Schock bei der U21 des 1. FC Köln: Luca Kilian ist erneut verletzt. Der Innenverteidiger wurde in der Begegnung gegen Hohkeppel von Sanitätern vom Platz gebracht. Kilian arbeitete gerade an der Rückkehr in den Profikader. Eine Diagnose steht noch aus.
Schlechte Nachricht beim 1. FC Köln: Luca Kilian ist erneut verletzt und fällt möglicherweise erneut aus. Der Innenverteidiger war in der Begegnung der Regionalliga West mit einem Mitspieler zusammengeprallt, lange behandelt und schließlich vom Platz gebracht worden.
Luca Kilian musste erneut verletzt vom Platz
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Zumindest in der Theorie hätte Luca Kilian am Sonntag ein Kandidat für sein Comeback bei den Profis werden können. Nach dem Ausfall von Julian Pauli war Kilian zumindest aufgrund der nominellen Position ein Wechselkandidat. Doch Kilian sollte nach seinem Kreuzbandriss weiter Spielpraxis bei der U21 sammeln. Und das endete für den Abwehrspieler in einer weiteren Verletzung. Der 25-Jährige stand im Regionalliga-Duell gegen Hohkeppel zum zweiten Mal in dieser Spielzeit in der Startelf. Wenige Minuten vor dem Halbzeitpfiff prallte Kilian mit Stephan Salger aneinander, blieb liegen und musste behandelt werden. Schließlich wurde der Abwehrspieler auf einer Liege abtransportiert. Für Kilian war die Begegnung damit frühzeitig beendet. Eine Diagnose liegt noch nicht vor.
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Erste Einsätze gegen Aachen und Oberhausen
Kilian hatte sich im März dieses Jahres einen Kreuzbandriss zugezogen. Der Heilprozess des Abwehrspielers verlief sehr gut. Schon im Spätsommer konnte Kilian die ersten Trainingseinheiten zumindest in Teilen mit der Mannschaft absolvieren. Beim Testspiel gegen Alemannia Aachen hatte der Innenverteidiger zum ersten Mal seit März wieder mit den Profis auf dem Platz gestanden. Nach 60 Minuten war die Einheit für Kilian beendet. „Er wirkt mittlerweile stabil und braucht jetzt Spielzeit, um wieder in die Automatismen zurückzufinden. Ich habe seine Leistung sehr ordentlich gesehen“, befand Struber nach dem 2:0-Erfolg über den Drittligisten. Auch bei der Regionalliga kam Kilian zuletzt eine Stunde gegen Rot-Weiß Oberhausen zum Einsatz.
Beim FC hat man indes auf die baldige Rückkehr des 25-Jährigen gehofft, da die Innenverteidigung der Geißböcke aufgrund der Transfersperre nicht wirklich breit besetzt ist. Neben Timo Hübers, Routinier Dominique Heintz sowie den beiden Youngster Elias Bakatukanda und Julian Pauli hat der FC neben Kilian keine nominellen Innenverteidiger im Kader. Zwar steht eine Diagnose noch aus, doch die Vorkommnisse im Franz-Kremer-Stadion deuten nicht darauf hin, dass der Abwehrspieler in den kommenden Tagen trainieren wird. Der 2:0-Erfolg über Hohkeppel geriet in den Hintergrund.
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Neben Julian Pauli muss der FC am Sonntag auch auf Luca Waldschmidt verzichten. Der Offensivspieler trat die Reise in den Süden Deutschlands am Samstag nicht mit an. Und so wird der Trainer im Vergleich zum vergangenen Ligaspiel auch in der Offensive umstellen müssen beim 1. FC Köln: Kehrt Damion Downs zurück in die Startelf?
Nachdem der FC bereits am Freitag bekanntgegeben hat, dass Julian Pauli nach dem Zusammenprall mit Marton Dardai am vergangenen Mittwoch für die Begegnung gegen Jahn Regensburg ausfällt, wird nun auch Luca Waldschmidt fehlen. Das könnte neue Möglichkeiten eröffnen beim 1. FC Köln: Kehrt Damion Downs zurück in die Startelf?
Damion Downs nach einem Tor gegen Union Berlin (Foto: Christof Koepsel/GettyImages)
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Die Bilanz kann sich durchaus sehen lassen: 13 Spiele, sechs Tore, ein Assist. Damion Downs gehört mit seiner Ausbeute beim FC zu den Erfolgsgaranten. Das Last-Minute-Tor gegen Fürth, die späte Führung gegen Hannover, der Treffer gegen Gladbach in der vergangenen Spielzeit genauso wie das Tor gegen Union Berlin. Der Kölner Stürmer scheint ein Mann für wichtige Tore zu sein, vor allem aber scheint Downs kein Problem in der 2. Bundesliga zu haben. Der Angreifer hat sich eigentlich durchgesetzt. Zuletzt stellte der 20-Jährige sein Können auch bei der U20-Nationalmannschaft mit einem Doppelpack unter Beweis. Umso erstaunlicher, dass der Stammspieler des ersten Saisondrittels seit einigen Wochen nicht mehr über die Rolle des Jokers hinauskommt, obwohl er stets abliefert.
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Downs trotz seiner Tore nur noch Joker
Auch im Pokal gegen Hertha BSC kam Downs erst in der Verlängerung. Und das, obwohl den Kölnern gerade in der Offensive über sehr weite Strecken wenig einfiel, vielleicht ein Stoßstürmer die richtige Wahl gewesen wäre. Downs kam in der 94. Minute und hatte die mögliche Führung nach einem Drehschuss auf dem Fuß, doch Hertha-Keeper Tjark Ernst hatte etwas dagegen und rettete mit einer starken Aktion. Erst vor wenigen Wochen hatte FC-Trainer Gerhard Struber den Stürmer zuletzt gelobt, ihm die Nähe zur Startelf attestiert. Gereicht hat es in den vergangenen Spielen dazu bekanntlich nicht. In der Regel erhielt Luca Waldschmidt den Vortritt. Nach dem schwachen Auftritt gegen Hannover hatte der Kölner Coach den Offensivspieler zwar aus der Anfangsformation genommen, dafür aber Jan Thielmann auf die rechte Position rotiert und Dejan Ljubicic ins offensive Zentrum beordert.
Nun fällt Waldschmidt für die Begegnung gegen Regensburg mit Rückenproblemen aus, steht nicht im Kader, wie der Geissblog berichtet. Und da auch Julian Pauli fehlt, könnte es zu einer ähnlichen Aufstellung kommen, wie nach der Auswechslung des Innenverteidigers. Zumindest sollte Eric Martel wieder in der Innenverteidigung starten. Gut möglich, dass der Coach im Zentrum dann aber auch auf den gelernten Sechser Ljubicic setzt und damit die Tür wieder für Damion Downs öffnet. Der Angreifer stand in den ersten neun Saisonspielen stets in der Startelf, verlor den Stammplatz dann aber aufgrund einer Erkältung und der Systemumstellung. Gegen eine Mannschaft, die voraussichtlich tief stehen und dem FC das Spielgerät wohl überlassen wird, wäre ein Angreifer wie Downs sicher keine schlechte Wahl.
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Im Eiltempo von bitterer Verzweiflung zur großen Hoffnung – die Euphoriebremse aber bitte im Blick
Simon Bartsch
Mit dem knappen 2:1-Erfolg über Hertha BSC hat der FC erstmals seit 15 Jahren wieder ein Viertelfinale im DFB-Pokal erreicht. Die Kölner sind zudem seit sechs Pflichtspielen ungeschlagen, gewannen fünf. Auch auf dem Transfermarkt gibt es positive Anzeichen. Ein Kommentar zum Aufwind beim 1. FC Köln.
Noch vor sechs Wochen zogen dunkle Wolken über dem Geißbockheim auf. Sechs Pflichtspiele ohne Niederlage später mischt der FC im Aufstiegsrennen mit und steht im Viertelfinale des DFB-Pokals. Der Transfermarkt könnte ein weiteres positives Zeichen senden. Es geht offensichtlich aufwärts in Köln. Ein Kommentar zum Aufwind beim 1. FC Köln.
Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln
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Der Mittwochabend im Kölner Stadion hat wieder einmal eindrucksvoll bewiesen, wie verrückt der Fußball dann doch sein kann. Und nicht etwa, weil der FC Chance um Chance liegen ließ, um dann in letzter Sekunde durch ein ziemlich unnötiges Foul per Elfmeter doch noch in die Runde der letzten Acht einzuziehen. Vielmehr hat der Abend gezeigt, wie eng Glück und Pech, aber auch Frust, Leid, Glück und Hoffnung zusammenliegen. Seit Jahrzehnten wird dem FC und seinen Anhängern das Zitat „Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“ mantraartig nachgesagt. Meist mit einem leicht überheblichen Unterton, der die Träume der FC-Fans ins lächerliche zieht und der die anstrengende Behauptung für viele FC-Sympathisanten noch nerviger macht. Doch der Mittwochabend und die vergangenen Wochen veranschaulicht einmal mehr, dass das Goethe-Zitat dann doch irgendwie wie die Faust aufs Kölner Auge passt.
Ein gutes Zeichen
Noch vor sechs Wochen war beim FC alles gefühlt zu Tode betrübt. Der Club, der vom euphorisierten Europacup-Teilnehmer bis in die dunkelste Krise der Vereinsgeschichte abrutschte, sich trotz Trainerwechsel nicht mehr rechtzeitig befreien konnte und mit dem neuen Coach Gerhard Struber im freien Fall ins Niemandsland der 2. Bundesliga abstürzte, erlebt zurzeit eine Art Auferstehung. Vor anderthalb Monaten war die Situation trostlos, hoffnungslos. Vehement wurde die Ablösung von Christian Keller gefordert, in den Medien wurden erste Namen als Nachfolger für den angezählten Trainer gehandelt. Sechs Wochen später gibt es beim 1. FC Köln ein zartes, zuletzt doch sehr selten gesehenes Pflänzchen Hoffnung. Und zwar nicht der Art, die sich verzweifelt an den letzten Strohhalm im Abstiegskampf krallt.
Der FC ist mittlerweile seit sechs Spielen ungeschlagen. Eine Serie, die die Kölner noch nicht einmal in der Hochphase unter Steffen Baumgart aufs Parkett brachten. Die Aufstiegsplätze sind nur einen Zähler entfernt, Platz zwei kann am Sonntag mit einem Erfolg über das Tabellenschlusslicht Regensburg eingenommen werden. Dazu scheint der potenzielle erste Transfer nach dem leidigen Registrierungsverbot ein guter, zumindest ein äußert vielversprechender zu sein. Denn mal Hand aufs Herz, welcher Club schafft es, einen kolportiert fünf Millionen Euro schweren Champions-League-Spieler in die 2. Bundesliga zu lotsen, ohne die Garantie die Klasse zu halten und dafür weniger als die Hälfte des Marktwerts zu überweisen – sollten denn die überlieferten Zahlen und Gerüchte so wirklich zutreffen. Ein Transfer, der möglicherweise dem ein oder anderen Wackelkandidaten als Zeichen dienen könnte, dass der FC gewillt ist, zu investieren, um wieder etwas zu erreichen.
„Jetzt ist alles möglich“
Zudem steht Köln zum ersten Mal seit 15 Jahren wieder im Viertelfinale des DFB-Pokals. Das ist genauso weit weg von historisch wie der FC vom Finale – aber es keimt in Köln wieder Hoffnung auf. Hoffnung, dass der FC das Tal der Tränen durchschritten hat, die Achterbahnfahrt wieder bergauf geht. „Jetzt ist alles möglich“, hat Dejan Ljubicic nach dem Pokalfight gegen Berlin gesagt. Der 27-Jährige meinte damit wohl eher nicht seine Vertragsverlängerung, vielmehr, den Traum das Endspiel in Berlin erreichen zu können. Recht hat er, es ist alles möglich. Und es fällt schwer, in dieser Hoffnung die Euphoriebremse zu treten. Doch zur Wahrheit gehört nun mal auch, dass die Kölner auch gegen Hertha spielerisch nicht immer überzeugen konnten. Symptomatisch die drei Tore nach Elfmeter und Slapstick-Billard-Treffer.
Der FC ist ein „Stück weit“ davon entfernt, hochklassigen Fußball zu spielen, tat sich trotz 100 Minuten Überzahl erstaunlich schwer und war in den ersten 25 Minuten anfällig wie noch vor sechs Wochen. Auch auf anderer Ebene liegt wohl noch einiges im Argen. Die Kritik vieler Fans an Keller und dem Kölner Vorstand reißt nicht ab. Der gemeine Achterbahnfahrer weiß, dass nach jedem Aufstieg auch wieder ein Fall kommt, meist ist dieser steil und frei. Wie gesagt, gerade in Köln scheinen die Richtungswechsel besonders schnell. Und dennoch: Aktuell ist der FC endlich wieder im Aufwind, die Formkurve zeigt steil nach oben und das sollten die FC-Fans genießen. Nun gilt es, draufzubleiben, würde Gerhard Struber wohl sagen. Damit die aufkeimende Hoffnung weiterlebt und nicht wieder das unsägliche „zu Tode betrübt“ ausgepackt werden muss.
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Heintz vs. Niederlechner: Dauerfede der ehemaligen Weggefährten – Punktsieg für den „Rotwein“ Heintz
Redaktion
Im Duell zwischen dem 1. FC Köln und Hertha BSC geraten wie in der Liga Dominique Heintz und Florian Niederlechner aneinander. An diesem Abend mit dem besseren Ausgang für den Kölner. Punktsieg für Dominique Heintz im Privatduell.
Mit dem 2:1-Erfolg über Hertha BSC hat sich der FC für die Runde der letzten Acht im Pokal qualifiziert. Das unterhaltsame Spiel war auch von einigen Nickeligkeiten geprägt. Unter anderem gerieten zwei Akteure aneinander, die schon gemeinsam in einem Club spielten. Dieses Mal gab es einen Punktsieg für Dominique Heintz im Privatduell.
Verwirrung im Berliner Strafraum. Florian Niederlechner drückt die Kugel über die Linie
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Dominique Heintz und Florian Niederlechner scheinen auf dem Fußballplatz keine besonders großen Freunde mehr zu werden. Zumindest gerieten die beiden Akteure in den vergangenen beiden Begegnungen des 1. FC Köln gegen Hertha BSC immer wieder aneinander. Schon im Ligaspiel in Berlin vor gut einem Monat gab Florian Niederlechner nach knapp 20 Minuten scheinbar grundlos eine deutliche Visitenkarte ab. Mit offener Sohle rauschte der Angreifer in Kölns Innenverteidiger. Der FC-Profi musste minutenlang behandelt werden, machte dann weiterhin, um das Spiel zehn Minuten vor Spielende zu verlassen. Natürlich nicht, ohne sich bei Niederlechner mit einem rustikalen Einsatz zu revanchieren. „Wenn er den Ball nicht leicht berührt, ist das, glaube ich, Rot. Er hat mir mit dem gestreckten Bein den kompletten Knöchel und die Wade auseinander genommen”, sagte Heintz nach dem Duell.
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Niederlechner trifft ins eigene Netz
Und im Pokal ging das Scharmützel am Mittwochabend weiter. Heintz wollte das Spiel mit einem Einwurf schnell machen, der Berliner Stürmer spitzelte dem Kölner den Ball weg, der sich wiederum mit einem Schubser revanchierte. Niederlechner ging theatralisch zu Boden und rieb sich anschließend immer wieder den offenbar schmerzenden Arm. Immerhin sah der Angreifer im Gegensatz zu Heintz nicht die Gelbe Karte. Die beiden Streithähne schickten sich noch ein paar warme Worte hinterher, bevor sich die Gemüter wieder beruhigten. Nur wenige Minuten später folgte für Niederlechner die Quittung. Nach einer Ecke bekam Heintz den Ball ans Gesäß, die Kugel sprang auf das Knie des Angreifers und von da ins Netz: Eigentor, der FC war mit dem Ausgleich wieder dran.
Struber: „Er ist wie ein Rotwein, der scheinbar immer besser wird“
Auch anschließend kreuzten sich die Wege einige Male. Insgesamt hatte der Stürmer im Duell gegen den FC wenige auffällige Aktionen. Ganz anders Heintz. Der Abwehrspieler gehörte wieder einmal zu den besseren Kölnern. „Er ist wie ein Rotwein, der scheinbar immer besser wird“, sagte Gerhard Struber. „Heintzi ist ein verlässlicher Partner auf dem Platz, bei dem man weiß, was man kriegt. Er antizipiert Momente einfach schnell und ist kognitiv auf einem hohen Level.“ Tatsächlich strahlt der Routinier dabei auch eine angenehme und souveräne Ruhe aus. Und Heintz schaltete sich auch immer wieder in die Vorwärtsbewegung ein. Unter anderem brachte der Innenverteidiger eine perfekte Flanke auf Tim Lemperle, die dieser frei stehend nicht verwerten konnte. Im Ligaspiel hatte Heintz dem Stürmer mit einem Pass in die Tiefe das entscheidende Tor vorbereitet.
Nun war Heintz am Ausgleich nicht unbeteiligt, wenn in dieser Form auch nicht wirklich beabsichtigt. Heintz und Niederlechner standen sich in Pflichtspielen mit ihren Teams mittlerweile zehn Mal gegenüber. Vier dieser Begegnungen gingen an die Mannschaft von Heintz, vier endeten Remis. Und die beiden Akteure umgibt auch eine gemeinsame Zeit. In der Saison 18/19 waren beide Akteure für den SC Freiburg in der Bundesliga unterwegs.
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Gibt es die Chance für Downs? So könnte der FC gegen Hertha BSC starten
Simon Bartsch
Am Mittwochabend empfängt der FC die alte Dame zum Achtelfinale des DFB-Pokals im eigenen Stadion. Für Köln geht es um den größten Erfolg im Pokal seit 2010. Eine große Rotation hat Gerhard Struber ausgeschlossen, vielleicht gibt es aber zumindest kleinere Veränderungen beim 1. FC Köln: So könnte der FC gegen Hertha BSC starten.
Fünf Pflichtspiele in Folge ist der FC nun unbesiegt. Am Mittwoch wäre ein weiterer Erfolg wichtig, denn dann stünde Köln erstmals seit 2010 wieder im Viertelfinale des Pokals. Es geht zwar gegen einen Zweitligsiten, dennoch wird es eine schwere Aufgabe für den 1. FC Köln: So könnte der FC gegen Hertha BSC starten.
Gerhard Struber beim Spiel des 1. FC Köln in Berlin (Foto: Maja Hitij/Getty Images)
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Gerhard Struber ließ am Montagmittag wenig Zweifel aufkommen: Am ganz großen Rad werde der Trainer in Sachen Aufstellung für die Begegnung gegen Hertha BSC nicht drehen. „Grundsätzlich kann ich Rotationen schon etwas abgewinnen. Aber aus der heutigen Sicht heraus hat Rotation auch immer damit zu tun, ob es sich jemand mehr oder weniger verdient. Ich will eine Mannschaft auf das Feld bringen, die reif und bereit ist, das Spiel in eine gute Richtung zu bringen“, sagte Struber und gab die Zielsetzung ganz klar vor: „Das klare Ziel ist weiterzukommen.“ Und da der Trainer den Kreis des erweiterten Stammpersonals dann doch nicht so erweitert sieht, sind großartige Veränderungen für den Pokalfight gegen Hertha BSC eher nicht vorgesehen. Unabhängig davon, wie viele Spieler aktuell nah an der Mannschaft sind.
Überraschung im Angriff?
Explizit wurde der Trainer auf Jonas Urbig und Max Finkgräfe angesprochen. Die Antwort war eindeutig. „Der Marvin hat es in den letzten Wochen sehr gut und stabil gemacht und es bietet sich jetzt nicht an, etwas zu verändern. Ich denke, dass es im Moment gut so ist, wie es ist“, sagte Struber. „In dem Kader stechen viele Jungs, die viel mitbringen. Ein Max Finkgräfe genauso, aber es gibt aber auf der Position einen Burschen, der es über viele und weite Strecken in dieser Saison sehr sehr gut gemacht hat und deswegen gibt es auch nicht so wettbewerbsübergreifend immer diese großen Rotationen.“ Struber betonte auch, dass ihn die vergangene Saison nicht „sonderlich berühre“. Soll heißen: Finkgräfe muss sich neu beweisen, seine guten Leistungen aus der vergangenen Spielzeit zählen für Struber erst einmal nicht.
Und so dürfte die Hintermannschaft bereits feststehen. Vor Marvin Schwäbe wird die Dreierkette mit Timo Hübers, Dominique Heintz und Julian Pauli beginnen. Leart Pacarada auf der linken Seite. Zwar sucht Dejan Ljubicic nach seiner Form, doch Struber ist ein großer Fan seines Landsmannes. Insofern wird der Mittelfeldspieler sicherlich auf rechts beginnen. Vielleicht rotiert aber auch Jan Thielmann wieder auf die rechte Seite. Die Doppelsechs mit Eric Martel und Denis Huseinbasic dürften genauso feststehen wie in der Offensive die beiden Topscorer Tim Lemperle und Linton Maina. Ein Fragezeichen steht vielleicht nur hinter Luca Waldschmidt. Der ehemalige Nationalspieler blieb zuletzt blass, konnte nicht überzeugen. Doch Struber stärkte Waldschmidt den Rücken. Mit einem weiteren Tor gegen Hannover hat sich aber auch Damion Downs mal wieder aufgedrängt.
Das Spiel gibt es auch im Liveticker auf come-on-fc.com. Der Ticker startet mit der Vorberichterstattung bereits um 16:45 Uhr.
1. FC Köln: So könnte der FC gegen Hertha BSC starten
Der FC glaubt an die „riesen Chance“, aber ist die wirklich so groß?
Simon Bartsch
Der FC könnte zum ersten Mal seit 14 Jahren wieder im Viertelfinale des Cups überwintern. Der Gegner scheint auf dem Papier schlagbar. Auf dem Papier, die Wahrheit liegt bekanntlich auf dem Platz. Und dort haben beide Teams im Pokal nicht immer die besten Erfahrungen gemacht. Warum der 1. FC Köln gegen Hertha BSC gute Chancen hat.
Am Mittwochabend ist wieder Pokaltime für die Geißböcke. Nach dem Erfolg über Kiel kann der FC den Einzug ins Viertelfinale perfekt machen. Das wäre nicht nur lukrativ, sondern auch der größte Pokalerfolg seit 14 Jahren. Warum der 1. FC Köln gegen Hertha BSC gute Chancen hat.
Eric Martel im Zweikampf mit Ibrahim Maza (Foto: Maja Hitji/GettyImages)
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Als Gerhard Struber zu Beginn der Saison über die Ziele in dieser Spielzeit sprach, da blieb der Trainer in Sachen Liga zurückhaltend. Der Aufstieg soll schnellstmöglich gelingen, war die Sprechweise bei den Geißböcken. Wenn man so will eine Nicht-Aussage, die zwar bisweilen von den FC-Bossen zumindest offiziell nicht überholt worden ist, vermutlich aber nur, um die Brötchen möglichst klein backen zu wollen. Die Krise im Oktober, die Aussagen des Trainers, die Erwartungshaltung der Fans, die offensichtliche Bereitschaft im Winter die nötigen Transfers zu tätigen – der FC will sicherlich aufsteigen. Ganz und gar nicht klein waren die Gedanken des Trainers aber im „Cup“, wie Struber den DFB-Pokal im feinsten Ösenglisch (?) nennt. Denn der böte ja die Chance, auch irgendwann mal international zu spielen, sagte der Coach im Sommer.
Köln glaubt an die Chance
Der Trainer wurde angesichts der doch eher düsteren vergangenen Monate mit einem gewissen Lächeln betrachtet. Köln war gerade erst abgestiegen, stand vor einer Saison mit vielen Fragezeichen und der neue Coach sprach über die mittelfristige Möglichkeit auf das europäische Parkett zurückzukehren. Vier Monate später sieht die Situation tatsächlich anders aus. Der FC steht zwar erst in der dritten Runde des „Cups“, ist damit aber auch „nur“ drei Siege vom Finale im Olympiastadion entfernt. Dass die Kölner Verantwortlichen dementsprechend eine große Möglichkeit sehen, ist absolut verständlich. „Es ist eine riesige Chance. Wir haben die Chance, in einem Heimspiel eine Runde weiterzukommen und diese Chance wollen wir nutzen“, sagte Thomas Kessler am Montag.
Tatsächlich kamen die Kölner in den vergangenen Jahren nicht oft in den Genuss eines Heimspiels. Alleine in den vergangenen 25 Jahren spielten die Geißböcke bis zu dieser Saison nur ein Dutzend Mal im eigenen Stadion. Vier Mal so viel musste der FC auswärts ran. Das läge aber auch daran, dass man eben auch sehr oft in den ersten Runden verloren habe, sagte Kessler. Tatsächlich war der Pokal für Köln in den vergangenen 20 Jahren nur ein einziges Mal nicht in einer der ersten drei Runden schon wieder vorbei. Nur einmal überwinterte der FC in diesem Zeitraum im Wettbewerb. Das in der Saison 2009/10. Der FC erreichte mit einem 3:0-Erfolg über Trier das Viertelfinale gegen Augsburg, scheiterte da aber am damaligen Zweitligisten FC Augsburg mit 0:2 und drei Platzverweisen im Gepäck. Seit dem letzten Pokalsieg 83 erreichten die Kölner noch einmal ein Finale, scheiterten zwei Mal im Halbfinale und drei Mal im Viertelfinale.
In 40 Jahren nur sechs Mal in der Runde der letzten Acht
In 40 Jahren stand der FC also nur sechs Mal im Viertelfinale. Nun wollen die Kölner den Heimvorteil nutzen, um wieder die Runde der letzten Acht zu erreichen. „Wir haben jetzt auch ein wenig das Glück mit der Losfee, dass wir das zweite Heimspiel in Folge haben“, sagte Kessler und das gegen einen Zweitligisten, also einem vermeintlichen Gegner auf Augenhöhe. Doch die Kölner sollten gewarnt sein. Denn zwei Heimspiele im Pokal in Folge gab es für den FC in den vergangenen 25 Jahren nur einmal. Ein Jahr nach dem Viertelfinal-Aus gegen Augsburg, erreichten die Kölner erneut das Achtelfinale und gingen das auch gegen den Zweitligisten aus Duisburg hochmotiviert an, dann aber dennoch als Verlierer vom Platz. Vor drei Jahren standen die Kölner ebenfalls in der dritten Runde des Pokals und trafen im eigenen Stadion auf den Hamburger SV. Köln verlor unglücklich im Elfmeterschießen, weil sich Florian Kainz selbst anschoss.
Das Achtelfinale scheint für die Kölner eine magische Grenze zu sein. Denn in den vergangenen 20 Jahren war in der dritten Runde gleich zehn Mal Schluss. Immerhin ist der Gegner für den FC keine unlösbare Aufgabe. Fünf der vergangenen acht Duelle gegen die Hertha konnten die Geißböcke für sich entscheiden, nur eine Partie ging verloren. Insgesamt ist es das 78. Pflichtspiel der beiden Teams. Immerhin 35 gingen an Köln, 28 an die alte Dame. Die Hertha ist auch im Pokal für den FC kein Unbekannter. Sechs Mal standen sich die Teams im Cup gegenüber. Drei Mal gewann der FC, Berlin nur zwei Mal. Tatsächlich musste das Finale 1977 wiederholt werden, da die Begegnung nach der Verlängerung 1:1 endete. Ab der Folgesaison gab es dann Elfmeterschießen.
Hertha BSC hofft auf das Finale im eigenen Stadion
Die Pokalhistorie des Gegners ist allerdings nicht besser als die des FC. Im Gegenteil: Hertha BSC wartet noch immer auf ein Endspiel im eigenen Stadion. Zwar erreichte die alte Dame schon zwei Mal ein Endspiel, die Begegnungen wurden aber allesamt in Hannover ausgetragen. Auch für Berlin war in den vergangenen Jahren meist in einer der ersten drei Runden Schluss. Im Vorjahr schieden die Hauptstädter erst im Viertelfinale gegen den 1. FC Kaiserslautern aus. In der Saison 15/16 war sogar das Halbfinale drin. Dort setzte es aber im eigenen Stadion eine 0:3-Pleite gegen Borussia Dortmund.
Der Blick auf die Formkurve zeigt jedenfalls Richtung Köln. Der FC ist bekanntlich seit fünf Pflichtspielen ungeschlagen, gewann vier der Begegnungen zu Null, unter anderem gegen Berlin. Auch am Samstag wäre der Sieg durchaus möglich gewesen. Die Hertha hat von den vergangenen vier Spielen dagegen nur eins gewonnen. Das aber am vergangenen Wochenende verdient gegen eins der aktuellen Topteams, den 1. FC Magdeburg. Die Hertha ist zudem eins der auswärtsstärksten Teams, verlor von den sieben Begegnungen in der Fremde nur eine. Unterm Strich stehen die Chancen tatsächlich nicht schlecht. Doch schon in der nächsten Runde warten mit dem VfB Stuttgart und Bayer Leverkusen einige Großkaliber. Aber auch Überraschungsteams wie Arminia Bielefeld.
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Offiziell: Christian Keller hat bereits beim 1. FC Köln verlängert
Redaktion
Er hatte es am vergangenen Samstag selbst ins Spiel gebracht, nun ist es offiziell: Christian Keller verlängert beim 1. FC Köln
Schon seit dem Spiel gegen Hannover 96 hatte es sich angedeutet, nun hat es der FC offiziell bestätigt: Christian Keller verlängert beim 1. FC Köln.
Christian Keller bleibt länger beim 1. FC Köln
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Am Samstag hatte sich Christian Keller noch nebulös geäußert, von einem Handschlagvertrag gesprochen, nun folgte die Bestätigung vom Verein. Der 1. FC Köln und der Geschäftsführer Sport haben den Vertrag vorzeitig um ein Jahr verlängert, heißt es in der Meldung des Clubs. Der Kontrakt läuft nun bis zum Februar 2026. Bereits nach dem Spiel gegen die Niedersachsen hatte Keller erklärt, dass er wohl länger bleiben würde, als spekuliert. Tatsächlich hatte es im Vorfeld Meldungen gegeben, der Kontrakt des Sportdirektors würde im Februar 25 auslaufen. Eine Verlängerung schien schon seit einigen Wochen offenbar ausgemacht, doch es brauchte die Zustimmung des Gemeinsamen Ausschusses. In den vergangenen Wochen wurde auch darüber spekuliert, dass Keller nicht die komplette Rückendeckung erfährt.
Wolf: „Uns allen ist bewusst, dass der Abstieg aus der Bundesliga die sportliche Bilanz enorm trübt“
„Wir haben uns als Vorstand satzungsgemäß die Zustimmung des Gemeinsamen Ausschusses eingeholt und am gestrigen Montagabend gemeinsam mit Christian Keller den neuen Vertrag unterzeichnet“, sagt FC-Präsident Werner Wolf. „Wir sind fest davon überzeugt, dass Christian Keller nach äußerst herausfordernden zweieinhalb Jahren den Weg zurück in sportlich erfolgreichere Zeiten gestalten kann.“ Keller war in den vergangenen Monaten bei vielen Fans zum Teil heftig in die Kritik geraten. Nicht wenige Anhänger machen den Sportdirektor in Teilen für die Transfersperre und durch einen radikalen Sparkurs auch für den Abstieg mitverantwortlich. „Uns allen ist bewusst, dass der Abstieg aus der Bundesliga die sportliche Bilanz enorm trübt. Auf einem nicht einfachen Weg unter erschwerten Rahmenbedingungen überzeugt Christian Keller aber mit seiner ganzheitlichen und strukturierten Arbeit an der Zukunft des Vereins“, so Wolf weiter.
Keller: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit“
„Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit. Nach finanzwirtschaftlich sehr herausfordernden Zeiten kann die FC-Zukunft nun wieder proaktiver gestaltet werden. Dafür ist viel zu tun. Packen wir es gemeinsam an“, sagt Christian Keller. Ob der Sportdirektor schon in nahen Zukunft durch die anstehenden Transfers einen Befreiungsschlag landet, es anpackt und sich die Kritik abmildert, wird sich bald zeigen. In den vergangenen Tagen wurden bereits Namen für die Neuverpflichtungen des 1. FC Köln gehandelt. Konkrete Gespräche mit den Spielern soll es bereits gegeben haben, offenbar stehen auch einige Einigungen vor dem Abschluss. Keller ist seit April 2022 Sportdirektor der Kölner. Seitdem fahren die Kölner tatsächlich einen Sparkurs, um den Verein zu sanieren.
Dennoch wurde im ersten Sommer in neue Spieler investiert, die aber zum Großteil nicht zündeten. Unter anderem wurde mit Sargis Adamyan ein Angreifer als Königstransfer vorgestellt, der diesem Ruf aber nie gerecht wurde. Auch weitere Transfers funktionierten nicht. Allerdings holte Keller auch Spieler wie Denis Huseinbasic oder Eric Martel, die ihren Marktwert beim FC um ein Vielfaches gesteigert haben. Kritiker werfen dem Sportdirektor vor, nicht adäquat auf die drohende Transfersperre reagiert zu haben. Demnach hätte der Sportdirektor diese noch verhindern können, so der Vorwurf. Im vergangenen Sommer überzeugten die FC-Bosse zahlreiche Spieler vom Verbleib beim FC. Und das, obwohl offenbar Ausstiegsklauseln vorgelegen haben.
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Zurück im Kader der Profis oder Derby gegen Mönchengladbach?
Simon Bartsch
Am vergangenen Wochenende gab Luca Kilian sein Comeback bei der U21 des FC. Im Grunde spricht auch nichts mehr gegen die Rückkehr in die erste Mannschaft. Vielleicht schon am Mittwochabend: Kehrt Luca Kilian im Pokal zurück in den Kader der Profis?
Nach knapp neun Monaten könnte am Mittwochabend eine lange Leidenszeit enden. Denn der Innverteidiger drängt auf seine Rückkehr. Kehrt Luca Kilian im Pokal zurück in den Kader der Profis?
Kehr Luca Kilian am Mittwoch zurück in den Kader?
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Es hat nicht viel gefehlt und Luca Kilian hätte sein Comeback im Wettbewerb zu einem besonders glücklichen gemacht. Der Innenverteidiger köpfte im Duell der Kölner U21 gegen Rot-Weiß Oberhausen den Ball nach einer knappen halben Stunde unterhalb die Latte, die Kugel landete auf der Linie, überquerte diese nicht. Auch, wenn Kilian beim Spielstand von 0:1 den Platz nach einer guten Stunde verließ und die Kölner die Begegnung anschließend drehten, hatte der Innenverteidiger eine doch sehr gute Vorstellung in der Regionalliga West abgeliefert. So wie auch schon beim Testspiel gegen Alemannia Aachen vor einer Woche. Damals kehrte der Abwehrspieler erstmals nach gut acht Monaten wieder im FC-Trikot auf das Spielfeld zurück. FC-Trainer Gerhard Struber zeigte sich zufrieden, lobte den Abwehrspieler. “Ich habe seine Leitung sehr ordentlich gesehen nach dieser langen Zeit“, sagte der Coach.
Es fehlen offenbar die Alternativen
Und nun stellt sich die Frage, ob der Innenverteidiger schon bereit ist für die Profis oder noch weitere Spielpraxis bei der U21 folgen soll. Struber kann bei den Profis jedenfalls nahezu komplett aus dem Vollen schöpfen. Einzig Jacob Christensen fehlt dem Cheftrainer nach seinem Kreuzbandriss weiterhin. Und so bekommt Struber einmal mehr das doch noch einigermaßen unbekannte Luxusproblem die Qual der Wahl bei der Zusammenstellung des Spielkaders zu haben. Zuletzt verzichtete der Trainer auf die Kölner Offensivriege Sargis Adamyan, Florian Dietz und Steffen Tigges. Die Aussichten auf weitere Kader-Nominierungen sind bei den Stürmern mau. Mit Spielern wie Florian Kainz, Mark Uth und Damion Downs ist der FC in der Offensive auf der Bank aber auch gut aufgestellt.
In der Defensive fehlen aber offensichtlich einige Alternativen. So schaffte es gegen Hannover Rasmus Carstensen wieder in den Kader, allerdings nicht auf den Platz. Das Vertrauen in den Dänen ist offensichtlich nicht gerade das größte. Seit Mitte Oktober hat Carstensen nicht mehr in einem Pflichtspiel auf dem Platz gestanden. Ähnlich ergeht es Elias Bakatukanda. Obwohl der 20-Jährige der einzige etatmäßige Backup bei den Innenverteidigern ist, kam der gebürtige Kölner erst zu einem Einsatz. Und das gegen Schalke Anfang September. Zuletzt half Eric Martel in der letzten Kette aus, wenn ein Mitspieler ausfiel. Kilian kehrt mit der Erfahrung von mehr als 90 Profieinsätzen, davon 67 für den FC wieder auf das Feld zurück.
U21 trifft im Nachholspiel auf die Fohlen
Es ist also sehr wahrscheinlich, dass Kilian noch in diesem Jahr zunehmend in die Rolle des Backups in der Innenverteidigung der Geißböcke hereinwächst. Ob der Abwehrspieler bereits am Mittwoch wieder in den Profikader zurückkehrt, ist allerdings offen. Denn der Kreuzbandriss liegt noch keine neun Monate zurück. Und obwohl die ersten Einsätze positiv waren und die Genesung offenbar auch besonders gut verlaufen ist, wird der Kölner Coach bei seinem Abwehrspieler wohl nichts überstürzen wollen. Es ist also ebenfalls nicht ausgeschlossen, dass Kilian weiterhin bei der U21 ins Spielen kommen soll. Und da die zweite Mannschaft am Mittwochmittag ebenfalls ein Pflichtspiel bestreitet, wird es für den Innenverteidiger nur eine Option geben. Entweder Pokal gegen Hertha oder Rheinderby mit der U21 gegen den Nachwuchs von Borussia Mönchengladbach – beide Begegnungen haben sicher etwas.
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Der FC kann am Mittwochabend das erste Viertelfinale seit 14 Jahren perfekt machen. Der Gegner ist ein alter Bekannter. Vor vier Wochen trafen Köln und Hertha BSC bereits aufeinander. Doch die Begegnung wird kein Selbstläufer für den 1. FC Köln: So will der FC gegen Hertha gewinnen.
Für den FC geht es am Mittwoch gegen Hertha BSC um den Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals. Keine leichte Aufgabe für die Geißböcke. Doch es wäre der größte Erfolg im Cup seit 14 Jahren für den 1. FC Köln: So will der FC gegen Hertha gewinnen.
Eric Martel und Leart Pacarada im Spiel gegen Hertha BSC (Foto: Maja Hitji/GettyImages)
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Der 1. FC Köln nähert sich in diesen Tagen dem Ende der Transfersperre mit großem Schritten, genauso wie dem rabenschwarzen Tag der vergangenen Spielzeit, der sich kurz vor Weihnachten jährt. Damals mussten die Kölner das Aus ihres Trainers bekannt gegeben, um nur wenige Minuten später die Bestätigung des Registrierungsverbots zu vermelden. Die Folgen sind bekannt. Zwar geht es nun in Liga zwei – zumindest aktuell – wieder aufwärts und auch die Sanktion ist so gut wie ausgesessen, die ganz großen positiven Nachrichten hat es aber rund um das Geißbockheim lange nicht mehr gegeben. Eine positive Schlagzeile wollen die Kölner am Mittwoch schreiben. Denn dann steht das Achtelfinale des DFB-Pokals im eigenen Stadion gegen Hertha BSC (18 Uhr, ZDF und Liveticker come-on-fc.com) an. Die Kölner haben also die Chance, in die Runde der letzten Acht einzuziehen.
Kessler: „Diese Chance wollen wir nutzen“
„Der Glaube ist groß. Und das muss er auch sein“, sagte Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung, am Montag. „Wir haben jetzt auch ein wenig das Glück mit der Losfee, dass wir das zweite Heimspiel in Folge haben. Ich habe ja auch erlebt, dass wir den Pokal eigentlich nicht zu Hause gespielt haben. Es ist eine riesige Chance. Wir haben die Chance, in einem Heimspiel eine Runde weiterzukommen und diese Chance wollen wir nutzen.“ Tatsächlich täuscht der Eindruck nicht, dass die Kölner eher selten in den Genuss von Pokalfights im eigenen Stadion kommen. In den vergangenen 25 Jahren gab es bis zu dieser Saison zwölf Pokalspiele beim FC, dagegen mehr als 50 Auswärtsfahrten. Dabei haben die Kölner sieben dieser Heimspiele gewonnen, fünf Mal war im eigenen Stadion Schluss. Dass der FC im Cup gleich zwei Heimspiele in Folge hat, gab es in den vergangenen 25 Jahren nur ein einziges Mal. 2010/11 unterlag der FC im Achtelfinale dem MSV Duisburg.
Und ein Jahr zuvor hat der FC zum letzten Mal die Runde der letzten Acht erreicht. Das Viertelfinale gegen den FC Augsburg ist den FC-Fans nicht in bester Erinnerung. Schließlich gingen die Kölner als Favorit in das Spiel, die Aussicht auf das Halbfinale war groß. Doch es gab eine 0:2-Pleite gegen die Fuggerstädter und zu allem Überfluss noch insgesamt drei Platzverweise gegen Adil Chihi, Lukas Podolski und Petit. Wenn es am Mittwochabend eine Favoritenrolle gibt, dann ist es eine kleine und die dürfte beim FC liegen. Immerhin gab es das Duell vor vier Wochen in der Liga, der FC gewann in Berlin 1:0 und das durchaus verdient. Nun folgt die zweite Begegnung in dieser Saison und die auch noch in Köln. „Es ist schon ein anderer Wettbewerb und doch auch wieder der gleiche Gegner. Inhaltlich wissen wir, was auf uns zukommt“, sagte FC-Trainer Gerhard Struber.
Struber: „Wir wissen, dass sie sich sehr stark über den Ballbesitzfußball definieren“
Allerdings haben sich die Vorzeichen dann doch ein wenig verschoben. Hertha BSC empfing die Geißböcke mit breiter Brust, hatte vier Spiele in Serie gewonnen, der FC im Pokal Holstein Kiel überrascht und zuvor nur eins von sechs Spielen für sich entschieden. Dem Vernehmen nach war auch die Begegnung im Olympiastadion eine Art Endspiel für den Trainer, der dort aber die richtige Taktik und Aufstellung für seine Mannschaft fand. Nun treten die Kölner deutlich gefestigter auf, stehen in der Defensive stabil – zumindest gegen Gegner, die dem FC das Spielgerät überlassen. Das wird am Mittwoch nicht zwingend der Fall sein. „Wir wissen, dass sie sich sehr stark über den Ballbesitzfußball definieren. Es wird wichtig sein, selber über unser Spiel mit dem Ball Kontrolle und Dominanz auszustrahlen“, sagte der Coach. „Gleichzeitig müssen wir aber auch in unser Herangehensweise stabil bleiben.“
Struber: „Wir haben einen schweren Gegner, wo wir auf keine Experimente bauen“
Am vergangenen Wochenende machte der FC nicht immer den Eindruck, als habe er die richtige Balance gefunden. Gerade im ersten Abschnitt unterliefen der Kölner Defensive doch einige Fehler. Und auch bei der alten Dame gibt es einige Akteure, die die Kölner Hintermannschaft vor Probleme stellen können. „Wir wissen um die Einzelspieler, die aufgrund ihrer Qualität Spiele in eine gewisse Richtung bewegen können“, sagt Struber. Spieler wie Florian Niederlechner, der bereits fünf Tore erzielt hat oder die Talente Imbrahim Maza und Derry Scherhant. „Als Mannschaft müssen wir schon einmal mehr wieder ans Limit kommen, um den weiteren Schritt zu machen“, so Struber weiter. Dabei strebt der Trainer personell keine großen Veränderungen an. „Wir haben einen schweren Gegner, wo wir auf keine Experimente bauen, sondern wo wir uns gut vorbereiten. Wir wollen die Jungs auf das Feld schicken, bei denen wir das Vertrauen haben, das Spiel zu gewinnen“, so Struber.
Personell kann der Coach aus dem Vollen schöpfen. Einzig Jacob Christensen fehlt nach seinem Kreuzbandriss weiterhin. Großer Kaderveränderungen wird es wohl nicht geben. Möglich, dass Luca Kilian wieder in die Mannschaft rückt, vielleicht auch Elias Bakatukanda. Die Vorgabe für das Spiel ist für den Trainer eindeutig: „Das klare Ziel ist weiterzukommen.“
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Gazibegovic, Prtajin vor Verpflichtung – Gelingt Christian Keller der Transfer-Befreiungsschlag?
Simon Bartsch
Nach zweieinhalb Jahren im Amt ist die Kritik an Christian Keller bei zahlreichen Fans groß. Gerade einige Transferentscheidungen werden dem Sportdirektor vorgeworfen. Nun steht nach dem Registrierungsverbot die nächste Wechselperiode an. Auch beim 1. FC Köln: Kann Christian Keller mit seinen Transfers punkten?
Bereits ein paar Wochen vor dem Beginn der Winter-Transferperiode wird schon über konkretere Namen für anstehende Verpflichtungen beim FC gehandelt. Darunter sind durchaus interessante Kandidaten für den 1. FC Köln: Kann Christian Keller mit seinen Transfers punkten?
Kann Christian Keller mit seinen Winter-Transfers beim 1. FC Köln punkten?
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Am vergangenen Samstag sorgte Christian Keller für ein wenig Verwunderung. Der Sportdirektor, der Fragen zu Personalien in aller Regel weglächelt, machte dann doch ein paar Andeutungen zu einem Vertragskonstrukt. Nämlich zu seinem. Zunächst reagierte Keller auf die Frage selbst mit „Verwunderung“. Anscheinend würden die Nachrichten, die der FC verbreitet nicht mehr ausreichen, betonte Keller und gab dann doch ein wenig Auskunft. Immerhin so viel, dass die Spekulationen, die der 46-Jährige gar nicht gerne hat, geradezu anheizte. Dass über Kellers Vertrag bei einem großen Teil der Fans so fleißig diskutiert wird, ist sicherlich nicht an die ganz große Zustimmung seiner Arbeit geknüpft. Vielmehr wird Keller weiterhin für einige Transfer-Entscheidungen, Versäumnisse und offenbar als misslungen empfundene Erklärungsversuche heftig kritisiert.
Wie bewertet ihr die FC-Profis?
Zahlreiche Spieler im Visier
So sehr, dass in den vergangenen Wochen und Monaten davon die Rede war, dass die anstehende Transferphase für den Sportdirektor eine durchaus entscheidende sein könne. Ob dem so ist, ist zurzeit fraglich. Denn der Geschäftsführer Sport sitzt fest im Sattel, die Vertragsverlängerung wurde am Dienstag kommuniziert. Keller hatte bereits eine Handschlags-Übereinkunft angedeutet. Dennoch stehen die Transferbewegungen des Sportdirektors unter Beobachtung – mindestens bei den Fans. Die ersten Namen werden bereits gehandelt. Von Abwehrspieler bis Stürmer sowie von Perspektivspieler bis Soforthilfe ist schon ziemlich viel dabei. Und gerade die Soforthilfe würde sicherlich auch Keller bei seinem Standing rund um das Geißbockheim ein wenig rehabilitieren.
Und tatsächlich scheint gerade ordentlich Bewegung in das winterliche Transfer-Karussell der Kölner zu kommen. So scheint es tatsächlich ein gesteigertes Interesse an Perspektivspieler Julian Hettwer von Borussia Dortmund II zu geben, angeblich auch an Mannschaftskollege Franz Ronnow. Bei Hettwer gibt es Nebenbuhler aus der Bundesliga. Heidenheim soll ebenfalls Interesse an dem Mittelfeldspieler haben. Durchaus konkreter wird es da schon bei zwei Routiniers. Mit Ivan Prtajin hat es schon konkrete Gespräche gegeben. Der Stürmer von Union Berlin, kam bei den Eisernen in dieser Spielzeit noch nicht zum Einsatz, stand in dieser Spielzeit sogar erst einmal im Kader und das in der ersten Runde des DFB-Pokals. Dementsprechend kritisch wird das Transfergerücht auch in den Sozialen Medien kommentiert.
Bei Graz unumstritten, hoher Marktwert
Dabei hat es der Angreifer bei Union auch alles andere als leicht. Gerade im Angriff sind die Eisernen mit Spielern wie Benedict Hollerbach, Yorbe Vertessen, Kevin Volland und Jordan sehr gut besetzt. Dass der Stürmer weiß, wo das Tor steht, hat Prtajin auch schon eindrucksvoll bewiesen. Die Quote von 33 Toren und 12 Vorlagen, also 45 Torbeteiligungen in 65 Pflichtspielen für Wehen Wiesbaden ist zumindest sehr beeindruckend. Auch beim Schweizer Zweitligisten Schaffhausen war der Stürmer an mehr als jedem zweiten Treffer beteiligt. Ob Prtajin dem FC weiterhelfen könnte, würde sich ohnehin erst in der Saison zeigen müssen. Zumindest wären die Kölner im Angriff noch einmal variabler, hätten einen Zielstürmer. Aufgrund der schwachen Leistungen von Steffen Tigges und Florian Dietz fehlt dem FC tatsächlich ein richtiger Stoßstürmer.
Richtig verheißungsvoll wird es dann schon eher auf der rechten Abwehrseite. Denn mit Jusuf Gazibegovic haben die Kölner offensichtlich einen ganz starken Spieler an der Angel. Der 24-Jährige kommt jetzt schon auf 176 Pflichtspiele im Profibereich, ist beim Doublesieger Sturm Graz unumstrittener Stammspieler. Der Abwehrspieler gilt im Team als humorvoll und perfektionistisch. Auf dem Platz ist der 24-Jährige mitunter schon mal rustikal. In dieser Saison sammelte der Nationalspieler von Bosnien-Herzegowina bereits sechs Gelbe Karten und die bei 13 Einsätzen. Seit Juni 2021 ist Gazibegovic A-Nationalspieler, kam mittlerweile 21 Mal zum Einsatz – unter anderem bei der 1:2-Niederlage gegen die DFB-Elf im Oktober. Im Rückspiel war der Grazer verletzt.
Alte Bekannte
Den Marktwert schätzt das Online-Portal transfermarkt.de auf fünf Millionen Euro ein, der Rechtsverteidiger wäre aber dem Vernehmen nach aufgrund einer Ausstiegsklausel für weniger als die Hälfte zu haben. Der FC würde also die Baustelle auf der rechten Abwehrseite mit einem routinierten Rechtsverteidiger schließen können. Aber Champions-League-Teilnehmer Graz wirklich verlassen? Bereits im vergangenen Sommer wollte der 24-Jährige einen Wechsel nicht ausschließen, wenn „was richtig Gutes“ dabei wäre. Ob der FC so richtig gut ist, sei mal dahingestellt. Aber Gazibegovic würde auf einen Trainer treffen, dem er bereits vertraut. In der Jugend und im Farmteam von Salzburg spielte der Abwehrspieler unter Gerhard Struber. Zudem deutet gerade viel darauf hin, dass die Champions League nach den regulären Spieltagen für Graz vorerst Geschichte ist.
Für Keller wäre die Verpflichtung ein erster Transfercoup. Und dabei muss es ja nicht unbedingt bleiben. Nur wäre dann eine Verpflichtung von Perspektivspieler Pascal Fallmann von Erzgebirge Aue erst einmal unwahrscheinlich. Es sei denn Keller trifft auch einige gute Personalentscheidungen bei den Abgängen. So oder so wird der Sportdirektor wohl schon bald Personalien bekanntgeben.
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