Gerhard Struber gerät bei den Fans des 1. FC Köln zunehmend in den Fokus – trotz der Tabellenführung

Gerhard Struber vom 1. FC Köln
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Gerhard Struber gerät bei den Fans des 1. FC Köln zunehmend in den Fokus – trotz der Tabellenführung

Obwohl der FC den Aufstieg vor der Nase hat, wird bei den Kölner Anhängern über den Coach diskutiert. Gerhard Struber steht bei den Fans des 1. FC Köln heftig in der Kritik. Der Trainer sitzt in Köln fest im Sattel – und das hat viele Gründe.

Keine Dominanz im Spiel, durchwachsene Leistungen, die fehlende Konstanz – die Trainer-Mängelliste der Anhänger der Geißböcke ist lang. Gerhard Struber steht bei den Fans des 1. FC Köln in der Kritik. Dabei führen die Geißböcke die Tabelle an und können am Samstagabend den nächsten Schritt Richtung Bundesliga machen.

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Eine gewisse Parallelität der Historie ist schwer von der Hand zu weisen. Und die Geschichte jährte sich in der vergangenen Woche. Am 27. April 2019 sah die damalige Sportführug den angestrebten Aufstieg massiv gefährdet. Die Kölner hatten gerade vier Spiele in Serie nicht gewonnen, führten die Liga aber weiterhin souverän an und der Vorsprung vor dem Relegationsplatz betrug sechs Punkte, bei neun noch zu holenden. Und obwohl das Restprogramm mit den Abstiegskandidaten aus Fürth und Magdeburg sowie den bereits gesicherten Regensburgern durchaus machbar erschien, reagierten die Kölner Verantwortlichen, zogen die Reißleine und entließen den gebürtigen Kölner Markus Anfang. Sechs Jahre später führen die Geißböcke das Tabelau erneut an, mit vier Zählern weniger als damals und zwei Punkten weniger Vorsprung auf den Relegationsplatz. Das Restprogramm könnte auf ein Entscheidungsspiel am 34. Spieltag hinauslaufen.

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Diskrepanz zwischen Tabelle und Leistung

Die Situation ist ähnlich und die Kritik an Kölns aktuellem Coach wächst unter den Fans. Doch obwohl der Trend der 2. Bundesliga ganz offensichtlich zu einem Trainerwechsel auf der Zielgeraden geht, sitzt Gerhard Struber beim FC fest im Sattel. Das hat verschiedene Gründe. In erster Linie haben die aktuellen Verantwortlichen das Vertrauen in den Coach nicht verloren. Und unterm Strich gibt der Erfolg dem Trainer ja auch recht. „Als ich kam, haben rund um den Club manche geglaubt, der FC wird bis in die dritte Liga durchgereicht“, sagte Gerhard Struber nun in einem Interview der „Bild“. Davon ist Köln als Tabellenführer kurz vor Schluss weit entfernt, nur war zu dem Zeitpunkt als die Sorge des „Durchreichens“ in der Tat die Runde machte, noch gar nicht klar, mit welchem Kader der FC in die kommende Spielzeit starten würde. „Jetzt ist die Erwartungshaltung eine andere: Das einzige, was zählt, ist der Aufstieg“, so Struber.

Trotz des Registrierungsverbots sind die Kölner mit dem wertvollsten Kader der Liga in die Saison gegangen und bis auf Jeff Chabot und Davie Selke haben auch keine Leistungsträger den Verein im Sommer verlassen. Der FC ist also mit einem Gros des Bundesliga-Teams in der 2. Liga unterwegs. Insofern ist die Erwartungshaltung der Fans verständlich. Und die ist eben nicht nur an die Tabelle geknüpft. Denn es besteht eine durchaus große Diskrepanz zwischen der Tabellensituation und dem Fußball, den die Kölner in dieser Saison über weite Strecken anbieten. Zu Beginn der Spielzeit war der Offensivfußball attraktiv, doch es fehlte die finale Durchschlagskraft, dafür waren die Leistungen in der Defensive vogelwild, die Hintermannschaft löchrig. Struber fand einen Schlüssel, zumindest Zweiteres zu stabilisieren – auf dem Tableau.

FC weit entfernt von der Erwartung der Fans

Der tiefere Blick in die Statistik zeigt jedoch, dass sich in der Defensive eben dann doch gar nicht so viel verändert hat. In erster Linie hat sich die Gegentor-Effizienz zu Gunsten der Geißböcke verschoben, während die xGoals-Werte, die Torschüsse und Großchancen der Gegner etwa gleich geblieben sind. Dafür ist die Attraktivität und die Dominanz auf der Strecke geblieben. Der FC tut sich gegen die direkte Konkurrenz schwer, überlässt dem Gegner viel zu oft den Ball und das Spiel. So darf die Gelb-Rote Karte gegen Leart Pacarada am vergangenen Wochenende nicht darüber hinwegtäuschen, dass der FC in der ersten Halbzeit tief in die Defensive gedrängt agierte, sich nur eine Chance erstpielt hat. Und das eben nicht zum ersten Mal in dieser Saison und eben auch nicht nur gegen Topteams. Gegen die vermeintlich Kleinen war der FC auch einige Male weit entfernt von attraktivem, dominanten Fußball, dem man von einem Spitzenreiter erwartet.

Schwere Voraussetzungen

Kein neues Szenario für den Kölner Trainer. Denn auch bei seiner letzten Station in Salzburg fehlte es vielen Anhängern an Offensivspektakel, am bei RB gelebten attraktiven Offensivfußball, einer Dominanz, die ein wertvollster Kader der Liga nunmal verspricht. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Struber beim FC mit einem Kader arbeiten muss, den er zu Beginn seiner Amtszeit nicht beeinflussen konnte. Ein Kader, der aus einer desaströsen Spielzeit kam. Die Transfersperre hat ein Nachjustieren im vergangenen Sommer unmöglich gemacht. Und dennoch hätten sich viele Fans eine klarere Handschrift des Trainers gewünscht. Die Kölner stehen nach dem 31. Spieltag dennoch an der Tabellenspitze. Das hat sicherlich nichts mit Zufall und auch nicht viel mit Glück zu tun. Es hat aber ganz sicher auch damit zu tun, dass die Konkurrenz ebenfalls keine Konstanz in ihre Leistungen bekommt.

Die fehlende Dominanz, Konstanz und Attraktivität im Kölner Fußball, durchwachsene Leistungen, der fehlende Plan B – die Kritik der FC-Fans an Gerhard Struber hat sicher in vielen Fällen ihre Berechtigung. Die positive Entwicklung von Spielern wie Linton Maina, Tim Lemperle und Eric Martel ist aber genauso wenig von der Hand zu weisen wie der (notgedrungene) Einsatz von zahlreichen Nachwuchsspielern. Das alles wird nach der Saison sicherlich analysiert werden. Aber eben nach der Saison. Eine Kurzschlusshandlung wie vor sechs Jahren ist zurzeit doch sehr unwahrscheinlich. Das könnte im kommenden Herbst ganz anders aussehen.


Harte Konkurrenz für den 1. FC Köln: Warum die SV Elversberg plötzlich verdammt gute Karten hat

Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln
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Harte Konkurrenz für den 1. FC Köln: Warum die SV Elversberg plötzlich verdammt gute Karten hat

Nach dem 31. Spieltag geht es nach wie vor besonders eng in der Liga zu. Noch zahlreiche Mannschaften können den FC auf der Zielgeraden abfangen. Viele Fehltritte sollten sich die Geißböcke nicht mehr erlauben. Auf diese Konkurrenz muss der 1. FC Köln besonders achten.

Neben dem HSV gibt es gleich fünf Mannschaften, die noch realistische Chancen haben, den FC abzufangen. Wirklich gefährlich wird ein Überraschungsteam. Auf diese Konkurrenz muss der 1. FC Köln jetzt noch besonders achten.

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Die Ausgangslage vor dem Duell gegen Regensburg ist eigentlich eine hervorragende. Vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, mit einem Sieg wäre der Aufstieg für den 1. FC Köln ein großes Stück wahrscheinlicher. Und nach der Tabelle sollten die drei Zähler doch gegen das Tabellenschlusslicht möglich sein. Das Problem nur, dass in dieser Liga eben alles möglich ist. Und damit auch ein weiterer Ausrutscher. Nur erwartet die Kölner dann ein besonders unangenehmes Restprogramm beim 1. FC Nürnberg und gegen den 1. FC Kaiserslautern. Mannschaften, die den Kölnern in der jüngeren Vergangenheit gerne wehgetan haben und sich auch noch Hoffnungen im Aufstiegskampf machen. Rein tabellarisch haben es die beiden letzten Saisonspiele für den FC also noch einmal in sich.

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Formkurve und Restprogramm sprechen für Elversberg

Richtig schwer wird es aber noch für Teile der Konkurrenz. Während es der Hamburger SV nur noch mit Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel zu tun bekommt, könnte der 1. FC Magdeburg gleich zwei Teams aus dem Aufstiegsrennen ausschalten und aus Kölner Sicht auf nötiger Distanz halten. Der FCM spielt noch gegen den SC Paderborn und Fortuna Düsseldorf. Die volle Punkteausbeute ist also nicht mehr für alle drei dieser Verfolger möglich. Der SCP spielt wiederum am letzten Spieltag gegen den Karlsruher SC, der sich bei drei Punkten Rückstand mindestens noch theoretische Chancen auf den Relegationsplatz ausrechnet. Rein statistisch steht der FCK vor dem schwersten Restprogramm, aber auch nur, weil die Pfälzer am letzten Spieltag zu Finale in Köln antreten.

Und dann kommt da noch die SV Elversberg ins Spiel. Die Saarländer sind wohl das Überraschungsteam der 2. Bundesliga und schnuppern an der ganz großen Sensation. Der Tabellenvierte hat von allen Verfolgern das mit Abstand beste Torverhältnis. So deutlich, dass es nahezu einen Punkt wert ist. Und die Elf hat neben dem HSV von allen Aufstiegskandidaten das vermeintlich leichteste Restprogramm. Elversberg spielt in den letzten beiden Spielen gegen Braunschweig und Schalke – Teams, die dann wohl nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben werden. Zudem zeigt die Formkurve der Saarländer nach oben – und das deutlich. Elversberg hat von den vergangenen zwölf Spielen nur eins (!) verloren, ist wohl das Aufstiegsteam mit der größten Konstanz. In den vergangenen fünf Begegnungen sammelte die Elv neun Punkte.

Von den fünf Verfolgern des Spitzenduos dürfte das Überrschungsteam aus dem Saarland damit die besten Karten haben.


1. FC Köln verpflichtet Routinier Marvin Ajani für die U21

Marvin Ajani trägt künftig das Trikot des 1. FC Köln
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1. FC Köln verpflichtet Routinier Marvin Ajani für die U21

Der FC treibt die Kaderplanungen seiner Teams für die kommende Spielzeit voran. Der 1. FC Köln verpflichtet Marvin Ajani für die U21. Der 31-Jährige soll in der Regionalliga eine Führungsrolle übernehmen. Der Rechtsverteidiger sammelte bereits Erfahrung in der 2. Bundesliga sowie der 3. Liga.

Die Planungen für die kommende Spielzeit laufen auf Hochtouren und das nicht nur bei den Profis. Der 1. FC Köln verpflichtet Marvin Ajani für die U21. Der ehemalige Spieler des MSV Duisburg soll eine Führungsposition übernehmen.

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Zwar gab es schon eine emotionale Verabschiedung, Marco Höger und Stephan Salger werden aber noch für die U21 des FC auflaufen. Nach der Saison ist aber Schluss, die beiden Routiniers werden die Kölner verlassen. Damit verlieren die Geißböcke gleich zwei Führungsspieler. Eine Lücke soll Marvin Ajani schließen. Der Verein gab heute die Verpflichtung des 31-Jährigen bekannt. „Wir freuen uns sehr über die Verpflichtung von Marvin, da wir mit ihm genau das gesuchte Profil gefunden haben“, sagte Lukas Berg, Bereichsleiter Nachwuchsfußball. „Wir hatten uns fest vorgenommen, einen erfahrenen Führungsspieler für die Außenverteidiger Position zu finden, der auf und neben dem Platz mit hoher Qualität und vorangehen kann, zu unserer Spielidee passt und zudem einen regionalen Bezug hat – Marvin vereint diese Komponenten.“

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Marvin Ajani: „Ich freue mich sehr auf die Aufgabe beim FC“

Ajani spielte im Nachwuchs unter anderem für Borussia Mönchengladbach, FC Wegberg-Beeck und Alemannia Aachen, später wechselte er in die Reserve von Fortuna Düsseldorf und feierte dort auch sein Profidebüt. Über weitere Stationen beim Hallescher FC, Wehen Wiesbaden und dem MSV Duisburg wechselte der gebürtige Würselener im letzten Sommer zu Teutonia 05 in die Regionalliga Nord. Nun kommt der nächste Wechsel zum FC. „Ich freue mich sehr auf die Aufgabe beim FC und bin sehr dankbar, dass der Verein mir das Vertrauen schenkt, unsere Talente mit weiterzuentwickeln“, sagt Ajani. De rrechte Verteidiger lief in der 3. Liga mehr als 200 Mal auf, erzielte 18 Tore, bereitete 28 vor. Ajani spielte auch 2. Bundesliga. Die nötige Erfahrung bringt der 31-Jährige schon mal mit.

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Eric Martel: „Ich bin geblieben, um genau so etwas wieder zu erreichen“

Eric Martel im Spiel des 1. FC Köln
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Eric Martel: „Ich bin geblieben, um genau so etwas wieder zu erreichen“

Für Eric Martel steht am Samstagabend ein ganz besonderes Spiel auf dem Plan. Im eigenen Stadion geht es nicht nur um wichtige Punkte im Aufstiegsrennen, es geht in erster Linie auch gegen den Heimatverein des Mittelfeldspielers des 1. FC Köln: Das sagt Eric Martel über den Gegner und die Ausgangslage.

Am Samstagabend spielen die Geißböcke gegen Regensburg und Köln kann einen großen Schritt Richtung Aufstieg machen. Eine besondere Partie für den Sechser des 1. FC Köln: Das sagt Eric Martel über den Gegner und die Ausgangslage im Aufstiegskampf.

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Der Fokus liegt längst auf der kommenden Aufgabe. Bereits in zwei Tagen kann der FC einen großen Schritt Richtung Bundesliga machen – im Heimspiel gegen das Tabellenschlusslicht aus Regensburg. Auf dem Papier eine lösbare Aufgabe. Doch gerade nach dem Auftritt gegen Hannover bleiben Fragezeichen. „Wir waren nicht so ganz wach. Ich kann es mir nicht erklären wieso. Wir hatten 15.000 Fans im Rücken“, sagte Eric Martel am Donnerstag nach dem Training, an dem auch Jusuf Gazibegovic wieder in Teilen dabei war. „In gewissen Situationen waren wir zu schlampig und nicht so richtig bei der Sache“, gestand Martel. Dennoch glaubt der Sechser, dass das Team mit genug Selbstvertrauen in die kommende Begegnung geht. „Wir haben vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Wenn nicht wir Selbstvertrauen haben, wer dann?“

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„Meinet Wegen können wir es auch auswärts schaffen“

Ein leichter Druck dürfte aber auch auf den Geißböcken liegen. Sollten die Kölner nicht gewinnen, wird es möglicherweise zu einem Endspiel am letzten Spieltag gegen Kaiserslautern kommen. Sicherlich ein packendes und emotiongeladenes Finale. Aber eins, das auch ein gewisses Risiko beinhaltet. Mit einem Erfolg über Hannover hätten die Geißböcke das nicht nur minimiert, Köln hätte am Samstag im Flutlichtspiel im eigenen Stadion den Aufstieg perfekt machen können. „Das ist natürlich bitter. Aber es ist jetzt so und wir können es nicht ändern. Meinet Wegen können wir es auch auswärts schaffen“, sagt Martel. „Hauptsache wir schaffen es. Das ist das wichtigste.“ Die Grundlage soll also gegen Regensburg gelegt werden. „Es wird nochmal ein anderes Spiel. Die haben nichts mehr zu verlieren“, sagt Martel.

Tatsächlich ist es für den Jahn die wohl letzte Chance noch die Relegation zu erreichen. Regensburg braucht aus den kommenden drei Spielen alle Punkte. „Ich gehe davon aus, dass viele lange Bälle kommen werden. Wir werden hinten stabil stehen müssen. Wir müssen schauen, dass wir mit Ball gute Lösungen finden“, sagt der Mittelfeldspieler. Für Martel geht es im Endeffekt auch darum, schnellstmöglich wieder in die Bundesliga zurückzukehren. Im vergangenen Sommer war der 23-Jährige beim FC geblieben, obwohl es Angebote gegeben hatte. Martel hätte den Verein aufgrund einer Klausel verlassen können. Nun ist die Zukunft auch nicht so richtig geklärt. Martel fühlt sich beim FC wohl, gilt als Führungsspieler, trotz seines jungen Alters. Auf der anderen Seite ist der Sechser ehrgeizig, will mehr erreichen. Der Vertrag läuft im Sommer 2026 aus, verlängert Martel nicht, würden die Kölner nur noch in diesem Sommer abkassieren können.

Die Bundesliga würde die Chancen über einen Verbleib mächtig erhöhen. „Ich bin ja hier geblieben, um genau so etwas wieder zu erreichen“, sagt Martel für den das Spiel am Samstag auch ein wenig eine Reise in die Vergangenheit ist. Immerhin spielte Martel in seiner Jugend für den Jahn, wuchs in der Nachbarschaft auf. „Ich verfolge immer noch die Ergebnisse. Es ist für mich jetzt nicht so schön, dass die soweit unten stehen. Aber in dem Spiel muss ich das zur Seite schieben.“ Denn da geht es auch um die Zukunft des Sechsers.


Kleines Endspiel: Warum der 1. FC Köln gegen Regensburg unbedingt gewinnen sollte

Tim Lemperle 1. FC Köln
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Kleines Endspiel: Warum der 1. FC Köln gegen Regensburg unbedingt gewinnen sollte

Auf dem Papier ist der Vorsprung der Kölner komfortabel und der kommende Gegner ein vermeintlich leichtes Spiel. Doch die Realität ist eine andere. Gewinnt der FC nicht, wird es hinten raus dann doch noch einmal richtig knapp. Gerade ein Endspiel gegen den FCK sollte vermieden werden. Darum sollte der 1. FC Köln gegen Regensburg unbedingt gewinnen.

Nach dem 3:1-Erfolg über Münster wurde wieder wild gerechnet, die Wahrscheinlichkeit eines Kölner Aufstiegs als extrem hoch eingeschätzt. Doch die Wahrheit ist eine andere. Gibt es am Samstag keine drei Punkte läuft viel auf ein Endspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern raus. Und die Pfälzer sind in Köln kein gern gesehener Gast. Darum sollte der 1. FC Köln gegen Regensburg unbedingt gewinnen.

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Mit der Chancenverwertung ist es in dieser Saison bei den Geißböcken so eine Sache. Zu Beginn der Spielzeit war der FC mit vielen Chancen, aber zu wenig Ausbeute gestartet. Aktuell haben die Kölner erneut viele Möglichkeiten und nutzen sie wieder nicht. Nur dass es sich hierbei eben nicht nur um Torchancen handelt, sondern um die große Möglichkeit, den Aufstieg in die erste Bundesliga nach nur einem Jahr in der zweiten Liga frühzeitig zu erreichen. Früh starteten die ersten Hochrechnungen. Das: „Wenn der FC das, dann müssten die Gegner jenes tun“-Ausloten kamen aber nicht von ungefähr. Durch die in dieser Saison tatsächlich ungewöhnliche enge Liga – ob sie nun die stärkste aller Zeiten oder eine eher gleich schwache ist, sei dahingestellt -bleibt das rechnerische Herumschieben der Punkte im oberen Drittel auch weiterhin möglich, wenn nicht nötig.

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FC sollte Finale am letzten Spieltag vermeiden

So hatte der FC schon mehrfach die Chance, Big Points einzufahren, damit den Sack zuzumachen und den Aufstieg zu sichern. Doch die Punkteausbeute der vergangenen vier Spieltage ist mit vier Zählern doch sehr mau und dass die Kölner ihren Vorsprung kaum eingebüßt haben, spricht nicht für die Qualität der Liga. Doch viele Fehltritte sollten sich die Geißböcke wenn möglich nicht mehr erlauben. Eine Niederlage, ja selbst ein Remis gegen Regensburg könnte für den FC große Folgen haben – auch, wenn die Konkurrenz die Kölner noch nicht einholen kann. Die vier Punkte Vorsprung sind trügerisch. Der FC wird unabhängig vom Ergebnis am 32. Spieltag weiterhin einen direkten Aufstiegsplatz belegen. Das ist sicher. Nur würde sich die Ausgangslage deutlich verschieben, wenn der FC erneut nicht dreifach punktet.

Spielt Köln beispielsweise am Wochenende nur Remis, könnten gleich fünf Mannschaften von Rang drei abwärts den Abstand auf die Kölner bis auf zwei beziehungsweise drei Zähler verkürzen. Drei dieser Teams würden dann auch eine bessere Torbilanz aufweisen. Verliert Köln sogar könnte der Vorsprung demnach auf einen beziehungsweise zwei Zähler zusammenschrumpfen. Und spätestens dann wäre der Druck vor dem Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg ein besonders unangenehmer. Denn der Club gehört zu den besseren Heimteams der Liga. Zudem hat der FC von den vergangenen zehn Ligaspielen bei den Franken nur eins gewonnen.

Je nachdem hätte es der letzte Spieltag dann noch einmal richtig in sich. Denn dann empfängt der FC den 1. FC Kaiserslautern. Ein „do or die“-Spiel zum Saisonabschluss wollen die Geißböcke sicherlich unbedingt verhindern. Zumal Kaiserslautern kein gern gesehener Gast beim FC ist. Von den vergangenen 20 Heimspielen konnte Köln genau drei gewinnen. Zuletzt im Dezember 2007, davor im August 1989. Umso wichtiger wären etwas klarerer Verhältnisse nach dem Heimspiel gegen Regensburg.


Was kommt nach dem Aufstieg? Auf diesen Positionen muss und will der 1. FC Köln nachbessern

Christian Keller und Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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Was kommt nach dem Aufstieg? Auf diesen Positionen muss und will der 1. FC Köln nachbessern

Der FC hat nach wie vor beste Karten, den direkten Wiederaufstieg einzutüten. Allerdings wird dann die Frage nach dem „Und dann?“ erlaubt sein. Denn so richtig schlagkräftig beweist sich die Struber-Truppe gegen die direkte Konkurrenz nur selten. Der 1. FC Köln muss auf diesen Positionen nachlegen.

Die Hoffnung auf den Aufstieg ist groß, die Sorge vor dem „Und dann?“ bei vielen Fans aber auch. Gerade der Auftritt gegen Hannover hat doch einige Kader-Fragen offen gelassen. Klar ist, dass es diese Mannschaft in der Bundesliga sehr schwer haben wird. Der 1. FC Köln muss auf diesen Positionen nachlegen.

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Die Saison nähert sich zunehmend dem Saisonende an und der FC will gegen Regensburg den nächsten Schritt gehen. Auch, wenn ein verfrühter Aufstieg am kommenden Spieltag mehr als unwahrscheinlich ist, sechs Begegnungen für den FC laufen müssen, würden die Kölner mit einem Erfolg über den Jahn ein wenig mehr Sicherheit haben. Und die Planungen für die kommende Spielzeit würden weitere Konturen annehmen. Die ersten Abgänge stehen schon fest. Neben Tim Lemperle werden auch Mathias Olesen und Marvin Obuz den Verein verlassen. Dejan Ljubicic gilt ebenfalls als Abschiedskandidat. Weitere Akteure wie die Leihrückkehrer Sargis Adamyan, Rasmus Carstensen und Florian Dietz werden wohl auch nicht mehr mit dem Geißbock auf der Brust auflaufen. Auch ein Verbleib von Steffen Tigges gilt als unwahrscheinlich.

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Der Kader des 1. FC Köln offenbart große Schwächen

Das Spiel gegen Hannover hat aber einmal mehr offenbart, dass der Aufstieg in die Bundesliga mit einem Kaderumbruch verbunden sein muss. Gerade gegen die weiteren Aufstiegskandidaten tun sich die Kölner extrem schwer. Wenn überhaupt überzeugte der FC nur gegen den SC Paderborn und vielleicht gegen den 1. FC Kaiserslautern. Auch bei so manchem vermeintlich leichten Gegner überließ der wertvollste Kader der Liga dem Gegner gerne mal den Ball und das Spiel. Ob der Kader also Bundesliga tauglich ist, wenn er seine Probleme in Liga zwei hat und die Tabellenführung auch auf die Schwäche der Konkurrenz zurückzuführen ist, darf zumindest hinterfragt werden. Und somit scheint es unausweichlich, dass der FC in diesem Sommer noch einmal kräftig nachlegt.

Möglicherweise wird es für Christian Keller eine letzte Chance, auf dem Transfermarkt für den FC dann doch noch einen guten Eindruck zu hinterlassen. Im Winter ist das dem 46-Jährigen nicht gelungen. Keine der vier Neuverpflichtungen ist eingeschlagen, keine Soforthilfe. Der FC hat aber etwa fünf bis sechs Millionen Euro investiert. Im kommenden Sommer dürften die Investitionen etwa doppelt so hoch ausfallen. Eine Stange Geld, nur, dass die Kölner auf mehreren Positionen nachbessern wollen und auch müssen. Dem Vernehmen nach stehen gleich mehrere Vakanzen auf dem Papier. Die größte Baustelle haben die Geißböcke sicherlich im Angriff zu schließen. Lemperle wird die Kölner verlassen, Imad Rondic ist weit davon entfernt, die Lücke schließen zu können. Und da die Winter-Neuverpflichtung schon ihre Probleme in Liga zwei hat, wird die Frage nach der Qualität für die erste Klasse erlaubt sein.

Zahleiche Vakanzen will der 1. FC Köln schließen

Ein Stoßstürmer sollte also auf dem Papier der Geißböcke stehen. Wird Linton Maina bleiben, dürfte die Außenposition eigentlich gut besetzt sein. Da mit Said El Mala ein weiterer Youngster, der bislang einen hervorragenden Eindruck bei der Victoria hinterlässt, zum FC stößt, muss kein weiterer Schienenspieler verpflichtet werden. Gut möglich aber, dass der FC dort auf eine mittelfristige Verstärkung setzt. Im zentralen Mittelfeld ist die Not schön größer. Die Kölner werden einen weiteren Sechser im Format von Eric Martel benötigen. Die „Sport Bild“ brachte mit Tom Krauß vom VfL Bochum einen interessanten Mittelfeldspieler ins Spiel. Eine weitere kreative Offensivkraft würde den Kölnern ebenfalls gut zu Gesicht stehen. Gerade, weil dem verletzungsanfälligen Mark Uth genauso wie Luca Waldschmidt und Florian Kainz die nötige Konstanz fehlt.

In der Hintermannschaft schauen sich die FC-Verantwortlichen schon seit längerer Zeit nach einem weiteren Innenverteidiger um. Auch, weil Joel Schmied noch nicht die Verstärkung ist, die man sich gewünscht hatte. Mit Julian Pauli und Neo Telle hat der FC zwei Talente, die sich erst in den Bundesliga beweisen müssen. Wie es mit Elias Bakatukanda in der kommenden Saison weitergeht, ist noch nicht geklärt. Sicher werden die Geißböcke aber auch noch ein Backup für Jusuf Gazibegovic auf der rechten Seite sowie möglicherweise eine weitere Verstärkung für die linke Abwehrseite verpflichten wollen, je nachdem wie es mit Max Finkgräfe weitergeht. Der Youngster soll auf dem Zettel des VfB Stuttgart stehen. Und auch hinter Anthony Racioppi steht weiter ein Fragezeichen. Sollten die Kölner die Kaufoption nicht ziehen, wird auch ein zweiter Torhüter benötigt.


Lieblingsgegner Köln, kuriose Auf- und Abstiegssituation – Wird Adamyan der FC-Partycrasher?

Könnte dem 1. FC Köln am Samstag den Aufstieg  verbauen: Sargis Adamyan
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Lieblingsgegner Köln, kuriose Auf- und Abstiegssituation – Wird Adamyan der FC-Partycrasher?

Wenn der 1. FC Köln am Samstag auf den SSV Jahn Regensburg trifft, ist das für einige am Geißbockheim eine Begegnung von besonderer Brisanz. Allen voran FC-Leihgabe Sargis Adamyan, für den das Duell mit dem Jahn mehr als nur ein Spiel ist. Denn die Vergangenheit hat gezeigt: Sargis Adamyan trifft besonders gerne gegen den 1. FC Köln. 

Das Heimspiel gegen Jahn Regensburg steht besonders für FC-Leihgabe Sargis Adamyan unter einem besonderem Stern: Der 31-Jährige könnte den Geissböcken am Samstag nach der Niederlage in Hannover erneut einen Dämpfer im Kampf um den Aufstieg verpassen. Denn: Sargis Adamyan trifft besonders gerne gegen den 1. FC Köln. 

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Beim 1. FC Köln gibt es gleich mehrere Personen mit direkten Verbindungen zum SSV Jahn Regensburg. So wurde Eric Martel in der Jugendakademie des Jahn ausgebildet. Torwart Philipp Pentke stieg 2016 mit den Regensburgern zunächst in die 3. Liga und ein Jahr später in die 2. Bundesliga auf. Auch Geschäftsführer Sport Christian Keller prägte in Regensburg eine erfolgreiche Ära, bevor es den heute 46-Jährigen zum FC nach Köln zog.

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Adamyan trifft besonders gerne gegen den FC 

Alles Geschichten von gestern, nicht aber im Fall von Sargis Adamyan. Denn wenn am Samstag um 20.30 Uhr (live auf Sky und im Liveticker auf come-on-fc.com) das Heimspiel gegen den Jahn angepfiffen wird, steht er aller Voraussicht nach als FC-Leihgabe für die Regensburger auf dem Platz in Müngersdorf. Adamyan zog es im Winter ins beschauliche Regensburg. Weder unter Trainer Struber noch zuvor unter Timo Schulz oder Steffen Baumgart spielte der Stürmer eine tragende Rolle beim FC. Im Mai 2022 wurde der Angreifer für kolportierte zwei Millionen Euro verpflichtet. Sportlich konnte der heute 31-Jährige am Geißbockheim allerdings nie an seine Bestform anknüpfen. Seine beste Saison spielte er 2018/2019 – ausgerechnet beim SSV Jahn Regensburg: 15 Tore, elf Vorlagen, damals in der 2. Bundesliga, wo er auch sein Debüt in der zweithöchsten Spielklasse feierte. Umso logischer erscheint es, dass der Armenier nun an alter Wirkungsstätte einen Neuanfang wagte.

Als Sargis Adamyan das letzte Mal für den SSV Jahn Regensburg im RheinEnergieStadion gegen den 1. FC Köln auflief, endete die Partie mit einer spektakulären 3:5-Niederlage aus Sicht der Gastgeber. Für den 1. FC Köln war die Niederlage allerdings kein Beinbruch. Es war das letzte Spiel der Saison 2018/2019 in der 2. Bundesliga und unter Interimstrainer André Pawlak standen Aufstieg und Meisterschaft bereits fest. Adamyan erzielte in diesem Spiel zwei Treffer zur zwischenzeitlichen 3:0-Führung der Regensburger. Bereits im Hinspiel im Dezember 2018 hatte der Armenier den Kölnern bei der 1:3-Heimniederlage einen weiteren Treffer eingeschenkt.

Die besondere Konstellation am kommenden Spieltag 

Auch im Trikot der TSG Hoffenheim traf Adamyan gegen die Kölner, am elften Spieltag der Bundesligasaison 2019/2020 in Müngersdorf. Damals steuerte er ein Tor und eine Vorlage zum Hoffenheimer Auswärtssieg bei. Es war eine Saison, die für den Stürmer verletzungsbedingt weniger Höhepunkte bereithielt als seine Zeit in Regensburg, wo er 2018/2019 zu den vier besten Scorern der 2. Bundesliga zählte. An der Spitze der Torjägerliste: Simon Terodde mit 29 Treffern.

Und nicht nur aufgrund seiner Torgefahr ist es eine besondere Situation für Sargis Adamyan: Mit einer Niederlage gegen den 1. FC Köln am Samstag könnte er mit dem SSV Jahn Regensburg den direkten Abstieg in die 3. Liga besiegeln, ausgerechnet gegen den Verein, bei dem er noch unter Vertrag steht. Denn Adamyans Leihe endet bereits nach dieser Saison, so dass er mit Regensburg gleichzeitig absteigen und mit dem FC theoretisch aufsteigen könnte.

Von seinem Wechsel nach Köln hatte sich Adamyan mehr versprochen. In bislang 60 Pflichtspielen für die Geißböcke gelangen ihm nur vier Tore – zu wenig für einen Offensivspieler mit seinen Ambitionen. Auch bei seinem aktuellen Leihverein konnte er keine Trendwende einleiten: In 23 Einsätzen für Regensburg traf der Armenier nur zweimal. Sein Vertrag beim FC läuft zwar noch bis 2026, doch dem Vernehmen nach will der Verein den 31-Jährigen im Sommer von der Gehaltsliste streichen. Denkbar sei eine erneute Leihe oder sogar eine Vertragsauflösung. Die 1,5 Millionen Euro Ablöse, die der FC 2022 an die TSG Hoffenheim überwiesen hat, dürften kaum wieder hereinzuholen sein.


Der schlechteste Tabellenführer, früher Aufstieg unwahrscheinlich – und doch gute Aussichten für den FC

Gerhard Struber wirkt ratlos beim Spiel des 1. FC Köln gegen Hertha BSC
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Der schlechteste Tabellenführer, früher Aufstieg unwahrscheinlich – und doch gute Aussichten für den FC

Drei Spiele stehen für den FC noch aus und bei vier Punkten Vorsprung auf Rang drei ist der Aufstieg zum Greifen nahe. Mehr aber eben auch noch nicht. Am Wochenende ist der frühzeitige Gang in Liga eins sehr unwahrscheinlich, die Bilanz der Saison ist erstaunlich schlecht. Und doch sind die Aussichten gut für den 1. FC Köln: Das sollte den Kölnern Hoffnung machen.

Noch nie hatte ein Tabellenführer weniger Punkte nach dem 31. Spieltag. Der Vorsprung auf Rang vier ist ebenfalls nicht sonderlich komfortabel. Und doch sind die Aussichten gut beim 1. FC Köln: Das sollte den Kölnern Hoffnung machen.

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Der Blick auf die Tabelle ist für die Kölner aktuell noch beruhigend. Vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz stehen da nach dem 31. Spieltag. Eigentlich ein komfortables Polster, das bereits zu der ein oder anderen Wahrscheinlichkeitsrechnung verlockt. Unterm Strich ist die Bilanz eine erstaunliche. Die Kölner fuhren in den vergangenen vier Spieltagen vier Punkte ein und erstaunlicherweise kaum an Vorsprung eingebüßt. Es bleibt weiter bei dem Eindruck, dass keine Mannschaft so richtig aufsteigen will, zumindest die Qualität nicht für eine frühzeitige Entscheidung aufbringt. Auch deswegen kommt das Führungstrio auf ein beachtlich schlechtes Punktekonto. Allen voran der Spitzenreiter. Noch nie hatte ein Tabellenführer nach dem 31. Spieltag weniger Zähler auf dem Konto. Insofern ist es auch schwer, Wahrscheinlichkeiten über einen Aufstieg anhand der vergangenen Jahre auszurechnen.

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Sechs Spiele am Wochenende entscheidend

Auch an diesem Wochenende ist die frühzeitige Rückkehr ins Oberhaus eher unwahrscheinlich. Der FC ist die einzige Mannschaft, die den Aufstieg perfekt machen kann. Allerdings muss dafür schon sehr viel zusammenkommen. Insgesamt sechs Spiele entscheiden über einen möglichen direkten Aufstieg der Geißböcke. Grundvoraussetzung ist der Erfolg der Kölner über Regensburg. Nur mit einem Sieg besteht an diesem Wochenende überhaupt die Chance, dass es jetzt schon eine Liga hochgeht. Dieses Szenario kann aber auch schon am Freitag beendet sein. Denn für einen direkten Aufstieg muss der 1. FC Magdeburg verlieren. Und der FCM erwartet das Kellerkind aus Münster im eigenen Stadion. Spielt das Team aus Sachsen-Anhalt remis oder gewinnt, ist die Aufstiegsparty bereits verschoben.

Im Parallelspiel kann auch der SC Paderborn als Party-Crasher auftreten. Die Ostwestfalen dürfen auf Schalke maximal remis spielen, um die Geißböcke im Saisonendspurt nicht mehr abfangen zu können. Am Samstag gilt die gleiche Konstellation für Fortuna Düsseldorf im Auswärtsspiel bei Braunschweig. Mit einem Unentschieden bleibt der verfrühte Aufstieg am Wochenende im Rennen. Gewinnt Düsseldorf, ist für den FC warten angesagt. Warten müssen die Kölner so oder so auf den Sonntag. Denn auch dort haben zwei Mannschaften die Chance, dem FC die Aufstiegssuppe zu versalen. Die SV Elversberg darf gegen den 1. FC Nürnberg nicht gewinnen und der 1. FC Kaiserslautern nicht beim Karlsruher SC. Sechs Spiele machen also den Unterschied. Wichtig wäre ohnehin ein Sieg der Geißböcke gegen Regensburg. Sonst würde der Druck noch einmal heftig ansteigen.

Sollte es am Wochenende noch nicht klappen, macht die Geschichte der 2. Bundesliga Hoffnung. Denn noch nie ist ein Tabellenführer des Liga-Unterhauses auf Rang vier abgerutscht. In den vergangenen vierzig Jahren war auch immer der zweite Platz sicher. Doch es gibt auch warnende Beispiele. So führte Holstein Kiel 20/21 die 2. Bundesliga sogar nach dem 32. Spieltag mit vier Punkten Vorsprung an, rutschte noch auf Rang drei ab und verlor dann die Relegation – bekanntlich gegen den FC.

Viele Gründe sprechen für den FC

Dem FC dürfen gleich mehrere Faktoren für den Endspurt Hoffnung machen. Das Restprogramm ist sicherlich nicht das einfachste, allerdings hat es die Konkurrenz schwerer erwischt. Alleine der 1. FC Magdeburg bekommt es noch mit den direkten Konkurrenten aus Paderborn und Düsseldorf zu tun. Neben dem HSV hat mittlerweile Elversberg das vermeintlich leichteste Programm. Zudem kehren bei den Kölnern nach und nach die verletzten Leistungsträger für den Endspurt zurück. Auch, wenn es am vergangenen Sonntag nicht danach aussah, der FC verfügt zudem über die Offensive, die die meisten Abschlüsse und viele Großchancen herausspielt und in der Rückrunde über die sicherste Defensive. Zudem steht aktuell der beste Keeper der Liga zwischen den Kölner Pfosten. Da sich die Konkurrenz die Punkte ebenfalls abnimmt, ist das Polster wohl das größte Faustpfand. Nur das müssen die Geiböcke erst einmal verteidigen.


Erneut keine Spielzeit für die Neuzugänge: Die Wintertransfer-Bilanz des 1. FC Köln fällt bitter aus

Imad Rondic beim Spiel des 1. FC Köln
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Erneut keine Spielzeit für die Neuzugänge: Die Wintertransfer-Bilanz des 1. FC Köln fällt bitter aus

Im Winter hat der FC fünf bis sechs Millionen Euro in drei Neuzugänge investiert. Nachhaltig eingeschlagen hat bisher keiner. Ganz im Gegenteil: In den beiden vergangenen Spielen spielte kein Transfer auch nur eine Minute beim 1. FC Köln: Die Bilanz der Winter-Transfers fällt bitter aus.

Imad Rondic und Joel Schmied saßen am Sonntag zum zweiten Mal in Serie 90 Minuten auf der Bank. Jusuf Gazibegovic fehlt weiterhin verletzt und Anthony Racioppi erwischte bei der U21 einen rabenschwarzen Tag für den 1. FC Köln: Die Bilanz der Winter-Transfers fällt bitter aus.

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Timo Hübers machte das Foul von Leart Pacarada und die Ampelkarte später als entscheidend aus. Ob das stimmt, ist natürlich offen. Der Platzverweis änderte sicherlich die Spieldynamik. Und Gerhard Struber war früh gezwungen, seine Mannschaft umzustellen. Luca Waldschmidt ging vom Platz, damit der Kölner Coach seine Ordnung in der Viererkette wieder herstellen konnte. Als Hannover dann aber in Führung gegangen war und der FC selbst Druck machen wollte, wechselte Struber Denis Huseinbasic ein, später auch Mark Uth. Spätestens in der Schlussphase hätte wohl der ein oder andere Fan aber auch die Brechstange, vielleicht die volle Offensive erwartet. Doch Struber beließ es bei drei Wechseln griff nicht auf die Bank zurück. Bei dem 48-Jährigen keine ganz große Überraschung, angesichts der mangelnden Joker-Gefahr vielleicht auch nachovllziehbar.

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Imd Rondic kann die Erwartungen nicht erfüllen

Und doch auch ein klares Zeichen von Struber, ein klares Zeichen an Imad Rondic und damit – wenn man so will – auch ein klares Zeichen an Christian Keller. Denn der Neuzugang kam im zweiten Spiel in Folge nicht eine Minute zum Einsatz. Der Arbeitsnachweis ist bislang nicht so richtig überzeugend. Elf Einsätze hat der Stürmer auf dem Konto, davon vier von Beginn an, einen über 90 Minuten. Auf dem Scorerboard steht bislang ein Tor. Wenig, zu wenig für einen Stürmer – selbst, wenn Christian Keller betonte, dass der Angreifer nicht als Soforthilfe geholt wurde. Die Frage wird erlaubt sein, wofür die Kölner den Stürmer dann geholt und mit einem langen Vertrag ausgestattet haben. Denn, wenn Rondic schon große Probleme in der 2. Bundesliga hat, wie sehen dann wohl die Pläne in der Bundesliga aus?

Gerhard Struber hatte vor einigen Wochen erklärt, der Stürmer brauche noch Zeit. Mittlerweile ist Rondic seit knapp drei Monaten in Köln. Der FC hat für den Angreifer dem Vernehmen nach rund 1,5 Millionen Euro bezahlt. Im Sommer werden die Geißböcke nachrüsten müssen und das eben nicht nur, weil mit Tim Lemperle einer der Kölner Topstürmer den FC verlassen wird. Rondic ist wohl die aktuell größte Enttäuschung einer ohnehin enttäuschenden Transferphase. Auch enttäuschend, weil die Fallhöhe nach einem Jahr Registirerungsverbot sicherlich besonders hoch ist. Eingeschlagen hat kurz vor Saisonende keine der Neuverpflichtungen. Im Gegenteil, das Gesamtfazit der Wintertransfers läuft jetzt schon auf ein mageres hinaus. Sicherlich auch, weil sich mit Jusuf Gazibegovic der vermeintliche Königstransfer verletzt hat. Auch, aber nicht nur. Denn der Bosnier hatte ebenfalls mit Eingewöhnungsproblemen zu kämpfen.

Viel Geld für wenig Spielzeit

Wirklich überzeugt hat Gazibegovic bei seinen Einsätzen nicht. Eine solide Rolle spielte dagegen Joel Schmied. Der Innenverteidiger profitierte aber auch von den Ausfällen der Kölner Innenverteidiger. Sind Timo Hübers und Dominique Heintz fit, bleibt für Schmied in der Viererkette nur die Rolle des Bankdrückers und in der Dreierkette würde bei voller Besetzung wohl der Sechser Eric Martel den Vorzug erhalten. Am Sonntag blieb auch der Schweizer ohne Einsatz, zum zweiten Mal in Folge. Kurios: In den vergangenen beiden Begegnungen spielte demnach kein Neuzugang bei den Profis. Und da die Kölner im Falle des Aufstiegs dem Vernehmen nach auch auf der Innenverteidiger-Position nachbessern wollen, wirft auch dieser Transfer Fragen auf. Denn für Schmied soll der FC wohl sogar um die zwei Millionen Euro bezahlt haben.

Insgesamt hat Köln im Winter zwischen fünf und sechs Millionen Euro in drei neue Spieler investiert. Viel Geld für Akteure, die zuletzt nicht zum Einsatz kamen. Bei Anthony Racioppi wurde eine Leihe vereinbart. Angeblich mit Kaufoption. Im Testspiel gegen Verl sorgte die Nummer zwei auch für Eigenwerbung. Eine fest Verpflichtung wäre denkbar. Allerdings war der jüngste Auftritt bei der U21 alles andere als beeindruckend. Für die insgesamt doch maue Transferphase gibt es Gründe. Unter anderem kurzfristig geplatzte Deals. Dennoch werden sich auch die Kölner Verantwortlichen mehr von ihren Neuverpflichtungen versprochen haben. Der Blick der FC-Bosse wird bereits nach vorne gerichtet sein. Denn die nächste Transferphase steht kurz bevor. Die Kaderplanung für die Bundesliga wird eine Mammutaufgabe werden. Denn dass der aktuelle Kader seine großen Schwachstellen hat, hat der vergangene Sonntag gezeigt.

Diese Mannschaft wird es in der Bundesliga schwer haben. Ob die Wintertransfers eine Rolle spielen können, wird sich erst noch zeigen müssen.


Das Kapitel von Marvin Obuz ist beim 1. FC Köln beendet

Marvin Obuz wird den 1. FC Köln wohl verlassen
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Das Kapitel von Marvin Obuz ist beim 1. FC Köln beendet

Marvin Obuz wird den 1. FC Köln im Sommer verlassen. Der Vertrag des Offensivspielers wird offenbar nicht verlängert. Das berichtet die Kölnische Rundschau am Dienstagabend. Schon in den vergangenen Wochen war der gebürtige Kölner nicht mehr zum Einsatz gekommen.

Es hatte sich in den vergangenen Wochen schon angekündigt, nun wird es offensichtlich Gewissheit: Marvin Obuz wird den 1. FC Köln im Sommer verlassen. Das berichtet die „Kölnische Rundschau„. Demnach habe der Verein dem Spieler die Entscheidung bereits mitgeteilt.

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Der Auftrag war ziemlich eindeutig. Die Spieler, die zuletzt nur wenig Einsatzzeit bekommen hatten, sollten an diesem Tag im März die Chance bekommen, sich noch einmal zu beweisen. Gerhard Struber hatte vor dem Testspiel gegen den SC Verl sogar explizit Marvin Obuz ins Spiel gebracht. Doch die Kölner boten einen erstaunlich schwachen Auftritt an, unterlagen dem Drittligisten 1:2. „Ich finde es schade, dass wir das Spiel nicht besser genutzt haben und dass der eine oder andere Spieler sich nicht besser hat in Szene setzen können, wie wir uns das gewünscht hätten“, sagte Struber später und könnte durchaus eben Obuz gemeint haben. Möglicherweise der Anfang vom Ende. Denn seitdem erhielt der Offensivspieler keine Chance mehr, stand bei den vergangenen beiden Spielen nicht mehr im Kader. 

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Kaum noch Einsätze

Ohnehin war Obuz unter Struber nie die erste Wahl, kam nur auf fünf Kurzeinsätze. Und das, obwohl der Kölner Coach gleich mehrfach die Qualitäten des gebürtigen Kölners gelobt hatte. Die hat der 23-Jährige auch bereits unter Beweis gestellt, nur eben nicht beim FC. Vielmehr bei Rot-Weiss Essen im Vorjahr. 14 Vorlagen sammelte der Außenbahnspieler, sieben Tore erzielte er selbst und bewarb sich beim FC für mehr. Obuz wurde tatsächlich zurückgeholt. Sicherlich auch aufgrund der Transfersperre. Doch schon bald zeichnete sich ab, dass das Eigengewächs nur selten zum Einsatz kommen würde. Auch, weil Obuz verletzungsbedingt einen Teil der Vorbereitung verpasst hatte. Immerhin wusste der Offensivspieler hin und wieder in Testspielen zu überezeugen.

Bereits im Winter mehrten sich die Gerüchte um einen Wechsel, möglicherweise die Rückkehr zu RWE. Doch der Kölner, der seit seinem siebten Lebensjahr beim FC spielt, wollte sich durchbeißen. Das gelang nicht. Nun folgt also die Trennung. Wie die „Kölnische Rundschau“ berichtet, haben Christian Keller und Thomas Kessler dem Spieler mitgeteilt, dass der Vertrag nicht verlängert werde. Obuz kann sich also einen neuen Verein suchen. Vermutlich stand der 23-Jährige auch deswegen zuletzt bei der Kölner U21 im Aufgebot. Nun trennen sich die Wege.