Emotionaler Post nach emotionalem Tor: Said El Mala bedankt sich für die große Anteilnahme

Emotional reagierte Said El Mala auf seinen ersten Treffer für die U21
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Emotionaler Post nach emotionalem Tor: Said El Mala bedankt sich für die große Anteilnahme

Es war sein erstes Tor für die deutsche U21 und es war ein besonders emotionales. Der Kölner Shootingstar widmete den Treffer seiner kürzlich verstorbenen Großmutter und postete nun noch ein emotionales Statement. Said El Mala bedankt sich für große Anteilnahme.

Mit seinem Treffer gegen Griechenland ebnete Said El Mala der deutschen U21 den Weg an die Tabellenspitze in der EM-Quali. Für den Spieler hatte das Tor aber einen ganz anderen Wert.

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Es waren ungewohnte Bilder von Said El Mala nach dessen Treffer für die U21 der DFB-Auswahl. Der 19-Jährige vergrub nach dem 1:0 gegen Griechenland sein Gesicht im Inneren seines Trikots und heizte bei den Kommentatoren und Experten von ProSiebenMaxx Spekulationen an. Eine Last könne ihm von den Schultern gefallen sein, so die Mutmaßung nach El Malas erstem Treffer für den deutschen Nachwuchs. Tatsächlich war der Grund deutlich tiefgreifender und tragischer. Am vergangenen Wochenende erfuhr El Mala vom Tod seiner Großmutter. Nach dem 2:0-Erfolg über Griechenland widmete der Kölner Shootingstar das Tor der Verstorbenen. „Das Tor war für sie! Ich habe mich entschieden, hier zu bleiben, weil ich den Jungs helfen wollte. Dass ich heute das Tor machen konnte und meine Oma damit oben glücklich gemacht habe, ist umso schöner“, sagte El Mala.

„Die Spieler waren für ihn da“

„Ich muss ein Lob aussprechen“, sagte dann auch U21-Bundestrainer Antonio di Salvo. „Zum einen an Said, aber auch an die ganze Mannschaft, die ihn super aufgefangen hat. Die Spieler waren für ihn da, haben ihn abgelenkt.“ Das bekräftigte nun der Kölner auch noch einmal via Instagram in einem emotionalen Post. „In dieser schweren Zeit habt ihr, Jungs und das ganze Team, mir so viel Kraft gegeben. 🙏🏽 Ohne euch wäre das alles nicht so zu schaffen gewesen. Ihr habt es mir leichter gemacht, mit dem Schmerz umzugehen und weiterzumachen. Es war die richtige Entscheidung, bei euch zu bleiben – für das Team zu kämpfen und meiner Oma ein Lächeln zu schenken, denn genau das hätte sie sich gewünscht“, schreibt El Mala. Der Youngster war von den Mitspielern nach dem Treffer besonders geherzt worden.


„Als ich dann das Tor geschossen habe, ist alles aus mir herausgebrochen. Es war der emotionalste Moment meines Lebens – ich konnte meine Tränen nicht mehr zurückhalten. Ich weiß ganz tief in meinem Herzen, dass meine Oma von oben zugeschaut hat und unendlich stolz auf mich ist“, so heißt es in dem Post weiter. El Mala bedankte sich auch bei den zahlreichen Nachrichten, die er erhalten habe. Darunter auch der FC, der bereits unmittelbar nach dem Treffer sein Beileid bei Instagram mitgeteilt hatte. Auch unter dem neuen Post gibt es viele Reaktionen – vor allem von den Spielern der U21.

Worte, Wechsel, Widerspruch: Die erstaunlichen Parallelen zwischen Lukas Kwasniok und Frankfurt-Trainer Albert Riera

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Worte, Wechsel, Widerspruch: Die erstaunlichen Parallelen zwischen Lukas Kwasniok und Frankfurt-Trainer Albert Riera

Mit Frankfurts Albert Riera steht ein Coach auf dem Platz, der dem entlassenen FC-Trainer Lukas Kwasnsiok in Stil, Auftreten und Risikofreude verblüffend ähnelt und für reichlich Unterhaltung sorgen wird im Duell seiner Frankfurter gegen den 1. FC Köln: Erstaunliche Parallelen zwischen Lukas Kwasniok und Albert Riera.

Auch wenn Lukas Kwasniok gegen Frankfurt nicht mehr auf der Trainerbank der Geißböcke Platz nehmen wird, wird im Duell gegen die Eintracht mit Albert Riera ein ganz ähnlicher Coach an der Seitenlinie stehen. Denn der Ex-Cheftrainer der Kölner und der aktuelle Frankfurter sind sich erstaunlich ähnlich.

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Auch wenn Lukas Kwasniok beim Spiel des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt nicht mehr an der Seitenlinie stehen wird, dürfte er gedanklich dennoch präsent sein. Für viele FC-Anhänger wird die Begegnung unweigerlich Erinnerungen an den geschassten Coach wecken. Das liegt nicht nur daran, dass sein früherer Co-Trainer und jetziger Chefcoach René Wagner in der Kürze der Zeit kaum die Möglichkeit haben wird, Kader und Spielidee grundlegend umzubauen. Die eigentliche Parallele findet sich vielmehr auf der Gegenseite, genauer gesagt ebenfalls an der Seitenlinie. Albert Riera, der vor wenigen Wochen auf Dino Toppmöller folgte, erinnert in vielerlei Hinsicht an seinen Kölner Kollegen.

Entertainer auf der Trainerbank

Und Kwasniok hielt sein Versprechen. Unter ihm wurde es am Geißbockheim nie langweilig, wenngleich sich die Chefetage das wohl gerne gewünscht hätte. Kwasnioks Selbstverständnis, ein Zahnrädchen in der Showmaschinerie Bundesliga zu sein, legt einen Vergleich mit Albert Riera nahe. Beide genießen es, ihre Botschaften in bildhafter Sprache zu vermitteln. „Im Vergleich zum Tennis haben wir den ersten Satz in dieser Saison vielleicht 7:5 gewonnen. Den zweiten haben wir 1:6 verloren. Aber wir sind in der Lage, zurückzuschlagen“, teilte Kwasniok etwa nach der Niederlage gegen Borussia Dortmund vor drei Wochen mit und trug damit in der Öffentlichkeit dick auf, um seinen zu diesem Zeitpunkt wackeligen Cheftrainerposten zu verteidigen. Auch Riera bedient sich gerne bildhafter Sprache und zieht Vergleiche. Mal geht es um Spieler, die von Balkonen springen. Mal sind es Haie, die Blut riechen. Oder darum, dass seine Spieler die Schönsten in der Liga sein sollten.

Überforderung durch Variabilität

Die Parallelen gehen jedoch über die Rhetorik hinaus. Sowohl Kwasniok als auch Riera fordern ihre Teams mit einem hohen Maß an taktischer Variabilität. Häufige Wechsel in der Startelf und Positionsrochaden gehören bei beiden zum Alltag. Kontinuität ist selten, Anpassungsfähigkeit dagegen zwingend erforderlich. Beide stellen ihre Mannschaft durch extreme Variabilität hinsichtlich ihrer taktischen Vorgaben vor enorme Herausforderungen. Das Personal wird häufiger ausgetauscht und die Positionen einzelner Spieler regelmäßig verändert.

Kontinuierliche Einsatzzeit bekamen unter Kwasniok nur Torhüter Marvin Schwäbe und Allrounder Jakub Kaminski. Der Rest musste sich aus Verletzungsgründen oder aus anderen Gründen mit der Bank begnügen. In der Domstadt stand Kwasniok für die häufige Rotation der Anfangself in der Kritik. Auch in Frankfurt lässt Riera Spieler fernab ihrer nominellen Positionen starten. Nationalspieler Nathaniel Brown ist beispielsweise fast überall zu finden, ebenso wie Nnamdi Collins, der ebenfalls auf seiner vermeintlich schwächeren Seite spielt. Arnaud Kalimuendo spielte bereits als Rechtsaußen, Rechtsverteidiger und siegbringenden Mittelstürmer.

„Am Ende zählt die Qualität“

Zudem ist das komplizierte Verhältnis zwischen den Trainern und einigen ihrer Spieler nicht von der Hand zu weisen. Für Unverständnis sorgte am vergangenen Spieltag die Nichtberücksichtigung von Weltmeister Mario Götze für das Derby gegen Mainz, die Riera auf Nachfrage nicht plausibel begründen konnte. Nach der Niederlage gegen die Mainzer sprach der Spanier seinem Team dann auch noch die nötige Klasse ab: „Ich sage immer, dass wir Trainer den Spielern alles beibringen können, aber am Ende zählt die Qualität.“ Damit erinnert er stark an das überraschend deutliche und kontroverse Urteil von Kwasniok über seine Mannschaft, das dieser noch in der Saisonvorbereitung nach dem Spiel gegen Fortuna Köln geäußert hatte.

Auch wenn Kwasniok am Sonntag beim Auswärtsspiel des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt (Sonntag, 17:30 Uhr, abrufbar im Liveticker via comeon-fc.com) nicht mehr in der Coachingzone stehen wird, wird es durch Riera an Unterhaltung neben dem Platz kaum mangeln.


Traum platzt auch für Jakub Kaminski: WM könnte ohne FC-Profis stattfinden – Bosnien schmeißt Italien raus

Jakub Kaminski fährt nicht zur WM
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Traum platzt auch für Jakub Kaminski: WM könnte ohne FC-Profis stattfinden – Bosnien schmeißt Italien raus

Die Weltmeisterschaft im kommenden Sommer wird möglicherweise ohne Profis des 1. FC Köln stattfinden: Der WM-Traum platzt auch für Jakub Kaminski. Polen unterlag Schweden in einem spannenden Spiel 2:3.

Jakub Kaminski kehrt mit einer bitteren Enttäuschung von der Länderspielreise ans Geißbockheim zurück. Polen wird nicht an der Weltmeisterschaft im Sommer teilnehmen. Die Mannschaft um Superstar Robert Lewandowski unterlag Schweden 2:3.

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Dabei war Polen in der Strawberry Arena in Solna von Beginn an die bessere Mannschaft und kam auch zu ersten Möglichkeiten. Doch die Führung fiel auf der anderen Seite. Anthony Elanga von Newcastle United traf mit einem Traumtor zum 1:0 (19.). Nach einer guten halben Stunde glich Nikola Zalewski für die Polen mehr als verdient aus. Kurz vor dem Halbzeitpfiff kam der Gastgeber zum zweiten Abschluss und Gustaf Lagerbielke traf. Im zweiten Abschnitt verlängerte Kölns Kaminski mit dem Kopf auf Robert Lewandowski, der legte zurück und Karol Swiderski traf zum 2:2. Auch in der zweiten Halbzeit war Polen das bessere Team, drückte auf die Entscheidung. Doch die fiel auf der anderen Seite. Arsenals Viktor Gyökeres traf in der Schlussminute zum 3:2. Polen warf noch einmal alles nach vorne, kam aber kein drittes Mal zurück.

El Mala trifft für die U21

Damit ist der Traum von Jakub Kaminski geplatzt. Der Pole fährt nicht zur WM und es droht ein Endturnier ohne Kölner Beteiligung zu werden. Bei der WM 2022 war Ellyes Skhiri für Tunesien mit dabei. 2018 waren es mit Jonas Hector und dem Japaner Yuya Osako gleich zwei Spieler. 2014 stellten die Kölner ebenfalls keinen WM-Teilnehmer ab. Der Zug ist natürlich noch nicht bei allen Spielern abgefahren. Mitte Mai werden die Kader bekannt gegeben. Bis dahin haben einige Akteure noch die Chance, sich zu beweisen. So hofft Said El Mala sicherlich noch auf das Endturnier. Der 19-Jährige traf am Abend im EM-Qualifikationsspiel gegen Griechenland zur 1:0 Führung für die deutsche U21 (some-on-fc.com berichtete). Mit guten Leistungen beim FC könnte der Offensivspieler sicherlich nochmal ein Thema werden.

Zumal Bundestrainer Julian Nagelsmann erklärte, die Tür sei noch nicht geschlossen. Allerdings wird es am Kader auch nicht mehr die ganz großen Veränderungen geben. Sebastian Sebulonsen könnte noch bei Norwegen in den Kader rücken. Der Schienenspieler hatte im vergangenen Herbst sein Debüt in der A-Nationalmannschaft gegeben. Auch Kristoffer Lund (USA) und Cenk Özkacar (Türkei) hoffen noch, standen aber bei den jüngsten Partien ihrer Teams nicht im Kader. Geringe Hoffnungen dürfen sich auch Jusuf Gazibegovic und Denis Huseinbasic machen. Bosnien setzte sich in einem packenden Spiel gegen Italien im Elfmeterschießend durch. Auch Tschechien und die Türkei mit Salih Özcan fahren nach Siegen zur WM.


Said El Mala ebnet der DFB-Elf den Weg zur Tabellenführung und widmet ersten U21-Treffer der verstorbenen Oma

Emotional reagierte Said El Mala auf seinen ersten Treffer für die U21
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Said El Mala ebnet der DFB-Elf den Weg zur Tabellenführung und widmet ersten U21-Treffer der verstorbenen Oma

Mit seinem ersten Tor für die deutsche U21 hat der Kölner Shootingstar der DFB-Auswahl in der EM-Quali zur Tabellenführung verholfen. Said El Mala trifft beim 2:0-Erfolg der U21 des DFB und betreibt damit Eigenwerbung für mehr.

Said El Mala hat sein erstes Tor für die deutsche U21 erzielt und darauf sichtbar emotional reagiert. Die DFB-Auswahl setzte sich 2:0 gegen Griechenland durch und übernahm damit die Tabellenführung.

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Möglicherweise hat sich Said El Mala die Worte des Bundestrainers zu Herzen genommen. Der hatte vor dem Spiel gegen Ghana erklärt, dass die WM-Tür noch für keinen Spieler verschlossen sei. Zwar sprach Julian Nagelsmann auch davon, dass er einen schnellen Spieler suche, der durchaus das Eins-gegen-eins gewinnen könne, allerdings war damit wohl eher ein Rechtsaußen gedacht, dazu noch ein „fußverkehrter“ Spieler wie Nagelsmann sagte. Dennoch lebt bei dem Kölner Shootingstar die Hoffnung auf die Weltmeisterschaft in den USA, in Kanada und in Mexiko. Und diesen Wunsch untermauerte der 19-Jährige am Dienstagabend bei der deutschen U21. Im EM-Qualifikationsspiel gegen Griechenland erzielte El Mala den einzigen Treffer und avancierte damit zum Matchwinner.

El Mala trifft aus der Drehung

Im Spitzenspiel der Gruppe setzte sich die Mannschaft von Antonio di Salvo gegen den Nachwuchs Griechenlands durch. Der Gastgeber hatte das Hinspiel in Deutschland gewonnen. Nun aber war die DFB-Elf in Athen das bessere Team und ging durch eben El Mala schon nach gut zehn Minuten in Führung. Nach einer Ecke landete der Ball am langen Pfosten bei dem FC-Profi. Der 19-Jährige fackelte nicht lang und zog aus der Drehung zum 1:0 ab und hatte anschließend Tränen in den Augen. Und das aus einem verständlichen Grund. „Ich hatte einen Verlust in den letzten Tagen. Meine Oma ist verstorben. Das Tor war für sie. Ich habe mich entschieden, bei den Jungs zu bleiben. Ich hoffe, ich habe meine Oma mit dem Tor da oben glücklich gemacht“, sagte der Stürmer nach dem Spiel bei ProSieben Maxx.

Griechenland spielte aber munter mit, kam auch zu Möglichkeiten, scheiterte aber an Keeper Mio Backhaus. El Mala fiel auch im zweiten Durchgang noch mit zwei weiteren guten Abschlüssen auf, brachte den Ball im Netz aber nicht unter. Ganz anders Anton Kade, der nach einer Ecke auf 2:0 erhöhte. Damit übernimmt die Mannschaft von Antonio di Salvo die Tabellenführung der Gruppe F – und das drei Spieltage vor Ende der Gruppenphase. Nur der Tabellenführer qualifiziert sich direkt, genauso wie der beste Gruppenzweite. Die weiteren Zweitplatzierten spielen in Playoffs die EM-Teilnahme aus.


Thielmann-Lob für neue Coaches beim 1. FC Köln

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Thielmann-Lob für neue Coaches beim 1. FC Köln

Der 1. FC Köln setzt im Abstiegskampf auf frischen Wind im Trainerteam. Mit Lukas Sinkiewicz und Armin Reutershahn soll der Turnaround gelingen. Spieler wie Jan Thielmann zeigen sich bereits überzeugt von der neuen Mischung aus Erfahrung und Feuer. 1. FC Köln: Jan Thielmanns Urteil zu den neuen Coaches.

Vor dem Gastspiel bei Eintracht Frankfurt drehte der 1. FC Köln bekanntlich an einigen Stellschrauben. Ein neu formiertes Trainerteam um Lukas Sinkiewicz und Armin Reutershahn soll den Abstiegskampf drehen und sorgt laut Jan Thielmann bereits für frische Energie auf dem Platz.

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Der Auftritt der Kölner im Deutsche Bank Park gegen Eintracht Frankfurt naht mit großen Schritten. Mit einem neuen Mann an der Spitze und zwei weiteren Ergänzungen im Trainerteam soll der Turnaround im Abstiegskampf für den 1. FC Köln eingeleitet werden. Erst vergangene Woche Freitag verkündete der Verein, dass Lukas Sinkiewicz das Trainerteam vervollständigen soll. Sinkiewicz ist ein Bundesliga-erfahrener Ex-Profi, der es beim FC einst aus dem Nachwuchs in die erste Mannschaft schaffte. Weder Cheftrainer René Wagner noch der am Montag vorgestellte Armin Reutershahn haben selbst in der Bundesliga oder auf Erstliga-Niveau gespielt. Reutershahn blickt jedoch auf über 1 200 Pflichtspiele als Co-Trainer auf Profiliga-Niveau zurück.

Das sagt Jan Thielmann zu Reutershahn und Sinkiewicz

In der Trainingswoche vor dem Rennen in Frankfurt müssen sich die beiden Neuankömmlinge nun schnell in die Mannschaft integrieren. Wie Jan Thielmann am Dienstag in einer Medienrunde verriet, ist ihnen das durchaus gelungen: „Ich erlebe sie beide sehr lebendig. Armin hat unfassbar viel Erfahrung und hat einige Trainerstationen miterlebt. Sinke bringt ein gewisses Temperament und Feuer mit. Es macht Spaß, weil sie sich beide ergänzen“, analysierte Thielmann.

Die Kombination aus geballter Erfahrung aus über tausend Spielen an der Seitenlinie und einer langjährigen Karriere als Profi auf höchstem Niveau – zudem beim 1. FC Köln selbst – hat auch Geschäftsführer Thomas Kessler und Interimstrainer Wagner überzeugt. „Wir haben das Profil eines Co-Trainers gesucht, der schon viel erlebt hat. Ich brauche jemanden an meiner Seite, der mich auch mal zurückholt, wenn ich zu stark auf dem Gaspedal stehe“, teilte Wagner bereits in der vergangenen Woche mit. „Für uns war es wichtig, unser Trainerteam um eine Persönlichkeit zu erweitern, die selbst auf eine erfolgreiche Profikarriere zurückblickt und diese Erfahrung tagtäglich in die Arbeit mit der Mannschaft einbringen kann“, ließ Thomas Kessler sich in einer offiziellen Mitteilung des Vereins anlässlich der Rückholaktion von Lukas Sinkiewicz zum 1. FC Köln zitieren.


So erlebte Jan Thielmann die ersten Tage mit René Wagner „Er hat immer ein offenes Ohr“

Jan Thielmann vom 1. FC Köln
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So erlebte Jan Thielmann die ersten Tage mit René Wagner „Er hat immer ein offenes Ohr“

Neben Florian Kainz ist Jan Thielmann der dienstälteste aktive FC-Profi. Bereits sieben Trainer hat der 23-Jährige beim FC erlebt. Nun leitet ein neuer Coach die Geschicke beim 1. FC Köln: So erlebte Jan Thielmann den Trainerwechsel.

Für Jan Thielmann ist René Wagner nun der siebte Profi-Trainer bei den Geißböcken. Da Friedhelm Funkel zwei Mal kam, erlebte der 23-Jährige sieben Trainerwechsel. Am Dienstag äußerte sich das Eigengewächs zur aktuellen Veränderung.

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Wenn Jan Thielmann gegen die Eintracht am Sonntag und die Woche darauf gegen Werder Bremen auflaufen wird, dann hat der 23-Jährige eine Ikone eingeholt. Lukas Podolski lief genau 181 Mal für die Geißböcke auf, Thielmann kommt bislang auf 179. Mit dem Karriere-Ende von Florian Kainz im kommenden Sommer wird Thielmann der dienstälteste aktive FC-Profi seine „Das sind natürlich schöne Fakten nebenbei. Ich fühle mich hier wohl, ich mag es hier zu spielen. Ich kenne den Verein, ich kenne die Leute und der Verein weiß, was er an mir hat und ich weiß, was ich am FC hab“, sagte Thielmann am Dienstag. „Deswegen schaue ich nicht auf die Zahlen und verlgieche mich nicht mit diversen Legenden, die noch einen großen Impact hatten. Bei mir steht nur der Zweitliga-Titel. Ich hoffe, es kommen noch einige dazu,“.

Auch, wenn sich der gebürtige Föhrener in der jüngeren Vergangenheit nicht immer mit jeder Position anfreunden konnte, die Rolle einer Kölner Identifikationsfigur ist durchaus möglich.

„Die Einheiten laufen gut“

Und in seiner langen Zeit bei den Geißböcken hat Thielmann auch schon einige Trainerwechsel erlebt. René Wagner ist jetzt der siebte Coach, den der 23-Jährige erlebt (zwei Mal Friedhelm Funkel). „Ich glaube, ich kann mich recht schnell an Menschen gewöhnen“, sagt Thielmann. „Ich glaube, durch den Trainerwechsel erhofft man sich immer neuen, frischen Wind. Gerade Spieler, die hinten dran standen, haben jetzt vielleicht eine Chance. Deswegen ist man ein wenig sensibler, was die Trainingsinhalte angeht. Jeder bietet sich an und die Einheiten laufen gut. Es ist eine gute Qualität und gute Reaktion.“

Thielmann hat in seiner Zeit sowohl Trainer erlebt, die von extern kamen als nun auch einen Coach, der befördert wurde. „Beides gibt einen Impuls. Wenn man in eine Führungsrolle reinkommt, da hat man immer nochmal ja eine andere Verantwortung und andere Themenbereiche“, sagt der 23-Jährige und verweist auf angepasste Trainingsinhalte. „René macht nun schon die Übungen, die er für sinnvoll hält“, so das Eigengewächs weiter. „Man muss natürlich Sachen verändern und anpassen. Wir mussten an gewissen Stellschrauben drehen.“ Doch das ganz große Rad wird nun nicht bewegt, immerhin habe man ja durchaus auch Leistungen auf den Platz gebracht. Wagner sei laut Thielmann jedenfalls „sehr herzlich. Er hat immer ein offenes Ohr und einen guten Draht gerade zu den erfahrenen Spielern.“ Auf die richtige Mischung zwischen Erfahrung und jungen Spielern werde es ankommen.

„Wir brauchen Punkte“

Erfahrung bringt auch Thielmann auf den Platz. Und wenn es nach ihm geht bereits am Sonntag. Durch die lange Länderspielpause sei er jedenfalls fit und eine Startelfoption. Und die Marschroute ist klar: „Wir brauchen Punkte. Wir müssen nicht schön spielen. Wir müssen nicht Preise gewinnen für das schönste Tor. Auch, wenn Ragys Tor natürlich schön war. Wir brauchen Punkte und das ist uns allen bewusst“, sagt Thielmann, der auch um die Aufgabe weiß. Immerhin liebäugelt Frankfurt noch mit einem Platz im internationalen Geschäft. Doch die Eintracht sei eine Chance, um mit gutem Polster in die wichtigen Spiele gegen Bremen und St. Pauli zu gehen. „Wir sind noch in einer relativ komfortablen Position. Ich hoffe nicht, dass wir einen Feuerwehrmann brauchen“, sagt Thielmann – auch die hat der 23-Jährige beim FC oft genug erlebt.


Auch Tom Krauß kehrt ins Mannschaftstraining zurück

Tom Krauß beim 1. FC Köln
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Auch Tom Krauß kehrt ins Mannschaftstraining zurück

Das Lazarett lichtet sich weiter beim 1. FC Köln: Tom Krauß kehrt ins Mannschaftstraining zurück. Der nominelle Mittelfeldspieler wird aufgrund der Gelb-Roten Karte von Eric Martel auch dringend gebraucht.

René Wagner wird bei seinem ersten Pflichtspiel als Cheftrainer der Geißböcke nahezu aus dem Vollen schöpfen können. Nachdem am Montag schon die beiden Rekonvaleszenten Joel Schmied und Alessio Castro-Montes ins Mannschaftstraining eingestiegen sind, kehrte am Dienstag auch Tom Krauß zurück.

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Der Mittelfeldspieler hatte beim Aufwärmen vor dem Rheinderby etwas im Knie gespürt. Ein Einsatz kam nicht mehr in Frage. Dafür lief Cenny Neumann auf und erlebte einen rabenschwarzen Nachmittag. Krauß hatte zuletzt auf der rechten Abwehrseite ausgeholfen, da Sebastian Sebulonsen gesperrt ausgefallen war und Castro-Montes verletzt ausfiel. Der gebürtige Leipziger machte seine Sache gut. Doch mit großer Wahrscheinlichkeit wird Krauß gegen Frankfurt wohl wieder das Zentrum bekleiden. Sebulonsen und Castro-Montes sind wieder zurück, Krauß wird auf der Sechs wohl gebraucht. Denn mit Eric Martel fehlt der etatmäßige Sechser aufgrund seiner Gelb-Roten Karte. Diese hatte sich der Mittelfeldspieler im Duell gegen Mönchengladbach abgeholt.

Krauß wohl ein Kandidat fürs Zentrum

Krauß war vor allem in der Rückrunde bislang einer der absoluten Leistungsträger. Der Mittelfeldspieler geht mit Leidenschaft, Willen und Kampfgeist voran und könnte so ein wichtiger Teil im Klassenerhalts-Puzzle sein. Unterdessen haben die Kölner den Trainingsplan kurzfristig noch einmal angepasst. Das Training am Dienstag findet nun doch öffentlich statt. Am Montag hieß es noch, dass sämtliche Einheiten diese Woche unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden würden. Das hat sich zumindest für den Dienstag verändert. Weiterhin bleibt es aber dabei, dass die Kölner keinen freien Tag in dieser Woche haben werden. Am Samstag steht das Abschlusstraining an, bevor dann am Sonntag das Auswärtsspiel in Frankfurt angepfiffen wird.

Neben Eric Martel muss Wagner dann „nur“ noch auf die beiden Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian verzichten. Bei der Trainingseinheit am Dienstag fehlten noch die Nationalspieler, die sich auf Länderspielreise befinden. Am Abend spielen Said El Mala mit der deutschen U21 gegen Griechenland und Jakub Kaminski mit Polen gegen Schweden um das WM-Ticket.


Noch sieben Punkte bis zum Ziel? Der 1. FC Köln muss jetzt zum Endspurt ansetzen

Die Spieler des 1. FC Köln jubeln nach dem Tor gegen RB Leipzig
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Noch sieben Punkte bis zum Ziel? Der 1. FC Köln muss jetzt zum Endspurt ansetzen

Trotz der anhaltenden Krise von sieben sieglosen Spielen in Serie liegen die Kölner noch auf Kurs Klassenerhalt – zumindest statistisch. Einige Zähler werden die Geißböcke aber dennoch einfahren müssen. So viele Punkte braucht der 1. FC Köln wohl noch zum Klassenerhalt.

Zwölf Punkte holten die Kölner aus den vergangenen 18 Spielen – eine verheerende Bilanz. Die Geißböcke brauchen die Wende und Punkte. Doch die Statistik spricht eigentlich für die Kölner.

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Sieben Spieltage vor Saisonende haben die Kölner Verantwortlichen vor einer guten Woche also die Reißleine gezogen und Trainer Lukas Kwasniok entlassen. Dieser hatte bekanntlich bis zuletzt gekämpft, um den Job zu behalten, war überzeugt davon, mit dem FC noch die Wende zu schaffen. Der 44-Jährige war in den vergangenen Wochen nicht müde geworden, zu betonen, dass man ja auch nicht vergessen dürfe, wo der FC herkomme und das man ja noch immer über dem Strich stünde. Das ist natürlich richtig: Rein tabellarisch hat es Köln als Fünfzehnter komplett in der eigenen Hand. Und im Vergleich zur direkten Konkurrenz ist das Restprogramm zumindest auf dem Papier machbar (come-on-fc.com berichtete).

Im Schnitt reichen 33 Punkte für Platz 15

Allerdings zeigte die Formkurve zuletzt nach unten, die Punkteausbeute ist mit zwölf Zählern aus 18 Begegnungen mehr als bescheiden. Statistisch sieht die Situation für den FC dagegen gar nicht so schlecht aus. Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel 1995/96 ist ein Tabellenfünfzehnter nach dem 27. Spieltag neun Mal abgerutscht. Sechs Mal auf Rang 16, zwei Mal auf Platz 17 und ein Mal stieg das jeweilige Team als Schlusslicht ab. In mehr als zwei Drittel der Fälle hatten die Tabellenfünzehnten nichts mit dem Abstieg zu tun. 13 Mal ging es in der Tabelle sogar noch ein gutes Stück weit nach oben. So wie der FC vor genau 30 Jahren. Damals belegten die Geißböcke nach dem 27. Spieltag ebenfalls Rang 15, mit 28 Zählern, einem Punkt Vorsprung vor Frankfurt, drei vor Kaiserslautern. Am Ende der Saison stand ein sicherer 12. Platz mit 40 Punkten.

Zwölf Zähler holte der FC aus den verbliebenen sieben Spielen. Tatsächlich würden die den Kölnern in dieser Saison dicke reichen. Denn mit 38 Punkten ist seit 1998 kein Team mehr aus der Bundesliga abgestiegen. Im Schnitt reichen 36 Punkte für Rang 15. Das wären für die Kölner zehn in sieben Spielen – eine Hausnummer. Für den Relegationsplatz wären es bei im Schnitt 33 Punkten noch sieben Zähler. Nach der jüngeren Bilanz ebenfalls eine ordentliche Hausaufgabe, nur haben die anderen Teams die ebenfalls zu bewältigen. Mit 26 Punkten nach dem 27. Spieltag lag der Schnitt am Ende der Spielzeit für Tabellenplatz 15 übrigens ebenfalls bei 33 Punkten. Heißt wohl: Will der FC sicher über dem Strich stehen, sind Siege gegen die direkte Konkurrenz Pflicht.


Nicht zwei, gleich vier wichtige Rückkehrer in der Defensive: René Wagner hat direkt die Qual der Wahl

Sebastian Sebulonsen und Jahmai Simpson -Pusey vom 1 FC Köln
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Nicht zwei, gleich vier wichtige Rückkehrer in der Defensive: René Wagner hat direkt die Qual der Wahl

Mit Alessio Castro-Montes und Joel Schmied stehen dem FC zwei Rekonvaleszenten wieder zur Verfügung. Dazu kehren noch zwei zuletzt gesperrte Akteure wieder zurück beim 1. FC Köln: René Wagner hat direkt die Qual der Wahl.

Gleich vier Spieler kehren am Wochenende wieder zurück zum FC und die stellen den neuen Trainer René Wagner direkt vor ein ungewohntes Luxusproblem.

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Der Montagnachmittag hatte für den FC und seinen neuen Trainer eine besonders positive Nachricht parat: Joel Schmied und Alessio Castro-Montes kehrten wieder ins Mannschaftstraining zurück. Schmied hatte nach dem Duell gegen Hoffenheim über muskuläre Probleme geklagt, eine MRT-Untersuchung ergab eine strukturelle Verletzung. Für Schmied war es bereits der zweite längere Ausfall. Der Schweizer fehlte auch schon vom elften bis zum 21. Spieltag aufgrund einer muskulären Verletzung. Bis dahin war Schmied eine der positiven Überraschungen der Anfangsphase der Spielzeit. Auch Alessio Castro-Montes wusste vor seiner Verletzung zu überzeugen, war einer der Leistungsträger zu Beginn des Jahres. Die Verletzung traf den Belgier in absoluter Topform.

Simpson-Pusey ebenfalls wieder dabei

Nun kehren beide Spieler zurück und erweitern den Kader immens. Gerade auf der Rechtsverteidiger-Position hatten die Kölner bekanntlich zuletzt ihre Probleme. Tom Krauß hatte sich unmittelbar vor dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach beim Aufwärmen verletzt. Da auch Sebastian Sebulonsen und eben Castro-Montes ebenfalls nicht zur Verfügung standen, musste Cenny Neumman ran. Der 19-Jährige tat sich gegen Jens Castrop schwer, war an den drei Gegentoren durchaus beteiligt (come-on-fc berichtete). Nun hat Wagner aber nicht nur eine Option. Denn neben „Monti“ kehrt der zuletzt gesperrte Sebulonsen gegen die Eintracht wieder zurück. Und auch die Rückkehr von Tom Krauß ist nicht ausgeschlossen. Allerdings dürfte der gebürtige Leipziger bei einer rechtzeitigen Genesung ohnehin auf der Sechs auflaufen und nicht wie zuletzt unter Kwasniok als Rechtsverteidiger.

Die Situation in der Innenverteidigung ist eine ganz ähnliche. Zuletzt haben sich Rav van den Berg und Cenk Özkacar mit guten Leistungen für mehr empfohlen. Beide hatten ihre Chancen auch aufgrund der zahlreichen Verletzten erhalten, dann aber durchaus überzeugt. Nun kehrt eben aber auch nicht nur Schmied wieder zurück. Denn auch Jahmai Simpson-Pusey steht nach abgesessener Sperre wieder zur Verfügung. Der 20-Jährige hatte gegen Dortmund die Rote Karte gesehen und war mit zwei Spielen Zuschauen sanktioniert worden. Und auch der Engländer überzeugte in den Begegnungen, in denen er für den FC auf dem Platz stand. Simpson-Pusey war bekanntlich im Winter nach Köln gewechselt, ohne bei Celtic für Aufmerksamkeit gesorgt zu haben. Das sieht in Köln ganz anders aus.

Nur aufgrund der Sperre und ebenfalls einer muskulären Verletzung kommt der Abwehrspieler beim FC erst auf acht Einsätze. Für René Wagner bietet sich also die Qual der Wahl. Dass Schmied und Castro-Montes beginnen werden, scheint allerdings aufgrund der langen Verletzungspausen eher unwahrscheinlich. Sebulonsen und Simpson-Pusey haben dagegen durchaus die Chance, wieder in die Startelf zu rücken.


1. FC Köln zu Gast in Frankfurt: Zwischen Riederwald und Rhein – Wenn Vergangenheit auf Abstiegskampf trifft

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1. FC Köln zu Gast in Frankfurt: Zwischen Riederwald und Rhein – Wenn Vergangenheit auf Abstiegskampf trifft

Wenn der 1. FC Köln auf Eintracht Frankfurt trifft, geht es für die Geißböcke um weit mehr als nur drei Punkte. Mit einem neuen Trainergespann an der Seitenlinie und gleich mehreren Spielern mit Frankfurter Vergangenheit im Kader trifft Sentimentalität auf knallharten Abstiegskampf. 1. FC Köln: So viel Frankfurt steckt in den Geißböcken

Mit Spielern und Verantwortlichen, die einst selbst am Riederwald ausgebildet wurden oder den Sprung über Frankfurt in den Profifußball geschafft haben, bekommt die Partie zwischen Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Köln eine besonders emotionale Note.

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Die Begegnung des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt ist eine besonders spannungsgeladene. So lechzen die Geißböcke nach langer Durststrecke endlich wieder nach einem Sieg. Im ersten Spiel von Interimscoach René Wagner an der Seitenlinie der Kölner soll das zuletzt stagnierte Punktekonto im Abstiegskampf aufgebessert werden. Helfen soll Wagner dabei der jüngst verpflichtete Co-Trainer Armin Reutershahn, der eine lange gemeinsame Geschichte mit der Eintracht hat.

Reutershahn blickt auf viele prägende Jahre in Frankfurt zurück. Insgesamt war er über ein Jahrzehnt in zwei Etappen dort tätig. Von 2004 bis 2009 arbeitete er als Assistent von Friedhelm Funkel und erlebte in dieser Zeit den Aufstieg in die Bundesliga hautnah mit, auch der Einzug ins DFB-Pokalfinale in der Saison 2005/06 fällt in diese Phase. Später folgte der vielleicht größte Moment in Reutershahns langer Karriere, als die Eintracht 2018 im DFB-Pokalfinale überraschend den FC Bayern München besiegte. Die Frankfurter Spur zieht sich jedoch nicht nur durch das Trainerteam, sondern auch durch den Kölner Kader, in dem mehrere Spieler eine Vergangenheit am Main haben.

Luca Waldschmidt mauserte sich in Frankfurt zum Profi

Für Luca Waldschmidt ist die Fahrt nach Frankfurt ein Reise ganz an den Anfang seiner Karriere. So holte die Eintracht den Mittelstürmer bereits 2010 aus dem mittelhessischen Wieseck in ihre Jugend und bildete ihn über Jahre hinweg aus. Zuvor hatte Waldschmidt bei kleineren Vereinen wie dem SSV Oranien Frohnhausen, dem SSC Juno Burg und der TSG Wieseck gespielt. In Frankfurt durchlief er die Nachwuchsteams, unterschrieb 2014 seinen ersten Profivertrag und sammelte erste Erfahrungen im Bundesligateam. Insgesamt kam er auf 14 Pflichtspieleinsätze, sein einziges Tor erzielte er im DFB-Pokal.

Den endgültigen Durchbruch schaffte Waldschmidt bei der Eintracht jedoch nicht. Unter Trainer Niko Kovac erhielt er nur begrenzt Spielzeit und entschied sich deshalb 2016 für einen Wechsel zum Hamburger SV, um seine Entwicklung voranzutreiben. Viele Jahre später führte ihn sein Weg schließlich zum 1. FC Köln, wohin er in der letzten Saison von Steffen Baumgart geholt wurde. Dort musste er allerdings auch den Gang in die 2. Bundesliga mit antreten.

Keeper Marvin Schwäbe lernte bei den Adlern fliegen

Ein ähnlicher roter Faden zieht sich durch die Karriere von Marvin Schwäbe: Auch er hat eine Vergangenheit im Nachwuchs der Eintracht. Seine ersten Schritte im Fußball machte Schwäbe beim SC Hassia Dieburg, bevor er über Kickers Offenbach ins Nachwuchsleistungszentrum von Eintracht Frankfurt kam. Dort spielte er von 2009 bis 2013 und empfahl sich früh für höhere Aufgaben. Noch während seiner Zeit in der A-Jugend gehörte er bereits zum Kader der zweiten Mannschaft und sammelte 2012 in der Regionalliga Südwest seine ersten Einsätze im Herrenbereich.

Nach dieser prägenden Phase zog es ihn zur TSG Hoffenheim, wo er unter Trainer Markus Gisdol den Sprung in den Bundesligakader schaffte. Anschließend führte ihn der Weg zum etablierten Profi über mehrere Stationen im deutschen Fußball, darunter Osnabrück, Erzgebirge Aue, Dynamo Dresden und Nürnberg. Seinen Durchbruch schaffte Schwäbe schließlich beim 1. FC Köln. In der Saison 2021/22 entwickelte er unter Steffen Baumgart sich zum ernsthaften Konkurrenten von Timo Horn und erkämpfte sich den Stammplatz im Tor der Geißböcke.

Denis Huseinbašićs Vergangenheit in Offenbach

Ein weiterer Geißbock mit Frankfurter Vergangenheit ist Denis Huseinbašić, dessen Werdegang die Bedeutung der Nachwuchsarbeit in der Region einmal mehr unterstreicht. Dabei verbindet ihn nicht nur etwas mit Eintracht Frankfurt, sondern auch mit deren Erzrivalen Kickers Offenbach. Über den SV Darmstadt 98 wechselte er bereits als Kind zur Eintracht und durchlief dort die Akademie, bis er im Alter von 16 Jahren den Verein verlassen musste. Eine neue sportliche Heimat fand er ausgerechnet bei Kickers Offenbach, wo er sich weiterentwickelte und schließlich auf sich aufmerksam machte.

Von dort gelang ihm der große Sprung aus der Regionalliga in die Bundesliga. Der 1. FC Köln sicherte sich seine Dienste für gerade einmal 50.000 Euro, ein Transfer, der sich im Nachhinein als echter Glücksgriff erwies. Unter Trainer Steffen Baumgart wurde Huseinbašić zunächst offensiv auf dem Flügel eingesetzt. Diese mutige Entscheidung zahlte sich aus. In seiner Premierensaison im Trikot der Kölner sorgte der Bosnier direkt für Aufsehen. Den emotionalen Höhepunkt setzte er mit seinem ersten Treffer für den FC, der ausgerechnet im Derby gegen Borussia Mönchengladbach fiel und ihm einen besonderen Platz in den Herzen der Fans sicherte.

Ragnar Aches Verhältnis zur SGE ist komplex

Mit Ragnar Ache reiht sich ein weiterer Spieler in die Liste der Kölner mit Frankfurter Vergangenheit ein, dessen Geschichte eng mit der Region und der Nachwuchsförderung verbunden ist. In der Mainmetropole geboren, trug er zeitweise selbst den Adler auf der Brust und steht nun für die Domstädter auf Torejagd. Seine Zeit bei Eintracht Frankfurt verlief jedoch alles andere als geradlinig. Nach seinem Wechsel von Sparta Rotterdam im Jahr 2020 galt Ache als vielversprechendes Talent, konnte sich aber nicht nachhaltig durchsetzen.

Zwar feierte er früh sein Bundesliga-Debüt, doch schon kurz darauf wurde er von Verletzungen zurückgeworfen. Oberschenkelprobleme sorgten dafür, dass er den Großteil seiner ersten Saison verpasste. Sein Treffer am letzten Spieltag blieb ein kurzes Highlight in einer insgesamt schwierigen Phase. Auch in der darauffolgenden Spielzeit kam Ache nur sporadisch zum Einsatz. Obwohl er mit der Eintracht 2022 den Gewinn der Europa League feiern konnte, spielte er sportlich nur eine Nebenrolle. Entsprechend deutlich fällt heute sein Fazit aus. „Was habe ich zwei Jahre da gemacht? Nicht wirklich gespielt“, erklärte der Angreifer vor dem Hinspiel in dieser Saison. Um wieder Spielpraxis zu sammeln, wurde Ache zunächst an Greuther Fürth verliehen, ehe er über den 1. FC Kaiserslautern schließlich seinen Weg zum 1. FC Köln fand.

SGE-ht um alles für den 1. FC Köln

So unterschiedlich die Wege von Waldschmidt, Schwäbe, Huseinbašić und Ache auch verlaufen sind, in einem Punkt dürften sie sich einig sein. Die Erinnerungen an ihre Zeit in Frankfurt werden an diesem Spieltag nur eine untergeordnete Rolle spielen. Mindestens für die Dauer der Partie müssen persönliche Verbindungen in den Hintergrund rücken, auch wenn sie die eigene Karriere geprägt haben. Denn beim 1. FC Köln zählt im Saisonendspurt vor allem eines: der sportliche Erfolg. Im Abstiegskampf ist kein Platz für Sentimentalität, denn die Lage ist zu ernst. Jeder Punkt kann entscheidend sein, jeder Zweikampf richtungsweisend.