1. FC Köln testet gegen Vitesse Arnheim unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Florian Kainz und Linton Maina überzeugten im ersten Testspiel
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1. FC Köln testet gegen Vitesse Arnheim unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Das Testspiel des FC am Sonntag gegen den niederländischen Zweitligisten Vitesse Arnheim wird ohne Zuschauer stattfinden: Köln testet gegen Arnheim unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Allmählich biegen die Geißböcke auf die Zielgrade der Saisonvorbereitung ein. Nach dem Benefizspiel gegen den SSV Siegburg am Mittwoch wird der FC ein weiteres Testspiel am Sonntag absolvieren, allerdings unter besonderen Bedingungen: Der 1. FC Köln testet gegen Arnheim unter Ausschluss der Öffentlichkeit

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Nach den bereits veröffentlichten Tests gegen Bergisch Gladbach 09, Fortuna Köln, Leicester City, Siegburger SV sowie Atalanta Bergamo steht nun ein weiterer Sparringspartner der Geißböcke in der Saisonvorbereitung fest. Noch diesen Sonntag wird die Elf von Coach Lukas Kwasniok im Franz-Kremer-Stadion gegen den niederländischen Club Vitesse Arnheim antreten. Nach dem 3:1-Erfolg gegen Championship-Teilnehmer Leicester City werden sich Kwasniok und sein Team weiter Erkenntnisse sammeln, um eine schlagkräftige erste Elf bis zum ersten Pflichtspiel in der ersten Runde des DFB-Pokals am 17. August gegen Jahn Regensburg auf die Beine zu stellen.

Wer ist der Gegner im geheimen Test?

Derzeit spielt der Club in der zweiten niederländischen Liga, der Keuken Kampioen Divisie. Die Zugehörigkeit zur Zweitklassigkeit ist vornehmlich aber nicht sportlichen Gründen geschuldet, denn im April 2024 schlitterte der Club durch eine drastische Entscheidung des niederländischen Fußballverbandes KNVB in die Krise: Dieser verkündete damals, dem Verein 18 Punkte abzuziehen, eine beispiellose, im niederländischen Profifußball noch nie dagewesene Entscheidung. Die Maßnahme kam zustande, weil es schwere Verstöße gegen Lizenzauflagen gab: Der Verband gab bekannt, dass bei Vitesse Arnheim ein großes Risiko für Sanktionsverstöße und Geldwäsche herrschte. Deshalb hat der KNVB konsequent und mit voller Härte durchgegriffen. Der Rekordabzug hat dazu geführt, dass der Klub seine sportlichen Ambitionen aufgeben musste, vier Spieltage vor Saisonende stand der Abstieg des Traditionsclubs nach 35 Jahren in der Eridivisie fest.

Jugend forscht im Test gegen den 1. FC Köln

In Arnheim stand nach dem Abstieg ein kompletter Neuanfang an. Unter dem neuen Trainer Rüdiger Rehm geht der Traditionsclub mit einer extrem jungen Mannschaft in die neue Saison, der Altersdurchschnitt liegt bei gerade einmal 22 Jahren, zum Vergleich: Beim 1. FC Köln sind es aktuell 26 Jahre. Das junge Arnheimer Team musste zuletzt im Testspiel gegen den Drittligisten Wehen Wiesbaden Lehrgeld zahlen und kassierte eine deutliche 0:4-Niederlage. Kwasniok und sein Trainerteam können die Gelegenheit nutzen, um innerhalb der Mannschaft zu rotieren und jungen Talenten wie dem 19-jährigen Fayssal Harchaoui eine Chance zu geben, sich bis zum Saisonstart in den Vordergrund zu spielen.

Matchday: Testspiel des 1. FC Köln wird auch ein Fingerzeig

Jusuf Gazibegovic und Florian Kainz
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Matchday: Testspiel des 1. FC Köln wird auch ein Fingerzeig

Am Mittwochabend steht für den FC das nächste Testspiel der Vorbereitung an. Der 1. FC Köln testet beim Siegburger SV. Die Einnahmen der Begegnung kommen einem guten Zweck zugute. Für Trainer Lukas Kwasniok geht es auch um weitere Erkenntnisse.

Zwei Siege und ein Remis lautet die Ausbeute aus den bisherigen drei Vorbereitungsspielen. Auf die Ergebnisse wird es dem Kölner Coach wohl nur bedingt ankommen, Lukas Kwasniok sammelt weitere Erkenntnisse für die kommende Spielzeit. So auch am Mittwochabend: Der 1. FC Köln testet beim Siegburger SV.

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Die Gemütslage von Trainer Lukas Kwasniok klang zumindest höchst unterschiedlich. Nach dem 2:2 gegen Fortuna Köln vor der Abreise ins Trainingslager nach Bad Waltersdorf fand der Coach deutliche Worte, kritisierte Spieler seiner Mannschaft zum Teil überraschend scharf. Nach dem 3:1-Erfolg über Leicester City in Graz hörten sich die Worte dann doch versöhnlicher an. Kwasniok zeigte sich mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden, sprach von einem Quantensprung, den seine Mannschaft in der Woche in Österreich erreicht hätte. Am Abend steht die nächste Bewährungsprobe für sein Team an. Für den Coach geht es im Duell seiner Mannschaft beim Siegburger SV um den Gewinn weiterer Erkenntnisse, für die Spieler um eine weitere Chance, sich für die Plätze für das erste Pflichtspiel zu empfehlen.

FC sammelt weitere „Ideen“

Viel Zeit bleibt nicht mehr. In weniger als drei Wochen steht das Pokalspiel beim SSV Jahn Regensburg auf dem Plan, eine Woche später dann auch der Ligastart in Mainz. Es ist also davon auszugehen, dass der Kölner Trainer zunehmend seine Vorstellungen einer ersten Elf präsentiert. Allerdings wird Kwasniok auch nicht müde zu betonen, dass sich die Stammelf erst im Laufe der Saison herauskristallisiert. „Das Gesamtkonstrukt verändert sich in der Saison aber immer wieder. Wir haben erste Ideen, was zu Beginn der Saison funktionieren könnte. Aber es wird immer wieder Anpassungen geben“, sagte der Trainer im Interview mit come-on-fc.com. „Ich habe noch nie eine Saison mit der Mannschaft beendet, mit der ich sie angefangen habe. Und das wird auch dieses Mal nicht so sein.“

Tatsächlich sahen die Mannschaften in den bisherigen Testspielen sehr unterschiedlich aus, genauso wie die taktische Ausrichtung. Gegen den Mittelrheinligisten aus Siegburg dürfte der Coach wohl wieder eine besonders offensive Variante wählen. Die Vorzeichen stehen bislang auf Dreierkette, die Formation, die Kwasniok in den bisherigen Testspielen eher hat spielen lassen, voraussichtlich erneut mit sehr offensiv ausgerichteten Schienenspielern. Die Siegburger befinden sich ebenfalls in der Vorbereitung, aber wohl auch noch in der Findungsphase. Die Saison beginnt Ende August. Die Begegnung im Walter-Mundorf-Stadion ist ein Benefizspiel, die Einnahmen kommen dem Wolfgang-Overath-Fonds zugute, der sich um benachteiligte Menschen kümmert. „Es ist eine super Sache, dass wir durch das Spiel eine ziemlich große Summe einspielen können“, sagt Wolfgang Overath.

1. FC Köln gegen Leicester City: Testspiel im Trainingslager wird zum Benefizspiel für das BORG Dreierschützengasse

Linton Maina und Jan Thielmann vom 1. FC Köln
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1. FC Köln gegen Leicester City: Testspiel im Trainingslager wird zum Benefizspiel für das BORG Dreierschützengasse

Das Testspiel des FC am Freitag im Trainingslager in Bad Waltersdorf ist nicht nur sportlich relevant: Das Spiel des 1. FC Köln gegen Leicester City wird zum Benefizspiel. Die Einnahmen gehen an den Elternverein des BORG Dreierschützengasse.

In vier Tagen bestreitet der FC seinen dritten Test in der Vorbereitung. Bei diesem wird es aber nicht nur ums Sportliche gehen: Das Spiel des 1. FC Köln gegen Leicester City wird zum Benefizspiel. Die Einnahmen werden an eine Schule aus der Region gespendet, an der es vergangen Monat einen Amoklauf gab.

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Am 25.7. testet der 1. FC Köln im Trainingslager gegen Leicester City. Organisiert von der Internationale Fußballcamps Steiermark GmbH (IFCS) ergab sich das Testspiel, da beide Vereine zu der Zeit im Trainingslager in der Steiermark sind. Jetzt haben sich alle drei Parteien dazu entschlossen, die Einnahmen des Spiels an das BORG Dreierschützengasse zu spenden, wie das Büro von Beteiligungsstadtrat Manfred Eber am vergangenen Freitag mitteilte. Anlass ist der Amoklauf, den es im Juni 2025 an der Schule gegeben hatte. Stattfinden wird das Spiel in der Merkur Arena, die die Stadt Graz dafür kostenfrei zur Verfügung stellt.

Ticketerlöse an den Elternverein

Die gesamten Ticketerlöse aus der Partie gehen an den Elternverein der BORG Dreierschützengasse. Außerdem spenden der 1. FC Köln, Leicester City und der IFCS zusätzlich jeweils 5.000 Euro. „Die Steiermark steht geeint hinter allen Betroffenen dieser unfassbaren Tragödie. Das Benefizspiel in der Merkur Arena ist ein starkes Zeichen der Anteilnahme, der Solidarität und des menschlichen Zusammenhalts. Ich danke IFCS, dem 1. FC Köln, Leicester City und allen Beteiligten für ihr Engagement und ihre klare Botschaft: Wir lassen die Schulgemeinschaft des BORG Dreierschützengasse in dieser schweren Zeit nicht allein“, sagt Mario Kunasek, Landeshauptmann des Landes Steiermark, zur Aktion.

Auch Kian Walizadeh, Geschäftsführer des IFCS, betont die Bedeutung des Benefizspiels: „Dieses Spiel ist weit mehr als ein sportliches Event. Es ist ein Zeichen der Solidarität, des Gedenkens und der Unterstützung für eine betroffene Schulgemeinschaft, die tiefe Spuren in unserer Stadt hinterlassen hat.“ Tickets für das Spiel kosten 15 Euro, für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre ist der Eintritt frei. Außerdem gibt es für Schüler des BORG Dreierschützengasse ein kostenfreies Kartenkontingent. Anstoß am Freitag ist um 17 Uhr.

Bittere Erkenntnisse für und harsche Kritik von Lukas Kwasniok nach 2:2 im Südstadion

Lukas Kwasniok coacht beim Testspiel gegen Fortuna Köln
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Bittere Erkenntnisse für und harsche Kritik von Lukas Kwasniok nach 2:2 im Südstadion

Es haben nur Sekunden gefehlt und der FC hätte auch das zweite Testspiel gewonnen. Leistungsgerecht wäre das nicht gewesen. Und so gab es ein wenig Missstimmung beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok findet deutliche Worte.

Das war nicht viel vom 1. FC Köln gegen die Fortuna: Lukas Kwasniok findet daher auch sehr deutliche Worte.

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Lukas Kwasniok war sichtbar angefressen, als der Trainer des 1. FC Köln sich dem hausinternen Interview bei FC-tv stellte. Kein Wunder, die Geißböcke kamen am Freitagabend nicht über ein Remis gegen den Stadtrivalen und Regionalligisten Fortuna Köln hinaus. Sicherlich einer Mannschaft, die in der Vorbereitung schon ein großes Stück weiter ist – immerhin steht der Saisonstart kurz bevor. Doch wie Ron-Robert Zieler bereits in der Halbzeitpause, kurz nach seiner Auswechslung erklärte, muss es der Anspruch des FC sein, „solche Spiele zu gewinnen.“ Das hatte der FC nicht getan. Und Trainer Kwasniok war nicht nur mit dem Ergebnis unglücklich. „Ich bin mit der Gesamt-Performance nicht zufrieden. Nicht mit dem Willen, sondern was die technische, taktische Umsetzung der Dinge angeht. Da ist noch sehr viel Luft nach oben.“ 

„Reicht nicht für die Bundesliga“

Gerade in der Anfangsphase schien es mit der Luft noch zu passen. Da spielten die Kölner bis ins Schlussdrittel mutig nach vorne. Vor allem Jakub Kaminski machte auf der linken Seite ordentlich Wirbel, sammelte auch ordentlich Pluspunkte, doch es fehlte der finale, der präzise Pass. Auch Luca Waldschmidt mühte sich, versuchte es mehrfach selbst und setzte die Mitspieler, wie Ragnar Ache mit einem feinen Steckpass, in Szene. So richtig glücklich wirkte aber auch der Routinier nicht. Und dennoch waren Kaniski und Waldschmidt noch die besten Akteure der ersten 45 Minuten. Vielleicht abgesehen von Zieler, der dann doch einen Schlenzer aus dem Giebel fischte. „Man sieht einfach, dass die Fortschritte noch nicht so groß sind, wie ich mir das erhofft hatte“, sagte Kwasniok. „Man sieht, dass die Jungs wollen, aber noch nicht so können.“

Das Bild änderte sich auch nach dem Wechsel nicht. Im Gegenteil. Zwar erzielte der FC im zweiten Abschnitt gleich zwei Treffer, führte 2:0, besser spielten die Geißböcke aber nicht. Dementsprechend sprach Kwasniok später auch von einem „Sommerkick“, dabei hatte der Coach noch vor der Begegnung ein anderes Gesicht gefordert als noch gegen Bergisch Gladbach. Gerade in der 2. Halbzeit war es zumindest kein besseres Gesicht. In den Vordergrund konnte sich kein Akteur so recht spielen und so fand der Trainer auch deutliche Worte. Sehr deutliche Worte. „Bei einigen reicht es noch lange nicht für die Bundesliga. Und bei anderen ist vielleicht auch der Punkt gekommen, wo es nicht mehr für die Bundesliga reicht“, stellte Kwasniok fest. „So ehrlich müssen wir die Dinge auf den Tisch bringen. Das werden wir aber intern tun.“

Es kündigen sich also offenbar noch personelle Entscheidungen an. In welche Richtung diese gehen, wird sich zeigen. Zeigen können sich die Akteure in der kommenden Woche in Bad Waltersdorf. Am Mittag geht es von Köln mit dem Flieger nach Graz, am Nachmittag werden die Kölner dann im Hotel in der Steiermark erwartet.


FC-Frauen starten erfolgreich in die Vorbereitung

Britta Carlson beim Training des 1. FC Köln
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FC-Frauen starten erfolgreich in die Vorbereitung

Die FC-Fußballerinnen haben ihren ersten Test der Vorbereitung erfolgreich bewältigt. Die Frauen des 1. FC Köln gewinnen gegen Schalke 7:1.

Zwei Wochen nach dem Trainingsbeginn haben sich die Kölner Fußballerinnen schon in Torlaune gezeigt. Die Frauen des 1. FC Köln gewinnen ihren ersten Test gegen Schalke verdient 7:1.

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Wie die Männer sind auch die FC-Frauen mit einem 7:1-Erfolg in die Testspiel-Serie zur Vorbereitung gestartet. Im Duell gegen den FC Schalke 04 gab sich die Mannschaft von Britta Carlson im Parkstadion keine Blöße und feierte einen ungefährdeten Erfolg. Amelie Bohnen und Pauline Bremer per Foulelfmeter trafen zur 3:0-Halbzeitführung. Nach dem Wechsel schraubten Vanessa Leimenstoll, Celina Degen, Anna-Lena Stolze und Carolin Elsen das Ergebnis in die Höhe, zwischenzeitlich hatte Lucy Karwatzky zum 1:4 verkürzt. „Es war ein ordentlicher Test“, wird Carlson auf der Vereins-Homepage zitiert. „Es ist völlig normal, dass sich manche Abläufe erst im Verlauf der Vorbereitung einspielen können und man etwas braucht, bis man noch besser aufeinander abgestimmt ist auf dem Platz.“

„Das war natürlich perfekt“

Besonders erfreulich: Angreiferin Stolze gab ihr Comeback nach ihrem Kreuzbandriss und war direkt erfolgreich. „Es war schön heute wieder mit den Mädels auf dem Platz zu stehen. Dabei ein Tor zu erzielen und zu gewinnen, war natürlich perfekt. Auf dem Testspiel heute können wir aufbauen“, sagte die Torschützin. Auch Carlson war mit dem Auftritt ihrer Mannschaft durchaus zufrieden. „Wir hatten Phasen, in denen wir unser Spiel sehr gut aufgezogen haben, aber natürlich haben wir auch Phasen gesehen, in denen wir Verbesserungspotenzial hatten“, sagte Carlson. „Wir haben unsere Energie noch nicht die volle Spieldistanz auf den Platz gebracht, aber das ist beim ersten Testspiel völlig normal. Insgesamt können wir mit dem Auftakt zufrieden sein.“

Das nächste Testspiel bestreiten die FC-Frauen am kommenden Sonntag um 14 Uhr in Rondorf gegen OH Leuven.

Guter Auftritt der Eigengewächse des 1. FC Köln: doch die Transfers erschweren die Situation

Ragnar Ache vom 1. FC Köln
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Guter Auftritt der Eigengewächse des 1. FC Köln: doch die Transfers erschweren die Situation

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Viel hätte nicht gefehlt und Youssoupha Niang hätte sich mit einem sehenswerten Treffer fast schon akrobatisch in das Testspiel gegen Bergisch Gladbach eingefügt. Doch der 19-Jährige ließ die Vorarbeit von Linton Maina trotz vollem Einsatz ungenutzt. Dabei scheint der Mittelrheinligist ein gutes Pflaster für den Kölner Nachwuchs zu sein. Schon vor zwei Jahren drehten gerade die Eigengewächse im Testspiel gegen Bergisch Gladbach auf. Damals im September 23 überzeugten Youngster wie Damion Downs, Meiko Wäschenbach oder Julian Pauli. Dieses Mal zeigten sich eben Niang, Neo Telle, Fayssal Harchoui, und Etienne Borie. Die letzteren beiden trugen sich sogar in die Torschützenliste ein. Borie erzielte das 6:1, Harchaoui erhöhte auf 7:1.

Youngster fordern Spielzeit ein

Ganz offensichtlich brauchen sich die Kölner keine großen Sorgen um die Zukunft zu machen. Das Potenzial für den nächsten Schritt scheint der Nachwuchs der Geißböcke zu haben. Ob es für die Kölner Eigengewächse aber viel Einsatzzeit bei den Profis geben wird, darf zumindest hinterfragt werden. Sieben Profi-Debüts gab es in der vergangenen Spielzeit unter Gerhard Struber. Ausgerechnet Struber, ist man geneigt zu sagen. Denn der Österreicher wurde wie auch schon seine Vorgänger für eine mangelnde Jugendarbeit kritisiert. Gemessen an den Debüts war die Kritik überzogen. Dass diese aber an der ein oder anderen Stelle doch ihre Berechtigung hatte, könnte der Fall Max Finkgräfe sein, der sicherlich auch aufgrund der mangelnden Spielzeit sich dazu entschied, nun bei RB Leipzig die Aufgabe des Herausforderers zu suchen.

Und genau da könnte auch in dieser Spielzeit eine gewisse Gefahr lauern. Denn der FC nimmt wieder Geld in die Hand, um den Kader zu verstärken. Thomas Kessler hat bislang Spieler verpflichtet, die den Kölnern direkt weiterhelfen können, vermutlich werden. In der Innenverteidigung, auf den Außen im Sturm – es sollen auf weiteren Positionen Akteure mit Bundesliga-Erfahrung folgen. Selbst für einen Spieler wie Julian Pauli, der am Samstag tatsächlich ein richtig gutes Spiel machte, wird es wohl wieder eng werden, wenn die FC-Bosse einen Innenverteidiger aus dem Hut zaubern. So viele Debüts wie in der Vorsaison wird es mit großer Wahrscheinlichkeit also nicht mehr geben. Zumal die Talente mit dem – aus Kölner Sicht – größten Potenzial eigentlich verliehen werden sollen, um dann doch Spielpraxis zu generieren.

In Bezug auf Youngster Elias Bakatukanda sagte Thomas Kessler vor wenigen Wochen, dass es ihm lieber sei, der Innenverteidiger solle „nicht 13 Mal zehn Minuten spielen, sondern 30 Mal 90 Minuten.“ Für Niang, Borie und Harchaoui wird es die Spielzeit wohl in der U21 geben. Dabei sind Profidebüts aber alles andere als ausgeschlossen.