Frust bei Frauen des 1. FC Köln: Mutmaßliches Abseitstor kostet Punktgewinn in Wolfsburg

Anna Gerhardt vom 1. FC Köln (Foto: Chridtof Koepsel / Getty Images)
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Frust bei Frauen des 1. FC Köln: Mutmaßliches Abseitstor kostet Punktgewinn in Wolfsburg

Der Frust war groß nach dem Abpfiff: Die Fußballerinnen des 1. FC Köln haben das Gastspiel beim VfL Wolfsburg knapp mit 1:2 (1:1) verloren. Damit konnte sich das Team für einen lange Zeit starken Auftritt nicht mit einem durchaus verdienten Punktgewinn belohnen.

Besonders bitter war für die FC-Frauen heute das Tor zum 2:1: Der Wolfsburger Siegtreffer fiel nach einer mutmaßlichen Abseitsstellung.

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Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre Startaufstellung im Vergleich zum 1:0-Auftakt-Erfolg nach der Winterpause gegen Freiburg auf zwei Positionen: Das polnische Duo Adriana Achcinska und Weronika Zawistowska ersetzte Laura Donhauser und Zoe Hasenauer. Das Duell startete kurios: Die Kölnerinnen, die mutig im 4-3-3 auftraten, hielten in den ersten Momenten die Kugel und der VfL konterte. Mit dem ersten Angriff der Gastgeberinnen fiel allerdings auch direkt der Führungstreffer. Ein Zuspiel in die Gasse zwischen Sara Agrez und Martyna Wiankowska hindurch landete bei Lineth Beerensteyn, die den Ball an Irina Fuchs vorbei zum 0:1 aus FC-Sicht ins Tor legte (4.).

Matchplan der FC-Frauen früh erschüttert

Damit war der gesamte Kölner Matchplan schon früh erschüttert. Die Kölnerinnen ließen sich davon aber nicht beeindrucken und suchten weiterhin selbstbewusst den Weg ins Angriffsdrittel. Die Wölfinnen blieben mit der Führung im Rücken hingegen zu passiv und die FC-Frauen belohnten sich für den couragierten Auftritt mit dem verdienten Ausgleich: Zawistowska schlug den Ball aus dem Mittelfeld-Zentrum zur polnischen Landsfrau Martyna Wiankowska auf dem linken Flügel. Die Nationalspielerin wollte den Ball vermutlich eher ins Zentrum flanken, doch die Hereingabe wurde von Wolfsburgs Sarai Linder abgefälscht und senkte sich in hohem Bogen ins Tor zum 1:1 (22.). Zu hart ist hierbei aber die offizielle Wertung als Eigentor.

Und beinahe hätte der FC das Spiel sogar komplett gedreht. Sandra Jessen lauerte bei einem schwachen Querpass des VfL am eigenen Sechzehner, legte den Ball aber knapp am Tor vorbei (25.). Der VfL wurde erst nach einer knappen halben Stunde dominanter. Irina Fuchs verhinderte gegen den Schuss aus dem Sechzehner von Ella Peddemors mit einer starken Parade den erneuten Rückstand (38.). Kurz danach verpasste Sandra Jessen aus spitzem Winkel den zweiten Kölner Treffer, scheiterte an Wolfsburgs Torfrau Stina Johannes (41.).

Treffer trotz Abseits?

Die FC-Frauen konnten die Partie auch nach der Halbzeit ausgeglichen gestalten, boten dem Favoriten keine Angriffsfläche mit einer stabilen Defensive – zumindest bis zur 68. Minute: Vivien Endemann fand mit ihrem Pass in die Schnittstelle abermals Beerensteyn, die freistehend im Sechzehner zum 2:1 einschob. Bitter: Die Kamerabilder lösten es zwar nicht hundertprozentig auf, allerdings schien die Wolfsburger Stürmerin beim Zuspiel hauchdünn im Abseits zu stehen. Einen Video-Assistenten gibt es in der Frauen-Bundesliga, anders als bei den Männern, jedoch nicht, sodass der Treffer zählte.

Den Rheinländerinnen fehlte es in der Schlussphase – anders als nach dem ersten Gegentreffer – an Ideen und womöglich auch der Kraft, um ein zweites Mal zurückzuschlagen. Die FC-Frauen rutschten in der Tabelle durch die sechste Niederlage zum Abschluss des 16. Spieltags auf den achten Platz zurück. Der Europapokal-Rang drei ist aber weiter nur vier Zähler entfernt. Für den 1. FC Köln wartet direkt das nächste Montagsspiel (18 Uhr) in der kommenden Woche zuhause gegen die SGS Essen.

1. FC Köln: Fuchs – Gerhardt, Degen, Agrez, Wiankowska – Feiersinger, Vogt (86. Bohnen), Achcinska – Stolze (75. Andrade), Jessen, Wiankowska. Tore: 1:0/2:1 Beerensteyn (4./68.), 1:1 Wiankowska (22.).


Vertrag verlängert: Auch Vanessa Leimenstoll bleibt bis 2028 beim 1. FC Köln

Vanessa Leimenstoll verlängert beim FC
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Vertrag verlängert: Auch Vanessa Leimenstoll bleibt bis 2028 beim 1. FC Köln

Die nächste Vertragsverlängerung gibt es bei den Frauen des 1. FC Köln: Vanessa Leimenstoll verlängert ihren Kontrakt bis 2028 beim FC. Die Offensivspielerin trägt seit 2024 das Trikot der Kölnerinnen.

Bei den Fußballerinnen der Geißböcke wird die Zukunftsplanung in großen Schritten vorangetrieben. Nach den Trainerinnen Britta Carlson und Jacqueline Dünker sowie der Defensivspielerin Amelie Bohnen gibt es nun die nächste Unterschrift. Vanessa Leimenstoll bleibt den Kölnerinnen bis 2028 erhalten.

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Nach dem 1:0-Erfolg über den SC Freiburg am vergangenen Wochenende dürfen die Kölnerinnen sogar von der Königsklasse träumen. Am Abend steht das nächste Spiel an – die Geißböcke treten in Wolfsburg (18 Uhr) an. Zuvor haben die Kölner Verantwortlichen aber die nächste Personalie unter Dach und Fach gebracht. Nach den Vertragsverlängerungen von Trainerin Britta Carlson sowie Assistent-Trainerin Jacqueline Dünker und Abwehrspielerin Amelie Bohnen gibt es nun die nächste Kontrakt-Ausweitung bei einer Spielerin. Vanessa Leimenstoll hat ihren Vertrag bis 2028 unterschrieben.

„Vanessa Leimenstoll ist für uns auf und neben dem Platz von enormem Wert. Mit ihrer Energie, Mentalität und Spielfreude reißt sie das Team mit und sorgt immer wieder für besondere Momente“, sagte Nicole Bender-Rummler, Bereichsleiterin Frauenfußball & FC-Akademie weiblich. „Ihre Entwicklung ist noch lange nicht abgeschlossen – umso mehr freut es uns, dass Vanessa ihren Weg weitere 2,5 Jahre mit uns geht.“

„Der FC ist für mich in meiner Zeit ein Stück Heimat geworden“

Seit 2024 spielt Leimenstoll bereits für die Geißböcke, wechselte von der TSG Hoffenheim an den Rhein. Die 24-Jährige kam in dieser Spielzeit 14 Mal zum Einsatz, wartet aber bislang noch auf einen Scorer. „Wir haben uns, besonders in dieser Saison, als Mannschaft sehr positiv entwickelt. Ich fühle mich beim FC sehr wohl. Unser Zusammenhalt in der Mannschaft ist einfach brutal schön“, sagte Leimenstoll. „Ich habe meinen Vertrag verlängert, weil ich unbedingt weiter in diesem Team spielen und für unsere Erfolge arbeiten möchte. Der FC ist für mich in meiner Zeit ein Stück weit Heimat geworden.“ Nun wird die Offensivspielerin dem FC bis zum Jahr 2028 erhalten bleiben.

Am Abend sind die Kölnerinnen zu Gast beim VfL Wolfsburg. Mit einem Erfolg gegen den Tabellenzweiten würde der FC auf Rang fünf springen.


„War schon überrascht“: Torfrau des 1. FC Köln Irina Fuchs blickt auf turbulente Monate zurück

Keeperin Irina Fuchs vom 1. FC Köln
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„War schon überrascht“: Torfrau des 1. FC Köln Irina Fuchs blickt auf turbulente Monate zurück

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln befinden sich nach dem ersten Spieltag der Rückrunde plötzlich in Reichweite der Europapokal-Plätze. Am Montagabend (18 Uhr) steht eine Reifeprüfung beim VfL Wolfsburg an. Dort dürfte Irina Fuchs im FC-Tor wieder besonders im Fokus stehen: Die Frauen des 1. FC Köln sind zu Gast in Wolfsburg.

FC-Keeperin Irina Fuchs blickt vor dem anstehenden Duell gegen die Frauen des VfL im Gespräch auf ihre turbulenten Monate in Köln zurück und nennt ihr Erwartungen für das anstehende Spiel. Die Frauen des 1. FC Köln sind zu Gast in Wolfsburg.

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Im Tor schien der 1. FC Köln im Sommer gut aufgestellt zu sein. Mit Aurora Mikalsen hatte sich der Winter-Transfer des Vorjahres als Glücksgriff erwiesen. Dazu holte der FC im Sommer Lisa Schmitz aus Wolfsburg. Mit Paula Hoppe als Eigengewächs schien die Torwart-Position gut besetzt zu sein, auch wenn Mikalsen zu Saisonbeginn noch angeschlagen war. Doch noch vor dem Saisonstart verletzte sich auch Paula Hoppe und es war direkt klar, dass das Talent längerfristig fehlen würde. Die Verantwortlichen reagierten schnell und verpflichteten Irina Fuchs vom FC Basel. Die Schweizerin startete wenige Tage vor ihrem 20. Geburtstag das Abenteuer, erstmals ins Ausland zu wechseln. Fuchs war als Nummer drei hinter Mikalsen und Schmitz eingeplant.

Irina Fuchs zahlt das in sie gesetzte Vertrauen zurück

Doch nach Mikalsen verletzte sich auch noch Lisa Schmitz und so schlug im Oktober plötzlich die Stunde der Irina Fuchs. Die Schweizerin feierte ihr Debüt just im Derby gegen Bayer Leverkusen (2:2). „Ich war schon überrascht, weil ich nie damit gerechnet hatte, dass ich so schnell nach dem Transfer auch im Tor stehe“, äußerte die Torhüterin im Gespräch mit dieser Redaktion rückblickend und ergänzte: „Ich habe mir vor dem Spiel dann gar nicht so viele Gedanken gemacht und von Tag zu Tag gedacht.“ Dabei habe sich Fuchs nach ihrem Wechsel durchaus umstellen müssen: „Es ist hier alles einen Tick schneller und körperlicher. Zudem ist es hier beim 1. FC Köln auch noch einmal deutlich professioneller als in der Schweiz. Die Voraussetzungen hier sind auch viel besser. Ich habe in den ersten Wochen etwas gebraucht, um mich an dieses Tempo zu gewöhnen.“

Fuchs beeindruckte jedoch mit konstanten Leistungen und zahlte so das Vertrauen der Trainerin Britta Carlson zurück. Und nach dem gehaltenen Elfmeter gegen Freiburg in der Nachspielzeit, der am vergangenen Wochenende den 1:0-Sieg zum Jahresstart sicherte, ernannte Carlson die Schweizerin auch öffentlich für die nähere Zukunft zur Nummer eins, obwohl Schmitz und Mikalsen mittlerweile wieder im Training sind: „Ich freue mich sehr darüber, auch dass ich vom Staff und Verein so ein Vertrauen erhalte“, kommentierte die Keeperin. Der Austausch mit ihren Rivalinnen um den Platz zwischen den Pfosten sei sehr gut: „Sie unterstützen mich sehr, das spüre ich. Wir sind zusammen ein sehr gutes Torwart-Team.“

“Wir treffen auf einen sehr starken Gegner“

Ob sie heimlich in Richtung Champions-League-Plätze schiele? Immerhin stünde der FC bereits auf diesem Platz, hätte er das Heimspiel vor Weihnachten gegen Jena gewonnen. Fuchs blieb bescheiden: „Wir wollen einen einstelligen Tabellenplatz erreichen und so viele Punkte wie möglich sammeln.“

Am Montagabend in Wolfsburg wird sie zweifellos wieder im Fokus stehen: „Wir treffen auf einen sehr starken Gegner, der wahrscheinlich viel in unserer Hälfte sein wird. Wir wollen dagegenhalten und durch Umschalt-Momente unsere Chancen kreieren. Und es wird bei Wolfsburgs Offensivpower mit Sicherheit auch der eine oder andere Schuss auf unser Tor kommen.“ Sollte in Niedersachsen ein Achtungserfolg gelingen, dürfte die Frage nach dem Europapokal sicher so schnell nicht verstummen.


Vertrag verlängert: Amelie Bohnen bleibt bis 2028 beim 1. FC Köln

Amelie Bohnen bleibt weiter beim 1. FC Köln
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Vertrag verlängert: Amelie Bohnen bleibt bis 2028 beim 1. FC Köln

Auch die Frauen des 1. FC Köln arbeiten an der Zukunft: Amelie Bohnen verlängert bis 2028. Die Defensivspielerin trägt seit 2024 das Trikot der Kölnerinnen.

Das Jahr 2026 ist für die Fußballerinnen der Geißböcke bislang ein sehr erfolgreiches. Zunächst wurde der Kontrakt mit Trainerin Britta Carlson verlängert, dann feierten die Kölnerinnen gegen Freiburg einen Auftakt nach Maß und nun hat mit Amelie Bohnen auch eine Spielerin ihren Kontrakt verlängert.

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Nach dem 1:0-Erfolg über den SC Freiburg dürfen die Kölnerinnen sogar von der Königsklasse träumen. Aktuell belegt der FC Rang sechs, es fehlen nur drei Zähler bis zum dritten Platz. Und im Hintergrund wird auch personell an der Zukunft gearbeitet. Nach den Vertragsverlängerungen von Trainerin Britta Carlson sowie Assistent-Trainerin Jacqueline Dünker gibt es nun auch die erste Kontrakt-Ausweitung bei einer Spielerin. Amelie Bohnen hat ihren Vertrag bis 2028 unterschrieben. „Amelie Bohnen hat ihr großes Potenzial immer wieder unter Beweis gestellt. Leider wurde ihre Entwicklung in der Vergangenheit durch Verletzungspech gebremst – andernfalls hätte sie deutlich mehr Einsätze für uns absolvieren können“, sagte Nicole Bender-Rummler, Bereichsleiterin Frauenfußball & FC-Akademie weiblich. „Mit der Vertragsverlängerung setzen wir ein klares Zeichen unseres Vertrauens in Amelie und freuen uns sehr darauf, ihren weiteren Weg gemeinsam mit ihr zu gestalten.“

„Beim FC zu spielen, ist einfach etwas ganz Besonderes“

Seit 2024 spielt Bohnen für die Geißböcke, wechselte vom SC Sand an den Rhein. Nun fühlt sich die Defensivspielerin in der Domstadt heimisch. „Ich fühle mich beim FC extrem wohl. Hier habe ich die für mich beste Möglichkeit, mich weiterzuentwickeln. Es ist enorm, wie viel der gesamte Club für den Frauen-Fußball macht“, sagt Bohnen. „Beim FC zu spielen, ist einfach etwas ganz Besonderes. Deswegen war es für mich eine leichte Entscheidung hier zu bleiben und meinen Vertrag zu verlängern.“ Bohnen spielte zunächst bei Borussia Mönchengladbach, wechselte dann nach Hoffenheim und kam über Sand zum FC. Die 24-jährige Innenverteidigerin kommt in dieser Saison auf sieben Einsätze bei den Kölner Fußballerinnen.


Trainerin des 1. FC Köln bestätigt nach dem Spiel: Irina Fuchs bleibt weiter die Nummer eins im Tor

Britta Carlson beim Spiel der Frauen des 1. FC Köln in Essen
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Trainerin des 1. FC Köln bestätigt nach dem Spiel: Irina Fuchs bleibt weiter die Nummer eins im Tor

Die Frauen des 1. FC Köln sind am Samstag mit einem Sieg für die Moral ins neue Jahr gestartet, der direkt Schwung für die nächsten Aufgaben bringen dürfte. Dabei machten es die Fußballerinnen des FC gegen Ende nochmal spannend.

Irina Fuchs avancierte dabei in der Schlussminute zur Matchwinnerin – und ist spätestens damit vorerst zur festen Nummer eins aufgestiegen, wie auch die Trainerin nach dem Spiel bestätigte. Die Frauen des 1. FC Köln sind mit einem Sieg ins neue Jahr gestartet.

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Fast wäre es dem 1. FC Köln ergangen wie so oft und das Team hätte sich um den verdienten Lohn gebracht. Die Kölnerinnen verpassten es in Überzahl, aus einer Vielzahl guter Möglichkeiten das vorentscheidende 2:0 zu erzielen – und damit die drei Punkte zum Jahresstart abzusichern. In der Schlussminute bescherte eine Unachtsamkeit der Kölner Abwehr dem Gegner plötzlich die Chance auf einen mehr als schmeichelhaften Punktgewinn. Wie viel zu häufig in der Vergangenheit schien sich der FC damit noch einzureißen, was er während des Spiels aufgebaut hatte.

Ein wichtiger Sieg für die Moral

Doch Torhüterin Irina Fuchs wurde zur Matchwinnerin, wehrte den – zugegebenermaßen schlecht geschossenen – Elfmeter der Freiburgerinnen mit dem Fuß ab und sicherte dem FC damit den wichtigen Sieg für die Moral. Ein Ausgleich in der Nachspielzeit wäre sicherlich ein großer psychologischer Nackenschlag für das Team gewesen, entsprechend versank die Keeperin nach ihrer Parade auch unter ihren jubelnden Mitspielerinnen. Für Fuchs hält der Höhenflug der letzten Monate damit an. Die 20-jährige Schweizerin wechselte erst im September als Ersatz für die langzeitverletzte Ersatzkeeperin Paula Hoppe kurz vor Saisonbeginn vom FC Basel ans Geißbockheim.

Da sich jedoch nacheinander Aurora Mikalsen und Lisa Schmitz verletzten, schlug plötzlich die Stunde von Irina Fuchs. Die 1,74 Meter große Torhüterin stand seit dem fünften Spieltag am 16. Oktober, einem 2:2 zuhause gegen Leverkusen, in jedem Spiel zwischen den Pfosten – und überzeugte dabei durchaus mit konstanten Leistungen. Schmitz und Mikalsen sind nach ihren überstandenen Verletzungen wieder zurück im Mannschaftstraining und drängen in den kommenden Wochen sicherlich zurück in die Startelf. Angesprochen auf dieses Luxus-Problem entgegnete die Trainerin Britta Carlson nach dem Spiel: „Ich setze Irina nicht auf die Bank. Wir haben das auch schon vor dem Spiel klar kommuniziert.“ Einzig in der Öffentlichkeit habe sie dies so nicht bekanntgemacht, „damit sie ein bisschen weniger Druck hat“.

„Keine einfache Situation“

Für die beiden Platzhirsche Schmitz und Mikalsen sei es „keine einfache Situation, aber sie gehen es hundert Prozent professionell an, supporten Irina und stehen fürs Team ein.“ Mit Blick auf das Spiel gegen Freiburg konstatierte Carlson: „Ich glaube, ich habe heute mein erstes graues Haar bekommen, weil wir es einfach vorher für uns hätten entscheiden können. Dann ist es ein bisschen typisch für uns, dass wir noch mal ins Straucheln kommen durch eine blöde Situation. Es ist aber schön, dass wir eine junge Torfrau haben, die dann auch vielleicht das nötige Glück hat. Das nötige Glück haben wir uns heute und vielleicht auch über die ganze Saison erarbeitet. Deswegen bin ich extrem stolz auf die Mannschaft, dass wir das Spiel jetzt mal gezogen haben. Wir sind über die Monate ein bisschen reifer geworden.“


Elfmeter verwandelt, Elfmeter gehalten: Martyna Wiankowska und Irina Fuchs bescheren FC-Frauen perfekten Einstand

Die Frauen des 1. FC Köln jubeln nach einem Tor
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Elfmeter verwandelt, Elfmeter gehalten: Martyna Wiankowska und Irina Fuchs bescheren FC-Frauen perfekten Einstand

Erfolgreicher Jahresauftakt für die Fußballerinnen des FC: Die Frauen des 1. FC Köln gewinnen in der Bundesliga gegen den SC Freiburg mit 1:0 (1:0). Martyna Wiankowska erzielt den einzigen Treffer per Elfmeter, Irina Fuchs hält einen Strafstoß.

Einen Tag vor dem Gastspiel der Männer in Freiburg haben die Fußballerinnen der Geißböcke im Duell mit dem Sportclub vorgelegt: Der 1:0-(1:0)-Erfolg für den FC war die erhoffte Revanche für die Niederlage im Hinspiel und ein erfolgreicher Auftakt ins neue Kalender-Jahr. Ein verwandelter Handelfmeter von Martyna Wiankowska gab dabei letztlich den Ausschlag. Irina Fuchs sicherte den Kölner Sieg mit einer Elfmeter-Parade in der Nachspielzeit. Die Kölnerinnen sprangen in der Tabelle vorerst auf den sechsten Platz.

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Die Anfangsphase stand im Zeichen des Protests beider Fanlager: Um ihrer Abneigung gegen die ungeliebten Montagsspiele, die es seit 2023 in der Bundesliga gibt, neben den Bannern hinter beiden Toren noch mehr Nachdruck zu verleihen, schwiegen die Kölner und Freiburger Fans die ersten 14 Minuten der Partie. Auf dem Rasen tat sich bis dahin wenig: Die Kölnerinnen waren bemüht, das Spiel in der Hälfte der Breisgauerinnen zu halten, kamen dabei aber zu keiner zwingenden Torgefahr. Die Freiburgerinnen lauerten ihrerseits auf die Lücke in der Kölner Abwehr, die sich allerdings zunächst nicht auftun wollte. In der FC-Defensive sorgte unter anderem Celina Degen für Stabilität, die ihren 50. Bundesliga-Einsatz im Kölner Trikot absolvierte.

Wiankowska behält die Nerven

Brenzlig wurde es erst, als Laura Vogt einen Ball im Sechzehner genau vor die Füße von Svenja Fölmli klärte, doch die Freiburgerin war offenbar selbst überrascht aufgrund der plötzlichen Chance und schoss deutlich über das FC-Tor (22.). Die Kölnerinnen blieben auch in der Phase danach zwar bemüht, aber in der Offensive glücklos und kamen zu keinen guten Abschluss-Möglichkeiten. Stattdessen hätte der SCF zwingend in Führung gehen müssen: Meret Felde bediente nach einem Kölner Ballverlust die mitgelaufene Leela Egli quer im Sechzehner, die freistehend das 0:1 hätte erzielen müssen, jedoch an der Torhüterin Irina Fuchs scheiterte (34.).

Die aufgerückte Sara Agrez besaß noch die beste Chance für die Gastgeberinnen, scheiterte aus spitzem Winkel aber an der Keeperin Laura Benkarth (40.). Kurz danach wurde es aufregend: Die bis dahin blasse Sandra Jessen setzte vom linken Flügel zur Flanke an, doch der Ball sprang Greta Stegemann im Sechzehner an den Arm. Die Schiedsrichterin Lara Wolf zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Martyna Wiankowska behielt die Nerven und verwandelte rechts unten zum 1:0 (43.). Zoe Hasenauer hatte danach sogar die Chance zum 2:0, scheiterte aus spitzem Winkel aber an Benkarth (45.). Der Führungstreffer wirkte wie ein Weckruf für die Gastgeberinnen.

Irina Fuchs sichert den Sieg

Sandra Jessen verpasste kurz nach dem Seitenwechsel die Vorentscheidung, als ihr Schuss nach hohem Zuspiel in die Spitze aus dem Mittelfeld von Laura Vogt am langen Eck vorbeiflog (50.). Die Gastgeberinnen wurden mit zunehmender Spielzeit immer Spiel bestimmender – und die Gäste dezimierten sich selbst: Die bereits verwarnte Nia Szenk sah für einen rüden Rempler gegen die eingewechselte Weronika Zawistowska die gelb-rote Karte (65.). Kurz danach verpasste Jessen freistehend nach hoher Flanke aus dem Mittelfeld von Sylwia Matysik den zweiten Treffer und legte die Kugel am Tor vorbei (66.). Matysik kam erst wenige Momente zuvor ins Spiel und feierte ihr Bundesliga-Comeback nach auf den Tag genau vier Monaten.

In der Schlussminute wurde es aber noch einmal hektisch: Celina Degen brachte Freiburgs Kapitänin Lisa Karl im Fünfmeterraum per Schubser zu Fall. Die Gäste hatten plötzlich vom Elfmeterpunkt die Chance auf einen schmeichelhaften Punktgewinn. Freiburgs Luca Birkholz scheiterte mit dem schwach halbhoch geschossenen Elfmeter jedoch an Irina Fuchs, die mit dem Fuß abwehren konnte (90.+1).

Sechster Platz für FC-Frauen

Unterm Strich war der Kölner Sieg trotz der weitgehend zaghaften ersten Hälfte aufgrund der zweiten 45 Minuten absolut verdient. Insbesondere in Unterzahl hatten die Gäste in der Schlussphase nichts mehr entgegenzusetzen. Die Kölnerinnen verpassten es mit gleich mehreren Möglichkeiten, die Führung noch weiter auszubauen, sprangen durch den Dreier zum Jahres-Auftakt in der Tabelle sogar vorerst auf den sechsten Platz und schoben sich dabei auch am Gegner SC Freiburg vorbei. Für den 1. FC Köln geht es am übernächsten Montag (2. Februar, 18 Uhr) beim VfL Wolfsburg weiter.

1. FC Köln: Fuchs – Gerhardt (63. Matysik), Degen (90.+3 Bohnen), Agrez, Wiankowska – Donhauser (83. Leimenstoll), Vogt, Feiersinger, Stolze (63. Zawistowska) – Hasenauer (63. Bremer), Jessen. Tor: 1:0 Wiankowska (43., Handelfmeter). Zuschauer: 1530. Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte gegen Szenk (Freiburg/65.), Fuchs hält Foulelfmeter von Birkholz (90.+1).


„Haben etwas gutzumachen“: Frauen des 1. FC Köln sinnen zum Jahres-Auftakt auf Revanche

Jubel bei den Spielerinnen des 1. FC Köln
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„Haben etwas gutzumachen“: Frauen des 1. FC Köln sinnen zum Jahres-Auftakt auf Revanche

Die Frauen-Bundesliga kehrt aus ihrer kurzen Winterpause zurück. Für den 1. FC Köln startet das neue Jahr am Samstagmittag (12 Uhr) mit einem Heimspiel. Eine Abwehr-Spielerin steht vor einem Jubiläum und vom DFB gab es gleich zwei positive Nachrichten für den 1. FC Köln: Die Frauen treffen am Samstag auf den SC Freiburg.

Die FC-Frauen haben gegen die Breisgauerinnen noch etwas gutzumachen – müssen aber auf ihren Mittelfeld-Motor verzichten im Duell des 1. FC Köln: Die Frauen treffen am Samstag auf den SC Freiburg.

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An den 12. September des vergangenen Jahres denkt man am Geißbockheim nicht gerne zurück. Die FC-Frauen waren an jenem Freitagabend zu Gast im Breisgau, verloren das Gastspiel beim SC Freiburg durch ein Gegentor in der Schlussphase mit 0:1. Zum Auftakt des neuen Kalenderjahrs kommt es im Franz-Kremer-Stadion zum Wiedersehen mit dem SCF – und die Kölnerinnen haben das erste Aufeinandertreffen der Saison noch nicht vergessen, wie auch Trainerin Britta Carlson erwähnte: „Gegen Freiburg waren wir in der Hinrunde das bessere Team und haben unglücklich verloren. Insofern haben wir da noch eine Rechnung offen, auch wenn sich beide Teams seither weiterentwickelt haben.“ Zudem setzte es im letzten Heimspiel kurz vor Weihnachten eine frustrierende 0:1-Niederlage gegen Jena. „Insofern haben wir da etwas wiedergutzumachen“, konstatierte die Trainerin.

50. Bundesliga-Einsatz im Geißbock-Trikot?

Dabei muss Carlson jedoch ausgerechnet auf den robusten Mittelfeld-Motor verzichten: Adriana Achcinska fehlt am Samstagmittag gelbgesperrt. Ansonsten fallen Taylor Ziemer, Marina Hegering und Dora Zeller aus. Im Tor entspannt sich die Situation allmählich. Lisa Schmitz und Aurora Mikalsen stehen wieder auf dem Trainingsplatz – und könnten sogar schon kurzfristig wieder in den Spieltagskader rutschen. „Man merkt in jeder Trainingseinheit, dass beide wieder zu ihrer alten Stärke zurückfinden“, merkte Carlson an. In der Abwehr steht derweil eine Spielerin vor einem FC-Jubiläum: Celina Degen könnte gegen Freiburg ihren 50. Bundesliga-Einsatz im Geißbock-Trikot absolvieren. Die österreichische Nationalspielerin wechselte 2022 nach Köln und gehört zu den Stammspielerinnen in der Defensive.

Neben Degen könnte schon bald auch wieder Sylwia Matysik auf dem Rasen stehen. Die polnische Nationalspielerin feierte im Testspiel gegen Ajax Amsterdam (1:1) ihr Comeback nach mehrmonatiger Verletzungspause. „Sie ist gut in die Vorbereitung gestartet, war aber auch lange raus und muss erst einmal wieder in ihren Rhythmus kommen“, berichtete Carlson und ergänzte: „Sie ist eine Spielerin, die auf mehreren Positionen einsetzbar ist, in der Außen- und Innenverteidigung. Ich bin froh, dass sie zurück ist, weil sie eine erfahrene, dynamische Spielerin ist. Wenn sie gesund und fit ist, wird sie uns wieder sehr helfen.“

„Wir wissen, dass das noch ein weiter Weg ist“

Außer gegen Amsterdam testeten die FC-Frauen auch gegen den Zweitligisten Borussia Mönchengladbach, kamen dort zu einem 4:1-Sieg. „Gegen Mönchengladbach war ich mit der ersten Hälfte gar nicht einverstanden. Da haben mir die Körpersprache und die Einstellung bei uns gefehlt, die ich gerne haben möchte und die wir brauchen. In der zweiten Hälfte haben wir das besser umgesetzt“, blickte die Trainerin zurück und arbeitete dabei einen Umstand hervor: „Wir haben uns in der ersten Hälfte bewusst mit dem Coaching zurückgehalten. Wir möchten, dass die Verantwortung mehr bei den Spielerinnen liegt und sie selbstständige Entscheidungen auf dem Platz treffen. Wir wissen, dass das noch ein weiter Weg ist und dass die Mannschaft von draußen ein bisschen mehr Hilfe braucht. Aber es wird immer besser.“

Gegen Freiburg wird Carlson zweifellos wieder lautstark von der Seitenlinie ins Spiel eingreifen. Ihre Assistentin Jacqueline Dünker vertritt übrigens in diesem Jahr den 1. FC Köln beim DFB-Trainer-Lehrgang zum Erwerb der Pro-Lizenz. „Wir haben sie alle ermutigt, den Lehrgang zu absolvieren. Ich finde es äußerst wichtig, dass alle Trainer in unserem Team ihre  höchstmögliche Lizenz machen“, kommentierte Carlson.

Und es gab sogar noch eine zweite gute Nachricht für den FC aus Frankfurt in den letzten Tagen: Die Akademie weiblich des 1. FC Köln wurde zum neuen Jahr als DFB-Leistungszentrum zertifiziert. In der Akademie sollen in Zukunft noch mehr Nachwuchsspielerinnen zu Bundesligaspielerinnen ausgebildet werden. Nun ist es aber an den FC-Frauen, auch sportlich direkt zum Start positive Schlagzeilen zu schreiben.


„Deswegen freue ich mich sehr auf die Zukunft“: Der 1. FC Köln verlängert den Vertrag mit Britta Carlson

Der 1. FC Köln verlängert den Vertrag mit Britta Carlson
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„Deswegen freue ich mich sehr auf die Zukunft“: Der 1. FC Köln verlängert den Vertrag mit Britta Carlson

Nach der positiven Entwicklung der FC-Frauen setzt der Verein ein Zeichen und belohnt die Arbeit der Cheftrainerin: Der 1. FC Köln verlängert den Vertrag mit Britta Carlson.

Nach einer bisher sehr erfolgreichen Saison in der Frauen-Bundesliga verkündete der FC am Freitagnachmittag eine weitere Personalie: Der 1. FC Köln verlängert den Vertrag mit Britta Carlson.

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Mit der aktuellen Situation können die Fußballerinnen des 1. FC Köln wahrlich zufrieden sein. Denn die Mannschaft von Trainerin Britta Carlson spielt die beste Saison in der Geschichte des Clubs und steht auf Platz acht der Tabelle der Google Pixel Frauen-Bundesliga. Kein Wunder also, dass der FC mit Cheftrainerin Carlson zufrieden ist. Wie zufrieden zeigten die FC-Verantwortlichen mit der vorzeitigen Vertragsverlängerung bis zum 30. Juni 2028. Das gab der Verein am Freitagnachmittag bekannt. Carlsons Arbeitspapier wäre erst im Sommer 2026 ausgelaufen. Die Frauenmannschaft der Geißböcke übernahm die 47-Jährige im Januar 2025, nachdem sie zuvor sechs Jahren beim DFB Co-Trainerin der A-Nationalmannschaft der Frauen war.

Britta Carlson freut sich auf die Zukunft beim 1. FC Köln

„Ich möchte mich beim 1. FC Köln und insbesondere bei Nicole Bender-Rummler für das Vertrauen bedanken. Das erste Jahr als Cheftrainerin in meiner Karriere liegt hinter mir. Mein Team, der Club, die Stadt und die Fans haben es mir von Anfang an leicht gemacht, mich hier sehr wohlzufühlen und eine Basis geschaffen, um erfolgreich zu arbeiten“, so Carlson. „Die Entwicklung unserer Mannschaft und unsere ambitionierten Ziele sind noch lange nicht am Ende. Deswegen freue ich mich sehr auf die Zukunft in einem ganz besonderen Club.“

Auch Nicole Bender-Rummler, Bereichsleiterin Frauenfußball & FC-Akademie weiblich äußerte sich zur Personalie: „Ich freue mich sehr, dass wir den Vertrag mit Britta Carlson verlängert haben und unsere vertrauensvolle Arbeit gemeinsam fortsetzen“, so Bender-Rummler. „Unsere Mannschaft hat unter ihr eine großartige Entwicklung genommen. Die Handschrift von Britta ist klar erkennbar. Britta ist akribisch, ehrgeizig und hat ein sehr gutes Gespür für den Umgang mit ihrer Mannschaft. Es ist ein wichtiges Zeichen für unseren Frauenfußball, dass wir den eingeschlagenen Weg zusammen erfolgreich weitergehen können.“

Frauen-Sportchefin des 1. FC Köln Nicole Bender-Rummler im Interview: „Fleiß wird immer belohnt“

Nicole Bender-Rummler spricht über den 1. FC Köln
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Frauen-Sportchefin des 1. FC Köln Nicole Bender-Rummler im Interview: „Fleiß wird immer belohnt“

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln haben die beste Bundesliga-Hinrunde der Vereinsgeschichte gespielt. Die Bereichsleiterin für den FC-Frauenfußball ist in diesen Wochen entsprechend bester Laune. Nicole Bender-Rummler vom 1. FC Köln im Interview.

Die 43-Jährige äußerte sich gegenüber come-on-fc.com unter anderem zum bisherigen Saison-Verlauf, den kommenden Zielen und der Zukunft der Trainerin. Nicole Bender-Rummler vom 1. FC Köln im Interview.

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Die FC-Frauen haben ihre historisch erfolgreiche Hinrunde kurz vor Weihnachten mit dem 1:0-Erfolg zum Rückrundenstart in Leipzig gekrönt. Entsprechend gingen alle Beteiligten mit zufriedenen Gesichtern in die Weihnachtspause. Wenige Tage nach dem geglückten Jahresabschluss in Leipzig traf sich die Redaktion mit der Bereichsleiterin für den Frauenfußball beim FC, Nicole-Bender-Rummler, für eine Zwischenbilanz zur Saison-Mitte. Die gebürtige Ludwigshafenerin, die mittlerweile jedoch seit Jahren mit Herz und Seele für den FC und die Domstadt brennt, äußerte sich dabei über…

…den holprigen Saisonstart: „Für mich war es von Anfang an klar, dass sehr viel Potenzial in der Mannschaft steckt. Der Anfang war holprig, aber wir wussten direkt nach den Spielen, was wir zukünftig besser machen müssen, um die Punkte einzufahren. Fleiß wird am Ende immer belohnt.“

„Das ist der nächste Entwicklungsschritt…“

…die Stärke des aktuellen Kaders: „Wir haben den Kader als Erfahrungswert der letzten Jahre breiter, aber auch qualitativ besser aufgestellt. Selbst jetzt, wenn drei von vier Torhüterinnen ausfallen, haben wir immer noch eine Frau im Tor, die Bundesliga-Niveau hat. Das ist nur eine Personalie von vielen. Natürlich geht es auch um Tore. Die Offensive hat es auch sehr gut gemacht, unter anderem mit Sandra Jessen und Pauline Bremer. Genau das hat uns in den letzten Jahren gefehlt. Wer hätte gedacht, dass sich eine Spielerin des 1. FC Köln mal oben in der Torjägerinnenliste platziert? Und wir sind endlich in der Defensiv wirklich stabiler geworden. Zudem ist unser Spiel attraktiver geworden, das ist auch in den verschiedenen Spielphasen zu sehen.“

…Verbesserungsmöglichkeiten: „Das sind leider die Spiele, in denen wir vermeintlich in der Favoritenrolle waren. Das ist der nächste Prozess, bei dem wir uns weiterentwickeln wollen. Es war für uns alle sehr enttäuschend, dass wir gegen Sand aus dem DFB-Pokal geflogen sind. Oder auch die Niederlage gegen Jena. Das ist der nächste Entwicklungsschritt, dass wir mit der Favoritenrolle besser umgehen müssen.“

…die Verlängerung des auslaufenden Vertrags von Trainerin Britta Carlson: „Wir sind gerade in guten Gesprächen. Einen genauen Termin haben wir noch nicht, aber beide Seiten können sich sehr gut vorstellen, die Zukunft des 1. FC Köln gemeinsam zu gestalten.“

„Es wird ein paar Veränderungen geben“

…ein Dutzend im Sommer auslaufende Verträge von Spielerinnen: „Da ist es sehr gut, dass wir sportlich so gut dastehen und schon jetzt in die Planung für den Sommer gehen können. Wir sind in Gesprächen und ich gehe davon aus, dass wir zeitnah schon die ersten Vertragsverlängerungen verkünden können. Was ich jetzt schon sagen kann: Es wird keinen Riesenumbruch geben, wie in den vergangenen Jahren, weil wir den Kern jetzt einfach für uns gefunden haben. Die Mannschaft hat sich gefunden. Es wird ein paar Veränderungen geben,  zu einer Zusammenarbeit gehören immer zwei Parteien. Aber es ist so, dass ein Großteil verlängern wird.“

…die Verletzung der Kapitänin Marina Hegering: „Jeder Körper reagiert unterschiedlich auf eine Verletzung. Daher ist es schwierig, das genau abzuschätzen. Marina wird schon eine gewisse Zeit fehlen. Sie wird aber auf jeden Fall in der Rückrunde noch Spiele für uns machen.“

…die Ziele für die Zukunft: „Wir wollen die Saison positiv abschließen. In der Rückrunde wollen wir die Punkte, die wir in der Hinrunde für unseren Anspruch unnötigerweise haben liegenlassen, noch zusätzlich holen. Perspektivisch werden wir nicht die nächsten fünf Jahre von einem frühzeitigen Klassenerhalt sprechen, das ist klar.  Aber wir müssen bodenständig bleiben und Schritt für Schritt gehen.“

Die FC-Frauen sind am vergangenen Samstag nach der kurzen Weihnachtspause wieder ins Training gestartet. In der Bundesliga geht es am 24. Januar (12 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den SC Freiburg weiter.

Das Gespräch führte Daniel Mertens

21 Punkte dank Jessens neuntem Tor: Frauen des 1. FC Köln bejubeln geglückten Jahres-Abschluss in Leipzig

Die FC-Frauen jubeln nach dem Sieg
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21 Punkte dank Jessens neuntem Tor: Frauen des 1. FC Köln bejubeln geglückten Jahres-Abschluss in Leipzig

Die Fußballerinnen des FC haben sich mit einem Sieg in die Winterpause verabschiedet: Die Frauen des 1. FC Köln gewannen zum Rückrunden-Auftakt der Bundesliga bei RB Leipzig mit 1:0 (0:0) und knackten damit die 20-Punkte-Marke in dieser Saison.

Die Frauen des 1. FC Köln gewannen bei RB Leipzig mit 1:0. Damit gelang auch die erfolgreiche Wiedergutmachung nach dem Jena-Fehltritt eine Woche zuvor.

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Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre Start-Formation zum Jahres-Abschluss zum Vergleich zur 0:1-Heimpleite gegen Jena nur auf einer Positionen: Laura Vogt kehrte nach ihrer Gelb-Sperre zurück in die erste Elf und ersetzte dort die am Fuß verletzte Vanessa Leimenstoll. Emilia Asgeirsdottir setzte bedrängt von der nacheilenden Martyna Wiankowska einen Schuss ans Kölner Außennetz (4.). Direkt im Gegenzug wurde es hitzig in der Leipziger Hälfte: Adriana Achcinska passte aus dem Mittelfeld in die Spitze in den Lauf der durchstartenden Sandra Jessen. Die Stürmerin wurde jedoch von Julia Magerl zu Fall gebracht, auch die Keeperin Elvira Herzog war bereits aus ihrem Tor geeilt, um zu klären (5.). Der anschließende Freistoß aus gefährlicher Situation von Wiankowska knapp vor dem Strafraum blieb jedoch in der RB-Abwehr hängen.

Jessen mit neuntem Saisontreffer

Wenig später hätte sich RB den Ball fast selbst ins Tor gelegt: Elvira Herzog passte die Kugel genau in den Fuß von Laura Feiersinger, die direkt zu Achcinska ablegte. Deren zu schwacher Abschluss war jedoch keine Mühe für Herzog (12.). Und obwohl das Spiel bis dahin zumeist in ihrer Hälfte stattfand, besaßen die Leipzigerinnen die beste Torchance: Annabel Schaschings Schuss innerhalb des Sechzehners landete in hohem Bogen an der Kölner Latte. Den Abpraller von Delice Boboy kratzte Anna Gerhardt von der Torlinie und der dritte Versuch von Asgeirsdottir aus spitzem Winkel landete nur am FC-Außennetz (19.).

Die Kölnerinnen gaben die Partie danach jedoch aus den Händen, RB war fortan tonangebend, kam jedoch zu keinen zwingenden Torchancen mehr bis zur Halbzeit. Dafür strich ein abgefälschter Schuss von Wiankowska in der Nachspielzeit plötzlich nur knapp am Leipziger Tor vorbei (45.+2). Die FC-Frauen wechselten zur zweiten Hälfte: Lydia Andrade ersetzte die angeschlagene Pauline Bremer. Und die Gäste starteten furios. Zunächst köpfte Sandra Jessen einen Freistoß von Laura Vogt am Fünfer nur an die Latte (47.). Wenige Augenblicke später servierte abermals Vogt einen Ball hoch in den Strafraum, Laura Feiersinger legte ab und Jessen hatte aus kurzer Distanz keine Probleme, zum 1:0 für den FC einzuschieben (48.). Es war der neunte Saisontreffer der Isländerin.

FC-Frauen überwintern auf Platz acht

Mit zunehmender Spieldauer entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, der jedoch lange ohne zwingende Torraum-Szenen blieb. Jessen scheiterte nach einem Aussetzer der RB-Abwehr mit einem Schuss aus spitzem Winkel an Herzog (80.). Unterm Strich war der Sieg nicht komplett unverdient, da Leipzig nach der kurzen Kölner Drangphase zum Start der zweiten Hälfte nichts mehr einfiel. Der FC überwintert damit bei bärenstarken 21 Punkten auf dem achten Platz. In der Bundesliga geht es am 24. Januar (12 Uhr) zuhause gegen den SC Freiburg weiter.

1. FC Köln: Fuchs – Gerhardt (90.+6 Bohnen), Degen, Agrez, Wiankowska – Vogt, Feiersinger – Donhauser, Achcinska (82. Hasenauer), Bremer (46. Andrade) – Jessen. Tor: 0:1 Jessen (48.).