Klassenerhalt und Saisonziel sind erreicht, doch im Sommer muss einiges passieren, sonst wir es schwer – Ein Kommentar

Die Spieler des 1. FC Köln
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Klassenerhalt und Saisonziel sind erreicht, doch im Sommer muss einiges passieren, sonst wir es schwer – Ein Kommentar

Das ausgelobte Ziel des Klassenerhalts haben die Geißböcke erreicht: Der FC spielt auch in der kommenden Saison in der Bundesliga. Dann wollen sich die Kölner dort wieder stabilisieren, ganz einfach wird dieses Unterfangen jedoch angesichts der Leistungen der vergangenen Spielzeit und der anstehenden Aufgaben nicht: Saisonfazit über den 1. FC Köln – ein Kommentar.

„Es ist nicht alles Gold, was glänzt“ könnte die abschließende Beurteilung der Spielzeit 25/26 für die Geißböcke lauten. Denn trotz des erreichten Klassenerhalts zeigten sich bei den Kölnern zu häufig eklatante Schwächen, die in der anstehenden Saison kompensiert werden müssen.

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Thomas Kessler wirkte nach der 1:5-Niederlage gegen den FC Bayern München nicht dramatisch geknickt. Gegen den Rekordmeister darf man nun mal verlieren und wenn der Klassenerhalt schon sicher in trockenen Tüchern ist, vielleicht dann auch in der Deutlichkeit wie am 34. Spieltag. Der Geschäftsführer Sport erklärte, dass es für einen Verein wie den 1. FC Köln nicht selbstverständlich sei, bereits am 32. Spieltag die Klasse gehalten zu haben. Und damit hat der Ex-Keeper der Geißböcke durchaus recht. Nach einem Aufstieg, zudem noch in einer Spielzeit, in der eine Transfersperre aus der Vorsaison noch ein wenig nachwirkt, ist der direkte Wiederabstieg durchaus ein realistisches Szenario. Kessler hat im vergangenen Sommer einen gewaltigen Umbruch vollzogen, eine neue Mannschaft musste sich finden. Eine Mannschaft, in der Spieler einen Stammplatz bekamen, die bislang noch nicht so wirklich Bundesliga-Erfahrung gesammelt hatten.

Bloß kein Mund abputzen und weiter

Insofern war der Klassenerhalt für den FC sicher kein Selbstläufer. Geschäftsführer, die beiden Trainer, Teile der Mannschaft wurden nicht müde zu betonen, dass Auf und Abs zu einer Aufstiegs-Saison dazu gehören. Zudem gehört zur Wahrheit, dass Kesslers Transfer-Investitionen im Sommer gepaart mit dem fulminanten Saisonstart zum einen die Erwartungen massiv angehoben, zum anderen spielerische Probleme kaschiert haben, die bereits im Pokal gegen Regensburg, aber auch gegen Mainz deutlich sichtbar waren. Es entstand eine Euphorie, die mit der ersten kleinen ergebnistechnischen Delle wie ein Kartenhaus zusammenfiel und sich ins Gegenteil verkehrte. Und dann ist man schneller beim „Aber“ zu Kesslers Klassenerhalts-Erleichterung als Said El Mala der Bayern-Hintermannschaft die Hacken zeigen kann. Es wäre zu leicht, sich mit dem Erreichten Saisonziel zufrieden zu geben, es abzuhaken, Mund abputzen und weiter.

Die Zeiten, in denen man 40 Punkte brauchte, um die Klasse zu halten sind lange vorbei, hat es eigentlich so auch nie wirklich gegeben. Im Schnitt waren es 33 Zähler, die zum Verbleib ausreichten. In dieser Saison hätten dem FC 30, angesichts der für einen Abstiegskandidaten überragenden Tordifferenz sogar 29 Punkte gereicht – ein erstaunlich schwacher Wert. Und ein – tja vielleicht kurioser, wenn man bedenkt, dass Lukas Kwasniok 26 dieser 29 Zähler nach dem 27. Spieltag eingefahren hatte. Ein Sieg oder drei Unentschieden in den verbleibenden sieben Partien hätten dem Ex-Coach zum erklärten Saisonziel gereicht. Das war zum damaligen Zeitpunkt nicht abzusehen. Und demnach ist es falsch, aus dem reinen Punkteschnitt abzuleiten, dass die Trainer-Entlassung voreilig gewesen sei. Genauso falsch fühlt es sich jetzt aber an, René Wagner den Klassenerhalt als Beförderungs-Grundlage auszulegen. Zumindest bekommt die offensichtliche Schnell-Analyse, die Richtung Wagner läuft, ein Geschmäckle.

Schwächen in der Mannschaft

Rein ergebnistechnisch hat der 37-Jährige weniger Punkte eingefahren als Kwasniok, die Mannschaft in den Spielen nicht mehr überzeugt als unter dem Vorgänger und für eine erkennbare Entwicklung der Spieler fehlte die Zeit. Es wird noch andere Komponenten geben, die die Verantwortlichen in dem jungen Trainer sehen, eine Zukunft, großes Potenzial, eine Expertise. Doch zum Trainer gehört eben auch eine Mannschaft und deren Zusammenstellung. Und auch wenn zu Beginn viel als perfekt passend erschien, sieht die Realität an einigen Stellen anders aus. Im Spiel mit dem Ball fehlte dem FC zu oft das Kreative, die Idee, in der Defensive unterliefen zu viele Patzer, kleine Fehler, die eklatante Folgen hatten. So gut die Tordifferenz für den FC auch war, verdeutlicht sie auf der anderen Seite ein Ungleichgewicht zwischen Angriff und Abwehr. Mit 49 Toren gehörte Köln zur oberen Tabellenhälfte, nur drei Teams kassierten mehr Gegentreffer.

Ja, der FC hat den Klassenerhalt und damit das Saisonziel erreicht. Das war wichtig. Aber Kessler hat sich zur Maxime gemacht, dass er eine Mannschaft inklusive Trainer zusammenstellen will, die ähnliches erreicht. Dabei werden mit großer Wahrscheinlichkeit mehr Punkte nötig sein als in dieser Spielzeit. Potenzielle Abgänge von Said El Mala, Jakub Kaminski oder Jahmai Simpson-Pusey würden nur schwer zu kompensieren sein. Schon jetzt scheint klar, damit das Saisonziel auch in der kommenden Saison erreicht wird, müssen nicht nur Mannschaft und Trainer noch eine Schippe drauflegen. Die angekündigte Analyse muss also eine besonders gründliche werden.


Wird Salih Özcan beim 1. FC Köln wieder zum Thema?

OF Salih Özcan von Borussia Dortmund (Foto: Pedro Salado/Getty Images)
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Wird Salih Özcan beim 1. FC Köln wieder zum Thema?

Nach dem Abgang von Eric Martel wird sich bei der Kaderplanung auch viel um die Frage des Sechsers drehen. Und da kommt ein alter Bekannter ins Spiel beim 1. FC Köln: Salih Özcan wird wohl wieder ein Thema in Köln.

Und täglich grüßt das Murmeltier. Öffenbar wird Salih Özcan wieder zum Thema bei den Geißböcken. Das berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“ am Abend. Und das nicht zum ersten Mal. Auch im vergangenen Sommer gab es Gerüchte.

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Als der FC im vergangenen Sommer seine Saisonabschlussfeier anging, wurde Thomas Kessler über eine besondere Personalie befragt. Salih Özcan sollte damals wieder im Gespräch beim FC sein. Kessler betonte damals, dass er schon im Austausch mit Özcan gewesen sei, allerdings rein privat. Mehr Gesprächsstoff habe es nicht gegeben, so zumindest der Tenor. Da damals der BVB eine Ablöse von fünf Millionen Euro forderte und Eric Martel sich dann doch für einen Verbleib entschied, wurde die Personalie nicht heißer, als sie möglicherweise ohnehin nicht war. Am Montagabend wollte sich Kessler nicht äußern. Nicht zum Trainer, nicht zur Mannschaft und auch nicht zu Özcan. Dabei ploppte ein Jahr nach den Gerüchten 2025 der Name Özcan am Abend dann doch wieder auf. Denn laut „Kölner Stadt-Anzeiger“ habe es nun schon einen Austausch zwischen Spielerseite und Verein gegeben.

FC sucht Martel-Ersatz

Die Vorzeichen haben sich durchaus verändert. Özcan wurde beim BVB verabschiedet, kann den Verein ablösefrei verlassen. Der FC müsste also nichts für den türkischen Nationalspieler bezahlen. Zudem suchen die Geißböcke einen Sechser. Eigentlich sogar zwei. Denn der Abschied von Denis Huseinbasic deutet sich wie berichtet auch an. Eric Martel hatte erst am Sonntag seinen Weggang vom Geißbockheim bekannt gegeben. Zu einem Zeitpunkt, zudem es wohl nur noch geringe Zweifel am FC-Aus gab. Und Özcan würde ins Profil der Kölner als Martel-Ersatz passen. Zumindest ist der gebürtige Kölner ein klassischer defensiver Sechser, der bei den Geißböcken in der Saison vor dem Wechsel zur Borussia endlich seinen Durchbruch schaffte. Dass Özcan sich eine Rückkehr zu seinem Heimatverein vorstellen kann, steht wohl außer Frage. Doch es gibt da noch das „Aber“. Özcan würde bei den Kölnern sämtliche Gehaltsgefüge sprengen.

Der Spieler müsste schon auf große Teile des Gehalts verzichten, die er in Dortmund eingestrichen hat. Auch daran könnte eine Rückkehr in der jüngeren Vergangenheit gescheitert sein. Zudem soll es gleich mehrere weitere Interessenten geben. Fast schon obligatorisch wird Özcan mit nahezu jedem Istanbuler Club in Verbindung gebracht. Auch das hat was von „Täglich grüßt das Murmeltier“.


Der 1. FC Köln verabschiedet sich in den Sommer – Bilder von der Abschlussfeier

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Der 1. FC Köln verabschiedet sich in den Sommer – Bilder von der Abschlussfeier

Am Montagabend hat sich der FC in die Sommerpause verabschiedet. Zumindest Mannschaften und Staff werden sich nun erst einmal erholen. Für die Vereinsführung stehen noch einige schwere Aufgaben und Entscheidungen an. Doch dafür war am Abend wenig Zeit beim 1. FC Köln: Die Bilder zur Abschlussfeier.

Ab 18 Uhr trafen die ersten Gäste im Botanischen Garten in Köln ein. Präsident Jörn Stobbe und Vize-Präsident Ulf Sobek gehörten zu den ersten Gästen. Es folgten aber auch zahlreiche Spieler und der Trainer.

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Mit einer Feier im Palais Flora am Botanischen Garten verabschiedet sich der 1. FC Köln nun in die Sommerpause. Am Abend trafen sich die Mannschaften, Mitarbeiter und Vereinsführung, um die abgelaufene Spielzeit hinter sich zu lassen. Und die Stimmung war zu Beginn irgendwo zwischen Spannungs-Abfall und Erleichterung. „Wenn man nach all den Emotionen alles mal sacken lässt, ist es am Ende doch sehr positiv. Wir haben den Klassenerhalt geschafft, sogar ein bisschen vorzeitig. Insgesamt stehen wir in vielen Bereichen deutlich besser da als vorher. Deshalb ist es am Ende des Tages sehr versöhnlich – mit vielen Möglichkeiten, uns trotzdem weiter zu verbessern“, sagte Philipp Türoff. Das wird sportlich auch nötig sein, eine ähnliche Zitterpartie soll es nach Möglichkeit nicht geben.

Bilder der Abschlussfeier

Präsident Jörn Stobbe bei der Abschlussfeier des 1. FC Köln
Präsident Jörn Stobbe bei der Abschlussfeier des 1. FC Köln


Zur Feier kamen natürlich auch die abgehenden Spieler Dominique Heintz, Florian Kainz und Eric Martel – jeweils in Begleitung. Auch der Vorstand und die Geschäftsführung waren vor Ort. „Ich freue mich total und auch schon auf nächstes Jahr: 34 Bundesligaspiele der Männer, 26 Spiele mit den Frauen, dazu schöne Jugendspiele und viele andere Dinge. Mindestens ein Pokalspiel jeweils – das ist echte Freude“, sagte Präsident Jörn Stobbe. Im Juli beginnt dann die Vorbereitung auf die neue Saison. Gegen Ende Juli wird dann auch das Trainingslager stattfinden. Dort soll sich die neue Mannschaft dann den Feinschliff für die kommende Spielzeit holen. Voraussichtlich wird dieser Teil der Vorbereitung wieder in Österreich stattfinden. Nach Informationen von come-on-fc.com aber nicht mehr in Bad Waltersdorf. Datum und Location wird der Verein wohl in Kürze bekannt geben.

In die Vorbereitung werden auch wieder einige Testspiele fallen. Die Gegner stehen so kurz nach der Saison natürlich noch nicht fest.

Abschlussfeier: Die Führung des 1. FC Köln äußert sich zu der Trainerfrage – eine Tendenz ist hörbar

Jörn Stobbe und Thomas Kessler
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Abschlussfeier: Die Führung des 1. FC Köln äußert sich zu der Trainerfrage – eine Tendenz ist hörbar

Mit der Saisonabschlussfeier am Montagabend verabschiedet sich der FC in die Sommerpause. Im Juli wird es für die Profis dann mit der Vorbereitung weitergehen. In welcher Konstellation und mit welchem Trainer ist indes noch nicht geklärt. Es gibt noch einige Baustellen beim 1. FC Köln: Das sagt die Vereinsführung zur Trainerfrage.

Im Palais Flora im Botanischen Garten kam der 1. FC Köln am Montagabend zum Saisonabschluss zusammen. Die Vereinsführung gab ein Update zum Prozedere in der Trainerfindung.

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Noch ein letztes Mal kamen die Mannschaften, Mitarbeiter und Vereinsführung am Montagabend zusammen, um sich mit einer Feier im Palais Flora am Botanischen Garten in die Sommerpause zu verabschieden. Mit dabei natürlich auch René Wagner, der mit dem Team den Klassenerhalt in trockene Tücher gebracht hat. Ob es mit dem 37-Jährigen aber in der kommenden Saison weitergeht, ist noch nicht gesagt. Doch die Chancen stehen offenbar gut. „In der Pole-Position ist er auf jeden Fall“, sagte Präsident Jörn Stobbe, der eine schnelle Trainerentscheidung ankündigte, aber eine, „die die nötige Zeit“ erfordere. „Ich habe ihn sehr positiv wahrgenommen. Er hat die Mission erfüllt“, so der 61-Jährige weiter. „Das, was ihn am meisten auszeichnet, ist, dass er sich nicht in den Vordergrund spielt. In seiner Vita hat er sehr viel positives aufzuweisen.“

„René hatte einen klaren Auftrag, den hat er absolut erfüllt“

Einen Freifahrtschein hat der bisherige Interimscoach aber noch nicht. „Letztendlich geht es für die gesamte Geschäftsführung und den gesamten Vorstand darum, eine Saisonanalyse durchzuführen. Was waren die Sachen, die gut gelaufen sind“, sagte Vizepräsident Ulf Sobek. „Wir werden jetzt aber zeitnah schauen, wie es mit der Trainerposition weitergeht. Da werden die Sachen übereinander gelegt.“ Nach wie vor hat der aktuelle Coach auch in Thomas Kessler einen starken Befürworter. Auch die Worte von Sobek hören sich grundsätzlich nicht schlecht für Wagner an. „René hatte einen klaren Auftrag, den hat er absolut erfüllt. Er hat uns die Klasse gehalten“, so der Vizepräsident. „Wir sehen seinen Trainer, der sehr sehr viel Potenzial hat. Wir schauen, zu welchem Schluss wir in der Gesamtanalyse kommen.“ Dazu gehöre dann aber auch, dass Wagner wohl die Chance erhält, sich vor dem Gremium zu äußern, „um ein paar Fragen zu beantworten.“

Präsident Jörn Stobbe bei der Abschlussfeier des 1. FC Köln
Präsident Jörn Stobbe mit Frau bei der Abschlussfeier des 1. FC Köln (Foto: come-on-fc.com)

Die Gespräche mit dem 37-Jährigen sind wohl sehr zeitnah anberaumt. „Wir haben mit René unsere Saisonziele erreicht. Jetzt ist es so, dass wir uns mit René mit Priorität zusammensetzen und dann nicht mehr über die abgelaufene Saison sprechen, sondern schauen, wo wir stehen, was ist Renés Vision, was brauchen wir nach vorne, was hat er vor“, sagte Geschäftsführer Philipp Türoff. „Ob wir das mit ihm machen oder andere Optionen anschauen müssen, das ist eine Arbeit, die genau jetzt gemacht wird.“ Und das offenbar mit höchster Priorität.

Für den Finanz-Geschäftsführer der Geißböcke wäre Wagner als Trainer aber auch in starkes Zeichen. „Das entscheidende ist erst einmal Kompetenz. Dabei schadet es überhaupt nicht, wenn man die Leute kennt, die man befördert und wenn die Leute, die man befördert dann auch den FC kennen. Das sind Argumente durchaus für René Wagner“, so Türoff. „Ich wäre total begeistert davon, wenn der 1. FC Köln auch in solch einer Frage im Personal eine solche Entscheidung trifft. Wir halten René Wagner für sehr kompetent.“

„Wir haben für verschiedene Szenarien vorgesorgt“

Darüber hinaus wird bereits mit Hochdruck an der Mannschaft für die nächste Spielzeit gearbeitet. „Dann gibt es aber auch Weichenstellungen, wie wir den Kader für die kommende Saison zusammenstellen“, sagte Sobek und betonte, dass der künftige Trainer dann auch mit in die Kaderüberlegungen eingebunden werden soll. Natürlich habe man nicht bei allen Transfers das „Heft des Handelns“, aber: „Wir haben für verschiedene Szenarien vorgesorgt. […] Natürlich wünscht man sich, dass die Spieler, mit denen man gerne zusammenarbeitet, auch bleiben.“ So ist aktuell die Situation beispielsweise bei Jahmai Simpson-Pusey nicht geklärt und auch Jakub Kaminski könnte die Kölner verlassen, wenn denn ein Interessent die festgeschriebene Ablöse von rund 20 Millionen Euro bezahlt.

Für den neuen Kader ist der FC handlungsfähig, würde aber von Erlösen wie aus einem Transfer von Said El Mala oder eben Kaminski profitieren. „Wir haben in der Vergangenheit verhältnismäßig wenig Transfererlöse erzielt. In diesem Jahr bin ich erst einmal happy, dass es Spieler in unserem Kader gibt, für die es einen Markt gibt“, sagte Türoff. „Wir haben den FC in vieler Hinsicht stabilisiert, dass wir, wenn so etwas wie Transfererlöse passieren, dieses Geld mit absoluter Priorität in den Sport wieder investieren können.“ Man wolle eine möglichst schlagfertige Truppe zusammenstellen, so der Tenor der Vereinsführung. Und bereits auf der Abschlussfeier herrschte wieder Vorfreude auf die kommende Spielzeit. „Ich freue mich auf 34 Bundesliga-Spiele in der kommenden Saison, 26 mit den Frauen, die Jugendspiele, mindestens ein Pokalspiel. Das ist echte Freude“, sagte Präsident Jörn Stobbe.


Last-Minute-Drama — Jaka Cuber Potocnik schafft es mit RWE in die Relegation

Jaka Potocnik soll für RWE noch zum Faktor werden
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Last-Minute-Drama — Jaka Cuber Potocnik schafft es mit RWE in die Relegation

Jaka Cuber Potocnik genießt in Essen großes Vertrauen. Das zahlte der Youngster am Wochenende einmal mehr zurück, hatte für RWE seinen Anteil am Erreichen der Relegation. Wie es weitergeht für den Spieler des 1. FC Köln, ist noch nicht final geklärt: Jaka Potocnik springt mit RWE in die Relegation.

Mit einer Vorlage trug Jaka Potocnik am Samstag zum 3:2-Erfolg der Essener und damit zum Erreichen der Relegation bei. Mit Rot-Weiss Essen will der Stürmer aufsteigen. Wie es dann weitergeht, ist noch nicht final geklärt. Doch es gibt eine Tendenz.

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Von Erik Stalleicken

Dramatischer hätte es kaum laufen können. Nach dem Platzverweis für Ulm in der 71. Minute entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Der Spielstand von 2:2 hätte den Essenern nur bei einer Duisburger Niederlage gereicht. Folglich warf RWE alles nach vorne und drängte auf den Führungstreffer. Angriff um Angriff wehrten die Spatzen ab. In der Nachspielzeit fiel dann aber der Ball nach mehreren Abprallern im Strafraum vor die Füße von Innenverteidiger Ben Hüning. Der brachte den Ball aus kurzer Distanz aufs Tor und traf zum 3:2 für die Rot-Weißen. Parallel dazu vergab der Duisburger Rasim Bulic eine Riesenchance zum 2:1 für die Zebras. Somit überholte RWE den MSV am letzten Spieltag und sicherte sich den Relegationsplatz. Steigt Jaka Potocnik nun mit Rot-Weiß Essen auf?

Ein weiteres Jahr in Essen?

Mit dem 3:2-Auswärtssieg in Ulm krönten die Essener ihre starke Rückrunde und überholten den Rivalen aus Duisburg in letzter Minute. Die FC-Leihgabe erhielt von Trainer Uwe Koschinat das Vertrauen und durfte von Beginn an ran. Dieses Vertrauen zahlte der Slowene sofort zurück. Nach einem langen Ball hinter die Kette umkurvte er Keeper Christian Ortag und hatte anschließend die Übersicht für den mitgelaufenen Torben Müsel, der dann zur 1:0-Führung nach exakt einer Minute einschob. Die Essener konnten den zwischenzeitlichen 2:1-Rückstand egalisieren und drehten mit der letzten gefährlichen Aktion der Nachspielzeit das Spiel zu ihren Gunsten. Potocnik gelang zwar keine weitere Torbeteiligung, dennoch spielte er das gesamte Spiel durch. In der Relegation wartet jetzt die SpVgg Greuther Fürth. Die Fürther konnten sich am Sonntag mit einem 3:0-Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf retten und somit Selbstvertrauen für die beiden anstehenden Partien tanken.

Am 26. Mai wird sich im Rückspiel in Franken dann entscheiden, in welcher Liga die beiden Teams nächste Saison spielen. Möglicherweise entscheidet der Ausgang der Relegation auch über die Ligazugehörigkeit von Potocnik. Denn schon im März gab es Spekulationen, der FC plane eine Vertragsverlängerung des Sturmtalents und ziehe eine Verlängerung der Leihe nach Essen in Betracht. Ein Modell, das durchaus Sinn ergeben würde. Obwohl der 20-Jährige verletzungsbedingt auf gerade einmal 19 Einsätze kommt, scheint der Stürmer besonders seinem Trainer zu gefallen. „Eigentlich weiß ganz Europa, welches Potenzial er besitzt, um ein Top-Stürmer zu werden“, sagte Koschinat nach Potocniks Startelfdebüt im November 2025. Wenn der junge Angreifer also fit bleibt, dürften seine Chancen auf regelmäßige Einsatzzeiten gut stehen. Im Falle eines Aufstiegs könnte die FC-Leihgabe an der Hafenstraße Spielpraxis auf hohem Niveau sammeln. Diese Saison kommt er in seinen 19 Spielen auf vier Tore und zwei Assists.

Eine Bewerbung für mehr? Beim FC dürfte es jedenfalls erst einmal schwer werden mit mehr Einsatzzeit.

Abstieg, Klassenerhalt und Europapokal – so lief das Wochenende für die anderen FC Leihspieler

Nach dem letzten Spiel am 15 . Spieltag gab es in Linz ein Comeback: Elias Bakatukanda wurde bei der 0:3-Heimpleite der Blau-Weißen gegen den Grazer AK nach einer guten Stunde eingewechselt. Für Linz bedeutet die Niederlage den Abstieg in die zweite Liga. Bakatukanda kommt in dieser Saison auf 15 Einsätze, 14 davon in der Startelf und wird im Sommer erst einmal nach Köln zurückkehren. Auch Emin Kujovic spielte nur wenige Minuten, wurde in der 84. Minute beim Stand von 2:0 für den Wolfsberger AC gegen Tirol eingewechselt. Durch den Sieg kämpfen die Wolsberger morgen gegen den SV Ried um den Einzug in die Conference League.

Dynamo Dresden machte mit einem 2:1-Heimsieg gegen Holstein Kiel den Klassenerhalt perfekt. Julian Pauli stand für dieses Spiel genau wie in der Vorwoche nicht im Dresdner Kader. Pauli kommt aber dennoch auf insgesamt 21 Einsätze für Dynamo. Mansour Ouro-Tagba traf dagegen in der 67. Minute zum 2:4 gegen Osnarbück, konnte die Niederlage des VfB Stuttgart II nicht mehr verhindern. In 31 Spielen kommt der Stürmer auf neun Tore und drei Assists. Die Schwaben besitzen wie bereits im November von come-on-fc.com berichtet eine Kaufoption in Höhe von rund zwei Millionen Euro.

Imad Rondic spielte bei der 0:3-Niederlage in Elversberg 87 Minuten. Preußen Münster stieg bereits in der Woche zuvor ab. Der Bosnier kommt auf zwei Tore und zwei Assists in 14 Einsätzen. Rasmus Carstensen verpasste den 6:2-Heimsieg gegen Viborg verletzungsbedingt. Mit Aarhus GF gewann er die dänische Meisterschaft. In 30 Pflichtspielen gelangen ihm fünf Tore und drei Torvorlagen.


Nach Brand: Große Solidarität mit der „Wilden Horde“ – auch FC-Profis und Thomas Kessler spenden

Fans des 1. FC Köln fahren nicht mit nach München
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Nach Brand: Große Solidarität mit der „Wilden Horde“ – auch FC-Profis und Thomas Kessler spenden

Bei dem Brand in Köln-Bickendorf am Samstagvormittag wurden Räumlichkeiten der „Wilden Horde“ zerstört. Aktuell läuft ein Spendenaufruf und das zum Glück erfolgreich. Auch mit Unterstützung von Vertretern des 1. FC Köln: Spender unterstützen „Wilde Horde“.

Nach dem verheerenden Brand in Köln-Bickendorf ist mittlerweile klar, dass die Räumlichkeiten der „Wilden Horde“ massiv betroffen sind. Noch am Samstag wurde auf dem Online-Portal gofundme.com eine Spendenaktion gestartet und die Ultra-Gruppierung erhält viel Unterstützung. Und das auch von Vereinsvertretern.

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Die Ultras befanden sich bereits auf dem Weg nach München als sie die Nachricht von dem Feuer in Bickendorf erreichte. Dort war in einer Werkstatt ein Feuer ausgebrochen und das mit verheerenden Folgen. Auch für die „Wilde Horde“.  Das Hauptquartier der Ultra-Gruppierung wurde durch ein Übergreifen der Flammen mindestens in Teilen zerstört. Die Statik soll betroffen sein. Für viele Mitglieder aber viel schlimmer: Zahlreiche Erinnerungen wie Fotos, Banner, Fahnen usw. wurden bei dem Brand vernichtet. Ob es in Bickendorf einen Neuaufbau gibt, erscheint aktuell eher unwahrscheinlich, denn der Schaden soll sich laut Medienberichten auf 50.000 bis 70.000 Euro belaufen. Im Laufe des Samstags wurde eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Auf der Online-Plattform gofundme.com kann gespendet werden.

Brandherd liegt wohl in einer Werkstatt

Dazu heißt es von der „Wilden Horde“:

„Heute ist der Raum von Kölns größter Ultrasgruppe und damit ein Stück Kölner Fangeschichte durch einen Brand zerstört worden! In diesem Raum steckten Herzblut, Arbeit, Erinnerungen, Geschichten und Gemeinschaft. Vieles davon ist innerhalb weniger Stunden verloren gegangen! Jeder Euro hilft beim Wiederaufbau, beim Ersetzen von zerstörtem Material und dabei, wieder aufzustehen. Für die Horde, für die Kurve, für Köln.“

Dem Aufruf sind bereits zahlreiche Spender gefolgt. Am Montagvormittag hatten schon mehr als 2100 Unterstützer finanziell geholfen, insgesamt sind mehr als 95.000 Euro zusammengekommen. Unter den Spendern befinden sich auch einige prominente Namen. So Kölns Geschäftsführer Thomas Kessler, der privat 1948 Euro überwiesen hat. Das bestätigte der Verein auf Anfrage vom come-on-fc. Die FC-Profis haben derweil über den dritten Torwart und Kassenwart der Mannschaftskasse Matthias Köbbing ebenfalls 2500 Euro überwiesen. Auch Unternehmer wie Wilke Stromann, der als Präsidentschafts-Kandidat im vergangenen Sommer aufgestellt war, oder Lionel Souque sowie Ex-Vize-Präsident Carsten Wettich spendeten bereits. Weitere Solidarität erfuhren die Ultras in den Sozialen Medien. In den Kommentaren gab es viel Support. „Wir sind in Gedanken bei euch“, schrieb ein User.

Auch in der Allianz-Arena wurden Banner aufgehangen, die die „Wilde Horde“ aufmunterten. Es gibt aber auch Kritik an den Gruppierungen generell. Nicht alle User sind mit den Aktivitäten der Ultra-Szene einverstanden, doch der Großteil der Anhänger fühlt mit.


Der Klassenerhalt ist geschafft, die Saison ist beendet, doch diese Fragen bleiben beim 1. FC Köln

Die Spieler des 1. FC Köln nach dem Nachbarschaftsduell gegen Leverkusen
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Der Klassenerhalt ist geschafft, die Saison ist beendet, doch diese Fragen bleiben beim 1. FC Köln

Mit Eric Martel ist eine Personalie für die kommende Spielzeit seit Sonntagabend geklärt. Doch das kann nur der Anfang sein, einige Baustellen sind noch offen. Diese Fragen muss der 1. FC Köln nun beantworten.

Wie geht es weiter in der Trainerfrage? Welche Personalien müssen die Kölner nun ebenfalls klären? Wer verlässt den FC, wer bleibt? Fragen über Fragen, auf die es beim FC nun antworten geben muss.

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Am Ende waren es dann Eric Martel und der 1. FC Köln, die am Sonntagabend etwa zeitgleich den Schlussstrich unter ihre gemeinsame Zeit zogen. Vier Jahre lief der 24-Jährige für den FC auf, schaffte es zum Stammspieler, Leader der Mannschaft, zum U21-Nationalspieler. Das vergangene Jahr fiel der Spieler bei vielen Fans aber auch in Ungnade. Und das weil er nicht über seine Zukunftspläne aufklärte. Das ist also am Sonntagabend passiert. 24 Stunden nach dem letzten Saisonspiel, 24 Stunden vor der gemeinsamen Abschlussfeier in der Kölner Flora, aber ein Jahr nach den ersten Spekulationen wurde aus dem großen Fragezeichen der vergangenen Saison ein Ausrufezeichen. Die Personalie kann (rein Kadertechnisch) abgehakt werden. Der FC wird sich also nach einem neuen Sechser umschauen (was er de facto aber auch schon seit dem Winter tut).

Martel verlässt den FC

Mit dem Abschied des Straubingers ist eine offene Frage also beantwortet. Eine, deren Antwort aber eigentlich seit Winter erwartet werden konnte. Andere Fragezeichen bleiben. In erster Linie das hinter dem Trainer. René Wagner gilt nach wie vor als Favorit auf den Trainerposten. Thomas Kessler bleibt der Befürworter, doch eine Entscheidung ist eben noch nicht gefallen. Dem Vernehmen nach gibt es in den Gremien Skepsis. Wagner würde nach nur sechs Punkten aus sieben Spielen und nur einem Erfolg seit seiner Beförderung belastet in die neue Spielzeit gehen. Das Vertrauen, das die FC-Verantwortlichen in den 37-Jährigen haben, teilen ganz offensichtlich viele Fans nicht. Der aktuelle Stand ist daher eine bevorstehende Analyse, die Thomas Kessler angekündigt hat. Der Sportchef fand aber durchaus gleichzeitig sehr positive Worte für den aktuellen Trainer. Und die gepaart mit dem Hinweis auf das erreichte Saisonziel. Mit einer Entscheidung ist schon bald zu rechnen.

Über allem schwebt aber eigentlich die Frage nach der künftigen Offensive. Denn mit Said El Mala und Jakub Kaminski droht der FC zwei der drei Topscorer und sicherlich die beiden Aktivposten dieser Spielzeit zu verlieren. El Mala wird mit diversen englischen Clubs in Verbindung gebracht und die Premier League soll auch das erklärte Wunsch-Ziel von „Kuba“ sein. Sportlich waren die beiden Offensivspieler eine Art Überlebensversicherung. El Mala alleine durch seine 13 Tore, die dem FC gleich mehrere Punkte einfuhren, Kaminski durch Leistungen auf konstant hohem Niveau. Für die Verpflichtung und die Vertragsverlängerung der Akteure kann sich Thomas Kessler auf die Schultern klopfen lassen, denn wirtschaftlich sind beide Deals ein Volltreffer. Sollten die Spieler den Verein wirklich verlassen, winken Einnahmen von bis zu 70 Millionen Euro. Bei dem Kölner Youngster führt realistisch wohl kein Weg an einem Wechsel vorbei. Bei Kaminski hätten die Kölner ohnehin keine Handhabe, wenn die Ablöse bezahlt wird.

FC will Jahmai Simpson-Pusey fest verpflichten.

Dass die Kölner den Vertrag mit Jahmai Simpson-Pusey gerne verlängern würden, ist bekannt. Dass ManCity das letzte Wort hat, genauso. Doch die „Sky Blues“ befinden sich noch mitten im Titel-Battle mit dem FC Arsenal. Mit einer schnellen Entscheidung aus England ist aktuell nicht zu rechnen. Auch Cenk Özkacar macht sich berechtigte Hoffnungen auf den festen Vertrag – allerdings gibt es auch bei dem Türken dem Vernehmen nach hinter den Kulissen Skepsis. Genauso wie bei Kristoffer Lund, dessen Zukunft wohl eher nicht in Köln liegt. Pluspunkte sammelte der Däne mit amerikanischem Pass eher selten. Felipe Chávez bekam so wenig Einsatzzeit, das zumindest die Frage erlaubt sein muss, wie viel Vertrauen denn in das Talent gesteckt werden kann. Wie es mit Spielern wie Denis Huseinbasic oder Luca Waldschmidt weitergeht, erscheint weiterhin offen. Beide werden über ihre Einsatzzeit nicht glücklich sein, möglicherweise hängt eine Entscheidung für oder gegen Köln auch mit der Trainerbesetzung zusammen.

Und dann sind da die Fragen nach Neuzugängen. Durch die lange Ausfallzeit von Timo Hübers und die offene Vertragskonstellation bei dem ein oder anderen Spieler wird sich der Transferfokus auch auf die Innenverteidigung beziehen. Möglichst ein erfahrener Linksfuß soll noch verpflichtet werden. Der Weggang von Eric Martel wird die Suche nach einem Sechser ebenfalls noch einmal forcieren. Möglicherweise wird es auf der Position sogar zwei Optionen geben. Auch auf den Schienen und im Angriff sind personelle Veränderungen angedacht. Während sich die Mannschaft am Montagabend also in den Urlaub verabschiedet, ist für Thomas Kessler ganz offensichtlich noch viel zu tun.


Kommentar: Sportlich gibt es nicht die von den FC-Bossen erhoffte Antwort – und nun?

Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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Kommentar: Sportlich gibt es nicht die von den FC-Bossen erhoffte Antwort – und nun?

Der Klassenerhalt ist geschafft, die Saison beendet, Fragen bleiben. Gerade in den vergangenen Spielen überzeugte der FC nicht. Und so scheint die kolportierte Beförderung von René Wagner fraglich. Oder vielleicht auch eben nicht? Ein Kommentar zur Trainerfrage beim 1. FC Köln.

Ein Treuebekenntnis sprach Thomas Kessler seinem Interimstrainer am Samstagabend nicht aus. Dennoch ist es nicht unwahrscheinlich, dass der FC in die kommende Spielzeit mit René Wagner startet. So oder so – eine Entscheidung sollte möglichst bald fallen.

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Auch nach der bitteren 1:5-Niederlage beim Rekordmeister präsentierte Thomas Kessler noch nicht die von vielen Fans erhoffte Antwort auf die Frage nach dem kommenden Trainer. Ehrlicherweise hätte es in München auch viel gebraucht, ein sportliches Resultat in dieser Angelegenheit zu finden. Man wolle sich jetzt zusammensetzen und analysieren, so der Tenor des Geschäftsführers. Bei vielen Fans reichte die Analyse als Zuschauer, um ein Urteil zu fällen. Das Spiel gegen die Bayern solle gar nicht so ins Gewicht fallen, Kessler will auf das Gesamte blicken. Es ist eine Analyse, die schnell zu Ergebnissen führen muss. Denn bei der Kaderplanung für die kommende Spielzeit ist die Position des Trainers wohl keine unwichtige. Das weiß man auch in den Gremien und da herrscht wohl nicht die absolute Klarheit. Das hat Gründe.

Uneinig in der Trainerfindung?

Nach dem 32. Spieltag wurde bereits die sichere Beförderung des aktuellen Interimstrainers kolportiert. Tatsächlich ist Kessler ein Befürworter des Coachs. Der Ex-Keeper hat den gebürtigen Dresdner zurück nach Köln geholt und ihn anschließend auch zum zwischenzeitlichen Cheftrainer befördert. Kessler ist von Wagner als Coach überzeugt, schätzt die Akribie, die Kommunikation, die Expertise. Und dennoch gab es auch zwei Spieltage vor dem Saisonende noch Vorbehalte in Köln. Am Geißbockheim malte man sich sicherlich aus, wie die Situation sein würde, wenn die beiden finalen Begegnungen nicht den Erwartungen entsprechen. Nach dem desolaten Auftritt gegen Heidenheim blieb zudem die Frage, welche Leistung der FC bei den Bayern auf die Platte hätte bringen können oder müssen, um die Entscheidung so oder so zu beeinflussen. Dass dem FC in der Anfangsphase der Mut gefehlt habe – wie es René Wagner erklärte -, war nicht von der Hand zu weisen, fällt aber auch in den Aufgabenbereich des Trainers.

Es wirkt ein wenig wie ein Eiertanz um die so wichtige Position der kommenden Mannschaft. Doch das ist dann auch irgendwie verständlich – zumindest aus Sicht des FC. Die Kölner Verantwortlichen befinden sich in einer schwierigen Situation. Eigentlich ist man von Wagner absolut überzeugt, glaubt an die Fähigkeiten des 37-Jährigen. Doch diesen Glaube gab es im vergangenen Sommer auch bei Lukas Kwasniok, der bekanntlich nicht mehr auf der Bank der Kölner sitzt. Auf der anderen Seite sprechen die Ergebnisse und die Leistungen nicht für den aktuellen Interimstrainer. Sechs Punkte aus sieben Spielen, nur ein Sieg in dieser Phase – und den in Überzahl – das klingt nicht nach einer hervorragenden Bewerbungsbilanz.

Kredit schon verspielt?

Es ist leicht zu sagen, Wagner habe mit dem FC die Klasse gehalten, das Saisonziel erreicht und daher die Beförderung verdient, wenn auf der anderen Seite sein Vorgänger Lukas Kwasniok im Schnitt mehr Punkte holte – wenn auch über einen längeren Zeitraum – und ebenfalls nie unter dem Strich gestanden hat. Bei vielen Fans hat der aktuelle Coach seinen Kredit schon verspielt, obwohl der Dresdener eine Mannschaft übernahm, die er nicht mit geformt hat und wenig Zeit zum Drehen an den richtigen Stellschrauben hatte. Unbelastet würde Wagner nicht in die neue Saison gehen. Es ist also auch ein Abwägen der FC-Bosse zwischen der Gefahr, „Siehste“ gesagt zu bekommen, wenn der Start in die Hose geht, eine Reaktion nötig sein wird und dem „Siehste“ zu sagen, wenn Wagner genauso früh beweist, welche Trainer-Qualität in ihm steckt.

So oder so ist davon auszugehen, dass die Entscheidung bald fällt. Und das ist gut so – ein unnötig langer Eiertanz bringt keinem was. Am wenigsten sicherlich René Wagner, dessen Position mit jedem Tag Ungewissheit geschwächt wird.


Eric Martel mit emotionalen Worten zum Abschied: „Es war mir eine große Ehre“

Wie lange spielt Eric Martel noch für den 1. FC Köln?
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Eric Martel mit emotionalen Worten zum Abschied: „Es war mir eine große Ehre“

Die Zeichen waren schon recht eindeutig, am Abend wurde es dann offiziell: Nach vier Jahren endet für den Sechser die Zeit beim 1. FC Köln: Das sagen Thomas Kessler und Eric Martel zum Abschied.

Die Tränen waren nach dem Spiel schon recht eindeutig. Eric Martel konnte nach dem 1:5 gegen den FC Bayern München nicht mehr an sich halten. Und es war wahrlich nicht schwer, daraus den Abschied aus Köln zu lesen. Nun ist es offiziell. Eric Martel wird nicht mehr für den FC auflaufen.

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134 Pflichtspiele absolvierte er für die Geißböcke, das letzte war die 1:5-Pleite beim FC Bayern München am Samstagnachmittag. Nun verabschiedet sich der 24-Jährige mit emotionalen Worten von den Geißböcken. „Vier Jahre durfte ich den Geißbock auf der Brust tragen – und das immer mit großem Stolz. Gemeinsam sind wir durch Höhen und Tiefen gegangen. Doch die vielen schönen Momente werden für mich immer überwiegen, und genau diese werde ich niemals vergessen“, schreibt Martel, der mit dem FC in Europa spielte, abgestiegen war, bei den Geißböcken blieb und den Aufstieg wieder schaffte. Nun spielte Martel mit Köln wieder in der Bundesliga. „Gestern war mein letztes Spiel im Trikot des 1. FC Köln, und ich möchte mich bei euch sowie bei allen Beteiligten des Vereins von Herzen für diese besondere Zeit bedanken. Vor euch in diesem Stadion zu spielen, war für mich jedes Mal ein absoluter Gänsehautmoment“, so Martel weiter.

„Das respektieren wir“

Nun aber geht der Spieler den nächsten Schritt. „Ich habe mich dennoch dazu entschieden, dieses Kapitel zu beenden und eine neue Herausforderung anzunehmen. Es war mir eine große Ehre, für diesen besonderen Verein spielen zu dürfen. Danke für eure Unterstützung, eure Leidenschaft und diese wunderbare gemeinsame Zeit!“ Martel war 2022 von RB Leipzig nach Köln gekommen, avancierte zum unumstrittenen Leistungsträger und war in der gesamten Zeit bei Trainern aufgrund seiner Leader-Fähigkeiten hoch angesehen. Martel schaffte es während seiner Zeit auch zum Kapitän der deutschen U21-Nationalmannschaft.

Nicht umsonst hätten auch die Kölner gerne mit dem Spiel verlängert. „Wir standen mit Eric in den vergangenen Wochen und Monaten in engem, regelmäßigem Austausch und haben ihm ein faires sowie wertschätzendes Angebot unterbreitet. Am Freitag hat er uns darüber informiert, dass er dieses nicht annehmen und sich einer neuen sportlichen Herausforderung stellen möchte“, sagte FC-Geschäftsführer Thomas Kessler. „Das respektieren wir. Wir bedanken uns bei Eric ausdrücklich für seinen Einsatz in den zurückliegenden vier Jahren beim 1. FC Köln und wünschen ihm für seinen weiteren Weg alles Gute.“ Ein Abschied im Kölner Stadion gab es für den Sechser nicht. Martel hatte zuletzt gegen Leverkusen ein Heimspiel bestritten. Vor dem Duell gegen Heidenheim holte sich der 24-Jährige seine zehnte Gelbe Karte ab.



Der Vertrag des Mittelfeldspielers war im Sommer ausgelaufen. Der FC hatte seit dem vergangenen Sommer versucht, den Spieler zu halten. Doch der 24-Jährige entschied sich nun anders. Aktuell wird Martel mit dem VfL Wolfsburg in Verbindung gebracht. Allerdings geht es für die Niedersachsen noch um den Klassenerhalt.


Abschied auf Raten: Eric Martel verlässt wohl den 1. FC Köln

Eric Martel wird den 1. FC Köln verlassen
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Abschied auf Raten: Eric Martel verlässt wohl den 1. FC Köln

Eigentlich hat es sich seit dem Winter schon angedeutet, nun verdichten sich die Hinweise: Eric Martel wird den 1. FC Köln nach vier Jahren verlassen. Der Mittelfeldspieler trug am Samstag offenbar zum (vorerst) letzten Mal das Trikot der Geißböcke.

Eric Martel war noch einmal sehr bemüht. Dem 24-Jährigen wollte gegen den FC Bayern München sicher nicht alles gelingen, aber mangelnden Einsatz konnte man dem Mittelfeldspieler nicht vorwerfen. Es war wohl sein letzter Auftritt im Trikot der Geißböcke.

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Die Tränen waren deutlich zu sehen. Der ehemalige Kapitän der U21-Nationalmannschaft musste von mehreren Spielen nach der Bayern-Pleite getröstet werden. Nach vier Jahren schließt sich für Eric Martel das Kapitel 1. FC Köln – zumindest soll die Entscheidung gefallen sein. Der Kicker berichtete zuerst. Die Information deckt sich mit der von come-on-fc.com. Doch die Entscheidung kommt alles andere als überraschend. Schon im vergangenen Sommer wurde eine mögliche Vertragsverlängerung zu einer Hängepartie. Lange war nicht klar, ob der Straubinger seine Karriere bei den Kölnern fortsetzen würde. Im Trainingslager in Bad Waltersdorf bestätigte der Mittelfeldspieler auf Nachfrage von come-on-fc.com, dass er mindestens noch bis zum Winter in Köln bleiben würde. „Ich muss spüren, dass sich was entwickelt, dass wir erfolgreichen Fußball spielen“, sagte der 24-Jährige. Zur kompletten Wahrheit dürfte aber auch gehören, dass die ganz großen Interessenten wohl nicht Schlange gestanden haben.

FC schaut sich bereits nach Alternativen um

Die Entwicklung beim FC war gerade zu Saisonbeginn eine positive. Eigentlich doch das erhofft gute Zeichen für den Mittelfeldspieler. Doch Martel zögerte auch weiterhin, wollte sich am liebsten so wenig wie möglich zu seiner Zukunft äußern. Als die vermeintliche Frist im Winter dann auslief, gab es immer noch keine Entscheidung. Ein weiteres Angebot der Kölner lag bereits im Januar vor, allerdings nicht mehr das vom Sommer. Denn der FC schaute sich bereits nach Alternativen wie Silas Andersen und Dan Neil um. Martel zögerte weiterhin und das noch als die Wintertransferphase längst vorbei war. Nun ist die Hängepartie beendet. Martel sucht eine neue Herausforderung. Zuletzt wurde der Spieler mit dem VfL Wolfsburg in Verbindung gebracht. Doch bei den Niedersachsen ist die Ligazugehörigkeit nicht geklärt. Es ist kaum vorstellbar, dass Martel die Kölner verlässt, um dann in der 2. Bundesliga zu spielen.

Es soll aber weitere Interessenten aus dem In- und Ausland geben. Allerdings wohl nicht die Namen, die sich der Spieler eigentlich erhofft hatte. Auch ein Grund für sein Zögern. Der FC wird sich nun nach einer Alternative umschauen. Andersen soll wieder im Fokus stehen. Der ebenfalls gehandelte Kofi Amoako wechselt zum Hamburger SV.