Die Konkurrenz wächst – Wie lange bleibt Linton Maina noch beim 1. FC Köln?

Linton Maina im Spiel gegen den VfB Stuttgart
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Die Konkurrenz wächst – Wie lange bleibt Linton Maina noch beim 1. FC Köln?

In der Aufstiegssaison war er einer der absoluten Leistungsträger, in der abgelaufenen Saison saß er meist auf der Bank. Die Konkurrenz wächst, die Torgefahr blieb zuletzt aus und die Frage nach seiner Zukunft wird lauter beim 1. FC Köln: Linton Maina – Joker oder Abgang 2026?

Zwei Tore, ein Assist, neun Startelfeinsätze – Linton Mainas Saison 2025/26 lief nicht rund. Mit Reigan Heskey kommt nun auch noch weitere Konkurrenz.

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Linton Maina und René Wagner saßen wenige Minuten nach dem Abpfiff noch auf einer Bank im Südstadion und sprachen miteinander. Vermutlich werden die beiden die Begegnung gegen den Bezirksligisten besprochen haben. Auch, wenn die Vorbereitung noch jung war und der Gegner besonders tief stand, der 5:1-Erfolg fiel deutlich niedriger aus als erwartet. Maina kam nach dem Wechsel, spielte vornehmlich auf der rechten Seite. Doch so wirklich konnte sich der gebürtige Berliner nicht in Szene setzen, hatte nur wenig Impact auf das Spiel. Schon in der vergangenen Spielzeit war die rechte Außenbahn beim FC alles andere als die Schokoladenseite. Im Gegenteil, seit Wochen wird darüber spekuliert, dass gerade im Offensivbereich nachgebessert werde. Jan Thielmann und Linton Maina entfachten in der vergangenen Saison recht wenig Torgefahr über die Außen. Die Fallhöhe ist durch Said El Mala mit 13 Toren und fünf Vorlagen auf der anderen Seite auch eine große.

Reigan Heskey erhöht den Druck

Maina ist zwar nominell auch auf der linken Außenbahn zu Hause. Doch aufgrund der geballten Offensivpower mit El Mala und Jakub Kaminski war für den schnellen Flügelspieler dort eben nur selten Platz. Zwar erklärte Ex-Trainer Lukas Kwasniok immer wieder, Mainas Geschwindigkeit sei eine Waffe, doch diese blieb meist stumpf. Zwei Tore und ein Assist sammelte Maina in 26 Begegnungen. Die geballte Torgefahr sieht sicherlich anders aus. Kein Wunder, dass die Kölner dem Vernehmen nach bewusst auch auf der rechten Schiene Ausschau gehalten haben. Mit Reigan Heskey wurde ein weiterer nomineller Linksaußen unter Vertrag genommen, allerdings einer, der auch auf der rechten Außenbahn spielen kann und bei einem Verbleib von Said El Mala dort wohl auch eher seine Chancen erhalten würde. Der Sohn von Liverpool-Legende Emile Heskey ist erst 18 Jahre alt, soll an die Profis herangeführt werden, könnte aber auch sehr eine große Überraschung werden.

„Es gab einige andere Angebote, darunter auch lukrativere und bessere“

Die Konkurrenz ist für Linton Maina ganz sicher nicht kleiner geworden. Und das war sie vorab schon nicht. Nur neun Mal schaffte es der 27-Jährige 2025/26 in die Anfangsformation. Jan Thielmann beispielsweise stand 20 Mal in der Startelf. Für Maina keine leichte Situation. Immerhin hatte der Flügelspieler noch in der Spielzeit 24/25 maßgeblichen Anteil am Wiederaufstieg, war einer der Erfolgsgaranten, Stammspieler und Leistungsträger und verlängerte auch als solcher seinen Vertrag. Insofern ist die Rolle des Jokers keine einfache gewesen. Und würde sie dann auch in der kommenden Saison nicht werden. Zumal sich die Kölner noch mit weiteren Offensivspieler beschäftigen. Marcel Regula wird beispielsweise gehandelt. Der Pole ist in der Kette hinter den Spitzen zu Hause, spielt meist auf den Flügeln, kann aber auch zentral und als Spitze eingesetzt werden und könnte noch einmal Qualität einbringen. Vielleicht als Ersatz für seinen Landsmann Jakub Kaminski, der ebenfalls polyvalent in zahlreichen Offensivpositionen agierte.

Und so ist die Frage nach der Rolle im Kader sicherlich eine, die sich Maina stellen wird. Der FC würde dem 27-Jährigen bei einem entsprechenden Angebot keine Steine in den Weg legen. Angebote gab es vor der Vertragsverlängerung im Aufstiegskampf 24/25 einige. Unter anderem soll damals Union Berlin angeklopft haben. „Es gab einige andere Angebote, darunter auch lukrativere und bessere. Es war dennoch schnell klar für mich, dass ich in Köln bleibe“, sagte Maina im vergangenen Sommer im Interview mit come-on-fc.com. Aktuell stellt sich durchaus die Frage, wie lange noch.


1. FC Köln auf Suche nach Ache-Backup: Diese Kandidaten sollte Thomas Kessler auf dem Schirm haben

Thomas Kessler beim Vorbereitungsauftakt am Montag
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1. FC Köln auf Suche nach Ache-Backup: Diese Kandidaten sollte Thomas Kessler auf dem Schirm haben

Der 1. FC Köln ist vergangene Woche in die Vorbereitung auf die neue Bundesliga-Saison gestartet. Während auf dem Trainingsplatz die ersten Einheiten absolviert werden, laufen im Hintergrund die Kaderplanungen auf Hochtouren. Diese Stürmer könnten für den 1. FC Köln interessant sein.

Mit Luka Lochoshvili und Gideon Mensah hat Sportdirektor Thomas Kessler die Defensive bereits verstärkt. Im Angriff besteht dagegen trotz der Verpflichtung von Reigan Heskey weiterhin Handlungsbedarf. Vor allem hinter Ragnar Ache fehlt den Kölnern noch eine echte Alternative. Bei den vorgestellten Spielern handelt es sich nicht um aktuelle Gerüchte.

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Wie wichtig ein weiterer Mittelstürmer wäre, zeigte bereits die vergangene Saison. Nach einer schwierigen Hinrunde steigerte sich Ache deutlich und entwickelte sich in der Rückserie zu einem wichtigen Leistungsträger. Eine Verletzung im Auswärtsspiel beim FC St. Pauli setzte den 27-Jährigen jedoch außer Gefecht, sodass er die letzten Saisonspiele verpasste. Spätestens in dieser Phase wurde deutlich, dass dem FC im Sturmzentrum die nötige Tiefe fehlt. Diese Baustelle dürfte Thomas Kessler bis zum Ende der Transferperiode noch schließen wollen.

Hoher Marktwert

Lucas Stassin

Lucas Stassin wäre ein absoluter Transferknaller für den 1. FC Köln. Der 21-Jährige zählt zu den spannendsten Sturmtalenten Belgiens. Für die AS Saint-Étienne kam er in der vergangenen Saison auf 35 Pflichtspiele, elf Tore und neun Vorlagen. Der Belgier überzeugt primär mit seiner hohen Intensität im Pressing, cleveren Tiefenläufen und einem ausgeprägten Torinstinkt. Dank seiner Beweglichkeit und seines Gespürs für freie Räume würde er gut zum Spielstil des 1. FC Köln passen. Entwicklungspotenzial besitzt Stassin hauptsächlich im körperlichen Bereich.

Gegen robuste Innenverteidiger und in Luftduellen hat der Rechtsfuß noch Verbesserungspotenzial. Ein Transfer dürfte allerdings teuer werden: Sein Vertrag in Saint-Étienne läuft noch bis 2028, sein Marktwert liegt bei rund 15 Millionen Euro. Für den FC wäre Stassin daher wohl nur bei entsprechenden Transfererlösen eine realistische Option – oder eben als Leihe.

Ablösefrei zu haben

Tobias Lauritsen

Tobias Lauritsen kann als echtes Sturmkante bezeichnet werden. Der 1,96-Meter große Norweger war bis zum Sommer für Sparta Rotterdam aktiv und kam in der vergangenen Saison auf 37 Pflichtspiele, 14 Tore und sechs Vorlagen. Der 28-Jährige besitzt seine Stärken insbesondere in der körperlichen Präsenz, der Kopfballstärke und der Fähigkeit, lange Bälle festzumachen. Zudem arbeitet Lauritsen intensiv gegen den Ball und stellt sich stets in den Dienst der Mannschaft. Gerade gegen tief stehende Gegner kann der Norweger mit seiner Strafraumpräsenz und seinem guten Stellungsspiel für Gefahr sorgen. Seine größte Schwäche ist das Tempo.

Lauritsen lebt weniger von Tiefenläufen als von seiner Physis, cleveren Laufwegen und seiner Stärke in direkten Duellen. Genau dieses Profil könnte dem FC guttun. Mit dem Norweger würde Köln ablösefrei eine klassische Sturmkante hinzugewinnen, die als Wandspieler agieren, Flanken verwerten und dem Offensivspiel eine zusätzliche Komponente verleihen könnte.

Eine weitere Option

Frank Magri

Mit Frank Magri könnte der 1. FC Köln einen laufstarken und vielseitigen Mittelstürmer verpflichten. Der 26-jährige Kameruner kam in der vergangenen Saison auf 17 Pflichtspiele, erzielte fünf Tore und bereitete einen weiteren Treffer vor. Dabei gehörte der Angreifer in Toulouse allerdings nicht zum Stammpersonal und musste sich häufig mit der Jokerrolle zufriedengeben. Magris Stärken liegen in seiner Dynamik, seiner hohen Einsatzbereitschaft und seinem intensiven Pressing. Er sucht konsequent die Tiefe, arbeitet viel gegen den Ball und stellt sich stets in den Dienst der Mannschaft.

Zudem verfügt er über einen guten Torinstinkt und kann mit seiner Athletik sowohl im Umschaltspiel als auch im Strafraum Akzente setzen. Verbesserungspotenzial besitzt er hauptsächlich in der Chancenverwertung und im Kombinationsspiel. Zudem wäre Magri genau wie Lauritsen ablösefrei zu haben.

Erinnerungen an Ache-Transfer

Benjamin Källman

Benjamin Källman wäre ein Transfer, der an die Verpflichtung von Ragnar Ache im vergangenen Sommer erinnern würde. Der finnische Nationalspieler steht seit 2025 bei Hannover 96 unter Vertrag und erzielte in seiner ersten Saison für die Niedersachsen 14 Tore und zwei Vorlagen in 34 Pflichtspielen. Bereits zuvor hatte Källman bei Cracovia Krakau mit 18 Toren und neun Assists in 35 Partien seine Offensivqualitäten eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Källman zeichnet sich vorrangig durch seinen ausgeprägten Torinstinkt, clevere Laufwege und seine hohe Effizienz im Abschluss aus.

Er bewegt sich geschickt zwischen den gegnerischen Verteidigern, findet immer wieder freie Räume und arbeitet engagiert gegen den Ball. Zudem bindet er seine Mitspieler gut ins Offensivspiel ein und ist nicht nur als Vollstrecker wertvoll. Verbesserungspotenzial besitzt der Finne hauptsächlich in seiner Endgeschwindigkeit. Aufgrund seines bis 2028 laufenden Vertrags bei Hannover 96 dürfte ein Transfer allerdings mit einer entsprechenden Ablösesumme verbunden sein.

Zusätzliche Torgefahr

Koki Ogawa

Koki Ogawa gehört zu den treffsichersten Mittelstürmern der Eredivisie. Der japanische Nationalspieler steht noch bis 2027 bei NEC Nijmegen unter Vertrag und dürfte daher für eine überschaubare Ablösesumme zu haben sein. In den vergangenen drei Spielzeiten kam der 28-Jährige auf 92 Pflichtspiele, erzielte 33 Tore und bereitete sechs weitere Treffer vor. Ogawa überzeugt mit seinem ausgeprägten Torinstinkt, intelligenten Laufwegen und seiner Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Er bewegt sich geschickt zwischen den Innenverteidigern, erkennt freie Räume früh und ist sowohl mit dem Fuß als auch per Kopf gefährlich.

Zudem arbeitet der Japaner diszipliniert gegen den Ball und bringt eine hohe Laufbereitschaft mit. Seine größte Schwäche liegt im Eins-gegen-Eins und in der Explosivität auf den ersten Metern. Ogawa lebt weniger von spektakulären Dribblings als von seinem hervorragenden Stellungsspiel und seiner Effizienz im Strafraum. Genau dieses Profil könnte dem FC guttun. Mit dem Japaner würde Köln einen zuverlässigen Strafraumstürmer hinzugewinnen, der seine Chancen konsequent nutzt und dem Offensivspiel zusätzliche Torgefahr verleihen könnte.


Trainingsauftakt am Montag – Diese Spieler müssen sich direkt beweisen, einige bereits außen vor

Julian Pauli könnte im Sommer zurückkehren
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Trainingsauftakt am Montag – Diese Spieler müssen sich direkt beweisen, einige bereits außen vor

Nachdem die Leistungsdiagnostik am Wochenende abgeschlossen wurde, startet der FC am Montag in die Vorbereitung auf die neue Saison. Gleich für mehrere Akteure wird es auch für die mittelbare Zukunft gehen beim 1. FC Köln: Diese Spieler müssen direkt liefern.

Um 15 Uhr am Nachmittag beginnt für die Profis der Geißböcke auch offiziell die Vorbereitung auf die kommende Saison. In den zwei Wochen vor dem Trainingslager in Kitzbühel werden sich gleich mehrere Spieler direkt beweisen müssen.

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Said El Mala und Joel Schmied haben es sich am Samstag nicht nehmen lassen, die Leistungsdiagnostik von der FC-Kamera begleitet zu absolvieren. Ein kleiner Einblick, bevor nun wieder eine Art Alltag beginnt. Nachdem die Diagnostik nun abgeschlossen ist, heißt es auch für die beiden Profis, in die Vorbereitung auf die neue Saison zu starten und sich gleichzeitig eine gute Ausgangslage im Kampf um die Startelf-Plätze zu sichern. Während die Sachlage bei Said El Mala ziemlich klar sein dürfte, nämlich ganz klar Richtung Stammplatz tendiert (wenn er denn bleibt), wird sich der Schweizer Schmied dem harten Konkurrenzkampf in der Innenverteidigung stellen müssen. Dieser ist durch die Verpflichtung von Luka Lochoshvili sicherlich nicht einfacher geworden. Neben dem Georgier machen sich auch Jahmai Simpson-Pusey und Rav van den Berg Hoffnungen auf einen Stammplatz. Letzterer will in dieser Spielzeit den Durchbruch schaffen. Und dann ist da eben Julian Pauli, der von seiner Leihe aus Dresden zurückkehrt. Das Eigengewächs darf sich wohl große Hoffnungen auf einen Kaderplatz machen.

Die Profis müssen Gas geben

Das gilt aber eben nicht für alle Leihspieler – sogar eher für wenige. So wird wohl auch Elias Bakatukanda erst einmal eine Chance erhalten. Allerdings trainiert der Abwehrspieler nach einer Verletzung erst einmal individuell. Wie von come-on-fc.com berichtet, haben Jusuf Gazibegovic und Imad Rondic einen eher schweren Stand, sind eigentlich nicht für den Kader in der kommenden Spielzeit vorgesehen. Rondic trainiert daher auch vorerst nicht mit der Gruppe, Gazibegovic ist aktuell für Gespräche freigestellt. Auch für Mansour Ouro-Tagba wird nach einer Lösung gesucht, eine Chance auf den Profikader wird der Stürmer nicht erhalten. Ganz anders könnte es bei einigen Nachwuchshoffnungen aussehen. René Wagner erklärte am Freitag, er wolle sich das Testspiel der Kölner U21 gegen Gießen ansehen und dann entscheiden, ob sich so manches Talent in den kommenden Tagen bis Wochen auch beweisen kann. Diese Youngster sind erst einmal mit von der Partie: David Fürst, Jonathan Friemel, Kristiyan Irmiev, Nilas Yacobi und Maik Afri Akumu.

„Die Kadergröße müssen wir noch besprechen“

Malek El Mala ist noch nicht für die Profis vorgesehen. Youssoupha Niang ist dagegen sicherlich einer der Kölner Youngster, der sich große Hoffnungen auf mehr Einsatzzeit in dieser Spielzeit machen darf. Die Situation von Fynn Schenten wirkt da schon komplizierter. Der junge Stürmer war zuletzt mit einigen Clubs aus Frankreich und Belgien für eine Leihe in Verbindung gebracht worden. So richtig gehaltvoll sind die Gerüchte bislang aber nicht. Und dann gibt es da noch den ein oder anderen Wackelkandidaten, der zumindest in der Theorie den Verein noch verlassen könnte. Luca Waldschmidt und Linton Maina wurden in diesem Zusammenhang gerne genannt, ein konkreter Wechsel deutet sich aber bislang nicht an. Da die Kölner aber auf der rechten Seite in der Offensive möglicherweise nochmal nachlegen wollen, heißt es gerade für Maina – aber auch Jan Thielmann – von Beginn an Gas zu geben. Wer es am Ende schafft, wird sich in den kommenden tagen herauskristallisieren, dann steht auch die Breite des Aufgebots. „Die Kadergröße müssen wir noch besprechen. Da hat der Geschäftsführer Sport viel mitzureden“, sagte René Wagner am Freitag.

Nicht mit dabei ist erst einmal Gideon Mensah, der noch WM-Urlaub hat. Paul Okon-Engstler soll am Montag zum Medizincheck erscheinen, die Unterschrift könnte ebenfalls erfolgen. Aber auch der Australier wird erst zum Trainingslager wohl richtig einsteigen.


1. FC Köln auf Kurs international: Zumindest in Sachen Kaderplanung

Gideon Mensah spielt jetzt beim 1. FC Köln
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1. FC Köln auf Kurs international: Zumindest in Sachen Kaderplanung

Ein Ghanaer ist schon fest verpflichtet, ein Australier soll nächste Woche folgen. Damit holt sich der FC geballte WM-Power an Bord. Auch sonst richtet sich der Blick von Thomas Kessler weit über die Grenzen des Landes hinaus. René Wagner sieht darin eine Chance. Der 1. FC Köln setzt vermehrt auf einen internationalen Kader.

Die Stadt Köln steht für Lebendigkeit, Offenheit und Herzlichkeit. Es ist daher kein Wunder, dass die Domstadt Menschen aus über 180 Ländern eine Heimat bietet. Diese Multikulturalität spiegelt sich auch in den aktuellen Transferplanungen des FC.

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Von Elias Schnaubelt

Nachdem mit Linksverteidiger Gideon Mensah bereits ein ghanaischer Nationalspieler und WM-Fahrer verpflichtet wurde, soll nächste Woche auch der Transfer von Paul Okon-Engstler eingetütet werden. Der 21-jährige Australier ist im zentralen Mittelfeld zuhause und nahm mit den Socceroos ebenfalls an der Weltmeisterschaft teil. Bedenkt man zudem die feste Verpflichtung von Jahmai Simpson-Pusey (England), sowie die Gerüchte um Mikey Moore (England) und Edson Álvarez (Mexiko), so wird eines deutlich: Keiner dieser Spieler spricht muttersprachlich Deutsch. Die Verständigung muss also auf Englisch funktionieren. Für Cheftrainer René Wagner stellt das jedoch kein Hindernis dar. „Wir haben genug Jungs da, die beide Sprachen sprechen. Ich spreche beide Sprachen gut genug“, erläutert der Coach.

„Uns geht es darum, den bestmöglichen Spieler in der bestmöglichen Position zu finden“

Sind die Sprachbarrieren überwunden, so liefert das erweiterte Scouting-Radar des FC einen großen Vorteil. Indem vermehrt Spieler aus dem Ausland unter die Lupe genommen werden, umgeht man gleichzeitig den Konkurrenzkampf mit anderen Bundesligisten. „Viele Vereine in der Bundesliga wollen natürlich deutschsprachige Spieler“, sagt Wagner, der gleichzeitig eine Chance sieht: „Ich glaube, dass ein diverser Kader generell nicht wehtut, sondern dass ganz im Gegenteil, mit vielen verschiedenen Kulturen, etwas Besonderes entstehen kann.“ Ein erweiterter Blick auf dem Transfermarkt bedeutet im Umkehrschluss allerdings auch mehr Arbeit für Thomas Kessler. Dieser stand während der vergangenen Wochen immer wieder im engen Austausch mit Wagner, welcher sein Handy im Urlaub wohl nie ganz links liegen lassen konnte. Gewiss wird der Cheftrainer jedoch keine Träne darüber vergießen, wenn am Ende als Ertrag ein funktionierender Kader steht. „Uns geht es darum, den bestmöglichen Spieler in der bestmöglichen Position zu finden“, erklärt Wagner. Und diese Spieler finden sich bekanntlich nicht von allein.


Die deutsche Ära des FC

Als Ellyes Skhiri im Sommer 2023 den Effzeh verließ, um sich der Eintracht aus Frankfurt anzuschließen, hinterließ er eine klaffende Lücke im System von FC-Coach Steffen Baumgart. Der Tunesier spielte die zentrale Rolle, das Bindeglied zwischen Defensive und Offensive. Der Spieler, der auserkoren wurde, um in diese Fußstapfen zu treten, war Jacob Christensen. Doch bevor der junge Däne sich auf den fußballerischen Part dieser großen Aufgabe fokussieren konnte, sah er sich mit einem fundamentaleren Problem konfrontiert: Der Sprachbarriere zwischen ihm und seinem Trainer. Diese hatte zur Folge, dass die Geißböcke sich in Baumgarts Amtszeit auf den deutschen Markt und deutschsprachige Spieler im Ausland fokussierten. Eine enorme Eingrenzung und verschenktes Potenzial auf anderen vielversprechenden Märkten. Mit der Verpflichtung von Christensen versuchte man nun, damit zu brechen. Jedoch schienen die Kommunikationsschwierigkeiten wie ein schlechtes Omen auf der FC-Zeit des Dänen gelegen zu haben. Nach nur acht Pflichtspiele in zwei Jahren und einem Kreuzbandriss im linken Knie zog es ihn im Sommer 2025 zurück in seine Heimat. Dort spielt er seitdem bei Molde FK.

Das Aus von Steffen Baumgart im Dezember 2023 markierte gleichzeitig das Ende der deutschsprachigen Ära beim 1. FC Köln. Ob die Erweiterung des Scouting-Radars Früchte tragen wird und etwas Besonderes entstehen kann, wird die neue Spielzeit zeigen. Sicherlich bietet die neu gewonnene Internationalität der Domstädter eine Chance. Und es liegt an Cheftrainer René Wagner, diese zu nutzen.


Die Verpflichtung von Luka Lochoshvili verspricht einen spannenden Konkurrenzkampf

Rav van den Berg und Jahmai Simpson-Pusey
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Die Verpflichtung von Luka Lochoshvili verspricht einen spannenden Konkurrenzkampf

Mit der Verpflichtung von Luka Lochoshvili haben die Kölner eine zentrale Baustelle bei der diesjährigen Kaderplanung geschlossen. Gleichzeitig haben die Verantwortlichen etwas für den internen Wettbewerb getan beim 1. FC Köln: Luka Lochoshvili erhöht den Konkurrenzkampf.

Die Werte für die 2. Bundesliga sprechen eine beeindruckende Sprache. Nun muss Luka Lochoshvili im Oberhaus überzeugen. Nur für die Bank werden die Geißböcke den Spieler nicht verpflichtet haben.

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Die Kritik in den Sozialen Medien ließ nicht lange auf sich warten. Nach der Verpflichtung von Luka Lochoshvili gab es dann doch schnell die ersten Anhänger, die sich über die Verpflichtung eines Zweitliga-Spielers wunderten. Dabei sind die Daten, die der Georgier in der vergangenen Spielzeit abgeliefert hat, durchaus vielversprechend. Gerade in den defensiven Duellen gehörte der Innenverteidiger zu den besten Spielern der Liga, war für Nürnberg eine wichtige Säule bei den Standards. Natürlich ist es nicht möglich, eben jene Werte direkt für die Bundesliga zu adaptieren. Ob Lochoshvili das Zeug zu einem Bundesliga-Spieler hat, wird sich also erst in der Saison zeigen. Den Vergleich mit Kölns Nachwuchshoffnung Julian Pauli entschied der 28-Jährige zumindest klar für sich. Allerdings ist das angesichts des Entwicklungsstadiums der Spieler auch nicht sonderlich verwunderlich. So oder so wird die Verpflichtung intern für einen spannenden Wettkampf sorgen. Denn der FC ist nun in der Breite auf der Position in der Innenverteidigung dann sehr gut aufgestellt.

Bringschuld der Hoffnungsträger?

Rav van den Berg hat noch lange bei den Geißböcken Vertrag. Und er wurde für eine Rekordsumme verpflichtet. Die Erwartungen hat der Abwehrspieler noch nicht erfüllt. Doch der Niederländer hofft, sich in der bevorstehenden Vorbereitung beweisen und einen Stammplatz erkämpfen zu können. Dort dürfte Jahmai Simpson-Pusey aktuell die Nase noch ein wenig vorne haben. Der Engländer spielte eine hervorragende Rückrunde, etablierte sich, avancierte zum Stammspieler. Dass der FC den Spieler unbedingt fest verpflichten wollte, dürfte „JSPs“ Selbstvertrauen auch nicht geschadet haben. Der 20-Jährige wird sich sicherlich große Chancen auf einen Platz in der Startelf ausrechnen. Alleine aufgrund des Marktwerts sind die beiden Innenverteidiger in einer gewissen Bringschuld. Joel Schmied hatte eine kurze Hochphase in der vergangenen Saison, bevor sich der Schweizer verletzte und um den Anschluss wieder kämpfen musste. Nun geht es für Schmied darum, den Konkurrenzkampf in der Vorbereitung anzunehmen. Eine ordentliche Herausforderung.

Elias Bakatukanda und Pauli kehren wohl aus ihren Leihen zurück. Gerade zweiterer wird seine Chance ganz sicher erhalten. Thomas Kessler gilt als Befürworter des Youngster. In seiner Premieren-Saison bei den Profis hinterließ der in London geborene Innenverteidiger schon einen guten Eindruck. Nun will er bei den Profis den nächsten Schritt gehen, Bakatukanda dürfte es nach der komplizierten Vorsaison erst einmal schwer haben. Verletzungsbedingt kam das Kölner Eigengewächs in Linz nur selten zum Einsatz. Und dann ist da eben noch die Unbekannte Timo Hübers. Der Ex-Kapitän arbeitet mit Hochdruck an seinem Comeback. Vor der Rückrunde wird der Abwehrspieler nicht zurückerwartet. Dann wird Hübers sich aber auch erst einmal der Konkurrenz stellen müssen. Luka Lochoshvili wird es seinen neuen Mitspielern sicherlich nicht leicht machen.


Was die Verpflichtung von Luka Lochoshvili über die Kaderplanung aussagt

Luka Lochoshvili
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Was die Verpflichtung von Luka Lochoshvili über die Kaderplanung aussagt

Der 1. FC Köln hat in diesem Sommer bereits rund 20 Millionen Euro investiert — und trotzdem sind zentrale Positionen noch unbesetzt. Wie viel Spielraum noch bleibt, lässt sich von außen nicht seriös beziffern. Was sich aber lesen lässt: Dieser Transfer-Sommer ist noch lange nicht vorbei.

Mit der Verpflichtung von Luka Lochoshvili haben die Kölner weitere Millionen investiert. Mittlerweile sind es nahezu 20 Millionen Euro. Doch noch zahlreiche Baustellen sind offen.

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So ein wenig verwunderte der finanzielle Aspekt schon. Die Kölner haben Luka Lochoshvili für etwas mehr als vier Millionen Euro unter Vertrag genommen. Einen 28-jährigen Innenverteidiger. Das überrascht insofern, dass der FC bei der Verpflichtung und Finanzierung von Jakub Kaminski nicht weit von dem Preis für den Georgier entfernt war. Ob der Abwehrspieler das Geld wert ist, wird erst der Verlauf der Saison beantworten können. Fakt ist, dass die Kölner schon ziemlich viel Geld ausgegeben haben. Alleine für die festen Verpflichtungen von Tom Krauß, Kaminski und Jahmai Simpson-Pusey legten die Geißböcke schon nahezu 15 Millionen Euro auf den Tisch. Nun weitere vier bis fünf. Wie viel tatsächlich noch in der Schatulle steckt, lässt sich von außen nicht seriös beziffern — Vereine geben selten einen genauen Einblick in ihre Finanzen. Was sich aber aus den bekannten Zahlen lesen lässt: Der FC hat in diesem Sommer bereits substanziell investiert. Interessant: Alleine die „neue“ Innenverteidigung hat den FC nahezu zehn Millionen Euro gekostet. Die Ausgaben belaufen sich also Stand jetzt auf rund 20 Millionen Euro.

Müssen die Kölner auf Abgänge schielen?

Im vergangenen Sommer gab der FC nahezu 25 Millionen für seine elf neuen Spieler aus, das Budget der aktuellen Transferphase wird ähnlich hoch eingeschätzt. Wirklich viel dürfte sich also in den Kölner Kassen zurzeit nicht mehr befinden. Und das, obwohl nach zahlreiche zentrale Baustellen offen sind. Die der Innenverteidigung war eine große, aber eben auch nicht die auf den ersten Blick wichtigste. Immerhin gibt es im Kölner Kader keinen Linksverteidiger, die Geißböcke brauchen dringend einen klassischen Sechser und einen Backup für Ragnar Ache. Auf sechs bis sieben Positionen soll noch nachgebessert werden. Die Finanzierung ist ein wichtiger Punkt, der am Ende zwangsläufig über das Zustandekommen des Deals entscheidet. Der FC wartet nach wie vor auf lukrative Abgänge.

Die Verpflichtung von Lochoshvili könnte also durchaus so interpretiert werden, dass der FC schon auf den Weggang seiner beiden Topscorer Said El Mala und Jakub Kaminski schielt – oder zumindest einen davon. Das Problem: So wirklich viel Bewegung gibt es nach wie vor nicht. Im Falle von El Mala hat sich mit Newcastle United vielmehr ein kolportierter Interessent verabschiedet. Die Magpies werden wohl Bazoumana Touré von der TSG Hoffenheim unter Vertrag nehmen. Zwar wurde auch der FC Liverpool mit dem Shootingstar in Verbindung gebracht, doch aus England ist zu hören, dass El Mala eine Option, aber nicht die erste für die Außenbahn ist.

Leihen als Werkzeug, nicht als Notlösung

Der Verkauf von Kaminski wirkt von außen betrachtet einfacher. Es muss sich „nur“ ein Abnehmer finden, der bereit ist, die Ablösesumme von 20 Millionen Euro zu bezahlen. Doch ist das Risiko mindestens so groß wie die Versuchung, auf diesen Deal zu spekulieren. Die Kölner werden nicht jetzt schon Geld ausgeben, das noch mit dem „Konjunktiv“ versehen ist. Auch deswegen scheint der Fokus auf Spielern wie Chido Obi oder Gideon Mensah zu liegen. Obi käme für Manchester United und den FC wohl nur als Leihe in Frage. Der 18-Jährige ist ein großes Talent, aber eben keine Garantie, nun auch durchzustarten. Ähnlich wie bei Simpson-Pusey oder Krauß wäre ein Großteil einer solchen Rechnung erst im kommenden Sommer zu bezahlen, vorausgesetzt es gibt eine Kaufoption. Mensah gehört zu den Spielern, die vertragslos, ablösefrei zu haben sind. Auch davon gibt es auf dem Markt einige. Es gilt, schnell zu sein. Es gilt, die richtigen Argumente parat zu haben – finanziell, perspektivisch. Für einen Club wie den FC wohl nicht immer eine leichte Aufgabe.

Thomas Kessler wird die richtige Mischung finden müssen. Die FC-Bosse wurden zuletzt nicht müde zu betonen, dass sie auch in dieser Saison wieder auf Leihkonstrukte zurückgreifen. Aber eben nicht nur. Ob die fünf Millionen für Lochoshvili bedeuten, dass die Schatulle am Ende doch größer ist als angenommen — oder ob sie schlicht das letzte größere Investment dieses Sommers waren — das wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Schwarz oder weiß ist das nicht. Selten ist es das im Transfermarkt.


Neuer Kader-Weg beim 1. FC Köln? Eine Tendenz, aber kein Dogma

Thomas Kessler und Tim Steidten bei einem Spiel des 1. FC Köln
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Neuer Kader-Weg beim 1. FC Köln? Eine Tendenz, aber kein Dogma

Jakub Kaminski, Tom Krauß und Jahmai Simpson-Pusey wurden fest verpflichtet und könnten den Kölnern kurz- bis mittelfristig wichtiges Geld in die Kassen spülen. Man scheint nun einen anderen Weg bei der Kader-Zusammenstellung zu verfolgen. Es gibt zumindest eine Tendenz beim 1. FC Köln: Geht Thomas Kessler beim Kader einen anderen Weg?

Schon im vergangenen Sommer hat der FC einen Kader-Umbruch angetrieben. Der soll jetzt fortgesetzt werden. Dabei scheint Thomas Kessler tendenziell einen anderen Fokus zu setzen.

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Wie es konkret weitergeht, ist nicht geklärt. Dass es nicht beim FC weitergeht, steht wohl außer Frage. Sargis Adamyan wurde bereits verabschiedet. Der Stürmer hatte sein letztes Jahr in der U21 bei den Geißböcken verbracht, nachdem ein möglicher Wechsel zum VfL Osnabrück noch auf der Zielgerade platzte. Adamyan avancierte zu einem der gefährlichsten Offensivspieler der Regionalliga West, aber ganz sicher auch zum teuersten, denn das ursprünglich vereinbarte Gehalt soll eins der besseren gewesen sein. Und das hatte Gründe. Christian Keller sah in dem Angreifer den absoluten Transfercoup, als er Adamyan 2022 ans Geißbockheim lotste. Den Spieler ließ sich der FC rund zwei Millionen Euro kosten. Und Keller war so überzeugt von den Qualitäten, dass er den damals 29-Jährigen mit einem Vierjahresvertrag ausstattete. Der Rest der Adamyan-Geschichte ist bekannt und falls nicht: Die Bilanz des Armeniers war ganz sicher keine beeindruckende.

Lange Verträge, wenige Erträge

Der Stürmer wird oft als Beispiel für schwache Transfers unter Keller genannt. Es gab durchaus auch weitere Spieler, die im fortgeschrittenen Alter zum FC kamen und noch einmal einen langen Vertrag erhielten. Nicht erst unter Keller. Sebastian Andersson wurde von Horst Heldt verpflichtet, war beispielsweise ebenfalls 29 Jahre alt, erhielt immerhin einen Dreijahreskontrakt. Der letzte der Reihe war Imad Rondic. Der Stürmer hatte in der polnischen Ekstraklasa einige Treffer erzielt. Genug, um den Angreifer ebenfalls mit einem langen Kontrakt bis 2029 an den Rhein zu locken. So richtig eingeschlagen hat Rondic nicht und Köln könnte einmal mehr auf einem Spieler sitzen bleiben.

Natürlich holten die Geißböcke in jenen Jahren nicht nur Routiniers. Im Gegenteil, auch Kessler setzte auf junge Akteure wie Eric Martel, Denis Huseinbasic, Rasmus Carstensen oder Jakub Christensen. Nur schlugen diese selten ein und bei vielen Neuverpflichtungen war durchaus das Muster „Erfahrene Spieler, lange Verträge, hohe Fixkosten“. Und eben das Problem, am Ende vielleicht auf Akteuren sitzen zu bleiben, die die Erwartungen dann nicht erfüllten.

Nicht jeder Schuss sitzt

Das Muster scheint sich jetzt verschoben zu haben. Zwar holte Thomas Kessler in der Vorsaison mit Marius Bülter (33) und Ron-Robert Zieler (37) ebenfalls zwei Routiniers, doch beide Spieler wurden mit einem Zweijahresvertrag ausgestattet. Auch Alessio Castro-Montes (29) gehört zu den erfahrenen Spielern und der Belgier verfügt tatsächlich über einen Kontrakt bis 2028. Doch ansonsten wurden durch die Bank Spieler verpflichtet, die zumindest aufgrund ihres Alters durchaus Entwicklungspotenzial besitzen könnten. Und das ging bei einigen Akteuren auch auf. Jakub Kaminski kam nach der Leihe nun für 5,5 Millionen Euro — sein aktueller Marktwert liegt bei 17 Millionen. Jahmai Simpson-Pusey wurde nun für rund fünf Millionen fest verpflichtet, sein Marktwert beträgt neun Millionen Euro. Dass nicht jeder Schuss sofort sitzt, zeigt das Beispiel Rav van den Berg. Für den Innenverteidiger bezahlten die Kölner inklusive Boni mehr als acht Millionen Euro, der Durchbruch ist dem Niederländer noch nicht gelungen. Die Veranlagung gibt aber Hoffnung, dass genau das noch passieren wird.

Leihkonstrukte als Masterplan?

Allerdings müssen Sportchefs wohl ein gewisses Risiko bei ihren Neuverpflichtungen eingehen, wohlwissend, dass nicht jede Wette aufgeht. Und genau da kommen die Leihkonstrukte ins Spiel. Auch Christian Keller war ein Freund von Leihen, doch dabei ging es oft darum, eigenen Spielern, Spielpraxis zu verschaffen. Von extern wurden „nur“ in dieser Zeit drei Akteure unter einen Leih-Vertrag genommen (auch aufgrund der Transfersperre). Bei Kessler waren es in der Vorsaison gleich sechs – drei gingen auf, drei nicht. Für den FC die Chance, die Spieler erst einmal günstig an den Rhein zu holen, ihre Entwicklung zu beobachten. Durch die vereinbarten Kaufoptionen, also ein geringes Risiko, aber eine echte Möglichkeit.

Die ganze Wahrheit ist natürlich, die richtige Mischung im Kader zu finden. Das galt für die Ex-Geschäftsführer, das gilt für Kessler. Der aktuelle Weg ist sicher kein Dogma, es ist vielleicht eine Tendenz. Vielleicht, weil natürlich auch äußere Umstände Einfluss hatten. Zum Beispiel die Transfersperre, ein nötiger Sparkurs, das Interesse von Spielern und Beratern. Dennoch scheint Thomas Kessler keinen Kader für die nächsten Spieltage zu bauen, vielmehr geht es um einen Kader, der die Qualität für die Bundesliga hat, aber gleichzeitig auch das Potenzial, den Club wirtschaftlich voranzutreiben. Wer einen Spieler für fünf Millionen kauft und ihn für 20 Millionen nach einer Spielzeit wieder gehen lassen muss, scheint jedenfalls einiges richtig gemacht zu haben. Die kommenden Transfers werden das Bild vielleicht deutlicher zeichnen – sie müssten nur langsam kommen.


Sommer-Trainingslager: Der 1. FC Köln bereitet sich in Kitzbühel vor

Spieler des 1. FC Köln beim Training
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Sommer-Trainingslager: Der 1. FC Köln bereitet sich in Kitzbühel vor

Der FC wird sich in diesem Sommer erneut in Österreich auf die kommende Saison vorbereiten. Allerdings geht es nach Tirol und nicht mehr in die Steiermark. Der 1. FC Köln bezieht Ende Juli das Trainingslager in Kitzbühel. Das gab der Verein am Donnerstag bekannt.

Wie schon im Vorjahr wird es auch in diesem Sommer wieder eine Vorbereitung in den Bergen für die Geißböcke geben. Der 1. FC Köln bezieht allerdings dieses Mal das Trainingslager nicht in der Steiermark, sondern reist nach Kitzbühel. Vom 24. bis 31. Juli bereitet sich die Mannschaft von René Wagner in den Alpen gezielt auf die neue Saison vor.

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Der FC bezieht im Juli wieder ein Vorbereitungs-Trainingslager in Österreich. Dieses Mal geht es Richtung Kitzbühel nach Tirol. Am 24. Juli bricht die Mannschaft auf und kehrt am 31. Juli wieder zurück. Sicherlich wird man sich auch um Testspiele kümmern, Termine oder mögliche Gegner stehen aber noch nicht fest. Trainieren wird die Mannschaft im nahegelegenen St. Johann. Dort befinden sich gut bespielbare Rasenplätze sowie das Koasastadion. Der Alpenort hat sich in den vergangenen Jahren als beliebtes Ziel für Profimannschaften entpuppt. Unter anderem bereiteten sich bereits der VfB Stuttgart und der Hamburger SV auf die bevorstehende Saison vor.

Für Trainer René Wagner keine Unbekannte

Bereits im vergangenen Sommer reiste der heutige Chefcoach René Wagner mit der Mannschaft zur Saisonvorbereitung nach Österreich. Damals noch als Co-Trainer unter Lukas Kwasniok. Allerdings damals noch nach Bad Waltersdorf in der Steiermark. Die Bedingungen vor Ort scheinen aber nicht restlos überzeugt zu haben. Unter anderem wies der Rasen im Stadion erhebliche Schäden nach einem Feuerwehrfest auf. Bis zum Start der Bundesliga-Saison 26/27 am 28. August sowie dem Auftakt in den DFB-Pokal eine Woche zuvor hat der FC nach der Rückkehr an den Rhein dann noch drei Wochen, um weiter an den nötigen Stellschrauben zu drehen und die Mannschaft zu formen. Der Trainingsauftakt wird voraussichtlich am 13. Juli stattfinden.

Wenig Spielzeit, viel Konkurrenz und Verletzungspech – Das sind unsere Verlierer der Saison beim 1. FC Köln

Rav van den Berg vom 1. FC Köln
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Wenig Spielzeit, viel Konkurrenz und Verletzungspech – Das sind unsere Verlierer der Saison beim 1. FC Köln

Der FC blickt nach dem Klassenerhalt auf eine durchwachsene Spielzeit zurück. Nicht alle Spieler können mit ihrer Saison zufrieden sein. Dafür gibt es bei jedem jedoch unterschiedliche Gründe beim 1. FC Köln: Das sind unsere Verlierer der Saison 25/26.

In einer Spielzeit, in der es Gewinner innerhalb eines Kaders gibt, die eine gute Entwicklung genommen haben und auch einen großen Anteil am Klassenerhalt hatten, gibt es auch Profis, die trotz des Erreichens des gesteckten Ziels auf eine ernüchternde Spielzeit zurückblicken.

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Denis Huseinbasic: Gehörte der Mittelfeldspieler in der Aufstiegssaison noch zum Kreis des Stammpersonals beim FC, änderte sich dies in der vergangenen Spielzeit komplett. So sammelte der 24-Jährige in der Hinrunde noch 13 Einsätze, in der Rückrunde waren es lediglich noch zwei. Nach dem Trainerwechsel von Lukas Kwasniok zu René Wagner und der Genesung von einigen Profis, wurde die Situation von Huseinbasic noch schlechter. Zwar stand der Mittelfeldspieler bei Wagners Debüt in Frankfurt in der Startelf, konnte dabei jedoch nicht überzeugen. In den vergangenen sechs Duellen blieb der Bosnier dann sogar ohne eine einzige Minute Einsatzzeit und gehörte drei Mal nicht zum Spieltagskader. Auch durch die schwache Saison in Köln verpasste Huseinbasic auch eine WM-Nominierung für Bosnien. Im Sommer dürften sich die Wege des 24-Jährigen und der Kölner trotz eines Vertrags bis 2027 trennen.

Hinter den Möglichkeiten und wenig Einsatzzeit

Eric Martel: Der Mittelfeldspieler konnte diese Saison nicht wirklich überzeugen. Zwar gehörte Martel sowohl unter Kwasniok als auch unter Wagner zum Kreis der Stammspieler, zeigte jedoch selten seine vollen Qualitäten. Was bei Martel besonders störte, war die offene Vertragssituation. So lehnte der Sechser bereits während der Spielzeit ein Angebot der Kölner zur Verlängerung ab. Auch ein zweites, neues Arbeitspapier von Thomas Kessler konnte Martel am Ende nicht vom Verbleib überzeugen. Einen Tag nach Saisonende gab der FC dann den Abgang bekannt, bevor nur kurze Zeit später Martels Wechsel nach Mainz offiziell wurde. 

Florian Kainz: Der Österreicher hatte in der 2. Bundesliga mit fünf Treffern und zwei Vorlagen, besonders aber mit seinem Doppelpack am vorletzten Spieltag in Nürnberg, seinen Anteil an der sofortigen Rückkehr in die Bundesliga. Im deutschen Oberhaus änderte sich die Situation für Kainz jedoch drastisch. So stand der dienstälteste Kölner in nur zwei Spielen in der Startelf und kam bei 15 Einsätzen auf lediglich 269 Einsatzminuten. Besonders in der zweiten Saisonhälfte gehörte der 33-Jährige immer seltener zum Kader der Kölner und musste die Partien immer häufiger von der Tribüne aus verfolgen.

Zum Abschied bekam Kainz, der seine Karriere beendet, von Chefcoach Wagner gegen Heidenheim und Bayern noch einmal zwei Kurzeinsätze. Jedoch dürfte sich der Offensivspieler seine letzte aktive Saison anders vorgestellt haben. Das einzige Highlight in der Spielzeit war für Kainz das Heimspiel gegen den HSV. Gegen die Rothosen erzielte der Österreicher per Freistoß seinen einzigen und letzten Treffer im FC Trikot und führte das Team zu einem ganz wichtigen Dreier vor heimischem Publikum.

Ausgebremst und Chance verpasst

Rav van den Berg: Der Rekordneuzugang des Sommers blickt auf eine enttäuschende Saison zurück, die er am Ende als Innenverteidiger Nummer vier beendet. Nach einer Schulterverletzung zu Saisonbeginn erkämpfte sich der Niederländer einen Platz in der Startelf. Im letzten Spiel vor der kurzen Winterpause sah der Innenverteidiger die Rote Karte, die ihn im neuen Jahr erst einmal wieder ausbremste. Von Mitte Februar bis Anfang April etablierte sich van den Berg erneut in der ersten Elf und zeigte, was in ihm steckt. Nach einer Startelfnominierung in Wagners erstem Spiel als Cheftrainer in Frankfurt, blieb der Rechtsfuß in den letzten sechs Spielen der Saison ohne Einsatz. In der kommenden Spielzeit sollte sich die Situation von van den Berg ändern, damit der Abwehrmann nicht als Flop-Transfer bezeichnet werden kann. 

Felipe Chávez: Der junge Mittelfeldspieler wurde im Winter vom FC Bayern München als Verstärkung für das zentrale Mittelfeld verpflichtet. Allerdings war dieser Transfer aus der Retrospektive sowohl für den Akteur als auch für den FC wohl nicht zufriedenstellend. So kam der 18-Jährige in der Rückrunde auf lediglich sieben Kurzeinsätze mit nur 96 Einsatzminuten. Die Kölner haben für den Peruaner eine Kaufoption von rund 4,5 Millionen Euro vereinbart. Diese wird aber nicht gezogen.