Trotz des Sieges gegen den FC Lugano war der Coach nicht immer zufrieden mit dem Team des 1. FC Köln: Lukas Kwasniok findet deutliche Worte und die Mannschaft gibt die richtige Antwort.
Im Testspiel gegen Lugano gab es einen Sieg für den 1. FC Köln: Lukas Kwasniok findet dennoch deutliche Worte. Allerdings war der Trainer mit den ersten Tagen des Trainingslagers nicht gänzlich zufrieden.
Lukas Kwasniok im Training des 1. FC Köln (Foto: come-on-fc.com)
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come-on-fc.com berichtet täglich aus dem Trainingslager in Spanien
So richtig glücklich wirkte Lukas Kwasniok nach dem 2:1-Erfolg über Lugano nicht. Das Spiel hatte den Coach zwar schon zufrieden gestellt, die Tage zuvor dann eher nicht. „Ich bin da ehrlich. Die ersten zwei, drei Tage hat da schon ein Quäntchen gefehlt“, sagte der Trainer nach dem Duell in La Nucia. „Es ist ein wichtiges Spiel am Samstag und da gab es schon den Hinweis, Fußball auch zu arbeiten.“ Am Sonntagabend hatte der Coach also deutliche Worte gefunden. „Du kannst deinen Job erledigen, oder du kannst ihn mit Hingabe erledigen. Ich glaube, wir tun gut daran, das vom ersten Tag zu tun“, sagte der Trainer. Die Anspannung ist verständlich. Nach sechs sieglosen Spielen in Serie muss der FC schnell die Wende herbeiführen. Gerade am Samstag im Auswärtsspiel gegen den 1. FC Heidenheim.
Kwasniok wartete vergeblich auf einen Impuls
Nur eine Woche später steht mit dem 1. FSV Mainz noch ein weiteres Duell gegen einen direkten Konkurrenten an. Ohne die gewünschte Hingabe und Gier ist dann nicht viel zu holen. Er habe gewartet, ob dieser Impuls „von innen heraus“ aus der Mannschaft komme. Doch der Trainer wartete vergeblich. „Ich habe gestern Abend ein bisschen länger zur Mannschaft gesprochen und darauf hingewiesen, worum es für den 1. FC Köln in der Bundesliga geht – nämlich den Klassenerhalt. Da gehören eine Gier, eine Hingabe, eine Energiebereitschaft in jeder Trainingseinheit dazu.“ Und ganz offensichtlich hat der Trainer die richtigen Worte gefunden. „Ich habe kein Zuckerschlecken erwartet, sondern eine gute Haltung, viel Kommunikation und Bereitschaft in der Arbeit gegen den Ball. Das haben die Jungs gemacht, deswegen bin ich unter dem Strich zufrieden.“
Und der Kölner Coach hofft, dass diese Haltung nun auch untereinander weitergegeben wird. „Ich will, dass das aus der Mannschaft kommt und nicht auf Ansagen des Trainers gehofft wird“, sagte Kwasniok und deutete darauf hin, dass er in einem vollen Stadion nämlich nicht zu hören sei. Ein Lächeln rang dagegen Luganos Trainer Mattia Croci-Torti dem Kölner Coach ab, der mit seinen Schimpftiraden für Unterhaltung sorgte. „Hätte man nur ihn beobachtet, wäre das wahrscheinlich interessanter gewesen als das Spiel“, sagte Kwasniok schmunzelnd. „Das war süffisant und unterhaltsam – wir haben kostenlos eine Show geboten bekommen.“
Es hatte sich schon angedeutet, nun ist es auch offiziell, wenn auch nicht vom 1. FC Köln: Der SC Verl verkündet den Abschied von Chilohem Onuoha – zumindest in Teilen.
Jetzt ist es offiziell, wenn auch noch nicht bestätigt vom 1. FC Köln: Der SC Verl verkündet den Abschied von Chilohem Onuoha – und nennt den aufnehmenden Verein nicht. Mittlerweile ist die Meldung von der Homepage aber verschwunden.
Chilohem Onuoha wird nicht mehr für den SC Verl auflaufen
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Überraschend kommt die Meldung nicht mehr, kurios erscheint sie dennoch. Chilohem Onuoha verlässt den SC Verl und den FC. Die Leihe mit den Ostwestfalen wird abgebrochen und der Stürmer zieht nach Portugal weiter, das aber fest. Angedeutet hat sich das bereits vor einigen Wochen, die offizielle Bestätigung fehlte bislang. Die gibt es nun, allerdings nicht von Kölner Seite. Der SC Verl hat den Abschied des Angreifers bekannt gegeben. Auf der Homepage des Drittligisten schrieb der Verein: „In der Rückrunde wird Chilohem Onuoha kein Bestandteil unserer Mannschaft sein. Einvernehmlich wurde die Leihe mit dem 1.FC Köln abgebrochen und unser ehemaliger Offensivspieler schnürt ab sofort in Portugal die Fußballschuhe.“ Und weiter: „Für unseren Sportclub kam er in der 3.Liga auf 33 Partien, in denen er sechs Tore erzielte. Ab Winter wird Chilo jetzt für … in Portugal spielen.“
Onuoha wechselt nach Portugal
Mittlerweile ist der Text wieder von der Seite verschwunden. Dabei ist das Ziel durchaus bekannt. Wie von come-on-fc.com berichtet wird Onuoha künftig für den portugiesischen Erstligisten CF Estrela Amadora auflaufen. „Chilo kam mit dem Wunsch auf uns zu, dass er eine neue sportliche Herausforderung angehen möchte und da haben wir zugestimmt. Wir hätten ihm in der Rückrunde nicht viel mehr Spielzeit garantieren können und wünschen ihm viel Erfolg in Portugal“, wurde Sportvorstand Zlatko Jonjic zitiert. Ob die Meldung gerade überarbeitet wird oder noch gar nicht hätte veröffentlich werden sollen, ist nicht klar. Onuoha kam im Sommer 2024 von RB Leipzig ans Geißbockheim, wurde aber aufgrund der Transfersperre direkt wieder verliehen. Bei der nächsten Leihe sollte der Angreifer Spielpraxis sammeln. Nun geht es weiter Richtung Portugal. Die offizielle Bestätigung wird wohl bald folgen, dann auch mit dem aufnehmenden Club.
Unter den Augen von Präsident Jörn Stobbe hat der FC am Montagvormittag die nächste Einheit im Trainingslager in La Nucia absolviert. Unter anderem wurde auch an einer Schwachstelle des 1. FC Köln gearbeitet: Lukas Kwasniok lässt Standards trainieren.
Es ist eine der Schwachstellen des 1. FC Köln und nun auch Thema im Trainingslager in La Nucia: Lukas Kwasniok lässt am Montag Standards trainieren. Und das unter den Augen von FC-Präsident Jörn Stobbe sowie seinem Vize-Präsidenten Ulf Sobek.
Sportdirektor Thomas Kessler, Vize-Präsident Ulf Sobek und FC-Präsident Jörn Stobbe im Trainingslager in La Nucia (Foto: come-on-fc.com)
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Am vierten Tag des Trainingslagers in La Nucia wollte das Wetter dann so gar nicht mehr mitspielen. Leichter Nieselregen hatte den FC schon am Sonntag an der Costa Blanca immer mal wieder begleitet, doch am Montagvormittag regnete es bei einer kurzen Einheit dann in Strömen. Dennoch hatte es sich FC-Präsident Jörn Stobbe nicht nehmen lassen, beim Training der Profis vorbeizuschauen. Der 60-Jährige war am Vormittag angereist und unterhielt sich während der Einheit angeregt mit seinem Vize-Präsidenten Ulf Sobek sowie Sportdirektor Thomas Kessler. Stobbe besitzt ein Domizil in der Nähe von La Nucia. Der Kölner Präsident wird auch das Testspiel der Geißböcke am Nachmittag gegen den Schweizer Erstligisten FC Lugano verfolgen (Ab 15.20 Uhr im Liveticker bei come-on-fc.com).
Kwasniok lässt Ecken trainieren
Für den Nachmittag ist wenn überhaupt nur leichter Regen vorausgesagt. Derweil nutzte Kölns Trainer die Einheit auch, um an einer bekannten Schwachstelle zu arbeiten. Nach einigen Spielformen ordnete Lukas Kwasniok Standards an. Gleich mehrere Schützen traten zu Ecken an. Eine halbe Stunde ließ Kwasniok verschiedene Varianten einstudieren. Kein Wunder, der FC ist sowohl bei der Ausbeute der offensiven Versuche als auch in der Defensive das Schlusslicht der Liga. Die Kölner haben nach Ecken noch kein Tor erzielt, sich aber bereits 13 Treffer nach Standards, davon sieben nach Eckbällen gefangen. Auch, wenn Kwasniok mehrfach betont hat, kein Freund von großen Statistiken und Bilanzen zu sein, wird er diese unbedingt aufpolieren wollen.
Um Elf und elf war das Training beendet. Damit ist etwa die Hälfte des Trainingslagers bereits schon wieder absolviert. Am Montagnachmittag findet das Testspiel gegen Lugano statt. Für Dienstag ist eine weitere Trainingseinheit anberaumt, bevor die Mannschaft dann am Mittwoch einen Tag frei erhält. Am Donnerstag steht eine weitere Einheit auf dem Programm, bevor es dann am folgenden Vormittag wieder zum Flughafen geht. Allerdings wird das Team erst einmal nach Memmingen aufbrechen. Von dort geht es dann weiter Richtung Heidenheim, wo am Samstag das erste Pflichtspiel ansteht.
Der Isländer fühlt sich wohl in Köln – und das nicht nur fußballerisch. Mit come-on-fc.com spricht der 22-Jährige über den Wechsel, sein Vorbild und seine Rolle beim 1. FC Köln: Isak Johannesson im Interview.
Nach einem starken Saisonstart lief es zuletzt weniger rund für den 22-jährigen Sommerzugang. Doch der Isländer fühlt sich wohl in Köln und blickt positiv in die Zukunft. Mit come-on-fc spricht der isländische Nationalspieler über seine bisherige Zeit bei den Geißböcken, seine Position im Team und seine Entscheidung für den 1. FC Köln: Isak Johannesson im Interview.
Isak Johannesson im Interview mit come-on-fc.com
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Das Gespräch führte come-on-fc.com
Herr Johannesson, wenn wir es hier im Training am Samstag richtig mitbekommen haben, mussten Sie bei einer Trainingsform laut auf Deutsch zählen. Wie weit ist es mit Ihrem Deutsch?
Isak Johannesson: Ich verstehe alles und versuche auch möglichst oft und viel Deutsch zu sprechen. In Island habe ich gerade erst einen Deutschen kennengelernt, mit dem ich mich gut unterhalten konnte. Ich habe schon sehr gute Fortschritte gemacht.
Besonders deutsch ist es, Fondue oder Raclette an Silvester zu machen. Zudem gibt es Feuerwerk. Wie feiert man den Jahreswechsel in Island?
Isak Johannesson: Dort gibt es viele Menschen, die sich verkleiden. Tatsächlich schaut man in Island traditionell eine Comedy-Show, in der Späße über die Politik und Politiker des vergangenen Jahres gemacht werden. Das sehen sich bestimmt 95 Prozent aller Isländer an. Die Sendung geht bis 23.30 Uhr und dann machen alle ein großes Feuerwerk. Das ist schon ein wenig verrückt. Wenn man das das erste Mal erlebt, ist es überwältigend.
„Ich bin im Sommer zu einem Topclub gewechselt“
Ein Feuerwerk war das Jahr 2025 nicht immer. Sie sind mit dem FC stark in die Saison gestartet, der Trend zeigte zuletzt aber nach unten. Mit der Nationalmannschaft gab es den Achtungserfolg gegen Frankreich, die Siege gegen Aserbaidschan und dann das Aus gegen die Ukraine. Von außen betrachtet war es für Sie wohl ein wenig eine Achterbahn der Gefühle…
Isak Johannesson: Für mich persönlich lief das Jahr schon sehr gut. Ich bin im Sommer schließlich zu einem Topclub gewechselt. Wir sind richtig gut gestartet, dann kamen leider auch ein paar schlechtere Ergebnisse dazu. Man darf aber nicht vergessen, dass wir gerade erst aufgestiegen sind und da gehört eine Achterbahnfahrt schon mal dazu. Wir müssen weiter hart arbeiten, ruhig und fokussiert bleiben, dann werden wir auch wieder Spiele gewinnen. Auch in der Nationalmannschaft war es vermutlich mein bestes Jahr. Ich bin dort Stamm- und Schlüsselspieler.
Und dennoch steht da das WM-Aus auf dem Papier. Wie groß war der Traum von den USA, Mexiko und Kanada für Sie persönlich?
Isak Johannesson: Natürlich war das ein großer Traum von mir. Insofern ist es auch hart, dass wir uns nicht qualifiziert haben. Es hat vielleicht zwei, drei Tage gebraucht, um es zu verarbeiten. Rückschläge gehören zum Sport genauso wie zum Leben einfach dazu. Es ist aber nicht der erste Rückschlag meiner Karriere.
Isak Johannesson im Trainingslager in La Nucia
In Island hofft man wieder auf eine goldene Ära wie 2016 oder 2018 mit großem Turnieren. Jetzt kam das Aus – wie weit ist das aktuelle Team von einer Teilnahme an einem Endturnier entfernt?
Isak Johannesson: In Island vergleicht man die Situation jetzt mit der von 2014. Damals war die Nationalmannschaft auch in den Playoffs gescheitert und es folgten die großen Turniere. Wir sind ein sehr junges Team. Wir haben sehr gute Spieler, die in Frankreich und in Italien spielen – alle im besten Fußballeralter. Ich habe auch zwei, drei richtig gute Freunde im Team, die in starken Ligen spielen und auch erst 22 oder 23 Jahre alt sind. Es ist schon eine sehr positive Entwicklung. Mein Ziel ist aber schon länger die Europameisterschaft in England 2028. Es wäre großartig, wenn wir uns dafür qualifizieren könnten. Und der Weg zur EM ist ja auch ein bisschen leichter als der zur WM.
Sie sind unter Islands Trainer Arnar Gunnlaugsson absoluter Schlüsselspieler – und das mit gerade einmal 22 Jahren. Ist das für Sie eher eine Ehre oder auch ein Haufen Verantwortung?
Isak Johannesson: Arnar Gunnlaugsson ist für uns junge Spieler in erster Linie ein Vorbild. Er ist ein hervorragender Trainer, der mich immer wieder mit seinem taktischen Wissen überrascht. Es ist für mich eine Ehre unter ihm zu spielen. Er hat mich zum Schlüsselspieler gemacht und ich fühle mich sehr wohl mit ihm als Trainer.
„Das ist schon die perfekte Position für mich“
Gerade zu Saisonbeginn warst du auch in Köln unumstrittener Stammspieler. Wie siehst du deine Rolle beim FC?
Isak Johannesson: Ich stand in 15 Spielen auf dem Platz, deswegen bin ich sehr glücklich. Ich übernehme auf der Doppelsechs eine wichtige Aufgabe, kann mich in das Spiel nach vorne einschalten. Das ist schon die perfekte Position für mich.
Trotzdem haben Sie sich bei der Fortuna häufiger in die Scorerliste eingetragen. Gerade weil Ihre Rolle deutlich offensiver war. Wie wohl fühlen Sie sich auf der Sechs?
Isak Johannesson: Auf der Sechs fühle ich mich extrem wohl. Aber es stimmt schon, ich habe in Düsseldorf mehr Tore geschossen. Jetzt habe ich eine etwas andere Aufgabe. Ich bin eher für den Spielaufbau mitverantwortlich, spiele die Pässe zu den Jungs, die die Tore erzielen sollen. Zudem spiele ich diese Saison das erste Mal in der Bundesliga. Natürlich würde ich gerne mehr Tore schießen oder vorbereiten, aber meine Rolle ist jetzt eben anders. Ich bekomme nicht mehr die drei, vier Abschlüsse im Spiel wie noch in Düsseldorf. Bislang sind es sechs oder sieben in der gesamten Saison.
Zuletzt lief es in Köln aber auch nicht rund. Sechs sieglose Spiele in Folge. Woran machen Sie den negativen Trend fest?
Isak Johannesson: Das gehört bei einem Aufsteiger dazu. Es gibt Höhen und Tiefen. Wir wollen jetzt wieder zu dem zurückkehren, was uns am Anfang der Saison stark gemacht hat. Daran arbeiten wir hier im Trainingslager. Das ist ein klarer Matchplan, gegen den man nur schwer bestehen konnte. Da haben wir die Gegner überrannt, waren voller Energie. Zu diesen Basics müssen wir zurückfinden. Denn da haben wir Punkte geholt. Vielleicht fehlte uns zuletzt auch ein wenig Glück.
Lukas Kwasniok hat Sie schon vor Ihrer Verpflichtung als seinen Lieblingsspieler betitelt. Was bedeutet Ihnen das?
Isak Johannesson: Wenn ein Trainer so etwas sagt, fühlt sich das natürlich gut an. Ich glaube, er sieht die Fähigkeiten, die in mir stecken, meine Stärke mit dem linken Fuß und mein Spielverständnis. Ich will möglichst viele Spiele für den Club aber auch für ihn gewinnen.
Isak Johannesson jubelt mit dem 1. FC Köln
„Es ist also ein perfektes Match“
Die Gespräche über Ihren Wechsel wurden aber an anderer Stelle geführt. Wie hat Sie Thomas Kessler – oder war es noch Christian Keller – überzeugt?
Isak Johannesson: Das war Thomas Kessler. Aber es brauchte gar nicht viel, um mich zu überzeugen. Der Club hat von Beginn an an meine Entwicklung geglaubt. Der FC hat mir einen Vertrag bis 2030 gegeben, weil wir diesen Weg gemeinsam gehen wollen. Ich will ein guter Spieler der Bundesliga werden, der Verein will sich wieder fest etablieren. Es ist also ein perfektes Match.
Der Wechsel nach Köln war erwartungsgemäß von einigen Störgeräuschen der Düsseldorfer Fans begleitet. Was machen solche Hasskommentare mit einem so jungen Spieler? Die werden ja nicht spurlos an Ihnen vorüber gegangen sein.
Isak Johannesson: Die Kommentare haben mich und meine Familie noch stärker gemacht. Ich habe da etwas durchgemacht, dass noch nicht viele 22-Jährige erlebt haben. Wie gesagt, jetzt bin ich noch stärker. Deswegen bin ich den Hatern auch dankbar.
Neben dem Lob des Trainers gab es zuletzt auch ein Lob Ihres Vaters. Er sei unheimlich stolz auf Sie. Wie eng ist die Verbindung, welchen Anteil hat er an Ihrer Karriere?
Isak Johannesson: Er hat den wohl größten Anteil an meiner Karriere. Er hat mir bei meiner Entwicklung extrem geholfen. Ich war noch sehr jung, als ich aus meiner Heimat weg bin. Aber mein Vater war immer für mich da, ich konnte ihn immer um Rat fragen. Er war auch zwei Jahre mein Nationaltrainer. Und vor allem war er mein Vorbild, als ich als kleines Kind Spiele der Premier League gesehen habe.
Wenn Sie schon von Ihrem großen Vorbild sprechen. Ihr Vater hat für 15 Vereine gespielt. Eine beeindruckende Bilanz. Wäre das etwas für Sie?
Isak Johannesson: Ich habe einen Vertrag bis 2030. Und das sagt eigentlich schon alles. Ich bin sehr glücklich, noch für so viele Jahre beim FC zu spielen.
„Die Fans, die Stadien, das Gesamtpaket ist fantastisch“
Aber Sie sind in England groß geworden, Ihr Vater hat dort erfolgreiche Jahre verbracht. Reizt die Premier League gar nicht?
Isak Johannesson: Für jeden jungen Spieler ist es ein Traum, in der Premier League zu spielen. Aber ich würde meine gesamte Karriere gerne in Deutschland verbringen. Es ist wirklich schön – die Fans, die Stadien, das Gesamtpaket ist fantastisch. Meine Freundin und ich fühlen uns wohl, und das ist das Wichtigste. Natürlich weiß man nie, was passiert, im Fußball kann sich alles sehr schnell ändern.
Nicht so schnell ändern soll sich das Dasein als Bundesligist. Was ist für den FC im kommenden halben Jahr möglich?
Isak Johannesson: Wir wollen einen erfolgreichen Start ins neue Jahr hinlegen. Das würde uns schon helfen. Wir sind aktuell Elfter. Es wäre stark, wenn wir am Ende in der oberen Tabellenhälfte landen. Aber unser erstes Ziel ist der Klassenerhalt. Darauf kann man dann aufbauen.
Während für den FC der Fokus 2026 zunächst einmal auf dem Klassenerhalt liegen wird, könnte für einige Spieler das eigentliche Highlight im Sommer noch folgen: Diese Profis des 1. FC Köln können auf die WM-Teilnahme hoffen.
Für Isak Johannesson platzte der Traum im letzten Gruppenspiel der WM-Qualifikation. Der Isländer fiel daraufhin in ein kleines Formtief. Bei anderen Akteuren ist das Turnier in den USA, in Mexiko und in Kanada aber ein erklärtes Karriereziel: Diese Profis des 1. FC Köln können auf die WM-Teilnahme hoffen.
Jakub Kaminski spielte stark für Polen
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Said El Mala
Mit gerade einmal 19 Jahren gehört Said El Mala in dieser Saison zu den größten Entdeckungen der Bundesliga. Nach seiner einjährigen Leihe zu Viktoria Köln entwickelte sich der Offensivspieler beim FC zum Senkrechtstarter und sammelte in 15 Ligaspielen sechs Treffer sowie drei Vorlagen. Neben seiner Technik, seinem Tempo und seinem Willen zeichnet den gebürtigen Krefelder insbesondere seine Unbekümmertheit aus. El Malas Entwicklung blieb auch Nationaltrainer Julian Nagelsmann nicht verborgen, der den Kölner im November zur A-Nationalmannschaft einlud. Der Linksaußen blieb bei seiner Berufung zwar ohne Einsatz, konnte aber dennoch für sich werben. Macht El Mala auch in der Rückrunde so weiter und kann sogar noch mehr Konstanz in seine Leistungen bringen, kann sich der 19-Jährige Hoffnung auf eine WM-Nominierung machen. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass der Kölner im Offensivbereich einige Konkurrenten hat, die ebenfalls eine hohe Qualität haben.
Jakub Kaminski
Jakub Kamiński ist Neuzugang des vergangenen Sommertransferfensters. Der Pole wechselte auf Leihbasis vom VfL Wolfsburg nach Köln und stand unter Trainer Lukas Kwasniok bislang in jedem Pflichtspiel in der Startelf. In der bisherigen Saison erzielte der 23-Jährige fünf Tore und legte einen weiteren Treffer auf. Dem Spiel des FC gibt der Offensivspieler aber viel mehr als nur Scorer. Kaminski überzeugt durch hohe Intensität und Willen und kann aufgrund seiner Polyvalenz so gut wie jede Position auf einem hohen Niveau bekleiden.
Auch bei der polnischen Nationalmannschaft läuft es für den Kölner. Kaminski zählt dort ebenfalls zu den Leistungsträgern. Allerdings ist Polen bisher noch nicht sicher qualifiziert, sondern muss durch den zweiten Platz in der Quali in den Play-offs um das Ticket kämpfen. Im März spielt Polen im Halbfinale zunächst gegen Albanien, bevor es in einem möglichen Finale nur wenige Tage später gegen den Sieger der Partie Ukraine – Schweden gehen würde. Eins ist dennoch jetzt schon klar. Schafft Polen die Play-offs und zieht das Ticket für die WM, hat Kaminski seinen Platz für die Reise in die USA, nach Kanada und Mexiko sicher – vorausgesetzt, der Pole verletzt sich nicht.
Sebastian Sebulonsen
Genau wie Kaminski gehört auch Sebastian Sebulonsen zum Stammpersonal des FC. Der 25-Jährige macht in den ersten Wochen nach seinem Wechsel nach Köln einen guten Eindruck. Dies sah auch der norwegische Nationaltrainer so und nominierte Sebulonsen für das Freundschaftsspiel gegen Neuseeland. Beim Unentschieden feierte der Rechtsverteidiger seine Premiere für Norwegen und stand 26 Minuten auf dem Feld. Nach seinem Nationalmannschaftsdebüt ließen die Leistungen des Schienenspielers ein wenig nach. Immer wieder machte er im eigenen Spiel kleine Fehler. Der 25-Jährige wirkte nicht immer sattelfest in seinen Aktionen. Daher wurde der Abwehrmann für die letzten beiden WM-Qualifikationsspiele der Norweger nicht nominiert. Will Sebulonsen eine Chance auf die WM haben, bei der Norwegen auf Frankreich, Senegal sowie einen Play-off-Sieger trifft, muss sich der 25-Jährige in den kommenden Wochen steigern. Ansonsten ist eine Nominierung in weiter Ferne.
Kristoffer Lund
Der US-Amerikaner hat seinen Status als unangefochtener Stammspieler in Köln verloren und saß nach einem starken Saisonstart in den vergangenen Wochen immer wieder auf der Bank. Lund machte in den Spielen häufiger kleine Fehler, die zu Gegentreffern führten, und trug nicht wirklich zur Stabilität der Kölner Abwehr bei. Der Tiefpunkt des Linksverteidigers war das Derby in Mönchengladbach. Gegen die Fohlen verursachte der 23-Jährige zwei Elfmeter und hatte einen großen Anteil an der Pleite. Nach seinen bislang sieben Spielen für die US-amerikanische Nationalmannschaft in den Jahren 2023 und 2024, blieb Lund 2025 sogar ohne Einladung. Daher dürfte der Kölner nur geringe Chancen auf eine Nominierung haben. Die Hoffnung stirbt jedoch bekanntlich zuletzt.
Neben den vier genannten Spielern deutet aktuell nicht viel daraufhin, dass der FC noch weitere WM-Teilnehmer stellt. Denis Huseinbasic könnte möglicherweise noch auf den Zug bei Bosnien-Herzegowina aufspringen. Allerdings steht dem Team von Sergej Barbarez in den Playoffs eine schwere Aufgabe gegen Wales bevor. In einem möglichen Finale könnte Italien warten. Der ehemalige Bundesliga-Profi hatten den Kölner Mittelfeldspieler zuletzt nicht mehr nominiert. Möglicherweise macht sich auch Joel Schmied noch Hoffnungen auf eine Teilnahme. Der Innenverteidiger zeigte sich vor seiner Verletzung in guter Verfassung, war allerdings noch nie für die A-Nationalmannschaft der Schweiz nominiert. Die ehemaligen Nationalspieler Florian Kainz (Österreich) und Cenk Özkacar (Türkei) sammelten zuletzt kein Pluspunkte, die für eine Nominierung sprechen können.
In der spanischen Gemeinde La Nucia bereitet sich der FC aktuell auf den zweiten Teil der Saison vor. Schon am Samstag gilt es, den Schalter umzulegen beim 1. FC Köln: Am Rande des Trainings äußerte sich Jan Thielmann.
Auch am Sonntag absolvierte der FC eine Einheit in der spanischen Gemeinde La Nucia. Dort bereitet sich der 1. FC Köln auf die zweite Saisonhälfte vor: Am Rande des Trainings äußerte sich Jan Thielmann über die aktuelle Situation der Geißböcke.
Jan Thielmann beim Training des 1. FC Köln in La Nucia (Foto: come-on-fc.com)
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Ein verunglückter Abschlag sorgte am Samstagvormittag für einen kleinen Schreckmoment. Jan Thielmann ging nach dem Volltreffer gegen den Kopf zu Boden, musste kurz behandelt werden. Nur lässt sich ein Jan Thielmann nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Der 23-Jährige schüttelte sich kurz, ging anschließend wieder in die Belastung. Und das heißt bei dem Offensivspieler nun mal mehr als nur 100 Prozent. Und die gilt es dieser Tage für die gesamte Mannschaft zu bringen. Denn der FC muss schnell zurück in die Spur finden. Vor der kurzen Winterpause war Köln sechs Spiele in Serie nicht mehr erfolgreich, das Polster des starken Saisonstarts ist nahezu aufgebraucht. „Vielleicht hat ein wenig das Quäntchen Glück gefehlt. Wir haben nicht immer überzeugend gespielt und sind dann in eine Abwärtsspirale gekommen“, sagte Thielmann am Sonntag am Rande der Einheit.
Zwei Spiele gegen die direkte Konkurrenz
Und die bedeutet zwar immerhin noch Platz elf, allerdings ist der Vorsprung auf die Abstiegsränge geschmolzen. „Wir haben leider nicht schnell genug den Exit gefunden. Deswegen müssen wir schauen, dass wir wieder ins Punkten kommen“, so Thielmann weiter. Die kurze Winterpause könnte den Spielern in der Vorbereitung in die Karten spielen. So sei man nicht ganz „runtergefahren und noch im Saft“, sagte der 24-Jährige. Für die Geißböcke geht es ab dem kommenden Woche auch direkt zur Sache. Die Kölner spielen vor und nach dem Duell gegen den FC Bayern München gegen zwei direkte Konkurrenten. Erst ist der FC am Samstag zu Gast in Heidenheim, eine Woche später steht das Heimspiel gegen Mainz auf dem Programm.
„Die stehen unter uns in der Tabelle, deswegen müssen wir punkten. Vielleicht müssen wir eins gewinnen, eins Unentschieden spielen. Auf jeden Fall müssen wir aber punkten“, sagte Thielmann. Für das Kölner Eigengewächs geht es mit der Mannschaft nun darum, die alten Stärken wiederzufinden. Dabei ist die Punkterechnung eine ganz einfache: „Wir haben 16 Zähler, wir hätten gerne mehr. Deswegen müssen wir punkten“, so Thielmann. Nach den Duellen in der kommenden Woche stehen im Januar noch zwei weitere Spiele gegen Wolfsburg und Freiburg auf dem Programm. Für den FC ist es ein richtungsweisender Januar.
Mit dem Trainingslager an der Costa Blanca beginnt für den FC das Jahr 2026. Damit das nicht ähnlich turbulent wie die vergangene Spielzeiten wird, müssen die Kölner sofort liefern. Ein Fehlstart im Januar würde für Katerstimmung an Karneval sorgen. Ein Kommentar zum Jahresauftakt des 1. FC Köln.
Im Winter-Trainingslager an der Costa Blanca bereiten sich die Geißböcke auf das Unterfangen Klassenerhalt vor. Viel Zeit bleibt nicht und die kommenden Aufgaben sind richtungsweisend. Ein Kommentar zum Jahresauftakt des 1. FC Köln.
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Über die Sinnhaftigkeit eines Winter-Trainingslagers lässt sich sicherlich trefflich streiten. Gerade wenn die Vorbereitungszeit nach der ohnehin kurzen Winterpause ebenfalls nur wenige Tage, eigentlich eine originäre Vorbereitungswoche bedeutet. Ob die an der Costa Blanca mehr Sinn macht als am Geißbockheim, darf natürlich hinterfragt werden. Doch schon alleine die aktuellen Witterungsbedingungen geben den Planern der Vorbereitung recht – auch, wenn für Sonntag und Montag teils heftiger Regen über La Nucia angekündigt ist. Immerhin sind die Plätze bespielbar und Trainingseinheiten müssen nicht aufgrund von Frost verschoben werden. Dennoch begibt sich nur rund ein Drittel der Bundesligaclubs auf eine Reise zur Vorbereitung ins Ausland.
Die kommenden Wochen haben es in sich
Lukas Kwasniok geht es vor allem darum, sein Team auf die bevorstehenden Aufgaben in den kommenden Wochen und Monaten vorzubereiten sowie eine Einheit aus der Mannschaft zu formen, die sich auf den Kampf um den Klassenerhalt einschwört. Am ganz großen Rad will und kann der Coach in der kurzen Zeit nicht drehen. Denn der FC wird sofort liefern müssen. Bereits die ersten Wochen sind richtungsweisend. Das Auswärtsspiel in Heidenheim, das Heimspiel gegen Mainz, dazwischen die Begegnung gegen den Rekordmeister – zwei der kommenden drei Duelle finden gegen die direkte Konkurrenz statt. Punkten ist da eigentlich schon Pflicht. Denn der Trend vor der Winterpause mit nur zwei Punkten aus den vergangenen sechs Spielen ist bedenklich, gerade weil sich darunter auch vier Gegner auf Augenhöhe befunden haben.
Die vom Kölner Coach als „Highlight-Spiele“ deklarierten Begegnungen waren viel, aber aus ergebnistechnischer und sportlicher Sicht sicherlich keine Höhepunkte. Die Anfangseuphorie ist längst verblasst, der Startpuffer nahezu aufgebraucht. Bei vielen Fans hat sich zuletzt Frust und Sorge breit gemacht, in den Sozialen Medien wächst die Kritik am Trainer. Sollte sich der Negativtrend bestätigen, ziehen kurz vor Karneval bedrohliche Wolken über dem Geißbockheim auf. Ein Szenario, das die FC-Verantwortlichen sicherlich um jeden Preis verhindern wollen. Auch deswegen befindet sich die erste Neuverpflichtung im wahrsten Sinne des Wortes im Anflug, soll Anfang der Woche in Spanien Mannschaft und Coach kennenlernen.
Für die FC-Verantwortlichen heißt es also auf mehreren Ebenen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das gilt für den Trainer genauso wie für die sportliche Leitung. Die Frage nach der Sinnhaftigkeit eines Trainingslagers an der Costa Blanca spielt da sicherlich nicht die größte Rolle.
Eigentlich wollte Joel Schmied im Trainingslager in Spanien wieder angreifen, doch die Verletzung des Schweizers ist hartnäckiger als gedacht. Joel Schmied bleibt vorerst nur die Zuschauerrolle beim 1. FC Köln.
Je nach Ausgang der Transferverhandlungen könnte es für den Innenverteidiger des FC wohl neue Konkurrenz geben – die Rückkehr in den Kader nach seiner Genesung würde dann sicherlich erschwert. Noch ist der 27-Jährige von einem Einsatz ohnehin weit entfernt. Joel Schmied bleibt vorerst nur die Zuschauerrolle beim 1. FC Köln.
Joel Schmied schaut beim Trainings seiner Teamkollegen zu
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So hatten sich Lukas Kwasniok und Joel Schmied ihre Zusammenkunft in Spanien vor einigen Wochen sicherlich nicht vorgestellt. Während der Trainer des 1. FC Köln seine Mannschaft am Samstag auf dem Trainingsgelände in La Nucia vorantrieb, saß Schmied nur wenige Meter entfernt und schaute sich die Einheit in Ruhe an. Wie berichtet ist der Innenverteidiger zwar mit der Mannschaft ins Trainingslager an der Costa Blanca gereist, ins Training einsteigen wird der Schweizer aber in Spanien sicher nicht. Im Gegenteil: Schmied absolviert sein Reha-Training in der Nähe des Teams und wird auch nach der Rückkehr ans Geißbockheim noch nicht sofort zur Verfügung stehen. Die Begegnungen gegen den 1. FC Heidenheim (9. Januar, 15.30 Uhr) und gegen den FC Bayern München (14. Januar, 20.30 Uhr) sind kein Thema, auch das Heimspiel gegen Mainz kommt wahrscheinlich noch zu früh.
Wunsch war Vater des Gedanken
Und dann dürfte es spannend werden, wie sich der Innenverteidiger wieder zurück in die Stammelf kämpfen kann. Denn der FC sucht bekanntlich nach weiteren Abwehrspielern für die letzte Reihe. Paradoxerweise auch aufgrund der Verletzung des Schweizers. „Dass wir im hinteren Bereich, gerade aufgrund der Verletzungen, einfach einen gewissen Bedarf haben, steht außer Frage“, sagte Kwasniok am Freitag. „Joel Schmied wird leider noch ein bisschen brauchen. Da war wohl der Wunsch Vater des Gedanken, dass er hier vollumfänglich mit trainieren kann.“ Dem Vernehmen nach sollen sich die Kölner mit mindestens einem Spieler grundsätzlich auch einig sein. Doch der abgebende Verein stellt sich bislang wohl quer. Angesichts der aktuellen Personaldecke kommt wohl aber nur eine Soforthilfe in Betracht.
Zwar baute Kwasniok am Freitag schon vor und erklärte, man würde auch „gewappnet“ sein, sollte es keine Verstärkung geben, nur wenn ein weiterer erfahrener Innenverteidiger kommt, wird Schmied sich erst einmal harter Konkurrenz ausgesetzt sehen. Denn mit Rav van den Berg steht ab dem Mainz-Duell der Königstransfer des vergangenen Sommers ebenfalls wieder zur Verfügung.
Mit einer tollen Geste sorgte der Innenverteidiger für gute Stimmung bei Teilen des Staffs des 1. FC Köln: Dominique Heintz lädt FC-Mitarbeiter zu Silvester in sein Ferienhaus an der Costa Blanca ein.
1850 Kilometer mussten Busfahrer und Zeugwart „runterschrubben“, um für optimale Voraussetzungen im Trainingslager in La Nucai zu sorgen. Das würdigte ein Spieler des 1. FC Köln auf besondere Art und Weise: Dominique Heintz lädt gleich mehrere FC-Mitarbeiter zu Silvester in sein Ferienhaus in Spanien ein.
Dominique Heintz beim Training des 1. FC Köln
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Noch Anfang des Jahres postete Dominique Heintz bei Instagram ein Bild vom Strand in Calpe. Dort besitzt der Innenverteidiger der Geißböcke ein Ferienhaus, in dem er mit seiner Familie Silvester feierte – und das nicht alleine. Heintz hatte die Kölner Busfahrer und Zeugwarte in sein Domizil eingeladen. „Für mich war das eine Selbstverständlichkeit, dass sie nicht zu viert alleine im Hotel sitzen müssen“, sagte Heintz am Samstag nach dem Training. „Da habe ich gesagt, kommt vorbei und wir haben einen schönen Abend erlebt.“ Die Staff-Mitglieder waren schon am 30. Dezember Richtung Spanien aufgebrochen, um den Bus und Trainingsmaterial nach Spanien zu bringen. „Was die eine Last auf sich nehmen, extra vor Silvester losfahren, 1800 Kilometer durchschrubben, nur damit wir alle Klamotten hier haben“, so Heintz weiter.
Der FC-Bus fährt in La Nucia vor (Foto: come-on-fc.com)
„Ich bin froh, dass sie bei uns sind“
Und dem Kölner Innenverteidiger merkt man die ehrlich gemeinte Dankbarkeit durchaus an. „Man kann gar nicht genug beschreiben, wie wertvoll solche Personen für den Verein sind. Ich bin froh, dass sie bei uns sind, weil es einfach gute Männer sind“, so Heintz weiter. Heintz betonte, man habe sich „bis ein Uhr“ über alles mögliche unterhalten. Für den Kölner Innenverteidiger eine Ehrensache, sich erkenntlich zu zeigen. Schon am Mittwoch tritt der Bus die Reise nach Deutschland an. Allerdings erst einmal nach Memmingen. Dort landen die Kölner mit ihrem Charterflug am Freitag, um sich auf das Spiel gegen den 1. FC Heidenheim vorzubereiten.
Unterdessen bat Lukas Kwasniok sein Team am Samstag bei frühlingshaften 17 Grad zur zweiten Einheit im Trainingslager in La Nucia. Nach ersten kleineren Spielformen absolvierte die Mannschaft ein ausführliches Spiel. Dabei übernahmen Luca Waldschmidt und Marius Bülter die Rolle als freie Spieler, sollten jeweils die Offensivbemühungen der Mannschaften einleiten, das Spiel bei Ballbesitz steuern. Der FC hatte gerade in den vergangenen Begegnungen seine Probleme beim Spiel mit dem Ball.
Bislang hat es noch kein Nachwuchsspieler bei Lukas Kwasniok in einem Pflichtspiel auf den Platz geschafft, ein Profidebüt der Eigengewächse steht aus. Das könnte sich bald ändern beim 1. FC Köln: Youngster dürfen sich für mehr empfehlen.
Noch in der vergangenen Saison trendete das Wort „Talenteflucht“ bei den Geißböcken. Gleich mehrere Youngster verließen den FC, viele davon ablösefrei. Auch in dieser Spielzeit haben es die Eigengewächse bislang schwer beim 1. FC Köln: Youngster dürfen sich für mehr empfehlen.
Bernie Lennemann und Alessio Castro-Montes beim Training des 1. FC Köln (Foto: come-on-fc.com)
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Bernie Lennemann wirkte noch ein wenig zurückhaltend, als er das Fünf-Sterne-Hotel in La Nucia als letzter Spieler des Kölner Trosses betrat. Der Stürmer musste sich bei Teilen des Staffs noch vorstellen. Kein Wunder, der 22-Jährige bewegt sich zum ersten Mal im Umfeld der Profis. Am Freitagnachmittag bewegte sich der Stürmer dann auch beim ersten Training des Bundesligisten. Sollte es noch Berührungsängste gegeben haben, sie waren spätestens zu diesem Zeitpunkt wieder verloren. Lennemann ist eines von fünf Talenten, die sich in den kommenden Tagen beweisen dürfen. „Jungdachse“, wie FC-Trainer Lukas Kwasniok sagte. Davon habe er „fünf dabei, die Energie reinbringen sollen“, so der Coach weiter. Ganz offensichtlich geht es für den 44-Jährigen nicht nur darum, den Kader für das Trainingslager zu verbreitern.
„Sie sollen die etablierten Spieler kitzeln“
Tatsächlich scheinen nun die „Jungdachse“ ihre Chance zu bekommen, sich für höhere Aufgaben zu beweisen. „Sie sollen die etablierten Spieler ein bisschen kitzeln und herausfordern“, sagte Kwasniok weiter. „Die müssen dann wiederum um ihren Platz kämpfen. Das ist ein ganz normaler Prozess.“ Bislang ist der Kölner Trainer nicht dafür bekannt, dass er den Nachwuchshoffnungen viele Möglichkeiten einräumt. Erstaunlicherweise ein Vorgehen, dass einige Fans den Vorgängern noch vorgeworfen haben. Dabei feierten unter Gerhard Struber gleich sieben Spieler ihr Profidebüt, unter Steffen Baumgart (und Timo Schultz) waren es in der Saison zuvor mit Damion Downs und Max Finkgräfe immerhin zwei. Gerade die Struber-Debüts waren natürlich auch der Transfer-Sperre der Geißböcke geschuldet.
Die Geißböcke gehören damit zu den sieben Clubs, die in dieser Spielzeit noch keinen Profidebütanten aufs Feld geschickt haben. Vor allem die beiden kommenden Gegner haben dagegen einige Nachwuchsspieler eingesetzt. Der FC Bayern München vier Akteure, der 1. FC Heidenheim immerhin drei. Beim FC haben es die Youngster zurzeit schwer. Das auch, weil Thomas Kessler im Sommer knapp 25 Millionen Euro in den Kader investiert und damit dem Team ein neues Gesicht verliehen hat. Wirklich viele Chancen ergeben sich im Kader da nicht – wie nun auch einige arrivierte Spieler leidvoll erfahren mussten. Unter Kwasniok gab es daher noch kein Debüt, immerhin zwei Kader-Premieren für Fynn Schenten und Cenny Neumann. Von letzterem schwärmte der Kölner Coach vor einigen Wochen in höchsten Tönen, stellte dem Youngster sogar in Aussicht, dass er im neuen Jahr unter Umständen der Backup für Sebastian Sebulonsen auf der rechten Schiene werden könnte.
Jungs dabei, „die alle viel können“
Dass der FC durch den Abgang von Jusuf Gazibegovic Bedarf hat, steht außer Frage und Neumann hat seinen Job in den vergangenen Wochen im Kölner Nachwuchs durchaus vielversprechend gelöst. Yannick Mausehund ist ebenfalls hochtalentiert und auf dem mittelfristigen Sprung zu den Profis. Mittelfristig, weil die Kölner auf die Innenverteidiger-Misere mit Neuverpflichtungen reagieren wollen. Junge Spieler werden es da auch weiterhin mit der Einsatzzeit schwer haben. Doch nicht nur in der Defensive sollen sich die jungen Spieler beweisen. „Wir haben vor allem in der Offensive einige interessante Jungs dabei, die alle viel können. Unter anderem schnell sprinten, das hilft.“ Bernie Lennemann und Fynn Schenten beispielsweise. Auch Youssoupha Niang ist wieder mit dabei. Zudem mit Mikolaj Marutzki im Tor.
Gut möglich, dass im neuen Jahr dann Talente wie Neumann oder Schenten ihre Debüts feiern werden. Denn perspektivisch wird es auch darum gehen, eben diesen Youngstern auch eine realistische Chance auf das Profiteam zu geben. Der Begriff Talenteflucht soll unter Thomas Kessler sicherlich vermieden werden. Auf den Konkurrenzkampf durch die Youngster „freut“ sich der Coach, „weil es auch für die Akademie spricht“.