„Der hat gesagt, ich habe keinen Linken“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Wolfsburg

Linton Maina jubelt nach seinem Tor gegen den VfL Wolfsburg
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„Der hat gesagt, ich habe keinen Linken“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Wolfsburg

Am Freitagabend gewinnt der FC nach einem packenden Duell 1:0 gegen den VfL. Nach der Partie äußerten sich unter anderem Linton Maina und Lukas Kwasniok: Die Stimmen zum Duell des 1. FC Köln gegen Wolfsburg.

Nach dem frühen Treffer von Linton Maina machten es die Geißöcke in Halbzeit zwei noch einmal spannend, konnten die Führung aber über die Zeit bringen: Die Stimmen zum Duell des 1. FC Köln gegen Wolfsburg.

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“Der hat gesagt, ich habe keinen Linken“

Linton Maina vom 1. FC Köln jubelt nach seinem Tor

Linton Maina

Zu seinem Tor: Ich habe mich sehr gefreut, dass es wieder geklappt hat. Aber gegen so eine Mannschaft, also gegen einen direkten Konkurrenten, freut mich das natürlich umso mehr, dass es dann für die drei Punkte reicht.

Zur zweiten Halbzeit: Die Wolfsburger sind nach der Pause ein bisschen in ihr Spiel gekommen, haben den Ball ganz gut laufen lassen. Das ist eine Mannschaft, wenn die Spaß haben, dann können die auf jeden Fall kicken. Wir haben die Umschalter auch nicht ganz so gut umgesetzt – die ein, zwei, die wir hatten – und hätten vielleicht doch schon ein bisschen griffiger und ekliger sein können, um den Sack früher zuzumachen.

Zur Bedeutung des Siegs: Gegen einen direkten Konkurrenten, wenn man sich die nächsten Wochen anguckt, die jetzt kommen, war der Sieg extrem wichtig für uns. Zum einen wichtig, um wieder ein bisschen Puffer zu schaffen nach unten und zum anderen auch für uns, um zu sehen, dass sich der ganze Aufwand, den wir betreiben, auch irgendwie lohnt. Das war in den letzten Wochen auch manchmal so, dass wir dann nicht belohnt wurden.

Zu seinem Tor mit dem linken Fuß: Dass ich mit dem linken Fuß getroffen habe, das könnt ihr gerne unserem Co-Trainer mal sagen. Der hat gesagt, ich habe keinen Linken. Ich ziehe in dem Moment einfach ab. Ich glaube, der (Keeper der Wolfsburger, Anm. d. Red.) hat den normalerweise, hält den fest, aber ein bisschen Glück gehört auch dazu.

Zu Marvin Schwäbe: Schwäbe ist jetzt nicht nur in diesem Spiel wichtig. Was der in den letzten Jahren hier macht, ist schon weltklasse und für die Bundesliga auf sehr sehr hohem Niveau. Der hält uns zusammen, nicht nur auf dem Platz mit seinen Paraden, sondern auch mit dem, was er neben dem Platz beiträgt. Wir sind alle sehr, sehr froh, dass er hier ist und dass er unsere Nummer eins ist.


„Die ganze zweite Hälfte war ein Fight„

Sebastian Sebulonsen zum Innenverteidiger umfunktioniert

Sebastian Sebulonsen:

Die ganze zweite Hälfte war ein Fight. Wir haben aber nicht aufgegeben, haben am Ende die drei Punkte eingefahren. Das fühlt sich natürlich gut an. Wolfsburg war gegen Ende schwer zu verteidigen, wir müssen damit aber besser umgehen. Wir werden den Sieg heute genießen und dann in der kommenden Woche in die Video-Analyse gehen. Wir haben eine gute erste Hälfte gespielt, in der wir mehr Kontrolle hatten. Wir haben das Spiel diktiert. Das müssen wir uns anschauen und verbessern, aber für heute sind wir glücklich mit den drei Punkten.

Wir konzentrieren uns auf jedes einzelne Spiel, gucken nicht zu weit in die Zukunft und versuchen, uns stetig zu verbessern.

Zu Marvin Schwäbe: Marvin hat heute eine unglaubliche Performance abgeliefert.


„An einem Freitag vorzulegen, ist top“

Marvin Schwäbe im Testspiel gegen Bergisch Gladbach

Marvin Schwäbe

Das Ergebnis ist natürlich schön. Umso schöner ist, dass wir uns als Team belohnt haben nach einer langen Phase wieder zu Null spielen. Wir haben einfach verdient gewonnen und das nehmen wir heute mit. Man darf nicht unterschätzen, dass Wolfsburg trotzdem auch seine Qualitäten hat. Und dass wir uns dann irgendwo auch ein Stück weit auch mal hinten reindrücken lassen, glaube ich, ist ganz normal im Fußball. Dass wir am Ende das zu Null über die Linie gerettet haben, dass wir gewonnen haben, dass wir die drei Punkte hier gelassen haben, das spricht einfach für sich und das ist das, was wir heute mitnehmen, alles andere kommt.

Zur Druckphase der Wolfsburger gegen Ende: Am Ende ist es mein Job. Schön, wenn man der Mannschaft helfen kann, auch hinten raus. Schöner, als wenn es vielleicht einfach nur zu Null wäre und ich habe gar keinen Ball gehalten.

Auf die Frage nach seinen Reflexen: Das ist jahrelanges Training. Vielleicht hat man das irgendwann ein Stück weit bei dem Game, auf der anderen Seite muss man es trotzdem einfach täglich trainieren, muss da dranbleiben, um es auch abrufen zu können. Ich glaube, darum geht es einfach, dass man in dem entscheidenden Moment da ist.

Der Sieg heute war unfassbar wichtig. Ich glaube, wir haben heute gesehen, dass Wolfsburg eigentlich auf Augenhöhe ist. Dass wir das Spiel für uns entscheiden, das ist enorm wichtig, darüber brauchen wir nicht reden – und dass wir dann auch einfach dieses Polster auf die Ränge nach unten haben. An einem Freitag vorzulegen, ist top.


„Wir gucken jetzt mal, was die Konkurrenz macht“

Thomas Kessler beim Spiel des 1. FC Köln

Thomas Kessler:

Im Moment ist die Erleichterung groß. Wir haben einen sehr sehr gute erste Halbzeit gespielt, müssen uns aber vorwerfen, dass wir kein zweites Tor gemacht haben. Jetzt zum Schluss müssen wir uns ehrlicherweise bei unserem Torhüter Marvin Schwäbe bedanken. Eine fantastische Leistung. Man hat schon gemerkt, dass die Mannschaft was zu verlieren hatte in den letzten Minuten. Es war ein ganz ganz wichtiges Heimspiel heute. Jetzt am Ende steht ein wichtiger Dreier und das ist sehr schön.

Zur weißen Weste von Marvin Schwäbe: Das hat er sich verdient mit der täglichen Arbeit, im Training und in den Spielen. In den letzten Wochen war er schon sehr wichtig für uns. Er ist als unser Kapitän auch sehr wichtig in der Kabine und für mich ein super Ansprechpartner. Wir haben einen super Austausch. Heute zwei solche Dinger zu halten – er wird heute gut schlafen.

Zur Tabellensituation: Wir waren ja vorher schon an Wolfsburg vorbei. Es ist wichtig für uns, die drei Punkte heute zu Hause zu lassen. Das Spiel hat dafür gesorgt, dass wir jetzt ein entspannteres Wochenende haben. Wir gucken jetzt mal, was die Konkurrenz macht. Mit 23 Punkten sind wir gut unterwegs. Aber es ist noch ein weiter Weg zu gehen.


„Wir haben nach langer, langer Zeit mal wieder zu Null gespielt“

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln

Lukas Kwasniok:

Wir haben nach langer, langer Zeit mal wieder zu Null gespielt. Schwäbe hat wieder zwei, drei klasse Paraden gehabt in der zweiten Halbzeit. Und deswegen sind wir heute happy, dass wir gewonnen haben.

Wir haben in der zweiten Halbzeit leider das Fußballspielen eingestellt. Und es war schon zu Beginn der zweiten Halbzeit sehr fahrig. Wir wissen schon, wenn wir uns für diese Ausrichtung entscheiden, dass wir dann eher auf den zweiten Ball Fußball spielen müssen. Auch, weil da unsere Stärken liegen, hatten aber dann in der zweiten Halbzeit gar keine Entlastung mehr und waren nicht mehr so sauber in den Verteidigungsaktionen. Und dann brauchst du einen guten Torhüter, den hatten wir.

Das nächste Puzzle – Wie startet der 1. FC Köln gegen Wolfsburg?

Lukas Kwasniok im Spiel des 1. FC Köln gegen Mainz
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Das nächste Puzzle – Wie startet der 1. FC Köln gegen Wolfsburg?

FC-Trainer Lukas Kwasniok wird nicht müde, Woche für Woche eine neue Elf zu finden. Im Duell gegen die Wölfe könnte der Coach bereits seine 19. unterschiedliche Startformation finden – im 20. Spiel. So könnte der 1. FC Köln gegen Wolfsburg beginnen.

Nach der 1:2-Niederlage gegen Freiburg wollen die Kölner eigentlich wieder punkten – dreifach. Und dafür muss Lukas Kwasniok die richtige Anfangsformation finden.

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Möglicherweise hatte Joel Schmied schon eine leichte Vorahnung, als er zu Beginn des Jahres davon sprach, dass seine Rückkehr für den Februar angepeilt sei. Zuletzt hatte die Hoffnung bestanden, der Schweizer könnte bereits für die Begegnung gegen Wolfsburg am Freitagabend zur Option für die Geißböcke werden. Doch diesem Vorhaben erteilte Lukas Kwasniok am Mittwoch eine Abfuhr. Schmied sei zwar grundsätzlich wieder bereit, man wolle aber kein unnötiges Risiko bei dem Abwehrspieler eingehen, so der Tenor des Trainers. Dementsprechend wird sich der Kader für das Heimspiel wohl auch nicht großartig verändern. Denn auch Jahmai Simpson-Pusey ist nicht rechtzeitig fit geworden, wird wohl im Januar auch nicht mehr mit der Mannschaft trainieren.

Kehrt Eric Martel zurück?

Nach der insgesamt ordentlichen Leistung gegen Freiburg stellt sich die Frage, ob der Kölner Coach überhaupt Wechsel vornehmen wird. Dabei stellt sich grundsätzlich wieder die Frage nach der Dreier- oder Viererkette, nach der defensiven oder offensiven Doppelsechs und nach einer möglichen Doppelspitze. Nach den doch recht vielversprechenden Leistungen mit Viererkette könnte Kwasniok diese Formation bevorzugen. Dann wären die Optionen für die Innenverteidigung sicherlich Rav van den Berg und Sebastian Sebulonsen. Denkbar wäre aber auch, dass Kwasniok Cenk Özkacar oder Eric Martel in der letzten Reihe ranlässt. Dann könnte Sebulonsen den rechten Part der Viererkette übernehmen und Alessio Castro-Montes auf die linke Seite rotieren. Dort startete zuletzt Kristoffer Lund, überzeugte aber wieder nicht vollends.

In der Reihe davor dürfte die Doppelsechs mit Tom Krauß und Jakub Kaminski eigentlich gesetzt sein. Wenn der Trainer einer offensivere Ausrichtung wählt. Linton Maina erhielt bereits die Startelf-Garantie und wird die Flügel beackern. Ob links oder rechts scheint offen. Denn auch Jan Thielmann erwischte gegen Freiburg nicht seinen besten Tag. Möglich also, dass Maina auf die rechte Seite ausweicht und Said El Mala wieder in die Anfangsformation zurückkehrt. Sollte der FC mit Doppelspitze spielen, sind Marius Bülter und Ragnar Ache wohl gesetzt.

So könnte der FC gegen Wolfsburg beginnen

Marvin Schwäbe im Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Marvin Schwäbe

Alessio Castro-Montes vom 1. FC Köln

Alessio Castro-Montes

Cenk Özkacar beim Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Cenk Özkacar

Lukas Kwasniok gibt Rav van den Berg Anweisungen

Rav van den Berg

Sebastian Sebulonsen zum Innenverteidiger umfunktioniert

Sebastian Sebulonsen

Tom Krauß glaubt an den Klassenerhalt mit dem 1. FC Köln

Tom Krauß

Jakub Kaminski im Spiel des 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli

Jakub Kaminski

Said El Mala vom 1. FC Köln bejubelt sein Tor

Said El Mala

Linton Maina traf gegen die Bayern

Linton Maina

Ragnar Ache vom 1. FC Köln im Duell gegen Union Berlin

Ragnar Ache

Marius Bülter wirkt ratlos bei einem Spiel des 1. FC Köln

Marius Bülter



„Jeder Spieltag ist eine Chance“ – und jeder Punkt wichtig für den Klassenerhalt beim 1. FC Köln

Jan Thielmann im Spiel gegen den VfL Wolfsburg
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„Jeder Spieltag ist eine Chance“ – und jeder Punkt wichtig für den Klassenerhalt beim 1. FC Köln

Am Freitagabend hat der FC beim Flutlichtspiel im eigenen Stadion die Wölfe zu Gast. Trotz des Duells des Zehnten gegen den Elften der Tabelle wird die Aufgabe keine leichte für die Geißböcke. Das weiß auch Lukas Kwasniok: So will der 1. FC Köln gegen Wolfsburg punkten.

Nach dem Heimspielsieg gegen Mainz vor zwei Wochen wollen die Kölner die Wucht des zwölften Manns am Freitagabend erneut nutzen und drei Punkte in der Domstadt behalten: So will der 1. FC Köln gegen Wolfsburg punkten.

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Rein nach dem Tabellenplatz verspricht die Begegnung der Geißböcke am Freitagabend nicht die pure Brisanz. Immerhin spielt der Zehnte gegen den Elften – also so etwas wie eine Partie aus dem Tabellen-Niemandsland. Doch der Schein trügt. „Ich glaube in dieser Saison ist es so, dass sich vielleicht so sechs Mannschaften um die oberen Tabellenplätze batteln und dann hast ein ganz ganz kleines Mittelfeld. Aktuell besteht das gefühlt nur aus Freiburg und Frankfurt. Und ab dann kämpft ja tatsächlich jeder um den Klassenerhalt“, erklärte Lukas Kwasniok am Mittwoch. Mal abgesehen von den Bayern geht es für die Top-Sechs aktuell nur um die Platzierung bei den internationalen Rängen. Dann folgen Frankfurt und Freiburg, vielleicht auch noch Union Berlin und vier Zähler dahinter dann eben der FC.

FC belohnt sich zu selten

Tabellenplatz zehn klingt nun nicht wirklich nach Abstiegskampf. Allerdings sind es eben nur zwei Zähler Vorsprung auf Rang 15 – den letzten Platz des ganz sicheren Ufers. Und demnach könnte sich die Situation nur zwei Wochen nach dem vergangenen Befreiungsschlag gegen Mainz wieder erheblich verschlechtern. Zumal nach der Partie gegen Wolfsburg mit dem VfB Stuttgart, RB Leipzig und der TSG Hoffenheim ganz andere Kaliber warten, während es die Abstiegs-Konkurrenz gleich mit mehreren direkten Duellen zu tun hat. „Jeder Spieltag ist eine Chance, ich unterscheide da nicht so sehr“, erklärt Kwasniok. „Ich freue mich über drei Punkte gegen Wolfsburg genauso wie über drei Punkte in Stuttgart. Es kommt darauf an, dass wir am Ende genug Punkte haben, um die Klasse halten zu können“, so der Kölner Coach weiter.

Dabei spricht der Trainer wohl ungewollt ein Kernproblem der vergangenen Wochen an. Denn die Kölner haben sich für ihren Aufwand viel zu selten belohnt. Der FC gehört zu den laufstärksten Teams der Liga, bringt eine hohe Intensität auf die Platte und erspielt sich nach den xGoasl-Werten zahlreiche Chancen – und dennoch stehen sechs von 30 möglichen Punkten aus den vergangenen zehn Spielen auf dem Konto. Ein Punkteschnitt von 0,6 wird am Ende der Spielzeit nicht reichen. Kwasniok betonte, dass die Mannschaft an den Nachlässigkeiten arbeiten müsse, mitunter schon mal Situationen falsch einschätze. „Ich glaube, diese Präzision in den Aktionen nach vorne plus Kontrolle der einzelnen Spielmomente, das würde schon auch dazu führen, dass wir dann vielleicht als Sieger vom Platz gehen könnten“, so der Trainer weiter.

Denn die Aufgabe wird keine leichte werden. In den vergangenen sieben Spielen haben die Auswärtsmannschaften nie verloren. Der letzte Heimsieg gegen die Wölfe liegt fünf Jahre zurück. Zwar laufe bei den Wölfen noch nicht alles rund, aber „wenn sie die Kugel da laufen lassen durchs Zentrum, dann müssen wir uns schon auf sehr sehr viel Leidenszeit einstellen.“ Der Kölner Coach warnt zudem vor der individuellen Qualität des Gegners. Personell hat sich für den Trainer nichts verändert. Jahmai Pusey-Simpson und Joel Schmied fallen weiterhin verletzt aus. Ansonsten ist Köln bis auf die Langzeitverletzten komplett. Eine Einsatzgarantie stellte der Coach einzig Linton Maina aus. Für den Trainer heißt es dennoch puzzeln.

Und nach Möglichkeit den Schlüssel für die nächsten drei Punkte zu finden. Denn mit einem Sieg würden die Kölner vorerst den Abstiegskampf verlassen und sich dann im Tabellen-Niemandsland aufhalten. Es gibt schlimmere Szenarien.

Gibt es doch noch Transfers beim 1. FC Köln? „Um ehrlich zu sein, wir hätten nichts dagegen“

Lukas Kwasniok und Thomas Kessler
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Gibt es doch noch Transfers beim 1. FC Köln? „Um ehrlich zu sein, wir hätten nichts dagegen“

Viele Namen werden gerade nicht gehandelt bei den Geißböcken, die Gerüchteküche bleibt beim FC erstaunlich kalt. Nun aber hat sich auch der Kölner Coach geäußert zu möglichen Veränderungen beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok will Transfers nicht ausschließen.

Bislang ist auf dem Winter-Transfermarkt von Kölner Seiten eher wenig passiert. Mit Jusuf Gazibegovic ist ein aktueller Spieler verliehen worden. Neo Telle wechselte vom Kölner Nachwuchs zur Fortuna und der FC hat mit Jahmai Simpson-Pusey einen Innenverteidiger an den Rhein geholt. Zuletzt deutete auch nicht viel auf weitere Aktivitäten. Die schließt Kölns Trainer Lukas Kwasniok aber nicht aus.

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Während die direkte Konkurrenz auf dem Transfermarkt aufrüstet, kommt der FC in Sachen Neuverpflichtungen diesen Winter nicht so recht in Schwung. Wie berichtet gibt es dafür diverse Gründe. Zuletzt wurden hauptsächlich drei Namen beim FC gehandelt. Stefan Posch ist mittlerweile in Mainz gelandet, Dan Neil spielt künftig für Ipswich Town und Sebastiaan Bornauw wird wohl in Leeds bleiben. Mit Letzterem waren sich die FC-Bosse zu Beginn des Jahres eigentlich einig, doch der Verein legte sein Veto ein. So ist es zuletzt ruhig geworden in der Gerüchteküche am Geißbockheim – so richtig will aktuell kein Name aufbrodeln und sowohl Thomas Kessler als auch Lukas Kwasniok erklärten bereits, dass sie ohnehin nicht unbedingt Not am Mann sähen.

„Wir wollen nichts ausschließen“

Damit ist das Thema Transfers fünf Tage vor dem Deadline Day aber offensichtlich nicht vom Tisch. Denn FC-Trainer Lukas Kwasniok kann sich durchaus vorstellen, dass doch noch etwas bis zum kommenden Montag in Köln passiert. „Ganz schwer“, sagte der Coach am Mittwoch auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg. „Ich kann es ganz schwer einordnen, also wir gucken schon“, so der Trainer weiter. „Der Klassiker ist ja: Wir wollen nichts ausschließen. Um ehrlich zu sein, wir hätten nichts dagegen, wenn was passieren würde auf der Zugangsseite. Was eventuell dann wieder dazu führen würde, dass es auch auf der Abgangsseite vielleicht Bewegung gibt.“ Festnageln wollte sich der Trainer auf der Aussage aber nicht.

Genauso wenig darauf, dass sich auch ohne Neuverpflichtung auf der Abgangsseite etwas tut. „Nachher geht einer, weil er dann vielleicht gegen Wolfsburg nicht spielt und dann auf die Idee kommt. Und wir haben keinen verpflichtet“, so der Coach weiter. „Geplant ist es nicht. Aber es ist halt Show-Business und das ist täglich veränderbar.“ Sicherlich gibt es durchaus noch ein paar Stellschrauben, an denen der FC drehen könnte. Auch wenn keine Not am Mann ist, gibt es durchaus Felder, auf denen die Qualität auch in der Breite gesteigert werden kann. Genauso wird es wohl den ein oder anderen Spieler geben, der sich aktuell mehr Spielzeit erhofft. Ob das aber einen Abgang bedeutet, wird sich dann wohl bis spätestens Montag entscheiden.

1. FC Köln muss weiter auf seine Rekonvaleszenten verzichten, Kwasniok spricht einen Startelf-Platz aus

Lukas Kwasniok bei der Pressekonferenz vor dem Duell gegen Union Berlin
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1. FC Köln muss weiter auf seine Rekonvaleszenten verzichten, Kwasniok spricht einen Startelf-Platz aus

Große Personalveränderungen gibt es vor dem Duell gegen den VfL nicht beim 1. FC Köln: Joel Schmied ist noch nicht bereit für Wolfsburg, auch Jahmai Simpson-Pusey fehlt weiterhin. Das erklärte Lukas Kwasniok auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel am Freitagabend.

Zwar lichtet sich das Lazarett der Geißböcke zunehmend, aber noch nicht für die Begegnung gegen den VfL Wolfsburg am Freitag. So gibt es für den Kader keine großen Veränderungen

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Eigentlich war Lukas Kwasniok recht zuversichtlich schon bald Licht am Ende des Verletzungstunnels zu sehen. Doch der Coach muss sich noch ein wenig gedulden. „Es gibt nicht viele Veränderungen, weil die Woche sehr kurz war. Alle haben das Spiel in Freiburg unbeschadet überstanden“, sagte der Trainer auf der Pressekonferenz am Mittwoch. Das heißt, dass die Kölner aber auch weiterhin auf Spieler verzichten müssen. „Es ist nicht so, dass Joel so weit ist, dass wir ihn in den Kader mitnehmen können“, erklärte der Trainer, schränkte dann aber ein. „Wenn es das letzte Spiel gewesen wäre, dann würde es vielleicht gehen. Aber das Risiko wollen wir nicht eingehen. Wir lassen ihn über das Training wieder rankommen.“ Könnte bedeuten, dass der Schweizer dann in der kommenden Woche einen großen Schritt weiter ist.

Simpson-Pusey noch nicht dabei

Auch ein weiterer Spieler wird weiterhin ausfallen. „Auch Jahmai fällt leider weiterhin aus“, erklärte der Trainer. Eine Prognose wollte der Trainer aber nicht abgeben, sagte nur, dass es im Januar noch nicht soweit sein würde. Eine Startelf-Garantie sprach Kwasniok aber dennoch aus. Linton Maina zeigte in den vergangenen Wochen eine ansprechende Leistung. „Er kann mit seinem Tempo und seiner Quirligkeit jedem Gegner Probleme bereiten. Er ist gerade obenauf und das Momentum wollen wir nutzen. Und dann wird er am Freitagabend sicherlich auch beginnen“, so Kwasniok. Ob Eric Martel wieder von Beginn an aufläuft, wollte der Trainer noch nicht verraten. „Es ist immer von Spieltag zu Spieltag abhängig. Wenn ich mich dazu entschließe, mit zwei defensiveren Sechsern zu spielen, dann ist er am Start und wenn ich neben Tom einen kreativeren Sechser brauche, dann trifft es ihn leider“, sagte der Coach.

„Er muss damit lernen umzugehen und meine Wenigkeit auch. Aber das kriegen wir gemeinsam hin“, so Kwasniok weiter, der Martel aber bescheinigte die richtige Reaktion gezeigt zu haben. Generell betonte der Coach, dass seine Spieler liefern und nicht so viel reden sollen. Zudem erklärte der Trainer, dass auch bei Said El Mala wie „bei jedem andere auch“ das Leistungsprinzip gelte. „Wir werden schauen, ob er beginnt oder von der Bank kommt.“ Kwasniok habe im Trainingslager das erste Mal das Gefühl bei dem Offensivspieler gehabt, dass er sich das erste Mal mit dem Hype richtig beschäftigt habe. „Es ist für ihn und für uns eine neue Situation. Da gilt es, behutsam mit umzugehen.“

Personalien rund um den 1. FC Köln: Imad Rondic unterschreibt, Sebastiaan Bornauw bleibt vorerst in Leeds

Imad Rondic würde gerne wieder in Deutschland spielen
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Personalien rund um den 1. FC Köln: Imad Rondic unterschreibt, Sebastiaan Bornauw bleibt vorerst in Leeds

Es hatte sich in den vergangenen Tagen angedeutet, nun ist es offiziell: Imad Rondic wird vom 1. FC Köln an Preußen Münster verliehen. Das bestätigte der Verein. Derweil scheint Sebastiaan Bornauw endgültig in Leeds zu bleiben.

Imad Rondic wird vom 1. FC Köln an Preußen Münster verliehen. Der Stürmer kehrt damit ein halbes Jahr nach seinem Abschied aus Köln nach Deutschland zurück. Bei Münster soll der Angreifer die Offensivschwäche beheben.

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In Sachen Transfermarkt ist es in diesem Wintertransferfenster bei den Kölnern weiterhin eher ruhig. Nur eine Neuverpflichtung steht auf der Haben-Seite und dabei könnte es durchaus bleiben. Und dennoch gibt es eine Transfermeldung der Geißböcke: Imad Rondic wird an Preußen Münster verliehen. Das hatte sich in den vergangenen Tagen schon angedeutet und wurde nun vom Verein auch offiziell bestätigt. Der Bosnier war im Februar 2025 an den Rhein gewechselt, nach einer eher enttäuschenden Rückrunde ging es im Sommer in einem Leihkonstrukt zum polnischen Erstligisten Rakow Czestochowa. Das zahlte sich nicht aus. Rondic konnte auch in Polen nicht überzeugen. „Wir bedauern sehr, dass die Leihe nach Polen sportlich nicht so verlaufen ist, wie sich alle Beteiligten, das im Vorfeld erhofft hatten“, sagte nun Thomas Kessler.

Rondic soll regelmäßig Spielzeit bekommen

Nun folgt also die nächste Leihe in die 2. Bundesliga. „Mit dem Wechsel zu Preußen Münster erhält Imad nun für die kommenden Monate die Chance, regelmäßig Spielzeit zu bekommen und auf dem Platz Verantwortung zu übernehmen“, so Kessler weiter. Der Stürmer wird bereits am Nachmittag an der ersten Einheit der Adlerträger teilnehmen. „Ich mag die Art und Weise, wie Münster Fußball spielt, bin von der Spielidee überzeugt. Es ist ein mutiger und offensiv ausgerichteter Fußball, der gut zu mir passt. Der Club entwickelt sich sehr positiv und ich möchte mit meinen Toren dabei helfen, die Ziele zu erreichen“, sagt Rondic. Nach nur einem halben Jahr kehrt der Angreifer also in die 2. Bundesliga zurück.

Keine Rückkehr nach Köln wird es voraussichtlich bei Sebastiaan Bornauw geben. Das Interesse der Kölner dürfte zuletzt ohnehin ein wenig erkaltet sein. Die Personalsituation beim FC hat sich jedenfalls deutlich entspannt. Auf der anderen Seite hat der Belgier bei Leeds ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt. Gegen den FC Everton stand der Innenverteidiger am Montagabend nicht nur in der Startelf, Bornauw lieferte ein hervorragendes Spiel ab und wurde nach dem 1:1 in den Medien rund um Leeds gefeiert. Und das, obwohl er das Gegentor durch Thierno Barry nicht verhindern konnte. Unter den Fans besteht ohnehin kein Zweifel mehr, dass der Abwehrspieler bei den Peacocks weiterspielen soll. Und auch Trainer Daniel Farke will den Innenverteidiger nicht abgeben. Wenn überhaupt, wenn es einen adäquaten Ersatz gäbe. Da bahnt sich aktuell aber nichts an.

Lösung für den Stürmer und 1. FC Köln? Imad Rondic vor Medizincheck in Münster

Imad Rondic vom 1. FC Köln
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Lösung für den Stürmer und 1. FC Köln? Imad Rondic vor Medizincheck in Münster

Die Situation um den Angreifer ist nach wie vor eine enttäuschende – für alle Beteiligten. Doch es könnte schon bald eine Lösung geben für den Leihspielers des 1. FC Köln: Preußen Münster macht bei Imad Rondic ernst.

Schon in der vergangenen Woche machten die ersten Gerüchte die Runde. Nun scheinen sie sich für den Leihspieler des 1. FC Köln zu bewahrheiten: Preußen Münster macht bei Imad Rondic offenbar ernst.

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Bekommt Imad Rondic tatsächlich noch eine Chance in Deutschland? Aktuell konkretisieren sich die Anzeichen, dass es für den Angreifer tatsächlich ein Interesse aus der 2. Bundesliga gibt. Schon in der vergangenen Woche hatte die „Bild“ berichtet, dass neben dem englischen Drittligisten Huddersfield auch Preußen Münster ein Auge auf den Stürmer geworfen habe. Und diese Spur scheint sich immer mehr zu verfestigen. Nun berichtet Sky-Experte Florian Plettenberg, dass die Gespräche schon sehr weit fortgeschritten sein. Das Interesse der Preußen deckt sich mit Informationen von come-on-fc.com. Laut Plettenberg sollen nun nur noch die letzten Vertragsdetails geklärt werden. Der Medizincheck soll bereits am Dienstag stattfinden. Eine Kaufoption ist im Kontrakt wohl nicht enthalten.

Wie geht es weiter mit Imad Rondic?

Rondic war vor einem Jahr von Widzew Łódź an den Rhein geholt worden. Der Stürmer sollte die schwache Offensive der Geißböcke beleben. Nach der Rückrunde stand genau ein Treffer auf dem Konto des Bosniers – und dabei handelte es sich um ein Billardtor gegen den SC Paderborn. Der FC suchte nach einer Lösung für Rondic, wollte den Angreifer nach Karlsruhe verleihen, doch der Deal platzte auf der Zielgeraden. Somit ging es für den 26-Jährigen zurück nach Polen – allerdings zu Raków Częstochowa. Dort wurde Rondic auch nicht glücklich, erzielte bislang keinen Treffer und wurde zuletzt wie berichtet in die 2. Mannschaft versetzt. Zudem deuteten die Verantwortlichen von Raków an, dass der Stürmer nicht die besten Chancen auf viel Spielzeit habe.

Das soll sich in Münster dann schon bald ändern. Und ein Wechsel in die 2. Bundesliga könnte für alle Beteiligten noch einmal ein richtiger Schritt sein. Denn Münster sucht nach einem Stürmer, der FC hofft auf den sportlichen Durchbruch, auch aus wirtschaftlichen Gründen und auch Rondic will sich wieder für höhere Aufgaben bewerben. Münster soll auch an einer Verpflichtung von Jessic Ngankam interessiert sein, doch der Offensivspieler hat angeblich andere Pläne.

Christian Keller spricht über die Zeit und den Abschied beim FC: „Es war ein Fehler“

Christian Keller spricht über seine Zeit beim 1. FC Köln
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Christian Keller spricht über die Zeit und den Abschied beim FC: „Es war ein Fehler“

Der ehemalige Sportdirektor der Geißböcke ist Kritik an seiner Person aus seiner aktiven Zeit beim Kölner Verein durchaus gewohnt. Die jüngsten Vorwürfe des ehemaligen FC-Sportchefs und Vorstandsberaters Jörg Jakobs wollte der 47-Jährige aber nicht unkommentiert stehen lassen und äußerte sich zu der Kritik an seiner Person beim 1. FC Köln: Das sagt Christian Keller zu seiner Zeit in Köln.

Transfersperre, Trainer-Frage oder harter Sparkurs. Über zahlreiche Themen wurde während der Amtszeit des ehemaligen Sportdirektors diskutiert beim 1. FC Köln: Das sagt Christian Keller zu seiner Zeit in Köln.

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Die Causa Christian Keller scheint rund um das Geißbockheim auch acht Monate nach dessen Abschied beim 1. FC Köln noch immer ein Thema zu sein. Im aktuellen Interview mit dem „Kicker“ spricht der ehemalige Sportdirektor über die Zeit nach seinem Abschied, aber auch über die Kritik an seiner Person. Und die gab es in den Sozialen Medien, aber auch öffentlich ausgetragen. So unter anderem vom ehemaligen FC-Sportchef und Vorstandsberater Jörg Jakobs, der in einem Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ den ehemaligen Geschäftsführer Sport der Kölner kritisiert hatte. Und die Kritik wollte Keller nicht stehen lassen. „Ich kann nicht verstehen, was Jörg Jakobs geritten hat, solche Aussagen zu treffen, weil sie fernab jeder Realität sind“, so der 47-Jährige.

„Es war ein Fehler“

Keller schilderte im Fachmagazin seine Sicht der Dinge, erklärte unter anderem, dass er den Transfer von Said El Mala nicht auf sein persönliches Konto schreiben wolle. Vielmehr sei es ein Gemeinschaftserfolg gewesen. Zudem reagierte Keller auf den Vorwurf, die Konsilidarisierung im Verein habe bereits vor seinem Amtsantritt begonnen. „Der 1. FC Köln hatte in der Spielzeit 2021/22 den höchsten Personalaufwand seiner Historie für die Lizenzmannschaft, 60 Millionen Euro“, erklärte Keller. „Ich kam im April 2022. Wir senkten den Etat für 2022/23 auf 45 und für 2023/24 auf 38 Millionen Euro.“ Keller war indes immer ein radikaler Sparkurs vorgeworfen worden, der möglicherweise ein Steinchen im Abstiegsmosaik gewesen ist. Allerdings nun auch die Basis für die Transfers, die Thomas Kessler getätigt hat.

Für Keller damals ein wichtiger Schritt. „Wir, mit der Betonung auf Wir, haben uns für die Kernsanierung entschieden, um das unstrittig vorhandene große Potenzial des FC freizulegen“, sagte der ehemalige Sportchef. „Der FC sollte wieder handlungsfähig werden, nicht weiterhin einen großen Teil seines Haushalts in die Tilgung von Schulden, Zinsen und sonstigen Altlasten stecken müssen. Seit Sommer 2025 steht der FC nun blitzsauber da. Die Sanierung hat funktioniert.“ Nicht funktioniert hatte dagegen das Abwenden der Transfersperre. So hätte die Klage-Einreichung laut Keller im August 2022 verhindert werden können. Der FC hatte das Talent Jaka Potocnik unter Vertrag genommen, nachdem dieser 24 Stunden zuvor seinen Kontrakt mit Ljubljana aufgelöst hatte. Der FC war vom slowenischen Club der Anstiftung zum Vertragsbruch beschuldigt worden.

„Es war ein Fehler“

Die Sperre konnte letztlich nicht verhindert werden. Auch, weil der FC eine Zahlung an Ljubljana nicht tätigte. „Wir – es war keine Keller-Soloentscheidung, sondern in den Gremien abgestimmt – haben das bewusst nicht getan, weil die geforderten 2,5 Millionen Euro augenscheinlich auf einer nicht rechtskonformen Grundlage oder deutlicher gesagt auf einem Fake-Angebot basierten“, erklärt Keller. Man habe auf ein solches Geschäftsgebaren nicht eingehen können. Zudem folgte der Verein dem juristischen Ratschlag seiner Rechtsberatung, die den FC damals deutlich im Recht sah. Aus heutiger Sicht bewertet Keller das Agieren allerdings anders: „Es war ein Fehler, sich im Herbst 2022 mit Ljubljana nicht außergerichtlich geeinigt zu haben“, gibt Keller heute zu.

Die Gründe für diese Entscheidung lagen damals aber auch am Scheitern eines Vergleichs, bei dem die FIFA hätte mitwirken müssen – eine Fehleinschätzung der Beteiligeten. Denn „die FIFA wollte und konnte einem Vergleich nicht zustimmen, obwohl sich beide Klubs zwischenzeitlich sogar schriftlich einig waren“, so Keller. Dass die Transfersperre am Ende auch ihren Teil zum Abstieg beigetragen hat, daran besteht kaum noch Zweifel. Mit Gerhard Struber sollte dann der Aufstieg gelingen. Im Mai endete nach einem Remis gegen das Tabellenschlusslicht aus Regensburg die Amtszeit des Trainers, aber auch des Geschäftsführers Sport.

Keller wollte damals Struber nicht gehen lassen. „Mir war natürlich ebenfalls klar, dass ein Wechsel einen kurzfristigen Effekt haben und uns aus der Tristesse reißen wird, die nach dem 1:1 gegen Regensburg größer war als nach dem Abstieg“, sagte Keller. „Dennoch möchte ich so nicht Personal führen. Ein Remis gegen den Tabellenletzten ist kein Grund für eine Freistellung, wenn man den Trainer vorher stets gestärkt hat.“

Keller sei überzeugt, dass man auch mit Struber den Aufstieg geschafft hätte. Ob der 47-Jährige noch einmal in den Sport zurückkehrt, ließ Keller im Interview offen.

„Das war dann natürlich direkt der Killer“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Freiburg

Marvin Schwäbe vom 1. FC Köln
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„Das war dann natürlich direkt der Killer“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Freiburg

Am Sonntagnachmittag verloren die Geißböcke 1:2 gegen den SC Freiburg. Nach dem Duell äußerten sich unter anderem Marvin Schwäbe und Lukas Kwasniok: Die Stimmen zum Duell des 1. FC Köln gegen Freiburg.

Nach dem Sieg vergangene Woche lässt der FC die drei Punkte am Sonntagnachmittag im Breisgau: Die Stimmen zum Duell des 1. FC Köln gegen Freiburg.

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„Wir wollten heute unbedingt„

Linton Maina im Spiel gegen den VfB Stuttgart

Linton Maina:

Wir machen zwei einfache Fehler und lassen die Tore zu einfach zu. Vor allem nach dem 1:0, das ist einfach zu schnell. Da sind wir nicht wach. So kurz nach dem Spiel ist das jetzt extrem ärgerlich. Hier war mehr drin – Minimum ein Punkt. Ich bin sogar der Meinung, dass eigentlich noch mehr drin war – so ist das momentan bei uns.

In der ersten und zweiten Halbzeit sind wir gut ins Spiel gekommen – in der zweiten gut rausgekommen. Über die vollen 45 Minuten haben wir bis auf die Elfmeter-Situation wenig zugelassen. Am Ende gab es dann ein paar Konter. Am Ende fehlte vielleicht ein bisschen die Zielstrebigkeit. Bei meiner ersten Chance geht es noch besser, der kann auf das Tor gehen. Wir wollten heute unbedingt, ich glaube, das hat man gesehen. Wir haben aus allen Lagen probiert zu schießen und zu flanken, um Gefahr auszustrahlen. Ich hoffen, dass am Freitag das Glück dann wieder was mehr auf unserer Seite ist.


„Ein bisschen mehr Zielstrebigkeit, ein bisschen mehr Glück“

Marvin Schwäbe vom 1. FC Köln

Marvin Schwäbe

Am Ende sind es ein, zwei Fehlentscheidungen, die man getroffen hat in der ersten Hälfte, die dann direkt zu Gegentoren geführt haben. Hintenraus hatten wir unsere Chancen und ich glaube, es wäre eigentlich ein ausgeglichenes Spiel gewesen.

Zum schnellen Gegentor: Das war natürlich der Anschluss. Da lassen wir uns zu tief reinfallen mit dem langen Ball. Das darf uns so nicht passieren. Da müssen wir das Ding einfach ganz klar klären und versuchen, den Ball so weit wie möglich vom Tor wegzubringen. Das war dann natürlich direkt der Killer für die Euphorie. Das müssen wir einfach besser machen.

Zur besseren zweiten Halbzeit: Wir haben spielerisch ein gutes Spiel gezeigt. Wir haben gut gegen den Ball gearbeitet und uns die Chancen trotzdem kreiert und rausgespielt. Ein bisschen mehr Zielstrebigkeit, ein bisschen mehr Glück in der ein oder anderen Situation und dann gehen wir mit einem 2:2 vom Platz.


„Heute war es eine vermeidbare Niederlage“

Thomas Kessler beim Spiel des 1. FC Köln

Thomas Kessler:

Zum Elfmeter: Der war heute nicht spielentscheidend. Marvin hat den Elfmeter gehalten. Da will ich gar nicht weiter drauf eingehen.

Heute war es eine vermeidbare Niederlage. Wir gehen in Führung und direkt nach einer Anschlusssituation bekommen wir den Ausgleich kurz vor der Halbzeit. Das waren alles so Halbsituationen, wo wir den Ball auch mal in die Füße gespielt bekommen haben und das nicht gut ausspielen. Gerade in der zweiten Halbzeit finde ich, hätten wir ein zweites Tor verdient gehabt – so wie in vielen Spielen in der Saison. Es ist sehr sehr knapp und Kleinigkeiten entscheiden dann heute, die waren aber nicht auf unserer Seite.

Wir haben am Freitag die nächste Chance gegen Wolfsburg die Punkte zu Hause zu holen. Natürlich fährt man nicht glücklich nach Hause, aber die Leistung der Jungs ist heute sicherlich auch kein Beinbruch.


„Hintenraus hat es nicht sein sollen“

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln

Lukas Kwasniok:

Der Fußball entscheidet sich über Momente. Wir haben eine gute Anfangsphase. Da gehen wir verdient aber auch glücklich in Führung. Es ist ein bisschen schade, dass du dann den guten Start zu Nichte machst. Dann war es ein ausgeglichenes Spiel, es ist nicht so viel passiert in den Strafräumen bis unmittelbar vor der Halbzeitpause. Da haben wir auch nochmal leider eine falsche Entscheidung getroffen und versucht, das Spiel nochmal schnell zu machen vor der Pause und wollten einen Konter fahren. Dann fressen wir den Gegenkonter. Das war bitter. Ich habe trotzdem das Gefühl gehabt, dass hier auch in der zweiten Halbzeit noch was drin gewesen ist. Da hatten wir gleich zwei, drei ganz ordentliche Möglichkeiten auf das 2:2.

Wir haben natürlich Glück, dass die Freiburger uns die Lichter nicht ausschießen mit dem vergebenen Elfmeter. Hintenraus hat es nicht sein sollen. Die Leistung war absolut solide, aber am Ende geht es immer um die Punkte und die haben wir heute nicht auf unserer Haben-Seite.

Mit einem Punkt hätten beide heute leben können. Aber wir haben es nicht geschafft, weil wir in den ein, zwei Momenten den Kürzeren gezogen haben. Deswegen geht die Welt nicht unter. Der Fokus liegt ganz klar schon auf dem Freitagabend – Flutlicht im Kölner Stadion – Heimspiel – wir freuen uns drauf.

Auswärtsspiel des 1. FC Köln: Der Standard-Spezialist trifft auf pure Standard-Schwäche

Freiburg ist die erfolgreichste Mannschaft bei Standards, der FC die schwächste
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Auswärtsspiel des 1. FC Köln: Der Standard-Spezialist trifft auf pure Standard-Schwäche

Nach wie vor sind Standards die große Schwäche der Geißböcke. Keine Mannschaft kassierte nach dem ruhenden Ball so viele Gegentreffer, kein Team erzielte so viele Tore wie der kommende Gegner des 1. FC Köln: Standard-Schwäche trifft auf Standard-Spezialisten.

Die meisten Tore nach Standards, die meisten Gegentreffer nach dem ruhenden Ball, die meisten Treffer nach Ecken, die meisten Gegentore – oder anders der SC Freiburg trifft auf den 1. FC Köln: Pure Standard-Schwäche trifft am Sonntag auf die Standard-Spezialisten der Liga.

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Die Erleichterung war den Spielern auf dem Feld, aber auch noch in den Katakomben anzusehen. Der 2:1-Erfolg über Mainz verschaffte den Geißböcken drei wichtige Punkte und vor allem ein wenig Luft nach zuletzt eher enttäuschenden Ergebnissen. Doch der Triumph brachte auch zwei wichtige Erkenntnisse: Der FC kann noch gewinnen und vor allem Tore nach Ecken schießen. Nach acht sieglosen Spielen in Serie entschieden die Geißböcke ausgerechnet mit einem ruhenden Ball die Begegnung gegen die Rheinhessen für sich. Ragnar Ache verwertete eine Hereingabe von Luca Waldschmidt, die Marius Bülter verlängert hatte. Es war für den FC der erste Treffer nach einer Ecke in der gesamten Spielzeit, der dritte nach einem Standard.

Freiburg ist der absolute Spezialist

Die Kölner verbesserten sich damit in der Standard-Tor-Tabelle auf einen gemeinsamen 14. Rang (mit dem Hamburger SV und Werder Bremen). In der defensiven Variante sind die Geißböcke aber nach wie vor absolutes Schlusslicht. Köln kassierte bereits 13 Gegentore nach Standards, auf Rang zwei folgt Leverkusen mit elf, dann Hoffenheim und Augsburg mit acht. „Ich finde schon, dass wir jetzt über die Rückserie die Dinge deutlich besser und stabiler verteidigen“, sagte Kwasniok am Freitag. „Wir sind jetzt mehr in der Mann-Orientierung oder Manndeckung zu Hause.“ Doch alles würde Vor- und Nachteile mit sich bringen. „Es war Thema und es ist immer noch ein Thema. Ich habe schon das Gefühl, dass die Jungs jetzt auch mit einer Überzeugung an die Sache rangehen, dass uns die Umstellung ganz gut getan hat.“

Besonders anfällig sind die Geißböcke nach Ecken. Bereits sieben Mal musste Marvin Schwäbe anschließend den Ball aus dem eigenen Netz holen. Leverkusen und Hoffenheim folgen mit jeweils vier Gegentreffern nach der Hereingabe von der Eckfahne. Zwar kassierten die Geißböcke im Jahr 2026 erst ein Eckball-Tor, dennoch ist es auch weiterhin eine große Baustelle, an der Lukas Kwasniok arbeitet. Und ausgerechnet jetzt treffen die Geißböcke auf die absoluten Standardspezialisten. 15 Tore erzielte der SC Freiburg mit dem ruhenden Ball und damit mehr als die Hälfte aller Tore des Sportclubs (29 insgesamt). Die Bayern kommen auf zwölf, Leverkusen auf neun. Alleine Vincenzo Grifo hat in dieser Spielzeit bereits fünf Standardtreffer erzielt, zwei mehr als der gesamte FC zusammen.

Und auch nach den Ecken ist die Mannschaft von Julian Schuster besonders erfolgreich. Sieben Tore erzielten die Freiburger so bereits. Die Bayern und Borussia Mönchengladbach jeweils fünf. Kwasniok hofft nach dem Eckentor nun auch in der Offensive auf den „Turnaround“. „Hoffentlich auch für die Zukunft. Das ist natürlich schon etwas, was dir hilft, wenn du ein positives Verhältnis hast: Vorne Tore erzielst und hinten keins kassierst.“