Für den Kölner Linksaußen läuft es aktuell nicht nur bei den Geißböcken gut. Auch mit der Nationalmannschaft Polens konnte der 23-Jährige am Sonntagabend einen Erfolg feiern, bevor er zurückkehrt zum 1. FC Köln: Jakub Kaminski darf von der WM-Teilnahme träumen.
90 Minuten stand der Offensivspieler in Litauen auf dem Platz. Und es lief gut für den Nationalspieler aus den Reihen des 1. FC Köln: Jakub Kaminski darf von der WM-Teilnahme träumen.
Jakub Kaminski spielte stark für Polen
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In der aktuellen Saison läuft es für den gebürtigen Polen wahrlich nicht schlecht. Beim 1. FC Köln ist der 23-Jährige angekommen, stand in allen Bundesliga-Duellen 90 Minuten auf dem Platz und erzielte für den FC bereits drei Tore. Aktuell befindet sich Jakub Kaminski auf Länderspielreise mit der polnischen Nationalmannschaft. Und auch auf dem internationalen Parkett scheint es für den Kölner Neuzugang rund zu laufen. Wurde Kaminski im Duell gegen Neuseeland noch geschont und kam nicht zum Einsatz, so stand der Offensivspieler am Sonntagabend gegen Litauen 90 Minuten auf dem Platz, wurde erst kurz vor Ende der Begegnung vom Feld genommen.
Kaminski mit gutem Spiel gegen Litauen
Beim 2:0-Sieg der polnischen Nationalelf machte Kaminski ein gutes Spiel, konnte allerdings keine Scorerpunkte sammeln. Das übernahmen unter anderem mit ihren Treffern die beiden Torschützen Sebastian Szymanski von Fenerbahce Istanbul und Robert Lewandowski, der per Kopf einschob. Polen behält dank der eingefahrenen Punkte den zweiten Rang der Gruppentabelle vor und liegt mit 13 Zählern nur drei hinter den Niederlanden als Tabellenführer. Auf dem dritten Platz reiht sich aktuell mit zehn Punkten Finnland ein. Der Mannschaft mit FC-Spieler Kaminski kann den Platz in den Playoffs nur noch ein unmöglich erscheinender Kantersieg der Finnen streitig machen.
Mit einem Sieg gegen die Niederlande in der dritten Länderspielphase könnte die Mannschaft von Nationaltrainer Jan Urban sogar mit dem Spitzenreiter punktemäßig gleichziehen. Allerdings hat die Elftal ein wesentlich besseres Torverhältnis. Das Duell findet am 14. November statt. In der zweiten Begegnung wartet dann am 17. November das Auswärtsspiel auf Malta auf Kaminski, Lewandowski und Co. Für Isak Johannesson geht es schon am Montagabend gegen Frankreich weiter. Nach der Niederlage gegen die Ukraine steht Island bereits mächtig unter Druck. Am Dienstag könnte Sebastian Sebulonsen sein Länderspieldebüt feiern und auch Said El Mala spielt mit der deutschen U21.
Späte Treffer mit großer Wirkung: Der Aufsteiger hat sich mithilfe von späten Toren früh in der Bundesliga etabliert. Nach sechs Spieltagen steht Köln mit zehn Punkten auf Rang sechs und hält damit Anschluss an die Spitzengruppe der Tabelle. Was steckt hinter der Last-Minute-Qualität des 1. FC Köln?
Späte Tore, große Wirkung: Der Aufsteiger punktet dank Last-Minute-Treffern und mischt nach sechs Spieltagen mit zehn Punkten oben mit. Was steckt hinter der Last-Minute-Qualität des 1. FC Köln?
Jakub Kaminski erzielte gegen den VfL Wolfsburg den bislang spätesten Bundesliga-Treffer jemals. (Foto: Bucco)
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Späte Tore haben den Kölnern in den ersten Wochen dieser Saison schon mehrfach entscheidende Punkte beschert. Beim Heimsieg gegen Mainz war es eine scharf getretene Flanke von Waldschmidt in der 90. Minute, die Marius Bülters Haarspitzen streifte und damit unhaltbar ins Mainzer Tor segelte. In Wolfsburg sorgten Kaminski und Jóhannesson in der Nachspielzeit sogar doppelt für späte Jubelmomente. Kaminski stellte mit seinem Treffer zum 3:3 sogar einen neuen Bundesliga-Rekord auf. Bislang hat niemand später getroffen als er. Gegen Stuttgart entging Köln schließlich nur knapp der möglichen Führung – der Stuttgarter Maximilian Mittelstädt klärte auf der Linie. Lukas Kwasniok ordnete nach der Heimniederlage gegen Stuttgart ein: „In der zweiten Halbzeit hatten wir mit dem Ball dann auch gute Passagen. Und genau in dem Moment, als wir das Gefühl hatten, das Stadion ist voll, das geht vielleicht in unsere Richtung, macht es Stuttgart gut. Wir standen eigentlich geordnet. Der Gegentreffer war nicht nötig.“
Der Mythos des „psychologisch wichtigen Zeitpunkts“
Im Fußball wird in diesem Zusammenhang häufig von „psychologisch wichtigen Zeitpunkten“ gesprochen, zum Beispiel, wenn ein Team kurz vor der Halbzeit oder kurz vor Spielende ein Tor erzielt. Doch was sagt die Wissenschaft dazu? Handelt es sich um einen nachweisbaren Effekt oder ist es lediglich eine Floskel, die vor allem in Pressekonferenzen und Spielanalysen verwendet wird? Der Sportpsychologische Experte Thorsten Loch hat das für come-on-fc.com eingeordnet.
Die Datenlage sei differenziert, sagt Loch: “Analysen internationaler Top-Wettbewerbe zeigen, dass ein Tor unmittelbar vor der Halbzeit nicht automatisch zu einem Vorteil führt. In einigen Studien ließ sich sogar nachweisen, dass Heimteams nach einem späten Treffer vor der Pause in der zweiten Halbzeit schlechter abschnitten, als wenn sie zu einem früheren Zeitpunkt getroffen hätten.” Andere Untersuchungen wiederum berichteten keinen systematischen Effekt: “Es gibt aber auch Befunde, die unter bestimmten Umständen einen positiven Einfluss beschreiben – beispielsweise wenn die emotionale Dynamik im Stadion und auf der Bank kurzfristig verändert wird. Insgesamt gilt: Ein klarer, universeller „psychologischer Zeitpunkt“ lässt sich empirisch nicht belegen.”
Hier spielen laut Loch mehrere Faktoren ineinander: „Zum einen nimmt gegen Spielende die körperliche Leistungsfähigkeit ab: Lauf- und Sprintleistungen sinken, die Fehleranfälligkeit steigt. Zum anderen passen Teams ihr Verhalten je nach Spielstand an. Wer zurückliegt, geht mehr Risiko ein, rückt höher auf und erzwingt Standardsituationen. Wer führt, wird häufig passiver – ein Muster, das als ‚Score-Effect‘ beschrieben wird.“ Hinzu kommt die allgemeine Dynamik des Spiels: „Statistisch gesehen häufen sich Tore gegen Ende, ganz unabhängig von psychologischen Zuschreibungen. Psychologische Faktoren, wie ein kurzfristiger Motivationsschub durch einen Ausgleichstreffer in letzter Minute, können diesen Effekt verstärken, sind aber nicht die alleinige Ursache.“
Mentale Stärke oder clever gewechselt?
Gibt es also einen „besten Zeitpunkt“ für ein Tor? Aus psychologischer Sicht nicht, ist sich Loch sicher. Entscheidend sei vielmehr, dass Phasenübergänge im Spiel – etwa direkt nach Wiederanpfiff oder nach Wechseln – anfällig für Konzentrationsfehler sind: “Wer in diesen Momenten klare Routinen und abgestimmte Abläufe parat hat, kann diese Verwundbarkeit des Gegners nutzen. Hier geht es weniger um Magie, sondern um gute Vorbereitung.”
Das kann Ausdruck von Fitness, taktischer Ausrichtung oder auch mentaler Stabilität sein, beispielsweise in Form der Fähigkeit, trotz Rückschlägen am Ball zu bleiben und konstruktiv mit Fehlern umzugehen. Gleichzeitig sollte man vorsichtig sein: „Wiederholte späte Treffer sind kein reiner Beleg für mentale Stärke, sondern meist das Resultat eines Zusammenspiels aus Kondition, Spielidee und psychologischer Widerstandsfähigkeit“, präzisiert Loch.
Ein Beispiel dafür ist die Handhabung Kwasnioks von Saïd El Mala gegen Wolfsburg. Der Offensivspieler kam erst gegen Mitte der zweiten Halbzeit in die Partie, um mit frischen Beinen eine ermüdete gegnerische Wolfsburger Abwehr zu stressen – ein Plan, der aufging. El Mala leitete mit seiner Vorarbeit zum 2:2-Ausgleich in der 91. Minute die wilde Schlussphase ein. „Said ist definitiv eine Waffe“, lobte Trainer Kwasniok anschließend. „Aber eine Waffe von Beginn an zu sein, ist nochmal etwas anderes. Er verändert ein Spiel, genau wie ein Ragnar auf seine Art und Weise und ein Kainzi auf seine Art und Weise.“
Kein Alleinstellungsmerkmal
Der „psychologisch wichtige Zeitpunkt“ ist kein Naturgesetz, sondern ein Narrativ, das nur in bestimmten Kontexten trägt: „Wer Fußball wissenschaftlich betrachtet, erkennt: Späte Tore entstehen vor allem aus taktischen und physiologischen Gründen – psychologische Effekte können sie verstärken, erklären sie aber nicht allein“, schließt Loch.
Nach dem freien Bundesliga-Wochenende können die Geißböcke dann gegen Sandro Wagners Augsburg das Narrativ weiterschreiben. Augsburg hat ihrerseits eine bemerkenswerte Bilanz vorzuweisen: Vier ihrer elf Tore fielen in der Schlussphase der ersten oder zweiten Halbzeit.
Ein Dutzend Neuzugänge, noch mehr Abgänge – der FC hat sich im Sommer verändert. Nicht nur personell. Auch taktisch hat bei den Geißböcken eine andere Herangehensweise Einzug erhalten. Der 1. FC Köln vollzieht einen erfolgreichen Umbruch.
Sechs Ligaspiele mit neuen Anfangsformationen, Positionswechseln und fünf verschiedenen taktischen Formationen. Bei den Kölnern hat sich nicht nur auf dem Platz einiges verändert: Der 1. FC Köln vollzieht einen erfolgreichen Umbruch.
Die Spieler des 1. FC Köln (Foto: Stuart Franklin/Getty) Images)
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Während die nun vier Nationalspieler mit ihren Mannschaften mehr oder weniger durch Europa reisen, hat der eigentlich daheim gebliebene Kader der Geißböcke die Chance, eben nicht daheim zu bleiben. Vier lange Tage hat Lukas Kwasniok der Mannschaft im Grunde frei gegeben. Kopf frei kriegen, vielleicht individuell arbeiten und dann wieder voll angreifen. Das muss eben nicht in Köln passieren. Joel Schmied, der sich beim FC zuletzt festgespielt hat, postete beispielsweise ein Bild von Strand und Meer, Eric Martel offenbar vom Kolosseum in Rom. Auch diese Maßnahme fällt unter Kwasnioks Motto „Work hard, be smart“. Vier Tage frei sind auch in einer Länderspielpause nun eher ungewöhnlich. In Köln weht seit diesem Sommer aber eben ein anderer Wind. Und der ist nicht nur auf Trainerebene ganz offensichtlich für die jüngsten Erfolge mit entscheidend.
Zahlreiche Neuzugänge – noch mehr Abgänge
Auch am Kader wurde kräftig gefeilt. Zwölf Neuzugänge hat der FC zu verzeichnen. Von diesen zwölf Neuzugängen sind mindestens vier aus einer Startformation nicht mehr wegzudenken, vier weitere gehören zum erweiterten Kreis der Stammspieler, kommen auch Woche für Woche zu ihren Einsätzen. Rav van den Berg ist aktuell verletzt, würde sicherlich auch zu diesen Akteuren zählen. Bei Alessio Castro-Montes scheint es aktuell ein Zeitfaktor zu sein. Nur Cenk Özkacar hinkt den Erwartungen hinterher, Ron-Robert Zieler war ohnehin als Nummer zwei vorgesehen. Die jüngsten Erfolge nicht an einer Kader-Veränderung festzumachen, fällt angesichts dieser Zahlen also sehr schwer. Interessant werden die Neuzugänge auch im Hinblick auf die Abgänge.
Thomas Kessler und der FC bewegen sich eindeutig weg von dem Kölner Weg, den Christian Keller über die Jahre zuvor mühsam aufgebaut hat. Wenn man so will, ist es eine Emanzipation vom ehemaligen Sportchef. Imad Rondic, Rasmus Carstensen, Steffen Tigges und Co. – die Liste der von Keller verpflichteten Spieler, von denen man sich nach und nach trennt (mindestens auf Leihbasis), ist lang. Auch bei dem letzten „Königstransfer“ Jusuf Gazibegovic scheint es alles andere als klar, dass er seinen Kontrakt beim FC absolvieren wird. Der Umbruch hat dem FC gutgetan. „Wir haben viele gute Typen in unserer Mannschaft und du brauchst diese gute Mischung. Du brauchst ein paar jüngere Spieler, ein paar bodenständige“, sagte Dominique Heintz im Interview mit come-on-fc.com und deutet darin auch an, wie wichtig es ist, einige „alte“ Spieler behalten zu haben.
Nicht nur personell hat sich das Gesicht beim FC verändert
Der Umbruch ist in vollem Gange und er ist noch nicht abgeschlossen. Dabei geht es dem FC aber offensichtlich nicht nur um die reinen Personalien. Vielmehr entfernt man sich auch von der Vorgabe, ein festes System beim FC komplett zu implementieren. Für Christian Keller und seine Trainer war das unter anderem die Viererkette. Auch, wenn später immer wieder anders kommuniziert, war diese dann doch irgendwie in Stein gemeißelt – sicherlich von Trainern wie Steffen Baumgart auch forciert. Der Kader wurde nach dem festen System zusammengestellt. War auf der Verteidigerposition ein Missstand ausgemacht, sollte auch genau diese Lücke wieder gestopft oder ausgebessert werden. Schon unter Gerhard Struber wurde die starre Formation aufgegeben. Allerdings, weil der Erfolg ausblieb und die Mannschaft ihre Probleme mit der richtigen Balance hatte.
Eine starre Form kann man Lukas Kwasniok nun wahrlich nicht unterstellen. Der Kölner Trainer wählte in den vergangenen sechs Ligaspielen fünf Mal eine unterschiedliche taktische Formation, zudem jedes Mal eine andere Anfangself. Die Maxime ist nicht mehr, der Gegner muss sich auf den FC einstellen. Vielmehr ist die Denke, der FC findet den richtigen Masterplan für den jeweiligen Gegner. Kwasniok ist ein Tüftler, der es zu seiner Aufgabe gemacht hat, für jeden Kontrahenten den richtigen Schlüssel zu suchen und zu nutzen. Das muss nicht gut gehen, kann es aber offensichtlich auch. Und das eben nicht nur in Sachen Taktik, sondern auch in Sachen Aufstellung. Der 44-Jährige bricht mit festen Positionen auf, hat keine feste Rolle für seine Spieler, vielmehr eine Idee, welche Eigenschaft zu welchem Spieler und seiner Aufgabe am besten passt.
Die Kölsche Musik ist geblieben
Und das schlägt sich eben auch bei der Kaderzusammenstellung und im Scouting nieder. Der FC entdeckt neue Märkte für sich, sucht eben nicht mehr nur im deutschsprachigen Raum. In der Kabine spricht man auch Englisch. „Wenn so ein Cut kommt und viele Spieler gehen, ist das natürlich für jeden etwas, worauf man sich einstellen muss. Natürlich ist es aber auch so, dass es einem bei Erfolg dann viel viel leichter fällt und für die Laune besser ist“, sagte Linton Maina im Podcast von Radio Köln. „Man lernt sich immer immer besser kennen. Man ist immer noch in der Findungsphase.“ Eins ist aber beim FC auch mit der neuen Mannschaft und unter dem neuen Trainer gleich geblieben: Der FC hört in der Kabine noch immer Kölsche Musik. „Da hat der Jan seine Playlist und ein Auge drauf, vor allem nach Siegen. Das ist ein ungeschriebenes Gesetz hier im Verein und in der Kabine“, sagt Maina. „Ich kann mich nicht dran erinnern, dass schon mal was anderes lief nach einem Sieg.“ Und so soll es gerne auch bleiben.
So wirklich überraschend kommt es nach den letzten Leistungen nicht. Es bahnt sich ein weiterer Nationalspieler an für den 1. FC Köln: Sebastian Sebulonsen wurde nun für das Nationalteam von Norwegen nominiert. Am Dienstag könnte das Debüt erfolgen.
Bekommt der FC einen weiteren Nationalspieler? Zumindest gab es eine Nachnominierung für einen weiteren Spieler des 1. FC Köln: Sebastian Sebulonsen für die Nationalmannschaft von Norwegen nominiert.
Kristoffer Lund und Sebastian Sebulonsen mit Trainer Lukas Kwasniok
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Beim FC führt dieser Tage kein Weg an ihm vorbei. Auch, weil Kölns Trainer Lukas Kwasniok mehr als überzeugt ist von seinem Schützling. Der Coach ließ sich nach dem Spiel gegen Hoffenheim zu einem Extralob hinreißen. „Was Sebulonsen heute gegen Touré wegverteidigt hat und nach vorne abgespult hat, war sensationell“, sagte Kwasniok. „Er war heute geisteskrank.“ Tatsächlich hatte der Schienenspieler seine Probleme mit dem gegnerischen Flügelflitzer, verhinderte aber vielleicht auch Schlimmeres. So oder so ist der 25-Jährige beim FC absolut gesetzt, Leistungsträger, einer der wenigen Stammspieler, die bislang immer zu Spielbeginn auf dem Platz gestanden haben. Einzig auf dem Scorerboard hat sich der FC-Profi in dieser Saison noch nicht eingetragen, obwohl er der Top-Flankengegner des Teams ist.
Sebulonsen schon U21-Nationalspieler
Und das reicht offenbar zur Nachnominierung für die norwegische Nationalmannschaft. Am Sonntag folgte die Einladung, der Außenbahnspieler wird also in den kommenden Tagen dem FC ebenfalls fehlen. Sebulonsen könnte am Dienstag zum Einsatz kommen. Norwegen bestreitet dann ein Testspiel gegen Neuseeland. Gegen die Kiwis hätte zuvor schon Jakub Kaminski zum Einsatz kommen. Doch der Offensivspieler der Kölner war im Freundschaftsspiel der Polen nicht berücksichtigt worden. Vermutlich auch, um Kaminski für die Begegnung gegen Litauen am Dienstag zu schonen. Sebulonsen hat bereits in der U21 19 Mal für Norwegen gespielt, auf eine Berücksichtigung der A-Nationalmannschaft bislang vergeblich gewartet.
Damit kommen die Kölner in dieser Länderspielpause auf vier Nationalspieler. Neben Sebulonsen und Kaminski spielen aktuell auch Isak Johannesson für Island sowie Said El Mala für die deutsche U21. Am Dienstagnachmittag startet der FC in die Vorbereitung auf die Begegnung gegen Augsburg. Dann aber noch ohne die vier Akteure.
In den Pflichtspielen spielt er aktuell überhaupt keine Rolle. Auch ihn wird Lukas Kwansiok gemeint haben, als er den Cologne Cup wohl als Bewerbung für die Reservisten der Geißböcke ausgerufen hat. So wirklich hat sich die Situation aber nicht verändert beim 1. FC Köln: Jusuf Gazibegovic lässt eine große Chance liegen.
Vor drei Monaten gehörte er noch zu den Lichtblicken im Duell gegen Fortuna Köln, am Donnerstagabend lief es aber auch für den Rechtsverteidiger des 1. FC Köln nicht gut: Jusuf Gazibegovic lässt beim Cologne Cup eine große Chance liegen.
Trat nicht besonders in Erscheinung: Jusuf Gazibegovic
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Die Erinnerung an das letzte Stadt-Duell gegen Fortuna Köln sind schon ein wenig verblasst. Nicht die Worte von FC-Trainer Lukas Kwasniok im Nachhinein. Der FC kam damals nicht über ein 2:2 gegen den Stadtrivalen hinaus. Kwasniok fand anschließend überraschend deutliche Worte, sprach einigen Spielern die Bundesliga-Tauglichkeit ab. Jusuf Gazibegovic wird er wohl nicht gemeint haben. Der Rechtsverteidiger machte ein ordentliches Spiel gegen den Regionalligisten, erzielte unter anderem auch ein Tor. Seit dem ist viel Wasser den Rhein runtergelaufen. Das Team hat bewiesen, dass es sehr wohl für die Qualifikation für das deutsche Oberhaus reicht – wenn auch mit einem anderen personellen Gesicht. Doch ausgerechnet für den Bosnier sind die vergangenen drei Monate alles andere als gut verlaufen.
Keine Änderung am „Ist-Zustand“?
Und so wird der Kölner Coach auch den 26-Jährigen gemeint haben, als Lukas Kwasniok seine Spieler am Mittwoch ein wenig in die Pflicht nahm, als er sagte, dass Spiel sei „für die Jungs wichtig, die in den vergangenen Wochen nicht ganz so viel zum Zug gekommen sind.“ Und: „Das Spiel in Essen hat ja gezeigt, dass man mit einer gewissen Performance auf sich aufmerksam machen kann“, so Kwasniok. Damals gewann der FC 9:1 bei Schwarz-Weiß Essen, Luca Waldschmidt empfahl sich mit einem Fünferpack und rückte anschließend wieder in die Startelf gegen den VfL Wolfsburg. Kwasniok belohnt seine Spieler für gute Trainingseinheiten, für gute Testspiele, wirft sie dann doch wieder in die Pflichtspiele rein. Deswegen waren seine Worte mehr als nur eine Empfehlung.
Der aber nicht alle Spieler mit zuletzt eher wenig Einsatzzeit nachkamen. Kwasniok nannte natürlich keine Namen, sprach nur davon, dass es zwei, drei Spieler beim Cologne Cup eben nicht so gut gemacht hätten, lobte aber andere „Joker“ wie Tom Krauß oder Denis Huseinbasic. Zwar blieb Gazibegovic ohne größere Fehler, aber eben auch ohne größere Auffälligkeiten. Der Rechtsverteidiger hat wohl unter dem Kölner Coach aktuell den schwersten Stand von allen Spielern. Daraus macht Kwasniok auch keinen Hehl. Erst vor dem Duell gegen Hoffenheim hatte der FC-Trainer erklärt, dass er auf den Außen mit Sebastian Sebulonsen und Kristoffer Lund gut besetzt sei und es eben nur einen Spieler im Spieltags-Kader geben soll, der als Ersatz mitfährt.
Keine besonders große Bewerbung
Damit ist Neuzugang Alessio Castro-Montes gemeint. Für Gazibegovic bieten sich dieser Tage also nicht so wirklich viele Chancen, Pluspunkte in Wettbewerbssituationen zu sammeln. Erst ein Spiel steht in dieser Saison auf dem Konto. Zuletzt blieb der Rechtsverteidiger vier Mal in Serie komplett zu Hause. Die Begegnungen gegen die Fortuna und Viktoria Köln waren also auch für den Bosnier die Möglichkeit, etwas an der Situation oder dem „Ist-Zustand“ – wie es Kwasniok nannte – zu ändern. Aufgedrängt hat sich Gazibegovic nicht. Dabei wäre Spielzeit für den Außenverteidiger besonders wichtig. Der 26-Jährige liebäugelt natürlich noch mit der Weltmeisterschaft im kommenden Jahr. Zu den Länderspielen von Bosnien-Herzegowina wurde er dieses Mal nicht berücksichtigt.
Und so stellt sich auch nach dem Cologne Cup die Frage, ob der Bosnier überhaupt noch die Chance bekommen und diese dann nutzen kann oder will. Eine große hat er am Donnerstag wohl liegenlassen.
Der Abwehrspieler fühlt sich wohl in Köln – und das nicht nur fußballerisch. Mit come-on-fc.com spricht der 32-Jährige über seine weiteren Karrierepläne, die Vertragssituation und die Zuneigung der Fans des 1. FC Köln: Dominique Heintz im Interview – Teil 2.
Die Sympathien, die dem Kölner Abwehrspieler entgegenschlagen, sind in der Domstadt große. Und der 32-Jährige fühlt sich mit seiner Familie wohl in Köln und beim FC. Mit come-on-fc spricht der Pfälzer über seine Zukunftspläne, die Vertragssituation beim FC und die Liebe der Fans des 1. FC Köln: Dominique Heintz im Interview – Teil 2.
Die Spieler des 1. FC Köln feiern mit Trainer Funkel die Meisterschaft (Foto: Dean Mouhtaropoulos/Getty Images)
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Das Gespräch führte Simon Bartsch
Herr Heintz,Lukas Kwasniok hat Sie jetzt wieder spielen lassen, zu Beginn saßen auch mal Linton Maina oder Luca Waldschmidt draußen. Welche Signale sendet der Coach mit dieser Art der Rotation?
Dominique Heintz: Die Rotation zeigt doch, dass man durch harte Arbeit im Training und gute Präsenz, die Chance bekommt, reingeschmissen zu werden. Auf der anderen Seite spricht das natürlich auch für die Qualität in unserer Mannschaft. Jeder Spieler ist wichtig, jeder Spieler bekommt auch die Chance, sich zu zeigen und diese dann auch zu nutzen. Wir haben es selbst in der Hand zu zeigen, wie stark wir im Training sind, wie stark wir im Spiel sind.
„Wir haben aber auch einfach geile Jungs in der Mannschaft“
Der Kader hat sich komplett verändert. Dennoch wirkt es von außen so, als sei er komplett eingespielt. Wie würden Sie den bisherigen Erfolg erklären?
Dominique Heintz: Es ja nicht so, dass alle Spieler der vergangenen Saison weg sind und wir sind ja auch nicht umsonst aufgestiegen (lacht). In erster Linie hat es etwas mit dem guten Teamgeist in der Mannschaft zu tun. Der steht über allem und ist die Voraussetzung für guten Fußball. Wir haben aber auch einfach geile Jungs in der Mannschaft, die schon lange in Köln sind und die es den neuen Spielern einfach machen. Du brauchst bei uns nur zwei, drei Tage und dann hast du das Gefühl, dass du schon länger bei uns im Team bist.
Im Sommer wurden gleich zwei, mit Tom Krauß sogar im Grunde drei Innenverteidiger verpflichtet. Mit Rav van den Berg sogar der teuerste Abwehrspieler der Vereinsgeschichte. Was ist Ihnen da durch den Kopf gegangen?
Dominique Heintz: In jeder Mannschaft, in der ich gespielt habe, waren die Jungs stark und schwere Konkurrenz. Da muss man sich einfach durchsetzen. Das gehört zu dem Business dazu, egal auf welcher Position. Konkurrenz belebt das Geschäft und bringt dich auch weiter nach vorne. Ich habe mir da eigentlich keine großen Gedanken gemacht. Im Sommer habe ich eigentlich nur die Meisterschaft der 2. Bundesliga genossen.
Dennoch erscheint die Konkurrenz nun besonders groß…
Dominique Heintz: Klar, das ist sie. Da muss man auf dem Platz dann Gas geben. Aber im Ernst: Das sind gute Jungs. Ich freue mich, dass sie da sind. Wir werden sie brauchen. Denn die Saison ist lang. Wir sind gerade erst beim sechsten Spieltag. Es sind noch viele schwere Spiele zu bestreiten und von daher bin ich froh, dass wir so einen breiten Kader haben. Man sieht ja auch an den späten Wechseln, welchen Impuls wir dann noch mal bringen können.
Sie sind jetzt 32 Jahre alt, haben viel erlebt. Europa, Aufstieg, Abstieg – Welche Ziele haben Sie als Fußballer noch?
Dominique Heintz: Da gibt es schon noch einige, die ich jetzt aber nicht verrate (lacht). Ich stecke mir aber auch hohe Ziele. Das finde ich wichtig. Ich bin in erster Linie froh, hier zu sein und versuche, einfach Gas zu geben, mit meiner Leistung zu überzeugen. Alles andere wird man sehen. Aber, dass ich mich in dem Alter noch mal rangekämpft, dass ich mich eigentlich von ganz unten jetzt nach oben gekämpft habe, mir dann noch mal eine Chance erarbeitet habe, macht mich schon stolz. Die Chance möchte ich jetzt erneut nutzen.
„Der Verein weiß, was er an mir hat und ich weiß, was ich an dem Verein habe“
Allerdings läuft Ihr Vertrag beim FC im kommenden Sommer aus. Wie ist der Stand der Dinge?
Dominique Heintz: Ich habe schon oft gesagt, dass ich gerne hier spiele. Jeder weiß, wie wohl ich mich auch mit meiner Familie in Köln fühle. Das ist kein Geheimnis und das muss auch gar kein Geheimnis sein. Wir sind aber auch erst beim sechsten Spieltag, noch nicht mal in der Winterpause. Ich habe da keinen Stress. Der Verein weiß, was er an mir hat und ich weiß, was ich an dem Verein habe. Zum richtigen Zeitpunkt werden sich die richtigen Personen zusammensetzen und dann werden wir da eine Entscheidung treffen.
Sie sind in der Pfalz nach wie vor sehr verwurzelt. Könnten Sie sich dennoch ein Karriereende beim FC vorstellen?
Dominique Heintz: Es wäre natürlich ein Traum, wenn meine Kinder hier im Kindergarten bleiben, meine Frau wieder arbeiten gehen kann und ich hier meine Karriere beende. Ob es am Ende so kommt, das kann ich jetzt noch nicht beantworten.
Was macht Dominique Heintz denn nach seiner Karriere?
Dominique Heintz: Ich möchte meine Trainerscheine machen und dann schauen, wie weit der Weg da geht. Ich kann mir gut vorstellen, mit dem Nachwuchs zu arbeiten. Ob ich dann irgendwann ins Profigeschäft einsteige, das gucken wir dann mal. Mein Ehrgeiz wird sich sicher auch da zeigen (lacht). Aber so weit denke ich eigentlich noch nicht. Ich fühle mich noch fit und es macht mir noch so viel Spaß, Fußball zu spielen. Ich möchte das einfach so lange genießen, bis mein Körper irgendwann sagt, dass die Grenze oder das Alter erreicht sind.
„Deswegen spiele ich so gern für den 1. FC Köln“
Nach dem Spiel in Hoffenheim gab es für Sie viel Zuspruch, viel Lob, Anerkennung. Wie erklären Sie sich diese Zuneigung?
Dominique Heintz: Das ist schwer zu sagen. Vielleicht ist es meine Art, wie ich Fußball spiele oder wie ich bin. Vielleicht mögen es die Leute, dass da ein Spieler ist, der nicht gleich abhaut, sich der Situation stellt und versucht, sich durchzubeißen. In der vergangenen Saison kam ich nach dem zehnten Spieltag so richtig rein. Die Fans haben das nicht vergessen. Ich freue mich, dass die Menschen so eine gute Meinung von mir haben und das spüre ich auch. Deswegen bin ich so gerne hier und deswegen kann ich auch eine so gute Leistung bringen. Meine Familie fühlt sich wohl, ich habe hier ein gutes Standing, die Leute sind überzeugt von mir und das macht dann auch etwas mit dem Spieler. Deswegen spiele ich so gern für den 1. FC Köln.
Nach seinem beeindruckenden Schnellstart zu Saisonbeginn mit vier Torbeteiligungen in zwei Spielen waren die vergangenen Begegnungen nicht so glücklich. Erst mit schwerem Stand, dann verletzt. Nach der Geburt seines ersten Kindes könnte es weiter gehen beim 1. FC Köln: Startet Marius Bülter erneut durch?
Bis zu seiner Verletzungs- und dann der Babypause war er einer der absoluten Gewinner beim 1. FC Köln: Startet Marius Bülter erneut durch? Am Dienstag könnte der Stürmer wieder in das Training zurückkehren.
Marius Bülter nach seinem Treffer gegen Mainz (Foto: Alex Grimm/Getty Images)
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Die Vorbereitung war kurz und sie war nicht so richtig erfolgreich. Marius Bülter kam Ende Juli zum FC, spielte gegen Vitesse Arnheim und durfte den FC sogar als Kapitän gegen Atalanta Bergamo aufs Feld führen. Und obwohl die Kölner in den beiden Begegnungen gleich elf Mal erfolgreich waren, trug sich Bülter in die Torjägerliste eben nicht ein. Der Transfer war bei einigen Fans der Kölner ohnehin von Skepsis begleitet. Doch das hat sich bereits nach wenigen Wochen bekanntlich zerschlagen. Aktuell ist der Angreifer eher so etwas wie der Hoffnungsträger in der Domstadt. Das hat sich der 32-Jährige, der von der TSG Hoffenheim ans Geißbockheim gewechselt ist, mit einer beeindruckenden Effizienz erarbeitet. Gegen Mainz erzielte der Angreifer den entscheidenden Treffer, gegen Freiburg war Bülter an drei Toren unmittelbar beteiligt, ist aktuell der Kölner Topscorer.
Der Mythos des „psychologisch wichtigen Zeitpunkts“
Kein Wunder, dass Bülter von den FC-Fans umgehend zum Spieler des Monats gewählt wurde. „Es freut mich und zeigt auch, dass ich mich hier wohlfühle, gut aufgenommen wurde und wir eine coole Mannschaft haben. Dann kann man auch seine Leistung bringen“, sagte der Angreifer erst jüngst im Interview mit fc.de. Die Stärke des 32-Jährigen kommt wohl auch durch die Flexibilität, die Lukas Kwasniok von seinen Spielern fordert, die der Spieler aber auch mitbringt.
„So flexibel habe ich noch nicht häufig gespielt und das macht es auch besonders. Wir finden uns immer wieder auf anderen Positionen wieder, das braucht auch seine Zeit, um es noch besser zu machen. Aber wir sind da auf einem guten Weg“, sagte der Stürmer. So hätte es auch aus Kölner Fan-Sicht natürlich gerne weitergehen können und sollen, tat es aber nicht. Gegen Wolfsburg tat sich der Offensivspieler schwer, gegen Leipzig verletzte sich Bülter, musste schon zur Halbzeit runter.
Rückkehr schon am Dienstag?
Gegen den VfB Stuttgart fehlte der Stürmer und ausgerechnet auch gegen seinen Ex-Club aus Hoffenheim. Bülter zeigte sich über diesen Umstand enttäuscht. Dabei war der Grund ein durchaus glücklicher. Denn der Stürmer fiel zuletzt aufgrund einer Babypause aus. Seit vergangenem Wochenende ist der 32-Jährige das erste Mal Vater. Und so dürfte der Stürmer durchaus beflügelt wieder in den Kader zurückkommen. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass das schon am Dienstag passieren könnte. „Bei Bülti hoffen wir, dass er Anfang der kommenden Woche einsteigen kann, damit er eine volle Trainingswoche hat“, hatte Kwasniok am vergangenen Mittwoch gesagt.
Dann hätte der Angreifer sicherlich auch wieder die Chance, von Beginn an gegen Augsburg aufzulaufen. Allerdings setzte zuletzt Ragnar Ache ein Ausrufezeichen war gegen Fortuna und Viktoria Köln erfolgreich. Grundsätzlich scheinen die Fuggerstädter dem Stürmer auch zu liegen. Für Union Berlin und den FC Schalke 04 traf Bülter gegen den FCA, für die TSG legte der Angreifer einen Treffer auf. Am Donnerstag blieb beim Cologne Cup erst einmal wie angekündigt die Rolle des Zuschauers. Doch Marius Bülter hat ja schon zu Beginn der Saison bewiesen, dass er von Null auf 100 in Windeseile durchstarten kann.
Am vergangenen Spieltag stand der Routinier gegen Hoffenheim erstmals diese Saison in einem Pflichtspiel auf dem Platz und machte seine Sache gut. Mit come-on-fc.com sprach der 32-Jährige über seine seine Einstellung zum Fußball und seine Rolle beim 1. FC Köln: Dominique Heintz im Interview – Teil 1.
Die Nominierung für die Startelf gegen die TSG Hoffenheim kam nicht nur für die Fans überraschend. Auch der Kölner Abwehrspieler war durchaus erstaunt, aber nicht verwundert. Mit come-on-fc sprach der Pfälzer über seine Arbeitseinstellung, den Kader und den neuen Trainer des 1. FC Köln: Dominique Heintz im Interview – Teil 1.
Dominique Heintz im Interview mit come-on-fc.
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Das Gespräch führte Simon Bartsch
Herr Heintz, nach dem Spiel gegen Hoffenheim sprachen sie davon, dass es Ihr Traum gewesen sei, noch einmal Bundesliga zu spielen. Der ist wahr geworden. Was war schwerer? Die Beine oder der Sack an Kurznachrichten?
Dominique Heintz: Beides war schwer (lacht), aber natürlich vor allem die Beine. Ich habe in letzter Zeit nicht so viel gespielt. Zuletzt 15 Minuten im Test gegen Bergamo. Das merkst du dann schon. Man kann zwar viel trainieren, macht mal Extra-Läufe und versucht, dranzubleiben, aber das Training ersetzt keine Spiele. Das ist noch einmal ein anderes Level. Ich war zufrieden, dass ich so lange durchgehalten habe und habe mein Bestes gegeben. Nach zwei Spielen ist man dann aber auch wieder bereit, um auch 90 Minuten durchzuhalten.
Es war ihr erster Einsatz in dieser Saison. Sie haben durchklingen lassen, dass der Trainer sie mit der Aufstellung nach dem Mittagessen überrascht hat. Was ist Ihnen von da an durch den Kopf gegangen?
Dominique Heintz: Ich habe mich einfach auf das Spiel gefreut. Es ist schön, wenn du für deine harte Arbeit belohnt wirst und dass der Trainer gesehen hat, dass ich nie aufgegeben habe und er auf mich setzen kann. Dann habe ich meiner Familie Bescheid gegeben, die gerade auf dem Weg zum Stadion war. Die hat sich natürlich gefreut, mich wieder live auf dem Platz zu sehen. Ich habe mich dann aber auch schnell auf das Spiel fokussiert. Wenn du schon ein bisschen länger im Geschäft dabei bist, dann weißt du, was du zu tun hast.
In der Abstiegs-Saison war die Situation für Sie ähnlich. Da haben Sie zu Beginn auch so gut wie gar nicht gespielt. Zwischenzeitlich mehr, dann wieder kaum. Vergangene Spielzeit waren Sie aus dem Nichts dann wieder Stamm. Was machen diese Auf und Abs mit einem? Vielleicht auch gerade mit einem routinierten Spieler, der ja schon einiges in seiner Karriere geleistet hat?
Dominique Heintz: Das gehört nun mal zum Profifußball dazu. Es kommt ja auch immer darauf an, welches System der Trainer bevorzugt. Und ein neuer Coach muss sich erst ein Bild von der Mannschaft machen. Aber egal, in welcher Phase du bist, ob Du spielst oder nicht, du musst immer dran bleiben. Du darfst einfach nichts in deiner Mentalität oder an deiner Art in der täglichen Arbeit ändern. Dann wirst du irgendwann wieder belohnt. Dazu versuche ich immer, die Mannschaft zu unterstützen.
„Wenn du in ein Loch fällst, dann hast du im Grunde schon verloren“
Als sie 2023 nach Köln zurückgekommen sind, haben Sie gesagt, dass Sie Ihre Rolle darin sehen, da zu sein, wenn die anderen Sie bräuchten. Ist dieses Mannschaftsverständnis manchmal auch hart, wenn man im Umkehrschluss dann auf dem Platz auch mal nicht gebraucht wird?
Dominique Heintz: Auch dann muss man immer weitermachen. Nur so erarbeitet man sich ja die Chance, sich wieder zu zeigen. So habe ich das in meiner ganzen Karriere gemacht.
Und da bestand nie die Gefahr, in ein Loch zu fallen?
Dominique Heintz: Wenn du in ein Loch fällst, dann hast du im Grunde schon verloren. Dann bestätigst du ja, dass du am Anschlag bist und vielleicht eben nicht die Haltung oder die Bereitschaft hast, im Training alles zu geben. Vielleicht erwartet der Trainer aber gerade eine Reaktion vom Spieler. Wie geht er mit einer Nicht-Berücksichtigung um? Wie zeigt er sich danach? Dann muss man zeigen, dass man sich nicht unterkriegen lässt.
Gerhard Struber hat sie in der vergangenen Saison als Rotwein beschrieben, der immer besser werden würde. Würden Sie sich als den unverwüstlichen oder den immer wieder aufstehenden Dominique Heintz beschreiben?
Dominique Heintz: Das macht ihr Medien ja dann (lacht). Ich brauche keine Bestätigung von außen oder dass die Medien mich immer als den Spieler beschreiben, der nicht aufgibt. Auf der anderen Seite entsteht dieser Eindruck ja durch die harte Arbeit und schafft so ein positives Gefühl. Das kannst du aber nur schaffen, wenn du täglich in der Arbeit sauber bleibst, eine gute Haltung hast, gut zu deinen Mitstreitern bist. Es ist nicht so, dass mir das nicht gefällt. Es ist natürlich schön, so etwas zu lesen oder zu hören, weil es eine Bestätigung für die Arbeit ist.
Schwingt bei solchen Einsätzen wie am Freitag auch ein Hauch Genugtuung im Sinne von „Seht ihr, ich kann es noch“ mit?
Dominique Heintz: Nein, das wäre zu viel. Ich sehe es als Belohnung. Man sitzt auf der Tribüne, kommt zurück in den Kader und dann vom Kader in die Startelf – das tut gut. Ich habe es am Freitag einfach genossen. Darauf habe ich mich seit dem Aufstieg gefreut.
Gerhard Struber hat Sie damals als sehr verlässlich, loyal beschrieben. Eigenschaften, die Sie von außen betrachtet perfekt beschreiben. Sind das Tugenden, die es im aktuellen Fußball noch häufig zu finden gibt?
Dominique Heintz: Manchmal liegen Entscheidungen nicht beim Spieler. Zum Beispiel, wenn er gerne bleiben will und der Verein andere Pläne hat – oder es ist genau andersherum. Ich bin schon immer so gewesen, egal bei welchem Verein ich gespielt habe. Hier in Köln habe ich angefangen, habe dann meine Reise gemacht und bin jetzt wieder hier. Ich glaube, ich habe mich in dieser Zeit nicht groß verändert.
Verändert hat sich aber das Umfeld, in diesem Sommer der Kader…
Dominique Heintz: Wir haben viele gute Typen in unserer Mannschaft und du brauchst diese gute Mischung. Du brauchst ein paar jüngere Spieler, ein paar bodenständige. Du brauchst auch ein paar ausgefallene Spieler, so wie es jede Mannschaft hat, das ist sehr wichtig. Du musst immer aufpassen, dass du einen guten Stamm hast und dass du eine gute Mischung hast.
Das ist jetzt Ihre sechste Saison beim FC. Sie haben viele Trainer kommen und gehen sehen. Ist Lukas Kwasniok noch einmal anders? Und wenn ja, inwiefern?
Dominique Heintz: Ich vergleiche Trainer nicht gerne, weil jeder seine eigene Philosophie, seine eigenen Standards, seine eigenen Werte hat. Die Spieler müssen den Trainer erst einmal kennenlernen und der Trainer die Spieler. Jetzt sind wir schon ein paar Monate zusammen und man merkt, dass es immer besser und besser wird. Eigentlich ist es immer gut, wenn du zwei, drei Jahre am Stück mit einem Trainer arbeitest. Dann läuft viel automatisiert.
Haben sich das Training und das Spiel denn so deutlich verändert?
Dominique Heintz: Das ist schwer zu sagen, weil sich in erster Linie unsere Situation verändert hat. In der vergangenen Saison haben wir einen Fußball gespielt, bei dem die Gegner meist tief standen. Da waren wir Favorit. Diese Saison sind wir eher der Außenseiter, der Aufsteiger. Da haben wir wiederum nichts zu verlieren. Die Mannschaften laufen uns jetzt schon sehr hoch an, geben uns Druck, pressen früh. Es ist schon anders. Uns ist schon klar, dass wir vielleicht mal weniger den Ball haben, sondern eher die Umschaltmomente suchen müssen. So wie wir das gegen Hoffenheim gemacht haben.
Im zweiten Teil des Interviews spricht Dominique Heintz über seine Zukunft, die Vertragssituation beim FC und die Zuneigung der Fans.
Das erste Länderspiel dieser Bundesliga-Pause ist für die Kölner Spieler nicht nach Plan verlaufen. Es war jeweils ein bitterer erster Abend für die Nationalspieler des. 1. FC Köln. Während einer 90 Minuten auf der Bank saß, gab es für die anderen beiden Profis jeweils Niederlagen, trotz starker Aufholjagd.
Die Kölner Profis auf Länderspielreise haben die ersten Enttäuschungen einstecken müssen. Es war ein bitterer Abend für die Nationalspieler des 1. FC Köln. Gleich zwei Mal gab es wilde Aufholjagden, die nicht belohnt wurden.
Said El Mala schaut dem Ball hinterher (Foto: Karina Hessland/Getty Images)
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Said El Mala veränderte durchaus das Spiel. Als der Offensivspieler zur Halbzeit der Begegnung der U21 des DFB gegen Griechenland eingewechselt wurde, da stand die deutsche Auswahl eigentlich auf verlorenem Posten. 0:2 lag die Auswahl von Bundestrainer Antonio di Salvo zurück. Der Ex-Nürnberger Stefanos Tzimas sowie Konstantinos Kostoulas trafen für den Gast. Die deutsche Auswahl tat sich dagegen lange schwer. Mit Said El Mala kam zur Pause Schwung in die Begegnung. Und der Kölner war an beiden Treffern zum zwischenzeitlichen Ausgleich beteiligt. Zunächst vollendete Muhammed Damar einen Abpraller des gegnerischen Torhüters nach einem El-Mala-Versuch. Dann traf Tom Rothe nach einer Ecke, die der Kölner Offensivspieler vorher rausgeholt hatte. El Mala hatte selbst sogar das 3:2 auf dem Fuß, vergab aber. So waren es die Griechen, die einen Lucky Punch setzten.
Aufholjagd wird nicht belohnt
Durch die bittere Niederlage ist die Mannschaft von di Salvo in der Tabelle auf den dritten Platz abgerutscht. Nur der Spitzenreiter qualifiziert sich direkt für die EM, die Tabellenzweiten haben zumindest noch die Chance. Die DFB-Auswahl steht damit doch recht früh unter Druck. Das gilt allerdings nun auch für Isak Johannesson. Zwar holte Island im Duell gegen die Ukraine noch einen 1:3-Rückstand auf, unterlag am Ende aber 3:5 und kassierte damit durchaus einen Dämpfer im Kampf um die WM-Teilnahme. Dabei zeigte der Kölner wie El Mala eine starke Leistung, legte Mikael Egill Ellertsson das zwischenzeitliche 1:1 auf. Anschließend ging die Ukraine 3:1 in Führung, bevor die Isländer mit einem Kraftakt noch ausgleichen konnten. Wenige Minuten vor Spielende entschied der Gast mit einem Doppelpack die Begegnung. Damit rutscht die Mannschaft von Johannesson aktuell auf Platz drei ab. Frankreich hat sechs Zähler Vorsprung.
Bereits am Donnerstag hatte Polen ein Freundschaftsspiel gegen Neuseeland doch erstaunlich knapp gewonnen. Jakub Kaminski saß allerdings 90 Minuten auf der Bank, wurde nicht eingewechselt. Vermutlich auch, weil es dann am Sonntag im Gruppenspiel gegen Lettland um deutlich mehr geht. Der Kölner U21-Spieler Emin Kujovic gab derweil sein Debüt für den Nachwuchs von Bosnien-Herzegowina. Der Mittelfeldspieler war bislang für Montenegro aufgelaufen. Im Duell gegen die Niederlande gab es ein 0:0.
In der vergangenen Saison wurde die Defensive der Kölner öfter kritisiert. Gerade die Innenverteidigung schien zu Beginn der Spielzeit nicht immer sattelfest und offenbarte dann am Ende der Saison erneut schwächen. Umso erstaunlicher ist eine Entwicklung trotz Umbruch beim 1. FC Köln: Altbewährte Kräfte werden die neue Konstante im veränderten Kader.
In der vergangenen Zweitliga-Saison war die Defensive beim FC häufiger mal das Sorgenkind. Gerade als Aufsteiger erschien eine Kaderverbreiterung auch in der Hintermannschaft demnach folgerichtig. Aktuell sind aber ausgerechnet Innenverteidiger, die nicht immer unumstritten waren, die neuen Stabilisatoren beim 1. FC Köln: Altbewährte Kräfte werden zumindest aktuell die neue Konstante im Kader.
Timo Hübers und Joel Schmied sind aktuell unumstritten (Foto: Maja Hitij/GettyImages)
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Gerade zu Beginn der vergangenen Spielzeit war eine der größten Baustellen die Abwehrkette. Das wurde auch durch die Neuverpflichtungen nach dem Registrierungsverbot nicht wirklich aufgefangen. Immer wieder kam es zu Schwächen im Defensivverbund: Joel Schmied leistete sich den ein oder andere Fehler, unter anderem verursachte der Schweizer einen bitteren Elfmeter gegen Fortuna Düsseldorf. Der Berner wurde bei vielen Fans bereits als ein weiterer Fehleinkauf von Christian Keller eingeordnet. Timo Hübers gewann im Schnitt etwas mehr als jeden zweiten Zweikampf, war aber ebenfalls in einigen Spielen an mehreren Gegentoren beteiligt. Dominique Heintz wurde immer wieder ein Tempodefizit bescheinigt, das kolportiert in der Bundesliga eventuell noch deutlicher ausfallen würde. Die Fans forderten Verstärkung, und sie kam. Zu einem Teil für die Offensive. Von den insgesamt zwölf Neuzugängen wurden sieben wohl eher für die vorderen Positionen eingeplant und auch regelmäßig eingesetzt. Das Gesicht der Mannschaft hat sich vor allem in der Offensive verändert.
Dabei hat der FC auch in der Defensive nachgebessert. Doch einer der vielversprechenden Neuzugänge verletzte sich früh, fiel nach nur zwei Einsätzen mit eine schweren Schultergelenks-Verletzung aus und wird wohl frühestens Ende Oktober wieder angreifen können. Der zehn Millionen Euro teure Hoffnungsträger Rav van den Berg überzeugte bei seinen bisherigen Auftritten mit einer Zweikampfquote von 66,7 Prozent sowie einer für sein Alter beeindruckenden Souveränität, einer Routine. Auch Cenk Özkacar wurde verpflichtet, kommt aber bislang eher selten zum Zug. Am Donnerstagabend lief der Abwehrspieler als Kapitän beim Cologne Cup auf, die Binde beflügelte den Innenverteidiger aber auch nicht so recht.
Glück im Unglück für das Aufsteiger Abwehr-Duo Hübers und Schmied. Denn die beiden tragen aktuell wieder die Verantwortung in der Kölner Defensive. Vor allem Schmied profitiert, hat sich zum unumstrittenen Stammspieler entwickelt. Am vergangenen Spieltag komplettierte dann ausgerechnet Heintz die Dreierreihe – die Stamm-Hintermannschaft der Rückrunde war also wieder vereint. Nach sechs Bundesligaspielen stehen aktuell neun Gegentore auf dem Kölner Konto. Ein Wert im Mittelmaß der Liga. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Torhüter Marvin Schwäbe mit Glanzparaden bereits einige Punkte gerettet hat und die Defensive stabiler wirken lässt, als sie statistisch erscheint. Der formstarke Eric Martel verschiebt je nach System zwischen Mittelfeld und Dreierkette, ist ebenfalls eine sichere Konstante.
Hübers und Schmied überzeugen bislang mit soliden Auftritten. Nach der Länderspielpause wartet der mitunter kriselnde FC Augsburg mit Trainer Sandro Wagner. Anschließend folgen einige Topgegner. Dann wird sich zeigen, ob Köln gerade überperformt oder die Mischung einfach gut passt. Spannend dürfte dann aber auch die Rückkehr von van den Berg werden. Der Niederländer wird voraussichtlich im Oktober wieder mit der Mannschaft trainieren. Auf ihn hält Lukas Kwasniok große Stücke. Doch die Konkurrenz wird es dem U21-Nationalspieler wohl nicht leicht machen.