Wird Marvin Obuz gegen seinen Ex-Club zur Option?

Marvin Obuz im Trikot des 1. FC Köln
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Wird Marvin Obuz gegen seinen Ex-Club zur Option?

Für Marvin Obuz könnte die Begegnung gegen Holstein Kiel eine besondere sein. Der 22-Jährige gab vor genau drei Jahren sein Profi-Debüt und spielte später bei den Störchen. Könnte, weil der Offensivspieler kaum Einsatzzeit bekommt beim 1. FC Köln: Wird Marvin Obuz zur Option?

Für die Begegnung des 1. FC Köln gegen Holstein Kiel hat FC-Trainer Gerhard Struber ein paar „frische Gesichter“ angekündigt beim 1. FC Köln: Wird damit Marvin Obuz zur Option? Der 22-Jährige kennt die Störche noch aus seiner Leihe nach Kiel. Eine Einsatzgarantie ist das sicherlich nicht.

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Wenn Marvin Obuz am Abend das Kölner Stadion betritt, dann jährt sich das Profi-Debüt des 22-Jährigen nahezu auf den Tag genau zum dritten Mal. Das gab der Offensivspieler Ende Oktober 21 in der 2. Runde des DFB-Pokals, allerdings nicht in Köln, sondern beim Auswärtsspiel in Stuttgart. Der FC setzte sich unter der Leitung von Steffen Baumgart und nach einem Doppelpack von Anthony Modeste durch, zog in die dritte Runde ein. Dort war gegen den HSV Schluss, Obuz seit dem Spiel gegen den VfB nur noch einmal im Kader und da ohne Einsatzzeit. Wie gerne sich das Kölner Eigengewächs an das Profidebüt zurückerinnert, ist offen. Eine bemerkenswerte Premiere war es jedenfalls nicht. Denn der Offensivspieler kam in der Nachspielzeit und wohl auch nur aus taktischen Gründe. Am Ende stand in der offiziellen Statistik gerade einmal eine Einsatzminuten.

Kaum Einsatzzeit in Kiel

Es folgte in der gesamten Saison keine weitere – auch oder erst recht nicht in der Liga. Und so folgte im Sommer 22 ein Leihkonstrukt um den Spieler, der beim FC immer als großes Talent eingeordnet war, über Einsatzzeit den Durchbruch beim FC ein Stückchen näher zu bringen. Die Reise ging zum heutigen Gegner. Obuz wurde an Holstein Kiel verliehen. Denn mit den Störchen hatte der FC gute Erfahrung gemacht. Salih Özcan wurde in Kiel zum Stammspieler, empfahl sich für mehr beim FC und später in Köln für mehr beim BVB. Auch, wenn Özcan mittlerweile in Wolfsburg kickt, ist der Karriereweg sicherlich einer, der auch einem jungen Offensivspieler wie Obuz im Hinterkopf umherschwirrt. Nur wollte es in Kiel für den gebürtigen Kölner so gar nicht klappen.

Nach einer durchwachsenen Saison standen auf Obuz Leistungsblatt gerade einmal zehn Liga-Einsätze, davon neun als Joker, insgesamt 143 Minuten Zweitliga-Erfahrung. „Das hatte ich mir natürlich anders vorgestellt. Ich habe gelernt, mich selbst und verschiedene Situationen anders einzuschätzen und besser damit umzugehen“, sagt der Offensivspieler auf der FC-Homepage. „Es macht in persönlich schwierigen Situationen aber keinen Sinn, schlechte Stimmung zu verbreiten oder schlecht gelaunt zum Training zu kommen. Man muss einfach Gas geben und die Chance nutzen, wenn sie kommt.“ Bei Kiel kam die Chance nicht mehr so recht. Obuz spielte in der zweiten Mannschaft, kehrte zum FC zurück, um dann den Weg in die 3. Liga zu gehen. Obuz wurde mit der gleichen Motivation wie in der Vorsaison an Rot-Weiss Essen verliehen.

Struber kündigt „frische Gesichter“ an

Aber mit einem anderen Ergebnis. Denn bei RWE startete der mittlerweile 22-Jährige im vergangenen Jahr durch. 34 Mal stand Obuz in der 3. Liga auf dem Feld, 31 Mal von Beginn an. Der Offensivspieler erzielte sieben Tore, bereitete 14 weitere vor. Unabhängig der Transfersperre empfahl sich Obuz beim FC für mehr, die Sanktion der FIFA wird dem Eigengewächs dennoch in die Karten gespielt haben. Denn früh war klar, dass die Kölner wohl viele ihrer Leihspieler halten wollen würden. So auch Obuz. Allerdings kommt der ehemalige U20-Nationalspieler unter Gerhard Struber nicht so recht zum Zug. Zwei Kurzeinsätze hat Obuz vorzuweisen, ansonsten nur Bankzeit. Die Chancen stehen zumindest nicht schlecht, dass sich das am Abend im Pokal ändert.

Nach dem schwachen Auftritt gegen Paderborn hat Gerhard Struber angekündigt, dass auch ein „paar frische Gesichter“ gegen Holstein Kiel zum Einsatz kommen werden. Namen nannte der Trainer natürlich nicht. Es ist also nicht gesagt, dass Obuz gegen seinen Ex-Verein auch wirklich spielt. Allerdings fehlen dem FC einige Offensivkräfte. Sargis Adamyan und Mark Uth sind krank oder verletzt. Hinter Damion Downs steht ebenfalls ein Fragezeichen und Florian Kainz ist gesperrt. Für Obuz wäre der Einsatz gegen die Störche ein besonderes Spiel. „Es ist doch schön, wenn man Freunde trifft, die man aufgrund der großen Entfernung schon länger nicht mehr gesehen hat. Ich freue mich darauf“, sagte der gebürtige Kölner. Dafür müsste der 22-Jährige dann nur zum Einsatz kommen. 

Die Begegnung gibt es ab 19:30 Uhr bei come-on-fc.com im Liveticker.


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Schicksalsspiel?

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Offensive vs Defensive

Marvin Schwäbe gegen Kiel in der Startelf

Marvin Schwäbe ist Torhüter beim 1. FC Köln
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Marvin Schwäbe gegen Kiel in der Startelf

Marvin Schwäbe kehrt am Dienstag in die Startelf des 1. FC Köln zurück. Das erklärte Gerhard Struber am Montag auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Holstein Kiel. Der Keeper habe sich durch Leistungen empfohlen. Eine grundsätzliche Änderung wird das aber wohl nicht sein.

Dass es nach dem trostlosen Auftritt gegen Paderborn Änderungen beim FC gibt, kommt nicht überraschend. Diese Personalie vielleicht schon: Marvin Schwäbe kehrt am Dienstag in die Startelf des 1. FC Köln zurück. Das gab der Trainer auf der Pressekonferenz am Montag bekannt.

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Dass der 1. FC Köln gegen Holstein Kiel ein anderes Gesicht zeigen muss und will, ist nach den vergangenen Tagen und der aktuellen Saisonbilanz alles andere als überraschend. Insofern war es auch nicht verwunderlich, dass Gerhard Struber genau das in der Pressekonferenz am Montag vor dem Spiel gegen Kiel ankündigte. „Es war zwei Mal eine Leistung, die wir uns so nicht vorstellen. Aber wir wissen, was wir zu tun haben und auch schnell verändern können, um den nächsten Schritt zu machen“, sagte der Trainer. Und das ganz offensichtlich nicht nur vom grundsätzlichen Auftreten. „Es werden viele aktuelle Spieler das Vertrauen bekommen. Gleichzeitig wird es aber auch das ein oder andere frische Gesicht geben. Aufgrund der Matchbelastung schauen wir uns das heute noch mal an.“

Schwäbe kehrt zurück in die Startelf

Zwar wollte sich Struber nicht zu sehr in die Karten schauen lassen, doch eine Personalie sprach der Coach dann doch konkret aus: „Weil er so professionell unterwegs ist und uns im Training zeigt, wie wichtig er für die Mannschaft ist, wird Marvin Schwäbe von Beginn an starten“, sagte der Trainer. Dabei wird es sich aber voraussichtlich nicht um eine permanente Veränderung handeln. Schließlich ist Jonas Urbig gesetzt und war schon zum Ende der vergangenen Saison als Nummer eins auserkoren worden. Für das große Talent fand der Trainer besonders lobende Worte: “Jonas Urbig ist ein ganz großes Torwart-Talent. Ich habe in meiner Zeit als Fußballtrainer schon mit sehr guten Torhütern arbeiten dürfen. Er bringt dabei ein Profil mit, das ich so noch nicht gesehen habe”, sagte der 47-Jährige.

Urbig wird dem Vernehmen nach von zahlreichen Top-Clubs aus Europa beobachtet. Unter anderem sollen angeblich der FC Bayern München und Bayer Leverkusen ein grundsätzliches Interesse haben. Der Vertrag des Keepers läuft noch bis 2026 und könnte für den FC insofern zu einem Problem werden. Schließlich würden die Kölner nur im kommenden Sommer eine ordentliche Ablöse kassieren, sollte Urbig nicht verlängern. Ein gutes Argument wäre sicherlich die Rückkehr in die Bundesliga und natürlich ein Stammplatz, den der Keeper wohl bereits am kommenden Samstag wiederbekommt. Schwäbe liebäugelt unterdessen mit einem Abschied zum Winter. Der Keeper wollte den Verein bekanntlich schon im Sommer verlassen, fand aber keinen neuen Club. Zuletzt hatte Schwäbe bei der 1:4-Niederlage gegen Heidenheim für den FC ein Pflichtspiel bestritten. Nun bekommt er am Dienstag weitere Spielzeit.

Dicke Fragezeichen stehen weiterhin hinter Damion Downs sowie hinter Max Finkgräfe, die beide „ein bisschen kränkeln“, so der Trainer. Ansonsten fehlt auch Sargis Adamyan, der sich einen Faszienriss zugezogen hat. Zu der Personalie Mark Uth äußerte sich der Trainer nicht.


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Timo Hübers auf der Suche nach der Form

Timo Hübers beim 1. FC Köln
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Timo Hübers auf der Suche nach der Form

Zwar war der 1. FC Köln gegen den SC Paderborn deutlich defensiver eingestellt, fehlerfrei blieb die Kölner Hintermannschaft aber erneut nicht. Im Gegenteil: Individuelle Fehler in der Viererkette kosteten die Punkte für den 1. FC Köln: Timo Hübers ist auf der Suche nach der Form.

Die durchwachsenen und schwankenden Leistungen ziehen sich durch den kompletten Kader und machen auch nicht Halt vor dem Kapitän des 1. FC Köln: Timo Hübers ist auch auf der Suche nach der Form.

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In der vergangenen Spielzeit gab es beim 1. FC Köln nur sehr wenige personelle Lichtblicke. Max Finkgräfe zum Beispiel, vielleicht noch Marvin Schwäbe mit Abstrichen und sicherlich Jeff Chabot. Überhaupt wehrte sich die Innenverteidigung der Kölner gefühlt am ehesten gegen den drohenden Abstieg. Dieser Eindruck konnte zumindest entstehen, allerdings stand auch die Kölner Hintermannschaft unter Dauerdruck. Es gab also viele Chancen, sich auszuzeichnen. Das Kölner Abwehrduo um Chabot und Timo Hübers machte dabei einiges richtig. Dass Hübers wiederum nach dem Weggang seines Nebenmanns zum Abwehrchef werden würde, kam dementsprechend nicht sonderlich überraschend. Zumal der FC aufgrund der Transfersperre nicht sonderlich rosig mit Innenverteidigern ausgestattet ist.

Hübers: „Für den Moment bin ich ratlos“

Auch, wenn die Entscheidung des Trainers zu Saisonbeginn wiederum nicht ganz so klar schien, die Wahl zum Kapitän der Geißböcke war im Grunde auch nur folgerichtig. Hübers gilt als eloquent, Sprachrohr und sollte mit seinen 28 Jahren auch ein Team führen können. Zudem war klar, dass der Abwehrspieler einen Stammplatz in dieser Saison sicher hat. Zu Saisonbeginn spielte der Innenverteidiger auch stark auf, doch die Leichtigkeit ist auch dem Kapitän abhanden gekommen. Beim 4:4 gegen den Karlsruher SC erwischte Hübers bereits einen rabenschwarzen Tag, war an mehreren Toren nicht unbeteiligt, genauso patzte der Abwehrspieler beim 1:5 gegen Darmstadt mehrfach und war auch bei den beiden Gegentoren am vergangenen Freitag mit in der Verlosung. „Wir sind auch sauer, enttäuscht, haben uns das auch anders vorgestellt. Für den Moment bin ich auch ratlos“, sagte der Abwehrspieler zu der Leistung des Teams gegen Paderborn.

Tatsächlich kommt der 28-Jährige in dieser Saison nicht an die Zweikampfquote der Vorsaison. Damals gewann Hüber mehr als 62 Prozent seiner direkten Duelle, jetzt sind es nur 58,6, Julian Pauli kommt auf 58,4. Innenverteidiger wie Hamburgs Sebastian Schonlau kommen auf mehr als 75 Prozent. Insgesamt entschied der Abwehrchef 92 der Zweikämpfe für sich, deutlich weniger als Eric Martel (132). Das ist angesichts der Position aber auch kein Wunder. Auf der anderen Seite aber auch nur vier mehr als Offensivspieler Tim Lemperle – erstaunlich. „Was der Knackpunkt war, dass wir aus einer tieferen Startposition zu sehr in Passivität verfallen sind und die Elemente, die unser Spiel ausmachen, dann gar nicht mehr auf den Platz kriegen“, sagte Hübers zuletzt. „Wir haben kaum Ballgewinne, wir spielen nicht schnell nach vorne und so wird es dann schon schwierig. Dann kommt Verunsicherung dazu, dann wird es bestimmt nicht besser.“

Die Verunsicherung ist spätestens seit der vergangenen Länderspielpause dem ganzen Team anzumerken. Auch Timo Hübers, den sonst offensichtlich nicht viel aus der Ruhe bringen kann. Dabei wäre gerade aktuell eine gewisse Stabilität in der Mannschaft mehr als wichtig. Zuletzt forderte auch Gerhard Struber von seinem Team mehr Verlässlichkeit. Damit wird er auch seinen Kapitän gemeint haben.

 


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„Wellenbewegung“ beim Nachwuchs? Dem FC fehlen in der Krise die Leader

Luca Waldschmidt und Timo Hübers
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„Wellenbewegung“ beim Nachwuchs? Dem FC fehlen in der Krise die Leader

Wenige Monate nach dem bitteren Abstieg befindet sich der FC in der nächsten Krise. Über den Trainer wird diskutiert, über einen möglichen Nachfolger längst spekuliert. In der sportlichen Situation könnten echte Leader helfen, nur sucht man die vergebens beim 1. FC Köln: Der FC braucht echte Leader, nur hat er keine. Zumindest nicht auf konstant hohem Niveau.

Nach der 1:2-Niederlage gegen den SC Paderborn steht der FC unter Druck. Der Trainer scheint angezählt, die Stimmung ist angespannt beim 1. FC Köln: Der FC braucht in der aktuellen Situation echte Leader. Diese zu finden, ist aber alles andere als einfach.

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Lukas Kwasniok sorgte beim 2:1-Erfolg über den 1. FC Köln für ein Novum. Der Trainer des SC Paderborn setzte sich mit den Ostwestfalen in einer Statistik an die Spitze, die bislang ausnahmslos der FC inne hatte. Bislang hatte eben Kölns Trainer Gerhard Struber auf beeindruckende Weise die Idee eines Entwicklungsclubs untermauert – wenn auch unterstützt von der Transfersperre. Bis zum Freitagabendspiel gegen den SCP hatte Struber gleich die acht jüngsten Anfangsformationen der aktuellen Zweitliga-Saison aufgeboten. Am Freitag wurde dann Paderborn mit einem Altersdurchschnitt von 23,6 Jahren zur jüngsten Startelf der Saison. Und Kwasniok verfolgte einen Plan: „Wir haben in der Besprechung gesagt, die jungen Spieler arbeiten ab und die erfahrenen Jungs entscheiden heute das Spiel.“

Komplizierte Beziehung zu den Nachwuchskräften

Gesagt, getan. Kwasnioks Plan ging auf. Die Akteure um den 17-jährigen Luis Engelns bearbeiteten den FC, der erstaunlich defensiv agierte, die Routiniers um den Doppeltorschützen Sven Michel drehten den 0:1-Rückstand zu Gunsten der Ostwestfalen. Unterm Strich kann man nun auch Gerhard Struber ganz sicher nicht vorwerfen, dass er nicht auf den Nachwuchs setzen würde. Immerhin feierten bereits drei Spieler in dieser Saison ihr Profidebüt, der Coach setzte bereits elf (!) Eigengewächse in dieser Spielzeit ein, von denen wiederum mit Tim Lemperle, Julian Pauli, Damion Downs, Mathias Olesen und nun auch Jan Thielmann fünf in dieser Saison auch Tore erzielten. Dennoch scheint der Beziehungsstatus zwischen dem Österreicher und den Nachwuchskräften in gewisser Weise kompliziert.

So sprach der Trainer gleich bei zahlreichen Gelegenheiten von Wellenbewegungen, also Schwankungen, seines Nachwuchses und gab diesem damit in gewisser Weise eine Teilschuld an der aktuellen Situation. „Ich habe es ja schon einige Male gesagt: Wir spielen mit einigen sehr jungen Burschen. Dass wir in manchen Spielen die Stabilität noch nicht ausgestrahlt haben, die wir uns dann wünschen, liegt auch daran, dass wir zum Teil eine sehr unerfahrene Mannschaft haben“, sagte Struber beispielsweise vor der Begegnung gegen den SC Paderborn. Bei den angesprochenen Schwankungen der vielen Nachwuchsspieler – und der jeweilige Altersdurchschnitt der Anfangsformationen beweist, dass es dort im Stammpersonal einige gibt – wäre es also nicht verkehrt, wenn die erfahrenen Spieler funktionieren.

Jetzt braucht es erst recht Leadertypen

Denn gerade auf die wird es wohl in der aktuellen Situation, in den kommenden Spielen, in der Krise, eben unter massiven Druck ankommen. Der FC ist angezählt, steht mit dem Rücken zur Wand. In der Theorie sollten doch die erfahrenen Spieler die jungen leiten. Es braucht die Routiniers als Leadertypen. Sollte man zumindest meinen. Denn die Wahrheit sieht beim FC dieser Tage eigentlich anders aus – in Teilen. Dass einige Kölner Youngster Leistungsschwankungen unterliegen, ist unumstritten. Julian Pauli war zu Beginn der Saison beispielsweis der beste Abwehrspieler der Kette, leistete sich zuletzt aber einige haarsträubende Patzer, Damion Downs unterliegt als Stürmer einem ständigen Auf und Ab, genauso wie Tim Lemperle. De facto sind es aber einige Routiniers, die mindestens genauso, wenn nicht sogar unterperformen und massiven Schwankungen unterliegen.

Leart Pacarada überzeugte im gesamten Saisonverlauf genauso wenig auf konstant hohem Niveau wie Timo Hübers, der seit einigen Wochen, seit dem 4:4 gegen den KSC neben der Spur scheint. Spieler wie Luca Waldschmidt, Sargis Adamyan oder Steffen Tigges laufen überhaupt den Erwartungen, vermutlich auch ihren eigenen, meilenweit hinterher. Florian Kainz spielt noch keine Rolle, Mark Uth fehlt weiterhin. Marvin Schwäbe liebäugelt mit dem Wechsel. Es ist bei den Kölnern wahrlich nicht so, dass die Routiniers aktuell vorangehen und Strubers „junge Burschen“ an die Hand nehmen. Leadertypen wie Jonas Hector sucht man beim FC aktuell vergebens.

„Natürlich erwarten wir von unseren Spieler, dass sie an ihre Leistungsgrenzen kommen. Und egal ob erfahren oder nicht, sollen sie eine gewisse Verlässlichkeit ausstrahlen“, erklärte Struber. Es sei zuletzt eben nicht gelungen, „diese Verlässlichkeit einfach herzustellen.“ Dabei würde diese Verlässlichkeit vielleicht die nötige Stabilität begünstigen. Den Geißböcken scheinen aber gerade in dieser wichtigen Phase auch die richtigen Leader zu fehlen.


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Schicksalsspiel?

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Einzelkritik

Struber nennt es „Bonusspiel“ – Kiel wird aber wohl eher erneut zum ersten Schicksalsspiel

Gerhard Struber beim Spiel des 1. FC Köln
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Struber nennt es „Bonusspiel“ – Kiel wird aber wohl eher erneut zum ersten Schicksalsspiel

Nach der 1:2-Niederlage gegen Paderborn bereitet sich der 1. FC Köln auf das Pokalspiel gegen Holstein Kiel vor. Der Trainer sprach vor der Saison von einer großen Vorfreude auf den Pokal. Diese Vorfreude bekommt einen Beigeschmack für den Coach und den 1. FC Köln: Wird das Bonusspiel für Gerhard Struber zum ersten Schicksalsspiel?

Vor gut drei Jahren spielte der FC gegen Holstein Kiel in der Relegation um den Klassenerhalt. Der FC setzte sich durch. Nun steht möglicherweise erneut ein entscheidendes Duell gegen die Störche an. Allerdings nicht für den 1. FC Köln: Wird das Bonusspiel für Gerhard Steuber zum Schicksalsspiel?

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Als Gerhard Struber den 1. FC Köln übernommen hat, wusste er genau, auf was er sich da eingelassen hat. Zumindest erklärte der Kölner Trainer genau das am Freitagabend nach der 1:2-Pleite gegen Paderborn. „Ich persönlich habe im Sommer gewusst, als ich hier reingesprungen bin, dass diese Aufgabe eine Herausforderung darstellt. Weil die Mannschaft etwas mitgenommen hat und hier ein großer Anspruch herrscht“, sagte der Coach. „Dass man Realität und Anspruch zusammenbringt, das braucht einfach seine Zeit.“ Nur wird Struber diese Zeit wohl eher nicht mehr bekommen. Der Kölner Trainer geht massiv angezählt in die neue Woche und damit in die Vorbereitung auf die zweite Runde des DFB-Pokals, die Begegnung gegen Holstein Kiel. Angesichts der aktuellen Tabellensituation scheint es geradezu grotesk, dass der Österreicher im Sommer vor dem Pokalauftakt gegen Sandhausen vom schnellsten Weg in den internationalen Wettbewerb sprach.

Die Vorzeichen für das Pokalspiel haben sich geändert

Der FC ist aktuell soweit entfernt von Europa wie Struber von einer frühzeitigen Vertragsverlängerung. Im Gegenteil, aktuell deutet eher viel daraufhin, dass die Tage des Trainers beim FC so langsam gezählt sein können. Nach den Begegnungen am Sonntag belegen die Geißböcke den zwölften Tabellenplatz, das mit zwölf von 30 Punkten und vier Zählern Vorsprung auf den Relegationsplatz. In der neuen FC-Doku „Geliebter Fußball“ sprach Struber noch davon, dass er mit seinem Team alles für den Aufstieg tun wolle. So groß ist also die Kluft zwischen Anspruch und Realität. Und so dick ist auch das Brett, dass der Trainer wohl bohren muss, um die Kölner Verantwortlichen von einer möglichen Wende noch zu überzeugen. Mit ein wenig „Ärmel hochkrempeln“ und „einfach dranbleiben“ ist es nicht getan.

Struber spricht gerne von einem Entwicklungsprozess und hat bei den jungen Spielern wohl auch recht. Nur haben die Kölner und allen voran der 47-Jährige keine Zeit mehr für eine großartige Entwicklung. Die Geißböcke müssen liefern. Dabei ist längst nicht gesagt, dass ein Weiterkommen im Pokal, selbst ein Erfolg über Kiel mit attraktivem Offensivfußball, jener Wucht aus den ersten Spielen der Saison, Struber noch zu weiteren Begegnungen verhelfen wird. Der Österreicher sieht die Begegnung gegen den bislang sieglosen Bundesligaaufsteiger als „Bonusspiel“ an. Also eine Begegnung, die über den Alltag hinausgeht. Tatsächlich wäre es das auch unter den vor der Saison erwarteten Vorstellungen. Ein Weiterkommen wäre schon ziemlich gut, vor allem aus finanzieller Sicht, ein Scheitern gegen einen Bundesligisten aber alles andere als ein Beinbruch.

Wird Kiel erneut zum Schicksalsspiel?

Nun wäre ein Scheitern in der aktuellen Situation wohl ein weiterer Schritt in eine Richtung, die nur noch schwer aufzuhalten ist. Die Gerüchteküche brodelt bereits, Namen werden gehandelt, Trainer sogar bereits diskutiert. Es soll einen Plan B geben. Selbst wenn nicht, dem Standing des Kölner Trainers werden die Spekulationen nicht geholfen haben. Und so ist es nicht unwahrscheinlich, dass die Begegnung gegen Kiel, gegen den Relegationsgegner von 2021, wieder ein Schicksalsspiel wird, nur eben nicht für den Club, sondern für Struber und möglicherweise auch für Christian Keller. Vielleicht bekommt der Trainer auch zwei, sogar drei Begegnungen, um sich noch einmal vor einer vorzeitigen Trennung zu retten. Vielmehr Spielraum wird es für den 47-Jährigen bei den Geißböcken wohl nicht geben.

Wenn überhaupt. Denn genauso ist es möglich, dass die Verantwortlichen der Geißböcke einen möglichen Plan-B nicht in der Schublade, sondern bereits auf dem Tisch liegen haben. Beispielsweise, wenn man den Gedanken verfolgt hat, dass zwei Trainingseinheiten vor einem aus finanzieller Sicht nicht ganz unwichtigen Pokalspiel für einen neuen Coach vielleicht einfach zu wenig gewesen sind. Wie der Stand wirklich ist, werden nur die handelnden Personen wissen. Fakt ist: Strubers Vorfreude auf die Begegnung im Pokal wird wohl einen bitteren Beigeschmack haben. Das Bonusspiel kann für den Coach genauso gut ein Schicksals-, vielleicht sogar sein letztes Spiel werden.

 


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Struber bekommt wohl das Vertrauen – die Frage ist nur wie lange und von wem

Gerhard Struber beim Spiel des 1. FC Köln gegen Paderborn
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Struber bekommt wohl das Vertrauen – die Frage ist nur wie lange und von wem

Gerhard Struber wird wohl auch am Dienstag das Pokalspiel des 1. FC Köln gegen Holstein Kiel betreuen. Zumindest bereitet er die Mannschaft darauf vor. Ein Vertrauensbeweis ist das aber nicht beim 1. FC Köln: Gerhard Struber bleibt wohl im Amt – vorerst.

Auch am Dienstag steht der Coach an der Seitenlinie des 1. FC Köln: Gerhard Struber bleibt wohl im Amt – vorerst. Denn ein Vertrauensbeweis ist das noch lange nicht.

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Mit ordentlich Verspätung machten sich die Profis des 1. FC Köln am Sonntag auf zum Franz-Kremer-Stadion. Gerhard Struber leitete dort eine weitere Einheit unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Zuvor hatte es ebenfalls hinter verschlossenen Türen eine Aussprache gegeben. Damit dürfte eine Trennung vom Trainer vor dem Pokalspiel gegen Holstein Kiel wohl vom Tisch sein. Wenn diese zu diesem Zeitpunkt überhaupt auf dem Tisch gelegen hat. Der „Express“ wollte erfahren haben, dass Christian Keller seinen Rücktritt angeboten habe, eine Entscheidung stünde aber noch aus. Damit wäre wohl auch eine Trennung vom Trainer sehr wahrscheinlich gewesen. Nun aber leitete Struber die Einheit am Sonntagvormittag und wird somit am Dienstag wohl noch als Trainer der Geißböcke im Amt sein.

Wie steht es um den Kredit des Trainers?

Dabei ist längst nicht gesagt, ob es sich nur bei der Begegnung gegen Kiel oder den Partien gegen den Bundesligisten und anschließend gegen Hertha BSC um Endspiele für den Österreicher handelt. Nach einem unerschütterlichen Vertrauensbeweis fühlt sich die aktuelle Situation jedenfalls nicht an. Werner Wolf vermied am Samstag in einem Statement zur Situation im Club jegliche Treuebekenntnisse – meistens kein gutes Zeichen. Wobei zur Wahrheit auch gehört, dass zu starke Treuebekenntnisse oft auch nicht mehr als Schall und Rauch sind. Hinter den Kulissen dampft es dem Vernehmen nach am Geißbockheim jedenfalls gewaltig. Ohnehin stellt sich die Frage, wie weit es generell mit dem Vertrauen in den Trainer ist. Fakt ist, der FC steht nach dem zehnten Spieltag auf Rang zwölf der Tabelle.

Nach nahezu dem ersten Saisondrittel nimmt der FC Rang zwölf ein, vier Zähler vor dem Relegationsplatz Richtung Liga 3. Zwölf Punkte aus zehn Begegnungen ist für eine Mannschaft, die sich selbst im Aufstiegsrennen und eigentlich auch in der Bundesliga sieht, einfach viel zu wenig. Struber hat es seit dem Sommer nicht geschafft, die richtige Balance für sein Team zu finden, seine Spielidee auf das vorhandene Personal anzupassen und wich am letzten Spieltag komplett von dieser Idee ab. Eine Entscheidung, die die Mannschaft ganz offensichtlich umso mehr verunsichert und ebenfalls nicht funktioniert hat. So manche Personalentscheidung warf ebenfalls Fragen auf, genauso wie die Durchhalteparolen und Erklärungen für die jüngsten Ergebnisse. Den Kölnern Verantwortlichen dürfen diese Punkte nicht entgangen sein.

Vertrauen und Geduld der Fans sind aufgebraucht

Bei den Fans hat der Trainer offenbar ebenfalls so gut wie jeglichen Kredit verspielt. Die „Struber raus“-Rufe am Freitagabend waren jedenfalls unüberhörbar. Die Wende trauen dem Trainer wohl nur noch wenige Kölner Anhänger zu. In den Sozialen Medien wachsen die kritischen Töne und Unverständnis, dass nicht reagiert wird. Schon seit Wochen werden die Wechsel sowie die Arbeit mit den Nachwuchskräften in Frage gestellt. Einen großen Rückhalt wird Struber bei den Fans nicht mehr finden. Der erklärte noch am Freitagabend, dass man nun die Ärmel hochkrempeln müsse und appellierte an alle Beteiligten, weiterhin zusammenzustehen. Es gelte diese Prüfung zu bestehen.

Inwiefern der Coach die Mannschaft noch erreicht und diese ihm Vertrauen schenkt, liegt im Bereich der Spekulationen. Spurlos werden die vergangenen Tage an dem Team jedenfalls nicht vorbeigezogen sein. Dass Struber zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung angezählt ist, bereits Namen gehandelt werden und es Diskussionen gibt, wird den Trainer vor dem Team sicherlich nicht stärken. Struber bleiben nun nur die Einheit am Sonntag und Montag, um der Mannschaft ein anderes Gesicht zu verleihen. Wenig Zeit für viel Arbeit. Denn mit Kiel wartet immerhin ein Bundesligist, wenn auch ein bis dato siegloser. Das Gesicht von vergangenem Freitag war ein anderes im Vergleich zum Darmstadt-Spiel, aber eins, das dem FC ebenfalls nicht gestanden hat. Am Dienstag muss eine andere Leistung her, will Köln die dritte Runde erreichen. Ob diese Gerhard Struber beim FC weiterhilft, ist eher fraglich.


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Gerüchte, fehlende Treuebekenntnisse, das „große Ganze“ oder Endspiele – unklare Lage beim FC

Gerhard Struber Trainer des 1. FC Köln
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Gerüchte, fehlende Treuebekenntnisse, das „große Ganze“ oder Endspiele – unklare Lage beim FC

Mit der 1:2-Niederlage gegen den SC Paderborn ist der FC noch tiefer in die Krise gerutscht. Der erhoffte Aufstieg ist kein Thema mehr. Dadurch werden Gerhard Struber und Christian Keller immer mehr zum Thema. Die Gerüchteküche brodelt, Namen werden gehandelt, über mögliche Endspiele diskutiert beim 1. FC Köln: Wie geht es weiter mit Gerhard Struber und Christian Keller?

Bekommt der Coach noch seine Endspiele? Die ersten Namen für eine mögliche Nachfolge werden bereits gehandelt. Die Lage ist unübersichtlich beim 1. FC Köln: Wie geht es weiter mit Gerhard Struber und Christian Keller?

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Genau zwei Monate vor Weihnachten brennt der Baum beim FC mal wieder lichterloh. Enttäuschung, Frust und Wut liegen nach dem tristen Auftritt am vergangenen Freitag wie ein dunkler Schatten über dem Geißbockheim. Nach dem 1:5-Debakel gegen Darmstadt ist die erhoffte Reaktion im Duell gegen den SC Paderborn ausgeblieben. Im Gegenteil, der destruktive Auftritt, das Konzentrieren auf die Defensive der Kölner hat dem FC die Wucht und Attraktivität des Saisonauftakts genommen und gleichzeitig keinen positiven Effekt gehabt. Gerhard Struber hat seine Idee des Fußballspiels aufgegeben, um das Ruder noch rumzureißen, ist aber auch mit dem Plan gescheitert. Der FC hat die vierte Saisonniederlage kassiert, von den vergangenen sechs Spielen nur eins gewonnen und liegt als Bundesliga-Absteiger mit dem vermeintlich wertvollsten Kader auf Rang zwölf der Tabelle.

Friedhelm Funkel als Plan B?

Nach dem zehnten Spieltag der 2. Bundesliga deutet aktuell nicht mehr viel daraufhin, dass der Österreicher beim FC noch die Kurve bekommt. Und mit einem möglichen Scheitern des Trainers wird es auch Christian Keller bei den Geißböcken schwer haben, sich zu halten. Der schon im Sommer angezählte Sportdirektor hatte den 47-Jährigen bekanntlich in einem längeren Prozess ausgewählt. Auch, weil er die offensive Spielidee des Trainers im Verein implementieren wollte. Jene Spielidee, die der FC am Wochenende aufgegeben hat. Nach einigen Transferentscheidungen, die nicht gestochen haben, Versäumnissen im Umgang mit der Transfersperre und nun dem zweiten Trainer, der nicht die gewünschten Ergebnisse eingefahren hat, wird die Luft dünn. Auch Keller scheint sein Pulver im Falle der Trainer-Demission verschossen zu haben.

Kein Wunder also, dass die Gerüchteküche brodelt, die ersten Namen gehandelt werden – sowohl auf der Trainerposition als auch auf der des Sportdirektors. Die „Bild“ berichtete am Samstag von einem Plan B der Kölner, der Friedhelm Funkel heiße. Der 70-Jährige könnte zum dritten Mal zu den Geißböcken zurückkehren. Funkel hatte eigentlich seine Karriere bereits beendet, kehrte aber in der vergangenen Spielzeit zum 1. FC Kaiserslautern zurück und bewahrte die Roten Teufel vor dem Abstieg. Krise kann Funkel. Der Coach hat schon mehrfach Vereine in höchster Not gerettet. Bekanntlich 2021 auch den FC, als Nachfolger von Markus Gisdol. Ausgerechnet gegen Holstein Kiel gelang den Kölnern die Rettung in letzter Sekunde, in der Relegation. Ausgerechnet, weil Köln nun auch im Pokal auf Kiel trifft. 2003 führte der Coach den FC bereits einmal zurück in die Bundesliga. Funkel kennt den Verein mit allen Licht- und Schattenseiten.

Erhält Struber gegen Kiel und Hertha noch die Chance?

Der Plan B hört sich also alles andere als unwahrscheinlich an. Erstaunlich wäre die Trainerwahl dennoch. Denn Funkel steht nicht gerade für den vom Verein gesuchten Offensivfußball. Für ein erneutes langes Auswahlverfahren fehlt die Zeit. Ob auf die Spielweise bei einem möglichen Schnellschuss Rücksicht genommen werden würde, ist natürlich fraglich. Zumal der FC bei den bereits geführten Gesprächen mit potenziellen Neuverpflichtungen auch auf die Spielidee geachtet haben wird und die Saison noch lang ist. Funkel könnte daher auch eine Interimslösung werden. Wenn es denn soweit überhaupt kommt. Keller stärkte Struber bereits am Freitag den Rücken. Werner Wolf vermied am Samstag in einem Statement ein Treuebekenntnis, deutete aber an, dass sich erst einmal nichts ändern werde. Keine unüblichen Reaktionen bei Clubs in der Krise.

Am Samstag leitete der Österreicher die Laufeinheit. Vielleicht auch, weil am Dienstag bereits das Pokalspiel gegen Kiel auf dem Plan steht, die Zeit rennt. Gut möglich, dass die kommenden Begegnungen gegen den Bundesligisten sowie Hertha BSC am kommenden Samstag also für Struber eine Art Endspiele werden. Ob der Trainer bis dahin aber den passenden Schlüssel für seine Mannschaft findet, ist mindestens fraglich. Am Samstagabend brachte der „Express“ dann einen möglichen Rücktritt von Christian Keller ins Spiel. Der habe diesen angeboten, eine Entscheidung stehe noch aus. Klar ist am Ende nur, dass beim FC aktuell weiterhin ziemlich viel unklar ist.


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Kein „hätte, wenn und aber“ – nur an der Tabelle müssen sich die Verantwortlichen messen lassen

Gerhard Struber und Christian Keller
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Kein „hätte, wenn und aber“ – nur an der Tabelle müssen sich die Verantwortlichen messen lassen

Ein Sieg aus den vergangenen sechs Spielen, zwölf von 30 möglichen Punkten, drei von zehn möglichen Siegen, Platz zwölf – die Bilanz des 1. FC Köln ist nach dem zehnten Spieltag desaströs. Ein Trainer mit Ausflüchten, eine verunsicherte Mannschaft, ausgesprochenes Vertrauen: der FC erinnert immer mehr an das Team der Vorsaison. Ein Kommentar zur Lage beim 1. FC Köln.

Viele Fans haben eine Reaktion auf das 1:5 gegen Darmstadt erwartet. Es folgte eine weiter Niederlage und ein unerklärlich destruktiver Auftritt des 1. FC Köln. Es greifen die normalen Mechanismen. Hier wird über den Trainer diskutiert, da dem Coach der Rücken gestärkt. Dort gibt es Erklärungen und Ausflüchte. Am Ende spricht die Tabelle die ehrlichste Wahrheit. Und die spricht nicht für Christian Keller und Gerhard Struber. Ein Kommentar zur Lage beim 1. FC Köln.

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Am Samstag drehten die Kölner Spieler ihre Runden am Geißbockheim. Auslaufen. Mittendrin: Gerhard Struber. Warum auch nicht? Noch in der vergangenen Woche war nach dem 1:5 gegen den SV Darmstadt von Konsequenzen und Veränderungen von den Verantwortlichen des 1. FC Köln gesprochen worden. Zwar werden die FC-Bosse um Christian Keller anderes gemeint haben, aber Konsequenzen und Veränderungen forderten die Kölner Fans bereits während und auch unmittelbar nach der 1:2-Niederlage gegen den SC Paderborn. Konkret wurde einmal mehr lautstark die Demission von Gerhard Struber und Christian Keller gefordert. Der Sportdirektor selbst sprach seinem Trainer bereits unmittelbar nach der Partie das Vertrauen aus. Gerhard Struber mache einen guten Job, an ihm liege die Krise nicht, so der Tenor. Am Samstagabend tauchten erste leise Gerüchte über eine mögliche Demission auf.

Die bittere Wahrheit

Während die ersten Namen schon diskutiert werden, wird Struber Stand jetzt am Dienstag beim Pokalspiel gegen Holstein Kiel auf der Bank sitzen. Für Außenstehende ist es in gewisser Weiße anmaßend, darüber zu urteilen, ob der Trainer tatsächlich Tag für Tag einen ordentlichen Job mache. In der alltäglichen Arbeit ist der Beobachter wohl nicht nah genug an der Mannschaft, am Training, an den Analysen dran. Struber erklärte am Freitagabend, dass die Statistik ja nicht lüge und nannte einige Attribute, die wohl aufzeigen sollten, dass der FC gegen Paderborn ein ordentliches Spiel gemacht habe. Ein nicht ganz unwesentlicher Teil der Statistik spiegelt sich aber Woche für Woche in der Tabelle wider. Die entscheidet im Gegensatz zu den Werten „Torabschlüsse“, „intensive Sprints“ oder „Flanken“ über Auf- und Abstieg. Und ausgerechnet in dieser Statistik schneidet das Team, das schnellstmöglich den Aufstieg erreichen will, gar nicht so gut ab.

Da hilft es auch nichts, dass Woche für Woche Trainer für Trainer den FC zum Nonplusultra der Liga erklären, das ein Online-Portal den Kaderwert der Geißböcke als besonders hoch einschätzt. Zwölf von 30 möglichen Punkten, drei von möglichen zehn Siegen, Tabellenplatz zwölf – so und nicht anders lautet die bittere Wahrheit. Die Wahrheit, an der sich die Kölner Verantwortlichen messen lassen müssen. Und an dieser Statistik lässt sich dann vielleicht doch ablesen, wie gut der Job beim FC gerade von diversen handelnden Personen ausgeübt wird. Der aktuelle FC erinnert zunehmend an den Club, der in der vergangenen Saison von einem Rückschlag zum nächsten uns schließlich in die Zweitklassigkeit schlitterte. Die Mannschaft wirkte an den vergangenen beiden Spieltagen unerklärlich verunsichert, leistete sich haarsträubende Fehler.

Zeichen der Ratlosigkeit?

Der Trainer wiederum erklärte sich in doch erstaunlichen Ausflüchten, gab zwischen den Zeilen zu verstehen, dass bei dem trostlosen 1:2 gegen Paderborn der Matchplan ja fast aufgegangen sei. Fast ist am Ende des Tages aber nicht ausreichend, fast ist mehr als das, fast ist nichts. Null Punkte, die vierte Niederlage, nur ein Sieg aus den vergangenen sechs Spielen. Das ist nicht genug. Auf die Niederlage folgten die üblichen Durchhalteparolen. Von Geduld, Vertrauen und einem Entwicklungsprozess war die Rede. Doch wird man nach den vergangenen anderthalb Jahren mit enttäuschenden Auftritten, Transfersperre und dem finalen Abstieg die Ungeduld der Fans akzeptieren müssen. Es reicht eben nicht, von einer enormen Strahlkraft, der Bedeutung oder Tradition dieses Clubs nur zu sprechen.

Wolf erklärte am Samstag in Bezug auf das Vertrauen in seine handelnden Personen, man müsse das große Ganze auch sehen. Das große Ganze ist ein Club, der sich selbst in der Bundesliga wähnt, auch zahlreiche „Basics“ ein „Stück weit“ dafür mitbringt, in der Tat aber nach einer desolaten Spielzeit mit Abstieg und einer in Deutschland einmaligen Transfersperre in der unteren Tabellenhälfte der 2. Liga rumdümpelt. Es gab schon personelle Entscheidungen aufgrund deutlich weniger Vorkommnisse. Das 1:2 am Freitageband war ein deutliches Zeichen einer gewissen Ratlosigkeit. Dass Gerhard Struber seine Idee vom attraktiven Offensivfußball komplett über Bord warf, also genau die Art von Fußball, für die er von Keller geholt wurde, wirkt wie blinder Aktionismus, vielleicht eine Verzweiflungstat.

Keller hält bisher an seinem Trainer fest – aus Gründen

Bisher hält Christian Keller weiterhin an seinem Coach fest. Das ist absolut verständlich. Und zwar nicht nur, weil die Zeit bis zum Pokalspiel am Dienstag rennt. Keller war schon im vergangenen Sommer aufgrund der Transfersperre und Transferpolitik mehr als angezählt. Schon damals war bei der Trainersuche von der letzten Patrone des Sportdirektors die Rede. Ein Fehlschuss würde sicherlich das Aus bedeuten. Lässt Keller seine Wunschlösung gehen, muss er sich selbst eingestehen, auch bei der Trainersuche versagt zu haben. Und das wäre wohl auch für den Sportdirektor ein Rückschlag zu viel. Struber erklärte am Freitagabend, dass man am Dienstag in dem „Bonusspiel“ die Chance habe, eine Reaktion zu zeigen. Bleibt diese aus, folgt wohl auf das Bonusspiel ein Schicksalsspiel – wenn es dazu überhaupt noch kommt. Und das nicht nur für Gerhard Struber.


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Nicht gerade ein Vertrauensbeweis für Max Finkgräfe und Florian Kainz

Max Finkgräfe und Florian Kainz
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Nicht gerade ein Vertrauensbeweis für Max Finkgräfe und Florian Kainz

Lange Verletzungen, die Rückkehr zur Mannschaft, Spielzeit in Aussicht. Doch am Ende gab es keinen beziehungsweise nur einen kurzen Einsatz gegen den SC Paderborn. Zwei Akteure bekamen am Freitagabend nicht wirklich das Vertrauen ausgesprochen beim 1. FC Köln: Was ist Strubers Plan mit Max Finkgräfe und Florian Kainz?

Erneut gab es für Max Finkgräfe keine Einsatzzeit. Florian Kainz kam wieder nur für die Schlussminuten. Das Vertrauen des Trainers in den Youngster und den ehemaligen Kapitän scheint bisher nicht groß zu sein beim 1. FC Köln: Was ist Strubers Plan mit Max Finkgräfe und Florian Kainz?

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Als beim Spielstand von 0:0 im Kölner Stadion die zweite Halbzeit angepfiffen wurde, hatte FC-Coach Gerhard Struber bereits einmal gewechselt. Der bis dahin einmal mehr erstaunlich unauffällige Luca Waldschmidt wurde nach 45 Minuten gegen den SC Paderborn ausgewechselt – für ihn kam Sargis Adamyan. Ausgerechnet Adamyan, der in dieser Saison bislang wahrlich nicht überzeugen konnte. Struber setzte auf den Armenier und eben nicht auf Florian Kainz, den Kapitän und Stammspieler der vergangenen Spielzeit. Das Vertrauen des Österreichers in seinen Landsmann scheint nicht besonders groß zu sein. „Florian Kainz kommt aus einer langen Verletzungspause. Wir wollen versuchen, ihn immer mehr in Spielzeit zu bringen. Er braucht die dementsprechende Matchfitness“, sagte Struber nach der Niederlage.

Welchen Plan verfolgt Struber?

Kainz war in der Tat lange verletzt, lange raus. Allerdings muss dann die Frage erlaubt sein, warum der 32-Jährige bei fehlender Fitness überhaupt im Kader stand, um schließlich für einen Kurzeinsatz von sechs Minuten eingewechselt zu werden. Zumindest in der Theorie besetzte der Mittelfeldspieler damit einen Kaderplatz, den auch ein matchfitter Spieler hätte einnehmen können. Unter anderem ließ Struber Youngster Jaka Potocnik bei der U21. Einfluss auf das Spiel nahm Kainz jedenfalls in der Kürze der Zeit keinen mehr. Was angesichts des Spielflusses und -verlaufs auch kein Wunder war.

Max Finkgräfe kam gegen Paderborn sogar gar nicht zum Einsatz. Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Paderborn hatte Struber noch betont, wie viel er von dem 20-Jährigen halte: „Er hat wieder eine gute Trainingswoche absolviert und er ist für mich eine wichtige Option für die Außenverteidigerposition“, so der Trainer. Allerdings erklärte Struber auch, dass Leart Pacarada es in den vergangenen Spielen immer sehr gut gemacht und sehr viel Verlässlichkeit ausgestrahlt habe. Die Argumente sprachen also ohnehin für einen Einsatz des Routiniers als linker Verteidiger. Dass Finkgräfe aber 90 Minuten auf der Bank saß, verwunderte dennoch. Denn der Trainer hatte noch unter der Woche erklärt, dass der 20-Jährige „gleichzeitig aber auch durch seinen Spielwitz und seine Dynamik ein Kandidat auf der ein oder andere Position ist, in die er reinspringen kann und auf der man ihn noch nicht gesehen hat.“

Wenig Einsatzzeit

Natürlich bezog sich der Österreicher nicht explizit auf das Spiel gegen Paderborn und die Aussage zu Finkgräfes „Überraschungs-Einsatz“ kann auch für zukünftige Partien gelten, ein wenig Hoffnung auf Veränderung, eine Umstellung hatte der Trainer aber wohl schon entfacht. „Finke war schon lange raus mit einer langen Verletzung. Wir wünschen uns, dass er in absehbarer Zeit mehr in Spielzeit kommt“, sagte der Coach, der bekanntlich verantwortlich für die Einsatzzeit ist. Noch vor wenigen Wochen hatte Finkgräfe bereits seine ersten Minuten gesammelt, wenn auch nicht sonderlich erfolgreich. Sowohl Finkgräfe als auch Kainz werden sich durch ihren Kaderplatz am Freitag wohl mehr Einsatzzeit versprochen haben. Doch Struber hat im Duell gegen den SC Paderborn den beiden Akteuren nicht gerade sein Vertrauen ausgesprochen. Am Dienstag gibt es bereits die Chance auf mehr Einsatzzeit, dann spielt der FC im Pokal gegen Kiel (Sky und im Liveticker bei come-on-fc.com).


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Tausend Mal probiert, wieder ist zu viel passiert: Jan Thielmann ist als Rechtsverteidiger einfach verschenkt

Jan Thielmann 1. FC Köln
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Tausend Mal probiert, wieder ist zu viel passiert: Jan Thielmann ist als Rechtsverteidiger einfach verschenkt

Gegen den SC Paderborn kehrte Jan Thielmann wieder in die Startformation der Kölner zurück. Zwar erzielte der 22-Jährige sein erstes Saisontor, war aber an den Gegentreffern nicht unbeteiligt und untermauerte einmal mehr eine Fehlbesetzung beim 1. FC Köln: Jan Thielmann ist als Rechtsverteidiger verschenkt.

Er hätte durchaus zum Matchwinner werden können. Mit seinem Treffer zum 1:0 brachte der U21-Spieler den FC unverdient in Führung, doch leistete sich dann auch wieder Fehler, die zu Gegentoren führten. Er bleibt ein Fragezeichen beim 1. FC Köln: Jan Thielmann ist als Rechtsverteidiger verschenkt.

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Die Gefühlswelt war Jan Thielmann mit dem Schlusspfiff deutlich anzusehen. Der 22-Jährige stand nach der 1:2-Niederlage gegen den SC Paderborn auf dem Rasen und blickte ratlos in das Weit des Kölner Stadions. Ratlos, aber sichtbar auch frustriert und enttäuscht. Eine gute halbe Stunde zuvor war der Gesichtsausdruck noch ein ganz anderer. Nach einer geklärten Ecke stand der U21-Nationalspieler an der Strafraumgrenze, nahm sich ein Herz und zimmerte die Kugel neben den rechten Pfosten ins Netz. Der FC führte in einem Spiel, in dem er eigentlich nicht führen durfte. Thielmann lachte über das ganze Gesicht, mimte mit den Händen einen DJ, formte ein Herz und schrie die Freude in den Kölner Nachthimmel heraus. Timo Hübers wollte sich gar nicht mehr von dem 22-Jährigen lösen. So als wolle der Kölner Kapitän dem Eigengewächs sagen, „nun hast du es den Kritikern aber gezeigt“.

Defensive Ausrichtung kommt Thielmann entgegen

Tatsächlich zeigte der Auftritt von Jan Thielmann allerdings etwas anderes ganz deutlich: Der 22-Jährige ist auf der Position des Rechtsverteidigers nicht nur ganz offensichtlich eine Fehlbesetzung, er ist in dieser Rolle verschenkt. Das Kölner Eigengewächs zeigte auch gegen Paderborn einmal mehr, dass der FC dringendsten Handlungsbedarf auf der Verteidigerposition hat. Dabei hatte Thielmann die rechte Seite im ersten Abschnitt in der Defensive weitestgehend im Griff. Allerdings auch, weil die Kölner extrem tief standen und so nicht durch Pässe in die Tiefe, bislang ein sehr probates Mittel gegen den FC, überspielt werden konnten. Wenn im ersten Abschnitt etwas bei Paderborn über die Flügel zusammenlaufen wollte, dann über die Abwehrseite von Leart Pacarada, so wie bei der Großchance von Filip Bilbija.

Die konzentrierte Defensivarbeit ging zu Lasten der Offensivbewegung. Im ersten Abschnitt gab es nur eine Kölner Chance. Die nach einem Standard, Martel vergab per Kopfball. „Wir haben durch die defensivere Ausrichtung einen Preis nach vorne bezahlt“, sagte Struber. Doch nach dem Wechsel investierten die Kölner und damit auch Thielmann dann doch ein wenig mehr ins Spiel. Und gleichzeitig stiegen die Probleme in der Hintermannschaft. Nach einer harmlosen Flanke aus dem Halbfeld legte Thielmann Paderborns Luis Engelns den Ball vor die Füße, der SCP-Youngster machte aber zu wenig aus dem plötzlichen Ballgewinn. Nach dem Treffer von Thielmann sah der Rechtsverteidiger bei beiden Gegentoren nicht gut aus. Beim 1:1 kam der 22-Jährige nicht mehr rechtzeitig in den Zweikampf, beim 1:2 stand er zu weit weg.

Keine Alternativen

Dass man Thielmann ganz offensichtlich keinen besonders großen Gefallen mit diesem Experiment tut, ist offensichtlich. Schon zu Saisonbeginn offenbarte der Youngster seine Schwächen auf dieser Position, auf der ihn der ein oder andere Experte in Zukunft auf ganz hohem Niveau wähnt. Auch im restlichen Saisonverlauf blieb Thielmann von diesem Zukunftsszenario weit entfernt. Sehr weit. Das galt auch für den letzten Auftritt bei der U21-Nationalmannschaft. Auch dort war der Youngster an so manchem Gegentor nicht unschuldig.

Dass Thielmann aber dennoch zu einem der ganz großen Talente im Kölner Kader gehört, ist unbestritten und das hat der 22-Jährige auch schon mehrfach bewiesen. Eben nur in einer offensiveren Rolle. Die Qualität hat er sicher. So wie bei der Kölner Führung gegen Paderborn. Dass die FC-Verantwortlichen Thielmann dennoch immer wieder auf dieser Position einsetzen, ist den mangelnden Alternativen geschuldet, hinterlässt aber Ratlosigkeit, nicht nur auf dem Gesicht des Torschützen.


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