Abschied, Interessenten, Gerรผchte – so ist der Stand der mรถglichen Abgรคnge beim 1. FC Kรถln

Christian Keller und Thomas Kessler
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Abschied, Interessenten, Gerรผchte – so ist der Stand der mรถglichen Abgรคnge beim 1. FC Kรถln

Der Weggang von Tim Lemperle wurde am Freitag bereits von Sportdirektor Christian Keller bestรคtigt. Weitere Gerรผchte stehen noch im Raum. Doch wahrscheinlich sind lรคngst nicht alle. So ist der Stand bei den mรถglichen Abgรคngen des 1. FC Kรถln.

Bereits vor Beginn der offiziellen Transferphase gibt es zahlreiche Gerรผchte รผber mรถgliche Wechsel bei den GeiรŸbรถcken, einer wurde nun bestรคtigt. So ist der Stand bei den mรถglichen Abgรคngen des 1. FC Kรถln.

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Wirklich รผberraschend kam die Nachricht am Freitag nicht mehr und doch hatte sie enorme Strahlkraft. Tim Lemperle wird also den FC im kommenden Sommer verlassen. Ein schmerzhafter Verlust. Denn zum einen spielt Lemperle eine starke Saison, ist der Kรถlner Tor-Torjรคger, zum anderen geht der 22-Jรคhrige ablรถsefrei und reiht sich damit in eine bittere und anscheinend immer lรคnger werdende Liste Kรถlner Talente ein. Damit scheinen die Fakten nun aber soweit geschaffen, dass es Anfang Januar dann wohl nur noch den Vollzug zu vermelden gibt. Auch weiterhin ist die TSG Hoffenheim der Topfavorit. Doch die Entscheidung scheint noch nicht final getroffen, es gibt dem Vernehmen nach auch noch weitere Bundesligisten, die ihre Fรผhler nach Lemperle ausgestreckt haben. Damit steht der erste Abschied fรผr den kommenden Sommer fest, รผber weitere wird weiterhin spekuliert.

Jonas Urbig vor Abschied?

Als sehr wahrscheinlich gilt der Weggang von Jonas Urbig. Wie berichtet steht der junge Keeper im Fokus des FC Bayern Mรผnchen. Der Rekordmeister steht kurz davor, den Vertrag mit Manuel Neuer um ein weiteres Jahr zu verlรคngern. Der „Kicker“ meldete jรผngst, dass es die รœberlegung gรคbe, neben dem Weltmeister von 2014 einen jungen Keeper zu installieren, der von Neuer als eine Art Mentor lernen soll. Doch ist das nur eine Option des Rekordmeisters und Urbig mรถglicherweise auch nur ein Name auf der Liste. Fakt ist: Die Bayern haben aktuell mit Daniel Peretz einen starken zweiten Keeper, der noch Vertrag bis 2028 hat, Alexander Nรผbel ist gerade beim VfB Stuttgart geparkt, steht aber ebenfalls noch lange beim Rekordmeister unter Vertrag (2029). Die groรŸe Not, einen jungen Keeper ranzuziehen gibt es nicht. Dennoch scheint die Idee viele Befรผrworter zu finden.

Ob sich Urbig darauf einlรคsst, ist aber wiederum komplett offen. Nach Informationen dieser Redaktion kann sich der Keeper auch schon einen Wechsel im Winter vorstellen. Der Frust nach der Ausbootung dรผrfte jedenfalls groรŸ sein. Allerdings wรคren die Bayern in diesem Moment wohl aus der Verlosung raus. Denn Sportvorstand Max Eberl bestรคtigte zuletzt, dass ein neuer Torwart in diesem Winter noch kein Thema sei. Wahrscheinlicher wรคre zum jetzigen Zeitpunkt ein Wechsel zu einem anderen Club, zumal der ehrgeizige Keeper wieder spielen will. Ein frรผhzeitiger Abschied wรผrde auch fรผr den FC Sinn machen, denn die Kรถlner kรถnnten so noch eine Ablรถse kassieren. Der Vertrag lรคuft noch bis 2026, eine Verlรคngerung scheint mehr als unwahrscheinlich.

So steht es um Max Finkgrรคfe und Marvin Obuz

Unter der Woche ploppte dann auch ein Gerรผcht um Max Finkgrรคfe auf. Demnach soll der VfB Stuttgart an einer Verpflichtung interessiert sein. Die Schwaben brachte der „Kicker“ ins Gesprรคch. Doch die Spur ist aktuell nicht so heiรŸ, wie die um Jonas Urbig. Ein generelles Interesse ist wohl durchaus vorhanden, nur soll es noch keine konkreten Gesprรคche gegeben haben. Dass Max Finkgrรคfe nach seiner starken Vorsaison und aufgrund seiner aktuellen Situation das Interesse anderer Clubs auf sich zieht, ist wohl klar. Unter Gerhard Struber kommt der 20-Jรคhrige nicht zum Zug, avancierte aber erst unlรคngst zum U20-Nationalspieler. Angeblich sollen gleich mehrere Bundesligisten ein Auge auf den Linksverteidiger geworfen haben. Ein Wechsel im Winter gilt aber als unwahrscheinlich. Auch ein Abschied im Sommer ist nicht zwingend gegeben.

Bei Marvin Obuz sind die Vorzeichen wiederum anders. Der Mittelfeldspieler scheint die Begegnung gegen den 1. FC Kaiserslautern zu verpassen. Der Offensivspieler verletzte sich im Training. Tatsรคchlich ist nicht klar, ob der gebรผrtige Kรถlner noch einmal fรผr seinen Herzensclub auflaufen wird. Der Vertrag lรคuft im kommenden Sommer aus, Obuz hat einmal mehr den Durchbruch beim FC nicht geschafft. Das Talent ist indes unbestritten und auch vom FC durchaus erkannt. Nur hapert es an der Spielzeit. Will Kรถln gemeinsam auf den Durchbruch warten, mรผssen die FC-Bosse den Vertrag verlรคngern. Doch gehรถren dazu immer zwei Parteien. Bei Florian Dietz stehen die Zeichen wohl eher auf Abschied. Wie der „Geissblog“ berichtet, hat der Angreifer am Freitag seinen Spind leergerรคumt. Ob das ein Fingerzeig auf die Zukunft ist, ist allerdings offen. Denn Dietz ist verletzt, der Angreifer hatte seinen letzten Arbeitstag des Jahres.

Viele Chancen auf Einsatzzeit wird der 26-Jรคhrige, der noch im Sommer seinen Kontrakt beim FC verlรคngerte, in Kรถln wohl nicht mehr bekommen. Dietz ist aktuell ohnehin auรŸen vor, im Winter sollen weitere Stรผrmer zum FC kommen. Ein Abschied ist demnach sehr wahrscheinlich. Genauso wie bei Sargis Adamyan. Allerdings muss es fรผr die Angreifer dann auch Abnehmer geben. Interessenten gibt es nach wie vor bei Steffen Tigges. Doch der 26-Jรคhrige erhielt zuletzt wieder Spielzeit und wird wohl auch am Sonntag im Kader gegen Kaiserslautern stehen. Mรถglicherweise will sich der Angreifer dann doch noch mal beim FC beweisen. Fest steht wohl eine Leihe fรผr Elias Bakatukanda – zumindest wenn es einen Abnehmer gibt. Gesprรคche werden wohl bereits gefรผhrt.

Spรคtestens im Sommer wird es dann die nรคchsten Abschiedskandidaten geben. Denn es laufen zahlreiche weitere Vertrรคge aus. Es droht der Weggang von Leistungstrรคgern wie Linton Maina und Dejan Ljubicic.


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Keller bestรคtigt Lemperle-Aus

Tim Lemperle vom 1. FC Kรถln

Transfergerรผchte

Elversberg patzt – dem FC winkt die Herbstmeisterschaft

Maurice Neubauer von der SV Elversberg
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Elversberg patzt – dem FC winkt die Herbstmeisterschaft

Am Freitagabend hat die SV Elversberg gegen den FC Schalke 04 verloren und somit wichtige Punkte im Kampf um die Herbstmeisterschaft liegengelassen. Der 1. FC Kรถln hat am Sonntag die Chance auf Tabellenplatz eins.

Am Freitagabend empfing die SV Elversberg in der Ursapharm-Arena an der Kaiserlinde den FC Schalke 04. Die Spielvereinigung verlor die Begegnung 1:4 und steht zwar weiterhin auf Platz eins – aber nur vorerst, denn: Der 1. FC Kรถln hat am Sonntag die Chance auf Tabellenplatz eins. Zuvor kรถnnen aber auch in den Samstagspartien einige Mannschaften vorbeiziehen.

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Noch am Mittwoch hatte FC-Stรผrmer Mark Uth vor zuviel Euphorie gewarnt, als der Kรถlner auf die mรถgliche Herbstmeisterschaft des 1. FC Kรถln angesprochen wurde. Der 33-Jรคhrige wies zu Recht darauf hin, dass dazu auch der bisherige Spitzenreiter, die SV Elversberg, mitspielen mรผsse. Am Freitagabend trafen die Saarlรคnder im Heimspiel auf den kriselnden FC Schlake 04. Und die Spielvereinigung spielte mit, zwar nicht so sehr im Duell gegen die Kรถnigsblauen und in ihrem Sinne, aber eben im Sinnes der GeiรŸbรถcke. Nach einem frรผhen Tor von Schalkes Kenan Karaman in der elften Minute konnte Elversberg in der ersten Halbzeit zwar noch ausgleichen, die zweite Hรคlfte gaben die Saarlรคnder das Spiel dann aber aus der Hand. Und so behรคlt die Spielvereinigung die 28 Punkte auf dem Konto und vorerst auch noch den ersten Tabellenplatz.

Der FC kann die Tabellenfรผhrung รผbernehmen

Bereits am Samstag wird sich das aber wahrscheinlich รคndern. Denn gleich zahlreiche Verfolger sind im Einsatz. Alleine die Begegnung zwischen dem SC Paderborn und dem Karlsruher SC wird wohl zu einem Wechsel an der Tabellenspitze fรผhren. Am Sonntag kommt es dann zum Duell des 1. FC Kรถln gegen den 1. FC Kaiserslautern. Mit einem Sieg dรผrften die Kรถlner die Herbstmeisterschaft verbuchen, es sei denn auch die Ostwestfalen gewinnen mit drei Toren mehr als die GeiรŸbรถcke. Allerdings wird die Begegnung fรผr den FC kein Selbstlรคufer. Kaiserslautern befindet sich abgesehen von der bitteren 1:5-Pleite gegen Darmstadt in guter Verfassung, war zuvor fรผnf Spiele in Serie ungeschlagen. Auch die Bilanz der Kรถlner ist gegen die Pfรคlzer nicht die Beste.

Einer Herbsmeisterschaft wollte Gerhard Struber am Freitag nicht zu viel Beachtung schenken. „Es bedeutet, dass man Winterkรถnig ist. Es bedeudet, dass man ganz vorne ist“, sagte Struber. „Ich gehe davon aus, dass das ganz lange eine enge Nummer bleiben wird.“ Tatsรคchlich ist die Liga knapp wie noch nie zuvor. Vor der Begegnung der SV Elversberg hรคtten sieben Mannschaften die Herbstmeisterschaft feiern kรถnnen. Nun ist der aktuelle Spitzenreiter raus aus der Verlosung. Es ist also nur noch ein Sechskampf. Fรผr Struber hat die Herbstmeisterschaft keine Bedeutung, sie wรคre aber ein starkes Zeichen fรผr eine Mannschaft, die noch vor wenigen Wochen in einer groรŸen Krise steckte.


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Keller bestรคtigt Lemperle-Abgang

Tim Lemperle vom 1. FC Kรถln

Transfergerรผchte

Rasmus Carstensen: Dritte Reihe, Abschied oder Leihe?

Rasmus Carstensen beim 1. FC Kรถln
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Rasmus Carstensen: Dritte Reihe, Abschied oder Leihe?

Rasmus Carstensen kam als Backup fรผr Benno Schmitz, wurde aber schnell zum Stammspieler. Das Jahr 2024 ist fรผr den Dรคnen alles andere als zufriedenstellend. Hat Rasmus Carstensen beim 1. FC Kรถln noch eine Chance?

In den Dรคnen hatte vor allem Christian Keller groรŸe Hoffnungen gesteckt. Doch erfรผllen konnte der 24-Jรคhrige diese zuletzt nicht mehr. Unter Gerhard Struber spielt der Rechtsverteidiger keine Rolle und bekommt nun auch noch Jusuf Gazibegovic vor die Nase gesetzt. Hat Rasmus Carstensen beim 1. FC Kรถln noch eine Chance?

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Falls FC-Geschรคftsfรผhrer Christian Keller sich ab und an die Werte seiner Schรผtzlinge auf dem Online-Portal transfermarkt.de anschaut, dann dรผrfte sich auf dem Gesicht des Sportdirektors vor ziemlich genau einem Jahr ein leichtes Lรคcheln ausgebreitet hat. Denn Keller schien da ein kleines Schnรคppchen an Land gezogen zu haben. Natรผrlich rein nach den Werten des Online-Portals, dessen Werte zumindest in Teilen geschรคtzt sind. Dennoch bilden sie einen Fingerzeig, vielleicht einen Richtwert ab. Und bei Rasmus Carstensen stand da eine Marktwert-Steigerung auf drei Millionen Euro. Und der Sportdirektor, sollte er diese Zahl wahrgenommen haben, dรผrfte ein Gefรผhl von Bestรคtigung empfunden haben. Denn er holte den jungen Dรคnen gegen einige Widerstรคnde – auch innerhalb des Vereins.

Carstensen spielt unter Struber keine Rolle

Zumindest erklรคrte der Sportdirektor genau das in einem Podcast dem WDR. โ€žAuf den ersten Blick war klar, wenn ich mir die vier Einsรคtze von Genk anschaue, dann brauchen wir รผber den Spieler nicht weiter nachzudenkenโ€œ, gab der Sportdirektor zu. Aber: โ€žIch kannte den Spieler noch von seiner Zeit aus Dรคnemark, bei Silkeborgโ€œ, so Keller weiter. Das habe er noch im Kopf gehabt. In Dรคnemark galt Carstensen als groรŸes Talent, war Stammspieler bei Silkeborg und legte in 89 Spielen 24 Tore auf, erzielte zwei selbst. โ€žIch hatte einfach den Eindruck, dass wir uns mit dem Spieler noch nรคher beschรคftigen mรผssen. Wir waren uns in der Runde alles andere als einig. Es gab einen, der war vehement dafรผr, dass wir uns mit dem Spieler beschรคftigen, es gab auch andere, die nicht so รผberzeugt waren.โ€œ Keller stimmte dafรผr.

Carstensen war zu diesem Zeitpunkt vor einem Jahr Stammspieler, einer der wenigen Spieler, die ihren Marktwert in einer schwierigen Spielzeit steigern konnten. Und angesichts einer bevorstehenden Kaufoption in Hรถhe von 1,5 Millionen Euro deutete die Marktwertsteigerung doch auf ein Schnรคppchen hin. Ein Jahr spรคter ist die Situation eine ganz andere. Der Rechtsverteidiger verlor seinen Platz in der Startelf an Benno Schmitz und spรคter auch an den positionsfremden Jan Thielmann. Dennoch zogen die Kรถlner die Kaufoption. Angesichts der Transfersperre ein logischer und wohl auch richtiger Schritt. Denn die Kรถlner wรคren wohl nur ungerne ausschlieรŸlich mit Thielmann in die neue Spielzeit gestartet. Schon unter Timo Schultz erhielt der Dรคne immer weniger Spielzeit, unter Gerhard Struber spielt Carstensen kaum noch eine Rolle.

Carstensen wohl ohne Chance

Auf vier Einsรคtze kommt Carstensen, einer von Beginn an und dort verloren die GeiรŸbรถcke 1:5 gegen Darmstadt. Das sicher nicht wegen Carstensen, nahezu die gesamte Mannschaft war an diesem Abend desolat. Seit zwei Monaten stand der Rechtsverteidiger nicht mehr fรผr die GeiรŸbรถcke auf dem Feld, einzig im Testspiel gegen Aachen lief der 24-Jรคhrige zuletzt auf und wurde von Struber auch รผber den grรผnen Klee gelobt. Dass der Dรคne aber auf der linken Seite auflief, dรผrfte Zeichen genug gewesen sein. Und nun haben die Kรถlner mit Jusuf Gazibegovic einen Fรผnf-Millionen-Euro schweren Abwehrspieler verpflichtet. Einen mit Champions-League-Erfahrung, einen Nationalspieler. Selbst fรผr Jan Thielmann wird die Rรผckrunde wohl eine mit groรŸem Konkurrenzkampf, die von Carstensen wird wohl ungemein schwerer werden.

Und so dรผrften die Zeichen wohl schon ein halbes Jahr nach der festen Verpflichtung wieder auf Abschied stehen. Mรถglicherweise wird der Dรคne noch einmal verliehen. Zumindest sprachen die Kรถlner Verantwortlichen zuletzt davon, dass man fรผr einige junge Spieler ein Leihkonstrukt anstrebt. Das hรคngt unter anderem von der Lรคnge des Vertrags ab und die ist bei Carstensen nicht bekannt. Die aktuellen Werte von transfermarkt.de werden Christian Keller sicher nicht gefallen. Der von Carstensen ist auf eine Million Euro gefallen.


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Keller bestรคtigt Lemperle-Aus

Tim Lemperle vom 1. FC Kรถln

Transfergerรผchte

Christian Keller bestรคtigt Lemperle-Abschied

Christian Keller vom 1. FC Kรถln
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Christian Keller bestรคtigt Lemperle-Abschied

Tim Lemperle wird den 1. FC Kรถln im Sommer definitiv verlassen. Das bestรคtigte Christian Keller auf der Pressekonferenz am Freitag. Der Stรผrmer suche eine neue Herausforderung, sagte der Sportdirektor.

Schon unter der Woche waren die Zeichen eindeutig, nun hat es der Sportdirektor bestรคtigt: Tim Lemperle wird den 1. FC Kรถln definitiv verlassen. Das gab Christian Keller am Freitag auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern bekannt.

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Anfang der Woche hatte sich Dusan Jevtic,ย der Berater von Tim Lemperle, รถffentlich zu der Zukunft des Stรผrmers geรคuรŸert, zunรคchst Chrsitian Keller und den FC kritisiert, den Eindruck erweckt, die Kรถlner hรคtten keine Lust auf eine Vertragsverlรคngerung gehabt und schlieรŸlich gegenรผber der „Kรถlnischen Rundschau“ bestรคtigt, dass Lemperle beim FC nicht verlรคngern wรผrde. Dass die Kรถlner nicht verlรคngern wollten, dรผrfte alles andere als der Wahrheit entsprechend. Die FC-Bosse waren nur mit ihren Gesprรคchen abgeblitzt. Lemperle wird Kรถln nun aber verlassen. Das bestรคtigte nun auch der Kรถlner Sportdirektor. „Es ist richtig, dass Tim mir und Thomas mitgeteilt hat, dass er den FC verlassen mรถchte, weil er eine neue Herausforderung zur nรคchsten Saison annehmen mรถchte“, sagte Keller. „So lange aber mit vollem Herzblut fรผr den FC auflaufen wird.“

Keller: „Alle Beteiligiten haben in der Karriereplanung einen guten Job gemacht“

„Wenn man sich die vergangenen zwei Jahre anschaut, dann haben alle Beteiligten in der Karriereplanung einen guten Job gemacht, weil Tim einen sehr sehr groรŸen Leistungssprung gemacht hat“, so Keller weiter. „Wann man das von vor zwei Jahren sieht, noch als Nicht-Stammspieler sogar Kaderspieler und welche Rolle er in dieser Saison spielt, dann glaube ich, dass viele Schritte, die wir gemeinsam gegangen sind richtig waren โ€“ auch vom Berater.“ Lemperle spielt bereits seit vielen Jahren fรผr den FC, hat bereits im Juniorenbereich bei den GeiรŸbรถcken gespielt. Nachdem sich der Angreifer zunรคchst nicht durchsetzen konnte folgte die Leihe zur SpVgg Greuther Fรผrth, dort reifte Lemperle zum Stammspieler, wurde im Sommer zurรผckgeholt und ist nun Top-Torjรคger der GeiรŸbรถcke.

Doch Lemperle war mit einem Vertrag bis zum kommenden Sommer gestartet. Dieser wird nun nicht verlรคngert. Lemperle kann und wird den Verein also ablรถsefrei verlassen. Als Favorit gitl nach wie vor die TSG Hoffenheim. Somit hat sich Lemperle gegen den Karriereweg mit dem FC entschieden. „Sicherlich ist es so, dass wir zurzeit nicht garantieren kรถnnen, dass wir in der kommenden Saison Bundesliga spielen kรถnnen und das war ein ganz ganz maรŸgebliches Argument“, so der Sportdirektor. „Es ist nachvollziehbar, wenn ein junger Spieler sagt, er wolle sportlich den nรคchsten Schritt gehen. Wir kรถnnen noch nicht sicher sagen, dass wir den sicher gehen. Es bringt jetzt auch nichts, wenn was wie hรคtte sein kรถnnen. Fakt ist, es ist so wie es ist und so wรผrde ich das gerne stehen lassen.“

Tim Lemperle wird den 1. FC Kรถln definitiv im Sommer verlassen

Tatsรคchlich war zuletzt darรผber spekuliert worden, ob die Kรถlner im vergangenen Sommer die Chance verpasst haben, mit dem Spieler zu verlรคngern, als sie รผberzeugten, zurรผck zum FC zu kommen. „Ich handhabe es generell so, dass die Inhalte der Gesprรคche die ich mit den Spielern oder den Beratern als deren Interessensvertretern fรผhre, auch intern bleiben“, sagte Keller. „Davon will ich nicht abweichen. Es gab aber im Sommer sicherlich ein sehr intensives Gesprรคch.“ Nun wird der Angreifer noch die Rรผckrunde beim FC absolvieren. Einen frรผhzeitigen Wechsel sehe der Sportdirektor offensichtlich nicht. „Ich bin mir ganz ganz sicher, dass Tim auch in der Rรผckserie noch eine sehr wichtige Rolle spielen wird. Nicht nur, weil er hoffentlich noch ein paar Tore schieรŸt, sondern weil er sich auch in der Mannschaft ein gewisses Standing erarbeitet hat und auch gezeigt hat, dass er mit seiner Sigermentalitรคt vorangeht“, sagte Keller.

Zuletzt gab es zudem Berichte, der FC wรผrde in Zukunft nicht mehr mit der Berateragentur Rogon zusammenarbeiten. In der Vergangenheit soll das Verhรคltnis zwischen Verein und Agentur extrem angespannt gewesen sein. „Ich schlieรŸe grundsรคtzlich und schon gar nicht รถffentlich medial irgendeine Zusammenarbeit aus. Man muss dann schon den Ist-Zustand in der jeweiligen Situation beurteilen. Es gibt immer Geschรคftspartner mit denen kann man konstruktiver agieren und auch ein Stรผck weit partnerschaftlicher und dann gibt es Geschรคftspartner mit denen ist es ein wenig herausfordernder“, so Keller. „Dann ist es bei einem Geschรคft immer so, dass es am Ende immer zwei Beteiligte gibt, dass es zum Ergebnis kommt.“

Bei Tim Lemperle ist es nun zu dem Ergebnis gekommen, dass der Spieler die Kรถlner verlassen wird.


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Tim Lemperle vom 1. FC Kรถln

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Fรผr die Herbstmeisterschaft muss der 1. FC Kรถln die Kurios-Serie und einen alten Rekord knacken

Timo Hรผbers im Spiel des 1. FC Kรถln
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Fรผr die Herbstmeisterschaft muss der 1. FC Kรถln die Kurios-Serie und einen alten Rekord knacken

Der FC kann am Sonntag in Kaiserslautern die Hinrunde als Herbstmeister beenden. Wenn denn die Konkurrenz mitspielt und die Kรถlner ihre kuriose Serie beenden. Zudem muss der FC dafรผr auch einen 20 Jahre alten Rekord knacken. So wird der 1. FC Kรถln am Sonntag Herbstmeister.

Wer hรคtte das noch im Oktober gedacht. Der damals so schwer kriselnde Verein kann die Hinrunde sogar als Spitzenreiter beenden. Die Aufgabe wird nicht leicht. Denn die Kรถlner kรคmpfen gegen ihre kuriose Serie und die schlechte Bilanz gegen Lautern an. So wird der 1. FC Kรถln am Sonntag Herbstmeister.

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Durch den verdienten 3:1-Erfolg รผber den 1. FC Nรผrnberg hat der FC die Ausgangsposition fรผr die Rรผckrunde definitiv verbessert. Die Kรถlner kรถnnen am Sonntag mit einem Erfolg รผber den 1. FC Kaiserslautern die Tabellenspitze รผbernehmen, wenn denn die SV Elversberg am Abend mitspielt. Selbst wenn die GeiรŸbรถcke verlieren sollten, sind die Aufstiegsplรคtze im schlechtesten Fall nur einen Zรคhler entfernt. Schon vor dem letzten Spiel des Jahres hat der FC das Hinrundenziel erreicht, wird definitiv auf Tuchfรผhlung mit den Aufstiegsrรคngen ins neue Jahr gehen. Und das, obwohl die Serie nach wie vor mehr als kurios ist. Der FC hat als einziges Top-Team in den bisherigen 16 Spielen gegen keine Mannschaft aus der Top-Ten gewonnen, wรคhrend die Kรถlner in den Begegnungen gegen das unteren Acht eine komplett weiรŸe Weste behielten.

FC winkt 20 Jahre alter Rekord

Um also den Herbstmeister-Titel einzufahren, mรผssen die GeiรŸbรถcke diese Serie wohl brechen. Denn neben Elversberg und Kรถln kommt auch der SC Paderborn auf 28 Zรคhler. Ein Unentschieden kรถnnte mรถglicherweise zur Tabellenfรผhrung reichen, das ist aber sehr unwahrscheinlich. SchlieรŸlich liegt die Tabelle so eng beieinander, dass gleich sieben Mannschaften die Chancen haben, sich als Spitzenreiter in die Winterpause zu verabschieden. Und die GeiรŸbรถcke wรผrden mit drei weiteren Punkten gleichzeitig auch einen 20 Jahre alten Rekord einstellen. Seit der Saison 04/05 hat es der FC nicht mehr geschafft, 19 Punkte in sieben aufeinanderfolgenden Spielen zu holen. Damals blieb der FC sogar neun Begegnungen in Serie ohne Niederlage. In der Spielzeit 13/14 gab es 15 ungeschlagene Spiele in Folge, aber eben keine 19 Punkte am Stรผck.

Keine gute Bilanz gegen Kaiserslautern

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Doch ein Erfolg am Betzenberg wird alles andere als leicht. Zwar kassierten die Pfรคlzer am vergangenen Wochenende wie der FC im Oktober eine 1:5-Klatsche gegen den SV Darmstadt, zuvor blieb die Mannschaft von Chefcoach und ehemaligen FC-Trainer Markus Anfang fรผnf Mal in Serie ungeschlagen. Zudem gehรถrt der FCK sicherlich nicht zu den Lieblingsgegnern der GeiรŸbรถcke. Von den vergangenen zehn Begegnungen gewann Kรถln genau eine. Im vergangenen Jahr scheiterten die Kรถlner bekanntlich ziemlich bitter als Bundesligist im DFB-Pokal bei dem Zweitligisten. Nach einer desolaten ersten Halbzeit lag der FC bereits frรผh 0:3 zurรผck. Die Rรผckkehrer Jan Thielmann und Mark Uth machten es noch einmal spannend, doch der FC schied verdient aus. Auch, weil Florian Kainz eine Rote Karte sah.

Acht Mal standen sich die Mannschaften in der 2. Bundesliga gegenรผber. Das Auswรคrtsteam hat in diesen Begegnungen nie gewinnen kรถnnen und der letzte Sieg der GeiรŸbรถcke am Betze liegt mittlerweile fast 13 Jahre zurรผck. Beim 1:0-Erfolg – damals in der Bundesliga – erzielte Odise Roshi den einzigen Treffer. Und dennoch gehen die Kรถlner nach der jรผngsten Erfolgsserie mit breiter Brust in die Begegnung. โ€žWir wissen, was uns erwartet. Besinnlich wird es dort sicherlich nicht. Aber wir wollen das Spiel gewinnen und oben dabeibleibenโ€œ, sagte Mark Uth am Donnerstag. โ€žDie Hรผtte wird voll sein, es werden wieder einige Tausend Kรถlner mitkommen. Es wird ein Fest.โ€œ



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Mark Uth vom 1. FC Kรถln

Mark Uth will mehr

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Der FC bekommt einen weiteren Konkurrenten im Buhlen um Ivan Prtajin

Ivan Prtajin im Trikot von Union Berlin
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Der FC bekommt einen weiteren Konkurrenten im Buhlen um Ivan Prtajin

Der 1. FC Kรถln ist weiterhin an einer Verpflichtung von Ivan Prtajin interessiert und der Stรผrmer weiterhin wechselwillig. Denn nach seinem Kurzeinsatz Anfang Dezember stand der Angreifer zuletzt erneut nicht im Kader. Doch der FC bekommt weitere Konkurrenz. So ist der Stand bei Ivan Prtajin und dem 1. FC Kรถln.

Ivan Prtajin drรคngt offenbar auf einen Abschied von Union Berlin, der FC ist wohl weiterhin interessiert. Doch es gibt einen weiteren Nebenbuhler und der hรคtte fรผr Prtajin einen entscheidenden Vorteil. So ist der Stand bei Ivan Prtajin und dem 1. FC Kรถln.

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Mรถglicherweise war es ein kurzes Aufflackern, vielleicht ein wenig Hoffnung, die sich bei Ivan Prtajin da zwischenzeitlich eingestellt haben mag. Vielleicht doch noch das spรคte Glรผck bei Union Berlin finden? Der Kroate hatte zumindest lange auf diesen Moment gewartet. Ausgerechnet am Nikolaustag wurde zumindest der Wunsch des Bundesliga-Debรผts erfรผllt. Prtajin stand zum ersten Mal fรผr die Eisernen auf dem Feld im Liga-Oberhaus. Zwar nur sechs Minuten, aber immerhin. Der Kroate war im vergangenen Sommer mit groรŸen Erwartungen und guten Empfehlungen nach Berlin gewechselt. „Mit Ivan bekommen wir einen sehr umworbenen, kopfballstarken, robusten und laufstarken Stรผrmer zu uns“, sagte der damalige Manager der Eisernen Oliver Ruhnert. Und Prtajin sprach von gleich einer Reihe von Vereinen, die sich fรผr ihn interessiert hรคtten, doch die Wahl sei nun mal auf Union gefallen.

Wieder keine Einsatzzeit

So wirklich gut passte die Liaison am Ende dann aber doch nicht. Immerhin musste Prtajin bis Anfang Dezember nicht nur auf seine ersten Einsatzminuten fรผr die Kรถpenicker warten, der Stรผrmer stand รผberhaupt erst zum ersten Mal in der Bundesliga im Kader. Zu wenig fรผr den ehrgeizigen Angreifer. Noch in der vergangenen Woche hatte Petar Duvnjak, Berater des Mittelstรผrmers, gegenรผber der „Kรถlnischen Rundschau“ gesagt, dass man zwar mit dem FC im Kontakt stehe, man aber auch erstmal den weiteren Verlauf bei Union abwarten wolle. Und der lief alles andere als vielversprechend. Denn Prtajin kam auch im Skandalspiel gegen den VfL Bochum nicht zum Einsatz, stand erneut nicht im Kader. Und das soll dem Vernehmen nach auf wenig Verstรคndnis gestoรŸen sein. Der Stรผrmer drรคngt nun auf einen Wechsel, selbst wenn er gegen Werder Bremen am Wochenende Einsatzzeit sammeln sollte.

Hertha sucht ebenfalls einen Stรผrmer

Und tatsรคchlich soll der FC sehr gute Karten haben, gilt im Poker um den Stรผrmer als Favorit. Doch wie im vergangenen Sommer ist Prtajin ebenfalls sehr umworben. Neben dem FC waren die Bewerber Hannover 96, der FC St. Pauli und der 1. FC Kaiserslautern bekannt. Gerade die Pfรคlzer kรถnnten fรผr Union interessant sein, denn der FCK wรผrde nur zu gerne erneut Stรผrmer Ragnar Ache unter Vertrag nehmen. Der erste Versuch war bekanntlich im Sommer gescheitert, ein zweiter kรถnnte einen Tausch beinhalten. Und nun meldet sich noch ein weiterer Club an. Offenbar ist auch Hertha BSC an dem Angreifer interessiert. Die Alte Dame liegt weit hinter den eigenen Erwartungen zurรผck, konnte den Abgang von Haris Tabakovic Richtung Hoffenheim bislang nicht kompensieren und muss gerade im Angriff nachbessern.

Prtajin kรถnnte diese Lรผcke wohl fรผllen. Laut รผbereinstimmenden Medienberichten steht Prtajin auf dem Wunschzettel der Hauptstรคdter. Es wรคre der erste Wechsel eines Spielers von Union zu Hertha BSC, in die andere Richtung hat es bereits Transfers gegeben. Prtajin mรผsste zumindest nicht umziehen. Doch gerade beim FC soll der Stรผrmer weiterhin hoch im Kurs stehen. Der FC sucht einen erfahrenen Angreifer, Union einen Abnehmer, der Prtajin auch als Leihspieler aufnimmt. Dass der 28-Jรคhrige 2. Bundesliga kann, hat der Kroate schon bewiesen. Prtajin erzielte in der vergangenen Saison 13 Tore fรผr Zweitliga-Absteiger Wehen Wiesbaden. Nun stellt sich die Frage, fรผr wen er im neuen Jahr auf Torejagd geht.


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Tim Lemperle vom 1. FC Kรถln

Transfergerรผchte

Entwicklungsclub 1. FC Kรถln: Die Basis wirkt vielversprechend, die Aussicht nicht

Jubel bei den Spielern des 1. FC Kรถln
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Entwicklungsclub 1. FC Kรถln: Die Basis wirkt vielversprechend, die Aussicht nicht

Der 1. FC Kรถln sieht sich selbst als Entwicklungsclub. Und die Zahlen geben den Kรถlnern auch recht. Doch was bringt die Statistik, wenn es am Ende weder einen sportlichen noch ein wirtschaftlichen Benefit gibt? Ist der 1. FC Kรถln wirklich ein Entwicklungsclub?

Zahlreiche Eigengewรคchse und U-Nationalspieler. Der Kader des FC weist rein nominell eine erfolgreiche Entwicklungsarbeit auf. Doch ist der 1. FC Kรถln wirklich ein Entwicklungsclub?

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Der Blick in so manche Statistik mag das Herz der FC-Verantwortlichen doch hรถher schlagen lassen. Zumindest wirken die Zahlen so, als sei der eingeschlagene Weg in Richtung eines, vielleicht auch eher der Wunsch nach einem Entwicklungsclub, ein kurzer, ein realistischer. Seit zweieinhalb Jahren, seit dem Amtsantriff von Christian Keller, schwebt der Begriff รผber dem GeiรŸbockheim. Nun ist der Begriff in der Fachliteratur nicht definitert. Es kann sich also um Akteure aus der eigenen Jugend genauso wie um Spieler aus anderen Vereinen handeln, die entwickelt werden. Unterm Strich geht es darum, Spieler mรถglichst kostengรผnstig an den Verein zu binden, um dann bei einer gewissen Entfaltung sportlich und/oder wirtschaftlich von diesem Akteuren zu profitieren.

Zahlreiche Eigengewรคchse, zahlreiche U-Nationalspieler

Es gibt zahlreiche gute Beispiele in der Bundesliga. Man mag nur an Borussia Dortmund und Namen wie Ousmane Dembรฉlรฉ, Erling Haaland oder Jude Bellingham denken. Gut andere Gewichtsklasse, aber extrem lukrativ. Der FC spielt auch dort in einer anderen Liga. Timo Hรผbers, Eric Martel, vor allem aber Denis Huseinbasic sind jรผngere Beispiele. Spieler, die ihren Markwert beim FC vervielfacht haben. In Zeiten der Transfersperre galt der Fokus dann den eigenen Spielern, jenen aus dem eigenen Nachwuchs. Und eben diese Zahlen sind wahrlich beeindruckend. So fรผhrt zum Beispiel das Online-Portal transfermarkt.de aktuell 14 Spieler des FC-Kaders als Eigengewรคchse auf. Also Akteure, die einen Teil des JuniorenfuรŸballs beim FC verbracht haben. Die Zahl ist sicherlich mit Vorsicht zu genieรŸen, da sich unter diese Eigengewรคchse auch Spieler wie Routinier Mark Uth oder U17-Weltmeister Fayssal Harchaoui mischen.

Dennoch sind es die meisten Eigengewรคchse der 2. Bundesliga. Ein beachtlicher Wert. Darunter sind dann wiederum mit Julian Pauli, Elias Bakatukanda und Jaka Potocnik drei Youngster, die in dieser Saison auch noch ihr Profidebรผt gefeiert haben. Zuletzt zeigte sich der Verein auch verstรคndlicherweise stolz รผber die Junioren-Nationalspieler. Der FC stellt aktuell mit Martel, Jan Thielmann, Jonas Urbig und Tim Lemperle vier U21- und mit Julian Pauli, Damion Downs und Max Finkgrรคfe drei U20-Nationalspieler – so viel wie kein anderer deutscher Verein. Davon sechs Eigengewรคchse. Man kรถnnte also mit Fug und Recht behaupten, der FC ist voll im Soll in Sachen Entwicklungsclub. Doch spรคtestens die vergangenen Tage dรผrften die FC-Bosse dann doch auf den Boden der Tatsachen geholt haben.

Die Wahrheit hat zwei Gesichter

Denn es ist alles andere als klar, welche oder wie viele dieser Nationalspieler kรผnftig neben dem DFB-Dress auch den mit dem GeiรŸbock tragen werden. Mit Lemperle wird den FC ein weiteres Talent verlassen und das ablรถsefrei. Das ist seit dieser Woche wohl auch offiziell Fakt, die Entscheidung dรผrfte schon sehr viel frรผher gefallen sein. Warum der FC ein weiteres Talent ablรถsefrei verliert, nachdem Kรถln ja schon Erfahrungen mit Florian Wirtz und gerade diese Verantwortlichen mit Justin Diehl gemacht haben, wird vielschichtige Grรผnde haben. Grรผnde, die zum Teil an die ร–ffentlichkeit geraten, zum Teil hinter verschlossenen Tรผren geblieben sind. Mit Ruhm wird sich wohl keine Seite bekleckert haben. Was genau passiert ist, werden wohl nur die Beteiligten wissen.

Unterm Strich haben sich die Kรถlner offenbar auf ein Wort verlassen, auf ein Handschlag, der Christian Keller bekanntlich besonders am Herzen liegt, in dem harten FuรŸballbusiness aber vermutlich รผberholt ist. Und der FC wird noch weitere seiner Talente verlieren. Finkgrรคfe wird mit mehreren Bundesligisten in Verbindund gebracht. Der Linksverteidiger hat zwar noch Vertrag bis 2026, will der FC aber einen wirtschaftlichen Erfolg als Entwicklungsclub erzielen, dann mรผsste der Abwehrspieler im kommenden Sommer den Verein verlassen. Oder Finkgrรคfe verlรคngert, nur wird sich die Verhandlungsbereitschaft durch die wenige Einsatzzeit nicht verbessert haben. Auch Urbig soll nicht mehr so richtig an weitere Jahre beim FC glauben. Der ausgebootete Torhรผter wird ebenfalls von einigen Bundesligisten umworben. Fรผr ihn gilt das gleiche wie fรผr Finkgrรคfe. Will der FC Geld sehen, muss der Spieler frรผher gehen.

Es braucht mehr als FuรŸballromantik

Die Kรถlner befinden sich in dem Dilemma, ihre eigenen Nachwuchsspieler kรถdern zu mรผssen, es macht nur den Eindruck, als wรผssten sie nicht womit. So groรŸ die Strahlkraft des 1. FC Kรถln auch ist, es benรถtigt auch bei jungen FuรŸballern anscheinend mehr als nur erhoffte Loylitรคt, Folklore und FuรŸballromantik. Zu einer Vertragsverlรคngerung gehรถren bekanntlich zwei Seiten und wenn eine รผberhaupt nicht bereit ist, sich darauf einzulassen, dann ist die andere nunmal machtlos. Allerdings muss dann die Frage erlaubt sein, wie es รผberhaupt zu so einer Konstellation kommen konnte. Im kommenden Sommer laufen fรผnf Vertrรคge der 14 Eigengewรคchse im Kader aus. Wรคhrend bei Lemperle der Abschied besiegelt ist, stehen hinter Marvin Obuz, Maxi Schmid, Meiko Wรคschenbach und Mathias Olesen mehr oder weniger groรŸe Fragezeichen.

Die Vertrรคge von Thielmann, Downs, Finkgrรคfe, Bakatukanda und Urbig gelten noch bis zum Sommer 2026, doch auch bei diesem Quintett ist ein Abschied im kommenden Sommer ein durchaus realistisches Szenario. Der FC lรคuft groรŸe Gefahr, die im vergangenen Sommer befรผrchtete Kaderflucht im kommenden Sommer zu erleben. Allerdings mit anderen Protagonisten. Nรคmlich denen, die einen Verein wohl zum Entwicklungsclub machen. Da helfen auch die besten Zahlen nichts.


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Tim Lemperle vom 1. FC Kรถln

Transfergerรผchte

Mehr Einsatzzeit fรผr Marvin Obuz: Bewerbungschance oder Abschiedsgeschenk?

Marvin Obuz im Trikot des 1. FC Kรถln
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Mehr Einsatzzeit fรผr Marvin Obuz: Bewerbungschance oder Abschiedsgeschenk?

Marvin Obuz kam zum ersten Mal beim FC in zwei Spielen in Folge zum Einsatz. Die Zukunft des Youngsters ist beim FC noch nicht geklรคrt. Der Vertrag des 22-Jรคhrigen lรคuft aus, die Chancen auf viel mehr Einsatzzeit halten sich bislang in Grenzen. Wie geht es weiter mit Marvin Obuz beim 1. FC Kรถln?

Mehr als eine halbe Stunde stand der Youngster gegen den 1. FC Nรผrnberg auf dem Platz, wirklich in Szene setzen konnte sich der Akteur aber nicht. Und so stellt sich die Frage: Wie geht es weiter mit Marvin Obuz beim 1. FC Kรถln? Der Vertrag lรคuft im kommenden Sommer aus, eine Leihe wรผrde also eine Verlรคngerung des Kontrakts bedeuten. Doch wollen Spieler und Verein das รผberhaupt?

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Fรผr Marvin Obuz hatte der vergangene Sonntag gleich zwei Premieren parat. Der 22-Jรคhrige kam gegen den 1. FC Nรผrnberg bereits nach 57 Minuten zum Einsatz. Fรผr den Offensivspieler war es der erste Pflichtspiel-Einsatz im FC-Trikot, der mehr als eine halbe Stunde zรคhlte. Viel wichtiger aber, denn die frรผhe Einwechslung war wohl auch der Verwarnung und einer drohenden Ampelkarte von Jan Thielmann geschuldet, fรผr Obuz war es der zweite Einsatz in Folge. Schon gegen Jahn Regensburg hatte der gebรผrtige Kรถlner 17 Einsatzminuten gesammelt. Damit hat Obuz alleine in den vergangenen beiden Begegnungen nahezu doppelt so viel gespielt wie im bisherigen Saisonverlauf. Zwar kommt Obuz nun insgesamt auf fรผnf Einsรคtze bei den Profis, doch die Entwicklung beim FC hat sich das Kรถlner Eigengewรคchs sicherlich anders vorgestellt.

Wie „nah dran“ ist Marvin Obuz?

Obuz war im Sommer von der Leihe von Rot-Weiss Essen zurรผckgekehrt. In der 3. Liga gehรถrte der Offensivspieler zu den absoluten Leistungstrรคgern. Der AuรŸenbahnspieler erzielte sieben Tore und bereitete 14 vor. Kein Wunder, dass man Obuz gerne noch lรคnger an der HafenstraรŸe gesehen hรคtte. Doch die Kรถlner holten aufgrund der Transfersperre bekanntlich alle Spieler erst einmal zurรผck. Und Obuz war gewillt, den Durchbruch bei seinem Herzensverein zu schaffen. Eine Verletzung aus der Vorsaison bremste den Offensivspieler aus. Zwar ist der Kรถlner lรคngst wieder fit, doch so richtig viel Vertrauen bekam der Youngster nicht. Und das, obwohl FC-Trainer Gerhard Struber die Qualitรคt des „Burschen“ lobt. „Er ist natรผrlich ein Spieler, der in meinem Kopf schwirrt, wenn ich รผber die Spielzeit nachdenke. Ich habe es schon einige Male gesagt und es hat sich nicht verรคndert: Er ist sehr nah dran“, hatte der Coach nach dem Aachen-Testspiel gesagt.

Offenbar befinden sich die Kรถlner bei Obuz in einem kleinen Dilemma. Denn der 22-Jรคhrige ist so etwas wie ein Grenzfall bei den GeiรŸbรถcken. Trotz den wenigen Spielminuten ist die Situation ganz anders gelagert als beispielsweise bei Steffen Tigges, Sargis Adamyan oder Florian Dietz. Der FC ist von den Qualitรคten des Spielers absolut รผberzeugt, Struber wรผrde ihm auch sicherlich gerne mehr Einsatzzeit einrรคumen, nur ist die Kรถlner Offensive quantitativ einfach gut besetzt. Aktuell gibt es die von Struber ausgerufene „Competition“ in der Offensive fรผr mindestens sieben realistische Optionen auf drei Positionen und im Winter sollen weitere dazukommen. Obuz hat einige Kandidaten vor der Nase sitzen. Und die Situation wird mit Beginn des neuen Jahres nicht viel einfacher werden.

Ist eine Leihe eine Option?

Zuletzt schenkte Struber dem Youngster nun zwei Mal das Vertrauen. Dabei konnte sich Obuz nicht so wirklich in Szene setzen. Und so stellt sich die Fragen nach den Optionen des Youngsters. Fakt ist: Obuz hat nur noch bis zum kommenden Sommer Vertrag, kรถnnte den Verein dann ablรถsefrei verlassen. Kรถln wรผrde ein weiteres Talent verlieren. Auf der anderen Seite kann es sich auch der FC nicht leisten, auf den Durchbruch des Youngsters jahrelang zu warten. Eine weitere Leihe wรคre mรถglicherweise eine Option, allerdings mรผssten die Kรถlner dafรผr den Vertrag verlรคngern und einen geeigneten Partner finden. Das soll dem Vernehmen nach nicht wie kolportiert Rot-Weiss Essen sein. Zwar soll sich ein Scout des Traditionsclubs die Testspiel-Begegnung der GeiรŸbรถcke gegen Aachen angesehen haben, doch das Interesse an Steffen Tigges war dem Vernehmen nach ein grรถรŸeres.

Zudem stellt sich die Frage, wie sich die Kรถlner perspektivisch auf den offensiven AuรŸenpositionen aufstellen wollen. SchlieรŸlich hat der FC im vergangenen Sommer in der Offensive trotz Transfersperre krรคftig auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Darunter mit Mansour Ouro-Tagba, Chilohem Onuoha und Said El Mala drei Spieler, die alle schon als RechtsauรŸen aufgelaufen sind. Schon die kommenden Tage kรถnnten Aufschluss bringen.


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Tim Lemperle vom 1. FC Kรถln

Transfergerรผchte

Der FC will ordentlich nachrรผsten – es wird also Verlierer geben

Enttรคuschte Spieler des 1. FC Kรถln
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Der FC will ordentlich nachrรผsten – es wird also Verlierer geben

Mit Jusuf Gazibegovic hat der FC bereits die erste Neuverpflichtung fรผr die Rรผckrunde eingetรผtet, weitere sollen mรถglichst schnell kommen. Das hat wiederum Folgen fรผr den aktuellen Kader beim 1. FC Kรถln: Das sind die mรถglichen Verlierer der Transfers.

Die geplanten Transfers sollen dem FC mรถglichst sofort helfen. Fรผr den Kader ist dies sicherlich vorteilhaft, fรผr manche aktuellen Stammkrรคfte bedeuten die Transfers jedoch auch das Entstehen einer neuen Konkurrenzsituation beim 1. FC Kรถln. Das sind die mรถglichen Verlierer der Transfers.

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Seit einigen Tagen wird in der Gerรผchtekรผche des 1. FC Kรถln wieder kรคlter gekocht. Noch in der vergangenen Woche wurden fast tรคglich Namen gehandelt, spekuliert. Seit einigen Tagen herrscht dann doch wieder ein wenig Ruhe – abgesehen von dem Wirbel um Tim Lemperle und jรผngsten Gerรผchten um Max Finkgrรคfe. Allerdings kann das Gerรผchtekarussell jede Minute wieder Fahrt aufnehmen und das dann auch wieder mit ordentlich Tempo. Denn der FC wird es ganz sicher nicht bei der Verpflichtung von Jusuf Gazibegovic belassen. Zwar stehen die Chancen nicht schlecht, dass es sich bei dem Rechtsverteidiger um den Kรถnigstransfer der Kรถlner handeln wird. Die Chancen stehen aber auch nicht schlecht, dass der FC in einem รคhnlichen Regalfach die weiteren Transferziele sucht. Und spรคtestens seit der Verรถffentlichung der aktuellen Folge der hausinternen Doku ist klar, dass es neben dem gesuchten Stรผrmer noch weitere Vakanzen gibt.

Adamyan und Dietz weiterhin auรŸen vor

Gezielt suchen die Kรถlner nach einem weiteren Innenverteidiger, einem Mittelfeldakteur und dem Vernehmen nach sogar nach Mรถglichkeit nach zwei Angreifern, wobei nicht klar ist, ob beide รผber die in der Doku angesprochenen Erfahrung verfรผgen sollen. Namen wurden bereits viele genannt. Gesprรคche soll es auf jeden Fall mit Ivan Prtajin geben, auch einige Nachwuchshoffnungen sind definitiv im Fokus, im Gegensatz zu dem ins Spiel gebrachten Florian Grillitsch, der sich anscheinend als klassische Ente herausstellt. Wer beim FC am Ende das Rennen machen wird, ist zurzeit offen. Mรถglicherweise ist die Frage auch eher, wen der FC denn am Ende auch wirklich verpflichten kann. Am GeiรŸbockheim dรผrften die Bรผrolichter dieser Tage jedenfalls ein wenig lรคnger leuchten.

Wie bewertet ihr den FC?

Immerhin ist mit Gazibegovic der Anfang gemacht. Und dieser Anfang hat bei vielen FC-Fans eine gewisse Hoffnung, wenn nicht sogar Euphorie entfacht. Doch der Transfer der Fรผnf-Millionen-Manns, der im Januar noch Champions League hรคtte spielen kรถnnen, wird nicht Jedermann gefallen – genauso wenig wie die weiteren Transfers, die angedacht sind. Denn es wird auch Verlierer dieser Transferperiode geben. Einige Abgรคnge sind sicherlich geplant und werden nicht รผberraschend kommen, der Kader bรถte dann also auch Platz fรผr neue Spieler. Nur die Rollen auf dem Feld in der Stammmannschaft eben nicht. So wird mit jeder Neuverpflichtung, die dem FC umgehend weiterhelfen soll, ein Stammplatz mindestens zur Struberschen „Competition“, wenn nicht sogar zum Platz auf der Bank umfunktioniert.

Competition im Sturm?

Zumindest ist davon auszugehen, dass Gazibegovic nicht zum FC geholt worden ist, um sich die Spiele von der Seitenlinie anzuschauen. Auch der Bosnier wird nicht den Stammplatz in der Champions League gegen die harte Schale im RheinEnergi-Stadion tauschen wollen. Vielmehr erhรถht die Verpflichtung des 24-Jรคhrigen den Druck auf Jan Thielmann, der bekanntlich zuletzt eh nicht mehr den besten Stand bei Struber hatte. Das Eigengewรคchs fremdelt mit der Rolle des Rechtsverteidigers, findet sich mit der Dreierkette zwar sichtbar besser zurecht, doch lobte Struber die Neuverpflichtung so รผber den grรผnen Klee, dass es nur wenige Zweifel gibt, wer die Position nach der Winterpause wohl bekleiden wird. Auch, wenn es sicherlich eine „Competition“ geben wird. In diesem Wettkampf wird Rasmus Carstensen wohl keine groรŸe Rolle spielen.

Im Sturm war Damion Downs zuletzt der Verlierer der Systemumstellung. Der 20-Jรคhrige hatte, begรผnstigt durch eine Erkรคltung, seinen Stammplatz verloren und erst durch die Verletzung von Tim Lemperle am vergangenen Sonntag mal wieder die Chance von Beginn an erhalten. Diese hat der Youngster eindrucksvoll genutzt. Nur sind Tore fรผr Struber nicht alles. Erst in der vergangenen Woche hatte der Trainer betont, dass Downs zwar ein nahezu perfektes Paket mitbringe, dennoch aber ein Rohdiamant sei, der noch geschliffen werden muss. Seine Qualitรคt stellte der Angreifer unter Beweis, nur dรผrfte Tim Lemperle nach seiner Genesung die Nase wohl wieder vorne haben. Wenn nun mindestens ein erfahrener Stรผrmer dazustรถรŸt, werden die Karten nicht unbedingt neu gemischt.

Konkurrenzkampf auch auf Positionen, die bislang unumstritten waren

Gerade in der Offensive herrscht ohnehin ein quantitatives รœberangebot. Lemperle, Downs, Mark Uth, Luca Waldschmidt, Florian Kainz, Linton Maina, (mรถglicherweise) Marvin Obuz und Stรผrmer x streiten sich also ab Beginn der Rรผckrunde um drei Offensiv-Plรคtze – zumindest in dem aktuellen System des Trainers. Sollten die Kรถlner tatsรคchlich auch einen Sechser sowie einen Innenverteidiger mit Erfahrung verpflichten, wird es einen รคhnlichen Konkurrenzkampf auch auf Positionen geben, die im bisherigen Saisonverlauf eher unumstritten waren. So zum Beispiel der zweite Sechser neben Eric Martel, der wohl kaum um einen Stammplatz fรผrchten muss. Denis Huseinbasic kรถnnte es genauso schwerer haben, wie ein Dejan Ljubicic, der nach seiner Mandel-Operation noch nicht wieder in Tritt gekommen ist.

Und auch in der Dreierkette kรถnnte es Verรคnderungen geben. Allerdings spielt Dominique Heintz aktuell wohl eine der besten Spielzeiten der vergangenen Jahre, wenn nicht sogar รผberhaupt, Timo Hรผbers ist als Kapitรคn gesetzt und Julian Pauli der Shootingstar der aktuellen Saison. So gut die Erfahrung der Innenverteidigung auch tun wรผrde, stellt sich die Frage, wen es am Ende treffen kรถnnte. So oder so bekommt der FC an vielen Ecken wohl einen anderen Anstrich. Das ist nicht nur gut, das ist auch notwendig. Und Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschรคft. Schmecken wird das sicherlich nicht jedem Protagonisten.



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Tim Lemperle vom 1. FC Kรถln

Transfergerรผchte

Siebenkampf um die Herbstmeisterschaft – der 1. FC Kรถln hat gute Chancen, aber nicht die besten

Jubel bei den Spielern des 1. FC Kรถln
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Siebenkampf um die Herbstmeisterschaft – der 1. FC Kรถln hat gute Chancen, aber nicht die besten

Nach sechs ungeschlagenen Spielen in Serie hat sich der FC in der Liga auf den zweiten Platz verbessert, punktgleich mit Spitzenreiter Elversberg. HeiรŸt: Dem 1. FC Kรถln winkt am Wochenende die Herbstmeisterschaft.

Spรคtestens seit dem 3:1-Erfolg รผber den 1. FC Nรผrnberg mischen die Kรถlner wieder fleiรŸig im Aufstiegsrennen mit. Nach zuletzt fรผnf Siegen aus sechs Spielen sieht es wieder gut aus fรผr den FC. Dem 1. FC Kรถln winkt am Wochenende die Herbstmeisterschaft. Allerdings mรผssen die Kรถlner dazu gegen Kaiserslautern gewinnen und sind zudem auf Schรผtzenhilfe angewiesen.

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Spรคtestens als die Relegationsspiele im vergangenen Frรผhsommer durch waren, verfestigte sich wohl endgรผltig die Meinung, dass die aktuelle 2. Bundesliga mal wieder die beste, die schwerste aller Zeiten werden wรผrde. Der 1. FC Kรถln, der HSV, Fortuna Dรผsseldorf, der 1. FC Kaiserslautern, der FC Schalke 04 und und und… die Liste an Traditionsvereinen ist lang, genauso wie die Liste der Teams, die man vor der Spielzeit als mรถgliche Aufstiegskandidaten auf dem Zettel hatte. Ein halbes Jahr spรคter belegt die SV Elversberg den Spitzenplatz. Jener Club, der noch vor vier Jahren in der Regionalliga kickte, bei dem sich die Spieler vor wenigen Jahrzehnten noch im Keller eines benachbarten Supermarkts umzogen und dessen Stadion im kommenden Sommer mehr Plรคtze hat als die Gemeinde Einwohner.

Negativrekord zum Ende der Hinrunde

Dass die Saarlรคnder die Tabelle anfรผhren, ist alles andere als unverdient. SchlieรŸlich gewann die Mannschaft von Horst Steffen gegen Top-Teams wie Hannover 96, Dรผsseldorf oder den HSV. Im Vergleich dazu haben die Kรถlner bislang noch gegen keine Mannschaft aus der oberen Tabellenhรคlfte gewinnen kรถnnen. Insofern ist das Bild des schlechtesten Spitzenreiter aller Zeiten ein wenig schrรคg, auch wenn es rein statistisch einer gewissen Logik folgt. Tatsรคchlich hatte zum Ende der Hinrunde ein Primus der 2. Bundesliga noch nie weniger Punkte. Der bisherige Negativrekord lag bei 30 Zรคhlern, gleich von drei Teams gehalten, darunter auch der FC. Tatsรคchlich kรถnnte die geringe Punkte sowohl ein Indiz fรผr eine besonders schwache als auch fรผr eine besonders starke Klasse sein. Letztendlich ist die Liga so ausgeglichen wie nie zuvor.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

So liegen vor dem letzten Spieltag des Jahres zwischen Elversberg und Rang zehn, dem SV Darmstadt gerade einmal vier Punkte. Aktuell dรผrfen sich also mehr als die Hรคlfte aller Zweitligisten Hoffnungen auf den Aufstiegskampf machen. Und so kommt es auch zu der Kuriositรคt, dass am Wochenende gleich sieben Mannschaften die Herbstmeisterschaft fรผr sich entscheiden kรถnnen. Der Begriff der Herbstmeisterschaft ist so kurz vor Weihnachten bekanntlich ein wenig irrefรผhrend, bezeichnet aber den Tabellenfรผhrer zum Abschluss der Hinrunde. Tatsรคchlich sind auch die Plรคtze acht und neun nur drei Punkte von der Spitze entfernt. Da der FC aber mit seinen 28 Punkten gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 26 Zรคhlern spielt, werden der HSV und Magdeburg nicht an die Spitzen klettern kรถnnen, zumindest in der Theorie ist aber ein Aufstiegsplatz mรถglich.

Erste Herbstmeisterschaft seit elf Jahren?

Fรผr die Top-Sieben geht es dagegen um den Platz an der Spitze und die Kรถlner haben gute Karten. Aktuell liegt der FC bekanntlich mit Elversberg und dem SC Paderborn an der Tabellenspitze gleichauf. Wenn die Kรถlner also ihre Hausaufgaben machen, und im direkten Duell gegen Kaiserslautern dreifach punkten, wรคre die Tabellenfรผhrung mรถglich. Allerdings nur, wenn der Spitzenreiter aus Elversberg patzt. Die Antwort auf diese Frage gibt es schon am Freitagabend. Dann empfangen die Saarlรคnder den FC Schalke 04 im Stadion an der Kaiserlinde. Sollte die SVE gewinnen, kรถnnte der FC in der Theorie trotzdem vorbeiziehen. Doch die Tordifferenz spricht nicht gerade dafรผr. Elversberg kommt auf eine Bilanz von +12, Kรถln auf +8.

Auf der anderen Seite wรผrde Kaiserslautern bei einer Niederlage definitiv am FC vorbeiziehen. Unter dem Strich bedeutet die spannende Liga aber auch, dass der FC im worst case bei einer Pleite nur einen Punkt Rรผckstand auf die Aufstiegsplรคtze haben wird. Fรผr den FC wรคre es die erste Herbstmeisterschaft seit elf Jahren. Stellt sich am Ende die Frage, wie erstrebenswert die Herbstmeisterschaft ist. In den vergangenen 42 Jahren feierten von den Hinrunden-Spitzenreitern nur 17 am Ende auch die Zweitliga-Meisterschaft.



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