Vier Leihspieler, gut läuft es nur für einen – doch der wird wohl nicht zum 1. FC Köln zurückkehren

Florian Dietz, Sargis Adamyan, Rasmus Carstensen und Elias Bakatukanda – vier Spieler hat der FC im Winter verliehen, in der Hoffnung auf mehr Einsatzzeit. Die gab es auch für die Akteure, doch die große Entwicklung ist bei den meisten Spielern ausgeblieben. Eine Zukunft beim 1. FC Köln hat wohl nur ein Leihspieler.

Ein ungewohntes Luxusproblem – So könnte der 1. FC Köln gegen Hannover spielen

Gerhard Struber wirkt enttäuscht
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Ein ungewohntes Luxusproblem – So könnte der 1. FC Köln gegen Hannover spielen

Mit dem Auswärtsspiel bei Hannover 96 können die Kölner einen großen Schritt Richtung Bundesliga machen. Für den Kölner Trainer Gerhard Struber gibt es ein fast schon ugnewohntes Luxusproblem, auf mehreren Positionen hat der Trainer die Qual der Wahl. So könnte der 1. FC Köln gegen Hannover spielen.

Zwar fehlt Linton Maina nun doch im Kader und dennoch ergibt sich für Gerhard Struber ein ungewohntes Luxusproblem. So könnte der 1. FC Köln gegen Hannover spielen.

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Die vergangenen Tage dominierte Dejan Ljubicic die Schlagzeilen rund um den 1. FC Köln. Der Mittelfeldspieler sorgt einmal mehr für Transfergerüchte. Erst hat der 27-Jährige einen Medizincheck in Berlin platzen lassen, es folgte die Nachricht, dass der Österreicher unmittelbar vor einem Wechsel nach Kroatien stehe, aber auch Bundesligisten sind weiterhin an Ljubicic interessiert. Gerhard Struber beteuerte am Freitag, dass sich der Mittelfeldspieler dennoch komplett auf den FC konzentriere. Und damit wird der Österreicher auch eine Startelf-Option für die Begegnung am Sonntag. Gut möglich, dass Struber der gleichen Elf wie am vergangenen Wochenende gegen Hannover vertraut. Immerhin lieferten die Geißböcke eine ordentliche Offensiv-Leistung ab. Dann wäre Ljubicic wieder Teil der Startformation.

Offensiv-Trio beim 1. FC Köln gesetzt

„Wir wollen schon etwas mitnehmen aus Münster, wo sich einige Spieler auf einem ordentlichen Niveau präsentiert haben“, sagte Gerhard Struber. „Und gleichzeitig gibt es auch eine Trainingswoche dazwischen, in der einiges passiert oder sich der ein oder andere zeigt.“ Heißt: Alles ist möglich. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Österreicher aber erneut die Viererkette wählt, ist sicherlich nicht gering. Leart Pacarada und Jan Thielmann sind gesetzt, in der Innenverteidigung spricht dann viel für Timo Hübers, der zu seinem Ex-Club heimkehrt, sowie Dominique Heintz. Das würde bedeuten, dass Eric Martel einmal mehr auf der Sechs spielt. Nach dem guten Auftritt gegen Münster wird auch das Offensiv-Trio Luca Waldschmidt, Damion Downs und Tim Lemperle mit Sicherheit wieder auflaufen.

Neben Ljubicic könnte Florian Kainz das Mittelfeld wieder komplettieren. In der Theorie wäre auch Linton Maina denkbar. Doch der Außenbahnspieler schaffte es doch nicht in den Kader. Eine defensivere Variante wäre wohl Denis Huseinbasic. Mark Uth würde die Offensive wohl auch beleben, ist aber ebenfalls kein Kandidat für die Anfangsformation. Sollte sich Struber für die Dreierkette entscheiden, wird wohl Martel zurück in die letzte Kette rücken.

Duell gegen Hannover: So könnte die Startelf des 1. FC Köln aussehen

Leart Pacarada beim Spiel des 1. FC Köln

Leart Pacarada

Dominique Heintz ist ein Leistungsträger beim 1. FC Köln

Dominique Heintz

Timo Hübers im Pokalspiel des 1. FC Köln

Timo Hübers

Jan Thielmann nach seinem Treffer gegen Darmstadt

Jan Thielmann

Dejan Ljubicic vom 1. FC Köln

Dejan Ljubicic

Eric Martel vom 1. FC Köln

Eric Martel

Damion Downs ist ein Hoffnungsträger beim 1. FC Köln

Damion Downs

Luca Waldschmidt Offensivspieler des 1. FC Köln

Luca Waldschmidt

Tim Lemperle beim 1. FC Köln

Tim Lemperle

Florian Kainz noch als Kapitän des 1. FC Köln
Florian Kainz



In der Liga liegen die Nerven blank, beim 1. FC Köln herrscht ungewohnte Ruhe – der Aufstiegsvorteil?

Mit Markus Anfang und André Breitenreiter wurden innerhalb von 24 Stunden zwei Trainer der 2. Bundesliga überraschend gefeuert. Auch bei weiteren Clubs scheinen die Nerven blank zu liegen. Beim FC herrscht so etwas wie eine ungewohnte Stille. Und genau die spielt den Kölnern in die Karten. Deshalb hat der 1. FC Köln einen Vorteil im Aufstiegsrennen.

Zwei verletzungsbedingte Ausfälle sowie ein wichtiger Heimsieg für die Leihspieler des 1. FC Köln

Rasmus Carstensen spielt bei einem Testspiel des 1. FC Köln
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Zwei verletzungsbedingte Ausfälle sowie ein wichtiger Heimsieg für die Leihspieler des 1. FC Köln

Zwei verletzungsbedingte Ausfälle, einmal nicht im Kader, eine Gelbsperre, ein wichtiger Heimsieg, eine Niederlage beim amtierenden Meister und eine beim Aufstiegskandidaten. Der vergangene Spieltag lief für die Leihspieler des 1. FC Köln sehr unterschiedlich. Freud und Leid bei den Leihspielern des 1. FC Köln.

Während die Profis am Ostersonntag einen 3:1-Sieg gegen Münster einfahren konnten, lief der Spieltag für die ausgeliehenen Akteure des FC nicht so rund. Freud und Leid bei den Leihspielern des 1. FC Köln.

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Wichtiger Sieg für Carstensen

Am vergangenen Spieltag kamen gleich vier verliehene FC-Profis nicht zum Einsatz. Während Stürmer Florian Dietz in Österreich beim Unentschieden (1:1) vom SCR Altach gegen den TSV Hartberg aufgrund einer Schulterverletzung erneut zuschauen musste, Chilohem Onuoha beim 1:1 vom SC Verl beim VFB Stuttgart II nicht zum Kader der Verler gehörte, standen auch Said und Malek El Mala Viktoria Köln bei der knappen 0:1-Niederlage in Cottbus nicht zur Verfügung. Malek El Mala musste gegen die Cottbuser weiterhin aufgrund eines doppelten Bänderrisses verletzungsbedingt pausieren. Sein Bruder Said sah am Wochenende zuvor gegen Arminia Bielefeld seine fünfte Gelbe Karte und fiel daher wegen einer Gelbsperre aus.

Rasmus Carstensen konnte im Vergleich zu den vier genannten Akteuren spielen und war mit Lech Posen zuhause gegen Cracovia gefordert. Dabei stand der Däne in der Startelf und kam auf 73 Minuten Spielzeit. Am Ende gewann Posen mit 2:1 und zog damit punktemäßig mit Tabellenführer Raków Częstochow gleich, die mit 0:1 beim Tabellenvierten Stettin verloren.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Pleiten für Adamyan und Bakatukanda

Sargis Adamyan verlor mit Zweitligaschlusslicht SSV Jahn Regensburg beim 1. FC Magdeburg mit 0:3-Toren. Dabei stand der Armenier in der Startelf und wurde knapp zehn Minuten vor Ende ausgewechselt. Elias Bakatukanda war mit Blau-Weiß Linz in der Meistergruppe der österreichischen Meisterschaft bei Sturm Graz zu Gast. Gegen den amtierenden Titelträger stand der 21-Jährige erneut in der Startformation der Linzer und spielte über die komplette Spielzeit durch. Allerdings konnte auch Bakatukanda die 0:2-Niederlage nicht verhindern. Dadurch bleiben der Rechtsfuß und sein Team auf dem sechsten Rang und haben nur noch Außenseiterchancen auf das europäische Geschäft.


Der Aufstieg ist zum Greifen nah, in dieser verrückten Liga aber längst nicht sicher. Ein Kommentar

Die Spieler des 1. FC Köln jubeln
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Der Aufstieg ist zum Greifen nah, in dieser verrückten Liga aber längst nicht sicher. Ein Kommentar

Vier Spieltage vor dem Saisonende stehen die Vorzeichen beim FC auf Aufstieg. Fünf Punkte Vorsprung auf Rang drei sind ein ordentliches Polster. Nur ist diese Zweitliga-Saison alles andere als der Norm entsprechend. Jeder schlägt jeden, selbst fünf Zähler sind keine Sicherheit. Ein Kommentar zum 3:1-Erfolg des 1. FC Köln gegen Münster.

Nach dem 3:1-Erfolg über Preußen Münster, hat der FC einen komfortablen Vorsprung auf den Relegationsplatz. Zwar ist der Aufstieg nun zum Greifen nah, sicher ist er in dieser verrückten Liga aber bei weitem nicht. Ein Kommentar zum 3:1-Erfolg des 1. FC Köln gegen Münster.

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Wie nah Freud und Leid im Fußball beieinander liegen, zeigt die aktuelle 2. Bundesliga dann doch schon auf sehr beeindruckende Art und Weise. In der vergangenen Woche nach dem 1:1 gegen Führt ein leerer Blick, ein bedienter Trainer, nur wenige Tage später die geballte Faust und der Freudenschrei von Gerhard Struber. Nach dem 29. Spieltag der bange Blick nach unten, nach dem 30. der freundliche Gruß von oben. Und dieser dann auch noch mit der Euphorie eines Aufstiegskandidaten. Zuletzt noch große Zweifel, nun schwebt das Wort „Vorentscheidung“ rund über dem Geißbockheim. Tatsächlich ist die Ausgangslage nach dem 30. Spieltag, also vier Spiele vor Saisonende, für den FC eine durchaus gute. Die Kölner haben fünf Zähler Vorsprung vor Rang drei, sechs vor Rang vier. In einer normalen Spielzeit würde man davon ausgehen, dass der Aufstieg bei diesem Abstand bereits in trockenen Tüchern ist.

Zweite Bundesliga ist auch zum Saisonfinale nicht berechenbar

Für die Kölner Verantwortlichen wäre das auch enorm wichtig, denn die Kaderplanung für die kommende Spielzeit ist ohnehin eine komplizierte. Die Sicherheit der Klassenzugehörigkeit würde viel vereinfachen, wie die jüngsten Gerüchte um Linton Maina oder Dejan Ljubicic verdeutlicht haben. Nur ist in dieser Saison einfach vieles nicht normal. Es gibt nach dem 30. Spieltag nicht den glasklaren Aufstiegsfavoriten, dafür noch immer zehn Aufstiegskandidaten. Kandidaten, die sich auch weiterhin fleißig die Punkte abnehmen. Was sind schon fünf Zähler Vorsprung in vier Begegnungen, wenn die Aufstiegskandidaten Paderborn, Kaiserslautern und Hamburg in den vergangenen vier Partien keine sechs Punkte einsammelten. Wenn selbst Abstiegskandidaten wie Braunschweig, Ulm oder Regensburg im gleichen Zeitraum mehr Zähler einfuhren.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Diese 2. Bundesliga ist auch zum Saisonfinale nicht berechenbar. Der FC ist dementsprechend auch noch nicht durch, die Vorentscheidung noch nicht gefallen. Auch, wenn die Kölner Verantwortlichen mit ihren Aussagen beispielsweise zu den Wintertransfers oder des Vermeidens des Blicks auf die Tabelle in dieser Saison schon des öfteren irritierten, ist der aktuelle Tritt auf die Euphoriebremse daher durchaus berechtigt. Die Marschroute kann in dieser zweiten Liga nur sein, von Spiel zu Spiel zu schauen. Oder wie Christian Keller es formulierte: Die Vorentscheidung sei erst dann gefallen, wenn der FC nicht mehr einholbar sei. Die Bedenken des Sportdirektors sind mehr als nur eine leere Worthülse, sie waren wohl noch nie so berechtigt wie in dieser Spielzeit.

Und sie unterscheiden sich von den Durchhalteparolen der vergangenen Runde, als die damaligen Entscheidungsträger verständlicherweise nicht müde wurden, zu beteuern, dass der Klassenerhalt trotz der äußerst kritischen Tabellensituation ein realistisches Ziel sei. Dass der FC eben noch nicht durch ist, liegt auch daran, dass den Kölnern, wie allen anderen Aufstiegskandidaten, die Konstanz fehlt, das Rennen frühzeitig für sich zu entscheiden. Die Leistungen sind schwankend und daher unberechenbar. Zweifel sind also durchaus berechtigt, nur befinden sie die Geißböcke nun in der besten Ausgangslage. Das Spiel gegen Münster war ganz sicher eins der besseren und dürfte dementsprechend auch Selbstvertrauen auf der Zielgeraden geben. Eigentlich heißt es für den FC nur noch zuzupacken, der Aufstieg ist greifbar, mehr aber ich nicht. Wenn diese Zweitliga-Saison aber eines lehrt, dann eine Weisheit von Sportkommentator Frank Buschmann: „Hinten kackt die Ente“.