Die Transfers beim 1. FC Köln zwischen suchen, warten und hoffen – Thomas Kesslers erste schwere Prüfung

Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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Die Transfers beim 1. FC Köln zwischen suchen, warten und hoffen – Thomas Kesslers erste schwere Prüfung

Der Auftakt war mit Ragnar Ache, Isak Jonannesson und Lukas Kwasniok vielversprechend. Die Euphorie hat in den vergangenen Tagen aber durch vermeintliche Absagen einen herben Dämpfer erfahren. Die Suche nach neuen Spielern gestaltet sich offenbar schwieriger als gedacht, der FC tut sich schwer mit dem ein oder anderen Transfer: Thomas Kessler steht vor einer schweren Aufgabe.

Beim Mitgliederstammtisch am Dienstag betonte Thomas Kessler, dass die ersten beiden Transfers doch schon einmal gesessen hätten. Tatsächlich sind Ragnar Ache und Isak Johannesson auf den ersten Blick Verstärkungen. Doch der FC wird noch weitere Spieler benötigen, tut sich aber schwer mit dem ein oder anderen Transfer: Thomas Kessler steht vor einer schweren Aufgabe.

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Glaubt man den Worten von Thomas Kessler, dann ist an einem Großteil der aktuell kursierenden Transfergerüchte nicht sonderlich viel dran. Der neue Sportdirektor des 1. FC Köln gab sich beim Mitgliederstammtisch am Dienstagabend souverän, seriös und hin und wieder sogar emotional. Der 39-Jährige machte eine insgesamt doch sehr gute Figur. Seine Aussage zu den Transfergerüchten ist natürlich mit ein wenig Vorsicht zu genießen. Mit großer Wahrscheinlichkeit haben die ein oder anderen gehandelten Namen viel von Gestocher im Nebel, doch sicherlich wird der ehemalige Keeper auch keine Namen der breiten Öffentlichkeit präsentieren, bevor er nicht Nägel mit Köpfen gemacht hat. Und da hapert es gerade ein wenig. Kessler hatte furios losgelegt, den Deal mit Ragnar Ache zumindest finalisiert und den von Isak Johannesson wohl auf die Schiene und dann auch ins Ziel gebracht. Es folgte die Verpflichtung von Lukas Kwasniok.

Schon drei Transferpoker verloren?

Nach dem Transfer des Trainers ist es aber ruhig geworden. Vielleicht ein wenig zu ruhig. Denn da stehen aktuell drei Namen, die der FC auf der Liste gehabt haben soll, die sich aber letztendlich gegen die Kölner entschieden haben. Mit Jordan Torunarigha und Rayan Philippe werden wohl zwei künftig Gegner der Geißböcke sein. Jonjoe Kenny spielt dagegen künftig in Saloniki bei PAOK. Alle drei hätten nicht nur sportlich wohl gut zu den Geißböcken gepasst. Sie wären auch noch ablösefrei gewesen, die Kölner hätten bis auf Philippe Bundesliga erfahrene Spieler zum Nulltarif bekommen – natürlich abgesehen von Gehältern. Und die könnten letztlich den Unterschied gemacht haben. Kessler betonte am Dienstag, dass man im ganz großen Teich in Sachen Transfers eben nicht mitschwimmen könne.

Tatsächlich werden aktuell auch zahlreiche Namen gehandelt, die dann wiederum eine ordentliche Ablöse mit sich bringen würden. Von Salih Özcan über Willem Geubbels bis Tom Krauß – für jeden der Akteure müssten die FC-Bosse Scheine auf den Tisch legen. Und bei wiederum vielen dieser Spieler wohl mehr Scheine als die Schatulle aktuell wirklich hergibt. Und so befinden sich die Kölner in einer doch misslichen Lage. Der FC braucht Gelder für angestrebte Neuverpflichtungen, muss dafür aber wiederum das Tafelsilber verkaufen, das der Club eigentlich liebend gerne halten würde. „Wir haben den ein oder anderen Spieler, der in sein letztes Vertragsjahr geht und wo wir gucken müssen, wie entscheiden wir uns da“, sagte der Sportdirektor. Dabei ist es ganz offensichtlich nicht immer die Entscheidung der Kölner.

Es ist kein leichter Transfermarkt

Bei Max Finkgräfe werden die Geißböcke mit großer Wahrscheinlichkeit einem Weggang keine Steine in den Weg legen. Bei Damion Downs und Eric Martel, aber wohl auch bei Timo Hübers und Jan Thielmann liegt die Entscheidung wohl eher auf der anderen Seite. Zwar haben die FC-Bosse letztendlich die Möglichkeit, den Verbleib zu erzwingen. Doch würden die Akteure dann im kommenden Sommer ablösefrei gehen und das Szenario will man beim FC spätestens nach dem Abgang von Tim Lemperle Richtung Hoffenheim wohl endgültig hinter sich lassen. Kessler und Co. warten also eigentlich auf die Entscheidungen von Martel und Co. Denn erst wenn sich dort Entscheidungen abzeichnen, ist auch abzusehen, mit welchem Geld wieder in neue Spieler inverstiert werden kann.

Thomas Kessler steht vor einer schweren Aufgabe

Die Verkäufe von Downs, Martel und Fingräfe würden wohl insgesamt zweistellige Millionenerlöse mit sich bringen. Nur ist das Kaderproblem damit auch zum Teil nur verschoben. Denn der FC müsste auch diese Spieler adäquat nachbesetzen. Und dann ist da noch das Thema Zeitfaktor. Denn Martel und Downs werden sich wohl erst nach ihren Länderspielreisen entscheiden und die können bis zum Juli andauern. Gut möglich, dass dann auch weitere Transferverhandlungen zu Gunsten der Mitkonkurrenten gehen. Es ist kein leichter Transfermarkt, dem sich Kessler in seiner ersten Phase als Sportdirektor stellen muss.

Und so sprach der 39-Jährige auch das Thema Leihen an. Gerade für Spieler, die sich aktuell in keiner glücklichen Phase bei ihrem Verein befinden und beim FC vielleicht wieder auf die Spur kommen könnten. In Bezug auf die eigenen Leihen sprach der Sportdirektor später eine andere Wahrheit aus. Leihen können funktionieren, müssen sie aber nicht. Auch die Erfahrung hat der FC in den vergangenen Jahren machen müssen.

Jan Thielmann und Eric Martel vom 1. FC Köln feiern bei der U21-EM den dritten Sieg mit der DFB-Auswahl

Jan Thielmann im Trikot der U21
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Jan Thielmann und Eric Martel vom 1. FC Köln feiern bei der U21-EM den dritten Sieg mit der DFB-Auswahl

Nach den Siegen gegen Slowenien (3:0) und Tschechien (4:2) ist den deutschen Junioren der dritte Erfolg bei der U21-Europameisterschaft in der Slowakei gelungen. Trainer Antonio di Salvo stellte die komplette Startelf um. Die DFB-Auswahl gewinnt mit dem Duo vom 1. FC Köln gegen England 2:1.

Die Gruppenphase der U21-EM schließt die DFB-Auswahl als Gruppenerster ab. Das Team von Antonio di Salvo gewann mit der deutschen U21 2:1. Jan Thielmann vom 1. FC Köln stand gegen die Engländer von Beginn an auf dem Platz, Eric Martel fehlte in der Startelf und nahm auf der Bank platz, wurde in der Schlussphase jedoch noch eingewechselt. Die DFB-Auswahl gewinnt mit dem Duo vom 1. FC Köln gegen England 2:1.

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Mit den beiden ersten Duellen in der Gruppe B gegen Slowenien und Tschechien starteten Eric Martel und Jan Thielmann zum Auftakt der Europameisterschaft in der Slowakei bereits erfolgreich. Am Mittwochabend setzte sich die Auswahl von Bundestrainer Antonio di Salvo dann auch gegen England durch. Im Gegensatz zu den vergangenen beiden Spielen stand Eric Martel nicht von Beginn an auf dem Feld. Trainer di Salvo wechselte die komplette Startelf aus. Die deutschen Junioren erwischten einen perfekten Start in die Partie. Bereits in der 4. Minute eroberten Nelson Weiper und Caspar Jander den Ball gegen Elliot Anderson und leiteten den Konter ein. Lukas Ullrich flankte den Ball aus dem linken Halbfeld in den Sechszehner. Ansgar Knauff kontrollierte die Kugel perfekt und versenkte das Spielgerät gekonnt im langen Eck zum frühen 1:0. In den weiteren Spielminuten wirkte die deutsche U21 ebenfalls frisch.

Schreckmoment bei Jan Thielmann

Auch Thielmann fand gut in die Partie und überzeugte früh durch zwei starke Pässe auf Knauff. Dieser nahm die Pässe zwar gut an, konnte sich aber gegen die gegnerische Abwehr nicht durchsetzen. Ein Abschluss von Omari Hutchinson aus gut acht Metern verfehle das Tor von DFB-Keeper Tjark Ernst und ging links am Kasten vorbei. Für einen kurzen Schreckmoment sorgte Thielmann, der direkt vor der deutsche Bank gefoult wurde und behandelt werden musste. Für den Kölner ging es allerdings schnell weiter. Die deutsche Elf machte weiter Druck und belohnte sich in der 33. Minute mit dem 2:0 durch Nelson Weiper nach Vorarbeit von Knauff. Mit der komfortablen Führung ging es in die Halbzeit. Deutschland präsentierte sich in den ersten 45 Minuten sehr effizient. Fun Fakt: In der letzten Minute der Nachspielzeit fiel ein Flutlichtmast aus.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit wechselte Lee Carsley gleich dreimal das Personal, di Salvo blieb bei seiner Startelf. Die Partie verlor zunächst an Schnelligkeit, die Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe, kreierten allerdings keine großen Chancen. Auch wenn die Engländer über mehr Ballbesitz verfügten und bis ins letzte Drittel vorstoßen konnten, stand die deutsche Defensive lange stabil und verteidigte sicher. In der 76. Minute gelang den Engländern durch Alex Scott der Anschlusstreffer. Nach einem Flachpass von Omari Hutchinson musste Scott nur noch den Fuß hinhalten. Di Salvo wechselte Paul Nebel und Nicolo Tresoldi für Ansgar Knauff und Merlin Röhl ein. Das Spiel nahm an Fahrt auf und der deutsche Coach verstärkte in den letzten fünf Minuten die Abwehrreihe durch einen Wechsel von Weiper durch Bright Arrey-Mbi. Auch Eric Martel und Elias Baum bekamen noch Spielzeit und wurden in der 88. Minute eigewechselt, hatten aber keinen Zugriff mehr auf die Partie.

Den DFB-Junioren gelang der dritte Sieg in der Gruppe B. Als Tabellenführer trifft die DFB-Auswahl am Sonntag, den 22. Juni im Viertelfinale auf Italien, England trifft am Tag vorher auf Spanien.

Mit Tempo in die neue Saison? Der 1. FC Köln sucht nach mehr Geschwindigkeit

Lucas Monzon (links) soll auf der Liste des 1. FC Köln stehen
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Mit Tempo in die neue Saison? Der 1. FC Köln sucht nach mehr Geschwindigkeit

Besonders schnell war der 1. FC Köln in der letzten Saison nicht unterwegs. Nicht im Aufstiegsrennen, aber auch nicht die Spieler. Nur ein Kölner konnte mit den schnellsten Spielern der 2. Bundesliga mithalten. In der Bundesliga könnte genau das zur Herausforderung werden: Wie löst der 1. FC Köln sein Tempoproblem?

Der Fußball wird immer athletischer und darum auch immer schneller. Genau da hat der 1. FC Köln aber Nachholbedarf. Im Vergleich zu der Konkurrenz waren die Geißböcke in der abgelaufenen Spielzeit eher langsam unterwegs. Gerade in der Bundesliga könnte das Probleme bedeuten: Wie löst der 1. FC Köln sein Tempoproblem?

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Gerade zu Beginn der abgelaufenen Zweitligasaison war es eins der ganz großen Themen. Vier Gegentore gegen den KSC, fünf gegen Darmstadt – meist nach Kontern und damit verbunden die Frage, ob der 1. FC Köln ein Geschwindigkeitsproblem hat. Der Blick in die Statistik der Höchstgeschwindigkeit verrät: Nur ein Kölner Spieler gehört zu den schnellsten Spielern der Liga. Linton Maina kam letzte Saison auf einen Bestwert von 35,87 km/h und lag damit auf Platz elf der schnellsten Spieler der 2. Bundesliga. Bis der nächste Akteur des FC in jener Bilanz auftaucht, muss man aber lange suchen. Erst auf Platz 70 befindet sich Winterneuzugang Joël Schmied mit 34,29 km/h. Insgesamt schaffen es nur vier Kölner Spieler in die Top-100. Zum Vergleich: Vom Mitaufsteiger Hamburger SV sind es gleich doppelt so viele.

Noch langsamer im Vergleich zur Bundesliga

Zwar ist der Topspeed am Ende des Tages nicht alles, aber vielleicht doch viel. Dass der 1. FC Köln in der Hinsicht nachbessern muss, zeigt sich auch, wenn man sich die Werte der Bundesliga aus der abgelaufenen Saison anschaut. In dieser gab es deutlich mehr schnellere Spieler als im Unterhaus: Nur Linton Maina wäre vom FC noch in den ersten 100 Plätzen vertreten, allerdings auf Platz 20. Um in der Bundesliga mithalten zu können, muss da vermutlich deutlich mehr kommen. Vor allem, wenn der Verein den vom neuen Trainer Lukas Kwasniok ausgerufenen Spielstil umsetzen möchte. Kwasniok hat schon angekündigt, auf „intensiven, vielleicht auch etwas wilden Fußball“ setzen zu wollen. Außerdem wird der FC in der Bundesliga sicherlich öfter als Außenseiter in Spiel gehen. Es kann sich also lohnen, auf schnelle Umschaltspieler zu setzen.

Wie bewertet ihr die FC-Profis in dieser Saison?

Dass der Verein die fehlende Geschwindigkeit als Problem erkannt hat, zeigt sich gerade besonders bei den Transfergerüchten. Gleich mehrere schnelle Spieler werden gehandelt. Zum Beispiel in der Defensive, in der vergangene Saison Dominique Heintz eine wichtige Rolle gespielt, der in Sachen Geschwindigkeit aber deutliche Defizite hat. Ein gehandelter Ersatz: Lucas Monzón, der bereits mit mehr als 37 km/h gemessen wurde, oder Calvin Brackelmann, vergangene Spielzeit 35,83 km/h schnell und damit auf Platz zwölf in der 2. Bundesliga. Letzteren kennt Trainer Kwasniok zusätzlich bereits aus Paderborn. Brackelmann war unter ihm in der abgelaufenen Saison Paderborner Abwehrchef, der Trainer weiß also um seine Stärken.

FC setzt auf Geschwindigkeit

Brackelmann ist damit auch nur minimal langsamer als der schnellste FC-Spieler Linton Maina. Mit dessen Vertragsverlängerung hatten die FC-Bosse bereits am Ende der abgelaufenen Saison den schnellsten Spieler des Kaders gehalten. Noch schneller wäre aber Stürmer Rayan Philippe von Eintracht Braunschweig, an dem der 1. FC Köln Interesse gehabt hat. Er knackte letzte Saison mit 36,39 km/h sogar die 36er-Marke. Ein Transfer wird wohl nicht zu Stande kommen, Philippe zieht es anscheinend zum Hamburger SV. Willem Geubbels von St. Gallen wurde ebenfalls mit einer Geschwindigkeit von mehr als 36 km/h genannt. Was sich also an den Gerüchten zeigt: Der 1. FC Köln hat erkannt, dass er mit mehr Tempo in die neue Bundesliga-Saison gehen muss und versucht das mit Transfers zu ändern.


Verliert der 1. FC Köln seinen Leader? Der SC Freiburg nimmt Eric Martel ins Visier

Eric Martel und Linton Maina
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Verliert der 1. FC Köln seinen Leader? Der SC Freiburg nimmt Eric Martel ins Visier

Aktuell heißt das Ziel Titelgewinn bei der U21-EM. Doch schon bald wird sich Eric Martel wieder auf den Liga-Alltag konzentrieren müssen. Für welchen Club ist dabei aber offen. Den Vertrag beim FC hat er noch nicht verlängert und die ersten Konkurrenten klopfen schon an. Der SC Freiburg ist an Eric Martel interessiert.

Bleibt er oder geht er? Der FC droht einen seiner absoluten Leistungsträger zu verlieren. Der Sechser ist zumindest ein begehrtes Ziel. Der SC Freiburg ist an Eric Martel interessiert.

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Wenn es nach Thomas Kessler geht, besteht kaum ein Zweifel, wo Eric Martel in der kommenden Spielzeit am besten aufgehoben ist. Beim Mitgliederstammtisch sprach der 39-Jährige davon, Martel „ein Paket zu bauen“, dass nicht nur finanziell den Erwartungen entsprechen sollte. Kessler habe bei dem Sechser auch noch Entwicklungsfelder ausgemacht und die würde der 23-Jährige doch am besten beim FC angehen, so der Tenor. Der FC ist bereit, sich für den eigentlichen Leader der Mannschaft zu strecken. „Wir werden alles versuchen, um Eric zu halten“, sagte Kessler kämpferisch, schob dann aber doch ein wenig einschränkend hinterher: „Aber auch da reguliert der Markt die Preise und es muss von Eric aber auch eine sportliche Überzeugung geben.“

Fünf Millionen Euro Ablöse

Heißt wohl, ab einer gewissen Summe würden die Kölner Verantwortlichen ins Grübeln kommen und Martel muss seine sportliche Herausforderung weiter in Köln sehen. Beim FC wäre man sicherlich mit einer Vertragsverlängerung inklusive Ausstiegsklausel bei entsprechender Freigabesumme sehr zufrieden. Doch die steht nach wie vor in den Sternen. Denn Martel wolle erst die EM in der Slowakei abwarten, hieße es von Spieler und Berater. Das wird in Köln natürlich respektiert. Doch viel Zeit bleibt den Kölner Verantwortlichen dann nicht mehr, um auf einen Abgang schnell und vor allem adäquat zu reagieren. Die deutsche U21 hat das Viertelfinale der EM erreicht, wird in der kommenden Woche also noch beim Turnier dabei sein. Es könnte bis Anfang Juli weitergehen, dann steht schon der Trainingsauftakt beim FC an.

Martels Berater Michael Reschke erklärte vor wenigen Wochen bei Sky, dass man sich „auch“ mit dem FC zusammensetzen werde. Auch bedeutet in dem Zusammenhang, dass es noch mehr Gespräche geben wird. Unter anderem bringt die „Sport Bild“ nun den SC Freiburg ins Spiel. Das Team aus dem Breisgau soll Martel auf dem Schirm haben und würde den interessanten Faktor Europa League mitbringen. Zudem hätte der Sechser durchaus eine realistische Chance, sich beim Sportclub durchzusetzen. Das Preisschild beziffert die „Sport Bild“ auf fünf Millionen Euro. Doch es wird sicher nicht bei Freiburg als Interessent bleiben. Im vergangenen Sommer soll auch Eintracht Frankfurt interessiert gewesen sein. Ob es eine Anfrage gegeben hat, ist offen. Fakt ist, sollte Martel nicht verlängern, würden die Kölner nur jetzt finanziell profitieren.

Und der FC benötigt frisches Geld, will sich noch auf zahlreichen Positionen verbessern. Ob es Martel aber der richtige Spieler ist, um Ablösesummen zu generieren, ist eine andere Frage.

Verwirrung um angebliche Ausstiegsklausel: Kann Willem Geubbels die Downs-Alternative werden?

Willem Geubbels soll auf de rListe des 1. FC Köln stehen
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Verwirrung um angebliche Ausstiegsklausel: Kann Willem Geubbels die Downs-Alternative werden?

Gleich auf mehreren Positionen will der FC noch nachbessern. Auch im Angriff könnte es noch Verstärkung geben. Möglicherweise auch als Ersatz für Damion Downs, der beim Gold Cup weilt. Im Gespräch ist ein Franzose. Aber ist ein Transfer von Willem Geubbels für den 1. FC Köln realistisch?

Er ist schnell, robust und hat in der abgelaufenen Saison zu alter Stärke zurückgefunden. Nun soll der FC sein Interesse bekundet haben. Ist ein Transfer von Willem Geubbels für den 1. FC Köln aber überhaupt realistisch?

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Die ganz großen Transferziele wollte Thomas Kessler auf dem Mitgliederstammtisch zunächst nicht erklären, erst nach und nach sprach der neue Sportdirektor die vakanten Positionen an. Vor allem im Tor und in der Defensive sieht der 39-Jährige dringenden handlungsbedarf. Doch der ehemalige Keeper ließ sich dann doch noch zu weiteren Aussagen hinreißen. Eigentlich suche man ja ohnehin in allen Positionsgruppen noch Spieler, hatte er schon vorher angedeutet. Spätestens wenn Damion Downs die unterbreitete Vertragsverlängerung nicht unterschreiben wird und den Verein verlässt, wird der FC auch im Angriff noch einmal tätig werden müssen. Vermutlich auch so. Und so werden nach wie vor auch Stürmer in die Transfergerücht-Verlosung rund um den FC geschickt.

Wenn überhaupt nur bei Abschieden möglich

Ein Name, der gehandelt wird ist Willem Geubbels. Der Franzose galt mal als Ausnahmetalent, wechselte in jungen Jahren für rund 20 Millionen Euro zur AS Monaco, um dann aber ein langes Karrieretief zu erleben. Erst aktuell bei St. Gallen dreht der robuste Angreifer mal so richtig auf. Und spielt sich somit in den Fokus zahlreicher Clubs. In der Schweizer Super League erzielte der 23-Jährige 14 Tore, bereitete drei weitere vor. Der Knoten scheint geplatzt zu sein und in der Schweiz macht man sich Hoffnungen auf einen lukrativen Deal. Denn der Franzose hat noch Vertrag bis 2027 und befindet sich endlich in der einst erwarteten Form. Kein Wunder also, dass auch der FC seine Fühler nach dem schnellen Stürmer ausgestreckt haben soll. Geubbels würde zu dem intensiven, schnellen Spielstil von Lukas Kwasniok perfekt passen.

Wäre da eben nicht die horrende Ablösesumme, die der Schweizer Erstligist wohl fordern würde. Denn der Marktwert des Angreifers liegt laut transfermarkt.de bei rund zehn Millionen Euro. Also etwa die Summe, die der FC für die Neuverpflichtungen Ragnar Ache, Isak Johannesson sowie Trainer Lukas Kwasniok ausgegeben hat. Noch einmal zehn Millionen für einen weiteren Stürmer klingt aktuell mehr als unwahrscheinlich. Der FC hat von seinem eigentlichen Budget nur noch zwei Millionen Euro übrig. Es könnten noch gut zwei weitere Millionen aus dem Wechsel von Florian Wirtz dazukommen. Zu wenig für eine Verpflichtung des Stürmers. Und daran würde wohl auch der Verkauf einiger Spieler nichts ändern. Sollte Downs wirklich den Verein verlassen, wären vielleicht fünf Millionen Euro einzunehmen, würde wohl noch immer nicht reichen. Zumal die Kölner auch auf anderen Positionen noch Geld in die Hand nehmen müssen.

Zuletzt machte ein Artikel des St. Galler Tagblatt Hoffnung. Im Mai hatte die Zeitung von einer Ausstiegsklausel des Stürmers berichtet. Demnach würde Geubbels über eine Ausstiegsklausel in Höhe von 5,5 Millionen Euro verfügen. Das Onlineportal „fussballtransfers.com“ berichtet dagegen, dass die Klausel nur für den vergangenen Winter gegolten hätte. Nun wäre die Ablöse frei verhandelbar. Selbst 5,5 Millionen sind für den FC nur schwer stemmbar gewesen. Sollte es zu freien Verhandlungen kommen, wird es ein schweres Unterfangen den Stürmer nach Köln zu lotsen. Neben dem FC und Union Berlin sollen auch zahlreiche englische Clubs wie Wolverhampton Wanderers, Sheffield United, Leeds United und der FC Southampton an dem Stürmer interessiert sein. Und bei denen sitzt das Geld bekanntlich ein wenig lockerer.

„Talenteflucht“ beim 1. FC Köln? So will Sportdirektor Thomas Kessler in Zukunft agieren

Thomas Kessler vom 1. FC Köln.
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„Talenteflucht“ beim 1. FC Köln? So will Sportdirektor Thomas Kessler in Zukunft agieren

Aktuell wird wieder viel über Florian Wirtz gesprochen und das reißt alte Wunden auf. Der Abgang von jungen Talenten führt immer wieder zu Diskussionspotenzial beim FC. Zuletzt verloren die Geißböcke U17-Weltmeister Justin von der Hitz. Ein ärgerlicher Verlust. So will der 1. FC Köln eine Flucht der Talente vermeiden.

Mit Justin von der Hitz verlässt auch in diese Sommer ein großes Talent den FC. Und so musste sich Sportdirektor Thomas Kessler am Dienstagabend beim Mitgliederstammtisch der Frage nach dem Umgang mit jungen Talenten stellen. So will der 1. FC Köln die Nachwuchsarbeit in Zukunft angehen.

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Wie schmerzhaft die Causa Florian Wirtz für die Fans des 1. FC Köln nach wie vor ist, zeigte sich einmal mehr am Dienstagabend beim Mitgliederstammtisch. Selbst mehr als fünf Jahre nach dem Wechsel zu Bayer Leverkusen ist der Nationalspieler rund um das Geißbockheim noch immer ein schmerzhaftes Thema. „Wir hätten ihn alle gerne im FC-Trikot spielen sehen“, sagte Thomas Kessler. Wirtz ist auch deswegen wieder ein Thema, weil der Wechsel des Nationalspielers zum FC Liverpool auf dem Plan steht und dieser mit einem Solidaritätsbeitrag in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro verbunden ist, die der FC erhalten wird. Wirtz ist aber auch ein Thema, weil sich bei den Fans der Geißböcke hartnäckig das Gefühl hält, dass die FC-Bosse die jungen Talente unter Wert abgeben. Die Fallhöhe ist dabei – eben durch Wirtz – hoch. „Seit Florian Wirtz sind wir da alle getriggert“, sagte Kessler.

So will der 1. FC Köln die Talente-Flucht in Zukunft vermeiden

So sehr getriggert, dass auch Vergleiche herangezogen werden, die nicht ganz stimmig sind. Zum Beispiel Yann Aurel Bisseck, der mittlerweile für Inter Mailand und die Nationalmannschaft spielt und daher wahrgenommen den FC einst unter Wert verlassen hat. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass es der Innenverteidiger es während mehreren Leihen nicht geschafft hat, sich durchzusetzen, dem FC somit finanziell möglicherweise weiter auf der Tasche gelegen hätte und ein Wechsel der logische nächste Schritt war. Jens Castrop, Justin Diehl, Meiko Wäschenbach – die Liste junger Spieler, die den FC in den vergangenen Jahren verrlassen haben, ist dennoch lang. Zuletzt reihte sich U17-Weltmeister Justin Von der Hitz ein, der künftig für den 1. FC Nürnberg spielen wird.

Und der Wechsel des Deutschen U19-Meisters wiegt schwer. Denn die Formkurve des 18-Jährigen zeigt steil nach oben. Und so musste sich Kessler am Dienstag auch der Frage stellen, wie zukünftig vermieden werden soll, dass junge Talente den Verein ohne großen wirtschauftlichen Gewinn verlassen. Grundsätzlich sei die Situation laut Kessler mittlerweile eine andere als noch vor einigen Jahren, als Jugendspieler bis zur U19 blieben, man schaute, ob sie es zu den Profis schaffen und diese, falls dies nicht gelänge, erst dann weitergingen. Der Markt ist ein anderer geworden. „Wir müssen uns dem Wettbewerb stellen, wo andere Vereine, die finanziell vielleicht besser aufgestellt sind als wir, vielleicht auch in frühen Jahren recht aggressiv auf junge Spieler zuzugehen und versuchen die über die Berater oder Eltern unter Vertrag zu nehmen“, so der Sportdirektor der Geißböcke.

„Das sind halt Dinge, die sind super ärgerlich“

Konkret will der Verein attraktiv bleiben für die Akteure, eine Herausforderung anbieten. „Und das ist dann eben nicht nur die im sportlichen Bereich, sondern auch eine ganzheitliche Seite zur Verfügung stellen. Wir versuchen ein Rundum-Paket zu bieten, was aber darin münden muss, wenn die Spieler so talentiert sind, dass sie die Plattform bekommen, in Zukunft das Trikot im Stadion zu tragen“, so Kessler. In der Causa Von der Hitz könnte eben das Aufzeigen dieser Option nicht transparent genug transportiert worden zu sein. Der Verein habe sich nicht genug um den 18-Jährigen bemüht, lautet die Kritik unter anderem in den Sozialen Medien. Und auch für den neuen Sportdirektor des 1. FC Köln ist der Wechsel des Youngsters mehr als ärgerlich.

Denn gerade in den finalen Spielen habe Von der Hitz gezeigt, was er zu leisten im Stand ist. Ein Phänomen, das aber eben leider nicht neu ist beim 1. FC Köln. „In der Vergangenheit war es leider viel zu häufig so, dass wir Spieler im falschen Moment vom Hof haben gehen lassen. Das ist definitiv eine große Geschichte, die ich mir anheften lasse. Wir wollen die Spieler halten. Das klappt nicht immer“, räumte Kessler ein. Im Bezug auf den Rechtsverteidiger erläuterte der Sportdirektor, dass es durchaus sehr sehr lange Gespräche gegeben habe, man frühzeitig mit den Eltern zusammengesessen und ihnen „einen Weg aufgezeigt“ habe. „Die Vertragsgespräche sind dann nicht so fortgesetzt worden, dass es zu einem Ergebnis kam. Und er geht jetzt nach Nürnberg. Das sind halt Dinge, die sind super ärgerlich, weil der Junge einfach talentiert ist.“ Die Frage, warum die Gespräche nicht fortgesetzt wurden, darf allerdings durchaus erlaubt sein.

Am Ende zählt des Vertrauen

Die Situation, nicht allen talentierten Akteure eine Perspektive bei den Profis bieten zu können bedingt alleine die Tatsache, dass der FC gerade in der kommenden Spielzeit das gesteckte Ziel des Klassenenerhalts erreichen muss. „Wir können nicht Bundesliga spielen, indem wir 15 junge Spieler spielen lassen“, so Kessler. Dennoch habe man „freie Plätze für junge Spieler“. So wie in der vergangenen Saison, als unter anderem Julian Pauli sowie zahlreiche weitere Akteure der FC-Reserve ihr Profi-Debüt feiern durften. Zugegebenermaßen wohl auch ein wenig aus der Not heraus. Dennoch bot der Verein jungen Talenten die Möglichkeit, sich zu beweisen. Und das eben wenn möglich durch Leihen wie bei Elias Bakatukanda, der noch einJahr länger in Linz bleiben wird, um Spielpraxis zu erhalten. Kessler betonte, dass es für die Entwicklung nun mal wichtiger sei möglichst viel lange zu spielen, als wenn überhaupt ein paar Kurzeinsätze in wenigen Spielen.

Eone kolpoltierte Talentefliucht soll es jedenfalls nicht geben. „Ich verspreche aber hoch und heilig, dass wir alles dafür tun werden, das zu verhindern, dass es in dem Ausmaß nochmal passiert“, sagt Kessler. Eine Sache bleibt indes unbestritten: „Am Ende müssen die Jungs ein Vertrauen Richtung 1. FC Köln haben.“

Thomas Kessler hadert mit dem Abschied von Marvin Obuz beim 1. FC Köln und findet deutliche Worte

Marvin Obuz beim Spiel des 1. FC Köln
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Thomas Kessler hadert mit dem Abschied von Marvin Obuz beim 1. FC Köln und findet deutliche Worte

Marvin Obuz verlässt seinen Heimatclub diesen Sommer. Der Offensivspieler konnte sich in der abgelaufenen Spielzeit wieder einmal nicht durchsetzen beim 1. FC Köln: Thomas Kessler bedauert den Abschied von Marvin Obuz.

Er galt vor der Saison als einer der möglichen Hoffnungsträger, am Ende war es für ihn eine große Enttäuschung beim 1. FC Köln: Thomas Kessler bedauert den Abschied von Marvin Obuz.

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Die Gala war schon ziemlich beeindruckend. Said El Mala war der große Lichtblick der deutschen U19 im Duell gegen England bei der Europameisterschaft in Rumänien. Ein Lichtblick, den Thomas Kessler am Dienstag nicht sah, weil er gerade auf dem Mitgliederstammtisch im Kölner Stadion sprach und das eben unter anderem über El Mala. Ein richtig guter Typ sei dieser 18-Jährige, sagte Kessler. Schon alleine El Mala sei der Grund, warum sich der Sportdirektor so besonders auf den Start der kommenden Saison freue. Der Offensivspieler stellte genau das in Rumänien unter Beweis. Mit unnachahmlichen Dribblings war der 18-Jährige einer der Topspieler der Begegnung, bereitete so ein Tor vor, erzielte ein weiteres nach einem klasse Eins-gegen-eins. Das nächste Tor war dann eher eins der Marke Abstauber.

„Das war einfach unfair“

Dass El Mala ein besonders großes Talent ist, hat der Youngster eben auch in der 3. Liga bewiesen. 13 Tore hat der Offensivspieler für die Viktoria erzielt, war damit auch ein Grund, warum die Höhenberger so lange um den Aufstieg mitspielten. Beim FC ist man recht zuversichtlich, dass der Youngster den Sprung in die Profimannschaft schafft, die Voraussetzungen scheint der 18-Jährige jedenfalls mitzubringen. Eigentlich ist die Perspektive eine gute. Eigentlich, denn es gibt da noch dieses mahnende Beispiel, das zumindest für Skepsis sorgt. Eine Spielzeit zuvor räumte ein anderes Talent die 3. Liga auf, brachte Rot-Weiss Essen mit 14 Vorlagen und sieben Toren ganz nah Richtung Aufstieg. Marvin Obuz wurde vom FC an die Hafenstraße ausgeliehen und schien zum ersten Mal in der jungen Karriere angekommen zu sein.

Und mit dieser Bilanz sprach doch auch viel dafür, dass es dann auch mit dem Durchbruch in Köln klappen sollte. Tat es aber nicht. Obuz war in der Vorbereitung verletzt, fand anschließend unter Gerhard Struber kaum Beachtung. „Wenn er denn mal die Chance bekommen hat, hat er sie in einer Formation bekommen, in der er nicht zu Hause war. Dann sollte er in Testspielen glänzen, wo die eine Hälfte der Mannschaft auf Länderspielreise war und die andere Hälfte gedanklich im Feierabend“, so Kessler. Insgesamt kam Obuz in dieser Spielzeit auf fünf Kurzeinsätze. Im Testspiel gegen den SC Verl sollte er laut Gerhard Struber seine Chance nutzen, fand aber genau wie die gesamte Mannschaft nicht statt. „Das war einfach unfair. Das habe ich Marvin auch zur Verabschiedung gesagt.“

„Das tut mir persönlich sehr leid“

Den Sportdirektor scheint die Personalie zu beschäftigen, denn es ist ungewöhnlich, dass der ehemalige Keeper sich öffentlich so kritisch gegenüber dem Ex-Trainer äußert. Für Obuz ist die Reise in Köln nun erst einmal beendet, der Offensivspieler wird seinen Heimatclub verlassen. „Die Personalie Marvin Obuz tut mir persönlich sehr leid. Weil ich ihn für einen sehr guten Fußballer halte. Der leider und das passiert nun mal im Laufe einer Saison, wenn du mal unter Druck stehst, hinten übergekippt“, sagt Kessler. „Es funktioniert eben auch nicht immer. Wir dürfen uns nicht die Illusion machen, dass jeder Spieler, der nach einer Leihe zurückkommt, sofort durchschießt.“ Said El Mala sei nun die nächste Chance, sagt der Sportdirektor. Und die soll dieses Mal ein Treffer sein.

Vorfreude beim 1. FC Köln: Said El Mala-Gala reicht dennoch nicht zum Sieg der DFB-U19

Said El Mala
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Vorfreude beim 1. FC Köln: Said El Mala-Gala reicht dennoch nicht zum Sieg der DFB-U19

Die Euphorie um den Youngster wächst rund um den 1. FC Köln: Said El Mala überragt bei der U19 des DFB. Der Offensivspieler erzielte gegen England zwei Tore und bereitete ein weiteres sensationell vor. Zum Sieg reichte es dennoch nicht.

Möglicherweise war Thomas Kessler nicht so richtig glücklich über die terminliche Ansetzung des Stammtischs am Dienstagabend. Denn so verpasste er den Gala-Auftritt eines Hoffnungsträgers beim 1. FC Köln: Said El Mala überragt bei der U19 des DFB. Der Offensivspieler war gleich doppelt erfolgreich, bereitete beim 5:5 gegen England einen weiteren Treffer vor. Zwar ist DFB-Auswahl bei der Europameisterschaft noch im Rennen, nach einer Niederlage und einem Remis ist die Mannschaft von Hanno Balitsch aber noch auf Schützenhilfe angewiesen.

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Der zukünftige FC-Profi erwischte von Beginn an einen perfekten Start. El Mala setzte sich auf der linken Seite nach wenigen Minuten bereits ganz stark im Eins-gegen-eins durch, legte von der Grundlinie zurück und Noah Darvich schob ein (7.). Und der kommende FC-Profi machte einfach auf ganz großem Niveau weiter. Nach einer guten halben Stunde setzte sich der 18-Jährige einmal mehr auf der linken Seite durch, zog ins Zentrum und wählte die kurze Ecke zum 2:0. Joshua King verkürzte für die Three Lions und England wurde besser. Das 3:1 für die DFB-Auswahl fiel ein wenig glücklich. Max Moerstedt versenkte einen abgefälschten Ball ins Tor, noch vor dem Wechsel erhöhte Leopold Wurm nach einer Ecke auf den 4:1-Halbzeitstand.

El Mala auch nach der Halbzeit hellwach

Die DFB-Auswahl kam mit viel Schwung aus der Kabine und erhöhte erneut. Dieses Mal passte Moerstedt auf El Mala, der zum 5:1 einschob. Eigentlich standen die Vorzeichen also früh ganz klar auf Sieg. Eigentlich, denn England kam zurück. Und wie. Ethan Wheatley, Reiss-Alexander Russel-Denny, Zach Abbott und Jesse Shaun Derry benötigten gerade einmal elf Minuten, um das Spiel wieder auszugleichen. Und England war am Ende dem sechsten Treffer sogar ein Stück weit näher als die Mannschaft des Ex-Profis Hanno Balitsch. Die DFB-Junioren taten sich fortan schwer und vergaben eine große Chance. Gesunken ist diese dagegen auf das Erreichen der nächsten Runde. Die DFB-Auswahl muss nun am letzten Spieltag gegen Norwegen gewinnen und gleichzeitig hoffen, dass England nicht gegen die Niederlande gewinnt. Ein Remis würde Deutschland bei einem Erfolg reichen.

Für den FC bleibt zumindest die Erkenntnis, dass er mit Said El Mala ein riesengroßes Talent verpflichtet hat. Gerade im Eins-gegen-eins bringt der 18-Jährige eine Qualität mit, die man bei den Kölnern nur auf wenigen Positionen sieht. El Mala wird zur kommenden Spielzeit zum Kader der Profis gehören. Der 18-Jährige war im vergangenen Jahr von der Viktoria verpflichtet und umgehend an den FC-Nachbarn verliehen worden.

Kaderplanung des 1. FC Köln: Das sagt Thomas Kessler zu Transfers und Wackelkandidaten wie Eric Martel

Thomas Kessler ist seit fünf Wochen Sportdirektor des 1. FC Köln
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Kaderplanung des 1. FC Köln: Das sagt Thomas Kessler zu Transfers und Wackelkandidaten wie Eric Martel

Nach den Neuverpflichtungen von Ragnar Ache und Isak Johannesson ist der Transfermotor ein wenig ins Stocken geraten. Doch wie geht es nun weiter auf dem Transfermarkt? Was passiert mit Eric Martel und Damion Downs? Es gibt viele Themen beim 1. FC Köln: Das sagt Thomas Kessler zu geplanten Transfers.

Erwartungsgemäß wurden viele Fragen gestellt beim Mitgliederstammtisch des 1. FC Köln: Das sagt Thomas Kessler zu den geplanten Transfers, aber auch zu den Wechselkandidaten wie Eric Martel oder Damion Downs.

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Dass es nicht lange dauern würde, bis es ans Eingemachte beim Mitgliederstammtisch geht, war früh abzusehen. Doch Thomas Kessler war am Dienstagabend gut vorbereitet. Souverän sprach der neue Sportdirektor auch über kritische Themen und war für den ein oder anderen Spaß zu haben. Das Hauptthema natürlich die Zusammenstellung eines wettbewerbsfähigen Kaders. Und da dauerte es nicht lange, bis die ersten Namen auf den Tisch fielen. Namen wie Salih Özcan, der bereits mehrfach mit dem FC in Verbindung gebracht worden ist. Dem Vernehmen nach sollen auch die Kölner an eine Rückkehr des Mittelfeldspielers denken. „Ich habe einen guten Draht zu ihm. Ich habe mich über seinen Weg nach Dortmund gefreut“, sagt Kessler. „Es ist heute nicht so, dass ich sagen kann, wir sind in sportlichen Gesprächen. Wir sind in Gesprächen, aber im privaten.“ Der Sportdirektor deutete auch an, dass man nicht jedem Gerücht glauben solle.

„Wir werden alles versuchen, um Eric zu halten“

Dennoch muss der FC natürlich noch einmal nachlegen. „Wir schauen uns schon auf dem Markt um und haben schon den Anspruch, dass wir auf jeder Positionsgruppe den ein oder anderen Spieler noch dazu holen möchten“, so der 39-Jährige weiter. Nach weiteren Nachfragen wurde der ehemalige Keeper dann auch ein Stück weit konkreter: „Eine Position ist der Rechtsverteidiger, wir suchen einen zweiten Torwart, der dem Marvin den Rücken frei hält. In der Innenverteidigung haben wir auch noch eine Vakanz. Je nach dem wer uns verlässt, vielleicht auch auf der anderen Außenverteidigerposition“, sagte der Sportdirektor. Allerdings werden möglicherweise auch andere Positionen noch einmal zu einem Thema. Etwa dann, wenn wichtige Spieler den Verein verlassen würden.

Spieler wie Eric Martel. Kessler erklärte, er habe mit Berater und auch kurz mit dem Spieler gesprochen. „Wir werden alles versuchen, um Eric zu halten. Aber auch da reguliert der Markt auch die Preise. Es muss von Eric aber auch eine sportliche Überzeugung geben. Wenn Sie mich fragen, können wir Eric ein Paket bauen, dass finanziell sehr vernünftig sein wird“, so Kessler, der dem Kapitän der U21-Nationalmannschaft aber auch den Weg der kommenden Schritte aufzeigen will. Kessler sei davon überzeugt, dass der Spieler sich beim FC noch verbessern könne. „Wir hoffen, dass wir ihn überzeugen können.“ Auch Damion Downs will der FC überzeugen. „Es hat noch niemand irgendwo was unterschrieben“, sagte Kessler. „Wir sind mit Damion im Austausch. Er konnte sich noch nicht durchringen, den Vertrag zu unterschreiben.“

Wie bewertet ihr die FC-Profis in dieser Saison?

„Wir können nicht im großen Teich mitschwimmen“

Veränderungen wird es auch auf der Abgabe-Seite geben. Nach wie vor gilt Max Finkgräfe als heißer Kandidat. „Wir haben auch den ein oder anderen Spieler, der in sein letztes Vertragsjahr geht und wo wir gucken müssen, wie wir uns da entscheiden. Möchte der Spieler verlängern? Wollen wir verlängern?“, so Kessler. „Es sind schon Gespräche geführt worden. Es werden weitere Gespräche geführt. Wir werden auch den ein oder anderen Spieler abgeben. Wir werden aber auch dem ein oder anderen Spieler schon noch die Möglichkeit geben, sich zu präsentieren. Gerade unter dem neuen Trainer.“ Durch die Abgabe von Spielern könnten dann auch Gelder akquiriert werden, die wieder in den Kader fließen.

Doch Kessler bremste auch die ganz großen Erwartungen. „Wir können nicht im großen Teich mitschwimmen“, so der 39-Jährige. „Ich bin kein Freund von Spielern, die einen Namen haben. Wir brauchen eine gute Mischung. Wir wollen der Mannschaft eine Struktur geben. Wir werden nicht darumkommen, weiterhin ein Entwicklungsclub zu bleiben. Vielleicht wird der ein oder andere dabei sein, der einen größeren Namen hat.“ Die Erwartungshaltung solle aber nicht sein, dass es „zehn Spieler aus dem Topregal sind“ – vielmehr wolle man Spieler dahin entwickeln, dass sie irgendwann Topregal sein könnten.


Abgang beim 1. FC Köln: Dejan Ljubicic bei Dinamo Zagreb vorgestellt

Dejan Ljubicic im Trikot des 1. FC Köln
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Abgang beim 1. FC Köln: Dejan Ljubicic bei Dinamo Zagreb vorgestellt

Er stand als erster Abgang fest beim 1. FC Köln und nun ist es auch offiziell: Dejan Ljubicic spielt künftig für Dinamo Zagreb. Der Mittelfeldspieler wurde am Dienstag in der kroatischen Hauptstadt vorgestellt.

Vier Jahre trug er das Trikot des 1. FC Köln: Dejan Ljubicic spielt aber künftig für Dinamo Zagreb. Der kroatische Rekordmeister hat die Verpflichtung des Österreichers nun offiziell verkündet. Ljubicic soll in Kroatien einen Vierjahresvertrag unterschrieben haben.

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„Es ist mir eine große Ehre, ab heute das Dinamo-Trikot zu tragen“, so Ljubicic. „Ich bin seit meiner Kindheit Dinamo-Fan und freue mich besonders, ab heute offiziell ein Spieler der Blauen zu sein. Ich bin hier hingekommen, um Titel zu gewinnen und hoffe, dass wir in der nächsten Saison den Meistertitel zurück holen werden.“ Zagreb hatte die Meisterschaft in dieser Saison verpasst. Schon vor einigen Wochen hatte der Mittelfeldspieler den Medizincheck bestanden. Das Kapitel bei den Geißböcken findet damit sein Ende. „Liebe FC-Familie, die letzten Tage und Wochen waren laut – und genau so muss es sein! Ihr habt eure Meinungen deutlich gemacht, und das respektiere ich. Durch euch lebt der Klub, in guten wie in schlechten Zeiten“, hatte Ljubicic zum Abschied auf Instagram geschrieben.

Beim FC nicht mehr glücklich geworden

Der Mittelfeldspieler verlässt den Verein ablösefrei, war aber auch ablösefrei zum FC gewechselt. Ljubicic hatte nach zwei starken Spielzeiten unter Steffen Baumgart in den vergangenen beiden Saisons nicht mehr so recht zu seiner Form gefunden. Das sorgte für Kritik. Unter anderem wurde dem Mittelfeldspieler vorgeworfen, er sei nicht mehr richtig mit dem Kopf bei der Sache gewesen. Vor allem nach den Wechselgerüchten, die Ljubicic in den vergangenen Jahren umgeben haben. „Dieser Verein ist mehr als nur ein Klub. Er ist Leidenschaft, Geschichte, Familie. Hier habe ich nicht nur Fußball gespielt, sondern ein Zuhause gefunden – in der Stadt, im Stadion, bei euch, den Fans. Wir haben gemeinsam gefeiert, gemeinsam gelitten. Höhen und Tiefen gehören dazu, doch eines bleibt unverändert: Ich habe den Geißbock mit Stolz auf meiner Brust getragen. Immer“, schrieb Ljubicic damals.

Ljubicic stand in vier Jahren beim FC insgesamt in 122 Pflichtspielen auf dem Platz und erzielte dabei 16 Tore. Nun geht der Österreicher für den Club auf Torejagd, für den zuvor bereits sein Bruder Robert gespielt hat.