Die Konkurrenz schläft nicht: Was haben die Gegner des 1. FC Köln schon auf dem Transfermarkt gemacht?

Denis Huseinbasic vom 1. FC Köln im Zweikampf
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Die Konkurrenz schläft nicht: Was haben die Gegner des 1. FC Köln schon auf dem Transfermarkt gemacht?

Der Klassenerhalt ist erstmal das wichtigste Ziel des 1. FC Köln in der neuen Saison. Dafür haben die Kölner schon zwei Spieler und mit Lukas Kwasniok einen neuen Trainer geholt. Aber auch die Konkurrenz um den Klassenerhalt schläft nicht: Das sind die Transfers der größten Gegner des 1. FC Köln.

In den zurückliegenden vier Bundesliga-Saisons ist immer ein Aufsteiger direkt wieder abgestiegen. Das möchte der 1. FC Köln bei seiner Rückkehr in der Bundesliga natürlich verhindern und hat dafür mit Ragnar Ache und Isak Johannesson auch schon gute Transfers getätigt. Aber auch die Konkurrenz um den Klassenerhalt schläft nicht: Das sind die Transfers der größten Gegner des 1. FC Köln.

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35, 33, 34, 33 und zuletzt sogar nur 32 – so viele Punkte hatten in den vergangenen fünf Bundesliga-Spielzeiten jeweils die Mannschaften auf dem 15. Platz, also dem ersten Nichtabstiegsplatz. Um diese Anzahl an Zählern herum wird auch der 1. FC Köln in der nächsten Saison mindestens kommen müssen, um nicht direkt wieder den Gang in Liga zwei antreten zu müssen. Wie viele Punkte es genau sein müssen, hängt auch von der Konkurrenz ab. Diese versucht aktuell genau wie die Kölner, sich einen starken Kader zu bauen, um möglichst nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Aber was haben die anderen Vereine bis jetzt konkret auf dem Transfermarkt gemacht? Das sind die Transfers der größten Gegner des 1. FC Köln.

Wie bewertet ihr die FC-Profis in dieser Saison?

HSV: Gewonnene Transferduelle gegen Köln

In der abgelaufenen Saison hat der Hamburger SV noch gegen dem 1. FC Köln um den Aufstieg gespielt, in dieser Transferphase haben sich beide Vereine den Gerüchten nach schon einige Transferduelle geliefert. So hat der HSV mit Jordan Torunarigha ablösefrei einen erfahrenen Innenverteidiger im besten Fußballeralter verpflichtet, der auch schon einige Jahre in der Bundesliga gespielt hat. Zusätzlich stehen sie dem Vernehmen nach kurz vor der Verpflichtung von Rayan Philippe von Eintracht Braunschweig. Der hatte mit 19 Scorerpunkten entscheidenden Anteil am Klassenerhalt der Eintracht. Sowohl an Torunarigha als auch an Philippe sollen auch die Kölner Interesse (gehabt) haben. Außerdem haben die Hamburger mit Nicolai Remberg einen zentralen Mittelfeldspieler geholt, der letzte Saison Stammspieler in der Bundesliga bei Holstein Kiel war.

In der Mittelfeldzentrale hat der HSV aber auch einen langjährigen Spieler ziehen lassen. Ludovit Reis wechselt für sieben Millionen Euro zu Club Brügge. Auch Innenverteidiger Dennis Hadzikadunic und der offensive Mittelfeldspieler Adam Karabec haben den Verein zum Saisonende mit dem Ablauf ihrer Leihen verlassen. Einen weiteren schmerzhaften Abgang scheinen die Hamburger auch im Sturm verkraften zu müssen. Denn wie die Sport Bild berichtete, soll der HSV sein Vertragsangebot an Zweitliga-Torschützenkönig Davie Selke zurückgezogen haben. Der Vertrag des Ex-Kölners läuft damit Ende Juni aus. Mit dem zuvor erwähnten Rayan Philippe hätten die Hamburger aber direkt einen Nachfolger parat und auch weitere Optionen im Kader wie Robert Glatzel, Ransford Königsdörffer oder Nachwuchstalent Otto Stange.

Noch wenig Aktivität in Heidenheim

Gerade so hat sich der FC Heidenheim in der vergangenen Saison über die Relegation in der Liga gehalten. Zumindest auf dem Transfermarkt ist aber noch nicht so viel passiert, um das in der kommenden Saison anders zu gestalten. Paul Wanner und Frans Krätzig kehren beide nach ihren erfolgreichen Leihen zurück zum FC Bayern München. Zumindest für Wanner hat der FCH auch schon einen Ersatz verpflichtet – natürlich auf Leihbasis von den Bayern. Mit Arijon Ibrahimovic haben die Heidenheimer direkt das nächste Talent im offensiven Mittelfeld vom FCB für die neue Saison ausgeliehen.

St. Pauli: Viele junge Verpflichtungen und ein erfahrener Spieler

Etwas mehr los war dagegen bereits beim FC St. Pauli. Der Verein feierte vor ein paar Wochen den Klassenerhalt in der ersten Liga und möchte jetzt den angeblichen Fluch vom verflixten zweiten Jahr überstehen. Was diese Aufgabe erschwert, ist, dass vier Leihspieler St. Pauli verlassen haben: Noah Weißhaupt, Robert Wagner, Morgan Guilavogui und Siebe Van der Heyden. Bis auf Wagner waren alle Stammspieler. Zumindest für Guilavogui haben sie noch eine Ablöse von 1,5 Millionen Euro bekommen. Das klappte, indem sie eine Kaufoption gezogen haben, worauf RC Lens eine Rückkaufoption nutzte. Der bekannteste Neuzugang ist bisher der ablösefreie Transfer von Mathias Pereira Lage.

Der variable offensive Außenspieler kommt mit der Erfahrung von 160 Ligue 1-Spielen von Stade Brest. Für die Franzosen spielte er in der letzten Saison auch Champions League. Ansonsten verpflichtete St. Pauli bis jetzt vor allem mehrere talentierte junge Spieler. Der 22-Jährige Rechtsverteidiger Arkadiusz Pyrka kommt aus der ersten polnischen Liga, Innenverteidiger Jannik Robatsch (20) und Torhüter Simon Spari (23) aus Österreich von Austria Klagenfurt. Der 23-jährige Joel Chima Fujita ist zentraler Mittelfeldspieler und kommt vom belgischen Erstligisten VV St. Truiden ans Millerntor. Der Rechtsfuß kann sowohl auf der Acht als auch auf der Sechs eingesetzt werden. Außerdem wechselt Stürmer Ricky-Jade Jones (22) von Peterborough mit der Empfehlung von zehn Toren und drei Vorlagen in 46 Spielen in der vergangenen Saison aus der dritten englischen Liga in die Bundesliga. Welche Rolle sie spielen können, bleibt abzuwarten.

Hoffenheim: Mit Transfers raus aus dem Abstiegskampf?

Etwas überraschend war auch die TSG 1899 Hoffenheim 2024/25 im Kampf gegen den Abstieg zu finden. Und das, obwohl die Hoffenheimer vor der Saison ungefähr 76 Millionen Euro für Neuzugänge ausgegeben hatte. Für die kommende Spielzeit sollten die Transfers daher besser einschlagen. Einer von ihnen: Stürmer Tim Lemperle, der ablösefrei vom 1. FC Köln kommt. Mit Bernado vom VfL Bochum sichert sich die TSG außerdem einen guten Innenverteidiger zum Nulltarif. Bei Bernado gab es auch Gerüchte um ein Interesse der Kölner. Der bisher teuerste Transfer ist das Schweizer Top-Talent Leon Avdullahu. Kolportierte acht Millionen Euro überweisen die Kraichgauer für den 21-Jährigen an den FC Basel.

Außerdem kehren zum Beispiel mit Muhammed Damar und Fisnik Asllani zwei Spieler von ihrer Leihe zurück, die letztes Jahr in der zweiten Bundesliga bei der SV Elversberg groß aufspielten. Einen wichtigen Spieler verlieren die Hoffenheimer aber auch nach Ablauf einer Leihe: Leo Østigård geht wieder nach Stade Rennes. In der Rückrunde war der Innenverteidiger aus der Startelf nicht wegzudenken. Und auch der ablösefreie Abgang von Noah Bischoff dürfte den Kraichgauern schmerzen. Den 19-Jährigen zieht es zum FC Bayern. Darüber hinaus hat sich die TSG entschieden, unter anderem den Vertrag mit Pavel Kaderabek nicht zu verlängern. Dieser war ein Jahrzehnt lang Stammspieler auf der Rechtsverteidiger-Position in Hoffenheim. Die Gerüchte um eine Verpflichtung von Max Finkgräfe halten sich weiter hartnäckig.





Frühe vielversprechende Transfers, geplatzte Deals – Warum stockt der Transfermotor beim 1. FC Köln?

Thomas Kessler vom 1. FC Köln.
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Frühe vielversprechende Transfers, geplatzte Deals – Warum stockt der Transfermotor beim 1. FC Köln?

Das Tauziehen auf dem Transfermarkt befindet sich im vollen Gange. Bisher konnte der FC allerdings nach den beiden früh getätigten Verpflichtungen nicht nachlegen. Dabei mangelt es wohl nicht an Zielen, sondern vielleicht eher an den passenden Argumenten. Darum hat der 1. FC Köln im Transferpoker bisher das Nachsehen.

Die Gerüchteküche brodelt, etliche Namen werden gehandelt. Doch zuschlagen konnten die Geißböcke nach den Verpflichtungen von Ragnar Ache und Isak Johannesson bislang nicht mehr. Das soll sich schon bald mit der Verpflichtung von Tom Krauß schnell ändern. Darum hat der 1. FC Köln im Transferpoker bisher das Nachsehen.

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Was haben die anderen Clubs, was der FC dieser Tage nicht zu haben scheint? Diese Frage darf man sich ob der zahlreichen Meldungen über etwaige Transferziele auf der Liste der Kölner Verantwortlichen und den ebenso häufigen Meldungen über eine anstehende oder vollzogene Verpflichtung bei einem anderen Verein dieser Tage wohl schon stellen. Wenn auch in Zeiten des Transferjournalismus und der zahlreichen Gerüchte, die um die Clubs die Runde machen, nicht immer klar ist, wie viel denn auch an den Spekulationen dran ist. Dass sich mehrere Vereine für interessante Spieler interessieren, ist klar. Dass nur einer den Zuschlag erhält, aber genauso. So scheint sich der FC aktuell mit dem HSV ein Duell der Aufsteiger im Buhlen um Neuzugänge zu leisten. Beide Clubs wollen und müssen ihren Kader für die Saison in der Bundesliga aufrüsten, um das angestrebte Ziel des Klassenerhalts zu erreichen.

Wirtschaftliche Gründe machen schon mal den Unterschied

Bisher hatten die Rothosen allerdings die Nase deutlich vorne. So zum Beispiel bei Jordan Torunarigha. Der 27-jährige Berliner wechselt ablösefrei vom belgischen Erstligisten KAA Gent nach Hamburg. Die Entscheidung, dem HSV den Zuschlag zu geben, erklärte der Innenverteidiger nach seiner Unterschrift. „Die Verantwortlichen haben sich sehr um mich bemüht und mir ein super Gefühl gegeben“, so Torunarigha. Sportvorstand Stefan Kuntz und Sportdirektor Claus Costa überzeugten den 27-Jährigen von einem Wechsel. Kuntz hatte mit dem Abwehrspieler bei der Junioren-Nationalmannschaft bereits zusammen gearbeitet. Möglicherweise ein schlagkräftiges Argument.

Auch bei Rayan Philippe haben die Rothosen vermutlich die Nase vorne. Der französische Angreifer ist bereits vom Training bei Eintracht Braunschweig freigestellt, hat sich sogar zum HSV bekannt. Für einen „Done Deal“ fehlen allerdings noch die letzten Details. Die Verhandlungen zwischen beiden Clubs laufen weiter, der FC scheint aktuell kein Thema mehr zu sein. Möglicherweise auch, weil die Ablösesumme zwischen 2,5 und drei Millionen Euro liegen soll und das Budget der Kölner schon arg strapaziert ist. Und so stechen die Hamburger die Kölner sehr wahrscheinlich zum zweiten Mal in dieser Transferperiode aus. Diesmal wohl nicht über die persönliche Bindung. Ob es am Ende wirtschaftliche Gründe sind, werden nur die Beteiligten wissen. Allerdings erklärte Thomas Kessler unlängst, dass eben wirtschaftliche Gründe schon mal den Unterschied machen.

„Das ist es, was ich will“

Zwar sind die Kölner bekanntlich saniert. Dass nun aber die ganz große Schatulle aufgemacht werden kann, ist eher unwahrscheinlich. Auch Transferziel Jonjoe Kenny wird seine Zukunft nicht am Rhein verbringen. Der 28-Jährige wechselt von Hertha BSC ablösefrei zu PAOK Thessaloniki. Dem Vernehmen nach glaubte der FC, gute Karten zu haben. Doch die Europapokal-Teilnahme könnte die Bundesliga geschlagen haben. „Am Ende war die Entscheidung sehr einfach“, sagt Kenny im Vorstellungsvideo von PAOK. „Im europäischen Fußball zu spielen und um Titel zu kämpfen, das ist etwas, das ich in meiner Karriere noch nicht gemacht habe. Ich möchte Trophäen gewinnen, das ist es, was ich will“, so der Engländer weiter. Damit kann der FC in der kommenden Saison nicht trumpfen.

Am Freitag dann machte die Nachricht die Runde, dass sich Robin Fellhauer dem FC Augsburg anschließen wolle. Mit dem Elversberger soll Sportchef Thomas Kessler bereits ein erstes Gespräch geführt haben, bevor sich der 27-Jährige dann kolportiert doch für den Wechsel nach Bayern entschieden hat. Und so geht den Kölnern wohl einer der besten Sechser der 2. Bundesliga durch die Lappen, der wohl als Backup im Falle eines Martel-Wechsels oder gar als Ergänzung gedacht war. Ob diese Namen sich alle im FC-Kosmos bewegt haben und wenn ja, in welchem Ausmaß ist nicht zu belegen. Fakt ist, dass Absagen nun mal zum Geschäft dazugehören. Die Fallhöhe scheint nach den beiden frühen und vor allem vielversprechenden Transfers in diesem Sommer aber hoch. Und so stellt sich bei dem ein oder anderen Fan durchaus die Frage, warum der Transfermotor mindestens ein wenig ins Stocken geraten ist.

Zum Abwarten verdammt

Die Gründe werden vielschichtig sein. Sicherlich dürfte die Gehalts-Schatulle bei dem ein oder anderen Konkurrenten besser gefüllt sein. Ein weiterer wichtiger Faktor wird aber auch die Perspektive sein. Robin Fellhauer wird sich beispielsweise durchaus Chancen auf Einsatzzeit ausrechnen. Doch wie groß sind diese, wenn mit Eric Martel, womöglich Tom Krauß und Denis Huseinbasic gleich drei potenzielle Konkurrenten um den gleichen Platz kämpfen. Faktor Zeit: Aktuell sind dem FC in Bezug auf das nötige Budget wohl wieder die Hände ein wenig gebunden. Um große Sprünge machen zu können, muss auf der Abgabe-Seite etwas passieren. Der ein oder andere Spieler wird vielleicht aber den Trainingsauftakt bereits bei seinem neuen Club absolvieren wollen. Erst wenn Max Finkgräfe den Verein verlässt, würden die Kölner wohl final bei einem Spieler wie Aaron Zehnter zuschlagen wollen, der könnte sich dann aber wiederum mit einem Club wie Wolfbsurg längst einig sein.

Und dann gehört zu den Deals natürlich auch noch die dritte, die abgebende Seite, die ebenfalls mit gewissen Zielen in die Verhandlugnen geht. Zielen, die sich von denen der Geißböcke unterscheiden dürften. Mit großer Wahrscheinlichkeit gibt es noch zahlreiche weitere gute Gründe. Am Ende des Tages bleibt den Kölnern aktuell wohl kein anderes Vorgehen. Der FC ist auch ein wenig zum Abwarten verdammt. Die Chancen stehen dennoch gut, dass es schon bald den nächsten Transfer geben wird. Tom Krauß und Jakub Kaminski sind ganz heiße Kandidaten. Dann hätte Thomas Kessler schon vier Spieler in diesem Sommer verpflichtet – und die Ausbeute sähe direkt schon viel viel besser aus.


Nach Gerüchten aus LA: Bleibt Marvin Schwäbe beim 1. FC Köln? „Ja, ich gehe davon aus“

Marvin Schwäbe vom 1. FC Köln
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Nach Gerüchten aus LA: Bleibt Marvin Schwäbe beim 1. FC Köln? „Ja, ich gehe davon aus“

Er war in der abgelaufenen Saison der große Rückhalt, obwohl er erst ab dem 11. Spieltag die Nummer eins war: Marvin Schwäbe war einer der Erfolgsgaranten für den Kölner Aufstieg. Mit seinen Paraden sicherte er dem FC viele Punkte. Jetzt blickt der Torwart im FC-Podcast auf die abgelaufene Saison zurück und auch auf die Zukunft: Marvin Schwäbe bleibt beim 1. FC Köln.

Mit dem Pokalspiel gegen Holstein Kiel Ende Oktober gab es im Tor des 1. FC Köln eine Wende: Jonas Urbig wurde von Marvin Schwäbe als Nummer eins abgelöst. Ein Wechsel, der sich auszahlen sollte. Denn mit seinen starken Leistungen war Schwäbe ein großer Faktor für den Aufstieg. Jetzt blickt der Torwart im Podcast des 1. FC Köln auf die Saison zurück und wagt auch einen ganz kurzen Ausblick auf die Zukunft: Marvin Schwäbe bleibt beim 1. FC Köln.

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Neun Spiele ohne Gegentor, insgesamt nur 18 Gegentreffer in 24 Einsätzen und einen Platz in der Elf-der-Saison des „Kickers“: Marvin Schwäbe spielte eine starke Saison. Auch wenn er gar nicht als Nummer eins in die Spielzeit gegangen ist. An den ersten zehn Spieltagen bekam Eigengewächs Jonas Urbig den Vorzug. Aus Vereinssicht habe er die Entscheidung sogar nachvollziehen können, sagt er im Podcast des 1. FC Köln: „Man muss das halt auch aus verschiedenen Perspektiven sehen. Wenn ich das aus Vereinssicht sehen würde, würde ich wahrscheinlich sogar sagen, vielleicht hätte ich das auch so gemacht.“ Für ihn sei das, vor allem nach einer guten Saison in der ersten Liga, aber ein Rückschritt gewesen: „Für mich persönlich ist es halt dann einfach sehr unglücklich und unzufrieden gewesen.“ Daran habe er an den ersten Spieltagen schon zu knabbern gehabt. Trotzdem habe er nicht weg gewollt.

Wende mit Pokalspiel

Im Pokalspiel gegen Holstein Kiel Ende Oktober bekam er dann seine Chance und überzeugte beim 3:0. Trainer Gerhard Streber ernannte ihn darauf auch für die Liga zum Stammtorwart. Es folgten gleich mehrere Siege ohne Gegentor und die erfolgreichste Phase der Saison. Dass der FC in der Zeit deutlich weniger Treffer kassierte als zuvor, lag ganz besonders auch an Schwäbe. So ließ Jonas Urbig an den ersten zehn Spieltagen fünf Tore mehr zu, als es nach dem Expected Goals Against-Wert, also den zu erwartenden Gegentoren, hätten sein soll. Bei Schwäbe dagegen waren in den restlichen Spielen 27,5 Tore zu erwarten, er bekam aber nur 18 eingeschenkt. Ein überragender Wert.

Trotzdem wurde es im Saisonendspurt für den 1. FC Köln nochmal richtig knapp. Nach dem Unentschieden gegen Jahn Regensburg am 32. Spieltag wurden Sportvorstand Christian Keller und Trainer Struber freigestellt. Für Schwäbe sei so eine Trainer-Entlassung immer hart: „Jeder Trainerwechsel, finde ich persönlich, ist trotzdem ein Stück weit, dass wir es einfach nicht geschafft haben, ihn zu stützen in dem Moment.“ So erzählt er im Podcast, dass er sich vor allem auch menschlich gut mit Struber verstanden habe, obwohl dieser ihn am Anfang der Saison zur Nummer zwei degradierte: „Er hat mich als Mensch einfach gesehen und mit mir Gespräche geführt, wo ich dachte, ey, ist richtig geil, wie du kommunizierst auch mit mir.“

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Saisonendspurt und Ausblick auf die kommende Saison

Für die zwei letzten Spieltage der Saison übernahm dann Friedhelm Funkel und führte den Verein zum Aufstieg und zur Meisterschaft. „Er hat einfach eine unfassbare Lockerheit reingebracht“, beschreibt Schwäbe die Gründe für den Erfolg unter Funkel im FC-Podcast. „Der hat einfach mit seiner Positivität, mit seiner Ausstrahlung, mit seinen Gesprächen mit jedem Einzelnen, mit seinen Besprechungen, hat er es einfach geschafft, jeden zu erreichen und den Schalter im Hinterkopf doch nochmal umzulegen.“ So sei sich die Mannschaft nochmal bewusst geworden, dass sie zurecht kurz vor Saisonende da oben stehen und habe den Glauben an die eigene Stärke zurückgefunden.

Eine Stärke, an der Schwäbe entscheidenden Anteil hatte. Kein Wunder daher, dass vor ungefähr einer Woche auch Gerüchte über ein Interesse anderer Vereine auftauchte. Der Los Angeles FC solle den Kölner Torwart verpflichten wollen. Auf die Frage, ob er denn beim FC bleibe, antwortete Schwäbe eindeutig: „Ja, ich gehe davon aus.“ Danach gab der Keeper auch einen kleinen Ausblick auf seine Ziele, die er noch beim FC hat: „Sportlich natürlich den maximalen Erfolg mit dem 1. FC Köln, was jetzt vielleicht in der nächsten Saison erstmal der Klassenerhalt ist. Aber so ein DFB-Pokalfinale ist schon sehr, sehr reizvoll.“ In der vergangenen Saison scheiterten die Kölner schonmal nur sehr knapp im Viertelfinale an Bayer Leverkusen. Wer weiß, ob da mit unter anderem einen starken Rückhalt Schwäbe irgendwann vielleicht noch mehr drin ist.

Derby in der Mitte der Saison: So sieht der Spielplan des 1. FC Köln 2025/26 aus

Linton Maina vom 1. FC Köln
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Derby in der Mitte der Saison: So sieht der Spielplan des 1. FC Köln 2025/26 aus

In knapp zwei Monaten wird wieder im Stadion gefeiert, getrauert und um jeden Ball gekämpft. Denn dann geht die Bundesliga wieder los und für den 1. FC Köln die Mission Klassenerhalt. Heute hat die DFL den Spielplan für die Saison bekannt gegeben: Das sind die wichtigsten Termine für den 1. FC Köln in 2025/26.

Bald gibt es in Köln endlich wieder Bundesliga-Fußball zu sehen. In knapp zwei Monaten startet die neue Spielzeit mit dem 1. FC Köln als Aufsteiger. Jetzt steht auch fest, gegen wen der FC seine Rückkehr ins Oberhaus feiern darf. Denn heute hat die DFL den Spielplan für die kommende Saison bekannt gegeben: Das sind die wichtigsten Termine für den 1. FC Köln in 2025/26.

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Am vierten Augustwochenende (22. bis 24.8.) ist die Sommerpause endlich vorbei und die Bundesliga startet. Nach einem Jahr zweite Liga werden alle Kölner-Fans bestimmt auf dieses Wochenende hin fiebern. Auch wenn es für den 1. FC Köln als Aufsteiger natürlich in erster Linie darum geht, die Klasse zu halten. Damit das gelingt, ist ein guter Start in die Saison wichtig. Die DFL macht es dem 1. FC Köln da aber nicht leicht. Im heute veröffentlichten Spielplan hat sie dem FC ein kompliziertes Auftaktprogramm beschert.

Start gegen Conference League-Teilnehmer

Direkt an den ersten zwei Spieltagen müssen die Kölner gegen Europapokal-Teilnehmer ran. Zunächst geht es zu den Mainzern, die sich nach einer starken abgelaufenen Saison für die Conference League qualifiziert haben. Eine Woche später kommt der SC Freiburg nach Köln. Die Breisgauer hofften in der vergangenen Saison bis zum letzten Spieltag auf die Champions League, am Ende wurde es dann aber ganz knapp nur die Europa League. Der 1. FC Köln muss also gleich am Anfang der Saison gegen zwei Mannschaften ran, die ordentlich Rückenwind haben und mit Geldern aus dem Europapokal planen konnten.

Danach geht es dann mit Wolfsburg und Leipzig gegen zwei Teams, die nach der abgelaufenen Saison etwas gutmachen müssen. Beide Vereine kommen mit einem neuen Trainer und wahrscheinlich einem für einige Millionen neu zusammengestellten Kader daher. Am fünften Spieltag duellieren sich die Kölner dann mit dem Pokalsieger VfB Stuttgart. Die Schwaben haben zwar in der Bundesliga vergangene Saison nicht gerade überzeugt. Dass sie trotzdem große Qualität haben, ist aber unbestritten. Eine Sache, die für den 1. FC Köln besonders bitter ist: An den ersten vier Spieltagen hat der FC drei Auswärtsspiele. Nach Mainz ist erst die Partie gegen Stuttgart wieder zuhause. Das könnte es schwerer machen, die positive Stimmung nach dem Aufstieg mitzunehmen. Und es ist natürlich auch schade für die Fans, die ihre Mannschaft in der Bundesliga vom Start weg unterstützen wollen, das dadurch aber zumindest weniger machen können.

Derby am 10. Spieltag

Bis zum ersten Derby nach dem Wiederaufstieg müssen sich alle Kölner-Fans aber ein bisschen gedulden. Am 10. Spieltag spielen die Geißböcke gegen Borussia Mönchengladbach. In der Hinrunde müssen die Kölner auswärts ran. Genauso ist es beim Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen. Diese Partie steigt am 14. Spieltag in Leverkusen. Kurz vor Rückrunden- und logischerweise auch Saisonschluss könnte es dann am 16. beziehungsweise 33. Spieltag zu einem echten Kracher im Kampf gegen den Abstieg kommen: Dann wartet der 1. FC Heidenheim auf den FC. Die Heidenheimer waren in der abgelaufenen Saison bis zum Schluss im Abstiegskampf, retteten sich erst über die Relegation. Falls beide Mannschaften an den letzten Spieltagen abstiegsgefährdet sind, was nicht unwahrscheinlich ist, könnte es sich bei dem Duell um ein Endspiel handeln.

Das Spiel könnte insofern besonders wichtig für den FC sein, weil es im letzten Spiel der Saison sehr schwer werden wird, zu gewinnen. Denn zum Abschluss wartet mit dem Rekordmeister FC Bayern München die größtmögliche Herausforderung auf die Geißböcke. Ob die Kölner am 34. Spieltag in München einen oder gar drei Punkte holen werden, darf bezweifelt werden. So oder so dürften sich die Fans des 1. FC Köln in einer Sache einig sein: Am besten kommt es gar nicht mehr auf die letzte Partie an und der FC hat schon vorher die Klasse gehalten.

Alle Spiele im Überblick

22-24. August 2025: 1.FSV Mainz 05 – 1. FC Köln
29.-31. August 2025: 1. FC Köln – SC Freiburg
12.-14. September 2025: VfL Wolfsburg – 1. FC Köln
19.-21. September 2025: RB Leipzig – 1. FC Köln
26.-28. September 2025: 1. FC Köln – VfB Stuttgart
03.-05. Oktober 2025: TSG Hoffenheim – 1. FC Köln
17.-29. Oktober 2025: 1. FC Köln – FC Augsburg
24.-26. Oktober 2025: Borussia Dortmund – 1. FC Köln
31.-02. Oktober/November 2025: 1. FC Köln – Hamburger SV
07.-09. November 2025: Borussia Mönchengladbach – 1. FC Köln
21.-23. November 2025: 1. FC Köln – Eintracht Frankfurt
28.-30 November 2025: Werder Bremen – 1. FC Köln
05.-07. Dezember 2025: 1. FC Köln – FC St. Pauli
12.-14. Dezember 2025: Bayer 04 Leverkusen – 1. FC Köln
19.-21. Dezember 2025: 1. FC Köln – Union Berlin
09.-11. Januar 2026: 1. FC Heidenheim – 1. FC Köln
13.-15 Januar 2026: 1. FC Köln – FC Bayern München
16.-18. Januar 2026: 1. FC Köln – 1.FSV Mainz 05
23.-25. Januar 2026: SC Freiburg – 1. FC Köln
30.-01. Januar/Februar 2026: 1. FC Köln – VfL Wolfsburg
06.-08. Februar 2026: 1. FC Köln – RB Leipzig
13-15. Februar 2026: VfB Stuttgart – 1. FC Köln
20.-22. Februar 2026: 1. FC Köln – TSG Hoffenheim
27.-01. Februar/März 2026: FC Augsburg – 1. FC Köln
06.-08. März 2026: 1. FC Köln – Borussia Dortmund
13.-25 März 2026: Hamburger SV – 1. FC Köln
20.-22. März 2026: 1. FC Köln – Borussia Mönchengladbach
04.-05. April 2026: Eintracht Frankfurt – 1. FC Köln
10.-12. April 2026: 1. FC Köln – Werder Bremen
17.-19. April 2026: FC St. Pauli – 1. FC Köln
24.-26. April 2026: 1. FC Köln – Bayer 04 Leverkusen
02.-03. Mai 2026: Union Berlin – 1. FC Köln
08-10. Mai 2026: 1. FC Köln – 1. FC Heidenheim
16. Mai 2026: FC Bayern München – 1. FC Köln

Baustellen auf den Außen: Diese Schienenspieler könnten für den 1. FC Köln interessant sein

Jakub Kaminski soll zum 1. FC Köln wechseln
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Baustellen auf den Außen: Diese Schienenspieler könnten für den 1. FC Köln interessant sein

Mit Ragnar Ache und Isak Johannesson hat sich der 1. FC Köln schon zweimal auf Positionen im Zentrum verstärkt. Damit ist es aber noch nicht genug. Denn Baustellen bleiben unter anderem auf den Außenbahnen: Diese Schienenspieler könnten für den 1. FC Köln interessant sein.

Viele Transfergerüchte hat es rund um den 1. FC Köln in den letzten Wochen gegeben. Einige davon waren über Spieler, die auf den Außen zuhause sind. Denn auf den Positionen möchten sich die Kölner noch verstärken. So könnte der FC seine Baustellen auf den Außenbahnen beheben: Diese Schienenspieler könnten für den 1. FC Köln interessant sein. Es handelt sich dabei nicht zwingend um Gerüchte!

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Jérôme Roussillon: Reichlich (Bundesliga-)Erfahrung könnte der 1. FC Köln mit Jérôme Roussillon verpflichten. Der Linksverteidiger, der auch eine Position weiter vorne spielen kann, spielte bei Union Berlin in der vergangenen Saison keine Rolle mehr. Sein Vertrag läuft aus, er wäre also ablösefrei zu haben. In der Vergangenheit stellte der 32-Jährige aber schon mehrfach unter Beweis, dass er gutes Bundesliga-Niveau erreichen kann. Vielleicht könnte er in Köln wieder an diese Zeiten anknüpfen.

Köln als neue Chance

Niels Nkounkou: Besonders die offensiven Qualitäten stechen bei Frankfurts Niels Nkounkou hervor. Der linke Schienenspieler lebt von seiner Dynamik und Geschwindigkeit, lässt vorne gerne seine Gegner stehen. Mit 24 Jahren hat er vielleicht auch noch Potenzial, dass der neue Köln-Trainer Lukas Kwasniok zum Vorschein bringen könnte. Seine Qualitäten konnte er nämlich in der abgelaufenen Saison nur wenig zeigen. An den letzten fünf Spieltagen kam er gerade mal zu fünf Einsatzminuten. Daher ist es sehr wahrscheinlich, dass die Eintracht ihn abgeben möchte. Nkounkous Marktwert wird auf 3,5 Millionen Euro geschätzt. Trotz Vertrags bis 2028 dürften die Frankfurter bei der Summe verhandlungsbereit sein.

Luca Netz: Ein weiterer linker Außenverteidiger mit Stärken in der Offensive ist Luca Netz. Einst galt er auf seiner Position als eines der größten deutschen Talente, bestritt unter anderem 17 U21-Länderspiele und hat heute mir erst 22 Jahren schon 109 Bundesligaspiele absolviert. In der vergangenen Spielzeit wurde ihm in Gladbach nach einer Fußverletzung jedoch sein Stammplatz von Lukas Ullrich abgenommen. Einer der Gründe ist Netz` Schwäche in der Defensive. Gerade sein Zweikampfverhalten ist ausbaufähig. Wenn Kwasniok beim 1. FC Köln jedoch wie in Paderborn mit einer Dreierkette spielt und Netz als Schienenspieler ran darf, könnte der FC diese Schwächen vielleicht besser ausgleichen. Und im Angriff wäre Netz definitiv ein Gewinn. Sein Vertrag in Gladbach läuft nur noch bis 2026. Allerdings ist sein geschätzter Marktwert von immer noch sechs Millionen Euro für die Kölner sehr hoch. Auch soll es bereits Interesse aus England und Italien geben.

Wie bewertet ihr die FC-Profis in dieser Saison?

Aaron Zehnter: Auch Aaron Zehnter könnte der neue offensivstarke Schienenspieler des 1. FC Köln werden. In Paderborn spielte er letzte Saison unter dem neuen neuen Kölner Trainer Lukas Kwasniok groß auf, gab in 32 Zweitligaspielen zwölf Vorlagen und erzielte drei Tore. Da er wahrscheinlich auch noch großes Entwicklungspotenzial besitzt, wäre Zehnter eine Topverpflichtung für den FC. Auch könnte sich die gute Verbindung zu Kwasniok als Trumpf erweisen, denn viele andere Erstligisten sind ebenfalls am 20-Jährigen dran. Laut transfermarkt.de beträgt Zehnters Marktwert sechs Millionen Euro. Eine Summe, die der 1. FC Köln wohl nur mit Verkäufen aufbringen könnte.

Fabian Rieder: Erfahrung in der Bundesliga, allen drei europäischen Wettbewerben und der Schweizer Nationalmannschaft hat Fabian Rieder – und das mit gerade mal 23 Jahren. Seine Stammposition ist auf Rechtsaußen, wo er mit seinem starken linken Fuß nach innen ziehen kann. Dabei zeichnet ihn eine gute Technik und Spielintelligenz aus, er hat aber auch Qualitäten im Gegenpressing. In der abgelaufenen Saison war er von Stade Rennes zum VfB Stuttgart ausgeliehen, konnte dort seine Stärken aber nur in Ansätzen zeigen. Darum zog der VfB auch nicht die Kaufoption über kolportierte 14 Millionen Euro. Rieders Marktwert wird inzwischen nur noch auf sechs Millionen Euro geschätzt, damit wäre er für den 1. FC Köln wohl nur bei eigenen Abgängen finanzierbar. Es gibt aber Gerüchte, dass Borussia Mönchengladbach und der FC Augsburg sich mit dem Spieler beschäftigen.

Tempo für die Außen

Tim Skarke: Einen extrem schnellen Spieler für Links- sowie Rechtsaußen könnte der 1. FC Köln mit Tim Skarke bekommen. 2024/25 kam er auf eine starke Höchstgeschwindigkeit von 35,56 km/h. In der Hinsicht könnte er eine echte Verstärkung für den FC sein, der auf der Suche nach mehr Tempo ist. Bei Union Berlin war Skarke aber nur Rotationsspieler. Für den SV Darmstadt 98 spielte er aber 2023/24 eine starke Bundesliga-Saison, erzielte acht Tore und zwei Vorlagen. Er kann also auch bei einer Mannschaft im Abstiegskampf überzeugen, was ihn für die Kölner noch interessanter machen könnte. Mit einem Marktwert von zwei Millionen Euro laut transfermarkt.de wäre er außerdem vergleichsweise günstig.

Noah Weißhaupt: Bewiesen, dass er einem Verein Abstiegskampf helfen kann, hat auch Noah Weißhaupt vom SC Freiburg. Nach kaum Einsätzen in der Hinrunde wurde er im Winter an den FC St. Pauli verliehen und überzeugte. Weißhaupt ist stark im Eins-gegen-Eins und schlägt präzise Flanken mit seinem guten rechten Fuß. Am häufigsten spielt er Linksaußen, um von da aus nach innen zu ziehen. Weißhaupt kann aber auch auf rechts und noch mehr als Schienenspieler spielen. Allerdings muss er sich noch in seinem Pressingverhalten verbessern. Der Marktwert des 23-Jährigen wird auf fünf Millionen Euro geschätzt. Ob die Freiburger ihn abgeben würden steht nicht fest, vielleicht wäre auch eine Leihe eine Option. Diese wäre aber nur möglich, wenn Weißhaupt noch mehr als ein Jahr Vertrag hat. Die genaue Länge ist aber nicht bekannt.

Bundesliga-Erfahrung en masse

Pavel Kaderabek: Auf inzwischen 256 Bundesligaspiele kann Pavel Kaderabek zurückblicken. Ein Jahrzehnt lang war er als Hoffenheims Rechtsverteidiger gesetzt. Gerade zum Schluss der vergangenen Saison stellte der 33-Jährige seine Qualitäten nochmal unter Beweis. Trotzdem verlängerte die TSG seinen Vertrag nicht. Das gibt dem 1. FC Köln die Chance, einen immer noch überzeugenden und fitten Spieler zu holen, der vom Abstiegskampf in der Bundesliga bis zur Champions League wirklich alles gesehen hat. Außerdem kann Kaderabek auch offensiver und als Linksverteidiger eingesetzt werden.

Felix Passlack: Genau die gleichen Positionen kann auch Felix Passlack vom VfL Bochum ausfüllen. Beim VfL war er in der Abstiegssaison eine der wenigen Konstanten, lieferte sechs Vorlagen und ein Tor in 31 Spielen in der Bundesliga. Sein Vertrag in Bochum läuft nur noch ein Jahr, sein Marktwert wird auf zwei Millionen geschätzt. Gut möglich, dass Bochum nach dem Gang in Liga zwei gesprächsbereit wäre. Die Verhandlungsposition für den 1. FC Köln wäre auf jeden Fall vorteilhaft.

Ein Ex-Kwasniok-Schützling als Verstärkung?

Florent Muslija: Beim SC Freiburg konnte sich Florent Muslija seit seinem Wechsel vor anderthalb Jahren noch überhaupt nicht durchsetzen. Deswegen ist es nur logisch, dass er eine neue Herausforderung sucht. Ein Interessent soll der 1. FC Köln sein. Bei den Geißböcken könnte er auf seinen früheren Trainer Lukas Kwasniok treffen, den er bereits aus Paderborner Zeiten und von der Karlsruher U17 und U19 bestens kennt. Der 26-Jährige ist variabel auf den offensiven Außen und im zentralen Mittelfeld einsetzbar und wegen seiner geringen Einsatzzeiten vergleichsweise günstig. Über eine potenzielle Ablösesumme von 1,5 Millionen Euro wird spekuliert. Auch eine Leihe wäre eine Option.

Gerrit Holtmann: Der 1. FC Köln ist auf der Suche nach mehr Tempo, Gerrit Holtmann könnte es liefern. Der Außenspieler ist mit einer Höchstgeschwindigkeit von 36,74 km/h in der abgelaufenen Saison einer der schnellsten Bundesliga-Spieler aller Zeiten. Neben seinem Speed weißt Holtmann auch ordentliche Werte in der Defensive, speziell wenn es um Balleroberungen geht. Sein Abschied vom VfL Bochum steht bereits fest, der Spieler wollte seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern.

Jakub Kaminski: Kurz vor einem Wechsel zum 1. FC Köln per Leihe steht wohl Jakub Kaminski. Und das würde für den FC durchaus Sinn ergeben. Der Noch-Wolfsburger kann auf den Außen so ziemlich jede Rolle spielen. Er hat einen starken Offensivdrang und einen guten rechten Fuß. Mit 34,66 km/h in der Saison 2024/25 bringt er außerdem ein ordentliches Tempo mit. Beim VfL Wolfsburg war der 23-Jährige jedoch nur noch Ergänzungsspieler, eine Leihe nach Köln könnte seine Karriere und Entwicklung wieder in Schwung bringen. Sein Marktwert liegt bei geschätzten fünf Millionen Euro.

Ausstiegsklausel, Abwanderungsgedanken oder doch Verbleib? Wie geht es weiter mit Eric Martel und dem 1. FC Köln

Eric Martel im Duell gegen Italien
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Ausstiegsklausel, Abwanderungsgedanken oder doch Verbleib? Wie geht es weiter mit Eric Martel und dem 1. FC Köln

Bis Samstag weilt Eric Martel noch bei der U21-EM in der Slowakei. Die Entscheidung über einen möglichen Verbleib oder Abgang beim FC soll erst im Anschluss an das Turnier fallen. Dann allerdings wohl sehr zügig, denn die Verantwortlichen brauchen Planungssicherheit. Wie ist der Stand bei Eric Martel vom 1. FC Köln?

Ist die Ausstiegklausel abgelaufen oder nicht? Gibt es bereits eine Tendenz über eine möglichen Entscheidung des Kölner Spielers? Fragen, die rund um das Geißbockheim immer wieder hochkochen und durchaus unterschiedlich beantwortet werden. Wie ist der Stand bei Eric Martel vom 1. FC Köln?

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Wenn man so will, war die Frage für Lukas Kwasniok dann auch vielleicht ein wenig kurios. Der neue Kölner Trainer sollte sich zu zwei Spielern äußern, die er bislang noch nicht trainiert hat und bei denen tatsächlich nicht klar ist, ob er sie in Zukunft trainieren wird. Eric Martel und Jan Thielmann weilen aktuell bei der U21-Europameisterschaft in der Slowakei, haben am Samstag sogar die Chance, den wohl größten Erfolg ihrer Karriere einzufahren, eben den EM-Titel. Mit dem Triumph würden die beiden Nationalspieler sicherlich auch nochmal an ihrem Marktwert schrauben, sich ins Schaufenster stellen. Vor allem Martel, der bislang als Kapitän immer in der Startelf gestanden hat, abgesehen von dem Duell gegen England in der Vorrunde, in der Bundestrainer Antonio Di Salvo bekanntlich eine B-Elf aufstellte und somit auch Jan Thielmann.

Welche Wahrheit ist die richtige?

Neben der Chance, sich in den Fokus zu spielen, hat das Erreichen des Endspiels auch für den FC einen Begleiteffekt. Denn Martel hatte angekündigt, sich erst nach dem Turnier Gedanken über seine Zukunft zu machen. So stolz die Kölner Verantwortlichen über die Leistung von Martel und Thielmann auch sein werden, in Sachen Planungssicherheit wäre ein früheres Aus auch nicht verkehrt gewesen. Und obwohl die Ansage zu den Zukunftsgedanken von Martel und seinem Berater klar kommuniziert war, kocht das Thema dann doch alle paar Tage wieder hoch. Kein Wunder, der Niederbayer ist einer der absoluten Leistungsträger beim FC, gilt in der Defensive als unersetzbar und in der Mannschaft als unumstrittener Leader. Die Kölner würden ihren Sechser gerne behalten.

Am Donnerstagabend ploppte das Thema wieder auf – und das mit unterschiedlichen Erzählweisen. Während der „Kölner Stadt-Anzeiger“ vermeldete, dass Martels Ausstiegsklausel ausgelaufen sei und sich der Sechser durchaus vorstellen könne, noch ein Jahr in Köln zu bleiben, vermeldete die Rundschau, Martel habe in der Rückrunde intern den Wunsch hinterlegt, sich im Sommer verändern zu wollen und die Ausstiegsklausel laufe noch bis zum 30. Juni, also der Montag nach dem EM-Finale. Welche Wahrheit am Ende des Tages die richtige ist, wissen wohl im Detail ohnehin nur die Beteiligten. Es gibt Anzeichen in beide Richtungen. So wird Thomas Kessler nicht müde zu betonen, dass man alles dafür tun werde, Martel zu behalten, ein weiteres Jahr zu formen. Der Sportdirektor klingt zumindest kämpferisch.

Für den Fall der Fälle

Auf der anderen Seite suchen die FC-Bosse augenscheinlich bereits nach einem Ersatz. Das muss nicht bedeuten, dass ein Wechsel beschlossene Sache ist. Vielmehr ist es erfreulich, dass die Kölner nicht das Risiko eingehen, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. Stand jetzt würde Martel im übrigen mit einem auslaufenden Vertrag in die anstehende Saison gehen. Ein Umstand, den der FC gerne verhindern würde. Doch der 23-Jährige hat aktuell keinen Grund, zwingend den Vertrag zu verlängern. Sollte Martel bleiben und eben keinen neuen Kontrakt beim FC unterschreiben, dann würde der Sechser im kommenden Sommer ablösefrei gehen können. Dann hätte Lukas Kwasniok den Niederbayern immerhin eine Spielzeit trainiert.

Steht Tom Krauß mit dem 1. FC Köln kurz vor der Einigung?

Tom Krauß soll auf der Liste des 1. FC Köln stehen.
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Steht Tom Krauß mit dem 1. FC Köln kurz vor der Einigung?

Bereits zeitnah könnte sich ein weiterer Zugang auf die Transfer-Liste der Kölner eintragen. Der 1. FC Köln steht offenbar vor der Verpflichtung von Tom Krauß. Es hapert wohl noch an den finalen Modalitäten. Auch der Deal mit Jakub Kaminski befindet sich wohl auf der Zielgeraden.

Aktuell stehen dem Vernehmen nach gleich zwei Transfers bei den Geißböcken vor dem Abschluss. Der 1. FC Köln steht dem Vernehmen nach vor der Verpflichtung von Tom Krauß. Auch Jakub Kaminski gilt als wahrscheinlicher Deal.

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Verpflichten die Kölner in den kommenden Tagen den Mittelfeldspieler? Abgeneigt sei der Mainzer gegenüber einem Wechsel ans Geißbockheim jedenfalls nicht, so heißt es zumindest. Und auch von Seiten der Rheinhessen ist zumindest eine Bereitschaft für einen Deal zu erkennen. Schon vor einiger Zeit hatte Mainz-Sportvorstand Christian Heidel angedeutet, dass es Gespräche mit dem FC geben würde. Bislang haperte es jedoch an den finalen Modalitäten. Mainz würde den Akteur gerne direkt abgeben, dem FC schwebt eine Leihe vor. Wie berichtet, ist der FSV aber auch bereit, den Spieler zu behalten. Auf wirklich viel Einsatzzeit darf Krauß in Mainz aber wohl nicht mehr hoffen und scheint auch deswegen an einem Abschied interessiert.

Leihe mit Kaufpflicht?

Die Kölner sollen zunächst wohl auf eine Leihe mit Kaufoption bestanden haben. Wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, soll es aber bereits eine andere konkrete Vorstellung der Finanzierung geben. So sollen die Geißböcke für die anstehende Saison zunächst ein Ausleihgebühr von circa 250.000 Euro bezahlen. Diese wäre allerdings gekoppelt an eine Kaufpflicht nach der Spielzeit 2025/26 für rund drei Millionen Euro. Laut des Kölner Stadt-Anzeigers würden die Mainzer diesem Deal zustimmen und auch die Gremien des 1. FC Köln könnten mit der Ausleihe mit Kaufpflicht leben.

Wie berichtet soll auch Jakub Kaminski per Leihe zum FC kommen. Der polnsiche Nationalspieler soll sich mit den Geißböcken einig sein. Auch der VfL ist mit einem Leihkonstrukt einverstanden. Polnische Medien berichten, dass die Gespräche sich in einer finalen Phase befänden. Kaminski wäre ein weiterer schneller Außenspieler.

22. Spieltag: Der 1. FC Köln spielt an Karneval in Stuttgart

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22. Spieltag: Der 1. FC Köln spielt an Karneval in Stuttgart

Es wird bereits fleißig über den kommenden Spielplan der Bundesliga spekuliert. Nun ist ein Duell offiziell: Der 1. FC Köln ist an Karneval zu Gast beim VfB Stuttgart. Das gab der Verein am Donnerstagabend bekannt.

Karneval in Baden-Württemberg? Um genau zu sein beim VfB. Der 1. FC Köln ist an Karneval zu Gast beim VfB Stuttgart. Das gab der Verein am Abend bekannt.

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Das Spiel selbst ist noch nicht genau terminiert. Es wird wohl Mitte Februar, sicher aber am 22. Spieltag, ausgetragen. Die beiden Teams sind bislang in 106 Pflichtspielen, 96 davon in der Bundesliga, aufeinandergetroffen. Mit 41 Siegen, 27 Unentschieden und 38 Niederlagen ist die Bilanz aus FC-Sicht positiv. Der komplette Spielplan der DFL wird am Freitag bekannt gegeben. Am Donnerstag gab es bereits die Benennung erster Spiele. Zum Auftakt der neuen Saison empfängt der FC Bayern München im Topspiel RB Leipzig in der Allianz-Arena, außerdem wurde schon die Begegnung Eintracht Frankfurt gegen Werder Bremen offiziell bestätigt. Alle weiteren Spieltage gibt es am Freitag. Die genaue Terminierung findet meist in Blöcken statt.

Wie bewertet ihr die FC-Profis in dieser Saison?

Nicht die besten Erinnerungen

Karnevalsspiele sind für den FC nicht gerade in bester Erinnerung. Seit sechs Jahren haben die Kölner keins mehr gewonnen. 2020 gewann der FC gegen Hertha BSC 5:0, ein Jahr zuvor setzte sich Köln gegen Ingolstadt 2:1 durch. Sonst gewannen die Geißböcke keine Begegnung der vergangenen 15 Jahre. Im vergangenen Jahr unterlag der FC dem Karlsruher SC 0:1. Der FC hat bereits auf seinen Sozialen Kanälen die ersten Posts zu dem Thema abgeschickt: „Die DFL hilft uns netterweise bei der schnellstmöglichen Karnevalsplanung. Heute wurde bereits ein feststehender Spieltag veröffentlicht, bevor morgen der gesamte Spielplan kommt. Für allen jecken FC-Fans: Karneval geht’s nach Stuttgart zum VFB“, heißt es in einem Post, der mit Karnevalsbildern vergangener Tage garniert ist.

Einigung erzielt? Jakub Kaminski steht offenbar unmittelbar vor dem Wechsel zum 1. FC Köln

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Einigung erzielt? Jakub Kaminski steht offenbar unmittelbar vor dem Wechsel zum 1. FC Köln

Der dritte Sommer-Transfer steht bei den Geißböcken offenbar bevor. Jakub Kaminski steht wohl unmittelbar vor dem Wechsel zum 1. FC Köln. Das berichten polnische Medien übereinstimmend.

Geht jetzt alles ganz schnell? Jakub Kaminski steht wohl kurz vor dem Wechsel zum 1. FC Köln. Das berichten mehrere polnische Medien. Demnach ist eine Leihe fest geplant.

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Noch am Mittwoch hatte Thomas Kessler bei der Vorstellungs-Pressekonferenz von Lukas Kwasniok angedeutet, dass es in Sachen Transfers aktuell noch nichts zu vermelden gäbe. Nun bahnt sich aber der Transfer eines Nationalspielers an. Wie berichtet, ist der FC an Jakub Kaminski vom VfL Wolfsburg interessiert und ein Wechsel steht wohl unmittelbar bevor. So berichtet das polnische Online-Magazin „meczyki.pl„, dass sich die Gespräche der beiden Clubs in der Endphase befänden. Das Portal berichtet weiter, dass sich auch der FC Augsburg um die Dienste des Polen bemüht habe, der FC aber nun den Zuschlag erhält. Es läuft alles auf eine Leihe mit Kaufoption heraus. Dass die wie in den Sozialen Medien kolportiert bei sieben Millionen Euro liege, ist aber eher unwahrscheinlich.

Wie bewertet ihr die FC-Profis in dieser Saison?

Kaminski auf dem Wunschzettel


Der Marktwert des Schienenspielers liegt bei rund fünf Millionen Euro. Über die Ablöse im Kauffall wird wohl gerade noch verhandelt. Kaminski spielte in der Jugend bei Lech Posen, jenem Verein, mit dem Rasmus Carstensen in diesem Sommer Meister wurde. Im Sommer 2022 wechselte der Außenbahnspieler für rund zehn Millionen Euro zum VfL, ein Jahr später lag der Marktwert bereits bei zwölf Millionen Euro. Kaminski wurde auch in das Aufgebot der polnischen Nationalmannschaft für die vergangenen Freundschaftsspiele gegen Moldawien sowie das WM-Quali-Spiel gegen Finnland berufen. In beiden Partien kam der 23-Jährige zum Einsatz, bereitete gegen Moldawien den 2:0-Endstand vor.

Kaminski könnte auf den Außen so ziemlich jede Position spielen, ist aber eigentlich in der Offensive zu Hause, da sind die Kölner mit Said El Mala und Linton Maina eigentlich gut aufgestellt. Aktuell haben sich die Kölner mit Isak Johannesson und Ragnar Ache für knapp zehn Millionen Euro verstärkt. Neben Kaminski gilt weiterhin Tom Krauß als wahrscheinlicher Transfer. Der Mittelfeldspieler soll von Mainz ausgeliehen werden. Der FC will sich weiterhin auf einigen Positionen verstärken. Nach den frühen Verpflichtungen von Ragnar Ache und Isak Johannesson war es zuletzt ein wenig still geworden.

Lukas Kwasniok setzt auf die Entwicklung – für die Eigengewächse wird es dennoch kein Selbstläufer

Etienne Borie im Spiel für den 1. FC Köln gegen Fortuna Düsseldorf
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Lukas Kwasniok setzt auf die Entwicklung – für die Eigengewächse wird es dennoch kein Selbstläufer

Die Entwicklung junger Talente war und ist beim FC ein Dauerthema. Darauf zählen die Verantwortlichen auch bei Lukas Kwasniok. Ein Selbstläufer wird das nicht. In der vergangenen Saison haben gleich sieben Youngster ihr Profi-Debüt gefeiert beim 1. FC Köln: Ist die Einbindung der Eigengewächse realistisch?

Der neue Trainer scheut sich nicht auf den Nachwuchs zu setzen. Doch ein großes Umdenken wird es nicht geben beim 1. FC Köln: Ist die Einbindung der Eigengewächse realistisch?

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Das Anforderungsprofil bei der Suche des neuen Trainers soll beim FC ziemlich eindeutig und Lukas Kwasniok entsprechend schnell gefunden gewesen sein. Zumindest war der 44-Jährige der erste Kandidat, mit dem Thomas Kessler gesprochen habe. Der offensive Spielstil ist aber nur der eine Teil, ein mindestens genauso wichtiger aber das Versprechen in die Zukunft. Kwasniok gilt als ein Macher, als ein Entwickler. Und das Thema der Entwicklung der Eigengewächse umgibt den FC bekanntlich schon seit einiger Zeit. Die Statistik der vergangenen Saison ist eigentlich keine schlechte: Gleich sieben Spieler gaben ihr Profi-Debüt für die Geißböcke. Ex-FC Trainer Gerhard Struber setzte die Youngster Julian Pauli, Elias Bakatukanda, Jaka Potocnik, Neo Telle, Oliver Schmitt, Mikail Özkan und Meiko Sponsel im Laufe der Spielzeit ein. „Wir sind aktuell die Profimannschaft, die im deutschen Fußball den Spielern unter 23 Jahren die meisten Spielminuten ermöglicht hat“, betonte der heutige Ex-Sportdirektor Christian Keller bei der Vorstellung der FC-Akademie Mitte März.

Kein leichter Weg

Doch ganz so golden ist eben nicht alles, was glänzt, die Wahrheit dann doch auch ein wenig eine andere. Denn die Einsätze erfolgten mindestens zum Teil auch aus einer gewissen Not und ganz sicher aus dem Registrierungsverbot heraus. Gerade in der Kölner Verteidigung war die Besetzung zeitweise schon sehr dünn. Vier der sieben Debütanten sind Innenverteidiger. Eine Position, die nach dem Weggang von Jeff Chabot beim FC dann doch eher eine Schwachstelle darstellte und auch deswegen ausgebessert werden soll. Mit den zwischenzeitlichen Ausfällen von Timo Hübers, Dominique Heintz und Julian Pauli bot sich also für die Youngster die Chance auf Einsatzzeit – gezwungenermaßen. Im Winter wurde zwar nachjustiert, doch so richtig dick besetzt waren die Kölner auch weiterhin nicht.

Der Kader wird noch Zuwachs bekommen

Nun aber wird sich der Kader aber wohl breiter aufstellen. Im Mittelfeld und im Angriff gab es bereits Zuwachs durch Ragnar Ache und Isak Johannesson. Beides Spieler, die wohl nicht für einen Platz auf der Bank ans Geißbockheim geholt wurden. Auf nahezu jeder Positionsgruppe sollen weitere Neuverpflichtungen folgen. Und so wird der Konkurrenzkampf in der anstehenden Bundesliga-Saison wohl doch nochmal härter. Die Chancen auf viel Einsatzzeit schwinden somit für die Youngster. Auch deswegen stehen einige Leihen auf dem Plan. Jaka Potocnik ist ein Kandidat, aber auch Neo Telle und Emin Kujovic winken Leihen, nach der erhofften Vertragsverlängerung. Es ist also damit zu rechnen, dass gemessen am Vorjahr deutlich weniger Talente die Chance auf ein Profi-Debüt unter dem neuen Trainer Kwasniok erlangen werden.

„Wenn die Jungs die Qualität haben, lass sie einfach laufen“

Dabei ist der Trainer durchaus gewillt, jungen Spielern eine Chance zu geben. „Wenn die Jungs die Qualität haben, lass sie einfach laufen. Es ist die Kunst, nicht nur ein- oder zweimal in der Bundesliga ein Spiel abzuliefern. Es wird Wellenbewegungen geben“, sagte Kwasniok. „Ich scheue mich aber nicht davor, junge Spieler reinzuwerfen. Wir haben einen Deutschen Meister hier im Haus. Es wird eine gute Mischung geben müssen. Ich werde sie aber nicht davor schützen, ihre Qualität auf dem Platz zeigen zu dürfen.“ Dabei stellt sich durchaus die Frage, ob und welche Spieler der Kölner Reserve eine Chance erhalten werden. „Es wird sicherlich den ein oder anderen Jugendspieler geben, der von uns noch mitgeteilt bekommt, dass er die Chancen haben wird, sich oben zu zeigen“, sagte Thomas Kessler. „In der Hoffnung, wo vielleicht der ein oder andere dabei ist, bei dem der Trainer sagt, dass er vielleicht nur den Namen kannte und sieht, dass er es richtig gut macht.“

Youngster wie Fayssal Harchoui, Etienne Borie oder vielleicht auch Youssoupha Niang werden sicherlich genau diese Möglichkeit bekommen. Ob es am Ende dann für Einsatzzeit bei den Profis reicht, wird sich zeigen und in den Händen von Lukas Kwasniok liegen. Der ist immerhin als Entwickler bekannt.