Pflichtspieldebüt, Bankplatz, Ausbootung – Lukas Kwasniok sendet eindeutige Zeichen beim 1. FC Köln

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln in Heidenheim
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Pflichtspieldebüt, Bankplatz, Ausbootung – Lukas Kwasniok sendet eindeutige Zeichen beim 1. FC Köln

Mit den Startelf-Einsätzen von Fynn Schenten und Jahmai Simpson-Pusey hat Lukas Kwasniok mal wieder überrascht. Und gleichzeitig klare Botschaften verschickt beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok sendet klare Zeichen.

Luca Waldschmidt und Florian Kainz mussten zu Hause bleiben, Cenk Özkacar saß 90 Minuten auf der Bank des 1. FC Köln: Lukas Kwasniok sendet klare Zeichen.

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Dass Lukas Kwasniok bei seinen Aufstellungen und Kader-Nominierungen für die ein oder andere Überraschung zu haben ist, hat der Trainer in den Spielen 2025 eindrucksvoll bewiesen. 16 unterschiedliche Formationen in 17 Begegnungen sind schon nahezu rekordverdächtig. Dazu gerne auch mal den ein oder anderen Spieler auf einer dann doch ungewohnten Position. Nun feierten mit Fynn Schenten und Jahmai Simpson-Pusey gleich zwei Spieler ihr Debüt unter Kwasniok – und das von Beginn an. Auch Youssoupha Niang spielte erstmals für die Kölner Profis. Angesichts der dünnen Personaldecke in der Innenverteidigung war der Einsatz von Simpson-Pusey vielleicht nicht die ganz große Überraschung. Ein Zeichen an Cenk Özkacar war es aber allemal.

Waldschmidt und Kainz nicht im Kader

Denn der Türke saß einmal mehr 90 Minuten auf der Bank – und das, obwohl nach der Verletzung von Dominique Heintz neben Özkacar eben nur Simpson-Pusey als Innenverteidiger für die Begegnung gegen Heidenheim zur Verfügung stand. Die Zeichen stehen wohl auf Abschied. Özkacar war schon bei seinen vergangenen Leihen eher selten erste Wahl. Nun kommt er auch unter Lukas Kwasniok eher selten zum Zug. Wenn Rav van den Berg gegen Mainz und Joel Schmied dann im Februar wieder auf den Platz zurückkehren, wird Özkacar so gut wie keine Chance mehr auf Einsatzminuten haben. Kwasniok hatte im Trainingslage in La Nucia angedeutet, dass man gegen Mitte Januar sehen würde, ob es den ein oder anderen Spieler gäbe, der mit seiner Einsatzzeit nicht zufrieden sei, dann könne es noch zu Wechseln kommen.

Auch Thomas Kessler gab an, dass Abgänge beim FC durchaus ein realistisches Szenario werden können. Der Tenor, wenn betroffene Spieler mit ihrer wenigen Einsatzzeit nicht zufrieden seien, könnte es durchaus noch den ein oder anderen Abschied geben. Namen wurden natürlich nicht genannt, aber Özkacar dürfte zu den potenziellen Kandidaten zählen. Selbst, wenn Kessler noch am Donnerstag dem Abwehrspieler bescheinigte, bislang doch schon ordentliche Leistungen abgerufen zu haben. Die Ausbootung von Özkacar war aber längst nicht das einzige Zeichen. Schon am Freitag war bekannt geworden, dass Kwasniok Florian Kainz und Luca Waldschmidt aus dem Kader gestrichen hatte. Bei Waldschmidt offenbar als Reaktion auf sein Interview mit dem „Express“, in dem er sich kritisch geäußert hatte.

Fingerzeig für Kainz?

Für Kainz hatte der Trainer keine Rolle zur Verfügung, hieß es. Beide reisten bereits Freitagnacht in die Heimat zurück. Dass der Coach nicht seinen ganzen Kader mit zum Auswärtsspiel nehmen kann, ist klar. Dass aber der dritte Keeper sowie zwei Neulinge auf der Bank saßen, dafür die beiden ehemaligen Nationalspieler und absoluten Routiniers aber nach Hause mussten, hat einen gewissen Geschmack. Während es bei Waldschmidt wohl disziplinarische Gründe gab, ist es bei Kainz ein wichtiger Fingerzeig, denn der Vertrag des Österreichers läuft im kommenden Sommer aus, die Zukunft ist ungeklärt. Dass der Routinier noch eine weitere Spielzeit den Geißbock auf der Brustträgt, gilt doch mittlerweile als unwahrscheinlich.

Auch Waldschmidts Zukunft darf durchaus hinterfragt werden. Dem ehemaligen Nationalspieler fehlt es auch weiterhin an der nötigen Konstanz. Die Nicht-Berücksichtigung aus disziplinarischen Gründen ist durchaus nachvollziehbar. Ob aber ein kreativer Waldschmidt nicht noch einmal für Schwung gesorgt hätte, ist rein spekulativ, aber ganz sicher möglich. Doch Waldschmidt wurde aus dem Kader gestrichen. In einem Gespräch mit Trainer und Sportdirektor wurde dem ehemaligen Nationalspieler die Entscheidung überbracht. Dem Vernehmen nach soll die Ansage des Trainers innerhalb der Mannschaft durchaus irritiert haben.

Angeblich dürfen sich die Aussortierten für das kommende Spiel gegen die Bayern wieder beweisen, ein Fingerzeig war die Aktion kurz vor dem Jahresauftakt allemal.

Einige Zweien, aber vor allem viel Durchschnitt – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Heidenheim

Tom Krauß im Zweikampf mit Niklas Dorsch
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Einige Zweien, aber vor allem viel Durchschnitt – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Heidenheim

Der FC hätte nach sechs sieglosen Spielen in Folge zum Jahresauftakt durchaus gewinnen können, doch Defensive und Offensive agierten mitunter unglücklich. Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Heidenheim.

Der FC wartet weiter auf seinen ersten Pflichtspiel-Sieg seit dem 4:1 gegen den HSV. Dabei war die Chance gegen Heidenheim da, wurde aber nicht genutzt. Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Heidenheim.

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Schwäbe überzeugt, die Defensive nicht immer

Marvin Schwäbe Einzelkritik 3

Marvin Schwäbe

Wirkte beim Pieringer-Fallrückzieher recht unbeholfen. Rettete wohl glücklich gegen Niehues aus kurzer Distanz und dann ganz stark gegen Föhrenbach. Auch nach dem Wechsel gegen Schöppner zur Stelle.


Einzelkritik Jahmai Simpson-Pusey 3+

Jahmai Simpson-Pusey

Der Innenverteidiger stand direkt in der Startelf. Fügte sich früh mit einer wichtigen Grätsche ein. Strahlte trotz hohem Pressing eine enorme Ruhe am Ball aus. War dann passiv vor der ersten Heidenheimer Führung. Leistete sich unbedrängt einen überraschenden Querschläger und legte bei der daraus resultierenden Ecke den Ball unglücklich ins eigene Netz. Hatte kurz vor der Halbzeit gleich doppelt die Chance auf den ersten FC-Treffer. Angesichts der geringen Trainingszeit ein insgesamt gutes Debüt.


Eric Martel

Sah etwas zu passiv beim Fallrückzieher von Pieringer zu. War dann aber wiederum sehr aktiv bei seinem Ausgleich – wenn auch nicht unbedingt so gewollt. Legte Ache eine Flanke butterweich auf, die der Stürmer nicht verwertete. Gewann im Schnitt zwei Drittel seiner Zweikämpfe.


Sebastian Sebulonsen Einzelkritik Note 3+

Sebastian Sebulonsen

Lieferte eine unaufgeregte Partie in der Innenverteidigung ab. War insgesamt wohl der sicherste Part der letzten Kette. Lief starke 12 Kilometer und gewann mehr als 70 Prozent seiner Zweikämpfe.


Einzelkritik Castro-Montes 2-

Alessio Castro-Montes

Licht und Schatten: Hatte defensiv enorme Tempo-Schwierigkeiten und Schwächen im Stellungsspiel. Conteh und Traore hatten doch oft sehr viel Platz. Bereitete den Ausgleich von Martel mit einer starken Flanke und den von El Mala mit einem Pass vor.


Tom Krauß vom 1. FC Köln Einzelkritik Note 3

Tom Krauß

Rettete unmittelbar vor der Halbzeit in höchster Not vor Dorsch. Machte im zentralen Mittelfeld seinen Job insgesamt ordentlich, ohne jegliche Ausreißer – abgesehen von einer Bogenlampe, die ohne Folgen blieb.


>>>Die Stimmen zum Spiel<<<


Zu wenig Gefahr in der Offensive

Denis Huseinbasic Einzelkritik 4

Denis Huseinbasic

Hatte einige gute Ideen bei Pässen in die Tiefe, die die Mitspieler aber nicht immer antizipierten. Wirkte so in seinen wenigen Aktionen oft brotlos. Insgesamt aber wieder ein Auftritt mit viel Luft nach oben. Musste zur Pause raus.


Jan Thielmann Einzelkritik, Note 4

Jan Thielmann

In Sachen Willen und Leidenschaft kann man dem Eigengewächs nach wie vor wenig vorwerfen. Doch zum Offensivspiel trug Thielmann auf der ungeliebten Schiene recht wenig bei.


Einzelkritik Kaminski 2-

Jakub Kaminski

In offensiver Position vor allem in der Anfangsphase gewohnt agil. Leitete die erste Chance durch Ache gut ein und hatte dann die Führung nach Vorarbeit Schenten auf dem Fuß. Kam auf starke fünf Abschlüsse. Ließ im Laufe des Spiels ein wenig nach.


Fynn Schenten Einzelkritik, Note 3-

Fynn Schenten

Wurde von Kwasniok ins kalte Wasser geworfen. Bereitete mit einer scharfen Hereingabe die Megachance von Kaminski ein. Ackerte viel, zog immer wieder Sprints an, war aber nie so richtig gefährlich.


Ragnar Ache, Einzelkritik 3-

Ragnar Ache

Soll zuletzt nicht glücklich über seine Einsatzzeit beim FC gewesen sein. Bekam die Chance von Beginn an und hatte den ersten Abschluss. Rackerte und ackerte und hätte nach einer perfekten Flanke per Direktabnahme treffen können. In der Nachspielzeit vergab er nach starker Flanke von Bülter. Gerade zu diesem Zeitpunkt wäre der Treffer eigentlich ein Muss gewesen.


Said El Mala

Dass El Mala von der Bank stark ist, ist bekannt. Dass er aber auf der Bank Platz nimmt für Fynn Schenten hatte dann doch überrascht. Doch der Offensivspieler kam zur Halbzeit und traf prompt zum 2:2. Enorm fleißig und Willenstark, aber deswegen nicht immer glücklich. Hätte in der Schlussphase das Spiel entscheiden können, doch sein zweiter Abschluss ging knapp am Tor vorbei.


Es wurden lediglich die Spieler bewertet, die mindestens 30 Minuten der regulären Spielzeit gespielt haben.


Nach Remis des 1. FC Köln: Die Kritik der Fans wird lauter

Im Spiel gegen Heidenheim
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Nach Remis des 1. FC Köln: Die Kritik der Fans wird lauter

Schon vor der kurzen Winterpause wuchs unter einigen Fans die Kritik am Kölner Trainer. Nach dem 2:2-Remis gegen Heidenheim hat sich das nicht verändert unter den Anhängern des 1. FC Köln: Fans wenden sich mit Plakat gegen Lukas Kwasniok.

Das Statement nach dem Unentschieden in Heidenheim sprach eine deutliche Sprache in der Kurve des 1. FC Köln: Fans wenden sich mit Plakat gegen Lukas Kwasniok.

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Gerade zu Saisonbeginn lief beim FC viel rund, Lukas Kwasniok wurde als Coach bei den Fans geradezu euphorisch gefeiert. Doch die Stimmung kippt offenbar zunehmend. In den Sozialen Medien nehmen die kritischen Kommentare massiv zu, viele Entscheidungen des Trainers werden negativ bewertet. Vor allem seine rotierenden Aufstellungen waren immer wieder ein viel diskutiertes Thema. Kwasniok hat tatsächlich in 18 Pflichtspielen 17 unterschiedliche Aufstellungen gewählt, nur einmal mit der gleichen Elf wie in der Vorwoche begonnen. Die Devise des Trainers: Wer die Woche gut trainiert, bekommt einen Platz. So erhalte man den Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft. Auch bei der Aufstellung vor Heidenheim gab es durchaus kontroverse Kommentare.

Köln Anhänger rollen Anti-Kwasniok-Banner aus

Nun haben die Kölner Fans an der Ostalb auch ein klares Statement gesetzt. Auf einem großen Banner waren die Worte „KWASNI YOK“ geschrieben. „YOK“ bezieht sich dabei wahrscheinlich auf das in der deutschen Jugendsprache gebräuchliche und aus dem türkischen stammende Wort, das für „nein“ oder „nichts“ verwendet wird. Das Plakat wurde offenbar von der „Wilden Horde“ angebracht. „Ich habe das nicht wahrgenommen, aber ich wurde schon darüber informiert, dass es da etwas gab“, sagte Kwasniok nach dem 2:2 gegen Heidenheim auf der Pressekonferenz. „Ich kann kein Türkisch, musste es mir übersetzen lassen und weiß daher nicht genau, warum und weswegen, aber ich nehme es jetzt zur Kenntnis. Wir versuchen jetzt, in die Kommunikation zu treten, was da Thema ist.“

Zuletzt wurde darüber spekuliert, ob der Trainer zunehmend die „Kabine verliere“. Teile der Mannschaft sollen jedenfalls nicht mit den bisherigen Einsatzzeiten zufrieden gewesen sein. Zuletzt äußerte sich Luca Waldschmidt im Rahmen eines Interviews mit dem „Express“ während des Trainingslagers im spanischen La Nucia kritisch. Die bisherige 370 Minuten Spielzeit seien „definitiv nicht“ sein Anspruch. Das sei „deutlich zu wenig“ und „aus persönlicher Sicht natürlich nicht zufriedenstellend“, so Waldschmidt. Im Vorfeld des Duells in Heidenheim strich Kwasniok Waldschmidt dann aus dem Kader. Auch Florian Kainz durfte nicht mit an die Brenz reisen. Bei den Fans sorgte die Entscheidung des Trainers für Kritik.


Joker Said El Mala sticht: Der 1. FC Köln spielt gegen Heidenheim 2:2

Kölner Spieler bejubeln Said El Mala
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Joker Said El Mala sticht: Der 1. FC Köln spielt gegen Heidenheim 2:2

Die Sieglos-Serie der Geißböcke hat auch über den Jahreswechsel Bestand. Der 1. FC Köln kommt in Heidenheim nicht über ein 2:2 hinaus und bleibt zum siebten Mal in Serie ohne Dreier. Lukas Kwasniok überraschte zu Beginn mit zwei Debütanten.

Unentschieden im Heidenheimer Schneegestöber: Der 1. FC Köln kommt in Heidenheim nicht über ein 2:2 hinaus. Said El Mala glich kurz nach seiner Einwechslung aus und rettete den Kölnern den Punkt.

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Nach den brisanten Neuigkeiten um die nicht berücksichtigten Luca Waldschmidt und Florian Kainz wurde die Startformation von FC-Trainer Lukas Kwasniok vielleicht mit noch ein wenig mehr Spannung erwartet als ohnehin schon. Und Kwasniok enttäuschte nicht. Bekanntlich verzichtete der FC-Coach freiwillig auf eine Nominierung von Waldschmidt und Kainz, für die Routiniers rückten Sturmtalent Fynn Schenten und Ersatztorwart Matthias Köbbing in den Spieltagskader. Ebenfalls mit von der Partie war Winterneuzugang Jahmai Simpson-Pusey. Überraschenderweise bescherte Kwasniok sowohl Schenten als auch dem Engländer umgehend ihr Bundesliga-Startelfdebüt. Isak Johannesson und Kristoffer Lund orderte er dafür auf die Bank. Für seine Leistungen im Trainingslager wurde Alessio Castro-Montes in die Anfangself berufen, Said El Mala musste zunächst von Seitenrand aus zusehen.

Die richtungsweisende Partie auf dem Schlossberg fand unter widrigen Bedingungen statt: Starker Schneefall machte die grüne Wiese in der Voith-Arena schwer bespielbar. Davon ließen sich die Gastgeber aber nicht beirren und begannen die Begegnung energisch. Der erste gefährliche Abschluss gehörte dem Heidenheimer Jan Schöppner in der ersten Minute. Die junge Kölner Mannschaft hatte dagegen Schwierigkeiten, im Schneetreiben Zugriff auf das Spiel zu bekommen.

Pieringers Zaubertor bringt Heidenheim in Führung

In dieser Phase erzielte Marvin Pieringer in der 16. Minute die Führung für die Gastgeber. Heidenheims Jan Schöppner flankte halbhoch von der rechten Seite in den Strafraum. Dort konnte der FCH-Stürmer das Spielgerät per Fallrückzieher im Kölner Kasten unterbringen. Doch die Geißböcke ließen nicht lange auf die passende Antwort warten. Castro-Montes flankte aus dem linken Halbraum im hohen Bogen in den Heidenheimer Sechzehner. Dort lauerte Aushilfs-Innenverteidiger Eric Martel, der sich im Luftzweikampf gegen Heidenheims Omar Traoré durchsetzen konnte und per Kopf zum zwischenzeitlichen Ausgleich traf (19. Minute). Ärgerlich: Nur kurz darauf sah Martel für ein Foul den gelben Karton. Damit fällt er für das nächste Spiel gesperrt aus.

Mitte der ersten Hälfte entwickelte sich die Partie in der Voith-Arena zu einem wilden Hin und Her, meist mit dem besseren Ende für den Gastgeber: Nach einer kurz ausgeführten Ecke der Heidenheimer kam Julian Niehues über Umwege an den Ball. Kölns Simpson-Pusey konnte den Einschlag im Tor der Schwaben nicht verhindern (26. Minute). In dieser Szene profitierte Heidenheim von einer fragwürdigen Schiedsrichterentscheidung von Robert Schröder. Dieser bewertete ein Foul an Castro-Montes nicht als ahndungswürdig. Nach einem Ellbogen im Gesicht musste der Belgier allerdings minutenlang behandelt werden, sodass der FC zwischenzeitlich in Unterzahl agierte.

Joker El Mala sticht früh

In der 31. Minute verhinderte der Kölner Torhüter dann den nächsten Treffer der Heidenheimer. Sebastian Sebulonsen klärte einen ungefährlichen Ball ungeschickt in die Füße des lauernden FCH-Stürmers Conteh, der für Pieringer auflegte. In der 35. Minute hatte Sirlord Conteh eine hundertprozentige Chance, das 3:1 für Heidenheim zu erzielen: Ibrahimović suchte ihn mittels einer flachen Hereingabe von links. Doch Conteh setzte den Ball aus nächster Nähe rechts neben das Tor. Doch der FC schickte sich in Person von Simpson-Pusey noch vor der Pause an, den Ausgleich zu erzielen. Der Innenverteidiger stieg nach einem Eckball am höchsten und drückte den Ball auf das Tor von FCH-Keeper Ramaj. Auch der zweite Ball landete bei Simpson-Pusey, doch Patrick Mainka vereitelte den Ausgleich vor der Halbzeit auf der Linie (46. Minute).

Zur Pause brachte Kwasniok Said El Mala ins Spiel. Und der brauchte nicht lange, um dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung wurde der 19-Jährige von Castro Montes über die linke Seite eingesetzt und nagelte den Ball in gewohnter El-Mala-Manier leicht in den oberen rechten Knick (48. Minute). Nur Millimeter trennten Kaminski anschließend vom Führungstreffer (54. Minute).

Ragnar Ache verpasst spätes Siegtor

Mitte der zweiten Hälfte präsentierte sich der FC zeitweise aktiver und zuweilen spielbestimmend, konnte seine Chancen zur Führung allerdings nicht nutzen. So wusste etwa Ragnar Ache eine butterweiche Hereingabe von Martel nicht zu verwerten (63. Minute) und auch nach einer Ecke konnten die Domstädter das Chaos im Heidenheimer Sechzehner nicht in ein Tor ummünzen (68. Minute). Heidenheim verharrte jedoch nicht lange in Passivität. Die Elf von Frank Schmidt brachte die Kölner Hintermannschaft immer wieder in Verlegenheit, tauchte mehrfach im gegnerischen Sechzehner auf. So auch in der 80. Minute. Conteh setzte sich im Sprintduell gegen Kristoffer Lund durch und war frei vor Schwäbe. Sein Abschluss landete aber rechts neben den Kasten, entscheidend gestört vom eingrätschenden Lund. In der Nachspielzeit drehte der 1. FC Köln nochmal auf. Der eingewechselte Marius Bülter setzte Ache im Zentrum ein. Wie verhext landet dessen Abschluss erneut nicht im Netz, FCH-Keeper Ramaj konnte erneut parieren (91. Minute).

Bereits am Mittwoch steht den Geißböcken die nächste Aufgabe bevor. Zum Start in die Englische Woche begrüßt die Kwasniok-Elf Tabellenführer FC Bayern München in der RheinEnergie Arena (14.01., 20.30 Uhr), und drei Tage später ist Kellerkind 1. FSV Mainz 05 zu Gast (17.01., 15.30 Uhr) .

Aufstellung 1. FC Köln: Schwäbe – Sebulonsen, Martel, Simpson-Pusey – Thielmann (Bülter, 75.), Huseinbasic (El Mala, 46.), Krauß, Castro-Montes (Lund, 75.) – Schenten (Maina, 62.), Ache, Kaminski- Tore: (Pieringer, 15.; Martel 18.; Niehues, 26,; El Mala, 48. ; Gelbe Karten Köln: Martel (21.Minute, im nächsten Spiel gesperrt)


Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen den 1. FC Heidenheim: Drei Debüts und ein Remis

Jahmai Simpson-Pusey beim ersten Training für den 1. FC Köln
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Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen den 1. FC Heidenheim: Drei Debüts und ein Remis

Am Samstagnachmittag steht für den FC das 16. Bundesligaspiel auf dem Plan. Für die Geißböcke gilt es zum Restart die Negativserie zu beenden: Alle Informationen gibt es im Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und dem 1. FC Heidenheim.

Nach den Tagen Vorbereitung im spanischen La Nucia treffen die Kölner nun bei winterlichen Temperaturen auf den FCH. Gegen den Tabellenvorletzten müssen Punkte her für die Geißböcke. Alle Informationen gibt es im Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und dem 1. FC Heidenheim.

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Herzlich Willkommen zum Liveticker zum Testspiel zwischen dem 1. FC Köln und dem 1. FC Heidenheim. Im spanischen La Nucia haben sich die Geißböcke im Winter-Trainingslager auf den Restart in die Bundesliga vorbereiten. FC-Trainer Lukas Kwasniok sieht seine Mannschaft als bereits für das Duell an, weiß aber und die Herausforderungen: „Das wird kein Zuckerschlecken und dann musst du deinem Mann stehen. Aber ich glaub schon, dass wir einfach auch Jungs haben, die sich genau auf diese Art von Spiel auch freuen.“



Wenig Torgefahr, anfällig in der Defensive – Das erwartet den 1. FC Köln gegen Heidenheim

Frank Schmidt ist seit vielen Jahren Trainer des FCH
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Wenig Torgefahr, anfällig in der Defensive – Das erwartet den 1. FC Köln gegen Heidenheim

Für den FC steht nach der kurzen Winterpause direkt eine richtungsweisende Begegnung auf dem Plan. Am Samstag gastiert das Team von Trainer Lukas Kwasniok an der Ostalb. Das erwartet den 1. FC Köln in Heidenheim.

Drei Wochen nach dem letzten Ligaspiel im Jahr 2025 und der Niederlage gegen Union Berlin steht für den FC das nächste Ligaspiel auf dem Programm. Zum Start ins neue Jahr müssen die Kölner zum Tabellenvorletzten. Das erwartet den 1. FC Köln in Heidenheim.

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Form: Der 1. FC Heidenheim blickt auf eine bislang enttäuschende Saison zurück. In den ersten elf Ligaspielen holte das Team von Trainer Frank Schmidt lediglich einen Sieg, spielte zweimal Remis und musste das Feld achtmal als Verlierer verlassen. Nach der 0:3-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach fuhren die Heidenheimer bei Union Berlin und gegen den SC Freiburg zwei Siege in Folge und meldeten sich damit im Kampf um den Klassenerhalt zurück, bevor es mit der 1:2-Niederlage beim FC St. Pauli einen kleinen Dämpfer gab. Im letzten Spiel vor der kurzen Winterpause verloren die Jungs von der Brenz mit 0:4 gegen den FC Bayern München. Aktuell steht Heidenheim mit elf Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz – allerdings einen Punkt besser als zur gleichen Zeit im Vorjahr.

Offensive, Defensive

Wenig Torgefahr: Mit lediglich 13 Treffern stellt Heidenheim gemeinsam mit Mainz und St. Pauli, die schlechteste Offensive der Liga. Überdies gaben die Jungs von Trainer Schmidt in dieser Saison bislang nur 163 Torschüsse ab. Damit steht der FCH in dieser Statistik gemeinsam mit Gladbach und St. Pauli auf dem vorletzten Platz. Nur Mainz gab mit 157 Versuchen noch weniger Torschüsse ab. Der xGoals-Wert liegt bei 17,5 – nur Hamburg (16,5) und St. Pauli (14,5) sind schlechter.

Schwache Defensive: Heidenheim stellt in dieser Saison die schlechteste Defensive der Liga. In den ersten 15 Spielen kassierte der FCH bereits 34 Gegentore. Im Durchschnitt fangen sich die Rot-Blauen 2,2 Tore pro Partie. Besonders kurios: Der FCH kassierte sowohl in der ersten als auch in der zweiten Halbzeit jeweils 17 Gegentore. Das Team von der Ostalb hat auch den höchsten xGoals-Wert der Gegner.

Ballbesitz: In der laufenden Spielzeit hat der FCH in den meisten Spielen weniger Ballbesitz als der Gegner. Mit durchschnittlich 43 Prozent in den bisherigen 15 Spielen haben die Heidenheimer hinter Union Berlin den zweitwenigsten Ballbesitz der Liga.

Im Fokus: Hennes Behrens

Im Fokus: Mit Hennes Behrens hat sich der 1. FC Heidenheim auf der linken Schienenposition per Leihe von der TSG 1899 Hoffenheim verstärkt. Der 20-Jährige soll beim FCH Spielpraxis auf höherem Niveau sammeln und Konkurrenz für Jonas Föhrenbach darstellen, der nach dem Kreuzbandriss von Leart Pacarada ohne Alternative auf seiner Position ist. Behrens bringt viel Erfahrung aus verschiedenen Nachwuchs-Wettbewerben mit. Nach 26 Spielen für Hoffenheims Zweitvertretung in der vergangenen Regionalligasaison, in denen der Abwehrmann vier Tore und vier Vorlagen sammelte, feierten die Kraichgauer am Ende den Aufstieg in Liga drei. Dort kam Behrens in dieser Saison auf lediglich vier Spiele, ehe ihn ein Muskelfaserriss zu einer längeren Pause zwang. Überdies sammelte der gebürtige Frankfurter in der vergangenen Spielzeit internationale Erfahrung in der UEFA Youth League.

3-4-3-Formation oder Rotation?

Formation: Frank Schmidt ließ seine Mannschaft in den vergangenen drei Partien in einem 3-4-3-System auflaufen. Dabei ist Diant Ramaj zwischen den Pfosten gesetzt. Vor dem Schlussmann läuft Kapitän Patrick Mainka auf. Neben dem Abwehrchef machen Tim Siersleben, Benedikt Gimber und Marnon Busch die zwei offenen Plätze unter sich aus. Auf der linken Schiene ist Jonas Föhrenbach unangefochtener Stammspieler. Rechts liefern sich Omar Traore und Marnon Busch ein Duell auf Augenhöhe. Im zentralen Mittelfeld haben aktuell Niklas Dorsch und Julian Niehues die Nase vorn. Allerdings hat Schmidt hier mit Jan Schöppner und Luca Kerber zwei weitere Optionen. In der Offensive sind eigentlich Arijon Ibrahimović, Marvin Pieringer und Matthias Honsak die erste Wahl. Aufgrund von Verletzungen musste Heidenheim jedoch immer wieder rotieren.

Das sagen die Trainer

Lukas Kwasniok: „Sie haben hinten raus besser gepunktet, deshalb ist die Wahrnehmung positiver. In Summe haben sie weniger Punkte als wir, gefühlt stehen sie aber schon vor uns. Wir werden alles daran setzen, uns vor ihnen zu halten. Das ist ein entscheidender Gegner im Klassenerhaltskampf. Deshalb ist das Spiel mit einer gewissen Brisanz hinterlegt. Es wird auf viele Duelle ankommen und wird kein Zuckerschlecken. Da musst du deinen Mann stehen. Ich glaube, dass wir Jungs haben, die sich auch darauf freuen. Fußball ist auch Herz, Mentalität und Zweikampf.“

Frank Schmidt: „Wir haben die Woche genutzt, um Intensität und Zweikampfverhalten zu trainieren mit dem Wissen, dass in der Englischen Woche wichtige Spiele auf uns zukommen. Das ist Chance und Risiko zugleich. Wir haben uns nach 15 Spieltagen alles nochmal genau angeschaut, denn wir können nicht davon sprechen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir brauchen mehr Siege, mehr Torgefahr, weniger Gegentore. Nun dürfen wir keine Zeit verbrauchen, sondern müssen sofort da sein. Da geht es um Haltung, wir haben das Thema Mentalität ganz klar in den Vordergrund gestellt. Das Spiel bietet uns die Chance, an Köln auf zwei Punkte ranzukommen. Das ist das Ziel. Wir brauchen eine entschlossene, ehrliche, gute Einstellung und eine direkte Art und Weise, einen einfachen Fußball, der am Samstag gefragt ist, um erfolgreich zu sein.“

Mögliche Aufstellung Heidenheim: Ramaj – Busch, Mainka, Siersleben, Föhrenbach – Schöppner, Dorsch -Ibrahimovic, Honsak – Schimmer, Pieringer


Kwasniok muss die Defensive erneut umbauen – so könnte der 1. FC Köln gegen Heidenheim starten

Lukas Kwasniok beim Spiel des 1. FC Köln
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Kwasniok muss die Defensive erneut umbauen – so könnte der 1. FC Köln gegen Heidenheim starten

Drei Wochen nach dem bitteren Last-Minute-Gegentor und der damit verbundenen 0:1-Niederlage gegen Union Berlin steht für die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok am 16. Spieltag der Bundesliga das Auswärtsspiel beim 1. FC Heidenheim an. Wer an der Brenz von Beginn an auf dem Platz stehen wird, ist allerdings noch offen. So könnte der 1. FC Köln bei Heidenheim beginnen.

Für den FC steht das erste Pflichtspiel in diesem Kalenderjahr an. Im Vergleich zur 0:1-Pleite gegen Union Berlin muss Lukas Kwasniok dabei weitere Ausfälle verkraften. Gleichzeitig könnte jedoch ein Neuzugang sein Debüt im Trikot des FC feiern. Ob es tatsächlich zu dieser Premiere kommt oder der FC ohne Neuzugang startet, wird sich am Samstag zeigen. So könnte der 1. FC Köln bei Heidenheim beginnen.

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FC-Trainer Lukas Kwasniok muss in Heidenheim neben den Langzeitverletzten Luca Kilian, Timo Hübers und Joel Schmied auch auf Rav van den Berg und Dominique Heintz verzichten. Der Niederländer sah gegen Union Berlin nach einem Handspiel die Rote Karte und wurde vom DFB-Sportgericht für zwei Spiele gesperrt. Heintz fehlt aufgrund von muskulären Problemen. Damit ist eine Umstellung in der Defensive unumgänglich, weitere Wechsel in der Startelf sind jedoch ebenfalls möglich.

Der nächste Engpass in der Defensive

Im Tor ist die Situation indes klar: Marvin Schwäbe wird zwischen den Pfosten stehen. Davor gestaltet sich die Personalsituation aufgrund der Ausfälle deutlich schwieriger. Eric Martel dürfte erneut den zentralen Part in der Abwehr übernehmen. Durch die Verletzung von Heintz ist die Besetzung der weiteren Position in der letzten Reihe offen. Sebastian Sebulonsen ist wieder eine Option. Der Norweger half in dieser Saison bereits mehrfach in der Abwehr aus und erledigte seine Aufgaben ordentlich. Alternativ könnte es auch zum Debüt von Jahmai Simpson-Pusey kommen, der zu Wochenbeginn per Leihe von Manchester City zum FC wechselte.

Da der junge Engländer jedoch zuletzt bei Celtic Glasgow kaum Spielpraxis sammelte und bislang nur wenige Trainingseinheiten mit der Mannschaft absolvierte, erscheint ein Startelfeinsatz eher unwahrscheinlich. Eine weitere Möglichkeit stellt Cenk Özkacar dar, der bereits angedeutet hat, welches Potenzial in ihm steckt, zuletzt jedoch hinter Heintz zurückfiel. Durch die weiteren Ausfälle könnte auch eine Viererkette spielen.

Kehrt El Mala in die Startelf zurück?

Im zentralen Mittelfeld dürften Isak Johannesson und Denis Huseinbasic beginnen. Das Duo stand gegen Lugano von Beginn an auf dem Platz und überzeugte mit einer ordentlichen Leistung. Zuletzt hatte Kwasniok angedeutet, dass eine ähnliche Elf auflaufen würde, wie im Test gegen Lugano. Damit könnte Alessio Castro-Montes beginnen. Rückt Sebulonsen in die Abwehr, dürfte Jan Thielmann den rechten Schienenspieler geben. In der Offensive dürften Jakub Kaminski und Marius Bülter gesetzt sein. Gegen Lugano startete Fynn Schenten. Ob der Youngster aber von Beginn an auf dem Platz steht, ist eher unwahrscheinlich. Vielmehr könnte Said El Mala beginnen.

So könnte der FC gegen Heidenheim starten

Marvin Schwäbe im Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Marvin Schwäbe

Cenk Özkacar beim Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Cenk Özkacar

Eric Martel gibt beim 1. FC Köln den Ton an

Eric Martel

Sebastian Sebulonsen im Testspiel gegen Leicester City

Sebastian Sebulonsen

Alessio Castro-Montes vom 1. FC Köln

Alessio Castro-Montes

Denis Huseinbasic rotierte gegen Freiburg in die Startelf

Denis Huseinbasic

Isak Johannesson wird am Samstag wohl erstmal auf der Bank sitzen

Isak Johannesson

Jan Thielmann ist erfolgreich in die Saison gestartet. (Foto: Herbert Bucco)

Jan Thielmann

Said El Mala beim Spiel des 1. FC Köln
Said El Mala
Jakub Kaminski nach seinem starken Auftritt gegen den HSV

Jakub Kaminski

Marius Bülter wirkt ratlos bei einem Spiel des 1. FC Köln

Marius Bülter