Frischer Wind und Länderspielpause: Kleiner Vorteil für den 1. FC Köln?

Rene Wagner beim Training mit den Spielern vom 1. FC Köln
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Frischer Wind und Länderspielpause: Kleiner Vorteil für den 1. FC Köln?

Mit vier Nationalspielern hat der FC in dieser Länderspielpause relativ wenige Profis abstellen müssen. Der neue Coach René Wagner hätte sich sicherlich das gesamte Team in seiner Anfangsphase beim 1. FC Köln gewünscht: Hat der FC einen Länderspiel-Vorteil?

Nach und nach kehren die Nationalspieler wieder zurück ans Geißbockheim. Bis zum Duell gegen Eintracht Frankfurt bleiben René Wagner und seinem Trainerteam nun noch zwei Einheiten mit allen fitten Spielern. Doch reicht die Zeit, um die neue Spielidee zu vermitteln und die nötigen Stellschrauben zu drehen? Immerhin hat der kommende Gegner mit mehr Rückkehrern zu kämpfen als der FC.

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Etwas überraschend gab es für die Profis der Geißböcke am Donnerstag dann doch noch einen freien Tag. Eigentlich waren für die gesamte Woche Einheiten anberaumt. Nun geht es am Freitag weiter und dann nahezu mit voller Kapelle. Denn auch die Nationalspieler sind wieder nach und nach zurückgekehrt und nach dem ersten Eindruck hat sich kein Akteur auf der Länderspielreise verletzt. Said El Mala dürfte mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen zurückkehren, nachdem er einen starken Treffer mit der deutschen U21 gegen den Nachwuchs von Griechenland erzielt hat. Für Jakub Kaminski gab es eine bittere Enttäuschung mit dem Aus mit Polen in der WM-Quali. Isak Johannesson und Rav van den Berg sammelten Spielpraxis.

Frankfurt mit zehn Abstellungen

Stand jetzt fehlen Interimstrainer René Wagner bei seiner Premiere als Cheftrainer also „nur“ Timo Hübers, Luca Kilian und der gesperrte Eric Martel. Ein ähnliches Personal-Angebot fehlte Lukas Kwasniok in den vergangenen Wochen bekanntlich. Und dennoch hätte der neue Coach sicherlich gerne mit der gesamten Mannschaft über die Länderspielpause trainiert. Der Zeitpunkt für einen Trainerwechsel schien mit der Unterbrechung eigentlich perfekt gewählt. Eigentlich, denn mindestens drei Startelf-Kandidaten werden die neuen Abläufe und Pläne des Coaches dann erst in den verbleibenden beiden Einheiten kennenlernen. Immerhin ist Wagner den Nationalspielern nicht gänzlich neu. Und es hätte den FC mit den Abstellungen durchaus schlimmer treffen können.

Zur Erinnerung: In der vergangenen Saison waren die Kölner mit zum Teil zweistelligen Abstellungen Spitzenreiter der 2. Bundesliga. Nicht nur das, gleich zwei Mal kehrten die Nationalspieler zum Teil erst mittwochs zurück und bereits am Freitag standen die nächsten Ligaspiele auf dem Plan. Es bleib zum Teil also gerade einmal eine Einheit. Nun haben die Geißböcke noch zwei Einheiten, drei Tage. Das gilt natürlich auch für den Gegner. Nur hat Frankfurt ungleich mehr Spieler auf Länderspielreise gehabt. Zehn Akteure waren mit ihren Nationalmannschaften unterwegs und diese waren wohl auch mit einigen Strapazen verbunden. Ähnlich wie Isak Johannesson mit Island war beispielsweise Ellyes Skhiri auch in Nordamerika mit Tunesien unterwegs, traf sogar auf die gleichen Gegner. Sieben der Frankfurter Akteure gehören zum Kreis der Stammspieler.

Wie groß dieser vermeintliche Vorteil ist, wird sich dann erst am Wochenende zeigen. Fakt ist, in der turbulenten Zeit bei der Eintracht hätte man sicherlich lieber jede Minute mit der gesamten Mannschaft absolviert.


Ist Ragnar Ache der Schlüssel? Frankfurts Schwäche ist die Stärke des „Königs der Lüfte“

Ragnar Ache jubelt nach einem Treffer
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Ist Ragnar Ache der Schlüssel? Frankfurts Schwäche ist die Stärke des „Königs der Lüfte“

Für Ragnar Ache wird das Spiel am Sonntag zur besonderen Heimkehr. Wirklich glücklich wurde der Stürmer in Frankfurt nicht. Doch am Wochenende wird gerade seine Stärke gefragt sein beim 1. FC Köln: Ist Ragnar Ache der Schlüssel zum Erfolg?

Sechs Tore erzielte der Angreifer in der Liga, einen Treffer im Pokal. Ragnar Ache gehört zu den besten Stürmern der Mannschaft. Und gerade bei seinem Heimatverein könnte eine seiner Qualitäten besonders wichtig werden.

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Das Bild von Ragnar Aches Fallrückzieher ging alleine aufgrund von Social Media um die Welt. Der Treffer hat sicherlich gute Chancen bei der Tor-des-Jahres-Wahl der ARD-Sportschau. Cenk Özkacar schlug verblüfft die Hände über den Kopf, Joel Schmied ließ sich zu einem neckenden Seitenhieb hinreißen („sonst schleppt er sich nur über den Platz“) und Lukas Kwasniok bezeichnete den Torschützen als den „König der Lüfte“ und gratulierte schon mal zum Jahressieg. Tatsächlich war Kwasniok schon zu Beginn der Saison von Aches Lufthoheit fasziniert. Der Ex-Trainer erklärte, dass Ache nur sehr schwer in der Luft zu verteidigen sei, bereits zu Saisonbeginn sagte der 44-Jährige: „Das Krasse an ihm ist: Er köpft nicht blind. Er hüpft, steht, guckt sich um und kann dann ablegen. Das habe ich in der Form selten gesehen.“

Flanken als Mittel?

Zu dieser Zeit war Ache meist noch Ergänzungsspieler kam über die Rolle des Jokers lange nicht so richtig hinaus. Zuletzt drehte der Mittelstürmer auf. Immerhin hat Ache fünf seiner sechs Saisontore im Jahr 2026 erzielt. Und gerade seine Lufthoheit könnte dem FC ausgerechnet gegen Frankfurt in die Karten spielen. Ausgerechnet, weil Ache bei seinem Heimatclub nicht seine beste Zeit erlebte. Der gebürtige Frankfurter kam über den Umweg Rotterdam 2020 zur Eintracht, feierte dort auch sein Bundesliga-Debüt. Doch so richtig rund lief es bei den Hessen nicht. In zwei Jahren spielte der Stürmer auch aufgrund von Verletzungen 23 Mal für die SGE, erzielte ein Tor und einen Assist. Schon vor dem Hinspiel fragte Ache mit breitem Grinsen: „Was habe ich zwei Jahre da gemacht? Nicht wirklich gespielt.“

Am Sonntag wird Ache in seinem alten Stadion aufspielen und dem Angreifer könnte eben eine tragende Rolle zukommen. Denn genau die Stärke des Mittelstürmers ist aktuell eine Schwäche der Hessen. Die Eintracht kassierte bereits 13 Gegentreffer nach Flanken – ist in dieser Kategorie das Liga-Schlusslicht. Auch in der Kategorie Gegentore nach Kopfbällen gehört Frankfurt mit acht zu den schlechteren der Liga (allerdings vor Köln mit neun). Zudem gewannen die Hessen gerade einmal 45 Prozent ihrer Luftzweikämpfe – auch das ist der schlechteste Wert der Liga. Dagegen stehen die 55 Prozent gewonnener Luftzweikämpfe von Ache. Ein folgerichtiges Mittel könnten also Flanken auf den Kölner Angreifer sein.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Ache in dieser Saison noch nicht so richtig als Kopfball-Goalgetter in Erscheinung getreten ist. Von seinen wettbewerbsübergreifenden sieben Treffern nickte der Stürmer für ihn ungewöhnlich nur zwei ein. Gegen Frankfurt wäre doch genau der richtige Zeitpunkt, die Bilanz aufzubessern.

Medienbericht: Bahnt sich nun der schnelle Abschied von Said El Mala an?

Wie geht es weiter mit Said El Mala?
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Medienbericht: Bahnt sich nun der schnelle Abschied von Said El Mala an?

Zehn Tore hat der Offensivspieler in dieser Saison in der Liga erzielt und damit natürlich Begehrlichkeiten geweckt. Und so könnte es bald den Abschied geben. Und das laut „Sky“ im Sinne des 1. FC Köln: Said El Mala soll offenbar im Sommer verkauft werden.

Nach kurzer Durststrecke läuft es bei Said El Mala sportlich wieder rund. Drei Tore hat der 19-Jährige in den vergangenen vier Spielen erzielt. Doch offenbar wird der Offensivspieler nicht mehr lang beim FC spielen.

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Nach dem eher durchwachsenen Auftritt gegen Nordirland in der U21 drehte Said El Mala gegen Griechenland nochmal richtig auf. Der Kölner Shootingstar erzielte die Führung, hatte gerade im zweiten Abschnitt noch weitere Möglichkeiten – und das unter den erschwerten emotionalen Gründen. Wie berichtet, ist El Malas Großmutter kürzlich verstorben. Der Offensivspieler hatte am Samstag davon erfahren, sich aber entschieden, beim Team des deutschen Nachwuchses zu bleiben. Und El Mala betrieb wieder Mal Eigenwerbung. Das bleibt dementsprechend auch nicht unbeachtet. Nach wie vor ist das Talent heiß begehrt. Und die Kölner sind offenbar durchaus bereit, den Spieler im Sommer ziehen zu lassen. Das berichtet der TV-Sender „Sky“ in seiner „Transfer-Update“-Sendung am Donnerstagabend.

Wie hoch ist die Schmerzgrenze?

Laut Sky-Experte Florian Plettenberg sei der Verkauf sogar „zu einhundert Prozent geplant“. Plettenberg berichtet weiter, der FC wollte den Spieler gerne auf Jahre halten, die Kölner seien aber „auf die Erlöse angewiesen. Deswegen wird der Markt sondiert – vor allem mit Vereinen aus der Premier League.“ Die Bild hatte in der vergangenen Woche von einer Schmerzgrenze von 50 Millionen Euro berichtet. Der FC kommentiert diese Zahlen wie üblich nicht. Aber auch Plettenberg gab nun an, dass 40 Millionen Euro für das Talent nicht ausreichen würden. Und damit wären wohl Clubs wie Brighton, aber auch die Bayern aus dem Rennen. Der Rekordmeister sei laut des Sky-Reporters aufgrund des Kölner Wunschpreises nicht mehr an dem Spieler interessiert.

Dennoch laufen die Gespräche mit anderen Clubs. „Der 1. FC Köln hat vor, ihn nach England zu verkaufen“, so Plettenberg weiter. „Es soll sehr sehr schnell gehen.“ Wohl auch, weil El Mala sich einen Wechsel nach England gut vorstellen kann. Tatsächlich würde ein Verkauf des Spielers Geld in die Kassen spülen, die der FC nach der Spielzeit gut gebrauchen kann. Thomas Kessler hat im vergangenen Sommer gleich mehrere Leihdeals eingetütet. Spieler wie Tom Krauß, Jakub Kaminski oder Jahmai Simpson-Pusey, die mit einer Kölner Kaufoption oder Kaufpflicht versehen wurden. Gerade beim Klassenerhalt will Köln den Großteil der Optionen wohl auch ziehen und muss dafür einige Scheine auf den Tisch legen. Für alle Leihspieler würden die Kölner mehr als 20 Millionen Euro zahlen müssen.


1. FC Köln befördert Nicole Bender-Rummler und verlängert den Vertrag

Nicole Bender-Rummler spricht über den 1. FC Köln
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1. FC Köln befördert Nicole Bender-Rummler und verlängert den Vertrag

Am Donnerstagnachmittag gab der FC eine weitere Personalie bekannt. Diesmal aber nicht bei den aktiven Spielern sondern auf der Führungsebene des 1. FC Köln: Nicole Bender-Rummler wird zur Direktorin Frauen- und Mädchenfußball befördert.

Mit der Beförderung unterschreibt die 43-Jährige einen Vertrag bis zum 30. Juni 2028 und bleibt dem FC weitere Jahre erhalten.

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Seit 2020 hat Nicole Bender-Rummler die sportliche Leitung der Fußballerinnen des 1. FC Köln inne. Nun befördert der Club sie zur Direktorin Frauen- und Mädchenfußball. Ihr bestehender Vertrag wurde bis zum 30. Juni 2028 verlängert. Bender-Rummler fungierte von März bis Juni 2023 als Interimstrainerin der FC-Frauen. In dieser Funktion gelang der 43-Jährigen der Klassenerhalt in der Bundesliga. Dort verweilt das Team nunmehr das fünfte Jahr in Folge und liefert aktuell unter Cheftrainerin Britta Carlson eine Rekordsaison ab. Bender-Rummler spielte von 2009 bis 2017 selbst für die Frauen des 1. FC Köln. „Die Zusammenarbeit mit Thomas Kessler, der gesamten Geschäftsführung und dem Vorstand ist von großer Unterstützung und gegenseitigem Vertrauen geprägt“, so die 43-Jährige.

Das sagen Nicole Bender-Rummler und Thomas Kessler

Über ihre Arbeit und Ziele sagte Bender-Rummler: „In den vergangenen Jahren haben wir die Entwicklung und Professionalisierung des Frauenfußballs beim 1. FC Köln gemeinsam konsequent vorangetrieben und dabei wichtige Fortschritte erzielt. Gleichzeitig sehen wir weiterhin großes Potenzial für die kommenden Jahre. Der FC ist für mich seit meiner aktiven Zeit als Spielerin weit mehr als nur ein Verein und hat bis heute einen ganz besonderen Platz in meinem Leben. Deshalb freue ich mich darauf, den eingeschlagenen Weg gemeinsam mit allen Beteiligten weiterzugehen“, so die neue Direktorin Frauen- und Mädchenfußball.

Die Verantwortlichen des FC zeigen sich mit der Arbeit der 43-Jährigen zufrieden: „Nicole prägt den Frauen- und Mädchenfußball beim 1. FC Köln seit vielen Jahren in herausragender Weise. Mit ihrer großen fachlichen Expertise, ihrem ausgezeichneten Netzwerk im deutschen Frauenfußball und einem klaren, lösungsorientierten Führungsstil hat sie diesen Bereich kontinuierlich weiterentwickelt und auf ein sehr professionelles Niveau gehoben“, so Thomas Kessler, Geschäftsführer Sport.

„Das zeigt sich nicht zuletzt in der aktuellen sportlich sehr stabilen Saison, in der unser Team unter der Leitung von Britta Carlson eine überzeugende Rolle in der Bundesliga einnimmt. Für uns ist der Frauen- und Mädchenfußball ein zentraler Bestandteil der strategischen Entwicklung des 1. FC Köln und von großer Bedeutung für den gesamten Standort“, sagte Kessler weiter. „Umso wichtiger ist es, diesen Bereich mit einer starken Persönlichkeit an der Spitze weiter voranzutreiben. Nicole steht genau für diese Stärke, Klarheit und Überzeugung. Sie wird in ihrer neuen Rolle als Direktorin Frauen- und Mädchenfußball noch mehr Verantwortung übernehmen und den eingeschlagenen Weg mit hoher Qualität und klarer Perspektive fortsetzen.“ 

Bender-Rummler bestritt in ihrer aktiven Karriere 107 Bundesliga-Spiele, lief 23 Mal im DFB-Pokal auf und stand 62 Mal in der 2. Bundesliga auf dem Platz. Zudem war sie sowohl U16, U18- als auch U21-Nationalspielerin.


Ragnar Ache zum Spieler des Monats März gewählt

Ragnar Ache jubelt nach dem Treffer im Rheinderby
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Ragnar Ache zum Spieler des Monats März gewählt

So wirklich überrascht die Wahl des Angreifers nicht. Denn der 27-Jährige befindet sich aktuell in einer Top-Form beim 1. FC Köln: Ragnar Ache wird Spieler des Monas März.

Im Februar noch das Tor des Monats, nun zum zweiten Mal in Serie Spieler des Monats. Für Ragnar Ache läuft es derzeit rund bei den Geißböcken.

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Die Wahl zum Spieler des Monats vom 1. FC Köln hat einen Sieger – und erneut heißt er Ragnar Ache. Der Kölner Angreifer wurde von den Fans der Clubs zum Spieler des Monats März gekürt und bekam am Rande der Trainingseinheit zur Vorbereitung auf das Duell gegen Eintracht Frankfurt den goldenen Geißbock überreicht. In der offiziellen App des 1. FC Köln stimmten diesmal über 7000 Fans mit ab und hoben Ache mit 46 Prozent der Stimmen auf Rang eins. Die weiteren Plätze belegten Offensiv-Kollege Said El Mala mit 28 Prozent, Jakub Kaminski mit 24 Prozent und Rav van den Berg mit den verbleibenden zwei.

Auszeichnung

Die Auszeichung hatte sich Ache unter anderem durch seinen Treffer im Rheinischen Derby gegen Borussia Mönchengladbach verdient. Der Angreifer traf gegen die Fohlen zum 2:1 und brachte den FC nach turbulenten Anfangsminuten in Führung. Das Duell endete bekanntlich 3:3-Unentschieden. Gemeinsam mit El Mala und Kaminski bildet der 27-Jährige zuletzt ein stark aufspielendes Angriffstrio und stand zuletzt unter Lukas Kwasniok acht Mal in Folge in der Startelf. Insgesamt kommt der gebürtige Frankfurter in der aktuellen Saison auf sechs Treffer und vier Vorlagen.

Ache wird von seinen Mannschaftskollegen besonders für seinen unermüdlichen Willen und seine Arbeitseinstellung gelobt. Immer wieder legt der Kölner Extra-Schichten ein, um seine Mängel aufzuarbeiten. Auch unter dem neuen Cheftrainer René Wagner wird Ache seinen Platz wohl voraussichtlich behalten. Gegen Eintracht Frankfurt am Sonntag kann der Angreifer dann das nächste Mal beweisen, dass er die Auszeichnung nicht umsonst in den Händen hält.

Jonas Hector kritisiert Nagelsmann und zieht Kwasniok-Vergleich: „Da sind ein paar FC-Parallelen“

Jonas Hector beim Spiel des 1. FC Köln gegen Hoffenheim
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Jonas Hector kritisiert Nagelsmann und zieht Kwasniok-Vergleich: „Da sind ein paar FC-Parallelen“

In der aktuellen Folge des Podcasts „Schlag und fertig“ spricht der ehemalige Nationalspieler über die Äußerungen von Bundestrainer Julian Nagelsmann zu Denis Undav und zieht einen Vergleich zum 1. FC Köln: Jonas Hector sieht Parallelen zu Lukas Kwasniok.

Die Äußerungen von Julian Nagelsmann in Bezug auf Deniz Undav kamen nicht überall gut an. Auch Jonas Hector kritisierte den Bundestrainer.

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Die Nicht-Nominierung von Said El Mala für die A-Nationalmannschaft polarisiert im Kölner Fan-Lager. Pro und Contra werden fleißig diskutiert. Zuletzt war der FC-Shootingstar mit der U21 unterwegs, dort sportlich erfolgreich. El Mala knüpfte an seine jüngeren guten Leistungen beim FC an, erzielte sogar einen wunderschönen Treffer. Und tatsächlich scheint die Tür für die WM noch nicht zu. Über die FC-Anhänger hinaus steht der aktuelle Bundestrainer aber auch bei anderen Fans in der Kritik. Und das zurzeit vor allem aufgrund des Umgangs mit Deniz Undav. Der Mittelstürmer ist aktuell der gefährlichste deutsche Angreifer der Bundesliga, scheint besser in Form zu sein als Nick Woltemade, der aber von Nagelsmann zuletzt immer wieder den Vorzug erhielt.

Parallelen zum FC

Mitunter genervt reagierte der Bundestrainer als er auf die Personalien zuletzt angesprochen wurde. Undav selbst hatte die Hoffnung, an seiner Rolle etwas zu ändern. „Eher unwahrscheinlich, weil ich die Rollengespräche nicht geführt habe für den März, sondern für die WM“, erklärte der Bundestrainer, der auch betonte, dass die Leistung bis zu Undavs Treffer gegen Ghane „nicht gut“ gewesen sei. Und das wiederum führte zu Kritik. Unter anderem von Jonas Hector im Podcast „Schlag und fertig“. „Wenn der bei der einen oder anderen Aussage ein bisschen vorsichtiger ist, dann kommt das gar nicht so auf, dann wird auch gar nicht so extrem diskutiert“, erklärte der E-Kapitän des 1. FC Köln. „Wenn er so etwas sagt, er kennt seine Rolle und die wird wahrscheinlich nicht anders werden, dann trifft er das entscheidende Tor und dann noch in Stuttgart – da finde ich, da kann man einfach ein bisschen zurückhaltender sein.“

Und Hector sieht Parallelen zu seinem Ex-Club: „Ich meine, beim Ex-Trainer von Köln haben wir das ja auch manchmal angemerkt. Da ist dann auch eine klare Kante, aber das kann dir eben auch auf die Füße fallen. Ist einfach so“, so Hector, der auch Bezug auf die Jokerrolle von Undav nahm.  „Wenn er vorher 70 Minuten marschiert, weiß ich nicht, ob er ihn so reinmacht“, so Nagelsmann. „Es war schon ein langer Schritt, der nach 70 Minuten – auch im Hinblick auf den Sommer bei 42 Grad – für ihn schwierig sein kann.“ Und das erinnerte den ehemaligen Nationalspieler erneut an den Kölner Ex-Trainer. „Das ist auch Schwachsinn! Da sind ein paar Parallelen zum FC diese Saison. Das sind auch diese El-Mala-Sachen: ‚Wenn der reinkommt, ist er frischer.‘ In Bremen hat der auch über 90 Minuten gespielt und hat dann in der 90. das 1:1 gemacht“, so Hector.

Laut dem ehemaligen Linksverteidiger würden diese Vergleiche hinken.


Vom Drittligisten zum Bundesliga-Hoffnungsträger: Said El Mala vs. Ayoube Amaimouni-Echghouyab

Said El Mala und Ayoube Amaimouni-Echghouyab
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Vom Drittligisten zum Bundesliga-Hoffnungsträger: Said El Mala vs. Ayoube Amaimouni-Echghouyab

Zwei Dribbler, zwei außergewöhnliche Wege und ein Duell, das mehr verbindet, als es auf den ersten Blick scheint. Warum Eintracht Frankfurts Ayoube Amaimouni-Echghouyab Erinnerungen an den Shootingstar des 1. FC Köln Said El Mala weckt: Kommt es zum Duell der Straßenfußballer?

Auf der einen Seite Frankfurts Ayoube Amaimouni-Echghouyab auf der anderen Kölns Shootingstar Said El Mala. Es ist das Duell der Straßenfußballer. Zwei Fußballer, deren Weg doch ähnlich erscheint.

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Quizfrage: Gesucht ist ein Spieler, der in dieser Spielzeit den Sprung aus der 3. Liga in die Beletage gemeistert hat. Ein Straßenfußballer, der Gegenspieler umkurvt wie Pylonen, zeitweise schon zum Unterschiedsspieler avanciert und mit spektakulären Toren die Herzen der Anhänger erobert. Said El Mala kommt dem geneigten FC-Anhänger als Erstes in den Sinn. Doch die Rede ist von Ayoube Amaimouni-Echghouyab, der seit Winter das Trikot der Eintracht trägt und aus mehreren Gründen verblüffend an den Kölner Shootingstar erinnert. Ein Vergleich.

Shootingstars über Umwege

Im Sommer 2023 wurde dem Marokkaner mitgeteilt, dass sein Arbeitspapier nicht verlängert würde. Es folgte eine kurze Phase der Vereinslosigkeit sowie erfolglose Probetrainings bei Regionalligisten. Dann kam es zum Wechsel in die Oberliga zur SpVgg Erkenschwick. Der Offensivspieler erzielte für den Aufsteiger aus der Westfalenliga, der am Saisonende überraschend den vierten Platz belegte, 18 Treffer und bereitete sechs weitere vor. Über die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim spielte er sich als überragender Spieler der Hinrunde der laufenden Spielzeit in der 3. Liga in den Fokus einiger Bundesligisten – unter anderem auch in den des FC. Für Hoffenheim II gelangen ihm in 18 Spielen neun Tore und vier Assists. Im Winter 2025 folgte der Wechsel zu Eintracht Frankfurt. Bei seinem Bundesliga-Debüt traf er zwei Minuten nach seiner Einwechslung. Und bei seinem ersten SGE-Spiel von Anfang an legte er per Traumtor gleich den nächsten Premierentreffer nach.

Auch der Weg von El Mala auf die große Fußballbühne war steinig. 2021 wurde er in der U15 von Borussia Mönchengladbach aussortiert, wodurch sein Traum vom Profifußball geplatzt schien. Es folgte ein Wechsel zum TSV Meerbusch in die Niederrheinliga. Eine besondere Maßnahme entpuppte sich als genialer Kniff: El Mala bewarb sich auf mehrere Nachwuchsleistungszentren im Westen und fertigte für das Fußball-Start-up „Skillers Academy“ einen Film über sich an. Der einzige Club, der ihn zu einem Probetraining bat, war Viktoria Köln. Dort wurden die beiden Brüder von den Nachwuchs-Scouts des FC entdeckt und der Wechsel von der rechten auf die linke Rheinseite vorbereitet. Der Rest ist Geschichte.

Echte Straßenfußballer

Beide Spieler sorgen für Spektakel auf dem Platz. Was Amaimouni-Echghouyab und El Mala verbindet, ist, dass sie über Fertigkeiten verfügen, die in der Bundesliga rar sind. Dadurch können sie in brenzligen Situationen den Unterschied für ihre Mannschaften ausmachen. „Du kannst vieles im Training lernen. Ich lerne bei uns im Training mit unseren Trainern und meinen Mitspielern jeden Tag sehr viele Dinge dazu“, sagte Amaimouni-Echghouyab einmal gegenüber Vereinsmedien in Hoffenheim. Damals noch für die U23 der Kraichgauer im Einsatz, erläuterte auch, worin seine attraktive und unbekümmerte Art zu spielen wurzelt: „Aber das Kreative lernst du besonders in jungen Jahren, finde ich. Das kannst du dir, je älter du wirst, nur noch schwer aneignen.“

In einem Interview mit dfb.de aus dem vergangenen September gewährte El Mala Einblicke, was während des Spiels in seinem Kopf vorgeht: „Wenn ich den Ball bekomme, überlege ich nicht lange, sondern handle instinktiv. Ich liebe es, Eins-gegen-eins zu spielen. Aufgrund meiner Physis bin ich trotz meiner Größe ein recht schneller Spieler. Grundsätzlich können sich meine Mitspieler auf Spaß einstellen, wenn sie neben mir spielen. Ich suche viel Tiefe, will den Ball aber eher in den Fuß bekommen, dann kann ich einfach machen.“

Kreative Krisen-Kicker

Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass beide Spieler derzeit in ihren Vereinen unter denkbar schwierigen Bedingungen arbeiten müssen. Die Kreativität von Amaimouni-Echghouyab kann der Mannschaft von Albert Riera derzeit nicht aus der Offensivflaute helfen. Die Adler müssen sich spätestens seit der jüngsten Niederlage gegen Mainz ernsthafte Sorgen um das europäische Geschäft machen. Said El Mala, der mit seinem Verein gegen den Abstieg kämpft, konnte trotz seines zehnten Saisontors im Rheinderby gegen Borussia Mönchengladbach die Entlassung von Lukas Kwasniok nicht abwenden. Ob und in welcher Besetzung beide Dribbler am Sonntag in Frankfurt gegeneinander antreten werden (Anstoß 17:30 Uhr, abrufbar im Liveticker via come-on-fc.com), ist derzeit noch ungewiss.

Denn wie El Mala im Anschluss an das U21-Qualifikationsspiel gegen Griechenland ankündigte, gibt es Überlegungen, aufgrund des tragischen Verlusts seiner Großmutter am Sonntag eine Pause zu nehmen. „Ich reise nun erst einmal nach Hause zu meiner Familie und schaue dann, ob es sofort mit dem Fußball weitergeht oder ob ich eine Pause brauche“, sagte er am Dienstag gegenüber der „Bild“.


Welchen Impuls kann René Wagner dem 1. FC Köln geben? Der Kopf spielt nun laut Experten eine wichtige Rolle

René Wagner soll den Abstieg verhindern
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Welchen Impuls kann René Wagner dem 1. FC Köln geben? Der Kopf spielt nun laut Experten eine wichtige Rolle

Der FC hat kurz vor Saisonende die Reißleine gezogen und hofft, so den anhaltenden Negativtrend abwenden zu können. Dabei setzen die FC-Bosse aber auf den bisherigen Co-Trainer und sorgen damit bei dem ein oder anderen Fan für Unverständnis rund um den 1. FC Köln: Diesen Impuls soll René Wagner setzen. Come-on-fc hat mit einem Experten über die Auswirkungen der Psyche im Abstiegskampf gesprochen.

Mit neuem Coach geht der FC in die letzten sieben Saisonspiele. Und da René Wagner bislang an der Seite des gefeuerten Lukas Kwasniok arbeitete, sorgen sich einige Fans um den erhofften Neuanfang. Eine wichtige Komponente könnte der Kopf im Kampf um die Klasse spielen.

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Trotz des aufopferungsvollen Kampfes und des späten Ausgleichs wollte sich bei den Spielern des 1. FC Köln nach dem 3:3 im Rheinderby gegen Mönchengladbach nicht so wirklich die ganz große Freude einstellen. Die Mannschaft hatte sich einen Sieg auf die Fahne geschrieben. Zudem dürften auch die Akteure geahnt haben, dass es nun für Lukas Kwasniok in der Funktion des Cheftrainers eng werden könne. Nur zwölf Punkte aus den vergangenen 18 Spielen, sieben sieglose Begegnungen in Serie werden bei den Akteuren ihre Spuren hinterlassen haben. Auch in den Köpfen. Und daraus kann sich für eine angeschlagene Truppe ein Problem ergeben. „Die Gefahr, nach einer Niederlagenserie in eine Abwärtsspirale zu fallen, ist generell durchaus vorhanden. Man reibt sich auf, strengt sich an und dennoch belohnt man sich nicht und steht am Ende mit leeren Händen da“, sagt der sportpsychologische Experte Thorsten Loch gegenüber come-on-fc.com.

Es droht die Abwärtsspirale

Es kann zu einer Dynamik kommen, in der wiederholte Misserfolge trotz hoher Anstrengung zu einer Form von „Learned Helplessness“ führen können. In dieser entwickeln Spieler das Gefühl, ihr Einsatz habe keinen Einfluss mehr auf das Ergebnis, wodurch Motivation und Selbstvertrauen zersetzen. Auf Teamebene ist dann häufig von wachsender Frustration, schwindender Überzeugung und der Tendenz die Rede, in engen Momenten zu verkrampfen oder Aktionen zu erzwingen. Dieses Muster wird in Studien als typischer Mechanismus eines „collective team collapse“ beschrieben und kann von neuen Trainern mit einem klaren, aber nicht überladenen Plan durchbrochen werden. Und alleine der Wechsel auf der Chefetage kann bereits etwas auslösen.

Gerade Akteure, die zuletzt eher außen vor waren oder kritisiert wurden wie Luca Waldschmidt, Florian Kainz, Denis Huseinbasic, zeigen sich dementsprechend mehr, scheinen motivierter, die Leistung innerhalb der Mannschaft steigert sich und hat damit auch Einfluss auf alle Spieler. „Aus jener Kraft soll ein Team wieder den Glauben entwickeln, aus eigener Kraft erfolgreich agieren zu können und eine realistische Chance zu haben“, sagt Loch. Die Chance ist bei den Geißböcken ja definitiv da. Immerhin belegen die Kölner aktuell einen Platz über dem Strich. Es stehen noch sieben Spiele aus, darunter auch noch direkte Duelle. „Modelle wie die Theory of Challenge and Threat States in Athletes zeigen, dass Leistung stark davon abhängt, ob Athlet:innen eine Situation als Herausforderung oder Bedrohung wahrnehmen“, erklärt der Experte.

Positiver Impuls

Eine mögliche Euphorie kann aber schnell umschwappen. „Vorsicht ist geboten, wenn sich die Pläne und Visionen schnell als unrealistisch erweisen. In diesem Fall hat es den gegenteiligen Effekt“, erklärt Loch. Tatsächlich gibt es in der Psychologie den Honeymoon-Effekt, der besagt, dass auf eine Veränderung eine euphorisierende Phase folgen kann. Alles ist neu, neue Chancen, ein neuer Ton. Doch oft stellt sich schon bald die Ernüchterung ein. Beim FC gibt es zudem einen etwas anderen Ansatz. Immerhin ist mit der Beförderung von René Wagner kein ganz neuer Trainer am Start. Gerade das wurde von vielen Fans hinterfragt. Wie kann der bisherige Co-Trainer für einen neuen Impuls sorgen? „Ein ,Impuls auf der Kopfebene‘ ist im Leistungssport ein zentraler Wirkfaktor. Allerdings wird dieser häufig zu stark an die Person des Trainers geknüpft“, sagt Loch.

Tatsächlich zeigen zahlreiche Studien, dass der Trainerwechsel wenn nur einen kurzfristigen Schub auslöst. „Entscheidend ist dabei jedoch weniger der Wechsel selbst, sondern die Frage, ob sich für die Spieler die Bewertung der Situation verändert“, so der Experte weiter. „Auch ein bereits bekanntes Trainerteam kann einen positiven Impuls auslösen, wenn es gelingt, glaubwürdig neue Orientierung zu geben und die Wahrnehmung der Spieler zu verändern. Bleiben hingegen zentrale Faktoren wie Kommunikation, Rollenverständnis oder der Umgang mit Fehlern unverändert, ist auch kein nachhaltiger mentaler Effekt zu erwarten – unabhängig davon, ob eine neue Person an der Seitenlinie steht oder nicht.“

Und so lautet das generelle Fazit des Experten: „Der entscheidende Hebel liegt weniger im Trainerwechsel selbst, sondern darin, ob es gelingt, bei den Spielern einen echten Perspektivwechsel zu erzeugen und ihre Überzeugung zu stärken, die Situation aus eigener Kraft bewältigen zu können.“


Der zweite Florian Wirtz? Ex-Kölner Kerim Alajbegovic überzeugt bei der Nationalmannschaft Bosniens

Ex-Kölner Talent Kerim Alajbegovic für die Nationalmannschaft Bosniens
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Der zweite Florian Wirtz? Ex-Kölner Kerim Alajbegovic überzeugt bei der Nationalmannschaft Bosniens

Mit dem Aus der polnischen Nationalmannschaft gegen Schweden ist der WM-Traum für FC-Spieler Jakub Kaminski geplatzt. Dagegen läuft es bei der WM-Qualifikation für die ehemaligen Talente des 1. FC Köln rund: Kerim Alajbegovic überzeugt bei der Nationalelf Bosniens.

Mit Kerim Alajbegovic hat sich ein weiterer Ex-Kölner bei der WM-Qualifikation in den Vordergrund gespielt. Dabei weist der 18-Jährige erstaunliche Parallelen zu Florian Wirtz auf.

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An Spannung mangelte es am Dienstagabend sicherlich nicht beim Duell Bosnien gegen Italien der WM-Qualifikation Play-Offs. Nach 120 Minuten und einem 1:1 musste die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen. Denn nachdem Bosnien die ersten beiden Elfer verwandelte, scheiterte Italien sowohl beim ersten sowie dritten Schussversuch vom Punkt. Als dritter Schütze stand Kerim Alajbegovic für Bosnien bereit, guckte Gianluigi Donnaruma aus, verwandelte Elfer Nummer drei sicher und ebnete dem letzten bosnischen Torschützen des Abends den Weg zum Sieg über die Squadra Azzurra – Die Sensation war perfekt.

Ex-FC-Talente Alajbegovic und Wirtz überzeugen beide bei ihren Nationalmannschaften

Bereits im Duell gegen Wales einige Tage zuvor hatte Alajbegovic die Bosnier – ebenfalls im Elfmeterschießen – überhaupt erst ins Playoff-Finale gegen Italien geschossen. Das ehemalige Kölner Talent lieferte eine überzeugende Leistung ab und weist deutliche Parallelen zu Florian Wirtz und seiner Historie bei den Geißböcken auf. Denn nach seiner Zeit in der Kölner Jugend wechselte auch Alajbegovic nach Leverkusen. Dort durchlief der heute 18-Jährige seit 2021 nach seiner kurzen Zeit in der Jugend des Clubs die U17 sowie die U19, bevor er 2025 für eine Ablöse von zwei Millionen Euro zu RB Salzburg wechselte.

In Österreich stand der gebürtige Kölner in der aktuellen Saison 23 Mal im Kader der Salzburger, lief 16 Mal von Beginn an auf und kommt bisher auf insgesamt 1363 Minuten Einsatzzeit in der österreichischen Bundesliga. Dabei erzielte Alajbegovic sieben Treffer und bereitet weitere zwei vor. Aktuell hat der Linksaußen einen geschätzten Marktwert von 15 Millionen Euro, soll für acht Millionen Euro von Bayer zurückgeholt werden und ist Teil der Nationalmannschaft Bosniens. Ein weiteres Eigengewächs der Kölner also, das über Leverkusen den Weg nach oben geht.

Teilnahme von Kölner-Profis an der WM ungewiss

Für die ehemaligen Kölner Talente läuft es bei der WM-Qualifikation also rund. So haben Jonas Urbig und Yann Aurel Bisseck durchaus die Chance, von Julian Nagelsmann berücksichtigt zu werden. Florian Wirtz spielte sich gegen die Schweiz mit zwei Assists und zwei Toren in den Vordergrund und wird für Deutschland auflaufen. Und auch Ex-Kölner Salih Özcan und Ismail Jakobs haben sich mit der Türkei beziehungsweise dem Senegal qualifiziert.

Für die aktuellen Kölner Profis sieht es momentan eher mau aus. Nach der 2:3-Niederlage der Polen gegen Schweden am Dienstagabend hat sich auch für FC-Profi Jakub Kaminski der Traum der Teilnahme an der WM zerschlagen. Dabei lieferte die Elf rund um Starspieler Robert Lewandowski ein spannendes Duell, war eigentlich das bessere Team. Kurz vor Abpfiff gelang Viktor Gyökeres vom FC Arsenal das Siegtor für die Skandinavier. Und Kaminski ist nicht der einzige Kölner, der mit seiner Mannschaft die WM verpassen wird. So schied bereits auch Isak Johannesson mit der Nationalelf Islands aus.

Geringe Hoffnungen auf eine Teilnahme dürfen sich noch Said El Mala für den Kader von Julian Nagelsmann, Sebastian Sebulonsen für Norwegen sowie Kristoffer Lund (USA) und Cenk Özkacar (Türkei) machen. Über eine Teilnahme von Ragnar Ache für Ghana wurde kürzlich ebenso spekuliert. Mit dem überraschenden Sieg der Bosnier gegen Italien wären auch noch Nominierungen von Denis Huseinbasic sowie Jusuf Gazibegovic möglich. Sehr wahrscheinlich ist dies allerdings nicht. Rav van den Berg steht aktuell nur im U21 Kader der Niederlande. Es droht also eine Weltmeisterschaft ohne Kölner Beteiligung zu werden – zumindest, was die aktuellen Kölner Akteure angeht. Für Wirtz und Alajbegovic dürfte die Reise zur WM Stand jetzt in trockenen Tüchern sein.


„Ein Stück weit nach Hause kommen““ – Lukas Sinkiewicz und Armin Reutershahn über das Co-Traineramt beim 1. FC Köln

Armin Reutershahn und Lukas Sinkiewicz arbeiten Hand in Hand
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„Ein Stück weit nach Hause kommen““ – Lukas Sinkiewicz und Armin Reutershahn über das Co-Traineramt beim 1. FC Köln

Seit vergangener Woche sind die beiden neuen Co-Trainer beim 1. FC Köln nun im Amt. Zusammen sollen sie mit Cheftrainer René Wagner die Mission Klassenerhalt erfüllen. Für die Trainer ist der Verein nicht unbekannt, denn beide haben ihre Vergangenheit mit dem 1. FC Köln: Das sagen Sinkiewicz und Reutershahn zum neuen Trainerjob.

Nach dem Aus von Lukas Kwasniok nach dem 3:3 im Derby gegen Borussia Mönchengladbach ging alles sehr schnell. Denn die Verantwortlichen sowie das neue Trainerteam wollte die Länderspielpause für Anpassungen nutzen. Im vereinseigenen Interview sprechen die beiden neuen Co-Trainer über ihre ersten Tage beim FC.

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Sieben Spiele bleiben dem neu zusammengesetzten Trainerteam um Chefcoach René Wagner noch, um das Saisonziel Klassenerhalt zu erreichen. Kein Wunder also, dass es nach dem Aus von Lukas Kwasniok nach dem Duell gegen Gladbach schnell gehen musste. Und schon am Montag im Anschluss an das Derby standen mit René Wagner und Armin Reutershahn ein beförderter sowie ein neuer Co-Trainer auf dem Platz und leiteten die Einheit der Geißböcke. Im Interview mit fc.de verrät Reutershahn, wie schnell seine Entscheidung für den FC gefallen ist.

„Ein Stück weit nach Hause kommen“

Am Sonntagnachmittag sei er noch beim Tennisspiel seiner Tochter gewesen, als der Anruf aus dem Geißbockheim kam. „Noch am Abend habe ich mich das erste Mal mit René getroffen. Das Gespräch war sehr angenehm, deswegen haben wir dann beschlossen, dass wir die Aufgabe gemeinsam angehen wollen. Am nächsten Tag standen wir schon zusammen auf dem Platz“, erinnert sich der 66-Jährige. Reutershahn kennt den Verein noch aus Studienzeiten, besuchte damals die Spiele und schaute sich das Training der Geißböcke an. Er sei von der Mannschaft begeistert gewesen erinnert sich der gebürtige Duisburger.

Doch es gibt noch weitere Verknüpfungen zum Verein: „Später habe ich auch meinen Fußballlehrer hier gemacht. Dadurch ist eine enge Verbundenheit mit der Stadt entstanden. Auch für mich ist es ein Stück weit nach Hause kommen“, sagt der heutige Co-Trainer. Auch Lukas Sinkiewicz, der vor knapp einer Woche als weitere Verstärkung an Geißbockheim gekommen ist, fällte seine Entscheidung, für den FC zu arbeiten, schnell. Der Bezug des 40-Jährigen nach Köln habe im Vorfeld immer lose bestanden. „Mit Kess hatte ich unregelmäßig Kontakt. Wir haben gelegentlich telefoniert, zuletzt hatte ich ihm zum Geburtstag gratuliert“, so der neue Co-Trainer. „Dann hat er mich in der vergangenen Woche angerufen und gefragt, ob ich mir diese Rolle vorstellen könne. Ich habe um ein bisschen Bedenkzeit gebeten. Danach hat mich René zuhause besucht, am Tag später habe ich zugesagt.“

“Wir haben alle denselben Anspruch: Wir wollen gewinnen“

Gemeinsam mit Wagner sollen nun also die benötigten Punkte im Klassenkampf eingefahren werden. Dafür ziehen alle an einem Strang. „Man kann nicht sagen, dass Sinke dafür zuständig ist und ich hierfür. Wir stimmen uns untereinander ab. Klar, ich habe einige Spiele mehr auf dem Buckel. Mir war es aber wichtig, dass ich auch auf dem Platz arbeite“, definiert Reutershahn seine Rolle. „Ich möchte nicht nur dabeistehen und meine Erfahrung weitergeben. Ich will Dinge vorbereiten und die Jungs auf dem Feld mit weiterentwickeln. Das ist meine Berufung.“

Und auch Sinkiewicz hat eine klare Vorstellung von seinen Aufgaben: „Wir haben alle denselben Anspruch: Wir wollen gewinnen. Dafür brauchen wir alle möglichen Mittel. Wenn es mal ruhiger ist und wir eine laute Stimme brauchen, bin ich schon ein temperamentvoller Typ. Trotzdem bleibe ich realistisch und kann die Situationen gut einordnen“, so der 40-Jährige. „Die Jungs können immer zu uns kommen, das ist wichtig. Die ersten Tage haben schon unheimlich viel Spaß gemacht, ich konnte von Armin und seiner Erfahrung bereits viel mitnehmen.“

“Wir dürfen uns die Situation nicht schönreden“

Am Sonntag steht das erste Duell unter dem neuen Trainerteam auf dem Plan. Dann reist der FC nach Frankfurt und steht vor keiner leichten Aufgabe gegen den Tabellensiebten. Das weiß auch Reutershahn. “Wir dürfen uns die Situation nicht schönreden“, so der 66-Jährige. Nach der ersten Woche habe er aber ein sehr gutes Gefühl, weil alle in eine Richtung arbeiten. Das habe er über die Jahre auch schon anders erlebt. Ein Garant für Punkte ist die positive Mannschaftseinstellung dennoch nicht. „Im Fußball passieren auch Dinge, die man nicht vorhersehen kann. Deswegen müssen wir bis zum letzten Spiel hellwach bleiben. Das macht die Mannschaft bislang. Die Jungs geben in jeden Training Gas“, so Reutershahn.

Für Sinkiewicz ist das Duell gegen die Eintracht ein Rückkehr zu seinem Ex-Verein. „Es ist für mich eine besondere Partie, weil ich bei der Eintracht zehn Jahre lang gearbeitet habe und meine Kinder in Frankfurt aufgewachsen sind“, so der Co-Trainer. „Mein Fokus liegt aber auf den drei Punkten. Da ist es egal, gegen wen es geht.“