Martel zurück auf die Sechs? Wer stürmt? So könnte der 1. FC Köln in Fürth spielen

Eric Martel geht beim 1. FC Köln voran
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Martel zurück auf die Sechs? Wer stürmt? So könnte der 1. FC Köln in Fürth spielen

Am Freitag steht für den FC das Auswärtsspiel gegen Greuther Fürth an und schon unter der Woche hat sich angedeutet, dass Gerhard Struber ein weiterer Spieler wegfallen wird. Dafür bietet sich auf einer anderen Position vielleicht ein Luxusproblem. So könnte der 1. FC Köln in Fürth spielen.

Bereits am Mittwoch hatte FC-Trainer Gerhard Struber auf der Pressekonferenz durchklingen lassen, dass es für Timo Hübers wohl nicht reichen würde. Der Kapitän der Geißböcke war am Donnerstag zwar am Geißbockheim, trainierte aber nicht mit und machte sich auch nicht mit auf den Weg nach Fürth. Auch Max Finkgräfe fällt aus. So könnte der 1. FC Köln in Fürth spielen.

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Es hatte sich unter der Woche angedeutet und dann am Mittwoch bestätigt. Zum dritten Mal in Serie muss der FC ohne seinen Kapitän und Innenverteidiger Timo Hübers auskommen. Der Abwehrspieler leidet noch immer unter den Nachwirkungen eines Infekts und wird daher erst in der kommenden Woche wieder mit der Mannschaft trainieren können. Somit deutet eigentlich viel auf die Dreierkette von vergangenem Wochenende hin. Neben Joel Schmied und Dominique Heintz spielte Eric Martel einmal mehr in der letzten Reihe. Allerdings konnte Mathias Olesen gegen Hertha BSC auf der Sechs einmal mehr nicht überzeugen. Dem FC fehlte ein wenig der Zugriff, Berlin hatte erstaunliche Räume. Besser wurde es erst in Durchgang zwei, als der FC wieder mit einer Doppelsechs arbeitete. Gut möglich also, dass Gerhard Struber das defensive Mittelfeld wieder ein wenig stärken wird.

Lemperle und Rondic wieder als Sturm-Duo?

Dann könnte Martel wieder ins Mittelfeld rotieren. Mit Julian Pauli steht ein Innenverteidiger in den Startlöchern, der in der Hinrunde zu den großen Gewinnern zählte. Allerdings machte Martel seine Sache in der Innenverteidigung sehr gut. Möglicherweise rotiert auch Dejan Ljubicic wieder in die Anfangsformation. Dann könnte Huseinbasic den etwas defensiveren Teil des Mittelfelds übernehmen. Durch die Verletzungen von Max Finkgräfe (Oberschenkelbeschwerden) und Jusuf Gazibegovic (Syndesmosebandriss) stellen sich die Schienenspieler Leart Pacarada und Jan Thielmann von alleine auf. Luca Waldschmidt wusste am Samstag wahrlich nicht zu überzeugen. Allerdings war der ehemalige Nationalspieler in drei Partien zuvor maßgeblich am Erfolg der Kölner beteiligt.

Eine Alternative wäre Florian Kainz, der aber ebenfalls nicht immer überzeugen konnte. Im Angriff hat Struber tatsächlich wieder ein wenig die Qual der Wahl. Am vergangenen Samstag spielten Imad Rondic und Tim Lemperle von Beginn an, konnten sich aber beide nicht so richtig empfehlen. Lemperle dürfte allerdings gesetzt sein. Gut möglich, dass auch Damion Downs wieder seine Chance von Beginn an erhält.

Duell gegen Greuther Fürth: So könnte die Startelf des 1. FC Köln aussehen

Leart Pacarada beim Spiel des 1. FC Köln

Leart Pacarada

Dominique Heintz ist ein Leistungsträger beim 1. FC Köln

Dominique Heintz

Eric Martel und Jonas Urbig

Eric Martel

Joel Schmied vom 1. FC Köln

Joel Schmied

Jan Thielmann nach seinem Treffer gegen Darmstadt

Jan Thielmann

Dejan Ljubicic vom 1. FC Köln

Dejan Ljubicic

Denis Huseinbasic vom 1. FC Köln

Denis Huseinbasic

Imad Rondic überzeugte gegen Paderborn

Imad Rondic

Luca Waldschmidt Offensivspieler des 1. FC Köln

Luca Waldschmidt

Tim Lemperle beim 1. FC Köln

Tim Lemperle



Wankelmut statt Zuverlässigkeit: Dem 1. FC Köln fehlt die Konstanz

Enttäuschung pur: Die Spieler des 1. FC Köln nach der 2:3-Niederlage
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Wankelmut statt Zuverlässigkeit: Dem 1. FC Köln fehlt die Konstanz

Beim FC herrscht in dieser Saison statt Konstanz eher Wankelmut. Kaum ein Akteur konnte durch gleichbleibende Leistungen überzeugen. Das findet sich auch im Spielerischen und Taktischen wieder. Dem 1. FC Köln fehlt die nötige Konstanz.

Mal mit mehr Ballbesitz und Dominanz gegen ein Top-Team, dann wiederum ohne kreative Ideen und mit passiver Spielweise. Dem 1. FC Köln fehlt die nötige Konstanz.

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Luca Waldschmidt gehörte am Samstagabend einer der positiven Momente beim FC. Der ehemalige Nationalspieler nahm einen Ball direkt und prüfte damit Hertha-Keeper Tjark Ernst aus rund zehn Metern. Ernst entschied das Duell für sich. Anschließend tauchte der Offensivspieler wieder ab. Zuvor war ein Schuss Richtung Oberrang der wohl größte erinnerungswürdige Arbeitsnachweis. Hätte Waldschmidt getroffen, wäre es die vierte entscheidende Torbeteiligung in Folge gewesen – wenn in diesem Fall auch erst einmal „nur“ der Ausgleich. Möglicherweise wäre dann ein wenig untergegangen, dass der 28-Jährige am Samstagabend nicht gerade seinen besten Tag erwischte. Zumindest strahlte der gebürtige Siegener nicht mehr die Präsenz der vergangenen Wochen aus. Waldschmidt kam gerade einmal auf 30 Ballkontakte und damit sechs mehr als Florian Kainz, der in der Schlussphase eingewechselt wurde.

Die Spieler des 1. FC Köln gehen durch Hochs und Tiefs

Beide Akteure stehen auch ein wenig symptomatisch für ein Kernproblem der Geißböcke. Es fehlt nicht nur in den Ergebnissen (der Rückrunde) die nötige Konstanz, um etwas geräuschloser durch die 2. Bundesliga zu driften oder den Aufstieg frühzeitig in trockene Tücher zu bringen. Zahlreiche Leistungsträger bewegen sich in dieser Spielzeit nicht auf einem gleich bleibend hohen Niveau. Waldschmidt hatte zu Saisonbeginn einige Male seine Probleme, überhaupt zum Einsatz zu kommen, saß im Februar zwei Mal 90 Minuten komplett auf der Bank und war in den vergangenen Spielen zumindest nach den Torbeteiligungen aber ein Unterschiedsspieler, nun blieb der Offensivspieler gegen Hertha wieder erstaunlich blass. Kainz war zu Saisonbeginn verletzt, kam erst zum Rückrundenstart besser in Fahrt, der Ex-Kapitän ist aktuell aber eben auch kein wirklicher Faktor bei den Geißböcken.

Nachdem die Geißböcke in der vergangenen Spielzeit eher selten Ausreißer nach oben hatten, waren es in der Premierensaison unter Steffen Baumgart eben nur ganz selten Ausreißer in die andere Richtung. Nun aber scheint der Wankelmut in die Leistungen der Spieler gekommen zu sein und das nahezu durch die Bank weg. Auch die Kölner Topscorer Linton Maina, Tim Lemperle und Damion Downs gingen in dieser Spielzeit durch Hochs und Tiefs. Mal mit Ladehemmungen, mal mit den entscheidenden Treffern. Die Kette dahinter entwickelte mal die entscheidenden Momente, um dann überhaupt keine Spielidee auf den Platz zu bringen. Die Außenverteidiger sammelten Torbeteiligungen, schlugen dann aber auch zahlreiche Flanken zum Gegner. Kaum ein Mannschaftsteil blieb von den Schwankungen verschont.

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Nur wenige Akteure können gänzlich überzeugen

Neben Eric Martel, Marvin Schwäbe und Dominique Heintz, der gegen Hertha BSC ebenfalls nicht seinen besten Tag erwischte, finden sich nur wenige Akteure im Kader, die in dieser Spielzeit gänzlich überzeugen konnten. Die große Kölner Konstante ist in dieser Saison viel eher die Inkonstante innerhalb der Mannschaft. Und so passt es irgendwie, dass sich das auch im taktischen, spielerischen Bereich wiederfindet. Mal haben die Kölner mehr Ballbesitz, treten gegen ein vermeintliches Topteam dominant auf, lassen sich dann aber von einem Kellerkind in die eigene Hälfte drücken und überlassen dem Gegner das Spielgerät. Für einen Aufstiegsaspiranten ist der FC in vielen Teilen einfach zu heftigen Schwankungen ausgeliefert. Doch wie der Saisonverlauf eindrucksvoll bewiesen hat, ist das kein rein kölsches Problem. Zum Glück. So hat der FC noch alle Chancen.

Der 1. FC Köln befindet sich erneut im Schneckenrennen – und es wird bis zum Ende eng bleiben

Gerhard Struber wirkt enttäuscht
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Der 1. FC Köln befindet sich erneut im Schneckenrennen – und es wird bis zum Ende eng bleiben

Der Kampf um den Aufstieg in Liga zwei ist spannend wie selten zuvor. Selbst der Tabellenzehnte aus Karlsruhe darf sich noch – wenn auch geringe – Aufstiegshoffnungen machen. Es bleibt bis zum Ende eng im Aufstiegskampf für den 1. FC Köln.

Die Liga ist in dieser Saison bekanntlich so eng wie selten zuvor. Nach dem 28. Spieltag befinden sich noch zehn Teams in der Verlosung um den Aufstieg. Es bleibt bis zum Ende eng im Aufstiegskampf für den 1. FC Köln.

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Die Niederlage gegen Hertha BSC ärgerte die Kölner Verantwortlichen dann doch. Zwar war am Ende des Tages mit Blick auf die Tabelle nicht so wirklich viel passiert, der FC hätte aber bereits einen großen Satz Richtung Bundesliga-Rückkehr machen können. Doch die Chance hat Köln liegen lassen. Noch in der vergangenen Spielzeit sprach der damalige Coach Steffen Baumgart von einem Schneckenrennen um den Klassenerhalt, es wurde eins. Nun gibt es in der 2. Bundesliga ein ähnliches Schneckenrennen um den Aufstieg und vermutlich eins, dass sich für Köln ebenfalls erst kurz vor knapp entscheiden wird. Denn auch wenn der FC die vier Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz gehalten hat, hat sich die Tabelle weiter zusammengeschoben. Zwischen Tabellenführer Hamburg und dem Relegationsplatz befinden sich genau sechs Zähler. Sechs Spieltage vor Saisonschluss bereits eine kleine Bank, allerdings keine Sicherheit.

Noch nie zehn Teams so spät noch in der Verlosung

Denn die Liga zeigt, dass jeder jeden schlagen kann. Neun Mal war der Abstand zwischen Rang eins und Rang drei seit der Einführung der Drei-Punkte-Regel sogar kleiner. Und doch ist die Liga auch weiterhin spannend wie selten zuvor. Denn tatsächlich macht sich nun auch der KSC wieder leise Hoffnungen auf den Relegationsplatz. Auch zwischen dem 1. FC Magdeburg auf Rang drei und dem Tabellenzehnten liegen gerade einmal sechs Punkte. Und dann ist man doch wieder schnell im Bereich der historisch engen 2. Bundesliga. Noch nie betrug der Abstand zwischen Relegationsplatz und zweistelligen Tabellenrang nach dem 28. Spieltag weniger als sechs Punkte. Erst einmal durfte sich nach dem 28. Spieltag auch der Tabellenneunte noch Hoffnungen machen. Und das ist mittlerweile 24 Jahre her.

Wenn der Maßstab für eine realistische Chance sechs Punkte sechs Spieltage vor Saisonende sein würde, dann waren es im Schnitt sechs Mannschaften, die sich in der Vergangenheit zu diesem Zeitpunkt noch in der Verlosung befunden haben. Dass die Liga in dieser Spielzeit so eng ist, hat natürlich Gründe. Es gibt in dieser Saison nicht den einen haushohen Favoriten, der die Konkurrenz links liegen lässt. Im Gegenteil: Auch die Tabellenspitze verliert gegen die vermeintlich Kleinen. Der HSV unterlag in dieser Spielzeit schon Eintracht Braunschweig, spielte Remis gegen Jahn Regensburg, Der 1. FC Magdeburg verlor genauso gegen Hertha BSC wie die Kölner und der 1. FC Kaiserslautern kassierte wie die Geißböcke eine 1:5-Klatsche gegen Darmstadt. Es ist alles möglich in dieser Saison, in alle Richtungen. Insofern ist es auch schwierig, eine Tendenz Richtung Aufstieg jetzt schon herauszulesen.

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Tabellenführer auch immer aufgestiegen

Fakt ist, dass der Tabellenführer nach dem 28. Spieltag immer am Ende auch aufgestiegen ist und in 23 von 29 Fällen als Spitzenreiter, sechs Mal als Nummer zwei. Allerdings gab es erst einmal einen Spitzenreiter, der sechs Spieltage vor Saisonende weniger Punkte als jetzt der HSV hatte. Nämlich Nürnberg 03/04 mit 49 Punkten. Der Tabellenzweite des 28. Spieltags ist dagegen nur 22 Mal auch aufgestiegen, zwei Mal kam das Aus in der Relegation, fünf Mal rutschte der jeweilige Club sogar aus der Top-Drei noch raus. Auf der anderen Seite stiegen sechs Teams auf, die nach Spieltag 28 nicht zu den Top-Drei gehörten. Die 50 Punkte der Geißböcke sind zum aktuellen Zeitpunkt definitiv nicht viel, die vier Punkte Vorsprung auch nicht, da Köln noch gegen Lautern antritt. Im Schnitt brauchten die Teams für einen direkten Aufstiegsplatz in den vergangenen 29 Jahren 61,5 Punkte, für den Platz in der Top-Drei reichten 60,1.

Von beiden Marken ist der FC noch ein Stück weit entfernt. Allerdings erscheint es angesichts der bisherigen Punkteausbeute unwahrscheinlich, dass es am Ende so viele Zähler überhaupt benötigt. Dem FSV Mainz reichten 2004 ganze 54 Punkte zum Aufstieg, allerdings als Tabellendritter und ohne Relegation. Der „schlechteste“ Tabellenzweite war in der gleichen Spielzeit Bielefeld mit 56 Punkten. Am Ende des Tages liegt die Wahrheit ohnehin nur auf dem Platz. Der FC tut gut daran, noch einige Spiele zu gewinnen und das möglichst früh. Neun Zähler dürfte da ein guter Richtwert sein. Den Anfang kann der FC gerne am Freitagabend in Fürth machen. So oder so beginnt dann die Rechnerei von vorne.

Der Punkteabstand bleibt, doch jede Niederlage macht die Kaderplanung des 1. FC Köln komplizierter

Christian Keller und Thomas Kessler
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Der Punkteabstand bleibt, doch jede Niederlage macht die Kaderplanung des 1. FC Köln komplizierter

Mit einem Sieg über Berlin hätte der FC einen großen Schritt Richtung Aufstieg gemacht. Es gab eine 0:1-Pleite. Rein rechnerisch ist durch die Niederlage von Kaiserslautern nicht viel passiert, dennoch wäre ein Sieg immens wichtig gewesen. Denn: Jede Niederlage erschwert die Kaderplanung des 1. FC Köln.

Der FC hat durch das Abschneiden der Konkurrenz die vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz halten können. Dennoch ärgerte sich Sportdirektor Christian Keller über die verlorenen Punkte. Das ist auch durchaus verständlich, denn jede Niederlage erschwert die Kaderplanung des 1. FC Köln.

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So ein wenig machten sich am Sonntagnachmittag dann doch gemischte Gefühle unter den Anhängern der Geißböcke breit. Nach der Niederlage des 1. FC Kaiserslautern beim 1. FC Magdeburg stellte sich die 0:1-Pleite der Geißböcke als gar nicht so tragisch heraus. Zumindest hat der FC die vier Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz gehalten. Und für alle Freunde der Wahrscheinlichkeitsrechnung und Rechenschieberei: Die Situation hat sich tatsächlich sogar rein mathematisch verbessert. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass eine Mannschaft in sechs Spielen vier Punkte aufholt ist nun mal geringer, als dass ein Team jenen Boden in sieben Spielen gutmacht. Insofern können die Geißböcke trotz Niederlage positiv in die finalen sechs Spiele gehen. Der FC hat alles noch in der eigenen Hand, muss unterm Strich eben nur einen Punkt mehr auf dem Konto haben, als Tabellenplatz drei, mindestens vier. Denn auf die Torbilanz sollte sich Köln nicht verlassen.

Unklare Situation macht Kaderplanung schwierig bei 1. FC Köln

Doch dann ist da eben noch die andere Seite. Die „Was wäre, wenn“-Seite. Hätten die Kölner das Spiel gegen Hertha am Samstagabend dann doch gewonnen, dann hätte der Abstand zum Relegationsplatz sieben Zähler betragen. Und sieben Punkte, also zwei Siege und ein Remis mehr als der FC wäre für die Konkurrenz ein ganz schön dickes Brett geworden. Ziemlich viel Konjunktiv, zumal der FC die Zeit nicht mehr zurückdrehen kann. Die Punkte sind verloren, sie sind verdient verloren gegangen. Der Vorsprung bleibt. Dennoch war das Ergebnis für Christian Keller „Sau ärgerlich. Weil wir heute den nächsten Schritt hätten machen können. Das haben wir leider nicht gemacht“, sagte der Sportdirektor hörbar enttäuscht noch in den Katakomben des Kölner Stadions.

Für den Sportdirektor ist es auch insofern „Sau ärgerlich“, weil die Kölner Verantwortlichen so noch immer keine Planungssicherheit haben und dieser auch erst einmal nicht bekommen werden. „Natürlich machen wir unsere Arbeit und überlegen darüber“, hatte Thomas Kessler noch am vergangenen Donnerstag vor der Begegnung gegen die Hertha gesagt, den Fokus aber verbal auf die Begegnung gegen Berlin gerichtet. Dabei wird die Situation die FC-Verantwortlichen dann doch ein wenig mehr fordern. Zumindest ist davon auszugehen, dass die Unsicherheit der Ligazugehörigkeit großen Einfluss auf Gespräche mit potenziellen Neuverpflichtungen, aber auch mit dein eigenen Spielern hat. Bekanntlich laufen zahlreiche Verträge aus und mit Linton Maina und Dejan Ljubicic haben mindestens zwei Spieler einen (überhaupt möglichen) Verbleib an den Aufstieg geknüpft.

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Potenzielle Abgänge, erhoffte Zugänge

Allerdings dürfte es sehr wahrscheinlich sein, dass auch andere Vereine bei mindestens den beiden Mittelfeldspielern, die in Topform sicherlich Bundesligaformat haben, angeklopft haben. Erst in der vergangenen Woche berichtete die „Sport Bild“ von einem möglichen Maina-Interesse aus Mainz und ausgerechnet Mönchengladbach. Sollte dem so sein, werden die Gespräche mit den Beratern sicherlich schon bald aufgenommen, wenn sie es noch nicht sind. Das wiederum dürfte dann die FC-Verantwortlichen gehörig unter Druck setzen. Doch mit den beiden Leistungsträgern ist es ja nicht getan. Dem Vernehmen nach sollen zahlreiche weitere Akteure über eine Ausstiegsklausel verfügen, die mindestens im Nicht-Aufstiegsfall greifen könnte. Es ist kaum vorstellbar, dass Spieler wie Eric Martel, Marvin Schwäbe oder Timo Hübers noch ein weiteres Jahr in der 2. Bundesliga spielen.

Auch Youngster wie Max Finkgräfe und Damion Downs werden wohl ins Grübeln kommen. Und auch für diese Spieler gilt, die Zukunft rechtzeitig zu planen. Dem FC steht bei einem weiteren Jahr 2. Bundesliga ganz sicher ein personeller Umbruch bevor. Nur können die Planungen nicht so richtig forciert werden, wenn der Kurs eigentlich Richtung Bundesliga geht. Auf der anderen Seite werden die FC-Bosse gerade im Aufstiegsfall auf einigen Schlüsselpositionen nachbessern müssen. Und wieder spielt der Faktor Zeit dem FC nicht in den Karten. Erschwerend hinzu kommt, dass ausgerechnet das letzte Duell der Saison mit der Begegnung gegen Kaiserslautern im Kölner Stadion gegen die direkte Konkurrenz geht. So oder so: Jede vertane Chance, dem Aufstieg ein Stück näher zu kommen, setzt die Kaderplaner unter Druck. Insofern wären die drei Punkte gegen Hertha immens wichtig gewesen.

Diesmal nicht der Matchwinner für den 1. FC Köln – aber am Ende der Aufstiegsgarant?

Marvin Schwäbe, Torwart des 1. FC Köln
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Diesmal nicht der Matchwinner für den 1. FC Köln – aber am Ende der Aufstiegsgarant?

Auch wenn es am Ende nicht zu Punkten reichte, war Marvin Schwäbe einmal mehr der große Rückhalt der Geißböcke. Der Keeper verhinderte einmal mehr Schlimmeres für den 1. FC Köln: Wird Marvin Schwäbe der Aufstiegsgarant?

Wieder einmal war er der große Rückhalt, auch wenn es nicht zu Punkten reichte für den 1. FC Köln: Wird Marvin Schwäbe der Aufstiegsgarant?

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Die kalte Dusche kam wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff, sie kam besonders elegant. Fabian Reese wurde lang geschickt, auf seiner Seite nur halbherzig attackiert und im Grunde zum Torschuss eingeladen. Diese Einladung nahm der Berliner Topstar gerne an. Der Offensivspieler erzielte bereits sein sechstes Tor im vierten Spiel in Serie und untermauerte einmal mehr seine beeindruckende Form. Keeper Marvin Schwäbe blieb nichts, als dem Sonntagsschuss am Samstagabend nur staunend hinterherzugucken, wie er später auch erklärte. „Den trifft er überragend. Das ist kein Zufall bei ihm, das macht er schon ab und zu mal so“, sagte Christian Keller. Der Sportdirektor hatte bereits zuvor bestätigt, dass der FC ebenfalls mal ein Auge auf den gebürtigen Berliner geworfen hatte.

Reese mit Traumtor gegen den 1. FC Köln

Am Samstagabend machte der Treffer den Unterschied. Mit rund 100 km/h schlenzte Reese den Ball an den Innenpfosten. Die DFL gab die Torwahrscheinlichkeit mit drei Prozent an. Einen ähnlichen Wert dürfte auch die Wahrscheinlichkeit gehabt haben, diesen Strahl abzuwehren. Schwäbe war im Grunde chancenlos. Nachdem der Kölner Keeper in den beiden vergangenen Begegnungen mit seinen Paraden in den Schlussminuten noch zum Matchwinner avancierte, konnte der 29-Jährige am Samstag die Niederlage gegen Hertha BSC nicht verhindern. Das aber vor allem, weil die Kölner einmal mehr kaum Torgefahr entwickelten, sich im Schlussdrittel nicht wirklich in aussichtsreiche Positionen brachten und bei den wenigen Aktionen dann auch glücklos waren.

Schwäbe nutzte aber die Chance, sich gleich noch einige weitere Male auszuzeichnen. Sowohl gegen Derry Scherhant als auch gegen Marten Winkler war der Keeper mit starken Reflexen zur Stelle, verhinderte Schlimmeres und möglicherweise hätte auch Ibrahim Maza das Tor ohne Schwäbes Ballkontakt getroffen. Trotz der Niederlage war der Keeper einmal mehr der große Rückhalt der Geißböcke. Und so könnte der Hesse tatsächlich ein nicht ganz unwesentlicher Faktor im Aufstiegsrennen werden und Gerhard Struber sich einmal mehr in seiner Entscheidung für den 29-Jährigen bestätigt fühlen. Bekanntlich hatte der Trainer im Oktober die Torhüterposition umsortiert, setzte eben auf Schwäbe und nicht mehr auf den mittlerweile bei den Bayern spielenden Jonas Urbig.

Starke Werte des Kölner Keepers

Und auch wenn das Kölner Eigengewächs mal bis auf den Patzer im Auftaktspiel gegen Hamburg ohne große Fehler blieb, zahlt sich der Wechsel absolut aus. Schwäbe kassierte in seinen 18 Liga-Begegnungen gerade einmal 13 Tore und damit deutlich weniger als die Konkurrenz. Dabei ist bei Schwäbe aktuell nur jeder 14. zugelassene Schuss ein Treffer – Bestwert der Liga. Bei der SpVgg Greuther Fürth landet im Schnitt jeder sechste Schuss im Kasten. Dabei ließen die Chancen der Gegner in den Begegnungen gegen FC mit Schwäbe knapp 21 Tore erwarten. Besser ist im gleichen Zeitraum nur der HSV. Die Gegner der Rothosen hätten 28 Tore erzielen müssen, es waren 18. Mit knapp 80 Prozent hat der Kölner Keeper prozentual auch die meisten Torschüsse abgewehrt.



Bittere Klatsche, Ausfälle, aber auch ein Traumtor – so lief das Wochenende für die Leihspieler

Sargis Adamyan, 1. FC Köln
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Bittere Klatsche, Ausfälle, aber auch ein Traumtor – so lief das Wochenende für die Leihspieler

Ein wichtiger Sieg im Meisterrennen, ein Traumtor, zwei Niederlagen, einmal nicht im Kader und zwei verletzungsbedingte Ausfälle. Für die Leihspieler des 1. FC Köln lief der Spieltag unterschiedlich.

Mit der 0:1-Heimniderlage gegen Hertha BSC hat der 1.FC Köln die Tabellenführung der zweiten Bundesliga wieder an den Hamburger SV verloren. Gegen die Berliner agierte der FC offensiv zu harmlos und ließ defensiv zu viel Platz. Dabei können sich die Kölner bei Schlussmann Marvin Schwäbe bedanken, dass die Partie nicht noch höher verloren ging. Erfolge gab es für weitere FC-Profis nur wenige. Für die Leihspieler des 1. FC Köln lief der Spieltag unterschiedlich. 

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Wichtiger Dreier für Carstensen

Während Stürmer Florian Dietz in Österreich beim 3:2-Sieg vom SCR Altach bei Austria Klagenfurt aufgrund einer Schulterverletzung erneut nicht zum Kader gehörte, Chilohem Onuoha beim 3:1 Auswärtssieg vom SC Verl in Sandhausen gegen Rot-Weiß Essen auf der Tribüne Platz nehmen musste und Malek El Mala beim Sieg von Viktoria Köln gegen Unterhaching aufgrund einer Bänderverletzung nicht mitwirken durfte, hatten zwei andere Leihspieler ein erfolgreicheres Wochenende.  

Rasmus Carstensen spielte mit Lech Posen zuhause gegen Korona Kielce. Dabei stand der Pole in der Startelf und spielte über die kompletten 90 Minuten durch. Durch den Dreier rückt Posen in der polnischen Liga auf Platz zwei vor und hat damit große Chancen auf die Meisterschaft. Said El Mala gehörte beim 3:1 Sieg von Viktoria Köln gegen Unterhaching zu einem der Aktivposten und erzielte in der 60. Spielminute das dritte Tor für das Team von Trainer Olaf Janßen. Für El Mala war es bereits der achte Treffer.

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Pleiten für Bakatukanda und Adamyan

Innenverteidiger Elias Bakatukanda sowie Stürmer Sargis Adamyan mussten am vergangenen Spieltag mit ihren Teams jeweils Niederlagen einstecken. Bakatukanda war mit Blau-Weiß Linz in der österreichischen Meistergruppe bei RB Salzburg zu Gast. Dabei saß Bakatukanda zunächst auf der Bank und wurde nach 73. Minuten eingewechselt. An der 1:2-Niederlage konnte aber auch er nichts mehr ändern. Sargis Adamyan verlor mit Jahn Regensburg 0:6 bei der SSV Elversberg. Dadurch stehen die Regensburger weiter auf dem letzten Platz der zweiten Bundesliga und verlieren so langsam endgültig den Anschluss auf die Nichtabstiegsplätze. Der Armenier stand bei der deutlichen Pleite in der Startelf, hatte in der Anfangsphase die Chance, seine Mannschaft in Führung zu bringen und wurde nach 71. Minuten ausgewechselt. 



Trotz 0:1-Pleite: Erneut ein Spieler des 1. FC Köln in der „Elf des Spieltags“

Marvin Schwäbe war einer der besseren Kölner
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Trotz 0:1-Pleite: Erneut ein Spieler des 1. FC Köln in der „Elf des Spieltags“

Nach einer enttäuschenden Leistung standen die Geißböcke am Samstagabend mit leeren Händen da. Gegen Berlin verlor der FC verdient 0:1. Und doch gab es erneut eine Nominierung für den 1. FC Köln: Ein Profi steht nach der Hertha-Pleite in der Elf des Tages.

Nach drei Siegen in Serie haben die Kölner am Samstag einen Dämpfer im Aufstiegsrennen einstecken müssen. Gegen die Hertha kassierte der FC eine verdiente Niederlage. Und doch gab erneut eine Auszeichnung für den 1. FC Köln: Ein Profi nach Hertha-Pleite in der Elf des Tages.

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Zwei Mal in Folge rettete Marvin Schwäbe den Kölnern den Sieg. Gegen Darmstadt und gegen Paderborn hielt der Keeper in den Schlussminuten einige Hochkaräter und rettete die Kölner über die Zeit. Zwar reichte es für den FC am Wochenende zu keinen Punkten, doch Schwäbe verhinderte dieses Mal Schlimmeres. Einzig beim Traumtor von Fabian Reese war der Keeper machtlich. „Reese knallt den an den Innenpfosten, da habe ich nur hinterhergeschaut. Wir dürfen ihn da nicht nach innen lassen. Ansonsten war der einfach gut getroffen“, sagte der Keeper. Gegen unter anderem Marten Winkler und Derry Scherhant rettete der Torhüter aber ganz stark. Auch deswegen hat der „Kicker“ Schwäbe einmal mehr ausgezeichnet, in die „Elf des Spieltags“ gepackt und das zum dritten Mal in Folge.

Vierte Nominierung

Für Schwäbe ist es in dieser Saison bereits die vierte Nominierung. Der Keeper war bereits nach den Erfolgen über den SV Darmstadt und den SC Paderborn in die Auswahl berufen worden. Und der 29-Jährige hat sich damit in der internen Liste der FC-Profis auf den geteilten ersten Platz geschoben. Denn bislang war Damion Downs mit ebenfalls vier Nennungen am häufigsten bei den FC-Profis nominiert. Ligaweit führen Fisnik Asllani und Jean-Luc Dompé mit jeweils sieben Berufungen die Liste an. Insgesamt hat der FC bereits 27 Berufungen eingeheimst, fünf weniger als der Hamburger SV. In der gesamten Saison der Bundesliga kam der FC in der Vorsaison auf 14 Nominierungen. Unter anderem schafften es Marvin Schwäbe (vier Mal) und Max Finkgräfe (zwei Mal) damals in die Elf. Die interne FC-Liste bei den noch für Köln aktiven Spielern führt Marvin Schwäbe mit nun sogar 13 Nominierungen souverän an.

Natürlich schaffte es auch der Kunsttorschütze Reese in die Auswahl. Für den gebürtigen Kieler war es ebenfalls die vierte Nominierung in dieser Spielzeit und wie bei Schwäbe die dritte in Serie. Auch Innenverteidiger Toni Leistner wurde nominiert. Die meisten Nominierten stellte an diesem 28. Spieltag aber die SV Elversberg mit vier Spielern. Kein Wunder, Elversberg fertigte Jahn Regensburg mit sechs Buden ab.

Nominierungen in dieser Saison:

  • Damion Downs 4
  • Marvin Schwäbe 4
  • Eric Martel 3
  • Dejan Ljubicic 3
  • Dominique Heintz 3
  • Linton Maina 2
  • Timo Hübers 2
  • Tim Lemperle 2
  • Leart Pacarada 1
  • Jan Thielmann 1
  • Luca Waldschmidt 1
  • Julian Pauli 1


Hertha BSC hatte am Samstag das, was dem 1. FC Köln aktuell fehlt

Gerhard Struber wirkt ratlos beim Spiel des 1. FC Köln gegen Hertha BSC
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Hertha BSC hatte am Samstag das, was dem 1. FC Köln aktuell fehlt

Mit einem Erfolg hätten die Kölner am Samstag einen großen Schritt Richtung Bundesliga gemacht. Doch die Kölner trafen auf einen Gegner, der einfach besser war und der auf einigen Position qualitativ besser besetzt ist. Dem 1. FC Köln fehlt es aktuell in der Spitze.

Fabian Reese war am Samstag einmal mehr der entscheidende Mann bei der Hertha und erzielte bereits den sechsten Treffer in vier Spielen. Doch nicht nur Reese machte bei Hertha gegen Köln den Unterschied. Gleich mehrere Akteure zeigten ihre herausragenden Qualitäten. Dem 1. FC Köln fehlt es aktuell in der Spitze.

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Bereits am vergangenen Donnerstag hatte Gerhard Struber eine Vorahnung. Der Trainer des 1. FC Köln ließ durchklingen, dass er sich nicht wirklich erklären könne, warum die Hertha in dieser Spielzeit in den hinteren Tabellenregionen „herumturnt“. Am Samstagabend wurden die Aussagen des Trainers noch einmal beeindruckend untermalt. Wer die Berliner an diesem Abend zum ersten Mal in dieser Spielzeit hat spielen sehen, der könnte sich die gleiche Frage wie Struber stellen. Die Hauptstädter haben nicht überragend aufgespielt, aber in dieser Liga ausreichend, um den Tabellenzweiten zu schlagen und sicher auch, um in oberen Tabellenregionen, ja sogar um den Aufstieg mitzuspielen. Nur ist in den ersten zwei Saisondritteln eben nicht alles rundgelaufen bei der Hertha.

Dem 1. FC Köln fehlt es in der Spitze

So kamen Christian Keller und Struber am Samstagabend nicht drum herum, die Qualität des Gegners zu loben und sich einzugestehen, dass Berlin einfach besser war. „Es hatte heute einfach viel mit dem Gegner zu tun. Das war eine bärenstarke Leistung der Hertha“, sagte der Kölner Coach. Allerdings wiesen die Kölner Verantwortlichen auch auf die hohe Intensität hin, die die eigenen Spieler abgerissen hätten. Daran ließ die Statistik keine Zweifel. Der FC hatte deutlich mehr Ballbesitz, lief rund zwei Kilometer mehr, spielte knapp 200 Pässe mehr, zog mehr Sprints an und doch stand am Ende des Tages ein absolut verdientes 0:1 auf der Anzeigetafel. Ein 0:1, das ehrlicherweise wohl auch noch deutlicher hätte ausfallen können. Alleine Derry Scherhant hätte das Ergebnis höher stellen können, wenn nicht müssen, genauso wie Marten Winkler, der die sichere Führung noch liegenließ.

Natürlich hat die Qualität des Gegners auch immer mit der eigenen Leistung zu tun und die war beim FC am Samstag einfach nicht gut genug. Und doch zeigte die Hertha dem FC an diesem Abend auch auf, was den Kölnern zurzeit und vielleicht dann auch im Aufstiegsrennen fehlt: die Spitze, Unterschiedsspieler. Spieler wie eben ein Fabian Reese, der nicht nur aufgrund seines Traumtors eine überragende Partie ablieferte. Der Offensivspieler, der schon im Vorfeld der Begegnung Lobeshymnen erhielt, stellte die Kölner Hintermannschaft immer wieder vor Probleme – zum Beispiel mit der perfekten Flanke eben auf Winkler. Vor allem die Tempovorteile waren auffallend und im Fall des Tors auch mitentscheidend, bei dem Dominique Heintz erst nur schwer hinterherkam und dann zu zaghaft agierte. Kein Wunder, dass wohl einige Bundesligisten hinter dem gebürtigen Kieler her sind und der FC es wohl war.

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Nicht nur Reese überzeugt

Der 27-Jährige erzielte in den vergangenen vier Spielen sechs Tore. Doch Reese war am Samstag nicht der einzige Unterschiedsspieler. Ibrahim Maza hatte gerade in der ersten Halbzeit viele Räume, die man einem Talent mit seiner Klasse besser nicht geben sollte. Der 19-Jährige hätte seine gute Leistung fast mit einem Treffer gekrönt, doch der Pfosten hatte etwas dagegen. Maza schaltete und waltete, dirigierte. Auch Scherhant und Michael Cuisance brachten eine Qualität auf den Platz, die den Kölnern am Samstag einmal mehr fehlte. Diego Demme spielte nicht nur den perfekten Pass auf Reese vor dem entscheidenden Tor, der 33-Jährige brachte nahezu jeden Ball zum Mitspieler, sorgte für den Spielaufbau und in der Defensive räumte Deyovaisio Zeefuik, der beim letzten Auftritt in Köln noch Rot gesehen hatte, nahezu alles ab.

Der FC gehört in der Breite sicherlich zu den Zweitligisten mit dem besten Kader, doch immer wieder fehlt es eben an den entscheidenden Spielern. Spieler, die die Kölner grundsätzlich in ihren Reihen haben. Etwa Dejan Ljubicic oder Luca Waldschmidt, der die Qualität in den vergangenen Wochen immerhin mit entscheidenden Toren (und deren Vorbereitung) andeutete, doch fehlt es an Form oder eben Konstanz. So hing das Ergebnis am Samstag dann eben an der Leistung des Gegners, aber eben auch an der eigenen.

Die Liga bleibt unberechenbar – doch die Leistung von Samstag wird dem 1. FC Köln nicht reichen

Enttäuschte Spieler des 1. FC Köln nach dem Spiel gegen Hertha BSC
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Die Liga bleibt unberechenbar – doch die Leistung von Samstag wird dem 1. FC Köln nicht reichen

Die 0:1-Niederlage gegen Berlin ging absolut in Ordnung. Die Hertha war in Köln die bessere Mannschaft. Der FC hat die Chance verpasst, weitere Big Points zu sammeln und einmal mehr erfahren, dass noch sehr unangenehme Gegner warten. Unterm Strich wird die Leistung von Samstag wohl nicht reichen für den 1. FC Köln: Ein Kommentar zur 0:1-Niederlage gegen Hertha.

Am Samstagabend ließ der FC wichtige Punkte liegen. Punkte, die in der Rechnung zum Wiederaufstieg so gut ausgesehen hätten – so wichtig gewesen wären. Doch Berlin war an diesem Abend die bessere Mannschaft. Das verlorene Duell sollte mehr als eine Warnung sein für den 1. FC Köln: Ein Kommentar zur 0:1-Niederlage gegen Hertha.

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Rechnen wollte Gerhard Struber am Donnerstag nicht. Absolut zu recht. Denn nach der 0:1-Pleite gegen Hertha BSC am Samstagabend kann es sehr gut sein, dass die Geißböcke noch einige Wochen mit dem Rechenschieber hantieren müssen und die Rechnung am Ende des Tages dann vielleicht doch nicht aufgeht. Obwohl doch eben jene Rechnungen und Wahrscheinlichkeiten so für den FC gesprochen haben. Tatsächlich ist vor dem Flutlichtspiel am Samstag wieder sehr viel nach dem Geschmack der Kölner verlaufen. Paderborn patzte im Duell gegen Braunschweig, auch Hannover ließ Federn. Die Ausgangslage: Sollten die Geißböcke gewinnen und Magdeburg gegen Kaiserslautern (wie auch geschehen), dann hätte der FC sechs Spieltage vor Saisonende sieben Punkte Vorsprung auf Rang vier. In den verbleibednen Spielen hätten die Verfolger also mindestens zwei Siege und ein Remis mehr einfahren müssen, um dem FC einen Rang in der Top-drei abzunehmen.

Der 1. FC Köln spielt nicht wie ein Aufsteiger

Doch der Spieltag hat einmal mehr bewiesen, dass es mit der Rechnerei so eine Sache ist oder anderes ausgedrückt: Diese 2. Bundesliga ist eben nicht zu berechnen, ja sogar unberechenbar. Der FC gewann nicht, ließ drei wichtige, drei mögliche Punkte, die sogenannten Big Points, liegen. Und hat dennoch weiterhin alle Trümpfe auf der Aufstiegshand oder es in selbiger. Denn der Vorsprung auf Rang drei und vier beträgt weiterhin vier Zähler. Wirklich beruhigend ist das aber nicht, trotz aller Wahrscheinlichkeiten. Die Kölner haben am Samstagabend nicht wie ein Aufstiegskandidat gespielt, auch nicht das aus Paderborn gewonnene Selbstvertrauen auf den Platz gebracht. Die Kölner spielten harmlos, ideenlos, zu zaghaft und ohne die nötige Wucht, um eine Mannschaft wie Berlin aus dem Konzept zu bringen.

Dafür spielte der Gast wie ein Aufsteiger: dominant, gefestigt, intensiv und gefährlich. Es wäre sicherlich zu einfach, von einem überraschenden Spielverlauf zu sprechen. Selbst wenn der bisherige Spitzenreiter auf den Dreizehnten getroffen ist. Die Hertha tritt seit einigen Wochen sehr gefestigt auf. Der bisherige Tabellenplatz ist die eigentliche Überraschung bei der „Alten Dame“. Hätte Berlin die Saison konstant auf dem Niveau von Samstag gespielt, würden sich nun wohl noch zehn Mannschaften in der Aufstiegsverlosung befinden. Insofern sind die Worte von Gerhard Struber und Christian Keller auch absolut richtig, dass Köln gegen Berlin auf einen sehr guten Gegner getroffen sei und die Hertha auch absolut verdient gewonnen habe. Berlin war am diesem Abend in der Tat die bessere, die komplettere Mannschaft.

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Es warten noch unangenehme Gegner

Das kann man durchaus neidlos anerkennen. Nur sollte diese Niederlage mehr als eine Warnung sein. Leicht wird das restliche Saisonfinale für die Geißböcke nicht. Denn wenn der Tabellendreizehnte verdient gegen einen Aufstiegskandidaten gewinnt, dann kann das der Tabellenzwölfte des 27. Spieltags, nämlich Greuther Fürth, vielleicht auch. Der FC hat noch einige unangenehme Spiele vor der Brust. Weder Fürth noch Münster und schon mal gar nicht Hannover, Nürnberg und Kaiserslautern werden Selbstläufer. Auch Regensburg hat schon Top-Teams geärgert, selbst wenn es am Sonntag eine Packung gab. Noch ist der Vorsprung komfortabel, die Ausgangslage gut. Der FC hat den Aufstieg in der eigenen Hand. Es braucht mehr als die Leistung von Samstag damit das auch so bleibt.

Youngster des 1. FC Köln: Ein El Mala sammelt Argumente, der andere verletzt sich offenbar schwer

Said El Mala soll bald zurück zum 1. FC Köln
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Youngster des 1. FC Köln: Ein El Mala sammelt Argumente, der andere verletzt sich offenbar schwer

Die ersten Neuzugänge des FC stehen bekanntlich fest. Ob die Leihspieler aber alle auch im kommenden Jahr wirklich für die Geißböcke spielen werden, ist sehr unwahrscheinlich. Einer wird ganz sicher auf Torejagd gehen für den 1. FC Köln: Said El Mala sammelt weiter Argumente.

Wirklich gefährlich wurden die Kölner am Samstag im Duell gegen Hertha BSC nur selten. Doch es gibt Hoffnung für die kommende Spielzeit beim 1. FC Köln: Said El Mala sammelt weiter Argumente, Bruder Malek verletzt sich schwer.

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Große Schwierigkeiten hatte Christian Keller dann nicht, die großen Torchancen der Kölner nach dem Spiel aufzuzählen. „Zum Beispiel von Lukas Waldschmidt, den der Torwart super hält, dann einer von Tim Lemperle, den er drüber setzt. Da ist er aus acht Metern frei zum Abschluss gekommen. Dann Damion Downs hinten raus“, sagte der Sportdirektor. „Da muss dann gegen so einen Gegner auch mal einer rein.“ Mal abgesehen davon, dass ein Unentschieden unterm Strich auch nicht wirklich verdient gewesen wäre, ging aber eben auch keiner rein. Und die Kölner Abschlussschwäche ist in dieser Spielzeit bekanntlich kein neues Problem der Geißböcke. Zu Beginn der Saison hieß die Problematik im Angriff noch „Chancenwucher“, seit Monaten ist es nun eher der fehlende Spielwitz, der Gerhard Struber Sorgen bereiten dürfte.

Said El Mala trifft erneut

Auch, wenn mit Imad Rondic und Tim Lemperle gerade in der Begegnung in Paderborn wieder ein wenig mehr Zug zum Tor entwickelt wurde, werden die Kölner Verantwortlichen nicht darum herumkommen, im Sommer auch im Angriff nachzulegen. Zumal Lemperle den Verein bekanntlich verlässt. Damion Downs und auch Rondic scheinen aktuell die Konstanz zu fehlen. Und da wird es den Kölnern guttun, den Blick Richtung 3. Liga zu richten. Denn da macht auch weiterhin ein Riesentalent auf sich aufmerksam. Erst vor wenigen Wochen hatte Christian Keller in einem Interview bestätigt, dass dieses Talent im kommenden Sommer dann für den FC auf Torejagd geht. Said El Mala, in dieser Spielzeit noch an die Viktoria ausgeliehen, ist wohl der einzige im vergangenen Sommer verpflichtete und umgehend verliehene Spieler, der ganz sicher nach Köln kommt.

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Malek El Mala fällt wohl wochenlang aus

Bruder Malek El Mala gilt ebenfalls als interessanter Offensivspieler mit viel Potenzial. Nur kann der ältere der beiden El Malas das nicht so richtig unter Beweis stellen. Während Said zu den Leistungsträgern gehört, kommt Malek nicht über die Rolle des Jokers hinaus. Bei der Viktoria würde man den 19-Jährigen insofern auch gerne noch weiter behalten, um dem Youngster mehr Spielzeit zu ermöglichen. Die Chancen stehen wohl auch nicht schlecht. Zumal auch der zweite El Mala zuletzt mächtig aufdrehte, nun aber ausgebremst wurde. Der Angreifer hat sich im Landespokal einen Bänderriss zugezogen und wird der Viktoria wohl im Saisonendspurt fehlen.

Auch Chilohem Onuoha hat sich noch nicht gänzlich beim SC Verl durchsetzen können, kommt auf einige Kurzeinsätze und sieben Scorer (drei Tore, vier Vorlagen). Auch bei dem 19-Jährigen scheint eine weitere Leihe wahrscheinlich. Mansour Ouro-Tagba ist bereits am Geißbockheim, soll sich aber auch weiterhin über die U21 empfehlen. Said El Mala sammelt dagegen weiterhin fleißig Argumente. Zuletzt eben am vergangenen Samstag gegen die SpVgg Unterhaching. El Mala war überragend, schon im ersten Durchgang ein absoluter Aktivposten. Im zweiten Abschnitt drehte die Viktoria auf und münzte den 1:1-Halbzeitstand in einen 3:1-Erfolg um. Und Said El Mala machte mit seinem Tor den Deckel drauf. Für den 18-Jährigen bereits der neunte Saisontreffer, fünf weitere Tore bereitete der Youngster vor. El Mala ist schon jetzt ein großer Hoffnungsträger beim FC. Hoffnung auf deutlich mehr Torgefahr.

Allerdings galt das in dieser Spielzeit auch für Marvin Obuz, der mit einer ähnlichen Drittliga-Erfahrung zum FC zurückkehrte.