Mehr Einsatzzeit für Marvin Obuz: Bewerbungschance oder Abschiedsgeschenk?

Marvin Obuz im Trikot des 1. FC Köln
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Mehr Einsatzzeit für Marvin Obuz: Bewerbungschance oder Abschiedsgeschenk?

Marvin Obuz kam zum ersten Mal beim FC in zwei Spielen in Folge zum Einsatz. Die Zukunft des Youngsters ist beim FC noch nicht geklärt. Der Vertrag des 22-Jährigen läuft aus, die Chancen auf viel mehr Einsatzzeit halten sich bislang in Grenzen. Wie geht es weiter mit Marvin Obuz beim 1. FC Köln?

Mehr als eine halbe Stunde stand der Youngster gegen den 1. FC Nürnberg auf dem Platz, wirklich in Szene setzen konnte sich der Akteur aber nicht. Und so stellt sich die Frage: Wie geht es weiter mit Marvin Obuz beim 1. FC Köln? Der Vertrag läuft im kommenden Sommer aus, eine Leihe würde also eine Verlängerung des Kontrakts bedeuten. Doch wollen Spieler und Verein das überhaupt?

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Für Marvin Obuz hatte der vergangene Sonntag gleich zwei Premieren parat. Der 22-Jährige kam gegen den 1. FC Nürnberg bereits nach 57 Minuten zum Einsatz. Für den Offensivspieler war es der erste Pflichtspiel-Einsatz im FC-Trikot, der mehr als eine halbe Stunde zählte. Viel wichtiger aber, denn die frühe Einwechslung war wohl auch der Verwarnung und einer drohenden Ampelkarte von Jan Thielmann geschuldet, für Obuz war es der zweite Einsatz in Folge. Schon gegen Jahn Regensburg hatte der gebürtige Kölner 17 Einsatzminuten gesammelt. Damit hat Obuz alleine in den vergangenen beiden Begegnungen nahezu doppelt so viel gespielt wie im bisherigen Saisonverlauf. Zwar kommt Obuz nun insgesamt auf fünf Einsätze bei den Profis, doch die Entwicklung beim FC hat sich das Kölner Eigengewächs sicherlich anders vorgestellt.

Wie „nah dran“ ist Marvin Obuz?

Obuz war im Sommer von der Leihe von Rot-Weiss Essen zurückgekehrt. In der 3. Liga gehörte der Offensivspieler zu den absoluten Leistungsträgern. Der Außenbahnspieler erzielte sieben Tore und bereitete 14 vor. Kein Wunder, dass man Obuz gerne noch länger an der Hafenstraße gesehen hätte. Doch die Kölner holten aufgrund der Transfersperre bekanntlich alle Spieler erst einmal zurück. Und Obuz war gewillt, den Durchbruch bei seinem Herzensverein zu schaffen. Eine Verletzung aus der Vorsaison bremste den Offensivspieler aus. Zwar ist der Kölner längst wieder fit, doch so richtig viel Vertrauen bekam der Youngster nicht. Und das, obwohl FC-Trainer Gerhard Struber die Qualität des „Burschen“ lobt. „Er ist natürlich ein Spieler, der in meinem Kopf schwirrt, wenn ich über die Spielzeit nachdenke. Ich habe es schon einige Male gesagt und es hat sich nicht verändert: Er ist sehr nah dran“, hatte der Coach nach dem Aachen-Testspiel gesagt.

Offenbar befinden sich die Kölner bei Obuz in einem kleinen Dilemma. Denn der 22-Jährige ist so etwas wie ein Grenzfall bei den Geißböcken. Trotz den wenigen Spielminuten ist die Situation ganz anders gelagert als beispielsweise bei Steffen Tigges, Sargis Adamyan oder Florian Dietz. Der FC ist von den Qualitäten des Spielers absolut überzeugt, Struber würde ihm auch sicherlich gerne mehr Einsatzzeit einräumen, nur ist die Kölner Offensive quantitativ einfach gut besetzt. Aktuell gibt es die von Struber ausgerufene „Competition“ in der Offensive für mindestens sieben realistische Optionen auf drei Positionen und im Winter sollen weitere dazukommen. Obuz hat einige Kandidaten vor der Nase sitzen. Und die Situation wird mit Beginn des neuen Jahres nicht viel einfacher werden.

Ist eine Leihe eine Option?

Zuletzt schenkte Struber dem Youngster nun zwei Mal das Vertrauen. Dabei konnte sich Obuz nicht so wirklich in Szene setzen. Und so stellt sich die Fragen nach den Optionen des Youngsters. Fakt ist: Obuz hat nur noch bis zum kommenden Sommer Vertrag, könnte den Verein dann ablösefrei verlassen. Köln würde ein weiteres Talent verlieren. Auf der anderen Seite kann es sich auch der FC nicht leisten, auf den Durchbruch des Youngsters jahrelang zu warten. Eine weitere Leihe wäre möglicherweise eine Option, allerdings müssten die Kölner dafür den Vertrag verlängern und einen geeigneten Partner finden. Das soll dem Vernehmen nach nicht wie kolportiert Rot-Weiss Essen sein. Zwar soll sich ein Scout des Traditionsclubs die Testspiel-Begegnung der Geißböcke gegen Aachen angesehen haben, doch das Interesse an Steffen Tigges war dem Vernehmen nach ein größeres.

Zudem stellt sich die Frage, wie sich die Kölner perspektivisch auf den offensiven Außenpositionen aufstellen wollen. Schließlich hat der FC im vergangenen Sommer in der Offensive trotz Transfersperre kräftig auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Darunter mit Mansour Ouro-Tagba, Chilohem Onuoha und Said El Mala drei Spieler, die alle schon als Rechtsaußen aufgelaufen sind. Schon die kommenden Tage könnten Aufschluss bringen.


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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Der FC will ordentlich nachrüsten – es wird also Verlierer geben

Enttäuschte Spieler des 1. FC Köln
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Der FC will ordentlich nachrüsten – es wird also Verlierer geben

Mit Jusuf Gazibegovic hat der FC bereits die erste Neuverpflichtung für die Rückrunde eingetütet, weitere sollen möglichst schnell kommen. Das hat wiederum Folgen für den aktuellen Kader beim 1. FC Köln: Das sind die möglichen Verlierer der Transfers.

Die geplanten Transfers sollen dem FC möglichst sofort helfen. Für den Kader ist dies sicherlich vorteilhaft, für manche aktuellen Stammkräfte bedeuten die Transfers jedoch auch das Entstehen einer neuen Konkurrenzsituation beim 1. FC Köln. Das sind die möglichen Verlierer der Transfers.

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Seit einigen Tagen wird in der Gerüchteküche des 1. FC Köln wieder kälter gekocht. Noch in der vergangenen Woche wurden fast täglich Namen gehandelt, spekuliert. Seit einigen Tagen herrscht dann doch wieder ein wenig Ruhe – abgesehen von dem Wirbel um Tim Lemperle und jüngsten Gerüchten um Max Finkgräfe. Allerdings kann das Gerüchtekarussell jede Minute wieder Fahrt aufnehmen und das dann auch wieder mit ordentlich Tempo. Denn der FC wird es ganz sicher nicht bei der Verpflichtung von Jusuf Gazibegovic belassen. Zwar stehen die Chancen nicht schlecht, dass es sich bei dem Rechtsverteidiger um den Königstransfer der Kölner handeln wird. Die Chancen stehen aber auch nicht schlecht, dass der FC in einem ähnlichen Regalfach die weiteren Transferziele sucht. Und spätestens seit der Veröffentlichung der aktuellen Folge der hausinternen Doku ist klar, dass es neben dem gesuchten Stürmer noch weitere Vakanzen gibt.

Adamyan und Dietz weiterhin außen vor

Gezielt suchen die Kölner nach einem weiteren Innenverteidiger, einem Mittelfeldakteur und dem Vernehmen nach sogar nach Möglichkeit nach zwei Angreifern, wobei nicht klar ist, ob beide über die in der Doku angesprochenen Erfahrung verfügen sollen. Namen wurden bereits viele genannt. Gespräche soll es auf jeden Fall mit Ivan Prtajin geben, auch einige Nachwuchshoffnungen sind definitiv im Fokus, im Gegensatz zu dem ins Spiel gebrachten Florian Grillitsch, der sich anscheinend als klassische Ente herausstellt. Wer beim FC am Ende das Rennen machen wird, ist zurzeit offen. Möglicherweise ist die Frage auch eher, wen der FC denn am Ende auch wirklich verpflichten kann. Am Geißbockheim dürften die Bürolichter dieser Tage jedenfalls ein wenig länger leuchten.

Wie bewertet ihr den FC?

Immerhin ist mit Gazibegovic der Anfang gemacht. Und dieser Anfang hat bei vielen FC-Fans eine gewisse Hoffnung, wenn nicht sogar Euphorie entfacht. Doch der Transfer der Fünf-Millionen-Manns, der im Januar noch Champions League hätte spielen können, wird nicht Jedermann gefallen – genauso wenig wie die weiteren Transfers, die angedacht sind. Denn es wird auch Verlierer dieser Transferperiode geben. Einige Abgänge sind sicherlich geplant und werden nicht überraschend kommen, der Kader böte dann also auch Platz für neue Spieler. Nur die Rollen auf dem Feld in der Stammmannschaft eben nicht. So wird mit jeder Neuverpflichtung, die dem FC umgehend weiterhelfen soll, ein Stammplatz mindestens zur Struberschen „Competition“, wenn nicht sogar zum Platz auf der Bank umfunktioniert.

Competition im Sturm?

Zumindest ist davon auszugehen, dass Gazibegovic nicht zum FC geholt worden ist, um sich die Spiele von der Seitenlinie anzuschauen. Auch der Bosnier wird nicht den Stammplatz in der Champions League gegen die harte Schale im RheinEnergi-Stadion tauschen wollen. Vielmehr erhöht die Verpflichtung des 24-Jährigen den Druck auf Jan Thielmann, der bekanntlich zuletzt eh nicht mehr den besten Stand bei Struber hatte. Das Eigengewächs fremdelt mit der Rolle des Rechtsverteidigers, findet sich mit der Dreierkette zwar sichtbar besser zurecht, doch lobte Struber die Neuverpflichtung so über den grünen Klee, dass es nur wenige Zweifel gibt, wer die Position nach der Winterpause wohl bekleiden wird. Auch, wenn es sicherlich eine „Competition“ geben wird. In diesem Wettkampf wird Rasmus Carstensen wohl keine große Rolle spielen.

Im Sturm war Damion Downs zuletzt der Verlierer der Systemumstellung. Der 20-Jährige hatte, begünstigt durch eine Erkältung, seinen Stammplatz verloren und erst durch die Verletzung von Tim Lemperle am vergangenen Sonntag mal wieder die Chance von Beginn an erhalten. Diese hat der Youngster eindrucksvoll genutzt. Nur sind Tore für Struber nicht alles. Erst in der vergangenen Woche hatte der Trainer betont, dass Downs zwar ein nahezu perfektes Paket mitbringe, dennoch aber ein Rohdiamant sei, der noch geschliffen werden muss. Seine Qualität stellte der Angreifer unter Beweis, nur dürfte Tim Lemperle nach seiner Genesung die Nase wohl wieder vorne haben. Wenn nun mindestens ein erfahrener Stürmer dazustößt, werden die Karten nicht unbedingt neu gemischt.

Konkurrenzkampf auch auf Positionen, die bislang unumstritten waren

Gerade in der Offensive herrscht ohnehin ein quantitatives Überangebot. Lemperle, Downs, Mark Uth, Luca Waldschmidt, Florian Kainz, Linton Maina, (möglicherweise) Marvin Obuz und Stürmer x streiten sich also ab Beginn der Rückrunde um drei Offensiv-Plätze – zumindest in dem aktuellen System des Trainers. Sollten die Kölner tatsächlich auch einen Sechser sowie einen Innenverteidiger mit Erfahrung verpflichten, wird es einen ähnlichen Konkurrenzkampf auch auf Positionen geben, die im bisherigen Saisonverlauf eher unumstritten waren. So zum Beispiel der zweite Sechser neben Eric Martel, der wohl kaum um einen Stammplatz fürchten muss. Denis Huseinbasic könnte es genauso schwerer haben, wie ein Dejan Ljubicic, der nach seiner Mandel-Operation noch nicht wieder in Tritt gekommen ist.

Und auch in der Dreierkette könnte es Veränderungen geben. Allerdings spielt Dominique Heintz aktuell wohl eine der besten Spielzeiten der vergangenen Jahre, wenn nicht sogar überhaupt, Timo Hübers ist als Kapitän gesetzt und Julian Pauli der Shootingstar der aktuellen Saison. So gut die Erfahrung der Innenverteidigung auch tun würde, stellt sich die Frage, wen es am Ende treffen könnte. So oder so bekommt der FC an vielen Ecken wohl einen anderen Anstrich. Das ist nicht nur gut, das ist auch notwendig. Und Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Schmecken wird das sicherlich nicht jedem Protagonisten.



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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Das nächste Puzzle: Gesperrt, angeschlagen, „Offline-Momente“ – es bleibt die Baustelle beim 1. FC Köln

Gerhard Struber während des Spiels des 1. FC Köln gegen Nürnberg
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Das nächste Puzzle: Gesperrt, angeschlagen, „Offline-Momente“ – es bleibt die Baustelle beim 1. FC Köln

Ausgerechnet Dominique Heintz holte sich am vergangenen Spieltag seine fünfte Gelbe Karte ab und wird gegen seinen Heimatclub Kaiserslautern fehlen. Der Einsatz von Julian Pauli ist noch fraglich. Und so zeigt sich einmal mehr eine Schwachstelle beim 1. FC Köln: In der Innenverteidigung muss der FC nachbessern.

Dominique Heintz gesperrt, Julian Pauli angeschlagen und Elias Bakatukanda noch mit zu vielen „Offline-Momenten“ – dem FC drohen die Innenverteidiger auszugehen. Zumindest muss sich Gerhard Struber für die Begegnung gegen den 1. FC Kaiserslautern etwas einfallen lassen. Und die Personalien zeigen die Schwachstelle des 1. FC Köln: In der Innenverteidigung muss der FC nachbessern.

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Gut dreieinhalb Monate musste Elias Bakatukanda warten, bevor der junge Abwehrspieler seine Einsatzzahl bei den Profis von einem auf zwei verdoppeln konnte. Gegen den FC Schalke 04 hatte der Innenverteidiger im September sein Debüt gefeiert. Am vergangenen Sonntag gegen Nürnberg wurde der 20-Jährige eingewechselt. Noch vor wenigen Tagen hatte Thomas Kessler eine Leihe für den Youngster in dem Raum gestellt. Und auch Struber deutete an, dass Bakatukanda, der immer wieder über „Offline-Momente“ verfüge, mehr Spielpraxis sicher guttun würde. Nun erhielt er auch beim FC wieder ein paar Minuten Spielzeit. Damit ist eine Leihe natürlich sicher nicht vom Tisch. Auch nicht, wenn im Duell gegen den 1. FC Kaiserslautern die nächsten Minuten dazukommen könnten. Vielleicht sogar von Beginn an.

Heintz verpasst sein Heimspiel

Zumindest stehen die Chancen nicht schlecht. Denn Struber wird seine Abwehr ein weiteres Mal umbauen müssen. Dominique Heintz steht dem FC am kommenden Sonntag im Duell gegen den 1. FC Kaiserslautern (13.30 Uhr, Sky oder ab 12.15 im Liveticker beim come-on-f.com) nicht zur Verfügung. Der Routinier hatte gegen Nürnberg die fünfte Gelbe Karte gesehen. In der Aktion vermutlich zu unrecht, allerdings hatte sich der Abwehrspieler reichlich für eine Verwarnung beworben. Nun verpasst der 31-Jährige sein persönliches Heimspiel. Heintz kam in Neustadt an der Weinstraße auf die Welt, wuchs in Kirrweiler knapp 30 Kilometer vor den Toren Kaiserslauterns auf. Der Vater nahm ihn mit „auf den Betze“. Mit sieben Jahren spielte Heintz für die Junioren des FCK, durchlief sämtliche Jugendmannschaften, stand lange als Balljunge auf dem Platz und als Fan auf der Tribüne. Mit 19 Jahren wurde sein Traum vom Profifußball in Lautern wahr. 

Am Sonntag wird der Pfälzer also nicht auf dem „Betze“ auflaufen. Und der Kölner Coach wird sich erneut etwas einfallen lassen müssen. Zumal Heintz in absoluter Topform ist, seit Wochen der konstanteste Innenverteidiger der Geißböcke ist und gegen Nürnberg überragte. Die Personalie verdeutlicht einmal mehr, wie eng die Kölner in der Innenverteidigung besetzt sind und wie dringend ein Nachbessern im Winter nötig ist. Denn neben Heintz ist ein Einsatz von Julian Pauli offen, zumindest von Beginn an fraglich. Der Kölner Youngster war im DFB-Pokal mit Marton Dardai zusammengerauscht, war später ausgewechselt worden und seitdem für nun zwei Begegnungen ausgefallen. Die Trainingseinheit am Mittwoch kam ebenfalls noch zu früh. Pauli soll erst am Donnerstag wieder ins Training einsteigen.

Welche Alternativen hat Struber?

Aber auch dann ist nicht klar, ob Pauli schon wieder von Beginn an ran darf. Zuletzt betonte der Kölner Coach, man wolle nicht zu früh ins Risiko gehen. Somit könnten zwei der drei Stamm-Innenverteidiger ausfallen. Für Pauli spielt zurzeit der etatmäßige Sechser Eric Martel in der Abwehrzentrale. Eine durchaus gute Alternative. Martel sprang schon mehrfach für verletzte Innenverteidiger in der Spielzeit ein, löst die Rolle ebenfalls sehr souverän. Allerdings wirkt Timo Hübers auf der rechten Seite nicht immer sattelfest, scheint sich im Zentrum wohler zu fühlen. Und der Rollentausch von Martel zeigt, wie begrenzt das Vertrauen in Bakatukanda ist. Doch sollte Pauli wirklich ausfallen, sind die Alternativen rar. Möglicherweise bekommt aber auch Max Finkgräfe nochmal die Chance, sich positionsfremd zu zeigen. Der Youngster kam gegen Regensburg zu seinem dritten Einsatz und spielte für Heintz in der Innenverteidigung.



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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Wirbel um Lemperles Zukunft – die Entscheidung ist gefallen

Tim Lemperle beim 1. FC Köln
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Wirbel um Lemperles Zukunft – die Entscheidung ist gefallen

Aktuell ist er verletzt und FC-Trainer Gerhard Struber muss improvisieren. Doch schon bald braucht der Trainer offenbar eine neue Dauerlösung: Tim Lemperle wird den 1. FC Köln wohl verlassen. Die Zeichen stehen nach einem Artikel der „Sport Bild“ eindeutig auf Abschied.

Beim verdienten 3:1-Erfolg über Nürnberg musste er verletzt passen, wie oft der Angreifer noch für die Geißböcke aufläuft ist fraglich: Tim Lemperle wird den 1. FC Köln wohl verlassen. Zumindest lassen die Aussagen seines Beraters gegenüber der „Sport Bild“ nur wenig andere Ideen zu.

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Am Sonntagnachmittag saß Tim Lemperle auf der Tribüne des Kölner Stadions und verfolgte das Spiel seiner Geißböcke gegen den 1. FC Nürnberg. Nur wenige Minuten zuvor war FC-Trainer Gerhard Struber noch gefragt worden, wie der Ausfall seines Topstürmers zu kompensieren sei. Nur mit der gesamten Mannschaft lautete die Antwort des 47-Jährigen und als hätte das Team die Worte gehört, lieferte es ab. 3:1 setzten sich die Kölner gegen den 1. FC Nürnberg verdient durch. Ob Lemperle gegen Kaiserslautern wieder auflaufen kann, ist noch offen, wenn auch unwahrscheinlich. Dann würde nach der Logik des Trainers wieder die Mannschaft einspringen müssen. Dass der FC in der kommenden Saison dann eine Dauerlösung für den fehlenden Stürmer finden muss, nimmt immer genauere Konturen an.

Gutes Verhältnis zwischen Trainer und Lemperle

Denn die Zeichen stehen offenbar endgültig auf Abschied. Lemperle und der FC haben wohl spätestens nach dem kommenden Sommer keine gemeinsame Zukunft mehr. Das geht zumindest aus einem Artikel der „Sport Bild“ hervor. Die Entscheidung scheint final. Das bestätigte der Beraten unter anderem der „Kölnischen Rundschau“. Doch der Artikel wirft einige Fragen auf. „Uns liegt vom FC kein Angebot vor“, sagt Lemperles Berater Dusan Jevtic von der Agentur „Rogon“ zu „Sport Bild“. Erstaunlich, denn der Stürmer hat in dieser Saison bereits neun Tore erzielt, zwei vorbereitet. Von den vergangenen sechs Ligaspielen entschied Lemperle drei jeweils mit dem 1:0. In den Wochen vor seiner Verletzung war der 22-Jährige also so etwas wie die Kölner Lebensversicherung. Kein Wunder also, dass FC-Trainer Gerhard Struber um seinen Angreifer kämpft.

Nach dem Spiel gegen Regensburg hielt der Coach eine flammende Rede für seinen Stürmer. „Ich denke, Tim weiß, was er am FC hat. Er weiß auch, was er an uns hat, in der Zusammenarbeit. Was für ein Vertrauen wir miteinander aufgebaut haben. Für so einen jungen Spieler ist es entscheidend, diese Spielzeit über einen längeren Zeitraum zu nutzen, um dann möglicherweise den großen Wurf zu landen – und nicht das erstbeste Angebot anzunehmen“, sagte der Trainer. „Ich bin mir sicher, dass er mit uns gemeinsam einen sehr, sehr interessanten Weg beim FC vor sich hat. Der resultiert natürlich aus viel Spielzeit“. Das gute Verhältnis zwischen Coach und Spieler bestätigt auch Jevtic. Aber: „Der Trainer weiß vielleicht gar nicht, dass es keine konkreten Verhandlungen gab.“ Das letzte Gespräch habe es laut Jevtic im vergangenen Sommer gegeben und da sei es um die Rückkehr ans Geißbockheim gegangen. Erst im November habe der Verein vorgefühlt.

Vertragsverlängerung sehr unwahrscheinlich

Laut „Sport Bild“ habe es Anfang Dezember dann tatsächlich einen Termin in Köln gegeben. Wie es in dem Artikel heißt, hätten Christian Keller und Thomas Kessler an dem Gespräch teilnehmen sollen. Es erschien aber nur Kessler, da Keller auf einem anderen Termin in Frankfurt weilte. Als Jevtic davon erfuhr, sei er gegangen. „Das Gespräch mit Thomas Kessler war bis dahin zwar angenehm. Aber wenn derjenige, der am Ende entscheidet, anscheinend keine Lust hat, über Tims Zukunft zu sprechen, kann das Interesse des 1. FC Köln an einer Verlängerung nicht besonders groß sein“, zitiert die „Bild“ Lemperles Berater. Eine Vertragsverlängerung erscheint unter diesen Aussagen nur schwer vorstellbar. Mittlerweile hat der Berater auch gegenüber der „Kölnischen Rundschau“ bestätigt, dass es diese in Köln nicht geben wird.

Lemperle hat noch bis zum kommenden Sommer Vertrag in Köln, wird den beim FC auch erfüllen, den Verein dann aber ablösefrei verlassen. Ab dem 1. Januar darf das Kölner Eigengewächs bei anderen Clubs unterschreiben. Nach wie vor soll die TSG Hoffenheim richtig hoch im Kurs stehen, es gibt aber wohl noch weitere Interessenten aus der Bundesliga. Lemperle kam im Sommer 2017 zum FC, durchlief einige Juniorenteams, bevor dann im Sommer 23 die Leihe nach Fürth folgte. Im vergangenen Sommer wurde der 22-Jährige zurückgeholt. Auch aufgrund der Transfersperre fand Lemperle nun einen festen Platz im Kölner Kader und avancierte schnell zu einem der absoluten Leistungsträger. Nun scheint der Durchbruch beim FC geschafft und der Angreifer auf dem Absprung. Köln verliert erneut ein großes Talent ablösefrei.

Warum der Weg an die Öffentlichkeit?

Auf der anderen Seite muss die Frage erlaubt sein, warum der Spielerberater gerade jetzt den Weg an die Öffentlichkeit sucht. Schon vor einigen Wochen hatte sich Jevtic in der „Kölnischen Rundschau“ geäußert und dort auch Gespräche mit dem FC angekündigt. Vermutlich die, die für Anfang Dezember geplant waren. Kurz zuvor waren Gerüchte aufgeploppt, Lemperle sei sich bereits mit der TSG Hoffenheim einig, würde ein siebenstelliges Handgeld kassieren. Das dementierte Jevtic und betonte, dass noch keine Entscheidung gefallen sei. Allerdings deutete der Berater auch an, dass es weitere Interessenten gäbe und nun, dass die Kölner aus dem Raster herausgefallen seien. Laut „Sport Bild“ habe Kessler im November bei Lemperle erfolglos „angeklopft“. Dass es ein Vertragsangebot nicht gegeben hat, könnte also auch sehr wohl damit zutun haben, dass die Geißböcke mit ihrem Anliegen anscheinend auch mehrfach abgeblitzt sind.

Zumindest sportlich war nach der beeindruckenden Serie von acht ungeschlagenen Spielen in Folge wieder Ruhe rund ums Geißbockheim eingekehrt. Nun der nächste Wirbel. Jevtic ist Berater der Agentur Rogon von Berater-Schwergewicht Roger Wittmann. Diese ist gerade bei dem Umgang mit jungen Spielern nicht unumstritten. Angeblich auch nicht beim FC. Das Verhältnis gilt zumindest nicht erst seit dem Wirbel um den ablösefreien Abgang von Justin Diehl als angespannt. So oder so: In der Vergangenheit wurde immer wieder spekuliert, dass sich Lemperle nicht ausreichend wertgeschätzt fühle. Das soll angeblich auch bei Justin Diehl so gewesen sein.



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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Wieder auf dem Feld – Ein Fingerzeig für die Zukunft?

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Wieder auf dem Feld – Ein Fingerzeig für die Zukunft?

Der Stürmer der Kölner stand die vergangenen Spiele nicht mehr auf dem Feld oder sogar gar nicht erst im Kader und wurde bereits als Wechselkandidat gehandelt. Gegen den 1. FC Nürnberg bekam Steffen Tigges dann doch wieder Einsatzzeit von Gerhard Struber. Ein Fingerzeig, dass der 26-Jährige doch bleibt? Wie geht es weiter mit Steffen Tigges beim 1. FC Köln?

Die sechs Spielminuten gegen Nürnberg sind sicher nicht viel Zeit, um sich zu beweisen. Auffallend ist der Einsatz – auch mit dem Wissen des Ausfalls von Tim Lemperle – aber schon. Vor allem, weil die Mannschaftskollegen Sargis Adamyan und Florian Dietz weiterhin nicht im FC-Spieltagskader standen. Ist der Einsatz vom 21-Jährigen ein Fingerzeig in Richtung Zukunft? Wie geht es weiter mit Steffen Tigges beim 1. FC Köln?

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Als am Sonntagmittag in der 84. Minute beim 1. FC Köln gewechselt wurde, dürfte die Verwunderung bei manchem Fan dann doch schon groß gewesen sein. FC-Coach Gerhard Struber wechselte Steffen Tigges für den stark aufspielenden Damion Downs ein. Ausgerechnet Tigges. Der 26-Jährige hatte in den vergangenen Wochen bekanntlich bei den Geißböcken keine Rolle mehr gespielt. Zwar stand der Angreifer schon gegen Regensburg im Kader, Tigges kam aber nicht zum Einsatz. In den vier Begegnungen zuvor war der Angreifer nicht berücksichtigt worden. Das größte Vertrauen genießt der Stürmer unter dem neuen Trainer nicht. Und auch gegen den 1. FC Nürnberg konnte sich Tigges nicht beweisen. Tigges zog gerade einmal vier Sprints an, hatte fünf Ballkontakte. Allerdings wären andere Werte in den verbleibenden sechs Minuten plus Nachspielzeit auch schwer.

Adamyan und Dietz weiterhin außen vor

Immerhin erhielt der Offensivmann aber wieder eine Chance von Struber – anders als seine Mannschaftskollegen Sargis Adamyan und Florian Dietz. Dass sich der FC in diesem Winter von einigen Spielern trennen will, ist kein Geheimnis. So wurde unter anderem von harten Kaderentscheidungen gesprochen, die anstehen können. Spätestens nach dem Testspiel gegen Aachen, in dem bekanntlich weder Adamyan noch Dietz zum Einatz kamen, sich als einzige Spieler im Aufgebot nur aufwärmen dürften, liegt der Verdacht nahe, dass die Angreifer keine Zukunft mehr beim FC haben. Zumal der Armenier sechs Spiele nicht mehr im Kader stand, zuletzt also Ende Oktober auf der Bank Platz nahm und auch auf dem Spielfeld gestanden hatte. Dietz wurde zuletzt gegen Darmstadt berücksichtigt, schaute aber nur 90 Minuten zu.

„Es ist natürlich eine Situation, in der wir alle wissen, dass es bei dem einen oder anderen im Winter in eine andere Richtung gehen könnte“, sagte Struber damals. Und Tigges? Der Stürmer spielte gegen Aachen einige Minuten, wurde aber frühzeitig ausgewechselt. Nun wieder im Kader und auch wieder auf Feld. Hat der 26-Jährige noch eine Zukunft in Köln? Angesichts der Transferpläne der Geißböcke scheint das auch weiterhin eher unwahrscheinlich. Der FC will mindestens einen, dem Vernehmen nach zwei Stürmer verpflichten, die den Kölnern auch direkt weiterhelfen können. Die Offensive der Geißböcke ist ohnehin quantitativ gut besetzt. Selbst Damion Downs hatte es bekanntlich zuletzt schwer, profitierte von der Verletzung von Tim Lemperle und nutzte seine Chance, so dass der Stürmer die Strubersche „Competition“ auch für die Rückrunde schon eröffnet haben dürfte.

Osnabrück und Essen sollen angefragt haben

Ein Transfer scheint also nach wie vor sehr wahrscheinlich. Zumal es Interessenten geben soll. Wie „RevierSport“ erst jüngst berichtete, sollen der VfL Osnabrück und Rot-Weiss Essen beim FC angefragt haben. Die „WAZ“ wiederum will in der vergangenen Woche erfahren haben, dass sich die beiden Drittligisten aber einen Korb abgeholt haben. Denn Tigges soll laut Artikel zu diesem Zeitpunkt noch keine Aussage von Seiten des Vereins über seine Zukunft erhalten haben und wenn es so kommt einen Wechsel in die 2. Bundesliga oder ins benachbarte Ausland präferieren. Ob es in den vergangenen Tagen weitere Anfragen gegeben hat, ist bislang offen.

Tigges sammelte in dieser Spielzeit bislang 88 Einsatzminuten, ein Tor erzielte der Stürmer bislang nicht. Der 26-Jährige kam im Sommer 22 zum FC. In den vergangenen zweieinhalb Jahren kam der Angreifer auf 72 Pflichtspiele für die Kölner, erzielte zehn Tore und bereitete zwei vor. Eine Bewerbung für mehr sieht definitiv anders aus.



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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Mark Uth – ein Comeback auf Raten

Mark Uth beim Spiel des  1. FC Köln
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Mark Uth – ein Comeback auf Raten

Vor zweieinhalb Jahren begann für Mark Uth in Regensburg die Verletzungsmisere beim FC. Am vergangenen Wochenende spielte der Kölner 20 Minuten gegen den Jahn. Es geht aufwärts für den 33-Jährigen beim 1. FC Köln: Mark Uth gibt ein Comeback auf Raten.

Trotz ein wenig Einsatzzeit ist Mark Uth von einem zufriedenstellenden Comeback noch weit entfernt. Der 33-Jährige freut sich aber, generell wieder auf dem Rasen zu stehen und vertraut seinem Körper. Mit seiner Kreativität, seinem Spielwitz und seiner Abschlussstärke könnte er helfen beim 1. FC Köln: Mark Uth gibt ein Comeback auf Raten.

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Einmal sechs Minuten, einmal 19, einmal eine – so lauten die offiziellen Einsatzminuten im bisherigen Saisonverlauf von Mark Uth. Der Offensivspieler hat natürlich schon weitere Einsatzzeit bei der Kölner U21 sowie in Testspielen gesammelt, doch von einem zufriedenstellenden Comeback ist der gebürtige Kölner ohnehin noch ein großes Stück weit entfernt. Gegen Jahn Regensburg dürfte der Porzer am vergangenen Sonntag fast 20 Minuten ran. Seinen Stempel konnte Uth der aus Kölner Sicht schwierigen Begegnung nicht mehr aufdrücken. Das aber sicher auch, weil die gesamte Mannschaft keinen Schlüssel mehr gegen den aufopferungsvoll kämpfenden Jahn fand. Gut möglich, dass Uth aufgrund mangelnder Alternativen auf seine Einsatzzeit kam. Immerhin war Luca Waldschmidt kurzfristig ausgefallen.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

In Regensburg begann die Verletzungsmisere

Auf der Position hinter den Spitzen dürfte der Routinier aktuell die Nummer drei eben hinter Waldschmidt und Florian Kainz sein. Der Österreicher machte in Regensburg sicherlich auch nicht das Spiel seines Lebens, war aber an der alles entscheidenden Szene eben entscheidend beteiligt. Kainz‘ Pass auf Tim Lemperle führte zum Tor. Ob es für den Mittelfeldspieler zu einem Einsatz von Beginn an reicht, bleibt abzuwarten. Denn grundsätzlich spielt Waldschmidt in den Planungen von Gerhard Struber immer eine Rolle, ist für den Trainer ein Unterschiedsspieler. Das könnte irgendwann auch wieder Mark Uth werden. Doch der 33-Jährige ist vorerst wohl froh, überhaupt wieder auf dem Rasen zu stehen. „Für mich ist es generell einfach schön, wieder auf dem Platz zu stehen“, sagte Uth, der gegen den Jahn gar nicht darüber nachgedacht habe, dass seine Verletzungsmisere beim FC ausgerechnet in Regensburg ihren unwirklich erscheinenden Lauf genommen hat.

Vor zweieinhalb Jahren verletzte sich der Angreifer im Pokalspiel in Regensburg. Uth zog sich eine muskuläre Verletzung zu, wurde operiert, kam in drei Spielen zu Kurzeinsätzen, verletzte sich erneut, musste immer wieder unters Messer. Die Saison bezeichnete er später als Seuchensaison, in der Hoffnung, die nächsten würden besser werden. Doch die Verletzungsakte wurde immer länger und länger. So lang, dass zwischenzeitlich über ein mögliches Karriereende des Spielers diskutiert wurde. Auch diese Spielzeit ist alles andere als einfach für den Angreifer. Denn schon beim ersten Einsatz folgte nach fünf Minuten das Aus und das, obwohl die Kölner in der Vorbereitung besonders behutsam mit Uth vorgegangen waren. „Ich hatte mich wieder rangekämpft, war wieder dabei und musste dann sofort wieder raus“, so Uth. „Es war nur eine stärkere Zerrung. Natürlich sind die ersten Tage scheiße. Aber dann musst du einfach weitermachen.“ 

Uth: „Ich vertraue meinem Körper“

Nur brauchte der 33-Jährige schon sehr lange, um sich von der stärkeren Zerrung zu erholen. Bei dem Offensivspieler wollen die Geißböcke aktuell kein Risiko eingehen. Denn sie wissen, dass Uth auch wieder eine wichtige Rolle einnehmen kann. Gerade in den vergangenen Spielen wollte es mit der Offensive bekanntlich nicht mehr so rundlaufen bei den Geißböcken. Es fehlten mitunter der Spielwitz, die Kreativität. Und genau dabei kann ein Mark Uth am Ende des Tages helfen. Allerdings nur, wenn der Angreifer auch wirklich fit ist. „Jetzt bin ich guter Dinge, dass ich gesund bleibe. Ich vertraue meinem Körper und muss dieses Vertrauen auch haben.“ Der Weg bis zum Startelf-Einsatz ist allerdings noch ein weiter. Vor einem guten Jahr stand der Kölner letztmals von Beginn an auf dem Feld. Es war der letzte Arbeitstag von Steffen Baumgart beim FC.

Ein Jahr später befinden sich die Geißböcke wieder auf dem Weg nach oben. Und Uth würde nur zu gerne seinen Teil dazubeitragen. „Ich fühle mich gut und der Körper macht mit“, sagt der 33-Jährige.


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Kaderlücken aufgedeckt

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Lemperle Wechsel im Winter?

Struber muss erneut umbauen – So könnte der FC gegen Nürnberg starten

Gerhard Struber beim Training des 1. FC Köln
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Struber muss erneut umbauen – So könnte der FC gegen Nürnberg starten

Am Sonntagmittag empfängt der FC den 1. FC Nürnberg. Gegen den Tabellenzwölften wollen die Geißböcke nachlegen. FC-Trainer Gerhard Struber wird erneut umstellen müssen. Julian Pauli und Tim Lemperle fallen aus beim 1. FC Köln: So könnte der FC gegen Nürnberg starten.

Je nach Ausgang des Duells zwischen dem Tabellenführer Paderborn und Magdeburg, könnte der FC mit einem Sieg gegen Nürnberg die Tabellenspitze übernehmen. Auf dem Papier für die Geißböcke eine lösbare Aufgabe, aber ein Selbstläufer wird das nicht. Und Gerhard Struber wird erneut umbauen müssen beim 1. FC Köln: So könnte der FC gegen Nürnberg starten.

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Auch am vorletzten Spieltag der Hinrunde wird FC-Verteidiger Julian Pauli nach seiner Verletzung aus dem Pokalspiel gegen Hertha BSC noch nicht einsatzbereit sein. FC-Coach Gerhard Struber und sein Team tendieren beim Stammspieler noch in Richtung Pause, „weil die Anzeichen noch nicht ganz verschwunden sind, er noch nicht 100 Prozent fit ist und die Intensitäten gehen kann, die wir uns vorstellen“, so Struber. „Wir wollen überhaupt kein Risiko eingehen.“ Klare Worte, die einen Einsatz des Defensivmannes eigentlich ausschließen. So muss der Trainer erneut auf den Abwehrspieler verzichten. Nachdem bereits gegen Jahn Regensburg Eric Martel seinen Platz auf der Sechs verließ, um erneut einen guten Job in der Kölner Innenverteidigung zu machen, spricht auch gegen Nürnberg viel für diese Variante.

Wer spielt im Zentrum?

Elias Bakatukanda wird für Struber wohl keine wirkliche Alternative sein. Denn obwohl Struber den Youngster als „Rohdiamant“ sieht, habe es bei ihm auch „in den vergangenen Wochen und Monaten in Spielen noch nicht die Verlässlichkeit und Konstanz gegeben, wo wir sagen, er ist schon so weit“, so Struber am Freitag. Somit sollte Martel wohl gesetzt sein und Struber muss in der Zentrale vom eigentlichen Plan umplanen. Mathias Olesen trainierte am Samstag nicht mit. Der Nationalspieler Luxemburgs hatte bereits während der Woche mit Rückenbeschwerden zu kämpfen und setzte zeitweilig im Training aus. Ob Olesen im Kader stehen wird, ist fraglich, ein Startelf-Einsatz unwahrscheinlich. Der Coach wird wohl wahrscheinlich wieder auf Florian Kainz setzen, der sich gegen Regensburg durch einen Assist auszeichnen konnte.

Dass Struber nur mit einem Sechser agiert, ist ebenso eine Möglichkeit, aber eher unwahrscheinlich. Der 1. FC Nürnberg ist ein spielstarkes Team und Struber wird das Zentrum zuhalten wollen. Somit ist die Variante mit Denis Huseinbasic und Dejan Ljubicic die wahrscheinlichere. Im Sturm wird Damion Downs wohl durch den Ausfall von Tim Lemperle seine Chance in der Startelf bekommen. „Damion hat jetzt am Wochenende die Chance, unter Beweis zu stellen, dass er wieder einen Schritt nach vorne macht“, so Struber. Auf der Außenbahn hat Struber zwischen Max Finkgräfe und Leart Pacarada die Qual der Wahl. Pacarada erhielt in der Liga zuletzt den Vorzug. Rechts wird wohl Jan Thielmann die Außen übernehmen. In der Offensive bleibt neben Downs noch eine Position. Luca Waldschmidt ist wieder einsatzfähig, ob er nach seinen eher schwachen Leistungen in den vergangenen Partien aber den Vorzug vor dem stabilen Linton Maina bekommt, ist mehr als fraglich.

Das Spiel gibt es auch im Liveticker auf come-on-fc.com. Der Ticker startet mit der Vorberichterstattung bereits um 12:15 Uhr.

1. FC Köln: So könnte der FC gegen Nürnberg spielen


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Spieler des 1. FC Köln freuen sich.

Transfergerüchte

FC ohne Sieg gegen Top-Ten

Die Konkurrenz patzt: Für den 1. FC Köln ist der Sprung an die Spitze drin

Die Spieler des 1. FC Köln jubeln nach dem Pokalerfolg
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Die Konkurrenz patzt: Für den 1. FC Köln ist der Sprung an die Spitze drin

Gute Voraussetzung für die Geißböcke nach den Samstagnachmittag-Spielen der 2. Bundesliga. Der 1. FC Köln kann mit einem Sieg über Nürnberg die Tabellenführung übernehmen. Denn die Konkurrenz patzte am Samstagnachmittag.

Im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg können die Geißböcke am Sonntag ihre Serie von sieben ungeschlagenen Spielen weiter ausbauen. Gleichzeitig winkt nicht nur ein Aufstiegsplatz, der 1. FC Köln kann mit einem Sieg über Nürnberg sogar die Tabellenführung übernehmen.

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Und das, weil die Konkurrenz einmal mehr patzte. Am Freitagabend setzte sich der Karlsruher SC nach zwischenzeitlichen Schwierigkeiten noch gegen Jahn Regensburg 4:2 durch und damit auch wieder vor den FC, die Kölner rutschten einen Rang in der Tabelle ab. Am Samstagnachmittag ging es dann noch einen Platz runter. Und dennoch kann der FC an die Spitze springen. Denn Tabellenführer Paderborn kam beim 1. FC Magdeburg nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus, sah sogar zwischenzeitlich wie der sichere Verlierer aus. Philipp Hercher hatte den Gastgeber in Führung gebracht, bevor Raphael Obermair ausglich. Damit behaupteten die Ostwestfalen die Tabellenspitze, liegen drei Punkte vor dem FC – und das bei einer Tordifferenz von +6 – und das jeweils. Der FC würde also mit einem fünften 1:0-Erfolg im sechsten Duell am SCP vorbeiziehen.

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Der 1. FC Köln kann die Tabellenführung übernehmen

Den Ausrutscher des Spitzenreiters wusste die direkte Konkurrenz aber nicht zu nutzen. So verpasste Fortuna Düsseldorf den Sprung an die Spitze. Die Rheinländer kamen beim FC Schalke ebenfalls nicht über ein 1:10 hinaus. Düsseldorf war nach dem Treffer von Dawid Kownacki zunächst auf Erfolgskurs, bevor Moussa Sylla für Königsblau das 1:1 erzielte. Düsseldorf kletterte damit zwar auf Rang drei, bleibt aber zwei Zähler hinter Paderborn und einen vor dem rheinischen Nachbarn. Die Fortuna hat von den vergangenen acht Spielen nur eins gewonnen. Und auch der Hamburger SV kommt weiterhin nicht so recht in Fahrt. Die Rothosen spielten beim SSV Ulm ebenfalls nur 1:1. Die Führung von Aaron Keller glich Davie Selke aus. Daniel Elfadli sah noch die Gelb-Rote Karte, doch der HSV rettete den Punkt.

Am Abend hat zunächst der 1. FC Kaiserslautern die Chance, die Tabellenführung zu übernehmen. Allerdings treffen die Roten Teufel auf den SV Darmstadt. Keine leichte Aufgabe, neben dem FC sind nur Lautern und die Lilien in den vergangenen fünf Spielen ohne Niederlage geblieben. Sollte Lautern nicht gewinnen, würden die Kölner mit einem Sieg auf Platz eins springen. Allerdings spielen zeitgleich auch Elversberg in Braunschweig und Hannover in Fürth. Beide Teams liegen vor dem FC. Heißt: Stand jetzt würde Köln mit einem Sieg im schlechtesten Fall mit Platz vier und einem Punkt Rückstand ins letzte Spiel des Jahres gegen Kaiserslautern gehen. Die Begegnung gegen Nürnberg müssen die Kölner aber erst einmal gewinnen und das wird schwer genug.


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Kaderlücken aufgedeckt

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Lemperle Wechsel im Winter?

Ein Sieg im letzten Heimspiel? Alles andere als ein Selbstläufer

Eric Martel vom 1. FC Köln
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Ein Sieg im letzten Heimspiel? Alles andere als ein Selbstläufer

Zwei Spiele vor der Winterpause will der FC die Erfolgsserie nicht reißen lassen. Allerdings fehlen den Geißböcken zwei Stammspieler. Julian Pauli und Tim Lemperle werden gegen den FCN nicht auflaufen. Das Ziel der drei Punkte ist zwar kein leichtes, aber dennoch gesetzt beim 1. FC Köln: So will der FC gegen Nürnberg punkten.

FC-Coach Gerhard Struber erwartet im Duell gegen den 1. FC Nürnberg einen starken Gegner mit klarem Plan. Das Duell im Kölner Stadion wird keine leichte Aufgabe für den 1. FC Köln: So will der FC gegen Nürnberg punkten.

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Das Lächeln konnte sich Marvin Schwäbe nicht verkneifen. Der Kölner Keeper war der Sky-Sendung „HvK & Tusche – Dein Zweitligatalk“ zugeschaltet und mit der Formtabelle seiner Geißböcke und der des kommenden Gegners, des 1. FC Nürnberg konfrontiert worden. Diese Formtabelle errechnet sich aus den vergangenen fünf Ligaspielen und sieht wie berichtet nun mal den 1. FC Köln an der Spitze und den 1. FC Nürnberg ganz unten im Tableau. Tatsächlich haben die Geißböcke bekanntlich die vergangenen fünf Spiele in der Liga nicht verloren, 13 Punkte eingesammelt, während der Club im gleichen Zeitraum keinen einzigen Sieg einfuhr, immerhin drei Mal Unentschieden spielte. Zwar verdeutlicht die Formtabelle in welche Richtung es zuletzt für die Teams geht, doch so ganz sauber ist das „Kurz-Tableau“ natürlich nicht.

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Nürnberg zuletzt ohne Sieg

Vermutlich konnte sich Schwäbe auch deswegen das Schmunzeln nicht verkneifen. Denn der FC holte seine 13 Punkte nun mal mit den vier Siegen gegen Hertha BSC, die SpVgg Greuther Fürth, Preußen Münster und Jahn Regensburg sowie beim Remis gegen Hannover 96. Bis auf die Niedersachsen punkteten die Kölner also gegen Clubs aus dem unteren Tabellendrittel. Nürnberg spielte im gleichen Zeitraum eben gegen den Hamburger SV (1:1), den 1. FC Kaiserslautern (0:0), den SC Paderborn (2:3), Fortuna Düsseldorf (2:2) und die SV Elversberg (1:2) – also allesamt Mannschaften aus der oberen Tabellenregion und damit Teams, gegen die der FC eben auch nicht gewinnen konnte. „Die Ergebnisse spiegeln nicht immer das wieder, was die jeweilige Mannschaft geleistet hat. Dass Nürnberg eine enorme Qualität hat, ist jedem klar“, sagte der Keeper also.

Welche Qualität der Club hat, mussten unter anderem Jahn Regensburg oder Greuther Fürth erfahren, die im Oktober jeweils eine ordentliche Packung kassierten. Nürnberg kann also eine beachtliche Kugel spielen. Das weiß natürlich auch Gerhard Struber. Die Spielweise des Gegners ist „klar definiert über den Ballbesitz, auch über ihr Positionsspiel. Das ist eine sehr frisch aufspielende, junge Mannschaft, die einen klaren Plan verfolgt in ihrer Positionierung“, sagt Struber. „Auch wie sie immer wieder den Gegner überwinden wollen, wie sie ins letzte Drittel kommen wollen.“ Und dort sind die Mittelfranken durchaus gefährlich. Immerhin kommt Nürnberg auf 29 Tore und brauchte dafür gerade einmal 185 Torschüssen. Die Kölner erzielten 28 Tore bei 280 Abschlüssen. Vor allem Stefanos Tzimas erzielte bereits sieben Tore.

Klose: Wir gehen nicht dorthin, um Weihnachtsgeschenke zu verteilen“

Und der Club wird offensichtlich hoch motiviert nach Köln kommen. Denn Trainer Miro Klose war alles andere als glücklich über die Leistung bei der jüngsten 1:2-Niederlage. „Wir müssen nachlegen und eine Reaktion auf das Elversberg-Spiel zeigen“, forderte der Weltmeister von 2014 also von seinem Team. „Wir müssen griffiger und aggressiver sein. Denn wir werden nicht so viel Zeit bekommen, da Köln noch ein intensiveres Pressing spielt. Wir gehen nicht dorthin, um Weihnachtsgeschenke zu verteilen.“ Das werden die Kölner wiederum auch nicht erwarten. „Es gibt hier für uns eine Aufgabe, die uns tatsächlich vieles abringen werden muss, um uns unseren Zielen näher zu bringen am Wochenende“, sagte Struber. „Wir müssen eine richtig gute Leistung bringen, um am Ende hier zu Hause auch einen Sieg zu landen.“

Die Personalsituation, um diesen Sieg einzufahren, wird dem Coach nicht gefallen. Denn mit Tim Lemperle und Julian Pauli fallen gleich zwei Leistungsträger aus. Gerade der Ausfall des Torjägers wiegt besonders schwer. Lemperle war in den vergangenen fünf Spielen drei Mal der entscheidende Faktor, erzielte in drei Begegnungen jeweils den einzigen Treffer. Für den Stürmer wird wohl Damion Downs wieder einmal in der Startelf stehen. Das war dem Angreifer zuletzt bei der bitteren 1:5-Klatsche gegen Darmstadt vergönnt. Zuletzt war Downs „nur“ noch Joker, aber auch als solcher gegen Fürth und Hannover erfolgreich. Für Pauli rotiert Eric Martel wie schon in der Vorwoche in die Innenverteidigung. Große Wechsel sind in der Anfangsformation ansonsten nicht zu erwarten.

Zwar gibt es aus Nürnberg also keine Weihnachtsgeschenke, die Marschroute für die letzten beiden Spiele des Jahres ist aber dennoch klar. „Wir werden alles an Punkte setzen. Jetzt gilt es, den Schlussspurt bis Weihnachten noch positiv zu gestalten und eine Top-Ausgangsposition zu bekommen“, sagte Marvin Schwäbe, allerdings war das Schmunzeln da schon nicht mehr zu sehen.


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Kaderlücken aufgedeckt

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Lemperle Wechsel im Winter?

Weniger Gegentore, stabilere Defensive – Hat sich die FC-Abwehr wirklich verbessert?

Timo Hübers beim 1. FC Köln
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Weniger Gegentore, stabilere Defensive – Hat sich die FC-Abwehr wirklich verbessert?

In den vergangenen fünf Ligaspielen gab es vier mal keinen Gegentreffer für den FC. Und auch andere Zahlen sprechen für eine stabilere Defensive seit der Systemumstellung, wenn auch gegen deutlich destruktivere Gegner des 1. FC Köln: Bessere Defensive seit der Systemumstellung?

Weniger Gegentore, weniger zugelassene Torschüsse, kaum Großchancen. Der FC scheint seit der Systemumstellung auf die Dreierkette wesentlich stabiler in der Abwehr zu stehen. Aber stimmt das? Es scheint runder zu laufen beim 1. FC Köln: Bessere Defensive seit der Systemumstellung?

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Wirklich schlimm hatte der Zusammenprall zwischen Marton Dardai und Julian Pauli im Pokalspiel des 1. FC Köln gegen Hertha BSC vor zehn Tagen nicht ausgesehen. Die Spuren oder Folgen, die der Unfall hinterlassen hat, sind offenbar aber deutlich heftiger, als die Beteiligten noch an jenem Mittwochabend gedacht hatten. Der junge Innenverteidiger der Kölner wird auch am Sonntag im Duell gegen den 1. FC Nürnberg (13.30 Uhr, Sky oder im Liveticker ab 12.15 Uhr bei come-on-fc.com) wohl nicht zur Verfügung stehen. „Bei Julian ist es so, dass wir hier in Richtung Pause gehen müssen. Weil die Anzeichen noch nicht ganz verschwunden sind und er noch nicht 100 Prozent fit ist und die Intensitäten gehen kann, die wir uns vorstellen“, sagte Gerhard Struber am Freitag. „Wir wollen überhaupt kein Risiko eingehen.“ 

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Wenige Torschüsse, wenige Gegentreffer

Damit wird Struber seine Abwehr erneut umbauen müssen und der Coach ließ am Freitag durchblicken, dass es somit wieder einen Einsatz für Hilfs-Abwehrspieler Eric Martel geben wird. Zwar sehe auch Struber den 22-Jährigen natürlich eher auf der Sechs, aber grundsätzlich fehlen dem Trainer die Alternativen. Zumal Elias Bakatukanda verliehen werden soll, wie Struber und Thomas Kessler am Freitag auf der Pressekonferenz offen erläuterten. Dass die Kölner Defensive aber nicht wie erhofft besetzt ist, muss dem Kölner Coach Stand jetzt relativ wenig Kopfzerbrechen bereiten. Schließlich hat der Trainer selbst mit einigen Handgriffen für mehr Stabilität in der Abwehr gesorgt. In den vergangenen fünf Ligaspielen behielt der FC bekanntlich vier Mal die weiße Weste. Einzig gegen Hannover fingen sich die Kölner zwei Gegentreffer.

Damit verfügt der FC rein statistisch aktuell über die stabilste Abwehr der Liga, zumindest was die Gegentore angeht. Erstaunlicherweise folgen für den gleichen Zeitraum Preußen Münster und Jahn Regensburg mit jeweils vier Gegentoren. Die Kölner haben auch die wenigsten Torschüsse zugelassen. Die Geißböcke erlaubten den Gegnern auch nur 38 Torabschlüsse, davon elf direkt aufs Tor, Düsseldorf als zweitbestes Team kommt auf 54 und 24. In den fünf Begegnungen musste Marvin Schwäbe auch nur eine Großchance parieren. Bei Hannover und Regensburg waren es jeweils drei. Die Zahlen sprechen also tatsächlich dafür, dass die Kölner Defensive seit der Systemumstellung deutlich stabiler steht. Tatsächlich lassen die Kölner im Schnitt pro Spiel zwei Torschüsse weniger zu. Allerdings auch gegen deutlich destruktivere Mannschaften.

Zweikampfwerte nur leicht verbessert

Große Offensivfeuerwerke feuerten die Gegner in den vergangenen Wochen wahrlich nicht ab. In den Zweikämpfen an sich hat sich grundsätzlich erst einmal so gut wie gar nichts verändert. Die Anzahl der geführten Duelle ist gleich geblieben und der FC verliert noch immer zu viele. Die Kölner kommen auf eine Zweikampfquote von knapp 49 Prozent – und das in den ersten zehn Spielen, genauso wie in den jüngsten fünf. Damit gehören die Geißböcke zu dem schlechtesten Drittel der Liga. Die Innenverteidiger konnten ihren Zweikampfschnitt leicht anheben. Vor der Systemumstellung waren es im Durchschnitt der drei Abwehrspieler 60 Prozent gewonnener Zweikämpfe, in der Dreierkette 62 Prozent. Dabei fällt auf, dass Julian Pauli seinen Wert nicht halten konnte. Der Youngster rutscht von 58 auf 53 ab, während sich seine Mannschaftskollegen verbessert haben.

An den Schnitt der Top-Abwehrspieler kommen die Kölner aber bei weitem nicht dran. Der liegt bei Spielern wie Schalkes Tomas Kalas bei weit über 80 Prozent. Ganz sicher sind die Geißböcke in den vergangenen Begegnungen nicht mehr so konteranfällig gewesen wie noch zu Beginn der Spielzeit. Ob das allerdings mit einer stabileren Defensive zu tun hat, bleibt allerdings offen. Denn bekanntlich sind die Gegner der vergangenen Wochen andere, die eine andere Spielidee verfolgen. Unterm Strich wird es den Beteiligten aber auch egal sein. Schließlich kommt es am Ende auf Ergebnisse an und die waren zuletzt in aller Regel sehr positiv.


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Kaderlücken aufgedeckt

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Lemperle Wechsel im Winter?