Die nächste Zuschauerrolle: Deswegen saß Linton Maina auch gegen Bremen nur auf der Bank

Linton Maina kam schon gegen Frankfurt nicht zum Einsatz
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Die nächste Zuschauerrolle: Deswegen saß Linton Maina auch gegen Bremen nur auf der Bank

Linton Maina saß wie schon gegen Frankfurt auch gegen Bremen 90 Minuten auf der Bank. Der gebürtige Berliner ist aktuell nur Ergänzungsspieler beim 1. FC Köln: Deswegen kam Linton Maina gegen Bremen nicht zum Einsatz.

Er wird von dem Kölner Coach gelobt wie kaum ein anderer, eine große Rolle spielt er aber aktuell nicht beim 1. FC Köln: Deswegen kam Linton Maina gegen Bremen nicht zum Einsatz.

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Die Antwort auf die Frage, ob Lukas Kwasniok im Duell gegen Werder Bremen lieber Said El Mala in vorderster Front von der Leine lassen oder doch lieber mit seinem besten Spieler Jakub Kaminski die Offensive antreiben lassen würde, beantwortete der Coach mit einer personellen Überraschung: Warum nicht beide. El Mala lief auf der linken Seite auf, Kaminski auf der rechten. Das Duell der beiden Offensivkräfte dürfte einmal mehr einen enttäuschten anderen Akteur zurückgelassen haben. Denn für Linton Maina blieb erneut nur die Rolle des Zuschauers. Schon gegen Frankfurt hatte der Leistungsträger und Topscorer der Vorsaison 90 Minuten auf der Bank gesessen, nun gegen Bremen zum zweiten Mal in Folge und zum vierten Mal in dieser Saison, plus zwei weitere Begegnungen, in denen er nicht zum Kader gehörte.

„Ich konnte daher nicht auch noch Linton Maina bringen“

Maina kann mit der aktuellen Rolle nicht zufrieden sein. In der Vorsaison noch einer der Kölner Aufstiegsgaranten, in dieser Spielzeit Ergänzungsspieler und zuletzt eben noch nicht einmal das. Da werden auch die positiven Worte von Lukas Kwasniok, der Maina in der Vergangenheit immer wieder über den grünen Klee lobte, nicht viel Aufwind oder Selbstvertrauen geben. Und es erscheint alles andere als unmöglich, dass der Offensivspieler den Verein verlassen könnte. Immerhin haben mit Leart Pacarada, Tim Lemperle und Jeff Chabot die engsten Mannschaftskollegen den Verein ebenfalls verlassen. Maina hatte seinen Kontrakt im Frühjahr sicherlich verlängert, in der Hoffnung Bundesliga zu spielen. Nur ist es mit dem Spielen eben aktuell so eine Sache.

Denn Maina hat aktuell eben zwei Schwergewichte vor sich. „Wir mussten leider verletzungsbedingt einen Wechsel tätigen. Ich konnte daher nicht auch noch Linton Maina als weiteren Offensivspieler bringen. Es ist uns fast um die Ohren geflogen. Aber wenn du hinten liegst, brauchst du Spieler auf dem Feld, die Tore erzielen“, erklärte Kwasniok, der unter anderem El Mala 90 Minuten auf dem Platz ließ. Mit Erfolg. „Ich hätte ihn gerne gebracht, aber es war einfach nicht möglich. Kainz kann ein Tor erzielen, Waldschmidt, Kaminski und Thielmann – die können alle ein Tor erzielen – und Said eben auch.“ Dass Maina das auch kann, steht dabei außer Frage. Nur hatte der Kölner Coach schon zur Pause so in die Spieldynamik eingreifen müssen, dass eben nur noch zwei Wechsel in der Schlussphase möglich waren. Zumal der erste Wechsel schon nach zehn Minuten durch die Verletzung von Dominique Heintz nötig wurde.

Und da entschied sich der Trainer für Waldschmidt, der nach einer perfekten El-Mala-Flanke den Pfosten traf und Kainz, der sich mit einem haarsträubenden Ballverlust einfügte, anschließend aber um Ordnung bemüht war. Für Maina wird es auch in den kommenden Wochen nicht einfach, sich über eine gute Trainingsleistung für mehr zu empfehlen. El Mala dürfte spätestens nach seinem Auftritt gegen Bremen fest gesetzt sein. Und Kaminski ist auch weiterhin für Kwasniok der „beste Spieler“. Die Zeichen könnten also in der Tat auf Abschied stehen.

Leihspieler des 1. FC Köln empfehlen sich plötzlich für festen Kauf

Rasmus Carstensen wurde beim FC nicht so richtig glücklich
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Leihspieler des 1. FC Köln empfehlen sich plötzlich für festen Kauf

Zum FC werden sie wohl nicht mehr zurückkehren, denn Rasmus Carstensen und Mansour Ouro-Tagba empfehlen sich für eine feste Verpflichtung bei ihren Leihclubs. Ganz anders als Imad Rondic, der noch unter Vertrag steht beim 1. FC Köln: Leihspieler empfehlen sich für festen Kauf.

Aktuell blühen sie mal so richtig auf, doch eine Zukunft wird es beim 1. FC Köln wohl nicht geben: Diese Leihspieler empfehlen sich für einen festen Kauf bei ihren Leihclubs.

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Als Christian Keller noch fest im Sattel beim 1. FC Köln saß, erklärte der ehemalige Geschäftsführer Sport in einem Podcast, dass es bei der Verpflichtung von Rasmus Carstensen auch Gegenstimmen gegeben habe. Letztlich habe sich Keller aber durchgesetzt. Richtig angekommen ist der Däne in Köln aber nie. Auch der Rechtsverteidiger galt als einer der Fehlgriffe Kellers, zumindest wurde die Baustelle auf der rechten Defensivseite nie so richtig geschlossen. Aktuell dreht Carstensen in Dänemark mal so richtig auf und empfiehlt sich damit für einen festen Kauf zum Saisonende. Denn bei der Leihe wurde eine Kaufoption vereinbart. Im zweiten Spiel in Serie war der 25-Jährige am Wochenende erfolgreich. Im Spitzenspiel gegen Kopenhagen traf Carstensen zum 2:0 für Aarhus.

Damit übernimmt der 25-Jährige mit seinem Team die Tabellenführung der dänischen Superliga. Schon in der vergangenen Spielzeit verhalf Carstensen Lech Posen in der polnischen Ekstraklasa zur Meisterschaft, nun könnte es den zweiten Titel in Folge geben. Allerdings ist die Spielzeit noch lang. Carstensen kommt nun auf drei Treffer und zwei Vorlagen, ist mittlerweile unangefochtener Stammspieler. Genauso, wie er es schon in Polen war. Eine Rückkehr nach Köln gilt dennoch als sehr unwahrscheinlich. Beim FC fehlt sicherlich die Fantasie, wie es Carstensen bei einem weiteren Anlauf schaffen soll. Immerhin hatte zwischenzeitlich der positionsfremde Jan Thielmann dem Rechtsverteidiger den Rang abgelaufen. Der FC wäre daher mit einer Ablöse durch die gezogene Kaufoption sicherlich glücklich.

Rondic spielt bislang keine große Rolle

Auch Mansour Ouro-Tagba wird wohl keine Zukunft mehr beim FC haben. Der VfB hat ebenfalls eine Kaufoption für den Stürmer und die Chancen stehen nicht schlecht, dass die Schwaben diese nach den weiterhin guten Leistungen auch ziehen. Denn auch für Ouro-Tagba läuft es weiter rund. Gegen Havelse erzielte der 20-Jährige das zwischenzeitliche 2:0. In den vergangenen sechs Spielen traf der Angreifer in Liga 3 fünf Mal und bereitete drei weitere Treffer vor. In der vergangenen Spielzeit hatten die Kölner noch eine Leihe nach Jahn Regensburg abbrechen müssen. Der Stürmer kam fortan in der Regionalliga bei der U21 des FC zum Einsatz. Nun scheint der Durchbruch in der 3. Liga zu gelingen. Das bedeutet aber bekanntlich nicht, dass es auch für die Bundesliga reicht. Es kann, wie im Fall von Said El Mala, es muss nicht, wie im Fall von Marvin Obuz.

Immerhin werden die Kölner so noch Geld an Spielern verdienen, die bereits abgeschrieben schienen. Und Imad Rondic könnte insofern als Gegenbeispiel zum Problem der Kölner werden. Denn auch Rakow Czestochowa verfügt über eine Kaufoption. Nur hat der Bosnier aktuell noch keine überzeugende Bewerbung für höhere Aufgaben in Polen abgegeben. Rondic wartet noch immer auf seinen ersten Treffer für den Erstligisten. In zehn Partien, stand er vier Mal in der Anfangsformation. So richtig glücklich ist man bei Rakow mit der Leistung des Stürmers nicht. Und so deutet aktuell nicht viel darauf, dass der 26-Jährige fest in Polen bleibt. Vielmehr sieht es momentan nach einer Rückkehr ans Geißbockheim aus. Beim FC besitzt der Stürmer noch einen Vertrag bis 2029 – dem Vernehmen nach ordentlich dotiert. Auch das dürfte sich Christian Keller bei der Verpflichtung anders vorgestellt haben.


Lukas Kwasniok wünscht sich höheres „Entwicklungstempo“ beim 1. FC Köln

Lukas Kwasniok beim Heimspiel des 1. FC Köln gegen den Hamburger SV
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Lukas Kwasniok wünscht sich höheres „Entwicklungstempo“ beim 1. FC Köln

Als Lukas Kwasniok im Sommer vom SC Paderborn zu den Geißböcken wechselte, befand sich der Verein im Umbruch. Eine Chance, mit der der 44-Jährige möglichst nachhaltige Veränderungen herbeiführen will beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok wünscht sich ein höheres Entwicklungstempo.

Einen Fußabdruck hinterlassen, etwas aufbauen und Veränderungen herbeiführen – Der Kölner Coach will etwas erreichen beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok wünscht sich ein höheres Entwicklungstempo.

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Dass FC-Trainer Lukas Kwasniok kein Freund von festgefahrenen Strukturen ist, hat nach 14 Pflichtspielen mit wechselnden Startelfen und Positionen seiner Spieler wohl auch der letzte Beobachter längst begriffen. Dem Kölner Coach kann nun wirklich nicht vorgeworfen werden, nicht flexibel auf den jeweiligen Gegner zu reagieren, gegebenenfalls auch Veränderungen während des Spiels vorzunehmen. Und genau dieses Vorgehen ist für den 44-Jährigen der Kern seiner Arbeit: „Um erfolgreich zu sein, musst du aber immer wieder Anpassungen vornehmen. Das machen wir beim FC. Dennoch bin ich manchmal ungeduldig und versuche, das zu beschleunigen“, sagte Kwasniok unlängst dem „Kicker“.

Kwasniok wünscht sich höheres „Entwicklungstempo“

Denn der Kölner Coach wünscht sich ein höheres „Entwicklungstempo“, Veränderungen, die es gilt, gemeinsam anzustoßen. In der Zusammenarbeit mit FC-Sportchef Thomas Kessler sieht Kwasniok dabei gute Chancen, den Verein nachhaltig voran zu bringen. Er selbst bringe dabei den „externen Blick mit“, Kessler sei jung und dynamisch und habe den Vorteil, jeden Stein in Köln zu kennen. Dabei dürfe es keine Tabus geben. Denn „gerade bei großen Traditionsvereinen brauchst du Leute, die vorwärtskommen wollen“, so Kwasniok. Bei eben jenen großen und traditionellen Vereinen sind die Strukturen oftmals festgefahren, nicht flexibel, es gibt ein immenses Anspruchsdenken. Kleinere Clubs hingegen seien weniger festgefahren in ihren Strukturen und es „ist einfacher, Veränderungen anzustoßen“, so der Kölner Trainer.

Als Beispiele benennt der Ex-Paderborner neben seinem vorherigen Verein auch den Bundesligisten Freiburg, Zweitligisten Elversberg sowie einige ausländische Vereine wie den aktuellen schwedischen Meister Mjällby und Bodö/Glimt in Norwegen. Der schnelle Erfolg und das Entwicklungstempo dieser Vereine müsse auch für den FC der Maßstab sein. Und hier will Kwasniok ordentlich mitmischen. „Bevor ich einen Verein wieder verlasse, will ich Bäume pflanzen, in deren Schatten ich nicht sitze. Also: Ich will eine erfolgreiche Zeit mitgestalten, die sich fortsetzt, wenn ich nicht mehr da bin“, so der 44-Jährige. „Meine Vereine sind für mich immer wie eine Familie, für die ich die Verantwortung trage und die ich zu Höchstleistungen anspornen will.“

„Bis dato ein ordentliches Bild“

Höchstleistungen, die die Fans und der Coach auch von den Spielern sehen wollen – und das laut Kwasniok „völlig zu recht.“ Allerdings geht Kwasnioks Blick auch über die einzelnen Akteure hinaus. „Auch das Umfeld wirkt auf eine Mannschaft, Spieler reagieren sensibel darauf und merken, ob jemand hungrig oder selbstzufrieden ist. Es muss immer etwas Neues geben, Monotonie ist der Tod der Aufmerksamkeit“, erklärt der Trainer. „Das versuchen mein Team und ich jeden Tag bei der Trainingsarbeit vorzuleben. Wenn ich diesem Anspruch nicht mehr gerecht werden kann, höre ich auf.“ Die Chance, beim FC einiges zu verändern, sieht der Kölner Coach. Mit einem starken Saisonauftakt sowie 15 Punkten und aktuell Platz zehn in der Bundesliga habe der FC “bis dato ein ordentliches Bild abgegeben.“ Es gebe allerdings noch sehr viel zu tun.

Die Begegnung gegen Bremen offenbart, dass der 1. FC Köln im Kader nachbessern muss

Alessio Castro-Montes vom 1. FC Köln
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Die Begegnung gegen Bremen offenbart, dass der 1. FC Köln im Kader nachbessern muss

In der ersten Halbzeit zeigte der FC am Samstag gegen Bremen seine bislang schlechteste Saisonleistung. Vor allem auf der linken Seite hatten die Kölner Probleme: Der 1. FC Köln wird auf den Schienen nachbessern müssen.

Bereits vor der Begegnung gegen Bremen musste FC-Coach Lukas Kwasniok in der Defensive puzzeln. Doch nicht nur die Verletzungsanfälligkeit in der Innenverteidigung könnte zu Bewegungen bei der Kaderplanung führen: Der 1. FC Köln wird auf den Schienen nachbessern müssen.

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Möglicherweise gab es bereits Berechnungen, wie viele Optionen Lukas Kwasniok bei der Auswahl einer neuen Startelf noch hat. Tatsache ist jedenfalls, dass der Kölner Coach auch im 14 Pflichtspiel dieser Saison eine Anfangsformation wählte, die so in den 13 Partien zuvor noch nicht auf dem Platz gestanden hatte. Das wurde vor allem durch Alessio Castro-Montes möglich. Denn der letzte Neuzugang des vergangenen Sommers stand erstmals bei den Geißböcken in der Startelf. Kwasniok hatte den Belgier vor wenigen Wochen als Mischung aus Lionel Messi und Neymar bezeichnet. Welche Qualitäten der FC-Coach da beobachtet hat, gegen Bremen brachte der 28-Jährige diese offensichtlich nicht aufs Feld. Im Gegenteil: Das Startelf-Debüt im Geißbocktrikot ging erstaunlich daneben.

FC offenbart große Schwächen auf der linken Seite

Ganz offensichtlich hatten die Bremer die linke Seite als den Schwachpunkt der Kölner Defensive ausgemacht. Hätte Kristoffer Lund von Beginn an gespielt, wäre die Vorahnung angesichts der vergangenen beiden Spiele keine besonders atemberaubende gewesen. Der gebürtige Däne mit US-amerikanischem Pass hatte sich sowohl gegen Mönchengladbach als auch gegen Eintracht Frankfurt jeweils zwei „kapitale Aussetzer“ geleistet und damit die Weichen in beiden Begegnungen auf Niederlage gestellt. Vielleicht hatte Kwasniok auch deswegen eben Castro-Montes Lund vorgezogen. Doch auch der Belgier (mit spanischem Pass) wies am Samstagnachmittag erstaunliche Schwächen auf. Senne Lynen, Yukinari Sugawara und Cameron Puertas hatte jedenfalls leichtes Spiel mit dem Kölner.

Immer wieder flogen die Flanken von der rechten Bremer Seite in die Box, immer wieder offenbarte die Kölner linke Seite erstaunliche Schwächen. Beim 0:1 köpfte Castro-Montes den Ball Jens Stage unglücklich vor die Füße. Dessen Flanke leitete den Gegentreffer ein. Da auch Cenk Özkacar nicht seinen besten Tag erwischte, hatte Bremen über den linken Flügel leichtes Spiel. Mehr als 40 Prozent aller Werder-Angriffe kamen über die linke Seite. Das wurde nach der Einwechslung von Kristoffer Lund zur Pause besser. Nur fügte der sich wieder mit einem kapitalen Aussetzer ein, der glücklicherweise von Romano Schmid nicht bestraft wurde. Da auch der FC seine Angriffe über die linke Seite aufzog und Said El Mala ebenfalls einige Male durchkam, so wie in der Nachspielzeit, stand am Ende des Nachmittags ein Zähler mehr auf dem Kölner Konto.

Der FC wird auf der Schiene nachlegen müssen

Unterm Strich verdeutlichte die Begegnung aber einmal mehr, dass der FC trotz des guten Transfersommers im Winter wohl doch noch einmal nachbessern muss. Den Kölnern fehlen auf den Schienen die Alternativen, gerade wenn sich die vermeintlichen Stammspieler nicht in bester Form befinden. Und Lund tut sich dieser Tage zweifelsohne schwer, Castro-Montes war am Samstag auch keine Verstärkung. Ähnlich wie in der Innenverteidigung sucht Kwasniok auch auf den Außenbahnen Alternativen, die nominell eigentlich an anderer Stelle beheimatet sind. Mit Jan Thielmann fand der Kölner Coach am Samstag einen Spieler, der die Position eigentlich spielen kann, aber in der jüngeren Vergangenheit nicht immer die beste Figur machte. Dass Thielmann in der Offensive besser aufgehoben ist, steht wohl außer Frage.

Auch Jakub Kaminski spielte schon mehrfach den defensiven Part auf der Schiene, doch der Kölner Coach will seinen „besten Spieler“ eigentlich schon lieber in der vordersten Kette einsetzen. Auch, wenn genau das am Samstagnachmittag nicht so richtig gut gelang. So stehen die Chancen nicht schlecht, dass der FC auch auf der Außenbahn im Winter noch einmal aktiv wird. In der Kölner Idealvorstellung findet Lund schnell wieder zurück in die Spur. Die Frage wäre dann nur, wie lange er diese halten kann. Dass die Kölner auch auf der Innenverteidigung Bedarf haben, ist wohl alleine durch die zahlreichen Verletzungen mehr als deutlich geworden.

Rav van den Berg ist einer der Lichtblicke beim 1:1 des 1. FC Köln

Rav van den Berg im Duell gegen Werder Bremen
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Rav van den Berg ist einer der Lichtblicke beim 1:1 des 1. FC Köln

Durch die Verletzung von Dominique Heintz spielte Rav van den Berg früher und mehr als zunächst geplant. Doch der Abwehrspieler machte ein gutes Spiel für den 1. FC Köln: Rav van den Berg gibt ein starkes Comeback.

Nach gut zwei Monaten stand er wieder auf dem Platz für den 1. FC Köln: Rav van den Berg gibt gegen Werder Bremen ein starkes Comeback und macht nun Hoffnung auf mehr. Nach der Verletzung von Dominique Heintz kommt der Trainer wohl nicht mehr an dem Innenverteidiger vorbei.

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Lukas Kwasniok hatte dann doch seine Bedenken, Rav van den Berg von Beginn an zu bringen. Schon am Freitag hatte der Trainer angedeutet, dass er sich nicht sicher sei, ob der Niederländer in der Startelf stehen würde. Kwasniok erklärte, er habe ja auch eine gewisse Verantwortung für seine Spieler. Und das Risiko bei Rekonvaleszent van den Berg schien dem Trainer dann wohl zu groß. Fast schon paradox, dass nur zehn Minuten nach Beginn der Partie mit Dominique Heintz ein anderer Innenverteidiger ausfiel – der fünfte auf die gesamte Spielzeit bezogen – und van den Berg dann doch zu seinem Einsatz kam. Eine undankbarer Einstieg, denn die Geißböcke waren zu diese Zeitpunkt schon massiv in die Defensive gerückt, verteidigten die Bremer Offensivbemühungen und das an manchen Ecken (oder auf den Seiten) nicht besonders gut.

Viele Ballkontakte, sichere Pässe

Van den Berg war aber sofort da, verteidigte im Zentrum, blockte, was das Zeug hielt – unter anderem gegen Cameron Puertas wenige Minuten nach seiner Einwechslung. Vor allem störte der Innenverteidiger aber Romano Schmid bei seinem Run Richtung Kasten von Marvin Schwäbe. Möglicherweise so entscheidend, dass der Bremer dann auch am Kölner Keeper scheiterte. Van den Berg steigerte sich in der Viererkette im zweiten Abschnitt dann noch einmal mehr. Der Niederländer hatte am Ende des Spiel die meisten Ballkontakte aller Kölner aufzuweisen und eine überragende Passquote von 96 Prozent. Natürlich gelang auch van den Berg nicht alles. Der 21-Jährige verlor auch einige Zweikämpfe, war aber der stabilste Kölner Verteidiger.

Dass der Neuzugang am kommenden Wochenende gegen den FC St. Pauli zur Startelf gehört, ist wohl angesichts der neuerlichen Verletzung in der hintersten Kölner Reihe sehr wahrscheinlich. Neben dem Niederländer steht dem FC bei einem Ausfall von Heintz als nomineller Innenverteidiger nur noch Cenk Özkacar zur Verfügung. Eigentlich kommt der Kölner Trainer am kommenden Samstag also ab dem Abwehrspieler nicht mehr vorbei. Zumal auch Kwasniok einen guten Eindruck von seinem Innenverteidiger hatte hatte. „Die Kombination hinten raus mit van den Berg und Sebulonsen hat mir sehr sehr gut gefallen“, sagte der Coach nach der Begegnung.

Und van den Berg? „Ich kann noch deutlich besser spielen, aber das ist klar nach dem ersten Spiel nach einer so langen Zeit“, sagte der Verteidiger. Dass van den Berg bereit für die Startelf ist, hat der Spieler auf jeden Fall bewiesen.

Der nächste Ausfall, der nächste Innenverteidiger – dem 1. FC Köln gehen die Spieler aus

Dominique Heintz und Rav van den Berg im Spiel gegen Bremen
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Der nächste Ausfall, der nächste Innenverteidiger – dem 1. FC Köln gehen die Spieler aus

Beim Spiel gegen Werder Bremen stand er in der Anfangsformation und musste nach gut zehn Minuten vom Platz. Auch Dominique Heintz fällt beim 1. FC Köln wohl vorerst aus. Es ist der fünfte Innenverteidiger der Geißböcke, der sich in dieser Saison verletzt hat.

Der Innenverteidiger-Verletzungs-Fluch hält beim FC weiter an. Dominique Heintz fällt beim 1. FC Köln vorerst aus. Der Abwehrspieler musste gegen Bremen nach zehn Minuten vom Platz.

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Unter der Woche hatte sich Kölns Trainer Lukas Kwasniok einen Startelf-Einsatz von Rav van den Berg noch offen gelassen und betont, dass er ja eine gewisse Verantwortung für Rekonvaleszenten habe. Van den Berg spielte zunächst nicht, doch nun gesellt sich möglicherweise ein weiterer Spieler zu der Verletztenliste dazu. Denn Dominique Heintz musste bereits nach gut zehn Minuten vom Platz. Der Abwehrspieler griff sich bereits früh an den Oberschenkel, ließ sich behandeln und ging dann vom Feld. „Das gehört leider dazu, dass jetzt gefühlt alle Innenverteidiger ausfallen. Das ist wie verhext. Für mich ist wichtig, dass wir auch da wieder Lösungen gefunden haben“, sagte Lukas Kwasniok nach der Begegnung. Allerdings betonte der Coach auch, dass noch keine genaue Diagnose vorliege.

Der fünfte verletzte Innenverteidiger

Die wird wohl am Sonntag im Laufe des Tages erfolgen. Heintz wird zumindest in den kommenden Einheiten ausfallen und dem FC ein weiterer Innenverteidiger fehlen – es ist der fünfte in dieser Spielzeit. Luca Kilian riss sich im Sommer zum dritten Mal das Kreuzband, van den Berg musste nach einem Foulspiel im Duell gegen den VfL Wolfsburg an der Schulter operiert werden, Timo Hübers zog sich gegen den BVB eine schwere Knieverletzung zu und Joel Schmied in der vergangenen Woche eine Muskelverletzung. Nun also auch Heintz. Neben dem Rückkehrer van den Berg ist Cenk Özkacar der einzige fitte gelernte Innenverteidiger im Kölner Kader. Schon in den vergangenen Wochen mussten mit Eric Martel oder Sebastian Sebulonsen immer wieder positionsfremde Spieler im Abwehrzentrum ran.

Im Trainingslager in Bad Waltersdorf hatte sich zudem Julian Pauli verletzt. Der Youngster ist bekanntlich mittlerweile an Dresden verliehen. Ob und wie lange Heintz ausfällt, wird sich also am Sonntag herausstellen. Wirklich optimistisch klang der Kölner Trainer aber nicht.

Nur ein Erfolg in Bremen seit 30 Jahren – Kann der 1. FC Köln die nächste Bilanz aufpolieren?

Anthony Ujah trifft im Weserstadion in Bremen (Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images)
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Nur ein Erfolg in Bremen seit 30 Jahren – Kann der 1. FC Köln die nächste Bilanz aufpolieren?

Der FC spielt am Samstag nicht nur gegen Bremen, sondern dort auch gegen die nächste Negativbilanz. Seit 30 Jahren hat Köln nur einen Erfolg an der Weser einfahren können. Doch das Gesetz der Serie hat die Geißböcke in dieser Spielzeit eher selten abgeschreckt. Kann der 1. FC Köln den Bremen-Fluch beenden?

Das Weserstadion ist für die Geißböcke wahrlich kein gutes Pflaster. Nur ein Sieg in 30 Jahren steht zu Buche. Nun soll die Wende her: Kann der 1. FC Köln den Bremen-Fluch am Samstagnachmittag beenden?

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Eigentlich hätte Anthony Ujah seine Karriere gerne fortgeführt, doch im August 2025 trat der Stürmer vom aktiven Dasein als Fußballprofi zurück. „Heute treffe ich die schwerste Entscheidung meines Lebens: Ich beende meine Karriere als Profifußballer“, hatte Ujah damals auf Instagram geschrieben. Der 35-Jährige kann auf eine abwechslungsreiche Laufbahn zurückblicken. Und am Samstag wird der Angreifer möglicherweise nach Bremen blicken, denn da treffen gleich zwei seiner Ex-Vereine aufeinander. Und Ujah ist tatsächlich der Siegtorschütze beim letzten Kölner Erfolg im Weserstadion gewesen. Im Oktober 2014 erzielte der Stürmer den einzigen Treffer der Begegnung in Bremen. Thomas Kessler saß damals als Ersatzkeeper auf der Bank. In den folgenden acht Partien gab es vier Niederlagen und vier Mal ein 1:1.

Ujah trifft für und gegen Köln

Seit 1995 haben die Kölner nur dieses eine Mal in Bremen gewonnen. Ebenfalls 1:0 nach einem Treffer von Stefan Kohn, aber in Unterzahl, weil der Vater des heutigen Werder-Spielers und Ex-Kölner Mitchell Weiser, Patrick Weiser, mit Gelb-Rot vom Platz musste. Die Bilanz ist also alles andere als eine gute gegen Werder. Und doch gibt es natürlich Hoffnung. Denn der FC ist in dieser Saison geradezu Spezialist, wenn es darum geht Bilanzen aufzupolieren. Freiburg, Hoffenheim und der Hamburger SV waren in den vergangenen Jahren alles andere als gern gesehene Gegner. Gegen alle drei sammelten die Geißböcke bekanntlich neun Punkte ein. Warum also nicht gegen Bremen. Bei der Eintracht verhielt es sich in der vergangenen Woche bekanntlich andersrum. Der FC hatte nur einmal seit 1994 gegen Frankfurt daheim verloren. Eben bis zum 3:4 am vergangenen Spieltag.

Und jede Statistik ist natürlich nur so gut, wie man sie liest. Zwar hat Bremen von den vergangenen sieben Duellen gegen den FC nur eins verloren, da setzte es aber eine – aus Werder-Sicht – bittere 1:7-Klatsche. Unmittelbar nach dem letzten Erfolg der Kölner über Bremen wechselte Anthony Ujah dann an die Weser, spielte für Bremen und wurde in der 2. Runde zum Pokalhelden, als er das 1:0 für die Nordlichter erzielte. Natürlich gegen den 1. FC Köln.

Fragezeichen in der vordersten und hintersten Kette – So könnte der 1. FC Köln in Bremen starten

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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Fragezeichen in der vordersten und hintersten Kette – So könnte der 1. FC Köln in Bremen starten

Nach der knappen 3:4-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt am vergangenen Wochenende steht für die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok mit dem Auswärtsspiel beim SV Werder Bremen der zwölfte Spieltag in der Bundesliga vor der Tür. Wer am Samstagnachmittag in Bremen von Beginn an auf dem Feld steht, ist aber noch offen. So könnte der 1. FC Köln in Bremen spielen.

Für den 1. FC Köln steht mit der Partie beim SV Werder Bremen das nächste Auswärtsspiel auf dem Programm. Im Vergleich zum vergangenen Spiel gegen Eintracht Frankfurt muss Trainer Lukas Kwasniok auf zwei Spieler verzichten, die gegen die Hessen in der Startelf standen. Daher muss der FC-Coach seine Startelf in Bremen definitiv auf zwei Positionen verändern. So könnte der 1. FC Köln in Bremen spielen.

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Nachdem sich die Personalsituation vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt noch ein wenig entspannt hatte, sieht die Situation vor dem kommenden Spiel in Bremen wieder anders aus. Neben den beiden Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian muss der FC an der Weser auch ohne Joel Schmied und Ragnar Ache auskommen. Während sich Schmied gegen Frankfurt eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen hatte, erlitt Ache am Mittwoch im Training durch einen Ellbogentreffer eine Gehirnerschütterung. Dadurch muss Lukas Kwasniok seine Mannschaft im Vergleich zum Spiel gegen die Eintracht also auf mindestens zwei Positionen verändern. Zudem könnte Kwasniok auch wieder zu einer Dreierkette zurückkehren. Im Spiel gegen Frankfurt startete der FC mit einer Viererkette, zeigte sich dabei jedoch nicht wirklich sicher.

Kaminski mit El Mala auf der Schiene?

Im Tor ist Marvin Schwäbe natürlich weiterhin gesetzt. Vor dem Schlussmann dürften in einer Dreierkette Dominique Heintz links, Eric Martel zentral und van den Berg rechts beginnen. Für den Niederländer wäre es der erste FC-Einsatz seit dem Auswärtsspiel in Wolfsburg Mitte September. Van den Berg selbst sieht sich bereit für sein FC-Comeback. „Jetzt bin ich wieder da. Vielleicht sieht das der Coach anders. Aber wenn mich der Coach braucht, bin ich da“, so der 21-Jährige. Kwasniok hingegen wollte noch keinen Hinweis auf eine mögliche Startelfnominierung von van den Berg geben und betonte, dass die Rolle in der Innenverteidigung die einzige offene Position für das Spiel in Bremen sei. Van den Berg sei „ein Gedankengang. Der liegt auf der Hand, logischerweise. Ich muss gestehen, dass im Fall eines fitten Joel Schmied die Überlegung noch nicht vorhanden gewesen wäre. Er ist gerade an der Schwelle“, so der 44-Jährige auf der Pressekonferenz.

Während Sebastian Sebulonsen erneut auf der rechten Schienenposition beginnen dürfte, könnte Kristoffer Lund auf der anderen Seite nach zwei unglücklichen Auftritten auf die Bank rotieren. Die Position des Linksverteidigers dürfte dann Jakub Kaminski einnehmen, der in dieser Spielzeit in dieser Rolle zu überzeugen wusste. Im zentralen Mittelfeld hat Isak Johannesson seinen Platz sicher. Neben dem Isländer könnte wie bereits in den vergangenen Spielen Denis Huseinbasic beginnen. In der Offensive dürfte Marius Bülter für Ragnar Ache starten und somit die Position des Stürmers einnehmen. Rechts scheint aktuell Jan Thielmann die besten Karten zu haben und wird wohl auch in Bremen von Beginn an auf dem Feld stehen. Die offene Position auf der linken Seite durch das Zurückziehen von Kaminski wird voraussichtlich Said El Mala besetzen.

Allerdings könnte Kwasniok auch weiterhin auf eine Viererkette setzen. In diesem Fall würden Heintz und Van den Berg wohl die Innenverteidigung bilden, Sebulonsen und Kaminski die beiden Außenverteidigerpositionen besetzen und Martel neben Johannesson ins Zentrum rücken. Überdies könnte dann Waldschmidt für Huseinbasic ins Team rücken und hinter Bülter als eine Art Zehner agieren.

So könnte der FC gegen Bremen spielen

Marvin Schwäbe im Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Marvin Schwäbe

Dominique Heintz vom 1. FC Köln

Dominique Heintz

Eric Martel gibt beim 1. FC Köln den Ton an

Eric Martel

Rav van den Berg im Einsatz für den 1. FC Köln

Rav van den Berg

Sebastian Sebulonsen im Testspiel gegen Leicester City

Sebastian Sebulonsen

Denis Huseinbasic im Testspiel gegen Atalanta Bergamo

Denis Huseinbasic

Isak Johannesson

Jakub Kaminski nach seinem starken Auftritt gegen den HSV

Kristoffer Lund

Said El Mala und Jakub Kaminski sind zwei Gewinner des ersten Saisondrittels

Said El Mala

Jan Thielmann nach seinem Treffer gegen Darmstadt

Jan Thielmann

Marius Bülter jubelt für den 1. FC Köln

Marius Bülter



Umschaltsituationen und Game-Management: So will der 1. FC Köln in Bremen punkten

Jan Thielmann beim Spiel des 1. FC Köln gegen Werder Bremen
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Umschaltsituationen und Game-Management: So will der 1. FC Köln in Bremen punkten

Für den FC steht am 12. Spieltag mit Werder Bremen eine besonders schwere Aufgabe an. Denn das Weserstadion ist nicht das beste Pflaster und Trainer Lukas Kwasniok erwartet einen schweren Gegner. Dennoch sollen auch drei Punkte eingefahren werden. So will der 1. FC Köln in Bremen punkten.

FC-Trainer Lukas Kwasniok erwartet am Samstagnachmittag einen schweren Gegner beim Auswärtsspiel seiner Geißböcke bei Werder. Dennoch soll nun die sportliche Trendwende geschafft werden. So will der 1. FC Köln in Bremen punkten.

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Nach dem fulminanten Saisonauftakt mit sieben Punkten aus den ersten drei Spielen ist der FC zuletzt wieder ein wenig auf dem Boden der Tatsachen heimisch geworden. Auch in den vergangenen acht Partien gab es sieben Zähler. Von den vergangenen fünf Pflichtspielen gingen sogar vier verloren. Der Trend hat sich also durchaus verkehrt. „Es liegt in der Natur der Sache, dass du als Aufsteiger irgendwann auch mal zwei Spiele am Stück verlieren wirst und höchstwahrscheinlich auch mal irgendwann sogar vielleicht drei oder vier“, sagte Lukas Kwasiok. „Unser Ziel ist ganz klar der Klassenerhalt, das haben wir vom ersten Tag an auch so kommuniziert“, betonte der Coach und deutete an, dass gerade der Auftakt die Menschen habe Träumen lassen. „Es sind halt zwei Spiele, die uns einfach einen Puffer gegeben haben und den haben wir nach wie vor.“

„Das Beste, was die Liga zu bieten hat“

Und mit diesem Puffer geht es nun in das schwere Auswärtsspiel bei Werder Bremen. Nach einem holprigen Saisonstart hätte sich der Gegner nun wieder „stabilisiert und haben ganz klare Abläufe in der Arbeit mit dem Ball. Sie spielen einen ansehnlichen schönen Fußball und sind vor allem in Umschaltsituationen somit das Beste, was die Bundesliga zu bieten hat“, schwärmte Kwasniok fast schon. „Sie warten wie so Hyänen auf Bälle, die sie abgreifen können, um dich dann in Richtung gegnerisches Tor überfallartig auf dem falschen Fuß zu erwischen. Das macht sie echt aus.“ Der Leistungsverlauf steht ein wenig im Gegensatz zu dem der Kölner. Mit dem Pokal-Aus gegen Bielefeld und vier Punkten aus fünf Spielen ging es in den Herbst. Aus den vergangenen sechs Spielen holte Werder dann aber elf Zähler.

Kwasniok freut sich auf einen offenen Schlagabtausch. „Wir freuen uns auf dieses Duell, weil beide Mannschaften grundsätzlich einfach nach vorne spielen wollen, ein gewisses Risiko gehen und dadurch eben aber auch Fehler entstehen, die dann normalerweise irgendwie auch zu Torerfolgen führen“, sagte der 44-Jährige. „Deswegen kann es für die Zuschauer ein recht attraktives Spiel werden.“ Doch gerade die gemachten Fehler brachen dem FC zuletzt gleich zwei Mal das Genick. „Wir haben zuletzt zu viele Elfmeter-Situationen verursacht und hatten darüber hinaus ein, zwei kapitale Aussetzer“, sagte der Coach. „Wir haben die Spiele zuletzt in fünf, sechs, acht oder zehn Minuten hergegeben. Wenn du zwei Tore zurückliegst, dann hast du immer die Möglichkeit, ins Spiel zurückzufinden.“

Mehr Gefahr über die Außen

Vor allem Kristoffer Lund geriet auf der linken Seite einige Male in Bedrängnis, sah in den vergangene beiden Spielen jeweils bei mehreren Gegentreffern nicht gut aus. Auch anderen Spielern unterliefen „kapitale Aussetzer“. Kwasniok hofft nun auf ein besseres „Game-Management“ wenn es mal nicht ganz so gut laufe. Dann gehe es auch darum, „eine Fehlervermeidung an den Tag zu legen“. Zudem verspricht sich der Coach mehr Torgefahr von seinen Wingbacks. Wie berichtet, ist diese bislang eher überschaubar. Weder Sebastian Sebulonsen noch Lund haben bislang einen Assist erzielt, obwohl der FC durchaus Flanken schlägt. „Da haben wir definitiv Luft nach oben und da versuchen wir jetzt die richtige Balance zu finden“, sagte Kwasniok.

Der Kölner Trainer ist zudem auf der Suche nach der richtigen Startelf. Mit Joel Schmied und Ragnar Ache fallen zwei Spieler aus, die zu den potenziellen Kandidaten einer Anfangsformation gehören. Vor allem der Ausfall des Schweizers wiegt angesichts der ohnehin schon angespannten Personal-Situation im Defensivverbund schwer. Immerhin kehrt Rav van den Berg zurück. Eine Startelf-Garantie wollte Kwasniok dem Niederländer aber nicht aussprechen. Der 21-Jährige sei aber sicher ein Gedankengang für die Anfangsformation. Ragnar Ache dürfte wohl durch Marius Bülter ersetzt werden, der in der vergangenen Woche seine Torgefahr mal wieder unter Beweis gestellt hat. Ansonsten habe der Trainer in der Offensive mal wieder die „Qual der Wahl“. Der FC darf einmal mehr auf viel Unterstützung aus der Heimat bauen. 4500 FC-Fans begleiten den Club ins Weserstadion.

So ordnet Lukas Kwasniok die Standardschwäche des 1. FC Köln ein: „Reicht nicht, um richtig gut zu sein“

Lukas Kwasniok wirkt nachdenklich
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So ordnet Lukas Kwasniok die Standardschwäche des 1. FC Köln ein: „Reicht nicht, um richtig gut zu sein“

Nach wie vor sind die Standardsituationen eine Schwäche der Geißböcke und das eben in beide Richtungen. Hinten zu anfällig, vorne zu ungefährlich – ein Manko des 1. FC Köln: So ordnet Lukas Kwasniok die Standardschwäche ein.

Erst zwei Tore nach einem Standard geschossen, aber schon elf kassiert. Es ist und bleibt das große Manko beim 1. FC Köln: So ordnet Lukas Kwasniok die Standardschwäche ein.

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Nach einem knappen Drittel der aktuellen Bundesliga-Saison hat sich beim FC eine Schwäche ganz klar herauskristallisiert. Der FC hat große Probleme bei den Standardsituationen. Erst am vergangenen Spieltag fing sich Köln wieder einmal einen Treffer nach einer Ecke. Lukas Kwasniok hatte nach dem Spiel erklärt, dass es Torschütze Arthur Theate auch sehr gut gemacht habe. Dennoch stand der Frankfurter unter Beobachtung von Ragnar Ache, der es in dieser Situation dann nicht so gut gemacht hatte. Die Bilanz ist bitter: Die Geißböcke haben bereits elf von 19 Gegentoren nach einem ruhenden Ball kassiert, darunter schon vier Elfmeter. Zwar betonte der Kölner Trainer zuletzt, dass es eine Menge Gegentore nach Standards gegeben habe, zu hoch wollte der Coach das Thema aber nicht hängen.

„Das Ergebnis ist bisher das gleiche“

Doch da ist noch eine weitere Standardschwäche – nämlich die auf der anderen Seite. Die Kölner strahlen nämlich bei den eigenen Versuchen nicht so wirklich viel Gefahr aus. Die Bilanz liest sich bitter. 47 Ecken, kein Tor. 20 Tore, zwei nach Standards – einmal ein Elfmeter von Luca Waldschmidt sowie der direkt verwandelte Freistoß von Florian Kainz gegen den Hamburger SV. Nur die Rothosen und Heidenheim erzielten noch weniger Treffer mit dem ruhenden Ball (jeweils einen). Spitzenreiter ist Freiburg mit neun, vor den Bayern mit acht erfolgreichen Standards. „Wir haben Eckbälle erstmal zum Tor geschlagen. Jetzt ist es so, dass wir sie überwiegend weg vom Tor schlagen, weil wir dann versuchen, eher in den Ball reinzulaufen“, so der Kölner Coach am Freitag. „Ich sage jetzt mal so, das Ergebnis ist bisher das gleiche.“ Nämlich ein erfolgloses.

Nur gegen die Bayern im DFB-Pokal war der FC nach einer Ecke erfolgreich. „Das gibt uns aktuell schon so einen gewissen Glauben daran, dass wir mit den Bällen weg vom Tor erfolgreich sein können“, sagte der Coach. „Weil bei den Bällen, die zum Tor geschlagen worden sind, da hast du das Gefühl gehabt, besser wäre es, wenn der Gegner direkt den Abstoß hat.“ Deutliche Worte von Kwasniok und vielleicht auch eine gewisse Forderung an seine Offensive. Doch der Trainer will auch schon einen Fortschritt ausgemacht haben. „Wir werden besser, aber wenn du in einem Teilbereich nicht gut warst und du dann besser wirst, bist du halt immer noch bei so einer 3,5. Das reicht, um versetzt zu werden, das reicht aber nicht, um richtig gut zu sein.“ 

Und deswegen lautet die Marschroute des Coachs: „Also gilt es, zu lernen und arbeiten, zu lernen und arbeiten.“