Mit Köpfchen und Effizienz: Marius Bülter überzeugt beim FC mit einer neuen Stärke

Marius Bülter im Spiel gegen den SC Freiburg
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Mit Köpfchen und Effizienz: Marius Bülter überzeugt beim FC mit einer neuen Stärke

Trotz seiner 1,88 Meter war Marius Bülter bisher noch nicht als Kopfballungeheuer aufgefallen, erzielte seine Tore meistens anders. Jetzt hat der Stürmer in den ersten beiden Ligaspielen direkt zweimal per Kopf getroffen für den 1. FC Köln: Marius Bülter zeigt eine neue Qualität.

In den ersten beiden Ligaspielen war Marius Bülter der gefeierte Mann. So steht er nach zwei Spielen bei zwei Vorlagen und zwei Toren. Letztere erzielte der Angreifer mit dem Kopf für den 1. FC Köln: Marius Bülter zeigt eine neue Qualität.

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45 Tore hatte Marius Bülter vor Beginn seiner Zeit in der Domstadt im deutschen Profifußball geschossen. Die meisten davon erzielte der Angreifer mit den Füßen. Als großes Kopfballungeheuer war der 32-Jährige in der Zeit noch nicht aufgefallen. Und das, obwohl der ehemalige Hoffenheimer mit 1,88 Meter ganz gute physische Voraussetzungen dafür mitbringt. Aber nur vier seiner 45 Treffer machte der flexible Offensivspieler mit dem Kopf. Diese Anzahl hat er beim 1. FC Köln jetzt schon fast eingestellt. Denn an den ersten beiden Spieltagen der Bundesliga traf der Neuzugang zweimal für den FC – beide Male per Kopfball.

Profiteur vom guten Flankenspiel

Anscheinend entdeckt Bülter bei den Kölnern eine neue Qualität für sich. Ein Grund dafür könnte die Spielweise von Trainer Lukas Kwasniok sein. Der Coach ist dafür bekannt, auch auf Flanken zu setzen. Dabei werden die Bälle aber nicht einfach nur wild in den Strafraum geschlagen, sondern in der Regel gut vorbereitet. Wie etwa bei Bülters Tor gegen Freiburg: Bei der Hereingabe von Jan Thielmann zogen zwei Kölner am ersten Pfosten beziehungsweise im Zentrum die Aufmerksamkeit der Verteidigung der Breisgauer auf sich, während Bülter hinten einlief und unbedrängt zum Kopfball kam. Gegen Mainz wiederum stellte Kwasniok in der Schlussphase bewusst Luca Waldschmidt etwas zurückzogen rechts auf, damit dieser mit seinem starken linken Fuß Flanken aus dem Halbfeld mit Zug zum Tor spielen konnte, während gleichzeitig vorne mit Bülter und Ragnar Ache zwei physisch starke Profis im gegnerischen Strafraum waren. Der Plan des Trainers ging bekanntlich voll auf und Bülter nutzte bei seinem Treffer seine ganzen 1,88 Meter, um den Ball noch leicht zu treffen.

Bei den beiden Toren des 32-Jährigen fällt jedoch noch eine weitere Sache auf: Es waren in den bisherigen Ligaspielen die einzigen Torabschlüsse des Stürmers. Jeder seiner Schüsse aufs Tor war bis jetzt ein Treffer, der Angreifer zeigt sich maximal effizient. Die geringe Anzahl an Schüssen könnte daran liegen, dass Kwasniok von seiner Sturmspitze verlangt, sehr beweglich zu agieren. So weicht der Neuzugang auch öfter auf die Flügel aus. Dadurch schaffte er etwa gegen Freiburg zwei Vorlagen. Aber dass der Offensivspieler seine Quote von einem Abschluss pro Tor nicht die ganze Saison über wird halten können, ist logisch. Trotzdem wäre es für den FC sehr wichtig, wenn Bülter weiter eine gute Chancenverwertung hat. Denn zum Start in die zweite Liga vor einem Jahr war genau diese eine große Schwäche der Geißböcke. Es bleibt daher abzuwarten, wie effizient sich Bülter die Saison über zeigt – und wie viele Kopfballtore er noch nachlegen wird. Wobei die FC-Fans bestimmt nichts dagegen hätten, wenn der Angreifer stattdessen im nächsten Spiel – wie früher so häufig – auch mit dem Fuß trifft.


Kölns perfekter Saisonstart: Die Basis ist die Defensive – aber ein Wert ist alarmierend

Kristoffer Lund und Joel Schmied vom 1. FC Köln
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Kölns perfekter Saisonstart: Die Basis ist die Defensive – aber ein Wert ist alarmierend

Mit sechs Punkten aus zwei Spielen ist der FC ziemlich stark in die neue Saison gestartet. Vor allem die Defensive scheint eine wichtige Rolle dabei zu spielen. Denn bisher bekam Marvin Schwäbe nicht wirklich viel zu tun beim 1. FC Köln: Die Basis des Erfolgs ist bisher die Abwehr.

Kaum einer hätte den Geißböcken vor der Saison nach zwei Spieltagen sechs Zähler auf dem Konto zugetraut. Vor allem, weil den Kölnern das Toreschießen in der vergangenen Spielzeit eher schwer gefallen ist. Doch nicht nur die Kölner Scorer sorgen für den guten Start beim 1. FC Köln: Die Basis des Erfolgs ist bisher die Abwehr.

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Es war ein Moment der Unachtsamkeit. Er kam zu einem Zeitpunkt, da versank die Kölner Anhängerschaft schon in purer Glückseligkeit. Die Begegnung war natürlich schon längst entschieden, als Freiburgs Maximilian Eggestein zum 4:1 einköpfte. Der Kölner Freude tat das natürlich keinen Abbruch, dabei hätte nicht viel gefehlt und der FC wäre als einziger Bundesligist mit einer weißen Weste in die erste Länderspielpause gegangen. So oder so stellen die Geißböcke bislang mit die beste Defensive. Und genau darauf scheint auch ein Fokus von Trainer Lukas Kwasniok in dieser Spielzeit zu liegen. „St. Pauli hatte in der Vorsaison mit die wenigsten Gegentore und sie sind deswegen auch ziemlich souverän in der Klasse geblieben“, sagte Timo Hübers am Dienstag. „Das ist die Basis“, so der Abwehrspieler weiter.

„Fleiß steht über allem“

Die Basis ist die stabile Defensive und die fängt laut Abwehrchef ziemlich weit vorne, nämlich in der ersten Linie an. „Ich glaube, wir haben da einen ganz guten Verbund. Wir versuchen die Abstände von ganz vorne bis ganz hinten nicht viel zu groß werden zu lassen“, sagte Hübers. „Wir wollen einen engen Block haben, um den der Gegner herumspielen muss. Das war gegen Freiburg nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Nichtsdestotrotz hatte Freiburg jetzt auch nicht die ganz dicken Torchancen.“ Tatsächlich gab es gegen den FC in den ersten beiden Ligaspielen nur eine einzige Großchance – und die wurde nicht genutzt. Zwar ließ der FC bislang schon 26 gegnerische Torschüsse zu, allerdings gerade einmal fünf die auf das Kölner Tor kamen. Auf den gleichen Wert kommen nur die Bayern und Mainz.

So bleibt unterm Strich ein Gegentor. Einzig Borussia Mönchengladbach kassierte genauso viele Treffer. Die Defensive steht also aktuell beim FC stabil. Neben der Kommunikation auf dem Platz sieht Abwehrchef Hübers vor allem aber einen Grund dafür: „Fleiß steht über allem in der Defensive und Disziplin – und das gilt es dann in jeder Formation auf den Platz zu bringen.“ Und die Formationen können bekanntlich unter Trainer Lukas Kwasniok auch schonmal variieren. So lässt der Coach mal mit fünf Akteuren in der letzten Reihe spielen, mal mit einem Sechser mehr, „wenn man aktive Halbverteidiger hat, ist das fast das gleiche, dass die dahinter eine Viererkette bilden“, so Hübers. Die Abläufe blieben eigentlich die gleichen. Die Idee sei, mit der letzten Linie „immer wieder rauszuschieben, die Abstände nicht zu groß werden zu lassen und fleißig zu sein.“

Schlechte Zweikampfwerte

Und das scheint den Kölnern und auch Hübers aktuell zu gelingen. Zumindest die Ergebnisse geben den Kölner „für den Moment recht.“ Allerdings ist in den Daten dann doch noch eine kleine andere Wahrheit versteckt, die das Kölner Defensivverhalten dann doch nicht ganz so gut aussehen lässt. Der FC gewann bislang gerade einmal 43 Prozent seiner Zweikämpfe – der schlechteste Wert der Liga, unmittelbar hinter Heidenheim. Der Sprung zu Werder Bremen, Rang 16, ist dann mit 48 Prozent schon ein erstaunlich großer. Zudem haben die Geißböcke mit Abstand die wenigsten Bodenzweikämpfe bislang bestritten. Die Kölner haben von denen erst 128 Zweikämpfe gewonnen – ebenfalls der schlechteste Wert der Liga. Im Grunde ist es genau wie Timo Hübers sagt: „Es gibt noch Luft nach oben“.


Der 1. FC Köln startet besser als die Aufsteiger vergangener Jahre – doch da ist noch die eigene Historie

Lukas Kwasniok mit Eric Martel nach dem Sieg gegen Freiburg
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Der 1. FC Köln startet besser als die Aufsteiger vergangener Jahre – doch da ist noch die eigene Historie

Zwei Spiele, zwei Siege: Der FC hat in den ersten Partien direkt nachgewiesen, dass er die Qualität für die Bundesliga hat. Damit kamen die Geißböcke deutlich schneller auf dem Niveau an als ihre Vorgänger: Der 1. FC Köln legt den besten Start eines Aufsteigers seit Jahren hin.

Im Vergleich mit den Liga-Neulingen der Vorjahre steht der FC mit sechs Punkten aus zwei Partien sehr gut da: Der 1. FC Köln legt den besten Start eines Aufsteigers seit Jahren hin. Die Vorgänger der Geißböcke brauchten in den vergangenen Spielzeiten deutlich länger, um sich an das Niveau anzupassen.

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Statistisch gesehen fehlt dem 1. FC Köln nur noch ein Punkt gegen den VfL Wolfsburg am Samstag, um den Klassenerhalt zu sichern. Denn mit sieben Punkten nach drei Spieltagen ist noch nie ein Aufsteiger am Ende der Saison aus der Bundesliga abgestiegen. Diesem Fakt dürfte FC-Trainer Lukas Kwasniok wohl keine Beachtung schenken, denn so eine statistische Spielerei ist natürlich keine Garantie. Eine andere Sache dürfte dem Coach aber deutlich besser gefallen: Die Geißböcke legten mit sechs Zählern aus drei Partien den besten Start eines Aufsteigers seit einigen Jahren hin. Das zeigt, dass der FC bereits jetzt besser als seine Vorgänger der vergangenen Jahre auf dem Niveau der Bundesliga mithalten kann.

Vergangenen vier Aufsteiger nach zwei Spielen ohne Punkt

Das letzte vorherige Mal, dass ein Liga-Neuling mit zwei Siegen startete, war 2017/18. Damals gewann Hannover 96 zum Saisonbeginn ebenfalls in Mainz und gegen Schalke 04. In den abgelaufenen Spielzeiten 2024/25 und 2023/24 taten sich die Aufsteiger jedoch deutlich schwerer. So blieben die vergangen vier (Holstein Kiel, St. Pauli, 1. FC Heidenheim, Darmstadt 98) an den ersten beiden Spieltagen ohne Punkte. Drei von ihnen mussten sogar bis zum vierten Match auf den ersten Zähler warten. Nur Heidenheim gelang in der dritten Partie bereits ein Unentschieden. Gewonnen haben die Teams erst nach der vierten (Heidenheim), fünften (St. Pauli), sechsten (Darmstadt) oder sogar erst der neunten (Kiel) Begegnung.

Die Mannschaften hatten eindeutig Anpassungsprobleme an die Bundesliga. Sie mussten sich erst an das höhere Niveau gewöhnen und hatten somit Probleme, Spiele für sich zu entscheiden. Darin ist der FC ihnen schon jetzt eindeutig voraus. Denn mit den Verpflichtungen und den verbliebenen Profis, die bereits länger im Verein sind, haben die Kölner direkt die Qualität gezeigt, um in der Bundesliga dagegenhalten zu können. Dabei dürfte auch helfen, dass der Verein im Gegensatz zu den anderen vier früheren Aufsteigern bereits als Club einiges an Erfahrung in der ersten Liga hat und somit mehr weiß, was in dieser gefordert ist. Dass das aber keine Garantie auf einen guten Start ist, zeigt sich an Werder Bremen und Schalke 04 2022/23. Bremen holte an den ersten beiden Spieltagen zwei Punkte, Schalke nur einen. Die Werderaner holten dann im dritten Match ihren ersten Sieg, die Knappen dagegen erst in der sechsten Partie.

Abstieg vor 20 Jahren als mahnendes Beispiel

Die Geißböcke haben mit ihrem Saisonbeginn dagegen schon eine gute erste Grundlage gelegt und gezeigt, dass sie in der Bundesliga eine ordentliche Rolle spielen können. 1996 gewann der FC zuletzt drei Spiele in Serie in der Liga – damals unter Peter Neururer. Dass sich das Blatt aber auch schnell wenden kann, weiß der Verein aus der eigenen Historie. So starteten die Kölner 2005/06 als Aufsteiger ebenfalls mit Erfolgen gegen zwei damalige Europapokal-Teilnehmer, nämlich – wie in der aktuellen Saison – Mainz und den VfB Stuttgart. Am Ende landete der FC jedoch auf Platz 17 und musste direkt wieder den Gang in die zweite Liga antreten. Dieses Mal soll es anders kommen. Und eine bessere Grundlage als ihre Vorgänger der vergangenen Jahre haben die Kölner dafür schonmal gelegt.


Überraschungs-Transfer bahnt sich an: Wölfe rüsten vor FC-Spiel namhaft auf

Christian Eriksen spielt künftig wohl für den VfL Wolfsburg
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Überraschungs-Transfer bahnt sich an: Wölfe rüsten vor FC-Spiel namhaft auf

Anscheinend gibt es prominente Verstärkung beim Gegner des 1. FC Köln: Der VfL Wolfsburg steht offenbar unmittelbar vor der Verpflichtung von Christian Eriksen. Der Däne spielte zuletzt noch für Manchester City.

Ausgerechnet vor dem Spiel gegen Köln könnte es einen prominenten Zugang in der Bundesliga geben und das beim Gegner des 1. FC Köln: Wolfsburg befindet sich offenbar unmittelbar vor der Verpflichtung von Dänemarks Kapitän Christian Eriksen. Der Mittelfeldspieler war zuletzt vereinslos.

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Die Bilder von der Europameisterschaft 2001 sind unvergessen. Christian Eriksen brach damals im Gruppenspiel gegen Finnland mit einem Herzstillstand zusammen. Dass der Däne kein Jahr später wieder für sein Heimatland in der Nationalmannschaft auflief, hatte damals überrascht. Mittlerweile ist der Mittelfeldspieler wieder bei 100 Prozent, war in den vergangenen Jahren ein Leistungsträger bei Manchester United. Und offensichtlich wird der Däne schon bald in der Bundesliga auflaufen. Möglicherweise am Samstag bereits gegen den 1. FC Köln. Denn Eriksen steht unmittelbar vor dem Wechsel in die Bundesliga – und da anscheinend zu den Wölfen. Das berichtet die dänische Zeitung „Tipsbladet“.

Viele Dänen bereits in Wolfsburg

Noch am Morgen war der Däne mit Bayer Leverkusen und dort seinem Ex-Nationaltrainer Kasper Hjulmand in Verbindung gebracht worden. Der neue Coach der Werkself wollte sich nicht äußern. Nun scheint es der Wechsel zum VfL zu werden. In Wolfsburg sind mit Jesper Lindstrøm, Andreas Skov Olsen, Jonas Wind, Joakim Maehle und Adam Daghim zahlreiche Dänen aktiv. Ob Eriksen gegen den FC zum Einsatz kommt, ist allerdings offen. Immerhin war der Mittelfeldspieler nun einige Wochen vereinslos. Nur deswegen darf der VfL auch noch einmal zuschlagen. Denn das Transferfenster hat bekanntlich schon seit einer guten Woche geschlossen. Nur vertragslose Spieler dürfen noch unter Vertrag genommen werden.

Lange war Eriksen noch Kapitän der dänischen Nationalmannschaft. Für die WM-Qualifikationsspiele gegen Schottland und Griechenland war der Mittelfeldspieler nicht nominiert worden. Wohl auch, weil er noch auf Vereinssuche war. Die WM im kommenden Jahr soll noch einmal ein Highlight werden. Ob es dazu reicht, werden die kommenden Wochen zeigen – dann wohl im Trikot der Wölfe.


Anders als in der Vorsaison: Länderspielpause birgt eher Vor- als Nachteile

Said El Mala im Dribbling im Trainingslager in Bad Waltersdorf
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Anders als in der Vorsaison: Länderspielpause birgt eher Vor- als Nachteile

Mit bis zu neun Nationalspielern war der FC in der vergangenen Spielzeit regelmäßig der Zweitligist, der in den Länderspielpausen wohl das dünnste Trainingspersonal zur Verfügung stehen hatte. Das hat sich nun geändert für den 1. FC Köln: Die Länderspielpause ist in Sachen Trainingsbetrieb kein Nachteil mehr.

Zwar wurde es nie als Ausrede herangezogen, doch wirklich glücklich war man beim FC in der Vorsaison mit den Länderspielpausen und den Liga-Ansetzungen nicht. Viele Nationalspieler, nur wenig Zeit bis zum nächsten Duell. Doch die Lage hat sich nun verändert beim 1. FC Köln: Die Länderspielpause ist kein Nachteil mehr.

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Sollte Lukas Kwasniok einige Gewohnheiten aus seiner Zeit beim SC Paderborn mit nach Köln nehmen, dann dürfen sich die Kölner Spieler auf ein ausgiebiges Karneval am 11.11. oder ein paar Tage in der Sonne freuen. Zumindest schickte der Coach seine Mannschaft in der vergangenen Spielzeit in einen kurzen Urlaub. Eine Woche erhielten die Ostwestfalen im vergangenen November frei. Die Maxime des Coachs lautete damals sinngemäß, die erste Länderspielpause wird eine intensive, die zweite eine normale und die dritte, eben jene im November würde mit Erholung einhergehen. Und eben jene dritte Länderspielpause würde für den FC ab spätestens dem 10.11. beginnen. Nun ist aber nicht gesagt, dass diese Maxime auch für die Kölner und damit für einen Bundesligisten gilt.

Wolfsburg stellt 14 Nationalspieler

Das wird möglicherweise auch damit zu tun haben, wie die Geißböcke diese erste Länderspielpause verkraftet haben oder wie die Reaktion in den kommenden Spielen ausfällt. Zwar standen Kwasniok gleich fünf Nationalspieler nicht zur Verfügung, doch der Coach hat es damit einigermaßen gut getroffen. Schließlich fielen in der vergangenen Spielzeit im Training durch die Reise mit der Nationalmannschaft regelmäßig deutlich mehr Akteure aus. Und das vor allem im Vergleich mit der direkten Konkurrenz. Vor dem Duell gegen Münster musste der damalige Coach Gerhard Struber vor einem guten Jahr beispielsweise auf neun Spieler verzichten, mehr Nationalspieler stellte kein Zweitligist – zudem spielten die Kölner dann gleich mehrfach freitags.

Dementsprechend zwiegespalten fiel damals die Reaktion in Köln aus. Auf der einen Seite waren die Verantwortlichen stolz ob der Anzahl den Nationalspieler, auf der anderen Seite war an ein reguläres Training nicht zu denken. Jetzt gibt es für die FC-Bosse nur wenig Grund zum Hadern. Während die Kölner fünf Spieler für die jeweiligen Landes-Auswahlen stellen, waren es beim VfL Wolfsburg aktuell 14. Mehr als ein Dutzend Spieler waren also aktuell unterwegs. Durch die Begegnung am Samstag wird der Terminplan zudem entzerrt. Denn mit den Partien am Dienstag sind die meisten Länderspielreisen zu Ende gegangen – es bleibt also wohl ausreichend Zeit. Und damit dürften auch die Kölner mit einem guten Gefühl aus der ersten „Pause“ kommen. Zumal die fünf Nationalspieler auch ordentlich Selbstvertrauen getankt haben.


Nach perfektem Start: Das sind für Lukas Kwasniok die Schlüssel zum Erfolg beim 1. FC Köln

Lukas Kwasniok beim Training des 1. FC Köln
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Nach perfektem Start: Das sind für Lukas Kwasniok die Schlüssel zum Erfolg beim 1. FC Köln

Seit ziemlich genau zwei Monaten ist Lukas Kwasniok beim FC im Amt. Und der Start war bisher sehr erfolgreich. Dafür setzt der Trainer auf einige grundlegende Dinge: Das sind Kwasnioks Schlüssel für den Erfolg beim 1. FC Köln.

Drei Pflichtspiele, drei Siege – seinen Start beim FC hätte sich Lukas Kwasniok wohl kaum besser wünschen können. Jetzt spricht der Coach über die Grundlagen für die guten Leistungen: Das sind Kwasnioks Schlüssel für den Erfolg beim 1. FC Köln.

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Die FC-Fußballwelt war gefühlt eine andere als Lukas Kwasniok den 1. FC Köln vor ziemlich genau zwei Monaten das erste Mal in einem Testspiel als Trainer betreute. Gegen Bergisch Gladbach feierte der FC damals einen 7:1-Erfolg, ein erstes Antesten ein Gefühl für das Team bekommen, dürfte die Idee gewesen sein. Schon damals war abzusehen, dass der FC wohl ein anderes Gesicht erhalten würde. Zahlreiche Begegnungen und Neuverpflichtungen später hat Lukas Kwasniok dem FC seine Handschrift verliehen. Die Kölner sind perfekt in die neue Spielzeit gestartet. Und der Trainer zumindest vorerst einen Schlüssel gefunden. „Die Basis ist immer die Bereitschaft, konsequent gegen den Ball zu arbeiten“, sagt Kwasniok im Interview der „SportBild“. „Nehmen wir Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain: Da war genau diese Erkenntnis der Wendepunkt in der vergangenen Saison. Seitdem Ousmane Dembélé erkannt hat, mit Tempo draufzugehen, arbeiten alle Topspieler mit Vollgas. Genau das erwarte ich.“

Kwasniok sieht noch Luft nach oben

Der Kölner Trainer schaut sich bei den Topclubs taktisch einiges ab, verfolgt viele Spiele, um neuen Input zu erhalten. „Wir schauen genau hin, was Hansi Flick mit Barcelona macht oder Luis Enrique mit Paris – und überlegen uns dann, was wir davon auf uns übertragen können. Entweder gehst du mit der Zeit – oder du gehst mit der Zeit“, so Kwasniok. Der Erfolg gibt der Arbeit recht. Denn Vollgas bringt seine Mannschaft bislang auf die Platte. Mit 245 gelaufenen Kilometern gehören die Geißböcke bislang zu den Teams, die am meisten Laufpensum abspulen. Kölns Vollgas sei sogar wichtiger als das Spielsystem, über das in der vergangenen Saison immer wieder diskutiert wurde. „Wir haben in unserer Mannschaft viel Offensiv-Qualität, und alle Spieler vorne können richtig marschieren. Wenn das Feld offen ist, sind wir gut. Im Ballbesitz-Spiel haben wir noch Luft nach oben“, sagt Kwasniok.

Dabei verfolgt der Coach aber nicht das Ziel, seine Spieler in Ihrer fußballerischen Entwicklung zu verbessern. „Ich kann euch nicht besser machen, ich kann euch nur besser aussehen lassen“, hatte Kwasniok seiner Mannschaft schon bei seiner Vorstellung erklärt. „Ich versuche, jeden Spieler in seine beste Position zu bringen und um ihn herum Spieler zu positionieren, die seine Stärken zur Geltung bringen. Deshalb dauert es mit Spielern, die man noch nicht so gut kennt, etwas länger“, sagt der Coach. Allerdings macht es gerade den Eindruck, als sei die Gewöhnung schon gut vorangeschritten. Die sechs Punkte aus zwei Spielen sprechen zumindest dafür. Timo Hübers erklärte am Dienstag, dass die sechs Punkte wiederum dabei helfen, dass der „zusammengewürfelte Haufen“ besser zusammenfinde.

Kwasniok dürfte allerdings auch eine große Rolle dabei spielen. Der Coach ist angekommen, hat einen guten Draht zu der Mannschaft und den Fans aufgebaut. Kwasniok denkt aber auch schon über die Zeit nach dem FC nach, sogar ans Karriereende – wenn auch noch in weiter Ferne. „In sechs, acht Jahren verabschiede ich mich aus der ersten Reihe. Ich habe meiner Frau sehr viel zu verdanken. Aber in den vergangenen 20 Jahren haben wir wenig Zeit miteinander verbracht“, sagt der Coach. „Irgendwann wollen wir auch leben. Nicht erst mit 70, sondern lieber mit 50.“


EM-Quali: Said El Mala startet mit Kantersieg – FC-Profis tanken Selbstvertrauen

Said El Mala feiert mit der DFB-Auswahl einen Kantersieg
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EM-Quali: Said El Mala startet mit Kantersieg – FC-Profis tanken Selbstvertrauen

Die Länderspielreise der FC-Nationalspieler dürfte mit viel Wohlwollen aufgenommen worden sein beim 1. FC Köln: Denn die Nationalspieler tanken viel Selbstvertrauen. Zum Abschluss feierte unter anderem Said El Mala einen Kantersieg mit der deutschen U21-Nationalmannschaft.

Zum Abschluss gab es nochmal Einsatzzeit sowie einen Kantersieg für die Akteure des 1. FC Köln: Die Kölner Nationalspieler tanken jedenfalls viel Selbstvertrauen für den nächsten Bundesliga-Block.

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Normalerweise werden die Länderspielreisen von den Vereinsvertretern eher skeptisch gesehen. Das eigene Trainingspersonal fällt ein wenig dünner aus, es drohen Verletzungen. Dahingehend dürfte bei den FC-Verantwortlichen Aufatmen herrschen, in Sachen Spielpraxis und Selbstvertrauen vielleicht so etwas wie Zufriedenheit. Denn davon dürften sich die fünf Nationalspieler der Geißböcke ordentlich abgeholt haben. Jakub Kaminski etwa erzielte im Duell gegen Finnland einen Treffer, bereitete einen weiteren vor. Der Pole hatte damit maßgeblichen Anteil am 3:1-Erfolg. Auch Said El Mala kehrt sicherlich mit vielen Impressionen zurück ans Geißbockheim. Der Offensivspieler kam am Dienstagabend gegen Lettland nach einer guten Stunde zum Einsatz und sorgte mit einigen starken Dribblings und Abschlüssen sowie einem genialen Steckpass und einer Direktvorlage für Gefahr.

Starke halbe Stunde von El Mala

Der 19-Jährige trug sich nicht in die Torjägerliste ein, war aber dennoch ein Aktivposten. Seine Vorarbeit auf Dženan Pejčinović in der Schlussminute hätte einen Treffer verdient gehabt. Zu diesem Zeitpunkt war die Begegnung ohnehin schon entschieden. Die DFB-Auswahl führte nach Toren von Nelson Weiper, Nicolo Tresoldi (3) und Muhammed Damar bereits 5:0. Am vergangenen Freitag gab es für die DFB-Auswahl einen 2:0-Erfolg über Albanien, allerdings in einem Testspiel. Isak Johannesson schrammte mit der isländischen Auswahl nur knapp an einer kleinen Sensation vorbei. Der Sechser unterlag mit Island dem Vizeweltmeister Frankreich 1:2. Das auch durchaus verdient. Allerdings ging das Team durch Andri Guðjohnsen in Führung. Kylian Mbappé und Bradley Barcola drehten die Begegnung. Als Aurélien Tchouaméni die Rote Karte sah, wurde es nochmal spannend.

Tatsächlich erzielte Guðjohnsen auch spät das vermeintliche 2:2, doch der Treffer wurde zurückgenommen. Auch Jusuf Gazibegovic kassierte eine 1:2-Pleite mit Bosnien-Herzegowina gegen Österreich. Der Rechtsverteidiger wurde erst nach einer guten Stunde eingewechselt. Dass Gazibegovic nicht in der Anfangsformation stand, überraschte ein wenig. Denn der Außenverteidiger hatte im ersten Länderspiel der Bosnier gegen San Marino (6:0) eine starke Leistung gezeigt. Rav van den Berg kam bei der U21 der Niederlande zum Einsatz. Der Nachwuchs der Elftal spielte gegen Israel 2:2. Am Donnerstag werden die fünf Akteure dann wieder mit der Mannschaft trainieren und sich auf die Begegnung gegen Wolfsburg vorbereiten.


Zwei Spieler, der gleiche Karriereschritt – und doch so unterschiedlich

Jakub Kaminski und Luca Waldschmidt spielten beide in Wolfsburg
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Zwei Spieler, der gleiche Karriereschritt – und doch so unterschiedlich

Kaminski und Waldschmidt spielten für den VfL, wurden dann an den FC verliehen. Während der eine aufblüht, muss der andere zittern beim 1. FC Köln: Zwei Spieler mit ähnlichem Weg, aber doch so anders.

Am Samstag beim Duell mit dem VfL Wolfsburg treffen gleich zwei FC-Spieler mit einem ähnlichen Weg auf ihren Ex-Verein. Jakub Kaminski und Luca Waldschmidt wurden vom VfL an die Kölner verliehen. Letzterer wurde vor einem Jahr fest verpflichtet, Ersterer hofft, dass das für ihn auch klappt beim 1. FC Köln: Zwei Spieler mit ähnlichem Weg, aber doch so anders.

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Vor zwei Jahren verpflichtete der 1. FC Köln einen Spieler mit eigentlich großer Qualität vom VfL Wolfsburg, der bei den Wölfen aber nicht wirklich überzeugen konnte. Luca Waldschmidt kam damals per Leihe mit Kaufoption zu den Kölnern. Nach einer eher schwachen Spielzeit beim FC entschieden sich die Geißböcke nach dem Abstieg wegen der Transfersperre trotzdem dazu, den Angreifer fest zu verpflichten, wenn auch für günstigere Konditionen als zuvor vereinbart. In der gerade abgelaufenen Transferperiode machte nun ein anderer Profi den gleichen Karriereschritt wie zuvor Waldschmidt: Jakub Kaminski kam im Sommer auf Leihbasis vom VfL, nachdem sich der Pole dort in der abgelaufenen Saison nicht wirklich durchsetzen konnte. Auch beim Linksaußen hat der FC eine Kaufoption, bei der der 23-Jährige hofft, dass sie am Ende gezogen wird.

Unterschiedliche Entwicklungen

Jetzt geht es am Samstag in Wolfsburg für beide gegen ihren Ex- beziehungsweise noch Stammverein. Dabei ist die Ausgangslage für Kaminski und Waldschmidt trotz ihrer ähnlichen Karrierewege sehr unterschiedlich. Der Pole hat in den ersten Saisonspielen eine starke Frühform gezeigt. Mit seinen Dribblings, guten Laufwegen und fließenden Positionswechseln mit zum Beispiel Marius Bülter belebt der 23-Jährige das Spiel der Geißböcke. Gegen den SC Freiburg gelang ihm außerdem das wichtige 1:0. Technisch anspruchsvoll verwertete der Linksaußen eine Flanke volley. Und auch in der Nationalmannschaft bestätigte der Linksfuß seine guten Leistungen. So erzielte er gegen Finnland am Sonntag ein Tor und gab eine Vorlage beim 3:1-Sieg Polens. Kaminski hat daher bisher definitiv von seinem Wechsel in die Domstadt profitiert.

Über Luca Waldschmidt lässt sich das nach über zwei Jahren nur bedingt sagen. So gelangen ihm in 59 Pflichtspielen für den FC 13 Tore und fünf Vorlagen. Keine herausragenden Werte, weder im Guten noch im Schlechten. Aber wohl unter den Erwartungen, die mit der Verpflichtungen des früheren deutschen Nationalspielers einhergingen. Besonders, wenn man bedenkt, dass die meisten Scorerpunkte aus der Zeit in der zweiten Liga stammen, in der ein Spieler mit Waldschmidts unbestritten vorhandenen großen Fähigkeiten noch mehr hätte abliefern können. So ist ein wiederkehrendes Problem beim Angreifer die Konstanz. In einigen Partien hat der 29-Jährige seine große Qualität gezeigt oder angedeutet, aber dann im Anschluss nicht regelmäßig abrufen können.

Fehlende Konstanz bei Waldschmidt

So auch jetzt. Denn in der Vorbereitung hatte sich Waldschmidt eigentlich in den Vordergrund gespielt, funktionierte unter Lukas Kwasniok gut als Neuner, der sich öfter zurückfallen lässt. Im ersten Pflichtspiel im Pokal gegen Regensburg stand der Stürmer darum in der Startelf – und enttäuschte. Der 29-Jährige verschuldete ein Gegentor mit, bekam die come-on-fc-Note 4-. Daher muss der Profi nun um seinen Platz in der Mannschaft kämpfen. Im ersten Bundesliga-Spiel in Mainz kam der Angreifer nur von der Bank, bereitete aber mit einer wunderschönen Flanke den Siegtreffer vor. Nur um dann gegen Freiburg 90 Minuten auf der Bank zu sitzen. Immerhin zeigte der frühere, deutsche Nationalspieler im Testspiel gegen den ETB Schwarz-Weiß Essen mit einem Fünferpack eine Reaktion.

Während also Kaminski seinen Platz in der Startelf gegen Wolfsburg wohl sicher hat, muss Waldschmidt seinen Trainer noch mehr überzeugen und sich seine Minuten erarbeiten. So ist der Karriereweg von den Wölfen zum FC bei den beiden zwar der gleiche, die Entwicklung jedoch eine sehr unterschiedliche.


Das ist für Timo Hübers der Schlüssel zum Erfolg – „Es gibt nichts Wichtigeres“

Timo Hübers und Rav van den Berg
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Das ist für Timo Hübers der Schlüssel zum Erfolg – „Es gibt nichts Wichtigeres“

Trotz des hohen Konkurrenzkampfes ist Timo Hübers bislang in der Defensive gesetzt. Am Samstag steht die Begegnung gegen Wolfsburg an. Keine leichte Aufgabe, aber eine lösbare Aufgabe für den 1. FC Köln: Das ist für Timo Hübers das Erfolgsrezept.

Drei Pflichtspiele, drei Siege – mit weißer Weste auf Rang drei. Es läuft für den 1. FC Köln: Das ist für Timo Hübers das Erfolgsrezept.

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Bereits nach 45 Minuten war für ihn Schluss. Gegen den SC Freiburg blieb Timo Hübers am vergangenen Spieltag zur Pause in der Kabine – ausgewechselt. Das aber nicht aufgrund seiner Leistung, der Innenverteidiger war bereits angeschlagen in die Begegnung gegangen. Dementsprechend war in der vergangenen Woche auch nicht viel mit Training. Ohne Erkrankung hätte der Abwehrspieler sicher noch ein paar Minuten mehr Einsatzzeit gesammelt. Allerdings dürfte auch Hübers zu den Spielern gehören, die durchaus zum Stammpersonal gehören, aber eben keine Stammplatzgarantie mehr haben. Denn Lukas Kwasniok wird nicht müde zu betonen, dass es einen Pool an Stammspielern, aber keine Stamm-Anfangself gäbe.

„Das ist die Basis“

Allerdings fand der Coach zuletzt auch besonders lobende Worte für den Ex-Kapitän. Hübers weiß das einzuordnen, spricht die Auftaktsiege an. „Dann ist es immer leichter“, so der 29-Jährige, da gäbe es eben „nicht viel zu meckern“. In der Vorsaison der Dauerbrenner, in dieser zumindest nicht ausnahmslos gesetzt. Auch Hübers muss um seinen Platz kämpfen. Mit Rav van den Berg, Cenk Özkacar und auch Tom Krauß hat sich der Konkurrenzkampf erheblich verändert. Noch in der vergangenen Spielzeit stand der 29-Jährige auf dem Platz, wenn er fit war, nur gegen Preußen Münster erfolgte nach einem Kopftreffer eine frühzeitige Auswechslung. Immerhin treibt der neue Konkurrenzkampf die Mannschaft ganz offensichtlich auch an. Der FC ist perfekt in die Spielzeit gestartet.

„Für einen neu zusammengewürfelten Haufen gibt es nichts Wichtigeres als Erfolgserlebnisse“, sagt Hübers. Schneller würde eine Gruppe nun mal nicht zusammenwachsen. „Davon hatten wir jetzt einige, auch in dem Wissen, dass das Spielglück auch Größtenteils auf unserer Seite war und wir noch nicht alle Facetten dabei haben, wie wir sie gerne hätten“, so der Abwehrspieler weiter, betont aber auch, dass das Ergebnis erstrangig sei. Und die guten Ergebnisse kommen auch über die stabile Defensive. „St. Pauli hatte in der vergangenen Saison mit die wenigsten Gegentore und sind deswegen auch ziemlich souverän in der Klasse geblieben. Das ist die Basis“, sagt Hübers. Die Defensivarbeit fange aber in der vordersten Reihe an.

„Das ist das A und O“

Der Schlüssel zum Erfolg ist darüber hinaus aber auch ein anderer. „Um in der Bundesliga zu punkten, muss man zumindest wettbewerbsfähig sein. Um dann alles in die Waagschale werfen zu können, damit es ein offenes Spiel wird“, sagt Hübers. „Wenn du nicht konkurrenzfähig bist, kommst du gar nicht erst in die Situation, punkten zu können. Das waren wir in den beiden Spielen.“ So stehen sechs Punkte auf dem Konto. Der kommende Gegner aus Wolfsburg hat vier Punkte erreicht. Für den Sieger der Begegnung wird es also auch nach dem dritten Spieltag einen Tabellenplatz im oberen Drittel geben.

Und Hübers will dafür auch weiterhin alles tun, vorangehen. Zwar hat der Innenverteidiger die Kapitänsbinde abgegeben, verantwortlich fühlt sich der Abwehrspieler dennoch. „Ich habe schon ein paar Bundesligaspiele auf dem Buckel und bringe viel Kommunikation mit ein“, sagt Hübers, genau das sei „das A und O“. Geschockt zeigte sich der 29-Jährige von der Verletzung seines Mittstreiters Luca Kilian. Der Abwehrspieler zog sich den dritten Kreuzbandriss innerhalb von 18 Monaten zu. Auch Hübers kennt die Verletzung nur zu gut, war ebenfalls aus diesem Grund zwei Mal am Knie operiert worden. Der Mensch stehe jetzt im Vordergrund, sagt der Ex-Kapitän. „Wir können ihm als Mannschaft Kraft geben und ihn unterstützen.“


Nach Umbruch im Sommer: Der 1. FC Köln hat das zweitgrößte Transferminus der Liga, bleibt aber im Budget

Thomas Kessler hat mit seinen Transfers bereits Euphorie ausgelöst
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Nach Umbruch im Sommer: Der 1. FC Köln hat das zweitgrößte Transferminus der Liga, bleibt aber im Budget

Ganze elf Neuzugänge hat Thomas Kessler in diesem Sommer zum FC geholt. Dabei blieb er zwar im Budget. Trotzdem kosteten die Spieler den Verein eine Menge: Der 1. FC Köln hat das zweitgrößte Transferminus der Bundesliga.

Es war ein ziemlich großer Umbruch, den Sportdirektor Thomas Kessler bei den Geißböcken diesen Sommer vollzogen hat. Daher musste der FC auch einiges an Geld ausgeben: Der 1. FC Köln hat das zweitgrößte Transferminus der Bundesliga. Trotzdem bleibt das Minus im gesteckten Rahmen.

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Es war ein fast schon monumentaler Umbruch, den Thomas Kessler seit seinem Antritt als Sportdirektor vor ein paar Monaten bewerkstelligt hat. In der ersten Sommer-Transferperiode nach der Transfersperre verpflichtete der FC elf neue Profis. Im Gegenzug verließen 17 Spieler den Verein endgültig oder auf Leihbasis. Veränderungen, die nötig waren, um nach dem Aufstieg in der Bundesliga bestehen zu können. Um eine größere Qualität im Kader zu haben, haben die Kölner dabei einiges mehr ausgegeben als eingenommen. Nach den Werten, die transfermarkt.de für die Zu- und Abgänge der Kölner und jeweils der anderen Bundesligisten angibt, hat der FC mit knapp zwölf Millionen Euro das größte Transferminus der Liga hinter Borussia Dortmund gemacht.

FC bleibt im gesteckten Budget

So hat der Verein durch Verkäufe etwas über zwölf Millionen Euro eingenommen. Gleichzeitig haben die Geißböcke für Verpflichtungen etwa das Doppelte ausgegeben. Nicht mit eingerechnet ist hierbei die Ablösesumme für Trainer Lukas Kwasniok. Diese soll bei ungefähr einer Millionen Euro gelegen haben. Damit steigt das Minus sogar auf 13 Millionen Euro an. Zum Vergleich: Mitaufsteiger Hamburg hat ein Transferminus von geschätzten 1,6 Millionen Euro und mit ungefähr 8,8 Millionen Euro deutlich weniger ausgegeben als der FC.

Trotzdem ist das Minus für die Kölner ziemlich genau in dem Bereich, mit dem der Verein zu Beginn des Tranferfensters grob kalkuliert hat. Denn Geschäftsführer Philipp Türoff hatte gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ Ende Mai bestätigt, dass das Budget für den Sommer bei ungefähr zwölf Millionen Euro liegen würde. Dabei könnten Einnahmen durch Verkäufe wieder reinvestiert werden. So kommt der FC vor allem durch die Abgänge von Max Finkgräfe und Damion Downs mit seinem Minus von knapp 13 Millionen Euro ungefähr bei dem vorher festgelegten Rahmen raus. Es ist daher davon auszugehen, dass der Verein bei der Bundesliga-Rückkehr etwas mehr ins Risiko geht als in den Vorjahren unter dem ehemaligen Sport-Geschäftsführer Christian Keller, aber trotzdem weiter wirtschaftlich vernünftig handelt und keine verrückten Dinge tut, nur um in der Liga zu bleiben.

Ausgaben im Mittelfeld der Liga

Beim Blick alleine auf die Ausgaben stehen die Kölner übrigens laut transfermarkt.de mit dem neunten Platz im Mittelfeld der Liga. Das ist schon beachtlich als Aufsteiger. Zu den Vereinen, die am meisten Geld ausgeben, fehlt aber logischerweise noch eine ganze Menge. So beträgt alleine der Abstand auf den Achten, den SC Freiburg, circa acht Millionen Euro. Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass der FC einige mögliche Ausgaben auf den nächsten Sommer verschoben hat. So haben die Geißböcke mit Cenk Özkacar, Kristoffer Lund, Tom Krauß und Jakub Kaminski vier Spieler vorerst nur geliehen. Bei jedem von ihnen hat der FC eine Kaufoption, die jeweils im (tendenziell eher niedrigeren) einstelligen Millionenbereich liegen soll. Bei Klassenerhalt wird etwa bei Tom Krauß aus der Option eine Pflicht.

Die Konstrukte sind sinnvoll und notwendig, um in diesem Sommer im Budget zu bleiben. Gleichzeitig ist dadurch, wenn die Kölner bei Klassenerhalt alle vier fest verpflichten wollen, schon einiges an Geld für die nächste Saison aufgebraucht. Die Domstädter haben also in dem gerade abgeschlossenen Transferfenster gewissermaßen schon einen zwar sinnvollen, aber trotzdem potentiell teuren Vorgriff für in einem Jahr gemacht. Allerdings muss der Verein dafür auch erstmal in der Liga bleiben. Und damit das gelingt, sind die Investitionen in den Kader in diesem Sommer definitiv wichtig gewesen – auch wenn die Geißböcke damit das zweitgrößte Minus der Liga haben.