„Mit einem Grinsen spazieren gegangen“: Das sind die Stimmen nach dem Fußballfest der FC-Frauen gegen Bremen

Frauen des 1. FC Köln jubeln beim Sieg gegen Werder Bremen
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„Mit einem Grinsen spazieren gegangen“: Das sind die Stimmen nach dem Fußballfest der FC-Frauen gegen Bremen

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln haben sich und die 30.000 Zuschauer mit einem fulminanten Nachmittag belohnt. Das 3:0 gegen Werder Bremen war ein rauschendes Fußballfest, von dem die Spielerinnen noch lange zehren dürften. Die Stimmen zum Spiel der Frauen des 1. FC Köln gegen Werder Bremen.

Zudem sprang der FC im Zuschauer-Ranking deutlich nach vorne. Wir haben die Stimmen nach dem Spiel zusammengetragen.

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Das Gewitter am Ende des Spiels über Müngersdorf spiegelte die Gefühlslage beim 1. FC Köln nicht wieder. Die Kölnerinnen strahlten stattdessen – und das nicht nur aufgrund des deutlichen 3:0-Erfolgs. Der stimmungsvolle Mittag im Rhein-Energie-Stadion sorgte einmal mehr für unvergessliche Momente bei den Spielerinnen. Ein ganz besonders großes Grinsen hatte Lydia Andrade im Gesicht. Der Sommer-Neuzugang des Vorjahrs nimmt zum Saison-Ende Fahrt auf, stach im Offensiv-Spiel nicht nur aufgrund ihres Führungstreffers hervor. „Heute hat alles gepasst, ich bin stolz auf die Mannschaft“, sagte die Schweizerin nach dem Abpfiff, „ich konnte es nicht so glauben, ich bin echt froh und dankbar, dass ich meiner Mannschaft helfen konnte.“

“Es ist einfach schön, wenn die Spielerin sich dann auch belohnt“

Trainerin Britta Carlson fand ebenfalls lobende Worte für ihre Spielerin: „Lydia hatte keine einfache Zeit bei uns. Es hat ein bisschen gedauert, bis sie adaptiert hat, wie unsere Intensität ist, wie unser Spiel ist. Wir haben jetzt auch erst die hundertprozentige Position für sie gefunden, eher in der Spitze zu spielen. Vorher war sie eine Spielerin, die eher auf dem Flügel agiert hat. Mich freut es ungemein, weil sie nie aufgegeben hat. Sie hat im Training weiterhin Gas gegeben, hat versucht, an sich zu arbeiten, fordert gefühlt von jedem Training eine Analyse ein, ist da also auch hungrig. Es ist einfach schön, wenn die Spielerin sich dann auch belohnt.“

Doch über allem standen am Samstagmittag die Kulisse und die Atmosphäre. „Man spürt, was für eine große Familie das ist, wir haben die Unterstützung von allen gespürt und alles gegeben“, äußerte Sandra Jessen, die erstmals im FC-Trikot in Müngersdorf auf dem Rasen stand, „ich bin mir ganz sicher, dass es von der ersten Minute ganz klar war, welche Mannschaft die drei Punkte mitnimmt.“ Ein besonderer Moment war es auch für die Kapitänin Marina Hegering. Für die Wahl-Kölnerin war es nach der Fahrt auf dem Rosenmontagszug der nächste große emotionale Höhepunkt in diesen Wochen.

“Das macht das ganze Spiel einfach super emotional“

„Ich habe mich total gefreut. Ich hatte ja einen Countdown-Timer für dieses Spiel eingerichtet auf meinem Handy. Ich glaube, ich habe bei 70 Tagen angefangen und habe die Tage runtergezählt. Ich kann von Zuhause auf das Stadion sehen. Die Vorfreude heute Morgen beim Spaziergang war sehr groß. Ich bin mit einem Grinsen in der Sonne spazieren gegangen und habe mich einfach nur gefreut. Dann durfte ich auch noch meinen Neffen und meine Nichte mit zum Einlaufen nehmen, das war natürlich das Sahnehäubchen auf der Torte. Das macht das ganze Spiel einfach super emotional.“ Der Tag ging auch der 36-Jährigen nahe, die schon so viel in ihrer Karriere erlebt hat: „Wenn man das auf dem Platz hört, wenn man eine Aktion nach vorne startet, wie laut das Stadion dann wird, macht es schon einfach Bock, das kribbelt dann schon und es beflügelt auch.“

Etwas norddeutsch zurückhaltender äußerte sich Britta Carlson, die in Kiel geborene Trainerin des FC: „Ich möchte keine einzelne Spielerin bei uns hervorheben, weil ich finde, dass das gesamte Team sehr gut performt hat nach den letzten Leistungen und ich glaube, diese Belohnung für das Team vor so einer Kulisse war extrem wichtig, wieder mal zu null zu spielen. Es hat mich extrem gefreut, dass wir nicht nur vorne alles reingeworfen haben, sondern auch wenig zugelassen haben, weil jede Spielerin mit allem, was sie hat, verteidigt hat. Das ist auch das, was uns die ganze Saison ausgezeichnet hatte.“

Comeback nach fast einem Jahr

Und dann wurde Carlson doch auch ein wenig euphorisch: „Es pusht ungemein, wenn knapp 30.000 uns anfeuern. Das ist eine Sache, die wir so nicht kennen. Gerade unser Stadion hier beim FC ist auch noch mal besonders. Ich glaube, das hat man heute gesehen, was die Fans leisten von der ersten Sekunde an. Wenn du von der Sekunde die Intensität hochhältst und auch da schon deine Möglichkeiten hast, dann wird es auch ein bisschen leichter mit der Kulisse positiv umzugehen.“

Zudem konnte Taylor Ziemer nach fast einem Jahr Verletzungspause ihr Comeback als Jokerin feiern. Der FC wiederum sprang durch das Heimspiel in der Zuschauertabelle der laufenden Saison vom achten auf den fünften Platz mit einem Schnitt von nunmehr 4.377 Zuschauern pro Partie. Einzig Bremen, Hamburg, Bayern und Union Berlin konnten bisher noch mehr Zuschauer begrüßen. Bemerkenswert: Mit Hamburg (6.042/Spiel) und dem Primus aus Köpenick (7.728) sind gleich zwei Aufsteiger in den Top 3. Apropos Hamburg: Gegen diesen Gegner geht es am Samstag mit dem nächsten Heimspiel weiter. Dann wieder im Franz-Kremer-Stadion vor deutlich kleinerer Kulisse.

Highlights zum Highlight-Spiel: Frauen des 1. FC Köln gewinnen vor beeindruckender Kulisse

Jubel bei den Frauen des 1. FC Köln
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Highlights zum Highlight-Spiel: Frauen des 1. FC Köln gewinnen vor beeindruckender Kulisse

Werder Bremen entwickelt sich zum Lieblingsgegner des 1. FC Köln im Rhein-Energie-Stadion. Die Hanseatinnen waren zum zweiten Mal Gegner beim Bundesliga-Highlight-Spiel in Müngersdorf und zum zweiten Mal gewannen die FC-Damen die Partie. Die Frauen des 1. FC Köln gewinnen 3:0 gegen Werder Bremen.

Diesmal sahen 30.411 Zuschauer einen ungefährdeten Heim-Erfolg der Kölnerinnen, die mit diesem Auftritt beste Eigenwerbung betreiben konnten.

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Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre erste Elf im Vergleich zur 2:6-Klatsche fünf Tage zuvor bei der TSG Hoffenheim auf drei Positionen: Sara Agrez, Celina Degen und Anna-Lena Stolze starteten für Martyna Wiankowska, Adriana Achcinska und Zoe Hasenauer. Carlson formierte ihre Mannschaft, wie schon in der zweiten Hälfte im Kraichgau, mit einer Dreierkette in der Abwehr. Sandra Jessen und Carlotta Imping bildeten das Flügel-Duo, das seine Position jeweils sehr offensiv interpretierte.

Überlegner Start

Die Kölnerinnen starteten überlegen in die Partie, näherten sich dem Bremer Tor in der Anfangsphase aber ausschließlich mit Distanzschüssen. Die Führung für die Gastgeberinnen war folgerichtig, entsprang allerdings einem Bremer Aussetzer. Larissa Mühlhaus spielte einen viel zu kurzen und unplatzierten Rückpass Richtung Torhüterin. Die bis dahin ohnehin auffällige Lydia Andrade ersprintete sich den Ball, umkurvte Mariella El Sherif und schob zum 1:0 ins leere Tor (20.). Die FC-Frauen blieben am Drücker, Bremen präsentierte sich weiterhin als dankbarer Aufbau-Gegner. Pauline Bremer besaß die beste Chance nach einem Einwurf, El Sherif war bei dem Flachschuss aus der Drehung aber aufmerksam und lenkte den Ball zur Seite ab (33.).

Kurz danach durften die Kölner Fans aber erneut jubeln: Lydia Andrade bediente Bremer mit einem hohen Ball an den Sechzehner. Den strammen Schuss der Stürmerin konnte El Sherif noch abwehren, der Abpraller landete bei der heranlaufenden Anna-Lena Stolze, die mit zum 2:0 traf (36.). Weit in der Nachspielzeit gab es noch einen weiteren Aufreger: Laura Vogt schoss einen Freistoß von der Strafraumgrenze stramm aufs Tor, El Sherif wehrte mit Mühe nach vorne ab, Sandra Jessen köpfte den Abpraller über das Tor (45.+4).

Kölner Sieg hätte noch höher ausfallen können

An der Einseitigkeit der Partie änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nichts. Ein Eckball von Sara Agrez von der rechten Seite rutschte durch den Strafraum auf den linken Kölner Angriffsflügel. Von dort brachte Pauline Bremer die Kugel hoch zurück in den Sechzehner. Jessen köpfte am ersten Pfosten komplett freistehend ins lange Eck zum 3:0 (54.). Danach schleppte sich eine entschiedene Partie dem Schlusspfiff entgegen. Mit etwas mehr Konsequenz und Glück im Abschluss hätte der Kölner Sieg noch höher ausfallen können.

Der klare Heimsieg war am Ende komplett verdient. Bremen, das eigentlich eine beachtliche Saison spielt, war an diesem Nachmittag überraschend harmlos und fand offensiv kaum statt. Für die FC-Frauen geht es am kommenden Samstag (12 Uhr) direkt mit dem nächsten Heimspiel weiter, dann aber wieder im Franz-Kremer-Stadion. Der Gegner kommt mit dem Hamburger SV erneut aus dem Norden.

1. FC Köln: Schmitz – Imping (76. Leimenstoll), Degen, Hegering, Agrez, Jessen – Vogt, Bohnen (83. Achcinska) – Andrade (59. Donhauser), Stolze (59. Wiankowska), Bremer (83. Ziemer). Tore: 1:0 Andrade (20.), 2:0 Stolze (36.), 3:0 Jessen (54.). Zuschauer: 30.411.

Frauen des 1. FC Köln verlieren nach Cerci-Gala in Hoffenheim deutlich

Laura Vogt vom 1. FC Köln
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Frauen des 1. FC Köln verlieren nach Cerci-Gala in Hoffenheim deutlich

Das hatten sich die Fußballerinnen des 1. FC Köln anders vorgestellt: Fünf Tage vor der Fußball-Party in Müngersdorf gegen Werder Bremen gab es kein frisches Selbstvertrauen. Die Ex-Kölnerin Selina Cerci wirbelte den FC durcheinander, war an allen fünf Toren der TSG Hoffenheim beteiligt, traf dabei dreimal selbst. Die Frauen des 1. FC Köln verlieren gegen Werder Bremen.

Die Leistungssteigerung der Kölnerinnen nach der Pause kam zu spät, am Ende stand eine 2:5-(1:4)-Niederlage.

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Kölns Trainerin Britta Carlson tauschte im Vergleich zur 1:2-Heimniederlage gegen Eintracht Frankfurt rund einen Monat zuvor die halbe Startelf aus. Lisa Schmitz, Adriana Achcinska, Zoe Hasenauer, Lydia Andrade und Martyna Wiankowska ersetzten die angeschlagene Irina Fuchs sowie Sara Agrez, Anna-Lena Stolze, Laura Donhauser und die erkrankte Laura Feiersinger. Das bedeutete gleich zwei Comebacks nach vielen Monaten in der Anfangsformation. Lisa Schmitz stand erstmals seit dem vierten Spieltag in Essen Ende September wieder auf dem Platz. Die 33-Jährige hatte während ihrer Verletzungspause den Stammplatz an Irina Fuchs verloren. Lydia Andrade stand sogar erstmals seit dem ersten Spieltag in Leipzig wieder in der ersten Elf.

Vier Tore in 20 Minuten

Der Anstoß im Kraichgau war kaum verhallt, da klingelte es bereits im Kölner Tor. Marie Steiner leitete den Angriff selbst ein, legte ab zu Selina Cerci, die dabei möglicherweise im Abseits gestanden haben könnte. Die Ex-Kölnerin legte direkt quer in den Sechzehner zurück zu Steiner, die mühelos zum 1:0 für die TSG nach 90 Sekunden einschob (2.). Die FC-Defensive ließ sich hier viel zu leicht düpieren. Und es kam noch schlimmer: Pauline Bremer spielte vor dem eigenen Sechzehner einen Fehlpass in die Füße von Hoffenheims Nikee van Dijk, die in den Lauf von Cerci spielte. Cerci vollendete freistehend ins lange Eck zum 2:0 für die Gastgeberinnen, stand beim Zuspiel diesmal aber eindeutig im Abseits, sodass der Treffer nicht hätte zählen dürfen (7.).

Die Kölnerinnen ließen die Köpfe jedoch nicht hängen. Bei einem Rückpass auf Laura Dick setzte Lydia Andrade nach – und wurde belohnt. Hoffenheims Torfrau schoss Andrade beim Versuch des Befreiungsschlags an und von der Kölnerin trudelte der Ball zum 2:1 ins Tor (10.). Doch die FC-Frauen brachten sich abermals selbst in Bedrängnis: Adriana Achcinska spielte einen langen Pass von der Mittellinie zurück vor den eigenen Sechzehner, der aber im Zentrum bei Cerci landete. Die agile Stürmerin legte nach rechts raus zu van Dijk, die durch die Beine von Schmitz hindurch zum 3:1 für die TSG traf (19.).

Umstellung auf Dreierkette zahlt sich aus

Nach der aufregenden Startphase verflachte das Spiel, doch kurz vor der Pause wurde die Kölner Abwehr ein weiteres Mal bei einem schnellen Angriff überrumpelt. Martyna Wiankowska kam auf der linken Abwehrseite bei Jill Janssens nicht hinterher, deren Querpass die mitgelaufene Cerci in der Mitte freistehend zum 4:1 (41.) nur noch über die Linie drücken musste. Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste, die zwei personelle Änderungen vornahmen, den besseren Start. Laura Vogt flankte den Ball ins Zentrum. Hoffenheims Torfrau wehrte zur Seite genau zu Jessen ab, die mit Wucht zum 4:2 traf (50.).

Carlson hatte zur zweiten Hälfte auf eine Dreierkette in der Abwehr mit Agrez, Hegering und Bohnen umgestellt – und das zahlte sich aus. Die Rheinländerinnen waren nun die agilere Mannschaft und schnupperten am Anschlusstreffer. Hoffenheims Torhüterin rettete jedoch mit einem starken Reflex gegen den Abschluss der freistehenden Pauline Bremer (64.). Auf der Gegenseite hätte Cerci nach einer Einzelleistung beinahe für die Entscheidung gesorgt, traf mit ihrem Schuss aus spitzem Winkel aber nur die Latte (68.).

Unterm Strich kam die deutliche Leistungssteigerung nach der Pause jedoch zu spät, die Hypothek der ersten Hälfte war zu groß. Cerci sorgte nach ihrem Sololauf ohne ernsthafte Gegenwehr der Kölner Abwehr mit ihrem dritten Treffer für das 5:2 (90.). Den Schlusspunkt setzte Janna Grimm nach einem Ballverlust von Vogt vor dem Strafraum mit dem 6:2 (90.+4). Damit fiel der verdiente Hoffenheimer Sieg am Ende jedoch zu hoch aus.

1. FC Köln: Schmitz – Imping, Bohnen, Hegering (86. Degen), Wiankowska (46. Agrez) – Achcinska (46. Stolze), Vogt, Hasenauer (75. Wiankowska) – Bremer, Andrade (60. Zeller), Jessen. Tore: 1:0 Steiner (2.), 2:0 Cerci (7.), 2:1 Andrade (10.), 3:1 van Dijk (19.), 4:1 Cerci (41.), 4:2 Jessen (50.), 5:2 Cerci (90.), 6:2 Grimm (90.+4).

Mittelfeldspielerin Taylor Ziemer verlängert bis 2028 beim FC

Taylor Ziemer verlängert beim 1. FC Köln bis Sommer 2028 (Foto: 1. FC Köln)
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Mittelfeldspielerin Taylor Ziemer verlängert bis 2028 beim FC

Seit Mitte 2024 ist die Mittelfeldspielerin schon bei den Geißböcken – und wird das auch noch länger bleiben: Taylor Ziemer verlängert bis Sommer 2028 beim 1. FC Köln.

Vom niederländischen Club FC Twente kam Taylor Ziemer vor bald zwei Jahren zum FC. Jetzt verlängert die 27-Jährige ihren Vertrag bis Sommer 2028 – auch wenn sie momentan noch von einer Verletzung zurückkommt.

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Seit bald zwei Jahren ist Taylor Ziemer Spielerin des 1. FC Köln. Im Sommer 2024 kam sie vom niederländischen Club FC Twente in die Domstadt. Und auch wenn die Mittelfeldspielerin momentan noch verletzt ist, scheint sie die Verantwortlichen bei den Kölnerinnen in ihren Einsätzen zuvor überzeugt zu haben. Denn die 27-Jährige verlängert ihren Vertrag bis Mitte 2028. „Taylor Ziemer ist eine wichtige Spielerin für uns. Umso mehr freuen wir uns, dass sie nach ihrer Verletzung bald wieder auf dem Platz stehen und unser Trikot tragen wird. Sie ist ein zentraler Bestandteil unserer Mannschaft und wird uns mit ihrer Qualität auch in Zukunft viel Freude bereiten“, erklärte Nicole Bender-Rummler, Direktorin Frauen- und Mädchenfußball beim FC.

Bisher 22 Ligaeinsätze

Auch Ziemer selber freut sich sehr über die Ausdehnung des Kontrakts. „Ich fühle mich beim FC sehr wohl und freue mich, weiter das FC-Trikot zu tragen. Ich kann es nicht abwarten, wieder mit der Mannschaft auf dem Platz zu stehen und als Profifußballerin den Traum weiterzuleben, den mein Vater und ich immer geteilt haben,“ so die Mittelfeldspielerin. Nach ihrem Wechsel nach Köln wurde die 27-Jährige 2024/25 direkt Stammspielerin und Leistungsträgerin. Bisher trug sie in insgesamt 22 Partien in der Bundesliga das Kölner Trikot. Dabei erzielte sie vier Tore und gab zwei Vorlagen.

Ausgebildet wurde die US-Amerikanerin in den USA. Dort lief sie für die Virginia Cavaliers und die Texas A&M Aggies. In der Zeit gewann die Mittelfeldspielerin zweimal den Gatorade Player of the Year award, der den besten High School-Athleten in Kalifornien überreicht wird. Außerdem durchlief Ziemer die Juniorinnen-Nationalteams der USA bis zur U19. In Europa spielte sie bereits in den Niederlanden für ADO Den Haag sowie eine Saison für den FC Twente. Dort wurde die 27-Jährige 2023/24 Meisterin und trug mit neun Treffern in 20 Einsätzen zum Titel bei, bevor sie im Sommer dann nach Köln ging. Außerdem war die Mittelfeldspielerin drei Spielzeiten in Island für Breiðablik im Einsatz und sammelte dort und mit Twente auch Erfahrungen in der Champions League.


1. FC Köln befördert Nicole Bender-Rummler und verlängert den Vertrag

Nicole Bender-Rummler spricht über den 1. FC Köln
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1. FC Köln befördert Nicole Bender-Rummler und verlängert den Vertrag

Am Donnerstagnachmittag gab der FC eine weitere Personalie bekannt. Diesmal aber nicht bei den aktiven Spielern sondern auf der Führungsebene des 1. FC Köln: Nicole Bender-Rummler wird zur Direktorin Frauen- und Mädchenfußball befördert.

Mit der Beförderung unterschreibt die 43-Jährige einen Vertrag bis zum 30. Juni 2028 und bleibt dem FC weitere Jahre erhalten.

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Seit 2020 hat Nicole Bender-Rummler die sportliche Leitung der Fußballerinnen des 1. FC Köln inne. Nun befördert der Club sie zur Direktorin Frauen- und Mädchenfußball. Ihr bestehender Vertrag wurde bis zum 30. Juni 2028 verlängert. Bender-Rummler fungierte von März bis Juni 2023 als Interimstrainerin der FC-Frauen. In dieser Funktion gelang der 43-Jährigen der Klassenerhalt in der Bundesliga. Dort verweilt das Team nunmehr das fünfte Jahr in Folge und liefert aktuell unter Cheftrainerin Britta Carlson eine Rekordsaison ab. Bender-Rummler spielte von 2009 bis 2017 selbst für die Frauen des 1. FC Köln. „Die Zusammenarbeit mit Thomas Kessler, der gesamten Geschäftsführung und dem Vorstand ist von großer Unterstützung und gegenseitigem Vertrauen geprägt“, so die 43-Jährige.

Das sagen Nicole Bender-Rummler und Thomas Kessler

Über ihre Arbeit und Ziele sagte Bender-Rummler: „In den vergangenen Jahren haben wir die Entwicklung und Professionalisierung des Frauenfußballs beim 1. FC Köln gemeinsam konsequent vorangetrieben und dabei wichtige Fortschritte erzielt. Gleichzeitig sehen wir weiterhin großes Potenzial für die kommenden Jahre. Der FC ist für mich seit meiner aktiven Zeit als Spielerin weit mehr als nur ein Verein und hat bis heute einen ganz besonderen Platz in meinem Leben. Deshalb freue ich mich darauf, den eingeschlagenen Weg gemeinsam mit allen Beteiligten weiterzugehen“, so die neue Direktorin Frauen- und Mädchenfußball.

Die Verantwortlichen des FC zeigen sich mit der Arbeit der 43-Jährigen zufrieden: „Nicole prägt den Frauen- und Mädchenfußball beim 1. FC Köln seit vielen Jahren in herausragender Weise. Mit ihrer großen fachlichen Expertise, ihrem ausgezeichneten Netzwerk im deutschen Frauenfußball und einem klaren, lösungsorientierten Führungsstil hat sie diesen Bereich kontinuierlich weiterentwickelt und auf ein sehr professionelles Niveau gehoben“, so Thomas Kessler, Geschäftsführer Sport.

„Das zeigt sich nicht zuletzt in der aktuellen sportlich sehr stabilen Saison, in der unser Team unter der Leitung von Britta Carlson eine überzeugende Rolle in der Bundesliga einnimmt. Für uns ist der Frauen- und Mädchenfußball ein zentraler Bestandteil der strategischen Entwicklung des 1. FC Köln und von großer Bedeutung für den gesamten Standort“, sagte Kessler weiter. „Umso wichtiger ist es, diesen Bereich mit einer starken Persönlichkeit an der Spitze weiter voranzutreiben. Nicole steht genau für diese Stärke, Klarheit und Überzeugung. Sie wird in ihrer neuen Rolle als Direktorin Frauen- und Mädchenfußball noch mehr Verantwortung übernehmen und den eingeschlagenen Weg mit hoher Qualität und klarer Perspektive fortsetzen.“ 

Bender-Rummler bestritt in ihrer aktiven Karriere 107 Bundesliga-Spiele, lief 23 Mal im DFB-Pokal auf und stand 62 Mal in der 2. Bundesliga auf dem Platz. Zudem war sie sowohl U16, U18- als auch U21-Nationalspielerin.


„Haben uns anderen Matchplan vorgenommen“: Frauen-Trainerin Britta Carlson unzufrieden nach Frankfurt-Pleite

Britta Carlson bei einem Spiel der FC-Frauen
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„Haben uns anderen Matchplan vorgenommen“: Frauen-Trainerin Britta Carlson unzufrieden nach Frankfurt-Pleite

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln konnten eine Woche nach dem Sieg in Nürnberg den Hinspiel-Coup gegen Frankfurt nicht wiederholen. Trainerin Britta Carlson vom 1. FC Köln erklärte hinterher ihre Unzufriedenheit – und nahm den Pechvogel des entscheidenden Gegentors in Schutz.

Mit der Leistung ihres Teams war Britta Carlson gegen Eintracht Frankfurt nicht zufrieden. Die Trainerin benennt die Probleme im Nachgang deutlich.

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„Die Eintracht hat mehr fürs Spiel getan“, konstatierte Kölns Trainerin Britta Carlson und gab zu: „Wir haben uns schwergetan, den eigenen Rhythmus zu finden. Wir haben sicherlich kompakt gestanden in der ersten Halbzeit, damit war ich zufrieden. Trotzdem war ich nicht damit zufrieden, wie wir mit dem Ball agiert haben. Da haben wir zu schnell und zu einfache Ballverluste, die dann auch immer wieder anstrengend sind. Da haben wir uns einen anderen Matchplan vorgenommen, anstatt immer nur den Ball lang zu hauen. Das ist nicht unser Ziel gewesen“, so die 48-Jährige.

„Das hat nicht gleich funktioniert“

Carlson reagierte mit einem Doppelwechsel zur zweiten Hälfte, stellte in deren Verlauf ihr System vom 4-4-2 in ein 5-3-2 um. „Das hat nicht gleich funktioniert“, merkte die Trainerin an. Das Tor zum 1:1 sei deswegen unnötig gewesen, weil ihr Team „nicht die Intensität hatte in der Rückwärtsbewegung und viel zu einfach durch drei Pässe ein Tor zugelassen haben. Wenn wir gegen einen starken Gegner bestehen wollen, dann darf uns diese Intensität und am Limit zu spielen nicht fehlen. Das hat uns in den gewissen Situationen einfach gefehlt. Dann ist es schade, dass man sich nicht zumindest mal mit einem Punkt belohnt.“

Die Trainerin nahm Amelie Bohnen, den Pechvogel vor dem entscheidenden Frankfurter Siegtreffer, in Schutz: „Da mache ich gar keinen Vorwurf, sowas kann passieren, dass man mal über den Ball haut. Amelie hat wieder eine super Leistung gebracht wie auch schon in Nürnberg.“ Bemerkenswert war an diesem Abend, dass Carlson nach der Pause mit Sandra Jessen auch die bisher torgefährlichste Kölnerin der Saison vorzeitig vom Platz nahm. „Sandra hatte in dem Spiel wenig Aktionen“, erklärte die Trainerin auf Nachfrage von come-on-fc.com, „sie hat weder Bälle mal festmachen können, noch ist sie in die Aktionen reingekommen, die wir uns vorgestellt haben. Dann ist es manchmal wichtig, dass du eine bestimmte Umstellung hast. Auch Sandra darf mal einen schlechten Tag haben, um Gottes Willen. Dafür haben wir auch einen Kader, dass wir dann andere Spieler in die Position bringen können.“

Zwei Testspiele sind geplant

Mit der Partie hat es der 1. FC Köln zudem erstmals live ins öffentlich-rechtliche Fernsehen geschafft. Das Spiel wurde von der ARD-Sportschau übertragen. „Das haben wir uns auch verdient aufgrund der Leistungen der Saison“, merkte Carlson an. Für die Mannschaft sei die Bühne vor Millionen Zuschauern „eher eine besondere Motivation“ gewesen und kein zusätzlicher Rucksack auf den Schultern.

Bis zum nächsten Kölner Bundesliga-Auftritt wird nun allerdings viel Zeit vergehen. Das nächste Spiel findet erst nach der Länderspielpause am letzten April-Wochenende auswärts bei der TSG Hoffenheim statt. Die exakte Terminierung durch den DFB ist noch ausstehend. „Das ist echt eine lange Zeit“, sagte Carlson am Samstagabend, „deswegen werden wir am Donnerstag ein Testspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit gegen den SC Freiburg absolvieren und dann noch ein weiteres in Eindhoven, sodass wir versuchen, im Rhythmus zu bleiben mit den Spielerinnen, die nicht unterwegs sind. Aber es wird sicherlich auch mal ein paar Tage über Ostern frei geben.“

Abwehr-Blackout nach Hegering-Blitzstart: FC-Frauen unterliegen Frankfurt knapp

Celina Degen und Anna-Lena Stolze vom 1. FC Köln
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Abwehr-Blackout nach Hegering-Blitzstart: FC-Frauen unterliegen Frankfurt knapp

Die FC-Frauen konnten den Coup aus dem Hinspiel (1:1) gegen Eintracht Frankfurt nicht wiederholen. Das Rückspiel im Franz-Kremer-Stadion endete mit einer Niederlage. Die Frauen des 1. FC Köln unterliegen Frankfurt 1:2. Dabei hatte Marina Hegering den FC nach 75 Sekunden in Führung geköpft. Ein individueller Fehler kostete am Ende den abermals möglichen Punktgewinn.

Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre Startaufstellung im Vergleich zum 2:1-Sieg in Nürnberg eine Woche zuvor auf zwei Positionen: Sara Agrez und Anna-Lena Stolze ersetzten Adriana Achcinska und Anna Gerhardt.

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Der Anpfiff war im Grüngürtel kaum verklungen, da ertönte auch schon das Trömmelche im Franz-Kremer-Stadion: Laura Vogt servierte eine Ecke von der linken Angriffsseite in den Sechzehner und Marina Hegering köpfte den Ball im Fünfer am ersten Pfosten ins lange Eck zum 1:0 nach 75 Sekunden (2.).

Chiba nutzt das Geschenk

Die frühe Führung spielte dem FC in die Karten und vergrößerte das Selbstbewusstsein sichtlich. Den Frankfurterinnen fehlten die Ideen, um einmal gefährlich in die Nähe des Kölner Strafraums zu kommen. Stattdessen suchten die Gastgeberinnen weiter den Weg nach vorne. Bei Pauline Bremers Flachschuss musste sich die Eintracht-Keeperin Lina Altenburg mächtig strecken, um den Ball am Pfosten vorbei zu lenken (23.).

Ansonsten bekamen die Fans im Stadion und auch die mutmaßlichen Millionen Zuschauer vor den Fernsehern der Nation – die Partie wurde auch live von der ARD-Sportschau übertragen – wenig Highlights geboten. Daran änderte sich auch nach dem Seitenwechsel zunächst nichts, sodass der Frankfurter Ausgleich aus heiterem Himmel fiel. Etonam Anyomi legte den Ball im Sechzehner zentral fast vom Elfmeterpunkt zurück zu Laura Freigang, die von der Strafraumgrenze per Schlenzer in den Winkel zum 1:1 traf (58.).

Die Kölnerinnen brachten sich danach durch einen individuellen Aussetzer selbst in Rückstand: Amelie Bohnen trat bei einer eigentlich ungefährlichen hohen Hereingabe aus dem Mittelfeld in den Sechzehner über den Ball, Remina Chiba nutzte das Geschenk und vollstreckte vom Fünfer freistehend zum 1:2 (63.). Wenig später lenkte Irina Fuchs einen vermutlich als Flanke gedachten Ball von Nadine Riesen mit den Fingerspitzen über die Latte (69.). Die Gastgeberinnen gaben in der Schlussphase zwar nicht auf und versuchten auf den Ausgleich zu spielen, fanden jedoch keine Mittel, um die Eintracht-Abwehr unter Druck zu setzen. Stattdessen liefen die Kölnerinnen in einen Konter, doch Fuchs lenkte den strammen Schuss von Rebecka Blomqvist um den Pfosten (83.).

Erst Länderspielpause, dann Hoffenheim

Für die FC-Frauen geht es erst nach der Länderspielpause am letzten April-Wochenende mit einem Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim weiter. An welchem Tag genau, hat der DFB bislang noch nicht offiziell verraten.

1. FC Köln: Fuchs – Imping, Bohnen, Hegering, Agrez (61. Degen) – Donhauser, Vogt (74. Andrade), Feiersinger, Stolze (46. Leimenstoll) – Bremer, Jessen (46. Achcinska). Tore: 1:0 Hegering (2.), 1:1 Freigang (58.), 1:2 Chiba (63.). Zuschauer: 2050.

Live im Free-TV – Frauen des 1. FC Köln empfangen Eintracht Frankfurt

Sandra Jessen vom 1. FC Köln im Duell gegen die SGS Essen
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Live im Free-TV – Frauen des 1. FC Köln empfangen Eintracht Frankfurt

Die Frauen des 1. FC Köln spielen am Samstagabend (17:55 Uhr) sehr wahrscheinlich vor einem Millionen-Publikum gegen Eintracht Frankfurt. Das Bundesliga-Heimspiel wird von der ARD-Sportschau zur besten Sendezeit live übertragen.

Stürmerin Sandra Jessen schöpft Motivation aus dem bitteren Ende des Hinspiels. Die Isländerin beendete zudem vergangene Woche gegen Nürnberg ihre Torlos-Serie.

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Die Kölnerinnen schnupperten bereits im Hinspiel an der Sensation, führten durch den Treffer von Sandra Jessen bis in die Nachspielzeit mit 1:0, ehe die Eintracht doch noch zum 1:1-Endstand traf. Die Torschützin von damals denkt ungerne daran zurück, schöpft aber zugleich auch Motivation, wie sie im Interview mit dfb.de verriet: „Wenn ich daran denke, ärgere ich mich immer noch. Dementsprechend wollen wir unbedingt punkten. Wir werden hochmotiviert in das Spiel gehen.“

“Ich glaube, das hat sie schon belastet“

Vielleicht kommt der Spielplan des Gegners den Kölnerinnen dabei auch entgegen, denn das Duell in Köln liegt für Frankfurt genau zwischen den beiden Halbfinal-Begegnungen des UEFA Women’s Europa Cup gegen BK Häcken. Die Hessinnen verloren das Hinspiel am Mittwochabend zuhause mit 0:3, das Rückspiel steigt am kommenden Donnerstag in Schweden. „Dass wir mehr Zeit zur Vorbereitung auf das Spiel haben, während die Eintracht die zusätzliche Belastung wegstecken muss, könnte sicherlich eine Rolle spielen“, vermutete Jessen entsprechend im DFB-Interview, „dafür müssen wir auf dem Platz vor allem schlau sein und unsere Chance suchen.“

Die isländische Stürmerin selbst dürfte auch wieder etwas unbeschwerter in das Duell gehen, immerhin beendete sie beim jüngsten 2:1-Erfolg in Nürnberg ihre Durststrecke nach 520 Minuten ohne Tor. Dem DFB verriet sie jedoch: „Andere Leute haben sich darüber mehr einen Kopf gemacht als ich selbst. Ich wusste, dass es irgendwann wieder funktioniert, wenn wir alle weiter hart arbeiten. Ich spüre die Unterstützung des Trainerteams und der Mannschaft. Das ist mir wichtig.“ Allerdings hatte auch Trainerin Britta Carlson kurz nach dem Abpfiff in Nürnberg gemutmaßt: „Ich glaube, das hat sie schon belastet, dass sie so lange nicht getroffen hat.“

Live-Übertragung bei der ARD

Wie dem auch sei: Mit einer treffsicheren Jessen steigen am Samstagabend jedenfalls auch die Chancen auf eine Überraschung der FC-Frauen. Die Partie beginnt zur ungewöhnlichen Anstoßzeit um 17:55 Uhr, weil diesmal auch das Erste live auf Sendung gehen wird und die Begegnung zur besten Sendezeit der Männer-Bundesliga-Sportschau live in die deutschen Wohnzimmer übertragen wird. Die Kölnerinnen spielen damit erstmals vor einem Millionen-Publikum kurz vor der 20-Uhr-Tagesschau. Auch dieser Umstand dürfte noch einmal für eine Extra-Motivation sorgen.

Die Eintracht steht aktuell mit 39 Punkten auf dem dritten Platz der Tabelle, der am Saisonende zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigen würde. Die Kölnerinnen könnten den Rückstand mit einem Dreier auf acht Punkte verkürzen. Freilich ist der dritte Platz für den FC selbst kein realistisches Ziel mehr, aber je kürzer der Abstand, desto besser wird am Saisonende das Fazit ausfallen. Zudem könnten die FC-Frauen mit einem überzeugenden Auftritt gegen eine Spitzenmannschaft die Werbetrommel für sich selbst rühren. Immerhin geht es im darauffolgenden Heimspiel nach Müngersdorf ins Rhein-Energie-Stadion gegen Werder Bremen am 2. Mai (13 Uhr).

Talent Benjamin Ley bleibt langfristig beim 1. FC Köln

Benjamin Ley verlängert seinen Vertrag bei den Geißböcken
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Talent Benjamin Ley bleibt langfristig beim 1. FC Köln

Der FC hat den Kontrakt mit einem seiner großen Talente ausgedehnt. Benjamin Ley verlängert beim 1. FC Köln. Der 17-Jährige spielt seit elf Jahren mit dem Geißbock auf der Brust.

Noch vor wenigen Monaten hinterließ er einen guten Eindruck bei der U17-Weltmeisterschaft, nun hat er sich langfristig an die Geißböcke gebunden. Benjamin Ley bleibt noch einige Jahre beim FC.

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Die Geißböcke arbeiten weiter an der mittelfristigen Zukunft. Die Kölner haben eins ihrer größten Talente langfristig an sich gebunden. Wie der Verein am Mittag mitteilte bleibt Benjamin Ley weiterhin Teil der Geißböcke. „Wir freuen uns sehr, dass Ben seine sportliche Zukunft beim FC sieht und die nächsten Schritte seiner noch jungen Laufbahn gemeinsam mit uns gehen möchte. Ben ist am Geißbockheim groß geworden und zeichnet sich nicht nur durch sein großes Talent, sondern auch durch seinen Ehrgeiz und seine Mentalität aus“, sagt Lukas Berg, technischer Direktor der Kölner. „Diese Eigenschaften haben ihm von der U8 bis zur Unterschrift dieses Vertrags verholfen und bieten eine hervorragende Basis, um sich hier zum Profi zu entwickeln. Auf diesen Traum werden wir weiterhin gezielt zusammen hinarbeiten.“ 

„Ich werde weiter an meinem Traum hart arbeiten“

Der gebürtige Berliner wechselte 2015 ans Geißbockheim, ist seitdem fester Bestandteil jeglicher Juniorenmannschaften. Aktuell bei der U19 von Stefan Ruthenbeck. „Ich freue mich sehr über das Vertrauen der Verantwortlichen und danke allen, die mich auf meinem Weg bis hierhin begleitet haben“, sagt Ley. „Für mich geht heute ein großer Traum in Erfüllung und ich freue mich, bei meinem Heimatverein, den ich, seit ich denken kann, liebe, verlängert zu haben. Ich werde weiter hart an meinem Traum arbeiten, vor 50.000 Fans im RheinEnergieSTADION zu spielen.“ Einen Vorgeschmack erhielt der 17-Jährige im Februar als er mit der U19 in der Youth League vor ausverkauften Haus gegen Inter Mailand spielte.

Der Mittefeldspieler kommt in dieser Saison wettbewerbsübergreifend auf 25 Einsätze für die U19. Insgesamt erzielte Ley vier Tore und bereitete sechs weitere vor. Für die deutsche U17 lief der Berliner mittlerweile sechs Mal auf. Bei der bitteren Halbfinal-Niederlage im DFB-Pokal am vergangenen Sonntag stand der Youngster 120 Minuten auf dem Feld. Der FC unterlag dem VfL Wolfsburg nach hartem Kampf 2:3.


„Haben uns gut darauf eingestellt“: Frauen-Trainerin Carlson verteilt Lob nach Sieg in Nürnberg

Britta Carlson vom 1. FC Köln
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„Haben uns gut darauf eingestellt“: Frauen-Trainerin Carlson verteilt Lob nach Sieg in Nürnberg

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln sind in Nürnberg in die Erfolgsspur zurückgekehrt und gewannen nach fünf sieglosen Spielen endlich wieder in der Bundesliga. Von Trainerin Britta Carlson gab es Anerkennung für die Leistungen.

Trainerin Britta Carlson lobte ihre Mannschaft für die Anpassung an einen oftmals destruktiven Gegner – und freute sich für die beiden Kölner Torschützinnen.

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Das Duell im Max-Morlock-Stadion war kein fußballerischer Leckerbissen für die rund 1000 Zuschauer sowie die Fans vor den TV-Bildschirmen. Die Partie war zerfahren und von vielen Unterbrechungen geprägt. „Das Spiel ist genauso gekommen, wie wir es erwartet haben, dass du gegen einen sehr destruktiven Gegner spielst, der immer wieder gefährlich ist durch seine schnellen Offensivkräfte. Wir wussten, dass es schwer wird, hier Fußball zu spielen. Wir haben uns darauf vorbereitet und gut darauf eingestellt“, analysierte Kölns Trainerin Britta Carlson.

Lob von Carlson

Die Fußball-Lehrerin ärgerte sich, dass ihre Mannschaft nach der 2:0-Führung nicht nachlegte und so früh für klare Verhältnisse gesorgt hat: „Wir müssen eigentlich das 3:0 machen, vielleicht auch das 4:0 und kriegen durch eine Unachtsamkeit bei einem schnell ausgeführten Freistoß, bei dem wir nicht präsent sind oder nicht alle den Ball anschauen, ein unnötiges Gegentor.“ Die Trainerin freute sich insbesondere für die beiden Kölner Torschützinnen Laura Donhauser und Sandra Jessen: „Laura ist eine Spielerin, die sich immer komplett fürs Team einsetzt, immer Gas gibt. Sie hatte sich schon sehr viele Möglichkeiten in dieser Saison erarbeitet, aber nicht genutzt.“

Sandra Jessen beendete ihre Torflaute in Nürnberg nach 520 Minuten. „Ich glaube, das hat sie schon belastet, dass sie so lange nicht getroffen hat, weil sie immer wieder fleißig ist“, konstatierte Carlson, „heute hat sie auch ganz viele Wege vorne mit Pauline Bremer gemacht und sich das Tor hart erarbeitet.“ Jessen ist mit nunmehr zehn Saisontreffern immer noch in den Top Ten der Torjägerliste der Bundesliga.

Frauen jetzt mit 28 Punkten

Die FC-Frauen verbesserten ihr Punktekonto mit dem Sieg am Dutzendteich auf 28 Zähler auf, sind auf dem achten Platz allerdings auch wie festzementiert. Das wiederum wird am Geißbockheim jedoch niemanden stören, denn im vergangenen Sommer hätte man diese Zwischenbilanz fünf Spieltage vor dem Saisonende sofort unterschrieben. Am Wochenende winkt den FC-Frauen die ganz große TV-Bühne: Das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt wird aufgrund der Länderspielpause der Herren-Bundesliga live in der ARD übertragen. Die Partie beginnt mit Blick auf die 20-Uhr-Tagesschau deswegen zur ungewöhnlichen Anstoßzeit um 17:55 Uhr. Dieser Rahmen dürfte zweifellos für eine Extra-Motivation bei der Mannschaft sorgen.