Starke Offensive, Überraschungen in der Defensive – Das sind unsere Gewinner der Saison beim 1. FC Köln

Said El Mala, Ragnar Ache und Jakub Kaminski vom 1. FC Köln
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Starke Offensive, Überraschungen in der Defensive – Das sind unsere Gewinner der Saison beim 1. FC Köln

Der FC hat zwei Spieltage vor Saisonschluss den Klassenerhalt nach einer Saison mit Schwankungen eingetütet. Somit kann Thomas Kessler jetzt die nächste Saison in der Bundesliga planen und den Kader neu ausrichten. Dass der FC nicht einmal unter dem Strich lag, hängt auch mit einigen Starken Leistungen beim 1. FC Köln zu tun: Das sind unsere Gewinner der Saison 25/26.

Auch wenn die Leistungen gerade im Saisonfinale alles andere als optimal waren, hat der FC sein Saisonziel erreicht. Auch, weil die Offensive zur oberen Hälfte der Liga gehörte. Vor allem drei Angreifer wussten zu überzeugen. Aber auch in der Defensive gab es durchaus Gewinner.

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Said El Mala: Said El Mala ist die Entdeckung der Saison beim 1. FC Köln. Im Sommer 2025 kehrte der Offensivspieler von seiner vermeintlichen Leihe bei Viktoria Köln zum FC zurück und sofort waren die Hoffnungen auf ein neues Top-Talent im Kölner Kader geweckt. Und El Mala konnte diese Hoffnungen erfüllen. So entwickelte sich der 19-Jährige vom Einwechselspieler zu Saisonbeginn zum Stammspieler. Mit 13 Treffern und fünf Vorlagen sammelte El Mala die meisten Scorerpunkte im Kölner Kader und hatte somit einen großen Anteil am Klassenerhalt. El Mala begeisterte jedoch nicht nur mit Toren und Assists, sondern auch mit seinem frechen Spielstil. Die WM bleibt dem Talent aber verwehrt. Dass der Youngster in der kommenden Saison immer noch beim FC spielt, ist unwahrscheinlich. So sind bereits mehrere Vereine aus dem Ausland konkret an El Mala dran.

Der Königstransfer

Jakub Kaminski: Der Pole kann als echter Top-Transfer von Thomas Kessler bewertet werden. So stand Kaminski in jedem Pflichtspiel in der Startelf und verpasste in der gesamten Spielzeit lediglich 68 Minuten auf dem Feld. Der Offensivspieler steuerte in der Saison sieben Treffer und fünf Assists bei und war somit hinter El Mala gemeinsam mit Ragnar Ache der zweitbeste Scorer. Die große Stärke von Kaminski ist seine Polyvalenz. So agierte der 23-Jährige auf mehreren Positionen und zeigte auf jeder ordentliche Leistungen. Thomas Kessler verkündete nach dem Spiel beim St. Pauli, dass die Kölner die Kaufoption ziehen werden. Allerdings ist offen, ob Kaminski auch in der kommenden Saison für den FC spielt. Der Spieler selbst soll sich einen Wechsel vorstellen können und es soll auch bereits Interesse geben.

Ragnar Ache: Der Neuzugang aus Kaiserslautern kam nach einer schwierigen Hinrunde und der Rolle des Einwechselspielers immer besser in Fahrt. Auf einen Treffer in der Hinrunde folgten in der Rückrunde sechs. Besonders im Kopf bleibt dabei der Fallrückzieher gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Doch nicht nur bei den Toren, sondern auch im Spiel wurde Ache immer besser. So war Ache eine ständige Gefahr für die gegnerische Abwehr, arbeitete für die eigene Mannschaft und wirkte auch körperlich topfit. Leider verletzte sich der Angreifer beim Auswärtsspiel bei St. Pauli und musste dadurch die letzten Spiele der Saison von der Tribüne aus verfolgen. Allerdings konnte Ache beweisen, dass er die Bundesliga im Tank hat und für den FC in der kommenden Saison ein wichtiger Baustein werden kann. 

Überzeugende Leistung, aber keine feste Verpflichtung

Cenk Özkacar: Der Türke kann sicher als der Gewinner der Rückrunde bezeichnet werden. Nach einer eher durchwachsenen Hinserie, stand Özkacar seit dem 20. Spieltag immer in der Startelf und spielte dabei sogar zwölfmal durch. Der 25-Jährige zeigte von Woche zu Woche immer bessere Leistungen, blieb nahezu fehlerlos und agierte auch im Spiel mit dem Ball immer sicherer. Meist übernahm der Linksfuß die Position des linken Innenverteidigers in der Dreier- oder Viererkette. Doch die Leistungen reichten dem FC nicht für eine feste Verpflichtung.

Jahmai Simpson-Pusey: Der junge Engländer kam im Winter per Leihe zum FC und zeigte sofort, dass er Köln weiterhelfen kann. Simpson-Pusey ist ein moderner und entwicklungsfähiger Innenverteidiger. Der Abwehrspieler gab der Kölner Defensive Elemente, die vorher nicht vorhanden waren. So gehörte Simpson-Pusey sofort zum Stammpersonal, präsentierte sich stark im Spielaufbau sowie im Stellungsspiel und blieb nahezu fehlerlos. Ob Simpson-Pusey in Köln bleibt, ist aktuell noch unklar. Der FC besitzt eine Kaufoption im hohen einstelligen Millionenbereich. Hat der FC das Budget, sollten die Verantwortlichen alles daran setzen, den Abwehrmann fest zu verpflichten. Nur besitzt ManCity eine Rückkaufoption.

Die ersten Entscheidungen sind gefallen – wer geht, wer bleibt, wer soll gehen

Die Kölner Spieler feiern den Sieg gegen Freiburg mit den Fans
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Die ersten Entscheidungen sind gefallen – wer geht, wer bleibt, wer soll gehen

Die ersten Abgänge stehen mittlerweile fest. Doch es wird ganz sicher weitere geben. Und bei einigen zeichnen sich schon bald Lösungen ab. Übersicht zur aktuellen Kader-Situation beim 1. FC Köln.

Seit dem Wochenende häufen sich auch die Gerüchte um mögliche Abgänge oder nicht gezogene Kaufoptionen. Fix ist noch nicht viel, doch erste Konturen sind sichtbar.

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Diese Spieler werden den FC verlassen

Für Florian Kainz gab es am Wochenende noch einmal ein besonderes Erlebnis. Der Ex-Kapitän der Kölner war gemeinsam mit Linton Maina in Berlin und verfolgte das DFB-Pokalfinale live vor Ort. Für den Österreicher beginnt bekanntlich nun ein anderes Kapitel, der Mittelfeldspieler hat sein Karriereende bekannt gegeben. Genauso wurden Luca Kilian und Dominique Heintz nach dem letzten Heimspiel gegen Heidenheim offiziell verabschiedet. Eric Martel macht das Quartett der ganz sicheren Abgänge komplett. Der Mittelfeldspieler hat bekanntlich bei Mainz unterschrieben und wurde dort auch schon vorgestellt. Zwar wurde der Abgang noch nicht bestätigt, doch sickerte am Sonntagabend durch, dass die Kölner die Kaufoption bei Felipe Chávez nicht ziehen werden. Das Talent kehrt demnach zu den Bayern zurück.

Das sind die aktuellen Wackelkandidaten beim FC

Nicht ganz so sicher, aber sehr wahrscheinlich erscheint ein Abgang von Kristoffer Lund. Der Wahl-Amerikaner konnte auf der linken Schiene nicht wie erhofft überzeugen, leistete sich einige folgenschwere Patzer und wird wohl nach Palermo zurückkehren. Bei dem italienischen Zweitligisten ist man sich zurzeit auch nicht sicher, wie es weitergeht. Offen ist die Situation bei Jahmai Simpson-Pusey. Der FC will den Spieler behalten, würde auch die Ablöse von acht Millionen Euro aufbringen, nur ist nicht klar, wie Manchester City die Personalie bewertet. Die „Sky Blues“ haben das letzte Wort.

Keine konkreten Wechselbewegungen gibt es bei einer Handvoll weiterer Spieler, die aber durchaus in eine Rubrik fallen könnten, die Thomas Kessler in der Vergangenheit bereits angesprochen hat. Der Geschäftsführer erklärte, dass durchaus Akteure geben könnte, die mit ihrer aktuellen oder künftigen Situation nicht zufrieden seien und daraus könnten sich dann doch Wechselabsichten ergeben. Unzufrieden dürfte etwa Denis Huseinbasic sein. Der spielte unter René Wagner keine Rolle und soll darüber alles andere als glücklich sein. Da der Trainer nun bleibt, könnte der Mittelfeldspieler um seine Chancen bei den Geißböcken fürchten. Entschieden ist da aber noch nichts. Weitere potenzielle Kandidaten könnten Spieler wie Luca Waldschmidt oder Linton Maina sein.

Um diese Spieler gibt es Transfergerüchte

Schon über die gesamte Saison ranken sich die Transfergerüchte um Said El Mala. Es wird wohl Richtung England gehen. Das ist die einzige Konstante in den Spekulationen, nachdem sich die deutschen Vereine aufgrund der kolportierten Wunschablöse aus dem Rennen verabschiedet haben. Sollte aber ein Club die offenbar geforderten 50 Millionen (oder mehr) auf den Tisch legen, wird der Kölner Youngster den Verein verlassen. Das gilt auch für Jakub Kaminski. Nur mit dem Unterschied, dass dem FC die Hände gebunden sind, sollte ein Interessent die festgeschriebene Ausstiegsklausel bezahlen. Die liegt bei rund 20 Millionen Euro. Auch dort soll es Interessenten aus der Premier League geben, konkret ist nach Informationen von come-on-fc.com noch nichts. Genauso wenig wie bei Marvin Schwäbe, dessen Abgang ohnehin sehr unwahrscheinlich ist.

Bei Cenk Özkacar ist die Situation offenbar verzwickt. Nach Informationen von come-on-fc.com laufen aktuell noch die Gespräche mit Valencia und dem Spieler, allerdings sind sie ein wenig ins Stocken geraten. Knackpunkt soll das Gehalt des Akteurs sein. Der Innenverteidiger hatte sich zuletzt zwar festgespielt, doch unumstritten ist der 25-Jährige nicht.

Wer kommt zurück?

Rein vertraglich werden nahezu alle Leihspieler erst einmal zum FC zurückkehren. Bei Rasmus Carstensen ist der Abschied so gut wie sicher. Für Imad Rondic wird man eine andere Lösung finden wollen. Dass der Stürmer noch einmal für den FC aufläuft, gilt als unwahrscheinlich. Jusuf Gazibegovic kündigte an, seine Chance nutzen zu wollen. Beim Verein soll das allerdings mindestens skeptisch gesehen werden. Mit Jaka Potocnik und Mansour Ouro-Tagba würde man am liebsten weitere Leihkonstrukte angehen. Julian Pauli und Elias Bakatukanda sollen dem Vernehmen nach ihre Chance in der Vorbereitung bekommen.

Das ist der Kader des 1. FC Köln für die kommende Saison – nach jetzigem offiziellen Stand (ohne die Leihspieler)

Tor
Marvin Schwäbe, Ron-Robert Zieler, Matthias Köbbing

Abwehr
Joel Schmied, Timo Hübers, Jahmais Simpson-Pusey, Rav van den Berg, Cenk Özkacar, Sebastian Sebulonsen, Kristoffer Lund, Alessio Castro-Montes

Mittelfeld
Tom Krauß, Denis Huseinbasic, Said El Mala, Jakub Kaminski, Isak Johannesson, Felipe Chávez, Jan Thielmann, Linton Maina,

Sturm
Luca Waldschmidt, Ragnar Ache, Malek El Mala, Marius Bülter (+Youssoupha Niang, Fynn Schenten)

Vom erhofften Leistungsträger zum Wackelkandidaten: FC-Spieler auf dem Prüfstand?

Linton Maina und Jan Thielmann
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Vom erhofften Leistungsträger zum Wackelkandidaten: FC-Spieler auf dem Prüfstand?

Vor allem Linton Maina gehörte noch in der Aufstiegssaison zu den absoluten Leistungsträgern. Jan Thielmann ist als Eigengewächs seit Jahren ein erhofftes Zukunftsversprechen. Doch für beide lief es in der Saison nicht immer rund beim 1. FC Köln: Wie geht es weiter mit Jan Thielmann und Linton Maina?

Durch die Kaderumstrukturierung im vergangenen Sommer entstand auch für zwei langjährige FC-Profis eine neue Konkurrenzsituation. Auch in der kommenden Saison dürften die beiden es schwer haben.

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Wie heiß die Spur nach LA oder Venezuela wirklich ist, ist nicht so ganz überliefert. Der FC beschäftigt sich zweifelsohne mit David Martínez, doch so konkret wie Fernando Petrocelli den „bevorstehenden“ Deal beschreibt, ist es wohl noch nicht. Doch das Interesse ist durchaus auch ein Signal an den aktuellen Kader, die aktuellen Spieler. Martínez ist gelernter Rechtsaußen, macht über die rechte Seite sein Tempo und strahlt dabei auch eine ordentliche Torgefahr aus. Natürlich könnte der Spieler mit seinem Tempo und seinen Dribblings in das Profil eines Said El Mala passen, der ziemlich wahrscheinlich die Kölner schon bald verlassen wird. Doch seine Paraderolle ist eigentlich die auf der rechten Seite, nicht die des Kölner Shootingstars. Die Suche der FC-Bosse nach einem schnellen Spieler für die rechte Offensive erhöht den Druck auf einige Akteure, die gerne die Rolle des Leistungsträgers übernehmen würden, das aber in der Saison viel zu selten taten.

Starke Konkurrenz für Linton Maina

Linton Maina hatte dabei durchaus das Pech mit Jakub Kaminski und Said El Mala gleich zwei Offensivkräfte vor die Nase gesetzt zu bekommen, die in ihrer vollen Leistungsentwicklung in dieser Spielzeit geradezu unerwartet explodierten. Selbst Kaminski hatte es mitunter schwer, sich an El Mala vorbeizumogeln, wurde auf zahlreichen Positionen eingesetzt und war doch über die gesamte Saison der komplettere Spieler. Maina blieb nur die Rolle des Jokers und das mit der Bewerbung des Top-Scorers der Vorsaison. Der gebürtige Berliner hatte seinen Vertrag aber sicherlich in der Absicht verlängert, auch in der Bundesliga voll anzugreifen. Erst zu Beginn des Jahres änderte sich seine Rolle, seine Leistungen stimmten, ein Rippenbruch bremste Maina bekanntlich aus. Es folgten meist Begegnungen in der Rolle des Jokers. So wirklich zufrieden dürfte der Spieler also mit seiner Einsatzzeit nicht gewesen sein.

Aber auch die Kölner Verantwortlichen dürften die Leistungen des Offensivspielers in dieser Saison kritisch betrachten. Lukas Kwasniok hatte zu Beginn der Saison immer wieder betont, dass das Tempo des Spielers durchaus eine Waffe sein könne. Nur ist es eine stumpfe, wenn daraus am Ende zu selten Torgefahr entsteht. Zwar stehen sowohl El Mala als auch Kaminski auf der Liste möglicher Abgangskandidaten, der Weg wäre in der Theorie für Maina frei. Doch die Lücke, die bei den Abgängen entstehen würde, wäre eine kaum zu schließende. Auf der anderen Seite scheiden sich die Geister an Jan Thielmann. Der 23-Jährige kommt mittlerweile auf 185 Pflichtspiele für den FC, absolvierte für die Kölner mehr als Lukas Podolski, Toni Polster oder Thomas Häßler. Trotz der vielen Spiele hat sich bei vielen Fans der Eindruck verfestigt, dass dem Spieler der letzte Punch fehlt.

Auf der Suche nach einem Nachfolger?

Zweifellos steht Thielmann für Leidenschaft und Willen, ist einer der Akteure, die sich voll und ganz für den Verein zerreißen. Der Föhrener ist sich auch nicht zu schade, Positionen zu bekleiden, die sicher nicht zu seinen Lieblingsrollen gehören und ihm sportlich offensichtlich auch nicht besonders liegen. Und doch ist auch der Ertrag des Eigengewächses, das in dieser Saison den Großteil der Spiele in der bevorzugten Offensiv-Position bestritt zu gering. Gut möglich also, dass bei den zahlreichen Analysen, die im Zuge der Trainerfindung auf dem Programm standen, auch Personalien, die spielerische eben in der Bundesliga nicht immer überzeugten, diskutiert wurden. Das Gerücht David Martínez könnte also durchaus ein Zeichen in diese Richtung sein. Ob der 20-Jährige dann bei einer Verpflichtung auch das Zeug zum Stammspieler hätte, steht natürlich auf einem anderen Blatt.


Zwei Rückkehrer und ein Ausfall – So könnte der 1. FC Köln bei Bayern München starten

René Wagner auf der PK vor dem Spiel gegen Union Berlin
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Zwei Rückkehrer und ein Ausfall – So könnte der 1. FC Köln bei Bayern München starten

Am Samstagnachmittag ist der FC zu Gast in der bayrischen Landeshauptstadt. Gegen den FCB kehren zwei Profis in den Kader der Geißböcke zurück, es gibt allerdings auch einen Ausfall. So könnte der 1. FC Köln bei Bayern München beginnen.

Beim letzten Saisonspiel für die Geißböcke in München reist der 1. FC Köln nahezu mit der vollen Kapelle an. Im Vergleich zur Pleite gegen Heidenheim werden gegen den FCB zwei Profis in den Kader der Kölner zurückkehren. Auch die Leistung gegen den FCH würde René Wagner Anlass für Wechsel geben. Auf einer Position wird der Trainer im Vergleich zur Vorwoche aber definitiv umstellen müssen.

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Der 1. FC Köln muss beim Saisonfinale in München auf die drei Langzeitverletzten Luca Kilian, Timo Hübers und Ragnar Ache sowie Tom Krauß verzichten. Im Vergleich zum Spiel gegen den 1. FC Heidenheim kehren zudem Jahmai Simpson-Pusey und Eric Martel in den Kader der Kölner zurück. Während Martel die Partie gegen den FCH aufgrund einer Gelbsperre verpasste, wurde Simpson-Pusey von Wagner aus disziplinarischen Gründen aus dem Spieltagskader gestrichen. Durch die Rückkehr der Beiden kann der FC beim Deutschen Meister nun fast aus dem Vollen schöpfen. Die Leistung gegen Heidenheim ließe aber Wechsel in der ersten Elf in Erwägung ziehen.

Wechsel im Mittelfeld

Zwischen den Pfosten startet obligatorisch Marvin Schwäbe. Vor dem Schlussmann werden Sebastian Sebulonsen als Rechtsverteidiger und Cenk Özkacar als linker Innenverteidiger beginnen. Bei den anderen beiden Positionen gibt es jeweils ein Duell auf Augenhöhe. Den zweiten Platz in der Innenverteidigung machen Joel Schmied und Jahmai Simpson-Pusey unter sich aus. Die Wahl wird wohl auf „JSP“ fallen. Auf der Linksverteidigerposition dürfte Alessio Castro-Montes für den gegen den FCH erneut unglücklich wirkenden Kristoffer Lund beginnen. Im zentralen Mittelfeld hat Wagner mit Eric Martel und Isak Johannesson aufgrund des Ausfalls von Tom Krauß seine Kandidaten für die zwei Positionen gefunden.

In der Offensive dürften trotz mäßiger Leistung gegen Heidenheim wieder Said El Mala und Jakub Kaminski das Vertrauen von Wagner erhalten. Ebenso hat sich Marius Bülter mit jeweils einem Treffer in den vergangenen beiden Partien gegen Union Berlin und den FCH und auch sonst ordentlichen Auftritten einen kleinen Vorteil im Duell mit Luca Waldschmidt erarbeitet. Auch spricht gegen Bayern für Bülter, dass er im Vergleich zu seinem Konkurrenten besser anläuft. Bei der verbliebenen Position ist die Sache jedoch noch vollkommen offen. Linton Maina blieb am vergangenen Spieltag sehr blass und dürfte aus der ersten Elf rutschen. Hier ist Jan Thielmann der heißeste Kandidat auf den dann freien Platz. Allerdings könnte Wagner auch Waldschmidt aufbieten, ihn neben Bülter in die Spitze stellen, El Mala nach links und Kaminski auf die rechte Seite rücken.

So könnte der FC beim FC Bayern München beginnen

Marvin Schwäbe im Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Marvin Schwäbe

Alessio Castro-Montes ist einer der Gewinner des Jahresauftakts

Alessio Castro-Montes

Cenk Özkacar beim Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Cenk Özkacar

Jahmai Simpson-Pusey wird dem FC wieder fehlen

Jahmai Simpson-Pusey

Sebastian Sebulonsen zum Innenverteidiger umfunktioniert

Sebastian Sebulonsen

Isak Johannesson kommt beim 1. FC Köln nicht in Form?

Isak Johannesson

Wie geht es weiter mit Eric Martel?

Eric Martel

Said El Mala vom 1. FC Köln bejubelt sein Tor

Said El Mala

Jan Thielmann vom 1. FC Köln

Jan Thielmann

Jakub Kaminski darf auf die WM hoffen

Jakub Kaminski

Marius Bülter nach seinem Treffer gegen Mainz

Marius Bülter



Abschied vom 1. FC Köln? Ist Jakub Kaminski in diesem Sommer wirklich ein Verkaufskandidat?

Jakub Kaminski ist für den FC in jeglicher Hinsicht ein Gewinn
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Abschied vom 1. FC Köln? Ist Jakub Kaminski in diesem Sommer wirklich ein Verkaufskandidat?

Zuletzt strahlte der Pole nicht mehr die Leichtigkeit und die Gefahr der vergangenen Wochen aus. Dennoch ist er einer der Gewinner der Saison. Und doch: Jakub Kaminsi könnte den 1. FC Köln im Sommer schon wieder verlassen.

Sieben Tore und fünf Vorlagen lautet die eindrucksvolle Bilanz des Offensivspieler. Kein Wunder, dass der FC Kaminski fest binden, die Kaufoption unbedingt zielen will. Doch wie sieht es mit dem Spieler aus?

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So richtig rund liefen die vergangenen Begegnungen auch für Jakub Kaminski nicht mehr. Der Pole war zwar auch weiterhin einer der Aktivposten der Geißböcke, doch die große Gefahr strahlte der Offensivspieler nicht mehr aus und wenn, vergab er die Chancen zu leicht. „Kuba ist einer unserer besten Spieler und das hat er die gesamte Saison bewiesen. Und daran hat sich für uns nichts geändert“, sagte René Wagner am Donnerstag. Tatsächlich ist Kuba in dieser Spielzeit unumstrittener Leistungsträger, vermutlich der Kölner Akteur, der in dieser Saison insgesamt die besten Leistungen brachte – und das eigentlich sehr konstant. Kaminski kommt auf sieben Tore und fünf Vorlagen. Eine bessere Bilanz erreichte der 23-Jährige in der Bundesliga bislang nicht. Kein Wunder, dass die Kölner die Kaufoption ziehen, wie Thomas Kessler in der vergangenen Woche sehr deutlich machte.

20 bis 25 Millionen für Jakub Kaminski?

Rund fünf bis sechs Millionen Euro wird der FC an den VfL Wolfsburg überweisen. Eine stolze Summe und doch ein Schnäppchen, angesichts der Marktwert-Explosion des Spielers. Denn Kaminskis Marktwert wird von dem Online-Portal transfermarkt.de auf zwölf Millionen Euro geschätzt. Der Kontrakt soll dann bis 2029 gelten. Doch wie bereits berichtet, ist alles andere als gesagt, dass der Offensivspieler den Vertrag auch erfüllen wird. Laut Sky-Experte Florian Plettenberg habe „der Spieler schon vor, zu wechseln“ – allerdings sagt der Reporter nicht wann.. Tatsächlich plant der Pole mittelfristig den Wechsel in die Premier League. Daraus macht Kaminski auch keinen Hehl, betonte das schon während der Saison. So im Interview mit come-on-fc.com. „Es ist nun mal die beste Liga der Welt – mit hohem Tempo und hoher Intensität. Die Fans leben Fußball in England. Das wäre schon ein Traum“, so Kaminski, Aber schon in diesem Sommer? Das ist erst einmal unwahrscheinlich, wäre aber durchaus möglich, selbst wenn der FC die Kaufoption zieht. Denn in dem neuen Vertrag ist eine Ausstiegsklausel vereinbart und die soll bei rund 20 Millionen Euro liegen.

„Stand jetzt ist er unser Spieler“

Viel Geld, aber Geld, das man in England auch zahlt. Und laut Plettenberg wäre es möglich, dass die Kölner den Spieler tatsächlich schon bald verkaufen wollen. 20 bis 25 Millionen Euro sollen für den Schienenspieler drin sein. Konkrete Angebote liegen laut Sky vor. Thomas Kessler wich der Frage vor einer Woche in einer Medienrunde noch aus. „Stand jetzt ist er unser Spieler“, sagte der Geschäftsführer, schränkte aber auch ein: „Nicht jeder Spieler, der im kommenden Jahr Vertrag beim 1. FC Köln hat, wird auch ganz sicher beim 1. FC Köln spielen.“ Das bedeutet aber nicht, dass Kaminski ganz sicher im Sommer weg ist. Ein Vertrag ist jedenfalls noch nicht unterschrieben. Auch, weil die Kölner den Offensivspieler halten wollen. Und Kaminski? Der hatte im Interview mit come-on-fc.com im vergangenen Jahr gesagt: „Meine Freundin und ich fühlen uns hier in der Stadt wohl und sind gut angekommen.“

Ein Transfer würde den Kölnern jedenfalls eine hübsche Summe in die Kassen spülen und wäre schon jetzt unabhängig von einem El-Mala-Transfer der zweitteuerste der Vereinsgeschichte. Nicht umsonst ist Jakub Kaminski wie von come-on-fc.com berichtet der eigentliche Königstransfer des vergangenen Sommers. Das weiß auch Kessler, wie er in der aktuellen Folge der Doku „Geliebter Fußballclub“ durchblicken lies: „Wir müssen realistisch sein: Unsere Mannschaft ist genau da aufgehängt, wo wir aktuell in der Tabelle stehen“, sagt Kessler. Kaminski sei „von seinem Potenzial ein Spieler, der besser ist als eine Mannschaft, die in der Region unterwegs ist“. 


Gelbsperre und die große Qual der Wahl – So könnte der 1. FC Köln gegen Heidenheim starten

René Wagner beim Spiel gegen Union Berlin
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Gelbsperre und die große Qual der Wahl – So könnte der 1. FC Köln gegen Heidenheim starten

Acht Tage nach dem Unentschieden bei Union Berlin steht für den 1. FC Köln das letzte Heimspiel in dieser Spielzeit auf dem Programm. Am Sonntagabend empfängt das Team von René Wagner den Tabellenletzten. So könnte der 1. FC Köln gegen Heidenheim beginnen.

Gegen den FCH müssen die Kölner im Vergleich zum Spiel in Berlin einen Ausfall hinnehmen. Ansonsten hat René Wagner die Qual der Wahl.

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Holt der 1. FC Köln gegen Heidenheim mindestens einen Zähler, ist der Klassenerhalt auch rechnerisch fix, wenn der VfL Wolfsburg und St. Pauli ihre Spiele am Samstag gewinnen. Gewinnen die beiden Clubs jedoch nicht, stünde der Verbleib in der Liga bereits vor dem Anpfiff fest. Egal wie der VfL und die Hanseaten spielen, wollen die Kölner ihr Duell gewinnen und einen positiven Abschluss vor den eigenen Fans feiern. René Wagner kann dabei fast aus dem Vollen schöpfen. Im Vergleich zum Spiel bei Union muss Köln einen Ausfall hinnehmen und eine Änderung an der Startelf vornehmen.

Gelbsperre für Martel

Denn Wagner wird neben den Langzeitverletzten Luca Kilian, Timo Hübers und Ragnar Ache auch auf Eric Martel verzichten. Der Mittelfeldspieler hatte in Berlin seine zehnte Gelbe Karte gesehen und ist dadurch für die Partie gegen Heidenheim gesperrt. Ansonsten stehen dem Coach alle Profis zur Verfügung. Zwischen den Pfosten wird Kapitän Marvin Schwäbe starten. Vor dem Schlussmann stellt sich die Viererkette eigentlich von selbst auf. So dürften Sebastian Sebulonsen rechts, Jahmai Simpson-Pusey und Cenk Özkacar in der Mitte sowie Kristoffer Lund links die Viererkette bilden. Eine weitere Alternative für die Linksverteidigerposition wäre Alessio Castro-Montes, der sich seit der Übernahme des Interimscoaches mit Lund ein Duell auf Augenhöhe liefert und sich somit auch berechtigte Hoffnungen auf einen Platz in der Startelf machen kann.

Johannessons Rückkehr nach Gelbsperre

Im zentralen Mittelfeld wird erneut Tom Krauß den Vorzug vor Felipe Chávez erhalten. Neben dem Mittelfeldspieler könnte Isak Johannesson den Platz von Eric Martel einnehmen. Der Isländer verpasste die Partie bei Union aufgrund einer Gelbsperre, ist nun aber wieder spielberechtigt. In der Offensive haben Said El Mala und Jakub Kaminski ihren Platz sicher. Bei den anderen beiden offenen Positionen kann Wagner aus Luca Waldschmidt, Marius Bülter, Linton Maina und Jan Thielmann wählen. In Köpenick erhielten Waldschmidt und Bülter das Vertrauen des FC-Trainers und zeigten eine ordentliche Leistung. Daher könnte der Coach den beiden auch gegen den FCH das Startelfmandat aussprechen.

So könnte der FC gegen Heidenheim beginnen

Marvin Schwäbe im Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Marvin Schwäbe

Kristoffer Lund beim Spiel des 1. FC Köln

Kristoffer Lund

Cenk Özkacar beim Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Cenk Özkacar

Jahmai Simpson-Pusey vom 1. FC Köln

Jahmai Simpson-Pusey

Sebastian Sebulonsen zum Innenverteidiger umfunktioniert

Sebastian Sebulonsen

Tom Krauß glaubt an den Klassenerhalt mit dem 1. FC Köln

Tom Krauß

Isak Johannesson kommt beim 1. FC Köln nicht in Form?
Isak Johannesson

Said El Mala vom 1. FC Köln bejubelt sein Tor

Said El Mala

Jakub Kaminski ist einer der großen Gewinn der Saison
Jakub Kaminski

Luca Waldschmidt nach seinem Treffer zum 1:2
Luca Waldschmidt

Marius Bülter wirkt ratlos bei einem Spiel des 1. FC Köln

Marius Bülter



Ein Stammspieler ohne Zukunft beim 1. FC Köln? Wie geht es weiter mit Kristoffer Lund?

Kristoffer Lund vom 1. FC Köln
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Ein Stammspieler ohne Zukunft beim 1. FC Köln? Wie geht es weiter mit Kristoffer Lund?

Statistisch gehört er zu den Dauerbrennern bei den Geißböcken, doch seine Zukunft ist alles andere als geklärt. Nun heißt es sogar, der FC würde die Kaufoption nicht ziehen. Möglicherweise hat er keine Zukunft mehr beim 1. FC Köln: Verlässt Kristoffer Lund den FC im Sommer?

Auch Kristoffer Lund gehörte zu Saisonbeginn zu den Transfers, für die Thomas Kessler damals von allen Seiten gelobt wurde. Mittlerweile ist man beim FC aber nicht mehr restlos von dem Wahl-US-Amerikaner überzeugt.

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Die Bilanz ist wahrlich keine schlechte. In 33 von 34 möglichen Pflichtspielen kam er zum Einsatz, davon 25 von Beginn an. Es ist die Bilanz eines Stammspielers, dabei ist Kristoffer Lund beim FC sicherlich nicht unumstritten. Der im dänischen Kerteminde geborene US-Amerikaner kam im vergangenen Sommer aus Palermo, hatte dort in der Serie B gespielt. Wie bei allen Leihspielern hatte Thomas Kessler auch für Lund eine Kaufoption vereinbart. Rund zwei Millionen Euro muss der FC überweisen, will er den Spieler fest unter Vertrag nehmen. Unter Lukas Kwasniok sollte der 23-Jährige auf der linken Seite den Stamm-Wingback bilden, mit seinen Flanken und Tempoläufen für Torgefahr sorgen. Erst am vergangenen Samstag zeigte der nominelle Linksverteidiger diese Qualität, als er Said El Mala die 2:0-Führung gegen Union Berlin auflegte. Genauso hatte es sich Kwasniok vorgestellt.

Zieht Thomas Kessler die Kaufoption?

Nur ist der 44-Jährige eben nicht mehr Trainer der Geißböcke und Lund kommt in dieser Spielzeit eben erst auf zwei Scorer. Torgefahr sieht bekanntlich anders aus. Vor allem aber unterlaufen Lund immer wieder Patzer und Wackler, die in dieser Spielzeit auch nicht immer folgenlos blieben, wie etwa bei der 1:3-Pleite im Hinspiel gegen Borussia Mönchengladbach als der Verteidiger gleich zwei Elfmeter verursachte. Es gab aber auch noch einige weitere Patzer. Wie vom come-on-fc.com berichtet ist daher ein Verbleib des Abwehrspielers alles andere als sicher. „Sky“ berichtet auch, dass der FC die Kaufoption nicht ziehen wird. Dann würde Lund im Sommer zurück nach Italien gehen. Thomas Kessler ließ sich am Donnerstag diesbezüglich nicht in die Karten schauen, als er über die Leihen sprach, erklärte aber, man habe ganz bewusst in den Leih-Verträgen Kauf-Optionen verankert. Dass der FC ohnehin einen Backup benötigen würde, steht außer Frage.

Nur werden sich die Kölner in diesem Zuge vielleicht auch direkt nach einer Alternative umschauen. Mit Alessio Castro-Montes haben die Kölner einen Wingback, der auf beiden Seiten spielen kann. Der Belgier deutete zwar immer wieder an, dass er ein guter Fußballer ist und dem FC durchaus weiterhelfen kann, die Konstanz fehlt „Monti“ aber zweifelsohne auch. Allerdings warfen den Schienenspieler auch Verletzungen zurück. Gerade die Vorbereitung im Winter brachte Castro-Montes in Form. Möglicherweise tut dem Belgier die Vorbereitung im Sommer ähnlich gut. Die wird Lund möglicherweise nicht mehr beim FC erleben.


Kader-Baustellen: Auf diesen Positionen muss der 1. FC Köln zur neuen Saison am dringendsten nachlegen

Thomas Kessler und Tim Steidten vom 1. FC Köln
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Kader-Baustellen: Auf diesen Positionen muss der 1. FC Köln zur neuen Saison am dringendsten nachlegen

Der 1. FC Köln hat das Saisonziel Klassenerhalt zwei Spieltage vor Schluss erreicht und kann nur noch bei höchst unrealistischen Ereignissen auf dem Relegationsplatz landen. Auch wenn die Kölner als Aufsteiger zu keinem Zeitpunkt der Saison auf einem Abstiegsrang standen, so hat sich in den vergangenen Monaten doch die ein oder andere Baustelle offenbart: Auf diesen Positionen muss der 1. FC Köln im anstehenden Transfersommer nachlegen.

Immer wieder fielen während der Saison Lücken innerhalb des Kölner Kaders auf. Weitere werden wohlmöglich durch anstehende Abgänge gerissen. So wird sich Thomas Kessler wohl bereits Gedanken über weitere Optionen der Verstärkung machen.

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Was passiert auf den Schienen?

Trotz ordentlichen 47 erzielten Saisontoren hat der 1. FC Köln mit Blick auf die offensive Unterstützung seiner Defensivspieler noch Luft nach oben. Vor allem die beiden Außenverteidigerpositionen konnten zwei Spieltage vor Saisonende nicht den offensiven Output liefern, den man sich vermutlich gewünscht hätte bei den Kölner Verantwortlichen. Zumindest hatte Lukas Kwasniok die erhoffte Offensivstärke seiner „Wingbacks“ gleich mehrfach eingefordert. Sowohl Rechtsverteidiger Sebastian Sebulonsen als auch sein Pendant auf der linken Seite Kristoffer Lund bringen es bis dato in 31 bzw. 33 Pflichtspielen auf kein einziges Saisontor. Auch was die Torvorlagen angeht, sieht es eher mau aus. Während Sebulonsen noch gänzlich ohne Torbeteiligung ist, konnte Lund immerhin zwei Treffer für seine Teamkollegen auflegen. Zuletzt bereitete er den Treffer von Said El Mala gegen Union Berlin vor.

Die kam indes von Alessio Castro-Montes. Der Belgier ließ in der Spielzeit phasenweise seine Qualitäten aufblitzen, war aber insgesamt nicht konstant genug. Gerade in der Offensive hat man sich von den Wingbacks mehr vorgestellt. Wenngleich natürlich in erster Linie die defensive Stabilität für eine Mannschaft wie den Aufsteiger aus Köln im Vordergrund steht, so hätte sicher niemand in Köln ein Problem mit etwas mehr Gefahr nach vorne über beide Schienen.

Wie sieht es in der Zentrale aus?

Im Kölner Mittelfeld hängt eine Entscheidung über einen Neuzugang vermutlich stark von der Zukunft Eric Martels ab. Der Stammspieler und Leistungsträger konnte zwar in der Rückrunde (wie viele seiner Teamkollegen) nicht mehr ganz an die starke Hinrunde anknüpfen, soll nach Möglichkeit und Ansicht der Kölner Führungsetage aber dennoch am Rhein bleiben. Problematisch ist die Situation aber trotzdem: Während der Spieler sich bislang noch nicht entschieden hat und den Kölnern so keine Planungssicherheit gibt, hat der 1. FC Köln ein ursprüngliches Angebot an Martel mittlerweile zurückgezogen und hat die Personalie nicht mehr als oberste Priorität auf der Agenda. Viel Werbung in eigener Sache kann Martel nicht mehr machen: Aufgrund seiner zehnten Gelben Karte und der damit verbunden Sperre gegen Heidenheim bleibt ihm nur noch das Saison-Abschlussspiel gegen den Rekord-Meister FC Bayern München.

Die Kölner brauchen einen Stoßstürmer

Im letzten Drittel hat man mit Jakub Kaminski, Said El Mala, Ragnar Ache, Luca Waldschmidt und Marius Bülter sowie den Youngstern Fynn Schenten und Youssoupha Niang nominell zwar ein Überangebot, einen echten großgewachsenen Stoßstürmer sucht man allerdings vergeblich im FC-Kader. Ragnar Ache erfüllt die Aufgabe eines Wandspielers und Zielstürmers, ist aber offenbar verletzungsanfällig. Ein Ersatz war schon im vergangenen Sommer ein Thema. Doch den gab es am Ende bekanntlich nicht. Das rächt sich zumindest quantitativ zum Saisonfinale. Den Ache ist verletzt. Ein zweiter Zielstürmer dürfte daher ein besonders wichtiges Ziel sein.

Während die Kölner die Kaufoption bei Kaminski ziehen werden und den Polen inklusive einer Ausstiegsklausel im Bereich von rund 20 Millionen so fest an sich binden, ist ein Verbleib von Juwel El Mala weiterhin unklar. Angebote im Bereich von 35 bis 40 Millionen Euro sollen dem 1. FC Köln nicht ausreichen, um einem Transfer des Senkrechtstarters (Vertrag bis 2030) zuzustimmen. Waldschmidt hingegen würde selbst gerne in der Domstadt bleiben, kommt aber auch in dieser Saison meist nur von der Bank aus zum Einsatz. Denkbar, dass die Kölner ihn ein Jahr vor Vertragsende noch abgeben, um eine Ablöse zu erhalten. Dabei würde den Kölnern ein kreativer Offensivspieler sicher auch gut tun, vielleicht auf der Acht, vielleicht hinter den Spitzen.


Das erste Tor seit Monaten, ein Traumtor, selbst eingeleitet – Wie geht es weiter mit Marius Bülter beim 1. FC Köln?

Marius Bülter nach seinem Treffer gegen Mainz
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Das erste Tor seit Monaten, ein Traumtor, selbst eingeleitet – Wie geht es weiter mit Marius Bülter beim 1. FC Köln?

Mit seinem Treffer bei Union Berlin beendete Marius Bülter seine lange Durststrecke. Den Angriff leitete der Angreifer selbst mit einem scharfen Pass in die Tiefe ein und vollendete per traumhaftem Abschluss in den Winkel. Ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein traf der 33-Jährige zum ersten Mal seit November 2025. Zu selten, um dauerhaft eine tragende Rolle zu spielen? Wie geht es weiter mit Marius Bülter beim 1. FC Köln?

Auf die anfänglichen Scorerpunkte folgte ein Leistungsabfall des Kölner Angreifers. Daraus resultierte schon unter Ex-Coach Lukas Kwasniok oft die Rolle des Ersatzspielers. Zuletzt gab es zwei Startelf-Einsätze, vor allem, weil Ragnar Ache verletzt ist. Die Konkurrenz ist groß beim 1. FC Köln.

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Von Erik Stalleicken

Richtig jubeln wollte Bülter am vergangenen Samstag nicht. Das Tor zuvor war traumhaft, doch gegen den Ex-Verein fällt der Jubel dann doch schon mal geringer aus. Dabei war der Treffer schon wichtig. Denn Bülter hatte seit November nicht mehr getroffen. „Klar war ein Stück Erleichterung da, aber viel größer war die Erleichterung, dass es durch den Punkt nun aller Voraussicht nach für den Klassenerhalt gereicht hat“, sagt Bülter im Interview von fc.de. Eine richtig erfolgreiche Saison ist es bislang für Bülter nicht.

Rund eine Million Euro überwies der FC in der Sommertransferphase an die TSG Hoffenheim, um Bülter zu verpflichten. Mit einer Empfehlung von 146 Bundesligaspielen, in denen ihm 27 Tore und zehn Vorlagen gelangen, sollte der Routinier die Offensive sowohl durch seine Torgefahr als auch seine Erfahrung im Oberhaus ergänzen. „Marius bringt nicht nur Variabilität und Bundesligaerfahrung mit, sondern hat in den Gesprächen mit uns auch sehr deutlich gemacht, dass er für die Aufgabe beim 1. FC Köln brennt“, kommentierte Thomas Kessler den Transfer.

Da werde ich mich noch in 20 Jahren dran erinnern

Diese Motivation stellte Bülter in den ersten Partien sofort unter Beweis. Am ersten Spieltag gelang ihm in der 90. Minute das erlösende Siegtor in Mainz. Im Heimspiel gegen den SC Freiburg bekam die Defensive der Breisgauer den Neuzugang nicht in den Griff. Es folgten ein weiter Treffer sowie zwei Torvorlagen. „Da werde ich mich noch in 20 Jahren dran erinnern“, schwärmte er in der Mixed Zone nach seinem ersten Heimspiel. Mit vier Scorern aus den ersten beiden Spielen brachte der Ex-Schalker die Kritiker seines Wechsels erfolgreich zum Schweigen. Zumindest vorerst.

Erst Leistungsabfall, dann neue Chance

Den Höhenflug aus den ersten beiden Spielen konnte der Angreifer nicht lange aufrecht erhalten. Abgesehen von einem Abseitstor in Wolfsburg am dritten Spieltag sowie einer Torvorlage gegen den FC Augsburg, gelang dem 33-Jährigen nicht wirklich viel in den Folgewochen. Somit rotierte immer häufiger Ragnar Ache für ihn in die Startelf. Gegen Eintracht Frankfurt erzielte Bülter nach Einwechslung seinen vorerst letzten Treffer. Ache entwickelte sich zur Wunschlösung Kwasnioks und der Ibbenbürener nahm mehr und mehr auf der Ersatzbank Platz. Bis zur Entlassung Kwasnioks gelang ihm keine einzige weitere Torbeteiligung. „Es gibt nicht den einen Grund, sondern verschiedene kleinere. Darauf möchte ich aber nicht so sehr eingehen, das klingt dann immer auch ein bisschen nach Ausreden. Ich will gar nicht so sehr zurückblicken“, sagt Bülter. „Ich weiß, dass eine Phase dabei war, die nicht gut war. Aber wie gesagt: Weiter hart arbeiten, wie ich es meine ganze Karriere gemacht habe. Dann kommt das wieder zurück.“ 

Nun ist er zurück. Unter Neu-Coach René Wagner bereitete er im ersten Spiel das Tor zum 2:2-Endstand in Frankfurt vor. Aufgrund von Aches Verletzung durfte Bülter in den letzten beiden Spielen von Beginn an ran. Gegen seinen Ex-Verein belohnte er seine engagierte Leistung mit einem traumhaften Schuss zum 1:0. Mit seinem Tor in Berlin steht der ehemalige Unioner nun bei vier Toren und vier Vorlagen aus 30 Bundesligaspielen. Eine Ausbeute, die auf dem Papier zumindest solide wirkt, vor allem im Dress eines Aufsteigers. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Hälfte dieser Torbeteiligungen aus den ersten beiden Spieltagen stammt. Somit folgten in 28 Spielen lediglich zwei Treffer und zwei Assists. „Für Außenstehende sind immer die Tore und Vorlagen wichtig, aber es gibt auch viele andere wichtige Sachen, die man in eine Mannschaft einbringen kann“, sagt Bülter. „Das weiß ich ganz gut einzuschätzen. Dennoch kann ich die Kritik auch verstehen, versuche das aber nicht an mich heranzulassen, sondern mich auf die tägliche Arbeit zu konzentrieren.“ Reicht das, um eine tragende Rolle in der kommenden Saison zu spielen?

Verbleib mit veränderter Rolle?

Diese Frage muss aufgrund der scheinbar angestrebten Umstrukturierung und Verjüngung des Kaders erlaubt sein. Zwar kann Bülter sowohl den linken Flügel als auch die Position des Mittelstürmers bekleiden, dennoch könnte der Angreifer in der nächsten Saison deutlich weniger zum Zuge kommen. Als Zielspieler in der Sturmspitze entwickelte sich Ache zu einem zentralen Element im Spielaufbau der Domstädter. Zusätzlich schaut man sich wohl nach einer weiteren Verstärkung auf dieser Position um. Auf dem linken Flügel scheint die Konkurrenz noch größer. Selbst wenn Said El Mala ohne Rückleihe verkauft wird, bleibt für diese Position noch Königstransfer Jakub Kaminski.

Sollte El Mala den Verein verlassen, dürfte man sich auch sicherlich nach einer weiteren Alternative für den Flügel umschauen. Wo bleibt also Platz für Marius Bülter? Mit seinem Alter von 33 Jahren bringt der Angreifer eine Menge Erfahrung mit, welche der Mannschaft sicherlich guttut. Trotzdem ist fraglich, ob der Sommerneuzugang damit perfekt ins gesuchte Profil passt und sich mit seiner vermutlich geringeren Einsatzzeit zufrieden geben muss. Jetzt gilt es erst einmal, weitere Pluspunkte zu sammeln.


Der 1. FC Köln strebt den nächsten Kader-Umbruch an: Wer geht, wer bleibt, wer wackelt? Und wo sind Baustellen?

Thomas Kessler und Tim Steidten bei einem Spiel des 1. FC Köln
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Der 1. FC Köln strebt den nächsten Kader-Umbruch an: Wer geht, wer bleibt, wer wackelt? Und wo sind Baustellen?

Bereits im vergangenen Sommer hat FC-Geschäftsführer Sport Thomas Kessler den Geißböcken ein neues Gesicht verliehen. Auch für die kommende Saison wird sich wohl einiges verändern beim 1. FC Köln: Wer geht, wer bleibt und wo muss nachgebessert werden?

Seit vergangenem Wochenende ist die Ausgangslage mit dem so gut wie sicheren Klassenerhalt eine andere am Geißbockheim. Thomas Kessler kann nun mit einer neuen Verhandlungsposition in die Kaderplanung starten. Und es gibt einiges zu tun.

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Am Montag nach dem 2:2-Unentschieden bei Union Berlin herrschte am Geißbockheim eher wenig Betriebsamkeit. Trainer René Wagner hatte seinem Team freigegeben, erst am Dienstag beginnt die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim. Eine festliche Stimmung ob des erreichten Saisonziels wird aber auch dann nicht zu erwarten sein. Wagner hatte schon in der vergangenen Woche angekündigt, dass es nach dem Duell gegen die Eisernen zwei weitere Aufgaben gäbe, auf die man sich konzentrieren werde. Zudem sollte man im Profi-Sport erst dann jubeln, wenn der letzte Meter gegangen ist. Soll heißen: Zumindest offiziell erfolgt das große Aufatmen am Geißbockheim wohl erst, wenn auch in der Theorie die Klasse gehalten ist. Und dazu fehlt aktuell ein Punkt.

Weiterer Umbruch steht an

Intern wird man sich hinter verschlossenen Türen aber ebenfalls schon sehr sicher sein. Der Vergleich der Tordifferenzen, gepaart mit dem Restprogramm gerade der direkten Konkurrenz, lässt wohl kaum noch Rechenbeispiele zu, wie der FC doch noch in die Abstiegszone rutschen könnte. Und so werden die Kaderplanungen nun intensiviert. Die ersten Fragezeichen sind bereits angegangen worden, viele Positionen stehen ohnehin schon für die kommende Spielzeit fest, doch es gibt noch einige Baustellen, die Thomas Kessler und Co. wohl dringend angehen werden. Fakt ist, dass der Umbruch, den der Geschäftsführer in der vergangenen Spielzeit angestoßen hat, noch nicht abgeschlossen ist. Rund 25 Millionen Euro hatte Kessler damals investiert, nun folgen sicher weitere Millionen, die mit diversen Kaufoptionen zusammenhängen. Welche Baustellen dann noch geschlossen werden können, hängt unter anderem mit dem wohl angepeilten Verkauf von Said El Mala zusammen.

Sollten die Kölner den Offensivspieler tatsächlich für die erhoffte Ablöse von rund 50 Millionen Euro abgeben, könnten die Kölner wohl die angestrebten Kaufoptionen ziehen und hätten noch Geld in der Portokasse für weitere Transfers. Die werden je nach Position auch nötig sein. Denn rundum zufrieden ist man mit dem Kader noch nicht.

Keine Probleme gibt es aktuell auf der Keeper-Position. Mit Marvin Schwäbe haben die Geißböcke einen gestandenen Bundesliga-Keeper zwischen den Pfosten. Der Routinier strahlt viel Ruhe aus und überzeugt immer wieder mit starken Reflexen. Schwäbe ist in der jüngeren Vergangenheit zu einem wichtigen Aufbauspieler bei den Geißböcken geworden. Allerdings offenbart der Routinier ab und an Schwierigkeiten bei der Strafraumbeherrschung. Mit Ron-Robert Zieler gibt es zudem einen Weltmeister als Nummer zwei, der als starker Ersatz umgehend zur Verfügung stünde. Ob die Kölner einen weiteren Keeper in den Kader berufen, hängt wohl auch mit dem Trainer zusammen. Unter Steffen Baumgart füllte Matthias Köbbing etwa als Trainingskeeper ein Quartett auf, unter Lukas Kwasniok war „Köbbes“ die Nummer drei. Gut möglich, dass der FC im Fall der Fälle dann aber auf einen starken Keeper aus dem Nachwuchs, Spieler wie Mikolaj Marutzki zurückgreift. Große Not besteht nicht.

Veränderungen in der Innenverteidung

Veränderungen wird es ganz sicher in der Innenverteidigung geben. Die Abgänge von Dominique Heintz und Luca Kilian stehen fest. Timo Hübers wird wohl schon bald die Tinte unter einen neuen Kontrakt setzen. Allerdings ist nicht klar, wann der Ex-Kapitän wieder ins Spielgeschehen eingreifen wird. Auch deswegen schauen sich die FC-Bosse nach einem weiteren Routinier um. Die Kaufoption soll bei Cenk Özkacar gezogen werden. Der Innenverteidiger hat zuletzt mit konstant guten Leistungen überzeugt, die feste Ablöse soll bei rund zwei Millionen Euro liegen. Nicht ganz so einfach wie kolportiert scheint die Situation bei Jahmai Simpson-Pusey sein. Auch den zweiten Stamm-Innenverteidiger würde der FC zu gerne halten. Kein Wunder, der 20-Jährige hat seit seinem ersten Einsatz bei den Geißböcken überzeugt und anfängliche Skepsis früh zerstreut. Dem Vernehmen nach soll die feste Ablöse bei sieben bis acht Millionen Euro liegen.

Viel Geld, aber ein Invest, das sich ganz sicher lohnen würde. Schließlich dürfte der Marktwert bei einer entsprechenden Leistungsentwicklung weiter steigen. Das Problem: Manchester City hat die Hand auf dem Deal, verfügt über eine Kaufoption. Pep Guardiola gilt als großer Fan des Youngsters und wird die positive Entwicklung genau beobachtet haben. Auch Simpson-Pusey selbst sieht sich mittelfristig wieder in der Premier League, möchte aber auch auf Einsatzzeit kommen und fühlt sich in Köln wohl, wie er im Interview mit come-on-fc.com verriet. Ein Verbleib ist nicht ausgeschlossen, heißt es aus England. Möglicherweise mit einer Rückkaufoption, die erst im kommenden Sommer greift, wie etwa bei Felipe Chávez. Auch Rav van den Berg sieht den Schritt nach Köln als Zwischenstation auf seinem Weg in die Premier League an. Allerdings wusste sich der Niederländer bislang nicht so recht durchzusetzen.

Joel Schmied hat noch Vertrag bis 2029 und will im Sommer wieder richtig angreifen. Der Innenverteidiger hatte sich in der Hinserie zum Stammspieler gemausert, war dann aber immer wieder aufgrund von Verletzungen ausgefallen und hat erst am vergangenen Wochenende sein Comeback gegeben. Komplettiert wird die Innenverteidiger-Riege von Julian Pauli und Elias Bakatukanda, die aus ihren Leihen vorerst zurückkehren. Wie es dann weitergeht, wird sich im Sommer entscheiden. Gerade bei Pauli ist die Chance, in Köln zu bleiben, durchaus gegeben.

Nachbesserungen auf der Schiene und auf der Sechs

Auf den Schienen haben die Kölner ebenfalls Handlungsbedarf. Kristoffer Lund wäre zwar für den FC relativ günstig zu haben. Doch der Wahl-US-Amerikaner weist doch noch einige Defizite auf. Den starken Eindruck zu Saisonbeginn konnte Lund nicht konstant bestätigen. Tatsächlich blieben die Wackler mitunter nicht immer ohne Folgen. Auf der linken Seite dürfte also sicherlich noch etwas passieren, möglicherweise auch auf der rechten. Sebastian Sebulonsen und Alessio Castro-Montes sind bis 2028 fest an den FC gebunden, doch gerade letzterer wusste auch nicht immer zu überzeugen. Allerdings ist der Belgier ein auffällig guter Fußballer, der möglicherweise „nur“ seine Konstanz finden muss. Im zentralen Mittelfeld wird der FC Tom Krauß nun fest unter Vertrag nehmen. Denn mit dem Klassenerhalt greift die Kaufpflicht. Isak Johannesson soll sich beim FC weiterentwickeln. Denn trotz der durchwachsenen Spielzeit hält man in Köln große Stücke auf den Isländer.

Die beiden weiteren defensiven Mittelfeldspieler sind dagegen fraglich. Eric Martel hat seinen Kontrakt nach wie vor nicht verlängert. Das lukrative Angebot des vergangenen Sommers hat keine Gültigkeit mehr. Der FC ist auch weiterhin gewillt, Martel zu halten, doch nicht mehr um jeden Preis. Es wird sich schon nach Alternativen umgeschaut. Bei Denis Huseinbasic könnten die Zeichen auf Abschied stehen. Der 24-Jährige spielte zuletzt keine Rolle mehr, wäre am Samstag ohne die Verletzung von Rav van den Berg und die Sperre von Isak Johannesson möglicherweise zum dritten Mal in Serie nicht für den Kader nominiert worden. Schon in der vergangenen Saison gab es Interessenten, unter anderem aus Braga. Der Vertrag läuft noch bis 2027. Will Köln einen Gewinn einfahren, müsste der Spieler aktuell verkauft werden und wäre ein Vielfaches der einst investierten 50.000 Euro wert.

Wie geht es weiter mit Felipe Chávez?

In der offensiveren Kette wird es mindestens einen Abgang sicher geben. Florian Kainz hat bereits angekündigt, dass er seine Karriere beenden wird. Keine Entscheidung scheint bislang über die Zukunft von Felipe Chávez getroffen worden zu sein. Das Talent des FC Bayern München könnte per Kaufoption fest verpflichtet werden. Allerdings hat der junge Peruaner noch keinen großen Eindruck hinterlassen können, die Einsatzzeiten sind bislang überschaubar. Ein guter Fußballer ist Chávez zweifelsohne, aber ob er das Zeug hat, sich nächstes Jahr festzuspielen, darf hinterfragt werden. Die Bayern haben für die Jahre 27 und 28 eine Rückkaufoption im Vertrag verankert. Trotz der anteigenden Form ist auch die Zukunft von Luca Waldschmidt beim FC nicht sicher. Der ehemalige Nationalspieler hat sich oft über die mangelnde Einsatzzeit geärgert – auch öffentlich. Zudem fehlt dem gebürtigen Siegener die Konstanz. Ein Abschied ist möglich.

Wahrscheinlich ist dieser bei Said El Mala. Schon alleine, weil die Kölner Geld brauchen, um den Kader weiter umzukrempeln, die Kaufoptionen zu ziehen. Und der Verkauf könnte sehr lukrativ werden. Doch die Kölner werden Ersatz und dafür dann auch das nötige Kleingeld brauchen. Jakub Kaminski bleibt den Kölnern erhalten. Die Kaufoption wird gezogen, eine Ausstiegsklausel in Höhe von 20 Millionen Euro wird wohl vereinbart. Der Pole ist sicher der große Gewinner dieser Saison – auch für den FC. Dagegen hatten Linton Maina und Jan Thielmann in dieser Spielzeit auf den Außen doch oft ihre Schwierigkeiten. Beide werden wohl in Köln bleiben, doch möglicherweise auch in der kommenden Spielzeit nicht immer erste Wahl sein. Das gilt auch für Marius Bülter. Der Routinier lief lange seiner Form hinterher, erzielte am Samstag immerhin ein Traumtor. Das kann aber nicht über die Leistung der Saison hinwegtäuschen.

Viele Leihspieler kehren nicht zurück

Ragnar Ache ist als einziger Stoßstürmer auch in der kommenden Saison gesetzt. Allerdings werden die Kölner ganz sicher auf der Position des Zielstürmers nachbessern. Das wollten sie bereits im vergangenen Sommer, doch es bleib bei Ache als einziger klassischer Mittelstürmer. Große Hoffnungen ruhen auf Youssoupha Niang und Fynn Schenten. Aber auch in der kommenden Saison? Mindestens genauso wahrscheinlich wären Leihkonstrukte, bei denen die beiden Youngster Spielpraxis sammeln, auf Einsatzzeit kommen. Davon gibt es aktuell auch einige. Doch die meisten werden wohl keine Zukunft mehr in Köln haben. Eine Rückkehr von Imad Rondic ist nahezu ausgeschlossen, die von Jusuf Gazibegovic und Rasmus Carstensen sehr unwahrscheinlich. Jaka Potocnik soll ein weiteres Jahr verliehen werden, müsste dafür aber seinen Kontrakt noch einmal verbessern. Für Mansour Ouro-Togba soll der VfB Stuttgart eine Kaufoption haben.