den ein oder anderen Gegner aussteigen. Hatte als Stürmer wieder einmal so gut wie keine Offensivaktionen. Unerklärlich der überhastete Schussversuch bei der Überzahl-Situation.
Kam in einigen Szenen einen Schritt zu spät. Immerhin hatte er diese Szenen. Kam zu einem guten Abschluss, den er knapp vergab. Sein Fehler leitete das erste Gegentor ein.
Kam nach einer knappen Stunde. War bemüht, Ordnung in das teils fahrige Offensivspiel zu bekommen. Das gelang ihm nicht, weil er auch in einigen Aktionen zu hastig war. Seine Hereingabe auf Alidou hätte aber ein Tor sein dürfen. Sein Ballverlust leitete dann das zweite Gegentor ein.
Kam zu einigen Abschlüssen und deutete an, dass er eine Alternative werden kann. Er deutete es aber eben auch nur an. Da kann noch mehr kommen.
Der 1. FC Köln schlittert immer tiefer in die Krise. Im sechsten Ligaspiel kassierten die Kölner bereits die fünfte Niederlage. Dem VfB Stuttgart unterlag der FC 0:2.
Serhou Guirassy war das bestimmende Thema im Vorfeld des Kölner Duells gegen den VfB Stuttgart. Dabei verschärfte Deniz Undav die Krise der Geißböcke. Der 1. FC Köln kassiert gegen den VfB die nächste Pleite. Undav erzielte beim 0:2 beide Treffer der Schwaben. „Es ist super brutal. Wir haben werfen alles hinein, haben richtig gute Phasen, wo wir Druck auf das Tor machen“, sagte Timo Hübers. „Dann wieder mit null Punkten vor der Kurve zu stehen, tut verdammt weh.“
Steffen Baumgart hatte seine Aufstellung ungewohnt lange zurückgehalten. Möglicherweise, weil er es am Donnerstag noch nicht besser wusste. Vielleicht aber auch, um einen Überraschungsmoment zu schaffen. Und das gelang dem Trainer bei der Aufstellung. Dass Rasmus Carstensen auf der rechten Abwehrseite startete, lag an dem kurzfristigen Ausfall von Benno Schmitz. Allerdings stellte Baumgart erstmals in dieser Spielzeit zwei Stürmer als Doppelspitze von Beginn an auf. So startete neben Davie Selke auch Steffen Tigges, Luca Waldschmidt saß zunächst nur auf der Bank. Florian Kainz kehrte wieder auf die Zehnerposition zurück, hielt sich aber gefühlt überall auf. Und von der zentralen Position leitete der Österreicher auch den ersten verheißungsvollen Angriff ein. Kainz spielte Linton Maina stark frei, dessen Flanke verpasste Selke knapp. Genauso wie eine scharfe Hereingabe von Carstensen im direkten Anschluss.
Guirassy an nahezu allen Offensivaktionen beteiligt
Das erste Ausrufezeichen der Schwaben setzten (natürlich) die Ex-Kölner Christ Führich und Serhou Guirassy. Führich schlug eine Ecke und der Franzose setzte den Ball an die Latte. Stuttgart steigerte sich, übernahm zunehmend die Spielkontrolle und blieb auch insgesamt das gefährlichere Team. Nahezu an jeder Offensivaktion des VfB war Guirassy beteiligt. Mal legte der Franzose ab, mal versuchte er es selbst. Mal per Kopf, mal mit einer Direktabnahme. So legte der Angreifer beispielsweise zurück auf Hiroki Ito auf, der FC-Keeper Marvin Schwäbe zu einer Glanzparade zwang.
Im direkten Gegenzug versuchte es Selke aus 18 Metern, verfehlte das Tor aber knapp. Und auch die nächste Chance gehörte den Kölnern. Dieses Mal schlenzte Dejan Ljubicic von der Strafraumgrenze, Alexander Nübel war zur Stelle. Stuttgart hatte im ersten Abschnitt deutlich mehr Ballbesitz, war auch von der Spielanlage die bessere Mannschaft, der FC setzte im eigenen Stadion eher auf Konter – vor allem über die linke Seite und dort oft über Maina. Allerdings blieb einmal mehr das Abspiel im letzten Drittel zu ungenau. In der Defensive hatten Timo Hübers und Jeff Chabot den Ex-Kölner Guirassy meist im Griff. Auch deswegen ging es ohne Tore in die Kabine, obwohl das temporeiche Spiel Treffer verdient gehabt hätte.
Undav schockt den FC
Der FC kam mit viel Schwung aus der Kabine. Wieder einmal lief der erste Angriff über Maina, der bei einem Konter Tigges frei spielte. Warum auch immer zog der Stürmer bei der 4-auf-3-Situation überhastet, aber unbedrängt ab und traf den wenig Meter entfernten Stuttgarter Abwehrspieler. Doch auch in diesem Durchgang versuchten die Schwaben die Spielkontrolle zu übernehmen und erarbeiteten sich weitere Möglichkeiten. Unter anderem kam Führich nach einer Flanke zum Abschluss, wurde aber im letzten Augenblick geblockt. Guirassy legte kurz darauf auf Enzo Millot ab, der aber in Schwäbe einmal mehr seinen Meister fand. Beim FC sorgten die kurz zuvor eingewechselten Luca Waldschmidt und Faride Alidou für die nächste Möglichkeit. Der ehemalige Nationalspieler setzte sich auf der linken Seite durch, die scharfe Hereingabe verpasste Alidou nur hauchdünn.
Besser machte es der 22-Jährige in der nächsten Aktion. Maina legte zurück auf Alidou, dessen Schuss zwar aufs Tor kam, aber für Nübel nicht genau genug. Und so kam es in der Kölner Drangphase wie es kommen musste: Führich setzte sich auf der linken Seite durch und passte zurück auf den gerade erst eingewechselten und erschreckend alleine gelassenen Deniz Undav. Der Stürmer hatte keine Probleme, den Ball ins kurze Eck zu schieben. Köln versuchte es weiter. Unter anderem brachte Nübel ohne Bedrängnis Waldschmidt ins Spiel. Aber auch der Angreifer schloss überhastet ab. Baumgart brachte mit Damion Downs für Huseinbasic einen weiteren Angreifer. Der FC schnürte die Stuttgarter teilweise ein, ohne allerdings für große Gefahr zu sorgen. Köln machte in den Schlussminuten komplett auf und ließ sich auskontern. Wieder war es Undav. Waldschmidt verlor in der Offensive den Ball, Stuttgart schaltete schnell. Silas traf nur den Pfosten, den Abpraller verwertete Undav: 0:2.
Der FC kassiert also im sechsten Spiel die fünfte Niederlage. Dass er einmal mehr eine gute Leistung gezeigt hat, wird Baumgart nicht sonderlich interessieren. Vor der Länderspielpause steht am kommenden Wochenende das Spiel in Leverkusen an.
Gegnercheck: Gefährliche Offensive, Trainer als Faktor
Simon Bartsch
Am Samstag trifft der 1. FC Köln auf den VfB Stuttgart. Eine schwere Aufgabe und das nicht nur wegen des Top-Torjägers Serhou Guirassy.
Auch am 6. Spieltag der Bundesliga steht der 1. FC Köln vor einer schweren Aufgabe. Am Samstag empfängt der FC den VfB Stuttgart in Köln – alles andere als ein Selbstläufer. Das zeigt auch der Gegnercheck: Gefährliche Offensive, Trainer als Faktor.
Timo Hübers wies vor wenigen Tagen darauf hin, wie schnelllebig der Fußball doch sei und machte das am Beispiel des VfB Stuttgart fest. Denn es ist gerade einmal fünf Ligaspiele her, da machten die Schwaben den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse mit einer zugegeben einfach erscheinenden Relegation sicher. Anfang Juni setzte sich der VfB gegen den Hamburger SV verdient durch. Hätte der FC Schalke allerdings das letzte Saisonspiel gegen Leipzig gewonnen, hätte Stuttgart den Gang in die zweite Liga antreten müssen. Nun ist für den Konjunktiv spätestens seit Matthäus‘ „wäre, wäre, Fahradkette“ im Fußball kein Platz mehr, denn die Wahrheit liegt bekanntlich auf jenem. Und so trat der VfB auch in dieser Saison in der Bundesliga an, mit dem Ziel, die Klasse zu halten. Nach dem fünften Spieltag ist Stuttgart dem Abstiegskampf gefühlt schon entkommen. Mit zwölf Punkten belegt der VfB den dritten Tabellenplatz – und das nicht zufällig. „Die Stuttgarter spielen einen sehr guten Fußball. Die gewinnen ja nicht nur deutlich, sondern sind dem Gegner in Phasen auch überlegen“, sagte auch Steffen Baumgart.
Der Kölner Trainer benennt der Erfolgsgaranten des VfB auch: und es ist eben nicht Serhou Guirassy, es ist vielmehr Sebastian Hoeneß. „Er hat es geschafft, einen Schnitt von zwei Punkten pro Spiel zu bekommen. Das ist schon außergewöhnlich“, sagte Baumgart. „Das ist gerade der Hauptfaktor, dass diese Mannschaft Erfolg hat.“ Die Wahrheit geht sogar noch ein Stück weiter. Denn seit seinem Amtsantritt Anfang April hat Hoeneß genau drei (!) Spiele mit dem VfB verloren. Drei. Darunter das knappe 1:2 im Pokal-Halbfinale gegen Eintracht Frankfurt, darunter aber auch die 1:5-Klatsche gegen Leipzig in dieser Spielzeit. In Anbetracht der Tatsache, dass mögliche Abstiegskampf-Konkurrenten mit einem Zähler in den unteren Regionen der Tabelle rumdümpeln, blickt der VfB einer durchaus entspannten Saison entgegen. Nach dem fünften Spieltag handelt es sich bei der doch erfolgreichen Ausbeute wohl nicht mehr um Zufall.
Ähnliche Ausrichtung wie der FC
Dabei war die Ausgangslage der Schwaben in dieser Saison keine einfach, vielleicht sogar noch ein wenig schwieriger als bei den Geißböcken. Zwar hat der VfB 20 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben, darunter auch Angelo Stiller, der dem FC sicherlich auf der Sechs gut zu Gesicht gestanden hätte, mit mehr als fünf Millionen Euro aber im falschen Regalfach stand. Dafür haben die Schwaben aber auch durch einige namhafte Abgänge 50 Millionen Euro einnehmen müssen. Vor allem die Abgänge von Wataru Endo, Konstantinos Mavropanos und Borna Sosa wiegen schwer. Der Aderlass ist also auch beim VfB ordentlich. Zumal Stuttgart hauptsächlich günstige Spieler gekauft oder Akteure geliehen hat. Und dennoch wurde der Umbruch offensichtlich reibungslos vollzogen. Auch, weil die Schwaben dann mit Serhou Guirassy doch einen finanzkräftigen Deal eingetütet haben. Neun Millionen Euro hat Stuttgart bezahlt, um den Stürmer fest zu verpflichten.
Das rechnet sich. Zumindest zahlt der Stürmer gerade zurück. Zehn Treffer in fünf Spielen ist eine ordentliche Bilanz. Zum Vergleich haben Niclas Füllkrug und Christopher Nkunku, die beiden Top-Torjäger der vergangenen Spielzeit, 16 Treffer in der gesamten Saison erzielt. De facto ist das Spiel der Schwaben auch auf Guirassy zugeschnitten. Sebastian Hoeneß spielt in der Regel ebenfalls eine 4-2-3-1-Taktik. Dabei agiert der Angreifer als Stoßstürmer, lässt sich aber auch immer wieder auf die linke Seite oder in den Rückraum fallen, um als Wandspieler zu agieren. Sein Abschluss ist variabel, Guirassy ist stark im Dribbling und im Eins-gegen-eins.
Hoeneß ein entscheidender Faktor
Aber: „Sie haben ja nicht nur einen Torschützen. Der ist zwar sehr auffällig durch die geschossenen Tore, aber sie haben vier Offensivkräfte da vorne. Es ist schon interessant zu sehen, wie sie gemeinsam agieren. Da sieht man klare Abläufe. Sie machen es einfach sehr sehr gut. Sie erarbeiten sich viele Torchancen“, sagte Baumgart. Tatsächlich kommt da auf die Kölner Hintermannschaft einiges zu. Dabei fällt besonders auf, dass die Schwaben sehr variabel in der Chancenerarbeitung sind. Slias, Führich und Co. werden durch Distanzschüsse, Flanken, aber auch Pässe in die Tiefe immer wieder gefährlich. Die 17 bisherigen Tore kommen nicht von ungefähr. Zudem scheint Hoeneß ein ähnliches Händchen für seine Spieler zu haben wie Baumgart. Die Entwicklung von Guirassy ist beeindruckend, doch sie ist nicht die einzige, die der Stuttgarter Trainer offenbar vorangetrieben hat. Auch Chris Führich dreht unter Hoeneß auf. „In Paderborn ist er aus meiner Sicht zum Profispieler geworden“, sagt Baumgart. „Ich habe ihn vorher hier und in Dortmund gesehen, da hat er noch nicht so gut gespielt.“ Der zweite Ex-Kölner kommt bereits auf zwei Tore und drei Assists. Auch Enzo Millot ist unter Hoeneß zu einer festen Größe der Stuttgarter geworden.
Natürlich haben auch die Schwaben ihre Schwächen. Beim 1:5 gegen Leipzig fand Stuttgart eine Halbzeit lang kein Mittel gegen das Offensivfeuerwerk. Nur ist der FC spielerisch nur schwer mit RB zu vergleichen. Fakt ist, dass dem VfB trotz einer beeindruckend hohen Passpräzision von rund 90 Prozent erstaunlich viele individuelle Fehler unterlaufen. Das macht sie im Umschaltspiel verwundbar. „Am Ende sind wir aber in der Bundesliga und da kann jeder jeden schlagen.“ Man wolle nun wieder erfolgreicher Fußball spielen, sagt Baumgart: „Und das bedeutet für uns, drei Punkte gegen Stuttgart holen.“
Der Vergleich:
Der Kaderwert spricht deutlich für die Gäste. Stuttgart erreicht laut Gool.ai einen Kaderwert von rund 115 Millionen Euro, der FC liegt aktuell bei knapp 77 Millionen Euro. Kölns wertvollster Spieler ist Dejan Ljubicic (8.4 Mio), gäbe es in Stuttgart eine interne Liste der wertvollsten Spieler, würde sich der Österreicher auf Rang 4 einsortieren. Der wertvollste Spieler der Schwaben ist Guirassy, dessen Wert Gool.ai auf 16,1 Millionen Euro berechnet. Zum 105. Mal treffen der 1. FC Köln und der VfB Stuttgart in Pflichtspielen aufeinander. Die Bilanz spricht knapp für die Geißböcke. Der FC gewann 41 der bisherigen Begegnungen, der VfB ging 37 Mal als Sieger vom Platz. 26 Spiele endeten Remis. Allerdings spricht die Torbilanz (168:162) für die Schwaben und der VfB hat sieben der jüngsten zehn Partien gewonnen. Weitere Zahlen und Fakten zum Duell gibt es hier.
Bilanz, TV, Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Stuttgart
Simon Bartsch
Ein Punkt aus fünf Spielen lautet die überschaubare Bilanz des FC in der bisherigen Saison. Nun folgt das Heimspiel gegen den VfB Stuttgart. Alles Wissenswerte rund um die Partie gibt es hier.
Die meisten Einsätze, der höchste Sieg, die bitterste Niederlage – und wer hat nochmal die meisten Tore gegen den VfB geschossen? Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Stuttgart.
Wie lautet die Bilanz zwischen dem 1. FC Köln und dem VfB Stuttgart?
Zum 105. Mal treffen der 1. FC Köln und der VfB Stuttgart in Pflichtspielen aufeinander. Die Bilanz spricht knapp für die Geißböcke. Der FC gewann 41 der bisherigen Begegnungen, der VfB ging 37 Mal als Sieger vom Platz. 26 Spiele endeten Remis. Allerdings spricht die Torbilanz (168:162) für die Schwaben und der VfB hat sieben der jüngsten zehn Partien gewonnen.
Wer zeigt die Begegnung des 1. FC Köln bei Stuttgart im TV?
Das Spiel beginnt am Samstag um 15.30 Uhr. Die Begegnung wird daher bei Sky live übertragen. Zusammenfassungen gibt es wie immer unter anderem bei der Sportschau und im Sportstudio.
Wann gelang dem 1. FC Köln der höchste Sieg gegen Stuttgart?
Der liegt bereits mehr als 50 Jahre zurück. Im Januar 1973 setzte sich der FC 5:1 gegen den VfB durch. Zwar geriet Köln im ersten Durchgang nach einem Treffer von Manfred Weidmann in Rückstand. Der FC drehte im zweiten Abschnitt aber auf. Jupp Kapellmann (2), Ricardo-Horacio Neumann, Hannes Löhr und Heinz Flohe waren erfolgreich.
Wann kassierte der FC die höchste Niederlage gegen Stuttgart?
Gefühlt kassierte der FC schon etliche herbe Klatschen gegen den VfB. Und der Eindruck täuscht nicht. Drei Mal unterlag Köln den Schwaben bereits mit fünf Toren Unterschied. Unvergessen das 1:6 1991 im eigenen Stadion. Im Kampf um die internationalen Plätze ging der FC im Müngersdorfer Stadion regelrecht unter. Fritz Walter und Karl Allgöwer trafen im ersten Abschnitt für den VfB. Michael Frontzeck (2), Matthias Sammer und Eyjolfur Sverrisson im zweiten. Für Köln traf Alfons Higl zum zwischenzeitlichen 1:3. Auch 1968 verlor der FC gegen Stuttgart 1:6, allerdings beim VfB. Zudem gab es ein 0:5 vor 37 Jahren.
Wer erzielte die meisten FC-Tore gegen Stuttgart?
Zwölf Tore erzielte Hannes Löhr im Kölner Dress gegen den VfB Stuttgart, Klaus Allofs war sieben Mal erfolgreich. Für Stuttgart traf Karl Allgöwer sogar 13 Mal gegen den FC.
Wer kommt auf die meisten FC-Einsätze gegen Stuttgart?
Für die Geißböcke stand keiner so oft gegen Stuttgart auf dem Feld wie Pierre Littbarski. Der Weltmeister von 1990 bestritt 30 Spiele gegen den VfB. Auf der anderen Seite verfügt Karl Allgöwer mit 27 Einsätzen über die größte „FC-Erfahrung“.
Wie hoch liegen die Kaderwerte vom FC und von Stuttgart?
Die Online-Plattform Gool.ai berechnet den Marktwert des 1. FC Köln auf gut 79.3 Millionen Euro. Der FC liegt damit im unteren Drittel der Liga. Stuttgarts Marktwert berechnet das Portal auf 114 Millionen Euro. Ex-FC-Profi Serhou Guirassy ist der wertvollste Stuttgarter mit rund 16 Millionen Euro. Beim FC ist Dejan Ljubicic der wertvollste Spieler mit 8.4 Millionen Euro.
Baumgart rotiert: Auf der Suche nach der richtigen Elf
Simon Bartsch
Mit dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart steht der FC vor einer schweren Aufgabe. FC-Trainer Steffen Baumgart sucht die richtige Elf für die Krisensituation.
Nach dem fünften Spieltag der Fußball-Bundesliga befindet sich der 1. FC Köln bereits in der ersten Krise. Die Kölner stehen vor dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart mit dem Rücken zur Wand. Zumal die Leistungen der Geißböcke nicht immer überzeugend waren. Somit muss sich der Trainer etwas einfallen lassen. Steffen Baumgart dürfte sich auf der Suche nach der richtigen Elf befinden.
Steffen Baumgart gab sich ein wenig geheimnisvoll. In der Regel macht der Trainer des 1. FC Köln keinen besonderen Hehl aus seiner Aufstellung. Getreu dem Motto, wir konzentrieren uns sowieso nur auf uns, ob der Gegner die Startelf kennt, ändert an unserer Spielweise ohnehin nichts. Doch wie schon in der vergangenen Wochen vor dem Bremen-Duell rückte der Trainer auch auf der Pressekonferenz vor dem Stuttgart-Spiel nicht mit der Sprache heraus. War er in den vergangenen Wochen mutmaßlich noch auf der Suche nach der richtigen Sechs, bringt nun die Rückkehr eines Außenspielers die Startelf ins Wanken. „Ob es große Wechsel gibt, werde ich noch nicht sagen, will ich noch nicht sagen“, betonte der Coach, der seine Spieler nach einer langen Fehleranalyse in die Pflicht nimmt. „Entscheidend ist die Umsetzung auf dem Platz. Wir wissen schon was wir machen. Es ist uns bislang aber in 90 Minuten nicht gelungen.“
Baumgart setzt gegen Stuttgart auf Erfahrung
Schon am Dienstag hatte der Trainer gesagt, dass die Arbeit in den Köpfen seiner Spieler begonnen habe. Nun gilt es, das Team auf den Platz zu bringen, dass die Situation am besten annimmt, über 90 Minuten Intensität abrufen kann. Ob es Wechsel gibt, hängt also nicht mit vermeintlichen Fehlern der Vorwoche zusammen. „Ich habe bisher keinem etwas vorzuwerfen“, sagte Baumgart am Donnerstag. „Es gibt also keine Gedankengänge, wer das vielleicht besser macht. Es gibt Gedanken, wer passt besser auf das Spiel.“ Dabei hat der 51-Jährige gar nicht so viele realistische Optionen, der Kern der Mannschaft steht. Da ist aber eine Möglichkeit mehr als noch gegen Bremen und die macht die Aufstellung nicht einfacher.
Da mit dem in der Vorwoche noch gesperrten Rasmus Carstensen ein Aktivposten wieder zur Verfügung steht, besteht zumindest die Möglichkeit, dass Baumgart von Dejan Ljubicic auf der rechten Seite absieht und den Österreicher wieder ins defensive Mittelfeld zieht. Gegen Bremen hatte der Kölner Coach den 25-Jährigen überraschend auf die „halbe Acht“ beordert. Dabei überraschte nicht die Rolle an sich, Ljubicic hat schließlich auch in der vergangenen Spielzeit mehrfach und auch gut auf dieser Position gespielt. Vielmehr verwunderte, dass Baumgart auf die Konstante im defensiven Mittelfeld verzichtete und dafür Florian Kainz auf die Sechs rotierte. Der Mittelfeldspieler machte keine schlechte Partie, war aber nicht sonderlich effektiv. Und so stehen die Chancen nicht schlecht, dass Baumgart das „Experiment“ wieder ad acta legt und Kainz wieder eine offensivere Rolle zuspricht.
Viererkette sicher gesetzt
Doch das ist erst der Anfang des Mannschaftspuzzles. Bleibt Baumgart bei dem gewünschten Tempo über die Außen und Kainz im Zentrum, ist wiederum der Einsatz von Luca Waldschmidt fraglich. Die Neuverpflichtung konnte in der vergangenen Woche nicht überzeugen, Linton Maina dürfte auf der linken Seite aktuell gesetzt sein. Offen wäre dann die Position neben Ljubicic. Denis Huseinbasic tat sich auch in der Vorwoche schwer. Möglich, wenn auch eher unwahrscheinlich, dass Baumgart sich daher auch für die einfache Sechs entscheidet und mit einer Doppelspitze agiert. Dann könnten Steffen Tigges oder eben doch Waldschmidt ein Thema werden.
Sicher scheint nur, dass Baumgart in Zeiten der Punkte-Krise nicht zu viel auf den eigenen Nachwuchs setzen wird. „Jetzt müssen die ran, die wirklich die Erfahrung haben. Wenn wir jetzt die Hoffnung auf 19-jährige A-Jugendliche legen, wird es schwierig“, sagte Baumgart in Richtung Damion Downs, der in der vergangenen Woche gegen Bremen beinahe den Ausgleich erzielt hätte. Der Trainer setzt darauf, dass sich die Leistung seiner arrivierten Akteure stabilisiert. „Wir sollten nicht die kleinsten Strohhalme greifen, sondern die, die ein bisschen dicker sind. Davie Selke macht einen immer besseren Eindruck, Linton Maina kommt in Fahrt.“ Trotz der durchwachsenen Leistung in der Vorwoche sind Jeff Chabot und Timo Hübers genauso wie Leart Pacarada und Benno Schmitz in der Viererkette gesetzt. Gerade im Mittelfeld gibt es weiterhin zahlreiche Fragezeichen.
CAS-Urteil: Sportrechtler teilt FC-Optimismus nicht
Simon Bartsch
Kommt die Transfersperre oder nicht? Die Frage war natürlich auch ein Thema auf der Mitgliederversammlung am Mittwochabend. Die Kölner Bosse hörten sich sehr optimistisch an. Sportrechtler Gregor Reiter ist deutlich skeptischer.
Am Mittwochabend nahmen die Kölner Verantwortlichen erstmals Stellung zu der CAS-Verhandlung im Fall Jaka Cuber Potocnik – und hörten sich dabei doch recht optimistisch an bezüglich des CAS-Urteil: Sportrechtler Gregor Reiter teilt den FC-Optimismus allerdings nicht.
Dass das Thema CAS-Urteil im Fall Jaka Cuber Potocnik auf der Mitgliederversammlung auf den Tisch kommen würde, überraschte nicht wirklich. Wie ein Damoklesschwert schwebt die mögliche Transfersperre über dem 1. FC Köln und seltsamerweise auch über der aktuellen sportlichen Situation. Dass die Kölner Verantwortlichen aber Stellung bezogen, verwunderte dann doch. Schließlich hatte der Klub bislang immer darauf verwiesen, dass man sich zu dem laufenden Verfahren nicht äußern werde.
Diesen Hinweis gab FC-Vizepräsident Carsten Wettich auch am Mittwochabend, um dann aber doch einige Worte über das Urteil und den möglichen Ausgang zu finden. „Aus unserer Sicht haben unsere Zeugen bestätigt, dass der Sachverhalt wie von uns vorgetragen richtig ist. Das heißt, sie haben bestätigt, das schriftliche Zusagen Olimpija Ljubljanas an den Spieler Jaka Potocnik nicht eingehalten wurden“, erklärte Wettich und betonte, dass der Spieler überzeugt gewesen sei, verschiedene Zusagen bekommen zu haben, die nicht eingehalten worden seien. Demzufolge habe der Spieler rechtmäßig gekündigt. Tatsächlich hatte Potocnik einen Tag vor der Unterschrift beim FC sein altes Arbeitspapier in Ljubljana gekündigt. Unter anderem war dem Spieler versprochen worden, er könne am Training der ersten Mannschaft teilnehmen. Dazu sei es dem Vernehmen nach aber nicht gekommen.
Sportrechtler Dr. Gregor Reiter glaubt weiterhin an eine Sperre
Die zeitliche Nähe zwischen Kündigung und neuem Kontrakt stellt den FC vor ein Problem. Vor allem deswegen wirft die FIFA dem FC Anstiftung zum Vertragsbruch vor. Anfang Februar hat die FIFA den FC tatsächlich für schuldig befunden, die Kündigung von Seiten der Mutter sei „ohne Rechtsgrund“ erfolgt. Der FC ging vor dem CAS in Berufung, es folgte das Aussetzen der Strafe und zuletzt die Verhandlung. Und die scheint aus Kölner Sicht positiv verlaufen zu sein. „Genauso wurde von den Zeugen bestätigt, dass wir den Spieler nicht angestiftet haben. Dieser Sachverhalt ist am Ende aber unerheblich, wenn die Kündigung wirksam ist. Was bedeutet das? Der CAS wird seine Entscheidung treffen.“ Aufgrund der Zeugenaussagen und der von Experten sei der Klub zuversichtlich, „dass unsere Argumentation auf positives Gehör trifft und der CAS dann die Kündigung von Jaka als rechtsmäßig erachtet und die Spielsperre gegen den Spieler und die Transfersperre gegen den FC aufheben wird“, erklärte Wettich am Mittwoch.
Klingt aus Sicht des FC erst einmal gut. Der renommierte Sportrechtler Gregor Reiter teilt den Optimismus der Kölner Verantwortlichen aber nicht. „Die Argumentation des 1. FC Köln ist und bleibt einfach zu dünn. Der Kündigungsgrund ist nicht ausreichend“, sagt Reiter zu come-on-fc.com. „Mal angenommen, Ljubljana hätte die Gehälter nicht bezahlt und somit gegen seine Hauptleistungspflicht gegenüber dem Spieler verstoßen. Dann hätte ein außerordentlicher Kündigungsgrund für den Spieler vorgelegen und die Nähe zwischen Kündigung und neuem Vertrag würde weniger ins Gewicht fallen“, sagt Reiter. „In diesem Fall wäre der FC vielleicht mit einer Verwarnung oder einer geringen Geldstrafe davon gekommen. Aber bei den vorgetragenen Kündigungsgründen, kann ich mir nur schwer vorstellen, dass der CAS von einer Transfersperre vollständig absieht.“
FC fährt zweigleisig
Der Sportrechtler erlebte einen ähnlichen Fall, allerdings vor einem deutschen Arbeitsgericht. Auch in diesem Fall wurden mündliche Absprachen nicht eingehalten, das Arbeitsgericht sah keinen gerechtfertigten Grund für eine Kündigung. „Dazu kommt dann die zeitliche Nähe der Kündigung und des neuen Vertrags. Ich habe schon viele Transfers mit abgewickelt. Auch am Deadline Day. Aber, dass ein Spieler einen Vertrag unterschreibt, der am gleichen Morgen erstmalig Kontakt zu dem neuen Club hatte, das habe ich noch nicht erlebt. Das heißt nicht, dass es das nicht geben kann. Aber der FC wird hier echte Überzeugungsarbeit leisten müssen, um die Vermutung der Anstiftung aus der Welt zu schaffen.“ Reiter glaubt, dass der CAS auch aus rechtspolitischen Gründen bei der Strafe bleibt. „Sollte der CAS dem FC recht geben, dann wird dieses Urteil von den Juristen der Vereine sehr genau studiert werden. Es öffnet meiner Meinung nach die Möglichkeit zum Missbrauch“, so Reiter. „Dann will ich nicht wissen, wie andere Klubs mit diesem Urteil umgehen.“
Reiter weiter: „Aus meiner Sicht wäre eine Reduktion des Strafmaß auf ein Transferfenster für den FC schon ein gutes Ergebnis.“ Hoffnung hatte den Kölnern eine Entscheidung des CAS bei Olympique Marseille gemacht. Auch der französische Erstligist war mit einer Transfersperre belegt worden, diese wurde aber gänzlich aufgehoben. Marseille legte offenbar gute Gründe vor, die eine vermeintliche Anstiftung zum Vertragsbruch widerlegten. Ob der FC die vorlegen kann, ist fraglich. Nun warten die Kölner auf das Urteil aus Lausanne. „Sollte der CAS den FC mit einer Transfersperre von einer Periode belegen, gehe ich davon aus, dass das Urteil vor der Wintertransferperiode verkündet wird“, sagt Reiter. „Der CAS wird den FC nicht mit dieser einen Sperre im Sommer belegen. Ein Sommer ohne Transfers wäre sportlich wesentlich schwerer zu verkraften, als ein Winter. Sollte die Verkündung erst im neuen Jahr anstehen, wäre das vielleicht ein gutes Zeichen. Persönlich würde ich mich für den FC freuen, wenn ich Unrecht hätte, nur mir fehlt der Glaube.“
Komplett überzeugt sind die FC-Verantwortlichen auch nicht und fahren sicherheitshalber zweigleisig. „Um alle Eventualitäten abzudecken, denken wir in allen Szenarien“, erklärte Keller am Mitwoch.