Plötzliche Abkehr von der geforderten Spielidee – Der FC schlingert in die Krise

Denis Huseinbasic vom 1. FC Köln.
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Plötzliche Abkehr von der geforderten Spielidee – Der FC schlingert in die Krise

Nach dem 1:5 am Böllenfalltor haben sich die FC-Fans eine Reaktion erhofft. Die gab es, wenn auch anders als gedacht. Gerhard Struber rückte ab von seiner Spielidee des offensiven Fußballs und setzte gegen Paderborn auf eine kompakte Defensive – der Versuch misslang. Und so werden unweigerlich Erinnerungen an vergangenen Zeiten wach beim 1. FC Köln: Der FC schlingert scheinbar ratlos in die Krise.

Die 1:2-Niederlage gegen den SC Paderborn sorgte bei den Fans für Wut und Frust, bei den Spielern war eine deutliche Ratlosigkeit und Verunsicherung zu sehen. Das betonte auch Timo Hübers nach der Begegnung. Mit zwölf Punkten aus 30 Spielen hat wird der FC mit dem erhofften Aufstieg wohl eher wenig zu tun haben. Dem entsprechend ist die Stimmung rund um den 1. FC Köln: Der FC schlingert scheinbar ratlos in die Krise.

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Augenblicke nachdem sich auf dem Spielfeld eine gewisse Ruhe eingestellt hatte, wurde es auf den Tribünen laut. Erst ein gellendes Pfeifkonzert, dann die wiederholte Forderung nach Konsequenzen, personellen Konsequenzen. „Es ist nicht schön, wenn man hört, dass wenig Vertrauen herrscht im Stadion“, sagte FC-Trainer Gerhard Struber und Sportdirektor Christian Keller, der nach dem 1:5 vergangene Woche ebenfalls von Konsequenzen gesprochen hatte, allerdings ganz offensichtlich andere meinte, ergänzte: „Die Menschen haben natürlich die Erwartungshaltung, dass wir in der zweiten Liga besser abschneiden und wir haben auch schon gezeigt, dass wir das besser können“, sagte Keller. „Dann ist klar, dass sich irgendwo die Wut, die Enttäuschung, die Verärgerung entladen muss.“

Erinnerungen an die vergangene Saison

Und die Wut und die Enttäuschung waren nach dem 1:2 gegen den SC Paderborn besonders groß. Gerade, weil man sich rund um das Geißbockheim eine Reaktion auf, eine Veränderung im Gegensatz zum und eine Wiedergutmachung für das Debakel am Böllenfalltor gewünscht hatte. Das 1:5 war wohl der schlechteste Zweitliga-Auftritt der Geißböcke – ein in dieser Saison ungesehenes Gesicht. Der Auftritt gegen Paderborn weckte dann doch in gewisser Weise Erinnerungen an die vergangene Saison. Und das nicht nur, weil die Kölner von der ersten Spielminute an extrem tief standen, dem Gegner das Spielgerät überließen und in der Offensive so gut wie gar nicht stattfanden. „Wir wollten in einem tieferen Block stehen und trotzdem sehr proaktiv sein. Das ist uns nicht immer so gut gelungen“, sagte Struber, meinte aber wohl, dass es dem FC so gut wie gar nicht gelungen war.

Vielmehr erinnerten die Kölner Spieler an jene Akteure der vergangenen Spielzeit, die sich sichtbar verunsichert in einem Konstrukt wiederfanden, das so gar nicht passen wollte. Dass es nach dem 1:5 Veränderungen geben musste, war unausweichlich. Dass Struber und der FC aber seine Spielidee scheinbar komplett über Bord geworfen hatten, verwunderte dann doch. Etwa zur gleichen Zeit in der Vorsaison ließ Steffen Baumgart in mitten der Krise von seiner Spielidee ab, setzte ebenfalls plötzlich auf Defensive, änderte die taktische Ausrichtung. Nachdem der Coach damals mehr als zwei Spielzeiten immer wieder seinen eingeschlagenen Weg propagiert hatte, ein Sinneswandel und vermutlich Teil der Ursache für die große Verunsicherung in dem Kader. Damals konnte man den Eindruck gewinnen, dass die Kölner Verantwortlichen zunehmend nach jedem Strohhalm griffen, um die Krise abzuwenden und dabei immer ratloser wirkten.

Von der Spielidee fehlte jede Spur

Von der Krise von damals ist der FC noch ein Stück weit entfernt. Verunsicherung und offenbar auch eine gewisse Ratlosigkeit machen sich dennoch breit. So wurde Struber im Sommer von Keller verpflichtet, um seine Spielidee von einem attraktiven Offensivfußball umzusetzen. Ein immer wieder genanntes Auswahlkriterium des gesuchten Trainers und sicher kein kleines. Und der Österreicher steht für genau diesen Fußball. Am Freitagabend fehlte davon jede Spur. „Die Spielidee haben wir keinesfalls irgendwie aufgegeben oder sonst etwas“, sagte der Trainer nach dem 1:2. „Wir wollten einfach ein Stück weit tiefer und aggressiver pressen“, so Struber weiter, der dann auf die Laufleistung, die intensiven Läufe verwies. „Die Statistik lügt ja nicht“, sagte Struber.

Das Tableau lügt aber ebenfalls nicht. Und da stehen nach dem zehnten Spieltag bei den Kölnern zwölf Zählern nach zehn Spieltagen, also von 30 möglichen. Und damit zu wenig für eine Mannschaft, die eigentlich um den Aufstieg mitspielen und ihn wahrscheinlich nicht nur schnellstmöglich, sondern direkt schaffen wollte. „Wir haben uns vorgenommen, uns weiter vorne zu platzieren. Wir wollten die Vorderen unter Druck setzen. Nun haben wir aber schon ein gewisses Gap“, sagte Struber. Und so war auch der Frust der Fans mehr als nur verständlich. Dennoch appellierte der Kölner Coach gerade an jene, dass es nun auch darum gehe, zusammenzustehen. Nun gelte es, diese Prüfung zu bestehen, sagte Struber. Die nächste Chance dazu gibt es am Dienstag im Pokal.


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Verteidigung ist sicher nicht der beste Angriff

Gerhard Struber wirkt ratlos
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Verteidigung ist sicher nicht der beste Angriff

Es war viel über Veränderungen und Konsequenzen beim 1. FC Köln spekuliert worden. Die größte Veränderung war wohl die defensive Spielweise der Geißböcke. Zwar war der FC dadurch nicht so konteranfällig, die erhoffte Stabilität fehlte trotzdem. Und so bleibt die Erkenntnis beim 1. FC Köln: Ohne Offensive gewinnt man keine Spiele.

Überraschenderweise setzte Gerhard Struber im Duell gegen den SC Paderborn auf eine defensive Spielweise. Darunter litt vor allem der Angriff des 1. FC Köln: Und ohne Offensive gewinnt man keine Spiele. Das war zumindest die bittere Erkenntnis des Freitagabends.

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Schon eine gute Stunde vor der Begegnung gegen den SC Paderborn machte sich eine gewisse Spannung bei den Fans des 1. FC Köln aus. Kein Wunder, eine ganze Woche lang war über Konsequenzen gesprochen und über Veränderungen spekuliert worden. Angefacht von einem einberufenen Geheimtraining. Noch am vergangenen Mittwoch hatte Struber von einem Plan berichtet, den man sich erarbeitet habe. Man habe viel investiert, erklärte der Coach. Geheimtraining, ein Plan, ein Netz, das für mehr Kompaktheit sorgen solle – die Erwartungen waren sicherlich groß, mehr als eine 4-2-3-1-Formation war dann aber eine Stunde vor dem Spiel auf dem Papier nicht zu sehen. Keine Dreierkette (wie berichtet auch erwartungsgemäß), keine großen personellen Veränderungen. Jan Thielmann für Rasmus Carstensen und Dejan Ljubicic für den erkrankten Damion Downs überraschten jedenfalls nicht wirklich.

Viel Geheimnis, wenig Veränderung?

Umso größer erschien dann aber wieder die Überraschung, wie die erhoffte Reaktion auf das 1:5 gegen Darmstadt ausfiel. Denn eine Veränderung war dann bei den Kölnern doch sichtbar. Mehr als sichtbar. „Wir wollten einfach stabiler werden und über die ganze Spielzeit versuchen, wenig zuzulassen. Ich finde, das ist uns schon gelungen“, sagte der sichtbar enttäuschte Gerhard Struber. Tatsächlich stand der FC tief, griff den Gegner frühestens an der Mittellinie an und dann auch nicht mehr der Aggressivität der vergangenen Wochen. So überließen die Geißböcke Paderborn von der ersten Minute das Spielgerät in der Hoffnung, weniger anfällig zu sein. Das klappte in gewisser Weise auch. Der FC war nicht mehr so Konter anfällig wie gegen die Lilien am vergangenen Freitag.

Doch mit dem Unterbinden des Brandherdes Konter, entfachten die Kölner die Schwachstelle Offensive auf erschreckende Art und Weise. Das Gegenstück zu Angriff ist die beste Verteidigung wollte nicht passen. Verteidigung ist jedenfalls ganz offensichtlich nicht der beste Angriff. „Der Knackpunkt heute war, dass wir aus einer tieferen Startposition zu sehr in Passivität verfallen sind und die Elemente, die unser Spiel ausmachen, dann gar nicht mehr auf den Platz kriegen“, brachte es Timo Hübers in Teilen auf den Punkt. In Teilen, weil auch der Abwehrchef einmal mehr ein Knackpunkt der Kölner werden sollte. Das allerdings nach dem Wechsel. Bis zum Pausenpfiff ließen die Geißböcke wenig zu. Nur ein Missverständnis von Julian Pauli und Jonas Urbig brachte den 17-jährigen Luis Engelns auf den Plan, der aber frei stehend vergab. Eine nicht gut verteidigte Flanke hätte beinahe zur Paderborner Führung, doch Urbig rettete, wenn auch nicht beabsichtigt.

Michel schockt den FC

Das Pfeifkonzert der Kölner Fans war nicht nur unüberhörbar, es war verständlich. Denn die erhoffte Reaktion auf das 1:5 konnte in der Wahrnehmung der FC-Anhänger doch nicht einzig das Verteidigen des eigenen Tores bedeuten. Die Geißböcke wurden nach dem Wechsel offensiver, attackierten früher und erzeugten auch ein wenig mehr Gefahr, wobei die Betonung getrost auf „wenig“ gelegt werden kann. Gleichzeitig boten sich nun aber auch Räume. So gewann man schnell den Eindruck, dass ein wenig mehr Offensivdrang gleichzeitig das Risiko von Gegentoren massiv erhöhte. „Man kann ja Spiele auch mal über so einen Weg entscheiden“, sagte Struber nach dem Spiel fast schon verteidigend. Denn der Trainer wird durchaus gewusst haben, dass man Spiele so gewinnen kann – das aber wiederum mehr als unverdient gewesen wäre.

Tatsächlich ging der FC durch Jan Thielmann sehenswert in Führung und schnupperte an dem so immens wichtigen Dreier. Über die Zeit brachten die Kölner den Sieg aber nicht. „Dann verfallen wir danach in haarsträubende Fehler und geben das Spiel aus der Hand“, sagte Struber. Und diese haarsträubenden Fehler unterliefen unter anderem Timo Hübers, Julian Pauli und Torschütze Jan Thielmann – nahezu dem gesamten Defensivverbund. Sven Michel, der in dieser Saison noch ohne Treffer war, schob gleich doppelt ein: Paderborn 2, Köln 1. „Da hat man gemerkt, dass die Mannschaft mit dem ganzen Drumherum schon verunsichert ist“, sagte Christian Keller. „Dann haben wir auch keine Lösung mehr gehabt, um hintenraus dann nochmal was in unsere Richtung zu lenken.“

Keller: „Dann ist klar, dass sich irgendwo die Wut, die Enttäuschung, die Verärgerung entladen muss“

Der FC entfachte auch in den Schlussminuten nicht so etwas wie Gefahr. „Siege würden uns schon guttun, dass wir Überzeugung oder Selbstvertrauen finden“, sagte Gerhard Stuber und lieferte ebenfalls eine bemerkenswerte, wenn auch nicht ganz so überraschende Erkenntnis. „Wir haben durch die defensivere Ausrichtung den Preis nach vorne bezahlt.“ Der FC rutscht nach der Niederlage voraussichtlich weiter in der Tabelle ab. Wenn es ganz schlecht läuft, belegen die Geißböcke am Sonntagabend einen Rang im unteren Tabellendrittel, möglicherweise mit zehn Zählern Rückstand auf den direkten Aufstiegsrang. Der Wiederaufstieg ist in weite Ferne gerückt. „Die Menschen haben natürlich die Erwartungshaltung, dass wir in der zweiten Liga besser abschneiden und wir haben auch schon gezeigt, dass wir das besser können. Dann ist klar, dass sich irgendwo die Wut, die Enttäuschung, die Verärgerung entladen muss“, sagte Keller.

Der FC steuert nicht mehr nur auf die Krise zu, er befindet sich in ihr. Am Dienstag steht das Pokalspiel gegen Holstein Kiel auf dem Plan. Der FC muss liefern, Gerhard Struber muss liefern. Ein Geheimtraining alleine wird nicht helfen.


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Köln kassiert die nächste Pleite – Doppelpacker Michel schockt den FC

Enttäuschte Kölner Spieler.
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Köln kassiert die nächste Pleite – Doppelpacker Michel schockt den FC

Der 1. FC Köln kassiert gegen den SC Paderborn die nächste Pleite. 1:2 unterliegt die Mannschaft von Gerhard Struber den Ostwestfalen. Die Führung von Jan Thielmann dreht Sven Michel mit einem Doppelpack.

Die erhoffte Reaktion auf das 1:5-Debakel von Darmstadt ist ausgeblieben. Der 1. FC Köln kassiert gegen den SC Paderborn nach einem seltsamen Auftritt die nächste Pleite. Zwar gehen die Geißböcke nach einem wunderschönen Treffer von Jan Thielmann in Führung (66.), doch der eingewechselte Sven Michel dreht mit einem Doppelpack die Begegnung (77., 81.). Die kommenden Tage dürften für den FC und Trainer Gerhard Struber unangenehm werden.

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Christian Keller hatte nach dem 1:5 gegen Darmstadt Konsequenzen angekündigt und damit Spekulationen über die taktische Ausrichtung der Kölner gegen Paderborn ausgelöst. Tatsächlich setzte Gerhard Struber auf die Doppelsechs und nur eine Spitze, der Kölner Coach blieb aber erwartungsgemäß bei der Viererkette. Jan Thielmann kehrte zurück auf die rechte Verteidigerposition und erstmals seit September startete auch Dejan Ljubicic wieder. Dafür fehlten der erkrankte Damion Downs und Rasmus Carstensen nahm wieder auf der Bank Platz. Und Köln agierte von Beginn an überraschend defensiv. Der FC überließ den Paderbornern den Ball und stand tief in der eigenen Hälfte. Zumindest in der Defensive ging der Plan auch lange auf. Die Ostwestfalen schoben sich den Ball zu, ohne wirklich gefährlich zu werden.

Thielmann trifft nach der Ecke.

Erst ein haarsträubender Fehler von Julian Pauli brachte den erst 17-jährigen Luis Engelns ins Spiel, der vor Jonas Urbig auftauchte, aber die Kugel über das Tor jagte (10.). Der FC fand in der Offensive gar nicht statt. Die Kölner Hintermannschaft probierte es zunächst mit langen Bällen, die aber stets beim Gegner oder im Aus landeten. Erst nach einer Ecke setzte Eric Martel die Kugel nur wenige Meter neben das Tor (22.). Ein Wachmacher war das aber nicht. Paderborn schob sich die Kugel zu, der FC lauerte wohl auf Umschaltmomente, den Gefallen taten die Ostwestfalen den Geißböcken aber nicht. Wie aus dem Nichts musste dann Urbig erstmals wirklich anpacken. Nach einer Flanke von Raphael Obermair kam Ilyas Ansah zum Kopfball und legte die Kugel ab auf Filip Bilbija, der an Urbig und dem Pfosten scheiterte (38.). Kurz vor dem Seitenwechsel schickte Leart Pacarada Luca Waldschmidt mit einem langen Ball, der nahm die Kugel stark mit, um dann schwach abzuschließen (42.).

Köln kam mit mehr Schwung aus der Kabine. Und mit Sargis Adamyan, den Gerhard Struber für Luca Waldschmidt brachte. Die erste Chance gehörte aber Linton Maina, der das Tor aus 18 Metern nur knapp verfehlte (46.). Auf der anderen Seite brachte Aaron Zehnter eine perfekte Flanke auf Koen Kostons, der aber aus fünf Metern vergab (51.). Köln attackierte nun deutlich früher, war so auch gefährlicher, aber eben auch anfälliger. Thielmann legte die Kugel Engelns im Sechzehner auf, doch der 17-Jährige vergab, genauso wie Castaneda, der Urbig aus 25 Metern prüfte (57.). Doch auch Köln wurde immer öfter gefährlich, vor allem durch Standards. Eine Hereingabe von Pacarada klärte die Paderborner Hintermannschaft, allerdings in den Fuß von Thielmann, der die Kugel direkt ins rechte Eck legte (66.).

Michel mit Doppelpack

Auch die nächste Ecke wurde gefährlich, aber Pacarada traf aus der zweiten Reihe die Kugel nicht richtig. Auf der anderen Seite machte es Sven Michel besser. Timo Hübers verschätzte sich bei einer Flanke, Adriano Grimaldi spielte den eingewechselten Sven Michel frei, der ins lange Eck einschob. Drei Minuten später spielte Julian Pauli Santiago Castaneda die Kugel in den Fuß, der flankte erneut auf Michel 1:2 (81.). Hübers und Thielmann sahen beide nicht gut aus. Und Paderborn war dem dritten Treffer näher. Unter anderem steuerte Calvin Brackelmann alleine auf das Tor zu, schob die Kugel an Urbig, aber auch am Pfosten vorbei. Dem FC fiel sonst nichts mehr ein. Es dürfte ungemütlich werden für den Trainer. Schon am Dienstag steht für die Kölner das nächste Heimspiel an. Der FC empfängt in der 2. Runde des DFB-Pokals Holstein Kiel.


FC: Urbig – Pacarada, Pauli (84. Heintz), Hübers, Thielmann – Martel, Huseinbasic (84. Kainz) – Maina, Waldschmidt (46. Adamyan), Ljubicic (63. Olesen) – Lemperle (77. Tigges) Tore: 1:0 Thielmann (66.), 1:1, 1:2 Michel (77., 81.).


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

Ticker zum Nachlesen

Mehr als nur zwei Transfers?

Im Sommer ausgemustert: Zuletzt Torschütze und Kurz-Comeback bei der U21

Nikola Soldo und Maxi Schmid
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Im Sommer ausgemustert: Zuletzt Torschütze und Kurz-Comeback bei der U21

Im Sommer wurden Nikola Soldo und Maxi Schmid bei den Profis des 1. FC Köln ausgemustert. Am vergangenen Spieltag waren beide für die U21 der Kölner im Einsatz – doch mit unterschiedlichen Vorzeichen. Bei beiden ist die Zukunft offen, nur liegt sie nicht zwingend beim 1. FC Köln: Wie geht es weiter mit Nikola Soldo und Maxi Schmid?

Beim einen fand sich kein Abnehmer, beim anderen kam das angestrebte Leihgeschäft nicht zu Stande für den 1. FC Köln: Wie geht es weiter mit Nikola Soldo und Maxi Schmid?

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Viel wurde in der Vorbereitung im Sommer über einen XXL-Kader, über Streichlisten und -kandidaten beim FC gesprochen. Zunächst sollte der Kader vor dem Trainingslager verkleinert werden, dann wenige Tage vor dem eigentlichen Saisonbeginn. Auch aufgrund der Verletzungen von Florian Kainz und Max Finkgräfe fiel die Verschlankung am Ende deutlich geringer aus. Zwei Spieler, die es aber getroffen hat sind Maxi Schmid und Nikola Soldo. Zwei Spieler mit unterschiedlichen Vorzeichen. Nach zwei Jahren beim FC sollten sich die Wege von FC und Soldo eigentlich im Sommer trennen, doch es gab offensichtlich keinen Abnehmer – zumindest keinen, mit dem sich der FC oder der Spieler einigen konnten. Für Maxi Schmid strebten die Kölner ein Leihgeschäft an. Auch das kam nicht zu Stande.

Soldo mit erstem FC-Einsatz seit Februar 23

Unterschiedliche Herangehensweisen mit ähnlichem Ergebnis. Beide Spieler wurden aus dem Kader der Profis gestrichen. Bei Nikola Soldo konnte die Entscheidung am Ende wohl niemanden mehr überraschen. Der Innenverteidiger war vor zwei Spielzeiten am Deadline Day in einer Nacht- und Nebel-Aktion verpflichtet worden. Der FC reagierte damit auf eine kleine Verletzungsmisere. Zwischenzeitlich war Soldo sogar Stammspieler, verlor seinen Platz aber und fand beim FC den Anschluss nicht mehr. In der vergangenen Saison war der Kroate an den 1. FC Kaiserslautern verliehen, spielte dort aber ebenfalls mehrere Wochen überhaupt keine Rolle. Im Sommer kehrte auch der Abwehrspieler zu den Geißböcken zurück. Eigentlich sollte Soldo auch bei der U21 nicht zum Einsatz kommen, war auch bis zum vergangenen Wochenende kein Teil des Kaders.

Dort blieb FC-Coach Evangelos Sbonias am Freitagabend im Duell gegen den Wuppertaler SV keine andere Wahl. Nachdem der Coach kurz zuvor Elias Bakatukanda vom Platz genommen hatte, reagierte der Trainer nun auf die Gelb-Rote Karte gegen den weiteren Innenverteidiger Neo Telle. Der Kroate trug zum ersten Mal seit Februar 23 wieder den Geißbock in einem Pflichtspiel auf der Brust. Viele weitere Spiele werden wohl nicht dazu kommen. Soldo soll auch weiterhin bei der U21 eigentlich nur trainieren, den jungen Talenten sicher keinen Platz streitig machen. Dem FC wäre ein Wechsel im Winter sicherlich die liebste Variante. Schließlich erhält der Abwehrspieler auch weiterhin Gehalt, obwohl er bei den Kölnern nicht zum Einsatz kommt. Der Vertrag läuft noch bis zum kommenden Sommer. Eine große Ablöse werden die Geißböcke nicht verlangen können und wohl auch nicht einkalkulieren.

Wie geht es weiter mit Maxi Schmid?

Anders ist die Situation bei Maxi Schmid. Der FC hat bislang an dem Angreifer festgehalten, weil die Verantwortlichen von dem Durchbruch des Angreifers lange überzeugt waren. Ob das immer noch der Fall ist, ist offen. Für Schmid sollte aus diesem Grund im Sommer aber ein Leihkonstrukt erfolgen. Im Gegensatz zu Soldo ist der Stürmer ein fester Bestandteil der U21, erzielte gegen den Wuppertaler SV am vergangenen Freitag sein zweites Saisontor. Doch auch bei Schmid scheint die Zukunft offen. Der 21-Jährige hat ebenfalls Vertrag bis zum kommenden Sommer. Bei den Profis wird es Schmid weiterhin schwer haben. Mit zwei Saisontoren hat sich der Angreifer noch nicht so richtig für mehr empfohlen, die erste Elf ist bei Struber gerade in der Offensive ohnehin gesetzt und die Kölner wollen im Winter noch einmal nachlegen.

Richtig glücklich wird Schmid über seine Rolle in der Regionalliga West aber vermutlich auch nicht sein. Der Angreifer spielte in der vergangenen Saison immerhin in der zweiten niederländischen Liga lange um den Aufstieg mit, sieht sich wohl nicht mehr in der vierten Liga. Für ein weiteres Leihkonstrukt müssten die Kölner zunächst den Vertrag mit Schmid verlängern. Der läuft ebenfalls im kommenden Sommer aus.


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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Welche Möglichkeiten hat Struber zur Veränderung?

Diese Verträge laufen beim FC aus

Auslaufende Verträge wecken Begehrlichkeiten, nicht nur 2025

Linton Maina und Dejan Ljubicic vom 1. FC Köln.
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Auslaufende Verträge wecken Begehrlichkeiten, nicht nur 2025

Am Montag tauchten Transfergerüchte um Tim Lemperle auf. Kein Wunder, der Kölner Angreifer ist einer der Leistungsträger beim FC und der Vertrag läuft im Sommer aus. Damit ist Lemperle nicht alleine. Und auch die bis 2026 laufenden Verträge einiger Youngster bieten nur wenig Sicherheit. Diese Verträge laufen beim 1. FC Köln aus.

Von Stammspieler bis Nachwuchshoffnung. Bereits diesen Sommer, aber auch 2026 enden zahlreiche Kontrakte. Das weckt Begehrlichkeiten. Nicht nur anderer Vereine. Diese Verträge laufen beim 1. FC Köln aus.

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So wirklich überraschend kam die Nachricht an sich eigentlich nicht: Tim Lemperle soll auf Interesse bei einigen Bundesligisten gestoßen sein, hieß es am Montagvormittag. Laut „Express“ soll unter anderem die TSG Hoffenheim die Fühler ausgestreckt haben. Kein Wunder, der 22-Jährige ist einer der Leistungsträger der Geißböcke, kommt schon auf acht Scorerpunkte und ist zudem im Sommer ablösefrei zu haben. Zumindest nach aktuellem Stand. Eine Nachricht, die an sich nicht überraschend kam, aber dennoch eine gewisse Strahlkraft besitzt. Denn dass Lemperle den Verein im kommenden Sommer verlässt, ist natürlich nicht ausgeschlossen. Für den bei den Fans ohnehin schon angezählten Christian Keller wäre ein Abschied des Eigengewächses ein weiterer Tiefschlag – zumindest in der Wahrnehmung der Kölner Anhänger.

Ein Dutzend Verträge der Profis laufen aus

Wie berechtigt die Abschiedssorgen um das Kölner Talent sind, wissen am Ende nur die Beteiligten. Doch würde ein Verbleib in Liga zwei die Chancen, Lemperle zu halten, nicht unbedingt steigern. Dennoch soll es schon jetzt Gespräche geben. Und die sind auch bitter nötig. Und das wiederum nicht nur bei Lemperle. Insgesamt laufen ein Dutzend Verträge des Profikaders mit dem Ende dieser Spielzeit aus. Und die Konstellation rund um diese Verträge ist ganz offensichtlich keine einfache – zumindest nicht so einfach, dass eine Weiterbeschäftigung sicher ist. So gibt es neben Lemperle gleich mehrere Spieler, deren Kontrakte im Sommer auslaufen und die um ihren Preis wissen dürften. So wie Dejan Ljubicic und Linton Maina, die in dieser Saison wieder zu alter Form finden und beim FC zu den Stammspielern gehören oder zumindest gehörten. Ljubicic fiel zuletzt bekanntlich aus.

Aufstieg als Argument?

Der Österreicher hat schon mehrfach mit einem Wechsel geliebäugelt. Maina wollte seinen Kontrakt bislang auch nicht verlängern. Die beiden Akteure werden wenn überhaupt wohl nur beim Aufstieg in Köln bleiben. Der ist aktuell in weiter Ferne und wird auch noch einige Monate ein Unsicherheitsfaktor bleiben. Ein klarer Nachteil gegenüber möglicher Mitbieter. Ebenfalls spannend wird die Situation bei einigen Nachwuchshoffnungen. So sind nach aktuellem Stand Meiko Wäschenbach und Marvin Obuz nur noch bis zum kommenden Sommer beim FC beschäftigt. Beide Akteure dürften mit der aktuellen Situation nicht sonderlich zufrieden sein. Obuz kommt bislang auf zwei Kurzeinsätze, Wäschenbach wartet noch auf sein Debüt. Auch der 20-Jährige soll in der Vergangenheit schon über einen Abschied aus Köln nachgedacht haben.

Die Verträge von Luca Kilian und Mathias Olesen laufen ebenfalls aus. Nach seiner langen Verletzung wird Kilian schon bald in das Mannschaftstraining zurückkehren. Wie es in der kommenden Saison weitergeht, ist offen. Ein Verbleib ist aktuell aber schon wahrscheinlich. Bei Maxi Schmid und Nikola Soldo könnten die Zeichen dagegen auf Abschied stehen. Wie berichtet ist die Situation bei den Torhütern besonders verzwickt. Marvin Schäbe will den Verein möglichst zeitnah verlassen, die Verträge von Matthias Köbbing, Jonas Nickisch und Philipp Pentke laufen im kommenden Sommer aus. Und zuletzt hat Sky berichtet, dass ein Wechsel von Jonas Urbig im kommenden Sommer wahrscheinlich ist. Zwar hat der Keeper noch bis 2026 Vertrag, der FC würde eine marktgerechte Ablöse aber wohl nur bis zum kommenden Sommer kassieren, der Marktwert des Keepers in den kommenden Jahren aber steigen.

Verträge zahlreicher Talente laufen 2026 aus

Die ersten Interessenten soll es bereits geben. Und Urbig ist nicht das einzige Talent, auf das diese Konstellation zutrifft. So laufen auch die Verträge von unter anderem Damion Downs, Eric Martel, Jan Thielmann und Max Finkgräfe nur noch bis 2026. Bis auf den Rekonvaleszenten Finkgräfe allesamt Spieler, die beim FC aktuell zum Stammpersonal gehören und als Nachwuchs-Nationalspieler eine weitere Bühne neben dem FC haben. Finkgräfe gilt als eins der größten deutschen Linksverteidiger-Talente, auch der 20-Jährige könnte schon bald den Weg in den deutschen Nachwuchs finden. Martel wird ebenfalls als Holding Six ein weiterer Sprung zugetraut. An Interessenten dürfte es im Sommer nicht mangeln, weitere Gerüchte werden zwangsläufig hochkochen.

Werden die Verträge nicht verlängert, würde der FC auch bei den Kölner Hoffnungsträgern nur noch im kommenden Sommer eine Ablöse kassieren können. Sportdirektor Christian Keller wird sich in den kommenden Wochen ganz sicher nicht nur nach möglichen Neuverpflichtungen umschauen.


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Schwache Defensive: Hier ist der FC Schlusslicht der Liga

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte um Tim Lemperle

Schwache Defensive: Hier ist der FC das Schlusslicht der Liga

Jan Thielmann im Zweikampf für den 1. FC Köln
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Schwache Defensive: Hier ist der FC das Schlusslicht der Liga

Nach dem 1:5-Debakel gegen Darmstadt kritisierte Sportdirektor Christian Keller auch das Zweikampfverhalten der Geißböcke. Und das laut Statistik vollkommen zu Recht. Denn gerade bei einer Defensiv-Bilanz heißt das Schlusslicht der Liga 1. FC Köln: Der FC verliert zu viele Zweikämpfe.

Bei den Geißböcken gehen mehr als die Hälfte der direkten Duelle verloren. Ein Wert, der zwar nicht alleine für die schlechte Leistung der Kölner verantwortlich ist, der aber dennoch Teil eines Defensivproblems zu sein scheint: Der 1. FC Köln verliert zu viele Zweikämpfe.

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Timo Hübers war die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, als sich der Abwehrspieler nach dem 1:5-Debakel gegen Darmstadt am Freitagabend den Fragen der Journalisten stellte. Kein Wunder, der Innenverteidiger hatte einen besonders schwachen Abend erwischt. Wie schon beim vogelwilden 4:4 gegen den Karlsruher SC war der 28-Jährige gleich an mehreren Gegentoren beteiligt. Vor allem beim 1:4 sah Hübers besonders schlecht aus. Der hoch aufgerückte Abwehrchef der Kölner verlor viel zu leicht einen Zweikampf gegen Fynn Lakenmacher, der daraus eine Drei-auf-Eins Situation kreierte. Philipp Förster ließ Hübers erneut aussteigen und schob schließlich den Ball ins Netz. Ähnlich hatte sich schon im ersten Abschnitt Julian Pauli beim Gegentor zum 1:2 von Isac Lidberg abkochen lassen.

Hübers: „Wir hatten zu wenig entgegensetzen“

Die Defensivleistung der Kölner sah gegen die Hessen insgesamt alles andere als gut aus und wurde von Christian Keller dementsprechend deutlich kritisiert: „Eine seriöse Zweikampfführung, eine Sprintbereitschaft, die eigene Aufgabe erfüllen – das muss jeder selbst hinkriegen. Das ist nichts, was der Trainer beeinflusst“, sagte Keller, der Gerhard Struber damit gleichzeitig in Schutz nahm. Auch Abwehrchef Hübers sah ähnliche Probleme: „Die direkten Duelle, die Intensität, das Schließen auf den zweiten Ball, das Verteidigen auf der letzten Linie“ waren für den Innenverteidiger Aspekte, die gegen Darmstadt nicht passen wollten. Gerade diese direkten Duelle werden für den FC aber offensichtlich zu einem grundlegenden Problem. „Darmstadt hat uns mit seiner Körperlichkeit und Wucht komplett den Schneid abgekauft. Wir hatten zu wenig entgegensetzen“, sagte Hübers.

Der FC gewann gegen die Lilien 48 Prozent seiner Zweikämpfe, gerade viele entscheidende gingen verloren. Hübers selbst kam gegen Darmstadt auf eine Zweikampfquote von 60 Prozent, Julian Pauli immerhin auf 61. Auf der anderen Seite erreichte Innenverteidiger Alkesandar Vukotic 65 Prozent, Clemens Riedel sogar mehr als 80 Prozent. Auch über den gesamten Saisonverlauf liegen die Kölner Innenverteidiger bei den gewonnenen Zweikämpfen zwar im Mittelfeld, aber weit hinter den Top-Abwehrkollegen zurück. Während das FC-Abwehrduo jeweils um die 58 Prozent erreicht, kommen die Top-Innenverteidiger der Liga auf mehr als 70 Prozent. So wie eben Lilien-Abwehrmann und Torschütze Vukotic (72 Prozent) oder Hamburgs Sebastian Schonlau (72) oder Karlsruhes Marcel Franke (74).

Schlechtes Zweikampfverhalten

Doch das Debakel nur an den beiden Innenverteidigern festzumachen, wäre viel zu einfach. „Wir haben als ganze Mannschaft einfach vieles nicht richtig gemacht. Das betrifft nicht nur den Julian Pauli oder Timo Hübers. Wir haben im ganzen Verbund defensiv es heute nie hingekriegt, die Bälle so zu gewinnen und in die Zweikämpfe zu kommen, wie es nötig ist“, sagte Struber. Tatsächlich scheint das wiederum ein Kernproblem in dieser Spielzeit zu sein. Gerade bei den Zweikämpfen am Boden weisen die Geißböcke ein doch erstaunliches Defizit auf. Insgesamt kommen die Kölner auf eine Zweikampfquote von 48,36 Prozent, und damit auf den drittschlechtesten Wert der Liga. Nur Greuther Fürth (46,88 Prozent) und Preußen Münster (48,32) gewannen prozentual weniger Duelle.

Dabei zeichnet sich eine deutliche Aufteilung des Zweikampfverhaltens ab. Stehen die Kölner in der Statistik der gewonnenen Luftzweikämpfe hinter Hertha BSC Berlin noch auf dem zweiten Platz, so sind die Geißböcke auf der anderen Seite mit Abstand das schlechteste Team in den direkten Duellen am Boden. Gerade einmal 46,5 Prozent gingen an die Spieler des FC – kein Zweitligist ist schwächer. Dabei suchen die Kölner insgesamt sehr häufig den Zweikampf. So fällt der absolute Wert der gewonnenen Zweikämpfe insgesamt auch gar nicht schlecht aus. Doch gehen eben deutlich mehr als die Hälfte verloren. Natürlich ist auch diese Statistik nur ein Teil des Gesamtbildes und nur ein Mosaikstein der aktuellen Situation. Zumal sich der Prozentsatz natürlich durch alle Mannschaftsteile zieht.


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Timo Hübers vom 1. FC Köln

Reinigendes Gewitter oder laues Lüftchen?

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte um Tim Lemperle

Sicher kein Grund für das Debakel – ein Beigeschmack bleibt aber

Julian Pauli spielt beim 1. FC Köln auch den Rechtsverteidiger
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Sicher kein Grund für das Debakel – ein Beigeschmack bleibt aber

Für die bittere 1:5-Klatsche gegen den SV Darmstadt gibt es zahlreiche Gründe und Ursachen. Und der FC ist gut daran beraten, diese auch bei sich zu suchen. Dennoch spielte die Länderspielpause ebenfalls nicht gerade in die Karten des 1. FC Köln: Nach der Länderspielreise bleibt ein fader Beigeschmack.

Die Ansetzung des Freitagabend-Spiels spielte den Kölnern wohl nicht in die Karten. Dies war ganz sicher nicht die Ursache für die schwache Leistung der Kölner, dennoch hätte es glücklicher laufen können beim 1. FC Köln: Nach der Länderspielreise bleibt ein fader Beigeschmack.

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Am Nachmittag startet der 1. FC Köln in die neue Trainingswoche und damit in die Vorbereitung auf die Begegnung gegen den SC Paderborn. Am Freitagabend ist der Aufstiegskandidat zu Gast im Kölner Stadion. Die Stimmung könnte zum Vorbereitungsauftakt sicherlich besser sein. Am Samstag hatte Sportdirektor Christian Keller die Spieler noch zum Rapport gebeten. Deutliche Worte wird er nach dem Debakel gegen Darmstadt wohl angeschlagen haben. Das 1:5 hat die Kölner böse erwischt. Der Fokus wird wohl dennoch recht schnell auf die Begegnung am Freitagabend gegen die Ostwestfalen gerichtet werden. Denn beim FC ist schnellstmöglich Wiedergutmachung angesagt. Doch die kommenden Wochen mit drei Teams, die vor der Saison zum erweiterten Kreis der Aufstiegskandidaten gezählt wurden, sowie dem Pokalspiel gegen Holstein Kiel, haben es in sich.

Sechs Startelf-Spieler mit kaum Trainingszeit

Ein weiterer trainingsfreier Tag ist für diese Woche nicht anberaumt. Gerhard Struber wird wohl glücklich sein, dass er seine Mannschaft dann weitestgehend wieder beisammen hat. Das sah in der vergangenen Woche noch ganz anders aus. Der FC war wie kein anderes Team der 2. Bundesliga von der Länderspielpause gebeutelt. Nach dem verletzungsbedingten Abbruch von Leart Pacarada befanden sich noch immer acht Spieler mit ihren Nationalmannschaften auf Reise. Die vier U21-Nationalspieler sowie Mathias Olesen kamen noch am Dienstag gegen die U21 von Polen sowie Bulgarien zum Einsatz, da bereitete sich der Rest der Mannschaft schon auf das Auswärtsspiel am Böllenfalltor vor. Erst Donnerstag zur letzten Einheit stiegen die restlichen Nationalspieler wieder in das Training mit der Mannschaft ein.

Mit Eric Martel, Tim Lemperle, Jonas Urbig, Damion Downs, Julian Pauli und Denis Huseinbasic waren sechs Spieler unterwegs, die am Freitag dann gegen Darmstadt in der Startformation standen. Mit Jan Thielmann und Mathias Olesen kamen spät noch die beiden weiteren dazu. In der vergangenen Woche hatte Huseinbasic, der gerade einmal zwei Einheiten mit dem Team vor dem Darmstadtspiel hatte, noch erklärt, dass ihm die Reisestrapazen nicht viel ausmachen würden. Im Gegenteil: „Es ist gut, dass ich das zweite Spiel nicht von Anfang an gespielt habe, sodass ich die Körner für Freitag habe“, sagte der Mittelfeldspieler. Mit der Leistung am Freitag hätte wohl auch eine Mannschaft gegen Darmstadt verloren, die unter der Woche mit voller Kapelle trainiert hätte.

Fehlte die Frische?

Reisestrapazen, intensive Begegnungen, verpasste Trainingseinheiten, kaum Regneration – ein kleiner Nachteil gegenüber der Konkurrenz ist wohl nicht gänzlich von der Hand zu weisen. Ähnlich erging es auch Borussia Dortmund. Auch die Mannschaft von Nuri Sahin musste am Freitag gegen den FC St. Pauli ran, zahlreiche Spieler hatten sich zuvor auf Länderspielreise befunden. „Zweimal freitags nach einer Länderspielpause antreten zu müssen, ist aufgrund von kürzeren Regenerationsphasen kein Vorteil“, hatte BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl dementsprechend zuletzt gesagt. Der Unterschied nur: Der BVB gewann sein Heimspiel gegen die Kiezkicker. Wie groß die Auswirkung der Länderspielreise war, liegt im Bereich der Spekulationen. Fakt ist, dass den Kölnern sowohl bei einigen Entscheidungen als auch in Zweikämpfen und finalen Pässen das letzte Bisschen gefehlt hat.

Beim FC wird man die Niederlage analysieren und versuchen, diese dann auch schnell abzuhaken. Der Faktor Reise mit der Nationalmannschaft sollte wenn überhaupt nicht mehr als eine Randnotiz bleiben. Im November steht dann die nächste Länderspielreise auf dem Programm. Für den FC geht es anschließend weiter mit einem Auswärtsspiel gegen Preußen Münster – an einem Freitagabend.


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Mark Uth vom 1. FC Köln

Wird Mark Uth noch einmal zur Option?

Reinigendes Gewitter oder laues Lüftchen? Jetzt soll geliefert werden

Timo Hübers enttäuscht nach dem 2:2 seines 1. FC Köln gegen Düsseldorf
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Reinigendes Gewitter oder laues Lüftchen? Jetzt soll geliefert werden

Nach dem 1:5-Debakel in Darmstadt herrschte beim FC am Samstag Redebedarf. Während die Profis die Pleite schnell abhaken wollten, baten die FC-Verantwortlichen die Spieler zum Rapport. Die Stimmung ist angespannt, der 1. FC Köln steuert auf die erste Mini-Krise zu.

Zwölf Punkte von 27 möglichen, das 1:5-Debakel gegen Darmstadt. Die Lücke zwischen Anspruch und Realität ist beim FC groß. Nicht umsonst herrscht Redebedarf bei den Geißböcken. Der 1. FC Köln steuert geradewegs auf die erste Mini-Krise zu und muss in den kommenden Spielen liefern.

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Ein wenig vorschnell hatten die Kölner Spieler da wohl ihren Blick nach vorne gerichtet. Nach dem 1:5 gegen den SV Darmstadt am Böllenfalltor, dem ersten Heimsieg seit mehr als einem Jahr für die Lilien, dem ersten Heimsieg gegen den FC überhaupt, hätten die FC-Profis den Blick gerne sehr schnell wieder nach vorne gerichtet. „Wir müssen uns daran erinnern, was wir im Köcher haben und was wir für eine Qualität haben. Wir müssen das analysieren, aber auch schnell abhaken. Es bringt nichts, sich damit zu lange zu beschäftigen“, sagte Leart Pacarada unmittelbar nach der Partie. Auch Timo Hübers klang ähnlich. „Es hilft jetzt nicht, eine Grundsatzanalyse zu machen oder uns die Köpfe klein zu hacken“, sagte der Kölner Kapitän. „Wir müssen schnell abhaken, alles ehrlich ansprechen und analysieren, dann die Lehren daraus ziehen und hoffentlich ein ganz anderes Gesicht zeigen.“

Keller: „Das wird noch richtig laut werden“

Ganz so leicht wollten die FC-Verantwortlichen die Kölner Spieler dann aber nicht davonkommen lassen. Zu einfach hatten sich die Geißböcke von den Lilien auskontern, dabei geforderte Tugenden vermissen lassen. Naiv stellten sich die Kölner in der Rückwärtsbewegung an. Christian Keller verglich das Defensivverhalten seiner Mannschaft mit einer Schülermannschaft. Zwar betonte Gerhard Struber auf der Pressekonferenz nach dem Debakel, dass es nicht unbedingt eine Standpauke, aber ganz sicher Redebedarf geben würde. „Es braucht jetzt eine Mischung aus einer klaren, sehr sachlichen Analyse und, dass die Jungs mich auch mal richtig sauer und enttäuscht erleben. Da muss man nicht herumschreien, aber jeder muss spüren, dass wir dem Anspruch nicht gerecht geworden sind“, sagte der Trainer sichtbar angefressen.

Dass es dann am Geißbockheim aber doch nicht ganz so handzahm werden würde, deutete sich ebenfalls am Freitagabend an. Sportdirektor Keller kündigte schon da Konsequenzen an. „Das wird noch richtig laut werden“, sagte Keller in der Mixed Zone unter anderem dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Manchmal muss man eine Nacht drüber schlafen, damit jeder aufnahmefähig ist.“ Und diese Aufnahmefähigkeit dürften die Spieler dann am Samstagmorgen unter Beweis stellen. Hinter verschlossenen Türen wurde gesprochen, wohl auch analysiert und sicherlich wurden auch einige Dinge schonungslos auf den Tisch gebracht. Schließlich hatte der Sportdirektor gerade die Haltung, den Einsatz seiner Spieler und nicht etwa den Trainer kritisiert. Wie konkret Kellers Konsequenzen dann aussehen, ist nicht bekannt. Es wird nicht unbedingt bei den deutlichen Worten bleiben.

Der FC ist aktuell Mittelmaß

Die Stimmung scheint am Geißbockheim jedenfalls zu kippen. Der Fußball, der zu Beginn der Saison Lust auf mehr gemacht hat, von dem man glaubte, dass er mit mehr Kaltschnäuzigkeit direkt Richtung Bundesliga führt, fällt dem FC nun auf die Füße. Auf die Tabelle brauche man nun erst einmal nicht mehr zu schauen, kündigte Keller an. Dabei zeigt diese die Auswirkung der vogelwilden Auftritte unter anderem gegen Darmstadt. De facto belegt der FC nach dem neunten Spieltag einen Platz in der unteren Tabellenhälfte, der Relegationsplatz zu Liga drei ist sogar einen Punkt näher als der zur Erstklassigkeit. Zwar hatten die FC-Bosse stets von einem schnellstmöglichen Aufstieg und nicht von der direkten Wiederkehr in die Bundesliga gesprochen, dass dennoch Anspruch und Realität weit auseinanderliegen, ist angesichts der angespannten Stimmung offensichtlich.

Kein Wunder, zwölf von möglichen 27 Zählern und 18 Gegentore haben nichts mit der Statistik eines Teams zu tun, dass sich selbst erstklassig wähnt. Und so soll die Krisensitzung die Kölner Profis vor den kommenden vier Aufgaben wieder in Spur bringen. Auf dem Papier folgen nun mit Paderborn, Fürth und Hertha BSC tabellarisch leichtere Gegner als zum Saisonauftakt als es gegen die Tabellenspitze ging – wenn auch nur ein wenig. Doch, dass das dem FC nicht unbedingt in die Karten spielt, wurde am Freitagabend gegen die lange kriselnden Lilien recht deutlich. Nach dem Donnerwetter sollten die Kölner das Spiel gegen Darmstadt tatsächlich schnell abhaken. Mit dem 1:5-Debakel in den Köpfen in die kommenden Bewegungen zu starten, ist sicherlich nicht förderlich.

Reinige Gewitter hat es in der jüngeren Vergangenheit beim FC auch geben sollen, nicht immer haben sie den erhofften Ertrag gebracht.


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Mark Uth vom 1. FC Köln

Wird Mark Uth noch einmal zur Option?

Gerhard Struber und der Einfluss auf das Spiel

Gerhard Struber mit Thomas Kessler vor der Kölner Bank.
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Gerhard Struber und der Einfluss auf das Spiel

Nach der bitteren Niederlage gegen Darmstadt gerät einmal mehr die Wechsel-Politik des Kölner Coaches Gerhard Struber ins Visier der Kritiker. Struber habe zu spät und falsch gewechselt, kein Einfluss auf das Spiel genommen, heißt es. Dabei taucht einmal mehr ein Kernproblem auf beim 1. FC Köln: Gerhard Struber und sein Einfluss auf das Spiel.

Fünf Wechsel, nahezu keine verändernden Auswirkung auf das Spiel. So lautet die Wechselbilanz des FC gegen Darmstadt. Die Kritik an den Auswechslungen von Trainer Gerhard Struber wird laut rund um den 1. FC Köln: Gerhard Struber und sein Einfluss auf das Spiel.

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Während Gerhard Struber und Christian Keller im Nachgang des 1:5-Debakels am Böllenfalltor deutliche Worte gegenüber der Mannschaft fanden, entlädt sich die Kritik und Schuldzuweisung an der Pleite und wohl auch der ersten Krise der noch jungen Zweitliga-Saison in den Sozialen Medien eher an Trainer und Sportdirektor. Kein Wunder, Christian Keller ist als Sportdirektor verantwortlich für die Zusammenstellung des Kaders. Dass viele seiner Neuverpflichtungen nicht eingeschlagen haben wie erhofft, ist nicht von der Hand zu weisen. Das Halten der Leistungsträger in diesem Sommer sowie das Einbinden von Nachwuchskräften und Leihspielern hat zumindest bislang noch nicht zu dem Saisonauftakt geführt, den sich viele Fans angesichts des Kaderwerts und einer vermeintlichen individuellen Klasse wohl erhofft haben.

„Wenn die Basics nicht stimmen, ist die Taktik nur Schall und Rauch.“

Gerhard Struber bekommt aktuell sein Fett weg, weil der Trainer auf der einen Seite an seiner Spielidee des Hurra-Fußballs trotz mittlerweile 18 Gegentoren stoisch festhalte und auf der anderen Seite zu wenig nach einem Rückstand wie gegen Darmstadt auf das Spiel einwirke, so der Tenor. So avancierte im Nachklang des Freitagsspiels die oft diskutierte Wechsel-Politik des 47-Jährigen ins Visier der Kritiker. Tatsächlich nahm der Trainer seine erste personelle Veränderung am Freitag erst nach einer guten Stunde vor. Struber wechselte den völlig überforderten Julian Pauli aus und brachte Dominique Heintz sowie Jan Thielmann für den glücklosen Rasmus Carstensen. Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 3:1 für Darmstadt und zumindest in der Theorie wäre für den FC wohl noch etwas möglich gewesen.

Natürlich hätte der Coach mit Wechseln in der Halbzeit die Spieldynamik früher verändern können. Gut möglich, dass das Spiel einen anderen Verlauf genommen hätte. Aber eben nur „hätte“, eine Gewissheit hatte der Trainer nicht. Struber entschied sich für eine andere taktische Ausrichtung, zog Denis Huseinbasic als Teil einer Doppelsechs zurück und hoffte damit, für mehr Kompaktheit zu sorgen. „Wir haben auf zwei Sechser umgestellt – in der Hoffnung, besser auf die zweiten Bälle koordiniert zu sein“, sagte Timo Hübers. Doch der Versuch misslang. „Das hat aber nicht so geklappt, Darmstadt hat immer wieder einen Sechser gefunden, wo vorher unser Zehner war.“ Der Kölner Kapitän erklärte zudem, dass es am Ende nicht an der taktischen Ausrichtung, vielmehr an der Körperlichkeit gelegen habe. „Wenn die Basics nicht stimmen, ist die Taktik nur Schall und Rauch.“

Wechsel hatten so gut wie keinen Effekt

Auch Christian Keller sah den Grund für das Debakel nicht an der Taktik, am Spielsystem oder an der Arbeit seines Trainers. „Wenn die Sprints in die defensive Spielrichtung von Spiel zu Spiel weniger werden, hat das nichts mit Taktik, sondern mit Haltung zu tun“, sagte der Sportdirektor deutlich und nahm seinen Wunschtrainer in Schutz. Kein Wunder, Keller hat einen Coach gesucht, der genau diesen Fußball spielen lässt. Nach den Worten des Sportdirektors wären somit die Wechsel des Trainers das einzige Instrument den Spielverlauf zu verändern. Und damit steht wieder ein Kernproblem des FCs im Fokus. Die Abwehr stand auch nach der Einwechslung von Heintz und Thielmann keinesfalls stabiler. Gerade bei den schnellen Umschaltmomenten offenbarte der Routinier einmal mehr ein gewisses Tempodefizit. Dass Pauli wiederum vom Trainer erlöst wurde, war absolut verständlich.

Es braucht eine breitere Bank

Auch die weiteren Wechsel hatten so gut wie keinen Effekt auf das Spiel der Kölner. Mehr als ein starkes Anspiel von Florian Kainz auf Damion Downs war nicht drin. Immerhin kamen Kainz und Mathias Olesen auf die besten Passquoten der Kölner. Die waren an diesem Abend aber wohl auch das geringste Problem. Immerhin schafften es zehn FC-Profis knapp an die 90 Prozent ran oder drüber. Dennoch verpufften alle fünf Einwechslungen einmal mehr. Immerhin schöpfte der Coach das volle Wechselpensum aus. Durch die gesamte Spielzeit zieht sich der rote Faden einer erstaunlich schwachen Bank. Ganz offensichtlich fehlt es an der Qualität hinter der ersten Elf bei den Geißböcken. Am Freitag kam für die Ergänzungsspieler dann auch noch das bittere Zwischenergebnis dazu und der Umstand, dass auch die Anfangsformation nahezu komplett ihre Qualität vermissen ließ.

Ob frühere Wechsel am Freitagabend das Spiel großartig verändert hätten, ist also offen. Struber hat mit dem ausgeschöpften Wechselkontingent zumindest versucht, frischen Wind in die Partie zu bringen. Fakt ist aber, dass die Bank der Kölner weiterhin eine der großen Baustellen der Geißböcke bleibt. Es besteht akuter Handlungsbedarf. Und das nicht nur beim Trainer. Christian Keller muss mit den kommenden Transfers punkten.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

Der FC ist nur noch Tabellenzehnter

Der FC ist nur noch Tabellenzehnter – HSV wird nach Toren zweier Ex-Kölner zum Top-Favoriten

Die Spieler des 1. FC Köln sind bedrückt.
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Der FC ist nur noch Tabellenzehnter – HSV wird nach Toren zweier Ex-Kölner zum Top-Favoriten

Nach dem neunten Spieltag findet sich der FC auf dem zehnten Tabellenplatz wieder. Und das, obwohl die Geißböcke vor der Saison mit zu den gehandelten Aufstiegskandidaten zählten. Ein anderes Team bringt sich dagegen in die Rolle des Top-Favoriten. Kein guter Start in die zweite Hälfte der Hinrunde für den 1. FC Köln: Der FC liegt nur noch auf dem zehnten Tabellenplatz.

Im Gegensatz zu den Spielern des FC gelingt den ehemaligen Kollegen beim Hamburger SV zurzeit einiges. Der HSV mausert sich zum Top-Favoriten der Liga. Anders als der 1. FC Köln: Der FC liegt nur noch auf dem zehnten Tabellenplatz.

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Fortuna Düsseldorf, der Hamburger SV, Hertha BSC, Hannover 96, der Karlsruhe SC, der SC Paderborn und ja, auch der FC – vor Beginn der Saison wurde mehr als ein Halbes Dutzend Teams zum erweiterten Kreis der Aufstiegskandidaten gezählt. Nachdem die erste Hälfte der Hinrunde gespielt ist, sind die ersten Tendenzen zu erkennen. Und eine Erkenntnis kristallisiert sich zunehmend heraus: Der FC gehört momentan eben nicht zu den Top-Favoriten. Drei Siege und zwölf Punkte aus neun Spielen, 18 Gegentore, also zwei im Schnitt, sind sicherlich keine Werte, mit denen man sich aktuell zu den Top-Teams der Liga zählen darf. Da hilft es auch nicht, von den Trainern der erhofften direkten Konkurrenz immer wieder als Top-Aufstiegskandidat genannt zu werden. Der FC befindet sich nach dem neunten Spieltag auf dem zehnten Tabellenplatz, im Liga-Mittelmaß.

HSV avanciert zum Top-Team

Und das liegt sicherlich nicht nur daran, dass die Kölner bereits an den ersten acht Spieltagen gegen die vier Top-Teams gespielt haben. Zwar haben die Geißböcke die Begegnungen gegen Tabellenführer Düsseldorf, Hamburg, Karlsruhe und Magdeburg nun schon absolviert und es warten nun vermeintlich leichte Gegner, der FC holte aus den Top-Begegnungen allerdings nur zwei Punkte. Um oben mitzuspielen bedarf es mehr als Siege gegen die Keller-Kinder. So rutschten die Kölner nach dem 1:5-Debakel gegen Darmstadt in der Tabelle ab und sind aktuell das einzige Team aus dem Kreis der vermeintlichen Aufstiegskandidaten, das sich in der unteren Tabellenhälfte wiederfindet. In die Top-7 hat sich noch der 1. FC Magdeburg gespielt, der bislang eine bemerkenswerte Saison hinlegt.

Zum Top-Aufstiegskandidaten mausert sich immer mehr der Hamburger SV. Vor der Länderspielpause fertigte die Mannschaft von Ex-FC-Trainer Steffen Baumgart den Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf 3:0 ab. Am Sonntag sahen die Rothosen zur Halbzeit im nächsten Spitzenspiel gegen den 1. FC Magdeburg erneut wie der sichere Sieger aus, führten bereits zur Halbzeit 3:0. Und das, obwohl mit Robert Glatzel, der Top-Torjäger der Vorsaison, bis ins neue Jahr ausfallen wird. Doch die Breite des Baumgart-Kaders scheint zu passen. Unter anderem auch, weil gleich zwei Ex-Kölner zuschlugen. Davie Selke und Noah Katterbach trafen für den HSV. Für Katterbach war es das erste Profi-Tor in den deutschen Ligen. Nach einer Roten Karten gegen Sebastian Schonlau wurde das 3:1 aber nochmal spannend. Spitzenreiter ist weiterhin Fortuna Düsseldorf mit 20 Zählern. Die Rheinländer gewannen gegen Regensburg 3:0.

Der Relegationsplatz Richtung Bundesliga ist für den FC sechs, der Richtung 3. Liga ist fünf Punkte weg. Auch dort sind die Kölner aktuell nur Mittelmaß.


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Mark Uth vom 1. FC Köln

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