„Auf Kante genäht“: U21-Trainer Sbonias mahnt bei Youngster zur Geduld

Borie von der U21 des 1. FC Köln
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„Auf Kante genäht“: U21-Trainer Sbonias mahnt bei Youngster zur Geduld

Es war ein rundum gelungener Karnevalssonntag im Franz-Kremer-Stadion: Die Reserve des FC hat nicht nur ihre schwarze Serie gegen den SV Rödinghausen beendet, sondern damit auch eine Reaktion auf den jüngsten Schalke-Ausrutscher gezeigt. Ein Youngster feierte dabei sein Comeback. Doch der Trainer der U21 des 1. FC Köln Evangelos Sbonias mahnte zur Geduld.

Der Coach der Kölner Reserve war nach dem Sieg gegen Rödinghausen durchaus zufrieden mit seiner Mannschaft. Der Einsatz des 18-jährigen Rückkehrers Etienne Borie sei allerdings medizinisch „auf Kante genäht“ gewesen. Trainer der U21 des 1. FC Köln Evangelos Sbonias mahnte zur Geduld.

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Es war ein besonderer Moment für Etienne Borie: Der 18-Jährige feierte in der 67. Minute sein Comeback nach wochenlanger Krankheitspause. Bemerkenswert: Es war bereits Bories zweite Rückkehr in dieser Saison. Der U19-Aufrücker des vergangenen Sommers wurde nach starken ersten Wochen im Oktober von einem Fußbruch abrupt ausgebremst. Anfang Februar kehrte Borie auf den Rasen zurück, sammelte bei der 0:2-Niederlage gegen Düsseldorfs U23 die ersten 30 Regionalliga-Einsatzminuten in diesem Jahr. Doch es folgte ein Rückschlag durch eine Krankheit, die Borie drei weitere Spiele kostete. Der gebürtige Karlsruher kehrte gegen Rödinghausen endlich wieder zurück auf den Rasen. Für den Trainer Evangelos Sbonias war der Kurz-Einsatz bereits ein Ritt auf der Rasierklinge.

“Das war das Maximum“

„Da müssen wir wirklich aufpassen. Er war mit seiner Krankheit wirklich lange raus. Das heute, das sage ich ganz ehrlich, diese 20, 25 Minuten, waren auf Kante genäht. Das war das Maximum, was von der medizinischen Abteilung freigegeben war. Von daher müssen wir da auch einfach aufpassen, dass da nichts passiert. Aber man hat auch gesehen, als er reingekommen ist, was seine Qualitäten sind“, sagte Sbonias. Borie ließ in der Tat nicht nur bei einem Solo durchs halbe Mittelfeld aufblitzen, welche Stärken er ins Kölner Spiel einbringen kann. Bei Emin Kujovic habe sich deswegen ein Einsatz bei der U21 komplett zerschlagen: „Mit der Krankheit ist es einfach zu gefährlich, irgendwelche Belastungen zu fahren, deshalb gehen wir da kein Risiko.“

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Offen blieb zunächst noch, welche Blessur Arda Süne davongetragen hat: „Ihm ist muskulär ein bisschen was reingezogen. Jetzt müssen wir die Untersuchungen abwarten, dann werden wir sehen, was passiert“, sagte Sbonias kurz nach der Partie. Grundsätzlich freute sich der Trainer über den gelungenen Auftritt seiner Mannschaft, gerade auch im Vergleich zur Schalke-Pleite sieben Tage zuvor: „Das ist eine ganz andere Haltung, eine ganz andere Intensität, eine ganz andere Art und Weise, wie wir Fußball gespielt haben.“ Einen kleinen Kritikpunkt sah der Coach aber doch: „Wenn man das Haar in der Suppe suchen möchte, dann müssen wir in der zweiten Halbzeit früher das 2:0 machen. Da sind drei, vier Konter, die musst du abschließen. Das ist das einzige, was wir uns heute vorwerfen lassen müssen.“

U21 bekommt Rosenmontag frei

Bemerkenswert: Joao Pinto wurde in der ersten Hälfte für den verletzten Süne eingewechselt, musste in der Nachspielzeit aber auch für Teoman Akmestanli weichen: „Das war rein taktisch“, erklärte Sbonias, „wir wollten auf der Seite noch mal einen Defensivspieler. Der Hauptgrund waren die Standards. Da sind die Einwürfe reingeflogen und da wollte ich einen Spieler mehr haben, der da mal was wegköpfen kann.“ Die U21 kann nun den Rosenmontag in der Domstadt genießen: „Morgen ist frei und am Dienstag ist wieder Training“, verkündete Sbonias. Am kommenden Samstag geht es mit dem Auswärtsspiel beim 1. FC Bocholt weiter.


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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Stimmen zum Karlsruhe-Spiel

Wer über spielerische Mittel verfügt, ist auf Spielglück selten angewiesen – ein Kommentar

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Wer über spielerische Mittel verfügt, ist auf Spielglück selten angewiesen – ein Kommentar

Die Geißböcke erzielten in diesem Jahr gerade einmal fünf Tore. Die Kölner Offensive strahlt zu wenig Gefahr aus, profitierte oft von Spielglück oder der fehlenden Qualität der Gegner. Das reicht nicht. Es fehlen die spielerischen Mittel beim 1. FC Köln – ein Kommentar.

Nach zwei absolvierten Dritteln der Saison sollten sich die Mannschaften eigentlich ihrer Leistung nach in der Tabelle angeordnet haben. Vor wenigen Wochen noch an der Tabellenspitze, ist der FC nach dem 24. Spieltag nun auf Platz fünf abgerutscht. Den Geißböcken mangelt es an einer torgefährlichen Offensive. Und: Es fehlen die spielerischen Mittel beim 1. FC Köln – ein Kommentar.

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Die Tonlage hat sich beim 1. FC Köln nach der bitteren 0:1-Niederlage gegen den Karlsruher SC hörbar verändert. Zumindest konnte man bei einigen Spielern und Verantwortlichen eine in dieser Art bislang unbekannte gewisse Selbstktiritk erkennen – wenn auch nicht jede Aussage die Wahrnehmung einiger Fans trifft. So erklärte Timo Hübers nach dem 0:1, dass es so einfach nicht reiche und Dominique Heintz legte den Finger unbarmherzig in die Wunde der lahmenden Offensive. Der Tenor der Kölner Spieler: Wenn man um den Aufstieg mitspielen will, dann braucht es auch Tore. Und genau daran hapert es gewaltig. Der FC kommt in der Rückrunde auf bislang fünf Treffer und das in sieben Spielen. Weniger hat keine andere Mannschaft in diesem Jahr erzielt.

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Es fehlen die spielerischen Mittel

Und würde der xGoals-Wert der Geißböcke nicht knapp über diesen fünf Toren liegen, könnte man vielleicht noch von ein wenig Pech oder Ladehemmung sprechen. De facto kreieren die Geißböcke einfach zu wenig Möglichkeiten, zu wenig Gefahr, zu wenig Spielzüge, die eine gegnerische Defensive vor große Probleme stellen kann. Köln fehlen aktuell die spielerischen Mittel. Noch in der vergangenen Woche hatte Timo Hübers behauptet, dass man nach dem 23. Spieltag ja nicht ohne Grund auf einem Aufstiegsplatz stehen würde. Tatsächlich sollte man doch meinen, dass sich die Tabelle nach zwei Saisondritteln nicht mehr nach Glück und Pech zusammenstellt, sie sich so nivelliert hat, dass sie auch das Leistungsniveau der Spielklasse wiedergibt.

Doch im Falle der Geißböcke darf man da wohl seine gewissen Zweifel haben. Lange war der Tenor der Kölner, dass man über die Stabilität den Schlüssel zum Erfolg gefunden habe, weil man ja wisse, dass das Team schon über die Qualität verfüge, mit einem Treffer Begegnungen zu entscheiden. Die Ergebnisse gaben Köln auch über Wochen, sogar Monate recht. Die Aufholjagd war auch beeindruckend. Nur karschierte sie ganz offensichtliche Probleme. Dem FC fehlen einfach spielerische Mittel. Für eine Mannschaft, die sich ernsthaft mit dem Thema Aufstieg auseinandersetzt, fehlt es an Kreativität, Spielwitz und Ideen. Und das erstaunlicherweise unabhängig von taktischer Ausrichtung. Am Samstagabend war kein Unterschied zwischen Dreier- und Viererkette, zwischen Doppelsturm, Wandspieler oder Konterstürmer zu erkennen.

Aufstiegsplatz weiter in Reichweite

Vielmehr ist zu erkennen, dass Leidenschaft alleine nicht reicht. Gegen Teams wie Jahn Regensburg, Preußen Münster und Eintracht Braunschweig ging das gut. Vielleicht auch, weil es die Qualität, die Spielweise oder das Momentum des Gegners gerade zugelassen haben. Denn wirklich besser war Köln auch während der Erfolgsserie nicht in allen Partien. Vielleicht war es dann doch über eine lange Serie eine gewisse Form von Spielglück, die den FC getragen hat. Man denke nur an das Heimspiel gegen den FC Schalke 04, als Königsblau den Kölnern zunächst ein Tor auflegte und dann in der Nachspielzeit den sicheren Ausgleich herschenkte. Ohne die erfolderlichen spielerischen Mittel ist fehlendes Glück in der Liga aber nicht zu kompensieren.

Der FC ist nun also auf den fünften Rang in der Tabelle abgerutscht. Ob die Position dem aktuellen Leistungsniveau gerecht wird, ist schwer zu sagen. Denn die Liga bleibt ausgeglichen, bleibt eng. Jeder kann jeder schlagen. Insofern ist auch nach dem dritten sieglosen Spiel in Serie für den FC in Sachen Aufstieg nichts vorbei. Nur bringen sich am Ende des Tages Mannschaften wie der Hamburger SV (trotz verdienter Niederlage am Sonntag), der 1. FC Magdeburg oder der SC Paderborn durch spielerische Qualität in Stellung für den Aufstiegskampf. Und gerade Teams mit eben jener spielerischen Qualität sind in aller Regel viel seltener auf Spielglück angewiesen. Und das ist bekanntlich endlich. Ganz offensichtlich auch für den FC.


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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Stimmen zum Karlsruhe-Spiel

Dank Ouro-Tagbas 23-Sekunden-Treffer: U21 besiegt ihren Rödinghausen-Fluch

Evangelos Sbonias beim Spiel der U21 des 1. FC Köln
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Dank Ouro-Tagbas 23-Sekunden-Treffer: U21 besiegt ihren Rödinghausen-Fluch

Die Reserve der Geißböcke hat ihren Rödinghausen-Fluch besiegt: Die U21 des 1. FC Köln gewinnt gegen Rödinghausen 1:0. Der Erfolg war der erste Dreier gegen die Ostwestfalen nach zuvor acht erfolglosen Anläufen. Mansour Ouro-Tagba erzielte das Tor des Tages nach einem Blitzstart in die zweite Hälfte. Sorgen gab es jedoch um Arda Süne.

Der FC kann gegen die Ostwestfalen doch gewinnen – wenn auch erst im neunten Versuch. Die U21 des 1. FC Köln gewinnt gegen Rödinghausen 1:0. Das entscheidende Tor erzielte Mansour Ouro-Tagba.

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Kölns Trainer Evangelos Sbonias änderte seine Start-Formation im Vergleich zur 0:1-Niederlage bei Schalkes U23 sieben Tage zuvor lediglich auf einer Position: Der Kapitän Marco Höger kehrte nach seiner abgesessenen Gelb-Sperre zurück in die erste Elf. Dafür rutschte Teoman Akmestanli auf die Ersatzbank. Dies hatte in der Praxis aber weitere Verschiebungen zur Folge: Meiko Sponsel rutschte von der rechten auf die linke Abwehrseite, Georg Strauch rückte von der Sechs zurück und spielte als Rechtsverteidiger. Stephan Salger bildete diesmal mit Höger die Doppel-Sechs. Die Kölner waren in der Anfangsphase überlegen und ließen sich auch durch einen frühen Verletzungsschock nicht beirren. Arda Süne musste nach einem Foul von Ebrima Ndure vom Feld. Der linke Oberschenkel war dick bandagiert (20.).

Zunächst zurückgepfiffen, dann erfolgreich

Kurz danach folgte der bis dahin schönste Spielzug: Stephan Salger passte aus dem Mittelfeld in die Gasse zu Jaka Potocnik. Der herauseilende SVR-Torwart Matthis Harsman war jedoch einen Tick eher am Ball, klärte aber genau in die Füße Patrik Kristals. Der Este passte rechts in den Sechzehner zu Mansour Outro-Tagba, dessen Torschuss jedoch viel zu schwach und unplatziert war und von einem Rödinghausener ohne Mühe vor der Linie geklärt wurde (22.). Die – großteils kostümierten – Kölner Fans, die ihr Team abermals lautstark unterstützten, sorgten Mitte der ersten Hälfte für einen Schmunzler. Sie stimmten den Karnevalshit „Die Karawane zieht weiter“ an und zogen von der schattigen Haupttribüne des Franz-Kremer-Stadions auf die sonnige Gegenseite.

Auf dem Rasen entwickelte sich in dieser Phase lange nichts Berichtenswertes. Glück hatte der FC jedoch, als ein Heber Michael Seatons über den herauseilenden Jonas Nickisch knapp am Tor vorbeiflog (39.). Auf der Gegenseite zählte ein Treffer Ouro-Tagbas nicht, weil er zuvor einen Abwehrspieler regelwidrig abgeschüttelt und zu Fall gebracht hatte (40.). Die Kölner erwischten jedoch einen Blitzstart in die zweite Hälfte: Nach dem Anstoß der U21 dauerte es gerade einmal 23 Sekunden, ehe der stramme Schuss von Ouro-Tagba unten im langen Eck einschlug (46.). Kristal hatte die Kugel zuvor in den Laufweg des Stürmers in den Sechzehner gelegt.

Als nächstes gegen Bocholt

Danach besaßen die Gäste jedoch zwei gute Chancen zum Ausgleich: Jonas Nickisch lenkte erst einen gefährlichen Schlenzer von Kevin Wiethaup per Flugparade zur Seite ab (57.). Und nur wenige Augenblicke später behielt er abermals die Nerven gegen Wiethaup (58.). Rödinghausen konnte den Schwung jedoch nicht konservieren, zwingende Torchancen entsprangen im weiteren Spielverlauf nicht mehr. Die U21 rettete den knappen Vorsprung ins Ziel und steht mit jetzt 38 Punkten weiter auf dem siebten Platz der Tabelle. Am kommenden Samstag (Anstoß: 14 Uhr) geht es zum 1. FC Bocholt.

1. FC Köln U21: Nickisch – Strauch, Smajic, Özkan, Sponsel – Höger, Salger – Kristal (67. Krautkrämer), Süne (20. Pinto/90.+3 Akmestanli) – Ouro-Tagba (67. Borie), Potocnik (90.+3 Freischlad). Tore: 1:0 Ouro-Tagba (46.). Zuschauer: 900.

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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

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Wieder keine Durchschlagskraft, aber die Selbstkritik wächst – der Ton wird rauer am Geißbockheim

Enttäuschte Profis des 1. FC Köln nach dem Spiel gegen den Karlsruher SC.
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Wieder keine Durchschlagskraft, aber die Selbstkritik wächst – der Ton wird rauer am Geißbockheim

Die Worte nach dem verlorenen Duell in Karlsruhe fielen sehr deutlich aus. Sowohl Kapitän Timo Hübers als auch Christian Keller monierten, dass das Spiel der Kölner einfach zu harmlos sei, man die Chancen nicht kreiere beim 1. FC Köln: Die Kritik am Spiel aus den eigenen Reihen wird lauter.

Die 0:1- Niederlage gegen den Karlsruher SC zeigte erneut deutlich die Schwächen der Kölner. Und auch Spielern, Trainer sowie FC-Sportdirektor Christian Keller blieb das nicht verborgen. Erneut gab es keine Torgefahr des 1. FC Köln: Die Kritik am Spiel aus den eigenen Reihen wird lauter.

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Ausgerechnet der Ex-Kölner und gegnerische Trainer brachte die entscheidende Situation nach intensiven, aber für den FC glücklosen 90 Minuten auf den Punkt. „Es war ein richtiges Kacktor“, sagte Christian Eichner nach dem 0:1 der Kölner beim Karlsruher SC. „Es war wie in Zeitlupe. Ich sehe den Ball kommen und kann nicht mehr reagieren“, sagte der Kapitän. „Das war eine super unglückliche Situation. Das müssen wir vorher besser verteidigen.“ Tatsächlich verlor der in der vergangenen Woche groß und gegen Karlsruhe eher mäßig aufspielende Florian Kainz den entscheidenden Zweikampf gegen Christoph Kobald, der flankte scharfs vors Tor, Jusuf Gazibegovic schoss Timo Hübers den Ball gegen die Beine und damit ins eigene Tor. „In neun von zehn Fällen klärt er ihn anders“, sagte Hübers. „Vielleicht stehe ich auch woanders.“

„Wir treffen oft die falschen Entscheidungen“

Ein besonders bitteres Slapstick-Tor. Vor allem, weil es gleichzeitig die Niederlage bedeutete, in einer Begegnung, in der es lange so gar nicht nach einem Tor ausgesehen hatte. Tatsächlich standen zu diesem Zeitpunkt vier Torschüsse auf der Haben-Seite der Karlsruher – allerdings keiner Richtung Kölner Tor. Marvin Schwäbe erlebte bis zum Gegentreffer einen nahezu beschäftigungslosen Abend. Selbst nach dem Treffer lag der xGoals-Wert der Badener bei 0,2. Und lange war der von den Geißböcken dann auch nicht deutlich höher. Wieder einmal entwickelte der FC keine ernstzunehmende Torgefahr im Schlussdrittel. „Wir müssen schon dahinkommen, dass wir vorne viel mehr Durchschlagskraft entwickeln“, sagte Dominique Heintz. „Wir spielen das schon bis zur Zone drei ordentlich durch und treffen dann oft die falsche Entscheidung.“ 

„Das ist im Moment zu wenig“

Und streng genommen war „oft“ gegen Karlsruhe sogar ein wenig untertrieben. Zwar standen bei den Kölnern am Ende fünf Schüsse aufs Tor, wirklich nah an einem Treffer war der FC aber nicht. „Wenn du oben mitspielen willst, dann musst du Tore schießen“, lautete also das einfache Rezept von Heintz. Die Lösung scheint aber dann doch nicht auf der Hand zu liegen. Selbst mit der Doppelspitze Damion Downs und Imad Rondic, auch mit Viererkette war der FC einfach viel zu harmlos. „Wir haben mit zwei Stürmern gespielt und hätten irgendwann dazu kommen müssen, die Frequenz im Strafraum zu erhöhen“, sagte Christian Keller gegenüber dem „Geissblog“. Die Kölner schlugen zwar 16 Flanken, noch nicht einmal ein Drittel der Hereingaben erreichte dann den Mitspieler.

Auch, wenn der Gegentreffer aus KSC-Sicht glücklich zustande kam, angesichts der harmlosen Offensive wäre ein Erfolg der Kölner auch nicht wirklich verdient gewesen. Und das gegen einen Gegner, der in den vergangenen Wochen auch nur im Duell gegen den 1. FC Magdeburg überzeugen wollte. Und so wurde vor allem der Kölner Kapitän nach der Pleite so richtig deutlich: „Das ist im Moment zu wenig. Wir haben so ein bisschen zwei Gesichter diese Saison. Am Saisonanfang, wo wir jedes Spiel drei, vier Tore schießen aber auch drei, vier kassieren“, sagte Hübers. „Wenn wir am Ende vor den ganzen Verkleideten in der Kurve stehen, dann sagt keiner was. Aber dafür dürfen solche Aktionen eben nicht passieren. Dafür müssen wir vorne eben einen reindrücken, vielleicht auch mal aus einem Standard oder aus einem besseren Ballbesitz aus dem Spiel heraus.“ Es bleibt nur die Frage nach dem Wie.

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