U19 des 1. FC Köln erneut auf Titelkurs: Stefan Ruthenbeck wechselt das Finale ein

Stefan Ruthenbeck, Trainer der Kölner U19
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U19 des 1. FC Köln erneut auf Titelkurs: Stefan Ruthenbeck wechselt das Finale ein

Der Kölner Nachwuchs darf sich weiterhin Hoffnungen auf die Titelverteidigung machen. Die U19 des 1. FC Köln steht im Endspiel um die Meisterschaft. Die Mannschaft von Stefan Ruthenbeck setzte sich in einem spannenden Halbfinale gegen den SC Paderborn durch.

Einen Tag nach der bitteren 1:5-Pleite der Profis gegen Bayern München gab es beim Kölner Nachwuchs Grund zur Freude. Die U19 greift erneut nach der Deutschen Meisterschaft und damit nach der Titelverteidigung. Gegen den SC Paderborn setzte sich die Mannschaft von Stefan Ruthenbeck 3:2 nach Verlängerung durch.

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Der FC zittert sich ins Endspiel um die Deutsche Meisterschaft, war über Phasen der zweiten Halbzeit die schwächere Mannschaft. Dabei sahen die Kölner zunächst lange wie der Sieger aus. Fynn Schenten brachte die Geißböcke früh in Führung. Jason Ponente-Ramirez drang auf der rechten Seite in die Box ein und legte ab auf den Stürmer, der in der Spielzeit ja auch schon seine Erfahrung bei den Profis sammelte. Die Hausherren zeigten sich von der Kölner Führung geschockt, waren sichtbar nervös. Nach einer guten halben Stunde fanden die Ostwestfalen aber besser ins Spiel. Max Riedemann ließ die beste Chance liegen. Der FC sorgte für Entlastung, belohnte sich aber nicht. Ponente-Ramirez verfehlte das Tor nur knapp. Auf der anderen Seite rutschte Lasse Eickel an der Kugel knapp vorbei. Es ging mit dem 1:0 in die Kabine.

Römers und Ekweribe drehen das Spiel

Und aus der kam der Gastgeber deutlich engagierter. „Die zweite Halbzeit ging ganz klar an Paderborn“, gab auch Markus Halfmann, Bereichsleiter Nachwuchsfußball der Geißböcke im Interview bei Wow zu. Der SCP hatte nun deutlich mehr vom Spiel und die deutlich besseren Chancen. Allerdings waren die Ostwestfalen nicht kaltschnäuzig genug oder Kölns Keeper Timo Schmitz rettete immer wieder in höchster Not. Nach gut 70 Minuten griff der Torhüter aber vorbei. Bei einer Ecke stieg Paul Wollenberg am höchsten und nickte zum hochverdienten Ausgleich ein (71.). Paderborn wollte die Entscheidung und doch hätte Assad Kotya-Fofana alles klar machen können. Unmittelbar vor dem Schlusspfiff setzte der Abwehrspieler einen Kopfball über den Querbalken.

Unglücklich wirkte der Abwehrspieler dann auch bei einer der ersten Aktionen in der Verlängerung. Einen langen Ball klärte Kotya-Fofane vor die Füße von Eickel, der eiskalt zum 2:1 verwertete (96.). Paderborn machte weiterhin den besseren Eindruck und doch gelang den Kölnern der Ausgleich. Nach einer Flanke von Kristian Markoski aus dem Halbfeld der rechten Seite nahm der Arian Römers die Kugel direkt und traf zum 2:2 (109.). Und die Kölner drehten den Spielstand komplett. Alessandro Puzzo setzte Kevin Ekweribe in Szene und auch der vollendete (113.). Der Torschütze sowie der Flankengeber waren erst spät eingewechselt worden. Puzzo kam wenige Minuten vor Spielende noch zu einem Abschluss, verfehlte aber aus wenigen Metern. Unmittelbar vor dem Spielende sah Medin Kojic die Ampelkarte, es blieb beim 3:2 für den FC.

Im Endspiel trifft die Kölner Auswahl auf die TSG Hoffenheim.


Said El Mala zeigt, warum „die WM doch eine Option“ ist

Said El Mala nach dem Anschlusstreffer gegen die Bayern
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Said El Mala zeigt, warum „die WM doch eine Option“ ist

Für ein paar Minuten sorgte Said El Mala für Hoffnung bei den Geißböcken. Die Niederlage konnte der Offensivspieler aber nicht anwenden, dafür aber mächtig Eigenbewerbung betreiben. Öffnet der Bayern-Treffer die WM-Tür für Said El Mala?

Einmal mehr hat Said El Mala sein Können unter Beweis gestellt. Nun muss sich entscheiden, ob das für die WM in vier Wochen reicht.

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Als Marius Bülter und Joel Schmied die Tür in der Kölner Mauer öffneten und damit Harry Kane die 2:0-Führung nach bereits 13 Minuten ermöglichten, schwante den FC-Fans bereits Böses. Eine bittere Klatsche beim FC Bayern München zeichnete sich früh ab, die Hoffnung auf Wiedergutmachung nach dem bitteren 1:3 gegen Heidenheim würde es sicher nicht geben. Zumindest für wenige Minuten flammte Hoffnung auf. Und natürlich Dank Said El Mala. Der Offensivspieler luchste Jamal Musiala wenige Meter vor der Mittellinie den Ball ab und nahm Tempo auf. Verfolgt von vier Bayern drang der 19-Jährige in die Box ein und überwand den wohl bald wieder Nationaltorhüter Manuel Neuer mit einem satten Flachschuss ins lange Eck. Die deftige Niederlage konnte der Kölner Shootingstar nicht abwenden, El Mala konnte aber ordentlich Eigenwerbung betreiben – und zwar für die Nationalmannschaft.

„Es war ein typisches Said-Tor“

Bekanntlich will Bundestrainer Julian Nagelsmann am Donnerstag seinen vorläufigen WM-Kader bekannt gegeben. Und El Mala zeigte einmal mehr, warum er eigentlich ein Kandidat für das Endturnier in den USA, in Mexiko und Kanada sein könnte. „Es war ein typisches Said-Tor. Er hat sich gut durchgewurschtelt und dann die Ruhe vor dem Tor. Es spricht für ihn, er hat eine gute Qualität. Das hat uns in dem Moment nochmal Hoffnung gegeben“, sagte FC-Kapitän Marvin Schwäbe, der direkt eine Empfehlung für seinen Mannschaftskollegen aussprach. “Wenn man in so jungen Jahren diese Leistungen zeigt und die auch über die Saison halten konnte und die Scorer eingefahren hat, dann ist die WM doch auf jeden Fall eine Option.“ Tatsächlich zeigte El Mala mit seiner unbekümmerten Aktion, welchen Part er in der DFB-Elf – vielleicht dann in einer Jokerrolle – übernehmen könnte.

Zumal der Kölner Top-Torjäger bei seinem Treffer eine erstaunliche Abgeklärtheit vor dem Tor bewies, überlegt einschob. Überhaupt hat sich El Mala offenbar noch einmal weiterentwickelt. Auch René Wagner hatte zuletzt betont, dass der 19-Jährige nun durch weitere Rollen noch flexibler einsetzbar sei. “Ich weiß, dass Said das leisten kann und hätte mir gewünscht, dass er das drei, vier Mal mehr in dieser Saison schafft, die Dinger reinzumachen, weil er diese Situationen hatte. Er hat aber nie aufgegeben“, sagte René Wagner, bei dem der Shootingstar uneingeschränkter Stammspieler wurde. Das war bekanntlich eine Forderung des Bundestrainers. Nun also wieder die Hoffnung auf die WM. Mit 13 Toren ist der Stürmer ohnehin der zweitgefährlichste deutsche Torjäger der Bundesliga. Kein Wunder, dass es nach wie vor zahlreiche Interessenten für El Mala gibt.


Die Trainerfrage ist beim 1. FC Köln weiterhin unbeantwortet – „Wir setzten uns jetzt zusammen und analysieren“

Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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Die Trainerfrage ist beim 1. FC Köln weiterhin unbeantwortet – „Wir setzten uns jetzt zusammen und analysieren“

Nach der 1:5-Niederlage gegen den FC Bayern München halten die Kölner Verantwortlichen die wichtige Personalie weiterhin offen beim 1. FC Köln: Die Trainerfrage bleibt weiterhin unbeantwortet.

Der FC war zwar mit Optimismus nach München gereist, ist aber ohne Punkte und mit einer bitteren Pleite wieder zurückgekehrt. Eine Antwort auf die Trainerfrage steht somit weiterhin aus.

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Möglicherweise hatten sich die Kölner Fans am letzten Spieltag der Saison eine Antwort auf die Frage nach der meist diskutierten Personalie der vergangenen Wochen erhofft. Auf die nach René Wagner. Vor gut zwei Wochen wurde bereits darüber spekuliert, dass der gebürtige Dresdener auch in der kommenden Spielzeit Trainer der Geißböcke sein würde. Zu einem Zeitpunkt, zu dem noch zwei Spiele zu gehen waren. Und schon damals gab es nach Informationen von come-on-fc.com intern die Gedanken, dass es vor den beiden finalen Partien einfach noch keine Entscheidung geben könne. Alleine die Möglichkeit, dass der FC in den Duellen nicht nach Wunsch performen würde, dürfte die Fragen nach der Personalie offen gehalten haben. Und tatsächlich ist genau das Befürchtete eingetreten. Gegen den 1. FC Heidenheim lieferten die Kölner eine desolate Leistung ab, verloren absolut verdient 1:3. Eine Bewerbung für eine Beförderung für mehr sieht zumindest anders aus.

„Am Ende bewerten wir die komplette Phase“

Dass der FC gegen den FC Bayern München die große Widergutmachung betreiben würde, davon war ohnehin nicht auszugehen, eine Niederlage sicherlich alles andere als überraschend. Und doch hat der Rekordmeister den Geißböcken beim 5:1-Erfolg der Bayern ziemlich deutlich die Grenzen aufgezeigt. Köln hatte nicht den Hauch einer Chance, war vor allem in der Defensive immer wieder überfordert. „Es geht ja nicht nur um das Spiel heute. Es geht um den Prozess, den wir angeleiert haben. Klar, zählen da Ergebnisse rein. Das ist ganz wichtig“, sagte Wagner. „Aber eben auch andere Sachen. Und da ist der Club ganz nah dran an mir und die wissen, was sie an mir haben. Das müssen Verein und sportliche Leitung jetzt entscheiden, ob man dann so weitermachen möchte.“ Die Entscheidung ist offenbar noch nicht gefallen. Nach wie vor gilt Thomas Kessler als Befürworter des 37-Jährigen, doch die große Einigkeit in der Trainerfrage herrscht dem Vernehmen nach eben nicht in den Gremien, die letztendlich entscheiden.

Kessler machte am Samstag bei Sky deutlich, dass das Spiel gegen die Bayern in der Trainer-Frage keinen großen Faktor spielen würde. „Am Ende bewerten wir die komplette Phase, in der René unser Trainer war. Man muss sagen, dass René uns in einer sehr sehr schwierigen Phase übernommen hat“, sagte der Geschäftsführer bei DAZN. „Wir haben da aber bewusst gesagt, dass wir an kleinen Stellschrauben drehen müssen, um die nötigen Punkte zu holen. Und das haben wir geschafft. Und das ist für den 1. FC Köln alles andere als selbstverständlich am 32. Spieltag die Klasse zu halten.“ Tatsächlich war der Klassenerhalt zu Saisonbeginn das einzige ausgegebene Ziel. Und den hätte man so vor der Saison vermutlich ungesehen unterschrieben. Doch die Kritik an Wagner hallt gerade in den Sozialen Medien massiv nach. Viele Fans trauen dem Coach eine positive Entwicklung in der kommenden Spielzeit nicht zu.

„Wir müssen das einordnen“

Auch beim FC will man offenbar nichts überstürzen. „Unabhängig von dem Ergebnis heute oder ob es am 32. oder am 30. Spieltag entschieden worden wäre, wir setzten uns jetzt zusammen und analysieren, was in dieser Saison gut war und was nicht gut gelaufen ist. Denn klar ist, das Ziel ist in der kommenden Saison wieder, den 1. FC Köln frühzeitig in der Bundesliga zu sichern“, sagte Kessler. Und Wagner? “Ich brauche erst einmal ein Zeichen des Vereins. Ich muss mit Thomas mal sprechen. Der Stand ist der gleiche wie vor dem Spiel. Ich habe noch gar nichts gehört“, sagte der Coach. „Ich glaube, dass wir die Arbeit bewerten, die wir mit der Mannschaft zusammengetragen haben. Das Ergebnis hier in München ist natürlich nicht toll. Wir freuen uns nicht über ein 5:1. Das ist logisch. Wir müssen das sauber und sachlich einordnen. Das werden wir schaffen. Dann muss der Verein die Entscheidung treffen.“

Die Tendenz der Verantwortlichen geht wohl Richtung Wagners Beförderung, eine endgültige Entscheidung steht noch aus.


Sbonias-Jubiläum und Spieler-Abschiede: U21 des 1. FC Köln geht zum Abschluss gegen Schalke unter

Patrik Kristal für den 1. FC Köln
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Sbonias-Jubiläum und Spieler-Abschiede: U21 des 1. FC Köln geht zum Abschluss gegen Schalke unter

Die FC-Reserve hat einen gelungenen Abschluss der Regionalliga West verpasst: Die U21 des 1. FC Köln ging am letzten Spieltag zuhause unter und verlor gegen die U23 des FC Schalke 04 deutlich mit 1:5 (0:1).

Trainer Evangelos Sbonias stand beim Duell gegen Schalke zum 100. Mal an der Seitenlinie, fünf Spieler wurden verabschiedet.

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U21-Trainer Evangelos Sbonias nahm im Vergleich zum Last-Minute-1:1 in Dortmund am Sonntag zwei Änderungen an seiner Startelf vor. Ilias Elyazidi und Maik Akumu ersetzten Max Lippert und Luca Dürholtz. Für Sbonias selbst war das letzte Spiel der Saison ein Jubiläum: Für den 43-Jährigen war es seit Sommer 2023 das 100. Spiel als Coach der U21. Während für den Trainer nach der Sommerpause noch weitere Partien dazukommen werden, war es für ein Sechstett der letzte Arbeitstag am Geißbockheim. Sargis Adamyan, Mikail Özkan, Arda Süne, San-Luca Spitali, Bernie Lennemann und Artem Belousov verlassen den Verein.

Bittere zweite Halbzeit

Die Spieler wurden unter der Woche bereits bei einem Teamabend intern verabschiedet, bei dem neben Trainer Sbonias auch der Technische Direktor Lukas Berg einige Worte an die sechs richtete. Beim Duell gegen Schalke erfolgte noch die öffentliche Verabschiedung auf dem Rasen des Franz-Kremer-Stadions vor 590 Zuschauern. Auf dem Rasen gelang der U21 jedoch an diesem Nachmittag wenig. Die Kölner starteten zwar gut in die Partie, Maik Akumu verpasste den Führungstreffer für die Gastgeber. Stattdessen ging es mit 0:1 in die Halbzeit, nachdem Ingyom Jung für die Königsblauen traf (19.).

Die zweite Hälfte wurde noch bitterer. Bereits 40 Sekunden nach dem Wiederanpfiff erhöhte Yassin Ben Ball auf 0:2 (46.). Nilas Yacobi brachte die U21 nochmals heran (58.). Die drei Schalker Treffer in der Schlussphase besiegelten jedoch eine am Ende deutliche Heim-Niederlage der U21 (77./80./90.). „Nach unserem guten Start in das Spiel kassieren wir nach einem Fehler im Aufbau das erste Tor. Danach sind wir ein Stück weit zusammengebrochen und uns hat im ersten Durchgang die Gegenwehr gefehlt“, konstatierte Sbonias, „nach unserem Anschlusstreffer war es vom Gefühl her so, dass bei Schalke alles funktioniert hat und bei uns nichts. Das haben wir uns ganz anders vorgestellt. Wir wollten unsere gute Serie zum Saisonende bestätigen und mit einem Sieg in die Sommerpause gehen. Dass Spiel heute soll aber nicht unsere gute Saisonleistung schmälern, wir haben viele Jungs super weiterentwickelt und freuen uns jetzt über die Pause und dann auf die neue Spielzeit.“

Die U21 rutschte durch die insgesamt 15. Saison-Niederlage im Abschluss-Ranking der Regionalliga noch hinter den Bonner SC und die U21 des SC Paderborn auf den zehnten Platz ab.

1. FC Köln U21: Marutzki – Ajani (64. Lippert), Mausehund, Özkan, Neumann – Elyazidi (46. Süne), Harchaoui, Kristal (77. M. El Mala) – Akumu (46. Lennemann), Yacobi, Toure (64. Labenz). Tore: 0:1 Jung (19.), 0:2 Ben Balla (46.), 1:2 Yacobi (58.), 1:3/1:4 Ndiaye (77./80.), 1:5 Buzolli (90.). Zuschauer: 590.

Knöchel umgeknickt: Leichte Entwarnung bei Said El Mala

Fährt Said El Mala noch zur WM?
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Knöchel umgeknickt: Leichte Entwarnung bei Said El Mala

Es war ein kleiner Schreckmoment beim 1. FC Köln: Doch leichte Entwarnung gibt es bei Said El Mala. Der Offensivspieler war im Duell gegen die Bayern umgeknickt. Doch die Verletzung ist wohl nicht allzu schwer.

Zunächst erzielte der Offensivspieler einen Treffer, schließlich knickte er um und humpelte vom Platz. Nach dem Spiel gab es aber erste Entwarnungen.

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come-on-fc.com berichtet aus München

Das Duell gegen die Bayern hätte den Fans zu einem früheren Zeitpunkt in der Saison möglicherweise Sorgen bereitet. Denn bei der 1:5-Pleite sahen die Geißböcke gegen den Rekordmeister nicht immer sattelfest aus. Nun geht es allerdings in die Sommerpause, der Klassenerhalt ist geschafft und die Spieler können sich von den Strapazen der vergangenen Wochen erholen. Auch Said El Mala. Denn der Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:2 musste den Münchner Rasen vorzeitig verlassen. Nach einem Ausfallschritt ohne Fremdeinwirkung griff sich der Kölner Topscorer an den rechten Knöchel. René Wagner reagierte prompt mit einer Auswechslung des 19-Jährigen. Während El Mala das Spielfeld in Begleitung der medizinischen Abteilung verließ, konnte man beim Krefelder die Worte „Außen tut es weh“ von den Lippen ablesen. Tatsächlich knickte der Knöchel bei der Aktion sichtbar um.

„Ein bisschen umgeknickt“

FC-Trainer René Wagner äußerte sich direkt nach dem Duell: „Er hat ein wenig gespürt. Aber es klang nicht schlimm“, erklärte der 27-Jährige. Eine schwerwiegende Verletzung käme für El Mala zur Unzeit. Denn am 21. Mai, in nur fünf Tagen, gibt Nationaltrainer Julian Nagelsmann das Aufgebot der Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko bekannt. Immer wieder wurde ob der guten Leistungen des Kölner Talents gemutmaßt, ob EL Mala nicht doch nominiert werde. Auch gegen die Bayern stellte sich der 19-Jährige ins Schaufenster und betrieb noch einmal mächtig Eigenwerbung. Nach einer schwer wiegenden Verletzung sah es allerdings nicht aus. Das bestätigte auch Marvin Schwäbe nach der Partie: „Ich habe gerade kurz mit ihm gesprochen. Er hat gesagt, dass er ein bisschen umgeknickt ist. Das war eine Vorsichtsmaßnahme.“

Am Montag stehen die abschließenden Untersuchungen bei den Kölner an. Spätestens dann wird wohl auch Klarheit über die Verletzung herrschen.


„Ich brauche erst einmal ein Zeichen des Vereins“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen den FC Bayern München

René Wagner vor dem Spiel gegen den FC Bayern
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„Ich brauche erst einmal ein Zeichen des Vereins“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen den FC Bayern München

Mit der deftigen 1:5-Niederlage gegen dei Bayern hat sich der FC am Samstagnachmittag in die Sommerpause verabschiedet. Nach der Partie äußerten sich unter anderem Marvin Schwäbe und René Wagner: Die Stimmen zum Duell des 1. FC Köln gegen Bayern München.

Das Duell gegen den Rekordmeister hatte FC-Trainer René Wagner bereits im Vorfeld als ein Schwieriges ausgemacht. Dass der FC allerdings fünf Gegentore kassiert, ist nicht gerade eine Bewerbung für den Coach und wird die Trainerdiskussion noch einmal mächtig anfachen.


come-on-fc.com berichtet live aus der Allianz Arena in München

„Das ist eine andere Liga“

Joel Schmied vom 1. FC Köln

Joel Schmied

„Das Gefühl wäre bestimmt besser, wenn wir die letzten beiden Spiele besser gestaltet hätten – speziell Heidenheim. Heute Bayern, das ist eine andere Liga. Aber, wir haben unser Saisonziel erreicht und die Klasse gehalten. Mit jeder Saison, die du mit Köln in der Bundesliga spielen kannst, kannst du auch ehrgeiziger werden. Wir haben uns – auch während der Spielzeit – extrem entwickelt und haben für nächstes Jahr die Ambitionen, uns weiter zu verbessern und wieder die Klasse zu halten.“

„Es ist während einer Saison vor allem der Kopf, der immer schwerer wird, wenn du immer gegen den Abstieg spielst. Wir haben das aber trotzdem gut gemeistert. Wir haben in den wichtigen Spielen gut performt, die Punkte geholt, die Klasse gehalten. Jetzt gilt es, den Kopf frei zu machen, sich zu erholen. Zurück in die Heimat und in Urlaub gehen und dann wieder mit frischen Beinen und einem frischen Kopf ans Geißbockheim zu kommen und zu arbeiten.“

Zur Trainerfrage: „Mein Gefühl ist da überhaupt nicht relevant. Wir haben auch mit René in jedem Spiel alles reingehauen. Wir haben – egal bei welchen Coach – eine extreme Moral. Jetzt ist es an Kess, die Planung anzugehen.“

Schmieds persönliches Saisonfazit: „Ich bin ganz gut in die Saison gestartet, die zweite Hälfte war ein bisschen harzig mit den muskulären Problemen. Ich bin extrem dankbar, dass ich am Ende wieder fit war. Das gibt einem viel Energie, um in der neuen Saison anzugreifen.“

“Heute können wir uns einige Dinge vom Gegner anschauen. Trotzdem hat man auch den Ehrgeiz, da mitzuhalten. Es gibt aber Situationen, die sind einfach so gut, die kannst du nicht verteidigen. Es macht aber trotzdem Spaß, sich mit dem Besten zu messen. Ich als Verteidiger nehme viel mit: Die Aktivität, auch wenn die Spieler nicht am Ball sind, von Díaz zum Beispiel. Der kommt, macht eine Gegenbewegung und ist unberechenbar. Das kann ich dann auch unseren Offensivspielern mitgeben, denn das ist unglaublich schwierig zu verteidigen. Auch die Ruhe am Ball von Tah und Upamecano ist einfach beeindruckend.“


„Ich brauche erst einmal ein Zeichen des Vereins“

René Wagner beim Spiel gegen Union Berlin

Rene Wagner

„Die ersten 20 Minuten haben sich angefühlt, wie so ein Spiel gegen Bayern anfangen kann. Wir haben es nicht geschafft gegen den Ball Mut zu entwickeln. Das erste Tor ist zu einfach. Das müssen wir besser verteidigen. Mit dem 2:1 bekommen wir dann ein bisschen Mut und sehen dann zehn Minuten vor der Pause, dass wir Fußball spielen können. Wir kommen aus der Halbzeit, haben dann ein wenig umgestellt. Die Jungs haben versucht, mit vollem Mut nach vorne zu spielen, Bälle zu gewinnen. Trotzdem ist die Qualität von München an so einem Tag unfasbbar. So kommt ein 5:1 zu Stande.“

“Am Ende sind wir zufrieden, dass wir in der Liga geblieben sind. Das war die Aufgabe. Wir hatten noch zwei, drei andere Aufgaben, die wir lösen mussten. Das haben wir angeschoben. Am Ende haben wir gute Leistungen gebracht, wir haben aber auch Spiele gehabt, wo wir nicht zufrieden sein können. Das haben wir intern angesprochen. Dann gibt es in so einer Saison immer ein wenig Auf und Ab, für eine Mannschaft, die neu in der Liga ist. Dafür sind wir drin geblieben.“

“Ich brauche erst einmal ein Zeichen des Vereins. Ich muss mit Thomas mal sprechen. Der Stand ist der gleiche wie vor dem Spiel. Ich habe noch gar nichts gehört.“

„An meinem Gefühl ändert sich nichts. Ich glaube, dass wir die Arbeit bewerten, die wir mit der Mannschaft zusammengetragen haben. Das Ergebnis hier in München ist natürlich nicht toll. Wir freuen uns nicht über ein 5:1. Das ist logisch. Wir müssen das sauber und sachlich einordnen. Das werden wir schaffen. Dann muss der Verein die Entscheidung treffen.“

„Wir haben uns vorgestellt, wie es wäre, Meister zu werden. Man merkt, dass die Bayern es nicht zum ersten Mal machen.“

“Ich weiß, das Said das leisten kann und hätte mir gewünscht, dass er das drei, vier Mal mehr schafft, die Dinger reinzumachen, weil er die Situationen hatte. Er hat aber nie aufgegeben.“

Zu Said El Malas Verletzung: „Er hat ein wenig gespürt. Aber es klang nicht schlimm.“

„Das 1:0 müssen wir besser verteidigen. Wir müssen daran arbeiten, dass wir mit Mut in Spiele gehen. Das haben wir die ersten 20 Minuten nicht getan. Das müssen wir uns vorwerfen lassen. Da waren wir gegen den Ball nicht aktiv genug. Wir haben es dann mit Dauer der ersten Halbzeit besser gemacht. Die Jungs müssen lernen, dass wir gegen Top-Mannschaften mitspielen können. Die Jungs müssen von der ersten Minute an gierig auf den Ball sein.“



„Es war ein typisches Said-Tor“

Wieder ein sicherer Rückhalt: Marvin Schwäbe

Marvin Schwäbe

“Wir haben unser Minimalziel, den Klassenerhalt, zwei Spieltage vor Saisonende erreicht. Dass wir vom ersten bis zum letzten Spieltag fighten müssen, war uns bewusst. Es war keine einfache Saison. Wir hatten die ein oder andere Periode, in der wir hart kämpfen mussten. Wir sind froh, dass wir es geschafft haben. Dass 32 Punkte nicht der Maßstab sein sollten, ist allen klar. Dementsprechend geht es darum, für die kommende Saison eine schlagkräftige Truppe zusammen haben.
Das entscheiden wir nicht, das entscheide ich nicht. Grundsätzlich muss ich sagen, er (René Wagner, Anm. der Red.) hat in den letzten Wochen einen guten Job gemacht, hat eine gute Kommunikation gefunden, hat an den richtigen Stellschrauben gedreht. Wir sind auch selbstbewusst aufgetreten. Wir haben auch gute Spiele gezeigt, wenn die Ergebnisse ausgeblieben sind. Ich habe mich klar positioniert, dass er einen guten Job gemacht hat.“

Zu Said El Malas Treffer: „Es war ein typisches Said-Tor. Er hat sich gut durchgewurschtelt und dann die Ruhe vor dem Tor. Es spricht für ihn, er hat eine gute Qualität. Das hat uns in dem Moment nochmal Hoffnung gegeben.“

“Wenn man in so jungen Jahren diese Leistungen zeigt und die auch über die Saison halten konnte und die Scorer eingefahren hat, dann ist die WM doch auf jeden Fall eine Option.“

“Wir haben heute und letzte Woche gesehen, dass kleine Fehler auf dem Niveau knallhart bestraft werden. Wir müssen die individuellen Fehler abstellen, sonst reicht es nicht.“

„Jeder ist ambitioniert und will so gut und so hoch spielen, wie es nur geht. Ich habe auch Ambitionen, natürlich am liebsten mit dem FC und im kommenden Jahr mit zehn Punkten mehr, dass wir vielleicht am Ende auch mal davon träumen dürfen, weiter oben mitzuspielen, um die internationalen Plätze zu erreichen. Da arbeiten wir hin.“

“Wir hatten dieses Jahr eine gute Truppe. Gerade vor dem Winter wurden wir auch durch Verletzungen enorm aus der Bahn geworfen, gerade in der Defensive mit Hübi, Joel und Heintzi. Das hat nicht für eine stabile Mannschaft gesprochen, wenn man immer die Positionen ändern muss. Das macht es nicht einfacher. Nach einem Aufstieg geht es erstmal ums Überleben. Was nächste Saison ist, das sehen wir dann.“

Zu seiner Zukunft: „Grundsätzlich fühle ich mich sehr wohl in Köln und bin froh, hier zu sein. Ich kann mit das definitiv auch noch länger vorstellen. Wann der Zeitpunkt kommt, dass Gespräche stattfinden, das warten wir mal ab. Ich mache die Türe auf, aber das liegt nicht in meiner Hand.“


Der 1. FC Köln verabschiedet sich mit deftiger Bayern-Pleite in die Sommerpause

Der 1. FC Köln wirkte mitunter ratlos
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Der 1. FC Köln verabschiedet sich mit deftiger Bayern-Pleite in die Sommerpause

Der FC verabschiedet sich mit einer Niederlage und Platz 14 in die Sommerpause. Der 1. FC Köln unterliegt dem FC Bayern München 1:5. Gegen den alten und neuen Deutschen Meister hatten die Geißböcke keine realistische Chance auf Punkte.

Wollten die Kölner eine Reaktion auf die bittere 1:3-Niederlage gegen Heidenheim zeigen, so ist das den Geißböcken gegen stark aufspielende Bayern nicht gelungen. Gegen den Rekordmeister fand der FC eigentlich nie ein Mittel. Einzig ein genialer Moment von Said El Mala ließ den FC kurz hoffen.

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So wirklich überzeugt hatte gegen den 1. FC Heidenheim wohl kein Spieler der Geißböcke und doch gab es beim FC nur drei Wechsel – davon einer verletzungsbedingt. Tom Krauß reiste angeschlagen nicht mit nach München, für den Mittelfeldspieler kehrte Eric Martel zurück in die Anfangsformation. Der Sechser hatte in der vergangenen Woche aufgrund seiner zehnten Gelben Karte gefehlt. Zudem starteten Jahmai Simpson-Pusey und Alessio Castro-Montes für Linton Maina und Isak Johannesson. René Wagner stellte zudem um auf eine Fünferkette. Dabei traten die Kölner ohne die Unterstützung einiger Fans an. Bei einem Brand waren am Vormittag Räumlichkeiten der „Wilden Horde“ zerstört worden. Die aktiven Fans waren auf der Anreise umgekehrt.

Kane mit Doppelschlag

Erwartungsgemäß übernahmen die Bayern die Initiative und Harry Kane brachte aus der Distanz nach zwei Minuten den ersten Abschluss in die Statistik, der Ball flog aber deutlich über die Latte. Der FCB machte Druck, drängte die Geißböcke tief in das eigene Schlussdrittel, doch die ganz großen Chancen blieben in der Anfangsphase noch aus. Doch die Münchner legten sich die Geißböcke zunehmend zurecht. Nach einem Ballverlust von Jakub Kaminski legte Joshua Kimmich ab auf Lennart Karl, der die Kugel ins Zentrum schlug. Dort war natürlich Kane zur Stelle und vollendete gewohnt souverän (10.). Und nur zwei Minuten später legte der Torjäger nach. Nach einem Foulspiel von Eric Martel an Jamal Musiala verwandelte Kane aus zentraler Lage mit einem direkten Freistoß aus 18 Metern. Die Geißböcke hatten die Mauer geöffnet, Kane das linke untere Eck gewählt (13.).

Es brauchte schon eine Einzelaktion und die lieferte Said El Mala. Der Offensivspieler nahm Musiala die Kugel in der Nähe der Mittellinie ab und dann Tempo auf. Der 19-Jährige lief gleich vier Bayern davon und verkürzte mit einem Schuss ins lange Eck (18.). Doch die Freude währte nicht lange. Karl war auf der rechten Seite durch, hatte leichtes Spiel gegen Kristoffer Lund und legte zurück auf Tom Bischof: 3:1 (22.). Und der Rekordmeister wollte mehr. Unter anderem prüfte Luis Diaz den Kölner Keeper mit einem Schlenzer (25.). Der Kolumbianer tankte sich anschließend auf der linken Seite durch, legte den Ball ins Zentrum, aber Karl traf den Ball vor dem leeren Tor nicht (28.). Insgesamt standen die Kölner zunehmend besser in der Defensive, kompakter. Wohl auch, weil der Rekordmeister nicht mehr als nötig tat. In der Vorwärtsbewegung fiel dem FC aber so gar nichts ein. So plätscherte die Begegnung lange vor sich hin, bis Diaz nach einem langen Ball komplett alleine vor Schwäbe auftauchte, doch der Kölner Keeper blieb lang genug stehen (43.).

Keine 60 Sekunden später steckte Kane auf Musiala durch, doch der deutsche Nationalspieler traf aus kurzer Distanz nur den Pfosten (44.). Unmittelbar vor dem Seitenwechsel probierte es Kaminski nochmal, doch die Kugel wurde geblockt. Es ging mit dem 3:1-Zwischenstand in die Pause.

Köln besser im Spiel, die Bayern einfach zu gut

In der Pause stellte der Trainer um. Wagner brachte Linton Maina für Joel Schmied, ließ fortan mit einer Viererkette spielen. Und Maina fügte sich umgehend mit einem starken Schlenzer ein, der aber am Pfosten vorbeirauschte (46.). Die Spieldynamik veränderte sich. Die Bayern ließen sich für einige Minuten tief fallen, den FC kommen. Gleichzeitig blieb der FCB aber gefährlich. Unter anderem traf Karl nach einem haarsträubenden Fehler von Martel den Pfosten (52.). Auch Diaz verpasste freistehend, stand aber wohl auch im Abseits (56.). Und doch waren die Geißböcke nun besser in der Partie. Unter anderem kam Marius Bülter nach einer Ecke zum Kopfball, setzte die Kugel aber über die Latte (60.). Auf der anderen Seite blockte Simpson-Pusey einen Versuch von Musiala, genauso wie sich Jonathan Tah in einen Schuss von Sebastian Sebulonsen warf (67.). Kane machte es besser und traf aus der Distanz zum dritten Mal (69.).

Der FC gab sich auch weiterhin nicht auf, suchte den Weg in die Offensive, fand ihn aber zu selten. Die Bayern spielten ihren Stiefel locker runter und hätten mit ein wenig mehr Präzision das Ergebnis in die Höhe treiben können. Unter anderem scheiterte Michael Olise an Schwäbe (82.). Der frisch eingewechselte Nicolas Jackson fand die Präzision schnell wieder, war nach einem langen Ball durch und schob ein (84.). In der Nachspielzeit erhielt Florian Kainz noch ein paar Minuten als letztes Highlight seiner Karriere.

Damit verabschieden sich die Kölner in die Sommerpause und die wird länger ausfallen, als gewöhnlich. Erst in dreieinhalb Monaten, ab dem 28. August, steht der erste Spieltag der Bundesliga an, eine Woche zuvor wird die erste Runde des DFB-Pokals ausgetragen. Spannend wird es dennoch bleiben. Denn die Trainerfrage ist wohl nach dem 1:5 nicht final geklärt.


1.FC Köln: Schwäbe – Lund, Özkacar, Simpson-Pusey, Schmied (46. Maina), Sebulonsen – Martel – Kaminski (90.+2 Kainz), Castro-Montes (68. Johannesson) – El Mala (80. Thielmann), Bülter (80.); Tore: 1:0, 2:0, 4:1 Kane (10., 13., 69.), 2:1 El Mala (18.), 3:1 Bischof (22.), 5:1 Jackson

Zwar selten, aber es gab Siege des 1. FC Köln gegen die Bayern – ein Blick in die jüngere Vergangenheit

Milivoje Novakovic jubelt nach dem letzten Bayern-Sieg des FC im eigenen Stadion
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Zwar selten, aber es gab Siege des 1. FC Köln gegen die Bayern – ein Blick in die jüngere Vergangenheit

Auf dem Papier scheint die Ausgangslage vor dem Spiel der Kölner gegen die Bayern aussichtslos. Doch der FC will sich mit einer guten Leistung in die Sommerpause verabschieden. Und es gibt Mutmacher: Diese Erfolge konnte der 1. FC Köln gegen Bayern München in der jüngeren Vergangenheit feiern.

Es ist noch nicht lange her, da schien die Chance auf den ersten Dreier gegen den FC Bayern seit 2011 groß. Am 17. Spieltag brachte Linton Maina in der 41. Minute das Stadion zum Beben. Nach Ballgewinn am eigenen Strafraum marschierte der Offensivspieler mit der Kugel bis zum gegnerischen Strafraum und brachte den FC mit einem strammen Abschluss aus rund 16 Metern in Führung. Die Euphorie verflog jedoch schnell und der deutsche Rekordmeister glich in Person von Serge Gnabry nicht einmal fünf Minuten später per Traumtor aus. Auch dieses Spiel ging trotz einer sehr starken und engagierten Leistung verloren. Die Münchener gewannen durch Tore von Min-Jae Kim (71. Minute) und Lennart Karl (84. Minute) schlussendlich mit 3:1. Ein Ergebnis, das gegen die Bayern größtenteils zur Normalität geworden ist.

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Von Erik Stalleicken

Wenn der 1. FC Köln auf die Bayern trifft, sind die Rollen meistens klar verteilt. Vor allem in den vergangenen Jahren. Von 108 Spielen gegen die Münchener gewannen die Domstädter 24 Partien. Die Bilanz nach der Jahrtausendwende sieht fast schon verheerend aus. Seit 2000 stehen aus 37 Spielen zwei Siege und acht Unentschieden zu Buche. Die übrigen 27 Aufeinandertreffen gingen allesamt verloren.

Viel Einsatz, viel Leidenschaft, wenig Ertrag

So auch die bisherigen beiden Spiele diese Saison. Ende Oktober empfingen die Geißböcke den Favoriten aus München zur zweiten Runde des DFB-Pokals. Der FC begann sehr engagiert. Jeder gewonnene Zweikampf wurde lautstark von Spielern und Fans gefeiert. Die Mannschaft von Lukas Kwasniok schien heiß zu sein, den großen Favoriten zu ärgern und erwiesen sich als ebenbürtiger Gegner. Mit dem Kopfballtor zum 1:0 von Ragnar Ache nach Ecke von Isak Johannesson, brachen nach 30 Minuten alle Dämme in Müngersdorf. Doch die Party-Crasher aus der bayrischen Landeshauptstadt ließen nicht lange auf sich warten. In der 36. Minute traf Luis Diaz zum 1:1-Ausgleich. Das Schiedsrichterteam rund um Tobias Welz übersah dabei eine klare Abseitsposition des Kolumbianers. Nur zwei Minuten später traf Harry Kane zum 1:2 und brachte die Gäste noch vor der Halbzeit in Führung. Das Spiel ging am Ende mit 1:4 verloren.

Das Ligaspiel Mitte Januar verlief ähnlich. Auch hier waren die Geißböcke sehr aktiv und erarbeiteten sich viele Chancen und gingen verdient mit 1:0 in Führung. Auch in diesem Spiel konnte man die Führung nicht mit in die Kabine nehmen. Nicht einmal fünf Minuten später stand es schon wieder 1:1. Auch dieses Spiel drehte der Rekordmeister und gewann mit 3:1 in Köln.

Siege mit Kultcharakter

Die Partie vom 21. Februar 2009 am 21. Spieltag stellt eines der wenigen erfolgreichen Gastspiele in München dar. Obwohl beide Mannschaften zu diesem Zeitpunkt lediglich 13 Punkte trennten, wurden dem Aufsteiger rund um einen 20-jährigen Daniel Brosinski und Fanlieblinge wie Faryd Mondragon und Fabrice Ehret vor dem Spiel nicht gerade hohe Chancen auf Punkte ausgerechnet. FC-Legende Christoph Daum schien jedoch die richtigen Worte in der Kabine gefunden zu haben. Die Domstädter starteten stark in die erste Halbzeit. In der 13. Minute köpfte Miroslav Klose eine Flanke aus dem Halbfeld ins Tor der Kölner. Der Treffer zählte jedoch fälschlicherweise wegen einer angeblichen Abseitsposition nicht.

In der 22. Minute traf „DJ-Ehret“ dann zur 1:0-Führung für die Kölner und versetzte die mitgereisten Kölner in Ekstase. Nur zwölf Minuten später stand Debütant Brosinski völlig blank im Münchener Strafraum und erhöhte auf 2:0 für die Gäste. Die Münchener Fans begleiteten ihre Mannschaft mit Pfiffen in die Halbzeit. Zwar verkürzte Daniel Van Buyten in der 85. Minute noch auf 1:2, dennoch brachte der FC unter anderem dank eines bärenstarken Faryd Mondragon das Ergebnis ins Ziel. Dieser 2:1-Sieg ist bis dato der letzte Sieg des 1. FC Köln in München.

Beim Heimspiel knapp zwei Jahre später erschien die Kölner Ausgangslage wesentlich dramatischer. Nach 20 Spielen stand man mit 19 Punkten auf Relegationsrang. Am 21. Spieltag kam nun also der amtierende Meister aus München. Für die Bayern ging es zu diesem Zeitpunkt nur noch um die Qualifikation für die Königsklasse, da Borussia Dortmund mit 14 Punkten Vorsprung bereits enteilt war. Dennoch hieß es amtierender Doublesieger gegen Abstiegskandidaten. So verlief auch die erste Halbzeit. Die Münchener führten nach 45 Minuten hochverdient durch Tore von Mario Gomez und Hamit Altintop mit 2:0. Nach der Halbzeitpause wirkten beide Mannschaften wie ausgetauscht.

Der FC erspielte sich mehr und mehr Chancen. Christian Clemens verkürzte in der 55. Minute schließlich auf 1:2. Kurz danach begann der Auftritt des Milivoje Novakovic. „Nova“ traf zunächst zum 2:2 Ausgleich in der 62. Minute und erzielte in der 73. Minute den 3:2-Endstand. Die 50.000 Zuschauer im Stadion konnten ihren Augen nicht trauen. Die Bayern hatten einen sicher geglaubten Sieg beim Tabellen-16. der Bundesliga kläglich aus der Hand gegeben und den Geißböcken so neues Leben im Abstiegskampf eingehaucht. Am Ende der Saison landete man auf dem zehnten Platz.

Lange Durststrecke

In der Saison 2022/23 scheiterte der FC zuletzt haarscharf an der Sensation. Die Geißböcke konnten die 1:0-Führung aus der vierten Minute bis in die Nachspielzeit verteidigen ehe Joshua Kimmich kurz vor Schluss mit einem unhaltbaren Distanzschuss das verdiente 1:1 erzielte. Seit 2011 wartet man in der Domstadt also vergeblich auf einen Dreier gegen den Rekordmeister. Doch auch wenn die Siege lange zurückliegen, zeigen sie, dass die Bayern nicht unantastbar sind.

Kein bedeutungsloses Spiel

Auch wenn es auf dem Papier relativ egal erscheint, wie dieses Spiel ausgeht, dürfte ein positives Ergebnis besonders für zwei Akteure wichtig sein. Für René Wagner geht es schließlich um seinen Job. Nach dem desolaten Auftritt gegen Heidenheim sind die kritischen Stimmen gegenüber seiner Person deutlich lauter geworden. Mit einem Punktgewinn in München könnte er diese Zweifel sicherlich eindämmen und seine Chancen auf eine Festanstellung deutlich verbessern.

Ähnliches gilt für Said El Mala. Der Youngster zeigte gegen Heidenheim definitiv nicht seine beste Leistung. Mit einem auffälligen Spiel in München könnte er den schwachen Auftritt gegen Heidenheim vergessen machen und somit seine Chancen für eine WM-Teilnahme noch einmal erhöhen. Nagelsmann forderte nach seiner Nicht-Nominierung in der letzten Länderspielpause, dass El Mala unumstrittener Stammspieler in Köln werden müsse. Dies ist ihm mittlerweile gelungen und so hätte Nagelsmann im Falle einer guten Leistung in München wenig Gründe den Offensivmann nicht zu nominieren. Der 19-Jährige kommt in dieser Saison auf zwölf Tore und fünf Assists. Vielleicht ist das Antrieb genug um zum ersten Mal seit über 15 Jahren wieder ein Pflichtspiel gegen die Bayern zu gewinnen und somit die Saison gelungen abzuschließen.

Räume der „Wilden Horde“ von Brand betroffen: 1. FC Köln muss in München auf Teile der Ultras verzichten

Fans des 1. FC Köln fahren nicht mit nach München
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Räume der „Wilden Horde“ von Brand betroffen: 1. FC Köln muss in München auf Teile der Ultras verzichten

Ausgerechnet im letzten Spiel der Saison müssen die Geißböcke wohl ohne Teile ihrer aktiven Fanszene auskommen. Grund ist offenbar ein Brand in Köln-Bickendorf. Von den Auswirkungen sind anscheinend auch Fangruppierungen des 1. FC Köln betroffen: Ultras reisen nicht mit nach München.

Im letzten Saisonspiel erhalten die Kölner nicht den kompletten Fan-Support. Teile der aktiven Fanszene haben nach Informationen von come-on-fc.com die Reise nach München abgebrochen und kehren nun wieder nach Köln zurück. Grund ist offenbar der Brand in Bickendorf, bei dem wohl auch Räumlichkeiten der aktiven Fanszene betroffen sind.

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In Köln-Bickendorf ist am Samstagvormittag ein Feuer in einer Werkstatt ausgebrochen. Die Warnapp Nina löste aus. Die Feuerwehr gab bekannt: „Durch einen Brand kommt es im Bereich Bickendorf, Vogelsangerstraße und angrenzenden Bereichen zu Geruchsbelästigung und Rauchausbreitung“. Mehrere Löschzüge sind im Einsatz. Die Feuerwehr warnt vor Geruchsbelästigung und Rauchverwirbelungen. Die Anwohner sollen Türen und Fenster geschlossen halten und Lüftungen und Klimaanlagen ausschalten. Die Feuerwehr appelliert das Gebiet möglichst zu meiden. Der Brandort soll sich in der Nähe von Schrottplätzen befinden. Und offenbar auch in der Nähe von Räumlichkeiten der Kölner Ultras  „Wilde Horde 1996“. Diese haben ihre Zentrale in der Nähe der betroffenen Werkstatt. Offensichtlich sind auch jene Räumlichkeiten der Anhänger vom Feuer betroffen. Die Zentrale wurde von dem Feuer weitestgehend zerstört.

Brandherd liegt wohl in einer Werkstatt

Nach Informationen von come-on-fc.com sind daher die Busse, die sich auf der Reise nach München befunden haben, bereits umgekehrt. Rund 7500 Fans begleiten den FC zum letzten Saisonspiel beim Rekordmeister. Eigentlich sollte der volle Support dem Team in München gelten. Aus dem letzten Saisonspiel wird jetzt nichts mehr. Nach Informationen dieser Redaktion soll der Brand nichts mit anderen Fangruppierungen zu tun haben. Die Ursache könnte eher im Zusammenhang mit Schweißarbeiten in der Werkstatt stehen. Laut der Feuerwehr Köln ist der Notruf um 9:31 Uhr eingegangen. Die Löscharbeiten laufen in Bickendorf auf Hochtouren. Die Rauchwolke ist von Weitem zu sehen, auch andere Kölner Stadtteile melden einen intensiven Geruch.

Der FC spielt um 15:30 Uhr in München. Für die Geißböcke kann es jeweils einen Platz nach oben oder unten gehen.


Keine Frage des Vertrags, nur des Leistungsprinzips: Rav van den Berg ist weiter hinten dran – „Er kennt die Gründe“

Rav van den Berg vom 1. FC Köln
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Keine Frage des Vertrags, nur des Leistungsprinzips: Rav van den Berg ist weiter hinten dran – „Er kennt die Gründe“

Seit fünf Begegnungen gab es keinen Einsatz mehr für den Niederländer. Denn aktuell reiht sich der Abwehrspieler unter FC-Trainer René Wagner in der zweiten Reihe ein. Und die Konkurrenz ist groß beim 1. FC Köln: Rav van den Berg blieb zuletzt ohne Einsatzzeit.

So wirklich zufrieden wird der 21-Jährige aktuell wohl nicht sein. Denn Rav van den Berg muss sich unter René Wagner hinten anstellen.

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Ein wenig verwundert hatte die Maßnahme schon. Nachdem Jahmai Simpson-Pusey den Beginn des Anschwitzens vor dem Duell gegen den 1. FC Heidenheim verpasst hatte, wurde der Innenverteidiger für die Begegnung gegen den damaligen Tabellenletzten aus dem Kader gestrichen. Angesichts der Worte von René Wagner nur wenige Tage zuvor keine große Überraschung. Der Coach hatte angekündigt, dass es seine Aufgabe sei, selbst im Falle des sicheren Klassenerhalts, die Spannung in der Mannschaft hochzuhalten, das Duell also dennoch komplett ernst zu nehmen. Die Disziplinlosigkeit des Engländers konterkarierte die Vorgabe des Trainers. Die Verwunderung löste möglicherweise dann Plan B aus. Denn René Wagner wählte als Ersatz Joel Schmied, der erst eine Woche zuvor sein Comeback nach langer Verletzung gegeben hatte, Rav van den Berg saß erneut 90 Minuten lang auf der Bank.

Kein Einsatz in den vergangenen fünf Spielen

Der U21-Nationalspieler der Niederlande hat unter Wagner einen schweren Stand. Gegen Frankfurt lief der Innenverteidiger noch 90 Minuten auf, seitdem gar nicht mehr. Fünf Spiele in Folge spielte van den Berg keine Rolle, nicht eine einzige Minute. Und das, obwohl der 21-Jährige der teuerste Abwehrspieler ist, den die Kölner je verpflichtet haben. Acht Millionen Euro ließ sich der FC den Niederländer kosten. Auch, weil van den Berg als eins der größten Abwehrtalente des Nachbarlandes gilt. Mittelfristig sieht sich der Innenverteidiger in der Premier League, der FC ist eine Durchgangsstation. Aber eine, die der Verein gerne akzeptieren wird, wenn denn am Ende des Tages die Ablöse stimmt. Dafür benötigt es Spielzeit, die der Spieler zuletzt eben nicht mehr bekam. Und so kamen erste Spekulationen auf, es könne im Fall van den Berg auch um den Vertrag des Akteurs gehen.

Fakt ist, es sind Bonuszahlungen mit dem abgebenden Verein FC Middlesbrough vereinbart worden. Oft beinhalten diese eine bestimmte Anzahl an Spielen und möglicherweise hat van den Berg diese noch nicht erreicht. Aktuell steht der Abwehrspieler bei 14 Einsätzen. Dieser Idee schob Wagner schon in der Vorwoche einen Riegel vor. Er höre das zum ersten Mal, betonte der Trainer. Und tatsächlich wäre eine solche Maßnahme für eine Mannschaft, die sich zu diesem Zeitpunkt noch mitten im Abstiegskampf befunden hat, doch schon mindestens riskant. „Joel hat die Woche zuvor einen Einsatz bekommen, weil Rav da Probleme mit dem Oberschenkel hatte. Und da war es für uns logisch, dass Joel die Chance bekommt“, so Wagner. „Das war in dem Moment die Reihenfolge.“

„Er kennt die Gründe“

Und auch generell ist der Niederländer in der Reihenfolge eher in der zweiten Garde. „Rav war in der Viererkette auf der rechten halben Position hinter Jahmai. So ist es mit ihm auch kommuniziert und es liegt an ihm, daran zu arbeiten, dass er da vorbeikommt“, erklärte der Coach. „Rav und ich sind da klar in der Kommunikation. Er kennt die Gründe, warum Jahmai aktuell die Nase vorne hatte und für das Spiel gegen München haben kann. Dann geht es darum, dass er im Sommer gut arbeitet, um wieder zurückzukommen und um seine Position dann kämpft.“ Der Trainer erklärte ebenfalls am Donnerstag, dass Simpson-Pusey wieder voll zur Verfügung stehe und somit auch eine Startelf-Option für die Begegnung gegen die Bayern sei. Das muss sich der Niederländer wiederum erarbeiten.