Zurück in die Startelf nach Waldschmidt-Ausfall?

Damion Downs jubelt nach einem Tor des 1. FC Köln
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Zurück in die Startelf nach Waldschmidt-Ausfall?

Neben Julian Pauli muss der FC am Sonntag auch auf Luca Waldschmidt verzichten. Der Offensivspieler trat die Reise in den Süden Deutschlands am Samstag nicht mit an. Und so wird der Trainer im Vergleich zum vergangenen Ligaspiel auch in der Offensive umstellen müssen beim 1. FC Köln: Kehrt Damion Downs zurück in die Startelf?

Nachdem der FC bereits am Freitag bekanntgegeben hat, dass Julian Pauli nach dem Zusammenprall mit Marton Dardai am vergangenen Mittwoch für die Begegnung gegen Jahn Regensburg ausfällt, wird nun auch Luca Waldschmidt fehlen. Das könnte neue Möglichkeiten eröffnen beim 1. FC Köln: Kehrt Damion Downs zurück in die Startelf?

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Die Bilanz kann sich durchaus sehen lassen: 13 Spiele, sechs Tore, ein Assist. Damion Downs gehört mit seiner Ausbeute beim FC zu den Erfolgsgaranten. Das Last-Minute-Tor gegen Fürth, die späte Führung gegen Hannover, der Treffer gegen Gladbach in der vergangenen Spielzeit genauso wie das Tor gegen Union Berlin. Der Kölner Stürmer scheint ein Mann für wichtige Tore zu sein, vor allem aber scheint Downs kein Problem in der 2. Bundesliga zu haben. Der Angreifer hat sich eigentlich durchgesetzt. Zuletzt stellte der 20-Jährige sein Können auch bei der U20-Nationalmannschaft mit einem Doppelpack unter Beweis. Umso erstaunlicher, dass der Stammspieler des ersten Saisondrittels seit einigen Wochen nicht mehr über die Rolle des Jokers hinauskommt, obwohl er stets abliefert.

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Downs trotz seiner Tore nur noch Joker

Auch im Pokal gegen Hertha BSC kam Downs erst in der Verlängerung. Und das, obwohl den Kölnern gerade in der Offensive über sehr weite Strecken wenig einfiel, vielleicht ein Stoßstürmer die richtige Wahl gewesen wäre. Downs kam in der 94. Minute und hatte die mögliche Führung nach einem Drehschuss auf dem Fuß, doch Hertha-Keeper Tjark Ernst hatte etwas dagegen und rettete mit einer starken Aktion. Erst vor wenigen Wochen hatte FC-Trainer Gerhard Struber den Stürmer zuletzt gelobt, ihm die Nähe zur Startelf attestiert. Gereicht hat es in den vergangenen Spielen dazu bekanntlich nicht. In der Regel erhielt Luca Waldschmidt den Vortritt. Nach dem schwachen Auftritt gegen Hannover hatte der Kölner Coach den Offensivspieler zwar aus der Anfangsformation genommen, dafür aber Jan Thielmann auf die rechte Position rotiert und Dejan Ljubicic ins offensive Zentrum beordert.

Nun fällt Waldschmidt für die Begegnung gegen Regensburg mit Rückenproblemen aus, steht nicht im Kader, wie der Geissblog berichtet. Und da auch Julian Pauli fehlt, könnte es zu einer ähnlichen Aufstellung kommen, wie nach der Auswechslung des Innenverteidigers. Zumindest sollte Eric Martel wieder in der Innenverteidigung starten. Gut möglich, dass der Coach im Zentrum dann aber auch auf den gelernten Sechser Ljubicic setzt und damit die Tür wieder für Damion Downs öffnet. Der Angreifer stand in den ersten neun Saisonspielen stets in der Startelf, verlor den Stammplatz dann aber aufgrund einer Erkältung und der Systemumstellung. Gegen eine Mannschaft, die voraussichtlich tief stehen und dem FC das Spielgerät wohl überlassen wird, wäre ein Angreifer wie Downs sicher keine schlechte Wahl.


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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Nach Pauli-Ausfall: Bekommt Elias Bakatukanda nun die Chance? Wohl eher nicht

Elias Bakatukanda vom 1. FC Köln mit Trainer Gerhard Struber
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Nach Pauli-Ausfall: Bekommt Elias Bakatukanda nun die Chance? Wohl eher nicht

Der 1. FC Köln muss am Sonntag auf Julian Pauli verzichten. Der Innenverteidiger fällt nach seinem Zusammenprall im Pokal gegen Hertha BSC aus. FC-Trainer Gerhard Struber muss für die Begegnung gegen Regensburg umbauen beim 1. FC Köln: Wer ersetzt Julian Pauli?

Am Freitagmittag gab der FC bekannt, dass die Kölner auf ihren Stammverteidiger verzichten müssen. Doch es gibt Alternativen beim 1. FC Köln: Wer ersetzt Julian Pauli? Positionsgetreu könnte Gerhard Struber zumindest in der Theorie auf einen Youngster oder einen Rückkehrer setzen. Das eine ist sicher nicht der Fall, das andere unwahrscheinlich.

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So wirklich schlimm sah der Treffer im ersten Moment gar nicht aus. Julian Pauli hatte den Ball nach einer Ecke knapp über das Tor geköpft und war dabei mit Marton Dardai zusammengestoßen. Nach kurzer Behandlung ging es für beide Spieler weiter. Im Profisport sollen nach Zusammenstößen mit Verdacht auf Gehirnerschütterung so genannte Scat-Tests durchgeführt werden. Diese Tests untersuchen die verschiedenen Teilbereiche der Hirnfunktion, darunter auch Eigenschaften wie die Balance und die Merkfähigkeit. Vermutlich meinte Gerhard Struber nach der Begegnung gegen Berlin etwaige Fragen. “In dem kurzen Testfahren hat er eigentlich alle Antworten sauber lösen können. Alle Fragen, die ihm gestellt wurden, hat er sehr klar und deutlich beantwortet”, sagte der Trainer. „Wir haben in dem Test eigentlich gesehen: Er ist wieder bereit.”

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Martel macht seine Sache als Innenverteidiger gut

Nur das war der Youngster dann offensichtlich doch nicht. Zumindest signalisierte Pauli, dass es nicht weiterginge. Und offenbar hat sich der Verdacht einer Gehirnerschütterung bestätigt. Zumindest ist der Abwehrspieler nicht bei der Auswärtsbegegnung gegen Jahn Regensburg am Sonntag (13.30 Uhr, Sky und im Liveticker bei come-on-fc.com) dabei, wie der Verein am Freitagmittag mitteilte. Und auch das kommt nicht sonderlich überraschend. Denn die Ruhezeit nach einer Gehirnerschütterung liegt eigentlich bei einigen Tagen. Die Regenerationszeit fiel nach dem Pokalfight gegen Berlin offenbar zu kurz aus. Pauli wird damit sein erstes Profispiel in dieser Saison verpassen und Struber genötigt sein, seine Startelf erneut umzubauen. Und wieder in der Innenverteidigung. Schon im Duell gegen den FC Schalke 04 musste der Trainer auf den Ausfall von Timo Hübers reagieren. Allerdings in der Viererkette mit zwei Innenverteidigern. Für Hübers stand Dominique Heintz in der Anfangsformation.

In der Fünferkette ist der Routinier aber ebenfalls gesetzt und so muss Struber eine Alternative finden. Unterm Strich bieten sich dem Trainer drei Möglichkeiten. Und die wahrscheinlichste heißt Eric Martel. Der Sechser sprang schon gegen Hertha BSC im Ligaspiel für den angeschlagenen Dominique Heintz, dann nach der Gehirnerschütterung von Timo Hübers im Duell gegen Preußen Münster und schließlich am Mittwoch nach dem Ausfall von Julian Pauli auf der eher ungewohnten Position ein. „In den letzten Spielen musste ich auch schon flexibel sein, deswegen war ich darauf vorbereitet“, sagte der U21-Nationalspieler. Und Martel machte seine Sache sehr gut, wurde nach der Begegnung in höchsten Tönen von seinem Trainer gelobt. „Es ist auf einem spezielleren Niveau, wie er das im Moment bewerkstelligt“, sagte der Coach und adelte seinen Spieler als „Mr. Furchtlos“.

Eine Chance für Bakatukanda?

Auf der anderen Seite müsste Struber dann wiederum auf den wohl besten Sechser der zweiten Liga auf angestammter Position verzichten. Zuletzt spielte dann Mathias Olesen im Zentrum. Der Nationalspieler Luxemburgs kam gegen Münster zu einem längeren Einsatz und nun gegen Hertha wieder. Struber fand für den Mittelfeldspieler auch immer wieder lobende Worte, sagte nach dem Münster-Duell Olesen habe Eigenwerbung betrieben. Tatsächlich macht der 23-Jährige seine Sache ordentlich. Mehr dann aber auch nicht. So richtig drängt sich der Mittelfeldspieler auch nicht für mehr auf. Und so könnte es sehr gut sein, dass Struber Dejan Ljubicic wieder zentraler spielen lässt und auf einen anderen Flügelspieler, vielleicht sogar mal wieder auf einen weiteren Offensivspieler setzt und sogar nur mit einem Sechser agiert.

Dabei könnte der Trainer auch positionsgetreu wechseln. Immerhin befinden sich mit Elias Bakatukanda und Luca Kilian zwei weitere gelernte Innenverteidiger im Kölner Kader. In den Sozialen Medien wird ein Einsatz des Youngsters bereits gefordert. Das Talent des 19-Jährigen scheint unbestritten und doch schenkt Struber dem gebürtigen Kölner nicht so wirklich das Vertrauen. Der Innenverteidiger kam bislang einmal bei den Profis zum Einsatz. Das gegen Schalke am vierten Spieltag für 19 Minuten. Anschließend stand Bakatukanda in der Liga nur noch drei Mal im Kader, gespielt hat er nicht mehr.

Der Einsatz von Kilian ist nicht mehr nur unwahrscheinlich, er ist mittlerweile ausgeschlossen. Der Abwehrspieler ist nach seinem Kreuzbandriss wieder fit und hält auch den bisherigen Belastungen stand, nur hat der Kölner Coach den Innenverteidiger gar nicht mit nach Regensburg genommen. Bislang hatte Kilian nur einen Einsatz in der U21. Nun folgt am Nachmittag der nächste gegen Hohkeppel.


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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Gegen das Schlusslicht winkt der Aufstiegsplatz – doch Gerhard Struber warnt

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Gegen das Schlusslicht winkt der Aufstiegsplatz – doch Gerhard Struber warnt

Nach dem Pokalerfolg über Hertha BSC steht für den FC der Jahres-Endspurt auf dem Programm. Und der beginnt für die Kölner am Sonntag im Jahnstadion. Mit einem hohen Sieg könnten die Kölner auf einen Aufstiegsplatz springen, doch die Aufgabe wird nicht leicht. So will der 1. FC Köln gegen Regensburg punkten.

Nur vier Tage nach dem Pokalerfolg über Hertha BSC geht es für den FC in der Liga um eine gute Ausgangsposition für die Rückrunde. Dazu geht es am Sonntag ins Jahnstadion. Der FC ist gegen den Jahn klarer Favorit, doch zu leicht will Gerhard Struber die Aufgabe nicht nehmen. So will der 1. FC Köln gegen Regensburg punkten.

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So richtig viel Zeit bleibt den Kölnern diese Woche nicht, das intensive Fußballdrama von Mittwochabend zu verarbeiten. Vier Tage nach dem Erreichen des Viertelfinals im DFB-Pokal, nach 120 Minuten mehr oder minder erfolgreichem Anlaufen, steht für den FC bereits am Sonntag die nächste Aufgabe auf dem Programm. Und nach dem schillernden Pokalfight geht es eher im grauen Liga-Alltag im Jahnstadion in Regensburg weiter (13.30 Uhr, Sky und im Liveticker bei come-on-fc.com). Dabei ist der Alltag für den FC zurzeit durchaus glänzend. Die Kölner blieben zuletzt sechs Mal in Serie ungeschlagen, sicherten sich dabei fünf Siege, für die Liga in vier Begegnungen zehn Zähler. „Die Siege geben uns Selbstvertrauen und halten den Glauben in unsere Stärken hoch“, ließ sich FC-Trainer Gerhard Struber von seinem Verein ungewohnter Weise zitieren. Der Trainer hat den Mittwochabend offensichtlich nicht ganz so gut überstanden, wie der Großteil seiner Mannschaft.

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Schwache Bilanz

Der Coach lag am Freitag noch mit einem grippalen Infekt flach. Beim FC hofft man, dass Struber am Samstag zum Abschlusstraining, spätestens aber am Sonntag zum Duell gegen den Club aus Bayern wieder fit ist. Definitiv nicht dabei wird Julian Pauli sein. Der Innenverteidiger fehlt nach seinem Zusammenprall mit Marton Dardai im Duell gegen Hertha BSC. Der Abwehrspieler war lange behandelt worden, spielte weiter und musste dann doch raus. Ein Einsatz ist laut FC nicht möglich. Und so wird sich Struber seine Gedanken über die Aufstellung machen. Voraussichtlich aber wieder auf Eric Martel als Innenverteidiger zurückgreifen. Ansonsten sind bis auf Jacob Christensen alle Feldspieler „bereit und fit“. Es könnte also auch zum Comeback von Luca Kilian kommen, wenn auch ziemlich wahrscheinlich nicht von Beginn an. Denn es ist sehr wahrscheinlich, dass die Mannschaft aufläuft, die ab der 20. Minute gegen Hertha spielte.

Struber zeigte sich nach dem Spiel gegen Berlin durchaus zufrieden, lobte seine Mannschaft, die den Gegner zwar dominierte, aber über weite Strecken mal wieder kein Mittel im Schlussdrittel fand. Der FC hat nach wie vor seine Probleme, das Spiel selbst zu gestalten. Eine Aufgabe, die die Kölner wohl auch am Sonntag erwartet. Der Jahn liegt nach dem 14. Spieltag auf dem letzten Tabellenplatz, hat gerade einmal zwei Siege und zwei Unentschieden in der Liga eingefahren. Der Rückstand zum Relegationsplatz beträgt vier Zähler. „Jahn Regensburg hängt angeschlagen im Eck. Dennoch wissen wir aus Erfahrung, wie gefährlich solche Gegner sind“, sagte der Kölner Trainer. Und dennoch muss es für den FC der Anspruch sein, die Serie auf sieben ungeschlagene Spiele in Serie und den siebten Saisonsieg zu erhöhen. Zumindest, wenn die Kölner den Schwung mit in die kommende Partie nehmen und den Aufstiegsplatz nach dem 15. Spieltag einnehmen wollen.

Regensburg hat den Kampf angenommen

Denn auch wenn Regensburg ein sicher unangenehmer Gegner wird und Jahn-Trainer Andreas Patz verspricht, alles dafür zu tun, den Heimsieg gegen eine der Top-Mannschaften der Liga einzufahren, der FC ist haushoher Favorit. Wie sehr verdeutlicht ein Blick auf die Statistik. Der FC hat mit Abstand die meisten Torschüsse abgefeuert, Regensburg die zweitwenigsten. Der FC kommt auf den höchsten XGoals-Wert, Regensburg auf den niedrigsten. Köln kommt auf die meisten Pässe, der Jahn auf die wenigsten. Überhaupt gibt es beim Tabellenschlusslicht nur wenige Offensiv-Statistiken, bei denen der SSV nicht einen Platz im unteren Bereich der Liga einnimmt. Nicht umsonst kommt Regensburg nach 14 Spieltagen auf fünf Tore. Es spricht viel dafür, dass die Kölner wieder das Spiel machen müssen und damit auch viel dafür, dass es wieder zäh werden könnte.

Denn Regensburg ist in der Defensivarbeit alles andere als schlecht. Zwar kassierte der Club aus Bayern auch die meisten Gegentore, doch der Jahn hat den Abstiegskampf längst angenommen. Kein anderes Team sucht so oft die Zweikämpfe und nur Kaiserslautern eroberte bislang öfter den Ball. Dass Regensburg dem Fight nicht aus dem Weg geht, zeigt sich dann wiederum in der Fairnesstabelle. Zwar legt der Jahn bei den Gelben Karten im sicheren Mittelfeld, mit drei glatt Roten Karten sowie einer Gelb-Roten bewegen sich die Regensburger schon mal jenseits der Linie des Erlaubten. „Es gilt, alles zu unternehmen, um Regensburg jeden Keim der Hoffnung zu nehmen. Wir sind für unsere Leistung auf dem Platz verantwortlich und alle reif genug, um zu wissen, dass es an uns liegt, ob wir liefern oder nicht“, sagt Struber.

Und das haben die Kölner in der jüngeren Vergangenheit in Regensburg nicht immer. Die jüngsten drei Spiele gegen den Jahn gingen verloren, die beiden letzten im Elfmeterschießen im Pokal im Jahnstadion. Dennoch gibt es für den FC nur ein Ziel: „Es ist aber wichtig, den SSV Jahn Regensburg voll in den Fokus zu bekommen. Die Spiele und der Pokal liegen hinter uns – die 2. Bundesliga ist im Hier und Jetzt“, so Struber.


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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Abschiedsgedanken, Nebenbuhler, Neu-Interesse – Wie ist der Stand bei den Transferkandidaten?

Christian Keller, Sportdirektor des 1. FC Köln
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Abschiedsgedanken, Nebenbuhler, Neu-Interesse – Wie ist der Stand bei den Transferkandidaten?

Die FIFA hat die Transfersperre gegen den 1. FC Köln aufgehoben, in Sachen Neuverpflichtung bringt das den Geißböcken so gut wie gar nichts. Das braucht es auch nicht, schließlich befinden sich die Kölner bereits in Gesprächen mit möglichen Neuverpflichtungen. Auch über Abgänge wird weiterhin spekuliert. So ist der Stand der möglichen Transfers beim 1. FC Köln.

Plötzlich Nebenbuhler, Abschiedsgedanken zum Winter – zwar sind erst einmal kaum weitere Gerüchte dazu gekommen, Entwicklungen gibt es aber schon. So ist der Stand der möglichen Transfers beim 1. FC Köln.

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Als die Nachricht, die FIFA würde die Transfersperre gegen den 1. FC Köln aufheben, das Geißbockheim erreichte, wird sich die Freude beim FC wohl in Grenzen gehalten haben. Sicherlich werden die FC-Bosse die Information mit einer gewissen Form der Genugtuung registriert haben. Doch nachdem die beiden Transferphasen mit dem Registrierungsverbot abgesessen sind, könnten die Kölner zurzeit allenfalls vertragslose Spieler verpflichten. Und nachdem die Kölner Verantwortlichen diese Idee schon im Spätsommer mit dem fehlenden Mehrwert abgetan haben, macht die Verpflichtung jener Akteure drei Spieltage vor der Winterpause natürlich auch nur wenig Sinn. Die Aufhebung der Transfersperre bringt dem FC zumindest in der Hinsicht Neuverpflichtungen rein gar nichts.

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Nebenbuhler um Ivan Prtajin

Zumal die Kölner sich bekanntlich in sehr konkreten Gesprächen mit potenziellen Neuverpflichtungen befinden. Oder schon darüber hinaus sind. So soll der Deal mit Jusuf Gazibegovic schon unter Dach und Fach sein. Der Rechtsverteidiger kommt im Winter zu den Geißböcke und soll die Baustelle in der Viererkette schließen, die Ablöse soll bei zwei Millionen Euro liegen. Laut dem TV-Sender Sky ist der Vertrag auch schon unterschrieben. Auch österreichische Medien vermelden, dass die Entscheidung gefallen sei. Die Kölner Verantwortlichen kommentieren die Gerüchte bekanntlich nicht. Zuletzt gab Sportdirektor Christian Keller an, sich bis zum letzten Spieltag des Jahres nur auf den Fußball zu fokussieren. Erst dann ginge es um die Kaderplanung. Das natürlich nur offiziell. Denn hinter verschlossenen Türen werden natürlich auch weiterhin Gespräche geführt.

So wohl auch mit Ivan Prtajin. Der Stürmer gilt noch immer als mögliche Lösung für die Vakanz im Sturmzentrum. Doch auf der Zielgeraden befindet sich der Deal offenbar noch lange nicht. Denn es gibt Konkurrenz. So vermeldet Sky, dass auch der 1. FC Kaiserslautern an dem Stürmer interessiert sei und es bereits Gespräche zwischen dem Management und den Roten Teufeln gegeben habe. Schon im vergangenen Sommer war der Angreifer wohl ein Thema am Betzenberg. Laut übereinstimmenden Medienberichten sind auch der FC St. Pauli und der 1. FC Heidenheim weiterhin an dem Stürmer, der am Freitag erstmals Bundesliga spielte, interessiert. Lautern und Köln sollen aber die besseren Karten haben. Wie die Neue Presse berichtet, ist Hannover dagegen raus. Heidenheim soll neben dem FC auch an Julian Hettwer interessiert sein. Der Dortmunder Youngster schließt dem Vernehmen nach aber auch einen Verbleib beim BVB nicht aus.

Wie geht es weiter mit Tim Lemperle und Dejan Ljubicic?

Wie es mit dem Verbleib der Kölner Spieler aussieht, deren Verträge auslaufen, ist dagegen fraglich. Unter anderem vermeldet Sky, dass die Entscheidung bei Tim Lemperle gefallen sei. „Es gibt eine Entscheidung, die heißt: Abgang beim 1. FC Köln“, sagte Transfer-Experte Florian Plettenberg am Freitagabend in der Sendung „Transfer Update“. Lemperle hat bis zum kommenden Sommer Vertrag, würde die Kölner also ablösefrei verlassen. Zwar habe der Stürmer bislang noch keinen Vertrag unterschrieben, eine Vertragsverlängerung sei beim FC aber auch nicht geplant. Nach wie vor reißen die Gerüchte um die TSG Hoffenheim bei Lemperle nicht ab. Und nach Informationen von come-on-fc.com sind die Sinsheimer der Favorit. Laut Sky befindet sich der Angreifer aber auch in Gesprächen mit anderen Vereinen.

Auch Dejan Ljubicic soll gleich auf mehreren Wunschzetteln einiger Bundesligisten stehen. Und neben dem 1. FC Union Berlin soll laut der „Bild“ dann doch auch wieder der VfL Wolfsburg interessiert sein. Anfang der Woche hatte ein Online-Portal vermeldet, dass Ljubicic sich mit Vertretern des Bundesligisten in einem Kölner Hotel getroffen habe. Doch der Termin war wohl privater Natur. Und doch buhlen die Wölfe um den Österreicher. Und ein Wechsel scheint selbst im Winter nicht ausgeschlossen. Immerhin wäre in diesem Winter noch eine geringe Ablöse zu verdienen, im Sommer könnte auch Ljubicic ablösefrei gehen. FC-Trainer Gerhard Struber will seinen Landsmann aber unbedingt halten.

Dennoch kündigen sich auch für diesen Winter Wechsel an. Unter anderem wird Florian Dietz mit Rot-Weiss Essen wieder in Verbindung gebracht. Eine Leihe scheint eine Option zu sein. Auch Elias Bakatukanda könnte ein Leihkandidat sein. Abgänge könnten auch weiterhin Sargis Adamyan und Steffen Tigges sein. Dem Vernehmen nach gibt es zudem Interesse aus der Premier League an Jonas Urbig.


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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Vier Rückkehrer: In Regensburg Heimat, Debüt und Torjäger – beim FC Leader, Reservist und aussortiert

Eric Martel und Jonas Urbig
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Vier Rückkehrer: In Regensburg Heimat, Debüt und Torjäger – beim FC Leader, Reservist und aussortiert

Gleich vier aktuelle Profis des 1. FC Köln spielten einst für den kommenden Gegner. Alle vier verbuchten Meilensteine ihrer Karriere beim Jahn. Doch die Wege hätten wohl kaum unterschiedlicher fortgeführt werden können. Diese FC-Profis spielten erfolgreich für Regensburg.

Eric Martel spielte in der Jugend für Jahn Regensburg, kommt aus der Gegend, Jonas Urbig, Philipp Pentke und Sargis Adamyan machten erste wichtige Schritte beim Zweitligisten. Doch die Entwicklung seither könnte kaum unterschiedlicher sein. Diese FC-Profis spielten erfolgreich für Regensburg.

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Die Länderspielreise im Oktober war für Eric Martel noch einmal besonders emotional. Und das sicher nicht nur, weil der Sechser als Kapitän der U21-Nationalmannschaft mit dieser die Qualifikation für die Europameisterschaft im kommenden Sommer in der Slowakei klar machte. Vielmehr war die Begegnung gegen den Nachwuchs aus Bulgarien eine Rückkehr in die alte Heimat. „Ich bin beim Einlaufen echt ein bisschen emotional geworden, das hätte ich nicht gedacht“, sagte Martel nach dem 2:1-Erfolg und seiner Rückkehr nach Regensburg. „Es war etwas Besonderes, weil ich damals Balljunge im Jahnstadion war, und jetzt die U21 als Kapitän anzuführen, war für mich schon etwas sehr Besonderes – und mit dem Sieg und vor den Familienmitgliedern umso schöner.“

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Struber: „Eric, der Furchtlose“

Dass die Familie im Oktober vor Ort war, ist nicht wirklich verwunderlich. Die Familienmitglieder könnten auch gut am kommenden Sonntag beim Auswärtsspiel des 22-Jährigen dabei sein. Denn für Martel ist die Begegnung in Regensburg die Rückkehr in seine Heimat. Keine 50 Kilometer vom Stadion des Jahn entfernt, in Straubing wurde der Sechser geboren. Nach einer kurzen Zeit beim RSV Ittling wechselte der heutige FC-Profi in die Nachwuchsabteilung des Jahn und blieb fünf Jahre dort, bevor es weiter nach Leipzig ging. Aus dieser Zeit in Regensburg kennt auch Christian Keller den Sechser. Der Sportdirektor war damals Geschäftsführer Sport beim SSV und lotste Martel viel später nach Köln. Einer der sehr gelungenen Transfers von Keller. Für Martel ist es die erste Liga-Rückkehr in die Heimat.

Und Martel kehrt natürlich als anderer Fußballer zurück. Der Mittelfeldspieler ist mittlerweile absoluter Leader bei den Geißböcke, überragte erst gerade beim Pokalspiel gegen Hertha BSC, vor allem durch Willen, Kampfgeist und Leidenschaft. „Eric, der Furchtlose, geht überall dazwischen und bestreitet seine Zweikämpfe meistens auf eine Art und Weise, die auch beim Gegner etwas auslöst“, lobte Gerhard Struber seinen Mittelfeldspieler zurecht. „Er ist so dominant und klar, hat Timing. Es ist auf einem spezielleren Niveau, wie er das im Moment bewerkstelligt.“ Tatsächlich dürfte Martel der wohl stärkste Sechser der 2. Bundesliga sein. Zuletzt immer wieder auch auf der Position des Innenverteidigers und löste nicht nur diese Aufgabe gut. “Zudem lebt Eric von seiner ganzen mentalen Ausprägung der Mannschaft etwas vor, das sehr hilfreich ist, was das Gewinnen angeht. Er hat einfach eine Gewinner-DNA”, so Struber.

Profidebüt für Jahn Regensburg

Auch Jonas Urbig war damals mit der U21-Nationalmannschaft in Regensburg dabei – allerdings als Nummer zwei auf der Bank. Ob der Keeper zu diesem Zeitpunkt schon wusste, dass er beim FC eine ähnliche Rolle übernehmen solle, ist unwahrscheinlich. Dennoch war auch für den Torhüter die Rückkehr ins Jahnstadion sicherlich eine emotionale. Denn der Keeper feierte für Regensburg seinen Profidebüt. Im Januar 23 wurde Urbig an den Jahn verliehen, um Spielpraxis zu sammeln. Das tat der Keeper, setzte sich als Nummer eins durch und kehrte gestärkt nach Köln zurück. Seit diesem Januar war der 22-Jährige Stammkeeper in Regensburg, in Fürth und zu Beginn dieser Spielzeit auch in Köln. Mittlerweile sitzt der Torhüter auf der Bank. Ob Urbig über den kommenden Sommer hinaus in Köln bleibt, scheint weiterhin unklar.

Sargis Adamyan hat wohl keine große Zukunft mehr in Köln. Der Angreifer stand zuletzt nicht mehr im Kader und kam sogar im Testspiel gegen Aachen nicht zum Einsatz. Wirklich zufriedenstellend ist die Situation wohl nicht. Ganz anders waren die Schritte in Regensburg für Sargis Adamyan. beim Jahn feierte der Angreifer sein Zweitligadebüt und wohl seine erfolgreichste Zeit im deutschen Profifußball. Immerhin erzielte Adamyan in 69 Spielen 20 Tore für den SSV. Unter anderem auch ein Doppelpack gegen Köln. Beim FC sind es in 60 Spielen bis heute vier. Wirklich viele werden wohl auch nicht mehr dazukommen. Adamyan gilt als einer der Wackelkandidaten beim FC. Ein Abschied in diesem Winter ist wohl sehr wahrscheinlich. Wenn die Kölner denn einen Abnehmer für den Offensivspieler finden.

Auch Philipp Pentke spielte einst in Regensburg und feierte persönliche Erfolge. Und was für welche. Kölns Nummer drei spielte in der Regionalliga für den Jahn. Regensburg gelang mit dem Keeper der direkte Durchmarsch in die 2. Bundesliga und Pentke damit das Debüt in der zweithöchsten Spielklasse.


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Transfergerüchte

Von wegen leichter Gegner: Keine gute Bilanz gegen den Jahn, auch Adamyan traf gegen den FC – doppelt

Sargis Adamyan im Trikot von Jahn Regensburg und im Duell gegen Benno Schmitz
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Von wegen leichter Gegner: Keine gute Bilanz gegen den Jahn, auch Adamyan traf gegen den FC – doppelt

Auf dem Papier steht der FC am Sonntag vor einer leichten Aufgabe. Immerhin geht es für Köln zum Tabellenletzten. Allerdings ist die jüngere Bilanz gegen den Jahn alles andere als gut. Der 1. FC Köln kassierte zuletzt drei Niederlagen gegen Jahn Regensburg.

Mit einem Erfolg am Sonntag könnte Köln einen Aufstiegsplatz einnehmen und würde die ohnehin starke Serie der ungeschlagenen Spiele ausbauen. Zwar treffen die Geißböcke auf das Schlusslicht, doch die jüngeren Erfahrungen sind keine guten: Der 1. FC Köln kassierte zuletzt drei Niederlagen gegen Jahn Regensburg.

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Spätestens nach dem verdienten, aber auch glücklichen Pokalerfolg über Hertha BSC am Mittwochabend ist eine gewisse Euphorie rund um den FC wieder zu erkennen. Noch vor sechs Wochen kriselte der FC, Trainer und Sportdirektor galten als angezählt, nun geht die Formkurve wieder nach oben. Auch, wenn es spielerisch noch an vielen Ecken hakt, der FC ist seit sechs Spielen in Serie ungeschlagen. Das gelang Köln zuletzt vor sieben Jahren. Da die Geißböcke in diesen sechs Spielen auch fünf Siege einfuhren, lässt sich der Erfolg aus Kölner Sicht auch wieder auf dem Papier nachlesen. Der FC spielt nach den Erfolgen über Kiel und Hertha BSC erstmals seit 15 Jahren auch in der Rückrunde DFB-Pokal, zudem liegt Köln in der Liga zwar nur auf Rang sieben der Tabelle, aber nur mit einem Zähler Rückstand zu Rang zwei. Je nach Ergebnissen vom Wochenende ist für das Struber-Team am Sonntag also Rang zwei möglich.

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Bittere Bilanz in der jüngeren Vergangenheit

Und ebenfalls auf dem Papier sieht die Ausgangslage für die Begegnung am 15. Spieltag alles andere als schlecht aus. Denn die Kölner bekommen es bekanntlich mit dem Tabellenschlusslicht Jahn Regensburg zu tun. Für unter anderem Christian Keller wird es eine besondere Rückkehr. Der Sportdirektor war schließlich lang genug Geschäftsführer des heutigen Zweitligisten. Und aus dieser Zeit weiß Keller auch, wie unangenehm Regensburg sein kann. Denn die Favoritenrolle ist nur auf dem Papier so eindeutig. „Jahn Regensburg hängt angeschlagen im Eck. Dennoch wissen wir aus Erfahrung, wie gefährlich solche Gegner sind“, sagt auch Gerhard Struber. Der Club aus Bayern hat in dieser Spielzeit erst zwei Siege und zwei Unentschieden eingefahren, demnach zehn Spiele verloren – in der Liga.

Im Pokal zeigte der Jahn durchaus, dass er die Großen ärgern kann. Regensburg gewann in der 1. Runde gegen den VfL Bochum 1:0 und schaltete in Runde zwei die SpVgg Greuther Fürth aus. Erst am Dienstag war gegen den VfB Stuttgart dann Schluss. Sicherlich keine Bilanz, die den Kölner große Sorgen bereiten müsste. Die jüngere Vergangenheit in den direkten Duellen dann vielleicht schon. Denn der FC hat die vergangenen drei Spiele gegen Regensburg allesamt verloren. In der 1. Runde des DFB-Pokals im Sommer ’22 erwischte der Jahn den FC kalt, ging früh durch Treffer von Prince Osei Owusu und Andreas Albers in Führung. Mark Uth und Dejan Ljubicic retteten den FC in die Verlängerung. Nachdem es dort keine Tore gab, entschied das Elfmeterschießen und das zu Gunsten des Außenseiters. Auf Kölner Seite verschossen Jeff Chabot und Kingsley Ehizibue.

Adamyan schießt den FC ab

Anderthalb Jahre zuvor hatten sich die Team im Achtelfinale des Cups getroffen. Damals ging der FC durch Ismail Jacobs und Emannuel Dennis in Führung, Scott Kennedy und Jann George glichen aus. Jorge Meré und Jannes Horn vergaben damals im Elfmeterschießen vom Punkt. Und auch in der Liga setzte es für den FC zuletzt eine empfindliche Pleite gegen Regensburg. Im Mai 2019 kassierten die Kölner eine 3:5-Klatsche. Aus heutiger Sicht erstaunlich: Sargis Adamyan erzielte für den Jahn die Tore zum 0:2 und 1:4. Rafael Czichos hatte den Torreigen mit einem Treffer ins eigene Netz eröffnet. Hamadi Al Ghaddioui erhöhte auf 3:0, Jhon Cordoba sah Rot, die Treffer von Doppelpacker Jonas Hector sowie Anthony Modeste ließen den FC dennoch hoffen, bevor der heutige Heidenheimer Jonas Föhrenbach den Deckel drauf machte. Für Adamyan übrigens nicht der einzige Doppelpack. Unter anderem schnürte der Offensivspieler auch gegen die Bayern einst einen.

Dennoch gab es auch gute Ergebnisse der Geißböcke. Der FC hatte damals beispielsweise das Hinspiel 3:1 gewonnen. Und da die Kölner die beiden Begegnungen in der Saison 12/13 ebenfalls für sich entschieden, ist die Bilanz ausgeglichen. Das wollen die Kölner am Wochenende ändern.


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Transfergerüchte

Die Rote Karte als Gamechanger – im wahrsten Sinne des Wortes und zum richtigen Zeitpunkt

Rote Karte im Spiel des 1. FC Köln gegen Hertha BSC
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Die Rote Karte als Gamechanger – im wahrsten Sinne des Wortes und zum richtigen Zeitpunkt

Die Rote Karte gegen Deyovaisio Zeefuik war nicht nur berechtigt, sie kam für den FC gerade zum richtigen Zeitpunkt. Denn die Begegnung gegen Hertha BSC erinnerte bis dahin in Teilen an die vogelwilden Auftritte vor der Systemumstellung. Vorne zu fahrlässig, hinten zu anfällig war der 1. FC Köln: Die Rote Karte gegen Hertha kam gerade noch rechtzeitig.

Mit dem Platzverweis erwies Deyovaisio Zeefuik der Hertha einen Bärendienst, denn die Dynamik des Spiels änderte sich. Der FC war zunächst erneut zu anfällig in der Defensive. Vorne hingegen vergaben die Kölner erneut zu viele Chancen und erinnerten an einen anderen 1. FC Köln: Die Rote Karte gegen Hertha kam gerade noch rechtzeitig.

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Dass Dejan Ljubicic das Pokal-Achtelfinale gegen Hertha BSC mit einem Foulelfmeter in der letzten Minute entschied, war für die Begegnung symptomatisch. Der FC war über sehr weite Strecken der Partie drückend überlegen, dominant, nur wollte gerade im Schlussdrittel nicht sonderlich viel gelingen. Das lag zum einen am überragenden Ex-Kölner Toni Leistner, der gefühlt jeden Zweikampf für sich entschied, in der Schlussphase der Verlängerung auch an Keeper Tjark Ernst, der noch zwei Versuche aus der Nähe des Winkels fischte und wohl auch an der Einfallslosigkeit der FC-Offensive. „Ich habe das schon oft in Spielen gesehen: Wenn der Gegner die Rote Karte bekommt, wird es schwieriger. Wir haben oft zu viel den Ball geschleppt“, erklärte der Torschütze die Schwierigkeiten, die Köln in weiten Teilen hatte.

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Keller: Als die Kräfte bei Hertha schwanden „hatten wir schon viele Hochkaräter“

Tatsächlich ist das Anlaufen gegen eine in Unterzahl agierende, kompakt verteidigende Mannschaft sicherlich kein Freifahrtschein. Schließlich bieten die Teams in der taktischen Ausrichtung nur wenig Räume. Und da sich die Geißböcke in den vergangenen Wochen ohnehin schwer taten, wenn der Gegner ihnen das Spielgerät überließ, war die zähe Phase in der regulären Spielzeit alles andere als verwunderlich. Das Spiel der Kölner erinnerte doch sehr an die Überzahl gegen Hannover. Erst in der Verlängerung wurden die Geißböcke richtig gefährlich. „Ich glaube gerade in der zweiten Halbzeit der Verlängerung, wo die Kräfte bei Hertha geschwunden sind, hatten wir schon viele Hochkaräter“, sagte auch Christian Keller. „Die stehen in dem 4-4-1 relativ tief und kompakt, machen einen engen Block und da musst du dich erstmal durchspielen. Wir haben es geduldig probiert“, so der Sportdirektor weiter. Und: „Du musst dann aber auch auf Konterverhinderung aus sein.“

Das klappte über weite Strecken ebenfalls gut. Der FC stand meist sicher, ließ wenig zu. Einzig der eingewechselte Fabian Reese sorgte in wenigen Szenen für ein wenig Schnappatmung, wenn er mit Timo Hübers in Laufduelle startete. Der andere Teil der Wahrheit ist aber, dass die Hertha dem FC mit dem Platzverweis ganz offensichtlich einen sehr großen Gefallen tat. Denn eben die Konterabsicherung war in den ersten 25 Minuten alles andere als gut. Bis zur Roten Karte gegen Deyo Zeefuik schien FC-Trainer Gerhard Struber nämlich nicht nur personelle Änderungen vorgenommen zu haben. Auch taktisch traten die Geißböcke anders auf, liefen wieder sehr hoch und aggressiv an. Und zunächst auch erfolgreich. So kam Tim Lemperle nach einem Fehler des unter Druck gesetzten Pascal Klemens nach 45 Sekunden schon zum ersten Abschluss.

In der Defensive wieder zu anfällig

Das Spiel der Kölner der ersten 25 Minuten erinnerte nämlich viel mehr an die Begegnungen zu Saisonbeginn. „Wir sind richtig gut in das Spiel reingestiegen und haben gute Pressingmomente gehabt“, fand dementsprechend auch Gerhard Struber. Der FC erspielte sich erste gute Chancen, vergab diese aber auffallend leichtfertig. Und der Offensivdrang störte einmal mehr die Balance des Teams. Denn der FC war in der Defensive viel zu anfällig, weil gerade in den Umschaltmomenten viel zu große Räume zwischen den Reihen und Positionen entstanden. So war Derry Scherhant in den ersten 25 Minuten mehrfach auf der linken Seite durch, offenbar hatten die Hertha-Verantwortlichen die rechte Kölner Defensivseite als Schwachstelle ausgemacht. Auch der Pass in die Schnittstelle, der letztlich den Elfmeter mit sich brachte, war einfach zu schlecht verteidigt. Umso besser die beiden Grätschen, die Jan Thielmann gegen den Hertha-Spieler noch auspackte.

Und so veränderte Deyovaisio Zeefuik die komplette Dynamik des Spiels, als der Niederländer Timo Hübers niederstreckte. „Er ist ein guter Junge, der alles für den Erfolg tut“, sagt Hertha-Trainer Christian Fiel. „Er hat einen großen Fehler gemacht, der ihm nicht passieren darf. Er weiß, was er der Mannschaft für einen Bärendienst erwiesen hat. Aber es ist ein Mannschaftssport, und die Mannschaft hat es auszumerzen versucht.“ Und tatsächlich wäre das auch beinahe gut gegangen. Denn die Hertha konzentrierte sich zunehmend auf die Defensivarbeit, stand kompakt und ließ den FC erfolglos anlaufen. „Witzigerweise haben wir dann diesen Zugriff in Überzahl nicht mehr in das Spiel hineinbekommen“, sagte Struber, der unterm Strich froh sein konnte, dass Berlin eben in der Offensive gar keinen Zugriff entwickelte und Köln den letzten Elfmeter des Spiels zugesprochen bekam.


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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Heintz vs. Niederlechner: Dauerfede der ehemaligen Weggefährten – Punktsieg für den „Rotwein“ Heintz

Dominique Heintz im Duell des 1. FC Köln gegen Hertha BSC
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Heintz vs. Niederlechner: Dauerfede der ehemaligen Weggefährten – Punktsieg für den „Rotwein“ Heintz

Im Duell zwischen dem 1. FC Köln und Hertha BSC geraten wie in der Liga Dominique Heintz und Florian Niederlechner aneinander. An diesem Abend mit dem besseren Ausgang für den Kölner. Punktsieg für Dominique Heintz im Privatduell.

Mit dem 2:1-Erfolg über Hertha BSC hat sich der FC für die Runde der letzten Acht im Pokal qualifiziert. Das unterhaltsame Spiel war auch von einigen Nickeligkeiten geprägt. Unter anderem gerieten zwei Akteure aneinander, die schon gemeinsam in einem Club spielten. Dieses Mal gab es einen Punktsieg für Dominique Heintz im Privatduell.

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Dominique Heintz und Florian Niederlechner scheinen auf dem Fußballplatz keine besonders großen Freunde mehr zu werden. Zumindest gerieten die beiden Akteure in den vergangenen beiden Begegnungen des 1. FC Köln gegen Hertha BSC immer wieder aneinander. Schon im Ligaspiel in Berlin vor gut einem Monat gab Florian Niederlechner nach knapp 20 Minuten scheinbar grundlos eine deutliche Visitenkarte ab. Mit offener Sohle rauschte der Angreifer in Kölns Innenverteidiger. Der FC-Profi musste minutenlang behandelt werden, machte dann weiterhin, um das Spiel zehn Minuten vor Spielende zu verlassen. Natürlich nicht, ohne sich bei Niederlechner mit einem rustikalen Einsatz zu revanchieren. „Wenn er den Ball nicht leicht berührt, ist das, glaube ich, Rot. Er hat mir mit dem gestreckten Bein den kompletten Knöchel und die Wade auseinander genommen”, sagte Heintz nach dem Duell.

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Niederlechner trifft ins eigene Netz

Und im Pokal ging das Scharmützel am Mittwochabend weiter. Heintz wollte das Spiel mit einem Einwurf schnell machen, der Berliner Stürmer spitzelte dem Kölner den Ball weg, der sich wiederum mit einem Schubser revanchierte. Niederlechner ging theatralisch zu Boden und rieb sich anschließend immer wieder den offenbar schmerzenden Arm. Immerhin sah der Angreifer im Gegensatz zu Heintz nicht die Gelbe Karte. Die beiden Streithähne schickten sich noch ein paar warme Worte hinterher, bevor sich die Gemüter wieder beruhigten. Nur wenige Minuten später folgte für Niederlechner die Quittung. Nach einer Ecke bekam Heintz den Ball ans Gesäß, die Kugel sprang auf das Knie des Angreifers und von da ins Netz: Eigentor, der FC war mit dem Ausgleich wieder dran.

Struber: „Er ist wie ein Rotwein, der scheinbar immer besser wird“

Auch anschließend kreuzten sich die Wege einige Male. Insgesamt hatte der Stürmer im Duell gegen den FC wenige auffällige Aktionen. Ganz anders Heintz. Der Abwehrspieler gehörte wieder einmal zu den besseren Kölnern. „Er ist wie ein Rotwein, der scheinbar immer besser wird“, sagte Gerhard Struber. „Heintzi ist ein verlässlicher Partner auf dem Platz, bei dem man weiß, was man kriegt. Er antizipiert Momente einfach schnell und ist kognitiv auf einem hohen Level.“ Tatsächlich strahlt der Routinier dabei auch eine angenehme und souveräne Ruhe aus. Und Heintz schaltete sich auch immer wieder in die Vorwärtsbewegung ein. Unter anderem brachte der Innenverteidiger eine perfekte Flanke auf Tim Lemperle, die dieser frei stehend nicht verwerten konnte. Im Ligaspiel hatte Heintz dem Stürmer mit einem Pass in die Tiefe das entscheidende Tor vorbereitet.

Nun war Heintz am Ausgleich nicht unbeteiligt, wenn in dieser Form auch nicht wirklich beabsichtigt. Heintz und Niederlechner standen sich in Pflichtspielen mit ihren Teams mittlerweile zehn Mal gegenüber. Vier dieser Begegnungen gingen an die Mannschaft von Heintz, vier endeten Remis. Und die beiden Akteure umgibt auch eine gemeinsame Zeit. In der Saison 18/19 waren beide Akteure für den SC Freiburg in der Bundesliga unterwegs.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Was der Pokalerfolg für den FC bedeutet und wie es im Cup weitergeht

Jubel beim 1. FC Köln nach dem Erfolg in der Verlängerung
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Was der Pokalerfolg für den FC bedeutet und wie es im Cup weitergeht

Erstmals seit 15 Jahren steht der 1. FC Köln wieder in der Runde der letzten Acht im DFB-Pokal. Ein sportlich und wirtschaftlich wichtiger Erfolg. Und dabei muss es nicht bleiben. Wann ist die Auslosung? Wann wird gespielt? Wie hoch sind die Prämien? So geht es für den 1. FC Köln im Pokal weiter.

Mit einem packenden Finish haben die Kölner das Viertelfinale im DFB-Pokal erreicht. Das Endspiel in Berlin ist „nur“ noch zwei Siege entfernt. Laut Matchwinner Dejan Ljubicic ist nun „alles möglich“. Doch auf wen können die Geißböcke überhaupt noch treffen? Wann wird ausgelost? Und welche Prämien haben die Kölner schon eingefahren? So geht es für den 1. FC Köln im Pokal weiter.

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Der verwandelte Elfmeter gegen Hertha BSC unmittelbar vor Ende der Verlängerung war der passende Endpunkt eines dramatischen DFB-Pokal-Achtelfinals. Nach 120 Minuten setzten sich die Kölner verdient, allerdings auch denkbar knapp gegen Berlin durch. Nicht wenige Fans hatten sich sicherlich schon auf das Elfmeterschießen eingestellt. Denn spätestens nach der vergebenen Großchance von Dejan Ljubicic fehlte ein wenig die Fantasie, wie die Kölner das Tor noch aus dem Spiel heraus treffen wollten. Symptomatisch für den Spielverlauf fiel der erste Kölner Treffer durch ein Eigentor von Florian Niederlechner, der zweite durch den verwandelten Foulelfmeter von Ljubicic. Ironischer Weise war zuvor auch das dritte Tor des Abends nach einem Strafstoß gefallen.

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Struber: „Emotional ist das jetzt schon eine riesen Erleichterung“

Doch am Ende des Tages wird über das „Wie“ wohl schon bald nicht mehr gesprochen werden. Die Geißböcke stehen erstmals seit 2010 wieder in einem Viertelfinale des Cups. Die Kölner haben damit nichts Historisches vollbracht, aber immerhin etwas sehr Beachtliches. „Emotional ist das jetzt schon eine riesen Erleichterung und gleichzeitig auch eine riesen Freude. Weil wir mit dem Staff und mit der Mannschaft etwas erreicht haben, was es beim 1. FC Köln lange nicht gegeben hat“, sagte dementsprechend auch Gerhard Struber. Tatsächlich haben die Kölner in den vergangenen 20 Jahren nur einmal die Runde der letzten Acht erreicht. Seit dem letzten Pokalsieg 83 kamen die Geißböcke noch einmal in ein Finale, scheiterten zwei Mal im Halbfinale und drei Mal im Viertelfinale. Nun steht Köln zum achten Mal seit mehr als 40 Jahren wieder im Viertelfinale.

Ganz nebenbei blieben die Geißböcke zum sechsten Mal in Serie in einem Pflichtspiel ohne Niederlage. Das gelang den Geißböcken zuletzt in der Spielzeit 16/17 mit acht ungeschlagenen Spielen in Folge. Die Serie wird den Kölnern Selbstvertrauen für den Endspurt des Jahres geben, sie gibt Struber in vielen Entscheidungen recht. „Der Pokalerfolg ist sportlich wichtig. Wir wollten eine Runde weiterkommen“, sagte deswegen auch Christian Keller. Nach der Krise vor knapp anderthalb Monaten werden die Kölner also im DFB-Pokal überwintern, wenn es auch in der Liga so weiterläuft auf Tuchfühlung mit den Aufstiegsplätzen bleiben, vielleicht sogar ein wenig mehr und die FC-Verantwortlichen scheinen auch die ersten wichtigen Personalien vor Weihnachten einzutüten. Der FC scheint die Kurve bekommen zu haben.

Ljubicic: „Jetzt ist alles möglich“

Neben dem sportlichen Erfolg ist der wirtschaftliche aber ein ebenso wichtiger. Die Geißböcke haben alleine an Prämien nahezu 3,4 Millionen Euro im Pokal eingespielt. Für das Erreichen des Viertelfinales gibt es 1,7 Millionen Euro. Die sind aber nicht für weitere Transfers vorgesehen. „Jeder Euro mehr tut dem FC gut. Aber die Planungen im Winter sind unabhängig davon“, hatte Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspieltabeilung, am vergangenen Montag gesagt. Für das Erreichen des Halbfinales wären sogar noch einmal 3,4 Millionen Euro drin. „Jetzt ist alles möglich“, sagte der Matchwinner Ljubicic am Mittwochabend. Der Blick geht nun Richtung Auslosung des Viertelfinales. Die findet am 15. Dezember gegen 15.45 Uhr statt, also unmittelbar nach der Begegnung der Kölner gegen den 1. FC Nürnberg und wird im ZDF übertragen.

Und dem FC droht ein schweres Los. Denn im Topf befinden sich mit dem Deutschen Meister Bayer Leverkusen, dem Vizemeister VfB Stuttgart sowie RB Leipzig noch drei der Top-Vier der vergangenen Bundesliga-Saison sowie mit dem VfL Wolfsburg, Werder Bremen und dem FC Augsburg drei weitere Bundesligisten. Das Feld komplettieren Drittligist Arminia Bielefeld sowie der FC. Bielefeld hat als Drittligist definitiv Heimrecht. Die Spiele werden am 4. und 5. sowie 25. und 26. Februar 2025 ausgetragen. Und das eben mit Kölner Beteiligung.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Spieler und Trainer erklären: Deswegen übernahm Ljubicic nach seinem Fehlschuss die Verantwortung

Dejan Ljubicic vergibt die große Chance
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Spieler und Trainer erklären: Deswegen übernahm Ljubicic nach seinem Fehlschuss die Verantwortung

Mit seinem Treffer in letzter Minute avancierte Dejan Ljubicic gegen Hertha BSC zum Matchwinner. Danach sah es während des Spiels nicht immer aus. Zumal der Österreicher eine sichere Torchance leichtfertig vergab. Und dennoch wurde der 27-Jährige zum Pokalheld. Darum übernahm Ljubicic die Verantwortung.

Der dramatische Pokalfight gegen Hertha fand mit dem Treffer von Dejan Ljubicic ein passendes Ende. Der FC steht in der Runde der letzten Acht und überwintert endlich mal wieder im Pokal. Der Österreicher avancierte zum Matchwinner. Danach hatte es lange nicht ausgesehen. Darum übernahm Ljubicic die Verantwortung.

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Die Gelbe Karte nahm er billigend in Kauf, er hatte sie sich bewusst abgeholt. Doch in diesem Moment musste die Erleichterung einfach raus. Dejan Ljubicic riss sich das Trikot vom Körper und rannte Richtung Fans, die Jubeltraube der Mitspieler ließ natürlich nicht lange auf sich warten. „Eine gewisse Spannung war schon da“, gab der Österreicher zu, der erst wenige Minuten zuvor zum Elfmeterpunkt geschlichen war. Es liefen bereits die Schlussminuten im Achtelfinale des DFB-Pokals und dem 27-Jährigen wird klar gewesen sein, dass er den FC mit einem Treffer in die Runde der letzten Acht und das zum ersten Mal seit 15 Jahren schießen würde. Das Selbstvertrauen muss man dann auch erst einmal haben. „Dass er den am Ende macht, spricht für ihn“, sagte Sportdirektor Christian Keller.

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Ljubicic: „Ich glaube, ich war mir zu sicher“

Dass der Mittelfeldspieler antrat, war in gewisser Weise auch Ehrensache. „Ich wollte es ausbessern, weil ich zuvor eine riesige Chance hatte“, sagte Ljubicic, der mit dem Wort „riesig“ noch heftig untertrieb. Gut 20 Minuten zuvor hatte der Österreicher die Entscheidung im Grunde schon auf dem Fuß. Leart Pacarada spielte den Ball mit Wucht von der linken Seite Richtung langer Pfosten. Die Kugel rauschte durch die komplette Box und kam wenige Zentimeter vor dem leeren Tor zu Ljubicic, der Österreicher brauchte eigentlich nur noch den Fuß hinhalten. In der einseitigen Begegnung, vor allem in Überzahl, wäre Berlin wohl nicht mehr zurückgekommen. Wäre, denn Ljubicic brachte das Kunststück fertig, den Ball eben nicht im Tor unterzubringen. „Es war für mich sehr überraschend, dass er den Ball nicht über die Linie bugsiert hat. So wie man es normal von ihm gewohnt ist“, sagte auch Gerhard Struber nach der Begegnung.

Doch dem Trainer imponierte auch, dass Ljubicic sich dann doch den Ball unmittelbar vor Spielende nahm. „Ich schätze es, wenn man nicht aufgibt“, sagte der Coach und nannte Ljubicic als gutes Beispiel, wenn „dann der zum Matchwinner wird, der kurz davor dieses Thema hatte“. Und dieses Thema war für den Torschützen auch tatsächlich eins. „Das war schon ein paar Minuten in meinem Kopf drinnen“, gab der 27-Jährige zu. Kein Wunder, Ljubicic trat auf den Ball, statt gegen die Kugel, verpasste die Vorentscheidung. „Ich glaube, ich war mir zu sicher, dass der Ball drinnen sein wird. Dann passiert das“, suchte der Österreicher nach Erklärungen, um dann doch ein schnelles Fazit zu finden. „Am Ende habe ich es ja ausgebessert.“ Und ganz nebenbei die Entscheidung erzielt.

Ljubicic: „Jetzt ist alles möglich“

Dabei war Ljubicic durchaus als Schütze für den Elfmeter vorab ausgemacht. „Er ist vorgesehen, weil wir viel Vertrauen haben in seine Passqualität. Und die stellt er nicht nur bei den Elfmetern unter Beweis“, sagte Struber. Dass Ljubicic sich nach diesem Thema dann die Kugel nahm, „zeigt einmal mehr, wie reif er ist. Er hat das Ding für uns geregelt. Man sieht, wie wichtig er für die Mannschaft ist.“ Auch deswegen wollen die Kölner den Vertrag mit dem Mittelfeldspieler gerne verlängern. Erst in den vergangenen Tagen waren Gerüchte um den Mittelfeldspieler aufgetaucht. Der Österreicher habe sich mit Scouts von Wolfsburg getroffen, wurde von einem Online-Portal vermeldet. Dabei handelte es sich aber offenbar um einen privaten Termin. Auch Union Berlin soll an dem Mittelfeldspieler interessiert sein.

Ljubicic will sich weiterhin auf den FC fokussieren, sagte der Spieler am vergangenen Wochenende. Das Ziel ist natürlich der Aufstieg, doch seit Mittwochabend könnte ein weiteres dazu gekommen sein. Denn die Kölner sind nach dem 2:1-Erfolg nur noch zwei Siege vom Finale in Berlin entfernt. „Jetzt ist alles möglich“, sagte Ljubicic. „Der Gegner ist mir egal. Ich würde mir wünschen, dass wir zu Hause spielen.“ Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Ljubicic auch im Pokal nicht seinen besten Tag erwischte. Der 27-Jährige lief sich einige Male fest, verpasste den richtigen Moment des Abspiels oder fand den Mitspieler nicht. Der Österreicher sucht weiterhin nach seiner Form. Vielleicht gibt der verwandelte Elfmeter gegen Hertha BSC das nötige Selbstvertrauen.


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