Es hatte sich in den vergangenen Tagen bereits angekündigt. Nun ist es auch offiziell, es gibt einen weiteren Abschied vom 1. FC Köln: Denis Huseinbasic wechselt zum SC Braga. Der Mittelfeldspieler verlässt die Geißböcke ein Jahr vor dem Vertragsende für eine mittlere sechsstellige Summe.
Am vergangenen Freitag ploppte das Gerücht erstmals auf. Nur wenige Stunden später verdichteten sich die Anzeichen, nun ist es auch offiziell: Denis Huseinbasic und der FC gehen getrennte Wege. Der 24-Jährige spielt künftig in Portugal für den SC Braga.
Schon vor einem Jahr hatte sich der Deal erstmals angebahnt, nun wurde er vollzogen. Damals gab es ebenfalls Gespräche mit dem Erstligisten. Für den Mittelfeldspieler bietet sich in Portugal die Chance, die Karriere wieder ein wenig anzukurbeln. Denn beim FC lief es zuletzt nicht mehr so rund. Der 24-Jährige bekam unter René Wagner kaum noch eine Chance, stand unter dem neuen Coach nur einmal auf dem Feld, dafür aber sogar drei Mal gar nicht im Kader. „Deni hat in der vergangenen Saison nicht die Spielzeit gesammelt, die er sich vorgestellt hatte, und kam mit dem Wechselwunsch auf uns zu“, sagte Thomas Kessler. „Wir konnten uns daraufhin mit dem SC Braga einigen und seinem Wunsch entsprechen. Wir danken Deni für vier Jahre im Trikot des 1. FC Köln und wünschen ihm sportlich und persönlich alles Gute für seine Zukunft.“
FC erhält eine sechsstellige Summe
Huseinbasic war 2022 für 50.000 Euro an den Rhein gewechselt. Zuvor spielte der Mittelfeldspieler für Kickers Offenbach. Bei den Kölner erlebte der Nationalspieler Bosniens vor allem unter Steffen Baumgart eine gigantische erste Saison. Angebote von anderen Clubs ließen nicht lange auf sich warten. So soll der VfB Stuttgart bereit gewesen sein, fünf Millionen Euro für den Akteur auf den Tisch zu legen. Zu dem Deal kam es bekanntlich nicht. Nun wird ein neues Kapitel aufgeschlagen. „Es waren vier aufregende Jahre für mich, für die ich in erster Linie sehr dankbar bin“, sagt Denis Huseinbasic. „Der FC hat mir damals die Chance und das Vertrauen gegeben, meine ersten Schritte im Profifußball zu gehen. Die Fans haben mich und das Team unterstützt, auch in schwierigen Phasen. Dafür möchte ich mich bei allen FC-Fans bedanken.“
Das Online-Portal transfermarkt.de schätzt den Wert des Mittelfeldspielers auf zwei Millionen Euro ein. Darunter ist der SC Braga mit der Ablöse deutlich geblieben. Der portugiesische Verein hat nur einen mittleren sechsstelligen Betrag überwiesen. Sollte Huseinbasic weiterverkauft werden, würden die Kölner aber am Verkauf beteiligt werden.
Als vor einem Jahr erstmals das Transfergerücht zu Jakub Kaminski aufploppte, wurde ein möglicher Wechsel zum 1. FC Köln von Skepsis begleitet. Der Pole hatte in Wolfsburg nicht so richtig funktioniert, steckte in einer Formkrise. Beim FC wendete sich das Blatt und nun steht der nächste Karriereschritt an. Eine logische Konsequenz einer starken Saison. Der 1. FC Köln profitiert von einem Wechsel von Jakub Kaminski.
Mit einem Wechsel nach England würde sich Jakub Kaminski seinen Traum erfüllen. Den FC hat der Pole durchaus als Sprungbrett benutzt. Doch das ist absolut legitim. Und für den FC auch ein wirtschaftlicher Erfolg.
Der Name Mateusz Borek ist im polnischen Fußball alles andere als ein unbekannter. Der Journalist ist seriös, gilt sowohl in Vereins- als auch in Spielerkreisen als gut vernetzt. Nachrichten, Informationen und auch Gerüchte haben meist einen erstaunlich wahren Kern. Vor ziemlich genau einem Jahr warf Borek als erster Journalist und somit auch vor sämtlichen Transfer-Experten das Interesse des 1. FC Köln an Jakub Kaminski in den Ring. Die Reaktionen ließen in der Domstadt nicht lange auf sich warten, sie waren aber nicht alle durchweg positiv. Gerade in den Sozialen Medien herrschte Skepsis. Kein Wunder, der Pole spielte in Wolfsburg eine sehr kleine Rolle. 22 Einsätze, nur wenige von Beginn an. Bei der Verpflichtung drei Jahre zuvor waren die Niedersachsen ganz offensichtlich von etwas anderem ausgegangen. Immerhin hatte der VfL rund 10 Millionen Euro an Lech Posen bezahlt. Doch bis zu seinem Wechsel nach Köln verlief die Karriere des Schienenspielers ähnlich geradlinig wie die Suche nach seiner effektivsten Position – nämlich eher nicht.
Kaminski träumt von der besten Liga
Die Erwartungen waren hoch, doch Wolfsburg schien nur bedingt zu passen. Zu wenig Vertrauen, zu wenig Kontinuität, zu wenig Spielzeit. Der Wechsel nach Köln war insofern mehr als ein einfacher Transfer, es schien eine Notwendigkeit, um die Karriere dann wieder anzukurbeln. Und mit Lukas Kwasniok sah der Spieler eben die Chance auf mehr Vertrauen und mehr Spielzeit. Der Kölner Ex-Trainer gab Versprechen, überzeugte Kaminski. Gleichzeitig brauchten die Kölner einen erfahrenen Schienenspieler, vor allem in dem Unwissen, ob das Zukunftsversprechen Said El Mala schon die Bundesligatauglichkeit abliefern könne. Was nach Zweckehe klingt, entwickelte sich zur absoluten Erfolgsgeschichte. Alle Spiele von Beginn an, sieben Tore, fünf Vorlage, beeindruckende Laufwerte, beeindruckende Intensität, Torgefahr gepaart mit dem Auge für den Mitspieler. Thomas Kessler verpflichtete in Kaminski den absoluten Königstransfer, der Pole fand das erhoffte Sprungbrett. Denn der 24-Jährige träumt seit jeher von der besten Liga der Welt.
Wirtschaftlicher Gewinn für den 1. FC Köln
Aus der Hoffnung, irgendwann den Schritt in die Premier League zu kommen, machte Kaminski nie einen Hehl. Insofern ist die von der Spielerseite (inklusive Berater) im Vertrag verankerte Ausstiegsklausel ganz sicher kein Exklusiv-Wissen, sie entspricht der normalen Transfer-Matrix. Warum sollte ein Verein, eine solche Hintertür für den Spieler befürworten. Natürlich kam der Impuls von Spieler und/oder Berater. Die veranschlagten 20 Millionen sind allerdings durchaus ein Indiz dafür, dass es auf der Spielerseite wohl keine Zweifel gab, den Durchbruch schon bald schaffen zu können. Kaminski und sein Berater haben ganz offensichtlich die Möglichkeit in den englischen Fußball zu kommen, in Betracht gezogen. Dass der FC dabei als Sprungbrett dient, sollte zu keinem bitteren Beigeschmack oder sogar Groll führen. Denn die Kölner verdienen einen Batzen Geld für einen Spieler, der im vergangenen Sommer noch ein Wagnis darstellte. Natürlich gäbe es bei einem Wechsel den sportlichen Verlust, allerdings einen vor einem Jahr nicht für möglich gehaltenen wirtschaftlichen Gewinn.
Nun stehen die Zeichen auf Abschied. „In der Bundesliga zu spielen, war immer mein Traum. Aber nach 104 Spielen und vier Saisons ist die Premier League der nächste Traum. Sie ist die beste Liga der Welt. Ich würde mich dort gerne beweisen“, sagte Kaminski am Wochenende. Brighton & Hove Albion sowie Newcastle United werden genannt. Dass der FC nicht von einem möglichen Angebot weiß, bedeutet nicht, dass der Pole nicht mit anderen Vereinen spricht. Ein Jahr nach seiner Ankündigung, Jakub Kaminski würde auf dem Zettel der Kölner stehen, hat Mateusz Borek nun also von konkreten Gesprächen zwischen dem Spieler und einem interessierten Verein aus der Premier League gesprochen. Der Journalist dürfte wieder recht haben. Das weiß man auch beim FC. Doch angesichts der Ablöse, dem wirtschaftlichen Gewinn, wird Kaminskis Traum nicht als Fehleinkauf oder schlechte Verhandlung gewertet werden können.
Mit Jahmai Simpson-Pusey werden die Kölner die dritte Verpflichtung der Transferphase bekannt geben. Nur handelt es sich bei allen drei „Neuverpflichtungen“ um Transfers des vergangenen Sommers. Noch sind eben keine neuen Spieler unter Vertrag genommen worden. Keine Transfers beim 1. FC Köln: Wie viel hängt von Said El Mala ab?
Sieben Spieler haben den FC verlassen, ein weiterer wird am heutigen Mittwoch folgen. Drei Akteure wurden fest verpflichtet. Allerdings Spieler, die schon im vergangenen Sommer geholt wurden. In Köln ist bei den Neuzugängen noch nichts passiert – und das hat Gründe.
Said El Mala und Abubacarr Sedi Kinteh (Foto: Lars Baron / Getty Images)
Es wirkt wie ein außergewöhnlicher, es wäre aber ein aufschlussreicher Schritt, den der FC laut Rudy Galetti geht. Der italienische Transfer-Journalist berichtet via Instagram, dass der FC beim norwegischen Erstligisten Tromsø IL eine Bedingung für den Transfer von Abubacarr Sedi Kinteh hinterlegt habe. Demnach sei man in Köln bereit, eine Ablöse in Höhe von sechs Millionen Euro für den Abwehrspieler zu hinterlegen. Allerdings nur, wenn der FC sich von Said El Mala trenne. Heißt, die Kölner können das Innenverteidiger-Talent nur verpflichten, wenn ein El-Mala-Transfer das nötige Kleingeld einbringen würde. Nach Informationen von come-on-fc.com entspricht Galettis Post in diesem Fall aber nicht ganz der Wahrheit. Und doch zeigt die Nachricht, in welche Richtung sich der Transfermarkt bei den Kölnern entwickeln kann. Wenn die Tage die feste Verpflichtung von Jahmai Simpson-Pusey verkündet wird, haben die Kölner um die 15 Millionen Euro für drei Spieler ausgegeben, die vor oder während der vergangenen Saison an den Rhein wechselten. Stand jetzt bereits ein ordentlicher Batzen Geld.
Bislang kaum Einnahmen durch Abgänge
Nur zur Erinnerung: Thomas Kessler und Co. gaben im vergangenen Sommer rund 25 Millionen Euro für neue Spieler aus. Viel Geld. Allerdings war das so damals nur möglich, weil zuvor während der Transfersperre bekanntlich massiv gespart wurde und zudem mit Damion Downs und Max Finkräfe zwei Spieler verkauft wurden, die den Kölnern inklusive Boni mehr als zehn Millionen Euro eingebracht haben. Diese Einnahmen gibt es bislang nicht. Eric Martel, Florian Kainz, Dominique Heintz, Luca Kilian sowie die Leihrückkehrer Felipe Chavez, Kristoffer Lund und Cenk Özkacar bringen den Geißböcken durch die Abschiede jedenfalls kein frisches Geld. Das könnte sich bei Denis Huseinbasic nun anders gestalten, allerdings auch nur im mittleren sechsstelligen Bereich. Große wirtschaftliche Luftsprünge kann der FC aktuell nicht machen. Obwohl durch den Aufstieg natürlich auch mehr Einnahmen vorhanden sind.
Zuletzt sprachen die Kölner Verantwortlichen davon, auch ohne den Verkauf von Said El Mala handlungsfähig zu sein, allerdings auch, dass man nur „kleine Sachen“ machen könne, wie es Ulf Sobek formulierte. Mit „kleinen Sachen“ dürfte der Vizepräsident möglicherweise Leihkonstrukte meinen. Schon vor einigen Wochen hatte Thomas Kessler erklärt, dass man durchaus wieder zu dem altbewährten Mittel greift. Immerhin haben sich die Leihen von Tom Krauß, Jakub Kaminski und Simpson-Pusey als Erfolg herausgestellt. Doch in Köln strebt man eben nicht nur Leihen an, gerne würde die FC-Bosse auch Spieler direkt verpflichten. Dabei könnte es durchaus eine Kurskorrektur geben. Denn einige Spieler ohne oder mit wenig Bundesliga-Erfahrung eben wie Lund oder Chavez machten sich einfach nicht bezahlt. Im Gegenteil, gerade der Däne mit amerikanischen Pass sorgte für einige riskante Momente, möglicherweise aufgrund der fehlenden Routine.
Der FC würde gerne ein Regalfach höher einkaufen. Allerdings fehlen dem FC mindestens ein weiterer Innenverteidiger, zwei Linksverteidiger, ein Zielstürmer und ganz sicher ein bis zwei Akteure fürs Zentrum. Auch in der Offensive könnte es weitere Verstärkungen geben, genauso wie auf der rechten Schiene.
Anspruch und Realität bei den Transfers
Sieben bis zehn neue Spieler, möglichst mit Erfahrung und nicht alle als Leihspieler. Die Ansprüche sind hoch, das Budget wohl in der Kategorie „handlungsfähig“. Doch wie weit man Anspruch und Realismus in Köln übereinander legen kann, ist offen. Dass man beim FC nach Qualität sucht, steht außer Frage – es geht immerhin um den Verbleib in der Bundesliga, alles andere wäre sinnfrei. Dabei wird man aber auch ein Auge auf ein ordentliches Entwicklungspotenzial haben. Fakt ist, mit den Erlösen aus Transfers von Spielern wie Said El Mala oder Kaminski sähe die Welt am Geißbockheim anders aus. Wie berichtet, fordern die Kölner für El Mala rund 50 Millionen Euro. Nach Informationen von come-on-fc.com ist man in Köln auch nicht gewillt, deutlich unter diese Marke zu gehen. Und darauf wird auch die verhandelnde Spielerseite keinen Einfluss haben. Im Gegenteil, die Kölner wollen in den kommenden Wochen eine finale Entscheidung des Youngsters, in welche Richtung der Weg geht. Wird diese nicht schnell genug getroffen, bleibt El Mala in Köln.
Dann wird wohl der zweite potenzielle Geldbringer stechen müssen. Für Kaminski gibt es festgeschriebene 20 Millionen. Für weniger werden die Geißböcke den Polen nicht ziehen lassen, mehr muss ein aufnehmender Verein aufgrund der Ausstiegsklausel nicht auf den Tisch legen. Am Ende hängt dann doch viel mit den möglichen Verkäufen zusammen. Zu lange werden sich die Kölner aber nicht Zeit lassen können. Die Konkurrenz schläft nicht.
Mit seinem Tor gegen den VfL Wolfsburg öffnete der 24-Jährige dem SC Paderborn die Tür zur Bundesliga. Doch nicht nur aufgrund des Treffers soll es Interessenten aus dem deutschen Oberhaus geben. Ist der 1. FC Köln an Laurin Curda interessiert?
Acht Tore hat Laurin Curda in der abgelaufenen Spielzeit geschossen, der letzte war wohl der wichtigste. Der 24-Jährige traf für den SC Paderborn in der Relegation gegen den VfL Wolfsburg. Das in der Verlängerung und zum 2:1-Endstand. Die Ostwestfalen schafften damit den Sprung ins deutsche Oberhaus. Ob der Mittelfeldspieler dort aber für den SCP aufläuft, ist nicht gesagt. Es soll gleich mehrere Interessenten geben.
Laurin Curda jubelt nach seinem Treffer für den SC Paderborn (Foto: Christof Koepsel / Getty Images)
Im vergangenen Sommer häuften sich im Juni die Wasserstandsmeldungen zum SC Paderborn. Vor ziemlich genau einem Jahr gab der FC bekannt, dass Lukas Kwasniok neuer Trainer werden würde. Und mit dieser Nachricht gab es fast täglich einen neuen Namen der Ostwestfalen, der mit dem Coach vielleicht zum Geißbockheim wechseln würde. Aaron Zehnter, Calvin Brackelmann und Raphael Obermair. Ein Jahr später gibt es das nächste Transfergerücht über einen Paderborner Spieler, der im Fokus der Geißböcke stehen soll. Wie die „Bild“ berichtet, beschäftigt sich der FC mit dem rechten Mittelfeldspieler, der gegen Wolfsburg das entscheidende Tor um den Aufstieg erzielte. Neben den Kölnern soll auch – natürlich – der HSV seine Fühler nach dem Spieler ausgestreckt haben. Wie schon in der vergangenen Spielzeit scheinen auch in dieser Saison wieder eine potenzielle Wunschkandidaten von beiden Vereinen beobachtet zu werden.
Drei Millionen Marktwert
Wie konkret das Interesse ist, ist komplett offen. Tatsächlich hat Curda in der vergangenen Spielzeit mit einigen guten Begegnungen auf sich aufmerksam gemacht. Der gebürtige Ludwigsburger durchlief die Nachwuchszentren des VfB Stuttgart und der TSG Hoffenheim. Über Sandhausen und Balingen landete der Akteur schließlich 2023 beim SC Paderborn. Unter Lukas Kwasniok noch Ergänzungsspieler schaffte es der 24-Jährige in der vergangenen Saison zum Leistungsträger. Der Rechtsfuß ist polyvalent einsetzbar, spielt auch in der Innenverteidigung und auf der rechten Verteidigerposition. Der Durchbruch gelang als rechter Mittelfeldspieler. Dort könnten die Geißböcke in der Tat auf der Suche sein. Denn Jan Thielmann und Linton Maina gelten in dieser Transferperiode als Wackelkandidaten. In der vergangenen Saison blieben beide hinter den Erwartungen zurück. Ob Curda aber das Zeug zum Bundesligisten hat, muss der Ludwigsburger auch erst einmal unter Beweis stellen. Im Relegationsspiel gelang ihm das gut.
Curdas Marktwert wird auf drei Millionen Euro geschätzt. Über die Vertragslänge ist wie so oft bei Paderborn nichts bekannt.
In der U21 der Geißböcke wird die Kaderplanung vorangetrieben. Der 1. FC Köln verpflichtet Len Wörsdörfer. Der 19-Jährige Torjäger kommt vom Rivalen aus Gladbach und soll in der Regionalliga West auf Torejagd gehen.
Die Geißböcke verstärken sich in der U21 mit einem weiteren Offensivspieler. Len Wörsdörfer wird in der kommenden Saison für den Kölner Nachwuchs auf Torejagd gehen.
Der 1. FC Köln verstärkt die Offensive seiner U21. Nach David Okpodu vom 1. FC Nürnberg hat der FC auch beim Rivalen aus Gladbach zugeschlagen. Len Wörsdörfer läuft künftig für die Geißböcke auf. „Ich freue mich total auf die neue Aufgabe beim 1. FC Köln und kann es kaum erwarten, bald zu starten. Ich war bereits in der Vergangenheit im Kontakt mit dem FC. Dieses positive Gefühl hat seitdem Bestand. Deswegen ist es umso schöner, dass es jetzt mit meinem Wechsel geklappt hat“, so Wörsdörfer. „Ich werde mein Bestes geben, um gemeinsam mit meinem neuen Team eine erfolgreiche Zeit zu gestalten.“ In der vergangenen Saison lief der Angreifer für die U19 von Borussia Mönchengladbach in 17 Partien auf und erzielte dabei Tore. Zudem war er auch zehnmal in der Regionalliga West im Einsatz und gegen den Wuppertaler SV erstmals auch erfolgreich.
Erste Schritte in Düsseldorf und Dortmund
Wörsdörfer spielte zuletzt in Gladbach, kommt aber gebürtig aus Düsseldorf. Dort durchlief er die Nachwuchsleistungszentren von Fortuna Düsseldorf und später bei Borussia Dortmund. „Der beidfüßige Angreifer kann auf den Außenbahnen flexibel eingesetzt werden und bringt mit einer Körpergröße von 1,91 Metern zudem körperliche Präsenz mit“, wird der Spieler vom FC beschrieben. „Wir verfolgen den Weg von Len bereits einige Zeit und freuen uns nun sehr über die Verpflichtung. In der vergangenen Saison hat Len eine außergewöhnliche Scorerquote erzielt und zudem schon Erfahrung im Seniorenbereich gesammelt. Er bringt sowohl fußballerisch als auch körperlich sehr spannende Voraussetzungen mit ans Geißbockheim“, sagt Lukas Berg, Technischer Direktor der Geißböcke.
Die U21 rüstet gerade mächtig für die kommende Spielzeit auf. Allerdings hatten die Geißböcke auch einige Abgänge zu verzeichnen. Trainer Evangelos Sbonias will jetzt eine schlagfertige Truppe zusammenstellen. Wörsdörfer könnte eine wichtige Rolle bei den Geißböcken in der kommenden Spielzeit spielen,.
Neben denen um Said El Mala und Jakub Kaminski drängt sich eine weitere Entscheidung um einen Schlüsselspieler der Geißböcke auf. Denn die Zukunft der Kölner Nummer Eins ist ebenfalls nicht gänzlich geklärt. Und so stellt sich durchaus die Frage zu Marvin Schwäbe beim 1. FC Köln: Verlängerung oder Abgang?
Der Kontrakt des Keepers läuft im kommenden Jahr aus. Gerüchten Zufolge gibt es bereits Interessenten an den Diensten des 31-Jährigen Kapitäns der Domstädter.
Wie geht es weiter mit Marvin Schwäbe und dem 1. FC Köln? (Photo by Lars Baron/Getty Images)
In den letzten Tagen war in den Medien rund um den 1. FC Köln an ihnen kein Vorbeikommen: Said El Mala und Jakub Kaminski gehören zu den wichtigsten Personalfragen. Sie lassen dem Verein, Sportdirektor Thomas Kessler und den Anhängern keine Zeit, um in der Sommerpause nach den Strapazen der abgelaufenen Saison durchzuatmen. Bei all den Push-Mitteilungen, Eilmeldungen und exklusiven News zu den beiden Top-Spielern der Geißböcke gerät schnell in Vergessenheit, dass den Domstädtern in diesem Sommer mit Stammkeeper Marvin Schwäbe eine weitere essentielle Stütze verloren gehen könnte. Der Vertrag des 31-Jährigen läuft im kommenden Jahr aus. Ein Abgang gegen eine Ablöse erfordert, dass sich beide Parteien noch im laufenden Transfersommer trennen müssten. Was spricht für einen Verbleib der Nummer eins im Kölner Kasten, was könnte die Verantwortlichen beim 1. FC Köln vielleicht zum Zögern bringen?
Torwartfrage ohne einfache Antwort
Auch bei der Frage nach der Zukunft der aktuellen Nummer eins wird die Führungsetage sicherlich nichts überstürzen wollen. Neben dem unbestreitbaren emotionalen Stellenwert des Keepers, der innerhalb der Mannschaft und unter den Anhängern besondere Anerkennung genießt, wird man die Saison des Torhüters auch nüchtern in Zahlen betrachten. Dabei müssen sich die Entscheidungsträger auch mit unbequemen Wahrheiten auseinandersetzen. Mit einer Save-Rate von lediglich 60,4 Prozent zählt der 31-jährige Schwäbe nämlich zu den schwächsten Torhütern der Liga. Klar ist, dass diese Kennzahl alleinstehend mit Vorsicht zu genießen ist. Sie berücksichtigt weder Schwierigkeit der einzelnen Schüsse noch die Qualität der Chancen. Für eine fundierte Bewertung muss die Save-Rate daher im Zusammenhang mit weiteren Daten, etwa den erwarteten Gegentoren (xG), betrachtet werden. Dann wird klar: Mit Schwäbe zwischen den Pfosten kassierten die Kölner rund acht Treffer mehr, als es der Chancenqualität der Gegner entsprochen hätte.
Zusätzlich musste Köln 63 Gegentore hinnehmen, obwohl der erwartete Wert bei 55,48 lag. Ein Fakt, der bei Vertragsverhandlungen definitiv eine Rolle spielen könnte. Dennoch dürfte man am Geißbockheim nicht in Verlegenheit geraten, von einem Torhüterproblem zu sprechen. Denn es gelang Schwäbe in der jüngsten Saison, sein Spiel insbesondere in einer Hinsicht auf ein neues Level zu heben. Er gehört im Spielaufbau zur Ligaspitze. Mit einer Progressive-Pass-Quote von 82,3 Prozent und 1 036 gespielten Pässen erzielte er die drittbeste Leistung aller Bundesliga-Torhüter. Für einen modernen Fußball, in dem der Torhüter als erster Spieleröffner verstanden wird, ist das ein bedeutender Wert. Hinzu kommt, dass der gebürtige Darmstädter auf der Linie und im Eins-gegen-Eins zu den besten Torhütern der Liga gehört und seiner Mannschaft bekanntlich mit spektakulären Paraden mehrfach überlebenswichtige Punkte gesichert hat. Auftritte wie beim 1:1 gegen St. Pauli, als er im Eins-gegen-Eins mit Paulis Andreas Hountondji den Ball herausragend mit dem Fuß parierte, haben Eindruck geschunden.
FC in der Causa Schwäbe unter Zugzwang
Auf Kesslers langer To-do-Liste muss man den Namen Schwäbe nicht lange suchen. Von Spielerseite aus kann es aber nicht schnell genug gehen. Laut einem Bericht der Sport Bild wird der Stammtorwart von seinem Management „Neblung Network“ aktiv auf dem Markt angeboten – womöglich, um am Geißbockheim endlich eine Verlängerung anzustoßen. Laut Informationen des Kickers gibt es bereits konkretes Interesse an Schwäbe aus England, allerdings für eine ablösefreie Verpflichtung ab Sommer 2027. Der Spieler selbst äußerte sich ebenfalls sehr eindeutig, wie er zur eine Verlängerung seines Arbeitspapiers, die vielleicht letzte große seiner Karriere, steht: „Jeder ist ambitioniert, ich bin ehrgeizig. Jeder will so hoch und gut spielen wie möglich“, teilte er im Anschluss an das Spiel gegen den FC Bayern München am letzten Spieltag mit und fügte dann hinzu: „Und das will ich am liebsten mit dem FC.“
Die Chancen auf die Millionen durch einen El-Mala-Abgang sind seit vergangenem Donnerstag massiv gesunken. Somit gerät eine Ablöse, die eigentlich als erzwungenes Übel empfunden wurde, in den Fokus des 1. FC Köln: Warum Jakub Kaminski zum Millionen-Faktor wird.
Mit Denis Huseinbasic scheint der nächste Spieler den FC nun zu verlassen. Neuzugänge haben die Kölner noch nicht zu verzeichnen. Vielleicht auch, weil das nötige Kleingeld fehlt. Da könnte Jakub Kaminski helfen.
Jakub Kaminski ist noch Spieler des 1. FC Köln. Aber es gibt wohl Interessenten (Foto: Daniela Porcelli/Getty Images)
So richtig glücklich war Robert Lewandowski offenbar nicht kurz nach dem Anpfiff des Testspiels der Polen gegen Nigeria. Nach einer perfekte Flanke wartete der Noch-Stürmer vom FC Barcelona am zweiten Pfosten. Doch „Lewa“ wartete vergeblich, denn da kam ja noch „Kuba“ angerauscht. Und der Kölner Offensivspieler fackelte nicht lange, nahm den Ball aus kurzer Distanz mit dem Schädel und köpfte doch deutlich vorbei. Die wilden Gesten seines Mitspielers beruhigte der Pole mit einem breiten Grinsen. Das Tor wäre das perfekte Geschenk an sich selbst unmittelbar vor seinem 24. Geburtstag gewesen. Aus Köln gab es natürlich den obligatorischen Geburtstags-Gruß im FC-Trikot. Ob er das in den kommenden Monaten, in der kommenden Spielzeit noch einmal für die Geißböcke anzieht, ist jedoch unwahrscheinlich und könnte durch den geplatzten Transfer von Said El Mala nach Brentford sogar noch unwahrscheinlicher werden. Oder andersrum: Die Wahrscheinlichkeit eines Abgangs dürfte durch die Entscheidung sogar noch einmal gestiegen sein.
Ist Newcastle der Interessent für Jakub Kaminski?
Denn tatsächlich gibt es nun durchaus Gründe, die für einen Verbleib von El Mala sprechen. Sollte der 19-Jährige Brentford wirklich abgesagt haben, weil Bruder Malek in dem Angebot nicht enthalten ist. Dann könnte es generell mit einem angestrebten England-Transfer schwer werden. Denn eine Arbeitserlaubnis ist für Malek unabhängig des Vereins sehr unwahrscheinlich. Wie berichtet kann der ältere El-Mala-Bruder diese Erlaubnis nicht durch seine bisherigen sportlichen Leistungen erhalten. Eine Ausnahmegenehmigung wird auch eher Talenten gegeben, die bereits erste größere Schritte gemacht haben.
Wenn also kein Verein einen seiner begehrten „Sonderplätze“ für Malek freimacht, wird es kein weiteres Angebot aus England geben, über das verhandelt wird. Vorausgesetzt, es handelt sich tatsächlich um einen Absagegrund. Große Sorge, der Offensivspieler könne in der kommenden Spielzeit für den BVB auflaufen, braucht man sich aber auch nicht machen. Thomas Kessler wird dem Vernehmen nach nicht von der Wunschablöse von 50 Millionen abweichen und die wird kein deutscher Verein bezahlen.
20 Millionen kämen gerade richtig
Insofern scheint ein Wechsel gerade nicht mehr so wahrscheinlich wie noch am vergangenen Mittwoch. Da der FC aber auf sieben bis zehn Positionen verstärken will, wird es andere Ideen benötigen, wie die Geißböcke an Geld kommen. Die wahrscheinlichste ist nun mal Jakub Kaminski. Dessen Ablöse ist auf 20 Millionen Euro festgeschrieben, der Marktwert liegt bei 17 – für englische Clubs leicht machbar. In polnischen Medien werden Brighton und Newcastle United neuerdings als mögliche Interessenten genannt, wenn auch ohne belastbare Quelle.
Die „Magpies“ haben gerade 80 Millionen Euro für Anthony Gordon vom FC Barcelona kassiert. Die Offensive soll nun noch einmal aufgerüstet werden und Kaminski will nicht nur wie berichtet in die Premier League, der 24-Jährige passt mit seinem Spielstil auch unglaublich gut dorthin. „Manchmal ergeben sich solche Gelegenheiten nur einmal im Leben. In der Bundesliga zu spielen, war immer mein Traum. Aber nach 104 Spielen und vier Saisons ist die Premier League der nächste Traum. Sie ist die beste Liga der Welt. Ich würde mich dort gerne beweisen“, sagte Kaminski am Sonntag.
Starke Werte, gute Bewerbung
Während also der Fokus auf Said El Mala liegt und Kaminski zuletzt ein wenig in den Schatten geriet, könnte der Transfer des Spielers ein entscheidender Faktor in den Plänen von Thomas Kessler werden. Denn mit 20 Millionen Euro Transfereinnahme lässt sich mehr anfangen als mit keinen. Und bei den 20 Millionen wäre der FC noch nicht einmal in die ersten Vertragsgespräche eingebunden. Die würden zwischen Spieler und künftigen Verein laufen, der FC könnte den Polen also nur noch freigeben. Es könnte also durchaus sein, dass das Übel die 20-Millionen-Ablöse hinnehmen zu müssen, nun eine essentielle Finanzspritze wird.
Der sportliche Verlust wäre natürlich eklatant. Kaminski kam mit seinem xGoals-Wert in der abgelaufenen Saison in die Top-Ten der linken Schienenspieler und zentralen Offensivakteure. Mit sieben Toren schaffte er es in die Top-15 der Liga. Mit seinem intensiven Spiel, seiner Lauffreude und der Torgefahr wäre der Pole in England gerne gesehen. Das Grinsen wäre dann sicher ein breites. Und die Kölner könnten zumindest mit diesen Transfereinnahmen, etwas am Kader tun.
Drei Ex-Spieler, drei Geschichten und drei unterschiedliche Realitäten. Was ist wirklich möglich und was ist Wunschdenken beim 1. FC Köln? Kehren Bornauw, Özcan oder Skhiri zurück zum 1. FC Köln? Ein Faktencheck.
Wenn der Sommer kommt, kehren obligatorisch zwei Dinge beim FC zurück: Transfergerüchte und die Namen von Ex-Spielern oder bereits gehandelten Spielern. So natürlich auch in diesem Jahr. Doch was ist wirklich an den gehandelten Namen dran?
Es hat schon viel von Déjà-vu, wenn die Transferphase vor der Tür steht und mögliche Namen für die kommende Spielzeit gehandelt werden. Denn einige Akteure werden Sommer für Sommer offensichtlich immer wieder ins Spiel gebracht. Die Wahrheit sieht aber oft ein wenig anders aus. Die Vorstellung, einige Spieler würden wieder beim FC anklopfen hat – zumindest in einigen Fällen – etwas von Fußball-Romantik, doch realistischer wird sie dadurch nur selten. Aktuell werden mit Salih Özcan, Sebastiaan Bornauw und Ellyes Skhiri drei Spieler genannt, die beim FC bereits ihre Spuren hinterlassen haben. Alle drei bringen ein spannendes Profil mit, würden auch mitunter auf die vom FC gesuchten Spieler passen, doch deswegen muss an den Gerüchten nicht mehr dran sein. Eine Einordnung.
Salih Özcan
Die Nostalgie könnte sich kaum ein besseres Setting ausmalen: Salih Özcan, in Köln geboren, seit seinem neunten Lebensjahr beim FC, käme zurück zu seinen Wurzeln. Ablösefrei, nach vier Jahren beim BVB. Erste Gespräche sollen zwischen dem FC und der Spielerseite laut Kölner Stadt-Anzeiger bereits stattgefunden haben – und Özcan kann sich die Rückkehr vorstellen. Doch das Gesamtbild ist dann doch etwas nüchterner zu betrachten. Nahezu sämtliche große Sportmedien der Türkei berichten, dass Besiktas längst aktiv geworden ist und den Mittelfeldspieler aufgefordert haben soll, gar nicht erst mit anderen Clubs zu reden. Man würde sich einigen. Tatsächlich gibt es weitere Interessenten, angeblich auch aus der Bundesliga. Der Mittelfeldspieler hat also eine Wahl und damit eine gute Verhandlungsposition. Ein potenzieller Gehaltsverzicht für die Geißböcke wäre dann eher unwahrscheinlich. Denn das ist dem Vernehmen nach ein Knackpunkt der Gespräche.
Auch sportliche Zweifel sind nicht von der Hand zu weisen. Özcan hat in Dortmund kaum noch gespielt. Ein Eins-zu-eins-Ersatz wäre der türkische Nationalspieler wohl auch nicht. Bei den Fans ist der Mittelfeldspieler zudem alles andere als unumstritten. Eine Rückkehr ist wohl eher unwahrscheinlich
Ellyes Skhiri
Der Tunesier hatte eine gute Zeit in Köln, avancierte in seinen Jahren zu einem stillen Publikumsliebling. Auch, weil er als Sechser beim FC gemeinsam mit Spielern wie Dejan Ljubicic und Florian Kainz die Sturmflaute vergangener Tage auffing. In Frankfurt wurde der Mittelfeldspieler zuletzt nicht mehr so richtig glücklich. Für viele Fans wäre der Akteur sicherlich die Ideallösung für die Vakanz im defensiven Mittelfeld, nachdem Eric Martel den FC verlassen hat. Gespräche hat es mit Köln aber noch nicht gegeben. Dem Vernehmen nach auch keinen Kontakt. Skhiri gilt bei der Eintracht dennoch als möglicher Abschiedskandidat. Doch auch zurück nach Köln? Wohl eher nicht. Der Spieler hat gerade in Frankreich einen großen Markt, einer Heimkehr zurück in die Richtung seiner ersten Karriereschritte soll er auch nicht abgeneigt gegenüber stehen. Zudem wird Frankfurt eine Ablöse verlangen wollen und sich die Kölner überlegen, ob sie einen 31-jährigen zentralen Mittelfeldspieler verpflichten wollen oder einem jungen Spieler mit Entwicklungspotenzial die Chance auf einer zentralen Rolle geben. Eine Rückkehr erscheint unter diesen Punkten unwahrscheinlich.
Sebastiaan Bornauw
Dass die Kölner sich nach einem routinierten Innenverteidiger umschauen, ist ebenfalls bekannt. Und im Winter soll bereits eine Einigung mit dem Belgier vorgelegen haben. Nur spielte Leeds damals nicht mit. Nun aber sollen sich die Whites mit einem Abschied des Innenverteidigers abfinden. Zumal gleich mehrere Kandidaten auf der Wunschliste von Daniel Farke stehen sollen. Der deutsche Trainer könnte sich beispielsweise mit Danilho Doekhi von Union Berlin angeblich gut anfreunden. Die Basis hört sich also eigentlich gut an. Köln sucht einen erfahrenen Innenverteidiger, Bornauw eine Möglichkeit, wieder Spielpraxis zu sammeln und Leeds einen Abnehmer. Und doch scheint ein Transfer nicht unmittelbar bevor zu stehen. Dem Vernehmen nach steht der Belgier nicht ganz oben auf der Kölner Liste. Vielleicht auch, weil Leeds keinen Druck verspürt, den Spieler unbedingt loszuwerden. Denn der hat noch bis 2029 Vertrag in England, der Marktwert wird auf acht Millionen Euro eingeschätzt. Auch eine Leihe scheint eine Option, nur müsste dann wohl auch über das Gehalt gesprochen werden, das laut englischen Medien doch sehr hoch sein soll. Eine Rückkehr schein möglich, aber eben nicht die erste Wahl.
Die letzten Details werden wohl nur noch geklärt. Der Deal soll mittlerweile stehen: Jahmai Simpson-Pusey bleibt beim 1. FC Köln. Wie berichtet befanden sich die Parteien auf einem guten Weg. Nun berichtet „Sky“, dass eine Einigung erzielt worden sei.
Der FC hat auch bei einem dritten Spieler die Kaufoption gezogen. Mit Manchester City haben sich die Geißböcke offenbar über eine Verpflichtung mit Jahmai Simpson-Pusey geeinigt. Der Innenverteidiger wird auch künftig das Trikot der Geißböcke tragen.
Jahmai Simpson-Pusey bleibt offenbar für die Saison 2026/27 beim 1. FC Köln
Schon am Wochenende hatte sich angedeutet, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist. Bereits zu diesem Zeitpunkt befanden sich die Parteien nach Informationen von come-on-fc.com auf einem guten Weg. Nun scheint eine Einigung erzielt worden zu sein. Und anscheinend noch eine besonders gute. Denn wie Sky-Experte Florian Plettenberg berichtet, sollen sich die Vereine auf eine Ablöse von rund fünf Millionen Euro geeinigt haben. Ein erstaunlicher Wert. Denn eigentlich lag die vereinbarte Ablöse der Kaufoption bei rund acht Millionen Euro. Der Marktwert wird wiederum auf neun Millionen Euro geschätzt. Die Kölner haben den Spieler damit deutlich unter dem Marktwert verpflichtet. Ein Weg, den man beim FC bekanntlich langfristig gehen will. Spieler verpflichten, entwickeln und je nachdem für eine höhere Ablöse wieder gehen lassen. Wie „Sky“ weiter berichtet, soll der Engländer einen Vertrag bis 2030 unterschrieben haben. Über weitere Vertragsinhalte oder Klauseln ist nichts bekannt.
Sprung ins kalte Wasser
Der 20-Jährige war im vergangenen Winter zu den Geißböcke gestoßen. Damals kam der Innenverteidiger mit der doch fraglichen Empfehlung, bei Celtic Glasgow kaum gespielt zu haben. Lukas Kwasniok schmiss den Spieler ins kalte Wasser und „JSP“ lieferte sofort, avancierte zum Leistungsträger und Stammspieler. Auch, wenn nicht alle Defensivwerte des Spielers absolut überzeugen, ist der Akteur ein absoluter Rohdiamant. Vor allem unter Druck agiert Simpson-Pusey erstaunlich routiniert. Nach Tom Krauß und Jakub Kaminski ist die Verpflichtung des Abwehrspielers bereits die dritte Kaufoption, die die Kölner gezogen haben. Bei Kaminski steht allerdings dennoch ein Abschied im Raum. Der Offensivspieler verfügt über eine Ausstiegsklausel, die bei rund 20 Millionen Euro aktiviert werden kann. Tatsächlich soll es bereits konkrete Interessenten geben. Dazu gehört wohl Brighton & Hove Albion. Die Verpflichtung von Jahmai Simpson-Pusey ist ein weiteres starkes Zeichen, das Thomas Kessler bewusst setzt.
In der Kaderplanung für die anstehende Spielzeit gibt es Fortschritte bei der U21 des 1. FC Köln. Die Domstädter gaben heute einen Neuzugang aus der Regionalliga Bayern bekannt: Der 1. FC Köln verpflichtet David Okpodu vom 1. FC Nürnberg.
Der 1. FC Köln verstärkt seine U21 mit David Okpodu. Der 18-jährige Außenstürmer kommt vom 1. FC Nürnberg und soll in der Regionalliga West den nächsten Schritt machen.
David Okpodu wechselt vom 1. FC Nürnberg ans Geißbockheim (Foto: 1. FC Köln)
Der 1. FC Köln verstärkt die Offensive seiner U21. David Okpodu wechselt vom 1. FC Nürnberg ans Geißbockheim und wird ab dem 1. Juli 2026 in der Regionalliga West auflaufen. „Ich freue mich riesig auf die neue Herausforderung beim 1. FC Köln. Nach meiner Zeit in Nürnberg fühlt sich dieser Schritt genau richtig an, um mich im Herrenfußball zu etablieren“, lässt sich der 18-Jährige in einer Mitteilung des Vereins zitieren. Besonders freue er sich auf sein erstes Spiel vor den FC-Fans. Auch Lukas Berg, Technischer Direktor, äußert sich positiv über den Neuzugang. „David fällt durch ein sehr interessantes Profil für einen Außenstürmer auf“, sagt Berg. Mit seinen physischen Voraussetzungen bringe er alles für eine erfolgreiche Entwicklung im Seniorenbereich mit. Man freue sich sehr auf die Entwicklungsschritte, die David beim 1. FC Köln gehen werde, so Berg weiter.
Erste Schritte beim 1. FC Nürnberg
Okpodu wuchs in Nürnberg auf und durchlief dort mehrere Nachwuchsabteilungen diverser Vereine, ehe er zur U16 der Clubberer wechselte. Der robuste und schnelle Außenstürmer kommt meist über die linke Außenbahn und debütierte als U19-Spieler in der abgelaufenen Spielzeit bereits in der Regionalliga Bayern. Mit einem Treffer bei seinem Debüt half Okpodu zudem der Zweitvertretung des 1. FC Nürnberg beim Gewinn der Meisterschaft in der Regionalliga Bayern. Insgesamt kommt er in dieser Spielzeit auf vier Tore in 17 Partien.