Das Ende einer Achterbahnfahrt: Mark Uths letzter Tanz? „Mark hat den besten Abschied verdient“

Mark Uth vom 1. FC Köln beendet seine Karriere (Foto: Jörg Schüler/Bongarts/Getty Images))
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Das Ende einer Achterbahnfahrt: Mark Uths letzter Tanz? „Mark hat den besten Abschied verdient“

14 Jahre nach seiner ersten Kaderberufung endet am Sonntag (wahrscheinlich) eine große Karriere beim 1. FC Köln: Für Mark Uth schließt sich der Kreis. Der 33-Jährige musste zahlreiche Rückschläge hinnehmen und kämpfte sich immer wieder zurück.

Seit vergangene Woche steht fest, dass die Karriere des 33-Jährigen dort endet, wo sie einst begonnen hat – beim 1. FC Köln: Für Mark Uth schließt sich am Sonntag der Kreis.

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Mit den Identifikationsfiguren ist es so eine Sache beim 1. FC Köln. Sie sind in der aktuellen Mannschaft zumindest rar geworden. Letztlich ist ja auch gar nicht genau definiert, wie sie zu solchen werden oder geworden sind. Mark Uth ist vielleicht die größte unter den aktiven Spielern beim FC. Wenn man sich die reine Spielzeit des gebürtigen Kölners für die Geißböcke anschaut, wirkt das vielleicht ein wenig kurios. Denn die Zeit, in der der Stürmer für den FC gespielt hat, ist sicher nicht die ruhm- oder erfolgreichste – weder für Spieler noch für Verein. Auf 77 Pflichtspiel-Einsätze kommt der 33-Jährige für den FC und reiht sich damit in der Rerkordspielerliste jenseits der 150 ein. Ganze neun aktive FC-Profis standen öfter für die Kölner auf dem Platz – unter anderem Steffen Tigges oder Denis Huseinbasic. Für Hoffenheim lief der Offensivspieler sogar öfter auf.

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Steiniger Beginn einer langen Karriere

In gewisser Weise ein bitterer Wert. Ein Wert, der die Leidenszeit der vergangenen Jahre nur zu sehr verdeutlicht. Denn Uth spielte nahezu fünfeinhalb Jahre für die Geißböcke, hätte also inklusive Pokal und Conference League auf rund 200 Einsätze kommen können. Nur in den Spielzeiten 21/22 sowie der halbjährigen Leihe 20/21 war der gebürtige Kölner Stammspieler, in den vergangenen drei Saisons mehr verletzt als fit. Nur noch 29, meist Kurzeinsätze, sammelte der Angreifer in diesem Zeitraum und avancierte dennoch gerade im Abstiegsjahr und in dieser Spielzeit immer wieder zum großen Hoffnungsträger. Mit Uth würde schon die Wende kommen, so die Hoffnung. Die Hoffnung, die vor allem in den spielerischen Stärken ihre Ursache finden. Der Angreifer war immer ein Akteur, der den riskanten, schnellen Ball nicht scheute, der aber auch selbst den schnellen Abschluss suchte.

So schaffte es Uth auch in die Nationalmannschaft, wenn auch nur einmalig. 2018 lief der Angreifer für die DFB-Elf gegen die Niederlande auf, stand sogar in der Anfangsformation, wurde aber nach einer guten Stunde von Jogi Löw ausgewechselt. Sicherlich einer der größten Erfolge seiner Karriere. Einer Karriere, die aber steinig begann. Als Zwölfjähriger kam Uth 2004 vom TuS Langel nach Köln, 2007 folgte der Wechsel zur Viktoria, 2009 die erste Rückkehr. Der Angreifer wollte den Durchbruch beim FC unbedingt schaffen, spielte zunächst in der U21 und sorgte dort in einer Mannschaft mit Timo Horn, Jonas Hector und Simon Terodde für mächtig Aufsehen. So sehr, dass die Einladung zum Trainingslager der Profis kam. Uth fuhr mit, war von seiner Leistung überzeugt und bekam dann aber doch keine Chance unter Stale Stolbakken.

Von Verletzungen zurückgeworfen

Es folgte folgerichtig der Wechsel zum SC Heerenveen, eine Leihe zu Heracles Alemelo und nach der Rückkehr zum niederländischen Erstligisten der Durchbruch. Für Heerenveen erzielte Uth in 42 Spielen 21Tore und bereitete zwölf weitere vor. Das weckte Interesse, auch aus Deutschland. Damals wollte der Stürmer eine Rückkehr nach Köln nicht ausschließen, es fehlte das Angebot. Dafür klopfte die TSG Hoffenheim an, verpflichtete Uth für rund zwei Millionen Euro. Der Kölner gehörte in Sinsheim zum Stammpersonal, traf in 86 Spielen 33 Mal, sogar zwei Mal gegen Liverpool in der Champions-League-Quali, gegen Spieler wie Sadio Mané, Mo Salah und Emre Can. In dieser Zeit stieg der Marktwert auf 18 Millionen Euro an. Uth wechselte dennoch ablösefrei zum FC Schalke 04 und spielte dort ebenfalls Champions League – unter anderem gegen ManCity – und wurde eben Nationalspieler.

Im Januar 2020 folgt die nächste Rückkehr zum FC, damals als Leihe, im Juli 21 die insgesamt dritte, das vierte Engagement bei den Geißböcken. Und auch wenn Uth zuletzt nur noch selten auf dem Platz stand, ist das Standing in der Mannschaft und bei den Fans ungebrochen. „Er ist nicht nur ein toller Spieler, er ist auch ein toller Mensch“, sagte FC-Coach Friedhelm Funkel am Freitag auf der Spieltags-Pressekonferenz. Ein Mensch, der am Sonntag wohl das letzte Mal für den FC aufläuft. 14 Jahre nach seiner ersten Kader-Berufung beim FC schließt sich der Kreis auch wieder in Köln. „Ich bin sehr glücklich, dass ich meine Karriere beim 1. FC Köln beenden kann, denn hier hat alles angefangen“, sagte der Offensivspieler vor wenigen Tagen via Instagram.

Funkel zu Uth: „Der Abschied, den er verdient hat“

Eine große Abschiedsfeier wie vor zwei Spielzeiten für Jonas Hector und Timo Horn ist angesichts einer möglichen Aufstiegsparty eher unwahrscheinlich. Doch für den Angreifer dürfte ohnehin nur der maximale sportliche Erfolg, in diesem Fall die Rückkehr ins Bundesliga-Oberhaus, im Vordergrund stehen. Einen gebührenden Abschied werden ihm die Fans sicherlich auf dem Feld bereiten, denn Einsatzzeit sollte er noch bekommen. „Mark hat den besten Abschied verdient, den man haben kann“, sagt Funkel. „Wenn sich die Möglichkeit ergibt, dann will ich Mark die Möglichkeit geben, nochmal die ein oder andere Situation hier in unserem Stadion positiv zu gestalten. Und dass er dann den Abschied bekommt, den er auch verdient hat – nämlich nach 90, 95 Minuten beim Abpfiff auf dem Platz zu stehen.“ Dann endet eine beeindruckende Karriere, die einer Kölner Identifikationsfigur.


FCK bangt um Transfergerücht des 1. FC Köln – Ragnar Ache wackelt

Ragnar Ache vom 1. FC Kaiserslautern (Foto: Stuart Franklin/Getty Images)
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FCK bangt um Transfergerücht des 1. FC Köln – Ragnar Ache wackelt

In der Theorie kann Ragnar Ache am Sonntag zum Partycrasher werden und damit einen möglichen Wechsel zum FC selbst vom Tisch wischen. Der vermeintliche Wunschspieler würde wohl nur zum FC wechseln, wenn dieser in der kommenden Saison Bundesliga spielt. Dort gibt es aber Hoffnung für den 1. FC Köln: Ragnar Ache droht auszufallen.

Sehr wahrscheinlich werden die FC-Verantwortlichen die Entwicklung sehr genau verfolgen, denn bei der Personalie geht es auch um die Zukunft des 1. FC Köln: Ragnar Ache droht am Sonntag auszufallen.

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Explizit ausgesprochen hat es Friedhelm Funkel angesichts anhaltender Knieprobleme noch nicht, doch mit großer Wahrscheinlichkeit wird Tim Lemperle am Sonntagnachmittag im Endspiel um den Aufstieg zwischen dem 1. FC Köln und dem 1. FC Kaiserslautern zum Einsatz kommen. Der Spieler habe Reue gezeigt und Funkel keine moralischen Bedenken. Und so könnte es zum Duell des aktuellen Kölner Top-Torjägers gegen den künftigen kommen – zumindest in der Theorie. Die Chancen stehen dem Vernehmen nach nicht schlecht, dass Ragnar Ache in der kommenden Spielzeit für den FC auf Torejagd geht. Die Kölner sollen sich zumindest sehr um die Dienste des Angreifers bemühen, Gespräche wurden und werden geführt, Ache soll ein Wunschspieler sein, heißt es.

Ein Ausfall würde den FCK hart treffen

Doch das Duell der jeweiligen Topscorer des FC und des FCK steht am Ende dann doch auf sehr wackeligen Beinen. Der Vorfall auf dem Partyschiff „Roxy“ spielt keine Rolle mehr, doch Lemperles Knie zwickte zuletzt. Die Einheit am Freitag gilt ein wenig als Gradmesser. Denn Friedhelm Funkel erklärte, dass man nun die Reaktion abwarten wolle und dann weitersehe. Mindestens genauso ungewiss ist aber auch der Einsatz von Lauterns Ache. Wie schon am Donnerstag trainierte der Stürmer auch am Freitag individuell. Ob der Angreifer für den Kader in Frage kommt, ist komplett offen, wird aber laut Torsten Lieberknecht „Wettlauf mit der Zeit“. Ein Ausfall wäre ein schmerzhafter Rückschlag. Denn Ache kommt in der Liga auf 18 Tore, einzig Davie Selke ist mit 22 Treffern noch erfolgreicher.

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Sollte Ache nicht spielen, wird sich der Stürmer in Zukunft auch nicht anhören müssen, der große Partycrasher gewesen zu sein. Im Falle des Kölner Nicht-Aufstiegs dürfte die Personalie Ache ohnehin nicht realisierbar sein. Die Ablösesumme wird auf vier bis fünf Millionen Euro geschätzt, der Angreifer hat schon angekündigt, einzig Bundesliga spielen zu wollen. Vermutlich verzichten müssen die Pfälzer auf Daisuke Yokota. Der Japaner schlägt sich mit einer Schambeinentzündung rum und musste die Einheit am Freitag abbrechen.


„Ich habe von allen den geringsten Anteil daran“ – Friedhelm Funkel über den Aufstieg, Respekt und Emotion

Friedhelm Funkel, Interimstrainer vom 1. FC Köln (Foto: Yuliia Perekopaiko/Getty Images)
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„Ich habe von allen den geringsten Anteil daran“ – Friedhelm Funkel über den Aufstieg, Respekt und Emotion

Zwei Saisonspiele vor Ende der regulären Liga-Spielzeit hat der 71-Jährige die Geißböcke als Interims-Trainer übernommen. Die Rückkehr an alte Wirkungsstätte ist für den Coach sowohl emotional als auch neu. Seine Aufgabe ist klar definiert – Aufstieg für den 1. FC Köln: Friedhelm Funkel spricht über den Reiz und die heutige Spielergeneration.

Die erste Hürde zum Aufstieg ist mit dem 2:1-Sieg in Nürnberg bereits genommen. Nun steht das Duell im eigenen Stadion gegen Kaiserslautern auf dem Programm. Zuvor äußert sich der Interims-Trainer im Interview des 1. FC Köln: Friedhelm Funkel spricht über den Reiz und die heutige Spielergeneration.

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Lange überlegen musste Friedhelm Funkel laut eigener Aussage nicht, als die Anfrage zur Übernahme der Mannschaft an ihn herangetragen wurde. „Der 1. FC Köln ist eine sehr emotionale Adresse für mich“, beschreibt Funkel seine Beziehung zum FC im vereinseigenen Interview auf fc.de. Doch nicht nur die Verbundenheit zum Verein hat den 71- Jährigen zusagen lassen. „Die Chance, es in zwei Spielen in die Bundesliga zurück zu schaffen, was für den FC sehr wichtig wäre“, sei ebenfalls Anreiz gewesen. Doch neben den rein erfolgsbasierten Gründen schwangen auch persönliche Interessen mit. „Für mich persönlich ist es die Möglichkeit, zwei Spiele in ausverkauften Stadien zu erleben. Denn als ich 2021 hier war, fanden die Spiele wegen Corona im leeren Stadion statt“, gab der Trainer zu.

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Friedhelm Funkel über den Reiz der Aufgabe

Bereits in der Saison 2020/21 übernahm der Neusser die Geißböcke und verhalf ihnen in acht Spielen unter seiner Leitung zum Verbleib in der 1. Bundesliga. Kein Wunder also, dass die Rückkehr ans Geißbockheim für den 71-Jährigen durchaus eine vertraute gewesen ist. Der Wandel der vergangenen Jahre ist aber auch Funkel nicht verborgen geblieben. „Im Geißbockheim ist viel getan worden in den vergangenen Jahren. Da war ich erstaunt und erfreut über die besseren räumlichen Möglichkeiten“, lobt Funkel. „Die Funktionsräume und Kabinen sind umgebaut worden, es gibt eine große Fitnesshalle mit einem schönen gemütlichen Besprechungsraum, das eine Art Kino ist. Das waren Dinge, die für mich positiv waren, die ich noch nicht kannte und die für mich neu waren.“

Es gäbe aber immer noch Optimierungsmöglichkeiten, räumte der Trainer ein. Ein Ausbau der Plätze „wäre sicher gut, was aber aktuell leider noch nicht erlaubt ist. Die Plätze, die wir haben – allen voran das Franz-Kremer-Stadion, wo von den Frauen bis zum Nachwuchs viele Teams darauf spielen – sind aber sehr gut in Schuss“, beschrieb Funkel die Arbeitsbedingungen am Geißbockheim. Und nicht nur die Infrastruktur gefiel dem Coach. Auch personell sieht der 71-Jährige Potenzial. Die Mannschaft sei in „einem sehr guten Zustand, da muss ich Gerhard ein großes Kompliment machen. Die Mannschaft war und ist intakt. Sie ist in einem sehr guten körperlichen Zustand. Das ist gerade am Ende der Saison sehr wichtig, weil du da als Trainer nicht mehr viel machen kannst“, lobte der Neusser.

Funkel habe „den geringsten Anteil“ am Aufstieg

Und ergänzte: „Die Stärke der Mannschaft hat mich überzeugt. Ich habe vor der Saison schon gesagt, dass der HSV und der FC die individuell besten Kader der Liga haben und beide Mannschaften aufsteigen werden“, so Funkel. Eine Prognose hat sich derweil bewahrheitet. „Der HSV hat es schon umgesetzt und wir können es am Sonntag im eigenen Stadion auch schaffen. Diese Möglichkeit hat mich gereizt“, erklärte der Trainer seine Beweggründe. Um das Ziel zu erreichen wolle er Ruhe bewahren, Selbstbewusstsein ausstrahlen, der Mannschaft vertrauen und auch eine gewisse Lockerheit reinbringen.

„Wenn der Aufstieg nun gelingen sollte, habe ich aber von allen den geringsten Anteil. Ich habe nur zwei Spiele gemacht. Vielleicht habe ich das eine oder andere an Spielfreude und guter Laune wieder reingebracht, taktisch eine kleine Veränderung vorgenommen. Aber Gerhard hat 32 Spiele gemacht und stand auf Platz zwei. Er hat mit der Mannschaft und dem Trainerteam den allergrößten Anteil daran“, erkannte der 71-Jährige die Arbeit seines Vorgängers an.

„Das Stadion wird richtig gut mitgehen“

Einen kleinen, aber nicht unwesentlichen Anteil an einem möglichen Aufstieg könnte am Sonntag die Tatsache ausmachen, dass Funkel den Gegner kennt, wie kaum ein anderer. „Sie hatten am Sonntag acht Spieler auf dem Platz, die vergangene Saison bei mir auch gespielt haben. Ich kenne die Mannschaft sehr gut. Das sind gute Spieler und auch gute Jungs“, lobte Funkel die Lauterer Spieler. Vor allem, was die Gefahrenstellen angeht: „Bei Standards sind sie sehr gefährlich. Sie haben viel Erfahrung mit Spielern wie Jean Zimmer, einen guten Torwart. Das wird eine schwere Aufgabe. Trotzdem bin und bleibe ich optimistisch.“ Auch Stürmer Ragnar Ache hat der Kölner Trainer im Visier. Allerdings ist bisher offen, ob der Top-Scorer des FCK am Sonntag überhaupt auflaufen wird.

Ein anderer Teil, der den Kölnern im Kampf um den Aufstieg helfen wird ist laut Funkel der Rückhalt, den die Mannschaft erfährt. „Das Stadion wird richtig gut mitgehen und der Mannschaft Halt geben. Unsere Mannschaft muss versuchen, Leidenschaft zu zeigen, aber auch ruhig zu bleiben. Wir dürfen nicht zu gierig sein, warnt der 71-Jährige. „Wenn man zu gierig ist – auch in anderen Lebenssituationen – das ist nie gut. Leidenschaft von der ersten bis zur letzten Sekunde zeigen, sich in jeden Zweikampf werfen, sich aber trotzdem an die Vorgaben halten. Dann steigen wir am Sonntag auf.“

“Die heutige Generation ist anders als wir“

Die Entscheidung, ans Geißbockheim zu kommen, scheint Funkel bisher nicht zu bereuen. Die Zusammenfassung seiner ersten Woche beim FC ist zwar kurz, aber aussagekräftig: „Schön. Spannend. Erfolgreich.“ Die Grundlage seines Erfolgs mag vielleicht an der Art und Weise des Umgangs mit der jüngeren Generation liegen. Denn zusammengefasst besteht dieser aus Verständnis, klaren Regeln und Respekt. „Die heutige Generation ist anders als wir. Sie ist offener, sie ist fordernder, selbstbewusster“, charakterisiert Funkel die heutigen Spieler. „Trotzdem habe ich gewisse Prinzipien, mit denen ich durchs Leben gegangen bin und die mir heute auch noch sehr wichtig sind. Die versuche ich, den jungen Spielern auch zu vermitteln.“

Seine Worte sind nicht nur leere Hülsen, denn Funkel benennt die Grundprinzipien des Umgangs deutlich. „Wichtig ist für mich der Respekt untereinander, egal gegenüber welchen Menschen, egal welcher Job, egal welche Herkunft“, so der Trainer. Pünktlichkeit sei ihm ebenfalls sehr wichtig, gerade auch in einer großen Gruppe. Und auch banale, eigentlich selbstverständliche Verhaltensweisen fordert der Coach von seinen Spielern. „Dass man ordentlich mit den Mitspielern umgeht, die Kabine ordentlich verlässt. Diszipliniertes Verhalten in der Gruppe und auf dem Platz. Diese Dinge sind für mich unverhandelbar.“ Die klare Haltung scheint bei der Mannschaft anzukommen, denn die Resonanz auf den neuen Trainer ist durchweg positiv.

„Die Arbeit mit jungen Leuten macht mir einfach Spaß“

Dies mag eben auch daran liegen, dass Funkel seine Prinzipien auch für sich zu Grunde legt. „Die Jungs haben heute eine andere Lebensart, die ich nicht immer gut finde und auch nicht gut finden muss – die ich aber akzeptiere. Die Klamotten, die sie manchmal anhaben, die Musik, die sie hören. Tätowierungen sind auch nicht mein Ding“, erklärt Funkel, ergänzt jedoch: „Jeder muss für sein Leben verantwortlich sein. Wir haben auch Dinge gemacht, die ältere Leute nicht gut gefunden haben.“ Eine letzte Regel stellt Funkel bei allem Verständnis aber auf – und die ist nicht diskutabel: „Wenn wir eine Besprechung haben, dann ist das Handy aus und es darf nicht bimmeln.“

Am Ende zeigt sich der Respekt und damit wohl auch Funkels Erfolgsrezept in der Wertschätzung und Einbindung der jüngeren Generation – teils scheinbar sogar auf Augenhöhe. „Es ist ganz wichtig, dass man auch von jungen Leuten etwas lernen kann. Die Arbeit mit jungen Leuten macht mir einfach Spaß.“

Honeymoon-Effekt beim 1. FC Köln: Konnte Friedhelm Funkel so den Knoten lösen?

Friedhelm Funkel gelingt der erste Streich im Aufstiegsrennen
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Honeymoon-Effekt beim 1. FC Köln: Konnte Friedhelm Funkel so den Knoten lösen?

Friedhelm Funkel will den 1. FC Köln am Sonntag in die Bundesliga zurückführen. Zwei Spieltage vor Schluss übernahm der 71-Jährige – und plötzlich blüht der FC auf. Was hinter dem Aufschwung stecken könnte und wie viel Psychologie im Kampf um den Aufstieg steckt beim 1. FC Köln: Die Wahrheit hinter dem Funkel-Effekt.

„Viele Gespräche mit Spielern“ beschwörte FC-Interimscoach Funkel als psychologische Sofortmaßnahme für seine Mannschaft bei seiner Vorstellung vor einer Woche. Hinter der Trendwende der Geißböcke steckt allerdings sicher mehr als ein lockerer Plausch mit dem Personal beim 1. FC Köln: Die Wahrheit hinter dem Funkel-Effekt.

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Kurz nach Ostern wurden innerhalb von 24 Stunden gleich drei Trainer entlassen. Kaiserslautern trennte sich von Markus Anfang, Hannover setzte André Breitenreiter vor die Tür und Schalke 04 zog bei Kees van Wonderen die Reißleine. Drei Wechsel an einem Tag, der Gipfel einer in dieser Saison augenscheinlich besonders nervösen Liga. Und wo Turbulenzen sind, ist meist auch der 1. FC Köln nicht weit. Zwei Spieltage vor Saisonende vollzogen die Verantwortlichen der Domstädter ebenfalls einen radikalen Schritt und setzten Gerhard Struber vor die Tür. Anstelle des Österreichers holte man Friedhelm Funkel zurück ans Geissbockheim. Ein Risiko, das sich nun als Glücksgriff entpuppen könnte. Denn mit einem Sieg gegen Kaiserslautern könnte sich der 71-Jährige nach 2021 endgültig als Kandidat für eine Statue in Müngersdorf qualifizieren. Mit einem Punkt am letzten Spieltag wäre der direkte Wiederaufstieg perfekt. Und die Entscheidung des FC-Vorstandes, Struber vorzeitig freizustellen: Im Nachhinein wohl goldrichtig.

Kainz: “Impulse haben uns gut getan”

In seinem ersten Spiel am 33. Spieltag gegen Nürnberg nahm Funkel einige Veränderungen gegenüber seinem Vorgänger Gerhard Struber und dessen letzten Auftritt am 32. Spieltag vor: Er ließ Jan Thielmann und Florian Kainz über die offensiven Außen aufmarschieren und stellte Tim Lemperle als einzige Spitze ins Sturmzentrum. Und der Plan von Funkel und seinem Trainerteam ging gleich auf. Kainz bestätigte dies im Anschluss an die Partie gegen den Club: „Wir haben von der Grundordnung her etwas anders gespielt, auch die Herangehensweise war eine andere. Die Ansprache ist neu – diese Impulse haben uns, das hat man gesehen, gut getan.“

Sportwissenschaftler wie Sebastian Zart von der TU Kaiserslautern sehen in Trainerwechseln nicht nur neue Ideen, sondern vor allem den Wegfall alter Störfaktoren. Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk im April 2023 erklärte er: „Leistung lohnt sich plötzlich wieder. Vielleicht gab es unzufriedene Grüppchen im Team, Spieler, die sich benachteiligt fühlten, nicht alles gaben – oder im schlimmsten Fall sogar gegen den Trainer spielten.“ Fällt dieser „Störfaktor” weg, spiele die Mannschaft befreiter auf. Plötzlich sei wieder jeder Zweikampf wichtig, jeder Pass ein Signal: „Ich will zurück ins Team.” Und so wird jeder Trainerwechsel auch zur Chance. Nicht nur für den neuen Mann an der Linie, sondern für die gesamte Mannschaft. Und das hatten die FC-Akteure in den letzten Wochen unter Ex-Coach Gerhard Struber sicher bitter nötig.

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Wie Funkel die Geißböcke wachgeküsst hat

Florian Kainz spricht aus, was sich viele Cubverantwortliche bei einem Trainerwechsel erhoffen: den „neuen Impuls“. Beim 1. FC Köln ist im Spiel gegen den 1. FC Nürnberg genau dieser Effekt eingetreten. Nach zähen Wochen und bitteren Punktverlusten wie etwa dem frustrierenden Remis gegen Regensburg, scheint der FC rechtzeitig in die Spur gefunden zu haben. Das 3:1 am vorletzten Spieltag war mehr als ein überzeugender Sieg. Es war ein Signal. Köln hat die Handlungshoheit bewahrt. Die Mannschaft kann den Aufstieg am letzten Spieltag aus eigener Kraft klarmachen, denn nur ein Punkt reicht für den Weg zurück in Liga eins.

„Negative Ergebnisse verbunden mit negativen Erlebnissen können das Selbstvertrauen beeinträchtigen und gleichzeitig Einfluss auf die Motivation nehmen. Das kann sich wiederum negativ auf die Leistung auswirken, da Zweifel und Ängste die Überzeugung an die eigenen Fähigkeiten erschüttern können“, erklärte auch der sportpsychologische Berater Thorsten Loch im Dezember 2023 gegenüber come-on-fc.com. Ein neuer Trainer kann einer Mannschaft gerade in dieser Hinsicht durchaus einen anderen Impuls geben. So gibt es in der Psychologie zum Beispiel den Begriff des Honeymoon-Effekts, der auf den Sport adaptierbar ist. Gerade Akteure, die zuletzt eher außen vor waren oder kritisiert wurden, zeigen sich im neuen Umfeld mehr, scheinen motivierter, die Leistung innerhalb der Mannschaft steigert sich. 

Funkel: Unser Ziel mit allen Mitteln erreichen

Bereits bei seiner Vorstellung in der vergangenen Woche ließ Friedhelm Funkel keinen Zweifel an seiner Marschroute. Der Routinier sprach ruhig, aber mit Nachdruck: „Ich werde versuchen, der Mannschaft eine gewisse Lockerheit und Leichtigkeit zu vermitteln. Auch ein gewisses Selbstvertrauen. Und ich glaube, das ist mir auf meinen letzten Stationen immer gut gelungen. Wenn mir das auch dieses Mal wieder gelingt, dann werden wir am Ende in der Ersten Fußball-Bundesliga sein. Das ist mein Ziel, und das will ich mit allen Mitteln erreichen.“ Gegen Kaiserslautern, für die immerhin noch eine kleine Chance auf den Aufstieg besteht und die nichts zu verlieren haben, wird er auf jedes dieser Mittel angewiesen sein.

In der Psychologie gibt es allerdings auch den Honeymoon-Kater, der sich mit ein wenig Verzögerung einstellt, wenn die Betroffenen feststellen, dass die Veränderung vielleicht doch nicht nur positiv ist. Auch insofern hätten wohl viele FC-Fans nichts dagegen, wenn der Aufstieg am Sonntag perfekt gemacht wird.


Die Transfer-Wunschliste wird länger und länger beim 1. FC Köln – viel zu tun für Thomas Kessler

Thomas Kessler vom 1. FC Köln.
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Die Transfer-Wunschliste wird länger und länger beim 1. FC Köln – viel zu tun für Thomas Kessler

Für die kommende Saison steht für die Verantwortlichen des FC eine Menge Arbeit auf dem Programm. Denn im Falle eines Aufstiegs, aber auch im Falle der erneuten Mission Wiederaufstieg muss an vielen Stellen nachgerüstet werden beim 1. FC Köln: Die Wunschliste der Transfers des FC wird immer länger.

Bereits seit langem liegen die vakanten Positionen des FC offen. Die Geißböcke suchen gleich auf mehreren Positionen nach Verstärkung. Doch das Budget ist für die Anzahl an gesuchten Spielern klein beim 1. FC Köln: Die Wunschliste der Transfers des FC wird immer länger.

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So ein wenig unverhofft ist Thomas Kessler nun seit zehn Tagen Sportdirektor eines Zweitligisten, der sich eigentlich obligatorisch grundsätzlich in der Bundesliga wähnt und auch mit einem Bein die Stufe bereits erklommen hat. Und der ehemalige Keeper der Geißböcke ist um seine Position dieser Tage nicht wirklich zu beneiden. Und das noch nicht einmal, ob des Eklat-Themas des vergangenen Wochenendes. Zu dem schweigen die Kölner bekanntlich, doch hinter den Kulissen muss sich Kessler wohl auch um den Vorfall mit Tim Lemperle kümmern. Der Fokus liegt am Sonntag auf dem Aufstieg und für Kessler in den Kaderplanungen für die kommende Saison. Dem Interims-Sportdirektor wird eine Bewährungsprobe nachgesagt. Es darf zumindest bezweifelt werden, dass seine Arbeit intern ohne Vorbehalte wahrgenommen werden wird.

Vermutlich rutschte der 39-Jährige auch in der Hierarchie auf, um von seinem ehemaligen Boss begonnene Transferverhandlungen, Perspektivgespräche oder mögliche Vertragsverlängerungen fortzuführen oder zu Ende zu bringen. Der Abgang von Justin von der Hitz soll dem Vernehmen nach nicht mehr zu verhindern gewesen sein. Und auch der Weggang von Max Finkgräfe scheint eine ziemlich sichere Kiste zu sein. Auch durch diesen möglichen Abgang wird die Wunschliste für potenzielle Neuverpflichtungen länger und länger. Das Budget bleibt aber das gleiche. Zehn bis zwelf Millionen Euro wollen die Kölner investieren. Das hört sich zunächst einmal viel an, ist es aber nicht, wenn man die Kölner Baustellen bedenkt.

Viel zu tun in der Hintermannschaft

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So werden sich die Kölner wohl nach einer Nummer zwei umschauen. Anthony Racioppi wird wohl als einer der letzten Fehlgriffe von Christian Keller in die Kölner Historie eingehen. Der Keeper wurde von Routinier Philipp Pentke abgelöst, es gilt als unwahrscheinlich, dass die Kaufoption verlängert wird. Neben dem zweiten Torwart soll aber auch die Defensive kräftig verstärkt werden. Dem Vernehmen nach soll Jusuf Gazibegovic einen Backup als Rechtsverteidiger bekommen, da man beim FC mittlerweile Jan Thielmann dann wohl doch weiter in der Offensive sieht. Stand jetzt scheinen die Kölner in der Innenverteidigung eigentlich gut aufgestellt zu sein, doch nur bei wenigen Akteuren scheint klar, dass sie auch in der Bundesliga mithalten können. Ein routinierter Innenverteidiger täte dem FC also auch noch gut.

Und dann ist da eben die Personalie Finkgräfe. Sollte der 21-Jährige den FC wirklich verlassen, bräuchten die Kölner auch auf links mindestens einen Backup für Leart Pacarada. Alleine in der Hintermannschaft wären vier Neuverpflichtungen sicherlich sinnvoll. Schon bevor Dejan Ljubicic bei den FC-Bossen seinen wohl finalen Wechselwunsch hinterlegt hat, waren die Kölner auf der Suche nach einem weiteren Sechser. Die Suche dürfte sich nun intensivieren. Auf der linken Offensiv-Seite ist Köln im Falle des Aufstiegs tatsächlich gut aufgestellt. Linton Maina und Said El Mala sorgen alleine schon mit ihrem Tempo für viel Wirbel. Auf der rechten Seite ist Jan Thielmann gesetzt, ein Backup mit Tempo wäre aber ebenfalls ein Ziel, das die Kölner Verantwortlichen nicht aus den Augen verlieren.

Die größte Baustelle bleibt der Sturm

Quantitativ ist der FC auf der Position hinter den Spitzen gut aufgestellt. Doch weder Luca Waldschmidt noch Florian Kainz haben in dieser Saison konstant überzeugt. Zumal Kainz sein bestes Spiel bislang auf seiner angestammten linken Position gemacht hat – das gegen Nürnberg. In der Abstiegssaison waren die beiden Routiniers so gut wie kein Faktor im Kölner Spiel. Noch wichtiger erscheint aber die Position in vorderster Reihe. Der FC braucht dringend einen Stürmer. Das Gerücht, dass Ragnar Ache dieser sein könnte, hält sich hartnäckig. Allerdings würde der FC vier bis fünf Millionen Euro auf den Tisch legen müssen, womit wiederum ein Drittel des Budgets schon ausgegeben wäre. Für die Handvoll weiterer Neuzugänge wäre nicht mehr sonderlich viel Geld übrig. Frisches Kapital würden nur weitere Verkäufe reinbringen und dadurch würden wiederum andere Positionen vakant.

Ausgerechnet Ragnar Ache könnte gegen den 1. FC Köln fehlen… ausgerechnet Ache

Ragnar Ache steht wohl auf der Liste des 1. FC Köln
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Ausgerechnet Ragnar Ache könnte gegen den 1. FC Köln fehlen… ausgerechnet Ache

Das mögliche Aus des Kölner Top-Scorers für das Duell gegen Kaiserslautern hatte Anfang der Woche für Aufruhr gesorgt. Nun droht auch der Top-Stürmer des FCK die Partie zu verpassen. Dennoch keine leichte Aufgabe für den 1. FC Köln: Ragnar Ache könnte im Spiel um den Aufstieg des FC fehlen.

Am Sonntag geht es für die Geißböcke um die Rückkehr ins Oberhaus. Das Duell wird sicher kein leichtes für den 1. FC Köln: Ache könnte im Spiel um den Aufstieg des FC fehlen.

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Nachdem die Causa Lemperle und der damit verbundene mögliche Ausfall des Kölner Top-Scorers so manchen Fan des 1. FC Köln wohl in Aufruhr versetzt hat, richtet sich der Fokus so langsam auf das Spiel gegen Kaiserslautern. Beim FCK bangt man derweil um Top-Torjäger Ragnar Ache. Der Stürmer musste laut Bild bereits am Mittwoch das Training frühzeitig abbrechen und soll mit bandagierter Wade vom Platz gehumpelt sein. Die Trainingseinheit am Donnerstag trat Ache gar nicht erst an. Die Geißböcke dürften den möglichen Ausfall des Stürmers wohl mit gemischten Gefühlen betrachten. So fiele zum einen ein gefährlicher Torschütze für das anstehende Duell am Sonntag gegen den 1. FC Kaiserslautern aus.

Ein Ausfall würde den FCK hart treffen

Zum Anderen betrachten gerade die Kölner Verantwortlichen die Probleme des Offensivspielers wohl auch unter dem Gesichtspunkt einer möglichen Verpflichtung. Ache steht bei den Geißböcken hoch im Kurs. Es soll bereits konkrete Gespräche mit dem 26-Jährigen gegeben haben, weitere sollen nach Saisonschluss folgen. Der FC wolle „Ragnar Ache im Falle des Aufstiegs fest verpflichten“, sagt Sky-Experte Florian Plettenberg. In dem Fall könnte sich der bekanntlich torgefährliche Stürmer mit Treffern gegen den 1. FC Köln am Sonntag also gegebenenfalls selbst den zukünftigen Arbeitgeber nehmen – welch Dilemma. Denn der Lauterer ist durchaus sehr torgefährlich und kommt in dieser Spielzeit in 29 Spielen auf 18 Tore und eine Torvorlage. In der kommenden Saison könnte er den FC in der Offensive verstärken. Ache ist auch ein Garant dafür, dass Lautern überhaupt noch eine Rolle im Aufstiegskampf spielt. Ein Ausfall würde den FCK nun also hart treffen.

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Denn für die Roten Teufel geht es am Sonntag noch um die Möglichkeit, den Relegationsplatz zu erreichen. Dafür müsste Kaiserslautern allerdings drei Punkte im Kölner Stadion einfahren und gleichzeitig müssten Elversberg, Paderborn und Düsseldorf patzen. Wahrscheinlich wird sich erst morgen auf der Pressekonferenz des FCK herausstellen, wie es um einen Einsatz des Stürmers steht. Kölns Top-Scorer Lemperle trainierte hingegen am Donnerstag wieder unter Geheimhaltung am Geißbockheim.


Lemperle-Anwalt meldet sich zu Wort: “Diese Darstellungen sind falsch und entsprechen nicht den Tatsachen“

Tim Lemperle beim 1. FC Köln
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Lemperle-Anwalt meldet sich zu Wort: “Diese Darstellungen sind falsch und entsprechen nicht den Tatsachen“

Die Entwicklungen im Fall um den Kölner Stürmer nehmen eine weitere Wendung. Am Donnerstag meldete sich nun auch der Anwalt des Spielers zu Wort. Der Fokus sollte eigentlich jedoch ein anderer sein beim 1. FC Köln: Tim Lemperles Anwalt äußert sich nun zum Vorfall.

Eigentlich sollte kurz vor den Duell gegen Kaiserslautern der Fokus rein auf das Sportliche gerichtet sein. Doch die Nachrichten im Fall Tim Lemperle ebben nicht ab. Keine einfache Lage für den 1. FC Köln: Tim Lemperles Anwalt äußert sich nun zum Vorfall.

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So ein bisschen ist es wie die Ruhe vor dem Sturm. Für den Donnerstag haben die Spieler noch einmal Trainingsfrei bekommen, um sich dann ab Freitag den Feinschliff für das Saisonfinale am Sonntag zu holen. Der freie Donnerstag ist vielleicht auch mit der Hoffnung verbunden, dass die Wellen im Vorfall um Tim Lemperle nicht mehr allzu hoch schlagen. Doch der tätliche Angriff von Sonntagabend ist noch immer Gesprächsthema rund ums Geißbockheim. Kein Wunder: Der Casus kommt für den FC mitten in den Vorbereitungen auf den Aufstieg zur Unzeit. Denn nach dem 2:1-Erfolg über Nürnberg hatte sich gerade wieder eine Euphoriewelle in Köln breit gemacht. Eigentlich sollte der Fokus nun wieder komplett auf Kaiserslautern gerichtet werden.

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Lemperle-Anwalt meldet sich zu Wort

Doch am Donnerstag meldete sich dann auch das erste Mal der Anwalt von Tim Lemperle zu Wort. Gegenüber der DPA wies Anwalt Mathias Huse einige Vorwürfe zurück. Wie berichtet war der Stürmer am Sonntagabend nach einem „Daydrinking-Event“ tätlich angegriffen worden. Der 23-Jährige sei erheblich angetrunken gewesen und habe auf dem Partyschiff bereits verbale Auseinandersetzungen gehabt. „Es ist zutreffen, dass mein Mandant an dem Tag stark alkoholisiert war“, so Huse gegenüber der DPA. „Mein Mandant ist Opfer einer Straftat geworden und wurde nicht unerheblich verletzte.“ Lemperle trug einen Nasenbeinbruch, eine Platzwunde und möglicherweise auch eine Gehirnerschütterung davon. Ein Einsatz gegen den 1. FC Kaiserslautern ist damit fraglich.

Bereits am Dienstagabend hatte sich der Anwalt der Gegenseite zu Wort gemeldet. Gegenüber come-on-fc.com bestätigte Martin Bücher eine Stellungnahme im Express. Darin schilderte er den vermeintlichen Tathergang, sprach von einer „Notwehrsituation“ und, dass sich sein Mandant befreit habe. „Im Laufe der Veranstaltung soll sich Herr Lemperle mitunter auch gegenüber zwei weiblichen Gästen aus dem Lager meines Mandanten verbal und auch körperlich unangemessen verhalten haben, die entsprechenden Daten der Zeuginnen liegen hier vor. Dies hat meinen Mandanten veranlasst, Herrn Lemperle daraufhin aufzufordern, dies zu unterlassen. Mein Mandant, der selbst Fan des 1. FC Köln ist, hat ihm empfohlen, die Veranstaltung zu verlassen, da er sich mehrfach auffällig unangemessen verhalten habe. Er solle besser schlafen gehen und sich auf das Saisonfinale konzentrieren“, so Bücher weiter.

“Diese Darstellungen sind falsch“

Dem widerspricht Lemperles Anwalt. „Diese Darstellungen sind falsch und entsprechen nicht den Tatsachen“, sagte Huse und betonte, dass sein Mandant kein Beschuldigter des Verfahrens sei, sondern als Verletzter geführt werde. Angesichts des laufenden Verfahrens würde es keine weitere öffentliche Stellungnahme geben. Aus dem gleichen Grund wird es auch von Vereinsseite keine weitere Stellungnahme geben. Thomas Kessler hatte am Montag ein kurzes Statement abgegeben. Die Polizei Köln verwies auf Anfrage ebenfalls auf das laufende Verfahren.

Wie die „Bild“ berichtet, trainierte Lemperle bereits am Donnerstag wieder. Das allerdings hinter verschlossenen Türen.

Am liebsten mit Tim Lemperle – Beim 1. FC Köln liegt der Fokus nun wieder auf Kaiserslautern

Tim Lemperle vom 1. FC Köln (Foto: Christof Koepsel / Getty Images)
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Am liebsten mit Tim Lemperle – Beim 1. FC Köln liegt der Fokus nun wieder auf Kaiserslautern

Der Vorfall um Tim Lemperle ist rund ums Geißbockheim noch immer Gesprächsthema. Beim FC ist man um Ruhe bemüht, der Fokus soll auf das große Finale gerichtet werden. Alles für den Aufstieg heißt es beim 1. FC Köln: Tim Lemperle könnte zur Option gegen den FCK werden.

Am Sonntag geht es für den FC im Kölner Stadion um den Aufstieg. Dabei ist der Fokus trotz des Eklats um den Kölner Stürmer bei Trainer und Mannschaft lediglich auf das Spiel gerichtet – mindestens ein Punkt muss her, egal wie. Ausschließen will man daher einen Einsatz des 23-Jährigen bei körperlicher Fitness nicht beim 1. FC Köln: Tim Lemperle könnte zur Option gegen den FCK werden.

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Die Euphorie war groß nach dem 2:1-Erfolg über den 1. FC Nürnberg. Der Wechsel von Gerhard Struber auf Friedhelm Funkel hat zumindest gefühlt für eine andere Stimmung rund um den FC gesorgt. Doch dann hat der Vorfall um Tim Lemperle einen gewaltigen Schatten über das Geißbockheim gelegt. Nach wie vor gibt es unterschiedliche Erzählweisen, Ungereimtheiten. Wie berichtet war Lemperle mit Freunden auf dem „Roxy“ zu einem „Daydrinking“, stark alkoholisiert kam es offenbar zu Provokationen, abfälligen Äußerungen und körperlichen Übergriffen. Am Ende steht ein Krankenhausaufenthalt, offenbar mit Nasenbeinbruch, Platzwunde und Gehirnerschütterung sowie einer Anzeige wegen Körperverletzung. Die Gegenseite widerspricht, spricht von Notwehr. Die ganze Wahrheit wird so schnell wohl nicht auf den Tisch kommen.

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„Das war nicht in Ordnung“

Vermutlich auch deswegen ist der FC aktuell um Ruhe bemüht. Der Fokus soll nun endlich wieder auf dem Endspiel am Wochenende liegen. „Ich sage heute nichts zu Tim Lemperle. Wir können aufsteigen am letzten Spieltag. Also tut mir den Gefallen und stellt mir Fragen zum Sport“, sagte Kapitän Timo Hübers am Mittwoch in der Mixed Zone, angesprochen auf den Vorfall. Vom FC gab es nach dem Statement von Interims-Sportdirektor Thomas Kessler am Montag auch keine weiteren Informationen. Und auch Friedhelm Funkel wollte dem Thema nicht zu viel Beachtung schenken. „Die Mannschaft beschäftigt das überhaupt nicht! Wir haben natürlich am Anfang darüber gesprochen, das ist ja völlig normal. Ansonsten wird da relativ wenig drüber gesprochen. Ich kann Ihnen versichern: Was mit Tim passiert ist, hat auf das Spiel am Sonntag Nullkommanull Einfluss. Das war nicht in Ordnung, aber er ist weder von der Mannschaft noch von mir verurteilt worden“, sagte der Coach der „Bild“.

Der Kölner Trainer ist bekannt für seine teils strikten Entscheidungen. So war Dejan Ljubicic am vergangenen Wochenende kein Kader-Thema. Es geht nur um den Aufstieg. Und auch die Causa Lemperle wird so zumindest vorerst dem Maximal-Ziel untergeordnet. „Es gibt Dinge, die kann man klären. Dann muss es auch gut sein. Ob er vom Verein bestraft wird? Das wissen wir noch nicht. Wir haben jetzt Ruhe, das ist das Allerwichtigste“, sagte Funkel. Und deswegen ist es auch alles andere als ausgeschlossen, dass Lemperle am Sonntagnachmittag dann noch einmal mit dem Geißbock auf der Brust auflaufen wird. Zumindest, wenn er rechtzeitig fit wird. „Von seinen davongetragenen Verletzungen sieht es ganz gut aus. Die sind nicht das Schwerwiegendste. Er hat aber immer noch Probleme mit seinem Knie.“

Tatsächlich hatte sich der Stürmer schon vor der Begegnung gegen Nürnberg eine Knieverletzung zugezogen und hätte ohnehin kürzer treten, individuell trainieren sollen. Ob es für Sonntag reicht, scheint komplett offen. In der Startelf wird der Angreifer sicherlich nicht stehen. Dafür dürfte Damion Downs beginnen. Ob Lemperle bei einem Kaderplatz dann auch wirklich noch einmal auf den Platz kommen wird, hängt wohl vom Spielverlauf ab.

Angstgegner im Endspiel? Kaiserslauterns teuflisch gute Bilanz gegen den 1. FC Köln  

1. FC Köln gegen Kaiserslautern - Hinspiel (Foto: Christian Kaspar-Bartke / Getty Images)
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Angstgegner im Endspiel? Kaiserslauterns teuflisch gute Bilanz gegen den 1. FC Köln  

Das letzte Saisonspiel des 1. FC Köln gegen den 1. FC Kaiserslautern hält alles für ein spektakuläres Saisonfinale bereit. Ein Unentschieden reicht den Geißböcken für die dingfeste Rückkehr in die erste Bundesliga. Allerdings ist das gleich aus mehren Gründen vorab nicht sicher: Darum ist der 1. FC Kaiserslautern ein Angstgegner des 1. FC Köln

Das letzte Saisonspiel der Geißböcke hat alles, was zu einem richtig gutem Hollywood-Drama dazugehört. Ein Wiedersehen mit dem Ex-Verein, einen gefährlichen Gegner und Nervenschlachten abseits des Platzes. Darum ist der 1. FC Kaiserslautern ein Angstgegner des 1. FC Köln.

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Mit dem knappen 2:1-Sieg gegen Darmstadt 98 hat sich der 1. FC Kaiserslautern am vergangenen Spieltag zumindest rechnerisch eine kleine Restchance auf den Aufstieg gewahrt. Am Betzenberg hegt man leise Hoffnungen, auch wenn der Weg in die Bundesliga einem kleinen Fußballwunder gleichkäme. Dafür müssten die Roten Teufel nicht nur selbst gegen den 1. FC Köln gewinnen, sondern gleichzeitig auf Patzer der beiden besser platzierten Konkurrenten aus Elversberg und Paderborn hoffen. Und auch Düsseldorf müsste mitspielen. Angesichts der Form dieser Teams ist dies jedoch eher unwahrscheinlich. Und selbst wenn: In der Relegation wartet traditionell ein schweres Los, denn in den vergangenen Jahren behielten meist die Bundesligisten die Oberhand.

Im Fokus der Pfälzer steht nun zunächst das Traditionsduell gegen den 1. FC Köln. Die Geißböcke haben sich durch eine durchwachsene Rückrunde selbst in diese spannungsgeladene Ausgangslage manövriert und müssen am letzten Spieltag mindestens einen Punkt holen, um den direkten Wiederaufstieg perfekt zu machen. Das ist keine unlösbare Aufgabe für die Mannschaft von Friedhelm Funkel, die sich zuletzt beim 2:0-Sieg gegen Nürnberg stabil präsentierte. Doch ein Duell gegen die Roten Teufel birgt stets seine eigenen Gesetze und Fallstricke.

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Lauterns Aufstiegshoffnungen: Lieberknecht braucht ein Wunder

Die Aufstiegshoffnungen des 1. FC Kaiserslautern leben. Und das liegt nicht zuletzt an einem Spieler: Ragnar Ache. Der treffsichere Angreifer ist mit 18 Saisontoren aktuell unter der Goalgetter-Elite der 2. Bundesliga und die gefährlichste Waffe im Offensivspiel der Roten Teufel. Zwischenzeitlich sah es so aus, als hätte der 26-Jährige auf der Zielgeraden seinen Torriecher verloren: Bei den drei Niederlagen in Folge gegen Nürnberg, Magdeburg und Braunschweig blieb Ache ohne Treffer. Doch gegen Darmstadt 98 meldete er sich eindrucksvoll zurück und erzielte beim 2:1-Erfolg ein wichtiges Tor. Die Mini-Krise ist damit beendet – pünktlich zum Showdown am letzten Spieltag, wenn es gegen seinen zukünftigen Arbeitgeber geht. Zumindest, wenn sich die aktuellen Transfergerüchte um Ache bestätigen sollten.

Trainer Friedhelm Funkel und sein 1. FC Köln erwarten Ache und Co. nun im letzten Saisonspiel. Kaiserslautern-Coach Thorsten Lieberknecht erinnerte auf der Pressekonferenz nach dem Spiel an eigene Erfahrungen im Aufstiegsrennen: „Wir müssen wieder in Vorleistung treten und das Spiel in Köln gewinnen. Aber ich weiß auch, wie schwer dieser letzte Schritt sein kann (von seinem Aufstieg mit Darmstadt Anm. d. Red.). Ein Satz, der auf beide Mannschaften zutrifft. Denn für Lautern geht es um ein Wunder, für Köln um einen Pflichtsieg.

Kaiserslauterns erschreckend-positive Bilanz in Müngersdorf

Kaum zu glauben, aber wahr: Die Bilanz des 1. FC Kaiserslautern in Müngersdorf liest sich aus Sicht der Kölner furchteinflößend – zumindest aus historischer Perspektive. Zwar gewann der 1. FC Köln das Hinspiel in dieser Saison knapp mit 1:0, doch es war einer von lediglich drei Erfolgen in den letzten 36 Pflichtspielen gegen den FCK (12 Remis, 21 Niederlagen).

Vor heimischer Kulisse sieht es für die Geißböcke sogar noch düsterer aus: Der letzte Heimsieg gegen die Roten Teufel datiert vom Dezember 2007 – ein 2:1 unter Trainer Christoph Daum in der 2. Bundesliga. Seitdem punktete Lautern in 16 der letzten 17 Gastspiele in Köln, holte dabei beeindruckende zehn Siege und sechs Unentschieden. Den Auftakt dieser Serie markierte ein Spiel, das in die Vereinsgeschichte einging: Am 15. Juni 1991 sicherte sich der FCK mit einem legendären 6:2-Sieg in Müngersdorf die Deutsche Meisterschaft. Ein gutes Omen für den Saisonendspurt aus Sicht der Pfälzer und ein warnendes Signal für den FC.

Geht die Funkel-Strategie auch gegen Kaiserslautern auf?

Die Sofortmaßnahmen von Funkel für die Aufstiegsmission des 1. FC Köln haben offenbar schnell Wirkung gezeigt. Beim 2:1-Auswärtssieg gegen den 1. FC Nürnberg präsentierten sich die Geißböcke wie ausgewechselt: befreit, fokussiert und mit spürbarem Selbstvertrauen. Vor allem Florian Kainz rückte in den Fokus. Von Funkel von Beginn an im linken Mittelfeld aufgeboten, avancierte mit einem Doppelpack zum Matchwinner. In nur wenigen Tagen hat Friedhelm Funkel seiner Mannschaft neue Zuversicht eingeimpft, intensive Gespräche geführt und den Spielern den Druck offenbar genommen. Nun steht der erfahrene Fußballlehrer jedoch vor einer ganz besonderen Herausforderung – emotional wie sportlich: Ausgerechnet gegen den 1. FC Kaiserslautern muss am letzten Spieltag der direkte Wiederaufstieg klargemacht werden.

Für Funkel ist das Duell mit den Roten Teufeln eine Herzensangelegenheit. In der vergangenen Saison rettete er den FCK vor dem Abstieg und führte ihn sensationell ins DFB-Pokalfinale. Auch als Spieler war er dort eine feste Größe und erzielte in 90 Pflichtspielen 33 Tore, darunter ein legendärer Doppelpack beim 5:0 gegen Real Madrid im März 1982. Dass es ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein um alles geht, bedeutet für den Coach der Domstädter eine emotionale Achterbahnfahrt. Und er ist nicht der Einzige mit einer Vergangenheit in Kaiserslautern: Innenverteidiger Dominique Heintz stammt aus der Jugend des FCK. Der 33-Jährige musste im Spiel gegen Nürnberg mit leichten Oberschenkelproblemen vom Platz gehen, sein Einsatz gegen den Ausbildungsverein gilt aber als wahrscheinlich. Im Hinspiel hatte Heintz wegen einer Gelb-Rot-Sperre gefehlt.

Brisant ist maßlos untertrieben

Sollte es dem 1. FC Köln am Sonntag gelingen, gegen Kaiserslautern mindestens ein Unentschieden zu erreichen, wäre der Wiederaufstieg in die Bundesliga perfekt. Noch steht der Aufstieg allerdings im Konjunktiv. Die Roten Teufel haben auf jeden Fall das Zeug, den Geißböcken auf den letzten Metern einen Strich durch die Rechnung zu machen. Die Konstellation aus Aufstiegshoffung, Geschehnissen rund um Tim Lemperle und persönliche Verstrickungen von Friedhelm Funkel sind ein Fest für Freunde der ganz großen Fußball-Dramen.


Heißes Transfergerücht: Deswegen würde Ragnar Ache gut zum 1. FC Köln passen

Ragnar Ache (Foto Stuart Franklin/Getty Images)
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Heißes Transfergerücht: Deswegen würde Ragnar Ache gut zum 1. FC Köln passen

Pünktlich zum Ende der Saison beginnt sich das Transfergerüchte-Karussell ordentlich zu drehen. Und möglicherweise sind die Geißböcke beim kommenden Gegner fündig geworden. Darum würde Ragnar Ache zum 1. FC Köln passen.

Während sich der 1. FC Köln mitten in der Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern befindet, laufen im Hintergrund bereits die Planungen für die kommende Spielzeit. Dabei sollen die Kölner Verantwortlichen auf der Suche nach einem neuen Stürmer ausgerechnet beim kommenden Gegner fündig geworden sein. Wie Sky berichtet, befindet sich der FC in konkreten Gesprächen mit Ragnar Ache, der im Sommer aufgrund einer Ausstiegsklausel für zwischen vier und fünf Millionen Euro zu haben sei. Eine Einigung mit der Spielerseite gab es bislang nicht, was auch damit zusammenhängen dürfte, dass noch unklar ist, ob der FC in der kommenden Spielzeit erstklassig spielt. Dies soll für den Angreifer eine Voraussetzung sein. Für Köln könnte der Deal genau richtig sein. Darum würde Ragnar Ache zum 1. FC Köln passen.

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Startschuss in den Niederlanden

Der in Frankfurt geborene Ache zog bereits im Alter von zehn Jahren mit seiner Familie in die Niederlande. Dort begann die fußballerische Ausbildung des heute 26-Jährigen beim Traditionsverein Sparta Rotterdam. Ache durchlief verschiedene Jugendmannschaften und unterschrieb im Alter von 17 Jahren seinen ersten Profivertrag. Nachdem der Stürmer in der Saison 16/17 bei Spartas zweiter Mannschaft in 17 Spielen sieben Treffer erzielt und sechs weitere vorbereitet hat, feierte der Angreifer schließlich auch sein Debüt im Profiteam. In der darauffolgenden Saison pendelte der Rechtsfuß immer wieder zwischen erster und zweiter Mannschaft, bevor er in der Saison 19/20 den endgültigen Durchbruch im Profifußball schaffte. Für Sparta lief der Stürmer in dieser Spielzeit 19 Mal auf und erzielte fünf Treffer und drei Vorlagen.

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Über Frankfurt in die Pfalz

Im Sommer 2020 wechselte Ache dann in die Bundesliga zu Eintracht Frankfurt. Allerdings erfüllte der Angreifer die Erwartungen am Main nicht und kam in zwei Jahren lediglich auf 23 Einsätze und 344 Pflichtspielminuten. Um wieder mehr Spielpraxis zu erhalten, ließ sich Ache 2022 zu Greuther Fürth verleihen. Beim Kleeblatt entwickelte er sich sofort zum Stammspieler und erzielte in 32 Ligaspielen sieben Tore, bereitete vier weitere vor. Nach seiner Rückkehr nach Frankfurt war schnell klar, dass es für Ache bei den Adlern nicht weitergeht. Diese Chance nutzte der 1. FC Kaiserslautern und verpflichtete den 26-Jährigen 2023 für eine Million Euro. Eine Verpflichtung, die aus heutiger Sicht ein absoluter Top-Transfer war.

Für die Roten Teufel kommt der ehemalige Frankfurter in 60 Pflichtspielen bislang auf 35 Treffer und fünf Vorlagen. Nachdem es bereits vor der aktuellen Spielzeit, aber auch im Winter Interesse von Union Berlin und dem italienischen Erstligisten Como an den Diensten von Ache gab, ein Transfer jedoch an zu hohen Forderungen der Verantwortlichen scheiterte, ist ein Abgang im kommenden Sommer beschlossen. Am heißesten ist die Spur aktuell zum FC, der sich intensiv um die Dienste von Ache bemüht.

Die Stärken des Angreifers

Bei seiner Vorstellung in Frankfurt sagte der heute 26-Jährige über seine Stärken: „Ich bin schnell, kopfballstark und gut vor dem Tor“. Und genau diese Punkte zeigt der Stürmer seit seiner Ankunft in Lautern. Während Ache in der laufenden Spielzeit bei der Sprintgeschwindigkeit einen Wert von 33,54 km/h vorweist, wurde der Angreifer in der vergangenen Saison mit 35,04 km/h geblitzt. Damit bringt er für einen Mittelstürmer eine optimale Geschwindigkeit mit und kann von seinen Teamkollegen somit auch vertikal in die Tiefe geschickt werden. Ein aktuell oft genutztes Mittel der Geißböcke. Bei den Torschüssen ist Ache in der laufenden Spielzeit mit 103 Versuchen auf das gegnerische Tor absolute Spitze.

Von diesen brachte der Lauterer 18 im Tor unter, womit jeder sechste Schuss von ihm ein Treffer ist. Eine weitere Qualität des Angreifers ist die Vielseitigkeit beim Abschluss. So erzielte Ache von seinen 18 Treffern 13 von innerhalb des Sechzehners, fünf von außerhalb, neun mit rechts, drei mit links sowie sechs mit dem Kopf. Ebenso gewann der 1,83 m große Offensivspieler bereits 107 Luftzweikämpfe und ist damit in dieser Statistik der drittbeste Spieler der Liga. Nur David Kownacki (118) von Fortuna Düsseldorf und FC-Kapitän Timo Hübers (115) zeigen sich hier noch erfolgreicher.

System ungebunden

Eine weitere positive Eigenschaft von Ache ist, dass er sowohl in einer Doppelspitze als auch als alleiniger Mittelstürmer agieren kann. Dies wäre für die Planungen des FC ein großer Vorteil. Denn aktuell steht bekanntlich nicht fest, welcher Trainer den FC im Sommer übernimmt und welches System er spielen möchte. In die aktuelle Ausrichtung von Funkel, der den FC in Nürnberg in einem 4-2-3-1-System aufliefen ließ und Ache aus Lautern kennt, würde der Angreifer sicher passen. Hier würde der Angreifer als alleinige Spitze agieren und hätte mit Florian Kainz, Jan Thielmann, Leart Pacarada, Max Finkgräfe und Jusuf Gazibegovic Spieler auf den Außen, die den 26-Jährigen mit Flanken in Szene setzen.

Auch hätte Ache mit Luca Waldschmidt einen Spieler hinter sich, der die spielerische Klasse besitzt, ihn in eine gute Position zu bringen, aber ihn auch in die Tiefe zu schicken. Mit einer Doppelspitze würde Ache als Zielspieler agieren und somit Linton Maina oder Damion Downs ermöglichen, sich auch mal tiefer oder auf die Außen fallen zu lassen. Durch die Wucht und Körperlichkeit bringt der Angreifer aber auch eine weitere taktische Option für das Kölner Spiel mit. So hätte der FC mit dem gebürtigen Frankfurter einen Angreifer, der in Situationen, in denen der FC unter Druck steht, lange Bälle festmachen kann und somit ein Nachrücken der Mitspieler ermöglicht.

Der Angreifer ist mit einer Ablöse von knapp unter fünf Millionen Euro bezahlbar und würde ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sowie Verbesserungspotenzial mitbringen. Allerdings sollen dem FC rund zwölf Millionen Euro zur Verfügung stehen. Die Kölner würden also ein Großteil des Budgets bereits verbrauchen. Zudem hat Ache bislang kaum Erfahrung im deutschen Oberhaus: