Ausgerechnet Kainz… lange krisengebeutelt, nun der Matchwinner im Aufstiegsrennen

Florian Kainz bei seinem Treffer zum 2:1
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Ausgerechnet Kainz… lange krisengebeutelt, nun der Matchwinner im Aufstiegsrennen

Florian Kainz spielte bislang eine eher bescheidene Saison. Am Freitagabend öffnete der Österreicher die Tür zur Bundesliga für den 1. FC Köln: Florian Kainz wird zum Matchwinner gegen Nürnberg und lässt ganz Köln hoffen.

Es war sicher nicht die Saison für den Mittelfeldspieler, die Begegnung gegen Nürnberg für ihn aber eine Meisterleistung für den 1. FC Köln: Florian Kainz wird mit zwei Treffern zum Matchwinner im Duell gegen den 1. FC Nürnberg.

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Irgendwie wollte so ziemlich jeder FC-Spieler zum Torschützen. Einzig Tim Lemperle schien in dem Moment eher an der schnellen Weiterführung der Begegnung interessiert zu sein. Der Stürmer trug den Ball schon wieder Richtung Mittellinie, in der Hoffnung noch einen Treffer nachlegen zu können, während sich die restlichen Spieler um Florian Kainz versammelten und das vor einem Großteil der rund 6000 Fans im Nürnberger Stadion. „Da sind schon ein paar Steine abgefallen“, sagte Marvin Schwäbe. Zum einen, weil der FC nun einen großen Schritt Richtung Aufstieg gemacht hat. Vor den Samstagspielen haben die Geißböcke sechs Zähler Vorsprung auf Elversberg und Paderborn – die einzigen beiden Teams, die den FC neben dem HSV noch abfangen könnten und dazu müssten beide Teams beide Spiele gewinnen.

„Der Zweite war jetzt nicht mehr der schwierigste“

Oder andersrum, sollten Elversberg gegen Braunscheig oder Paderborn gegen Magdeburg nicht gewinnen, spielen die Kölner ab Sommer wieder erstklassig. Der Schlüssel Friedhelm Funkel scheint zu passen. Doch es fielen da noch ganz andere Steine herunter. Die von Florian Kainz. Nachdem Janis Antiste den Club in Führung gebracht hatte, traf der Österreicher doppelt. Und gerade mit dem zweiten Tor brachen ziemlich viele Dämme. Denn so richtig hatten zu diesem Zeitpunkt nur noch die wenigsten an eine Entscheidung geglaubt. „Ich wäre mit dem 1:1 auch zufrieden gewesen“, sagte Friedhelm Funkel später und erklärte damit vielleicht auch, warum der Trainer in den Schlussminuten nicht mehr alles auf eine Karte setzte und Damion Downs oder Imad Rondic für die Schlussphase brachte.

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Kainz traf dann aber in der Nachspielzeit zum 2:1 und öffnete damit das Tor zur Bundesliga. Ausgerechnet Kainz, will man sagen. Denn der Mittelfeldspieler lief nahezu die gesamte Saison der Musik hinerher. Kainz hatte im vergangenen Sommer ebenfalls seinen Verbleib angekündigt – das nach einer mäßigen Saison und nachdem klar war, er würde das Kapitänsamt abegeben müssen. Zunächst warf den Routinier aber eine Verletzung aus der Bahn, anschließend tat sich der Österreicher aber auch weiterhin schwer. So richtig gut lief es eher selten. Nach zwei Vorlagen in der Hinrunde erzielte der 32-Jährige sein erstes Saisontor im Hinspiel gegen Nürnberg. Es folgte ein weiteres gegen Fortuna Düsseldorf und nun eben gleich zwei. „Den ersten habe ich gar nicht so getroffen, wie ich mir vorgestellt habe. Der Zweite war jetzt nicht mehr der schwierigste.“

„Ich wusste, was er auf den Platz bringen kann“

Aber vielleicht der wichtigste. Denn das Ziel ist nun nahe. „Es sind drei ganz wichtige Punkte und es war ein riesen Schritt, um unser Ziel zu erreichen. Ich freue mich natürlich auch, dass ich da meinen Teil dazu beitragen habe“, erklärte Kainz weiter. In dieser Spielzeit hatte der Offensivspieler eher selten seinen Teil beigetragen. Und tatsächlich hatte Funkel vielleicht sogar ein wenig mit der Startelf-Nominierung des 32-Jährigen überrascht. Viele Beobachter hatten eher mit Linton Maina gerechnet. „Er hat das auf den Platz gebracht, was ich von ihm erwartet habe“, sagte Funkel. „Ich wusste, was er auf den Platz bringen kann. Er ist immer in der Lage, gefährliche Chancen zu kreieren oder wenn er die Chance hat, den Ball im Tor unterzubringen. Es freut mich, dass so ein Spieler mal zwei ganz wichtige Tore für sein Team schafft.“

Kainz wurde damit zum Matchwinner. Das war ihm in ähnlicher Form das letzte Mal im Derby gegen Gladbach in der Abstiegssaison gelungen. Nun ist er ein entscheidender Faktor im Aufstiegsrennen. „Trainerwechsel bringen immer neue Impulse“, sagte Kainz später, meinte eigentlich die Gesamtsituation nach dem Spiel, sprach aber vielleicht auch von seinem Sahnetag. „Spieler wittern neue Chancen.“ Und die hat der Offensivspieler gegen Nürnberg genutzt. Vielleicht auch, weil der Österreicher mal wieder auf seiner angestammten Position spielen konnte. „Kainzi“ war in der Offensive Dreh- und Angelpunkt, funktionierte mit Leart Pacarada stark. Schon zu Beginn hatte der Mittelfeldspieler Luca Waldschmidt stark bedient, doch der Zehner vergab. Anschließend steckte er die Kugel ganz schlau auf Jan Thielmann durch, der aber knapp verpasste, den Innenpfosten traf.

„Flo war nicht nur aufgrund seiner beiden Treffer für uns heute extrem wichtig“, sagte auch Thomas Kessler. „Er hat die Erwartungshaltung an sich selbst, dass er Führungsspieler dieser Mannschaft ist. Wenn du Phasen hast, wo es nicht läuft, da leidet er mit. Ich habe ihn nach Regensburg gesehen, wie sehr er gelitten hat. Jetzt kam er mir gerade entgegen und das ist der Florian Kainz, den ich lieber sehe.“ Am liebsten nicht nur gegen Kaiserslautern, sondern auch wieder in der kommenden Spielzeit. Dann vielleicht in Liga eins. Kainz hat am Freitagabend alles dafür getan.


Mehr als nur ein Funkel Hoffnung – der FC kann heute schon aufsteigen!

Friedhelm Funkel gelingt der erste Streich im Aufstiegsrennen
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Mehr als nur ein Funkel Hoffnung – der FC kann heute schon aufsteigen!

Mit einer ordentlichen Leistung hat der FC das Spiel in Nürnberg verdient 2:1 gewonnen und ist dem ersehnten Aufstieg ganz nah. Es scheint so, als habe sich der Trainerwechsel also ausgezahlt für den 1. FC Köln: Der Versuch mit Friedhelm Funkel sitzt.

Nahezu sämtliche entscheidenden Statistiken sprachen am Ende für den FC. Die Kölner setzten sich verdient beim Club durch, feierten drei wichtige Punkte, die Tabellenführung und stehen vor der Rückkehr in die Bundesliga. Erleichterung beim 1. FC Köln: Der Versuch mit Friedhelm Funkel sitzt.

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So ein wenig stoisch wirkte es schon, wie Friedhelm Funkel da die Linie mit verschrenkten Armen hin und her schlich – so als könne den erfahrenen Trainer nichts aus der Ruhe bringen. „In den letzten Minuten bin ich auch ein bisschen nervöser geworden, hektischer geworden“, sagte er Kölner Coach, dem die Hektik äußerlich aber nicht so wirklich anzusehen war. Dabei hatte die Begegnung in Nürnberg natürlich für Funkel und sein Team eine schon besonders große Bedeutung. Nach den eher mageren fünf Punkten aus den vergangenen fünf Spielen und der Trainerentlassung zwei Spieltage vor Saisonende, war der Fokus natürlich auf den FC gerichtet, der mit einem Sieg das Tor zur Bundesliga schon extrem weit öffnen würde. Friedhelm Funkel sollte nun den entscheidenden Impuls geben und die von den FC-Bossen ausgewählte Patrone saß – wenn auch mit Ladehemmungen.

„Die Mannschaft ist am Drücker geblieben“

Köln begann forsch, bekam schon nach wenigen Minuten einen Elfmeter zu- und nach Ansicht der Videobilder wieder abgesprochen. „Wir sind sehr gut in das Spiel rein gestartet, haben uns gute Situationen ausgearbeitet. Dann kriegen wir den Elfmeter zurückgenommen. Das ist bitter, aber die Mannschaft ist am Drücker geblieben“, sagte Thomas Kessler. Tatsächlich spielte der FC munter nach vorne, wie es Funkel schon unter der Woche angekündigt hatte. Luca Waldschmidt kam zu einer guten Möglichkeit, traf aus kurzer Distanz nur den Gegenspieler, Jan Thielmann dafür einmal den Innenpfosten und einmal die Unterkante der Latte. Gerade in der Vorwärtsbewegung sah das zum Teil sehr gut aus. Da sich die Defensive aber einige Schnitzer erlaubte, war auch der Club im Spiel.

Dennoch wirkten die Kölner keineswegs verunsichert. Im Gegenteil: „Wie haben versucht, auch in der Woche schon gute Abläufe im Spiel mit dem Ball einzustudieren. Das ist uns glaube ich auch ganz gut gelungen. Ich glaube, wir waren heute mit Ball echt gut, haben uns viele gute Aktionen rausgespielt. Haben auch viele Chancen gehabt“, sagte Florian Kainz. Welchen Einfluss Friedhelm Funkel auf die offenbar verbesserte Spielweise hatte, ist natürlich schwer zu sagen – immerhin hatte der Coach ganze drei Trainingseinheiten mit dem Team. „Wahrscheinlich hätten wir ein ähnliches Spiel auch mit dem alten Trainer machen können“, gab auch Kapitän Timo Hübers zu. „Wir als Mannschaft versuchen, jedes Spiel bestmöglich anzugehen.“ Und doch war der Auftritt verändert.

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Individuelle Fehler der Nürnberger

Schon die gesamte Woche war eine andere Haltung beim FC, aber auch den Fans zu bemerken – eine gewisse Euphorie, die die Verpflichtung von Funkel ganz offensichtlich entfacht hat. „Friedhelm hat nicht nur einen positiven Fan-Effekt, sondern auch einen positiven Effekt auf die Mannschaft. Er strahlt eine unfassbare Ruhe aus“, sagte Jan Thielmann. „Das macht einfach Spaß, ich darf das zweite Mal unter ihm Spieler sein. Er strahlt unfassbar was aus und das nehmen wir auch auf.“ Gerade nach dem überraschenden Rückstand unmittelbar nach dem Seitenwechsel durch Janis Antiste drehten die Kölner noch einmal auf, drückten. „Nach den 1:0 ging mir vieles durch den Kopf. Dann habe ich der Mannschaft erstmal gesagt „Ruhig bleiben“. Dann überlegen wir uns draußen schon, wie wir das noch verändern können“, sagte Funkel.

Ruhig bleiben und Dominanz entwickeln, war offenbar die richtige Maßnahme. Auch, wenn im Schlussdrittel weiterhin nicht alles gelingen wollte. So waren es auch zwei individuelle Fehler, die die Kölner eiskalt ausnutzen. Zunächst luchste Luca Waldschmidt Caspar Jander den Ball ab und leitete das 1:1 ein, in der letzten Minute gewann Tim Lemperle ein (aus Nürnberger Sicht) unnötiges Duell gegen Torwart Michal Kukucka, legte ab auf Kainz: 2:1. Da hielt sich dann auch Funkel nicht mehr zurück und stürmte zu seinen Co-Trainern. „Die Entscheidung ist auf Friedhelm gefallen, weil wir genau so einen gesucht haben. Wir brauchten eine gewisse Stabilität, jemanden, der Ruhe ausstrahlt, am besten auch die Mannschaft und den Club kennt“, sagte Thomas Kessler. „Friedhelm hat einfach unglaublich viel Erfahrung.“

„In Köln wollen wir das Spiel dann nutzen, um aufzusteigen“

Und diese Erfahrung scheint einen starken Einfluss auf die Mannschaft zu nehmen. „Wir hatten eine kurze Woche und haben geschaut, dass wir denn relativ einfach unser Spiel durchspielen. Wir haben eine geile Saison gespielt, vielleicht nicht immer erfolgreich im Sinne von gutem Fußball, aber wir haben unsere Punkte eingefahren“, sagte Marvin Schwäbe. „Deshalb stehen wir auch da, wo wir jetzt stehen. Das hat uns Friedhelm vor Augen geführt.“ Und verbunden damit wohl der Gang der Richtung Bundesliga – denn der ist nur noch einen Zähler entfernt – kann sogar am Samstag schon perfekt sein. Und Funkel? Der fühlt sich in Köln mal wieder so richtig wohl: „Ich habe mich in der Kürze der Zeit noch nie so wohl bei einer Mannschaft gefühlt wie jetzt. Wir sind so schnell zusammengewachsen“, sagte der neue Trainer. „Wir haben sowas von verdient gewonnen. Das gibt uns jetzt nochmal einen Schub. In Köln wollen wir das Spiel dann nutzen, um aufzusteigen.“

Möglicherweise ist das dann schon nicht mehr nötig.


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Mehrere Verletzte und Festnahmen nach Massenschlägerei während des Spiels des 1. FC Köln in Nürnberg

Polizei bei einem Fußballspiel (Archivfoto)
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Mehrere Verletzte und Festnahmen nach Massenschlägerei während des Spiels des 1. FC Köln in Nürnberg

Der verdiente 2:1-Erfolg über Nürnberg hat das Tor zur Bundesliga weit aufgestoßen. Doch es gab schon während der Begegnung in der Innenstadt Auseinandersetzungen zwischen Anhängern des Clubs und des 1. FC Köln: Massive Ausschreitungen in Nürnberg.

Es hätte ein besonderes Fußballfest in Nürnberg für den FC und seine Fans werden sollen. Die Kölner sind dem Aufstieg einen großen Schritt näher gekommen, benötigen nur noch einen Punkt und können am Samstag von der Couch aus die Rückkehr in die Bundesliga feiern, sollten Elversberg und Paderborn ihre Begegnungen gegen Braunschweig und Magdeburg nicht gewinnen. Und doch bekommt der Last-Minute-Erfolg in Nürnberg einen faden Beigeschmack für den 1. FC Köln: denn schon während der Begegnung gibt es massive Ausschreitungen in Nürnberg.

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Die Begegnung zwischen dem Club und dem 1. FC Köln war noch im Gange, der FC lief den Club weiter unermüdlich an, als es um 19.55 Uhr im Nürnberger Stadtteil Rennweg zu einer massiven Auseinandersetzung zwischen Anhängern beider Fanlager kam. Wie die Polizei Mittelfranken berichtet, seien mehrere Personen bei den teils heftigen Schlägereien verletzt worden. Laut der „Nürnberger Nachrichten“ kam auch ein Rettungshubschrauber zum Einsatz. Rund 60 „Fans“ gingen aufeinander los und flüchteten nachdem die Einsatzkräfte informiert worden waren. Augenzeugen berichteten von „Straßenschlachten“. Auf Bildern in den Sozialen Medien ist eine wilde Schlägerei zu erkennen. Vermummte Anhänger liegen verletzt auf dem Boden. „Verständigte Streifen der Nürnberger Polizeiinspektionen sowie des USK Mittelfranken veranlassten umgehend Fahndungsmaßnahmen“, heißt es in der Meldung der Polizei.

Mehrere Dutzend Festnahmen

Streifenwagen aus ganz Nürnberg und das Unterstützungskommando Mittelfranken wurden zu den Maßnahmen zusammengeholt. Dabei seien auch mehrere Dutzend Personen festgenommen worden. „Erste Ermittlungen ergaben, dass es sich bei den Festgenommenen überwiegend um Personen mit Bezug zu Ultragruppierungen der jeweiligen Fußballmannschaften aus der vorangegangenen Zweitligabegegnung handeln dürfte“, heißt es weiter. Nun wird wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs ermittelt. Die Polizei Nürnberg bittet um Hinweise aus der Bevölkerung ( 0911 2112 – 3333). Während der Begegnung hatte es zudem einen medizinischen Notfall gegeben. Ein Kölner Fan sei mit einem Herzinfarkt zusammengebrochen, hieß es. „Ich weiß noch nicht mehr, ich weiß nur, dass die Person ins Krankenhaus gebracht wurde“, erklärte Thomas Kessler und wünschte der Person „Gute Besserung“.

Bereits zu Beginn des Jahres war es rund um Begegnungen der Kölner zu Ausschreitungen gekommen. Im Januar wurden Kölner Fans in Hamburg von einer Gruppe von Vermummten angegriffen und brutal zusammengeschlagen. Nach der Begegnung der Geißböcke in Magdeburg wurden FC-Fans auf einem Parkplatz nahe des Stadions heftig, zum Teil mit Feuerwerk, angegangen. In diesem Fall in Nürnberg handelt es sich offenbar um gewaltbereite Anhänger beider Lager. Vom FC gibt es bislang noch keine öffentliche Einordnung.



Eine Eins, drei Vieren: Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Nürnberg

Leart Pacarada und Florian Kainz im Duell gegen Nürnberg (Foto: Alexander Hassenstein / Getty Images)
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Eine Eins, drei Vieren: Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Nürnberg

Mit einem Last-Minute-Treffer hat der FC einen wichtigen Sieg eingefahren und die Tür zum Aufstieg weit aufgeschoßen. Doch nicht alle Spieler überzeugten. Die Einzelkritik zum Spiel des 1. FC Köln in Nürnberg.

Der FC hat drei wichtige Punkte geholt, die Spitze wieder übernommen und darf vom Aufstieg träumen. Die Einzelkritik zum Spiel des 1. FC Köln in Nürnberg.

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Gegen eine unangenehme Nürnberger Mannschaft taten sich die Kölner in der ersten Halbzeit über weite Strecken schwer. Die Teams begegneten sich auf Augenhöhe und kamen beide zu Chancen. Nach dem Wechsel sorgte Antiste für die plötzliche Führung. Fortan war der FC das Spiel bestimmende Team, glich verdient aus, war dann aber wieder einmal nicht so richtig zwingend. Erst in der Schlussminute bescherte Florian Kainz dem FC den Sieg.

Einige Patzer in der Defensive

Marvin Schwäbe in der Einzelkritik

Marvin Schwäbe

Hellwach als Justvan geschickt wurde. Bekam sonst recht wenig zu tun. Agierte ab und an als Aufbauspieler. Beim Gegentor machtlos.


Leart Pacarada Einzelkritik

Leart Pacarada

Versuchte in der Offensive mit Flanken für Gefahr zu sorgen. Die kamen zu oft nicht an. Mit Ballkontakten extrem aktiv. Gut im Zusammenspielt mit Kainz. Hatte erneut die meisten Ballkontakte der Mannschaft.


Dominique Heintz

Der Innenverteidiger gab eigentlich eine solide Vorstellung ab. Sah beim Gegentor aber nicht gut aus, als er unter der Kugel durchtauchte. Musste angeschlagen vom Platz.



Einzelkritik Timo Hübers

Timo Hübers

Legte den Nürnbergern mit einem unglaublichen Ballverlust die vermeintliche Führung auf. Warum der junge Tim Janisch die Einladung nicht annahm, wird nur der Schienenspieler wissen. Wirkte auch sonst in einigen Aktionen fahrig und klärte Bälle, bei denen der saubere Pass die bessere Variante gewesen wäre. Allgemein unsauber im Spielaufbau.


Jusuf Gazibegovic Einzelkritik

Jusuf Gazibegovic

Sehr bemühter Auftritt beim Comeback. Kam auf eine starke Zweikampfquote von mehr als 70 Prozent – für einen Außenverteidiger sehr gut. War mit 33 km/h auch der schnellste Kölner Spieler. Trat in der Offensive aber zu selten in Erscheinung. Wurde nach einer Stunde ausgewechselt.


>>>Die Stimmen zum Spiel<<<


Ein wenig fehlte das Glück


Eric Martel

Zeigte einen engagierten Auftritt, war im Spiel nach vorne aber nicht eingebunden. Spulte wie immer auf der Sechs die meisten Kilometer ab. Hatte einen schweren Stand gegen Justvan. Muss dringend an seinem Offensivdrang arbeiten.


Denis Huseinbasic 4+

Denis Huseinbasic

Spielte neben Martel auf der Doppelsechs. Trat gerade in der Vorwärtsbewegung kaum in Erscheinung. Mehr als ein sehenswertes Dribbling war lange nicht drin.


Jan Thielmann Einzelkritik

Jan Thielmann

Pech, dass er nach schönem Steckpass nur den Innenpfosten traf. Pech, dass er mit einem Hammer nur die Unterkante der Latte traf. War insgesamt ein absoluter Aktivposten in der Offensive. Zeigte gute Sprińts hinter die Abwehr. Seine Hereingaben waren aber zu oft zu ungenau.


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Luca Waldschmidt

Wieder lange ein unscheinbarer Auftritt des Zehners. Versuchte es mit einigen Schüssen, die aber entweder zu ungenau waren oder im Gegner landeten. War dann gegen Jander hellwach, als er den Ball eroberte und so den Ausgleich einleitete. Technisch sauberer als zuletzt.


Wie bewertet ihr den FC gegen Hertha BSC?

Einzelkritik Florian Kainz

Florian Kainz

Fühlte sich auf seiner angestammten Position sichtbar wohl. Setzte sich das erste Mal mit seinem schönen Steckpass auf Thielmann in Szene. War dann beim Ausgleich hellwach und vollendete sicher. Und schob auch zum 2:1 für den FC ein.


Tim Lemperle

Holte mit seiner ersten Aktion den vermeintlichen Elfmeter raus, den Schiedsrichter Robert Hartmann aber kassierte. Kam nur kurz darauf erneut überraschend an den Ball, brachte die Kugel aus spitzem Winkel nicht aufs Tor. Wirkte oft glücklos. So wie bei einer Hackenvorarbeit auf Thielmann, die beim Gegner landete oder einem unkontrollierten Schuss aus 20 Metern. Bereitet dann aber zwei Tore vor. Gerade am zweiten Treffer hatte er besonders großen Anteil.


Gute Impulse von Maina

Einzelkritik Maina

Linton Maina

Kam nach einer guten Stunde und direkt zu einer ganz dicken Chance, als er nach einem Fehlpass alleine vorm gegnerischen Keeper auftauchte, aber an Kukucka scheiterte. Maina sorgte mit seinem Tempo für mächtig Wirbel. Bleibt im Abschluss und finalen Pass aber zu unpräzise.




Florian Kainz stößt die Tür zum Aufstieg weit auf – FC gewinnt in Nürnberg

Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln
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Florian Kainz stößt die Tür zum Aufstieg weit auf – FC gewinnt in Nürnberg

Die erste Funkel-Patrone hat gesessen. Der 1. FC Köln gewinnt 2:1 in Nürnberg und stößt die Tür zum Aufstieg ganz weit auf. Den Kölnern fehlt nach dem Dreier beim Debüt von Friedhelm Funkel nur noch ein Punkt zum Aufstieg. Sollten Elversberg und Paderborn am Samstag nicht gewinnen, ist Köln durch.

War das der Aufstieg? Der 1. FC Köln gewinnt 2:1 in Nürnberg und macht einen großen Schritt Richtung Bundesliga. Sollte Köln noch einen Punkt einfahren sind die Geißböcke durch. Florian Kainz avancierte mit zwei Treffern zum Matchwinner.

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Friedhelm Funkel wählte im ersten Spiel seiner dritten Amtszeit eine Viererkette, setzte auf den wiedergenesenen Jusuf Gazibegovic, Jan Thielmann spielte dafür eine offensivere Rolle. Florian Kainz erhielt den Vorzug vor Linton Maina, den der ein oder andere Experte wohl auf der linken Seite erwartet hätte. Im Sturm startete Tim Lemperle als einzige Spitze, damion Downs saß zunächst nur auf der Bank. Und Lemperle gehörte die erste Aktion. Der Stürmer wurde von Luca Waldschmidt in der Box freigespielt. Robert Knoche traf im ersten Kontakt Lemperle und Schiedsrichter Robert Wagner entschied auf Elfmeter. Doch nach kurzem Intermezzo aus dem Kölner Keller, nahm der Unparteiische Robert Hartmann den Strafstoß zurück (3.). Anschließend vergab Lemperle aus spitzem Winkel Alleingang (6.).

Thielmann trifft nur die Unterkante der Latte

Doch Nürnberg fand immer besser ins Spiel. Janis Antiste schickte Julian Justvan mti einem Steckpass, doch Schwäbe war hellwach und rechtzeitig am Ball (11.). Auf der anderen Seite spielten sich Waldschmidt und Kainz mit einem Doppelpass durch das Mittelfeld. Der Österreicher steckte durch auf Thielmann und das Kölner Eigengewächs traf nur den Innenpfosten (19.). Doch so wirklich chancenreich war die Begegnung zunächst nicht. Erst nach einer Ecke der Kölner setzten die Gastgeber zum Konter an. Rafael Lubch ging über die linke Seite, zog Höhe Sechzehner ab, verfehlte das Tor aber doch deutlich (27.). Schließlich war es Timo Hübers, der Gefahr in die Begegnung brachte. Der Innenverteidiger vertendelte einen Ball an der eigenen Torlinie, die anschließende Flanke von Mahi Emreli brachte Tim Janisch erstaunlicher Weise unbedrängt aus fünf Metern übers Tor (34.).

Thielmann machte es auf der anderen Seite erneut genauer, doch eben wieder zu genau. Einen Ball aus 18 Metern schoss der Schienenspieler angefälscht an die Unterkante der Latte. Über Umwege kam der Ball zu Waldschmidt, der aus sieben Metern einen Nürnberger Verteidiger anschoss (38.). Auch Kainz kam aus 18 Metern noch einmal zum Abschluss, der Versuch rauschte aber am Tor vorbei (43.). Bis zur Halbzeit passierte nichts mehr. Abgesehen von einem Kopfball von Jander, den dieser ebenfalls zu hoch ansetzte.

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Kainz dreht die Begegnung

Der FC war noch gar nicht so recht auf dem Platz, als der Club bereits zurschlug. Nach einer Flanke von der rechten Seite von Janisch tauchte Dominique Heintz unter der Kugel durch und Antiste war zur Stelle (46.). Der FC reagierte, spielte nun mit Schwung nach vorne und kam zu Möglichkeiten. Vor allem nach Standards. Zunächst vergab Martel nach einer Ecke, anschließend bekam Hübers keinen Druck hinter den Ball (51.). Köln tat zwar nun deutlich mehr für das Spiel, wirklich gefährlich wurden die Geißböcke nur selten. Funkel reagierte und brachte Linton Maina für Jusuf Gazibegovic, Thielmann ging eine Reihe zurück. Und der Offensivspieler fügte sich umgehend ein. Nach einem haarsträubenden Abspielfehler tauchte Maina vor Michal Kukučka auf, scheiterte am Nürnberger Keeper (62.).

Einen Nürnberger Aufbauversuch unterband Waldschmidt mit einer starken Balleroberung gegen Jander, der Offensivspieler legte ab auf Lemperle, der die Kugel wiederum Kainz auflegte: 1:1 (68.). Der FC war nun dran, wollte mehr. Nach einer Flanke kam der Ball über Umwege zu Waldschmidt, der einmal mehr geblockt wurde, dieses Mal vom eigenen Mann. So recht wollte wohl keiner mehr an einen Sieg glauben, als Lemperle Nürnbergs Keeper in der Schlussminute den Ball klaute, die Kugel Kainz erneut auflegte und der zum 2:1 vollendete. Der mögliche Aufstieg ist nur noch einen Zähler entfernt und kann am Samstag gesichert werden. Dann geht es gegen den 1. FC Kaiserslautern.

FC: Schwäbe – Pacarada, Heintz (75. Schmied), Hübers, Gazibegovic (62. Maina) – Martel, Huseinbasic – Kainz, Waldschmidt (90.+6), Thielmann – Lemperle; Tore: 1:0 Antiste (46.), 1:1, 1:2 Kainz (68., 90.)


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Liveticker des 1. FC Nürnberg gegen den 1. FC Köln: Kainz macht es – 2:1 Endstand für den FC

Liveticker 1. FC Köln
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Liveticker des 1. FC Nürnberg gegen den 1. FC Köln: Kainz macht es – 2:1 Endstand für den FC

Nach dem 1:1-Unentschieden gegen Jahn Regensburg am vergangenen Spieltag ist der FC am Freitagabend zu Gast in Nürnberg. Mit Interims-Coach Friedhelm Funkel soll der Aufstieg gelingen. Dafür wollen die Kölner drei Punkte einfahren. Alle Informationen gibt es im Liveticker der Begegnung des 1. FC Nürnberg gegen den 1. FC Köln.

Vor dem 33. Spieltag steht der FC auf dem zweiten Tabellenplatz und hat einen Punkt Rückstand auf den HSV. Auf Platz drei und vier der Tabelle lauern die SV Elversberg und der SC Paderborn mit jeweils drei Punkten Abstand. Für Friedhelm Funkel heißt es in den letzten beiden Begegnungen, den FC über die Ziellinie zu bringen. Alle Informationen gibt es im Liveticker der Begegnung des 1. FC Nürnberg gegen den 1. FC Köln.

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Herzlich Willkommen zum Liveticker der Begegnung zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem 1. FC Köln. Mit Tim Lemperle und Jusuf Gazibegovic, dafür aber ohne Max Finkgräfe, der krankheitsbedingt in Köln blieb und Dejan Ljubicic, den Funkel aus dem Kader strich, wollen die Geißböcke am Freitagabend in Nürnberg punkten. Trotz der Tabellensituation keine leichte Aufgabe.






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Funkel setzt auf Funkel-Dinge: Motivation, Vertrauen und Selbstbewusstsein statt Klemmbrett und Taktik

Friedhelm Funkel will den 1. FC Köln zurück in die Bundesliga führen
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Funkel setzt auf Funkel-Dinge: Motivation, Vertrauen und Selbstbewusstsein statt Klemmbrett und Taktik

Zwölf Tage hat Friedhelm Funkel, um dem FC den direkten Aufstieg zu bescheren. Nicht wirklich viel Zeit. Auch deswegen dreht der Coach auch nicht am ganz großen Taktik-Rad und baut lieber auf seine altvertrauten Mittel beim 1. FC Köln: Friedhelm Funkel setzt auf den Motivationseffekt.

Bereits am Samstagnachmittag kann in der Theorie der Aufstieg der Kölner eingetütet sein. Dazu müssen die Kölner aber ihre Hausaufgaben gegen Nürnberg machen. Große Veränderungen gibt es eher nicht beim 1. FC Köln: Friedhelm Funkel setzt auf den Motivationseffekt.

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Friedhelm Funkel macht dieser Tage gar keinen großen Hehl daraus, dass die Zeit, die er in seiner dritten Amtszeit beim FC zur Verfügung gestellt bekommt, ein sehr geringes Gut ist. „Ich hab ja nur zehn bis zwölf Tage“, sagt der Trainer, dessen Mission im Idealfall keine zwei Wochen nach offizieller Vorstellung schon wieder erfüllt und abgehakt ist. Zwölf Tage nach Beginn seines Engagements kann Funkels Dienstzeit auch schon wieder beendet sein. Eine sehr kurze Zeit, angesichts diverser wissenschaftlicher Studien, die Vereinen bei einem Trainerwechsel eher zu einem langfristigen Engagement des neuen Coachs raten. Ein buntes Potpourri an taktischen Raffinnessen oder personellen Veränderungen ist also ganz sicher nicht zu erwarten – mal abgesehen von der Ausbootung von Dejan Ljubicic wird die erste Elf am Abend in Nürnberg sicher nicht das große Facelifting verpasst bekommen haben. Zumal der Kader viele Veränderungen auch nicht hergibt.

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Motivation als Schlüssel zum Erfolg?

Ganze drei Trainingseinheiten standen Funkel zur Verfügung. Zwar haben die Trainer mit dem Team auch Spielzüge ausprobiert, Spielformen einstudieren lassen, aber unter Zeitdruck eben nur auf Sparflamme. Die Taktik werde im Fußball doch ohnehin überwertet, ließ Funkel sinngemäß verlauten und deutete an, dass ein gestandener Fußballprofi ohnehin systemunabhängig funktionieren müsse. Kein Wunder, Funkel ist nicht der moderne Klemmbrettträger, der mit Notebook und Feldanalyse ums Eck kommt. „Fußball ist eine einfache Sache. Es ist keine Mathematik“, sagt der Coach und erinnerte an Karl-Heinz Rummenigge, der mit ähnlichen Worten die eher analytische Arbeitsweise seines damaligen Trainers Ottmar Hitzfeld bei den Bayern kritisierte.

„Ich versuche Einfachheit und Klarheit in die Abläufe zu bekommen. Auch, was das Auftreten auf dem Platz angeht“, sagt Funkel. Der Schlüssel – und auch das belegen Studien – ist in dieser kurzen Zeit ohnehin ein anderer. Einen positiven Effekt kann ein Trainerwechsel vor allem auf die Motivation der Spieler nehmen. „Negative Ergebnisse verbunden mit negativen Erlebnissen können das Selbstvertrauen beeinträchtigen und gleichzeitig Einfluss auf die Motivation nehmen. Das kann sich wiederum negativ auf die Leistung auswirken, da Zweifel und Ängste die Überzeugung an die eigenen Fähigkeiten erschüttern können“, erklärte der sportpsychologische Berater Thorsten Loch gegenüber come-on-fc.com nach dem Engagement von Timo Schultz. Die Gefahr einer Abwärtsspirale sei durchaus gegeben.

Funkel sucht die Gespräche

Zwar gab es für den FC zuletzt keine Niederlagsserie, doch die Leistungen, gepaart mit fünf Zählern aus fünf Spielen waren für den Aufstiegskandidaten sicherlich nicht erbaulich. Und tatsächlich kann genau dort der Motivationsschub durch eine Veränderung auf der Trainerebene einen positiven Effekt haben. Und deswegen ist der Ansatz von Friedhelm Funkel ganz offensichtlich – wie auch schon vor vier Jahren – ein anderer. Der Trainer sucht immer wieder das Gespräch mit den Spielern – will die Köpfe erreichen. Die Gespräche seien „mit dem einen ein bisschen länger, mit dem anderen ein bisschen kürzer“, ausgefallen berichtet Funkel und es würde nicht verwundern, wenn gerade den Routiniers der Mannschaft eine besondere Rolle in den kommenden Tagen zukommt.

Fast schon metaphorisch legte Funkel im Training seinen Spielern die Hand auf die Schulten, sprach ihnen gut zu, gab hier einen Tipp, fragte dort nach. „Ich glaube, dass in der Kürze der Zeit ein gutes Vertrauensverhältnis gewachsen ist“, sagt der 71-Jährige, der einen Schlüssel des Erfolgs im Selbstvertrauen sieht, das er dem Team wieder mit auf den Weg geben will. „Die Mannschaft steht auf Platz zwei. Das heißt, dass sie überwiegend sehr, sehr viele positive Ergebnisse erzielt hat. Sonst wäre man nicht mehr dabei. Und das muss der Mannschaft wieder vermittelt werden“, sagt der Coach. Ob ihm der Ansatz in der Kürze der Zeit gelingt, ist offen. Dass Friedhelm Funkel mit diesem Ansatz aber schon gut gefahren ist, hat er mehr als nur einmal bewiesen.


1. FC Köln verlängert mit Arda Süne, Sponsel Zukunft wohl geklärt

Arda Süne bleibt beim 1. FC Köln (Foto: fc.de)
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1. FC Köln verlängert mit Arda Süne, Sponsel Zukunft wohl geklärt

Seit Sommer 2022 spielt der Mittelfeldspieler für den FC. In Zukunft soll er in der Kölner U21 die nächsten Schritte machen. Der 1. FC Köln verlängert den Vertrag mit Arda Süne.

Der Youngster wird den Weg weiter mit dem FC gehen: Der 1. FC Köln verlängert den Vertrag mit Arda Süne. Das gab der Verein am Freitagvormittag bekannt. Der 19-Jährige geht aktuell in der U21 der Geißböcke an den Start.

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Der Mittelfeldspieler aus Leverkusen war 2022 zu den Geißböcken gewechselt. Zunächst spielte Arda Süne für die U19 des 1. FC Köln, erreicht mit der Mannschaft viel und wurde U19-DFB-Pokalsieger. Seit der aktuellen Saison ist der 19-Jährige fest in die U21 der Kölner eingebunden. Unter Trainer Evangelos Sbonias kam der Mittelfeldspieler bereits zu 18 Regionalliga-West-Partien erzielte einen Treffer und bereitete einen weiteren vor. Und das, obwohl Süne immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen wurde. „Ich bin sehr stolz, weiter Teil dieses großen Traditionsvereins zu sein. Ich bedanke mich bei den Verantwortlichen für das Vertrauen und freue mich darauf, weiterhin alles für den FC zu geben“, so Süne.

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“Eine gewichtige Rolle“

In der anstehenden Spielzeit in der FC-U21 soll Süne die nächsten Entwicklungsschritte gehen. „Ich freue mich, dass wir uns mit Arda auf eine Verlängerung geeinigt haben. Arda ist diese Saison leider immer wieder durch kleinere Verletzungen ausgebremst worden. Im kommenden Jahr soll und kann er auf und neben dem Platz eine gewichtige Rolle in der Mannschaft einnehmen, um so auf das nächste Level zu kommen“, sagt Lukas Berg, Bereichsleiter Nachwuchsfußball. Für seinen Teamkollegen Meiko Sponsel steht hingegen der Weggang vom Geißbockheim an. Bereits in der vergangenen Woche hatte sich ein Wechsel angedeutet. Noch gegen Preußen Münster feierte der Rechtsverteidiger im April sein Profi-Debüt beim 1. FC Köln. Nun wechselt Sponsel im Sommer auf die anderer Rheinseite zur Viktoria und will den nächsten Schritt gehen.


Von Funkel auf Funkel: Euphorie, Europa, Ernüchterung – fast alles zurück auf Anfang

Friedhelm Funkel bei der Pressekonferenz beim 1. FC Köln
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Von Funkel auf Funkel: Euphorie, Europa, Ernüchterung – fast alles zurück auf Anfang

Die jüngste Station beim FC ist die Dritte für Friedhelm Funkel. Und die ist eine ganz besondere. Denn irgendwie hat der 71-Jährige dann doch auch einen Anteil an der Entwicklung der Geißböcke der letzten Jahre. Mit Friedhelm Funkel schließt sich ein Kreis für den 1. FC Köln.

Relegation, Europa und wieder Relegation? Mit der Rückkehr von Interimstrainer Friedhelm Funkel schließt sich der Kreis für den 1. FC Köln. Zumindest sportlich ist Köln da, wo Funkel beim FC vor einigen Jahren schon einmal angesetzt hat.

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Zwei Spiele bleiben Friedhelm Funkel noch, um den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga zu sichern. Doch ein Blick auf die vorangegangene Station des 71-Jährigen beim FC zeigt: Die Rückkehr des Trainers ist dann doch mehr als eine kurzfristige Maßnahme. Sie ist auch das Ende eines Kapitels, das mit der Rettung über die Relegation 2020/2021 begonnen hat. Damals übernahm Funkel eine verunsicherte Mannschaft, führte sie zum Klassenerhalt und verabschiedete sich scheinbar für immer. Nach der Entlassung von Gerhard Struber steht der 71-Jährige nun doch nochmal an der Seitenlinie für die Geißböcke. Und das in einer sportlich sehr ähnlichen Konstellation. Der FC ist da, wo Funkel ihn schonmal vorgefunden hat.

Friedhelm Funkel: Konstante im FC-Chaos

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Denn vor vier Jahren übernahm der Coach den 1. FC Köln in einer Phase tiefster Verunsicherung, in aller höchster Not nach einer verkorksten Saison unter Markus Gisdol. Was folgte, war eine emotionale Rettung, gekrönt vom 1:5-Auswärtssieg im Relegationsrückspiel bei Holstein Kiel. Damals im Mittelpunkt: Mittelstürmer Sebastian Andersson. Der Schwede avancierte im Rückspiel gegen Kiel nach verlorenem Hinspiel zum Symbol der neuen Zuversicht unter dem Interimscoach. Mit zwei wuchtigen Kopfballtoren trug er entscheidend zur spektakulären Wende bei. Funkels Einfluss gab der verunsicherten Mannschaft, was sie unter seinem Vorgänger Markus Gisdol verloren hatte: Selbstvertrauen und Struktur.

Nach erfolgtem Klassenerhalt übernahm Motivator Steffen Baumgart. Eine ganze Stadt verfiel dem Rostocker und der Euphorie, die er entfachte. Baumgart führte die Geißböcke fulminant zurück nach Europa. Der FC schien auf einem guten Weg. Doch wie bereits 2017 stellte sich die Saison auf dem europäischen Parkett als Ikarusflug heraus. Die Transfersperre versetzte der Wettbewerbsfähigkeit einen empfindlichen Schlag. Der sportliche Sinkflug führte die Kölner zurück in die  Zweitklassigkeit. Heute steht der 1. FC Köln wieder dort, wo Funkel ihn unter seine Fittiche nahm. Nämlich an der Schwelle zwischen erster und zweiter Bundesliga. Und wieder könnte das Schicksal in Form der Relegation zuschlagen, je nach Verlauf der kommenden Partien gegen Nürnberg und Kaiserslautern vielleicht sogar wieder gegen Holstein Kiel. 

Sofortmaßnahmen für den Aufstieg

Bereits Ende März ließ Funkel durchblicken, was er von der sportlichen Leitung hält. Zwar lobte er die bisherige Arbeit des inzwischen entlassenen Geschäftsführer Sport, Christian Keller, bei dessen Engagement in Regensburg. Doch an der sportlichen Kompetenz auf Bundesliga-Niveau hatte Funkel deutliche Zweifel. Kritikpunkt Nummer eins: die Wintertransfers. Namen wie Imad Rondić, Jusuf Gazibegović oder Anthony Racioppi würden den FC nicht wirklich verstärken, so Funkel. Eine Einschätzung, die er offen aussprach. Und doch ist es nun ausgerechnet er, der genau diese Spieler in den letzten beiden Saisonspielen auf Kurs bringen muss, um den drohenden Super-GAU zu verhindern. Eine paradoxe Situation, aber keine neue für Funkel. Der Routinier ist einer der erfahrensten Aufstiegs Experten im deutschen Profifußball: Mit fünf verschiedenen Vereinen ist er bereits sechsmal aufgestiegen, darunter 2003 mit dem 1. FC Köln. Damals wie heute wird seine Mischung aus Erfahrung, Klartext und Zuversicht gefragt sein: 

„Wir müssen auf dem Platz arbeiten, ich werde aber auch einige Gespräche ab morgen führen, in erster Linie mit den erfahrenen Spielern, um ein Gefühl für die Mannschaft und die Situation zu bekommen. Ich bin überzeugt, dass wir die richtigen Worte finden werden, damit die Mannschaft am Freitagabend in Nürnberg selbstbewusst auftritt.“

Die Chance für den Aufbruch 

Und doch hat sich die Welt in Köln weitergedreht. Und bei aller wohl auch berechtigten Kritik an dem geschassten Sportdirektor, hat ausgerechnet Christian Keller seinen Anteil. Denn der 46-Jährige hat durch die Sanierung des Clubs während seiner dreijährigen Amtszeit gute Voraussetzungen geschaffen, in den kommenden Jahren auch auf Bundesliganiveau wieder wettbewerbsfähig zu agieren. Präsident Dr. Werner Wolf kündigt für die anstehende Mitgliederversammlung starke Zahlen an: „Sie werden die Jahresabschlüsse sehen – und die werden beeindruckend sein. Es ist gelungen, den Verein voll handlungsfähig und voll kreditwürdig zu machen.“ Für Funkel mag der FC in den vergangenen Jahren sportlich auf der Stelle getreten sein. Wirtschaftlich und auch in Sachen Infrastruktur haben sich die Geißböcke aber sehr wohl weiterentwickelt.

Funkel: “Was war, interessiert mich nicht”

Auch wenn Trainer Gerhard Struber zuletzt von Geschlossenheit, Zusammenhalt und „bei sich sein“ sprach – auf dem Platz war davon wenig zu sehen. Nur fünf Punkte aus den letzten fünf Spielen waren im Kampf um den Aufstieg zu wenig. Mit Friedhelm Funkel soll der FC schon am Freitag gegen den 1. FC Nürnberg das Gesicht eines Aufsteigers gezeigt werden: „Ich freue mich auf die Aufgabe und werde alles investieren. Mir geht es darum, die Mannschaft und das Trainerteam auf das Spiel in Nürnberg zu fokussieren. Wir wollen dieses Spiel gewinnen. Was war, interessiert mich nicht. Ich werde versuchen, der Mannschaft eine gewisse Lockerheit und Leichtigkeit sowie Selbstvertrauen zu vermitteln. Wenn mir das gelingt, werden wir am Ende der Saison in der Bundesliga sein. Das ist unser Ziel, das ist mein Ziel und das wollen wir mit allen Mitteln erreichen.“ Und dann schlösse sich der Kreis für Funkel und den FC.


Was verändert Friedhelm Funkel? So könnte der 1. FC Köln gegen Nürnberg spielen

Friedhelm Funkel und Matthias Lust beim Training des 1. FC Köln
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Was verändert Friedhelm Funkel? So könnte der 1. FC Köln gegen Nürnberg spielen

Das 1:1 gegen Regensburg war für die FC-Verantwortlichen zu viel. Gerhard Struber musste gehen, Friedhelm Funkel hat übernommen. Für die ganz großen Umstellungen wird es wohl zu wenig Zeit gegeben haben. Doch Veränderungen wird es geben müssen. So könnte der 1. FC Köln gegen Nürnberg spielen.

Dreierkette oder Viererkette? Doppelspitze oder Doppelsechs? Ein neuer Trainer, eine neue Ausrichtung? Personell wird Friedhelm Funkel im Vergleich zur Vorwoche umstellen müssen. Doch wie groß werden die Veränderungen sein? So könnte der 1. FC Köln gegen Nürnberg spielen.

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Nun wird es also ernst für den neuen Trainer des 1. FC Köln. Am Abend steht das erste Pflichtspiel der dritten FC-Amtszeit von Friedhelm Funkel auf dem Plan und das Unterfangen Aufstieg schlägt ein neues Kapitel auf. Unter der Woche deutete der Coach an, dass er in den wenigen bisherigen Trainingseinheiten gar nicht so einen großen Fokus auf die Taktik legen würde, die ohnehin so oder so von den Spielern umgesetzt werden könne. Die Marschroute soll wohl dennoch eine offensive sein. Funkel gab an, er wolle nach „vorne spielen, Tore schießen“. Das spricht also nicht gerade für eine defensive Ausrichtung. Voraussichtlich wird der neue Coach bei der Viererkette bleiben und die erste Umstellung geht damit einher. Denn Max Finkgräfe fehlt erkrankt. Leart Pacarada wird wieder in die Anfangsformation zurückkehren.

Kehrt Gazibegovic zurück in die Startelf?

In der Innenverteidigung dürfte Funkel auf die Routine seiner erfahrenen Spieler setzen. Timo Hübers und Dominique Heintz werden wohl die Zentrale absichern. Ob Jusuf Gazibegovic direkt wieder in die Startelf rotiert, wird sich zeigen, ist aber nicht ausgeschlossen. Dafür könnte dann Jan Thielmann eine Kette nach vorne rücken. Auf der linken Seite könnte es ebenfalls zu einem Comeback kommen, zumindest zu einem Startelf-Comeback. Linton Maina dürfte wieder in der Anfangsformation stehen. Vor Eric Martel auf der Sechs könnte Luca Waldschmidt für die kreativen Momente verantwortlich sein. Im Sturm ist Tim Lemperle gesetzt. Neben dem Eigengewächs, das den FC bekanntlich bald verlassen wird, dürfte erneut Damion Downs seine Chance bekommen.

Sollte Thielmann auf der rechten Verteidigerposition spielen, könnte Denis Huseinbasic ein Anfangs-Kandidat sein. Mit Spielern wie Mark Uth und Florian Kainz gibt es aber auch weitere Optionen, die durchaus Chancen auf einen Platz in der Startelf haben.

Duell gegen Nürnberg: So könnte die Startelf des 1. FC Köln aussehen

Flog gegen Hannover vorzeitig vom Platz: Leart Pacarada

Leart Pacarada

Dominique Heintz ist ein Leistungsträger beim 1. FC Köln

Dominique Heintz

Timo Hübers im Pokalspiel des 1. FC Köln

Timo Hübers

Jan Thielmann nach seinem Treffer gegen Darmstadt

Jan Thielmann

Denis Huseinbasic

Denis Huseinbasic

Eric Martel vom 1. FC Köln

Eric Martel

Damion Downs ist ein Hoffnungsträger beim 1. FC Köln

Damion Downs

Luca Waldschmidt Offensivspieler des 1. FC Köln

Luca Waldschmidt

Tim Lemperle beim 1. FC Köln

Tim Lemperle

Linton Maina, Spieler des 1. FC Köln
Linton Maina