Dem Kölner Nachwuchs ist die erwünschte Reaktion gelungen: Die U21 des 1. FC Köln gewinnt eine Woche nach dem 0:3 gegen den FC Gütersloh bei Rot-Weiß Oberhausen mit 2:1 (2:0). Malek El Mala war dabei mit einem Tor und einem verschossenen Elfmeter der auffälligste Spieler auf Kölner Seite. Bruder Said verfolgte die Partie auf der Tribüne live.
Die U21 hat ihren zweiten Saisonsieg eingefahren. Der Dreier bei Rot-Weiß Oberhausen war am Ende aufgrund des wütenden Sturmlaufs der Gastgeber zwar äußerst schmeichelhaft, aber auch das Resultat einer entschlossenen Kölner Defensiv-Leistung.
Die U21 bot bei RWO wie erwartet einige Rückkehrer auf, die zuletzt wochenlang fester Bestandteil des Profi-Trainingskaders waren. Kölns Trainer Manuel Hartmann änderte seine Startelf im Vergleich zum 0:3 gegen Gütersloh entsprechend auf vier Positionen: David Fürst, Nilas Yacobi, Gil Neves und Maik Akumu ersetzten Fayssal Harchaoui, Kian Hekmat, Safyan Toure und Marvin Ajani. Die Kölner zeigten im Niederrhein-Stadion die erhoffte Reaktion nach dem ernüchternden Auftritt in der Vorwoche – und belohnten sich dafür. Der Löwenanteil am Führungstreffer gehörte dabei Maik Akumu, der bei einem Pass auf dem rechten Flügel hinter seinem Gegenspieler startete, diesen aber überspurtete und den Ball in den Sechzehner querlegte. Ein Oberhausener Klärungsversuch landete als Abpraller von Nilas Yacobi bei Luiz Labenz, der aus elf Metern trocken zum 1:0 für den FC einschoss (20.).
El Mala scheitert vom Punkt
Und die Young Goats legten nach. Malek El Mala leitete den Angriff mit einem Pass zu Nilas Yacobi ein, der aus der eigenen Hälfte über den halben Platz losspurtete. Sein von einem Oberhausener abgefälschter Schuss landete bei El Mala, der am Fünfer keine Probleme hatte, den Ball zum Kölner 2:0 ins Tor zu schießen (28.). Auf der Tribüne jubelte auch sein Bruder Said und freute sich über den Treffer. Oberhausen brauchte einige Zeit, um sich von dem Doppelschlag zu erholen. Doch dann hatte der FC Glück, als der Kopfball von Timur Kesim nach einer Flanke von der rechten Abwehrseite nur am Pfosten landete. Der Stürmer stieg dabei höher als Lionel Voufack und Niklas Hoffmann (39.).
Im Gegenzug passte Oberhausens Kapitän Pierre Fassnacht zu kurz zurück zum eigenen Torwart. El Mala erreichte den Ball zuerst, wurde dabei allerdings von Nicolas Glaus zu Fall gebracht. Schiedsrichter Niklas Simpson zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Der Gefoulte schnappte sich die Kugel – scheiterte mit seinem schwach geschossenen Strafstoß aber an Glaus, der den Braten roch und den flach mittig geschossenen Ball festhielt (42.). Manuel Hartmann wechselte zur zweiten Hälfte, brachte Marvin Ajani für Lionel Voufack. Der Routinier übernahm die für ihn eher ungewohnte linke Abwehrseite positionsgetreu.
Der U21 wurde die erste gute Chance des zweiten Durchgangs erneut durch einen zu kurzen Rückpass auf dem Silbertablett serviert. Diesmal konnten aber Malek El Mala und im Anschluss Maik Akumu aus der guten Angriffsgelegenheit kein Kapital schlagen (52.). Kurz danach gab es einen Schreckmoment für die Kölner: Kristiyan Irmiev musste angeschlagen ausgewechselt werden und musste dabei von zwei Betreuern gestützt werden (56.).
Anschlusstreffer reicht RWO nicht
Oberhausen drückte auf den Anschlusstreffer, der nach einem ruhenden Ball schließlich fiel: Die Hereingabe von der linken Kölner Abwehrseite wurde in der Mitte verlängert und Nils Winter grätsche am zweiten Pfosten aus kurzer Distanz unbedrängt zum 2:1 aus Sicht der Gäste ins Tor (67.).
Im Gegenzug schoss David Fürst nach einem Doppelpass mit Nilas Yacobi aus spitzem Winkel scharf aufs Tor, doch Oberhausens Torwart lenkte die Kugel mit den Fingerspitzen über das Tor (68.). Die U21 überstand den Sturmlauf der Gastgeber in der Schlussphase ohne weiteren Gegentreffer und rettete den knappen Vorsprung so ins Ziel. Für die FC-Reserve geht es am kommenden Samstag (14 Uhr) mit einem Heimspiel gegen die Sportfreunde Lotte weiter.
1. FC Köln U21: Marutzki – Fürst, Stapelmann, Hoffmann, Voufack (46. Ajani) – Neves (65. Harchaoui), Irmiev (56. Elyazidi) – Akumu (59. Toure), Yacobi, Labenz – M. El Mala (59. Arweiler). Tore: 0:1 Labenz (20.), 0:2 M. El Mala (28.), 1:2 Winter (67.). Besonderes Vorkommnis: M. El Mala scheitert mit Foulelfmeter am RWO-Torwart (42.).
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Die U21 des 1. FC Köln hat beim Heimspiel gegen den FC Gütersloh einen ernüchternden Nachmittag erlebt. Trotz eines vielversprechenden Starts unterlag die Mannschaft von Manuel Hartmann mit 0:3 und bekam vor allem in der Defensive die Grenzen aufgezeigt. Come-on-fc.com hat die Reaktion des Trainers nach dem Spiel eingefangen: Das sagt Manuel Hartmann zur Niederlage der U21 des 1. FC Köln.
Gegen Gütersloh musste die Reserve der Geißböcke die erste Niederlage der Saison hinnehmen und Trainer Manuel Hartmann findet deutliche Worte.
Manuel Hartmann vom 1. FC Köln ( Foto: 1. FC Köln)
Die U21 des 1. FC Köln stand in der Regionalliga West gegen den FC Gütersloh erstmals in dieser Saison am Ende mit leeren Händen da. Die Mannschaft präsentierte sich dabei überraschend schwach und leistete sich zu viele Fehler. „In den ersten 20 Minuten haben wir es gut gemacht, sind vor allem gegen den Ball im Pressing sehr aggressiv gewesen“, sah Trainer Manuel Hartmann noch einen vielversprechenden Start seiner Schützlinge. Die U21 habe Gütersloh früh unter Druck gesetzt, mehrfach den Ball erobert und auch mit eigenem Ballbesitz gute Lösungen gefunden. Gefehlt habe letztlich die Konsequenz im letzten Drittel.
“Leider wurde uns ein klares Tor abgepfiffen“
Dabei traf Malek El Mala zum vermeintlichen 1:0, das jedoch wegen einer Abseitsstellung aberkannt wurde. „Leider wurde uns ein klares Tor abgepfiffen“, haderte Hartmann. Stattdessen gingen die Gäste kurz danach in Führung. Hartmann sah dabei vor allem Defizite im individuellen Abwehr-Verhalten: „Da sehen wir im Verteidigen nicht gut aus, nicht handlungsschnell genug und sind dann auch nicht auf der linken Seite konsequent genug im Verteidigen unserer Leute.“ Die junge Kölner Mannschaft habe anschließend Probleme gehabt, „sich da mit der Situation zurechtzufinden.“ Gütersloh nutzte die Unsicherheit und legte noch vor der Pause nach. Nach einem eigentlich abgewehrten Standard blieb ein Spieler am zweiten Pfosten völlig frei und nickte den Ball ins kurze Eck. Für Hartmann ein symptomatischer Moment: „Also auch wieder ein richtiger Jugendfußballfehler eigentlich.“
Der Coach sah einen eiskalten Gegner: „Mit drei bis vier effektiven Torchancen macht Gütersloh drei Tore. Und da haben wir heute einfach dann sehr viel Lehrgeld bezahlt.“ Die Niederlage wollte der Trainer allerdings nicht allein auf die fehlende Erfahrung schieben: „Viele individuellen Leistungen waren nicht auf dem Niveau, das wir uns gewünscht haben.“ Hartmann betonte als Schlussfolgerung für die kommenden Aufgaben: „Wir müssen demütig bleiben und weiter hart arbeiten, um uns in der Regionalliga dann auch erstmal zu etablieren.“
Mit Oberhausen wartet am Samstag bereits der nächste schwierige Gegner auf die Kölner. Die U21 kann am Niederrhein direkt zeigen, welche Lehren sie aus dem Gütersloh-Spiel tatsächlich gezogen hat.
Der Fluch gegen Gütersloh geht für den Kölner Nachwuchs weiter: Die FC-Talente konnten auch im vierten Anlauf kein Heimspiel gegen die Ostwestfalen gewinnen. Die U21 des 1. FC Köln verliert 0:3 gegen den FC Gütersloh.
Das 0:3 (0:2) gegen den Aufstiegsanwärter war die erste Saison-Niederlage für die Kölner, die mit einem harmlosen Auftritt den möglichen Sprung an die Tabellenspitze der Regionalliga West verpassten.
Dreimal empfing eine U21 des 1. FC Köln bisher den FC Gütersloh am Geißbockheim – und nicht einmal gingen die FC-Talente zuvor als Sieger vom Rasen. Das änderte sich auch am Sonntag-Nachmittag beim vierten Aufeinandertreffen im Franz-Kremer-Stadion nicht. Die U21 musste sich gar mit 0:3 geschlagen geben und kassierten damit die erste Niederlage der jungen Regionalliga-Saison am dritten Spieltag. Kölns Trainer Manuel Hartmann änderte seine Startelf im Vergleich zum 1:1 neun Tage zuvor bei der U23 von Borussia Dortmund auf zwei Positionen: Marvin Ajani und Kristiyan Irmiev ersetzten Cenny Neumann und Emin Kujovic.
Bitterer Rückstand
Beide Teams lieferten sich zunächst ein ausgeglichenes Duell, in dem die Gäste in den ersten Minuten einen Tick zielstrebiger wirkten. Die Kölner fanden mit zunehmender Dauer besser in die Partie – und hatten den Torschrei auf den Lippen. Malek El Mala, der den Ball an Güterslohs Keeper Jarno Peters vorbei ins lange Eck schob, soll beim Zuspiel von Fayssal Harchaoui aus dem Mittelfeld allerdings im Abseits gestanden haben, sodass der Treffer nicht zählte (18.). Umso bitterer war der Rückstand wenig später: Kristiyan Irmiev konnte die flache Hereingabe fast von der Grundlinie auf der linken Abwehrseite in den Strafraum nicht verhindern. Aleksandar Kandic nahm den Ball an und drosch unhaltbar für Mikolaj Marutzki zum 0:1 ins Tor (23.). Die Grätsche von Kölns Kapitän Niklas Hoffmann kam in dieser Situation zu spät.
Und es sollte noch schlimmer kommen: Die Kölner Abwehr schien eine Ecke der Gäste bereits bereinigt zu haben, doch die Kugel kehrte in hohem Bogen von der linken Abwehrseite in den Strafraum zurück. Irmiev orientierte sich hierbei zu spät in Richtung David Winkes, sodass der Ex-Kölner am Fünfmeter-Raum unbedrängt zum 0:2 einköpfen konnte (32.). Die U21 wiederum besaß ihre beste Torchance bei einem Freistoß von Marvin Ajani zentral vor dem Sechzehner aus 17 Metern, den Güterslohs Torwart aber im Nachfassen festhielt (39.). Der U21 fehlte es insbesondere auch nach dem Seitenwechsel und der Halbzeit-Ansprache des Trainers zunächst lange an zündenden Ideen, um den Gegner in Bedrängnis bringen zu können. Gütersloh hingegen fokussierte sich angesichts des Vorsprungs auf die Defensiv-Arbeit und zeigte wenig Zug Richtung Kölner Tor.
Aufregende Kölner Minuten
Der größte Aufreger war eine flache Ecke von Harchacoui, die am ersten Pfosten des Gäste-Tors und von dort in den Händen des Torwarts landete (66.). Es war der Startschuss für aufregende Kölner Minuten. Kurz danach scheiterte Malek El Mala aus spitzem Winkel am FCG-Schlussmann (67.). Und noch besser war die Gelegenheit für Safyan Toure, der nach einer hohen Flanke aus dem Mittelfeld den Ball zentral im Sechzehner aber nicht kontrolliert aufs Gütersloher Tor bekam (69.).
Der endgültige K.o. folgte in der 76. Minute – und auch der dritte Gegentreffer fiel über die linke Kölner Abwehrseite. Diesmal konnte Lionel Voufack die Hereingabe nicht verhindern. Julius Langfeld überlistete Harchaoui im Fünfer und traf per Hacke zum 0:3. Unterm Strich war die Niederlage für die U21 absolut verdient, die damit nicht nur den Sprung an die Tabellenspitze verpasste, sondern sogar auf den zwölften Platz abrutschte. Für die Kölner geht es am kommenden Samstag (14 Uhr) mit dem Auswärtsspiel bei Rot-Weiß Oberhausen weiter.
Vier Punkte aus den ersten beiden Spielen, ein überzeugender Auftritt beim Aufstiegsanwärter Dortmund (1:1) und nun das Spitzenspiel zuhause gegen den FC Gütersloh: Die U21 des 1. FC Köln startet mit Rückenwind in den dritten Spieltag der Regionalliga West und kann die Tabellenführung übernehmen.
Trainer Manuel Hartmann mahnt jedoch vor der Partie zur Bodenhaftung – und erwartet am Sonntag (14 Uhr, Franz-Kremer-Stadion) einen echten Prüfstein. Am Ende geht es sogar um die Tabellenführung. Der wäre mit einem Sieg mit zwei Toren Differenz drin.
Der Saisonstart der U21 des 1. FC Köln ist gelungen. Nach dem 2:1 gegen den SC Wiedenbrück und dem bemerkenswerten 1:1 bei Borussia Dortmunds U23 wartet nun mit dem FC Gütersloh der nächste ambitionierte Gegner der Liga. Die Ostwestfalen beendeten die vergangene Saison als Tabellenvierter und gehören folgerichtig auch in dieser Spielzeit zum erweiterten Kreis der Aufstiegskandidaten. Entsprechend groß ist der Respekt am Geißbockheim.
Hartmann mahnt zur Bodenhaftung
Manuel Hartmann möchte derweil nicht von einem Spitzenspiel sprechen, was es rein von den Zahlen beim Heimspiel des Tabellenfünften gegen den -dritten ist: „Natürlich ist das eine schöne Momentaufnahme und zeigt, dass wir gut in die Saison gestartet sind“, sagte der FC-Trainer gegenüber come-on-fc.com. Gleichzeitig mahnte er allerdings zur Bodenhaftung: „Es sind zwei Spieltage gespielt, mehr nicht. Wir freuen uns über die Punkte und die Entwicklung, aber wir wissen auch, wie viel Arbeit noch vor uns liegt.“ Dass seine Mannschaft früh gegen einen Aufstiegsaspiranten antreten darf, sieht Hartmann dennoch positiv. Für die jungen Spieler sei es eine wertvolle Gelegenheit, sich auf hohem Niveau zu messen.
Besonders beeindruckend war zuletzt der Auftritt seiner Mannschaft in Dortmund. Nach einer schwierigen Anfangsphase und dem Rückstand ließ sich die Kölner U21 nicht aus der Ruhe bringen und war in der Schlussphase sogar die bessere Mannschaft. „Ich glaube, das hat viel mit Vertrauen zu tun. Die Jungs wissen, dass wir einen klaren Plan haben und dass wir auch in schwierigen Phasen nicht von unserer Spielidee abrücken wollen“, erklärte der Trainer das Erfolgsrezept. Seine Mannschaft sei trotz der Hektik ruhig geblieben und habe sich gegenseitig geholfen. Vor allem die Mentalität habe ihm gefallen. „Wenn es schwierig wird, soll sie nicht nach Ausreden suchen, sondern nach Lösungen.“
Erneut fehlen Hartmann Spieler
Ein Spitzenteam der Regionalliga sei die U21 aktuell aber noch nicht. Seine Mannschaft wolle sich mit den Besten messen und jedem Gegner Probleme bereiten, doch eine Einordnung als Topteam komme für Hartmann zu früh. Die Regionalliga West sei zu ausgeglichen und anspruchsvoll, als dass sich nach zwei Spieltagen seriöse Schlüsse ziehen ließen. Bemerkenswert ist, dass die U21 aktuell auf mehrere ihrer vielversprechendsten Talente verzichten muss. Nilas Yacobi, Maik Akumu, Jonathan Friemel, Kristiyan Irmiev und Patrik Kristal sind im Profibereich eingebunden. Dennoch war in Dortmund kaum ein Qualitätsverlust zu erkennen. Angesichts des Doppeltests der FC-Profis über jeweils 90 Minuten beim SC Paderborn am Sonntag dürften kaum Spieler zur U21 zurückkehren oder abgestellt werden.
Ein kleiner Makel begleitet das Duell mit Gütersloh dennoch: Im Franz-Kremer-Stadion hat die U21 gegen den FCG bisher noch nicht gewonnen. Zwei Unentschieden und eine Niederlage stehen zu Buche. Entscheidend werde daher am Sonntag eine hochkonzentrierte Leistung mit Energie, Mut und der richtigen Balance zwischen Geduld und Aggressivität sein. „Gütersloh ist eine Mannschaft, die sich in den letzten Jahren immer weiterentwickelt hat. Jetzt gehören sich nicht nur für mich zu den Aufstiegskandidaten. Sie haben eine sehr direkte Spielweise mit viel Tiefgang und entwickeln viel Torgefahr. Sie stehen defensiv sehr kompakt und entwickeln sehr viel Gefahr durch Standards. Das ist für eine junge Mannschaft sehr unangenehm und wird uns sicherlich alles abverlangen.“
Coach erwartet „ein intensives und umkämpftes Spiel“
Hartmann erwarte daher „ein intensives und umkämpftes Spiel, in dem Kleinigkeiten entscheidend sein werden“. Seine Mannschaft müsse „bereit sein, dreckige Meter zu machen und schwierige Phasen gemeinsam zu überstehen“. Der Coach erwarte „ein intensives und umkämpftes Spiel, in dem Kleinigkeiten entscheidend sein werden“. Mit vier Punkten im Rücken und gewachsenem Selbstvertrauen geht die Kölner U21 in den nächsten Härtetest. Gegen den FC Gütersloh kann sie zeigen, dass der starke Saisonstart mehr ist als nur eine Momentaufnahme – und vielleicht endlich die Heimserie gegen den Angstgegner beenden.
Ausgerechnet gegen Dortmund trifft er wieder für die U21 des 1. FC Köln: Malek El Mala macht beim BVB auf sich aufmerksam. Das ist auch wegen einer Transfergeschichte brisant.
Malek El Mala erzielte beim 1:1 in Dortmund sein erstes Pflichtspieltor seit November. Ausgerechnet im Stadion Rote Erde sorgte der 21-Jährige für Gesprächsstoff – auch wegen einer brisanten Transfergeschichte.
Malek El Mala macht in der Kölner U21 auf sich aufmerksam
Es war einer dieser Abende, an denen sich sportliche Leistung und Transfergerüchte auf besondere Weise überlagern. Malek El Mala stand beim Gastspiel der U21 des 1. FC Köln bei Borussia Dortmunds U23 im Fokus – und lieferte genau in diesem Moment ab. Mit einem sehenswerten Treffer sicherte der Angreifer den Kölnern das 1:1 und rückte damit ausgerechnet in Dortmund noch stärker ins Blickfeld. Die Konstellation könnte kaum brisanter sein. El Malas Bruder Said gilt seit Wochen als Wunschspieler der Dortmunder Verantwortlichen. Ein möglicher Wechsel des jüngeren Bruders könnte auch Auswirkungen auf Malek El Mala haben, der seinem Bruder unter Umständen nach Westfalen folgen könnte. Dann würde er künftig genau in jener U23-Mannschaft des BVB spielen, gegen die er am Freitagabend auflief.
Erstes Tor nach langer Verletzungspause
Der 21-Jährige ließ sich davon jedoch nichts anmerken. In der 64. Minute zog er von der linken Strafraumgrenze nach innen und traf mit einem präzisen Flachschuss ins lange Eck zum Ausgleich. Es war sein erstes Pflichtspieltor seit dem 2. November – und zugleich ein wichtiges Signal nach seiner langen Durststrecke. Denn eine schwere Verletzung hatte El Mala monatelang außer Gefecht gesetzt. Erst im Mai kehrte er zum Saisonende mit zwei Kurzeinsätzen zurück. Zum Auftakt der neuen Regionalliga-Spielzeit gegen Wiedenbrück stand er erstmals wieder in der Startelf, blieb dabei jedoch ohne Torerfolg. Entsprechend unzufrieden sei der Angreifer nach dieser Partie gewesen, berichtete sein Trainer Manuel Hartmann hinterher.
Der Auftritt in Dortmund dürfte dieses Gefühl zumindest teilweise korrigiert haben. Mit einer einzigen Aktion nahm El Mala entscheidenden Einfluss auf die Partie und zeigte jene Qualität, die ihn zu einem der spannendsten Offensivspieler im Kölner Nachwuchs macht. Nach 71 intensiven Minuten in Dortmund war sein Arbeitstag allerdings beendet – nach der langen Verletzungspause wäre die volle Spielzeit verständlicherweise noch zu viel gewesen.
Dortmund schon in der Vergangenheit interessiert gewesen
Dabei blieb er bis zum Treffer eher unauffällig. Gegen die robuste Dortmunder Defensive fand El Mala zunächst kaum Räume und war offensiv weitgehend abgemeldet. Umso bemerkenswerter war die Entschlossenheit und Präzision seines Abschlusses. Auch auf der Gegenseite blieb die Aktion nicht unbemerkt. „El Mala hat es in der Situation sehr gut gemacht“, sagte Dortmunds Trainer Daniel Rios nach der Partie.
Besonders interessant wird der Treffer jedoch vor dem Hintergrund der Transfergeschichte. Nach Informationen unserer Redaktion plante Borussia Dortmund in der Vergangenheit bereits, Malek El Mala nach Dortmund zu holen. Demnach sollten die Brüder zeitversetzt beim BVB spielen, entsprechende Wechsel seien bereits vorbereitet gewesen. Letztlich kam es jedoch anders. Dass El Mala nun ausgerechnet in Dortmund sein erstes Pflichtspieltor seit neun Monaten erzielte, verleiht der Geschichte eine zusätzliche Dynamik. Der Treffer war sportlich wertvoll für den 1. FC Köln – und könnte gleichzeitig dafür gesorgt haben, dass auch der Name Malek El Malas in Dortmund wieder ein Stück präsenter geworden ist.
Starke Defensivleistung, Luft nach oben im Ballbesitz: Kölns U21 holt beim Aufstiegskandidaten BVB einen verdienten Punkt und bleibt nach zwei Spieltagen ungeschlagen. 1. FC Köln: Hartmanns Fazit nach Punktgewinn in Dortmund.
Mit vier Punkten aus zwei Spielen ist der Saisonstart gelungen – offensiv sieht der Kölner Coach allerdings noch erhebliches Verbesserungspotenzial.
Malek El Mala traf gegen Borussia Dortmund (Foto: Bucco)
Für die U21 des 1. FC Köln war das 1:1 bei Borussia Dortmund ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Nach dem 2:1 zum Auftakt gegen den SC Wiedenbrück behaupteten sich die Kölner Talente auch auswärts bei einem Gegner, der vor Saisonbeginn zum Kreis der Aufstiegskandidaten gezählt worden war. Dass am Ende ein Punkt aus dem Stadion Rote Erde mitgenommen wurde, war verdient. Für den FC wäre in der Schlussphase sogar noch mehr möglich gewesen. Dabei hatte die Partie nach dem Seitenwechsel zunächst eine andere Richtung genommen. Dortmund erhöhte den Druck und brachte die Kölner zunehmend in Bedrängnis. Die FC-U21 geriet mit dem Ball nur selten kontrolliert aus der eigenen Hälfte und hatte Schwierigkeiten, das aggressive Mann-gegen-Mann-Pressing der Gastgeber zu überspielen.
Genau in dieser Phase wurde deutlich, wo für Hartmann die größte Baustelle lag: „Der Matchplan war, dass wir gegen Dortmund auch mit dem Ball mutig agieren. Das ist uns heute zu wenig gelungen. Dortmund spielte mit einem sehr aggressiven Mann-gegen-Mann-Pressing gegen uns. Wir haben selten die Lösung gefunden, diesen Druck zu überspielen, Bälle festzumachen, abzulegen und dann über die Außen weiterzuspielen“, analysierte Hartmann.
Hartmann: „Konnten mit Ball wenig Lösungen kreieren“
Vielversprechende Ansätze nach vorne seien durch ungenaue Zuspiele oder unsaubere Aktionen zunichtegemacht worden: „Das war heute unser Problem, dass wir mit Ball wenig Lösungen kreieren konnten.“ Defensiv fiel seine Bewertung dagegen deutlich positiver aus: „Da hat der Plan super funktioniert. Wir haben immer wieder einen guten Wechsel gefunden zwischen einem extrem hohen Pressing im 4-1-3-2 und einem tieferen Pressing im 4-4-2. Die Dortmunder hatten immer wieder Probleme, unseren gut sortierten und kompakten Block zu durchbrechen“, sagte Hartmann.
Mit einem Doppel-Wechsel direkt nach dem Rückstand hatte er entscheidend ins Spielgeschehen eingegriffen: „Das hat noch mal neue Impulse gebracht. Wir haben wieder besser ins Spiel reingefunden, haben den Druck erhöhen können und verdienen uns den Ausgleich“, befand Hartmann, der auch noch lobende Worte für die Unterstützung der rund 700 FC-Fans auf den Rängen fand: „Es war eine tolle Stimmung aufgrund der beiden Fanlager, wir haben den tollen Support unserer Kölner Fans natürlich wieder gespürt.“ Nach vier Punkten aus den ersten beiden Begegnungen fällt das Zwischenfazit des Trainers entsprechend positiv aus: „Zum jetzigen Zeitpunkt der Saison sind wir natürlich hochzufrieden.“
Nächste Bewährungsprobe bereits am kommenden Spieltag
Die nächste Bewährungsprobe folgt bereits am Sonntag der kommenden Woche. Dann gastiert der FC Gütersloh um 14 Uhr im Franz-Kremer-Stadion. Gütersloh startete mit zwei Siegen in die Saison und gehört damit zu den Mannschaften, die in der frühen Phase der Spielzeit bereits auf sich aufmerksam machen. Für die Kölner ist die Partie deshalb mehr als nur die nächste Begegnung. Nach dem Punktgewinn in Dortmund bietet sich der Mannschaft die Gelegenheit, den gelungenen Saisonstart zu bestätigen und sich in der Spitzengruppe festzusetzen. Dafür wird es allerdings auch darauf ankommen, die von Hartmann angesprochenen Defizite im eigenen Ballbesitz zu reduzieren.
Die ersten beiden Spieltage haben gezeigt, dass die FC-U21 defensiv bereits auf einem stabilen Fundament steht und auch gegen einen ambitionierten Gegner Lösungen finden kann, wenn sie gefordert ist. Der nächste Entwicklungsschritt besteht nun darin, diese Stabilität mit mehr Kontrolle und Durchschlagskraft im eigenen Ballbesitz zu verbinden. Gelingt das gegen Gütersloh, könnte aus einem gelungenen Auftakt bereits eine bemerkenswerte Frühphase der Saison werden.
Nur bedingt zufrieden war Manuel Hartmann nach dem 2:1-Auftaktsieg der U21 des 1. FC Köln gegen den SC Wiedenbrück. 1. FC Köln: Gemischte Gefühle nach Saisonauftakt der U21
Der neue Trainer sprach von wichtigen Lernprozessen und erklärte, warum Malek El Mala nach dem Schlusspfiff besonders enttäuscht war.
Malek El Mala war mit seiner Leistung gegen den SC Wiedenbrück nicht zufrieden. (Foto: Bucco)
Die ersten drei Punkte sind eingefahren nach dem Heimsieg gegen Wiedenbrück. Der Traioner Manuel Hartmann war entsprechend zufrieden aufgrund des Ergebnisses, machte nach dem Schlusspfiff aber ebenso deutlich, woran seine junge Mannschaft noch arbeiten muss. Vor allem die Nervosität zu Beginn, die fehlende Kontrolle in einigen Spielphasen und die noch nicht optimal umgesetzten Abläufe standen im Mittelpunkt seiner Analyse. Für einige seiner Spieler war es das erste Pflichtspiel im Herrenfußball – und das war auf dem Platz durchaus zu erkennen, wie Hartmann hinterher berichtete: „Die Jungs haben heute in ihrem ersten Spiel sehr viel dazulernen können. Wenn man sieht: Am Anfang war eine Nervosität da. Es waren ein paar Zuschauer da, für den einen oder anderen war das erstmal maximal überfordernd“, sagte der 42-Jährige. Die aktive Fanszene des 1. FC Köln sorgte im Franz-Kremer-Stadion für eine Atmosphäre, die dem einen oder anderen Spieler so noch nicht bekannt war.
Hängende Köpfe zur Pause
Dennoch schien sich die Partie zunächst in die gewünschte Richtung zu entwickeln. „Wir machen das 1:0 und dann denkst du dir: Okay, jetzt platzt der Knoten, jetzt werdet locker, Jungs, dann spielt Fußball.“ Doch der Ausgleich brachte die Unsicherheit sofort zurück. Nach Ansicht des Trainers war der Gegentreffer vermeidbar. Malek El Mala habe in der Situation den Weg nach vorne gesucht und dadurch auf seiner Seite Räume geöffnet, die der Gegner konsequent genutzt habe. Genau diese Fehler gehörten jedoch zum Entwicklungsprozess einer U21-Mannschaft. Solches Lehrgeld müsse ein junges Team im Männerfußball zunächst bezahlen. Zur Pause seien die Köpfe seiner Spieler unten gewesen. Hartmann berichtete, dass seine Botschaft deshalb eindeutig ausgefallen sei. Seine Mannschaft müsse positiv bleiben, den Matchplan nicht über Bord werfen und auf die gemeinsame Arbeit der vergangenen Wochen vertrauen.
Sonderlob für Matchwinner Labenz
Der Trainer sah im zweiten Durchgang die erhoffte Reaktion. Insbesondere auch die Einwechselspieler sorgten noch einmal für frischen Schwung, so etwa Marvin Ajani, der die Flanke zum entscheidenden 2:1 schlug. Ein Sonderlob erhielt der Matchwinner Luiz Labenz: „Er hat heute ein sehr, sehr glückliches Köpfchen oder Füßchen gehabt, wie man es auch sagen will.“ Unterm Strich sei der Sieg seiner Mannschaft in Ordnung gegangen, so habe sein Team gleich zwei Elfmeter bekommen können, oder aus Hartmanns Sicht vielleicht sogar müssen. Vor allem die Szene um Safyan Toure sorgte beim Coach für Gesprächsstoff. Der Trainer erklärte, er habe den Kontakt eindeutig gesehen und die Situation auch gegenüber dem Schiedsrichtergespann angesprochen: „Aus meiner Sicht ein klarer Kontakt. Er trifft ihn klar. Ich sitze genau in der Blickrichtung.“ Auch bei einer weiteren Situation um den eingewechselten David Okpodu habe es nach seiner Einschätzung durchaus Argumente für einen Strafstoß gegeben.
Erschwerte Bedingungen durch das Profi-Trainingslager
Viel wichtiger sei für ihn aber die Erkenntnis gewesen, dass seine Mannschaft das Spiel unnötig spannend gemacht habe. Genau diese Punkte würden nun in der Analyse aufgearbeitet. „Am Ende bist du dann froh als Trainer, wenn er abpfeift und du sagen kannst: Hey, die ersten drei Punkte für die U21. Und jetzt hoffe ich, dass dann in den nächsten Wochen eine andere Lockerheit auch reinkommt und dieser Druck ein bisschen abfällt.“ Spielerisch sah Hartmann auch noch Luft nach oben. Die in der Vorbereitung einstudierten Abläufe seien nur phasenweise zu erkennen gewesen. Mit zwei höher positionierten Achtern, vielen Rotationen und mutigen Tiefenläufen habe seine Mannschaft den Gegner eigentlich häufiger vor Probleme stellen sollen. Stattdessen habe oftmals die Dynamik auf den Außenbahnen sowie die Konsequenz in Eins-gegen-eins-Situationen gefehlt. Erschwert worden sei Vorbereitung zusätzlich durch die personelle Situation. Erst im Laufe der Woche habe sich entschieden, welche Spieler nach dem Profi-Trainingslager der U21 wieder zur Verfügung stehen würden. Dadurch hätten kurzfristig andere Spieler aus der Mannschaft weichen müssen.
Hartmann über El Mala: „Spieler war hoch unzufrieden“
Hartmann erklärte, genau solche Situationen gehörten jedoch zum Alltag einer U21. Entscheidend sei der Umgang mit derartigen Enttäuschungen. Seine Mannschaft habe diese Herausforderung gut angenommen. Gerade die Einwechselspieler hätten gezeigt, wie wichtig ein funktionierendes Teamgefüge sei und mit ihren Leistungen den Unterschied gemacht. Der U21-Trainer äußerte sich auch zum glücklosen Malek El Mala. Der Offensivspieler befindet sich nach längerer Pause weiterhin im Aufbau. Der 21-Jährige stand gegen Wiedenbrück erstmals seit Anfang November wieder bei einem Pflichtspiel in der Startelf. Der Trainer berichtete, der Offensivspieler sei hoch unzufrieden gewesen, weil er seine Chancen nicht genutzt habe und mit seiner eigenen Leistung gehadert habe. Gleichzeitig machte Hartmann deutlich, dass der Stürmer vor allem Geduld brauche. Die notwendige Spielpraxis werde Schritt für Schritt zurückkehren.
Die nächste Chance wird El Mala vermutlich bereits am Freitagabend (19:30 Uhr) beim Auswärtsspiel in Dortmund bekommen.
Nach der Beförderung von Evangelos Sbonias zum Co-Trainer der Profis übernahm Manuel Hartmann die Leitung der Kölner Reserve. Der Coach der Nachwuchstalente blickt im Gespräch mit come-on-fc.com auf den Trainerwechsel und wirft auch einen Blick nach vorne. Manuel Hartmann von der U21 des 1. FC Köln im Interview.
Am kommenden Wochenende ist es soweit. Die jungen Talente des 1. FC Köln starten in die neue Spielzeit. Manuel Hartmann sprach mit come-on-fc.com über seine neue Rolle und die sportlichen Ziele.
Manuel Hartmann vom 1. FC Köln ( Foto: 1. FC Köln)
Herr Hartmann, Sie waren auf eine neue Saison mit der U17 vorbereitet. Wie groß waren die Herausforderung und Umstellung, plötzlich eine Vorbereitung für die U21 zu erstellen?
Manuel Hartmann: Das Schwierigste war es, mich von meiner Mannschaft zu verabschieden. Ich war darauf eingestellt, sie noch ein Jahr in der U17 zu begleiten. Das war schon sehr emotional und da sind bei den Spielern und auch bei mir ein paar Tränchen geflossen. Das war erst einmal hart, aber ich habe mich auch sehr auf die neue Aufgabe bei der U21 gefreut. Und viel nachdenken konnte ich auch nicht, weil ich am Samstag noch bei der U17 war und am Montag das Trainingslager mit der U21 in Hennef gestartet ist.
Was macht für Sie den Reiz an der neuen Aufgabe aus?
Manuel Hartmann: Ich bin überzeugt davon, dass ich im Übergangsbereich als Ex-Profi und Ex-Leader für die jüngeren Spieler meine Stärken am meisten ausspielen kann und der FC auch den größten Mehrwert bekommt. Ich habe in den letzten Jahren darauf hingearbeitet und mich für diese Rolle weiterentwickelt, um die bestmögliche Performance bringen zu können.
Gab es mit Ihrem Vorgänger Evangelos Sbonias, der als Co-Trainer zu den Profis aufrückte, eine formale Übergabe?
Manuel Hartmann: Das Tolle an der FC-Akademie ist, dass ich von der U10 bis zu den Profis jeden hier am Geißbockheim kenne. Die Kommunikation mit Laki ist seitjeher sehr eng, er saß im Büro immer neben uns. Als er vor drei Jahren U21-Trainer geworden ist, war ich auch in der Endausscheidung. Wir sind damit von Beginn an offen und kollegial umgegangen. Mit Laki habe ich seit den personellen Veränderungen fast jeden Tag telefoniert. Ich habe mich auch bei ihm erkundigt, wie der Kader aussieht, was seine Meinung zu verschiedenen Themen ist und wie er die Vorbereitung angegangen wäre. Von seiner Erfahrung kann ich natürlich profitieren.
„Bisher ist es sehr intensiv“
Wie fällt Ihr Eindruck nach den ersten Wochen mit der neuen Mannschaft aus und auf welchem Level sehen Sie das Team?
Manuel Hartmann: Zunächst mussten wir uns gegenseitig kennenlernen und ich musste einen Draht zu den Jungs aufbauen. Die ersten Wochen sind als sehr positiv zu bewerten. Wir konnten den Rahmen in den Bereichen Mentalität, Intensität und Professionalität legen. Das sind für mich die Schlagwörter, die für eine U21 essenziell sind. Bisher ist es sehr intensiv, was die Jungs auf dem Platz abliefern, sie sind sehr engagiert. Man merkt aber auch, dass es ein bisschen ruppiger wird, weil es um die Startplätze zum Auftakt gegen Wiedenbrück geht.
Wie viele Ihrer jetzigen Spieler durften Sie zuvor schon im U-Bereich trainieren?
Manuel Hartmann: Da sind einige Jungs dabei. Assad Kotya-Fofana habe ich damals zum FC geholt. Dann sind da Emin Kujovic, Kian Hekmat, Fayssal Harchaoui, Jonathan Friemel, Kristiyan Irmiev, Luis Hauer und so weiter. Da könnten wir ewig weitermachen. Ich habe damals mit dem 2002er Jahrgang hier angefangen und kenne dementsprechend seitdem alle Spieler hier.
Sie haben nominell einen großen Kader bei der U21, beim Trainingsauftakt standen 30 Spieler auf dem Feld. Wie hält man so ein großes Aufgebot bei Laune?
Manuel Hartmann: Zum jetzigen Zeitpunkt der Vorbereitung ist der Kader gar nicht mehr so groß. Zuletzt waren sieben Spieler im Training der Profis dabei und dazu kommen immer wieder auch kranke oder verletzte Spieler. Es gibt auch Tage da sind wir beispielsweise nur 18 Mann im Training.
Welche Art von Fußball wollen Sie mit der U21 spielen lassen?
Manuel Hartmann: Wir haben in der FC-Akademie seit ein paar Jahren eine klar definierte Spielidee. Und so wollen wir auch ausbilden. Ich war bei der Erarbeitung dieser Spielidee und Ausbildungsphilosophie Teil des Teams und deswegen ist natürlich jetzt vieles deckungsgleich. Wir müssen die enge Verbindung zwischen der Akademie und den Profis beibehalten und ausbauen, um den Spielern den letzten Sprung zu ermöglichen. Wir wollen im Spiel pressen, aggressiv verteidigen, schnell den Ball wieder haben und variabel und flexibel mit dem Ball agieren – und hoffentlich dann auch attraktiven Fußball spielen. Denn deswegen gehen die Leute ins Stadion. Und natürlich wollen wir erfolgreich sein über die tägliche Arbeit.
Die Regionalliga ist als Trainer Neuland für Sie. Welches Gefühl überwiegt da zum Start: Anspannung, Nervosität oder Vorfreude?
Manuel Hartmann: Ich sehe es nicht viel anders als bei den Stationen davor. Mein Anspruch ist immer, dass man im Spiel sieht, was wir uns in der Trainingswoche erarbeitet haben. Ich verspüre dann diese Elektrizität im Körper und darauf freue ich mich einfach. Das werden viele neue Erfahrungen für mich. Vielleicht wird man mal irgendwo vor 2000 Zuschauern die ganze Zeit auf der Bank bepöbelt. Dann musst du klar bleiben, denn der Auftrag ist es, den Jungs zu helfen. Das wird eine Herausforderung, aber ich bin optimistisch, dass wir diese gemeinsam meistern werden. Ich freue mich riesig darauf.
„Das sportliche Ziel muss es sein, die Jungs für René Wagner vorzubereiten“
Mit welchem Ziel gehen Sie in die neue Saison? Ist der Aufstieg möglich?
Manuel Hartmann: Ich arbeite getreu dem Motto: Wenn ich zu weit in die Ferne schaue, sehe ich den Stock nicht, der vor mir liegt. Das sportliche Ziel muss es sein, die Jungs für René Wagner vorzubereiten. Je mehr Spieler wir an den Bundesliga-Kader heranführen oder sogar reinbringen, desto besser wird unsere Saison-Bilanz ausfallen. Natürlich wird sich keiner dagegen wehren, wenn wir am Ende oben mitspielen können. Es wird aber sicher auch mal Phasen geben, in denen man nach hinten schauen muss. Das gehört zur Entwicklung dazu. Am Ende wollen wir uns in gesicherten Regionen bewegen.
Haben Sie die Hierarchie innerhalb der Mannschaft verändert oder beibehalten?
Manuel Hartmann: Wir werden das in der letzten Woche vor dem ersten Spiel final entscheiden. Mein Ansatz ist aber ohnehin der einer geteilten Führung innerhalb der Mannschaft. Nicht jeder Spieler ist lautstark auf dem Platz, aber vielleicht ist er trotzdem extrem wichtig für die soziale Bindung in der Kabine. Dann hat er entsprechend auch einen Führungsauftrag. Es wird nicht der Fall sein, dass ich mit dem Mannschaftsrat oder Kapitän rede und der Rest ist mir egal. Jeder Spieler wird einen wichtigen Auftrag haben in dieser Mannschaft, sei es für das soziale Gefühl, die richtige Emotionalität, taktische Dinge oder andere Aufgaben. So wird auch jeder merken, wie wertvoll er ist und dass er gebraucht wird. Klar ist aber natürlich auch, dass die Ü-Spieler vorangehen sollen.
Sie sind seit 2018 beim FC. Was ist das Besondere an diesem Verein?
Manuel Hartmann: Ich komme aus Süddeutschland und bin mit dem VfB Stuttgart groß geworden. In meiner Jugend war ich Fan von Ajax Amsterdam und dem FC Barcelona, das hat auch meine Idee vom Fußball geprägt. Die Wucht des FC habe ich zum ersten Mal gespürt, als ich hier mit Koblenz in der zweiten Liga gespielt habe, in das Stadion gekommen bin und die Hymne gehört habe. Zur Pause stand es 0:0 und die Fans haben gegen die eigene Mannschaft gepfiffen. Das fand ich als Gegner zunächst toll. Aber dann haben sie in der zweiten Hälfte aufgedreht und wir sind völlig hinten reingedrückt worden. Und du hast dich gefragt: Was ist denn hier los, die sind wahnsinnig hier. Die Liebe zum Verein spürt man, wenn man durch die Stadt geht. Diese Verbindung ist schon bemerkenswert. Meine Kinder werden jetzt mit dem FC groß. Meine Tochter läuft im FC-Trikot herum und mein Sohn möchte ins Stadion und kennt jeden Spieler.
Sie haben aktuell die A+-Lizenz. Streben Sie die Pro-Lizenz an?
Manuel Hartmann: Ich habe mich immer als Ausbilder gesehen und dafür war die A+ ideal, weil ich nicht die Ambition gehegt habe, im Profi-Bereich an der Linie zu stehen. Aber natürlich ist es schon auch der Wunsch, die höchstmögliche Lizenz zu besitzen, weil man natürlich auch nie weiß, welche Neuerungen irgendwann kommen. Vielleicht braucht man für die Regionalliga vielleicht eines Tages auch die Pro-Lizenz. Die notwendigen Punkte für das Auswahlverfahren habe ich, aber mir fehlt noch die Zulassungsberechtigung. Die hätte ich nach der nächsten Saison. Dann werden wir sehen, ob ich es mache. Mein Ziel ist es mittlerweile aber schon.
„Ich möchte so vielen Spielern wie möglich helfen“
Was ist Ihr persönliches Ziel beim FC?
Manuel Hartmann: Ich möchte zeigen, dass ich wertvoll für den Verein bin. Der Fußball ist meine erste große Liebe nach meiner Mutter und es ist ein Privileg, dass ich mein Hobby zu meinem Beruf machen durfte. Ich möchte mich immer weiterentwickeln und möchte die Jungs auf ihrem Weg in den Profi-Bereich bestmöglich begleiten. Ich möchte so vielen Spielern wie möglich helfen, dass sie sich den Sprung selbst ermöglichen können.
Wie ist denn eigentlich die Zusammenarbeit beim FC mit Stefan Ruthenbeck aus der U19 und René Wagner aus dem Profi-Bereich?
Manuel Hartmann: Mit Stefan habe ich ein Verhältnis, das über das Berufliche hinausgeht. Er ist ein Mentor und enger Freund für mich. Wir tauschen uns oft aus und auch unsere Fußball-Ideen decken sich sehr. In der U17 war ich Zulieferer für ihn, jetzt ist er Zulieferer für mich und wir beide sind Zulieferer für René Wagner. Wir gehen hier alle Hand in Hand und das zeichnet unsere Akademie auch aus. Mit Laki ist die Schnittstelle nach oben jetzt natürlich noch einmal enger. Das ist ein toller Austausch mit allen Seiten. Laki kann ich auch nachts um drei anrufen und er hilft mir weiter. Das ist ein gutes Gefühl, dass vom Lizenz-Cheftrainer bis zur U10 alles Hand in Hand geht und keiner sein Ego wichtiger als den Verein nimmt. Es geht immer darum, das Bestmögliche für den FC abzuliefern. Das ist das Spezielle an diesem Verein.
Eine Woche vor dem Start der Regionalliga West hat die Mannschaft von Manuel Hartmann einen Dämpfer hinnehmen müssen. Die U21 des 1. FC Köln verspielte gegen den FSV Frankfurt nach einer Führung den Sieg und unterlag am Ende verdient mit 1:2.
So hatte sich Manuel Hartmann die Partie sicherlich nicht vorgestellt. Denn bei der Generalprobe vor dem Ligastart am 1. August musste sich die Reserve des 1. FC Köln mit 1:2 geschlagen geben.
Die Generalprobe vor dem Ligastart ist der U21 des 1. FC Köln misslungen. Im Testspiel gegen den Südwest-Regionalligisten FSV Frankfurt musste sich die FC-Reserve in Neuwied trotz einer frühen Führung mit 1:2 geschlagen geben. Trainer Manuel Hartmann sah zunächst einen ordentlichen Auftritt seiner Mannschaft, bemängelte im weiteren Spielverlauf jedoch den zunehmenden Verlust der Kontrolle. „Wir kommen eigentlich sehr gut in die Partie und sind im Pressing sehr, sehr griffig“, analysierte Hartmann nach der Begegnung. Der engagierte Beginn wurde durch den Führungstreffer von Malek El Mala belohnt, dessen Zeit im Kader der FC-Profis vorerst beendet ist. Anschließend boten sich den Kölnern weitere Möglichkeiten, den Vorsprung auszubauen. Doch weder Safyan Toure noch Luiz Labenz konnten ihre Chancen nutzen.
U21 mit weiteren Möglichkeiten
Mit zunehmender Spieldauer fand Frankfurt jedoch immer besser in die Partie. „Wir haben danach noch zwei, drei gute Möglichkeiten, weiter in Führung zu gehen“, sagte Hartmann, ehe sein Team zunehmend den Zugriff verlor. „Wir machen viele Kleinigkeiten falsch, die wir dann in der Summe auch bezahlen.“ Vor allem beim Ausgleich nach einer Flanke aus dem Halbfeld habe sich gezeigt, dass im Defensivverhalten noch Verbesserungsbedarf bestehe. „Da lassen wir den Gegner ein Stück weit laufen. Das müssen wir besser verteidigen.“ Nach dem Seitenwechsel sei seine Mannschaft schließlich deutlich unter ihren Möglichkeiten geblieben. „In der zweiten Halbzeit waren wir insgesamt sehr weit weg von der Leistung, die wir uns vorstellen“, erklärte der Trainer. Insbesondere die fehlende Aggressivität gegen den Ball und Schwächen im Zweikampfverhalten bereiteten ihm Sorgen. Zudem habe der FC offensiv zu schnell den Ball verloren und nach Ballgewinnen nicht die notwendige Ruhe gefunden, um das Spiel zu kontrollieren.
„Wir haben keine klare Spielkontrolle bekommen, waren in der Struktur nicht gut und sind dadurch viel dem Ball hinterhergelaufen“, fasste Hartmann die Probleme zusammen. Gleichzeitig lobte er den Gegner: „Frankfurt hat das gut gemacht und guten Fußball gespielt.“ Entsprechend wertete der Trainer die Niederlage als verdient. Nun gelte es, die richtigen Schlüsse aus der Generalprobe zu ziehen. „Wir müssen jetzt den vollen Fokus auf die Trainingswoche legen und versuchen, die Fehler und die kleinen Dinge schnellstmöglich abzustellen“, forderte Hartmann.
Bereits am kommenden Samstag bietet sich die Gelegenheit zur Wiedergutmachung. Dann startet die U21 des 1. FC Köln mit einem Heimspiel gegen Wiedenbrück (14 Uhr) im Franz-Kremer-Stadion in die neue Saison der Regionalliga West. „Wir wollen mit einem guten Gefühl in die Partie gehen und ein gutes erstes Heimspiel machen“, formulierte Hartmann die Zielsetzung für den Ligaauftakt. Und dann folgt auf eine verpatzte Generalprobe womöglich eine gelungene Premiere.
Die U21 des 1. FC Köln verliert gegen den Sanfrecce Hiroshima mit 2:1. Im Vergleich zur Vorwoche musste Trainer Manuel Hartmann auf sieben Spieler verzichten, die allesamt bei den Profis zum Einsatz kamen.
Über viermal 30 Minuten zeigten die Jungböcke dennoch eine gute Leistung gegen einen starken Gegner.
Luis Stapelmann vom 1. FC Köln (Foto: Fabio Deinert/Getty Images)
Auf Platz 7 des RheinEnergieSportparks am Geißbockheim kam es am Samstagmittag zu dem Duell der beiden Partnervereine Sanfrecce Hiroshima und dem 1. FC Köln. Dabei musste sich die Kölner Reserve dem Gegner aus Japan mit 2:1 geschlagen geben. Obwohl sich immer wieder kleine Fehler und Unaufmerksamkeiten in das Kölner Spiel einschlichen, konnte der FC nicht nur über weite Teile gut gegenhalten, sondern sich auch selbst einige gefährliche Chancen herausspielen. Trainer Manuel Hartmann sprach nach der Partie von einem „sehr gelungenen Test für beide Mannschaften.“
Luis Stapelmann mit Einsatzzeit
Ein gemeinsames Teamfoto vor dem Anpfiff und schon rollte der Ball. 120 Minuten aufgeteilt in vier jeweils 30 Minuten lange Viertel standen auf dem Programm. Die ersten Minuten boten sofort ein munteres Hin und Her, wenn auch zunächst ohne zwingende Torchancen. Nach einem torlosen ersten Viertel waren es dann zunächst die Japaner, die in den zweiten 30 Minuten gleich doppelt zuschlugen. Die Mannschaft um den Ex-Bochumer Takuma Asano nutzte zwei Unaufmerksamkeiten in der Kölner Hintermannschaft aus und stellte innerhalb weniger Minuten auf 0:2 aus FC-Sicht. Es dauerte jedoch nicht lange, bis Innenverteidiger Luc Dabrowski nach einem Standard den Ball zum 1:2-Anschlusstreffer über die Linie drückte.
Sanfrecce wechselte anschließend für die zweiten 60 Minuten die gesamte Mannschaft aus. Der 17-Mann-Kader der Geißböcke gab das hingegen nicht her. Erstmalig zum Einsatz in dieser Vorbereitung kam U19-Vize-Europameister Luis Stapelmann, der in der zweiten Hälfte zunächst in der Innenverteidigung neben Routinier Niklas Hoffmann spielte. Trotz einiger Wechsel auf beiden Seiten fielen keine weiteren Tore mehr, womit das Spiel nach zwei Stunden Spielzeit mit 1:2 endete.
Kaderfluktuation und Profi-Debüts
Ein Grund für den kleinen Kader war auch, dass mit Jonathan Friemel, Maik Akumu, David Fürst, Malek El Mala, Nilas Yacobi, Kristiyan Irmiev und Yannick Mausehund gleich sieben Spieler im Kader der Profis für das Testspiel gegen Rheinsüd Köln standen, die letzte Woche noch mit der FC-Reserve im Trainingslager waren. Auch wenn Hartmann diese Spieler natürlich gerne dabei gehabt hätte, sieht er diese Entwicklung dennoch „erfreulich“ und als „genau das Ziel“ seiner Arbeit bei der U21 an.
Mit von der Partie waren jedoch Fynn Schenten und Cenny Neumann, die beide bereits in der abgelaufenen Spielzeit für die Profis in der Bundesliga aufgelaufen sind. Für beide sowie weitere Spieler wie Emin Kujovic oder Patrik Kristal wird derzeit nach möglichen Leihstationen gesucht. Schenten soll dabei kürzlich eine stadtinterne Leihe in die 3. Liga zu Viktoria Köln abgelehnt haben. Wie es mit ihm weitergeht und mit welchem Personal die U21 am 01. August im Franz-Kremer-Stadion gegen Wiedenbrück in die Regionalligasaison starten wird, bleibt bis dahin abzuwarten.