Mut zur Lücke beim 1. FC Köln oder doch eher Kaderlücken?

Lukas Kwasniok coacht beim Testspiel gegen Fortuna Köln
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Mut zur Lücke beim 1. FC Köln oder doch eher Kaderlücken?

Fünf Testspiele, fünf unterschiedliche Herangehensweisen – FC-Trainer Lukas Kwasniok sorgt bei seinen Aufstellungen für die ein oder andere Überraschung. Bei Spielern wie Tom Krauß scheint das zu funktionieren, aber: Nicht alle Experimente gehen beim 1. FC Köln auf.

Linton Maina als Schienenspieler, Tom Krauß als Innenverteidiger und auch weitere Spieler auf ungewohnten Positionen. Lukas Kwasniok beweist Mut zur Lücke, aber: Nicht alle Experimente gehen beim 1. FC Köln auf.

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In zwei Wochen startet der 1. FC Köln mit dem Pokalspiel beim Drittligisten SSV Jahn Regensburg in die neue Spielzeit. Zuvor steht für die Kölner mit dem Spiel gegen Atalanta Bergamo noch ein weiterer wichtiger Test auf dem Programm. FC-Coach Lukas Kwasniok ist aktuell bei der Suche nach der Startelf noch in der Findungsphase. Denn bei genau dieser gibt es noch einige Fragezeichen. Aktuell fällt auf, dass der Coach Spieler nicht nur auf ihren etatmäßigen Positionen, sondern auch in ungewohnten Rollen einsetzt.

Kwasniok wagt Experimente

Manche gespielte Formation dürfte den ein oder anderen FC-Fan in der jüngeren Vergangenheit überrascht haben. So agierten unter anderem die beiden Offensivspieler Steffen Tigges und Linton Maina schon als linke Schienenspieler in einer Dreier- bzw. Fünferkette. Insbesondere Maina machte seine Sache recht ordentlich, brachte auch mit seinem Tempo gemeinsam mit Jakub Kaminski viel Power auf die linke Seite, offenbarte aber auch einige Schwächen in der Rückwärtsbewegung. Doch auch in der Zentrale wagte sich Kwasniok zu einem Experiment. Sowohl gegen Leicester als auch gegen Siegburg und Arnheim spielte Sommerneuzugang Tom Krauß, der normalerweise im zentralen Mittelfeld zu Hause ist, auf der Position des zentralen Innenverteidigers der Dreierkette. Trotz der Tatsache, dass der 24-Jährige in seiner bisherigen Karriere noch nie in dieser Rolle zum Einsatz gekommen war und vom Profil her auch eher ein Achter als ein Sechser ist, machte er seine Sache sehr abgeklärt.

Eric Martel spielte in diesem Konstrukt eine überraschend offensive Rolle. Unter Gerhard Struber war es noch der ehemalige U21-Nationalspieler, der in der Dreierkette die zentrale Rolle einnahm – und das durchaus überzeugend. Ob die Arbeitsverteilung zwischen Krauß und Martel auch beim Saisonstart so aussehen wird, werden die kommenden Testspiele zeigen. Allerdings bringen die beiden Akteure dem FC auch eine gewisse taktische Variabilität mit. So kann Kwasniok innerhalb des Spiels ohne Probleme zwischen einer Dreier- und einer Viererkette wechseln. Während bei der Option mit einer Dreierkette einer der ehemaligen Leipziger in der Mitte der Dreierkette aufläuft, würden die beiden in einer Viererkette aller Voraussicht nach nebeneinander auf einer Doppel-Sechs agieren, bei der nach jetzigem Stand Krauß den Defensiv- und Martel den Offensiv-Part übernehmen würde.

Nicht alle Versuche glücken

Zudem können die Mittelfeldspieler ihre Aufgaben auch schnell innerhalb des Spiels wechseln und den Gegner so vor Probleme stellen. Egal, wie sich Kwasniok am Ende entscheidet, hat der FC mit Krauß und Martel zwei Spieler, die ihre Stärken im Laufen, Kampf und Zweikampf besitzen, aber auch gut mit dem Ball umgehen und sich somit auch ins Offensiv- und Kombinationsspiel einbinden können.

Für ein ebenfalls überraschendes Experiment sorgte Kwasniok am Sonntag beim Vorbereitungsspiel gegen Arnheim, als der Trainer nur einen etatmäßigen Innenverteidiger im ersten Abschnitt aufstellte. Der Plan, den Gegner im Schlussdrittel nach Belieben zu bespielen, ging nach hinten los. Und die Kölner Hintermannschaft war eindeutig überfordert. Sicherlich aufgrund individueller Fehler, aber auch, weil einige Spieler mit ihren Positionen ganz offensichtlich fremdelten. So hatten sowohl Sebastian Sebulonsen als auch Leart Pacarada ihre Probleme in der Innenverteidigung genauso wie Jan Thielmann als verkappter Rechtsverteidiger. So scheinen einige Versuche durchaus aufzugehen, an anderen Stellen waren die Experimente alles andere als glücklich.

Medizincheck am Dienstag: Kristoffer Lund vor Wechsel zum 1. FC Köln

Kristoffer Lund wechselt wohl zum 1. FC Köln
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Medizincheck am Dienstag: Kristoffer Lund vor Wechsel zum 1. FC Köln

Der FC steht offenbar unmittelbar vor der nächsten Neuverpflichtung. Kristoffer Lund wechselt wohl zum 1. FC Köln. Der Medizincheck soll für den Dienstag bereits anberaumt sein.

Sieben Spieler haben die Geißböcke in diesem Sommer bereits verpflichtet, nun folgt offenbar der achte Streich. Kristoffer Lund wechselt wohl zum 1. FC Köln. Laut „Sky“ ist für Dienstag schon der Medizincheck anberaumt.

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Lange war es still geworden um Kristoffer Lund, nun nimmt der Transfer noch einmal richtig Fahrt auf und könnte schon in den kommenden Stunden abgewickelt sein. Denn wie der TV-Sender „Sky“ am Montagabend berichtet, stehen die Kölner unmittelbar vor der Verpflichtung des Abwehrspielers. Damit würden die Kölner eine weitere Baustelle schließen. Denn gerade die zweite Position als Linksverteidiger ist nicht vergeben. Laut „Sky“ ist der Medizincheck für Lund bereits für den Dienstag anberaumt. Der US-Nationalspieler soll zunächst geliehen werden, der FC besitzt aber dann wohl eine Kaufoption. Der 23-Jährige hat bei Palermo FC noch Vertrag bis 2027. Die Kölner waren schon vor Wochen an dem Linksverteidiger interessiert, doch zwischenzeitlich hatte sich der Zweitligist nicht mehr bei den Kölner Verantwortlichen gemeldet.

Leihe mit Kaufoption

Corriere dello Sport hatte bereits am Montagmittag berichtet, dass das Interesse der Kölner konkreter wurde, die beiden Vereine die Verhandlungen wieder aufgenommen hätten. Und das offenbar mit Erfolg. Für eine mögliche spätere Verpflichtung wird der FC wohl auch tief in die Tasche greifen müssen. Der italienische Zweitligist wolle aber dem dänischen Linksverteidiger, der auch die US-Staatsbürgerschaft besitzt, keine Steine in den Weg legen. So seien sie offen, wenn der 23-Jährige eine neue Herausforderung in Deutschland wahrnehmen möchte, auch wenn der Club mit ihm zufrieden sei, heißt es. Mit Tommaso Augello hat der Verein allerdings einen erfahrenen und starken Konkurrenten für links hinten verpflichtet, der wohl als Stammspieler eingeplant ist und so Lund den Rang ablaufen könnte. Spätestens seit dem Abgang von Max Finkgräfe sucht der FC nach einem Backup für Pacarada.

Der Kölner-Transferkandidat war im Sommer 2023 für eine Ablöse von kolportieren 2,7 Millionen Euro von BK Häcken nach Italien gewechselt. In den vergangenen zwei Jahren war Lund Stammspieler in der zweiten italienischen Liga. Der Linksverteidiger bestritt 68 Partien, in denen ihm drei Tore und drei Vorlagen gelangen. Dabei wurde er auch immer mal wieder als linker Mittelfeldspieler eingesetzt, kann also auch etwas offensiver agieren. Damit passt er gut in die Schienenspieler-Rolle in Kwasnioks Dreier- beziehungsweise Fünferketten-System. Seinen offensiven Output was Tore und vor allem Vorlagen angeht, müsste der 23-Jährige dafür aber nochmal steigern. Mit Lund hätte der FC in diesem Sommer acht Spieler verpflichtet. Auch Derrick Köhn und Rav van den Berg sind weiterhin ein Thema beim FC.

Früherer Saisonstart als der FC: So ging es für die Leih- und einige Ex-Spieler des 1. FC Köln los

Elias Bakatukanda und Rasmus Carstensen vom 1. FC Köln.
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Früherer Saisonstart als der FC: So ging es für die Leih- und einige Ex-Spieler des 1. FC Köln los

Der 1. FC Köln muss noch knapp zwei Wochen bis zu seinem ersten Pflichtspiel warten. Aber für mehrere mit dem FC verbundene Profis ging es bereits am Wochenende oder noch früher los: So starteten die Leih- und Ex-Spieler des 1. FC Köln in die Saison.

Einige Profis haben die Kölner in diesem Sommer bereits per Leihe oder endgültig verlassen. Für mehrere von ihnen ging es am vergangenen Wochenende wieder los: So starteten die Leih- und Ex-Spieler des 1. FC Köln in die Saison.

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Gleich vier Spieler hat der 1. FC Köln in diesem Sommer mit Elias Bakatukanda, Rasmus Carstensen, Jaka Cuber Potocnik und Chilohem Onuoha verliehen. Und alle hatten am vergangenen Wochenende bereits ihren Start in die neue Saison oder sind sogar schon etwas länger wieder am Spielen. Letzteres trifft auf Rasmus Carstensen zu. Sein Verein Aarhus GF hat in der ersten dänischen Liga bereits drei Spieltage geschafft. Diese verliefen aber mit zwei Unentschieden und einer Niederlage nicht sonderlich erfolgreich. Auch für den Rechtsverteidiger selber waren die bisherigen Partien bestimmt nicht zufriedenstellend, da er immer jeweils nur eingewechselt wurde. Allerdings bekam der 24-Jährige dabei immerhin von Mal zu Mal etwas mehr Einsatzzeit.

Durchwachsene Ergebnisse

Zumindest was die Einsatzzeit angeht war der nach Blau-Weiß Linz verliehene Bakatukanda erfolgreicher. Der Innenverteidiger spielte die vollen 90 Minuten in der ersten Partie seines Leih-Vereins. Die 0:1-Niederlage konnte jedoch auch er nicht verhindern. Trotzdem dürfte man beim FC froh sein, dass sich der 21-Jährige direkt zum Saisonstart durchsetzen konnte und in der Startelf stand. Das ist bei seiner zweiten Leihe in Folge zum SC Verl auch das Ziel von Onuoha. Bereits in der abgelaufenen Saison hatte er bei den Ostwestfalen gespielt, sich aber nicht durchsetzen können. Trotzdem verliehen in die Kölner erneut nach Verl, wo der Angreifer am ersten Drittliga-Spieltag 2025/26 auf knapp eine halbe Stunde Spielzeit kam. In dieser konnte der Stürmer seine Mannschaft aber nicht mehr zum Sieg schießen, es blieb beim 2:2 gegen den SV Waldhof Mannheim.

Ebenfalls unentschieden spielte Rot Weiß Essen, an die Potocnik ausgeliehen ist. Der konnte beim 1:1 gegen die TSV 1860 München wegen eines Muskelfaserrisses jedoch nicht mitwirken. Ganz im Gegensatz zu einem Ex-Kölner im Trikot des Vereins aus dem Ruhrgebiet: Marvin Obuz wurde kurz vor Schluss in der 87. Minute eingewechselt. Ein entscheidender Impuls für den möglichen Sieg gelang dem 23-Jährigen aber nicht. Allerdings war der Offensivspieler auch erst kurz vor dem ersten Spieltag fit geworden, nachdem er Teile der Vorbereitung wegen einer Verletzung der Bauchmuskulatur verpasst hatte.

Erfolgreiche Ex-Spieler

Erfolgreicher als die Leih-Spieler waren weitere Akteure neben Obuz, die den FC im Sommer verlassen haben. So spielte Mathias Olesen durch beim 3:2-Sieg der SpVgg Fürth gegen Dynamo Dresden und lieferte sogar die Vorlage zum entscheidenden 3:1. Ebenfalls mit einem Sieg ging es für Dejan Ljubicic und Dinamo Zagreb los. Beim 2:0-Erfolg startete der Österreicher und bekam über die vollen 90 Minuten das Vertrauen seines Trainers als offensiver Mittelfeldspieler. Somit können beider Ex-Kölner auf einen gelungenen Saisonstart schauen.

Rav van den Berg: Feyenoord steigt aus dem Poker aus, FC-Angebot wird weiter geprüft

OF Rav van den Berg von Middlesbrough
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Rav van den Berg: Feyenoord steigt aus dem Poker aus, FC-Angebot wird weiter geprüft

Auf der Suche nach einem neuen Innenverteidiger für den FC gibt es schon seit einigen Tagen Gerüchte um Rav van den Berg. Der steht momentan noch bei Middlesbrough unter Vertrag. Jetzt gibt es neue Entwicklungen im Poker um Rav van den Berg: Der 1. FC Köln hat wohl einen Konkurrenten weniger.

Seit langem ist der FC auf der Suche nach einem Innenverteidiger. Jetzt gibt es für die Kölner vielleicht gute Nachrichten in den Verhandlungen um Rav van den Berg: Der 1. FC Köln hat wohl einen Konkurrenten weniger.

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Im Testspiel am vergangenen Sonntag gegen Vitesse Arnheim lief beim 1. FC Köln nur ein einziger regulärer Innenverteidiger mit Timo Hübers in der Startelf auf. Die äußeren Spieler in der Dreierkette gaben die gelernten Außenverteidiger Leart Paqarada und Sebastian Sebulonsen. Ein Experiment, das schief ging, wie auch Trainer Lukas Kwasniok später zugab. So lagen die Geißböcke zwischenzeitlich 0:3 zurück. Der Versuch zeigt, dass die Kölner unbedingt einen neuen Innenverteidiger brauchen. Nach diesem sind sie schon länger auf der Suche. Bei Ahmetcan Kaplan soll der Verein sich mit dem Spieler bereits einig gewesen sein. Die Ablöseforderung von Ajax Amsterdam war für den FC jedoch zu hoch. Das könnte bei einem anderen Kandidaten jetzt vielleicht anders aussehen: Laut Sky Sports England hat der 1. FC Köln vergangene Woche ein Angebot für Rav van den Berg bei Middlesbrough abgegeben.

Feyenoord Rotterdam raus aus dem Poker

Momentan solle der englische Zweitligist das Angebot noch bewerten und habe bisher keine Entscheidung darüber getroffen. Anders solle das bei einem Konkurrenten der Kölner um den 21-Jährigen aussehen. So haben die Engländer wohl zwei frühere Angebote des niederländischen Spitzenclubs Feyenoord Rotterdam abgelehnt. Darauf sollen sich die Niederländer nun aus dem Poker zurückgezogen haben und schauen sich nach Alternativen um. Damit haben die Kölner einen weiteren Gegner im Werben um den Abwehrspieler weniger. Zuvor war bereits von der BBC bekannt gegeben worden, dass der FC der letzte verbliebene Bundesligist sei, der sich um van den Berg bemühe. So hat der 21-Jährige außerdem am vergangenen Wochenende ein Testsiel von Middlesbrough gegen La Coruna verpasst, da er sich in Gesprächen mit anderen Klubs befinde (come-on-fc.com berichtete).

Der niederländische Innenverteidiger hat noch einen Vertrag bis 2027 in England, was die Ablöseforderung von Middlesbrough möglicherweise erhöhen könnte. Der Marktwert von van den Berg wird auf 4,5 Millionen Euro geschätzt. In der abgelaufenen Saison kam der Defensivspieler auf insgesamt 27 Liga-Einsätze, verpasste aber ganze 18 Partien verletzungsbedingt. In Köln werden sie hoffen, dass der 21-Jährige diese Probleme bei einem Wechsel in den Griff bekommt, damit er für sie auch verfügbar ist. Sodass Kwasniok am Ende nicht auch in der Bundesliga auf gelernte Außenverteidiger in der defensiven Zentrale setzen muss wie im Test gegen Arnheim.

Isak Johannesson im „Dilemma“ – Lukas Kwasniok bleibt aber gelassen

Isak Johannesson im Zweikampf im Spiel des 1. FC Köln gegen Vitesse
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Isak Johannesson im „Dilemma“ – Lukas Kwasniok bleibt aber gelassen

Im Testspiel gegen Vitesse Arnheim erwischte Isak Johannesson einen ganz schlechten Tag. Der Isländer war mit individuellen Fehlern an mehreren Gegentoren beteiligt. Ungewohnt: Denn der Mittelfeldspieler war bislang einer der Leistungsträger beim 1. FC Köln: Isak Johannessons schwarzer Tag gegen Arnheim.

Mit rund 5,5 Millionen Euro ist Isak Johannesson der Königstransfer dieser Transferperiode. Doch gegen Arnheim erwischte der Isländer einen rabenschwarzen Tag. Kein Grund zur Panik für Lukas Kwasniok und den 1. FC Köln: Isak Johannessons schwarzer Tag gegen Arnheim.

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Die erste Halbzeit war noch nicht zu Ende gespielt, da beorderte Lukas Kwasniok seinen Mittelfeldspieler an die Seitenlinie. Der Coach redete auf Isak Johannesson ein, nahm dann auch eine leichte taktische Veränderung um den Isländer vor. Kein Wunder, der Neuzugang war im Duell gegen Vitesse Arnheim komplett von der Rolle. Schon nach wenigen Minuten verlor der Mittelfeldspieler in der Vorwärtsbewegung im Zweikampf den Ball, doch die Niederländer schlugen aus dem kapitalen Fehler keinen Profit. Johannesson, der sich immer wieder in die letzte Reihe fallen ließ und den offensiveren Part der Doppelsechs Eric Martel überließ, passte seinem Gegenspieler die Kugel in den Fuß. Dieses Mal ließ sich der Gegner nicht zwei Mal bitten und vollendete zum 0:1.

Johannessons Leistung „überrascht“ Kwasniok

Zwar machte auch die restliche Hintermannschaft gegen den Zweitligisten nicht die beste Figur, doch Johannesson blieb der Pechvogel des Spiels. „Ich fand, dass Isak aus diesem Dilemma nicht mehr so richtig herausgekommen ist“, erklärte Kwasniok später. Und tatsächlich verlor der Isländer erneut die Kugel im Gegenpressing, wieder fackelten die Niederländer nicht lang und erhöhten zum 0:2. Auch am dritten Gegentreffer war der Mittelfeldspieler nicht unschuldig. „Nach 45 Minuten habe ich ihn dann mal seitlich herausgeholt und gefragt, ob bei hm alles okay ist, weil ich das so von ihm nicht kenne“, sagte der Trainer. „Umso glücklicher bin ich, dass es heute passiert ist. Etwas, was recht schnell abgestellt werden kann, er war nicht so richtig online. Er hat verneint, ob bei ihm irgendwas vorliegt, weil uns das jetzt heute schon überrascht hat.“

Denn Johannesson war bislang in der Vorbereitung einer der Lichtblicke. Und der FC hat sich die Dienste des Mittelfeldspielers ja auch einiges kosten lassen. 5,5 Millionen Euro sollen die Kölner Richtung Düsseldorf überwiesen haben. Johannesson ist damit zumindest finanziell der Königstransfer dieser Sommerperiode. Während der Isländer in den bisherigen Spielen der Taktgeber, Motor im zentralen Mittelfeld war, nun ein etwas überraschender Auftritt. Für Kwasniok allerdings alles andere als ein Grund zur Panik. „Das wird ihn jetzt nicht aus der Bahn werfen. Ich bin mir sicher, dass ihm das in der Form und in der Häufigkeit nicht nochmal passieren wird“, sagte Kwasniok.

Das ist uns „um die Ohren geflogen“ – Lukas Kwasniok findet deutliche und (selbst-)kritische Worte

Imad Rondic im Testspiel gegen Arnheim
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Das ist uns „um die Ohren geflogen“ – Lukas Kwasniok findet deutliche und (selbst-)kritische Worte

Nach dem 7:4 gegen Vitesse Arnheim äußert sich FC-Coach Lukas Kwasniok kritisch. Vor allem aber sich selbst und seiner Einschätzung gegenüber. Der 0:3-Rückstand hat auch das Trainerteam überrascht. Dennoch gibt es auch gute Erkenntnisse aus dem Testspiel für den 1. FC Köln: Lukas Kwasniok zieht eine ehrliche Bilanz nach dem Test gegen Arnheim.

Noch läuft bei den Geißböcken nicht alles rund. Das soll sich bis zum Start in die Pflichtspielsaison noch ändern beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok zieht eine ehrliche Bilanz nach dem Test gegen Arnheim.

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Es ist erst wenige Wochen her, da wurde Lukas Kwasniok noch bei dem ein oder anderen Beobachter als ein zweiter Steffen Baumgart im Dienste der Geißböcke gehandelt. Spätestens seit Sonntagnachmittag dürfte aber wohl auch dem letzten FC-Fan klar sein, dass mit dem neuen Coach eben kein Baumgart 2.0 seine Zelte am Geißbockheim aufgeschlagen hat. Zumindest hätte man sich um Spieler und Schiebermütze gleichermaßen Sorgen machen müssen, wenn der FC unter dem Ex-Trainer die ersten rund 50 Minuten gegen einen niederländischen Zweitligisten so unter die Räder geraten wäre wie die Kölner am Sonntag gegen Arnheim. „Die Ausrichtung war sehr offensiv gewählt und durch diese Fehlerhäufigkeit im Spielaufbau ist es uns zu Beginn auch schon um die Ohren geflogen“, erklärte Kwasniok ganz sachlich und offenbarte, dass er schon den Gedankengang verfolgt hatte, „den Gegner im letzten Drittel zu bespielen.“

„Das war alles in Ordnung“

Doch diese Offensive brachte der FC im Schlussdrittel eben lange nicht auf den Platz und war darüber hinaus im eigenen Schlussdrittel viel zu anfällig. Kwasniok hatte eine überraschende Aufstellung mit nur einem etatmäßigen Innenverteidiger gewählt und musste dafür Lehrgeld bezahlen. „Wir haben schon gemerkt, dass sich der ein oder andere nichts so ganz wohl in der Rolle gefühlt hat“, sagte Kwasniok. Neben dem Gespür stand da nach 40 Minuten auch die nackte Zahl auf der Anzeigetafel: 0:3. Der Coach gab auch zu, überrascht gewesen zu sein, „wie viele Ballverluste“, sein Team sich da zusammenspielte. Alleine Isak Johannesson verlor gleich drei Mal die Kugel, zwei Mal mit Gegentoren als direkte Folge. Auch die weiteren Defensivspieler wurden viel zu leicht überspielt. So ging das 0:3 gegen den Club, der sich gerade extreme Sorgen um die Zukunft macht, vollkommen in Ordnung.

Dass Kwasniok so sachlich reagierte, hing sicherlich zum einen mit der Bedeutung des Vorbereitungsspiels zusammen, zum anderen aber ganz sicher auch damit, dass die Geißböcke im Laufe des Spiels immer besser wurden und sich besser zurecht fanden. „Sehr wichtig und gut war die Energie. Es war nicht so, dass die Jungs nicht wollten, sondern sie sind dauerhaft drangeblieben“, so Kwasniok. „Beim 3:0 kann es natürlich dann auch schonmal einen Knick geben. Dann haben sie einfach weitergemacht und sich auch noch belohnt. Das war alles in Ordnung.“ So glichen Jakub Kaminski mit einem Doppelpack und Linton Maina aus. Doch so richtig in Ordnung war die Leistung der ersten 60 Minuten nicht – daran konnten auch die letzten zehn Minuten nichts mehr ändern.

„In Summe war nicht alles optimal“

Zwar kassierte dann die zweite Anfangsformation ebenfalls einen schnellen Gegentreffer, doch der FC war nun deutlich besser im Spiel, stand in der Defensive sicherer, war im Angriff gefährlicher. Und so belohnten Ragnar Ache mit einem Hattrick und Imad Rondic den FC. „Das war ein ganz wichtiger Fingerzeig auch in meine Richtung, dass die Jungs sich nicht von negativen Ereignissen auf dem Platz beeinflussen lassen“, sagte Kwasniok. „In Summe war nicht alles optimal, aber sieben Tore muss du erzielen und das haben wir getan. Jetzt gilt es zu bewerten und nichts schön zu reden und weiterzumachen, weil logischerweise vieles noch nicht da ist, wo wir uns das wünschen.“

Test unter Zuschauer-Ausschluss: Der 1. FC Köln gewinnt gegen Vitesse Arnheim 7:4

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Test unter Zuschauer-Ausschluss: Der 1. FC Köln gewinnt gegen Vitesse Arnheim 7:4

Das fünfte Testspiel und der vierte Sieg: Der 1. FC Köln gewinnt im Test gegen Vitesse Arnheim 7:4. Allerdings lief die Begegnung nicht komplett rund für den FC.

Der 1. FC Köln gewinnt im Test gegen Vitesse Arnheim 7:4. Jakub Kaminski, Linton Maina, Imad Rondic und Ragnar Ache trafen für die Geißböcke. Der nächste Test der Geißböcke steht am Samstag gegen Atalanta Bergamo an. 

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Das Testspiel zwischen Vitesse Arnheim und dem 1. FC Köln am Sonntagmachmittag im Franz-Kremer-Stadion sollte den Geißböcken dazu dienen, in der heißen Phase der Vorbereitung nun zunehmend auch eine feste Startformation auf den Prüfstand zu stellen: “Jeder bekommt dann 60 Minuten und dann nähern wir uns immer mehr einer vermeintlichen Startelf an. Ich erwarte Intensität nach Ballverlusten und Gegenpressing. Weil die Holländer gleichzeitig auch einen gepflegten Ball spielen, musst du auch gut arbeiten. Deswegen ist es ein perfektes Testspiel”, sagte FC-Coach Lukas Kwasniok bereits am Freitag.

Spektakuläre Aufholjagd nach scherem Start

Umso überraschender war der Spielverlauf in den ersten 60 Minuten. Wie angekündigt startete Kwasniok den Test mit einer Aufstellung, die sich bereits nach einer veritablen Startelf ließt: Beginnen durften Marvin Schwäbe im Tor, davor verteidigten Timo Hübers, Leart Pacarada, Sebastian Sebulonsen. Jan Thielmann und Linton Maina bespielten die Schienen links und rechts. Im Zentrum begannen Isak Johannesson gesäumt von Linton Maina, Eric Martel und Jakub Kaminski. In der Spitze stürmten Luca Waldschmidt und Marius Bülter. Vitesse Arnheim zeigte sich von Beginn an spielfreudig und aktiv in den Zweikämpfen. Ob des Klassenunterschiedes bespielten die Gelbhemden in den ersten Minuten und pressten die Geißböcke zeitweise tief in ihrer eigenen Hälfte. Kwasnioks erste Elf tat sich damit in der Anfangsphase schwer.

So auch in der 12. Minute. Nach einem kritischen Abspielfehler von Isak Johannesson im Aufbauspiel aus dem Abwehrzentrum heraus gelangte Arnheims Dillon Hoogewerft an den Ball. Johannesson versuchte noch den Abschluss zu blocken, fälschte den Ball damit aber unhaltbar ab für Marvin Schwäbe: 0:1. Trotz einiger Offensivbemühungen der Domstädter veränderte sich daran im weiteren Spielverlauf erstmal nichts. Vielmehr zeichnete sich ein deutliches negatives Muster im FC -Spiel ab. Immer wieder rückte Isak Johannesson dabei in den Fokus, der sich aus dem Mittelfeld häufig in die letzte Kette fallen ließ. Nach einem missglückten Anspiel ins Abwehrzentrum hatte der Isländer das Nachsehen im Zweikampf mit Vitesses Irakli Yegoian. Dieser setzte sich durch und kam aus gut 20 Metern zentral vor dem Kölner Tor frei zum Abschluss und versenkte die Kugel sehenswert zur 2:0 Führung für die Gäste nach 24 Minuten.

FC mit überragenden 10 Minuten

Nach einer kurzen Pause nach 30 Minuten justierte Kwasniok nach, beorderte Martel in die Defensive, Johannesson wiederum übernahm den offensiven Part im Mittelfeld. Erneut war es Ballverlust tief in der Kölner Hälfte, diesmal klaute Vitesses Dillon Hoogewerft den Ball auf Rechtsaußen von Timo Hübers. Hoogewerft wurde im Anschluss nicht vor allzu große Herausforderungen gestellt, den glücklosen Isak Johannesson auszuspielen und fand Tim Van der Ley, der den Ball über die Torlinie zum 3:0 stocherte (39.).

In der Schlussphase des ersten Abschnitts kippte dann erstaunlich deutlich das Spiel zu Gunsten des 1. FC Köln. Kaminski tauchte nach einem langen Ball von Pacarada frei vor Torhüter Bramel im Kasten von Vitesse auf und erzielte den ersten Treffer der Geißböcke nach 53. Minuten. Unmittelbar im Anschluss netzte Kaminski gleich nochmal. Ein langer Ball von Pacarada landete bei Waldschmidt im Zentrum, der wiederum spielte einen cleveren Ball in den Strafraum der Gäste, Kaminski musste nur noch einschieben zum 2:3 in der 54. Minute. Linton Maina vollendete das Wechselbad der Gefühle. Nach dem nächsten raumöffnenden Steckpass von Waldschmidt auf Thielmann legt dieser auf Maina ab. Dieser schob einfach ein zum 3:3 nach 60 Minuten.

Hattrick in unter Zehn Minuten: Ache erwischt einen Sahnetag

Nach der Halbzeitpause rotierte Kwasniok das komplette Personal im Franz Kremer Stadion. Und auch die zweite Elf des Tages tat sich zu Beginn schwer gegen die Gelbhemden. Die zweiten 60. Minuten starteten gleich mit einem erneuten frühen Gegentor. Eine Ecke des Arnheimers Thenu Xiamaro konnten die Kölner nicht aus der Gefahrenzone klären. Der Ball rauschte einmal durch den Strafraum der Hausherren mit der Endstation beim Arnheimer Marcus Steffen, der das Spielgerät an Zieler vorbei über die Linie drückte zum 4:3 in Minute 61. Anders als in Halbzeit eins gelang es Kwasnioks Kickern schnell Fuß zu fassen und unter Druck zu setzen. Häufig suchten die Kölner den eingewechselten Ragnar Ache. Und das mit Erfolg. So erzielte der Neuzugang etwa ein Kopfballtor nach Ecke von Florian Kainz in der 73. Minute und glich somit eine Viertelstunde nach dem frühen Rückstand aus.

Daraufhin spielte der FC sich in einen Rausch. Said El Mala spielte Steffen Tigges auf der linken Seite frei, der in der 77. Minute die Kugel stramm ins Zentrum zog und den einrutschenden Ache sein zweites Tor des Tages auflegte. In der 83. Minute gelangte Kainz auf Linksaußen an die Kugel und flankte unvermittelt auf Ache, der im Arnheimer Sechzehner lauerte und in der Folge den Dreierpack schnürte. In der Folge stabilisierten die Kölner das Spiel und schufen Ergebnis technisch Fakten. Erneut war es Kainz, der einen Treffer vorbereitete. Aus dem rechten Halbraum heraus landete seine Hereingabe auf dem Kopf von Imad Rondic, der den Ball perfekt erwischte und mit seinem harten Abschluss dem eingewechselten Arnheimer Keeper Max Brüll keine Chance ließ. Anschließend büßte das Spiel zwar nicht an Intensität ein, jedoch fehlte dem FC in einigen Situationen das nötige Spielglück.

Ache musste Behandelt werden

In den letzten Minuten des Testspiels kam es schließlich noch zu einem Schreckensmoment. Ragnar Ache blieb nach einem Zweikampf am Mittelkreis liegen und musste vom medizinischen Personal behandelt werden. Gemeinsam wurde entschieden, den Test frühzeitig nach 112 Minuten zu beenden.  Der Stürmer humpelte anschließend mit einem bandagierten Knie vom Spielfeld. Unterm Strich eine Aufschlussreiche Begegnung für den 1. FC Köln mit sicherlich einer Menge Erkenntnisse, die Coach Lukas Kwasniok vor dem Saisonstart beschäftigen werden. 

Am Samstag  (09.08.) steht für die Mannschaft dann der letzte härtetest an. Dann geht es für den FC  zum Abschluss der Saisonvorbereitung gegen den italienischen Champions League Teilnehmer Atalanta Bergamo

Schwäbe (Zieler 60.) – Paqarada (Tigges 60.) , Hübers (Schmied 60.) , Martel (Heintz 60.)) – Maina (El Mala 60.), Sebulonsen (Gazibegovic 60.), – Kaminski (Kainz 60.), Thielmann (Krauss 60.) , Johannesson (Huseinbasic 60.)- Waldschmidt (Ache 60,), Bülter (Rondic 60.) – Tore: Hoogewerft (12.), Yegoian (24.), Van der Ley (39.), Kaminski (53., 54.), Maina (60.), Wisser (61.), Ache (73., 77., 83.), Rondic (91.)


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Liveticker zum Testspiel des 1. FC Köln gegen Vitesse Arnheim: 7:4 durch Rondic

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Liveticker zum Testspiel des 1. FC Köln gegen Vitesse Arnheim: 7:4 durch Rondic

Im fünften Testspiel der Vorbereitung auf die Saison testen die Geißböcke gegen Vitesse Arnheim. Der Bundesliga-Aufsteiger spielt am Sonntagnachmittag im Franz-Kremer-Stadion unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Alle Informationen gibt es im Liveticker zum Testspiel zwischen dem 1. FC Köln und Vitesse Arnheim.

Nach dem Testspiel gegen Siegburg testet der FC nun gegen Arnheim. Am Sonntagnachmittag kommt es zur Begegnung mit dem Gegner aus der zweiten niederländischen Liga. Alle Informationen gibt es im Liveticker zum Testspiel zwischen dem 1. FC Köln und Vitesse Arnheim.

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Herzlich Willkommen zum Liveticker der Begegnung zwischen dem 1. FC Köln und Vitesse Arnheim. Im Franz-Kremer-Stadion trifft der FC am Sonntag um 15:30 Uhr auf den niederländischen Zweitligisten. Der Test ist für die Spieler die fünfte Chance der neuen Saison, sich zu beweisen. Bereits gegen Bergisch Gladbach machte der Trainer erkennbare Schwächen vor allem in der Kölner Defensive aus. Nach dem zweiten Testspiel gegen Fortuna Köln zeigte sich Kwasniok mit der Leistung einiger Spieler unzufrieden. Nach einer Woche Trainingslager in Bad Waltersdorf zeigte sich der Coach beim 3:1 gegen Leicester deutlich zufriedener, gegen Siegburg war der Coach mit der Leistung einverstanden. Im fünften Testspiel wird sich so langsam die Ausrichtung der Startelf für die Saison herauskristallisieren, denn in zwei Wochen wird es für die Geißböcke im Pokal gegen Jahn Regensburg das erste Mal ernst. Kwasniok erwartet gegen Arnheim das „perfekte Testspiel“.



Konkurrenzkampf hinter der Spitze beim 1. FC Köln: Mehrere Kandidaten kämpfen um wenige Plätze

Luca Waldschmidt im Testspiel gegen Fortuna Köln
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Konkurrenzkampf hinter der Spitze beim 1. FC Köln: Mehrere Kandidaten kämpfen um wenige Plätze

Nach dem Trainingslager und den vier Testspielen gibt es schon einige Spieler bei den Kölnern, die sich für mehr empfohlen haben. Und das könnte ein kleines Problem werden. Denn gerade in der Offensive ist der Konkurrenzkampf groß beim 1. FC Köln: Die Positionen hinter der Spitze sind umkämpft.

In den bisherigen Testspielen hat Trainer Lukas Kwasniok immer stark rotiert, sodass jeder Spieler die Chance hatte, sich zu zeigen. Je weiter die Vorbereitung voranschreitet, desto härter wird aber der Kampf um die Plätze in der Startelf in den Pflichtspielen. Speziell in der Offensive auf den Außen und im offensiven Mittelfeld ist der Kader breit aufgestellt beim 1. FC Köln: Die Positionen hinter der Spitzen sind umkämpft.

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In drei von vier Testspielen hat Luca Waldschmidt bereits getroffen. Gegen Bergisch Gladbach vollendete der Angreifer mit seinem Abschluss eine schöne Kombination der Kölner. Vergangenen Freitag gegen Leicester City schlenzte er dann den Ball mit Gefühl vom Strafraumrand in die lange Ecke. Und gegen den Siegburger SV erzielte er gleich einen Doppelpack. Aber auch ab von seinen Toren machte der 29-Jährige einen guten und engagierten Eindruck und empfiehlt sich für mehr. Das muss der ehemalige deutsche Nationalspieler jedoch auch tun, um eine Chance auf einen Stammplatz zu haben. Von Lukas Kwasniok wurde der Linksfuß zwar jetzt ein paar Mal im Sturmzentrum aufgestellt, aber er kann auch eine Position weiter hinten spielen. Und dort ist der 1. FC Köln breit aufgestellt. Neben Waldschmidt melden mehrere weitere Akteure Ansprüche an. Und je nach System des neuen Trainers sind nur zwei bis drei Plätze zu vergeben.

Einige etablierte Spieler im Konkurrenzkampf

Ähnlich wie Waldschmidt hat auch Florian Kainz sich bereits treffsicher gezeigt und in der Hälfte der bisherigen Spiele ein Tor erzielt, wenn auch im Test gegen Leicester nur im Nachschuss nach seinem Elfmeter. Gerade im ersten Spiel gegen Bergisch Gladbach zeigte er sich sehr frisch und legte auch zwei Tore auf. Zusätzlich kann der 32-Jährige mit seiner Erfahrung punkten. So ist der Linksaußen mit 185 Bundesligaspielen einer der Spieler im Kader mit den meisten Partien in der höchsten deutschen Spielklasse. Aber Bundesliga-Erfahrung kann auch Linton Maina vorweisen. In der abgelaufenen Saison war der Flügelspieler einer der Schlüsselspieler beim FC, lieferte ganze elf Assists. Nach seiner Vertragsverlängerung am Ende der vergangenen Spielzeit wird er seinen Status natürlich nicht verlieren wollen. Für ihn könnte es jedoch auch eine Alternative geben. So setzte Lukas Kwasniok seinen Offensivspieler gegen Leicester in einer Fünferkette auf der linken Schiene ein, wo er eine gute Leistung absolvierte und viele Impulse nach vorne gab. Es könnte daher vielleicht ein Modell für die Zukunft sein.

Definitiv nicht mehr als Verteidiger soll Jan Thielmann eingesetzt werden. Das Eigengewächs hatte in der abgelaufenen Saison öfter rechts hinten aushelfen müssen. Jetzt sieht ihn Kwasniok aber wieder eine Position weiter vorne und hat das auch schon mit dem 23-Jährigen abgesprochen, wie dieser im come-on-fc-Interview verriet: „Wir haben während der EM kurz telefoniert und Lukas hat mir ein wenig von seinen Plänen erzählt. Ich freue mich darauf, dass ich wieder offensiver spielen kann.“ Dort muss er sich nun der großen Konkurrenz stellen, was ihn aber eher motiviert: „Ich bin ein großer Fan von Konkurrenzkampf. Denn er fördert die eigene Leistung und die vom Team. Es macht Spaß, sich mit den anderen zu messen. Man will dem Trainer schon etwas zeigen“, so Thielmann. Trotzdem würde sich auch der ehemalige deutsche U21-Nationalspieler bestimmt nicht mit einem Bankplatz zufrieden geben – gerade nach der Vertragsverlängerung.

Die Neuen machen Druck

Einer der Gewinner des bisherigen Vorbereitung ist Jakub Kaminski. Der Neuzugang aus Wolfsburg war bis jetzt bei seinen Einsätzen immer einer der Aktivposten. Er leitete viele gefährliche Aktionen ein, legte im Test zum Abschluss des Trainingslagers so auch die Führung auf. Neben den Spielen überzeugt der Pole genauso im Training, zieht viele Dribblings an und sucht das Eins-gegen-Eins. Damit machte der 23-Jährige direkt klar, dass er für den FC eine echte Verstärkung sein kann. Ähnliches gelang aber auch einem weiteren Neuen, nämlich Top-Talent Said El Mala. Mit seinem starken Offensivdrang und beeindruckenden Dribblings hat der Youngster gerade in den Trainingseinheiten schon einige Male sein großes Potential gezeigt. Auch wenn sich der 18-Jährige noch an das Niveau in der Bundesliga anpassen muss und daher nicht sofort Ansprüche auf einen Stammplatz haben kann, wird er trotzdem Einsatzzeit bekommen wollen. Und für die Kölner wäre das auch sinnvoll, da sie so El Malas Entwicklung fördern.

Mit Marius Bülter gibt es nun noch eine Verpflichtung für die Offensive. Der 32-Jährige kann dabei quasi jede Position im Angriff ausfüllen. Mit seiner Variabilität, seiner Erfahrung und vor allem seinem großen Einsatzwillen ist er ein Profi ganz nach Kwasnioks Geschmack. Und Bülter ist bestimmt nicht Köln gekommen, um sich auf die Bank zu setzen. Ein weiterer Neuzugang, der eventuell den anderen den Platz hinter den Spitzen streitig machen könnte, ist Isak Johannesson. Auch wenn der 22-Jährige eher im zentralen Mittelfeld zuhause ist, kann er genauso gut eine Position weiter vorne spielen. Dort könnte der Neuzugang mit seiner Kreativität die Kölner Offensive beleben. Allerdings ist es angesichts der so schon großen Konkurrenzsituation erstmal wahrscheinlicher, dass Kwasniok den Isländer eher etwas defensiver einsetzen wird. Trotzdem könnte Johannesson im Saisonverlauf eine Option im Angriff sein, wenn die zuvor genannten Spieler ihr Leistungen nicht bringen sollten.

Kwasniok muss im Konkurrenzkampf moderieren

Wenn also alle Spieler fit bleiben und ihre gute Form aus den ersten Wochen bestätigen, steht Kwasniok vor einem Luxusproblem. Der Coach hat im Idealfall eine sehr große Auswahl in der Offensive. Das ist natürlich eine Situation, die sich jeder Trainer wünscht. Trotzdem gibt es auch das Risiko, dass es bei mangelnden Einsatzzeiten zu Unzufriedenheit kommen könnte. Fast alle der Spieler hinter den Spitzen haben auch den Anspruch, regelmäßig in der Startelf zu stehen. Damit es gar nicht erst zu Unmut kommt, muss Kwasniok den Konkurrenzkampf gut moderieren. Bis es soweit ist, haben aber erstmal alle Kandidaten in den verbleibenden Wochen der Vorbereitung Zeit, Eigenwerbung zu betreiben, damit der eigene Anspruch am Ende auch der Wirklichkeit entspricht.