„Noch eine Rechnung offen“: Frauen des 1. FC Köln wollen Revanche zum Jahres-Abschluss

Jubel bei den Frauen des 1. FC Köln
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„Noch eine Rechnung offen“: Frauen des 1. FC Köln wollen Revanche zum Jahres-Abschluss

Das Team kann am Sonntagnachmittag bei RB Leipzig nicht nur die Jena-Pleite aus der Vorwoche vergessen machen, sondern auch Revanche für das Hinspiel nehmen – und RB auf acht Punkte distanzieren. Die Frauen des 1. FC Köln sind zu Gast bei RB Leipzig.

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln peilen zum Rückrunden-Start der Bundesliga einen versöhnlichen Jahres-Abschluss an. Die Frauen des 1. FC Köln sind zu Gast bei RB Leipzig.

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An den ersten Spieltag der laufenden Saison wird man sich am Geißbockheim nur ungerne erinnern. Die Kölnerinnen verloren zuhause mit 0:2 gegen RB Leipzig, Celina Degen flog zudem mit der gelb-roten Karte vom Platz. Seither ist jedoch viel passiert. Der 1. FC Köln spielte die beste Hinrunde der Vereinsgeschichte mit 18 Punkten. Eigentlich hätten es sogar 21 werden können und sollen, doch zum Abschluss setzte es in der Vorwoche die bittere 0:1-Heimniederlage gegen Jena.

“Ich hoffe einfach, dass wir die Punkte holen“

Diesen Makel wollen die Kölnerinnen noch vor der Weihnachtspause ausbessern mit einem Dreier am Cottaweg in Leipzig am Sonntag-Nachmittag. Damit würden die FC-Frauen dem kommenden Gegner in der Tabelle sogar bis auf acht Punkte enteilen – es wäre eine Macht-Demonstration gegenüber dem ebenso ambitionierten Brause-Verein. Die Kölner Trainerin Britta Carlson schob diese Rechenspiele jedoch beiseite: „Ich hoffe einfach, dass wir die Punkte holen – unabhängig davon, was vor oder hinter uns passiert. Wir schauen erst einmal auf uns. Klar ist es aber schön, dass es gerade so ist. Aber wir ärgern uns auch noch über verlorene Punkte, die wir hätten mitnehmen können.“

Damit ist freilich der Bogen schnell gespannt zum jüngsten Auftritt ihrer Mannschaft am vergangenen Wochenende gegen Jena. „Wir sind als Mannschaft noch im Prozess und müssen uns stetig weiterentwickeln. Wir müssen in jedem Spiel an unsere Grenzen gehen, um erfolgreich zu sein“, konstatierte Carlson, „wenn zwei, drei Dinge, die wir uns vorgenommen haben, nicht umgesetzt werden, und zwei, drei Spielerinnen nicht ihre Leistung abrufen, wird es schwer, das als Team zu kompensieren.“ In Leipzig erwartet die Trainerin derweil ein Duell auf Augenhöhe: „RB ist ambitioniert mit hohen Zielen, genau wie wir sie auch haben. Wir haben das Hinspiel verloren, von daher haben wir noch eine Rechnung offen. Wir wissen, dass es eine große Aufgabe wird, aber wir möchten zum Abschluss des Jahres in Leipzig natürlich auch Punkte mitnehmen.“

„Wir erwarten sehr viele Zweikämpfe“

Die Abwehrspielerin Sara Agrez äußerte: „Wir erwarten sehr viele Zweikämpfe und sehr viele  Chancen auf beiden Seiten. Ich hoffe, dass wir Leipzig mit unserem Pressing unter Druck setzen und schnell die Tore machen.“ Agrez ist als Teil der Defensive ein Pfeiler des Kölner Erfolgs in dieser Saison. Der FC stellt mit 18 Gegentoren die drittbeste Abwehr der Bundesliga. Leipzig hat hingegen mit 28 Gegentoren die drittschlechteste Defensive der Liga, kassierte zudem vier Liga-Niederlagen in Folge.

Bei RB stehen mit der Torhüterin Elvira Herzog und der zuletzt verletzten Marleen Schimmer zwei Ex-Kölnerinnen unter Vertrag. Beim FC hofft derweil die Ex-Leipzigerin Lydia Andrade auf neuen Schwung just gegen ihren Ex-Verein. Die Schweizer Nationalspielerin, die im Sommer ans Geißbockheim wechselte, stand seit Anfang November nicht mehr in der Bundesliga auf dem Platz und kam zuletzt zweimal für die U21 in der Regionalliga West zum Einsatz.


Serie reißt nach Elfer-Tor: Frauen des 1. FC Köln beenden Bundesliga-Hinrunde mit Niederlage

Pauline Bremer vom 1. FC Köln (Foto: Christof Koepsel / Getty Images)
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Serie reißt nach Elfer-Tor: Frauen des 1. FC Köln beenden Bundesliga-Hinrunde mit Niederlage

Die Hinrunde der Frauen-Bundesliga endete für den FC genau so, wie sie auch begonnen hat: Mit einer Enttäuschung zuhause: Die Frauen des 1. FC Köln verlieren 0:1 gegen Jena.

Die Saison startete Anfang September mit einem 0:2 zuhause gegen Leipzig und endete am Sonntagnachmittag mit einem frustrierenden 0:1 gegen das Schlusslicht FC Carl Zeiss Jena.  Der erste Saisonsieg der Gäste war jedoch mehr als nur schmeichelhaft. Die Frauen des 1. FC Köln verlieren 0:1 gegen Jena.

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Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre Start-Formation im Vergleich zum 4:1-Erfolg sechs Tage zuvor in Hamburg auf drei Positionen: Laura Vogt fehlte gelbgesperrt und Weronika Zawistowska und Anna-Lena Stolze pausierten angeschlagen. Dafür starteten Adriana Achcinska, Laura Donhauser und Vanessa Leimenstoll. Die Kölnerinnen wurden in punkto Ballbesitz ihrer Favoritenrolle von Anfang an gerecht, allerdings standen die Gäste aus Thüringen mit ihrer Fünferkette in der Abwehr sicher und boten zunächst keine Angriffsfläche.

Vor der Pause besonders bitter

Nach einer knappen halben Stunde nahm die Partie Fahrt auf. Zunächst traten die FC-Frauen in Erscheinung. Jenas Torfrau Jasmin Janning lenkte einen flachen Distanzschuss von Achcinska mit den Fingerspitzen um den Pfosten (30.). Und wenig später verlängerten die Gäste eine Ecke von Laura Feiersinger unfreiwillig zu Pauline Bremer, die am zweiten Pfosten mit ihrem Kopfball nur das Außennetz traf (32.). Unmittelbar danach setzte Jena aber plötzlich zwei Akzente. Irina Fuchs musste sich bei einem Freistoß von Isabella Jaron weit aus dem Mittelfeld strecken, der sich an Freund und Feind vorbei gefährlich aufs Tor drehte (33.). Bei der anschließenden Ecke landete der Ball direkt vor den Füßen einer Jenaerin, die jedoch das Tor verfehlte (34.).

Vor der Pause wurde es besonders bitter aus FC-Sicht: Sara Agrez rauschte im Sechzehner mit fehlendem Timing und Schwung in Jaron und brachte diese zu Fall (43.). Die Schiedsrichterin Riem Hussein zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Jaron schnappte sich die Kugel und ließ sich von den Pfiffen der Zuschauer und den Einschüchterungsversuchen der Torhüterin nicht beirren und verwandelte zum 0:1 (45.).

Kölnerinnen verpassen Sprung nach oben

Die zweite Hälfte begann mit einem Knalleffekt: Achcinskas Freistoß aus 18 Metern zentraler Torentfernung landete nur am Pfosten des Jenaer Tors (47.). Laura Donhauser musste nach schönem Zuspiel von Sandra Jessen eigentlich den Ausgleich erzielen, scheiterte jedoch an der Keeperin (50.). Jessen wiederum köpfte eine Flanke von Leimenstoll knapp über die Latte (60.). Und die Isländerin blieb vom Pech verfolgt: Ihr Kopfball nach einer Ecke von Martyna Wiankowska landete nur am Querbalken (65.).

Der Ausgleich wäre zu dieser Zeit hochverdient gewesen, das Spiel fand fast nur noch in der Jenaer Hälfte statt. Ein weiterer Kopfball der freistehenden Jessen nach Achcinska-Flanke aus dem Mittelfeld landete knapp neben dem Gehäuse (71.).

Unterm Strich war der Dreier für Jena, der erste für Carl Zeiss in dieser Saison überhaupt, unverdient, denn die Kölnerinnen arbeiteten insbesondere nach der Pause fleißig am Ausgleich. Die Ladehemmung der bisher besten Torschützin Sandra Jessen wurde dem Team jedoch zum Verhängnis. Die Kölnerinnen, die nach fünf Spielen wieder eine Niederlage hinnehmen mussten, verpassten damit den Sprung auf 21 Zähler und näher heran an die Top 5 der Tabelle.

Für die FC-Frauen steht am kommenden Sonntag (16 Uhr) zum Jahres-Abschluss der Rückrunden-Auftakt bei RB Leipzig an.

1. FC Köln: Fuchs – Gerhardt (80. Bohnen), Degen, Agrez, Wiankowska – Leimenstoll, Feiersinger (80. Hasenauer), Achcinska, Donhauser – Bremer, Jessen. Tor: 0:1 Jaron (45., Foulelfmeter).


Frauen des 1. FC Köln fünf Spiele ungeschlagen: Jessen-Dreierpack sichert klaren Sieg beim HSV

Die FC-Frauen jubeln nach dem Sieg
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Frauen des 1. FC Köln fünf Spiele ungeschlagen: Jessen-Dreierpack sichert klaren Sieg beim HSV

Das Team von Trainerin Britta Carlson ist weiter im Aufwind: Die Frauen des 1. FC Köln gewannen am Montagabend beim Hamburger SV mit 4:1 (2:0). Die FC-Frauen bauten ihre Serie damit auf fünf Bundesliga-Spiele ohne Niederlage aus.

Vor allen Dingen für Sandra Jessen war der Abend in der Hansestadt erfolgreich. Jessen traf gleich dreifach: Die Frauen des 1. FC Köln gewannen beim Hamburger SV mit 4:1.

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Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre Start-Aufstellung im Vergleich zum 1:1 in Bremen vor der Länderspiel-Pause auf einer Position: Anna Gerhardt ersetzte Adriana Achcinska. Die Kölnerinnen starteten im Volksparkstadion direkt engagiert – und belohnten sich mit der frühen Führung. Leni Eggert konnte Weronika Zawistowska vor dem Strafraum nur per Foul stoppen. Martyna Wiankowska servierte den Freistoß in den Sechzehner, wo Sandra Jessen unhaltbar ins lange Eck zum 1:0 für den FC einköpfte (10.). Auf der Gegenseite war der HSV ebenfalls durch einen Freistoß von der linken Kölner Abwehrseite gefährlich. Der flog direkt aufs kurze flache Eck, doch Irina Fuchs war unten und wehrte den Ball zur Seite ab (24.).

Schockmoment beim FC

Die Hamburgerinnen waren in der kurzen Phase danach durchaus selbstbewusst – und die Kölnerinnen mussten einen Schock-Moment verdauen: Sandra Jessen wurde nach einem Kopf-Zusammenstoß mit Nina Räcke minutenlang am Mittelkreis behandelt (33.). Die Isländerin konnte jedoch weiterspielen – und antwortete kurz danach bemerkenswert. Pauline Bremer spielte die Sturm-Kollergin mit einem schönen Pass in die Spitze frei, Jessen verwandelte eiskalt per Flachschuss ins lange Eck zum Kölner 2:0 (36.). Der FC hatte wiederum Glück, dass Melanie Brunnthalers Treffer wegen einer Abseits-Position im Vorfeld nicht zählte (45.).

Die Gastgeberinnen wechselten zur zweiten Hälfte dreifach, brachten unter anderem Annaleen Böhler und Christin Meyer ins Spiel. Und dieser Kniff ging auf. Nach einem Zuspiel just von Böhler legte Meyer den Ball halbhoch an Irina Fuchs vorbei ins lange Eck zum 2:1 aus FC-Sicht (47.). Und Meyer hätte beinahe den Ausgleich erzielt, doch Fuchs wehrte den gefährlichen Distanzschuss zur Seite ab (54.). Zwischenzeitlich traf Bremer nach einer flachen Hereingabe von Jessen freistehend im Sechzehner nur die Oberkante der Hamburger Latte (50.). Die eingewechselte Adriana Achcinska verfehlte mit ihrem Schuss das HSV-Tor knapp (67.).

Jessen mit Dreierpack

Besser lief es aber kurz danach für die polnische Nationalspielerin: Achcinska vollendete einen schönen Spielzug über die rechte Seite von Vanessa Leimenstoll in den Sechzehner über Sandra Jessen und Pauline Bremer mühelos zum 3:1 (73.). In der Nachspielzeit erzielte Jessen mit ihrem dritten Treffer nach einem Querpass von Achcinska am Fünfer das 4:1 (90.+2).

Unterm Strich war der Kölner Auswärtssieg völlig verdient. Die FC-Frauen überstanden die heikle Phase nach der Pause abgesehen vom zwischenzeitlichen Anschlusstor und sorgte mit dem dritten Treffer für einen zeitigen Knockout für den HSV. Für den 1. FC Köln geht es am kommenden Sonntag (16 Uhr) mit einem Heimspiel zum Hinrunden-Abschluss gegen Jena weiter.

1. FC Köln: Fuchs – Gerhardt, Degen, Agrez, Wiankowska – Zawistowska (59. Achcinska), Feiersinger, Vogt (89. Hasenauer), Stolze (46. Leimenstoll) – Bremer (78. Donhauser), Jessen. Tore: 0:1/0:2 Jessen (10./36.), 1:2 Meyer (47.), 1:3 Achcinska (73.), 1:4 Jessen (90.+2).


Auf HSV-Gastspiel folgt Vereinsgründung: Aufregende Tage für Frauen des 1. FC Köln

Britta Carlson, Trainer in der Frauen des 1. FC Köln
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Auf HSV-Gastspiel folgt Vereinsgründung: Aufregende Tage für Frauen des 1. FC Köln

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln treten am Montagabend beim Hamburger SV an. Das Duell beim Aufsteiger ist für die FC-Trainerin Britta Carlson eine Reise in die eigene Vergangenheit. Derweil wollen die 14 Vereine der Bundesliga den nächsten Entwicklungsschritt für den Frauenfußball in Deutschland vollziehen.

Für Britta Carlson wird es ein besonderes Duell. Sechs Jahre spielte die Trainerin beim HSV: Die Fußballerinnen des 1. FC Köln treten am Montagabend beim Hamburger SV an.

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Der Frauenfußball in Deutschland wird immer populärer. Das Zuschauer- und Medien-Interesse steigt seit Jahren, die Highlight-Spiele in Müngersdorf vor stets mehr als 30.000 Zuschauern sind hierbei nur einer von vielen Beweisen. Die 14 Vereine der Frauen-Bundesliga haben daher einen Prozess angestoßen, um die eigenen Interessen noch stärker vertreten zu können. Am kommenden Mittwoch soll von sämtlichen Erstligisten der Frauen-Bundesliga FBL e.V. gegründet werden. „Der e.V. verfolgt damit das klare Ziel, eine moderne, professionelle und nachhaltige Entwicklung der Frauen-Bundesliga zu gewährleisten und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des professionellen Frauenfußballs zu stärken“, hieß es in einer Mitteilung auf der Internetseite des 1. FC Köln.

„Potenziale sind noch längst nicht ausgeschöpft“

Weiter heißt es dort: „Grundlage für den Zusammenschluss der Clubs ist die Absicht, signifikant in den Frauenfußball zu investieren, ihn sportlich zu fördern und gesellschaftlich sichtbarer zu machen – und damit auf ein neues professionelles Niveau zu heben.“ Pikant: Ursprünglich sollte der Deutsche Fußball-Bund an dem neuen e.V. mitwirken, dies liegt jedoch vorerst auf Eis. Ob der Verband zu einem späteren Zeitpunkt dazustößt, ist derzeit offen. „Die Frauen-Bundesliga hat sich in den vergangenen Jahren enorm entwickelt. Die Potenziale sind aber noch längst nicht ausgeschöpft. Deswegen ist es notwendig, den Frauen-Bundesliga FBL e.V. zu gründen, um den Frauenfußball weiter zu professionalisieren“, kommentierte Nicole Bender-Rummler, Bereichsleiterin Frauenfußball und FC-Akademie weiblich.

Zwei Tage vor diesem angestrebten Quantensprung für den deutschen Frauenfußball ist der FC sportlich noch in Hamburg gefordert. Bemerkenswert: Der HSV steht in der Ewigen Tabelle der Frauen-Bundesliga auf Platz elf – 140 Punkte und elf Ränge vor dem FC. „Das wird ein schweres Spiel“, weiß daher auch Kölns Trainerin Britta Carlson, „es ist eine sehr junge Mannschaft, aber taktisch variabel, die sehr viele enge Ergebnisse hatten, also auch immer wieder bestehen können. Aufgrund der Unerfahrenheit haben sie auch schon mal den einen oder anderen Punkt liegen lassen.“ Allerdings schaffte der HSV am ersten Spieltag auch ein beachtliches 3:3 gegen den VfL Wolfsburg.

Treffen mit der Vergangenheit

Das Duell beim Aufsteiger ist für Kölns Trainerin Britta Carlson auch ein Treffen mit der eigenen Vergangenheit. Die 47-Jährige trug von 1998 bis 2004 das Trikot mit der Raute – in einer Zeit, als der Frauenfußball in Deutschland noch ganz anders organisiert war als heute: „Es gab zehn Pfennig Benzingeld, das war noch die DM-Zeit“, erinnert sich Carlson schmunzelnd, „man hat deswegen Fußball gespielt, weil es einem Spaß bringt. Natürlich war es auch etwas Besonderes, für den HSV zu spielen. Ich hatte sechs intensive schöne Jahre da, aber es war noch weit weg vom professionellen Fußball.“

Das Wiedersehen am Montagabend wird daher für Carlson sicher auch besonders, zumal das Duell im großen Volksparkstadion ausgetragen wird: „Meine Heimat ist in der Nähe, es werden viele Freunde und meine Familie da sein. Darauf freue ich mich. Im Volksparkstadion habe ich früher auch schon viele Spiele geschaut.“ Die Kölnerinnen gehen zweifellos als Favorit in die Partie und wollen ihren Lauf von vier Liga-Spielen ohne Niederlage auch an der Elbe fortsetzen.


„Dreckiger Punkt“: Carlson lobt Moral der FC-Frauen – und muss jetzt ihre Kapitänin ersetzen

Britta Carlson beim Spiel des 1. FC Köln
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„Dreckiger Punkt“: Carlson lobt Moral der FC-Frauen – und muss jetzt ihre Kapitänin ersetzen

Am Ende war es ein Punkt für die Moral: Die Frauen des 1. FC Köln retteten das Unentschieden im Schneegestöber am Osterdeich über die Ziellinie. Trainerin Britta Carlson lobte ihre Mannschaft im Anschluss. Einen Tag später folgte jedoch die Schock-Nachricht um Marina Hegering bei den Frauen des 1. FC Köln: Wird nun ein Trainingsgast doch noch zur heißen Personalie?

Nach dem 1:1 gegen Bremen war Trainerin Britta Carlson durchaus zufrieden. Kurz nach dem Duell gab es Anfang der Woche mit dem Ausfall von Marina Hegering aber eine bittere Nachricht für die Frauen des 1. FC Köln: Wird nun ein Trainingsgast doch noch zur heißen Personalie?

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Die Fußballerinnen des 1. FC Köln schwankten binnen weniger Stunden zwischen den Gefühlen: Nach dem 1:1 in Bremen dürfte Zufriedenheit vorgeherrscht haben beim FC. Ein Punkt bei den in dieser Saison bärenstarken Werder-Frauen ist durchaus beachtlich, zumal angesichts der Bremer Drangphase in der zweiten Hälfte. Doch am nächsten Morgen folgte die Schock-Nachricht rund um Marina Hegering. Die Kapitänin muss an der Schulter operiert werden und wird für längere Zeit ausfallen. Dies könnte grundsätzlich die Tür weiter öffnen für ein Engagement von Kathrin Hendrich. Die deutsche Nationalspielerin hielt sich unlängst mit den FC-Frauen fit für die Nations-League-Duelle gegen Spanien.

“Da bin ich sehr, sehr stolz auf unser Team“

Die 33-Jährige steht eigentlich noch bis 2027 in den USA bei den Chicago Red Stars unter Vertrag, hat dort aber eine Ausstiegsklausel. Da der FC nunmehr die Rolle der erfahrenen Hegering füllen muss und Hendrich rund um den FC bestens vernetzt ist, könnte die Personalie im Winter vielleicht doch noch mal an Fahrt aufnehmen.

Fernab dessen lobte Kölns Trainerin Britta Carlson ihre Mannschaft nach dem engagierten Auftritt im Bremer Schneegestöber: „Ich denke, wir können mit dem Punkt absolut zufrieden sein. Wir sind gut ins Spiel gekommen in den ersten 25 Minuten. Wir sind verdient in Führung gegangen, hätten auch das zweite oder dritte Tor machen können. Dann hat Bremen mehr Gas gegeben, die haben sich viele Standards rausgespielt. Da bin ich sehr, sehr stolz auf unser Team, dass wir das durchgehalten haben, gerade gegen so eine robuste, körperliche Mannschaft.“

“Es war nicht einfach, hier zu spielen“

Mit Blick auf die zunehmend schwieriger werdenden Platz-Verhältnisse, die zwischenzeitlich sogar eine fünfminütige Unterbrechung erforderlich machten, äußerte Carlson: „Es war nicht einfach, hier zu spielen, da kommt dann noch das Wetter dazu. In der Halbzeit war uns schon klar, dass das Wetter noch schwieriger für uns wird. Da habe ich gesagt, dass ich ganz viel Klarheit in den Aktionen haben möchte. In dem Fall wollte ich eigentlich gar nicht mehr Fußball spielen, weil das so bei dem Wetter schon eine Art Glücksspiel wurde.“

Zusammenfassend lobte die Trainerin, fand aber auch Verbesserungsbedarf: „Wir haben gekämpft, Moral bewiesen, aber wir hätten auch den ein oder anderen Konter besser ausspielen können. Trotzdem bin ich total happy, dass wir so einen dreckigen Punkt auch mal mitnehmen. Wir haben unsere Serie weiter ausgebaut und können mit einem guten Gefühl in die Länderspielpause gehen.“

Nächster Gegner HSV

Das 1:1 in Bremen war das vierte Kölner Bundesliga-Spiel in Folge ohne Niederlage. Mit nunmehr 15 Punkten und zehn Zählern Vorsprung auf die Abstiegszone kann Carlson fortan entspannt die nächsten Spiele vor der Winterpause angehen. Angesichts der Länderspiel-Pause genießt das Team aktuell drei trainingsfreie Tage. Die Trainerin machte sich deswegen direkt nach dem Abpfiff auf zu einem Kurztrip in ihre norddeutsche Heimat. Im hohen Norden wartet auch direkt die nächste Aufgabe: Am 8. Dezember muss der FC zum Hinrunden-Abschluss beim Aufsteiger Hamburger SV antreten.


Laubbläser-Einsatz im Schnee-Gestöber: Frauen des 1. FC Köln ergattern Punkt in Bremen

Pauline Bremer vom 1. FC Köln (Foto: Christof Koepsel / Getty Images)
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Laubbläser-Einsatz im Schnee-Gestöber: Frauen des 1. FC Köln ergattern Punkt in Bremen

Die Fußballerinnen des FC haben in der Schneeschlacht am Osterdeich einen Punkt ergattert. Das Duell bei Werder Bremen endete nach zwischenzeitlichem Laubbläser-Einsatz auf dem verschneiten Rasen mit 1:1. Die Frauen des 1. FC Köln spielen remis gegen Werder Bremen.

Die Kölnerinnen haben die Chance verpasst, den Rückstand auf die Europapokal-Ränge zumindest bis Montagabend sogar auf nur noch zwei Zähler zu verkürzen. Dafür sprang Bremen selbst zumindest über Nacht auf den dritten Platz. Die Frauen des 1. FC Köln spielen remis gegen Werder Bremen.

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Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre Startelf im Vergleich zum enttäuschenden Pokal-Aus sieben Tage zuvor beim SC Sand (2:3) auf drei Positionen. Die Kapitänin Marina Hegering fiel kurzfristig verletzungsbedingt aus, wie der FC im Vorfeld mitteilte. Carlotta Imping und Laura Donhauser rutschten auf die Bank. Dafür starteten Sara Agrez, Adriana Achcinska und Weronika Zawistowska. Carlson entschied sich für das Duell auf dem Nebenplatz 11 im Schatten des Weserstadions am Osterdeich überraschenderweise für eine Dreierkette in der Abwehr statt der gewohnten Viererkette – flankiert von den beiden Polinnen Weronika Zawistowska und Martyna Wiankowska auf den Flügeln.

Kölnerinnen wollten Reaktion zeigen

Und das taktische Experiment ging auf: Die Kölnerinnen machten von Anfang an deutlich, dass sie nach dem ernüchternden Aus im DFB-Pokal eine Reaktion zeigen wollten. Es waren gerade einmal 37 Sekunden gespielt, als Pauline Bremer scharf schoss, doch Bremens Torfrau Mariella El Sherif wehrte den Ball zur Ecke ab (1.). Kurz danach hätte Anna-Lena Stolze die Führung erzielen müssen, traf die Kugel nach einem Querpass von Bremer am Fünfer aber nicht richtig (4.).

Wenig später servierte Wiankowska einen Freistoß von der rechten Seite hoch in den Strafraum, wo die einlaufende Sandra Jessen von Bremens Larissa Mühlhaus an der Schulter gehalten wurde und zu Boden ging. Die Schiedsrichterin Julia Boike zeigte direkt auf den Elfmeterpunkt (7.). Die Kapitänin Laura Feiersinger scheiterte mit ihrem Strafstoß an El Sherif, die den Ball zur Seite abwehrte. Pauline Bremer reagierte schnell und drosch den Ball aus spitzem Winkel zum verdienten Kölner 1:0 ins Tor (9.).

Bremen wird selbstbewusster

Die FC-Frauen verpassten im einsetzenden Schneetreiben weitere Treffer. Wiankowska verfehlte mit ihrem Schuss das Tor und nur wenige Sekunden später scheiterte Bremer erneut an El Sherif (17.). Plötzlich wurde Bremen allerdings deutlich selbstbewusster. Nach einem Einwurf umklammerte Adriana Achcinska Mühlhaus im Sechzehner und die Bremerin ging zu Boden. Boike gab abermals Elfmeter und die Gefoulte trat selbst an, scheiterte allerdings an Irina Fuchs, die die Ecke ahnte und den Ball ins Seitenaus abwehrte (27.).

Die Gastgeberinnen schienen mit dem immer schlechter bespielbaren Untergrund im Schneetreiben besser zurechtzukommen und drückten in der Schlussphase des ersten Durchgangs auf den Ausgleich. Mitten in dieser Drangphase landete ein wohl als Flanke gedachter Ball von Zawistowska am Bremer Außenpfosten (45.). Der Schneefall wurde nach dem Seitenwechsel noch dichter – und die Bremerinnen blieben weiter am Drücker. Irina Fuchs entwickelte sich zur besten Kölnerin, parierte stark aus kurzer Distanz gegen Mühlhaus (53.). Keine Minute später war die FC-Torfrau machtlos: Ein Bremer Einwurf landete bei Mühlhaus, die sich zwischen Feiersinger und Achcinska hindurch in den Sechzehner drehte und per unhaltbarem Schlenzer ins lange Eck zum hochverdienten 1:1 traf (54.).

Schneesturm: Partie wurde unterbrochen

Der grüne Untergrund wurde derweil zunehmend winterlich weiß eingefärbt, weswegen sogar der weiße Ball gegen einen gelben ausgetauscht werden musste. In der 71. Minute wurde es kurios: Die Schiedsrichterin unterbrach die Partie im Bremer Schneesturm, offenbar weil sie die weißen Markierungs-Linien auf dem Spielfeld nicht mehr erkennen konnte. Die Gastgeber reagierten blitzschnell und sorgten mit Laubbläsern für die passende Sicht auf die Linien. Nach der rund fünfminütigen Zwangspause konnte gelbe Ball aber wieder rollen. Am Spielstand änderte sich jedoch nichts mehr.

Unterm Strich war das Unentschieden leistungsgerecht und die Kölnerinnen können damit sicher gut leben, auch wenn sie damit den Sprung weiter nach vorne in der Tabelle verpasst haben. Für den 1. FC Köln geht es nach der Länderspiel-Pause erneut im Norden weiter: Die FC-Frauen sind am 8. Dezember montagabends (18 Uhr) zu Gast beim Aufsteiger Hamburger SV. Die Partie findet im Volksparkstadion statt. Dort wird es eine Rasenheizung geben, sodass eine erneute Schneeschlacht nicht droht.

1. FC Köln: Fuchs – Zawistowska, Vogt, Degen, Agrez, Wiankowska – Feiersinger, Achcinska, Stolze (70. Leimenstoll) – Bremer (84. Hasenauer), Jessen.

Tore: 0:1 Bremer (9.), 1:1 Mühlhaus (54.). Besonderes Vorkommnis: Fuchs hält Foulelfmeter von Mühlhaus (28.).


„Sind noch keine Top-Mannschaft“: Frauen des 1. FC Köln wollen in Bremen den Pokal-Frust ablassen

Jubel bei den Frauen des 1. FC Köln
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„Sind noch keine Top-Mannschaft“: Frauen des 1. FC Köln wollen in Bremen den Pokal-Frust ablassen

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln wollen sieben Tage nach dem wenig schmeichelhaften Pokal-Aus in Sand die Kater-Stimmung mit dem nächsten sportlichen Erfolg in der Bundesliga übertünchen. Die Frauen des 1. FC Köln sind am Sonntagabend beim Tabellenvierten Werder Bremen gefordert.

Im Pokal lief es für die Mannschaft von Britta Carlson alles andere als rund. Nun soll es in der Liga besser klappen: Die Frauen des 1. FC Köln sind am Sonntagabend bei Werder Bremen gefordert.

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Das Aus im Achtelfinale des DFB-Pokals beim klassentieferen SC Sand war der erste echte Dämpfer in der jüngsten Entwicklung der FC-Frauen. Auch wenn der Tabellenführer der zweiten Bundesliga nicht zu unterschätzen war, zumal auf dem unangenehmen Rasen im deutsch-französischen Grenzgebiet, war ein Weiterkommen doch Pflicht im Selbstverständnis der Kölnerinnen. „Ich finde, dass man dem SC Sand Respekt für ihre Leistung aussprechen muss. Trotzdem habe ich an uns den Anspruch, dass wir so ein Spiel dominieren und für uns entscheiden müssen“, äußerte entsprechend die FC-Trainerin Britta Carlson gegenüber unserer Redaktion und betonte: „Wir haben die ganze Woche darauf hingewiesen, was auf uns zukommt. Sand hat das gespielt, was wir erwartet und vorbereitet haben. Und das ist halt das, was mich dann ärgert, weil wir eine riesige Chance liegen gelassen haben, im Pokal weiterzukommen.“

„Das wird ein intensives Match“

Carlson zog aus dem Pokal-Spiel diesen Schluss: „Man merkt, wenn wir zwei bis drei Prozent weniger investieren, dann verlieren wir solche Spiele. Wir sind halt noch keine Top-Mannschaft. Wir sind stark als Team, aber dann müssen auch alle 100 Prozent abrufen.“ Die Chance zur Besserung hat die Mannschaft am Sonntag in der Bundesliga, in der es zuletzt fast wie am Schnürchen lief für den FC. Die Geißböckinnen haben sich mit vier Siegen und zwei Unentschieden aus den letzten sieben Spielen fast schon sämtlicher Abstiegssorgen entledigt und schielen mittlerweile eher Richtung oberes Tabellendrittel.

Dort ist mit Werder Bremen auf dem vierten Platz auch der kommende Gegner angesiedelt. Erst im Mai gelang dem FC erstmals an der Weser ein Dreier nach zuvor fünf Gastspielen ohne Sieg. Daran wollen die Kölnerinnen diesmal anknüpfen und mit dem nächsten Erfolgserlebnis weiter in der Tabelle klettern. Carlson stufte den kommenden Gegner so ein: „Eine körperlich starke Mannschaft, die wie wir einen guten Lauf in der Liga hat. Das wird ein intensives Match und ich gehe davon aus, dass wir ihnen ein Duell auf Augenhöhe liefern können.“

„Wir sind auf einem guten Weg, aber…“

Für die Kölnerinnen ist das Spiel am Sonntagabend der Auftakt in hanseatische Wochen. Denn direkt nach der anschließenden Länderspielpause muss die Mannschaft erneut in den Norden, ist dann montagabends beim Aufsteiger Hamburger SV zu Gast. Mit Bremen und Hamburg haben die Kölnerinnen nun zwei Partien vor der Brust, in der die Weichen weiter Richtung oberes Drittel gestellt werden können. Die Trainerin hofft, dass sich die jüngste Entwicklung fortsetzt. Mit dem bisherigen Saison-Verlauf zeigte sich Carlson grundsätzlich zufrieden: „Wir haben mittlerweile eine eigene Identität entwickelt mit einem sehr intensiven Spiel sowohl nach vorn wie auch in der Arbeit nach hinten. Das zahlt sich mittlerweile aus. Fußballsport ist immer ergebnisorientiert, aber wir möchten, dass man das auf dem Platz sieht, wofür wir stehen wollen. Und daran arbeiten wir intensiv und ambitioniert. Wir sind auf einem guten Weg, aber eben auch noch lange nicht am Ende.“

Das wiederum klingt wie eine Drohung an die kommenden Gegner…


Seit vier Spielen ungeschlagen: Frauen des 1. FC Köln reisen selbstbewusst zum Tabellenführer

Jubel bei den Frauen des 1. FC Köln
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Seit vier Spielen ungeschlagen: Frauen des 1. FC Köln reisen selbstbewusst zum Tabellenführer

Es war ein bitteres Ende nach einem starken Auftritt: Die FC-Frauen haben den verdienten Derby-Sieg gegen Leverkusen verpasst, gaben eine 2:0-Führung noch her. Der Aufwärtstrend des Teams ist aber klar erkennbar. Die Frauen des 1. FC Köln gehen selbstbewusst ins Bayern-Duell.

Die Mannschaft von Britta Carlson kann am Sonntag gestärkt beim amtierenden Meister und Spitzenreiter Bayern München antreten. Die Frauen des 1. FC Köln gehen selbstbewusst ins Bayern-Duell.

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Im ersten Moment nach dem Schlusspfiff war für Stolz noch kein Platz in den Köpfen der Kölnerinnen. Zu enttäuscht richteten sie die Blicke zunächst Richtung Boden, konnten nicht fassen, dass sie trotz einer starken Leistung und verdienten 2:0-Führung am Ende nur mit einem Zähler den Platz verlassen müssen. Insbesondere die Art und Weise des Ausgleichs in der 89. Minute war bitter, weil die Entstehung vermeidbar war. Kölns Schlussfrau Irina Fuchs wollte einen Ball in die Spitze weit vor ihrem Tor klären, doch der Ball geriet zu kurz und landete beim Gegner. Katharina Piljic nutzte die Chance und schlug den Ball aus dem Mittelkreis in hohem Bogen ins verwaiste Tor zum 2:2-Endstand.

„Ich mache ihr da überhaupt keinen Vorwurf“

Kölns Trainerin Britta Carlson stellte sich nach dem Abpfiff vor ihre Torfrau: „Sie geht da raus und wenn sie das mit Überzeugung klärt, ist das vollkommen in Ordnung. Sicherlich kann man darüber streiten, ob sie da überhaupt hingehen muss, es war ja eine Zwei-gegen-Zwei-Situation. Aber ich mache ihr da überhaupt keinen Vorwurf, sie ist 20 Jahre alt, wurde jetzt hier von Null auf Einhundert reingeschmissen und macht das sehr ruhig, sehr souverän. Sie zeigt eine super Leistung und wir wissen als Team, dass das überhaupt kein Problem ist, dass so etwas mal passiert.“

Eigentlich hätte ihr Team das Spiel zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden haben können: „Wir hatten vorne genug Chancen, das 3:0 zu machen“, haderte Carlson mit dem Ertrag ihrer Mannschaft. Unabhängig davon fand die Trainerin jedoch lobende Worte für ihre Mannschaft: „Wir sind der gefühlte Derby-Sieger. Ich habe gesagt: Ihr dürft enttäuscht sein über das Ergebnis, aber nicht über das Spiel. Das sollte man schon differenziert betrachten. Ich bin extrem stolz auf die Mannschaft, wie sie heute agiert hat.“

Haben uns „ein bisschen Respekt erarbeitet“

Die Kölnerinnen haben damit innerhalb von elf Tagen zweimal eine starke Leistung gegen eine Mannschaft gezeigt, die selbst in Richtung Top 3 der Bundesliga schielt. Der Aufwärtstrend beim 1. FC Köln ist damit unverkennbar. Die Mannschaft ist wettbewerbsübergreifend aktuell sogar seit vier Pflichtspielen ungeschlagen. „Wir haben uns jetzt in der Liga auch schon ein bisschen Respekt erarbeitet über die Art und Weise, wie wir spielen. Gegen den Ball ist es schon sehr gut und auch im Ballbesitz wird es immer besser“, hob auch Carlson am Donnerstagabend hervor.

Viel Zeit zur Erholung hat das Team aber nicht: Schon am Sonntag-Nachmittag (16 Uhr) sind die FC-Frauen in der Bundesliga wieder gefordert, dann beim amtierenden Deutschen Meister und aktuellen Tabellenführer Bayern München. Die Kölnerinnen reisen nach den jüngsten Auftritten mit Selbstbewusstsein an die Isar. Das ließ auch die Trainerin durchblicken. Angesprochen auf das Ziel für Sonntag entgegnete Carlson: „Etwas zu holen, zu punkten.“ Und nach den jüngsten Auftritten wäre es dem FC auch durchaus zuzutrauen.


Trotz 2:0-Führung: Die Frauen des 1. FC Köln geben Sieg aus der Hand

Adriana Achcińska im Zweikampf im Spiel gegen Bayer Leverkusen
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Trotz 2:0-Führung: Die Frauen des 1. FC Köln geben Sieg aus der Hand

Trotz einer 2:0-Führung sind die Fußballerinnen der Geißböcke im Wiederholungsspiel gegen den Nachbarn nicht über ein Remis hinausgekommen. Die Frauen des 1. FC Köln spielen 2:2 gegen Bayer Leverkusen.

Die Kölner Fußballerinnen haben den vierten Pflichtspielsieg in Folge verpasst. Die Frauen des 1. FC Köln spielen 2:2 gegen Leverkusen. Und das, obwohl die Mannschaft von Britta Carlson nach einem Treffer von Laura Feiersinger per Foulelfmeter sowie einem Eigentor 2:0 in Führung lagen.

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Zwar gelang den Kölnerinnen im Nachbarschaftsduell kein Frühstart wie noch beim ersten Versuch vor elf Tagen, die FC-Frauen gaben aber von Beginn an den Ton an und erspielten sich Chancen. Unter anderem scheiterte Adriana Achcińska bereits in der Anfangsphase. Auch Feiersinger kam zu einem Abschluss, scheiterte aber an der gegnerischen Keeperin. Erst nach und nach fand auch der Gast besser in die Begegnung. Gefährlich wurde unter anderem ein Versuch von Valentina Mädl, die aber nur das Außennetz traf. Die beste Chance der ersten 45 Minuten ließ Martyna Wiankowska nach einer Flanke von Weronika Zawistowska liegen, die bei ihrem Versuch erneut an der Leverkusener Keeperin Friederike Repohl scheiterte.

Ausgleich kurz vor Spielende

Nach dem Wechsel machte es Feiersinger vom Punkt besser. Nach einem Foulspiel an Sandra Maria Jessen verwandelte die Kölnerin zur insgesamt verdienten Führung. Leverkusen erhöhte den Druck, wollte den Ausgleich. Doch die Gastgeberinnen konterten und waren gefährlich. Unter anderem setzte Pauline Bremer einen Kopfball knapp neben das Tor. Nach einem Freistoß von Wiankowska vollendete Leverkusens Caroline Kehrer für die Geißböcke. Der FC schien den vierten Pflichtspielsieg in Folge einfahren zu können. Doch Leverkusen fand den Schlüssel, um wieder ins Spiel zu kommen. Und das mit Hilfe der Kölnerinnen. Nach einem Foulspiel von Wiankowska verwandelte dieses Mal Vanessa Fudalla den fälligen Elfmeter. Mit einem Kunstschuss überwand schließlich Katharina Piljic die Kölner Keeperin fast von der Mittellinie und das zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit.

Beim Gegentor machte Irina Fuchs im Kölner Kasten nicht die beste Figur. In der Nachspielzeit war Leverkusen dem entscheidenden Treffer wohl näher. Unterm Strich hätte der FC den Sieg aber durchaus verdient gehabt.

1. FC Köln: Fuchs – Gerhardt (65. Imping), Hegering, Agrez, Wiankowska – Vogt (90. Degen), Feiersinger – Zawistowska (46 Stolze), Achcinska (65. Bremer), Donhauser (65. Leimenstoll) – Jessen; Tore: 1:0 Feiersinger (48./FE), 2:0 Kehrer (72. ET), 2:1 Fudalla (76./FE), 2:2 Piljic (88.)


„Ein wichtiger Step“: Frauen-Trainerin des 1. FC Köln Britta Carlson lobt Entwicklung ihres Teams

Britta Carlson, Trainer in der Frauen des 1. FC Köln
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„Ein wichtiger Step“: Frauen-Trainerin des 1. FC Köln Britta Carlson lobt Entwicklung ihres Teams

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln haben mit dem zweiten 2:1-Sieg in Folge einen großen Schritt weg vom Tabellen-Keller gemacht. Die Frauen-Trainerin des 1. FC Köln zeigte sich nach dem Abpfiff größtenteils zufrieden.

Das Comeback von Anna-Lena Stolze und das Debüt von Pauline Bremer gaben nach dem Sieg weitere Anlässe für Optimismus in den kommenden Wochen. Die Frauen-Trainerin des 1. FC Köln zeigte sich nach dem Abpfiff größtenteils zufrieden.

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Der Schock des frühen Rückstands gegen den 1. FC Union Berlin warf die Kölnerinnen nicht aus der Bahn. Das Team kämpfte sich zurück und hätte die Partie schon vor der Halbzeit entscheiden können, wenn nicht sogar müssen. „Da war ich nicht zufrieden“, konstatierte die Trainerin Britta Carlson nach der Partie mit Blick auf die ersten rund 20 Minuten, „da hat mir gefehlt, dass wir wach und präsent sind. Auch mit dem Ball war mir das zu wenig Bewegung, zu statisch und zu viele einfache Fehler.“ Carlson freute sich aber auch über die Leistungssteigerung: „Dann sind wir gut ins Spiel gekommen und hatten es gut im Griff.“ Dabei legte die Trainerin den Finger dennoch auch in die Wunde: „Wir hätten die Situationen auch besser ausspielen müssen. Du hattest viele gute Möglichkeiten, die du dann zum Schluss noch mal zu Ende spielen kannst oder musst. Den Elfmeter müssen wir machen, dann ist das Ding fast durch, aber einfach können wir ja nicht.“

„Sie kann noch viel mehr“

Trotz des Elfmeter-Fehlschusses fand Carlson aber lobende Worte für Anna-Lena Stolze, die ein starkes Comeback feierte und zuvor an beiden Toren beteiligt war: „Sie kann noch viel mehr. Ich glaube, sie war auch nervös, aber das ist auch in Ordnung. Sie hat einen ganz wichtigen Pass zum 2:1 gespielt. Da siehst du die Qualität, die sie hat. Das Selbstbewusstsein kommt mit jeder Trainingseinheit, mit jeder Spielminute, die sie bekommt. Da darf sie auch heute noch ein bisschen nervös sein. Es freut mich einfach, dass sie ihr Comeback feiern durfte. Für sie ist es schon was Besonderes, nach so langer Zeit ihr erstes Heimspiel zu machen.“

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Stolze kam im Sommer 2024 zum FC, verletzte sich jedoch direkt am ersten Spieltag im Auswärtsspiel in Leipzig am Kreuzband. Und so konnte die Offensivspielerin erst ein Jahr später zum ersten Mal im Franz-Kremer-Stadion auflaufen. Mit Pauline Bremer feierte in der Schlussphase eine Stürmerin ihre Premiere im FC-Trikot. Gerade auf Stolze und Bremer ruhen in den kommenden Monaten große Hoffnungen. Sandra Jessen kommt in der Offensive derweil immer mehr ins Rollen. Die Isländerin traf – das Abbruch-Derby gegen Leverkusen mit eingerechnet – im vierten Spiel in Folge, offiziell steht der Sommer-Zugang nun bei drei Toren und ist damit Kölns erfolgreichste Angreiferin. Marina Hegering musste gegen Berlin zwar angeschlagen vom Feld, aber Carlson konnte nach dem Spiel schon Entwarnung geben: „Es geht schon wieder ganz gut. Sie hatte eine Kreislauf-Geschichte. Ich glaube, dass es nicht so problematisch ist. Dann haben die Waden ein bisschen zugemacht, da müssen wir kein Risiko eingehen. Dafür haben wir einen breiten Kader jetzt und konnten das ganz gut ausgleichen.“

„Heute war es aber ein wichtiger Step“

Derweil sah die Trainerin in der zweiten Hälfte insbesondere eine mentale Herausforderung für ihre Mannschaft: „Es war wenig klares Spiel von beiden Seiten. Es ging viel über Standards, viele lange Bälle. Dann musst du einfach die Ruhe bewahren. Die Sicherheit haben wir noch nicht in der Saison. Es wird von Spiel zu Spiel besser, das sieht man auch. Aber du hast noch nicht das Mindset, dass du sagst: Jetzt bringe ich das 2:1 mal ganz entspannt über die Runde. Gerade nach den kleinen Rückschlägen, die wir immer wieder hatten in den letzten Spielen. Heute war es aber ein wichtiger Step, dass wir das auch mal ein bisschen cleverer zu Ende gespielt haben.“

Nach dem Abpfiff ging der Blick auch schon direkt nach vorne. Schon am Donnerstagabend geht es mit dem Wiederholungsderby gegen Leverkusen weiter. Mit einem weiteren Erfolgserlebnis könnte der FC seinen jüngsten Aufwärtstrend eindrucksvoll untermauern.