„Stolz auf die Mannschaft“: FC-Trainerin Carlson will nach Überraschungs-Coup noch mehr

Britta Carlson beim Training des 1. FC Köln
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„Stolz auf die Mannschaft“: FC-Trainerin Carlson will nach Überraschungs-Coup noch mehr

Es war ein Auftakt, den wohl nur die kühnsten Optimisten für möglich gehalten hätten: Den Fußballerinnen des 1. FC Köln gelingt mit dem 0:0 gegen den VfL Wolfsburg die lang ersehnte positive Überraschung. FC-Trainerin Britta Carlson lobte ihr Team und insbesondere auch ihre Torhüterin nach dem Einstand, gab sich aber schon für das kommende Spiel ehrgeizig.

Nach der misslungenen Generalprobe gegen Frankfurt und dem verschobenen Spiel gegen Essen stand zum Jahresauftakt doch ein Fragezeichen hinter dem möglichen Leistungsstand der FC-Frauen. Die Kölnerinnen haben eine beeindruckende Antwort gegeben: Den Fußballerinnen des 1. FC Köln gelingt gegen Wolfsburg die große Überraschung.

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Wenn der VfL Wolfsburg zur zweiten Hälfte im Franz-Kremer-Stadion zweimal wechselt, zeugt das bereits davon, dass der 1. FC Köln bis dahin nicht viel verkehrt gemacht haben kann. Der Branchen-Primus war verärgert, biss er sich an den Kölnerinnen doch in den ersten 45 Minuten ohne Ertrag die Zähne aus. Der Gästetrainer Tommy Stroot ärgerte sich nach der Partie: „Wir haben hier drei Punkte eingeplant.“ Die FC-Frauen standen auch nach der Pause weitgehend stabil, boten dem VfL kaum Angriffsfläche – und wenn die Wölfinnen doch einmal durchbrachen, entschärfte Aurora Mikalsen alles und wuchs bei ihrer FC-Premiere über sich hinaus.

„Sie ist eine Persönlichkeit für uns“

„Wir hatten eine Torfrau, die manchmal auch unhaltbare Bälle gehalten hat. Sie hat seit sie da ist gleich Verantwortung übernommen, hat vom ersten Tag an versucht, Deutsch zu sprechen. Sie ist eine Persönlichkeit für uns, eine sehr erfahrene Torhüterin, die schon Champions League gespielt hat. Deswegen sind wir sehr froh, dass wir sie jetzt haben, weil so einen Rückhalt brauchst du dann auch, um so einen Punkt mal festzuhalten. Da hat sie eine überragende Leistung gezeigt.“ Grundsätzlich lobte Carlson ihr Team: „Ich bin unheimlich stolz auf die Mannschaft und auch auf den Staff, weil es eine Teamleistung von allen war. Das ist natürlich ein schöner Einstand für mich persönlich.“ Besonders bemerkenswert: Die Kölnerinnen retteten das 0:0 in Unterzahl ins Ziel, weil Adriana Achcinska in der Schlussminute angeschlagen vom Feld musste und Carlson ihr Wechsel-Kontingent bereits ausgeschöpft hatte.

Nachholspiel am Dienstag

Offen blieb kurz nach dem Spiel noch, ob Achcinska bis Dienstag wieder einsatzbereit sein könnte. Mit Celina Degen und Anna Gerhardt fehlten zwei Stammspielerinnen gegen Wolfsburg komplett im Kölner Aufgebot. „Celina wäre heute im Kader gewesen, hatte aber einen leichten Infekt, deswegen war sie nicht im Kader. Und Anna hat die erste Woche wieder mittrainiert. Ich hoffe, dass sie bald auch wieder jemand ist für den Kader, sie macht gute Fortschritte.“ Viel Zeit zur Erholung bleibt dem FC nicht, denn schon am Dienstagabend (18:30 Uhr) geht es mit dem Nachholspiel in Essen weiter. Carlson gab sich schon direkt nach dem Wolfsburg-Coup kämpferisch: „Ich hoffe, dass sich jetzt keiner ausruht. 0:0 heißt ja, dass wir auch kein Tor geschossen haben. Ich möchte da schon in die nächsten Spiele gehen und auch da so früh wie möglich viele Punkte sammeln.“

Mit der Leistung aus dem Wolfsburg-Spiel ist dem FC in den kommenden Wochen einiges zuzutrauen. Mit dem Auftritt überraschte das Team viele Kritiker und betrieb mit dem Einsatzwillen und der Kampfbereitschaft beste Werbung für den Frauenfußball beim 1. FC Köln. Das Spiel in Essen wird eine Nagelprobe, ob es Carlson wirklich gelingt, einen neuen Stil zu etablieren. Bei der SGS wird der FC sich nicht nur aufs Verteidigen konzentrieren können, sondern muss selbst etwas für das Spiel machen. Das wiederum war in der Hinrunde ein großes Manko. Das Spiel gegen Wolfsburg macht aber durchaus Lust auf mehr – und verleitet zu Optimismus.


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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Spannende Transfers, starke Offensive, anfällige Abwehr – Der 1. FC Köln empfängt die Wundertüte

1. FC Köln im Duell mit Schalke 04
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Spannende Transfers, starke Offensive, anfällige Abwehr – Der 1. FC Köln empfängt die Wundertüte

Nur eins der sechs vergangenen Ligaspiele verlor der FC Schalke 04. Vor allem im Bereich der Sprints und der Treffer per Kopf schneiden die Königsblauen in der Liga gut ab. Am Sonntag geht es nun gegen den 1. FC Köln: Der Gegnercheck zum FC Schalke 04.

Im vierten Duell der Rückrunde will der FC zu Hause erneut punkten und so die Tabellenspitze behaupten. Doch die Aufgabe wird keinesfalls leicht. Denn mit den Königsblauen kommt ein weiterer starker Gegner zu auf den 1. FC Köln: Der Gegnercheck zum FC Schalke 04.

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Aktuelle Form: Der FC Schalke 04 hat nur eines seiner vergangenen sechs Ligaspiele verloren. In den letzten drei Spielen der Hinrunde gewannen die Schalker mit 4:2 beim SC Paderborn, holten einen Punkt gegen Fortuna Düsseldorf (1:1) und setzten sich zum Abschluss des Jahres mit 4:1 bei der SV Elversberg durch. Ins neue Jahr startete das Team von Trainer Kees van Wonderen mit einem 0:0 in Braunschweig. Es folgte der Erfolg gegen Nürnberg. Am vergangenen Wochenende setzte es im Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg mit einem 2:5 die erste Niederlage der Rückrunde. Besonders interessant: Gegen den SC Paderborn und die SV Elversberg gewannen die Königsblauen gegen die am jeweiligen Spieltag auf Platz eins stehenden Teams.

In der Formtabelle belegen die Knappen in diesem Zeitraum mit elf Punkten den sechsten Platz. Nur der FC, der HSV, der 1. FC Magdeburg, der 1. FC Kaiserslautern und Fortuna Düsseldorf holten in diesem Zeitraum mehr Punkte und haben eine bessere Form vorzuweisen.

So bewertet ihr die FC-Profis

Schnell an der Kugel und stabil in der Luft

Spannendes Transferfenster: In der zweiten Transferperiode der Saison 2024 war einiges los bei den Königsblauen. Mit Steve Noode, Martin Wasinski, Bryan Lasme, Ron-Thorben Hoffmann, Lino Tempelmann und Paul Pöpperl verliehen die Schalker gleich sechs Spieler. Auf der Zugangsseite verstärkte sich die Blau-Weißen mit Mittelfeldspieler Aymen Barkok (Mainz 05, Leihe), Stürmer Pape Meissa Ba (Grenoble Foot) und Torhüter Loris Karius (ablösefrei). Besonders auf Ba sollte man ein Auge werfen. Der Senegalese erzielte in der Hinrunde der Ligue 2 in 18 Spielen zehn Tore und legte zwei weitere Treffer auf.

Sprintstark: Die Schalker gehören in dieser Saison zu den sprintstärksten Teams der ganzen Liga. So absolvierten die Spieler in den bisherigen 20 Ligaspielen 4634 Sprints. Einzig der Tabellendritte Magdeburg liegt mit 4909 Sprints vor den Knappen.

Luftspezialisten: Mit acht Treffern per Kopf gehört das Team von Kees van Wonderen in dieser Statistik zu den besten Teams der Liga. Nur der Hamburger SV (14) und Preußen Münster (9) trafen noch häufiger mit dem Kopf. Auch im Luftzweikampf zeigt sich S04 in dieser Saison besonders stark. Mit 353 gewonnen Duellen in der Luft stehen die Schalker im internen Zweitliga-Ranking hinter dem SSV Jahn Regensburg (377) und Münster (373) auf dem dritten Platz.

Beeindruckende Offensivkraft

Im Fokus: Mit Moussa Sylla und Kapitän Kenan Karaman hat der Club aus dem Revier zwei sehr starke Offensivspieler. In dieser Saison sind sie die Lebensversicherung der Schalker. 24 Tore haben die beiden in der Liga bislang für den Traditionsclub erzielt. 13 davon der Transfercoup Sylla, der im Sommer für 2,5 Millionen Euro aus der zweiten französischen Liga kam und schon bei anderen Vereinen Begehrlichkeiten weckt. Weitere elf Kapitän Karaman. Das sind 69 Prozent aller Schalker Tore – der Grund, warum Königsblau nicht mehr im Tabellenkeller steht und der Blick in den vergangenen Wochen nach oben gerichtet werden konnte. Allerdings ist die Defensive der Schalker anfällig, denn nur Regensburg kassierte mehr Gegentore.

Personal: Trainer van Wonderen muss beim Gastspiel in Köln auf Emil Höjlund (Oberschenkelverletzung), Paul Seguin (5. Gelbe Karte), Mauro Zalazar (U-20-Südamerikameisterschaft) und Neuzugang Aymen Barkok (Rückstand nach Grippe) verzichten.

Mögliche Startelf:  Heekeren – Bulut, Kalas, Kaminski, Murkin – Schallenberg, Bachmann – Aydin, Karaman, Hamache – Sylla


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Das Geißbockheim

So tickt Imad Rondic

Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Die Stimmen zu Leverkusen

„Anderes Gesicht zeigen“: Sbonias hofft im Stadt-Derby auf Reaktion der U21 des 1. FC Köln

Evangelos Sbonias ist nicht glücklich
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„Anderes Gesicht zeigen“: Sbonias hofft im Stadt-Derby auf Reaktion der U21 des 1. FC Köln

Die Derbyzeit für die U21 des 1. FC Köln geht weiter: Acht Tage nach der 0:2-Heimpleite gegen Fortuna Düsseldorfs U23 steht am Sonntag das Stadt-Duell beim SC Fortuna Köln an. Im dritten Anlauf soll endlich der erste Sieg im Jahr 2025 gelingen. Der Trainer hofft jedenfalls auf eine Reaktion seiner Mannschaft. Die U21 des 1. FC Köln trifft auf Fortuna Köln.

Mit der bisherigen Ausbeute ist Trainer Evangelos Sbonias bisher noch nicht zufrieden. Am Sonntag will der Coach das gerne ändern. Die U21 des 1. FC Köln trifft auf Fortuna Köln.

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Rein punktemäßig ist der Jahresstart der U21 sehr durchwachsen bis unbefriedigend: Das Team von Trainer Evangelos Sbonias sammelte nur einen Punkt aus zwei Spielen ein. „Rein von der Ausbeute bin ich nicht zufrieden“, konstatiert der Coach entsprechend, betont aber zugleich: „Dennoch muss man die beiden Spiele differenziert anschauen. Gegen Paderborn war ich mit vielen Sachen sehr zufrieden, fressen dann unglücklich in der Nachspielzeit das Gegentor, sonst wären wir als Sieger vom Platz gegangen. Gegen Düsseldorf bin ich gar nicht zufrieden mit dem Ergebnis und mit der Art und Weise, wie wir aufgetreten sind. Das haben wir die Woche aufgearbeitet und wollen am Wochenende gleich wieder ein anderes Gesicht zeigen.“ Das dürfte jedoch alles andere als leicht werden, denn mit dem SC Fortuna Köln wartet am Sonntag ein großes Kaliber auf die FC-Reserve.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Die U21 des 1. FC Köln auf „eine extrem erfahrene Mannschaft“

Die Südstädter haben die Tabellenspitze noch nicht komplett aus den Augen verloren. Sbonias tituliert den kommenden Gegner daher als „Top-Mannschaft der Liga“ und spricht von einer „extrem erfahrenen Mannschaft, die weiß, was sie zu tun hat, um Spiele zu gewinnen.“ Zugleich erinnert sich der Coach: „Es war auch oft so in Spielen gegen Fortuna Köln, dass wir auf Augenhöhe, in Phasen sogar die bessere, Mannschaft waren, am Ende aber nicht viel Zählbares dabei herausgekommen ist.“ Das soll sich am Sonntag aber idealerweise ändern: „Ich möchte unsere Tugenden und unsere Art und Weise, wie wir Fußball spielen wollen, auf dem Platz sehen. Das haben wir gegen Fortuna Düsseldorf in jeder Phase vermissen lassen. Deshalb ist es eine neue Chance, aggressiv und zielstrebig Fußball zu spielen und mit viel Herz, Leidenschaft und Intensität in jeder Phase des Spiels da zu sein.“

Dabei muss Sbonias jedoch weiterhin auf Alessandro Blazic und Rijad Smajic verzichten, die sich weiterhin in der Reha befänden: „Beide waren nicht im Mannschaftstraining.“ Bernie Lennemann und Mansour Ouro-Tagba seien hingegen wieder Optionen für den Kader nach ihren ausgestandenen Blessuren. Mit Yannick Mausehund verpflichtete der FC in dieser Woche noch einen Neuzugang für die Innenverteidigung. Der 18-Jährige war zuletzt Kapitän in der U19 von Hertha BSC. Das Talent sei ebenfalls ein Kandidat für den Kader am Sonntag, verriet Sbonias, der aber zugleich mahnte: „Wir tun gut daran, ihn Schritt für Schritt heranzuführen und nichts zu riskieren bis wir sicher sind, dass er die Intensitäten gehen kann. Da sind Geduld und Ruhe gefragt. Wir tun alle gut daran, den Jungen langsam ankommen zu lassen.“

Sbonias über Neuzugang Yannick Mausehund

Nach seinen ersten Eindrücken am Geißbockheim skizzierte der Trainer seinen Neuzugang so: „Generell sind wir froh, dass er da ist. Er ist ein sehr angenehmer Charakter, hat eine super Statur und Athletik und hat damit eine gute Basis, die Dinge abzurufen, die wir fordern, eine sehr gute Aggressivität gegen den Ball und im defensiven Eins gegen Eins. Das sind alles Dinge, die er schon in den ersten Trainingseinheiten gezeigt hat.“ Das Kölner Stadtderby wäre nun sicher ein bemerkenswerter Zeitpunkt für Mausehunds Premiere im Senioren-Fußball.


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Das Geißbockheim

So tickt Imad Rondic

Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Die Stimmen zu Leverkusen

Jaka Potocnik und der 1. FC Köln: Hohes Risiko, bislang wenig Ertrag

Jaka Potocnik wartet auf sein Debüt beim 1. FC Köln
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Jaka Potocnik und der 1. FC Köln: Hohes Risiko, bislang wenig Ertrag

Spätestens durch die Transfersperre gegen den FC erhielt die Verpflichtung von Jaka Potocnik viel Aufmerksamkeit. Die Erwartungshaltung an den jungen Slowenen ist groß. Gerecht wurde er dieser aber noch nicht. Und so ist die Frage, wie es weitergeht mit Jaka Potocnik: Bislang zahlt sich das Risiko des 1. FC Köln noch nicht aus.

Nach dem großen und aus seiner Sicht absolut unverschuldete Wirbel um seinen Transfer ist es stiller geworden um Jaka Potocnik. Der junge Slowene will noch nicht so richtig durchstarten. Andere erhalten den Vorzug. Das ist für alle Seiten nicht zufriedenstellend. Weder für den FC noch für Jaka Potocnik: Bislang zahlt sich das Risiko des 1. FC Köln noch nicht aus.

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So wirklich überraschend kam die Nachricht am Mittwoch nicht. Als der FC den Kader für den Pokalfight gegen Leverkusen bekannt gab, stand da der neue Name: Imad Rondic. Der Stürmer war am Deadline Day vom FC offiziell vorgestellt worden, nachdem sich der Deal in den Tagen zuvor mal mehr, mal weniger angebahnt hatte. Rondic soll die Antwort auf die Stürmersuche der Kölner sein und stellte sein Können ja auch einige Minuten unter Beweis. Eine Suche, die sich lange gezogen und verschiedene Protagonisten hatte. Von den mittlerweile verliehenen Sargis Adamyan und Florian Dietz, über den abgewanderten Davie Selke, über Versuchspersonal wie Jan Thielmann und einigen Youngster wie zuletzt Oliver Schmitt. Zwar haben sich Damion Downs und Tim Lemperle bei den Geißböcken in dieser Spielzeit durchgesetzt, ein richtiger Knipser fehlte dem FC eben bis zum Deadline Day. Nun ist zumindest ein Angreifer gefunden.

„Er kann deutlich stabiler spielen“

Leidtragende sind dann wiederum die jungen Talente, die sich mehr Einsatzzeit bei den Kölnern versprochen haben. Allen voran wohl Jaka Potocnik. Ebenfalls beim FC schon ein Name. Allerdings einer, der unverschuldet mit einem dunklen Kapitel der Kölner verbunden wird: dem Registrierungsverbot. Auch, wenn die FIFA die Sanktion gegen den FC noch vor dem Ablauf der eigentlichen Strafe aufgehoben hatte, haben sich die Kölner Verantwortlichen alles andere als mit Ruhm bekleckert. Die Aufhebung der Strafe ist sicherlich nicht einem Freispruch gleichzusetzen. So oder so ist der FC mit der Verpflichtung des jungen Slowenen ein hohes Risiko eingegangen – ein viel zu hohes Risiko. Und alleine schon aufgrund des ganzen Wirbels, den der Transfer mit sich gebracht hat, ist die Erwartungshaltung an Potocnik augenscheinlich eine besonders große. Schließlich, so könnte man zumindest meinen, geht der FC doch nicht ein so hohes Risiko für ein U21-Talent ein.

Doch genau dort hat der 19-Jährige Großteile, nahezu alle, seiner Spiele verbracht. Zehn Mal stand Potocnik bei den Profis im Kader, gespielt hat er einmal – das gegen den Karlsruher SC, 15 Minuten lang. Elf Mal lief der Stürmer dagegen bei der U21 in der Regionalliga West auf – immer von Beginn an, aber eher selten mit überzeugenden Leistungen. „Er kann deutlich stabiler spielen, das weiß er selbst“, sagte unlängst U21-Trainer Evangelos Sbonias. „Das ist aber eine normale Entwicklung in seinem Alter, die niemanden hier fraglos zurücklässt. Was in der Beobachtung jedoch untergeht, ist seine Wichtigkeit im Pressing, bei dem er als Neuner eine enorme Bedeutung für unser Spiel hat.“ Die rein zählbare Bedeutung liegt bei zwei Treffern für die Kölner Reserve.

Zuletzt nicht im Kader

Die Antwort auf die Suche im Sturm ist der Slowene sicherlich noch nicht. Und dementsprechend macht sich Verwunderung über das Gleichgewicht zwischen Risiko bei der Verpflichtung und Leistung auf dem Platz bei den ersten Fans breit. Nur ist eben jene Erwartungshaltung gegenüber dem Youngster alles andere als fair. Das Risiko ist schließlich der Verein eingegangen. Und dennoch scheint es aktuell für den immer noch 19-Jährigen nicht so richtig vor und zurück zu gehen. Und so schlug Gerhard Struber vor einigen Wochen eine Leihe vor, sprach davon, dass der Stürmer möglicherweise einen Zwischenschritt benötige. „Spielzeit ist für ihn am wichtigsten“, sagte der Coach dem „Kicker“. Doch soll der Spieler eine Leihe tatsächlich nicht in Betracht gezogen haben.

Dass in der vergangenen Woche dann auch noch Oliver Schmitt gegen Braunschweig sein Debüt feierte und Potocnik nicht im Kader stand, zeigt deutlich, dass es der Youngster auch weiterhin schwer haben wird. Das Transferfenster für Deutschland hat bekanntlich längst geschlossen. Das heißt aber nicht, dass es für Potocnik keine Lösung geben kann. Denn in zahlreichen Ländern ist das Fenster noch geöffnet, eine Leihe wäre also noch möglich. Und vielleicht ein wichtiger Tapetenwechsel, um den nächsten Schritt zu gehen.


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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Hübers macht Kampfansage

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Schalke – ein gern gesehener Gast

Gerhard Struber sucht den passenden Schlüssel: Am Limit gegen den Hochgeschwindigkeitszug

Mit vollem Einsatz: Damion Downs im Duell gegen Schalke
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Gerhard Struber sucht den passenden Schlüssel: Am Limit gegen den Hochgeschwindigkeitszug

Nach der Pokalpleite gegen Leverkusen steht für den FC das nächste Highlightspiel auf dem Programm. Königsblau ist beim FC zu Gast. Die Kölner brauchen einen Sieg, um die Tabellenspitze zu behaupten. So will der 1. FC Köln gegen Schalke 04 punkten.

Das Selbstvertrauen dürfte trotz der Niederlage gegen Leverkusen groß sein. Doch den FC erwartet am Sonntag ein ganz anderes Spiel als im Pokal. Der Liga-Alltag sieht anders aus. Dennoch sind drei Zähler angepeilt. So will der 1. FC Köln gegen Schalke 04 punkten.

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Die Reaktionen nach dem unglücklichen 2:3 gegen Bayer Leverkusen im DFB-Pokal am Mittwoch hallten noch lange nach und befanden sich irgendwo zwischen Frust, Ärger und Stolz. Die Meinung, dass der FC Großes geleistet hatte, war aber ziemlich eindeutig. Doch für Gerhard Struber ist der Fokus schon wieder neu ausgerichtet. Die Kür war am Mittwoch, die Pflicht ruft am Sonntag. „Es gilt jetzt, ins Hier und Jetzt zu kommen und nach vorn zu schauen. Wir haben wieder einen großen Club im Haus mit Schalke. Es geht Schlag auf Schlag mit den großen Aufgaben“, sagte der Trainer. „Wir nehmen viele gute Dinge mit aus dem Cupfight, müssen jetzt aber die Sensoren wieder hochfahren und uns auf das nächste Highlightspiel freuen.“ Und das Duell gegen S04 steht eben am Sonntagmittag an (13.30 Uhr, Sky und im Liveticker bei come-on-fc.com).

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„Da haben wir uns nicht mit Ruhm bekleckert“

Ein weiteres Highlightspiel, aber eins, das ganz sicher so ganz anders ablaufen wird, als das Pokalspiel gegen Leverkusen. Der FC geht wieder als Favorit in die Begegnung, als Spitzenreiter und das wiederum gegen eine Mannschaft, die in dieser Spielzeit hinter den Erwartungen zurückgeblieben, vor allem aber unberechnbar ist. Zu weit geht die Range zwischen souveränem Erfolg über einen Aufstiegskandidaten wie Elversberg (4:1) und bitterer Niederlage gegen Gegner aus derunmittelbaren Tabellenregion wie Darmstadt (3:5). Der FC wird also voraussichtlich mit viel Ballbesitz agieren, sich nicht nur auf das leidenschaftliche Verteidigen konzentrieren können und genau diese Spielweise schien dem FC in den vergangenen Spielen wie etwa gegen Braunschweig am vergangenen Samstag nicht so richtig zu liegen. „Da müssen wir zulegen“, gab auch Struber zu. „Da haben wir uns in den vergangenen Wochen nicht mit Ruhm bekleckert.“

Und das ist sogar noch untertrieben. Das Spiel mit Ball wollte so gar nicht in Fahrt kommen – zumindest nicht im Schlussdrittel. Die Kölner Offensive will nicht so recht zum Tabellenplatz passen. 35 Treffer haben die Kölner erzielt, sieben Mannschaft waren öfter erfolgreich, zwei genauso oft. Auch deswegen wurde mit Imad Rondic bekanntlich ein weiterer Stürmer verpflichtet. Seine Torgefahr ließ der Bosnier am Mittwoch aufblitzen, als er den Ball zwar ins Netz drückte, das aber anscheinend aus einer minimalen Abseitsposition. Ob Rondic seine erste Chance von Beginn ab bekommt, ist offen. Struber sprach zumindest davon, dass man viel dafür tue, den Stürmer schnell zu integrieren. Damion Downs kennt das Spiel der Kölner und hat mit seinem Treffer und der Vorarbeit gegen Leverkusen reichlich Eigenwerbung betrieben. „Damion hat wieder aufgezeigt, wie hochtalentiert er ist. Jetzt müssen wir ihn vom Talent zum gestandenen Profi entwickeln“, sagte der Coach.

Steht Rondic in der Startelf?

Vielleicht bietet Struber die beiden Angreifer gemeinsam auf. Denn Tim Lemperle wird noch nicht dabei sein. Auf der anderen Seite stellt der FC aber wiederum eine der besten Defensiven der Liga. Einzig Hannover 96 kassierte bis dato noch weniger Treffer. Doch genau die Hintermannschaft wird Struber umbauen müssen. Timo Hübers hatte gegen Braunschweig eine eher unnötige Gelbe Karte gesehen, ist gesperrt. Voraussichtlich wird also Eric Martel wieder in die Dreierkette zurückkehren. Denn Julian Pauli fehlt auch weiterhin. Dass Struber auf den jungen Neo Telle von Beginn an setzt, ist eher unwahrscheinlich. Eine weitere Option wäre die Rückkehr zur Viererkette. „Es gibt mehrere Ideen. Ich denke noch drüber nach, wir diskutieren mit dem Trainerteam über das ein oder andere und dann werden wir entscheiden, wo es hingeht.“

Der FC Schalke 04 ist zumindest was Tore und Gegentore angeht so etwas wie der Gegenpol zum FC. 39 Gegentreffer kassierten die Königsblauen in dieser Spielzeit, einzig Schlusslicht Jahn Regensburg mehr. Eigentlich schien sich S04 in den vergangenen Wochen ein wenig stabilisiert zu haben. Eigentlich, denn am 20. Spieltag gab es eine bittere 2:5-Pleite gegen Magdeburg. Dagegen ist die Offensive der Schalker brandgefährlich. Moussa Sylla ist mit seinen 13 Toren der zweitbeste Torschütze der Liga, Kenan Karaman folgt mit elf Treffern auf Rang fünf. „Karaman ist ein Spielgestalter, der oft verblüffende Dinge fabriziert. Sylla ist wie ein ein Hochgeschwindigkeitszug. Da gibt es schon ordentlich Qualität zu bändigen.“ Nicht die einzigen Gefahrenpunkte, die Struber erwartet. „Schalke hat im Ballbesitz richtig Qualität und ist dabei sehr variabel“, so der Trainer. „Für uns gilt es wieder, das Limit zu erreichen. Das braucht es auch, um wieder ins Punkten zu kommen.“

Und wollen die Kölner die Tabelle behaupten, dann sind drei Punkte Pflicht. Denn der HSV feierte am Freitagabend einen 2:1-Erfolg. Der Siegtreffer fiel ausgerechnet in der Nachspielzeit, geschossen von Davie Selke, der einen Doppelpack erzielte. 


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Das Geißbockheim

So tickt Imad Rondic

Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Die Stimmen zu Leverkusen

Dank Mikalsens Paraden: Frauen des 1. FC Köln feiern Überraschung gegen Wolfsburg

Adriana Achcinska im Spiel der Frauen des 1. FC Köln
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Dank Mikalsens Paraden: Frauen des 1. FC Köln feiern Überraschung gegen Wolfsburg

Zwei Tage nach den Herren im DFB-Pokal schnupperten auch die Frauen in der Bundesliga als klarer Außenseiter an der großen Überraschung: Und anders als die Männer belohnten sich die FC-Fußballerinnen für eine konzentrierte Defensiv-Leistung. Die Frauen des 1. FC Köln trotzen dem VfL Wolfsburg ein 0:0 ab.

Mit einem Achtungserfolg setzen die FC-Fußballerinnen mal direkt zum Jahresauftakt ein Ausrufezeichen. Die Frauen des 1. FC Köln trotzen dem VfL Wolfsburg ein 0:0 ab – und das zum Debüt der neuen Trainerin Britta Carlson.

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Britta Carlson hielt bei ihrem Pflichtspiel-Einstand als FC-Trainerin vor den Augen des Bundestrainers Christian Wück und des DFB-Geschäftsführers Sport Andreas Rettig am bewährten 4-3-3-System des FC fest. Der VfL hatte wie erwartet die ersten Abschlüsse. Kölns Torfrau Aurora Mikalsen war gleich mehrfach gefordert, insbesondere beim Schuss von Lineth Beerensteyn aus kurzer Distanz, den die Keeperin jedoch abwehrte (7.). Auf der Gegenseite wäre dem FC nur Sekunden später beinahe der Führungstreffer gelungen. Dora Zeller passte von der Grundlinie an den Fünfer, doch der Ball wurde vor der einschussbereiten Vanessa Leimenstoll wohl von einer Wolfsburgerin ins Aus gespitzelt, eine Ecke gab es jedoch nicht (8.).

Martyna Wiankowska verpasst die Führung

Die Kölnerinnen standen in der Phase danach sicher und ließen für lange Zeit keine weitere zwingende Wolfsburger Torchance zu. Den Gästen fehlten die zwingenden Ideen, um das Kölner Bollwerk zu knacken. Kurz vor dem Pausenpfiff wäre dem FC beinahe das 1:0 geglückt: Martyna Wiankowska brachte einen langen Einwurf in den Sechzehner zu Dora Zeller, die sich um eine Wolfsburgerin drehte und scharf aufs Tor schoss. Wolfsburgs Keeperin Anneke Borbe lenkte den Ball jedoch mit den Fingerspitzen über die Latte (45.). Doch auch das 0:0 zur Halbzeit war letztlich schon ein Erfolgserlebnis für den FC. Dass der VfL zur zweiten Hälfte zweimal wechselte war ebenfalls ein Indiz dafür, dass den Gastgeberinnen ein starker erster Durchgang gelungen war.

Mikalsen behielt auch im zweiten Eins-gegen-Eins-Duell mit Wolfsburgs Beerensteyn die Nerven, der Schuss flog jedoch auch genau auf die Norwegerin im Kölner Tor (51.). Die Gäste drehten fortan jedoch auf. Mikalsen drückte einen Fallrückzieher von Svenja Huth mit Mühe über die Latte (57.). Nach der anschließenden Ecke landete ein Kopfball von Alexandra Popp am Kölner Pfosten (58.). Und wenige Augenblicke später lenkte Mikalsen einen strammen Schuss von Sveindis Jonsdottir an den Pfosten (60.). Glück hatte der FC, als der Ball bei einem Hacken-Rückpass von Popp im Sechzehner an den Arm von Laura Vogt sprang, es jedoch keinen Elfmeter für die Gäste gab (65.). Danach war das Wolfsburger Offensiv-Feuerwerk jedoch weitgehend vorbei und die Kölnerinnen brachten das 0:0 mit einer konzentrierten Abwehr-Leistung ins Ziel.

Besonders bemerkenswert: Der FC absolvierte die gesamte siebenminütige Nachspielzeit in Unterzahl, nachdem Adriana Achcinska angeschlagen vom Feld musste und der FC nicht mehr wechseln durfte. Richtig brenzlig wurde es noch mal bei einem Wolfsburger Freistoß, den Mikalsen mit den Fingerspitzen an die Latte lenkte (90.+4). Für den FC geht es schon am Dienstagabend (18:30 Uhr) bereits weiter mit dem Nachholspiel bei der SGS Essen.

1. FC Köln: Mikalsen – Imping (62. Matysik), Vogt, Hechler (83. Cordes), Wiankowska (83. Donhauser)  –Feiersinger, Achcinska, Zeller – Leimenstoll (74. Bienz), Billa (62. Delabre), Ziemer. Zuschauer: 2430.


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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Der 1. FC Köln empfängt den FC Schalke 04 und damit einen gern gesehenen Gast

Die Spieler des 1. FC Köln jubeln nach dem Erfolg über Schalke
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Der 1. FC Köln empfängt den FC Schalke 04 und damit einen gern gesehenen Gast

Für den FC geht es nach der bitteren Pokalpleite gegen Bayer Leverkusen am Mittwoch bereits am Sonntag im Liga-Alltag weiter. Auch dort bekommen es die Kölner mit einem großen Namen zu tun. Doch die Vorzeichen sind andere beim 1. FC Köln: Mit dem FC Schalke 04 kommt ein Lieblingsgegner.

Der Pokalfight gegen Bayer Leverkusen war trotz der Niederlage auch für die Geißböcke einer, der in Erinnerungen bleiben wird. Nun folgt aber bereits die nächste Aufgabe, die in der Liga und mit anderen Vorzeichen für den 1. FC Köln: Mit dem FC Schalke 04 kommt ein Lieblingsgegner.

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Für Imad Rondic dürfte sein Debüt für den 1. FC Köln in langer Erinnerung bleiben. Der Neuzugang hatte schon in der Vergangenheit gerne von vollen Stadien in Polen geschwärmt. Die Begegnung am Mittwoch dürfte vielleicht ein anderes Kaliber gewesen sein – selbst, wenn die BayArena nicht das größte Stadion Deutschlands ist. Wie es ist, dann auch im Kölner Rund auf Torejagd zu gehen, wird der Angreifer dann wohl am Sonntag erfahren. Dann empfängt der FC den FC Schalke 04 im eigenen Stadion (13.30 Uhr, Sky und im Liveticker bei come-on-fc.com). „Wir haben wieder einen großen Club im Haus. Es geht Schlag auf Schlag mit großen Aufgaben“, sagte FC-Trainer Gerhard Struber am Freitagmittag. Und diese große Aufgabe könnte aus dem Kölner Stadion eben wieder ein Tollhaus machen.

So bewertet ihr die FC-Profis

Die meisten Pflichtspielsiege

Denn zu Gast ist der FC Schalke 04. Es kommt für den FC also erneut zu einer Begegnung, die man gut und gerne auch in der Bundesliga verorten könnte. Immerhin trafen die Teams dort 90 Mal aufeinander. Und obwohl beide Mannschaften nun schon des Öfteren das Liga-Unterhaus kennengelernt haben, ist es das erste Mal, dass der FC Königsblau in Liga zwei empfängt. Das Hinspiel auf Schalke war die Zweitliga-Premiere. Große Spiele haben sich die Gründungsmitglieder der Bundesliga geliefert. Insgesamt 127 Pflichtspiele, davon zahlreiche unvergessen, wie der 1:0-Erfolg am letzten Spieltag der Saison 20/21 als Sebastiaan Bornauw die Kölner in der 86. Minute noch in die Relegation rettete, die der FC dann wiederum mit dem Erfolg über Holstein Kiel für sich entschied.

Mit Schalke kommt aber auch der Kölner Lieblingsgegner ins RheinEnergiestadion. Gegen keine andere Mannschaft hat der FC in Pflichtspielen so oft gewonnen. 57 Pflichtspiele gingen an den FC, 50 Mal gewann Köln gegen den VfL Bochum, 46 Mal gegen Borussia Mönchengladbach. Die Geißböcke fuhren umgerechnet auch 199 Punkte gegen Schalke ein, so viel wie gegen kein anderes Team. Allerdings ist die Erfolgsquote nicht die beste, denn der FC traf bis heute nur auf Gladbach und Dortmund noch häufiger. Die Aussagekraft ist allerdings auch überschaubar. Ein Sieg in einem bisher einmaligen Duell wäre demnach höher gerankt, als die 57 Erfolge gegen Schalke. Die letzte Niederlage in der Meisterschaft liegt nun auch schon einige Zeit zurück. Vor acht Jahren kassierte der FC im eigenen Stadion eine 1:3-Pleite. Der Anschlusstreffer von Leo Bittencourt war zu wenig.

Anschließend gab es noch zwei weitere Niederlagen gegen Königsblau – beide im Pokal, beide ziemlich unglücklich. In der Liga gab es in den vergangenen sechs Spielen immerhin fünf Siege für den FC. So darf es aus Kölner Sicht natürlich gerne weitergehen.


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Das Geißbockheim

So tickt Imad Rondic

Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Die Stimmen zu Leverkusen

FC-Kapitän Timo Hübers macht seine Kampfansage Richtung Konkurrenz und fehlt erstmal

Timo Hübers vom 1. FC Köln.
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FC-Kapitän Timo Hübers macht seine Kampfansage Richtung Konkurrenz und fehlt erstmal

Die Frustration überschattete am Mittwochabend sicherlich noch die Erkenntnis über die starke Mannschaftsleistung der Geißböcke. Bei aller Enttäuschung der Geißböcke gab es auch schon wieder Aufwind beim 1. FC Köln: Timo Hübers macht trotz Niederlage eine Kampfansage.

So nah dran am Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale hätte den FC vor der Begegnung in Leverkusen wohl kaum einer gesehen. Erst in den letzten Minuten der regulären Nachspielzeit konnte Leverkusen – wiedereinmal – den Ausgang des Spiels drehen. Zunächst war die Enttäuschung groß beim 1. FC Köln: Timo Hübers macht trotz Niederlage eine Kampfansage.

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Nur wenige Zentimeter und Timo Hübers wäre zum Matchwinner des Pokal-Viertelfinale geworden. Der Abwehrspieler des 1. FC Köln stieg wenige Minuten vor Spielende zum Kopfball hoch und brachte den Ball in Richtung Leverkusener Tor. Doch der Keeper des Deutschen Meisters, Matej Kovar, war zur Stelle, der Versuch zu zentral. „Es hat nicht viel gefehlt“, bewertete Hübers seine Aktion. Der Ärger war dem 28-Jährigen anzusehen. „Wenn ich den einen Meter weiter nach links kriege, ist der drin.“ Und damit wäre der FC 3:1 in Führung gegangen und das Spiel hätte sehr wahrscheinlich einen anderen Ausgang genommen. „Ich bin schon enttäuscht, weil ich glaube schon, dass wir es verdient gehabt hätten, in der Kurve zu stehen“, so Hübers weiter. Verdenken kann man dem Offensivspieler die Enttäuschung nicht. Denn die Mannschaft von Gerhard Struber ließ ihr Herz auf dem Platz, ackerte und warf sich in die Zweikämpfe.

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„Vielleicht kann es uns bestärken oder den Antrieb geben“

„Wir wollten Emotionen mit ins Spiel bringen, knallharte Zweikämpfe, immer wieder Nadelstiche setzen, einen kühlen Kopf bewahren, gut die Räume besetzen, laufen, laufen, laufen. Wir haben alles reingeworfen. Wir brauchen uns keinen Vorwurf machen“, resümierte Hübers nach dem Pokal-Fight. Nach der gezeigten Leistung der Kölner, die über weite Strecken gegen Leverkusen in Führung lagen, wäre ein Vorwurf auch sicherlich nicht angebracht. Die Geißböcke gingen als deutlicher Underdog ins Pokalspiel, Bayer war der klare Favorit. Und wohl zwischenzeitlich nicht unüberrascht ob der Leidenschaft der Kölner Mannschaft. Nur, dass das Team von Trainer Xabi Alonso sowohl über die individuele Qualität als auch über genug Selbstvertrauen verfügt, um auch einen 0:2-Rückstand nicht verloren zu geben, sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Auch nicht in einem Duell um dem Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals.

Lob von Alonso

Aber auch Alonso fand lobende Worte für die Kölner. „Es war ein sehr hartes Spiel gegen einen sehr guten Gegner.“ Erwartbar ist ein solches Auftreten nicht unbedingt gewesen. Und so lässt sich aus der Niederlage zumindest etwas Positives gewinnen. „Man hat gesehen, dass auch wir kicken können und dass wir uns in der Liga ruhig wieder mehr zutrauen können“, sagte Struber. Das sieht auch Hübers so: „Vielleicht kann es uns bestärken oder den Antrieb geben, dass wir solche Spiele wieder häufiger haben werden. Da ist noch mehr drin“. Und damit gibt der Kölner Kapitän eine klare Marschroute für die kommenden Gegner der zweiten Bundesliga vor. Das Selbstbewusstsein, dass die Geißböcke aus dieser Begegnung mitnehmen können, darf dann am Wochenende direkt gegen Schalke 04 zum Vorschein kommen. Die Kampfansage für die zweite Liga ist auf jeden Fall gemacht.

Allerdings wird Hübers aufgrund seiner fünften Gelben Karte gegen Königsblau gar nicht dabei sein. Der Kapitän fehlt. Eine Herausforderung für den Kölner Coach. Schließlich fehlt auch Julian Pauli weiterhin. Gut möglich, dass Eric Martel wieder zurückgezogen wird. Auch die Viererkette wäre eine Option. „Es gibt mehrere Ideen. Ich denke noch drüber nach, wir diskutieren mit dem Trainerteam über das ein oder andere und dann werden wir entscheiden, wo es hingeht“, sagte Struber am Freitag. Wo es für Hübers am Ende der Saison mit der Mannschaft hingehen soll, ist bereits kommuniziert.


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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Die Stimmen zu Leverkusen

Verspäteter Einstand: Frauen des 1. FC Köln treffen auf den Ex-Verein von Britta Carlson

Britta Carlson beim Training des 1. FC Köln
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Verspäteter Einstand: Frauen des 1. FC Köln treffen auf den Ex-Verein von Britta Carlson

Die Fußballerinnen des FC starten mit sechs Tagen Verspätung in das Bundesliga-Jahr 2025. Mit dem VfL Wolfsburg gastiert der aktuelle DFB-Pokal-Sieger am Freitagabend im Franz-Kremer-Stadion beim 1. FC Köln: Die neue FC-Trainerin Britta Carlson trifft damit beim Einstand auf ihren Ex-Verein.

Mit einem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg startet also das Jahr für den 1. FC Köln: Die neue FC-Trainerin Britta Carlson trifft damit beim Einstand auf ihren Ex-Verein. Doch es überwiegt die Vorfreude auf das erste Heimspiel in neuer Funktion.

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Den vergangenen Samstag hatte sich Britta Carlson sicher anders vorgestellt. Die 46-Jährige reiste am frühen Morgen mit dem Bus nach Essen, musste die Hafenstraße aber unverrichteter Dinge wieder verlassen. Der Rasen im Stadion war gefroren, an einen Anpfiff des Duells gegen die SGS Essen war nicht zu denken. Carlson musste ihren Einstand als FC-Trainerin spontan verschieben. Und bat ihr Team nach der vorzeitigen Rückkehr am Geißbockheim noch zu einer kurzfristig angesetzten Trainingseinheit. Sechs Tage später dürfte Carlsons Pflichtspiel-Debüt als FC-Trainerin nichts mehr im Weg stehen. Viel attraktiver hätte das erste Mal auf der FC-Bank im Franz-Kremer-Stadion auch nicht sein können. Denn mit dem VfL Wolfsburg ist der Seriensieger im DFB-Pokal zu Gast.

Erhöhtes Verkehrsaufkommen

Die Wölfinnen sind zugleich auch der Ex-Verein von Carlson, die in der Saison 2007/08 das Wolfsburger Trikot trug und im Anschluss zehn Jahre lang Co-Trainerin der Niedersächsinnen war. Für Carlson ist das Duell entsprechend ein besonderes, auch wenn die gebürtige Kielerin betont: „Ich freue mich zunächst einmal auf das erste Heimspiel, dabei ist es egal, gegen wen es geht. Natürlich ist Wolfsburg aber mit schönen Erinnerungen verbunden und ich kenne dort noch viele Leute. Sie haben mir auch viel Glück in Köln gewünscht – außer für Freitagabend.“ Am Montagabend reiste Carlson für einen Kurzbesuch in ihre ehemalige Wahl-Heimat, verfolgte den 3:0-Erfolg des VfL in der Bundesliga gegen Carl Zeiss Jena von der Tribüne aus.

Die Rollen sind beim Duell am Freitagabend dabei ähnlich klar verteilt: „Wolfsburg ist klarer Favorit.“ Dennoch gibt sich die Trainerin kämpferisch: „Wir wollen uns nicht verstecken. Und die Devise ist natürlich, dass wir auch in so einer Partie punkten wollen.“ Mit Sara Agrez und Jasmin Pal werden – neben der Langzeit-Verletzten Anna-Lena Stolze – zwei Spielerinnen ausfallen. Agrez und Pal arbeiten derzeit jeweils in der Reha an ihren Comebacks. Im Tor wird mit Aurora Mikalsen definitiv eine der beiden Winter-Neuen ihre Bundesliga-Premiere feiern – doch auch die Stürmerin Amelie Delabre besitzt gute Chancen auf einen Platz in der Startelf. Zudem könnte Carlson noch Spielerinnen aus der U20, etwa Julia Schiffarth, in den Kader nehmen für die Ersatzbank.

Die Zuschauer müssen derweil am Freitagabend von einem noch höheren Verkehrsaufkommen ausgehen als ohnehin schon bei Heimspielen der Frauen. Der FC rechnet mit mindestens 2000 Zuschauern, die diesmal aufgrund des Streiks nicht mit Bus und Bahn der KVB anreisen können. Zudem ist auch der Waldparkplatz aufgrund der TV-Übertragung des Spiels gesperrt. Der FC weist daher auf den kostenlosen Shuttle-Service hin, der diesmal vom Parkplatz S5 am RheinEnergie-Stadion abfährt und zwischen 17 Uhr und 21.30 Uhr pendelt.


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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Dominique Heintz – die „Fußballschläue par excellence“

Domimique Heintz vom 1. FC köln
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Dominique Heintz – die „Fußballschläue par excellence“

Auch, wenn es für den FC am Mittwoch im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Leverkusen am Ende nicht reichte, avancierte ein Kölner einmal mehr zu einem der Spieler des Spiels und wird für den FC unverzichtbar. Dominique Heintz überragt einmal mehr beim 1. FC Köln.

Nach der vergangenen Spielzeit konnte man bereits denken, Dominique Heintz befände sich bereits im Herbst seiner Karriere. Doch der 31-Jährige blüht gerade wieder so richtig auf und erlebt seinen zweiten Frühling. Tatsächlich ist der Innenverteidiger einer der beständigsten Kölner und bewies am Mittwoch, dass er auch mit den Großen des deutschen Fußballs mithalten kann. Dominique Heintz überragt einmal mehr beim 1. FC Köln.

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Das Gemüt hatten sich schon ein wenig wieder beruhigt als Dominique Heintz in der Mixed Zone vors Mikro trat. Der Innenverteidiger hatte sich nur wenige Minuten zuvor noch ein lautstarkes Wortgefecht mit einigen Leverkusener Spielern geliefert. Vor den Mikrofonen kritisierte der Abwehrspieler das Auftreten des Gegners, bezeichnete dieses als arrogant, hatte sich aber wieder vollends im Griff. Auch der Abwehrspieler war sichtbar enttäuscht, frustriert. Kein Wunder, der FC stand nach (deutlich mehr als) 120 Minuten hartem Kampf mit leeren Händen da. Mehr als das Lob einiger TV-Experten und der Kölner Verantwortlichen sowie einer gehörigen Portion Selbstvertrauen gab es für die FC-Profis nicht. Dabei stand Heintz einmal mehr wie kaum ein anderer für den Kölner Kampf sowie den starken Auftritt.

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„Er kann ein Spiel richtig gut lesen“

Der Innenverteidiger ist einer der absoluten Gewinner der taktischen Umstellung nach dem Paderborn-Spiel. Heintz ist im Grunde das Sinnbild der stabilen Hintermannschaft, kommt aktuell auf eine Zweikampfquote von mehr als 60 Prozent. Auch gegen Florian Wirtz, Patrik Schick und Co. war der 31-Jährige immer wieder zur Stelle. Besonders bemerkenswert seine Dreifach-Defensivaktion unmittelbar vor dem Wechsel, als er grätschte, blockte und klärte. „Das ist einfach Fußballschläue par excellence, die der Dominique mitbringt“, lobte daher auch einmal mehr Gerhard Struber. „Weil er einfach in gewissen Situationen einfach richtig gute Entscheidungen trifft.“ Das musste der Abwehrspieler auch. Heintz sah bereits früh nach einem Foul an Florian Wirtz die Gelbe Karte, ging in den weiteren Spielverlauf mit der Bürde und hielt trotzdem mehr als 100 Minuten durch.

Sicher ein Risiko, doch Struber vertraute seinem Abwehrspieler und der brachte die brenzliche Situation dennoch mit einer beachtlichen Routine über die Zeit. Auch, wenn die Leverkusener nach einem weiteren Foul vehement die Ampelkarte forderten. „Er kann ein Spiel richtig gut lesen, wann er raussticht, wann er die Tiefe sichert“, sagte Struber schwärmend. „Auch wie er Max Finkgräfe und Leart Pacarada immer wieder unterstützt und auch coacht und wie er dem Spiel eine Dominique-Heintz-Note aufdrückt.“ Der 31-Jährige hat sich in seinem zweiten Frühling längst zu einem Leader entwickelt, ist wieder Leistungsträger. Und das, nachdem der Pfälzer seit Sommer 21 in seinen Clubs insgesamt nur gut 20 Mal in der Startelf stand.

In dieser Spielzeit kommt der Innenverteidiger bereits auf 14 Einsätze in der Anfangsformation. Und das nicht ohne Grund. „Er ist für uns ein ganz entscheidender Eckpfeiler in unserer Mannschaft, um weiterhin unsere Ziele in Reichweite zu haben“, sagte Struber. Am Sonntag steht das Spiel gegen einen seiner Lieblingsgegner an – die Partie gegen den FC Schalke 04. Sechs Mal ging Heintz in Spielen gegen Königsblau als Sieger vom Platz, einzig gegen Hertha BSC noch öfter.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Ärger über Nachspielzeit