Zwei Monate im Amt: Kwasnioks Handschrift ist zu erkennen

Lukas Kwasniok coacht beim 1. FC Köln
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Zwei Monate im Amt: Kwasnioks Handschrift ist zu erkennen

Seit nunmehr zwei Monaten leitet Lukas Kwasniok die Geschicke an der Seitenlinie der Geißböcke. Seitdem ist ein Ruck durch den Verein gegangen, Veränderungen gab es viele beim 1. FC Köln: Die Handschrift von Lukas Kwasniok wird sichtbar.

Seit dem Aufstieg des FC hat sich im Verein einiges verrändert. Ein Umbruch ist nicht nur im Kader der Geißböcke zu erkennen. Auch die Herangehensweise ist eine andere geworden beim 1. FC Köln: Die Handschrift von Lukas Kwasniok wird sichtbar.

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Die Umstrukturierungen in der Kölner Mannschaft waren groß, die Vorbereitung unter dem neuen Trainer Lukas Kwasniok intensiv und die Entscheidungen bezüglich des Kaders teils hart. Seit zwei Monaten ist der neue Coach nun im Amt und am Geißbockheim weht ein neuer Wind. Ein Wind des Aufbruchs, der ständigen Konkurrenz und der Euphorie. Zu euphorisch will Kwasniok allerdings nicht werden. Und auch der Ausblick in die weite Zukunft spielt für den Trainer keine übergeordnete Rolle. Er wolle eher von Länderspielpause zu Länderspielpause schauen, bewerten und dann reagieren. Dass der 44-Jährige reagiert, Situationen einschätzt und klare Entscheidungen fällt, zeigte sich in den vergangenen zwei Monaten gleich an mehreren Stellen. Die Handschrift, die der Coach am Geißbockheim hinterlässt, ist nicht zu übersehen.

Stammelf statt Startelf

Die vom Trainer geforderte Einstellung, die Intensität, die er auch nach Spielen immer wieder in den Fokus nimmt, scheinen bei den Geißböcken jedenfalls zu stimmen. Auf dem Spielfeld lassen die Kölner es nicht an Engagement und Willen fehlen. Selbst in einem verloren geglaubten Duell wie gegen Jahn Regensburg im Pokal hat die Mannschaft bis zum Schluss an sich geglaubt und wurde am Ende dafür belohnt. Eine Erfahrung, die das Selbstvertrauen stärken, den Zusammenhalt innerhalb des Teams wachsen lassen dürfte. Kwasniok betont indes immer wieder, dass man auch mal schlechtere Ergebnisse erzielen könne, so lange man auf dem Platz mindestens sein letztes Hemd ließe. Die Message scheint bisher angekommen zu sein. Nicht zuletzt resultiert der Einsatz der Spieler auch aus dem hohen Konkurrenzkampf innerhalb des Teams. Durch das Hinzufügen an Qualität ist der Kader breiter geworden, die Möglichkeiten des Coaches vielfältiger.

Und so implementierte Kwasniok einen Gedanken am Geißbockheim, den er bisher auch konsequent verfolgt: Es gibt keine Stammelf, es gibt immer nur eine Startelf. Zusammen mit der Devise, dass Spiele nicht zu Beginn entschieden werden, sondern am Ende, sorgt der Trainer sowohl für einen stetigen Konkurrenzkampf um Einsatzzeit, aber auch für Zufriedenheit innerhalb der Mannschaft. Immerhin kamen bereits 19 Akteure zum Einsatz. Gute Leistungen im Training und auf dem Platz zahlen sich aus. Dass dabei die ein oder andere harte Entscheidung getroffen werden muss, bleibt dagegen eben nicht aus. Und so bekamen in den bisherigen Pflichtspielen die „altgedienten“ Stammspieler der Vorsaison nicht per se eine Einsatzgarantie. Leart Pacarada verlor unter Kwasniok sogar seinen Kaderplatz und wechselte daraufhin bekanntlich zum 1. FC Heidenheim. Florian Kainz bekam im Pokal und im ersten Ligaspiel die Rolle des Jokers zugewiesen, gegen Freiburg stand er (wohl auch angeschlagen) dagegen nicht in der Startelf.

Flexibilität und Selbstkritik

Das Erreichen des zweiten Runde des DFB-Pokals sowie sechs Punkte aus zwei Ligaspielen mögen das Vorgehen des Coaches bestätigen. Dennoch geht Kwasniok auch durchaus kritisch mit sich ins Gericht, korrigiert Fehleinschätzungen, reagiert situativ. Eigenschaften, die auch Sportdirektor Thomas Kessler von Beginn an an dem 44-Jährigen beeindruckte. „Es hat mich einfach bestätigt und das haben die Gespräche mit ihm auch von Beginn an gezeigt, dass er das Spiel versteht und auch für sich selbst sehr uneitel ist, Dinge zu korrigieren, die er für einen kurzen Zeitraum anders gesehen hat“, so Kessler im WDR-Podcast „Einfach Fußball“. Gerade die Sturheit und Beratungsresistenz waren in der Vergangenheit bei anderen Trainer durchaus kritisiert geworden.

Ein festgefahrenes Vorgehen kann man bei Kwasniok auch im Bezug auf sein Spielsystem nicht erkennen. Der Kölner Coach stellt seine Taktik auch während des Spiels um, ist für den Gegner bisher unberechenbar. Sowohl, was das Spielsystem angeht als auch, was die wechselnden Positionen seiner Spieler betrifft. Dagegen stellt sich der Trainer situativ auf den Gegner ein. Kwasniok scheint experimentierfreudig, überraschte schon so manches Mal bei seiner Aufstellung, scheint aber auch immer einen Matchplan zu haben und diesen anzupassen.

Und so ist der Wind am Geißbockheim tatsächlich ein frischer. Mit jedem weiteren Duell wird sich die Handschrift des Trainers weiter zeigen. Auch, ob sie denn wirklich zum FC passt.


Deswegen platzte der Transfer von Raphael Obermair – „Das Klubinteresse im Vordergrund“

Raphael Obermair vom SC Paderborn
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Deswegen platzte der Transfer von Raphael Obermair – „Das Klubinteresse im Vordergrund“

Lange hat sich der FC um die Dienste von Raphael Obermair bemüht. Der Deal kam bekanntlich nicht zu Stande, mittlerweile spielt Alessio Castro-Montes für die Geißböcke. Der SCP-Kapitän spielt nicht für den 1. FC Köln: Deswegen platzte der Obermair-Transfer.

Zu gerne hätte Lukas Kwasniok seinen ehemaligen Kapitän ans Geißbockheim geholt. Doch der Deal kam nicht zu Stande. Nun äußerte sich SCP-Sportchef Sebastian Lange zu dem Wunschspieler des 1. FC Köln: Deswegen platzte der Obermair-Transfer.

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Möglicherweise übernimmt der 1. FC Köln am kommenden Samstag im Duell gegen den VfL Wolfsburg die Spitze – und das sogar mit einer Niederlage. Dann zwar voraussichtlich nicht die der Tabelle der Bundesliga, viel eher die der bislang eingesetzten Spieler. 19 Akteure trugen in den bisherigen beiden Partien das Trikot mit dem Geißbock auf der Brust. Kein anderer Trainer setzte mehr Spieler ein, aber gleich vier genauso viel wie Lukas Kwasniok. Und die Chancen stehen tatsächlich nicht schlecht. Denn mit Alessio Castro-Montes steht bekanntlich ein weiterer Neuzugang in den Startlöchern. Die ersten Eindrücke im Training waren bereits vielversprechend. Castro-Montes könnte also sein Bundesliga-Debüt feiern. Darauf muss Raphael Obermair weiterhin noch ein wenig warten.

„Ich schätze Raphael Obermair sehr“

Lukas Kwasniok hatte bekanntlich erklärt, dass er seinem ehemaligen Kapitän diese Chance ermöglichen wollte. Der 44-Jährige wollte Obermair unbedingt nach Köln holen, der FC war sogar bereit, tief in die Tasche zu greifen. Doch der Deal platzte. „Raphael ist auf seiner Position der beste Spieler der Liga und hat noch fünf, sechs Jahre vor sich. Ich wünsche ihm natürlich, dass er noch in die Bundesliga kommt, aber wir mussten das Klubinteresse in den Vordergrund stellen“, sagte nun SCP-Sportchef Sebastian Lange der „NW„. „Für ihn persönlich tut es mir leid. Ich habe in diesen vier, fünf Wochen – so lange lief das Ganze – viele Gespräche mit ihm und seinem Berater geführt. Ich schätze Raphael Obermair sehr, er ist ein feiner Mensch. Aber als Verantwortlicher muss ich den Klub an erste Stelle setzen.“ 

Der Transfer kam dementsprechend nicht zu Stande. Wie berichtet sollen vor allem die finanziellen Vorstellungen weit auseinander gegangen sein. Der FC war schließlich bereit, um die zwei Millionen Euro für Obermair auf den Tisch zu legen, die Ostwestfalen sollen dem Vernehmen nach mehr als 2,5 Millionen gefordert haben. Doch auch abgesehen davon wäre es für die Kölner wohl ein schwerer Transfer geworden. Denn durch den langen Ausfall von Marcel Hoffmann wurde die Defensive zusätzlich geschwächt und der Fokus lag auf der Verpflichtung eines anderen Akteurs. „Dadurch waren wir sogar selbst unter Zugzwang, einen Spieler verpflichten zu müssen“, so Lange. So erfüllt Obermair vorerst weiter seinen Vertrag. Den Kaderplatz beim FC hat nun Castro-Montes und damit die Chance, dem FC am Samstag zur Spitzenreiterposition zu verhelfen – zu welcher auch immer.


„Absolut kein Interesse“: Borussia Mönchengladbach soll die El-Mala-Brüder gleich zweimal abgelehnt haben

Said El Mala jubelt nach seinem Treffer beim 1. FC Köln
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„Absolut kein Interesse“: Borussia Mönchengladbach soll die El-Mala-Brüder gleich zweimal abgelehnt haben

Erst vor einer Woche erzielte Said El Mala sein erstes Bundesliga-Tor. Auch sein Bruder Malek war schon mehrmals für die U21 erfolgreich. Dabei sorgte eine große Fehleinschätzung des Rivalen dafür, dass sie überhaupt gelandet sind beim 1. FC Köln: Gladbach lehnte die El-Mala-Brüder zweimal ab.

Es ist eine Entscheidung des Rivalen gewesen, über die man sich im Nachhinein bestimmt sehr freut beim 1. FC Köln: Gladbach lehnte die El-Mala-Brüder zweimal ab. Nicht nur in der Jugend, sondern auch zwei Jahre später wollte die Borussia die beiden Talente nicht.

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Nicht erst seit seinem erstem Tor in der Bundesliga vor einer Woche ist Said El Mala wohl der FC-Spieler mit dem größten Hype. Denn in seinen ersten Monaten bei den Geißböcken hat der Linksaußen direkt Eindruck hinterlassen und sein enormes Potential bereits mehr als angedeutet. So kam der 19-Jährige auch Ende der vergangenen Woche zu seinem Debüt in der deutschen U21 – als jüngster Spieler im neu formierten Kader. Der FC lehnte im Sommer dem Vernehmen nach sogar ein zweistelliges Millionenangebot von Brighton & Hove Albion ab. Gemeinsam mit seinem Bruder Malek war das Talent vor einem Jahr von Viktoria Köln verpflichtet und noch für eine Saison an diese ausgeliehen worden. Jetzt überzeugen beide beim FC. Denn auch Malek hat in der U21 schon dreimal in sechs Partien getroffen. Das große Potential der beiden, besonders bei Said, ist nicht zu übersehen. Borussia Mönchengladbach ging das aber bereits zweimal anders.

„Absolut kein Interesse“

Schon bekannt war, dass der Rivale die Brüder in der Jugend aussortiert hatte. Jetzt berichtet GladbachLIVE unter Berufung auf Quellen aus dem direkten Spielerumfeld, dass die Fohlen beide zwei Jahre später hätten zurückholen können. Denn unmittelbar vor dem ersten Probetraining bei Viktoria Köln seien Said und Malek auch nochmal am Niederrhein angeboten worden. Gladbach hätte also die Chance auf eine Rückkehr gehabt und den – wie sich heute zeigt – Fehler von damals ausbügeln können. Doch die Reaktion der Verantwortlichen fiel eindeutig aus.

So soll Sport-Geschäftsführers Roland Virkus (58), der beide zuvor schon als Jugendleiter betreut hatte, gesagt haben, dass sie sie nicht ohne Grund aussortiert hätten. Es hätte „absolut kein Interesse“ bestanden. Eine Aussage, die heute wohl niemand mehr bei den Brüdern treffen würde. Die beiden Youngster wechselten daher zur Viktoria, ein Jahr später schlugen dann die Geißböcke zu. Während der FC also nun besonders mit Said El Mala ein Talent in den eigenen Reihen hat, dass schon jetzt mit seinen Dribblings in der Bundesliga für Furore sorgt, könnte Gladbach heute einen Spieler wie ihn dringend gebrauchen. Wie falsch die Borussia mit ihrer Einschätzung lag, können sie dann am zehnten Spieltag (8. November) aus nächster Nähe sehen, wenn es zum Derby und für El Mala zur Rückkehr an die alte Wirkungsstätte kommt.


Die Kaderbreite des 1. FC Köln ist Teil des jungen Erfolgs, es bleibt ein gewisses Risiko

Die Kölner Spieler feiern den Sieg gegen Freiburg mit den Fans
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Die Kaderbreite des 1. FC Köln ist Teil des jungen Erfolgs, es bleibt ein gewisses Risiko

Zum Saisonauftakt hat der FC sehr von seinem qualitativ breitem Kader profitiert. Während der viele Vorteile bringt, birgt er auch ein gewisses Risiko für den 1. FC Köln: Die Kaderbreite ist stark, so lange keine Unzufriedenheit droht

Bereits zweimal sorgten Joker in den ersten drei Pflichtspielen für die Entscheidung zugunsten des FC. Trotzdem können die Spieler mit weniger Einsatzzeiten zum Problem werden beim 1. FC Köln: Die Kaderbreite ist stark, so lange keine Unzufriedenheit droht.

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Zuerst war es im Pokal gegen Jahn Regensburg Ragnar Ache, der als Joker zwei Tore vorbereitete. Am ersten Spieltag gegen Mainz sorgte dann Luca Waldschmidt nach seiner Einwechslung mit der Flanke auf Marius Bülter für den Siegtreffer. Beim ersten Heimspiel gegen den SC Freiburg kam wiederum Said El Mala von der Bank und erzielte den vierten Kölner Treffer der Partie. Und nicht nur die Drei hatten nach ihren Einwechslungen einen Einfluss auf die Begegnungen. In allen Pflichtspielen sorgten die Joker für neue Impulse.

Das spricht natürlich für die Kaderbreite, die dem FC im Saisonverlauf noch sehr helfen wird. Eine Breite, die die Kölner in diesem Ausmaß wohl gar nicht mehr kannten. Gleichzeitig birgt sie aber auch ein Risiko. Denn wenn Stammspieler der vergangenen Jahre oder Profis, die den Anspruch haben, regelmäßig eingesetzt zu werden, nur auf der Bank sitzen, kann schnell Unzufriedenheit entstehen.

Schwierige Lage bei Spielern wie Maina

Dagegen hilft natürlich Lukas Kwasnioks Ansatz, dass es keine Stammelf, sondern immer nur eine Startelf gibt. So werden wahrscheinlich je nach Gegner häufig unterschiedliche Profis zum Einsatz kommen. „Wir haben aktuell 22 Spieler, das ist eine ganz gute Zahl. Es ist ja so: Etwa 16 bis 18 Feldspieler kommen über eine Saison auf relativ viel Einsatzzeit. Wenn du die hast, gibt es einen guten Konkurrenzkampf“, sagte der Coach der „Welt am Sonntag“. „Die, die neu gekommen sind, drängen in die Mannschaft – die, die schon länger hier sind, wollen ihre Plätze behaupten. Doch weil alle eine reelle Chance haben, regelmäßig zu spielen, freuen sie sich auch miteinander über Erfolge.“

Trotzdem gibt es auch bei ihm einige Stammspieler und somit weniger Plätze in der Mannschaft. Es werden wohl ein paar Akteure eher auf der Strecke bleiben, da es einige Spieler gibt, die bestimmt mehr wollen. So ist etwa die Lage von Linton Maina momentan kompliziert. Der Leistungsträger aus der abgelaufenen Spielzeit startete gegen Regensburg als linker Schienenspieler, konnte aber nicht wirklich überzeugen. Jetzt hat in der Bundesliga auf der Position Kristoffer Lund überzeugt. Und eine Position weiter vorne zeigte sich Neuzugang Jakub Kaminski in starker Form, erzielte etwa gegen die Breisgauer das 1:0. Es könnte für Maina schwer werden, auf die Einsatzzeit zu kommen, die der Linksaußen sich vorstellt.

Dabei hatte der 26-Jährige am Ende der Spielzeit 2024/25 noch seinen Vertrag verlängert, um in den nächsten Jahren möglichst Leistungsträger in der Bundesliga zu sein. Ähnlich ist die Lage bei Jusuf Gazibegovic. Vor einem Jahr spielte der Rechtsverteidiger noch mit Sturm Graz in der Champions League. In dieser Saison hat ihm aber Sebastian Sebulonsen bisher den Rang abgelaufen. Nur gegen Freiburg kam der 25-Jährige in der 68. Minute auf ein paar Minuten – aber nur als Linksverteidiger in der Fünferkette, wo er sich sichtlich nicht wohlfühlte.

Viele Optionen, wenig Plätze

Jetzt ist mit Alessio Castro-Montes auch noch ein weiterer Konkurrent da, der sowohl links als auch rechts auf der Schiene spielen kann. Damit sind die Aussichten nicht gut für den Winterneuzugang, der eigentlich neu angreifen wollte. Neben Maina und Gazibegovic gibt es noch einige weitere Profis, bei denen nach den ersten Spielen noch nicht klar ist, wie viel Einsatzzeit sie erhalten werden. Denn viele Positionen sind umkämpft.

Akteure wie Florian Kainz, Luca Waldschmidt, Denis Huseinbasic, Tom Krauß, Cenk Özkacar oder Joel Schmied müssen um ihren Platz kämpfen. Sie alle werden ihre Chancen erhalten, aber ein paar von ihnen werden eben auch nicht die gewünschte Anzahl an Minuten sehen. Zumindest, wenn ein Großteil des Kaders fit bleibt. Wie sie reagieren und wie Kwasniok mit ihnen kommuniziert, kann ein wichtiger Faktor dafür sein, wie erfolgreich der Verein am Ende ist.

Wenn sie ihre Rolle akzeptieren, ist die Kaderbreite ein noch größerer Gewinn als ohnehin schon für den FC. Wenn nicht, kann die Unzufriedenheit für Unruhe sorgen. Auch wenn also der für Kölner Verhältnisse qualitativ starke Kader gut für die Geißböcke ist und wegen möglicher Verletzungen sinnvoll, kann er gleichzeitig zu Problemen führen. Kwasnioks Aufgabe ist also auch, die Spieler bei Laune zu halten.


Jakub Kaminski bringt Polen auf WM-Kurs

Jakub Kaminski spielte stark für Polen
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Jakub Kaminski bringt Polen auf WM-Kurs

Die polnische Nationalmannschaft darf sich Hoffnungen auf die WM im kommenden Jahr machen. Polen gewann 3:1 gegen Finnland zog mit Spitzenreiter Niederlande gleich. Besonders gut für den 1. FC Köln: Jakub Kaminski überragt in der Nationalelf.

Köln erlebte am Sonntagabend sein WM-Qualifikationsspiel, ein FC-Profi wurde in einem weiteren zum Matchwinner. Viel Selbstvertrauen gab es für einen Spieler des 1. FC Köln: Jakub Kaminski überragt in der Nationalelf.

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Während die Kölner Fans aktuell noch vergeblich auf einen FC-Profi in der deutschen Nationalmannschaft warten, war die DFB-Auswahl im Wohnzimmer der Geißböcke zu Gast. Zwar tat sich das Team von Julian Nagelsmann erneut schwer, immerhin fuhr Deutschland aber einen wichtigen Sieg gegen Nordirland ein. Doch nicht nur in Köln wurde gefeiert. Nach dem Achtungserfolg gegen die Niederlande, immerhin ein 1:1-Unentschieden, feierte Polen am Sonntagabend gegen Finnland einen verdienten 3:1-Erfolg und zog in der Tabelle der Gruppe G mit dem Spitzenreiter, eben der Elftal, mit zehn Punkten gleich. Auch in der Fünfergruppe geht nur der Gruppensieger direkt weiter, der Tabellenzweite muss in die Playoffs.

Kaminski weiterhin in Topform

Und besonders großen Anteil am verdienten Sieg der Polen hatte Kölns Jakub Kaminski. Der Schienenspieler eroberte stark die Kugel und bereitete in Chorzów die Führung durch Matthew Cash vor. Nach dem zwischenzeitlichen 2:0 durch Robert Lewandowski erhöhte der Kölner selbst. Lewandowskis Schuss konnte der finnische Keeper zwar parieren, gegen den Nachschuss von Kaminski war er machtlos. Kaminski avancierte somit zum Spieler des Spiels. Finnland verkürzte noch einmal, doch die Polen gingen als Sieger vom Platz. Der 23-Jährige unterstrich mit der Leistung einmal mehr seiner starke Form. Wie die DFB-Auswahl hat damit auch das polnische Team seine Länderspiele absolviert. Der Kölner Profi wird wohl am Dienstag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

Während die Reise für die ersten Spieler also beendet ist, stehen für Rav van den Berg sowie Said El Mala mit den U21-Nationalmannschaften der Niederlande und des DFB sowie für Isak Johannesson und Jusuf Gazibegovic noch A-Länderspiele am Dienstag an.


Stabile Defensive, gefährliche Offensive: Starke erste Daten für den 1. FC Köln

Jan Thielmann jubelt nach seinem Tor
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Stabile Defensive, gefährliche Offensive: Starke erste Daten für den 1. FC Köln

Drei Pflichtspiele sind erst absolviert. Und obwohl der Start vielversprechend ist, ist es für ein sportliches Zwischenfazit viel zu früh. Und doch gibt es die ersten Daten, die einen Trend aufzeigen – einen erfreulichen. Diese Statistik spricht für den Aufschwung des 1. FC Köln.

Mit sechs Punkten aus zwei Ligaspielen und dem Auftakterfolg im Pokal ist dem FC ein Einstand nach Maß gelungen. Das hat bekanntlich noch nicht viel zu bedeuten. Aber: Diese Statistik spricht für den Aufschwung des 1. FC Köln.

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Seit seinem Amtsantritt bei den Geißböcken hat Lukas Kwasniok bereits mehrfach bewiesen, dass er ein Freund des offenen Wortes ist. Schon mehrfach hat der Coach mit öffentlichen Aussagen überrascht. Zu einem klar definierten Saisonziel wollte sich Kwasniok bislang nicht hinreißen lassen. Mit einem Lächeln erklärte der 44-Jährige, er wolle vor der Borussia aus Gladbach landen, dann mit einer gehörigen Portion Ernst, dass er von Länderspielpause zu Länderspielpause sehen wolle. Nun ist die erste Liga-Unterbrechung erreicht und das Zwischenfazit des Coachs dürfte erfreulich ausfallen – selbst, wenn die Saison doch noch sehr jung ist. Der Blick aufs Tableau ist mit sechs Punkten aus zwei Spielen sowie dem Erreichen der 2. Runde des Pokals ein für einen Aufsteiger doch beachtlicher.

Sichere Defensive

Und der Blick in die detaillierte Statistik zeigt eine erfreuliche Entwicklung – wie gesagt, zu einem sehr frühen Zeitpunkt. Die Kölner Defensive präsentiert sich aktuell ähnlich sicher wie in der Vorsaison – und das eben eine Klasse höher. So ließen die Geißböcke in den bisherigen drei Pflichtspielen insgesamt gerade einmal neun Torschüsse, die auf den Kasten kamen, zu. In der vergangenen Spielzeit waren es vier im Schnitt. Der xGoals-Wert des Gegners lag in der Vorsaison bei 42 und damit im Schnitt bei 1,2 – Tore kassierten die Kölner 38, also etwa 1,1. Aktuell liegt der xGoals-Gegner-Wert bei 2,5, im Schnitt also bei etwa 0,8 pro Spiel – und das bei zwei Gegentreffern. Zumindest in Sachen gegnerische Torgefahr zeigt sich der FC bislang ähnlich stark, obwohl zwei der drei bisherigen Gegner international spielen.

Alles andere als Sturmflaute

In der Liga gab es bislang zumindest kein Team, das weniger Schüsse aufs Tor zuließ. In der Offensive geht der Trend bislang sogar richtig steil bergauf. Von einer Sturmflaute wie in der Vorsaison kann bislang keine Rede sein. Zur Erinnerung: In der Aufstiegsspielzeit war der FC mit einem xGoals-Wert von mehr als 70 das gefährlichste Team der Liga, Tore erzielten die Kölner aber „nur“ 53. Die Geißböcke wiesen also eine xGoals-Effizient von -17 auf, die schlechteste der Liga. Aktuell sieht die Welt anders aus. In den drei Pflichtspielen wären gut vier Tore laut Wert erwartbar gewesen, der FC kommt bislang aber auf sieben Tore – also einer deutlich positiven Effizienz. Der Schnitt der abgegebenen Torschüsse hat sich nur marginal verändert. Der FC gibt im Schnitt 15 Versuche ab, in der vergangenen Spielzeit waren es 16.

Natürlich ist es nach drei Pflichtspielen viel zu früh, aus den Daten eine Entwicklung für die Saison abzuleiten. Zumal die Kölner nun mal auch gegen Teams wie die Bayern, Dortmund oder Leipzig spielen und ein Offensivspektakel da nicht zu erwarten ist. Und dennoch ist ein erster Trend nicht von der Hand zu weisen.


Deswegen glaubt Tom Krauß schon jetzt an den Klassenerhalt des 1. FC Köln

Tom Krauß glaubt an den Klassenerhalt mit dem 1. FC Köln
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Deswegen glaubt Tom Krauß schon jetzt an den Klassenerhalt des 1. FC Köln

Tom Krauß macht als Sommer-Neuzugang bei den Geißböcken eine gute Figur. Der 24-Jährige scheint angekommen zu sein und hat eine klare Meinung zum 1. FC Köln: Tom Krauß schätzt die Chancen des Klassenerhalts ein.

Mit dem FC Schalke 04 und dem VfL Bochum ist er bereits abgestiegen, mit den Geißböcken soll das nicht passieren. Und der 24-Jährige sieht gute Gründe, warum das nicht passieren wird beim 1. FC Köln: Tom Krauß schätzt die Chancen des Klassenerhalts ein.

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Mit einem so deutlichen Sieg – wenn überhaupt mit drei Punkten – hatten im ersten Heimspiel der Saison gegen den SC Freiburg wohl die wenigsten gerechnet. Noch dazu war es bereits der zweite Dreier aus zwei Spielen. Der Bundesligaauftakt ist den Geißböcken mit Trainer Lukas Kwasniok geglückt und lässt die Hoffnungen der Kölner Fans auf den Klassenerhalt nach dem Wiederausstieg durchaus realistisch erscheinen. Nicht zuletzt werden diese Hoffnungen auch durch den Umbruch im Kader der Kölner genährt. Der FC hat bekanntlich elf Neuzugänge zu verzeichnen und dafür knapp 25 Millionen Euro investiert. Einer dieser Neuzugänge ist Tom Krauß, der sich im Rahmen des Testspiels in Essen gegenüber der WAZ zu seinem neuen Verein äußerte.

„So kannst du dann auch Siege einfahren“

Krauß, der nach seiner letzten Station in Bochum im Sommer auf Leihbasis vom FSV Mainz 05 ins Rheinland nach Köln gewechselt ist, hat sich gut eingelebt. „Ich fühle mich hier in der Region generell wohl – egal, ob im Ruhrgebiet oder in Köln. Ich habe mich dort sehr gut eingelebt“, so der 24-Jährige. Ankommen sei dem Mittelfeldspieler sehr wichtig. „Das ist mir in den ersten Wochen auch gelungen, mich in der Mannschaft, dem Verein und der Stadt wohlzufühlen. Das ist für mich schon mal sehr, sehr positiv.“ Gegen Mainz, bei denen Krauß noch bis 2027 unter Vertrag steht, gelang den Kölnern im ersten Saisonspiel ein 1:0-Erfolg. Das allerdings mit Krauß als linkem Innenverteidiger. Im Duell gegen den SCF kam er als Sechser für Denis Huseinbasic zum Einsatz – die Kölner gewannen bekanntlich 4:1.

Das sei aber auch nur der Anfang. “Jetzt ruhen wir uns vier Tage aus, nächste Woche geht es dann mit vollem Fokus in Wolfsburg weiter“, so Krauß. Die bisherigen Zähler sieht der 24-Jährige als wichtigen Anfang für den Klassenerhalt der Geißböcke. Am Ende sei es sehr wichtig, wie du am Anfang startest, meint Krauß. „Wir haben in den ersten beiden Spielen sechs Punkte geholt. Da musst du dranbleiben.“

„Jeder will spielen“

Der etatmäßige Mittelfeldspieler weiß, wovon er spricht. Mit Schalke und Bochum stieg der 24-Jährige jeweils ab. In beiden Spielzeiten verloren die Teams schon zu Saisonbeginn an Boden. Doch der perfekte Auftakt ist für den gebürtigen Leipziger nur ein Grund für den möglichen Klassenerhalt. Unter dem anderen leidet Krauß in gewisser Weise auch. Denn Thomas Kessler hat in diesem Sommer nicht nur den 24-Jährigen verpflichtet. Insgesamt holte der Sportchef elf Spieler für knapp 25 Millionen Euro. Das bedeutet Konkurrenz und stärkt den Kader. „Jeder will spielen. Ich finde, das ist sehr, sehr wichtig, dass du immer diesen Konkurrenzkampf hast und viele Leute, die darauf lauern zu spielen“, erklärt Krauß. „Das ist dann auch ein Ansporn für die Startelf, dass sie nicht nachlässt. Dann entwickelt sich jeder weiter. So kannst du dann auch Siege einfahren.“


Einsatzzeit und Kantersieg gegen den Bankfrust beim 1. FC Köln?

Jusuf Gezibegovic punktete mit der Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina
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Einsatzzeit und Kantersieg gegen den Bankfrust beim 1. FC Köln?

Auch Jusuf Gazibegovic ist in die WM-Qualifikation gestartet. Es gab mit Bosnien-Herzegowina aber nicht nur einen verdienten Kantersieg für den Abwehrspieler des 1. FC Köln: Jusuf Gazibegovic sammelt Einsatzzeit.

Mit einem 6:0-Erfolg über San Marino ist Bosnien-Herzegowina in die WM-Quali gestartet. Erfreulich verlief das Spiel für den Rechtsverteidiger des 1. FC Köln: Jusuf Gazibegovic sammelt Einsatzzeit – und deutlich mehr als bei den Geißböcken.

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Eigentlich war die Reise nach San Marino gar nicht geplant, doch sie entpuppte sich als Glücksgriff. Jusuf Gazibegovic war zunächst nicht für den Kader der Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina nominiert worden. Durch die Verletzung von Arjan Malic rutschte der Rechtsverteidiger der Geißböcke doch noch ins Team. Und im Duell im Stadio Olimpico di Serravalle kam der Abwehrspieler nicht nur zum Einsatz, der 25-Jährige stand sogar in der Anfangsformation. Und der Abend lief für das bosnische Team besonders gut. Schon nach einer knappen Viertelstunde sah Alessandro Golinucci die Rote Karte und das Team von Sergej Barbarez spielte 75 Minuten in Überzahl.

90 Minuten für die Nationalmannschaft

Und das nutzte Bosnien aus. Nachdem das Team in der ersten Halbzeit die Führung erzielte, drehte die Auswahl um Gazibegovic mal so richtig aus, fertigte den Gastgeber 6:0 ab. Zwar trug sich der FC-Profi nicht auf dem Scoreboard ein, der 25-Jährige war dennoch einer der besten Spieler bei Bosnien, spielte die 90 Minuten durch. Für Gazibegovic sicherlich so etwas wie eine Genugtuung. Denn beim FC durchlebt der Rechtsverteidiger gerade eine doch schwere Zeit. Im vergangenen Winter noch als großer Hoffnungsträger unmittelbar nach dem Registrierungsverbot unter Vertrag genommen, hat ihm aktuell Sebastian Sebulonsen den Rang abgelaufen. So richtig ist der Abwehrspieler ohnehin noch nicht in Köln angekommen.

In den bisherigen drei Pflichtspielen kam der gebürtige Salzburger beim FC gerade einmal 22 Minuten zum Einsatz. So richtig rund lief es im Duell gegen den SC Freiburg aber auch nicht. Zudem scheint die offensive Ausrichtung Sebulonsen ein wenig mehr zu liegen. Immerhin hatte Gazibegovic nun die Chance, einige Pluspunkte zu sammeln und eine Bewerbung abzugeben. Die hat der Bosnier abgegeben. Am Dienstag steht dann ein besonderes Spiel für den 25-Jährigen auf dem Plan. Gazibegovic empfängt in Zenica mit Bosnien-Herzegwoina sein Geburtsland Österreich.


„Mehr Qualität, weniger Quantität“ – ist das die Formel zum Erfolg des 1. FC Köln?

Die Spieler des 1. FC Köln beim Spiel gegen den SC Freiburg
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„Mehr Qualität, weniger Quantität“ – ist das die Formel zum Erfolg des 1. FC Köln?

Mit drei Pflichtspielsiegen in Folge sind die Kölner nahezu perfekt in die Saison gestartet. Die Geißböcke könnten eine der Überraschungsmannschaften der Saison werden. Könnten, denn sicher ist das nicht beim 1. FC Köln: Ist mehr Qualität, weniger Quantität der Schlüssel?

Sechs Punkte aus zwei Spielen, die 2. Runde im DFB-Pokal – der Saisonstart ist vielversprechend und die Euphorie groß beim 1. FC Köln: Ist mehr Qualität, weniger Quantität der Schlüssel?

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Jakub Kaminski hielt nicht so richtig hinter dem Berg. Als er in einem Interview für ein polnisches Sportportal nach den Zielen gefragt wurde, nahm der Kölner Schienenspieler Abstand von den üblichen Tiefstapeleien. „Als Neuling ist der Klassenerhalt das Ziel“, sagte Kaminski, schob dann aber hinterher: „Wir wollen diese Saison für eine Überraschung sorgen. Wir haben einen Trainer und einen Kader, der das kann. Das könnte eine sehr gute Saison für uns werden.“ Eine Meinung, mit der Kaminski alles andere als alleine ist. Ein Großteil der Fans würde die Einschätzung sicher unterschreiben und auch im vermeintlichen Expertenkreis wird über ein etwaiges Szenario gesprochen, wenn auch ob der frischen Spielzeit noch hinter vorgehaltener Hand.

„So war es möglich, Veränderungen vorzunehmen“

Der Start ist den Kölnern jedenfalls ganz sicher geglückt und damit auch ein wenig Dampf vom Kessel genommen. Denn die sechs gesammelten Punkte sind sicher mehr als zu Saisonbeginn erwartet und ein kleines Polster für die kommende Phase bis zum nächsten Länderspiel. Der FC kann diese mit dem Spiel gegen Wolfsburg jedenfalls beruhigt angehen, die in Köln oft erlebte Hektik herrscht nicht. Als Vater des frühen Erfolgs dürfen sich bislang vor allem Lukas Kwasniok und Thomas Kessler feiern lassen. Kwasniok, der allem Augenschein nach situativ auf Aktionen und Ereignisse zu reagieren kann und somit die Spiele nachhaltig beeinflusst und Kessler, der mit zahlreichen Transfer-Entscheidungen dem Kader ein komplett neues Gesicht hat.

Zur Wahrheit gehört auch, dass den FC-Bossen durchaus bewusst war, dass sie mit dem aktuellen Kader in der Liga Probleme bekommen würden. Zumal offenbar auch mit Abgängen wohl gerechnet wurde und diese dann auch für Kwasniok zum Thema wurden. „In den Verhandlungen wurde relativ schnell deutlich, dass es ein, zwei Abgänge geben wird – und dass das Geld, das so hereinkommt, in neue Spieler investiert werden soll. Das war für mich schon ein wichtiger Teilaspekt in der Entscheidungsfindung“, sagt der Coach in einem Interview der „Welt“. „Durch den Aufstieg war es dann möglich, Veränderungen vorzunehmen. Die waren auch wichtig. Unser Ansatz war es, die Quantität zu reduzieren und die Qualität zu erhöhen“, so Kwasniok weiter. 

Unzufriedenheit soll vermieden werden

Tatsächlich ist das Mannschaftsgefüge ein anderes. Der FC verfügt nur noch über 21 Feldspieler. Denn Kessler sorgte auch dafür, dass einige Spieler den Verein verlassen haben. „Es ist ja so: Etwa 16 bis 18 Feldspieler kommen über eine Saison auf relativ viel Einsatzzeit. Wenn du die hast, gibt es einen guten Konkurrenzkampf“, sagt Kwasniok. „Die, die neu gekommen sind, drängen in die Mannschaft – die, die schon länger hier sind, wollen ihre Plätze behaupten. Doch weil alle eine reelle Chance haben, regelmäßig zu spielen, freuen sie sich auch miteinander über Erfolge.“ So will der Kölner Coach Unzufriedenheit in der Mannschaft vermeiden. Der Kölner Coach betont, dass „Fußball ein Mannschaftssport ist. Und dazu gehört es eben auch, mal nicht zu spielen.“ 

Dazu war es aber auch unerlässlich die Qualität des Kaders noch einmal anzuheben. In der vergangenen Spielzeit wurde gerade die fehlende Breite im Team immer wieder deutlich. Von der Bank passierte relativ wenig, ein Großteil der ersten Elf war gesetzt. Nun scheint sich aber kein Spieler sicher sein zu dürfen und das erhöht bekanntlich den Konkurrenzkampf. Und das liegt zweifelsfrei daran, dass Kessler ganz offensichtlich Spieler verpflichtet hat, die dem FC sofort weiterhelfen können. Wie nachhaltig dieser Schlüssel zum Erfolg ist, wird wohl erst in den kommenden Monaten zu sehen sein.


Sargis Adamyan wieder für den 1. FC Köln am Ball: Das ist der Plan mit dem Angreifer

Sargis Adamyan hält sich bei der U21 fit
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Sargis Adamyan wieder für den 1. FC Köln am Ball: Das ist der Plan mit dem Angreifer

Eigentlich galt er als sicherer Abschiedskandidat, dann als Trainingsgast bei der Kölner Reserve. Nun kam er in einem Testspiel zum Einsatz für die U21. Und dabei muss es nicht bleiben beim 1. FC Köln: Wie geht es weiter mit Sargis Adamyan?

Die Tage beim FC sind für Sargis Adamyan eigentlich gezählt. Eigentlich, denn der 32-Jährige kam etwas überraschend in einem Testspiel nun zum Einsatz für die U21. Und es scheint noch mehr möglich beim 1. FC Köln: Wie geht es weiter mit Sargis Adamyan?

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Nach einigen harten Wochen scheint es für Leart Pacarada dieser Tage wieder bergauf zu gehen. Der Außenverteidiger befindet sich aktuell mit dem Kosovo auf Länderspielreise und trifft unter anderem heute Abend auf die Schweiz. Nach den WM-Qualifikationsspielen wird der Ex-Kölner dann auch den Kampf um einen Stammplatz beim 1. FC Heidenheim aufnehmen. Zwar betonte Pacarada nun in einem Interview, dass der Fußball auch mal grässlich sein könne, unter dem Strich scheint Pacarada aber seinen Frieden gemacht zu haben. Denn ganz sicher besteht bei dem 30-Jährigen die Chance, bald wieder Bundesligaluft zu schnuppern. Während auch Imad Rondic, Jacob Christensen und Florian Dietz andere Vereine gefunden haben, steht hinter Sargis Adamyan weiterhin ein großes Fragezeichen. Der Armenier trainiert aktuell bei der U21 der Geißböcke, ein Transfer kurz vor Toresschluss zeichnet sich bislang nicht ab. Denn auch nach dem Deadline Day sind Abgänge grundsätzlich möglich, allerdings nur Richtung ausländische Märkte, bei denen das Transferfenster später schließt.

Adamyans Zukunft ungewiss

Mit jedem jeweiligen Deadline Day sinkt also die Chance, dass auch der letzte aussortierte Profi noch bei einem neuen Verein unterkommt. Adamyan soll bekanntlich ein Angebot des VfL Osnabrück vorgelegen haben, dieses habe sich dem Vernehmen nach aber zerschlagen, weil sich der FC und Spieler nicht auf eine Abfindung einigen konnten. Kolportiert wurde, dass Adamyan auf eine Summe in Richtung seines Jahresgehalts gepocht haben soll und das liegt bei rund einer Million Euro. Noch vor wenigen Wochen war es undenkbar, dass der Stürmer Teil der U21-Mannschaft auch für Regionalliga-Spiele werden würde. Doch möglicherweise bahnt sich ein Umdenken an. Denn der 32-Jährige kam am Donnerstagabend beim Testspiel der Kölner Reserve gegen den Siegburger SV nicht nur zum Einsatz, Adamyan stand beim 4:0-Erfolg auch in der Startelf.

Auch Nikola Soldo trainierte nach seiner Ausmusterung bekanntlich beim FC mit. Der Kroate kam dann auch bei Pflichtspielen zum Einsatz, allerdings eher aus einer Personalnot heraus. Und bei Adamyan? Prinzipiell gibt es für den Angreifer drei mögliche Szenarien. Dabei erscheint es aber als unwahrscheinlich, dass der Stürmer noch auf den letzten Drücker einen neuen Verein findet. Möglich wäre auch eine Vertragsauflösung, doch die ist aktuell wohl kein Thema. Aktuell deuten die Zeichen darauf hin, dass der 32-Jährige auch weiterhin beim FC unter Vertrag stehen wird. Und offenbar hat der Angreifer auch durchaus die Chance, beim Kölner Nachwuchs eingesetzt zu werden. Nach Informationen von come-on-fc.com hat es ein Gespräch mit Adamyan gegeben. Demnach könne sich der Stürmer seine Einsatzzeit durchaus erarbeiten. Das allerdings nur, wenn er sich als Führungsspieler gut in die Mannschaft einbringe, kein Talent in dessen Entwicklung blockiere und Leistung und Einstellung auch dementsprechend seien.

Möglicherweise wollen die FC-Verantwortlichen Adamyan über die U21 die Chance geben, sich für die Wintertransferphase noch einmal attraktiv zu machen. Adamyan war im Sommer 2022 zu den Geißböcken gewechselt und direkt mit einem Vierjahresvertrag ausgestattet worden. Allerdings blieb der Armenier trotz zahlreicher Chancen hinter den Erwartungen zurück. In der vergangenen Saison wurde der Angreifer noch an Jahn Regensburg verliehen, in diesem Sommer sollte eigentlich die endgültige Trennung folgen. Nun kann sich Adamyan durch gute Leistungen in der U21 empfehlen.