1. FC Köln: Die Comeback-Könige vom Rhein

OF Jakub Kaminski im Duell mit Frankfurts Ritsu Doan (Foto: Neil Baynes/Getty Images)
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1. FC Köln: Die Comeback-Könige vom Rhein

Der 1. FC Köln zeigt in Frankfurt einmal mehr seine Comeback-Qualitäten. Doch warum braucht der FC oft erst den Rückstand, um gefährlich zu werden, und gelingt gegen Werder Bremen endlich auch ein Spiel ohne Drama? 1. FC Köln: Die Comeback-Könige vom Rhein

Der 1. FC Köln untermauerte in Frankfurt einmal mehr seine Comeback-Qualitäten und mentale Widerstandskraft. Doch weshalb entfaltet der FC seine größte Gefahr so oft erst nach Rückständen? Und wird es gegen Werder Bremen diesmal gelingen, ohne Zittern bis zum Schluss zu spielen?

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Für einen kurzen Moment schien es, als sei die Niederlage für die Kölner am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt ausgemachte Sache. In der 66. Minute brach Frankfurts Stürmer Jonny Burkhardt den Torbann und nur drei Minuten später erhöhte Arnauld Kalimuendo mit einem wuchtigen Schuss auf 2:0. Doch der Mannschaft von René Wagner gelang es, nach dem Doppelschlag zurückzukommen. Mit Treffern von Jakub Kaminski und Alessio Castro-Montes entführten die Kölner schließlich einen Punkt aus dem Deutsche-Bank-Park. Dieses Comeback könnte aber auch abseits der Tabelle für seine Spieler von enormer Bedeutung werden, ist sich Wagner sicher: „Wir haben in der ersten Halbzeit auch umstellen müssen, weil wir gemerkt haben, dass wir Probleme gegen den Ball hatten. Das haben wir dann getan, da haben die Jungs super mitgezogen. Und ja, dann kommen wir nach dem 2:0 so zurück. Wir haben uns bewiesen, dass wir in solchen Spielen auch noch zurückkommen können. Das sollte uns viel Kraft für die nächsten Spiele geben. Und daran werden wir festhalten.“

Köln kann Comeback

Die Comeback-Qualitäten der Geißböcke haben sie in dieser Saison bereits mehrfach unter Beweis gestellt. Tatsächlich ist die Wagner-Elf in dieser Kategorie sogar im Bundesliga-Vergleich fast absolute Spitze. In dieser Bundesliga-Saison holte der FC bereits zum neunten Mal nach einem Rückstand noch Punkte. Das gelang nur den Bayern häufiger (zehnmal). In Frankfurt waren die Kölner erstmals in dieser Saison einem Rückstand von zwei Toren gewachsen.

Mit 0,183 Toren pro Schuss ab der 76. Minute liegt die Abschlussausbeute in diesem Zeitfenster deutlich über der der übrigen Spielphasen. Zum Vergleich: In den ersten 15 Minuten beträgt die Quote noch solide 0,167, fällt dann aber insbesondere zwischen der 61. und 75. Minute drastisch auf lediglich 0,051 Tore pro Abschluss ab. Gerade diese Phase wirkt wie ein klarer Bruch im Offensivspiel. Zwar kommt Köln hier auf immerhin 59 Abschlüsse, doch nur drei davon finden den Weg ins Tor. Das ist die schwächste Verwertung aller Spielabschnitte und deutet auf mangelnde Präzision oder Entscheidungsqualität im letzten Drittel hin.

Warum der FC erst spät gefährlich wird

Ein Blick auf die Chancenqualität mittels xG-Werten zeichnet ein differenzierteres Bild. In der Schlussphase generiert Köln mit 12,27 Expected Goals den höchsten Wert. Das spricht für eine starke Effizienz vor dem Tor oder eine zunehmende Spielkontrolle in den letzten Minuten, die mutmaßlich durch das Ausnutzen der Wechselfenster entsteht und die gegnerischen Abwehrketten zunehmend ermüdet und mürbe macht. Dadurch können schnelle Kölner Umschaltmomente mehr Durchschlagskraft entfalten. Dazu verfügen die Geißböcke über die passenden, offensive Spielerprofile auf der Bank, welche es dem ehemaligen Coach Lukas Kwasniok und nun auch Wagner überhaupt erst ermöglichen, dieses taktische Mittel zu nutzen. So brachte Wagner gegen Frankfurt beispielsweise erst Linton Maina in der 75. Minute und kurz darauf noch Castro-Montes, Marius Bülter sowie Luca Waldschmidt. Mit frischen Kräften wurde dann Frankfurts Verteidigung um Arthur Theate, Aurélien Amenda und Robin Koch – die es bis dahin bereits mit dem unermüdlichen Jakub Kaminski, Said El Mala und Ragnar Ache zu tun hatte – geknackt.

Steigt am Sonntag das nächste Spektakel?

Diese besondere kölsche Qualität könnte für das anstehende Heimspiel gegen den SV Werder Bremen wieder gefragt sein. Denn die Rheinländer gewannen keines der letzten vier Heimspiele, holten daraus nur zwei der zwölf möglichen Punkte. In jeder dieser vier Partien kassierte der FC mindestens zwei Gegentore. In dieser Bundesliga-Saison spielten die Kölner nur einmal zu null, am 20. Spieltag beim 1:0 gegen Wolfsburg. Dazu kommt, dass nach zehn erfolglosen Gastspielen in der Bundesliga zuletzt der Bremer Knoten platzte. Es gab zwei Auswärtssiege in Folge – dem 4:1 bei Union folgte ein 1:0 in Wolfsburg. Werder-Coach Daniel Thioune hatte seine ersten drei Bundesliga-Spiele mit Werder verloren, in den folgenden fünf Spielen gelangen drei Siege, jeweils gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte.

Vieles spricht also dafür, dass die Geißböcke am Sonntag erneut ihre herausragenden Comeback-Qualitäten unter Beweis stellen müssen. Es spräche aber natürlich auch nichts gegen einen unaufgeregten 2:0-Heimsieg. Den könnten die Domstädter nach mittlerweile neun sieglosen Spielen sicher gut gebrauchen.


Vor Abstiegsduell gegen Werder Bremen: Alessio Castro-Montes bietet sich an

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Vor Abstiegsduell gegen Werder Bremen: Alessio Castro-Montes bietet sich an

Nach seinem starken Comeback gegen Eintracht Frankfurt sind die Erwartungen an Alessio Castro-Montes hoch. Kann der Belgier an seine Leistung anknüpfen und gegen Werder Bremen ein anderes Gesicht zeigen als im Hinspiel? 1. FC Köln: Alessio Castro-Montes im Fokus

Im Duell zwischen dem 1. FC Köln und Werder Bremen könnte Alessio Castro-Montes zur entscheidenden Figur werden. Dabei dürfte der Mittelfeldspieler keine allzu guten Erinnerungen an das Hinspiel gegen die Hanseaten haben.

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Für den 1. FC Köln geht es am kommenden Sonntag im direkten Duell mit Tabellennachbarn Werder Bremen um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Mit einem Heimsieg würden sich die Kölner rund um Neu-Coach René Wagner an den Norddeutschen vorbeischieben und könnten je nach Verlauf des Spieltags sogar Erzrivale Borussia Mönchengladbach hinter sich lassen. Mithelfen soll gegen die Bremer ziemlich sicher auch Alessio Castro-Montes, der zwar keine guten Erinnerungen an das Hinspiel haben dürfte, sich nach Einwechslung gegen Frankfurt zuletzt aber mit einem Tor durchaus eindrucksvoll zurückmeldete.

Alessio Castro-Montes hat sich beim 1. FC Köln rechtzeitig vor dem Abstiegsduell gegen Werder Bremen am kommenden Sonntag zurückgemeldet und dürfte womöglich von Beginn an gegen die Norddeutschen auflaufen. Der Belgier, der zuletzt sieben Spiele aufgrund von einer Muskelverletzung und deren Nachwirkungen verpasste, sorgte nach seiner Einwechslung gegen Eintracht Frankfurt beim 2:2 am Wochenende nicht nur für den Ausgleich in der Schlussphase, sondern zeigte auch ansonsten mit mehreren guten Pässen und Laufwegen eine ordentliche Leistung. Dass der 28-Jährige somit nun ausgerechnet gegen Werder Bremen zu einer Schlüsselfigur avancieren könnte, hätten mit Blick auf das Hinspiel sicher nur die wenigsten gedacht.

Schlechte Erinnerungen an das Hinspiel

Der variabel einsetzbare Mittelfeldmann hat schlechte Erinnerungen an das Hinspiel (1:1), wurde nach nach einer mauen Vorstellung im linken Mittelfeld und einer gelben Karte zur zweiten Halbzeit ausgewechselt und stand in den folgenden drei Ligaspielen keine einzige Minute mehr auf dem Platz. Unter dem neuen Trainer René Wagner konnte er nach überstandener Verletzung gegen die Hessen aus Frankfurt wieder mitwirken und zeigte gleich, dass er ein sehr wichtiger Spieler für die Geißböcke im Saison-Endspurt sein kann. Nicht nur wegen seines Tores, sondern auch wegen seiner Pässe, seiner Laufbereitschaft und seiner guten Flanken und Standards hat Castro-Montes gute Karten, daheim gegen Bremen in der Kölner Startelf zu stehen.

An Motivation dürfte es dem FC-Neuzugang aus dem vergangenen Sommer sicher nicht fehlen, seine Leistung aus dem Hinspiel beim erneuten Aufeinandertreffen der beiden abstiegsbedrohten Clubs gerade zu rücken. Aufgrund von vielen kleineren Blessuren und Rückschlägen kam der Belgier in der laufenden Spielzeit erst in 15 Pflichtspielen zum Einsatz, zu Buche stehen dabei dennoch beachtliche 4 Scorerpunkte (1 Tor, 3 Vorlagen). Seine offensiven Vorstöße und gerade seine Flanken und Standards könnten zu einem wichtigen taktischen Mittel gegen die zuletzt sieglosen Bremer (1:2 zuhause gegen RB Leipzig) werden.

Castro-Montes mit guten Chancen auf die Startelf

Mit Blick auf die Personallage und die Konkurrenz erscheint ein Startelfeinsatz von Castro-Montes wahrscheinlich, Hauptkonkurrent Jan Thielmann zeigte in Frankfurt eine ziemlich durchwachsene Leistung und konnte vor allem offensiv kaum Impulse setzen. Der eigentliche Rechtsverteidiger Sebastian Sebulonsen agierte beim Debüt von (Interims-)Trainer René Wagner als Innenverteidiger in einer defensiven Fünferkette und könnte diese Rolle auch gegen Bremen einnehmen. Alternativ könnte der Norweger auf seine Stammposition nach rechts zurückkehren und Castro-Montes eine Position nach vorne ins Mittelfeld rücken. So oder so, für den 1. FC Köln beginnen spätestens jetzt die Wochen der Wahrheit. Und zuhause gegen den direkten Konkurrenten aus Bremen soll mit dringend nötigen drei Punkten – und einem fitten Castro-Montes – der erste Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht werden.


Kainz vor Karriereende: Köln gegen Bremen als emotionales Highlight?

Florian Kainz vom 1. FC Köln
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Kainz vor Karriereende: Köln gegen Bremen als emotionales Highlight?

Florian Kainz wird seine Karriere im Sommer nach über 25 Jahren beenden. Für den Österreicher, der im Januar 2019 von der Weser an den Rhein gewechselt war, wird sich am Wochenende ein Kreis schließen. 1. FC Köln: Florian Kainz‘ Reise in die Vergangenheit

Mitte März hat der dienstälteste Spieler im Kader des 1. FC Köln seinen Abschied vom Profifußball verkündet (come-on-fc.com berichtete). Nun begegnet der Österreicher auf Bundesliga-Abschiedstournee seinem Ex-Verein.

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Als Friedhelm Funkel am vorletzten Spieltag der vergangenen Saison mit der Mission „Bundesligaaufstieg“ nochmal auf den Trainersessel beim 1. FC Köln zurückkehrte, fand plötzlich auch Florian Kainz zurück zu alter Stärke. Der sympathische Österreicher schoss beide Kölner Tore beim 2:1-Auswärtssieg in Nürnberg und legte anschließend beim 4:0-Heimerfolg gegen den 1. FC Kaiserslautern einen weiteren Treffer nach. Damit hatte Kainz maßgeblichen Anteil daran, dass es nach dem FC-Abstieg in der Spielzeit 2023/24 ein Jahr später mit der sofortigen Rückkehr ins Fußball-Oberhaus klappte.

„Kainzi“ zeigte sich gerade zum Ende einer größtenteils durchwachsenen Zweitligasaison quirlig, spielfreudig und eiskalt vor dem gegnerischen Tor: Stärken, die ihn während des Großteils seiner siebeneinhalb Jahre beim 1. FC Köln zu einem Leistungsträger machten. In Kölle schien sich der Mittelfeldspieler stets wohlzufühlen und mit dem FC ging er „durch et Füer“: Zwei Aufstiegen (jeweils als Zweitliga-Meister) und einer Conference-League-Teilnahme steht in Kainz‘ Köln-Karriere ein Abstieg gegenüber. Bis zum heutigen Tag absolvierte er 204 Pflichtspiele für den FC (28 Tore/42 Vorlagen) und er übernahm in der Spielzeit 2023/24 sogar für ein Jahr die Kapitänsbinde von Jonas Hector nach dessen Karriereende.

Abschiedssaison mit Licht und Schatten

In der aktuellen Saison, seiner letzten als Profi-Fußballer, kam Florian Kainz hingegen nie richtig in Tritt. Bei vielen Spielen wurde der Offensivakteur, der in seiner Karriere auch 28 Länderspiele für Österreich absolvierte, von Ex-FC-Trainer Lukas Kwasniok gar nicht erst berücksichtigt. Und wenn „Kainzi“ dann mal ran durfte, war er irgendwie Sinnbild für das ganze FC-Team in einer von Licht und Schatten geprägten Spielzeit. Bei Highlights wie dem direkt verwandelten Freistoß in der Hinrunde gegen den Hamburger SV (4:1) oder der Vorarbeit per Ecke zum 3:3 im Rückrundenderby gegen Borussia Mönchengladbach war Kainz‘ Klasse noch einmal Balsam für die kölsche Seele.

Unterdessen verursachte das Hinspiel gegen den FC St. Pauli eher Schnappatmung beim rot-weißen Anhang. Und daran hatte unter anderem auch Kainz seinen Anteil: Bei einem Konter in den Schlussminuten vergab er die große Chance zum entscheidenden 2:0, statt auf den vor dem leeren Tor postierten Isak Johanesson abzulegen. In der Folge kassierte der FC quasi mit dem Abpfiff noch den 1:1-Ausgleich. Zwei verpasste Zähler, die dem 1. FC Köln vor dem nun anstehenden Spiel gegen Werder Bremen eine ungleich bessere Ausgangsposition verschafft hätten. Eine Partie, die unabhängig von ihrer Brisanz im Abstiegskampf auch für Florian Kainz emotional eine ganz besondere sein dürfte.

Kommt Kainz im Abstiegsendspiel zum Zuge?

Schließlich war „Kainzi“, der seine Karriere als 17-jähriger bei SK Sturm Graz begonnen hatte und mit diesem Verein 2011 auch österreichischer Meister wurde, zur Saison 2016/17 von SK Rapid Wien zu den Werderanern gewechselt: Seine erste Station als Profifußballer in Deutschland. Während seiner zweieinhalb Jahren in Bremen spielte Kainz in der Bundesliga und im DFB-Pokal insgesamt 59-mal. Dabei brachte er es auf acht Tore und zehn Vorlagen, bevor er sich im Winter 2019 den Domstädtern anschloss. Käme er am Wochenende für den FC gegen Bremen zum Einsatz, wäre das im Hinblick auf Kainz‘ Karriere gewissermaßen eine runde Sache. Und es steht wohl außer Frage, dass ein Vollblut-Sportler wie der gebürtige Grazer auf einen solchen Abstiegs-Kracher brennen würde.

Zumal der 33-Jährige in seinem Instagram-Abschiedspost vor ein paar Wochen angedeutet hatte, dass er gerne noch einmal die Ärmel hochkrempeln würde, bevor er im Sommer „Servus“ sagt: „Bis dahin werde ich im Rahmen meiner Möglichkeiten alles dafür tun, damit wir unsere Ziele mit diesem großartigen Klub erreichen.“ Ob er diese Möglichkeit – zumindest als Einwechselspieler – noch einmal bekommt, weiß vermutlich nur FC-Coach René Wagner. Vielleicht ist das Kapitel Köln für Florian Kainz aber tatsächlich noch nicht zu Ende geschrieben und er kann nochmal ein Ausrufezeichen auf dem Platz setzen. So, wie er es im Laufe seiner bewegten Karriere schon oft getan hat. Zu gönnen wäre es „Kainzi“ allemal.


Das Restprogramm des 1. FC Köln hat es in sich

(Photo by Neil Baynes/Getty Images)
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Das Restprogramm des 1. FC Köln hat es in sich

Sechs Finalspiele rief Jakub Kaminski nach dem Unentschieden gegen Frankfurt aus. Es warten spannungsgeladene Wochen auf den 1. FC Köln: Das ist das Restprogramm der Geißböcke

Von Pflichtsiegen bis zu schwer lösbaren Aufgaben für den 1. FC Köln: Das ist das Restprogramm der Geißböcke

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Der 1. FC Köln steht vor einem intensiven Saisonendspurt im Kampf um den Klassenerhalt. Sechs Spiele bleiben den Kölnern rund um Neu-Trainer René Wagner, um die nötigen Punkte zu sammeln, um auch im kommenden Fußballjahr erstklassig zu spielen. Trotz der prekären Lage haben die Rheinländer den Ligaverbleib mehr denn je selbst in der Hand, mit Werder Bremen, dem FC St. Pauli und dem 1. FC Heidenheim warten noch drei direkte Mitkonkurrenten aus dem Tabellenkeller.

Gelingt die Vorentscheidung gegen Bremen und St. Pauli?

Als Fan des 1. FC Köln muss man wahrlich kein Prophet sein, um zu erkennen, dass in erster Linie die kommenden zwei Partien daheim gegen Werder Bremen und auswärts beim FC St. Pauli für mehr als nur eine Vorentscheidung sorgen und gerade stimmungstechnisch enorm wichtig für die darauf folgenden letzten vier Partien sein können. Gegen die beiden Konkurrenten im Abstiegskampf kamen die Kölner zweimal nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus – und das, obwohl in beiden Partien ein Dreier drin gewesen wäre.

Vor allem der späte Ausgleich gegen die St. Paulianer (fiel damals in Spielminute 94 und somit quasi mit dem Schlusspfiff) sorgte damals für große Frustration nach Abpfiff und dürfte daher nun im Rückspiel noch einmal zusätzliche Motivation bringen. Während der „Effzeh“ gegen St. Pauli auswärts antreten muss, sollte gegen die zuletzt sieglosen Bremer daheim im RheinEnergie-Stadion ein Sieg her. Rein nüchtern betrachtet erscheinen 6 Punkte aus beiden Partien eine realistische Zielvorgabe, 4 Punkte sollten für das Team von René Wagner unter dem Strich aber mindestens aus beiden Spielen herausspringen.

Nachbarschaftsduell mit Leverkusen und Wiedersehen mit Steffen Baumgart

Mit dem Spiel gegen Bayer Leverkusen steht dann nochmal ein echtes Nachbarschaftsduell mit einem Top-Team der Bundesliga an. Mit einem Sieg werden die Kölner hier sicher nicht planen, schon im Hinspiel agierten die Geißböcke offensiv ziemlich harmlos und verloren völlig zurecht mit 0:2. In erster Linie dürfte es daheim gegen die Werkself darum gehen, das eigene (im Vergleich zur direkten Konkurrenz deutlich bessere) Torverhältnis nicht zu sehr zu belasten. Aber wer weiß, vielleicht springt ja am Ende auch gegen den Champions-League-Anwärter ein Überraschungspunkt heraus.

Im Anschluss geht es für die Kölner auswärts zum 1. FC Union Berlin. Für Ex-Köln-Coach Steffen Baumgart und seine Köpenicker könnte die Saison zum Zeitpunkt des Spiels mehr oder weniger gelaufen sein. Derzeit befinden sich die Hauptstädter (noch) im gesicherten Mittelfeld der Bundesliga-Tabelle, brauchen aller Voraussicht nach aber wohl noch mindestens einen Sieg aus den verbleibenden Partien. Ähnlich wie gegen Bremen war auch die Niederlage gegen Union aus Kölner Sicht vermeidbar, fiel das späte Gegentor zum Berliner Sieg doch erst in Spielminute 91. Je nach Ausgang der vorherigen Partien könnte auch dieses Duell noch einmal spannend und auch für Berlin sportlich wichtig werden, die Kölner haben die späte Heimniederlage im Hinspiel jedenfalls sicher nicht vergessen.

Pflichtaufgabe gegen Heidenheim

Zum Saisonabschluss trifft der 1. FC Köln dann auf den 1. FC Heidenheim, ehe es am 34. Spieltag auswärts zum designierten Deutschen Meister FC Bayern nach München geht. Die Heidenheimer sind bereits jetzt klares Tabellenschlusslicht und werden aller Voraussicht nach bereits vor dem letzten Spieltag als Absteiger feststehen, sodass es mindestens mal für das Team von Trainer-Ikone Frank Schmidt sportlich um nichts mehr geht, außer sich anständig von den eigenen Fans aus der Saison zu verabschieden. Aus FC-Sicht sind drei Punkte im Heimspiel gegen den Tabellenletzten eine Pflichtaufgabe, nicht mehr und nicht weniger.

Auch wenn der Rekordmeister der Bundesliga im letzten Spiel wohl schon als Meister feststeht, werden die Münchner sich in der eigenen Allianz Arena sicher noch einmal von ihrer besten Seite zeigen wollen, ehe sie die Schale überreicht bekommen. Aus Kölner Sicht bestehen zumindest leise Hoffnungen, dass der FCB bis dahin noch in der Champions League und im DFB-Pokal vertreten ist und so vielleicht den ein- oder anderen Leistungsträger schont. Andernfalls ist gegen den Branchenprimus nicht wirklich mit Punkten zu rechnen.


1. FC Köln: Volle Kapelle und Babyglück vor Duell gegen Bremen

René Wagner beim Training mit der Mannschaft
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1. FC Köln: Volle Kapelle und Babyglück vor Duell gegen Bremen

Gute Nachrichten für die Geißböcke vor dem Abstiegskampf-Kracher gegen den SV Werder Bremen. Denn bis auf die Langzeitverletzten sind -mit einer Außnahme- alle Spieler fit beim 1. FC Köln: Volle Kapelle vor Duell gegen Bremen

Vier Tage bleiben René Wagner noch, um seine Mannschaft auf das anstehende Heimspiel gegen Bremen vorzubereiten. Dafür kann der 37-Jährige aus dem Vollen schöpfen. Einzig ein Profi trainiert individuell.

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Der 1. FC Köln hat mit der Vorbereitung auf das Abstiegskampf-Duell gegen Werder Bremen begonnen. Bereits am vergangenen Wochenende konnte sich Trainer René Wagner über einen üppig besetzten Spieltagskader freuen. So gab unter anderem Alessio Castro Montes sein Comeback nach langwierigen muskulären Problemen und steuerte mit seinem ersten Tor im Geißbock-Trikot einen wichtigen Beitrag zum Punktgewinn der Wagner-Elf bei. Die komfortable Kadersituation begleitet den FC auch in die Vorbereitung auf das Duell mit den Hanseaten. So kann Wagner auf ein nahezu komplettes Aufgebot zurückgreifen. Bis auf die Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian, die weiterhin an ihrer Rückkehr arbeiten, absolviert lediglich ein FC-Profi ein individuelles Programm.

Said El Mala trainiert individuell, Jahmai Simpson-Pusey im Babyglück

Said El Mala sorgte für eine Schrecksekunde beim Auftritt der Kölner in Frankfurt. Der 19-Jährige Shootingstar zog sich eine Blessur am Sprunggelenk zu und musste ausgewechselt werden. Untersuchungen wiesen keine schwerere Verletzung nach, so dass der Topscorer wohl schnell ins Mannschaftstraining zurückkehren wird. Die üppigen personellen Möglichkeiten lenken die Aufmerksamkeit vor Sonntag auf den Kölner Trainer. Dieser muss wie schon gegen Frankfurt erneut schwere Entscheidungen treffen: Wer von seinen Schützlingen schafft es in den 20-köpfigen Spieltagskader und wer nicht?

Eric Martel hat seine Gelb-Rot-Sperre abgesessen, und auch Jahmai Simpson-Pusey ist zurück und eine Option für die Innenverteidigung. Der Verein gab heute Bekannt, dass der junge Engländer gegen Frankfurt aussetzen musste, weil Simpson-Pusey und seine Partnerin am Montag Eltern eines Sohnes geworden sind. Zwischen Babyglück und Freude über Rückkehrer kündigen sich Vier Tage vor dem Traditionsduell gegen Werder somit schwierige Entscheidungen für Wagner an. Er muss einige Spieler streichen. Am vergangenen Wochenende traf es die Youngster Youssoupha Niang, Fynn Schenten und Cenny Neumann, die in die U21 beordert wurden. Es bleibt abzuwarten, wen es gegen Daniel Thiounes Werderaner treffen wird.


FC bindet Talent langfristig

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FC bindet Talent langfristig

Gute Nachrichten für die Zukunft der Domstädter: Der 1. FC Köln bindet den nächsten Young Goat längerfristig. 1. FC Köln: Talent Jonathan Friemel bleibt am Geißbockheim

Trotz kolportierter Interessen anderer Vereine bleibt U19-Kapitän Jonathan Friemel den Domstädtern erhalten. Der talentierte Linksverteidiger gehört der FC-Akademie seit der U10 an und wurde vergangene Saison als Stammspieler des jüngeren U19-Jahrgangs Deutscher Meister.

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Jonathan Friemel bleibt dem 1. FC Köln erhalten. Das gab der Verein am Mittwochmittag bekannt. Der Vertrag des 18-Jährige Linksverteidiger wäre im Sommer ausgelaufen. Nun steht fest, dass Friemel den Domstädtern noch länger erhalten bleibt. Der Youngster führte die U19 des 1. FC Köln als Kapitän auf das Feld und debütierte im Februar im Spiel gegen den Wuppertaler SV bei der U21 der Geißböcke. „Ich bin stolz auf meinen bisherigen Weg und freue mich, die nächsten Schritte bei meinem Herzensverein zu machen. Ich danke allen Verantwortlichen und Wegbegleitern und bin überglücklich, weitere Aufgaben bei diesem besonderen Verein anzugehen”, lässt sich der Nachwuchskicker zitieren.

In der vergangenen Saison verpasste Friemel ab der Hauptrunde kein Spiel. Im Finale trug er mit seiner Ecke vor dem 5:4-Siegtreffer zum ersten Meistertitel im U19-Bereich seit 54 Jahren bei. In dieser Saison wurde er von Stefan Ruthenbeck zum Kapitän ernannt, führte sein Team in der UEFA Youth League auf den Platz und steuerte als Außenverteidiger in 30 Partien zehn Scorerpunkte bei. Ein Treffer gelang ihm für die U21 in der Regionalliga West, in der er bereits viermal zum Einsatz kam.

FC schiebt Buhlen um Friemel einen Riegel vor

Zuletzt wurde vermeintliches Interesse von mehreren Vereinen aus Deutschland und auch im europäischen Ausland kolportiert. Gerade deshalb sei das fortbestehen der Zusammenarbeit eine bemerkenswerte Entscheidung des U19-Kapitäns, meint Lukas Berg, technischer Direktor des 1. FC Kölns: „Wir freuen uns sehr, dass Jonny trotz vieler Interessenten seinen Vertrag bei uns verlängert hat. Als Kapitän geht er seit vielen Jahren in verschiedenen Altersklassen voran und ist auch jetzt in der U19 einer der Schlüsselspieler des Teams. Schon als Spieler des jüngeren Jahrgangs hat er letzte Saison wesentlichen Anteil an der Deutschen Meisterschaft gehabt und präsentiert sich auch jetzt in der U21 und im Profitraining sehr gut.“


Steht der 1. FC Köln vor einem Befreiungsschlag?

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Steht der 1. FC Köln vor einem Befreiungsschlag?

Zwei Siege könnten reichen: Köln steht nach dem Remis gegen Eintracht Frankfurt vor entscheidenden Tagen im Abstiegskampf. Dank günstiger Ergebnisse der Konkurrenz und haben es die Geißböcke selbst in der Hand, den Klassenerhalt frühzeitig perfekt zu machen. 1. FC Köln: Darum stehen die Geißböcke vor zwei Finalspielen

Nur noch zwei Spiele könnten den Unterschied machen. Mit Rückenwind durch die Ergebnisse der Konkurrenz und wachsendem Selbstvertrauen hat das Team von René Wagner den Klassenerhalt nun selbst in der Hand.

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Nach dem Punktgewinn gegen Eintracht Frankfurt setzte Jakub Kaminski zu einer Kampfansage an: „Wir kämpfen immer bis zum Ende. Die erste Situation war hundertprozentig. Am Ende ist es wichtig, dass wir den Punkt geholt haben. Jetzt haben wir sechs Finals vor uns. Wir müssen alles geben, um in der Liga zu bleiben. Köln kann nicht in der zweiten Liga spielen.“ Tatsächlich benötigen die Geißböcke nur zwei dieser von Kaminski beschworenen Endspiele, um ihr großes Saisonziel zu erreichen. Das Unentschieden vom vergangenen Wochenende sorgt dafür, dass sich die Kölner im Rennen um den Klassenerhalt in einer komfortablen Position befinden. Die Tabellenkonstellation macht Mut für die beiden anstehenden Partien, in denen bei optimalem Verlauf mit Siegen gegen Werder Bremen und den FC St. Pauli der Klassenerhalt perfekt gemacht werden kann.

Zwischen komfortabler Ausgangslage und Gefahrenzone

Die bestandene Feuertaufe von Coach René Wagner profitierte zudem von den Geschehnissen auf anderen Plätzen, denn dort lief es weitestgehend im Sinne des Trainers. Werder Bremen blieb nach der 1:2-Niederlage gegen RB Leipzig mit 28 Punkten nahe der Abstiegszone, während der FC St. Pauli in einem hart umkämpften Spiel gegen Steffen Baumgarts Union Berlin nicht über ein Unentschieden hinauskam. Zudem musste Dieter Hecking mit dem VfL Wolfsburg bei der 3:6-Niederlage gegen Bayer 04 Leverkusen einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Damit rutschen die Wölfe weiter steil in Richtung zweite Liga ab. Für die Domstädter zahlte sich das Wochenende hingegen in eine komfortable Ausgangslage aus. Die könnte alerdings nach einer Niederlage am Sonntag schnell wieder passé sein.

Zwar haben die Kölner den Klassenerhalt in direkten Duellen gegen Gegner ihrer Kragenweite in der eigenen Hand und könnten diesen mit sechs Punkten aus den kommenden zwei Partien und ihrem vergleichsweise starken Torverhältnis endgültig sichern. Allerdings könnte das Pendel auch schnell zu Ungunsten der Rheinländer ausschlagen. Bremen und Köln liegen mit 3 bzw. 2 Punkten Vorsprung auf dem Relegationsplatz auf den Plätzen 14 und 15 in der Tabelle. Mit einem Sieg könnten sie Werder überholen, mit einer Niederlage könnten sie jedoch schlimmstenfalls auf Platz 16 abrutschen, sofern St. Pauli gegen die Bayern gewinnt. Am 30. Spieltag muss Köln dann beim FC St. Pauli antreten – für die Kölner ist zwischen Entspannung und höchster Abstiegsnot alles möglich.

Die Geißböcke haben es selbst in der Hand

Das Abschlussprogramm der mit Partien gegen Werder Bremen, FC St. Pauli, Bayer Leverkusen, Union Berlin, und FC Bayern München könnte somit theoretisch schon vorzeitig abgehakt sein und Wagner seine Mission erfüllt haben. Bleibt abzuwarten, ob die Geißböcke am Sonntag (15.30 Uhr, Abrufbar im Liveticker via Come-on-fc.com) im Heimspiel gegen die Hanseaten den ersten wichtigen Schritt gehen können.


Wird Imad Rondic zu einem Problem für den 1. FC Köln?

Imad Rondic würde gerne wieder in Deutschland spielen
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Wird Imad Rondic zu einem Problem für den 1. FC Köln?

Die Leihe zu Preußen Münster wirft Fragen über die Zukunft von Stürmer Imad Rondic auf. Wie geht man um mit der schwierigen Situation des Mittelstürmers, der noch mindestens bis 2029 gebunden ist an den 1. FC Köln: Wird Imad Rondic der nächste Sargis Adamyan?

Die Leihe zu Preußen Münster läuft alles andere als nach Plan und stellt den 1. FC Köln vor knifflige Entscheidungen. Was bedeutet die schwache Bilanz von Imad Rondić für seine Zukunft am Geißbockheim?

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Der Frühling ist angebrochen und die Saison neigt sich allmählich dem Ende zu. Für Geschäftsführer Thomas Kessler stellen sich damit wichtige Fragen zum Kader, die den 40-Jährigen vor schwierige Entscheidungen stellen. Eine davon ist: Was passiert mit Imad Rondic? Das Leihgeschäft des an Preußen Münster ausgeliehenen Stürmers läuft nicht wie gewünscht. Rondic kommt in neun Spielen auf ein Tor und eine Vorlage, die akut abstiegsgefährdeten Adlerträger stehen derzeit auf dem letzten Tabellenplatz.

Zuletzt kam der Angreifer zudem nur noch zu einem Kurzeinsatz im Abstiegskracher gegen Magdeburg, das seine Mannschaft mit 1:3 verlor. Im Anschluss an diese Niederlage reagierte Münster und trennte sich von Cheftrainer Alexander Ende. Für ihn übernahm Alois Schwartz. Der Trainerwechsel blieb für den 27-Jährigen ohne Wirkung. Trotz der Umstellung saß die Leihgabe aus Köln im ersten Spiel unter Schwartz gegen Holstein Kiel weitestgehend auf der Bank. Der Stürmer spielt im Abstiegskampf demnach sportlich für die Münsteraner keine zentrale Rolle mehr.

Macht es Rondić wie Adamyan?

Sicher ist, dass Rondić im Sommer zunächst zum Geißbockheim zurückkehren wird. Nach aktuellem Stand erscheint eine endgültige Trennung als naheliegender nächster Schritt. Aufgrund der langen Restvertragslaufzeit des Angreifers ist jedoch auch ein anderes Szenario nicht ausgeschlossen (Rondić war im Februar 2025 von Widzew Łódź zum 1. FC Köln gewechselt und hatte einen Vertrag bis 2029 unterschrieben). Ein durchaus realistisches Szenario ist, dass der Mittelstürmer einen ähnlichen Weg wie Sargis Adamyan einschlägt.

Der Armenier steht beim FC zwar sportlich längst außen vor, kassiert jedoch weiterhin sein volles Millionen-Gehalt. Zwischenzeitlich stand Adamyan kurz vor einem Wechsel in die 3. Liga zum VfL Osnabrück. Der Transfer scheiterte jedoch im letzten Moment, da der Stürmer seine Gehaltseinbußen nur mit einer hohen Abfindung kompensieren wollte, worauf der Verein nicht einging. Adamyan befindet sich mittlerweile im letzten Vertragsjahr des Arbeitspapieres, das er 2021 unter der damaligen sportlichen Leitung von Christian Keller unterschrieben hatte, als er von der TSG Hoffenheim zum 1. FC Köln wechselte. Aufgrund seiner damaligen Einstufung als Leistungsträger liegt sein Gehalt bis heute bei rund 100.000 Euro monatlich.

Offene Zukunft nach der Leihe in Münster

Berichten zufolge will man beim 1. FC Köln künftig Pattsituationen wie im Fall Sargis Adamyan möglichst vermeiden. Die Konstellation aus langfristigen Verträgen, hoher Gehaltsstruktur und ausbleibender sportlicher Perspektive soll sich in dieser Form nicht wiederholen. Spätestens wenn Imad Rondić nach dem Ende seiner Leihe in Münster wieder am Geißbockheim aufschlägt, wird sich zeigen, welche Pläne der Klub mit ihm verfolgt und welche Optionen der Spieler selbst für seine Zukunft sieht.


Auch René Wagner beweist sein goldenes Händchen

Alessio Castro-Montes im Spiel gegen Eintracht Frankfurt
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Auch René Wagner beweist sein goldenes Händchen

Nach dem zwischenzeitlichen 2:0 deutete für die Geißböcke nicht mehr viel auf einen Punkt im Duell gegen Eintracht Frankfurt. Doch die Kölner kamen zurück. Auch, weil eine bekannte Stärke zurück ist beim 1. FC Köln: Auch René Wagner beweist sein goldenes Händchen.

Wieder einmal bewies der FC Moral und holte einen Rückstand auf. Nach dem 0:2 gegen Frankfurt deutete nicht mehr viel auf ein Unentschieden. Doch die Joker stachen erneut.

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Gut 80 Minuten waren gespielt, da setzte René Wagner zum Höhenflug an. Und das, obwohl der neue Cheftrainer in den vergangenen Monaten unter einem leichten Bandscheibenvorfall gelitten hatte. Das verriet Wagner zumindest nach dem Spiel bei DAZN. Doch die Freude musste raus. Keine Minute zuvor hatte der Coach Alessio Castro-Montes, Luca Waldschmidt und Marius Bülter eingewechselt und die drei Joker zahlten dem Trainer das Vertrauen mit einer Gemeinschaftsproduktion zurück. „Wir hatten kurz überlegt, ob wir zwei Wechsel oder drei machen“, sagte Wagner. „Ich glaube, das war wichtig für die Truppe noch mal Spieler mit frischen Beinen draufzubekommen.“ Eine Flanke von Kristoffer Lund verlängerte Waldschmidt mit dem Kopf auf Bülter, der legte die Kugel zurück ins Zentrum und Alessio Castro-Montes schob einfach ein.

22 Torbeteiligungen durch Einwechselspieler

Mit dem ersten Ballkontakt sorgte der Belgier für das Remis und das, nachdem gerade die vergangenen Wochen alles andere als optimal für „Monti“ verliefen. Nach der schwachen Hinrunde ein starker Auftakt ins neue Jahr. Dann während des Formhochs eine muskuläre Verletzung, die den Schienenspieler Einsatz um Einsatz kostete und nun also der erste Bundesligatreffer. „Monti war lange verletzt und hat unter der Woche schon sehr gut trainiert“, sagte Wagner. „Wir haben uns einfach gefreut. Es war ein toller Moment. Besonders hat es mich für Monti gefreut.“ Der 37-Jährige hat damit in seinem ersten Pflichtspiel direkt eine Stärke bewiesen, die der FC unter Lukas Kwasniok wiederentdeckt hat.

„Wir können uns darauf verlassen, dass immer dieses Quäntchen Power noch einmal von der Bank kommt“, sagte dann auch Marvin Schwäbe. „Man hat es heute wieder gesehen: Es war ein Zusammenspiel aus den Einwechselspielern. Da profitieren wir von.“ An jener Stärke von der Bank hat es in dieser Saison jedenfalls nicht gefehlt. Schon unter Kwasniok erzielten die Joker bereits zehn Treffer, davon alleine Said El Mala vier. Nur bei den Bayern, bei Stuttgart und Dortmund trafen die Einwechselspieler öfter. Auch bei den Torbeteiligungen gehören die Kölner mit 22 zu den Top-Teams der Liga – eben auch, weil Bülter und Castro-Montes das Scorerkonto nun nach oben schraubten.


Neuer Trainer, altes Spiel? Das machte René Wagner gegen Eintracht Frankfurt (nicht) anders als Kwasniok

OF Sebastian Sebulonsen im Spiel gegen Eintracht Frankfurt (Foto: Neil Baynes/Getty Images)
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Neuer Trainer, altes Spiel? Das machte René Wagner gegen Eintracht Frankfurt (nicht) anders als Kwasniok

Mit einem Remis nach 2:0-Rückstand startete René Wagner in seine Zeit als Cheftrainer beim FC. Dabei gab es trotz Trainerwechsel viel Gewohntes, aber auch einen Unterschied beim 1. FC Köln: Was machte René Wagner in Frankfurt anders als Kwasniok?

Viel war vor dem ersten Spiel von René Wagner darüber geredet worden, welche Stellschrauben er drehen würde. Am Ende gab es zumindest spielerisch viele Dinge, die man in dieser Saison bereits vom FC gewohnt war. Aber besonders einen Aspekt scheint Wagner doch anders zu machen als sein Vorgänger.

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Neuer Trainer, altes Spiel? Ein bisschen konnte es den FC-Anhängern bei der Premiere von René Wagner als Chefcoach im Spiel gegen Eintracht Frankfurt so vorkommen. Denn im Spiel der Kölner gegen die SGE ließen sich viele Elemente und Muster erkennen, die es auch schon zuvor unter dem vor zwei Wochen entlassenen Lukas Kwasniok gegeben hatte. So starteten die Kölner wie so häufig bei Kwasniok mit einer Fünferkette. Als Wagner jedoch in der Anfangsphase merkte, dass die Geißböcke besonders in Person von Jan Thielmann gegen Arnaud Kalimuendo in dieser Formation Probleme gegen den Ball hatten, stellte der Coach kurzerhand auf Viererkette um. „Jan hatte Probleme, weil die Struktur nicht gepasst hat. Wir hatten zwei, drei Spieler, die immer gekippt sind. Wir haben keinen Druck auf den Ball bekommen, dann wurde es schwer für die zentralen Mittelfeldspieler. Ich glaube, der Wechsel auf die Viererkette hat dann auch Jan geholfen, die Orientierung an Brown zu haben“, begründete der neue Trainer seine Entscheidung.

Viele Parallelen zu Kwasniok

Damit zeigte sich eine weitere Parallele zu Kwasniok. Denn der Wagner-Vorgänger ist kein Coach, der stur an einem Plan festhielt. Stattdessen nahm der Ex-FC-Trainer auch öfter in Spielen taktische Anpassungen vor – genau wie es jetzt sein Nachfolger tat. Aber auch ansonsten gab es spielerisch einige Gemeinsamkeiten. Etwa, dass Wagner weiter als ein Mittel auf Umschaltmomente setzte. So hätte Jakub Kaminski bei einer solchen Aktion die Geißböcke kurz vor der Halbzeit eigentlich in Führung bringen müssen. Allerdings hatte der Pole beim Anspiel von Said El Mala einen so schlechten ersten Kontakt, dass Eintracht-Keeper Michael Zetterer noch rauskommen und den Abschluss blocken konnte.

Eine weitere Ähnlichkeit, auf die Wagner allerdings bestimmt gerne verzichtet hätte, waren zu leichte Gegentreffer. „Die zwei Gegentore müssen wir auf jeden Fall noch einmal analysieren. Das ging mir definitiv zu einfach. Zwei Mal Box-Verteidigung, wo wir nicht gut stehen“, meinte daher Kapitän Marvin Schwäbe. So war beim 1:0 für die Hausherren Cenk Özkacar zu spät auf Vorlagengeber Fares Chaibi rausgerückt. In der Mitte verlor dann Sebastian Sebulonsen Torschütze Jonathan Burkardt aus den Augen. Beim zweiten SGE-Treffer nur drei Minuten später schaffte es die Defensive im Kollektiv nicht, Kalimuendo am Abschluss zu hindern oder vorher die Burkardt-Hereingabe zu unterbinden.

Kölner Comeback-Qualitäten

Trotzdem ließen sich die Kölner nicht unterkriegen – und kamen zuerst kurz darauf zum Anschlusstreffer durch Jakub Kaminski und dann in der 83. Minute durch Alessio Castro-Montes sogar zum Ausgleich. Dabei zeigten sich gleich zwei Gemeinsamkeiten zur Kwasniok-Zeit. Zum einen, dass die Mannschaft auch unter Wagner weiter Moral und Comeback-Qualitäten zeigt wie bereits öfter in der Spielzeit. „Es spricht für die Mannschaft, das wir weiterhin dran glauben, egal in welchen Rückstand wir sind. Wir kommen wieder zurück und das zählt am Ende“, lobte Schwäbe. Zum anderen hat der FC weiter eine starke Bank. So waren am Ausgleich mit Castro-Montes, Luca Waldschmidt und Marius Bülter gleich drei Joker beteiligt. Das freute auch den FC-Keeper: „Wir können uns darauf verlassen, dass immer dieses Quäntchen Power noch einmal von der Bank kommt. Man hat es heute wieder gesehen. Es war ein Zusammenspiel aus den Einwechselspielern. Da profitieren wir von.“

Bei so vielen Gemeinsamkeiten gab es dann aber doch vor allem eine der in den vergangenen Wochen viel zitierten Stellschrauben, an der Wagner wohl speziell gedreht hat. Und die bezieht sich nicht auf das Spielerische, das dem unter Kwasniok eben weiter sehr ähnelt. „Er hat eine gute Kommunikation gefunden. Ich glaube, er ist sehr nah bei uns. Er hat die richtige Worte für diese Situation gefunden, die ja nicht einfach ist. Er hat die Fäden ganz gut in der Hand“, betonte Schwäbe. In der Ansprache zur Mannschaft, aber auch in der Kommunikation nach außen hat der 37-Jährige wohl einen anderen Ansatz gewählt als sein Vorgänger. So wirkt Wagner ruhiger und formulierte klare Aussagen in der Kommunikation mit den Medien, ohne sich wie Kwasniok zu etwas kurios anmutenden Vergleichen oder ähnlichem hinreißen zu lassen.

„Ich will, das wir alle als Gruppe funktionieren“

In der Kommunikation mit der Mannschaft hatte der neue Coach schon bei der Pressekonferenz vor dem Spiel durchklingen lassen, wie er sie erreichen möchte. „Emotionen kann man in die Mannschaft über die Ansprache hineintragen. Man kann aber auch versuchen, in der täglichen Arbeit eine Bindung zu den Spielern herzustellen. Das ist mein Ansatz. Ich will, dass wir alle als Gruppe funktionieren. Ich werde mir die Jungs im ein oder anderen Moment vor dem Spiel packen. Das ist einfach mein Weg und den werde ich jetzt die nächsten Spiele verfolgen“, so der Trainer. Zumindest im Spiel gegen die Eintracht scheint der Ansatz angesichts des Kölner Comebacks schonmal gut gefruchtet zu haben. Nun wird sich in den kommenden Spielen zeigen, ob dieser die entscheidende Stellschraube im Kampf um den Klassenerhalt sein kann – oder ob Wagner noch weitere finden muss.