Nur zwei Spieler überzeugen, ansonsten eher schwache Leistungen – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Heidenheim

1. FC Köln gegen den 1. FC Heidenheim
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Nur zwei Spieler überzeugen, ansonsten eher schwache Leistungen – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Heidenheim

Der FC hatte sich gegen den 1. FC Heidenheim viel vorgenommen. Davon gehalten haben die Kölner wenig. Das zeigt sich auch in der Spielerbenotung. Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen den 1. FC Heidenheim.

Der 1. FC Köln unterliegt am Samstagnachmittag dem 1. FC Heidenheim. Während sich große Teile der Fußball-Fans nun auf ein packendes Finale im Tabellenkeller freuen, herrscht in Köln Enttäuschung.

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Schwächen in der Defensive

Einzelkritik Marvin Schwäbe, Note 3

Marvin Schwäbe

Erlebte eine harte erste Halbzeit: zwei Gegentore bei zwei Torschüssen. War aber bei sämtlichen Gegentoren machtlos. Zeigte kurz vor der Pause gegen Pieringer eine starke Parade und hielt den FC mit weiteren wichtigen Rettungsaktionen im Spiel. War im Aufbau sehr stark eingebunden. Wenn eine fehlende Zuordnung im Sechzehner nicht auf eine fehlende Kommunikation des Torhüters zurückzuführen ist, eine solide Leistung – trotz der drei Gegentore.


Kristoffer Lund Einzelkritik 4-

Kristoffer Lund

Der Kölner Pechvogel zum Heidenheimer 1:2. Rettete ins eigene Netz und verlor auch vor dem 1:3 ein entscheidendes Duell an der Seitenlinie. War im Aufbauspiel erstaunlich offensiv unterwegs, blieb mit seinen Abschlüssen aus der Distanz aber erneut ohne echte Gefahr. Wirkte in vielen Aktionen überhastet, aber engagiert. Hatte die meisten Sprints der Kölner zu verzeichnen.


Cenk Özkacar Einzelkritik 5+

Cenk Özkacar

Erlebte einen gebrauchten Tag. Leitete das 0:1 mit einem katastrophalen Fehlpass durchs Zentrum selbst ein und war auch in der Folge beim Gegentor nicht eng genug am Heidenheimer Torschützen. Wirkte über die gesamte Partie ungewohnt unsicher und nicht wirklich präsent. Zudem verlor der eigentlich ziemlich formstarke Innenverteidiger viele direkte Duelle auf letzter Linie. Auch am zwischenzeitlichen 1:2 fehlte ihm im letzten Moment der Zugriff: Ein Auftritt zum Vergessen.


Einzelkritik Joel Schmied Note 3

Joel Schmied

Rückte nach dem kurzfristigen Ausfall von Jamai Simpson-Pusey überraschend in die Startelf und machte seine Sache ordentlich. Glänzte vor allem mit seiner Kopfballstärke- auch in Offensivaktionen. Schaltete sich gegen tief stehende Heidenheimer immer wieder mit mutigen Dribblings ins Aufbauspiel ein.


Einzelkritik Sebulonsen 3

Sebastian Sebulonsen

Griff über die rechte Seite im Wechselspiel mit Maina immer wieder aktiv ins Offensivspiel ein und hatte auffällig viele Aktionen im letzten Drittel. War insgesamt, auch dem System geschuldet, sehr offensiv ausgerichtet, wodurch hinter ihm allerdings immer wieder Lücken entstanden, die Heidenheim für Konter nutzte. Übernahm nach der Auswechslung von Schmied phasenweise die Position des rechten Innenverteidigers, löste die Aufgabe unauffällig.


Nicht viele Lichtblicke

Tom Krauß, Einzelkritik Note 2-

Tom Krauß

Bereitete mit einem starken Schnittstellenpass auf Bülter den wichtigen Treffer zum 1:1 vor und schaltete sich insgesamt deutlich offensiver ein als gewohnt. Ackerte gut gegen den Ball, gewann viele Zweikämpfe und ließ seinen Gegenspielern nur wenig Raum zum Aufdrehen.


>>>Die Stimmen zum Spiel<<<


Einzelkritik Isak Johannesson, Note 4-

Isak Johannesson

Hat die Rolle von Eric Martel übernommen und das statistisch mehr als solide: beste Pass- und Laufquote der Kölner. Übernahm den defensiveren Part im Mittelfeld, ließ sich im Aufbauspiel immer wieder zentral in die Dreierkette fallen und gab dem Kölner Spiel Struktur. Legte aber Ibrahimovic beim Klären das 1:2 auf und hatte Schöppner beim 1:3 nicht im Blick.


Einzelkritik Jakub Kaminski , Note 4+

Jakub Kaminski

Gerade in der Anfangsphase häufig in der Rolle als klare Zehn, trieb das Kölner Spiel mit viel Tempo immer wieder nach vorne. War durch seine ständige Rotation fast immer anspielbar. Leitete mit einem starken Dribbling samt Hereingabe beinahe die zwischenzeitliche Führung ein. Blieb trotz all seiner Aktivität im letzten Drittel aber ohne den entscheidenden Ertrag – Kein Torschuss, kein Assist.


Einzelkritik Linton Maina, Note 4-

Linton Maina

Tat sich meist schwer, war im Dribbling wie in den Anschlussaktionen etwas unglücklich und blieb lange unauffällig. Kam mit zunehmender Spielzeit besser in die Partie, seine Hereingaben waren aber eher fahrig. Seine auffälligste Aktion war eine defensive – und das sagt viel aus.


Einzelkritik Marius Bülter 2-

Marius Bülter

Der einzige Torschütze der Kölner. Setzte sich beim Treffer stark zwischen den Ketten ab und vollendete wuchtig zum wichtigen 1:1 aus schwierigem Winkel. War mit ungewohnt vielen Ballaktionen häufig ins Offensivspiel eingebunden, holte sich viele Bälle ab und machte diese immer wieder gut fest. Hatte vor der Pause sogar gleich zweimal das 2:2 auf dem Fuß (Kopf), tauchte nach dem Seitenwechsel aber zunehmend ab und blieb in vielen Aktionen unglücklich.


Said El Mala Einzelkritik 4-

Said El Mala

Fand kaum ins Spiel, auch weil Heidenheim ihn früh konsequent doppelte und gleich mehrere Gegenspieler im ersten Kontakt um ihn herum positionierte, sodass er gar nicht in seine Eins-gegen-Eins-Aktionen zünden konnte. Verpasste in der Anfangsphase eine große Chance und blieb offensiv insgesamt erstaunlich blass – der erste eigene Abschluss ließ bis in die zweite Halbzeit auf sich warten. Arbeitete gegen den Ball zwar engagiert, konnte offensiv aber kaum Akzente setzen.


Luca Waldschmidt Einzelkritik, Note 3

Luca Waldschmidt

Kam in einer undankbar wilden Phase ins Spiel (58.), suchte sofort immer wieder den Abschluss aus jeder Entfernung, blieb mit seinen Torschüssen aber insgesamt zu ungefährlich. Wollte in vielen Situationen zu viel selbst lösen. Gegen den Ball fehlte ihm zudem in direkten Duellen häufig die letzte Konsequenz. Insgesamt zwar engagiert, aber ehr unglücklich in der Entscheidungsfindung.


Es wurden lediglich die Spieler bewertet, die mindestens 30 Minuten der regulären Spielzeit gespielt haben


„Das haben wir uns definitiv anders vorgestellt“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen den 1. FC Heidenheim

Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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„Das haben wir uns definitiv anders vorgestellt“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen den 1. FC Heidenheim

Mit der 1:3-Niederlage gegen die Heidenheimer hat der FC am Samstagnachmittag keinen weiteren Punkt eingefahren – der Klassenerhalt ist dennoch geschafft. Nach der Partie äußerten sich unter anderem die drei verabschiedeten FC-Profis und René Wagner: Die Stimmen zum Duell des 1. FC Köln gegen Heidenheim.

Das Ziel, sich mit einem Sieg zu Hause aus der Saison zu verabschieden, haben die Kölner am Sonntagnachmittag nicht erreicht. Demnach fielen die Stimmen nach dem Duell auch eher kritisch aus.


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„Das Spiel heute war jetzt nicht unbedingt Werbung für uns“

Marius Bülter fand deutliche Worte

Marius Bülter

„Ja, muss man schon sagen, dass am Ende zwei, drei gefehlt haben, um das Ding unbedingt gewinnen zu wollen. Man hat schon den Unterschied gesehen, dass eine Mannschaft hier uns Überleben gekämpft hat. Und ja, das waren nicht wir. Deswegen am Ende schon ein bisschen enttäuschend.“

„Im ersten Moment war der Gedanke, den Ball vielleicht quer zu legen. Dann weiß man, dass man aus spitzen Winkel hochschießen muss, dass er aber vielleicht reingeht.“

“Man muss natürlich jetzt aufpassen, dass wir uns nicht wegen des schlechten Spiels heute die kompletten letzte Woche oder die ganze Saison schlecht reden lassen. Am Ende haben wir in meinen Augen schon souverän zwei Spieltage vor Schluss die Klasse gehalten. Auch wenn es gerade schwer fällt, das in den Vordergrund zu stellen. Ich glaube schon, dass wir die letzten Wochen sehr stabil waren. Und ich fand auch, heute war jetzt nicht alles schlecht. Ich glaube, wir haben heute nicht gut verteidigt. Und das hat uns halt den Punkt oder den Sieg gekostet.“

„Ich glaube schon, dass er uns Stabilität ins Spiel gebracht hat. Ich fand schon, dass wir über die letzten Wochen die Punkte geholt haben, die wir zum Klassenerhalt brauchen. Da waren schwierige Spiele dabei – teilweise auch mit guten Leistung.“

„Ich habe schon den Eindruck, dass wir als Mannschaft uns wünschen, dass er Trainer bleibt. Das Spiel heute war jetzt nicht unbedingt Werbung für uns allgemein, aber ja, ich möchte jetzt nicht alles deswegen schlecht reden.“


„Da werden wir drüber reden“

René Wagner beim Spiel gegen Union Berlin

Rene Wagner

„Wir müssen das noch verarbeiten, ich selber auch. Jetzt haben wir erst mal drei Spieler verabschiedet. Das war uns wichtig, dass wir das getan haben, auch mit einer gewissen Freude, auch wenn es nicht einfach ist nach dem Spiel, aber darauf haben wir uns jetzt erst mal konzentriert.“

„Wir haben es nicht geschafft, in den entscheidenden Duellen da zu sein, da werden wir darüber reden. Und das müssen wir besser machen in Spielen, wo es um alles geht. Und für den Gegner müssen wir auch versuchen, voll dagegen zu halten. Und das ist uns in vielen Situationen nicht gelungen und da müssen wir uns verbessern.“

Es gibt immer Spiele, wo man mal vielleicht in einen Zweikampf nicht reinkommt. Aber das waren mir einfach in vielen Situationen dann ein oder zwei Zweikämpfe zu viel. Und da müssen die Jungs daran arbeiten, dass sie genau in den Spielen Vollgas geben.


„Es geht einfach darum, dass wir das ganz sachlich aufarbeiten“

Thomas Kessler vom 1. FC Köln

Thomas Kessler

„Also ich habe eben an meinen Terminplaner geguckt. Ich habe morgen keinen Termin mit René. Vielleicht war es vor dem Spiel auch ein bisschen so dieses letzte Heimspiel im Moment. Ich habe mich ja diese Woche sehr ausführlich zu dem Thema geäußert. Wir haben gesagt, wir wollen die Saison abschließen. Wir wollten heute hier noch drei Punkte holen. Das haben wir nicht geschafft. Jetzt haben wir auch noch ein Auswärtsspiel in München. Und auch wenn das nicht viele glauben, auch da kann man drei Punkte holen. Und deswegen fahren wir auch nach München, um eine Abschiedstour zu veranstalten.“

„Und dann habe ich ja auch gesagt, dann werden wir uns zusammensetzen und insgesamt die Saison analysieren. Das ist aber unabhängig davon, dass es jetzt nur um die Trainerthematik geht. Es geht einfach darum, dass wir ganz sachlich aufarbeiten werden, was in dieser Saison gut war.“

„Ich glaube, wir haben viele Dinge gesehen in dieser Saison, die haben mir gut gefallen. Mir haben aber auch viele Dinge gezeigt, dass wir an Themen arbeiten müssen. Und dass wir unsere Stellschrauben auch noch weiter drehen müssen, um es einfach zu verbessern. Das liegt aber in der Natur der Sache. Als Aufsteiger 1. FC Köln jetzt zwei Spieltage vor Schluss die Klasse gehalten zu haben, war für uns sehr positiv. Aber das werden wir in Ruhe analysieren. Und dann kommt logischerweise ja die Trainerthematik auf den Tisch.“


“Das ist kein ,Tschüss, sondern nur ein ,Bis bald`.“

Dominique Heintz vom 1. FC Köln

Dominique Heintz

„Ich möchte mich einfach bedanken. Es war mir eine Ehre, für euch spielen zu dürfen. Der FC ist meine Familie wird immer einen tiefen Platz im meinem Herzen haben. Über die knapp sechs Jahre und mit diesem Team in diesem Jahr hat es immer sehr viel Spaß gemacht. Das ist kein ,Tschüss´, sondern nur ein ,Bis bald´.“


„Es war schon schwierig“

Florian Kainz vom 1. FC Köln

Florian Kainz

„Sportlich muss ich sagen, war es schon schwierig. Man will sich natürlich nicht mit einer Niederlage in einem Heimspiel verabschieden. Ich war froh, dass ich gespielt habe, dass ich meine Minuten bekommen habe und habe versucht, nochmal Impulse zu setzen. Sportlich war es auf jeden Fall enttäuschend. Dann wurde es sehr emotional. Wenn man die Videos sieht, von den Jungs, mit denen man viel erlebt hat.“

„Ich bin auf jeden Fall sehr dankbar, dass der FC mir so einen Abschied bereitet hat, dass ich mich in dem Rahmen von den Fans verabschieden konnte. Es war sehr emotional in dem Moment.“

„Zu den Fans: Wir sind ja alle mit runter in die zweite und wir sind wieder rauf und ich finde auch, dass in den letzten Jahren eine enormer Zusammenhalt mit den Fans entstanden ist und jeder sehr dankbar ist, dass man in schwierigen Zeiten, gerade wie man in der zweiten Liga untergegangen ist oder für mich persönlich, weil ich ja als Kapitän abgestiegen bin, auch immer die Unterstützung von den Fans gehabt habe. Da ist man schon sehr dankbar, dass man in einem großen Traditionsverein auch mit den Fans einheitlich ist.“

„Ich bin sehr froh, dass wir die Klasse gehalten haben und ich als Nicht-Absteiger meine Karriere beende.“

„Ich kenne ihn schon sehr lange und habe viel mit ihm erlebt, auch damals als Co beim Baumi. Auf jeden Fall habe ich viel gelernt, da er ein taktisches Wissen hat. Er stellt uns sehr gut auf Spiele ein und sehr gut auf Situationen. Er hat einen guten Zugang zur Mannschaft.“


„Wir sehen und irgendwann wieder“

Luca Kilian

Luca Kilian

„Ich bedanke mich vor allem bei der aktiven Fanszene für die Unterstützung in den  schweren Zeiten, das war nicht leicht für mich. Ich verdanke dem Verein so viel. Wir sehen und irgendwann wieder.“


„Das haben wir uns definitiv anders vorgestellt“

Wieder ein sicherer Rückhalt: Marvin Schwäbe

Marvin Schwäbe

„Das haben wir uns definitiv anders vorgestellt. Wir hatten uns einiges vorgenommen. Das hatte gar nichts mit einem Spannungsabfall oder ähnlichem zu tun. Wir wollten zu Hause beim letzten Heimspiel eigentlich noch mal einen draufsetzen, wollten den Dreier natürlich hier behalten. Ich glaube, es waren hier und da einfach individuelle Fehler und ein unsauberes Spiel. Extrem bitter und absolut nicht zufriedenstellend.“

„Das liegt ja nicht in meiner Hand. Alles, was ich sagen kann, ist, dass er ein sehr kommunikativer, positiver Mensch ist, der versucht, die Mannschaft mitzureißen, der an den Stellschrauben gedreht hat, die wir in dem Moment gebraucht haben. Wir hätten jetzt mit der Leistung oder beziehungsweise mit Punkten noch mehr für ihn spielen können. Am Ende hat es leider irgendwie nicht funktioniert.“

„Mit Kainzi habe ich die meisten Spiele insgesamt auf dem Platz gestanden. Das sind dann natürlich Spieler, die gehen, die schon mit ihrer Erfahrung, mit ihrer Leidenschaft, mit dem, wie sie den Verein, den Club, die Stadt kennen, einfach ein Loch reißen.“

„Wir werden nicht nach München fahren, um irgendwie eine schöne Abschlussreise zu haben, um uns München anzugucken. Nein, wir werden auch da versuchen, alles rauszuhauen, die Münchner zu ärgern. Dass es schwer wird, wissen wir.“


Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen Heidenheim: Der FCH erhöht auf 1:3

Tom Krauß vom 1. FC Köln im Duell gegen den 1. FC Heidenheim
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Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen Heidenheim: Der FCH erhöht auf 1:3

Am Sonntagnachmittag empfängt der FC Heideheim. Dann steht für die Geißböcke das 33. Bundesligaspiel auf dem Plan. Alle Informationen gibt es im Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und dem 1. FC Heidenheim.

Nach dem ärgerlichen 2:2-Unentschieden der Geißböcke gegen Union Berlin am vergangenen Wochenende steht das Duell gegen das Team von Frank Schmidt an. Im letzten Heimspiel der Saison wollen die Geißböcke heute drei Zähler sammeln und einen positiven Saisonabschluss finden.

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Herzlich Willkommen zum Liveticker des Bundesliga-Duells zwischen dem 1. FC Köln und dem 1. FC Heidenheim. Personell kann der Kölner Trainer René Wagner, abgesehen von den beiden Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian sowie Ragnar Ache, nahezu aus dem Vollen schöpfen. Nur Eric Martel fehlt zusätzlich wegen seiner Gelb-Sperre, Isak Johannesson ist dagegen wieder spielberechtigt.

FC-Trainer Wagner warnt vor dem letzten Heimspiel und mahnt zur Vorsicht: „Es wird ein brutal schweres Spiel. Wenn man die Ergebnisse und Leistungen der vergangenen Wochen von Heidenheim sieht, dann geht es für uns darum, dagegenzuhalten. Für Heidenheim geht es um alles, sie werden alles reinhauen.“ Der FC hingegen hat den Klassenerhalt aufgrund des Ausgangs der Duelle der Konkurrenz bereits zu 100 Prozent sicher.

Trainer Frank Schmidt will die Chance auf einen Dreier nutzen. „Wie es brennt und wie gedimmt es ist, spielt keine Rolle. Das Licht ist an. Und wir sehen die Chance noch. Wir rechnen nicht und rechnen uns auch nichts schön. Wir müssen ein Spiel gewinnen. Das ist das Einzige, das wir beeinflussen können“, so Schmidt vor der Begegnung mit den Geißböcken.



Drei Rote Karten, sechs Elfmeter – keine gute Bilanz unter Sven Jablonski

Sven Jablonski wird die Partie des 1. FC Köln gegen Schalke leiten.
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Drei Rote Karten, sechs Elfmeter – keine gute Bilanz unter Sven Jablonski

Am Sonntag steht für den FC das letzte Heimspiel der Saison an. Dazu treffen die Kölner auf einen alten Bekannten. Zwölf Mal pfiff der Unparteiische die Geißböcke und das meist nicht mit einem guten Ende für den 1. FC Köln: Sven Jablonski pfeift Köln gegen Heidenheim.

Mit dem Duell gegen Heidenheim biegt der FC auf die Zielgerade der Saison ein. Es ist das letzte Heimspiel einer durchwachsenen Saison. Der FC hat am Ende doch noch die Klasse gehalten, Heidenheim würde gerne genau in diese Richtung. Die Begegnung wird von Sven Jablonski geleitet.

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Die besten Erfahrungen hat der FC mit dem Referee Sven Jablonski wahrlich nicht gemacht. Die Auswirkungen eines Spiels, das der 34-Jährige gepfiffen hat, machten sich sogar noch in der Folge-Saison bemerkbar. Eric Martel war in der ersten Runde des DFB-Pokals in der vergangenen Spielzeit aufgrund einer Gelb-Rot-Sperre aus der Pokalrunde im Jahr zuvor gegen Sandhausen gesperrt. Die Karte zückte damals eben Jablonski im Pokal-Duell gegen Kaiserslautern. Ex-FC-Trainer Steffen Baumgart hatte Martel nach seiner ersten Verwarnung vorsichtshalber aus dem Spiel genommen. Nichtsahnend, dass sich sein Mittelfeldspieler die Gelb-Rote noch auf der Bank einfangen würde. Damals führte ein verärgerter Kick der Trinkflasche zur Karte und somit zur Sperre gegen Sandhausen.

Drei Platzverweise, zwei gegen Florian Kainz

Und dies blieb nicht die einzige Verwarnung im Spiel. Neben drei gelben Karten zeigte Jablonski auch Kapitän Florian Kainz den Karton – den Roten. Und das mitten in der Aufholjagd der Kölner, kurz nachdem Mark Uth das Anschlusstor geschossen hatte. Die Entscheidung konnte durchaus als eine harte gewertet werden. Auch bei weiteren Spielen lief es für den 1. FC Köln unter der Leitung von Jablonski nicht rund. Insgesamt zeigte der Unparteiische bereits drei Mal Rot gegen Kölner Spieler. Denn für Kainz war es bereits der zweite Platzverweis. 2022 hatte der Kölner Offensivspieler von Jablonski Gelb-Rot im Derby gezeigt bekommen. Ausgerechnet unter Jablonski wird der Österreicher wohl das letzte Mal mit dem Geißbock auf der Brust spielen.

Zudem pfiff der Unparteiische sechs Elfmeter gegen die Geißböcke, immerhin aber auch drei für Köln. Auch im vorletzten Spiel unter der Leitung des Bremers gab es gegen die Kölner einen Strafstoß. Im September 2024 setzten sich die Geißböcke 3:1 auf Schalke durch. In der Schlussminute gab es einen Strafstoß und Kenan Karaman verwandelte zum 1:3. Dennoch gewann Köln. Ein seltenes Erlebnis unter Jablonski. Bereits zwölf Mal leitete der Bremer Kölner Duelle. Die Geißböcke gewannen nur zwei Spiele davon, spielten zwei unentschieden und verloren acht Begegnungen. Zuletzt gegen Hertha vor genau einem Jahr (0:1).


Konstanz, Loyalität, ruhige Gewässer – der Blick zum FCH lohnt sich, der Weg ist für den 1. FC Köln aber schwer umsetzbar

René Wagner und Frank Schmidt
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Konstanz, Loyalität, ruhige Gewässer – der Blick zum FCH lohnt sich, der Weg ist für den 1. FC Köln aber schwer umsetzbar

Vor 19 Jahren begann die Cheftrainer-Karriere von Frank Schmidt, vor wenigen Wochen, die von René Wagner. Konstanz, Ruhe, Handlungsfreiraum – in Heidenheim findet man noch das vor, was sich jeder Bundesligist wünscht. Nur wird es kein weiterer umsetzen. Auch nicht die Geißböcke: Was sich der 1. FC Köln vom FCH abgucken soll, aber nicht kann.

Frank Schmidt und den 1. FC Heidenheim umgibt eine einzigartige Geschichte. Eine Geschichte, die sich jeder Bundesligist wünscht, die aber kein Bundesligist umsetzen kann.

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Der Blick auf das Tableau ist für die Fans des Teams von der Ostalb gerade ein schmerzhafter. Der 1. FC Heidenheim schlittert dem Abstieg entgegen und bei allen positiven Reden, allem Optimismus und der ansteigenden Form – hilft dem FCH am Ende des Tages nur noch ein kleines Fußballwunder, um doch noch die Relegation zu erreichen. Es droht der Abstieg aus der Fußball-Bundesliga. Was sich zunächst einmal ziemlich bitter anhört, enthält aber ein Stück Fußball-Geschichte, das eigentlich so gar nicht möglich erscheint. Denn der 1. FC Heidenheim spielt aktuell in der höchsten Klasse des Landes, spielte im Vorjahr sogar europäisch. Wohlgemerkt, jener Club, der noch vor wenigen Jahren im Amateurfußball unterwegs war. Die Stadt an der Ostalb zählt rund 50.000 Einwohner. Sämtliche von ihnen würden einen Platz also im Kölner Stadion finden – wenn diese denn frei wären.

Erfolgreiche Liaison

Die Heidenheimer Erfolgshistorie ist stark an die Geschichte von Frank Schmidt geknüpft. Der Trainer ist aber nicht nur einfach ein Teil der Geschichte, er ist auch mit verantwortlich für den Erfolg des FCH. Der 52-Jährige ist nicht nur national dienstältester Trainer, auch europaweit gibt es keinen Coach, der länger bei seinem Verein unter Vertrag steht. Vergangene Woche deutete Schmidt erstmals das Ende seiner Laufbahn für den Sommer 2027 an, dann wird der ehemalige Junioren-Nationalspieler 20 Jahre lang bei Heidenheim beschäftigt sein. „Das ist unfassbar in der heutigen Zeit und unglaublich beeindruckend“, sagte René Wagner. „Ich weiß nicht, ob das nochmal so wiederholbar ist, weil sich der Fußball auch ein Stück weit verändert und solche Geschichten immer seltener werden.“ Die Geschichte von Schmidt ist nicht selten, sie ist einzigartig. Und sie startet auf anderer Ebene dann doch ähnlich wie die von René Wagner.

Denn Schmidt übernimmt Heidenheim 2007 als Interimstrainer. „Mach mal zwei Spiele, wir müssen einen neuen Trainer suchen“, habe Clubchef Holger Sanwald zu ihm gesagt, verriet Schmidt einst. Die zwei Siege wurden eingefahren und Sanwald war der Meinung, Schmidt könne noch ein wenig weiter machen. Zu dieser Zeit spielte der Verein in der vierten Liga, fernab von Bundesliga und Profitum. Schon damals habe er gesagt, er wolle der Volker Finke des FC Heidenheim werden. In der Erfolgsgeschichte sind Schmidt und Heidenheim einfach untrennbar. Der Trainer führte das Team nach und nach in die Bundesliga, sogar bis in den europäischen Wettbewerb. Aus dem „wenig weitermachen“ wurden nun 19 Jahre. „Ich habe absoluten Respekt vor Franks Leistung und was die Heidenheimer in den vergangenen Jahren geschafft haben“, sagt Wagner. Und bei allem Respekt schwingt vielleicht auch ein Funken Wehmut mit.

Heidenheim erfüllt die Sehnsucht nach mehr Konstanz

Denn Schmidt und Heidenheim scheint so ein wenig die Symbiose zu sein, die sich wohl jeder Club wünscht. Zwei Jahrzehnte arbeitet Schmidt in dem Club als Trainer, kennt jeden Stein an der Ostalb und selbst in der größten Abstiegsnot, denkt man gar nicht daran, das Urgestein in Frage zu stellen. Ironischerweise in Zeiten, in denen sich gefühlt jeder Club der Liga mehr Konstanz in den Personalien wünscht, ein absoluter Exot. Auch der FC sprach in der jüngeren Vergangenheit immer wieder davon, an einem Trainer mal für einen längeren Zeitraum festzuhalten. Am Ende kam es doch immer anders. Unabhängig der Personen, einer gewissen Unzufriedenheit, vielleicht handwerklichen oder kommunikativen Fehlern – Gerhard Struber wurde beim FC entlassen, als er sich noch dicke auf Aufstiegskurs befand, Lukas Kwasniok als es noch ein Polster auf den Abstiegskeller hatte. Das Thema Konstanz wird in Köln wohl nie so richtig eins werden.

Zumindest nicht in dem Ausmaß wie an der Ostalb. Es fehlt die Ruhe, die Heidenheim auch aus dem Umfeld umgibt. Und so wird vielleicht ausgerechnet der Club mit der größeren Strahlkraft, mit der längeren, der erfolgreicheren Geschichte, der höheren Mitgliederzahl, dem größeren Einzugsgebiet ein wenig neidisch Richtung Heidenheim gucken. Wohlwissend, dass eine ähnliche Geschichte in Köln wohl unmöglich erscheint. René Wagner hat den FC ebenfalls als Interims-Coach übernommen. Zunächst hieß es für zwei Tage. Nun macht er ein wenig weiter. Und die Zeichen stehen für ihn gut, dass es auch in der kommenden Saison die Geschicke bei den Kölnern leitet. Doch man muss wohl kein Prophet sein, um zu wissen, dass die Haltbarkeitszeit eines Trainers in Köln eine grundsätzlich andere ist.

Von wegen Frühjahrs-Kick: Der 1. FC Köln will einen positiven Abschluss, für Heidenheim geht es um alles

Die Mannschaft des 1. FC Köln feiert mit den Fans in der Kurve
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Von wegen Frühjahrs-Kick: Der 1. FC Köln will einen positiven Abschluss, für Heidenheim geht es um alles

Die leidigen Rechenspiele der letzten Wochen haben ein Ende – zumindest fast. Mit sechs Zählern Vorsprung auf Wolfsburg und St. Pauli sowie dem deutlich besseren Torverhältnis ist dem FC der Klassenerhalt nur noch theoretisch zu nehmen. Trotzdem dürfte das bevorstehende Heimspiel gegen Heidenheim alles andere als ein lauer Frühlingskick werden – und das hat mehrere Gründe für den 1. FC Köln: Deswegen wird das Duell gegen Heidenheim noch spannend.

Während der FC praktisch gerettet ist, geht es für den 1. FC Heidenheim am Sonntagabend im RheinEnergieStadion im Abstiegskampf noch um alles. Aber auch für die Domstädter steht beim letzten Heimauftritt in dieser Saison noch etwas auf dem Spiel.

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Köln kann Revanche nehmen

Erstens ist da noch eine offene Rechnung aus der Saison 2023/24: Als der FC am letzten Spieltag in Heidenheim antrat, war ein Kölner Klassenerhalt noch möglich. Hätte man beim damaligen Aufsteiger mit mindestens zwei Toren Unterschied gewonnen und Union Berlin gleichzeitig sein Heimspiel gegen Freiburg mit einer Zwei-Treffer-Differenz verloren, wäre der 1. FC Köln in letzter Minute auf den 16. Platz gesprungen. Dann wäre die Rettung über die Relegation gegen Elversberg noch greifbar gewesen. Doch der 3. Paragraph des kölschen Grundgesetzes „Et hätt noch emmer joot jejange“ war den Geißböcken einmal mehr nicht hold: Während Union sein Spiel gewann, schickte Heidenheim Köln mit 4:1 endgültig in Liga Zwo und qualifizierte sich selbst für die Conference League.

Im Duell der beiden Vereine am kommenden Wochenende ist erneut sportlicher Überlebenskampf angesagt – diesmal allerdings in erster Linie für die Truppe um Trainer-Legende Frank Schmidt. Die Heidenheimer haben aktuell drei Zähler Rückstand auf St. Pauli und Wolfsburg: Die treffen am letzten Spieltag aber noch aufeinander, sodass mindestens einer der beiden Kontrahenten noch punkten wird.

Heißt: Heidenheim braucht in Köln mindestens einen Zähler – und je nachdem, wie St. Pauli am Samstag in Leipzig und Wolfsburg gegen Bayern spielt, sogar zwingend drei – um seine Chancen auf den Relegationsplatz zu wahren. Diese Konstellation verspricht einen heißen Tanz in Müngersdorf. Revanchiert sich der so gut wie gerettete 1. FC Köln dabei mit einem Sieg für die Klatsche Anno 2024, wäre der Heidenheimer Abstieg besiegelt.

FC will versöhnlichen Saisonabschluss

Zweitens dürfte dem Effzeh daran gelegen sein, die Klasse aus eigener Kraft zu halten. Dafür fehlt lediglich ein Punkt. Wahrscheinlich will die Mannschaft ihren Fans im letzten Heimspiel der Saison aber eher einen Heimsieg schenken. Schließlich war die rot-weiße Anhängerschaft nicht gerade begeistert, dass ihr Herzensclub zuletzt bei Union Berlin eine 2:0-Führung noch aus der Hand gab.

Mit drei Punkten gegen Heidenheim könnte man die kölsche Seele also wieder versöhnlich stimmen. Das wäre zudem in einer Saison, in der die Domstädter ihr Ziel „Klassenerhalt“ erreicht hätten, ohne auch nur ein einziges Mal auf einem Abstiegsplatz zu stehen, ein würdiger Abschluss – zumindest zuhause. Denn ein erfolgreicher Schlusspunkt am letzten Spieltag beim FC Bayern München ist wohl – bei allem Respekt vor Heidenheim – eine ungleich schwerere Herausforderung.

Drittens werden die letzten Partien einer Spielzeit oft auch zum Charaktertest. Als der 1. FC Köln am 34. Spieltag in der Saison 2019/20 in Bremen 1:6 unterging und die Werderaner so noch an Düsseldorf vorbei auf den Relegationsplatz kletterten, hallte diese Packung in der Sommerpause spürbar nach. Zumal in den sozialen Medien teils auch „Wettbewerbsverzerrung“-Rufe laut wurden. Derartigen Vorwürfen aus Richtung St. Pauli und Wolfsburg durch einen erfolgreichen Auftritt gegen Heidenheim vorzubeugen, dürfte also im Interesse des FC sein.

Ein Heimsieg könnte Wagners Position weiter stärken

Viertens würde sich ein Sieg gegen Heidenheim auch gut in der Bewerbungsmappe von René Wagner machen. Der FC-Trainer sammelt noch Argumente für eine Weiterbeschäftigung über die aktuelle Spielzeit hinaus. Zwar hat der 37-Jährige das Saisonziel mit seinem Team so gut wie erreicht und steht zudem offenbar hoch in der Gunst von Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler, abschließend geklärt ist die Trainerfrage derzeit allerdings noch nicht (come-on-fc.com berichtete).

Last but not least ist eine bessere Tabellenposition auch für die zu erhaltenen Fernsehgelder von Bedeutung. Je besser der FC abschneidet, desto mehr Prämien fließen – vor allem perspektivisch – in die Kölner Kassen. Ein weiterer Grund, warum für den 1. FC Köln trotz praktischer Rettung am Sonntag noch etwas auf dem Spiel steht und sich eine Revanche gegen Heidenheim auszahlen könnte.


Überraschende Debüts beim 1. FC Köln: Fahrlässige Experimente oder kalkuliertes Risiko?

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Überraschende Debüts beim 1. FC Köln: Fahrlässige Experimente oder kalkuliertes Risiko?

In Heidenheim überraschte FC-Trainer Lukas Kwasniok und setzte auf die Debütanten Jahmai Simpson-Pusey und Fynn Schenten. Startelf-Paukenschlag beim 1. FC Köln: Vertretbares Risiko oder fahrlässige Experimente?

Bei der wegweisenden Begegnung mit dem 1. FC Heidenheim sorgte FC-Coach Kwasniok auf mehreren Positionen für Startelf-Überraschungen beim 1. FC Köln: Vertretbares Risiko oder ein fahrlässiges Experiment?

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Der Trubel um die Startformation des 1. FC Köln unter Trainer Lukas Kwasniok hat sich in dieser Saison längst zur Folklore entwickelt. Entgegen seiner Ankündigung auf der Pressekonferenz vorab stellte der Trainer den erst kürzlich verpflichteten 20-jährigen Jahmai Simpson-Pusey links in die Dreierkette neben Eric Martel und Sebastian Sebulonsen. Der Engländer hatte bis dahin gerade einmal vier vollständige Trainingseinheiten absolviert. Cenk Özkacar, eigentlich die naheliegende Alternative, blieb über 90 Minuten auf der Bank.

Doch damit nicht genug: Auch der 18-jährige Fynn Schenten stand in seinem zweiten Bundesligaspiel erstmals in der Startelf. Und so stellte sich die Frage, ob Simpson-Pusey und Schenten bereits bereit für ein Spiel waren, das im Kampf um den Klassenerhalt kaum wichtiger hätte sein können.

Simpson-Pusey liefert kein blitzsauberes Debüt, überzeugt aber dennoch

Es ist eine knappe Woche her, da dämpfte Kwasniok die Erwartungen an ein schnelles Debüt der jüngsten Kölner Neuverpflichtung noch gehörig: „Wir tun gut daran, ihn ankommen zu lassen. Er wechselt nicht nur den Verein, sondern ist auch der Sprache nicht mächtig. Er wird im Kader sein, aber es ist unwahrscheinlich, dass er in der Startelf stehen wird“, sagte der Trainer des 1. FC Köln im Trainingslager in La Nucia. Bekanntlich hat Thomas Kessler den jungen Engländer auf Leihbasis verpflichtet, um den Geißböcken Abhilfe zu leisten angesichts der langen Liste der Ausfälle. Zu den Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian gesellte sich zuletzt auch der rotgesperrte Rav van den Berg. Als ob das nicht schon genug wäre, fiel auch noch Dominique Heintz für das Aufeinandertreffen mit Heidenheim aus.

Dies verleiht Kwasnioks Worten über Simpson-Pusey, die er noch vor Heintz‘ Verletzung äußerte, besonderes Gewicht: „Wenn wir zurück sind, wird er die Stadt, die Menschen und den Verein kennenlernen. Es wird der Tag kommen, an dem ich ihn reinwerfe, aber wir sollten ihm Zeit geben, damit wir ihn nicht im falschen Moment überfordern.“ Im Heidenheimer Schneegestöber zeigte der Brite, dass er die Lücke ausfüllen kann, die Heintz, Hübers und Co. derzeit in die Defensive der Geißböcke reißen. Zunächst konnte er die Hereingabe vor dem 0:1 nicht verhindern und agierte bei der Flanke von Heidenheims Jan Schöppner weder nah genug am Gegenspieler noch energisch genug gegen den Ball. Beim 2:1 hatte Simpson-Pusey dann Pech, als ein Schuss von Heidenheims Niehues erst an seine Wade, von dort an den Oberschenkel und schließlich unhaltbar ins eigene Tor prallte.

Schenten alles andere als eine Notlösung

Trotz dieser unglücklichen Szenen deutete Simpson-Pusey an, warum sich der FC von ihm eine echte Verstärkung verspricht. Nach einer Ecke hatte der Innenverteidiger selbst die große Chance auf sein erstes Tor. Besonderen Wert für das Kölner Spiel brachte der Engländer jedoch im Spielaufbau ein. Der Innenverteidiger eröffnete mit mutigen vertikalen Zuspielen Kölner Offensivbemühungen und bewahrte auch unter Druck Ruhe am Ball.

Die Startelf-Nominierung von Fynn Schenten sorgte ebenfalls für Gesprächsstoff. Denn bei Schenten handelte es sich nicht um eine Notlösung, sondern um die bewusste Entscheidung für den Teenager, obwohl es im Kader zahlreiche Spieler mit mehr Bundesliga-Erfahrung gab. Insgesamt tat sich der Youngster schwer, Eindruck zu schinden. In der ersten Hälfte legte er über die rechte Seite auf Jakub Kaminski ab, doch dieser scheiterte an Diant Ramaj im Heidenheimer Tor. Ansonsten flog er weitgehend unter dem Radar, für Schlüsselszenen sorgten andere.

So etwa Said El Mala, der nach seiner Einwechslung nur gut zwei Minuten benötigte, um den Ball im Heidenheimer Tor unterzubringen. Auch Verteidiger Kristoffer Lund vereitelte mit seinem Einsatz ein mögliches Siegtor der Gäste: „Die Zuschauer haben ein wildes Spiel erlebt. Sinnbildlich dafür war die Aktion von Lund. Eine Grätsche gegen Conteh – das war eigentlich ein Tor. So eine Aktion freut mich genauso wie die Bereitschaft aller Jungs, sich dagegenzustellen”, ordnete Kwasniok nach dem Spiel ein.

Saisonziel Klassenerhalt: Die Herausforderung wächst

Unabhängig von den individuellen Leistungen wirft der konsequente Einsatz junger Spieler Fragen mit Blick auf die Rollenverteilung im Kader auf. Akteure wie Maina, Özkacar, Waldschmidt oder Kainz rücken dabei zunehmend in den Hintergrund. Entsprechend werden auch Diskussionen über Kwasnioks Standing innerhalb der Mannschaft und im Umfeld lauter (Stichwort Kwasni Yok). Es bleibt abzuwarten, ob und, falls ja, welche Startelf-Experimente gegen die Bayern zu beobachten sein werden.


Fan-Banner sorgt für Wirbel und Gerüchte um Lukas Kwasniok beim 1. FC Köln

Im Spiel gegen Heidenheim
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Fan-Banner sorgt für Wirbel und Gerüchte um Lukas Kwasniok beim 1. FC Köln

Nach dem 2:2-Unentschieden in Heidenheim sorgte nicht das Ergebnis, sondern eine Botschaft der Kölner Fanszene für Aufregung rund um den 1. FC Köln: Wirbel und Gerüchte nach Fan-Banner.

Der Restart in die Bundesliga verlief für die Geißböcke anders als erwartet. Mit einer deutlichen Aussage sorgte die Kölner Kurve nach dem Duell in Heidenheim für Gesprächsstoff beim 1. FC Köln: Wirbel und Gerüchte nach Fan-Banner.

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Der Sonntag hatte vielleicht schon ein wenig von der Ruhe nach dem Sturm. Die Profis des 1. FC Köln hatten nach neun Tagen Trainingslager und der anschließenden Nonstop-Reise zum Auswärtsspiel beim 1. FC Heidenheim trainingsfrei. Doch unter den Fans hallte der Samstagnachmittag doch noch nach. Das 2:2-Unentschieden gegen das Team von der Ostalb war sportlich weder Fisch noch Fleisch. Der FC verpasste es, mit drei Punkten endlich die Negativ-Serie zu stoppen, in die ganz große Krise schlitterte der Club aber auch nicht.

Vielmehr sorgte eine Aktion der aktiven Fanszene für reichlich Gesprächsstoff und nach und nach auch für diverse Gerüchte. „Kwasni Yok“ hatten die Ultras da kund getan – offenbar eine Anspielung an das türkische Wort „Yok“, das umgangssprachlich für „nein“ oder „nicht“ steht und eine gewisse Ablehnung gegen den Kölner Trainer darstellen soll.

Gerüchte machen die Runde

Kritik ist nach sieben sieglosen Spielen in Folge keine große Überraschung. Nur neigt die aktive Fanszene eigentlich nicht dazu, ein so klares Statement gegen Spieler oder Mannschaft zu setzen. Zumal sich die Kölner zwar auch weiterhin in einem seit Wochen unaufhaltbaren Negativtrend, rein punktetechnisch aber absolut im Soll und in der Tabelle im gesicherten Mittelfeld befinden. „Ich habe es nicht wahrgenommen, wurde aber darüber informiert, dass es da etwas gab. Ich kann jetzt kein Türkisch, deswegen musste ich mir das auch übersetzen lassen“, sagte Kwasniok später als er auf der PK auf das Banner angesprochen wurde. Er wisse „jetzt nicht genau, warum und weswegen, aber ich nehme das zur Kenntnis.“ Tatsächlich geht es der aktiven Fan-Szene wohl wirklich nicht, zumindest nicht vornehmlich, um die sportliche Misere.

Nach Informationen von come-on-fc.com sollen den Ultras vielmehr einige Verhaltensweisen Kwasnioks – und das durchaus auch abseits des Platzes und der Kabine – aufgestoßen sein. Ein offizielles Statement gibt es bislang nicht vom Verein. Dabei machen die Gerüchte in den Sozialen Medien ihre Runde. Allerdings Gerüchte, von denen dann doch zahlreiche nach Informationen von come-on-fc.com nicht haltbar erscheinen. Sicher ist, dass sich der Kölner Trainer mit einigen Personal-Entscheidungen einen gewissen Ärger, zumindest Kritik eingehandelt hat – und das auch innerhalb der Mannschaft. So wie die Nicht-Nominierung von Florian Kainz und die Ausbootung von Luca Waldschmidt vor dem Heidenheim-Duell.

Der FC bewies Moral

Dass der Kumpeltyp Kwasniok in Krisenzeiten auch mal den ernsten Ton trifft, scheint aber auch Befürworter zu finden. Und vielleicht auch Früchte zu tragen. Immerhin bewies Köln im Duell beim Vorletzten Moral, kam zwei Mal nach Rückstand zurück und war am Ende dem Sieg auch deutlich näher. Verein und aktive Fanszene suchen den Austausch. Die Wogen sollen geglättet, Nebenschauplätze unterbunden werden. Denn sollte sportlich in den kommenden beiden Spielen kein Erfolgserlebnis eingefahren werden, zieht ein anderer Sturm auf – und der kann für den Trainer sehr ungemütlich werden.


Jahmai Simpson-Pusey feiert ein unglückliches, aber sicher kein schlechtes Debüt für den 1. FC Köln

Jahmai Simpson-Pusey feierte sein Debüt für die Geißböcke
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Jahmai Simpson-Pusey feiert ein unglückliches, aber sicher kein schlechtes Debüt für den 1. FC Köln

Nur vier Tage nach seiner Verpflichtung hat der Innenverteidiger seine Premiere bei den Geißböcken gegeben. Einfach waren die Voraussetzungen sicher nicht für den Neuzugang: Jahmai Simpson-Pusey mit ordentlichem Debüt beim 1. FC Köln.

Der schnelle Startelf-Einsatz war sicherlich den Umständen geschuldet, kam aber dennoch überraschend. Der Kölner Neuzugang war gegen Heidenheim nicht fehlerlos, zeigte aber in Anbetracht der Umstände eine solide Leistung: Jahmai Simpson-Pusey mit ordentlichem Debüt beim 1. FC Köln.

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Es hat nicht viel gefehlt und der Einstand von Jahmai Simpson-Pusey wäre doch noch ein erfolgreicher geworden. Der Neuzugang stand bei einer Ecke genau richtig am langen Pfosten, stieg hoch und Heidenheims Keeper Diant Ramaj klärte, den Nachschuss kratzte dann FCH-Kapitän Patrick Mainka von der Linie. Gut 20 Minuten zuvor stand der Innenverteidiger auf der anderen Seite im Mittelpunkt. Einen eher harmlosen Flachpass klärte der 20-Jährige verunglückt zur Ecke, die nutzte Julian Niehues zur erneuten Heidenheimer Führung. Simpson-Pusey stolperte dabei die Kugel über die Linie. Auch beim ersten Heidenheimer Treffer hätte der Innenverteidiger vielleicht energischer eine Flanke verteidigen können. Marvin Pieringer traf per Fallrückzieher.

Starke Zweikampfwerte, guter Spielaufbau

Tatsächlich war das Debüt des englischen Youngsters ein doch unglückliches. Unglücklich, weil es keine schlechte Premiere im Geißbock-Trikot und vor allem eine unter schwierigen Bedingungen war. Der Innenverteidiger war am vergangenen Montagabend erst zur Mannschaft gestoßen, hatte anschließend drei Trainingseinheiten mit dem Team absolviert und stand vier Tage nach seiner offiziellen Vorstellung erstmals für den FC auf dem Feld. Erstmals für den FC und zum zweiten Mal überhaupt in dieser Spielzeit. Für Celtic Glasgow hatte der Innenverteidiger in der Hinrunde genau ein Duell in der Premiership gespielt und das Anfang November. Umso erstaunlicher, dass Lukas Kwasniok den Abwehrspieler gegen Heidenheim von Beginn an aufbot.

Das war natürlich auch dem kurzfristigen Ausfall von Dominique Heintz geschuldet, doch hatte der Kölner Coach mit Cenk Özkacar einen weiteren Innenverteidiger auf der Bank sitzen – 90 Minuten lang. Doch der Engländer machte seine Sache insgesamt sehr ordentlich. Selbst unter Druck blieb der Innenverteidiger für sein Alter erstaunlich ruhig und deutete mit guten Pässen an, dass er für den Spielaufbau besonders wichtig sein kann. Von seinen 20 Zweikämpfen gewann er starke 14. „Er hat es ganz schnell sehr, sehr gut gemacht. Auf den Jungen können wir uns freuen. Er hat definitiv auch Lösungen mit dem Ball und traut sich viel zu und konnte seine Fähigkeiten heute direkt zeigen“, lobte Kapitän Marvin Schwäbe den Abwehrspieler.

Die Frage, ob Simpson-Pusey eine Soforthilfe sein kann, ist zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht beantwortet. Doch der erste Eindruck ist mindestens ein solider.


Abwehrchaos und gleich zwei weitere Ausfälle: Dem 1. FC Köln gehen die Alternativen aus

Eric Martel sah beim 0:1 nicht glücklich aus
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Abwehrchaos und gleich zwei weitere Ausfälle: Dem 1. FC Köln gehen die Alternativen aus

Die Abwehrprobleme wollen einfach nicht abreißen beim 1. FC Köln: Thomas Kessler muss auf die Abwehrnot reagieren. Denn Eric Martel und Dominique Heintz werden gegen die Bayern nicht zur Verfügung stehen.

Die Misere in der Hintermannschaft bleibt das Hauptproblem des 1. FC Köln: Thomas Kessler muss nun auf die Abwehrnot reagieren. Denn auch Eric Martel steht gegen die Bayern nicht zur Verfügung.

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Lukas Kwasniok kennt Sirlord Conteh noch aus der gemeinsamen Zeit in Paderborn. Der Kölner Coach weiß um die Geschwindigkeit, um den Tiefgang des Stürmers. Insofern wird es Kwasniok besonders geärgert haben, als der Angreifer nach einer guten halben Stunde komplett blank am langen Pfosten auftauchte und zum 3:1 nur noch einschieben brauchte. Das tat Conteh nicht, doch Kwasniok war sicher dennoch nicht glücklich, denn die Aktion war symptomatisch für die heillos überforderte Defensive gegen die harmloseste Offensive der Liga. Heidenheim hatte vor der Begegnung gegen den FC die wenigsten Tore erzielt, den geringsten xGoals-Wert. Bis zur Halbzeit reichte genau dieser von 0,9 zu bereits zwei Treffern.

Auch Martel fehlt gegen die Bayern

Und das, weil die Kölner Hintermannschaft zum Teil regelrecht schwamm, die Gegenspieler aus den Augen verlor. Zwar scheint Neuzugang Jahmai Simpson-Pusey spielerisch durchaus eine Verstärkung sein zu können und der englische Youngster strahlt auch Ruhe am Ball aus, doch der Innenverteidiger war gleich bei beiden Gegentreffern der ersten 45 Minuten mit in der Verlosung. Nach vier Einheiten mit dem Team ist das wohl auch nicht verwunderlich. Doch schon am Mittwoch steht das nächste Spiel an und die Kölner Defensive wird dann noch mehr zu tun bekommen. Denn nach dem harmlosesten Angriff der Liga wartet dann mit den Bayern der stärkste. Und die Personalnot wird beim FC noch größer.

Dominique Heintz wird noch Wochen ausfallen. Der Innenverteidiger hat sich erneut einen Muskelfaserriss zugezogen. Als nominelle Innenverteidiger bleiben also Simpson-Pusey und Cenk Özkacar, der trotz der akuten Personalnot überhaupt keine Rolle bei Kwasniok spielt – nun erneut lange auf der Bank saß. Dazu wird auch Eric Martel nach seiner fünften Gelben Karte gegen den FCB nicht zur Verfügung stehen. Der gelernte Sechser mimt seit Wochen den zentralen Abwehrspieler. Am Mittwoch wird Martel gegen den Rekordmeister nur zuschauen. Es fehlt also ein routinierter Akteur für die hinterste Reihe.

Bornauw bleibt der Hauptkandidat

Bekanntlich fallen Timo Hübers und Luca Kilian noch Monate aus. Joel Schmied kehrt im Februar zurück, Rav van den Berg sitzt seine Rotsperre ab. Thomas Kessler hatte am vergangenen Donnerstag in La Nucia angekündigt, dass man durchaus den Markt weiter beobachte und sich vielleicht Türen öffnen würden. Und genau durch diese müssen die Geißböcke nun gehen. Denn auch wenn Rav van den Berg und Eric Martel gegen den FSV Mainz zurückkehren, ist die letzte Kette der Kölner ist die Achillesferse des Kaders. Gut möglich scheint nach wie vor eine Verpflichtung von Sebastiaan Bornauw. Der Belgier will Leeds verlassen, der Club von Daniel Farke sucht weiter nach Innenverteidigern. Axel Disasi soll hoch im Kurs stehen. Aber auch für Bornauw gilt, er würde in dem Fall dann sofort funktionieren müssen. Bis Mittwoch scheint ein Deal aber unwahrscheinlich. Denn Leeds bräuchte erst einen sicheren Zugang.