FC gewinnt das Testspiel gegen Reusrath deutlich

, ,
Startseite » Spielberichte » Seite 21

FC gewinnt das Testspiel gegen Reusrath deutlich

Der 1. FC Köln hat das Testspiel gegen den SC Germania Reusrath erwartungsgemäß mühelos für sich entschieden. Gegen den Bezirksligisten gewann der FC 15:0. Unter anderem Mark Uth und Florian Dietz erzielten einen Doppelpack, Luca Kilian traf sogar drei Mal.

FC-Trainer Steffen Baumgart hatte zu Beginn der Woche noch betont, es ginge ihm in dem Testspiel gegen Reusrath nicht um die Tore, vielmehr um die Spielabläufe. Der Kölner Trainer bekam gegen den Bezirksligisten vor 2000 Zuschauern beides. Der FC feiert ein Schützenfest gegen Reusrath, setzte sich 15:0 durch.

Wie angekündigt stellte FC-Trainer Steffen Baumgart den Rekonvaleszenten Mark Uth auf, der das Team als Kapitän auf das Feld führte. Auch Eric Martel und Luca Waldschmidt standen in der Startelf. Ansonsten schenkte der Coach einigen Spielern das Vertrauen, die zuletzt weniger oder gar nicht gespielt hatten. So sorgten Dimitrios Limnios und Steffen Tigges nach wenigen Minuten für die erste Chance. Der Grieche, der noch keine Einsatzzeit in dieser Saison erhalten hat, flankte ins Zentrum und Tigges brachte den Ball Richtung Tor. Wenige Minuten später legte Waldschmidt auf Uth ab, der aus spitzem Winkel das Außennetz traf. Ins Netz traf dagegen Waldschmidt mit einem Schuss aus 16 Metern nach einen Einwurf von Limnios. Reusraths Torhüter Tim Hechler machte nicht die beste Figur, konnte den Ball aber auch erst spät sehen. Dafür zeigte der Keeper einer beeindruckende Parade bei einem weiteren Kopfball von Tigges aus kurzer Distanz.

Dietz trifft beim Comeback doppelt

Köln dominierte den Bezirksligisten nach Belieben, Reusrath schaffte es nicht aus der eigenen Hälfte heraus. Vor allem über die rechte Seite, über den starken Limnios und Rasmus Carstensen, spielten sich die Geißböcke immer wieder vor das gegnerische Tor. Der FC erspielte sich Chance um Chance, war aber in vielen Situationen nicht kaltschnäuzig genug, spielte vielleicht einen Pass zu viel. Zunächst vergaben Uth und Dominique Heintz aus aussichtsreicher Position, dann wurde Sargis Adamyan im letzten Moment geblockt.

Nach gut 20 Minuten war es dann aber wieder Waldschmidt, der nach einer scharfen Hereingabe von erneut Limnios bedacht einschob. Der ehemalige Nationalstürmer eröffnete damit das muntere Toreschießen. Keine 120 Sekunden später war nämlich auch der emsige Uth endlich erfolgreich. Nach einem Handspiel im Strafraum traf der Rückkehrer vom Punkt. Kurz darauf legte Uth perfekt auf Martel ab, der auf das 4:0 erhöhte. Vor dem Seitenwechsel trafen dann Luca Kilian nach Vorarbeit von Adamyan und Tigges nach Vorlage von Waldschmidt zum 6:0-Halbzeitstand.

Nach dem Wechsel gab dann auch Florian Dietz sein Comeback. Der FC machte da weiter, wo er vor dem Wechsel aufgehört hat – mit Toren. Zunächst traf der ebenfalls stark aufspielende Adamyan nach einer Flanke des in der Halbzeit ebenfalls eingewechselten Pierre Nadjombe. Anschließend erhöhte Uth mit einem sehenswerten Distanzschuss nach Vorlage von Denis Huseinbasis sowie Dietz nach Vorarbeit von Tigges. Der Stürmer bedankte sich keine 120 später ebenfalls mit einer Vorlage und Tigges machte die Zehn voll. Und der FC blieb dran. Auch Kilian durfte sich ein zweites Mal in die Torschützenliste eintragen, so wie kurz darauf auch Dietz und Adamyan. Reusrath schaffte es auch weiterhin nicht, sich zu befreien, der FC ließ dagegen nicht nach, blieb haushoch überlegen und legte noch einmal nach. Zunächst erhöhte Kilian mit seinem dritten Treffer per Elfmeter, Huseinbasic erzielte in der Schlussminute den 15:0-Endstand.

Der FC setzte sich gegen den Bezirksligisten verdient durch, zu viel Bedeutung sollten die Kölner dem Spiel aber nicht beimessen. Mehr als ein lockerer Trainingskick war es für den FC nicht.

1. FC Köln: Pentke (46.) – Carstensen (46. Nadjombe), Kilian, Heintz, Finkgräfe – Martel (46. Huseinbasic), Waldschmidt (46. Dietz), Adamyan, Limnios (46. Alidou) – Tigges (60. Baktukanda), Uth (60. Downs) ; Tore: 1:0 Waldschmidt (9.), 2:0 Waldschmidt (23.), 3:0 Uth (26., HE), 4:0 Martel (29.), 5:0 Kilian (40.), 6:0 Tigges (43.), 7:0 Adamyan (53.), 8:0 Uth (56.), 9:0 Dietz (57.), 10:0 Tigges (59.), 11:0 Kilian (68.), 12:0 Dietz (71.), 13:0 Adamyan (77.), 14:0 Kilian (86.,FE), 15:0 Huseinbasic (90.)

Leverkusen lässt dem FC keine Chance

, ,
Startseite » Spielberichte » Seite 21

Leverkusen lässt dem FC keine Chance

Der 1. FC Köln geht mit einer bitteren Pleite und als Tabellenschlusslicht in die Länderspielpause. Im Nachbarschafts-Duell bei Bayer Leverkusen kassierten die Kölner eine verdiente 0:3-Niederlage.

Das Nachbarschafts-Duell hat also doch keine eigenen Gesetze. Zumindest nicht am 7. Spieltag der Fußball-Bundesliga und nicht für die Geißböcke. Bayer Leverkusen zeigt dem FC die Grenzen auf, setzt sich wie erwartet verdient gegen die Kölner durch. Nach Toren von Jonas Hofmann (22.), Jeremie Frimpong (32.) und Victor Boniface (67.) verabschiedet sich Leverkusen mit einem 3:0-Erfolg und als Tabellenführer in die anstehende Länderspielpause, der FC als Schlusslicht. Zum ersten Mal seit vier Jahren belegen die Kölner den letzten Platz. „Wir haben gegen einen unglaublich guten Gegner gespielt“, sagte Florian Kainz. „Der Marvin hat uns heute einige noch rausgeholt.“

Baumgart musste seine Mannschaft notgedrungen einmal mehr umbauen. Für den verletzten Linton Maina gab Faride Alidou sein Startelf-Debüt. Allerdings spielte der Neuzugang zunächst neben Selke in der Spitze, Florian Kainz kam über die linke Seite, Dejan Ljubicic begann im Zentrum, Denis Huseinbasic auf der Acht. Überraschend stand Eric Martel dann ebenfalls in der Startelf. Der 21-Jährige hätte nach seiner Achillessehnenverletzung eigentlich erst gegen Gladbach wieder auflaufen sollen, die anhaltende Verletzungsmisere machte einen früheren Einsatz aber nötig.

Leverkusen drückend überlegen

Es war noch keine Minute gespielt, da war Martel bereits gefordert. Der Sechser kam dem Ex-Kölner Florian Wirtz nicht rechtzeitig hinterher. Der Nationalspieler zog aus 16 Metern ab, scheiterte aber an Marvin Schwäbe. Leverkusen machte erwartungsgemäß das Spiel, aber der FC versteckte sich in den Anfangsminuten nicht. Unter anderem kam Jeff Chabot nach einer Ecke zum Kopfball, setzte das Leder aber knapp über das Tor. Doch die Werkself war dem FC drückend überlegen, sorgte vor allem über die Außen für enormes Tempo und dadurch auch immer wieder durch Bälle in den Rückraum für Gefahr. So rettete Schwäbe gegen Victor Boniface aus kurzer Distanz, anschließend blockte Chabot einen Abschluss des Stürmers. Auch Wirtz probierte es einmal mehr aus der Distanz, fand erneut im Kölner Torhüter seinen Meister.

Leverkusen schnürte den FC teilweise ein, zog ein Powerplay auf und belohnte sich nun auch für die Offensivbemühungen. Boniface legte ab auf Alex Grimaldo, der spielte weiter auf Wirtz, der wiederum mit der Hacke Jonas Hofmann bediente. Der Mittelfeldspieler schob problemlos ein. Der FC protestierte zwar, weil Boniface den Ball mit der Hand berührt hatte, doch Schiedsrichter Felix Zwayer blieb bei seiner Entscheidung. Und Bayer spielte munter weiter. Grimaldo ließ Carstensen wie eine Trainingsstange stehen, passte scharf in den Sechzehner, gleich drei Kölner Abwehrspieler rutschten am Ball vorbei, Frimpong nicht: 2:0. Der FC fand überhaupt kein Mittel gegen den Nachbarn, in der Offensive so gut wie gar nicht statt und in der Defensive keine Lösungen gegen den Tempofußball von Bayer. Einzig Schwäbe verhinderte Schlimmeres. So kratzte der Keeper einen Schlenzer von Grimaldo aus dem Winkel.

Wie aus dem Nichts kam der FC kurz vor dem Seitenwechsel doch noch zu seiner Chance. Kainz spielte Selke stark frei, dessen Schuss gerade noch von Jonathan Tah geblockt wurde. Die anschließende Ecke wurde dann ebenfalls gefährlich. Martel kam aus fünf Metern zum Kopfball, brachte den Ball aber nur auf Bayer-Keeper Lukas Hradecky. Auch den Abpraller brachte der Sechser nicht im Tor unter.

Schwäbes Glanzparaden helfen nicht

Nach dem Wechsel gab Leverkusen weiterhin wie erwartet den Ton an. So war es auch in diesem Durchgang Wirtz, der Schwäbe zu der ersten Glanzparade zwang. Doch Baumgart stellte um. Huseinbasic spielte nun neben Martel um das Zentrum zu stabilisieren, Alidou kam über die rechte Seite. Tatsächlich kam der FC nun zu mehr Ballbesitz, offener wurde das Spiel aber nicht. Auch, weil sich die Kölner das Leben selbst schwer machten. So lud Carstensen mit einem haarsträubenden Fehlpass Boniface ein, der Stürmer legte trotz guter Position quer auf Frimpong und wieder war Schwäbe zur Stelle. Anschließend verfehlte Wirtz aus der Distanz. Gerade als die Kölner das Spiel ein wenig besser in den Griff bekamen, schlug Leverkusen erneut zu. Frimpong schickte Hofmann perfekt in die Tiefe. Der Ex-Gladbacher legte auf den mitgeeilten Boniface ab, der zum 3:0 einschob.

Und ohne die Kölner Nummer eins hätte es noch schlimmer kommen können. Alleine Boniface scheiterte noch zwei Mal am Kölner Keeper. Der FC kam wenn überhaupt durch Standardsituationen noch vor das gegnerische Gehäuse, gefährlich wurde der FC aber nicht mehr. Der FC kassiert also im siebten Spiel die sechste Niederlage und verabschiedet sich als Tabellenschlusslicht in die Länderspielpause. Dann folgt das nächste Derby gegen Borussia Mönchengladbach – vielleicht hat das dann seine eigenen Gesetze.

1. FC Köln: Schwäbe – Carstensen (90. Kilian), Chabot, Hübers, Pacarada – Martel (75. Tigges) – Kainz, Huseinbasic (75. Olesen), Ljubicic – Selke (90. Downs), Alidou (62. Finkgräfe) Tore: 1:0 Hofmann (22.), 2:0 Frimpong (32.), 3:0 Boniface (66.)

Der 1. FC Köln kassiert die nächste Pleite

, ,
Startseite » Spielberichte » Seite 21

Der 1. FC Köln kassiert die nächste Pleite

Der 1. FC Köln schlittert immer tiefer in die Krise. Im sechsten Ligaspiel kassierten die Kölner bereits die fünfte Niederlage. Dem VfB Stuttgart unterlag der FC 0:2.

Serhou Guirassy war das bestimmende Thema im Vorfeld des Kölner Duells gegen den VfB Stuttgart. Dabei verschärfte Deniz Undav die Krise der Geißböcke. Der 1. FC Köln kassiert gegen den VfB die nächste Pleite. Undav erzielte beim 0:2 beide Treffer der Schwaben. „Es ist super brutal. Wir haben werfen alles hinein, haben richtig gute Phasen, wo wir Druck auf das Tor machen“, sagte Timo Hübers. „Dann wieder mit null Punkten vor der Kurve zu stehen, tut verdammt weh.“

Steffen Baumgart hatte seine Aufstellung ungewohnt lange zurückgehalten. Möglicherweise, weil er es am Donnerstag noch nicht besser wusste. Vielleicht aber auch, um einen Überraschungsmoment zu schaffen. Und das gelang dem Trainer bei der Aufstellung. Dass Rasmus Carstensen auf der rechten Abwehrseite startete, lag an dem kurzfristigen Ausfall von Benno Schmitz. Allerdings stellte Baumgart erstmals in dieser Spielzeit zwei Stürmer als Doppelspitze von Beginn an auf. So startete neben Davie Selke auch Steffen Tigges, Luca Waldschmidt saß zunächst nur auf der Bank. Florian Kainz kehrte wieder auf die Zehnerposition zurück, hielt sich aber gefühlt überall auf. Und von der zentralen Position leitete der Österreicher auch den ersten verheißungsvollen Angriff ein. Kainz spielte Linton Maina stark frei, dessen Flanke verpasste Selke knapp. Genauso wie eine scharfe Hereingabe von Carstensen im direkten Anschluss.

Guirassy an nahezu allen Offensivaktionen beteiligt

Das erste Ausrufezeichen der Schwaben setzten (natürlich) die Ex-Kölner Christ Führich und Serhou Guirassy. Führich schlug eine Ecke und der Franzose setzte den Ball an die Latte. Stuttgart steigerte sich, übernahm zunehmend die Spielkontrolle und blieb auch insgesamt das gefährlichere Team. Nahezu an jeder Offensivaktion des VfB war Guirassy beteiligt. Mal legte der Franzose ab, mal versuchte er es selbst. Mal per Kopf, mal mit einer Direktabnahme. So legte der Angreifer beispielsweise zurück auf Hiroki Ito auf, der FC-Keeper Marvin Schwäbe zu einer Glanzparade zwang.

>>>Unsere Einzelkritik gibt es hier<<<

Im direkten Gegenzug versuchte es Selke aus 18 Metern, verfehlte das Tor aber knapp. Und auch die nächste Chance gehörte den Kölnern. Dieses Mal schlenzte Dejan Ljubicic von der Strafraumgrenze, Alexander Nübel war zur Stelle. Stuttgart hatte im ersten Abschnitt deutlich mehr Ballbesitz, war auch von der Spielanlage die bessere Mannschaft, der FC setzte im eigenen Stadion eher auf Konter – vor allem über die linke Seite und dort oft über Maina. Allerdings blieb einmal mehr das Abspiel im letzten Drittel zu ungenau. In der Defensive hatten Timo Hübers und Jeff Chabot den Ex-Kölner Guirassy meist im Griff. Auch deswegen ging es ohne Tore in die Kabine, obwohl das temporeiche Spiel Treffer verdient gehabt hätte.

Undav schockt den FC

Der FC kam mit viel Schwung aus der Kabine. Wieder einmal lief der erste Angriff über Maina, der bei einem Konter Tigges frei spielte. Warum auch immer zog der Stürmer bei der 4-auf-3-Situation überhastet, aber unbedrängt ab und traf den wenig Meter entfernten Stuttgarter Abwehrspieler. Doch auch in diesem Durchgang versuchten die Schwaben die Spielkontrolle zu übernehmen und erarbeiteten sich weitere Möglichkeiten. Unter anderem kam Führich nach einer Flanke zum Abschluss, wurde aber im letzten Augenblick geblockt. Guirassy legte kurz darauf auf Enzo Millot ab, der aber in Schwäbe einmal mehr seinen Meister fand. Beim FC sorgten die kurz zuvor eingewechselten Luca Waldschmidt und Faride Alidou für die nächste Möglichkeit. Der ehemalige Nationalspieler setzte sich auf der linken Seite durch, die scharfe Hereingabe verpasste Alidou nur hauchdünn.

Besser machte es der 22-Jährige in der nächsten Aktion. Maina legte zurück auf Alidou, dessen Schuss zwar aufs Tor kam, aber für Nübel nicht genau genug. Und so kam es in der Kölner Drangphase wie es kommen musste: Führich setzte sich auf der linken Seite durch und passte zurück auf den gerade erst eingewechselten und erschreckend alleine gelassenen Deniz Undav. Der Stürmer hatte keine Probleme, den Ball ins kurze Eck zu schieben. Köln versuchte es weiter. Unter anderem brachte Nübel ohne Bedrängnis Waldschmidt ins Spiel. Aber auch der Angreifer schloss überhastet ab. Baumgart brachte mit Damion Downs für Huseinbasic einen weiteren Angreifer. Der FC schnürte die Stuttgarter teilweise ein, ohne allerdings für große Gefahr zu sorgen. Köln machte in den Schlussminuten komplett auf und ließ sich auskontern. Wieder war es Undav. Waldschmidt verlor in der Offensive den Ball, Stuttgart schaltete schnell. Silas traf nur den Pfosten, den Abpraller verwertete Undav: 0:2.

Der FC kassiert also im sechsten Spiel die fünfte Niederlage. Dass er einmal mehr eine gute Leistung gezeigt hat, wird Baumgart nicht sonderlich interessieren. Vor der Länderspielpause steht am kommenden Wochenende das Spiel in Leverkusen an.

1. FC Köln: Schwäbe – Carstensen, Chabot, Hübers, Pacarada – Ljubicic – Maina (86. Finkgräfe), Huseinbasic (76. Downs), Kainz (60. Alidou) – Selke, Tigges (60. Waldschmidt) Tore: 0:1 Undav (68.), 0:2 Undav (88.)

Beim fC herrscht große Ratlosigkeit

, ,
Startseite » Spielberichte » Seite 21

Beim fC herrscht große Ratlosigkeit

Nach einer ordentlichen ersten halben Stunde hat der 1. FC Köln das Spiel gegen Bremen vollkommen aus der Hand gegeben und zu recht verloren. Eine Erklärung fanden die Kölner Verantwortlichen nicht.

Nach der Niederlage gegen Bremen herrscht große Ratlosigkeit beim FC. Vor allem die Leistung der zweiten Halbzeit hinterließ bei den Kölner Verantwortlichen viele Fragezeichen.

Nein, zu Scherzen war FC-Trainer Steffen Baumgart wirklich nicht aufgelegt. Noch am vergangenen Donnerstag hatte sich der Kölner Coach auf der Pressekonferenz vor dem Bremen-Spiel zu einer Spitze Richtung Leverkusen hinreißen lassen. Nun, auf der Pressekonferenz nach dem Spiel, der verdienten 1:2-Niederlage, wirkte der Kölner Coach enttäuscht, vielleicht konsterniert, auf jeden Fall ratlos. Nach einer starken halben Stunde brach der FC förmlich ein, gab ein bis dato ordentliches Spiel aus der Hand und wurde laut FC-Sportdirektor Christian Keller im zweiten Durchgang von Bremen „aufgefressen“. „Die zweite Halbzeit, das muss ich deutlich sagen, war nicht annähernd so, wie ich mir Fußball vorstelle“, sagte Baumgart. „Wir haben das Spielfeld zu groß werden lassen, so hat es Bremen gut gemacht. Ich stelle mir die Frage, warum das passiert ist.“

Keller: „Werder hat uns aufgefressen“

Denn nach der ersten halben Stunde deutete in der Partie der Kölner in Bremen nichts, rein gar nichts auf die Niederlage hin. Die Kölner Akteure setzten viel von Baumgarts Forderungen vom Donnerstag um. Der FC machte das, was er kann, spielte mit einer hohen Intensität, stresste den Gegner, versuchte über die Außen, für Gefahr zu sorgen. Mehr als ein Schuss von Linton Maina kam aber nicht auf das Tor von Jiri Pavlenka, der mit diesem keine großen Probleme hatte. Immerhin zeugten die Standards der Kölner von einer gewissen Gefahr. Ein Freistoß von Kainz kam dem Tor schon sehr nahe, eine Ecke brachte die Führung. Jeff Chabot verlängerte, Luca Waldschmidt störte, Davie Selke erzielte sein zweites Saisontor. „Mein Tor ist ehrlich egal, wenn wir hier nicht gewinnen“, sagte der Torschütze ernüchtert. „Wir fahren die Siege nicht ein, das ist scheiße.“

Dass Selke nicht sonderlich glücklich mit seinem Tor werden konnte, lag auch daran, dass das Tor der Wendepunkt der Begegnung, vielleicht der Wachmacher für Bremen war. Denn plötzlich kippte die Überlegenheit. Auch, weil den Bremern der schnelle Ausgleich gelang. Wieder einmal suchte Bremen den direkten Weg in die Spitze. Marvin Duksch spielte Rafael Borré den Ball in die Schnittstelle, der Kolumbianer ließ sich nicht zwei Mal bitten und traf zum Ausgleich. „Das 1:1 fällt aus dem Nichts, als wir eigentlich alles im Griff hatten“, sagte Baumgart. Nur hatte der FC nach dem Treffer nur noch relativ wenig im Griff. Bremen kam stark aus der Kabine, drückte auf das nächste Tor, das die Kölner wiederum mit einer Spur Glück verhinderten. „Mit Beginn der zweiten Halbzeit war alles anders, Werder hat uns aufgefressen. Wir hatten extrem große Abstände, keiner wollte den Ball im Spielaufbau“, sagte Keller.

Njinmah trifft 25 Sekunden nach Einwechslung

Der Kölner Auftritt verwunderte. Der bis dato auf der Sechs ordentlich aufspielende Florian Kainz verlor zunehmend die Kontrolle, die Räume waren ungewohnt groß, die Lücken darin auch. Köln entwickelte so gut wie keine Torgefahr mehr. „Wir haben vieles nicht mehr so gemacht, wie wir es wollen. Wir haben zu viel mit langen Bällen gearbeitet, obwohl das nicht unser Spiel ist“, sagte der Trainer. Und in dieses fanden die Kölner auch nicht mehr zurück. Auch, weil Justin Njinmah nur 25 Sekunden nach seiner Einwechslung mit seinem ersten Ballkontakt den Siegtreffer der Bremer erzielte. Der FC übernahm zwar wieder die Initiative. Viel fiel den Kölnern aber nicht ein. Einzig die beiden eingewechselten Steffen Tigges und Damion Downs hätten dem Spiel noch eine andere Wendung geben können. „Am Ende war trotzdem das 2:2 möglich, aber das Glück müssen wir uns hart erarbeiten – es fällt einfach nichts für uns“, sagte Benno Schmitz. „Dieser Saisonstart tut jedem weh – jedem aus der Mannschaft, jedem Kölner. Das haben wir uns alle anders vorgestellt.“ 

So blieb am Ende die vierte Niederlage im fünften Spiel, insgesamt ein Punkt und der 16. Tabellenplatz. „Ich kann nicht erklären, warum wir uns nichts mehr zugetraut haben. Wenn ich nur die erste Halbzeit sehe, hätte ich gedacht, wir gehen als klarer Sieger vom Platz. Aber das sind wir leider nicht. Stattdessen waren wir am Ende der verdiente Verlierer, und das ist schon bitter“, sagte Christian Keller.

So bewerten wir die Kölner Spieler – die Einzelkritik

FC unterliegt Bremen 1:2

, ,
Startseite » Spielberichte » Seite 21

FC unterliegt Bremen 1:2

Der 1. FC Köln hat im fünften Ligaspiel die vierte Niederlage kassiert. Bei Werder Bremen unterlagen die Kölner verdient 1:2. Bereits in der vergangenen Woche hatte FC-Trainer Steffen Baumgart den Abstiegskampf ausgerufen – offenbar zu recht.

Die Lage des 1. FC Köln wird in der Bundesliga noch ein Stück ernster. Der FC verliert auch gegen Bremen. Dabei hatte Davie Selke (31.) die Kölner zunächst in Führung gebracht. Rafael Borré (37.) und Justin Njinmah (68.) drehten den Spielstand. Der FC belegt damit weiterhin den 16. Tabellenplatz, unmittelbar hinter Borussia Mönchengladbach.

Noch am vergangenen Donnerstag war sich FC-Trainer Steffen Baumgart alles andere als sicher, ob er mit einer Doppelsechs oder der Doppelspitze agieren wolle. Er entschied sich für die Doppelsechs. Somit veränderte der Kölner Coach seine Aufstellung nur auf einer Position. Für den gesperrten Rasmus Carstensen rückte wie angekündigt Luca Waldschmidt in die Startformation, ansonsten schickte der 51-Jährige die gleiche Mannschaft auf den Platz wie gegen Hoffenheim. Allerdings übernahm Florian Kainz eine etwas defensivere Rolle als zuletzt. Dafür spielte Dejan Ljubicic deutlich offensiver. Die Geißböcke setzten die Anforderungen des Trainers von Beginn an um, stressten den Gegner früh, versuchten, das Spiel zu kontrollieren und kamen auch zur ersten Chance. Allerdings erst nach einer Viertelstunde. Maina versuchte es aus der Distanz, scheiterte aber an Jiri Pavlenka.

Selke trifft, Borré kontert

Der FC blieb dran. Ein Schuss von Dejan Ljubicic wurde noch abgefälscht, ein Freistoß von Kainz landete knapp über dem Tor. Dennoch: der FC gab in der Anfangsphase den Ton an. Mitte der ersten Halbzeit steigerten sich die Hausherren aber. Einen Schuss von Stage fälschte Jeff Chabot zur Ecke ab, diese brachte eine weitere Chance durch Amos Pieper ein, Leart Pacarada rettete. Genauso wie kurz darauf Huseinbasic gegen Romano Schmid. Der FC überstand die Druckphase nicht nur, er gab die richtige Antwort. Nach einer Ecke verlängerte Chabot, Waldschmidt kam gefährlich an den Ball, Bremen konnte nicht klären und Selke war mit dem Kopf zur Stelle. Die Bremer Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Marvin Duksch spielte Rafael Borré den Ball in die Gasse, Timo Hübers kam nicht hinterher: 1:1. Und Bremen wollte mehr. Stage legte ab auf Olivier Deman, der aus gut zwölf Metern abzog, doch Schwäbe war dieses Mal zur Stelle. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff kam nach einem Freistoß noch einmal zum Kopfball, verfehlte das Tor aber.

Bremen kam deutlich aktiver aus der Halbzeit. Bereits nach wenigen Sekunden kam erneut Schmid zum Abschluss, scheiterte aber an Schwäbe. Bremen übernahm aber erneut die Kontrolle, der FC benötigte knapp zehn Minuten, um das Spielgeschehen wieder einigermaßen zu beruhigen. Offensiv fiel den Kölnern in dieser Phase jedoch recht wenig ein. Wenn der FC mal über die Außen kam, landeten die Flanken meist im Nirgendwo. Genauso wie ein Schuss von Ljubicic aus knapp 15 Metern. Zuvor war Schmid einmal mehr deutlich genauer, aber auch dort blieb Schwäbe der Sieger. Nicht so gegen Justin Njinmah. Senne Lynen schickte den Offensivspieler, Chabot kam dieses Mal zu spät und Njinmah schob zum 2:1 ein.

Downs gibt sein Debüt

Der FC versuchte nun wieder mehr Zugriff auf das Spiel zu finden. Baumgart brachte Steffen Tigges für Huseinbasic, kam also spät doch noch zur Doppelspitze. Zunächst blieb Werder aber das gefährlichere Team, einmal mehr scheiterte Schmid an Schwäbe. Doch auch der FC hatte noch Möglichkeiten, unter anderem kam Tigges nach einer Flanke frei zum Kopfball, vergab aber deutlich. Für die Schlussphase brachte Baumgart mit Sargis Adamyan und Damion Downs zwei weitere Stürmer. Und der 19-jährige Debütant hätte beinahe noch für ein glückliches Ende gesorgt. Eine Ecke von Kainz setzte der Stürmer an den Pfosten. Der eingewechselte Naby Keita hätte mit dem 3:1 alles klar machen müssen, verzog aber. Es blieb beim verdienten 2:1. Am kommenden Wochenende empfängt der FC dann den VfB Stuttgart.

1. FC Köln: Schwäbe – Schmitz, Chabot, Hübers, Pacarada – Ljubicic (83, Adamyan), Kainz – Maina (83. Downs), Huseinbasic (75. Tigges), Waldschmidt (64. Alidou) – Selke Tore: 0:1 Selke (31.), 1:1 Borré (38.), 2:1 Njinmah (66.)

FC unterliegt Heidenheim 1:3

, ,
Startseite » Spielberichte » Seite 21

FC unterliegt Heidenheim 1:3

Der 1. FC Köln bleibt auch nach dem 4. Spieltag in der Bundesliga ohne Sieg. Gegen die TSG Hoffenheim lieferte der FC eine ordentliche Partie ab, kassierte aber dennoch eine 1:3-Niederlage.

„Alle in Weiß“ lautete das Motto der Kölner Fans zum 100. Geburtstag des Müngersdorfer Stadions, der 4. Spieltag hatte für den FC aber lange Zeit viel von Rabenschwarz. Zumindest agierten die Kölner beim 1:3 gegen Hoffenheim lange glücklos. Nach der frühen Führung durch Andrej Kramaric erhöhten Florian Grillitsch und Maximilian Beier auf 0:3, bevor Davie Selke verkürzte. Trotz einer ordentlichen Leistung: der FC kassiert eine bittere Pleite. Zudem sah Rasmus Carstensen in der Nachspielzeit Gelb-Rot.

Ungewohnt lange hatte FC-Trainer Steffen Baumgart über die Startaufstellung gegen Hoffenheim nachgedacht, am Ende entschied er sich für die Aufstellung, die schon zwischen den Zeilen zu lesen war. Für den verletzten Eric Martel lief zunächst Denis Huseinbasic auf, auf der rechten Seite startete Rasmus Carstensen, dafür nahm Neuzugang Luca Waldschmidt zunächst auf der Bank Platz. Im Sturm startete erwartungsgemäß Davie Selke. Zwar kam der Stürmer nach drei Minuten bereits auch zur ersten dicken Chance für den FC, zu diesem Zeitpunkt lagen die Geißböcke aber bereits 0:1 zurück. Die Kölner Fans befanden sich noch mitten in den Feierlichkeiten anlässlich des 100. Geburtstags des Müngersdorfer Stadions, da hatte Andrej Kramaric schon zugeschlagen. Natürlich Kramaric. Kein anderer Hoffenheimer hat öfter gegen den FC getroffen, es war bereits das sechste Tor des Kroaten gegen Köln.

Kölner Hintermannschaft lädt zu Gegentoren ein

Allerdings auch mit freundlicher Unterstützung der Kölner Hintermannschaft. Leart Pacarada bekam den Ball nach einer Hereingabe nicht geklärt, die zweite Flanke irrte durch den kompletten Kölner Sechzehner, Benno Schmitz klärte den Ball vor die Füße des Kroaten, der nur noch einschob. Der FC zeigte aber die richtige Reaktion. Selke versuchte es aus spitzem Winkel, scheiterte aber genauso an Oliver Baumann wie Rasmus Carstensen aus der Distanz. Florian Kainz schoss ebenfalls aus Sechzehn Metern, der Schuss wurde aber geblockt. Köln bemühte sich über die schnellen Außen – vor allem über Linton Maina – für Gefahr zu sorgen, Hoffenheim probierte es zunächst ungewohnt oft über Flanken, die die Kölner Hintermannschaft vor das ein oder andere Problem stellten.

Das tat auch Huseinbasic. Ein verunglückter Ball des Youngsters landete bei Maximilian Beier. Marvin Schwäbe eilte aus dem Tor, gewann den Zweikampf in Höhe der Mittellinie, passte aber auf Florian Grillitsch der aus der eigenen Hälfte ins leere FC-Tor traf. Auch nach dem zweiten Gegentreffer gaben die Kölner weiterhin den Ton an, der FC war aber bis zum Seitenwechsel bei weitem nicht mehr so zielstrebig. Das sehenswerte zweite Tor hatte offensichtlich Wirkung hinterlassen.

FC belohnt sich erst spät

Dennoch lieferten die Kölner keine schlechte Partie ab, sie waren in vielen Situationen aber glücklos. Auch in der Drangphase zu Saisonbeginn. Denn die erste Kölner Chance nach dem Wechsel gehörte Selke. Eine Flanke von Carstensen brachte der Stürmer allerdings nicht aufs Tor. Anschließend stand Selke einschussbereit vor Baumann, aber die Hereingabe von Maina war nicht genau genug. Genau gepasst hätte wohl der Schlenzer von Dejan Ljubicic, doch Wout Weghorst rettete für den geschlagenen Baumann auf der Linie. Der Niederländer hatte auch in der nächsten Situation Glück. Zwar bekam der Stürmer einen Schuss von Kainz unabsichtlich gegen den Arm geschossen, Weghorst verhinderte aber eine klare Tormöglichkeit. Über einen Elfmeter hätte sich Hoffenheim nicht beschweren dürfen. Im direkten Gegenzug sorgte Maximilian Beier für klare Verhältnisse. Bei seinem Schlenzer war Schwäbe erneut chancenlos, der Hoffenheimer kam aber auch erstaunlich unbedrängt zum Abschluss.

Trotz des deutlichen Rückstands gaben die Kölner nicht auf, spielten weiter munter nach vorne und belohnten sich endlich. Huseinbasic legte den Ball auf Selke ab, der durch die Hosenträger von Baumann zum 1:3 traf. Baumgart setzte nun auf volle Offensive, brachte mit Faride Alidou und Luca Waldschmidt zwei weitere Offensivkräfte. Anschließend sogar noch Sargis Adamyan und Steffen Tigges. Waldschmidt fand sich schnell ins Spiel, spielte Selke frei, der aber aus kurzer Distanz nur das Außennetz traf. Köln blieb dran, zog ein Powerplay auf. Waldschmidts Aufsetzer rettete Baumann gerade noch zur Ecke. Die Kölner Offensive bot Hoffenheim allerdings Räume und die Chance auf Konter. So tauchte der eingewechselte Mergim Berisha vor Schwäbe auf, scheiterte aber am Kölner Torhüter. In den Schlussminuten machte es Hoffenheim cleverer, hielt den Ball in den eigenen Reihen.

Zu allem Überfluss ließ sich der ansonsten gute Carstensen zu einem taktischen Foul hinreißen, für das er die Ampelkarte sah. Waldschmidt versuchte es noch einmal aus 18 Metern, letztlich blieb es aber beim 1:3, der FC bleibt auch im vierten Spiel ohne Sieg. Am kommenden Samstag folgt das Duell gegen Werder Bremen.

1. FC Köln: Schwäbe – Schmitz (60. Alidou), Chabot, Hübers, Pacarada (77. Heintz) – Ljubicic, Huseinbasic (66. Waldschmidt) – Maina (77. Tigges), Kainz (77. Adamyan), Carstensen – Selke Tore: 0:1 Kramaric (1.), 0:2 Grillitsch (27.), 0:3 Beier (52.), 1:3 Selke (61.)

FC siegt ohne Mühe in Bergisch Gladbach

, ,
Startseite » Spielberichte » Seite 21

FC siegt ohne Mühe in Bergisch Gladbach

Der 1. FC Köln hat das Testspiel gegen den SV Bergisch Gladbach mühelos für sich entschieden. Gegen den Mittelrheinligisten gewann der FC 6:0, dabei konnten sich gleich einige Youngster auszeichnen.

Ein Härtetest war das Spiel beim SV Bergisch Gladbach nun wirklich nicht. Der FC siegt ohne Mühe in Bergisch Gladbach. Vor allem die Youngsters überzeugten beim verdienten 6:0-Erfolg. Unter anderem trugen sich Damion Downs doppelt sowie Meiko Wäschenbach und Joao Pinto in die Torschützenliste ein. Auch Steffen Tigges und Faride Alidou trafen.

Steffen Baumgart stellte gegen den Mittelrheinligisten wie angekündigt und erwartet eine bessere zweite Elf auf. Aus der Startformation vom vergangenen Sonntag standen nur Luca Waldschmidt, Linton Maina und Steffen Tigges zu Spielbeginn auf dem Feld. Ebenfalls nicht überraschend: Der FC gab direkt den Ton an und das erfolgreich. Maina schickte Rasmus Carstensen, der Däne flankte perfekt ins Zentrum und Tigges traf zur Kölner Führung. Keine 180 Sekunden später legte Maina erneut auf die Neuverpflichtung ab, dieses Mal traf Faride Alidou per Kopf. Anschließend legte Alidou auf Waldschmidt ab, doch der Angreifer scheiterte an SV-Keeper Luca Wilsing, der in der Jugend für den FC spielte.

Doch Bergisch Gladbach stand fortan kompakter, die Kölner Offensive tat sich zunehmend schwerer und: die 09er suchten nun ebenfalls den Weg in das gegnerische Drittel. Unter anderem brachte Metin Kizil einen Ball Richtung Tor, doch Kölns Nummer zwei Philipp Pentke musste nicht eingreifen. Erst kurz vor dem Seitenwechsel erhöhten die Kölner wieder die Schlagzahl. Unter anderem wurde ein Schuss von Carstensen geblockt, anschließend scheiterte Tigges aus der Distanz an Wilsing. Auf der anderen Seite hätte Phil Kramer kurz vor dem Halbzeitpfiff verkürzen können.

Köln dreht nach dem Wechsel noch einmal auf

Auch den zweiten Durchgang eröffneten die Kölner mit einer Tigges-Chance. Der bis dahin eher unauffällige Jacob Christensen schickte den Stürmer, der aber nicht schnell genug seine Füße unter Kontrolle bekam. Anschließend kam auch der Däne zu seinem ersten Abschluss. Maina legte ab auf Christensen, der 22-Jährige überwand zwar SV-Keeper Luis Altmayer, der Ball wurde aber auf der Linie noch geblockt. Köln war nun ähnlich druckvoll wie zu Beginn der ersten Halbzeit, und ähnlich effektiv. Der zur Pause eingewechselte Damion Downs machte es besser als Christensen. Einen Schuss von Carstensen ließ Altmayer vor die Füße des Kölner Angreifers fallen, der nur noch einschieben musste. Und auch Joao Pinto stand gerade erst ein paar Minuten auf dem Platz, als er sich bereits in die Torliste eintrug. Alidou setzte sich auf der rechten Seite durch, legte ab auf den Stürmer der Kölner Reserve und Joao Pinto schob den Ball ins lange Eck. Ins kurze Eck traf Meiko Wäschenbach per direktem Freistoß aus dem Halbfeld. Altmayer machte dabei nicht die beste Figur.

Die Kölner ließen trotz der komfortablen Führung nicht nach. Im Gegenteil: der FC spielte weiter konsequent nach Vorne. Denis Huseinbasic schickte Julian Pauli, der scharf ins Zentrum passte. Downs war erneut zur Stelle. Die Kölner Youngsters wollten mehr. Unter anderem probierte es Huseinbasic aus der Distanz, aber Altmayer war zur Stelle. Bergisch Gladbach fand kein Mittel mehr gegen den FC und kaum noch den Weg in die Kölner Hälfte. Es blieb beim verdienten 6:0-Erfolg des FC.

1. FC Köln: Pentke (46. Köbbing) – Carstensen (71. Pauli), Kilian, Heintz, Finkgräfe – Huseinbasic, Christensen, Maina (57. Wäschenbach), Alidou (71. Nadjombe) – Waldschmidt (46. Downs) – Tigges (57. Joao Pinto); Tore: 1:0 Tigges (4.), 2:0 Alidou (6.), 3:0 Downs (58.), 4:0 Joao Pinto (61.), 5:0 Wäschenbach (66.), 6:0 Downs (73.)

Welche Auswirkungen hat die Heintz-Rückkehr auf Max Finkgräfe

, ,
Startseite » Spielberichte » Seite 21

Welche Auswirkungen hat die Heintz-Rückkehr auf Max Finkgräfe

Mit Dominique Heintz hat der FC einen weiteren Innenverteidiger verpflichtet. Aber auch einen Verteidiger, der durchaus auf der linken Seite spielen kann. Das wird auch Auswirkungen auf Max Finkgräfe haben.

Der eine saß nur auf der Bank, der andere stand noch nicht einmal im Kader. Dennoch waren Max Finkgräfe und Dominique Heintz am Sonntag Thema am Rande des Spiels zwischen Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Köln. Die Auswirkungen der Heintz-Rückkehr auf Finkgräfe

Durch die Spekulationen, die Gerüchte, die Dementis und später auch die deutlichen Worte von FC-Trainer Steffen Baumgart gerieten eigentlich zwei Personalien ein wenig in den Hintergrund. Die Rückkehr von Dominique Heintz und der Abgang von Kristian Pedersen. Dabei haben beide Auswirkungen auf das Kadergefüge des FC. Heintz spielte von 2015 bis 2018 insgesamt drei Jahre für die Geißböcke und kehrte über die Stationen Freiburg, Union Berlin und Bochum nun wieder zurück an das Geißbockheim. „Während seiner Zeit in Bochum hat er gezeigt, dass er neben dem Zentrum auch auf der Außenbahn spielen kann. Wir gewinnen mit Dominique insofern zusätzliche Kaderflexibilität und jede Menge Erfahrung hinzu“, erklärte Sportchef Christian Keller im Rahmen der Vorstellung des Innenverteidigers.

Heintz-Verpflichtung hat Auswirkung auf den Kader

Mit diesen Worten war wohl endgültig klar, dass Kristian Pedersen den Verein verlassen könnte und wohl auch würde. Dominique Heintz komplettiert damit eben nicht nur das Innenverteidiger-Quartett um Luca Kilian, Jeff Chabot und Timo Hübers, der 30-Jährige ist auch umgehend das Backup für Leart Pacarada. Eine Rolle, die Pedersen ohnehin nicht mehr Inne hatte. Der Däne war mittlerweile nur noch Nummer drei. Selbst der 19-jährige Max Finkgräfe hatte Pedersen in der Vorbereitung den Rang abgelaufen und seine neue Position durch gute Leistungen vor allem gegen den BVB untermauert. Nicht umsonst sahen die ersten Fans in dem U19-Pokalsieger bereits den neuen Hoffnungsträger der Geißböcke. Die Realität sieht allerdings ein wenig anders aus. Zwar hat der 19-Jährige durchaus bewiesen, dass er das Zeug zur Bundesliga hat, de facto ist die Konkurrenz für Finkgräfe aber trotzdem groß.

An Leart Pacarada gibt es nach den ordentlichen bis starken Auftritten zum Saisonauftakt nur wenig zu rütteln. Die Neuverpflichtung hat sich erst einmal festgespielt. Auch deswegen setzte Baumgart den Youngster im linken Mittelfeld, also deutlich offensiver, ein. Dort kehrt nun aber Linton Maina zurück. Der Außenbahnspieler war schon in der vergangenen Spielzeit der Dauerbrenner der Kölner, war der Feldspieler mit den meisten Einsätzen. Ohnehin ist das Angebot für die Außen beim FC groß. Faride Alidou kann ebenfalls auf der linken Außenbahn spielen, genauso wie Luca Waldschmidt oder Florian Kainz. Sollte Baumgart mit einer engeren Raute spielen, würden auch Denis Huseinbasic und Mathias Olesen wieder Optionen. Und Jan Thielmann sowie Mark Uth werden ebenfalls zurück erwartet. Zwar sind beide Akteure nicht unbedingt auf der linken Seite zu Hause, sie beleben aber den Konkurrenzkampf der Offensive, der dann wiederum Auswirkungen auf die offensive Finkgräfe-Position haben wird.

Wie geht es weiter mit Max Finkgräfe?

Für den 19-Jährigen wird es schwer auf Spielzeit zu kommen. Einsatzzeit, die er für seine Entwicklung dringend benötigt. „Es geht jetzt auch darum, den Max wieder ans Spielen zu kriegen und die kriegt er einfach nicht, wenn er bei uns auf der Bank sitzt“, sagte der Trainer. „Wir haben sein Talent ja schon gesehen. Für ihn geht es darum, sich über die Regionalliga an den Kader des Bundesliga heranzuarbeiten. Deswegen passt das ganz gut jetzt mit Heintzi.“ Ein probates Mittel, ein logischer Weg. Und der Grund, warum auch Jonas Urbig, Tim Lemperle und Marvin Obuz aktuell Spielzeit in der 2. Bundesliga und 3. Liga sammeln sollen. Die Personalie Heintz ist für Finkgräfe also alles andere als eine Degradierung. Gerade weil die Kölner Verantwortlichen das Potenzial in dem Defensivspieler sehen, wollen sie ihm mehr Einsatzzeit ermöglichen. Baumgart wird mit großer Sicherheit den jungen Spielern wie Finkgräfe auch weiterhin die Chancen auf Bundesliga-Minuten geben, entwickeln sollen sie sich im Kölner Unterbau.

Skhiri vs. Martel: Wer ist Punktsieger?

, , ,
Startseite » Spielberichte » Seite 21

Skhiri vs. Martel: Wer ist Punktsieger?

Am Sonntag gab es nicht nur das Wiedersehen mit Ellyes Skhiri, es gab auch das Duell der Sechser zwischen eben Skhiri und Eric Martel. Wer hat das Duell für sich entschieden?

Nach dem 1:1-Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt am Sonntag lobte FC-Trainer Steffen Baumgart seine Abwehrreihe überschwänglich. Dabei ging einer der besten Akteure des Spiels ein wenig unter. Eric Martel überzeugte einmal mehr im defensiven Mittelfeld und stand seinem ehemaligen Teamkollegen Ellyes Skhiri in nichts nach. Skhiri vs. Martel: Wer ist Punktsieger?

Es lief die 18. Spielminute als Eric Martel zu einer ersten frühen Grätsche ansetzte. Später sollte er mit einer ähnlichen Bewegung den FC vor dem Rückstand gegen einen Schuss von Omar Marmoush bewahren, in dieser Szene in Höhe des Mittelkreises ging es rein fußballerisch um gar nicht so viel. Doch Martel ging zu Boden und eroberte den Ball. Sein Gegner: Ellyes Skhiri. Es war eine erste richtig starke Duftmarkte des Mittelfeldspielers, der wieder einmal eine starke Leistung ablieferte. Und es war ein erstes Zeichen. Ein Zeichen an Ellyes Skhiri, seinen einstigen Nebenspieler und wenn man so will auch Vorgänger. Zwar hat Martel auch in der Vorsaison neben dem Tunesier die meisten Spiele begonnen, nun ist der 21-Jährige aber der gesetzte Mann im defensiven Mittelfeld, das taktische Gebilde wird um ihn gebaut.

Spieler begegnen sich auf Augenhöhe

Viel war beim FC im Sommer über die mögliche Doppelsechs, die Nachfolge von Ellyes Skhiri, spekuliert worden, nach den ersten Pflichtspielen ist sie nicht nur gefunden, sie ist auch logisch und war auch naheliegend. Eric Martel stand eigentlich nie zur Diskussion, Dejan Ljubicic, einst als Sechser geholt, hat sich ebenfalls durch starke Leistungen festgespielt. Die Situation wurde im Vorfeld des Frankfurt-Spiels nochmal ein Thema. Denn mit dem Duell gegen die Eintracht kam es auch zum Duell zwischen eben jenem Ellyes Skhiri und Eric Martel und oder Dejan Ljubicic. Dabei zeigte vor allem Martel einmal mehr, warum der FC zumindest für die Stammelf – wenn alle Spieler gesund bleiben – im defensiven Mittelfeld gut aufgestellt ist und einen würdigen Nachfolger des Tunesiers in den eigenen Reihen hat.

Martel überzeugt mit starken Werten

Wie erwartet, spulte Ellyes Skhiri im Duell gegen den FC einmal mehr die meisten Kilometer ab. Der Mittelfeldspieler lief am Ende des Tages 13.39 Kilometer und damit genau 30 Meter (!) mehr als Eric Martel. Der U21-Nationalspieler kam alleine in der ersten Halbzeit auf einen beeindruckenden Wert von über sieben Kilometern. Auch in den weiteren Statistiken nahmen sich Skhiri und Martel nicht viel. Während der Tunesier auf eine Passquote von 91 Prozent kam, brachte Martel fast 85 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler. Dafür gewann der U21-Nationalspieler 65 Prozent seiner Zweikämpfe, Skhiri kam auf 63 Prozent. Die beiden Mittelfeldspieler begegneten sich nahezu auf Augenhöhe. Auch, was die Offensivaktionen anging. Zwar wirkte Skhiri bei der nur knapp verpassten Flanke sowie dem Traumpass auf Omar Marmoush nach einer guten Stunde deutlich gefährlicher, Martel brachte aber im Gegensatz zu dem Ex-Kölner zwei Flanken in den Strafraum, in dem er schließlich auch zu Fall kam und in gewisser Weise seinen Anteil an der Kölner Führung durch Kainz verwandelten Foulelfmeter hatte.

Einen klaren Punktesieger gibt es zwischen den beiden Mittelfeldspielern nicht. Aber eben auch keinen Verlierer. Skhiri und Martel spielten auf einem Level und das sicher nicht, weil der Tunesier einen schlechten Tag erwischte. Im Gegenteil: am Sonntag war im sportlichen Bereich kein großer Unterschied zwischen den beiden Akteuren zu erkennen. Vielleicht macht das Martel zumindest für den 3. Spieltag zum Sieger des Sechser-Duells. Denn erwarten musste man das nicht.

Ausfallen sollte Jeff Chabot nicht

, , ,
Startseite » Spielberichte » Seite 21

Ausfallen sollte Jeff Chabot nicht

Zwar war Eintracht Frankfurt dem FC am Sonntagnachmittag in vielen Belangen überlegen, dennoch hatte der FC die Chance auf einen Sieg. Auch, weil die Abwehr um Jeff Chabot einmal mehr überzeugte.

Nach dem 1:1 gegen Eintracht Frankfurt lobte FC-Trainer Steffen Baumgart vor allem die Defensiv-Leistung seiner Mannschaft. Gerade sein Abwehrchef stach einmal mehr hervor. Und das Duell zeigte einmal mehr, warum Jeff Chabot nicht ausfallen sollte.

Jeff Chabot hatte im Duell gegen Eintracht Frankfurt viel von einem Handball-Torwart. Mal war da ein Fuß dazwischen, mal wurde da ein Ball geblockt und dann war er auch schon bei der nächsten Situation gerade noch zur rechten Zeit an der rechten Stelle. Vermutlich wird der Innenverteidiger tatsächlich auch das ein oder andere Tor durch seine Rettungsaktionen verhindert habert. Er war so im Einsatz, dass ihn die Beine – überspitzt gesagt – nicht mehr tragen wollten. Zumindest signalisierte der beste Kölner, dass das Spiel für ihn frühzeitig beendet werden solle. Oberschenkelprobleme. Steffen Baumgart wirkte nicht ernsthaft besorgt. „Wir haben jetzt 14 Tage Zeit, ihn wieder hinzubekommen“, sagte Baumgart und versicherte, dass die Verantwortlichen bei diesem Unterfangen aber auch kein großes Problem sähen.

Chabot erneut mit überragenden Werten

Ein Ausfall des Innenverteidigers wäre für den FC wohl auch nur schwer zu verkraften. Und das, obwohl die Kölner mit Dominique Heintz einen weiteren, einen erfahrenen Verteidiger verpflichtet haben. „Wir haben hinten sehr sehr gut verteidigt“, sagte Baumgart und betonte, dass er da aber neben den Innen- auch die beiden Außenverteidiger mit einbeziehen wolle. Chabot und Timo Hübers stachen aber besonders hervor. Mit 73,7 Prozent erzielte Hübers den Bestwert bei den gewonnenen Zweikämpfen, Chabot kam immerhin auf 57,7 Prozent und belegte damit FC intern den dritten Platz. Mit 87,5 Prozent war wiederum Chabot der zielsicherste Passgeber, Hübers kam immerhin auf 86,2 Prozent. Beide nahmen gemeinsam den Frankfurter Sturm aus dem Spiel. Als schließlich doch noch der mehr als verdiente Ausgleich fiel, war Chabot bereits verletzt vom Platz. Den Fehler vor dem Gegentreffer verursachte ausgerechnet Faride Alidou, der sich gegen seinen eigentlichen Arbeitgeber einen folgenschweren Ballverlust leistete. „Am Ende lag es bisher immer an den Kleinigkeiten. An denen müssen wir arbeiten, damit wir mehr Punkte holen“, sagte Chabot.

FC in der Offensive zu harmlos

Dass der späte Ausgleich fiel, mag vielleicht an Kleinigkeiten gelegen haben. De facto ist aber ein weiterer Teil der Wahrheit, dass Frankfurt das deutlich bessere Team war und der FC sich auch nicht über eine Niederlage hätte beschweren dürfen. Ellyes Skhiri verpasste um eine Schuhspitze den Ausgleich. Jessic Ngankam scheiterte genauso an Chabot wie Jens Hauge. Im ersten Abschnitt ließ eine Eric-Martel-Grätsche Omar Marmoush verzweifeln. Tatsächlich kam die Eintracht auf 65 Prozent Ballbesitz, spielte mehr als doppelt so viele Pässe wie der FC, gewann mehr Zweikämpfe und kam zu mehr Torabschlüssen. Zudem strahlte Frankfurt vor allem zu Beginn der zweiten Halbzeit deutlich mehr Gefahr aus, als die Kölner. Das aber auch, weil den Kölnern in der Offensive wenig bis gar nichts gelingen wollte. Unmittelbar vor dem Seitenwechsel kam Linton Maina zu dem eigentlich einzigen Abschluss aufs Tor. Symptomatisch für das Kölner Spiel: Florian Kainz traf nach einem Strafstoß. „Wir haben nicht so viele Tormöglichkeiten gehabt. Jetzt müssen wir mit dem Punkt leben“, erklärte Kainz.  

Und das werden die Kölner aufgrund des Spielverlaufs wohl auch können. Denn gegen Wolfsburg waren die Geißböcke in der Offensive zwar gefährlicher, die Abwehr leistete sich erstaunliche Fehler. Nun waren die Schwerpunkte wieder anders verteilt. Jeff Chabot blickte bereits auf die kommenden Herausforderungen. „Wir müssen jetzt in der Länderspielpause viel arbeiten“, sagte der Abwehrchef. Klingt so, als stünde der Innenverteidiger schon wieder auf dem Platz.