FC holt Punkt in Bremen

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FC holt Punkt in Bremen

Der 1. FC Köln hat den vierten Auswärtssieg in Folge verpasst. Bei Werder Bremen spielten die Geißböcke 1:1-Unentschieden.

Der 1. FC Köln kehrt mit einem Punkt von der letzten Dienstreise der Saison zurück. Beim SV Werder Bremen spielten die Geißböcke 1:1 und verpassten den vierten Auswärtssieg in Serie. Die Führung von Steffen Tigges (36.) glich Romano Schmid (79.) aus. „Den Punkt müssen wir dann so mitnehmen. Es hätten heute aber drei sein können“, sagte Torschütze Tigges.

Wie schon im Hinspiel hatte FC-Trainer Steffen Baumgart bereits im Vorfeld der Begegnung die Startelf verraten. So kehrte Benno Schmitz in die Anfangsformation zurück. Genauso startete Steffen Tigges wenig überraschend für Davie Selke. Der FC übernahm zwar zunächst die Initiative, die erste Möglichkeit hatten aber die Gastgeber. Marvin Duksch zog gleich doppelt aus etwa 16 Metern ab, doch bei beiden Flachschüssen blieb FC-Keeper Marvin Schwäbe der Sieger.

Auf der anderen Seite sorgte erstmals Florian Kainz für Gefahr. Dejan Ljubicic hatte seinen Landsmann frei gespielt, dessen Schuss kam aber zu zentral aufs Bremer Tor. Auch Jonas Hectors Nachschuss blieb erfolglos. Nach einer halben Stunde musste Baumgart erstmals wechseln. Ljubicic hatte früh Gelb gesehen und lief nach einem weiteren harten Einsteigen Gefahr, den Platz frühzeitig verlassen zu müssen. Für den Österreicher kam Jan Thielmann, der sich in seinem 100. Pflichtspiel für den FC perfekt einfügte. Der Kölner Youngster legte auf Kainz ab, der ins Zentrum flankte. Tigges köpfte geschickt ein. Unmittelbar vor dem Seitenwechsel brachte Kainz eine weitere Ecke gefährlich in den Strafraum, doch Timo Hübers zu wenig Druck hinter den Ball.

Bremen kam deutlich engagierter aus der Kabine. Unter anderem versuchte es Romano Schmid, Hector fälschte aber ab. Köln tat sich in dieser Phase schwer, fand vor allem in der Offensive zu wenig Zugriff. Baumgart reagierte und brachte Selke und Dimitrios Limnios nach einer guten Stunde. Zwar wurde der FC wieder stärker, doch Werder wollte den Ausgleich und drückte. Jens Stage tauchte zunächst alleine im Sechzehner vor Schwäbe auf, der Kölner Torhüter parierte aber weltklasse, genauso wie bei Füllkrugs Versuch. Beim 1:1 sah Schwäbe aber alles andere als gut aus. Eine eher harmlose Flanke pflückte der Keeper nicht aus der Luft, Schmid stand am langen Pfosten und schob zum Ausgleich ein.

Köln mühte sich um mehr Kontrolle und kam auch wieder zu Möglichkeiten. Eine Ecke des eingewechselten Dimitrios Limnios verlängerte Jeff Chabot auf Selke, der aus kurzer Distanz aber über das Tor schoss. Wirklich zwingend wurden die Geißböcke am Ende nicht mehr, es blieb beim 1:1-Unentschieden. Am kommenden Wochenende steht das Saisonfinale gegen Bayern München auf dem Plan.

So bewerten wir die FC-Spieler

Marvin Schwäbe

Zeichnete sich früh bei zwei Duksch-Versuchen aus. Hatte dann lange Leerlauf, bevor er gegen Stage und Füllkrug ganz stark parierte. Bei der Flanke vor dem 1:1 sah er alles andere als gut aus. Note: 2-

Jonas Hector

Hatte im ersten Abschnitt viele Freiräume. Legte unfreiwillig Schmid den Ball auf, bügelte den Fehler selbst aus. Ließ dann aber eben jenen Schmid beim 1:1 wieder aus den Augen. Note: 3-

Jeff Chabot

Hatte viel Arbeit mit Füllkrug. Hatte den Nationalspieler aber weitestgehend im Griff. Wieder mit guter Pass- und Zweikampfquote. Note: 2-

Timo Hübers

Konnte an die starke Leistung der Vorwoche nicht anknüpfen. Spielte in der Defensive lange seinen Stiefel herunter, wirkte im zweiten Abschnitt teilweise nicht sattelfest. Hätte vor dem Wechsel auf 2:0 erhöhen können. Note: 3

Benno Schmitz

Hatte defensiv zunächst erstaunlich wenig zu tun. Wenn, war er zur Stelle. Leitete das erste Kölner Tor mit ein. War am Ausgleich aber auch nicht gänzlich unbeteiligt. Note: 4+

Florian Kainz

Machte da weiter, wo er in der Vorwoche aufhörte. Lenkte das Kölner Spiel, brachte viele genaue Flanken. So auch beim 1:0 auf Tigges. Note: 2-

Dejan Ljubicic

Engagierte Anfangsphase. Suchte die Zweikämpfe, gewann viele und beeindruckte mit einer überragenden Passquote. Legte stark auf Kainz auf, der aber aus elf Metern vergab. Sah früh eine fragwürdige Gelbe Karte, sah dann ebenfalls fragwürdig nicht Gelb-Rot. Musste nach einer halben Stunde für Jan Thielmann Platz machen. Note: –

Eric Martel

Wieder eine überragende Laufleistung des Sechsers. Dazu strahlt Martel zunehmend eine für sein Alter beeindruckende Ruhe aus. Note: 3+

Jan Thielmann

Kam bereits nach einer halben Stunde zu seinem 100. Pflichtspiel-Einsatz für den FC. Leitete umgehend die Kölner Führung ein, blieb aber ansonsten eher blass. Note: 3-

Ellyes Skhiri

Schaltete sich zunächst erstaunlich viel in die Offensive ein, war in der Defensive gewohnt sicher. War nach dem Wechsel nicht mehr so im Spiel. Note: 3

Linton Maina

Stellte die Bremer Defensive mit seinem Tempo vor große Probleme, machte aber zu wenig daraus. Tauchte nach dem Wechsel wieder einmal ab und wurde folgerichtig nach einer Stunde ausgewechselt. Note: 3

Steffen Tigges

War zunächst eher unauffällig. Setzte sich dann beim Kölner Tor stark durch und nickte perfekt ein. Rieb sich als Anspielspieler auf, ohne ein weiteres Mal ins Spiel einzugreifen. Machte nach einer Stunde für Selke Platz. Note: 2-

FC knackt mit 5:2-Erfolg die 40-Punkte-Marke

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FC knackt mit 5:2-Erfolg die 40-Punkte-Marke

Der 1. FC Köln kann doch noch im eigenen Stadion gewinnen. Am Freitagabend setzte sich der FC verdient mit 5:2 gegen Hertha BSC durch und feierte den ersten Heim-Dreier seit Februar.

In der vergangenen Woche die Klasse gesichert, am 31. Spieltag die angestrebte 40-Punkte-Marke geknackt – mit einem verdienten Erfolg über Hertha BSC hat der 1. FC Köln sein Saisonziel am 32. Spieltag erreicht. Nach Toren von Davie Selke (8.), Timo Hübers (39., 69.), Ellyes Skhiri (43.) und Denis Huseinbasic (81.) sowie von Lucas Tousard (18.) und Stevan Jovetic (33.) setzte sich der FC 5:2 durch und feierte gleichzeitig den ersten Heimspiel-Sieg seit Mitte Februar.

Wie angekündigt spielte Eric Martel wieder auf der Doppelsechs, Dejan Ljubicic rückte auf die rechte Seite, Jan Thielmann vorerst auf die Bank. Für den gelbgesperrten Benno Schmitz startete Kingsley Schindler. Doch zunächst waren es die Berliner, die den FC früh attackierten, sogar gefährlich in den Sechzehner kamen. Das Tor erzielten aber die Kölner. Eine Flanke von Martel verwertete ausgerechnet der Ex-Berliner Selke per Kopf, der sich dabei verletzte und wenig später ausgewechselt werden musste. Doch die Geißböcke setzten nach. Zunächst verfehlte Martel per Kopf, einen Abschluss von Jonas Hector lenkte BSC-Coach Oliver Christensen um den Pfosten.

Die Antwort gab Berlin. Marco Richter tanzte Kingsley Schindler schwindelig. Die Hereingabe parierte Schwäbe noch stark, den Abpraller verwertete Lucas Tousart problemlos zum 1:1. Der FC ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Linton Maina setzte sich stark durch, brachte seine Flanke perfekt auf Schindler, der aus kurzer Distanz zum Kopfball kam, doch Christensen parierte stark. Auch Ellyes Skhiri und Martel suchten weitere Abschlüsse, blieben aber ebenfalls glücklos. Und wieder war Berlin deutlich effektiver. Einen langen Diagonalball unterschätzte Hector, Dodi Lukebakio legte im Fallen auf Jovetic ab, der zum 1:2 einschob. Was aus dem Spiel nicht gelingen wollte, klappte durch eine Standardsituation. Kainz brachte einen Freistoß aus dem Halbfeld perfekt in den Sechzehner, Hübers köpfte zum 2:2 ein.

Nur wenige Minuten später gewann Skhiri den Ball am eigenen Sechzehner, spielte ihn tief auf den eingewechselten Steffen Tigges, der legte ab auf Maina, der wiederum Skhiri das 3:2 auflegte. Der Tunesier schob sicher ein. Und Köln blieb jetzt dran. Kainz versuchte es mit einem Volleyschuss, fand aber seinen Meister in Christensen. Dann flankte der Österreicher erneut auf Hübers, der dieses Mal aber einen Moment zu spät kam.

Baumgart wechselte zur Halbzeit, brachte Jan Thielmann für den vorgewarnten Martel und der bediente Tigges gleich doppelt. Doch zunächst kam der Angreifer einen Moment zu spät, anschließend spielte er Christensen an. Thielmann hätte selbst das 4:2 erzielen müssen, doch der Youngster spielte den Konter nicht clever aus. Anschließend setzte Hübers einen weiteren Kopfball an den Pfosten. Nach einer weiteren Hereingabe von Maina machte es der Innenverteidiger besser und traf per Hacke. Köln setzte nun verstärkt auf Konter – und das erfolgreich. Unter anderem nutzte der kurz zuvor eingewechselte Denis Huseinbasic seine erste Chance zum 5:2-Endstand. Am kommenden Wochenende ist der FC zu Gast bei Werder Bremen.

Marvin Schwäbe

Parierte noch stark gegen Richter, war dann aber bei den beiden Gegentoren chancenlos. Note: 3+

Jonas Hector

Ließ Lukebakio beim 1:2 komplett aus den Augen. Hatte auch sonst seine Schwierigkeiten mit dem Stürmer. Hatte vor allem im zweiten Abschnitt einen enormen Offensivdrang. Note: 3

Jeff Chabot

Gewohnt souveräne Vorstellung des Innenverteidigers. Hielt das Zentrum kompakt. Note: 2

Timo Hübers

Stand bei der Flanke von Kainz perfekt und traf per Hinterkopf. Stand bei der Hereingabe von Maina perfekt und traf per Hacke (?). Gewann die meisten Zweikämpfe, spielte viele gute Pässe. Note: 1

Kingsley Schindler

Ließ sich vor dem Ausgleich von Richter erstaunlich einfach austanzen. Machte in der Defensive zu viele Fehler, schaltete sich aber immer wieder in die Offensive ein. Hätte aus kurzer Distanz treffen müssen. Note: 4+

Florian Kainz

Überragender Spielmacher. Brachte zahlreiche perfekte Flanken. Bereitete unter anderem das 2:2 durch Hübers für. Note: 2

Dejan Ljubicic

Stopfte viele Lücken. Das fiel vor allem nach dem Wechsel auf, als Ljubicic wieder auf die Sechs rückte. Note: 3+

Eric Martel

Wieder starkes Spiel des Youngster. Bereitete die Kölner 1:0-Führung mit einer starken Flanke perfekt vor. Kam beim 1:2 zu spät. Musste zur Halbzeit verwarnt den Platz verlassen. Note: 3+

Jan Thielmann

Kam zur Halbzeit für Martel. Fügte sich stark mit zwei guten Hereingaben auf Tigges ein. Hätte selbst treffen müssen, verpasste aber den richtigen Zeitpunkt. Note: 2-

Ellyes Skhiri

Lief zwar „nur“ zwölf Kilometer, damit aber dennoch mehr als alle anderen Akteure auf dem Feld. War wieder gefühlt überall. Unter anderem auch vor dem Tor. Note: 2

Linton Maina

Wieder extrem viel Aufwand, nur deutlich gefährlicher als zuletzt. Seine perfekte Hereingabe auf Schindler hätte einen Scorerpunkt verdient gehabt. Den holte er sich mit der starken Hereingabe auf Skhiri zum 3:2 und anschließend mit der Hereingabe auf Hübers zum 4:2. Note: 1-

Steffen Tigges

Kam früh für Selke. Hatte zahlreiche Möglichkeiten, vergab sie allesamt. Ihm fehlt das Glück, das Selke gerade hat. Note: 4

Davie Selke

Geht dahin, wo es weh tut. So beim 1:0. Leider tat es so weh, dass der Stürmer nach 23 Minuten das Feld verlassen musste. Note: –

Selke schießt den FC zum Erfolg in Leverkusen

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Selke schießt den FC zum Erfolg in Leverkusen

Der 1. FC Köln hat einen weiteren wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Ausgerechnet im Nachbarschaftsduell bei Bayer Leverkusen gewannen die Kölner 2:1. Davie Selke traf doppelt.

Steffen Baumgart konnte seine Freude kaum verbergen. Zunächst jubelte der Kölner Coach lautstark an der Seitenlinie, dann musste man sich ernsthafte Sorgen um Julian Chabot machen, den der Coach besonders „herzte“. Dank eines Doppelpacks von Davie Selke (14., 36.) hat der 1. FC Köln das Nachbarschaftsduell gegen Bayer Leverkusen gewonnen und im Grunde Revanche für die 1:2-Niederlage im Hinspiel genommen. Zwar war Leverkusen das spielbestimmende Team, der FC aber deutlich effektiver. Selke brachte den FC in Führung, Amine Adli glich aus (28.), bevor Selke erneut zuschlug.

Baumgart zog Dejan Ljubicic wie erwartet zurück auf die Position neben Ellyes Skhiri, Jan Thielmann rückte in die Startelf und auf die rechte Seite. Doch die Anfangsphase gehörte Leverkusen, die bis dahin 14 Mal in Folge ungeschlagen waren. Das zeigten die Leverkusener auch. Unter anderem wusste sich Timo Hübers gegen Mitchel Bakker unmittelbar vor dem Strafraum nur mit einem Foul zu helfen. Den anschließenden Freistoß von Nadiem Amiri lenkte Julian Chabot gerade noch über das Tor. Die Statistik sprach mit 3:0-Ecken und 3:0-Torschüssen schon in der ersten Viertelstunde eindeutig für Bayer, das Tor erzielten aber die Kölner. Eine perfekte Flanke von Florian Kainz verwertete Selke perfekt mit dem Kopf. Keine zwei Minuten später kam Kainz im Sechzehner erneut zum Abschluss, verfehlte das Tor aber deutlich.

Leverkusen bemühte sich, die Kontrolle wieder zu übernehmen. Köln lauerte auf Konter, war im Passspiel aber zu ungenau. Ganz anders die Werkself. Mit einem starken Ballkontakt leitete Florian Wirtz einen schnellen Angriff ein. Moussa Diaby passte genau ins Zentrum, Amine Adli traf zum 1:1-Ausgleich. Leverkusen war nun wieder gefährlicher, doch Köln gab die direkte Antwort. Benno Schmitz spielte Thielmann frei, dessen Hereingabe Selke dieses Mal mit dem Fuß direkt verwandelte. Leverkusen wehrte sich, doch Marvin Schwäbe hielt die Kölner Halbzeitführung fest. Zunächst bei einem Kopfball von Adli aus kurzer Distanz, anschließend im Eins-gegen-eins gegen Florian Wirtz.

Selke

Davie

2

Torschüsse

2

Tore

Köln kam engagierter aus der Kabine, Leverkusen tat sich zunächst schwer. Eine Hereingabe von Skhiri nahm Jonas Hector volley, doch Bayer-Torhüter Lukas Hradecky war zur Stelle. Genauso wie beim Distanzschuss von Dejan Ljubicic. Erst nach einer guten Stunde kam Bayer wieder zu einem Abschluss. Nach einem Eckball kam Andrich zum Kopfball, dieser stellte Schwäbe aber vor keine großen Probleme. Zwar war die Werkself nun wieder besser im Spiel, verzweifelte aber an der starken Kölner Defensivarbeit.

Baumgart brachte mit Mathias Olesen, Kingsley Schindler und Steffen Tigges sowie später Denis Huseinbasic und Kingsley Schindler frische Kräfte für die Schlussphase. Doch Leverkusen erhöhte noch einmal den Druck, schnürte den FC zunehmend ein. Köln fand kaum noch Entlastung, die Werkself wurde zu selten gefährlich. In der Schlussminute hätte Schindler den Sack zu machen müssen. Der Mittelfeldmann brachte den Ball aus zwölf Metern genau auf Hradecky. So musste der FC lange zittern, setzte sich aber dennoch durch. Das Spiel hatte zunehmend Brisanz erhalten, weil die DFL dem Wunsch der Leverkusener entsprach und das Duell zwei Tage vorverlegt hatte.

Am kommenden Spieltag erwartet der FC Hertha BSC im eigenen Stadion.

FC verliert 0:1 gegen schwache Freiburger

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FC verliert 0:1 gegen schwache Freiburger

Der 1. FC Köln hat den frühzeitigen Klassenerhalt verpasst. Trotz klarer Überlegenheit unterlag der FC dem SC Freiburg am Samstag 0:1.

Trotz einer starken Leistung hat der 1. FC Köln am Samstagnachmittag einen möglichen Sieg über den SC Freiburg verpasst. Gegen den Champions-League-Kandidaten überzeugten die Kölner auf ganzer Linie, mussten sich aber dennoch nach einem Treffer von Ritsu Doan 0:1 geschlagen geben. Vor allem, weil SC-Keeper Mark Flekken einen überragenden Tag erwischte. Der FC verpasste damit den frühzeitigen Klassenerhalt, muss sich aber dennoch wohl keine Sorgen machen.

Wir waren in den entscheidenden Situationen nicht konsequent genug.“

Jonas Hector

FC-Trainer Steffen Baumgart hatte nach dem 3:1-Erfolg über die TSG Hoffenheim wenig Grund seine Startformation umzustellen. So lief die gleich Elf wie in der Vorwoche auf. Auch der zuletzt angeschlagene Abwehrchef Jeff Chabot stand wieder auf dem Platz. Der hatte allerdings zunächst wenig zu tun. Die Kölner suchten ihr Heil in der Offensive, große Chancen sprangen in der Anfangsphase aber nicht heraus. Auch, weil wieder einmal dem finalen Pass die Präzision fehlte. Für die größte Aufregung sorgte in den ersten Minuten noch Geburtstagskind Eric Martel, der nach einem Zusammenprall mit Vincenzo Grifo minutenlang behandelt werden musste, aber weiterspielen konnte.

Für den ersten Torschuss sorgte Florian Kainz nach 15 Minuten. Doch der Flachschuss stellte Mark Flekken vor keine großen Probleme. Bei einem Versuch von Linton Maina aus kurzer Distanz musste sich der Freiburger Keeper dann schon eher strecken. Bei einem Kopfballversuch von Martel rettete der Niederländer sogar sensationell. Köln war in dieser Phase das Spiel bestimmende Team, hatte mehr Abschlüsse, der SC stand eher tief und lauerte auf seine Chance. Die bekam Lucas Höler nach einem starken Anspiel von Ritsu Doan aus kurzer Distanz. Doch Marvin Schwäbe war zur Stelle. Den Versuch von Christian Günter blockte Timo Hübers in höchster Gefahr. Auf der anderen Seite probierte es Ellyes Skhiri per Kopf, verfehlte das Tor. Im Gegenzug scheiterte Höler erneut an Schwäbe.

FC-Spieler des Spiels

Hector

Jonas

82%

Passquote

73%

Zweikampfquote

FC-Spieler-Ranking

Auch nach dem Wechsel musste der Kölner Torhüter direkt eingreifen. Michael Gregoritsch setzte sich gegen Hübers problemlos durch, versuchte es aus 15 Metern, aber Schwäbe tauchte rechtzeitig ab. Gegen Doan war der Torhüter dann machtlos. Höler verlängerte eine Freiburger Ecke, Schmitz war nicht dicht genug an dem Japaner, der zum 0:1 einnickte. Der FC ließ sich von dem Rückstand aber nicht aus dem Konzept bringen, spielte weiter munter nach Vorne. Das gab Freiburg Platz für Konter. Unter anderem hätte Gregoritsch aus kurzer Distanz treffen müssen.

Baumgart wechselte mit Jan Thielmann, Steffen Tigges und Kingsley Schindler neue Kräfte ein. Köln erhöhte tatsächlich den Druck. Thielmanns Pass auf Maina kam zu ungenau, Schindlers Flanke brachte Philipp Lienhardt aufs eigene Tor, doch wieder reagierte Flekken stark. Auch Skhiri versuchte es erneut erfolglos per Kopf, ein Distanzschuss von Kainz wurde noch abgeblockt. Der FC war drückend überlegen, drängte auf den Ausgleich, Freiburg ließ den Geißböcken erstaunlich viel Platz. Unter anderem zog Tigges aus 16 Metern ab, verfehlte das Tor nur um Zentimeter. Für die Schlussoffensive brachte Baumgart zudem noch Denis Huseinbasic und Dimitrios Limnios, der sein Comeback für die Kölner gab. Doch auch die Joker hatten keinen Zugriff mehr auf die Partie, Köln kassierte eine unnötige Niederlage.

Bereits am Freitag steht für den FC das Rheinderby in Leverkusen auf dem Spielplan.

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Jonas Hector gibt seinen Abschied bekannt

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Jonas Hector gibt seinen Abschied bekannt

Der Freude über den 3:1-Erfolg über Hoffenheim folgte für die FC-Fans ein Dämpfer. Jonas Hector beendet im Sommer seine Karriere.

12.000 Fans waren mitgereist zum Auswärtsspiel des 1. FC Köln bei der TSG Hoffenheim. Dem Jubel über das 3:1, die drei Punkte und dem damit verbundenen wahrscheinlichen Klassenerhalt folgte eine bittere Nachricht. Jonas Hector wird im Sommer seine erfolgreiche Karriere beenden und dem aktiven Fußball den Rücken kehren. Das hat der Kölner Kapitän der Mannschaft im Anschluss an das 3:1 in der Kabine mitgeteilt.

Nach meiner Familie war es mir wichtig, als erstes meine Mannschaft, das Trainerteam und den Staff zu informieren.“

Jonas Hector via Twitter

„Nach meiner Familie war es mir wichtig, als erstes meine Mannschaft, das Trainerteam und den Staff zu informieren“, ließ Jonas Hector die Fans über den Vereins-Account wissen. „Für den Moment möchte ich nicht mehr sagen, als dass ich unheimlich dankbar für das bin, was wir beim FC zusammen haben.“ Während der Nationalspieler seine Mannschaft informierte, sprach Trainer Steffen Baumgart über seinen Kapitän auf der Pressekonferenz: „Er wird mit dem Profi-Fußball aufhören. Das sollten sie von uns erfahren. Er hat die Rede bei den Jungs nach dem Spiel bei uns gemacht. Er ist ein Spieler, der noch nicht so oft in Hoffenheim gespielt hat. Umso schöner, dass er sich in seinem letzten Spiel mit drei Punkten verabschieden konnte.“

Hector war 2010 zum 1. FC Köln gewechselt und seit 2012 fester Bestandteil der Profimannschaft. Für den FC lief Hector in 342 Pflichtspielen auf, wurde 2014 Nationalspieler, beendete den Teil seiner Laufbahn aber 2019 nach 43 Länderspielen. Im Sommer hatte er das Angebot von Hansi Flick ausgeschlagen, noch einmal in die DFB-Elf zurückzukehren. Hector ist eins der Gesichter der Geißböcke. „Der Verlust ist natürlich sehr, sehr groß“, sagte Sportchef Christian Keller. „Er hat es uns im Vorfeld gesagt und es war klar, sobald wir 35 Punkte erreichen, sagt er es auch der Mannschaft“, so Keller. Diese habe mit einem langen Applaus auf die Worte des Kapitäns reagiert.  

„Worte können auf die Schnelle gar nicht zusammenfassen, was du unserem Klub und allen FC-Fans bedeutest. Du bist einer der größten Spieler, die dieses Trikot getragen haben! Du hast mehr als ein Jahrzehnt unvergleichbar loyal zu unserem Klub gestanden!“, schrieb der Verein auf Twitter. Über Hectors Abschied war lange diskutiert worden. Der Kölner Leader hatte lange über die Zukunft nachgedacht. Gerade in Bezug auf die mögliche Transfersperre der Kölner hatten viele FC-Fans noch einmal Hoffnung geschöpft.

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FC beendet mit 3:1-Erfolg Negativserie gegen Hoffenheim

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FC beendet mit 3:1-Erfolg Negativserie gegen Hoffenheim

Der 1. FC Köln kann das Thema Abstiegskampf wohl endgültig abhaken. Mit dem verdienten 3:1-Erfolg über Hoffenheim beendeten die Kölner zudem die Negativserie.

Der 1. FC Köln kann gegen und auch in Hoffenheim doch noch gewinnen. Am 29. Spieltag setzten sich die Geißböcke bei der TSG 3:1 durch und gewannen zum ersten Mal seit 2014 wieder ein Bundesliga-Spiel gegen die Sinsheimer. Nach den Toren von Florian Kainz (18.), Davie Selke (39.) und Jan Thielmann (90. +2) sowie dem Gegentreffer von Kasper Dolberg (90. +4) sicherten sich die Kölner drei weitere Punkte und dürften mit dem Abstieg wohl endgültig nichts mehr zu tun haben. Für die knapp 12.000 mitgereisten Kölner Fans war es zunächst ein gelungener Samstag. Dann gab Jonas Hector das ende seiner Karriere bekannt.

Ich bin Stürmer, ich will treffen. Es war Balsam für die Seele.“

Davie Selke

Wie erwartet änderte Steffen Baumgart seine Formation nur auf einer Position. Ellyes Skhiri rückte zurück in die Startelf, dafür rotierte Linton Maina auf die rechte Seite, Kingsley Schindler nahm auf der Bank platz. Und obwohl die rund 12.000 mitgereisten Kölner Fans das Stadion in Sinsheim zu einem gefühlten Heimspiel umfunktionierten, war zunächst Hoffenheim auf Ballbesitz aus. Die Kölner attackierten früh, setzten die TSG-Defensive unter Druck – gefährlich wurden beide Teams in den Anfangsminuten aber nicht. Erst nach gut zehn Minuten näherten sich Distanzschüsse von Jonas Hector und Florian Kainz dem Hoffenheimer Gehäuse ein wenig an.

Der FC wurde zunehmend stärker, übernahm nach und nach das Spielgeschehen. Eine Hereingabe von Maina lenkte Hoffenheims John Anthony Brooks im Strafraum mit der Hand ab. Nach Einschreiten des VARs entschied Schiedsrichter Robin Braun auf Elfmeter. Kainz ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte sicher. Hoffenheim benötigte ein wenig, um sich zu sammeln. Doch Köln hatte auch weiterhin die besseren Möglichkeiten. Einen Kopfball von Selke hielt Oliver Baumann aus kurzer Distanz, eine Hereingabe von Ljubicic fing der TSG-Keeper gerade noch vor dem heranstürmenden Selke ab. Nur wenige Minuten später machte es der Kölner Stürmer besser. Eine Flanke von Kainz verwandelte Selke zum 2:0. Die Hoffenheimer Offensive fand so gut wie gar nicht statt, wenn überhaupt nur über Standards. So kam Hoffenheim im ersten Abschnitt zu genau keinem Abschluss.

FC-Spieler des Spiels

Kainz

Florian

1

Tore

1

Vorlagen

50

Ballkontakte

FC-Spieler-Ranking

Die TSG kam deutlich engagierter aus der Kabine und erarbeitete sich nun auch umgehend Chancen. So probierte es Angeliño aus spitzem Winkel, FC-Keeper Marvin Schwäbe war aber zur Stelle. Auch Ihlas Bebou und Andrej Kramaric versuchten es, verfehlten das Tor aber deutlich. Doch die Gastgeber waren nun deutlich besser im Spiel. Unter anderem rettete Eric Martel mit einer Grätsche in höchster Not gegen Kramaric. Auch Christoph Baumgartner vergab aus gut 16 Metern.

Nach einer knappen Stunde musste Baumgart wechseln. Für den angeschlagenen Ljubicic kam Jan Thielmann, für den guten Selke kam Steffen Tigges. Die Kölner konnten sich wieder etwas aus der kurzen Hoffenheimer Umklammerung befreien. Unter anderem vergab Tigges nach einem Traumpass von Kainz kläglich. In der Schlussphase kamen mit Denis Huseinbasic und Kingsley Schindler zwei weitere frische Kräfte. Doch Hoffenheim versuchte es noch einmal. Doch weder der Schuss des eingewechselten Robert Skov noch der Abschluss von Bebou wurden wirklich gefährlich. Auf der anderen Seite konterten die Kölner erfolgreich. Thielmann erhöhte auf 3:0. Kasper Dolberg verkürzte in der Nachspielzeit noch einmal auf 3:1.

So bewerten wir den FC gegen Hoffenheim

Marvin Schwäbe

Viel zunächst nur durch ein Gerangel mit Brooks und eine Gelbe Karte auf. Das änderte sich nach dem Wechsel. Parierte stark gegen Angelino. Keine Probleme gegen Skov, beim Anschlusstreffer machtlos. Note: 3+

Jonas Hector

Souveränes und unaufgeregtes Spiel des Kapitäns. Seine Routine verdirbt dem Gegner die Laune. Schaltete sich auch regelmäßig in die Offensive ein. Note: 3+

Jeff Chabot

Wieder überragte der Innenverteidiger in der Defensive. Topwert in den Zweikampf- (78%) und Passwerten (100%!!!). Ließ im Zentrum keine Gefahr aufkommen. Note: 2

Timo Hübers

Sicherte neben Chabot den Raum vor dem Tor. War aber erneut nicht so konsequent wie sein Nebenmann. Note: 3

Benno Schmitz

Brachte im ersten Durchgang nur jeden zweiten Ball zum Mitspieler und war damit ein Unsicherheitsfaktor. Steigerte sich nach dem Wechsel, fand aber in der Offensive so gut wie nicht statt. Note: 3-

Florian Kainz

Auf der Zehn Dreh- und Angelpunkt der Kölner Offensive. Traf sicher vom Punkt, bereitete das 2:0 butterweich vor. Sein Pass auf Tigges hätte auch eine Torbeteiligung verdient gehabt. Note: 1-

Dejan Ljubicic

Versuchte das Offensivspiel über die linke Seite anzutreiben, leistete sich aber viele Ungenauigkeiten. Musste nach einer knappen Stunde angeschlagen vom Platz. Note: 2-

Eric Martel

Lief mehr als Skhiri, war gefühlt auch an mehr Defensivaktionen beteiligt. Rettete stark gegen Kramaric und schaltete sich in die Offensivbewegung ein. Note: 2

Ellyes Skhiri

Wichtig, dass Skhiri wieder dabei war. Stabilisierte das Zentrum. War aber längst nicht so auffällig. Note: 3+

Linton Maina

Viel Arbeit, wenig Ertrag. Hatte gegen Brooks erstaunlich große Schwierigkeiten. Seine Hereingabe führte immerhin zum Elfmeter. Note: 3-

Davie Selke

Ganz anderer Auftritt des Stürmers. Leitete früh einen ersten guten Angriff über Außen ein. Prüfte Baumann zunächst aus kurzer Distanz, machte es nur wenige Minuten später viel besser. Zeigte auch gute Aktionen als Wandspieler. Note: 2

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FC verpasst möglichen Sieg

Der 1. FC Köln hat den erhofften zweiten Sieg in Folge verpasst. Gegen den FSV Mainz 05 spielten die Geißböcke 1:1. Ein Erfolg wäre aber möglich gewesen.

Der 1. FC Köln bleibt auch im dritten Spiel in Serie ohne Niederlage. Allerdings verpassten die Kölner am 28. Spieltag der Fußball-Bundesliga einen Erfolg über den FSV Mainz 05. Nach Toren von Ludovic Ajorque (17.) und Dejan Ljubicic (52.) spielten die Kölner 1:1-Unentschieden, vergaben aber zahlreiche erstklassige Chancen zum möglichen Sieg.

Mich ärgert es, dass wir hier nur mit einem Punkt vom Platz gegangen sind.“

Dejan Ljubicic

Kölns Trainer Steffen Baumgart blieb seiner Ankündigung treu und wechselte nur auf einer Position. Für den gesperrten Ellyes Skhiri begann Dejan Ljubicic neben Eric Martel auf der Doppelsechs. Der FC war zunächst auf Ballbesitz und -sicherheit bedacht. Auch Mainz suchte nur selten den schnellen, direkten Weg Richtung Tor. Beide Teams taten sich im Spielaufbau schwer. Mehr als eine Gelbe Karte für Florian Kainz gab es in der Anfangsphase nicht. Wie aus dem Nichts tauchten die Rheinland-Pfälzer dann doch vor dem Kölner Tor auf. Eine scharfe Hereingabe von Silvan Widmer konnte Timo Hübers nicht verteidigen, Ludovic Ajorque schob zur Mainzer Führung ein.

Erst nach gut 20 Minuten kamen die Kölner zum ersten nennenswerten Abschluss. Eric Martel zog aus 20 Metern ab, der Schuss stellte Robin Zentner aber vor keine großen Probleme. Doch der FC tat sich weiterhin in der Vorwärtsbewegung schwer. Der FSV machte das Zentrum geschickt zu, ließ den Kölnern keinen Platz zur Entfaltung. Nach einer guten halben Stunde steigerten sich die Geißböcke langsam. Unter anderem spielte Florian Kainz Kingsley Schindler frei, der aus spitzem Winkel das Tor verfehlte. Anschließend verpasste erneut Martel aus der Distanz, genauso wie Linton Maina aus knapp 16 Metern und Davie Selke unmittelbar vor dem Seitenwechsel per Kopfball.

Der FC kam mit Schwung aus der Kabine und belohnte sich früh. Ljubicic passte auf Jonas Hector, der legte umgehend wieder zurück und der Österreicher schob aus 15 Metern überlegt ein. Mainz tat nun auch wieder mehr für das Spiel, doch der FC war das Spiel bestimmende Team, lauerte vor allem auf das schnelle Umschaltspiel. So lief Maina nach einer starken Balleroberung alleine auf Zentner zu, schob den Ball aber erstaunlicher Weise an Torhüter und Tor vorbei. „Es tut mir unheimlich leid für die Mannschaft“, sagte Maina. Baumgart wechselte mit Jan Thielmann und Steffen Tigges weitere Offensivkräfte ein.

Köln setzte nun auf schnelle Konter. Unter anderem spielte Kainz Thielmann frei, dessen Abschluss aber Druck und Präzision fehlten. Auf der anderen Seite entstanden Räume. So kam Leandro Barreiro erstaunlich frei zum Kopfball, verfehlte das Tor aber deutlich. Auch die Einwechslungen von Sargis Adamyan und Denis Huseinbasic verpufften wirkungslos. „Mich ärgert es, dass wir hier nur mit einem Punkt vom Platz gegangen sind. Wir haben ein sehr gutes Spiel abgeliefert“, sagte Ljubicic. Am kommenden Samstag ist der FC zu Gast bei der TSG Hoffenheim.

So bewerten wie die FC-Spieler

Marvin Schwäbe

Beim 0:1 aus kurzer Distanz machtlos. Bekam sonst relativ wenig zu tun, zeigte aber erstaunliche Schwächen im Aufbauspiel. Note: 3-

Jonas Hector

Gewohnt zweikampfstark (75 Prozent), gewohnt routiniert. Sah beim 0:1 aber nicht besonders gut aus. Bereitete das 1:1 wunderbar vor. Note: 3+

Jeff Chabot

Wieder einmal mit den besten Zweikampf- (80%) und Passwerten (90%). Hält die Defensive stark beisammen und versucht sich neuerdings mit akrobatischen Kunststücken wie beim Fallrückzieher kurz vor dem Seitenwechsel. Note: 2

Timo Hübers

Verschätzte sich zunächst bei einem Ball, den er im Aus wähnte, klärte da schon nicht konsequent. Sah auch bei der folgenden Aktion gegen Ajorque nicht gut aus, der zum 0:1 traf. Steigerte sich wieder einmal im zweiten Abschnitt. Note: 3-

Benno Schmitz

Deutliche Steigerung zum Augsburg-Spiel. Dennoch weit von der Form der Vorsaison entfernt. Defensiv sicher, offensiv wenig Akzente. Seine Flanken finden keinen Abnehmer. Note: 3-

Florian Kainz

Scheint sich auf der Zehn wohl zu fühlen. Versucht dort, das Spiel zu ordnen und zu lenken. Leitete so sehr überlegt den Ausgleich ein. Note: 2-

Dejan Ljubicic

Hat seine Form ganz offensichtlich wiedergefunden. Eigentlich Skhiri-Vertretung, war er schon im ersten Abschnitt bester Kölner. Im Grunde überall zu finden. Mal auf der sechs, mal über die Außen, mal als Antreiber. Krönte mit seinem Treffer eine starke Leistung. Note: 1-

Eric Martel

Ist aktuell aus der Startelf nicht wegzudenken. Fordert und erkämpft sich viele Bälle und versucht sich immer mehr im Abschluss. Dazu mit einer starken Passquote von 85 Prozent. Note: 2-

Kingsley Schindler

Befindet sich weiterhin auf ordentlichem Niveau. Hätte bei seinem Abschluss im ersten Abschnitt besser auf Selke gepasst. Note: 3

Linton Maina

Wieder Unruheherd über die linke Seite. Hatte kurz vor dem Seitenwechsel den Ausgleich auf dem Fuß, vergab ihn zu leichtfertig. Pech, dass sein Pass auf Kainz nicht ankam. Hätte das 2:1 bei seinem Alleingang unbedingt machen müssen. Note: 3-

Davie Selke

Deutlich engagierter und präsenter als noch vor einer Woche. Dennoch wieder nur mit einer einzigen Chance. Das ist zu wenig. Note: 4+

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FC gewinnt in Augsburg

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FC gewinnt in Augsburg

Der 1. FC Köln hat seine Negativserie beendet. Beim FC Augsburg feierten die Kölner einen 3:1-Erfolg.

Der 1. FC Köln kann in der Bundesliga doch noch gewinnen. Beim FC Augsburg setzten sich die Kölner nach Toren von Ellyes Skhiri, Eric Martel und Linton Maina sowie dem Gegentreffer von Ruben Vargas 3:1 durch.  

Mich ärgert eigentlich gar nichts, wir können gerne darüber reden, dass die eine Mannschaft Fußball gespielt hat und die andere nicht – ich glaube, das war deutlich zu sehen.“

Steffen Baumgart

Kölns Trainer Steffen Baumgart vertraute der gleichen Startelf wie in der Vorwoche im Rheinderby, unter anderem agierte also Florian Kainz wie erwartet als Zehner und Kingsley Schindler begann erneut auf der rechten Seite. Über den linken Flügel sorgte Linton Maina für das erste Ausrufezeichen der Kölner. Doch der scharfe Pass des Offensivspielers fand keinen Abnehmer. 

Eine Flanke von Kainz in Jeff Chabot allerdings schon. Der Abwehrspieler brachte den Ball ins Zentrum und Ellyes Skhiri drückte ihn über die Linie. Schiedsrichter entschied zunächst auf Abseits, korrigierte die Entscheidung nach Eingriff des VARS aber. Augsburg reagierte mit schnellen Angriffen. Auch weil der FC nicht übermäßig früh attackierte. 

Bei Ballgewinn schalteten die Kölner allerdings schnell um. So bei einem Einwurf, den Schindler in den Lauf von Martel warf. Der Youngster lief Arne Engels davon, tunnelte beeindruckend abgebrüht FCA-Keeper Rafal Gikiewicz und erzielte seinen ersten Saisontreffer. Augsburg bemühte sich wieder, das Spiel in den Griff zu bekommen und wurde für die Mühen belohnt. Eine Ecke konnten die Kölner nicht klären, durch etliche Umwege fiel Ruben Vargas der Ball vor die Füße, der problemlos an Marvin Schwäbe vorbeischob.

Dieses Mal zeigte der FC eine schnelle Reaktion. Skhiri legte auf Benno Schmitz ab, der Versuch wurde aber geblockt. Augsburg drückte in dieser Phase. Doch entweder der entscheidende Pass wollte nicht ankommen oder ein Kölner Bein blockte den Versuch ab. Der FC fand in der Offensive kaum noch Entlastung. 

Baumgart musste schon zur Halbzeit wechseln. Für Schmitz kam Dejan Ljubicic, Schindler rückte in die Viererkette. Und der Wechsel zeigte direkt Wirkung. Die Kölner attackierten jetzt früher, übernahmen so die Spielkontrolle und fanden auch in der Offensive wieder statt. Unter anderem brachte Selke zu wenig Druck hinter den Ball nach einer Flanke von Ljubicic. Einen perfekt getimten Pass des Österreichers verwertete Maina zum 3:1.

Augsburg erhöhte noch einmal den Druck und kam durch noch zu guten Abschlüsse. Beide Spieler trafen aber nur das Außennetz. Baumgart brachte für die Schlussphase Steffen Tigges und später Jan Thielmann und Mathias Olesen sowie Luca Kilian. Am Spielausgang änderte das allerdings nichts mehr.

Einziger Wehmutstropfen: Ellyes Skhiri sah seine fünfte Gelbe Karte und wird im Heimspiel gegen den FSV Mainz am kommenden Wochenende fehlen.

So bewerten wie die FC-Spieler

Marvin Schwäbe

Mehr als einen abgeblockten Schuss von Ramy Bensebaini bekam er im Grunde nicht auf den Kasten. Versuchte sich in den Spielaufbau einzubringen. Note: 3

Jonas Hector

Gewohnt souverän. Abgebrüht in den Zweikämpfen, von denen er im Schnitt zwei Drittel gewann. Schaltete sich immer wieder in die Offensivbewegung ein. Note: 2-

Jeff Chabot

Deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zum Dortmund-Spiel. Stand in der Innenverteidigung sicher, leitete oft das schnelle Umschaltspiel ein. Gewann zwar „nur“ 50 Prozent seiner Zweikämpfe, nahm aber vor allem Thuram im Grunde aus dem Spiel. Note: 2-

Timo Hübers

Seltsames Spiel von Hübers. Begann zunächst souverän, hatte dann Glück, dass seine Aktion gegen Neuhaus keinen Elfmeter zur Folge hatte. Hatte Glück, dass Schwäbe seinen haarsträubenden Rückpass antizipierte. War überrascht, dass Thurma ihn einfach stehen ließ. Und verpasste per Kopfball das Tor. Note: 4+

Benno Schmitz

Hatte in der Defensive erstaunlich wenig zu tun. Schaltete sich somit immer wieder in die Offensive ein. Allerdings fehlte die Präzision im letzten Pass oder bei seinen Flanken. Note: 3-

Florian Kainz

Startete neben Selke im Sturm, war aber eigentlich überall zu finden – hauptsächlich auf der Zehn. War sehr bemüht, auch wenn nicht alles gelingen wollte. Verfehlte knapp per Freistoß. Note: 3

Ellyes Skhiri

In Sachen Laufleistung hinter Martel „nur“ Nummer zwei. Dennoch wieder ein enormes Pensum. Stopfte Lücken, organisierte den Spielaufbau und brachte von seinen 68 Pässen 64 zum Mitspieler. Guter Auftritt. Note: 2-

Eric Martel

Lief mehr als Skhiri. War irgendwie überall auf dem Platz. An Martel werden die Kölner noch viel Freude haben. Hatte zwei gute Abschlüsse, die ein Tor verdient hatten. Note: 2

Kingsley Schindler

Stand überraschend von Beginn an auf dem Feld. War offenbar selbst überrascht als er aus zehn Metern frei zum Torschuss kam. Machte es aus 16 Metern besser, scheiterte aber an Omlin und im zweiten Abschnitt an der in diesem Moment fehlenden Technik. Dennoch ordentlicher Auftritt. Note: 3

Linton Maina

Sorgte von Beginn an für Tempo auf der linken Seite und damit für Gefahr. Muss beim finalen Pass präziser werden. Wenn dieser kommt (und er kam einige Male), muss er allerdings auch verwertet werden. Note: 3+

Davie Selke

Seine Chance in der Anfangsphase machte Lust auf mehr. Mehr kam aber nicht – zumindest nicht aufs Tor. Rieb sich auf, mit wenig Ertrag. Note: 4+

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FC verpasst Sieg im Rheinderby

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FC verpasst Sieg im Rheinderby

Der 1. FC Köln hat im Rheinderby eine Reaktion auf das 1:6-Debakel von Dortmund gezeigt, beim 0:0 gegen schwache Gladbacher aber einen möglichen Sieg verschenkt.

Der 1. FC Köln hat zwar auch das sechste Spiel in Serie nicht gewonnen und einmal mehr kein Tor erzielt, die Geißböcke zeigten beim 0:0 im Rheinderby aber eine beeindruckende Reaktion auf das 1:6-Debakel gegen Dortmund und die jüngste Unruhe aufgrund der Fifa-Sperre. 

Mich ärgert eigentlich gar nichts, wir können gerne darüber reden, dass die eine Mannschaft Fußball gespielt hat und die andere nicht – ich glaube, das war deutlich zu sehen.“

Steffen Baumgart

Kölns Trainer Steffen Baumgart wechselte auf drei Positionen, überraschte mit Kingsley Schindler für Dejan Ljubicic. Außerdem spielten Linton Maina und Eric Martel für Sargis Adamyan und Mathias Olesen. Und Maina sorgte bereits nach wenigen Sekunden für die erste Kölner Gefahr. Der Offensivspieler nutzte einen Fehler der Fohlen-Abwehr für den ersten Tempo-Angriff, sein Pass auf Davie Selke war aber zu ungenau. Die Kölner setzten den Gegner weiterhin früh unter Druck und kamen so zu weiteren Chancen. Unter anderem legte Maina Schindler den Ball auf, doch der frisch gebackene Nationalspieler Ghanas verfehlte aus zehn Metern.

Auf der anderen Seite griff Timo Hübers nach einer Viertelstunde erstmals ins Spiel ein und hatte (sehr) großes Glück, dass sein Zweikampf gegen Florian Neuhaus nicht zum Strafstoß führte. Gladbach fand lange kein Mittel gegen den Kölner Druck, blieb ideenlos. Köln nutzte dagegen das Umschaltspiel und blieb gefährlich. Ein Freistoß von Florian Kainz ließ die ersten Kölner Fans bereits jubeln, allerdings verfehlte der Österreicher das Tor knapp. Schindler brachte den Ball aus 16 Metern auf das Tor, doch fand in Fohlen-Keeper Jonas Omlin seinen Meister. Genauso wie Martel, der es nach einer Ecke probierte.   

Köln wirkte auch nach dem Wechsel deutlich wacher, engagierter. Und dennoch fand der Gast besser ins Spiel. Auch, weil die Gladbacher jetzt früher störten. Unter anderem traf Marcus Thuram nach einer Flanke von Ramy Bensebaini den Ball nicht voll, Lars Stindl verfehlte aus der Distanz und Neuhaus Abschluss fehlten nur wenige Zentimeter. Im direkten Gegenzug verpasste erneut Schindler nach Pass von Maina.  Baumgart brachte nach einer guten Stunde mit Steffen Tigges und Dejan Ljubicic zwei weitere Offensivspieler und Köln übernahm wieder die Spielkontrolle. Ljubicic setzte den neuen Angreifer auch umgehend in Szene, doch Tigges‘ Abschluss blieb zu harmlos – wie die meisten Kölner Angriffsbemühungen.

 Folgerichtig kamen auch Jan Thielmann und Denis Huseinbasic, um die noch einmal Offensive zu stärken. Doch so wirklich viel fiel dem FC nicht mehr ein. Martel probierte es noch einmal in der Schlussminute, der abgefälschte Ball prallte aber nur gegen den Außenpfosten – es blieb beim 0:0. Am kommenden Wochenende geht es für die Geißböcke gegen Augsburg. 

Die Negativ-Serie des FC hat also Bestand, immerhin haben die Kölner das Tor wieder getroffen. Mit der deutlichen Klatsche verabschieden sich die Kölner in die Länderspielpause, bevor das Derby gegen Borussia Mönchengladbach auf dem Spielplan steht.

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FC chancenlos in Dortmund

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FC chancenlos in Dortmund

Zwar hat der 1. FC Köln seine Torlos-Serie beendet, bei der 1:6-Klatsche gegen den BVB erlebte der FC jedoch ein Debakel.

Die Länderspielpause kommt für den 1. FC Köln offensichtlich zur rechten Zeit. Nach Toren von Raphael Guerreiro, Sebastien Haller (2), Marco Reus (2) und Donyell Malen kassierte der FC am Samstagabend eine bittere 1:6-Klatsche bei Borussia Dortmund und blieb zum fünften Mal in Serie ohne Sieg. Immerhin beendete Davie Selke die Torlos-Serie und erzielte das erst Kölner Stürmer-Tor nach 831 Minuten. Überschattet wurde die Begegnung von einem Pyro-Zwischenfall. Ein Kameramann wurde von Pyrotechnik am Auge getroffen.

Es war eine verdiente Niederlage. Dortmund hat so eine überragende Qualität da musst du schon einen perfekten Tag erwischen. Den haben wir heute nicht erwischt. Am Ende ging es nur noch darum, Charakter zu zeigen. “

Davie Selke

Steffen Baumgart überraschte allerdings bei seiner Aufstellung. Nachdem der Kölner Trainer gegen Bochum noch eine Doppelsechs aufstellte, startete Köln mit Ellyes Skhiri als alleinigem Sechser, dafür spielte neben Davie Selke Sargis Adamyan als zweite Sturmspitze. Zudem startete Mathias Olesen für Linton Maina.

Die ersten Minuten gehörten erwartungsgemäß dem BVB. Dortmund bemühte sich um einen kontrollierten Spielaufbau, fand aber im letzten Drittel gegen die Kölner Defensive kein Mittel. Da der FC wiederum wenig für die Offensivbewegung tat, passierte in der Anfangsphase relativ wenig. Das änderte sich nach einer Viertelstunde – und das aus Kölner Sicht dramatisch. Wie aus dem Nichts ließ Donyell Malen Jeff Chabot stehen, legte perfekt ab auf Raphael Guerreiro, der zur Dortmunder Führung einschob. Keine 120 Sekunden später spielte Guerreiro dann Sebastien Haller frei, der ebenfalls leichtes Spiel hatte.

Der FC zeigte die richtige Reaktion, spielte weiter nach vorne. Unter anderem prüfte Adamyan BVB-Keeper Alexander Meyer, der den Ball mit einer unglücklichen Abwehraktion so gerade noch an den Pfosten abtropfen ließ. Kurz darauf hatte der BVB noch einmal Glück, als Mahmoud Dahoud der Ball nach einem Freistoß an die Hand sprang. Schiedsrichter Daniel Siebert entschied auf Ecke – eine harte, aber vertretbare Entscheidung. Der BVB zeigte sich deutlich kaltschnäuziger. Zwar rettete Marvin Schwäbe gegen Malen noch weltklasse, die Kölner Defensive bekam den Ball nicht geklärt und Marco Reus bedankte sich mit dem 3:0, kurz bevor Malen zum 4:0 Schwäbe überwand. Unmittelbar vor dem Wechsel beendete Davie Selke zumindest die Torlos-Serie der Kölner.

Selke

Davie

8

Einsätze

4

Torschüsse

1

Tore

Dortmund schaltete zu Beginn der zweiten Hälfte sichtbar einen Gang zurück, der FC lauerte auf Konter und setzte auf Standardsituationen. Unter anderem verfehlte Selke nach einem Freistoß per Kopf. Baumgart brachte mit Eric Martel, Denis Huseinbasic und Linton Maina drei frische Kräfte. Das Bild änderte sich aber nicht. Der FC bemühte sich zwar, war dem BVB nicht gewachsen. Einen Freistoß setzte Dahoud aus 18 Metern an die Latte, den Nachschuss verwertete erneut Haller. Auch Reus traf ein zweites Mal. Der BVB-Kapitän tauchte nach einem Zuspiel von Malen erneut vor Schwäbe auf und schob problemlos ein. Auch der Ex-Dortmunder Steffen Tigges sowie Kingsley Schindler erhielten noch ihre Einsatzzeit – wenn auch eine undankbare. Bis auf Pfostentreffer von Niklas Süle und eben Schindler passierte in der Schlussphase nicht mehr viel.

Die Negativ-Serie des FC hat also Bestand, immerhin haben die Kölner das Tor wieder getroffen. Mit der deutlichen Klatsche verabschieden sich die Kölner in die Länderspielpause, bevor das Derby gegen Borussia Mönchengladbach auf dem Spielplan steht.

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