Gründe für Eric Martels Formsuche? „Das beschäftigt dich dann schon“

Eric Martel im Spiel des 1. FC Köln gegen den 1. FSV Mainz 05
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Gründe für Eric Martels Formsuche? „Das beschäftigt dich dann schon“

Noch zu Saisonbeginn erklärte Lukas Kwasniok den Sechser als gesetzt, unumstritten. Die Situation hat sich grundlegend geändert. Der Mittelfeldspieler ist auf der Suche nach der Form beim 1. FC Köln: Beschäftigt Eric Martel die Vertragssituation?

Eine Stamm-Startelf habe er nicht, hatte Lukas Kwasniok zu Saisonbeginn erklärt. Allerdings eine Achse, die zum festen Personal gehöre. Als Spieler nannte der Trainer Timo Hübers und Eric Martel. Doch Martel ist längst nicht mehr so unumstritten. Und nicht wenige Fans wollen eine Erklärung in der ungeklärten Vertragssituation sehen.

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Der einst als „Mr. Unverzichtbar“ geadelte Eric Martel hat beim 1. FC Köln seinem Namen zuletzt nicht mehr so wirklich Ehre gemacht. Denn der 23-Jährige lieferte in den vergangenen Wochen nicht mehr wie gewohnt ab, erfüllte die Rolle des Leaders nicht wie zuvor. Und natürlich gibt es seitdem Spekulationen, ob der Leistungsabfall des Kölner Sechsers mit der noch offenen Vertragssituation zusammenhänge. Martel wirkte oft fahrig und unkonzentriert, agierte nicht immer sattelfest. So war er unter anderem an zwei der Gegentore im Duell gegen den VfB Stuttgart mit in der Verlosung.

„Was Profifußballer am meisten umtreibt…“

Und auch FC-Trainer Lukas Kwasniok räumte am Donnerstag auf der Pressekonferenz zu diesem Thema ein, dass Profifußballer immer eins beschäftige. „Das ist nicht nur der aktuelle Stand um einen herum, sondern eben auch die Zukunft. Das ist der große Unterschied zu vielen Arbeitnehmern“, so der Coach. Denn der Profifußball ist schnelllebig und oft erbarmungslos. Die Grundsicherheit, die man als Angestellter habe, gebe es nicht, betonte Kwasniok. Ganz natürlich also, dass nicht nur die guten oder eben nicht so guten erbrachten Leistungen in den Köpfen der Spieler kreisen. “Was Fußballer, da habe ich mal ein Interview zu gelesen, Profisportler und Profifußballer am meisten umtreibt, ist neben dem nächsten Spiel tatsächlich auch die Gedankenwelt um die eigene Zukunft. Nicht, weil du Existenzängste hast, sondern weil du darüber nachdenkst, welcher Step der richtige ist“, so Kwasniok.

„Das beschäftigt dich dann ein wenig“

Und so liegt es in der Natur der Sache, dass ein eben nicht so freier Kopf sich auch auf die Leistungen auswirken kann. Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger. „Ich glaube, dass diese Gedanken grundsätzlich dazu führen, gerade wenn du ein sehr strukturiert und organisiert denkender Mensch bist, so wie der Eric und auf der Sechs sehr viel Struktur und Organisation um dich herum ist, dann ist das was ganz anderes als bei einem Zehner, der sich recht wenig Gedanken über den morgigen Tag macht“, erklärte der Trainer. „Das beschäftigt dich dann ein wenig, das ist nicht von der Hand zu weisen.“ Nach wie vor ist die Zukunft des ehemaligen Kapitäns der U21-Nationalmannschaft nicht geklärt. Martel hatte sich Bedenkzeit bis zum Ende des Transferfensters erbeten. Dem Vernehmen nach sollen aktuell Gespräche stattfinden.

Fakt ist, die Verhandlungsposition hat sich komplett verändert. Martel liefert nicht mehr so wie zu Saisonbeginn, ist nicht mehr unumstritten. Interessenten werden aktuell nicht Schlange stehen, im Frühling für einen ablösefreien Sechser sicherlich anklopfen. Der FC hat sich im Winter bereits nach Alternativen umgeschaut. Für Martel hat Kwasniok noch einen Rat parat: „Da hilft nur eins: Weiterhin den gleichen Einsatz und das gleiche Engagement an den Tag zu legen. Das tut Eric und solange ich das Gefühl habe, werde ich ihn auch nach wie vor einsetzen und auch schützen, wenn es nötig sein sollte.“


Das sagt Lukas Kwasniok zu den Verletzten und dem Co-Trainer-Aus „In erster Linie tut es mir leid“

Lukas Kwasniok auf der Pressekonferenz des 1. FC Köln
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Das sagt Lukas Kwasniok zu den Verletzten und dem Co-Trainer-Aus „In erster Linie tut es mir leid“

Für die Geißböcke steht am Wochenende das schwere Spiel gegen Hoffenheim am. Am Donnerstag gab es die obligatorische Pressekonferenz beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok spricht über das Co-Trainer-Aus, die Personalie Said El Mala und den Verletztenstand.

Für die Geißböcke steht am 23. Spieltag das Heimspiel gegen Hoffenheim auf dem Programm. Zuvor gab es die Spieltags-Pressekonferenz beim FC.

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Vor einigen Wochen musste Lukas Kwasniok noch puzzeln, um eine Hintermannschaft für die Begegnungen der Geißböcke zu finden. Nun hat der Kölner Coach zu viele Steinchen, die er in ein Gesamtbild für die Partie gegen die TSG Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker bei come-on-fc.com). Denn nach und nach kehren die zuletzt angeschlagenen Defensivspieler zurück. Zuletzt eben Jahmai Simpson-Pusey. Und der Engländer, der zu Beginn des Jahres direkt zu überzeugen wusste, könnte tatsächlich eine Alternative werden – zumindest in Teilen. „Ich habe mit Jahmai gerade noch gesprochen. Er ist eine Kader-Option, aber keine Startelf-Option“, so Kwasniok auf der Pressekonferenz am Donnerstag. „Er hat diese Woche an jeder Einheit teilgenommen, allerdings gesteuert.“

„Wir begleiten ihn dabei“

Der 20-Jährige ist nicht der einzige Innenverteidiger, der wieder zur Verfügung steht. „Heintzi hat alles mitgemacht, er ist damit auch eine Option.“ Keine Probleme gibt es bei Youssoupha Niang, der leichte muskuläre Probleme hatte. Ob die Youngsters aber eine Möglichkeit bei den Profis bekommen, ließ der Coach offen. Es geht um das Abwägen zwischen Einsatzzeit beim Nachwuchs und den Erfahrungen bei den Profis. In Geduld müssen sich weiterhin zwei Spieler üben, die zum Jahresbeginn ebenfalls überzeugten. „Linton und Monti, da dauert es noch ein wenig. Linton ist schon wieder auf dem Platz herumgeturnt“, so der Trainer weiter. „Da kann ich noch nicht absehen, wann sie zurückkommen werden. Am Wochenende jedenfalls noch nicht.“

Auch zu Said El Mala äußerte sich der Coach. „Es ist nun mal so, unabhängig davon, ob er anfängt oder nicht. Wir wissen, dass wir mit Said einen sehr talentierten Spieler haben. Unser Auftrag ist es, auf der einen Seite Spiele zu gewinnen und auf der anderen Seite ihn bei seiner Entwicklung zu begleiten, besser zu werden“, so Kwasniok. „Ich glaube, dass wir das ist in den vergangenen Monaten nicht so schlecht hinbekommen haben. Unabhängig ob er beginnt oder später kommt, wird es schwerer für ihn. Der Gegner stellt sich vielmehr auf ihn ein. Das wird für ihn der nächste Step sein. Und wir begleiten ihn dabei.“ Ob der 19-Jährige beginnt, ließ Kwasniok offen.

„Ich schätze Hannes sehr“

Der Kölner Coach äußerte sich auch zu der Personalie Hannes Dold. „In erster Linie tut es mir menschlich sehr sehr leid. Ich schätze Hannes sehr“, sagte der Coach. „Wir sind aber trotzdem im Profifußball und wir haben dem Hannes als langjährigen Analysten die Möglichkeit gegeben, das Trainerteam zu erweitern.“ Dold sollte dabei den Fokus auf die Standardsituationen richten. „Er hat sich der Aufgabe total verschrieben. Er war unheimlich fleißig. Und trotzdem ist es dann manchmal so, dass Dinge einfach nicht mehr so funktionieren. Der Glaube geht dann verloren. Wenn man den Glauben in den Trainer verliert, dann muss man sich als Verantwortlicher auch mal von jemandem trennen.“ Gemeinsam habe man dann die Entscheidung getroffen.

Schon in den vergangenen Wochen war Dold nicht immer mit von der Partie. Der bisherige Co-Trainer ist jüngst Vater geworden. „Das ist schon in den vergangenen Wochen intern aufgefangen worden. Ich hatte schon das Gefühl, dass wir mehr Klarheit in den ganzen Angelegenheit hatten. In der Rückserie haben wir noch kein Standardgegentor nach einem Eckball kassiert. Man sieht, man kann sich entwickeln. Das heißt noch lange nicht, dass alles perfekt ist“, sagte der Trainer. Wie es für Dold weitergeht, ist offen.

Ragnar Ache bekommt das Vertrauen in seinen „Körper, das System und in die Mitspieler“

Ragnar Ache könnte gegen Leverkusen wieder in der Startelf stehen
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Ragnar Ache bekommt das Vertrauen in seinen „Körper, das System und in die Mitspieler“

Nach einem eher ruhigen Start scheint Ragnar Ache nun in Köln angekommen zu sein. Der Stürmer blickt im vereinseigenen Interview auf seine Entwicklung und die Erlebnisse in der Stadt. Ragnar Ache spricht über seine Zeit beim 1. FC Köln.

Mit fünf Saisontoren und vermehrter Einsatzzeit im aktuellen Jahr wird der Stürmer immer wichtiger für die Geißböcke. Ragnar Ache blickt im Interview auf fc.de auf die bisherige Zeit beim 1. FC Köln zurück.

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Ein gutes halbes Jahr steht Ragnar Ache nun bei den Kölnern unter Vertrag. Er könne „es kaum erwarten, hier im RheinEnergieSTADION aufzulaufen“ und hoffentlich oft seinen „Torjubel zu zeigen“, sagte Ache damals im Zuge seines Wechsels im Sommer. Nach 22 Spieltagen in der Bundesliga und insgesamt 1209 gespielten Minuten dürfte der Angreifer das Gefühl nun bestens kennen. Vor allem, da der 27-Jährige vier seiner fünf geschossenen Saisontore im heimischen Stadion erzielte. Gegen die Bayern im Pokal, den HSV, gleich zwei Mal gegen Mainz 05 und eben auswärts am vergangenen Wochenende in Stuttgart. Die Lautstärke und Wucht der Kölner Fans wird Ache somit hautnah miterlebt haben – seinen Torjubel gezeigt hat er jedenfalls.

“Man muss das selbst erleben“

Ein weiteres neues Erlebnis sowie Eindrücke von der Domstadt und deren Bräuchen erfuhr der gebürtige Frankfurter dann am Montag – Rosenmontag. Im Vorfeld hatten Mitspieler versucht, den Neuzugang auf das Kommende vorzubereiten. „Man muss das selbst erleben, um es richtig verstehen zu können. Dann ist es nochmal etwas ganz anderes“, so Ache im vereinseigenen Interview auf fc.de. Neben Said El Mala durfte der Stürmer auf dem Kölner Wagen mit auf die Zugstrecke. “Wir haben viel Kamelle geschmissen, das war eine tolle Erfahrung. Ich habe das erste Mal richtig erlebt, welche Bedeutung der Karneval hier in der Stadt hat“, so Ache. Der 27-Jährige scheint seine Feuertaufe bestanden zu haben, in Köln angekommen zu sein. Auch sportlich, in diesem Jahr erzielte der Angreifer bereits drei Tore. „Es ist schön, wenn man von Anfang an spielt und Tore schießt. Ich hoffe, dass ich angekommen bin und noch viele Tore für den FC schießen kann“, so Ache.

Dabei lief für den Ex-Lauterer nicht von Beginn an alles rund. So bekam der 27-Jährige von Trainer Lukas Kwasniok zunächst nur kurze Einsatzzeiten. Hintergrund sei das behutsame Heranführen an die Intensität in der Bundesliga gewesen. Mit seinen Teamkollegen habe Ache hart gearbeitet und sogar Extra-Schichten auf dem Laufband eingelegt, verriet der Coach kürzlich. “Es ist einfach diese Arbeit. Noch einmal Extraläufe zu machen, mit den Athletiktrainern zu arbeiten. Ich habe an meinen Baustellen gearbeitet und das hat bislang gut geklappt. Jetzt gilt es weiterzumachen“, so Ache. Aktuell läuft es besser für den Kölner Angreifer, der sich zu einem Fixpunkt der Mannschaft heraufgearbeitet hat. „Es ist wichtig für einen Spieler zu spielen. Dann kommt man in einen Rhythmus und bekommt Vertrauen in seinen Körper, in das System, in die Mitspieler“, erklärt Ache.

„Das wird ein ekliges Spiel“

Mit erstarktem Selbstvertrauen blickt der Offensivspieler auch auf das anstehende Duell gegen die TSG. “Das wird ein hartes Spiel. Hoffenheim ist eine der laufstärksten Mannschaften der Liga und macht die meisten Sprints“, so der 27-Jährige. „Das wird ein ekliges Spiel, aber wir müssen auch eklig sein und unsere Stärken einbringen. Dann können wir es Hoffenheim auch schwer machen, so wie es uns schon gegen andere Top-Gegner zumindest phasenweise gelungen ist. Wichtig wird, dass wir es konstant über 90 Minuten hinbekommen, dann können wir in unserem Stadion auch punkten.“ Und dann könnte Ache vielleicht das nächste Mal seinen Torjubel zeigen.


Marius Bülter über das Co-Trainer-Aus und seinen Ex-Club: „Am Ende stehen wir auf dem Platz“

Marius Bülter wirkt ratlos bei einem Spiel des 1. FC Köln
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Marius Bülter über das Co-Trainer-Aus und seinen Ex-Club: „Am Ende stehen wir auf dem Platz“

Für Marius Bülter steht am Wochenende ein ganz besonderes Spiel auf dem Programm. Der FC trifft auf den Ex-Verein des Angreifers, die TSG Hoffenheim. Am Rande des Trainings sprach der Stürmer des 1. FC Köln: Das sagt Marius Bülter über den Ex-Club und das Trainer-Aus.

Aktuell will es bei Marius Bülter nicht so richtig rundlaufen. Zuletzt konnte sich der Stürmer nicht mehr auf die Anzeigetafel bringen. Das soll sich am Wochenende ändern und dann ausgerechnet gegen den Ex-Club.

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Das letzte große Erfolgserlebnis ist mittlerweile fast drei Monate her. Bei der 3:4-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt verkürzte der Angreifer noch einmal auf 2:4 und ließ die Hoffnung der Kölner noch einmal ansteigen, Luca Waldschmidt sorgte schließlich für den Endstand. Seitdem hat sich Marius Bülter nicht mehr aufs Scoreboard gebracht. „Klar, würde ich gerne auch wieder Tore schießen. Am Ende war ich noch nie der Spieler, der sich nur über Tore definiert“, sagte der Angreifer am Mittwoch am Rande des Trainings. Und das nach dem fulminanten Saisonstart. Bülter hatte in den ersten beiden Ligaspielen gleich zwei Mal getroffen, zwei Vorlagen gegeben. Vier Scorer in zwei Spielen – auch mit dem 32-Jährigen schien Thomas Kessler im Sommer einen Glücksgriff gelandet zu haben. Doch gerade in den vergangenen Wochen lief es bei Bülter dann nicht mehr rund.

„Das muss uns auch Mut geben“

Gerade in den vergangenen Spielen hatte Bülter so gut wie gar keinen Impact mehr. Und das ausgerechnet vor der Begegnung gegen den Ex-Club. Im Sommer war der Angreifer von der TSG Hoffenheim nach Köln gewechselt. „Es ist eine Mannschaft, die sehr gut in Form ist, die sehr intensiv spielt. Sie haben klare Abläufe, pressen hoch und erarbeiten sich so gefährliche Situationen“, warnt Bülter. Und die Sinsheimer sind damit sehr erfolgreich. Aktuell liegt die TSG auf Rang drei und damit auf Champions-League-Kurs. Und gerade gegen die Top-Teams war die Ausbeute der Kölner bekanntlich überschaubar, trotz ordentlicher Leistung – wie zuletzt gegen den VfB. „Es ist bitter. Das ist das fünfte, sechste Mal in dieser Saison. Da fragt man sich, warum man nichts mitgenommen hat“, sagte Bülter. „Das muss uns aber auch Mut geben, weiter so zu arbeiten, um dann noch mal ein Stück mehr zu machen.“


Dennoch ist der Angreifer mit der aktuellen Ausbeute seiner Mannschaft zufrieden. „Man muss schon noch immer schauen, wo wir herkommen und was das Ziel vor der Saison war. Das war der Klassenerhalt. Wenn man zwölf Spieltage vor Schluss vier Punkte Vorsprung hat, steht man gut da“, sagt Bülter, mahnt aber gleichzeitig. „Aber klar, es sind nur vier Punkte. Es ist alles sehr eng beieinander. Jeder Spieltag kann es schnell verschieben.“ Ein Erfolg am Samstag ist sicherlich nicht ausgeschlossen. Denn ausgerechnet gegen Hoffenheim feierte der FC den einzigen Erfolg gegen ein Team aus der Top-Sechs. Und gerade der zweite Abschnitt gegen den VfB soll Mut machen. „Da haben wir es schon gut gemacht“, sagt Bülter und spricht den schnellen Nackenschlag nach dem Ausgleich an. „Da müssen wir uns cleverer anstellen. Das war nicht das erste Mal – gerade gegen die Top-Mannschaften.“

„Am Ende stehen wir auf dem Platz“

Eine andere Schwäche sind beim FC bekanntlich die Standards. Da hatten die Kölner Verantwortlichen reagiert und den bisherigen Standard-Coach Hannes Dold von den Aufgaben entbunden. „Es ist immer Schade, wenn einer gehen muss. Standards waren nun mal ein großes Problem bei uns“, sagte Bülter, der aber Dold keine Schuld geben wollte. „Am Ende stehen wir auf dem Platz und haben die Verantwortung. Das ist aber auch ein klares Zeichen, dass wir daran arbeiten müssen“, sagt Bülter. Für den FC könnte es am Samstag ein Wiedersehen mit Tim Lemperle geben. Der Stürmer ist zurzeit angeschlagen, bei der TSG hofft man auf eine schnelle Genesung. „Ich weiß nicht, ob er fit ist. Hoffentlich nicht“, sagt Bülter.


Seit elf Spielen ohne Torbeteiligung: Jakub Kaminski braucht wieder etwas Zählbares

Jakub Kaminski vom 1. FC Köln
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Seit elf Spielen ohne Torbeteiligung: Jakub Kaminski braucht wieder etwas Zählbares

Für Lukas Kwasniok ist Jakub Kaminski einer der Schlüsselspieler. Diesen Status hat sich der Angreifer auch verdient. Aber schon seit längerer Zeit war der Pole nicht mehr beteiligt an einem Treffer des 1. FC Köln: Jakub Kaminski fehlt die Effektivität vom Saisonstart.

Nach seinem starken Start ist der offensive Output in Form von Torbeteiligungen von Jakub Kaminski zuletzt enorm abgeflacht. Auch wenn der Pole weiter ordentliche Leistungen bringt für die Geißböcke, es fehlt etwas Zählbares.

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Es war ein verheißungsvoller Start, den Jakub Kaminski im ersten Saisondrittel beim 1. FC Köln hinlegte. Fünf Tore und eine Vorlage gelangen dem mit Kaufoption vom VfL Wolfsburg geliehenen Profi an den ersten elf Spieltagen. Daher adelte ihn Lukas Kwasniok schon Anfang November als den „besten Spieler“ im Kader des 1. FC Köln. Und deshalb stand der 23-Jährige bisher in jeder Partie von Anfang an auf dem Platz und spielte die meisten Spiele sogar durch. Allerdings gibt es einen Haken an der Sache. Denn in den nächsten elf Partien, also dem gerade abgeschlossenen zweiten Saisondrittel, blieb der Pole komplett ohne Torbeteiligung. Seit dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt trug Kaminski nicht mehr direkt zu einem FC-Treffer bei.

Viele Torschüsse, wenig Ertrag

Chancen, um etwa selber einen Treffer zu erzielen, hatte der Linksaußen jedoch. So liegt Kaminski mit 43 Abschlüssen auf Platz elf der Spieler mit den meisten Torschüssen in der Liga. Nur ist die Abschlussqualität und Effektivität nicht mehr so gut wie zu Saisonbeginn. Eine Szene, die das verdeutlicht, gab es am vergangenen Samstag in der 10. Minute. Der Angreifer wurde von Ragnar Ache in den Strafraum geschickt, vergab aus guter Position aber die Chance zur Führung, weil er den Ball nicht richtig traf. Allerdings muss man dazu sagen, dass schon die fünf Tore zu Saisonbeginn eigentlich nicht zu erwarten waren. Denn der 23-Jährige übertrifft selbst jetzt noch seinen Expected-Goals-Wert von 3,74.


Ein weiterer Grund für seine Flaute dürfte sein, dass der Linksaußen wegen seiner Flexibilität nicht immer auf seiner Lieblingsposition ran durfte. So musste der Angreifer öfter auf die Schiene oder ins zentrale Mittelfeld ausweichen. Von dort strahlte der Pole weniger Torgefahr aus. Auch ohne Torbeteiligung hatte der Sommerneuzugang weiter einen Wert für die Mannschaft, zeigte trotzdem ordentliche Leistungen. Er arbeitetet viel mit und gegen den Ball. Das unterstreichen seine läuferischen Daten. Sowohl bei den gelaufenen Kilometern, der Anzahl an Sprints sowie der Menge an intensiven Läufen ist Kaminski mindestens unter den Top fünf der Liga.

Kaminski braucht wieder etwas Zählbares

Das unterstreicht nochmal, warum der 23-Jährige selbst ohne Torbeteiligungen so hoch in Kwasnioks Gunst steht. Er passt perfekt zum Spiel des Trainers, der genau diese Intensität von seinen Profis erwartet. Daher ist der Linksaußen auch weiterhin gesetzt. Trotzdem muss der Angreifer wieder mehr Zählbares liefern. Denn für einen Offensivspieler sind Torbeteiligungen nunmal die wichtigste Währung. Und für den FC wäre es ebenfalls sehr wichtig, dass der Angreifer seine Flaute beendet und wieder die Effektivität der ersten Partien der aktuellen Spielzeit findet. Denn beim starken Saisonstart der Geißböcke waren die Torbeteiligungen des flexiblen Offensivspielers ein wichtiger Faktor. So werden wohl alle bei den Kölnern hoffen, dass Kaminski im jetzt beginnenden letzten Drittel der Spielzeit wieder mehr an das erste Drittel und nicht an das zweite anschließt.


Innenverteidigung des 1. FC Köln: Die große Winter-Baustelle entpuppt sich zum quantitativen Luxus-Problem

Jahmai Simpson-Pusey und Sebastian Sebulonsen vom 1. FC Köln
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Innenverteidigung des 1. FC Köln: Die große Winter-Baustelle entpuppt sich zum quantitativen Luxus-Problem

Noch vor Weihnachten standen Lukas Kwasniok in der Hintermannschaft zwei nominelle Innenverteidiger zur Verfügung. Nun kehren nach und nach die Abwehrspieler zurück beim 1. FC Köln: Die große Baustelle entwickelt sich zum Luxus-Problem – zumindest quantitativ.

Auch aufgrund einer ungewöhnlichen Verletzungsmisere musste Lukas Kwasniok in der Hintermannschaft im Winter ordentlich puzzeln. Nun entspannt sich die Lage zunehmend und wird damit vielleicht sogar zum quantitativen Problem.

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Die ersten Ballkontakte sahen doch schon wieder vielversprechend aus. Am Dienstag stieg Jahmai Simpson-Pusey wieder ins Mannschaftstraining der Kölner ein. Mit angezogener Handbremse, aber immerhin. „Teilintegriert“, wie es im Fußballjargon heißt. Zu einem Einsatz wird es am Samstag sicherlich noch nicht kommen. Der Engländer war ziemlich genau vier Wochen komplett außen vor. Im ersten Training nach dem Spiel gegen Mainz Mitte Januar hatte der Abwehrspieler etwas gespürt, die Einheit frühzeitig abgebrochen. In Köln hatte man mit einer schnellen Rückkehr gerechnet. Die gab es nicht. Dafür ergab in MRT, dass durchaus eine muskuläre Verletzung vorgelegen hatte. Der 20-Jährige fiel aus, länger als gedacht. Und das wiederum, nachdem sich der Engländer als überraschend starke Neuverpflichtung entpuppt hatte.

Viele Rückkehrer in der Defensive

Drei Einsätze, drei Mal von Beginn an und drei Mal überzeugend – so die Bilanz. Und so ist es durchaus denkbar, dass Simpson-Pusey der Defensive wieder Stabilität verleiht. Die zeigte sich in der jüngeren Vergangenheit bekanntlich doch anfällig – gerade bei Standards. Lukas Kwasniok wird sicherlich schnell auf die Dienste des Abwehrspielers zurückgreifen wollen. Möglicherweise wird es das Comeback noch im Februar geben. Und spätestens dann wird es eine fast schon ungewohnte Situation beim FC geben. Die vermeintlich größte Baustelle des Winters scheint bei den Geißböcken rein personell nicht nur behoben, sie entwickelt sich zunehmend zu einem quantitativen Luxusproblem. Denn Simpson-Pusey ist nicht der einzige Rekonvaleszent, der wieder in den Kader oder sogar Richtung Startelf drängt.


Schon in der vergangenen Woche kam Dominique Heintz wieder zurück, trainierte voll mit, für einen Kaderplatz in Stuttgart war es noch zu früh. Ganz anders bei Joel Schmied. Der Schweizer laborierte ebenfalls lange an muskulären Problemen, trainiert wieder seit einigen Wochen mit der Mannschaft und stand am Samstag in der Anfangsformation. Genauso wie Cenk Özkcar. Etwas überraschend saß Rav van den Berg dafür 90 Minuten auf der Bank, kam auch nicht als die Kölner vielleicht ein 1:1 über die Zeit hätten retten sollen (- das allerdings auch nur kurz Bestand hatte). Der Königstransfer des Sommers hatte zwar in der vergangenen Wochen gut trainiert, es reichte dennoch nicht. Aktuell spielen mit Sebastian Sebulonsen und Eric Martel zudem zwei positionsfremde Spieler regelmäßig in der Innenverteidigung.

Noch im Winter nur zwei Innenverteidiger

Kehrt nun Simpson-Pusey in den Kader zurück, stünden Kwasniok mit Özkacar, van den Berg, Heintz, Schmied und dem Engländer fünf etatmäßige Innenverteidiger zur Verfügung – plus Martel und Sebulonsen. Sieben Spieler, die um zwei bis drei Positionen konkurrieren. Es gab Zeiten zum Ende des vergangenen Jahres, da standen dem Kölner Coach zwei Innenverteidiger zur Verfügung. Damals war die Hoffnung bei den FC-Anhängern groß, die Kölner Verantwortlichen würden auf dem Winter-Transfermarkt ordentlich zuschlagen. Selbst als Simpson-Pusey unterschrieben hatte, wurde noch über Spieler wie Sebastiaan Bornaus oder Stefan Posch spekuliert – mit ersterem waren sich die Kölner bekanntlich eigentlich einig. Nun hat sich das Blatt also gewendet.

Lukas Kwasniok bieten sich in den kommenden Wochen also deutlich mehr Optionen, mehr Alternativen – aber auch mehr Spieler, die wie Acht-Millionen-Transfer van den Berg zurzeit, erst einmal hinten dran sind. Und die gilt es in den kommenden Wochen dann auch bei Laune zu halten.


Fixpunkt im Angriff: Ragnar Ache wird für den 1. FC Köln immer wichtiger

Ragnar Ache vom 1. FC Köln
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Fixpunkt im Angriff: Ragnar Ache wird für den 1. FC Köln immer wichtiger

Lange hatte sich Ragnar Ache beim FC schwer getan. Immer wieder wechselte er zwischen Bank und Startelf. Inzwischen hat sich der Stürmer aber erstmal in der Mannschaft festgespielt: Ragnar Ache wird zum Fixpunkt im Angriff des 1. FC Köln.

In sechs von sieben Pflichtspielen stand Ragnar Ache 2026 in der Startelf der Geißböcke. Der Sommerneuzugang wird immer wichtiger für den FC: Ragnar Ache wird zum Fixpunkt im Angriff des 1. FC Köln.

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Es war eine Aktion, in der Ragnar Ache am vergangenen Wochenende seine ganze Klasse zeigte: Nach einem Stuttgarter Fehlpass im Spielaufbau schickte Luca Waldschmidt den Stürmer in Richtung Strafraum. Dort ließ der 27-Jährige den heranstürmenden Finn Jeltsch schön mit dem ersten Kontakt ins Leere laufen. Im Eins-gegen-Eins mit Alexander Nübel überlupfte der Angreifer dann eiskalt den Stuttgarter Keeper und erzielte so den zwischenzeitlichen Ausgleich. Mit dem Treffer belohnte sich der Kölner Sommerneuzugang für die guten Leistungen in den vergangenen Wochen. In denen hat sich Ache mehr und mehr zu einem zentralen Bestandteil des FC-Angriffs entwickelt.

Überragende Kopfballwerte

Davon war der Stürmer im vergangenen Jahr noch ein gutes Stück entfernt. Zwar hatte der Zielspieler immer mal wieder gute Auftritte und es gelangen ihm auch immerhin vier Vorlagen. Allerdings erzielte der Angreifer nur einen einzigen Treffer. Außerdem baute sein Trainer Lukas Kwasniok nur phasenweise auf ihn. Immer wieder rotierte der 27-Jährige zwischen Startelf und Bank. Im neuen Jahr findet der Coach aber immer mehr Verwendung für seinen Schützling. In sieben Spielen 2026 stand der gebürtige Frankfurter sechsmal in der Startelf. Und allerspätestens seit seinen zwei Toren in der Partie gegen Mainz, also ausgerechnet dem Spiel, wo er erst zur Halbzeit kam, weiß auch jeder warum.

Der Angreifer gibt dem Kölner Spiel neue Optionen. Als Zielspieler macht Ache viele Bälle fest und gibt dem FC-Spiel mehr Präsenz in der gegnerischen Hälfte sowie im gegnerischen Strafraum. Bereits jetzt ist Neuzugang vom 1. FC Kaiserslautern im Ligavergleich auf Platz zwei der Spieler mit den meisten gewonnen Kopfballduellen. 106 hat der gerade mal 1,83 Meter große Profi bereits für sich entschieden und damit gleich viele wie Luka Vuskovic vom Hamburger SV und nur drei weniger als Leopold Querfeld von Union Berlin. Ein fast schon absurd hoher Wert, wenn man in Betracht zieht, dass Ache knapp 600 beziehungsweise 900 Minuten weniger auf dem Platz stand als die beiden Verteidiger.

Perfekter Abnehmer für Flanken

Seine Quote an gewonnen Kopfballduellen ist mit ungefähr 59 Prozent ebenfalls sehr ordentlich. Damit passt der Stürmer auch deshalb gut zum System von Kwasniok, weil der einen großen Fokus auf Flanken setzt. So hat der FC die drittmeisten Hereingaben aus dem Spiel heraus der Liga zu verzeichnen. Mit Ache gibt es für diese den idealen Abnehmer. Zusätzlich schafft es der Zielspieler immer wieder, selber gefährliche Aktionen einzuleiten und seine Mitspieler in Szene zu setzen. Zum Beispiel bereitete der Angreifer mit robusten Körpereinsatz und einem guten, vielleicht etwas glücklichem Kontakt gegen den VfB Stuttgart am vergangenen Samstag Jakub Kaminski eine gute Chance auf die Führung vor.

Damit zeigt der Sommerneuzugang immer mehr das, was man sich bei seiner Verpflichtung erhofft hat. Verbesserungspotential gibt es beim ehemaligen deutsche U21-Nationalspieler natürlich trotzdem noch. Zwar sind acht Torbeteiligungen in 21 Einsätzen für einen Stürmer bei einem Aufsteiger schon in Ordnung. Aber es wäre mehr drin gewesen. Ache muss noch an seiner Effektivität arbeiten. Der Angreifer erzielte bisher vier Tore in der Liga, obwohl von der Qualität seiner Chancen her ungefähr sieben zu erwarten gewesen wären. In der Hinsicht kann der Torjäger defintiv noch zulegen.

Nicht ins Nachdenken kommen

Wichtig dafür als ein Erfolgserlebnis könnte aber der Treffer vom vergangenen Wochenende sein. Denn schon nach seinen beiden Treffern gegen Mainz meinte der 27-Jährige: „Als Stürmer wird man an Toren gemessen. Wenn der Ball wie in Heidenheim nicht reingeht, denkt man nach. Wenn man trifft, tut es sehr, sehr gut.“ Der Treffer in Stuttgart war der erste Treffer seit seinem Doppelpack. In den drei Spielen dazwischen hatte Ache wieder einige Chancen liegen gelassen. Das Erfolgserlebnis gegen den VfB dürfte aber dazu führen, dass der Zielspieler nicht wieder ins Nachdenken kommt. Und so fällt es ihm bestimmt leichter, seine Torquote in den kommenden Partien möglichst zu verbessern.


Ausgerechnet vor Vertragsentscheidung: Eric Martel findet seine Form nicht mehr

Eric Martel vom 1. FC Köln
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Ausgerechnet vor Vertragsentscheidung: Eric Martel findet seine Form nicht mehr

Eigentlich ist Eric Martel eine der Säulen im Kölner System. Zuletzt lief der Mittelfeldspieler aber eher seiner Form hinterher beim 1. FC Köln: Eric Martel zeigt ungewohnte Schwächen.

Bald wird Eric Martel wohl über seine Zukunft beim FC entscheiden. Aber ausgerechnet in dieser Phase ist der Sechser nicht in Topform beim 1. FC Köln: Eric Martel zeigt ungewohnte Schwächen.

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Vor einigen Wochen passierte ein Novum beim 1. FC Köln: Eric Martel saß im Spiel gegen den SC Freiburg lange auf der Bank. Zuvor hatte der Mittelfeldspieler unter Lukas Kwasniok sonst immer in der Startelf gestanden, wenn er verfügbar war. Gegen die Breisgauer zog der Coach dem 23-Jährigem aber Tom Krauß vor. Und auch wenn Martel alle drei Partien danach jeweils wieder über (fast) 90 Minuten bestritten hat, war es doch ein klares Zeichen: Der Mittelfeldspieler ist nicht unersetzlich. Gerade in den vergangenen Wochen kam der Defensivspezialist häufig nicht an sein Leistungsmaximum.

Schwache Leistung gegen Stuttgart

Vor allem wenn er als Teil der Dreierkette agierte, schlichen sich beim 23-Jährigen immer wieder Fehler ein. So verlor Martel etwa zuletzt gegen den VfB Stuttgart beim 1:0 für die Schwaben Ermedin Demirovic aus den Augen, sodass dieser nach Ablage von Jamie Leweling per Volley erfolgreich war. Beim zweiten Treffer des Bosniers sah der Verteidiger ebenfalls unglücklich aus. Die schwache Leistung des früheren deutschen U21-Nationalspielers unterstreichen auch die Statistiken. Martel gewann gerade mal 27 Prozent der Zweikämpfe. Ähnlich schwach war der 23-Jährige in der Luft: Nur eines von fünf Duellen konnte er für sich entscheiden.

Ähnliche Szenen wie bei den Treffern von Demirovic gab es schon in den Wochen zuvor. Gegen RB Leipzig und den FSV Mainz 05 traf den Defensivspezialisten wie im Spiel in Stuttgart mindestens eine Mitschuld an den Gegentoren. Speziell gegen die Leipziger, aber auch in den anderen Begegnungen, gab es dabei häufiger Abstimmungsprobleme in der Kölner Defensive. Eigentlich wäre Martel als Führungsspieler prädestiniert dafür, in der Defensive der Abwehrchef zu sein, der genau solche Probleme verhindert. Aber im Moment gelingt das dem eigentlichen Sechser nicht. Er ist eher ein Teil des Problems.

Bald eine Vertragsentscheidung?

Dabei kommt die schwache Form des Sechsers zu einem sehr unpassenden Zeitpunkt. Denn eigentlich soll der Mittelfeldspieler in naher Zukunft darüber entscheiden, ob er seinen im Sommer auslaufenden Vertrag verlängern möchte. So berichtete der „Kicker“ vor ein paar Tagen, dass in dieser Woche Gespräche zwischen Martel, dessen Berater Michael Reschke und der sportlichen Leitung des FC um Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler stattfinden sollen. Dabei hat sich die Verhandlungsposition in den vergangenen Wochen nicht gerade verbessert. Zum einen durch die durchwachsenen Leistungen des 23-Jährigen. Zum anderen aber auch, weil die Geißböcke inzwischen mit dem zuletzt stark aufspielenden Krauß bereits eine Alternative im Kader haben. Für den von Mainz geliehenen Profi haben die Kölner eine Kaufoption, die bei Klassenerhalt eine Kaufpflicht wird. Zudem haben die Kölner ganz offensichtlich im Winter schon nach weiteren Alternativen gesucht.

Wie sich Martel entscheidet, ist noch offen. Im Sommer hatte der Verteidiger gesagt, dass er die Entwicklung des Vereins abwarten will. Der Club hat zwar gerade eine gute Ausgangsposition, um die Klasse zu halten, ob dem zentralen Mittelfeldspieler das aber als Entwicklung reicht, ist ungewiss. Immerhin äußerte der frühere U21-Nationalspieler bereits im Vorjahr, dass er von der Champions League träume. Dafür muss er irgendwann den nächsten Schritt machen. Aber egal, ob der 23-Jährige diesen schon im Sommer macht oder noch bei den Kölnern bleibt: Eine baldige Entscheidung wäre wohl für beide Seiten das Beste. Unter den FC-Fans wird jedenfalls darüber spekuliert, ob die offene Vertragssituation im Zusammenhang mit den durchwachsenen Leistungen steht. Und die Geißböcke brauchen neben Planungssicherheit für die kommende Spielzeit einen gut aufgelegten Martel. Der wäre nämlich auch trotz Alternativen wie Krauß immer noch ein Trumpf für die Kölner im Abstiegskampf.


Der 1. FC Köln reagiert auf die Standardschwäche – Trainerwechsel beim FC

Hannes Dold ist nicht mehr Standard-Trainer des 1. FC Köln
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Der 1. FC Köln reagiert auf die Standardschwäche – Trainerwechsel beim FC

Der FC reagiert auf die Standardschwäche in dieser Spielzeit. Es gibt eine personelle Veränderung beim 1. FC Köln: Hannes Dold ist nicht mehr Standard-Trainer der Geißböcke.

Der FC bekommt einen neuen Standardtrainer. Wer das sein wird, ist bislang noch nicht bekannt. Hannes Dold wird es jedenfalls nicht mehr sein. Der 32-Jährige soll eine andere Funktion im Verein übernehmen.

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Gegen den VfB Stuttgart hielt die Defensive der Kölner den Standardsituationen des Gegners stand. Einen Gegentreffer gab es beim 1:3 bei den Schwaben nach dem ruhenden Ball jedenfalls nicht. Dennoch sind die Standards die wohl größte Baustelle der Geißböcke in dieser Spielzeit. 14 Gegentore haben die Kölner sich in dieser Saison so schon gefangen. Zuletzt gegen RB Leipzig. Damit ist der FC die schwächste Mannschaft der Liga – und das sogar mit Abstand. Zwar kassierte auch der FC Augsburg immerhin zwölf Gegentore nach einem ruhenden Ball, allerdings sechs nach einem Elfmeter. Marvin Schwäbe musste drei Mal nach einem Strafstoß hinter sich greifen. Auch nach Ecken kassierten die Kölner in dieser Saison die meisten Gegentreffer (7).

Erst vier Standardtore

Kein Wunder also, dass der FC nun reagiert. Hannes Dold wird künftig nicht mehr für die Standardsituationen verantwortlich sein. Die Aufgabe soll künftig von einem anderen Trainer übernommen werden. Wer das sein wird, ist aktuell noch nicht klar. Erst im Juli 2023 war Dold vom Analysten zum Assistenztrainer befördert worden. Der 32-Jährige soll eine andere Funktion im Club übernehmen. Auch in der Offensive läuft es bei den Standardsituationen tatsächlich nicht rund. Erst vier Mal waren die Kölner nach einem ruhenden Ball erfolgreich, einmal nach einem Elfmeter durch Luca Waldschmidt, einmal nach einem direkten Freistoß durch Florian Kainz.

Nach der Niederlage gegen Leipzig hatte Kwasniok bezogen auf die Standards gesagt, dass ihn die Gegentreffer „fuchsteufelswild“ machen würden. „Wenn du als Aufsteiger in der Liga bestehen willst, dann musst du dich bei Standards besser anstellen“, so der Trainer weiter. Nun soll ein neuer Standard-Coach für mehr Gefahr, auf der anderen Seite für mehr Stabilität sorgen.

Erneut nur Joker: Lukas Kwasniok ist bei Said El Mala in einem Dilemma 

OF Said El Mala im Spiel gegen den VfB Stuttgart (Foto: Christian Kaspar-Bartke/Getty Images)
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Erneut nur Joker: Lukas Kwasniok ist bei Said El Mala in einem Dilemma 

Gegen RB Leipzig spielte Said El Mala noch durch, gegen den VfB Stuttgart kam der Youngster dann wieder nur als Joker. Das ist bestimmt nicht zufriedenstellend für den Shootingstar des 1. FC Köln: Kwasniok ist bei Said El Mala in einer Zwickmühle.

Die Leistungen in den vergangenen Wochen waren eher schwach, trotzdem fordern viele FC-Fans mehr Startelfeinsätze für den Linksaußen beim 1. FC Köln: Kwasniok ist bei Said El Mala in einer Zwickmühle.

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Es ist eines der wohl größten Diskussionthemen rund um den 1. FC Köln in dieser Saison: Sollte Said El Mala öfter in der Startelf stehen? Viele FC-Fans würden diese Frage wohl eindeutig mit Ja beantworten. Trainer Lukas Kwasniok sieht das aber eher anders. In den bisherigen 22 Liga-Spielen stellte er El Mala nur neunmal von Beginn auf und brachte ihn stattdessen 13 Mal von der Bank. Auch am vergangenen Wochenende kam der Youngster nur für 22 Minuten. Das ist bestimmt nicht die Einsatzzeit, die sich der Kölner Shootingstar vorstellt.

Brighton wohl weiter sehr interessiert

Die wohl aus seiner Sicht fehlende Spielzeit sorgt mit Sicherheit gleichzeitig nicht dafür, dass der 19-Jährige noch für eine längere Zeit in Köln bleiben möchte. Die Bild berichtete nun, dass Brighton & Hove Albion weiter sehr am Linksaußen interessiert sei und ihn gerne möglichst schnell verpflichten möchte. Auch solle sich El Mala einen Wechsel nach England durchaus vorstellen können. Das bringt Kwasniok in eine Zwickmühle. Denn eigentlich müsste der Trainer mehr auf das Top-Talent setzen, um die Chancen zu erhöhen, ihn über die aktuelle Spielzeit hinaus in der Domstadt zu halten. Zusätzlich ist es für den Marktwert des Youngsters nicht gerade zuträglich, wenn er die Entwicklung zu einem Stammspieler nicht schafft.

Allerdings gibt es auch Gründe dafür, warum Kwasniok ihn zum Beispiel am vergangenen Wochenende gegen Stuttgart erst als Joker gebracht hat. In der Partie wollte der Coach den Gegner in viele Eins-gegen-Eins-Duelle verwickeln. In der Hinsicht ist El Mala aber eine Schwachstelle, da sein Defensivverhalten noch sehr ausbaufähig ist. Der 19-Jährige verteidigt etwa nicht mit dem gleichen Einsatz wie zum Beispiel ein Jakub Kaminski oder ein Jan Thielmann, die in der Startelf standen. Außerdem hat der Youngster in den vergangenen Wochen nur bestenfalls durchwachsene Leistungen gezeigt – durchaus verständlich bei einem so jungen Spieler. Eine Woche vor der Partie in Stuttgart stand der Linksaußen etwa die volle Spielzeit auf dem Platz, konnte aber keinen großen Einfluss auf die Begegnung nehmen. Zwar kam der Angreifer zu zwei guten Chancen nach Umschaltsituation, sein Abschluss war aber jeweils nicht gut genug.

El Mala muss den nächsten Schritt machen

Überhaupt blieb El Mala seit dem ersten FC-Spiel des Jahres in Heidenheim ohne Torbeteiligung. Der Linksaußen wirkte im Vergleich zum Saisonanfang etwas gehemmt. „Er ist im Moment vielleicht nicht so frei, wie er es bis Mitte Dezember gewesen ist“, meinte daher Lukas Kwasniok schon Ende Januar vor dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg. Der Coach habe schon im Trainingslager das Gefühl gehabt, dass der Hype den Shootingstar beschäftigte. Ablegen konnte das Top-Talent das bis jetzt anscheinend noch nicht. Außerdem haben sich seine Gegenspieler inzwischen mehr auf ihn eingestellt haben. Das macht es für den 19-Jährigen schwieriger, in seine Situationen zu kommen als noch in den ersten Partien der Spielzeit. Dabei trifft der Youngster gleichzeitig noch zu oft die falsche Entscheidung und übersieht etwa besser positionierte Mitspieler.

Daher muss El Mala jetzt eigentlich den nächsten Schritt in dieser Hinsicht und in Bezug auf seine Defensivarbeit machen. Darin liegt aber der nächste Punkt in Kwasnioks Dilemma. Um sich weiterzuentwickeln, muss der 19-Jährige trotz der zuvor genannten Gründe, warum er nicht so oft in der Startelf steht, eigentlich möglichst viel spielen. Nur so kann er mehr Erfahrungen sammeln und sich dadurch verbessern. Außerdem ist der Angreifer, wenn er das Potential aus der Hinrunde abruft, ein Unterschiedsspieler für die Geißböcke. Gerade auch in Umschaltmomenten kann der Offensivspieler mit seinem Tempo wertvoll sein. Die Chancen, die sich dadurch für ihn zuletzt ergeben haben, hat er zwar in den vergangenen Wochen nicht genutzt. Aber gerade in so einer Phase, wo El Mala seit etwas längerer Zeit auf eine Torbeteiligung wartet, wäre es für einen jungen Spieler wie ihn wichtig, das Vertrauen des Trainers zu spüren.

Kwasniok weiter vor Dilemma

Somit steht Kwasniok in den kommenden Partien wieder vor dem Dilemma, wie er mit dem Youngster umgeht. Bis zu einem gewissen Grad geht es dabei auch um die Frage, wie kurz- oder langfristig der Coach denkt. Kurzfristig ist es für den Erfolg der Mannschaft vielleicht besser, El Mala als Joker zu bringen, zumindest wenn dessen Leistungsdelle anhält. Langfristig ist es für den Verein aber eventuell sinnvoller, trotz seiner ersten Schwächephase mehr auf El Mala in der Startelf zu setzen, um seine Entwicklung voranzutreiben und ihn vielleicht etwas länger in Köln zu halten. Oder um zumindest seinen Marktwert zu erhöhen, falls der Shootingstar trotzdem unbedingt schon im Sommer wechseln möchte. Wie Kwasniok mit diesem Dilemma umgeht, bleibt abzuwarten. Was viele Fans sich dagegen wünschen würden, wie der Trainer damit umgeht, ist ziemlich klar: mehr Spielzeit für den Shootingstar.