Im Achtelfinale des DFB-Pokals trifft der FC am Mittwochabend auf Hertha BSC. Im Grunde eine machbare Aufgabe – zumindest auf dem Papier. Doch das Heimspiel wird kein Selbstlรคufer. Was FC-Fans zum DFB-Pokal wissen mรผssen.
Nach dem verdienten Erfolg รผber Holstein Kiel und dem Auftaktsieg gegen Sandhausen bekommen es die Geiรbรถcke am Mittwochabend erstmals in dieser Saison mit einem Zweitligisten im Pokal zu tun. Kรถln spielt gegen Berlin. Was FC-Fans zum DFB-Pokal wissen mรผssen.
Der DFB-Pokal (Foto: Ronny Hartmann/GettyImages)
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Vor gut vier Wochen trafen die Teams bereits in der Liga aufeinander. Der FC hatte sich gerade gegen Holstein Kiel im Pokal durchgesetzt und gewann nun auch das Ligaspiel gegen die Hauptstรคdter. Die beiden Erfolge leiteten auch die Wende beim FC ein und wendeten die Krise dafรผr ab. Mittlerweile mischen die Geiรbรถcke wieder im Aufstiegsrennen mit. Im DFB-Pokal unter den letzten Acht zu รผberwintern wรคre aber auch ein groรer Erfolg. Das gelang den Kรถlnern zuletzt 2010.
Wie ist der Weg nach Berlin?
Zum 82. Mal wird in dieser Spielzeit der DFB-Pokal ausgetragen. Das Finale findet am 24. Mai im Olympiastadion statt. Wer nach Berlin fahren will, muss zunรคchst fรผnf Runden รผberstehen. Das Achtelfinale findet nun an Dienstag und Mittwoch statt. Das Viertelfinale wird dann Anfang und Ende Februar ausgetragen, das Halbfinale am 1. und 2. April.
Welche Prรคmien gibt es im DFB-Pokal?
Schon das รberstehen der 1. Runde war fรผr Kรถln lukrativ. Jeder Teilnehmer erhรคlt knapp 210.000 Euro, mit dem Erreichen der zweiten Runde gab es noch einmal rund 420.000 Euro. Ab dann wird bis zum Halbfinale jeweils verdoppelt. Der FC hat also schon mehr als 1.400.000 Euro durch Prรคmien eingenommen.
Fรผr die erste Runde 209.453 Euro
Fรผr die zwei Runde 418.906 Euro
Fรผr die dritte Runde 837.813 Euro
Fรผr die Viertelfinalspiele 1.675.625 Euro
Fรผr die Halbfinalspiele 3.351.250
Der Verlierer des Finals erhรคlt 2.880.000
Der Gewinner des DFB-Pokals erhรคlt 4.320.000 Euro
Wo wird der DFB-Pokal รผbertragen?
Alle 63 Begegnungen werden in voller Lรคnge bei Sky รผbertragen. ARD und ZDF haben sich 15 Spiele im frei empfangbaren Fernsehen gezeigt – unter anderem natรผrlich das Finale. Am Dienstag zeigt die ARD das Topspiel zwischen Bayern Mรผnchen und Bayer Leverkusen. Am Mittwoch werden zwei Begegnungen im ZDF รผbertragen. Um 20.45 Uhr das Topspiel zwischen RB Leipzig und Eintracht Frankfurt, zuvor um 18 Uhr das Duell der Kรถlner gegen Hertha BSC. Natรผrlich gibt es auch alle Spiele bei Sky. Wir tickern ab 16.45 Uhr!
Die Pokalspiele im รberblick
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Der 1. FC Kรถln steht offenbar vor den ersten Neuverpflichtungen. Zumindest verdichten sich die Meldungen und Hinweise, dass mit zwei Spielern sehr konkrete Gesprรคche gefรผhrt werden.
Am Wochenende hatte fussballeuropa.com den ersten Namen ins Spiel gebracht, รผber einen weiteren gibt es schon seit Wochen Gerรผchte. Der 1. FC Kรถln steht offenbar vor den ersten Neuverpflichtungen. So sollen sich die Kรถlner mit Jusuf Gazibegovic und Ivan Prtajin in konkreten Gesprรคchen befinden.
Jusuf Gazibegovic in der Champions Lague (Foto: Octavio Passos/Getty Images)
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Erwartungsgemรคร wollte Thomas Kessler auf der Pressekonferenz am Montag vor dem Pokalspiel gegen Hertha BSC nicht sonderlich viel zu mรถglichen Neuverpflichtungen sagen. „Ich werde mich nicht dazu รคuรern, mit wem wir in Gesprรคchen sind und was wir fรผr Plรคne haben. Es wird reichlich spekuliert und das ist auch das Schรถne am Fuรball. Das macht jedem Fan Spaร“, sagte Kessler und stellte in Bezug auf Prรคmien im DFB-Pokal klar: „Jeder Euro Einnahme tut dem Verein natรผrlich gut, aber die Planungen sind unabhรคngig davon.“ Soll heiรen, der FC plant mit einem gewissen Etat, die potenziellen Pokal-Einnahmen sind nicht zwingend fรผr weitere Spieler angedacht. Dabei kรถnnten die Kรถlner mit einem Sieg rund 1,7 Millionen Euro einnehmen. Die gleiche Summe gab es schon fรผr die Erfolge in den ersten Runden.
Konkrete Gesprรคche
Und jene 1,7 Millionen Euro wรผrden in etwa in die Richtung der kolportierten Ablรถsesumme fรผr Jusuf Gazibegovic gehen. Der Rechtsverteidiger soll angeblich eine Ausstiegsklausel im Vertrag stehen haben und wรคre fรผr eine Summe von rund zwei Millionen Euro zu haben. Ein Schnรคppchen, glaubt man zumindest dem Online-Portal transfermarkt.de, das den Marktwert des Spielers auf mehr als das Doppelte einschรคtzt. Dass die Kรถlner die zwei Millionen Euro aufbringen kรถnnen, ist nach einem Jahr ohne Transfers sehr wahrscheinlich. Und auch das Interesse ist ein groรes. Vor allem Gerhard Struber scheint auf seinen ehemaligen Schรผtzling ein Auge geworfen zu haben. Und so erstaunt es nicht, dass sich die Meldungen und Gerรผchte mehren, dass der FC in den Verhandlungen mit dem Grazer Abwehrspieler schon sehr weit fortgeschritten sei, offenbar steht sogar eine Einigung unmittelbar bevor.
Der Nationalspieler von Bosnien-Herzegowina hatte schon im vergangenen Sommer einen Abschied aus Graz nicht ausgeschlossen, der Vertrag lรคuft noch bis 2026. Offenbar steht der Durchbruch aber kurz bevor. Und auch mit einem zweiten Spieler scheinen sich die Kรถlner in fortgeschrittenen Gesprรคchen zu befinden. Wie berichtet, ist der FC an einer Verpflichtung von Ivan Prtajin weiter interessiert. Der kroatische Stรผrmer steht aktuell bei Union Berlin unter Vertrag, kam bei den Eisernen in dieser Saison aber nicht zum Einsatz. Sky-Experte Patrick Berger berichtet von konkreten Gesprรคchen. Demnach sei der FC an einer Leihe interessiert und Prtajin kรถnne sich einen Wechsel zum FC gut vorstellen. „Alle Parteien sind zuversichtlich, dass der Deal klappt“, schreibt Berger auf seinem X-Account.
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In vier Wochen endet die Transfersperre fรผr den 1. FC Kรถln und das Gerรผchtekarussell nimmt beim FC immer mehr Fahrt auf. Die ersten Namen werden gehandelt. So berichtet ein Online-Portal: Der FC ist offenbar an Jusuf Gazibegovic interessiert. Das wรคre kein Unbekannter fรผr Gerhard Struber.
Nur noch vier Wochen und der FC hat die Sanktion der FIFA hinter sich gelassen. Die Kรถlner kรถnnen wieder auf dem Transfermarkt zuschlagen und bereiten sich darauf auch vor. Nun berichtet fussballeuropa.com von einem weiteren mรถglichen Kandidaten. Es handelt sich um einen Rechtsverteidiger von Sturm Graz, vermeldet das Online-Portal: Der FC ist offenbar an Jusuf Gazibegovic interessiert.
Jusuf Gazibegovic im Duell mit Pascal Gross von Borussia Dortmund (Foto: Stuart Franklin/Getty Images)
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Seit gut einer Woche wird in der Gerรผchtekรผche des 1. FC Kรถln deutlich heiรer gekocht als noch in den vergangenen Wochen. Das Online-Portal „fussballeuropa.com“ wirft nun den nรคchsten Rechtsverteidiger in den Ring. Demnach sei der FC an Jusuf Gazibegovic von Sturm Graz interessiert. Der 24-Jรคhrige steht seit 2020 beim รถsterreichischen Erstligisten unter Vertrag. Laut „fussballeuropa.com“ laufen mit dem Rechtsverteidiger sogar „konkrete Wechselgesprรคche“. Demnach stehe eine Ablรถse in Hรถhe von zwei Millionen Euro im Raum. Der 24-Jรคhrige gehรถrt in Graz zu den absoluten Leistungstrรคgern, stand in 13 von 15 Spielen in der Bundesliga auf dem Platz und immer in der Startelf. Gazibegovic hat in der Spielzeit einen Treffer im Derby erzielt sowie einen Assist auf dem Konto.
Wie wahrscheinlich ist ein Wechsel?
Der Abwehrspieler kommt bereits auf 125 Pflichtspiele in der hรถchsten Klasse รsterreichs, erzielte in der Zeit sechs Tore und bereitete elf Treffer vor. Aktuell spielt Graz auch in der Champions League, der Rechtsverteidiger kann also auch mit internationaler Erfahrung aufwarten. Und das auch fรผr die Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina. Dort kommt Gazibegovic auf 21 Begegnungen und spielt dort mit Denis Huseinbasic. Vom Anforderungsprofil wรผrde der รsterreicher also mรถglicherweise zu der Ausrichtung des FC passen. Der Spieler wรคre fรผr die Kรถlner in jedem Fall eine sichere Verstรคrkung. Allerdings auch ein รผberraschender Transfer. Immerhin spielt der 24-Jรคhrige bei Graz international und der Marktwert wird von dem Online-Portal transfermarkt.de sogar auf fรผnf Millionen Euro eingeschรคtzt.
Fรผr Gerhard Struber ist der Rechtsverteidiger auch kein Unbekannter. Gazibegovic hatte sowohl im Nachwuchs von Salzburg unter dem jetzigen Kรถlner Trainer gespielt, als auch in der Folgesaison beim รถsterreichischen Zweitligisten FC Liefering. Zudem soll der 24-Jรคhrige bereits in der Vergangenheit bei den Geiรbรถcken im Gesprรคch gewesen sein. Der FC hatte schon vor Wochen bekannt gegeben, dass die Kรถlner auf zwei Positionen suchen. Neben einem Knipser soll es eben ein Rechtsverteidiger sein. Schon in der vergangenen Woche hatte das Online-Portal „fussballeuropa.com“ Pascal Fallmann von Erzgebirge Aue in Spiel gebracht. Der Abwehrspieler ist bei Aue ein Leistungstrรคger und ein Landsmann von Gerhard Struber. Die Personalie soll der FC laut Portal weiter im Blick haben.
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In den vergangenen Wochen und Monaten wurde viel รผber die Vertrรคge der Spieler diskutiert und spekuliert. Aber auch der Kontrakt des Sportdirektors war zuletzt ein Thema. Dazu รคuรerte sich der 46-Jรคhrige am Samstag: Christian Keller deutet Vertragsverlรคngerung an.
Wenige Wochen vor der Winterpause und dem nรคchsten Transferfenster wird obligatorisch รผber Vertrรคge spekuliert. Zuletzt war aber auch der Kontrakt des Sportdirektors ein Thema rund um den 1. FC Kรถln: Christian Keller deutet am Samstag die eigene Vertragsverlรคngerung an.
Christian Keller beim 1. FC Kรถln
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Nicht nur รผber die Vertrรคge der Kรถlner Spieler wurde zuletzt viel diskutiert, auch der Kontrakt des Sportdirektors war ein Thema. Unter anderem wurde berichtet, dass der Vertrag des Sportchefs Ende Februar auslaufen wรผrde, es noch keine Verlรคngerung gegeben habe. In den Boulevardmedien wurde spekuliert, ob Keller intern รผberhaupt noch Rรผckendeckung erhรคlt. Natรผrlich wollte sich der 46-Jรคhrige am Samstag im Vorfeld des Spiels der Geiรbรถcke gegen Hannover nicht konkret zu der Vertragssituation รคuรern. Das tun die Kรถlner bekanntlich grundsรคtzlich nicht. Aber Keller deutete seinen Verbleib beim FC รผber den Februar hinaus an: „Ich kann nur sagen, dass ich lรคnger in Kรถln sein werde, als das was spekuliert wird“, sagte der Sportdirektor. „Da freue ich mich drauf. Wir haben viel miteinander vor.“
Keller zu Lemperle, Ljubicic und Maina
Zu einer mรถglichen Unterschrift wollte der Sportdirektor ebenfalls nichts sagen, aber: „Ich bin ein Freund von einem Handschlagdeal. Dann gibt man sich ab und zu die Hand und sagt, man versucht es nochmal fรผr einen gewissen Zeitraum“, sagte der Sportdirektor bei „Sky“. „Es gibt natรผrlich auch formelle Dinge, aber der Handschlag ist das Elementare. Und dann ist es fรผr eine Organisation auch wichtig, dass nicht dauernd รผber die Situation der Verantwortlichen diskutiert wird.“ Klingt also so, als sei der Verbleib bereits ausgemacht, nur noch nicht formell festgelegt. Keller ist seit April 22 Sportdirektor des 1. FC Kรถln. Der Kรถlner Sportchef steht aufgrund einiger Transfers und Vertragssituationen bei vielen Fans in der Kritik. Nach der Krise im Oktober schien Keller bereits angezรคhlt.
Doch der Sportdirektor wurde am Samstag auch nach den Vertrรคgen von Tim Lemperle, Dejan Ljubicic und Linton Maina gefragt. Alle drei Leistungstrรคger haben nur noch bis zum kommenden Sommer Vertrag. Bekanntlich wurde zuletzt heftig รผber einen Abgang von Lemperle spekuliert. „Es sind wichtige Spieler, die ich mir sehr gerne und sehr gut lรคngerfristig im FC-Trikot vorstellen mag und ich denke, dass die Spieler da auch nicht abgeneigt sind“, so Keller. Zu der Zukunft seiner Keeper wollte sich der Sportdirektor nicht konkret รคuรern. „Wir freuen uns total, dass wir zwei so gute Torhรผter haben. Marvin macht es sehr gut, Jonas hat es in der Phase bis Marvin reinkam auch gut gemacht“, so Keller. „Wir freuen uns, dass die beiden sich batteln und da geht es nach dem Leistungsprinzip.“
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Am Samstagmittag empfรคngt der FC Hannover 96 im eigenen Stadion. Nachdem die Dreierkette den Kรถlnern mehr Stabilitรคt verliehen hat, wird es sicherlich keine groรe รnderung bei der Ausrichtung geben. Aber mรถglicherweise gibt es personelle Verรคnderungen beim 1. FC Kรถln: So kรถnnte der FC gegen Hannover starten.
Vier Pflichtspielsiege bieten eigentlich wenig Anlass fรผr groรe Verรคnderungen. Zumindest taktisch scheint FC-Trainer Gerhard Struber seine Mannschaft gefunden zu haben beim 1. FC Kรถln: So kรถnnte der FC gegen Hannover starten.
Gerhard Struber hat einige schwere Entscheidungen zu treffen
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Zu Beginn der Saison รผberzeugte der FC durch eine Offensivwucht, fuhr aber nur bedingt gute Ergebnisse ein, seit einigen Wochen ist der Fuรball der Kรถlner wohl eher ergebnisorientiert. Die Kรถlner konzentrieren sich auf eine kompakte Defensive. Das geht offensichtlich zu Lasten der Angriffsbemรผhungen, bringt aber Punkte und auf die kommt es am Ende an. „Wir ordnen die Sachen sehr kritisch ein. Es war einiges gut, aber auch einiges verbesserungswรผrdig. Es geht am Ende aber ums Ergebnis“, sagte Gerhard Struber am Donnerstag auf der PK. „Da haben wir offensichtlich viel richtig gemacht. Es muss aber noch einiges eingeschliffen werden.“ Grundsรคtzlich soll die Null wohl stehen, doch der Trainer will mittelfristig auch wieder einen attraktiveren Fuรball spielen.
รberraschung auf rechts?
Am Samstag wird es aber auf Leidenschaft und Kampf ankommen, hatte der Trainer angekรผndigt. Nur so kรถnne sein Team bestehen. Wie konkret dieses Team aber aussehen wird, lieร Struber erwartungsgemรคร offen. Der Trainer kรผndigte nur an, dass bis auf Jacob Christensen alle Spieler fit seien. Selbst Luca Kilian kรถnne acht Monate nach seinem Kreuzbandriss „theoretisch zum Kader“ gehรถren. Doch dรผrfte das indes noch unwahrscheinlich sein. Die Dreierkette fรผr die Startelf steht mit Timo Hรผbers, Dominique Heintz und Julian Pauli jedenfalls. Auf der linken Seite dรผrfte einmal mehr Leart Pacarada berรผcksichtigt werden, Max Finkgrรคfe wird wohl wieder auf der Bank Platz nehmen mรผssen. Die rechte Seite scheint da schon spannender zu werden. In der vergangenen Woche spielte Dejan Ljubicic fรผr Jan Thielmann auf der rechten Seite.
Doch auch der รsterreicher wusste nicht so recht zu รผberzeugen, auch wenn er das Tor von Tim Lemperle vorbereitete. Mรถglicherweise spielt Ljubicic auch wieder ein wenig zentraler, etwa fรผr den zuletzt schwachen Luca Waldschmidt, dann wรคre auf der rechten Seite vielleicht auch mal Platz fรผr Marvin Obuz. Immerhin hatte der Kรถlner Trainer das Eigengewรคchs zuletzt mehrfach gelobt. In der Offensive werden wohl wieder Tim Lemperle und Linton Maina agieren. Mรถglicherweise mit Ljubicic, vielleicht aber auch mit Waldschmidt oder Damion Downs. Nur ganz sicher nicht mit Mark Uth. Der Porzer soll langsam an die erste Elf herangefรผhrt werden.
Das Spiel gibt es auch im Liveticker auf come-on-fc.com. Der Ticker startet mit der Vorberichterstattung bereits um 11:45 Uhr.
1. FC Kรถln: So kรถnnte der FC gegen Hannover starten
Nach den teils vogelwilden Auftritten zu Saisonbeginn scheint sich der FC in der Defensive stabilisiert zu haben. Die Systemumstellung ist wohl ein Grund fรผr die Entwicklung. Aber ganz sicher nicht der einzige. Ein Blick auf die Statistik zeigt: So sehr hat sich das Spiel des 1. FC Kรถln wirklich verรคndert.
Die Kรถlner Defensive steht tiefer als noch zu Saisonbeginn, der FC hat an Offensivkraft verloren. Grund dafรผr soll die Umstellung auf die Dreierkette sein. Ein Blick auf die Zahlen macht deutlich: So sehr hat sich das Spiel des 1. FC Kรถln wirklich verรคndert
Die Spieler des 1. FC Kรถln
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Zehn Spiele, zwรถlf Zรคhler und 22:20 Tore waren genug, um den FC im Oktober in die erste Krise der Saison zu stรผrzen. Kritik an Trainer, Sportdirektor der Mannschaft, heftige Wellen. Vier Spiele, vier Siege und alle vier ohne Gegentor spรคter hat sich das Dunkel รผber dem Geiรbockheim aufgeklรคrt, der FC bewegt sich wieder in ruhigeren Fahrgewรคssern. „Wir sind happy, dass die letzten Spiele so gelaufen sind, gleichzeitig ist das aber alles schon wieder Vergangenheit und wir wissen, was fรผr eine Aufgabe am Samstag auf uns zukommt“, sagte FC-Trainer Gerhard Struber mahnend. „Da gilt es einmal mehr, es wieder unter Beweis zu stellen. Wir dรผrfen uns nicht auf irgendetwas ausruhen. Es fรคllt nichts vom Himmel. Man muss sich in der Liga alles eisern erarbeiten.“ Diese Arbeit hat den Kรถlnern und speziell auch dem Trainer zuletzt ein wenig Luft geschafft.
Der FC lรคsst in der Defensive nur sehr wenig zu
Und diese Erfolgsserie ist in der รถffentlichen Wahrnehmung auch mit den Umstellungen auf eine Dreierkette und auf mehr Erfahrung auf dem Platz sehr eng verknรผpft. „Als Fuรballtrainer trifft man jeden Tag Entscheidungen. Und dann ist es natรผrlich wichtig, dass diese Entscheidungen รถfter sitzen als wenn nicht. Und die haben jetzt gesessen und in mehrfacher Hinsicht die Mannschaft unterstรผtzt. Von daher sind wir alle froh, dass es diese Stabilitรคt gebracht hat. Die war notwendig“, erklรคrte der Coach. „Man hat ja nicht mehr zusehen kรถnnen, wie viele Tore wir am Ende des Tages bekommen haben.“ Tatsรคchlich ist der Sprung von einem Extrem ins nรคchste erstaunlich. Zu Saisonbeginn wurde der Chancenwucher kritisiert und die lรถchrige Defensive angemahnt, vier Wochen spรคter wird die Abwehr gefeiert und man wรผnscht sich einen Chancenwucher, denn die richtig guten Mรถglichkeiten sind eher die Ausnahme.
So sprach auch Thomas Kessler davon, dass man zu Saisonbeginn eine gewisse Gier Tore zu schieรen gespรผrt habe. „Wenn ich die Jungs jetzt zuletzt nach dem Spiel in der Kabine beobachtet habe, ist die Freude riesig und die Haltung da, einfach zu Null spielen zu wollen“, sagte der ehemalige Keeper. „Die Mannschaft hat verstanden, dass wir nicht in jedem Spiel in der Lage sind fรผnf, sechs, sieben Tore zu schieรen, sondern am Ende es auch hilft, wenn wir eins schieรen und den Laden hinten dicht halten.“ Und das gelingt dem FC tatsรคchlich. Wie ein Blick in die Statistik an simplen Beispielen verdeutlich. In den ersten zehn Ligaspielen lieร die Kรถlner defensive genau 100 Schรผsse zu, davon 47 aufs Tor. Der Schnitt von zehn Torschรผssen und fรผnf aufs Tor pro Spiel war damals schon Bestwert in der Liga. Doch nach der Umstellung haben die Geiรbรถcke diesen noch einmal getoppt. Zuletzt lieร der FC nur noch 22 Schรผsse zu, also sieben im Schnitt und nur noch zwei kamen pro Spiel direkt aufs Tor.
Die Qualitรคt der Chancen hat deutlich nachgelassen
Aus den wenigen Torschรผssen machten die Kรถlner Gegner allerdings erstaunlich viel. Im Schnitt war jeder fรผnfte Torabschluss und weniger als jeder dritte aufs Tor auch ein Treffer. In den vergangenen drei Begegnungen fiel bei 22 Versuchen bekanntlich kein Treffer, Marvin Schwรคbe hielt den Kasten sauber. Das liegt aber sicher nicht nur an der Umstellung an sich. Sicherlich hรคngt die gute Defensivarbeit auch mit der Qualitรคt der Gegner zusammen. Aber eben nicht nur. Der FC steht deutlich tiefer als noch zu Beginn der Saison. Der Hauptgrund, warum die Geiรbรถcke bei Kontern nicht mehr so anfรคllig sind. Die Kรถlner pressen nicht mehr so hoch und kommen auch nicht mehr auf so viele Balleroberungen wie noch in den ersten zehn Spielen. Allerdings ist der Unterschied mit einem Schnitt von 18 Balleroberungen pro Spiel zu 15 nicht so auffallend.
Vor allem fรคllt aber auf, dass das Offensivspiel nicht mehr ins Rollen kommt. Der FC suchte vor der Umstellung 20 Mal pro Spiel den Abschluss, nun sind es 15 Mal. Aus den 200 Abschlรผssen im ersten Saisondrittel resultierten 22 Treffer, der FC war also grob mit jedem zehnten Abschluss erfolgreich. In den vergangenen drei Begegnungen brauchten die Kรถlner etwas mehr als 15 Versuche, um zu treffen. Nur zwei Teams weisen einen schlechteren Wert auf. Und das liegt sicherlich auch an der Qualitรคt der Chancen. Der xGoals-Wert ist in den vergangenen Wochen ebenfalls nicht mehr so hoch, wie noch in den ersten zehn Spielen (im Schnitt 1,5 : 2,5). Dabei haben die Kรถlner nun deutlich mehr Ballbesitz als noch zu Beginn den Spielzeit. Gegen Preuรen 57, gegen Fรผrth 70 und gegen Berlin 55 Prozent. Ein Zeichen dafรผr, dass die Gegner sich gegen den FC eher auf die Defensive konzentriert haben, als beispielsweise Dรผsseldorf oder Karlsruhe.
Und so รผberrascht es nicht, dass die Spielweise des Gegners ebenfalls einen sehr groรen Einfluss auf die positive Entwicklung in der Defensive und die Schwierigkeiten in der Offensive. Vielleicht sogar einen deutlich grรถรeren.
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In der aktuellen Folge seines Podcasts „Schlag und fertig“ spricht der Ex-FC-Kapitรคn auch wieder รผber die Geiรbรถcke. Noch vor wenigen Wochen hatte Hector vorausgesagt, der FC kรถnne auch ganz schnell wieder ober dabei sein. Das hat sich bewahrheitet. Das sagt Jonas Hector zur aktuellen Situation des FC.
Gemeinsam mit Fabian Kรถster spricht Jonas Hector in einer weiteren Folge des Podcasts „Schlag und fertig“ รผber seinen Ex-Club und die erfolgreichen Spiele des 1. FC Kรถln: Das sagt Jonas Hector zur aktuellen Situation des FC.
Jonas Hector bei einem Spiel des 1. FC Kรถln (Foto: Mika Volkmann/Getty Images)
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Mit dem vierten Pflichtspielsieg in Serie haben sich die Geiรbรถcke von der Minikrise im Oktober sichtbar erholt. Sehr zur Freude von Ex-Kapitรคn Jonas Hector, der genau diese Entwicklung bekanntlich schon vor ein paar Wochen vorausgesagt hatte. Damals hatte der ehemalige Nationalspieler in seinem Podcast „schlag und fertig“ die Situation der Geiรbรถcke noch nicht als besonders bedrohlich angesehen und erklรคrt, dass man mit einer kleinen Serie ja auch wieder ganz schnell oben dran sei. Nun sieht sich Hector in seinen Aussagen bestรคtigt. „Wir haben darรผber vor drei, vier Wochen gesprochen. Nun ist es ja wirklich so: Drei Spiele in Folge gewonnen und Zack bis zu da oben im Geschรคft mit dabei“, sagt Hector in der aktuellen Folge. „Weil die anderen sich alle die Punkte gegenseitig wegnehmen. Jeder verliert seine seine Punkte an den andern oder die teilen sich die ganz fair, wie man das so macht.“
Hector: „Wenn jetzt noch mal ein bisschen mehr Attraktivitรคt reinkommt, wรคre es auch nicht schlecht“
So sind die Geiรbรถcke tatsรคchlich auf Rang fรผnf gesprungen und kรถnnen am Samstag den zweiten Platz รผbernehmen. „Ich hab mir auch eben noch mal die Tabelle angeguckt das ist ja so geil eng da oben. Wenn du dich fรผr die zweite Liga interessierst und bist relativ neutral, dann macht das schon Spaร da im Aufstiegsrennen aktuell“, sagt der Ex-Kapitรคn. Dabei ist die Spielweise der Kรถlner bislang weniger unterhaltend. Und so stellt sich fรผr den Zuschauer die Frage, lieber Ergebnisse einfahren, egal wie oder doch auf schรถnen Fuรball setzen. „Was ist mir lieber? Aus Ex-Spielersicht ist es ganz klar das Ergebnis. Gerade in der Phase, in der der FC steckt sind Ergebnisse das wichtigste รผberhaupt“, sagt Hector. „Mรผnster, in Berlin wenn du die Dinger 1:0 ziehst, dann ist das schon sehr sehr viel wert. Es ist schon unangenehm Freitagabend in Mรผnster bei einem Grad und Regen gegen eine kรคmpferisch gut eingestellte Truppe zu spielen. Die musst du irgendwie ziehen.“
Und der FC hat die Spiele gezogen und ist nun wieder oben dran. „Gut, wenn jetzt noch mal ein bisschen mehr Attraktivitรคt mit reinkommt, wรคre es auch nicht schlecht also vor allem bei den Heimspielen wรคre das wรผnschenswert“, sagt Hector. Doch unterm Strich steht nun Tabellenplatz fรผnf und die Chance auf einen Aufstiegsplatz. Der Weg dahin, wird den Kรถlner Verantwortlichen egal sein. „Vor allem bis zur Winterpause irgendwie jetzt Ergebnisse einfahren und dann hast du eh wieder ein bisschen Zeit, dich ein bisschen aufzustellen“, sagt der Ex-Kapitรคn. „Man muss gucken, wo kannst du Stellschrauben drehen.“ Auch die Kรถlner Verantwortlichen stellen das Ergebnis aktuell in den Vordergrund. Und der Erfolg gibt dem FC recht. Auch Hector kann sich damit arrangieren: „Man findet sich schon damit ab“, sagt der Ex-Kapitรคn mit einem Lachen.
ยดxx
„96.
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Gegen Preuรen Mรผnster saร Jan Thielmann am vergangenen Freitag 90 Minuten auf der Bank. Fรผr das Eigengewรคchs spielte Dejan Ljubicic auf der rechten Seite, konnte aber ebenfalls nicht รผberzeugen im Spiel des 1. FC Kรถln: Wer bekommt gegen Hannover die Chance?
Zwar hat der FC zuletzt den dritten Sieg in der Liga in Serie eingefahren, doch gerade das Offensivspiel will nicht so recht in Schwung kommen. Gerade auf der rechten Seite tun sich die Kรถlner schwer. Vielleicht eine Mรถglichkeit fรผr Marvin Obuz beim 1. FC Kรถln: Wer bekommt gegen Hannover die Chance?
Jan Thielmann und Dejan Ljubicic
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Die vergangenen Wochen liefen fรผr Jan Thielmann alles andere als erfolgreich. Das Kรถlner Eigengewรคchs verlor zunรคchst den Stammplatz in der deutschen U21-Nationalmannschaft und angesichts der starken Leistungen von Frankfurts Nnamdi Collins, der sich auch bei der Eintracht in den absoluten Fokus gespielt hat, wird eine Rรผckkehr in die Startelf bei der Europameisterschaft im kommenden Jahr kein leichtes Unterfangen. Der nominelle Offensivspieler hatte auch bei der DFB-Auswahl zuletzt die Position des Rechtsverteidigers bekleidet. Die Begegnung gegen Polen, als Thielmann an allen drei Gegentreffern nicht unbeteiligt war, kรถnnte Bundestrainer Antonio Di Salvo aber ins Grรผbeln gebracht haben. Nun kam der 22-Jรคhrige zu zwei Kurzeinsรคtzen, beide auf einer offensiveren Position.
Auch Ljubicic blieb auf der rechten Seite blass
Die spielt das Kรถlner Eigengewรคchs aktuell auch bei den Kรถlnern. Der Versuch als Rechtsverteidiger einer Viererkette scheint jedenfalls Geschichte, durch die Absicherung in der Dreierkette war die rechte Seite zuletzt nicht mehr so anfรคllig. Die Umstellung hat dem 22-Jรคhrigen in die Karten gespielt. Sollte man meinen. Denn am vergangenen Freitag kam Thielmann gegen Mรผnster nicht zum Einsatz. Auch nicht als Joker. Der Fรถhrener saร wie gegen Ulm 90 Minuten auf der Bank. Fรผr Thielmann lief etwas รผberraschend Dejan Ljubicic auf der rechten Seite auf. โEr bringt eine gewisse Erfahrung und Variabilitรคt mit, verschiedene Positionen spielen zu kรถnnen. Er kann die Position auf interessante Art und Weise interpretieren, ist mit seinem Tempo unberechenbarโ, hatte Gerhard Struber die Maรnahme erklรคrt.
Einen groรen Effekt hatte der Mittelfeldspieler aber nur in einem, wenn auch entscheidenden Moment. Ljubicic brachte die Flanke, die Tim Lemperle zur Kรถlner Fรผhrung nutzte. Ansonsten fiel dem รsterreicher gerade in der Vorwรคrtsbewegung recht wenig ein. รberhaupt ist Ljubicic nach seiner Mandel-OP auf der Suche nach der Form. Der Mittelfeldspieler wirkt mitunter fahrig, ideenlos. Ljubicic unterlaufen ungewohnte Fehlpรคsse, die wenigen Abschlรผsse strahlen keine Gefahr aus. Tatsรคchlich strahlen die Kรถlner in dieser Saison recht wenig Gefahr รผber die rechte Seite aus. 40 Prozent aller Kรถlner Angriffe gehen รผber links, 30 รผber rechts. Leart Pacarada schlug in dieser Saison schon fast 50 Flanken, Jan Thielmann auf der anderen Seite 32 – kein schlechter Wert, nur kam nicht mal ein Drittel der Hereingaben beim Mitspieler an und die Scorerausbeute ist mit einem Treffer und einer Vorlage auch รผberschaubar.
Wird Obuz zur Alternative?
Die rechte Seite der Geiรbรถcke lahmt gerade im Vorwรคrtsgang mรคchtig. Und so stellt sich die Frage, wie nah Marvin Obuz tatsรคchlich auf dem Sprung in die Mannschaft ist. Immerhin hatte Struber dem gebรผrtigen Kรถlner einige Attribute nachgesagt, die dem FC-Spiel vielleicht gut tun wรผrden. โEr kommt รผber den Flรผgel, hat die Absicherung nach hinten und den Raum, den er fรผr sein Spiel mit seiner Dynamik brauchtโ, hatte der Trainer nach dem Test gegen Groningen gesagt. „Eine sehr interessante Position.“ Eine Position, die der Offensivspieler in der vergangenen Saison bei Essen immerhin zu sieben Toren und 14 Vorlagen nutzte – natรผrlich in der 3. Liga. Dennoch dรผrfte Struber nach Alternativen auf der rechten Seite suchen. Denn gerade nach dem eher schwachen Auftritt von Luca Waldschmidt gegen Mรผnster kรถnnte Ljubicic auch wieder Richtung Zentrum rotieren.
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Fรผr den FC steht am Wochenende das Heimspiel gegen Hannover 96 auf dem Spielplan. Gerhard Struber erwartet eine schwere Aufgabe im Spitzenspiel des 1. FC Kรถln: So will der FC gegen Hannover 96 punkten.
Zu gerne wollen die Kรถlner ihre Erfolgsbilanz am Samstag ausbauen. Doch die Aufgabe wird keine leichte. Denn mit den Niedersachsen kommt ein Top-Gegner an den Rhein zum 1. FC Kรถln: So will der FC gegen Hannover 96 punkten.
Eric Martel im Zweikampf
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Vor vier Wochen noch undenkbar, aber der 1. FC Kรถln kommt pรผnktlich zum ersten Advent in den Genuss eines Spitzenspiels. Und das nicht nur, weil mit dem FC und Hannover 96 zwei Teams aufeinandertreffen, die fรผr sich beanspruchen, eigentlich in der Bundesliga spielen zu wollen, wenn nicht mรผssen. Vielmehr, weil sich die Tabelle der 2. Bundesliga in den vergangenen Wochen so zusammengeschoben hat, wie noch nie zuvor am 13. Spieltag. So trennen den Tabellenzwรถlften nur vier Punkte vom Relegationsplatz – wohlgemerkt dem in Richtung Bundesliga. Und weil die Formkurve des FC absolut nach oben zeigt, ist fรผr die Rheinlรคnder am Wochenende sogar Platz zwei drin. Die Spitzenposition kann der FC trotz einem Rรผckstand zum Primus von drei Zรคhlern nicht รผbernehmen, weil Paderborn in einem weiteren Spitzenspiel auf Elversberg trifft und beide Teams vor dem FC liegen.
Es wartet eine schwere Aufgabe auf den FC
Diese Entwicklung hรคtte man dem FC vor vier Wochen so nicht zugetraut. Und in diesem Tempo sicher noch nicht einmal in den Bรผros am Geiรbockheim. „Wir sind happy, dass die letzten Spiele so gelaufen sind, gleichzeitig ist das aber alles schon wieder Vergangenheit und wir wissen, was fรผr eine Aufgabe am Samstag auf uns zukommt“, sagte Gerhard Struber am Donnerstag. Tatsรคchlich kommt da eine recht schwere Aufgabe auf die Kรถlner zu. Denn die 96er standen seit Saisonbeginn bis auf eine Ausnahme immer im oberen Tabellendrittel. Und so fรคllt die Einschรคtzung des Kรถlner Trainers auch recht eindeutig aus: „Stark! Ein richtig starker Gegner. Schon vom Einzelspielerpotenzial und von der Erfahrung in der Liga und auch von dem Setting, wie sie die Spielphasen angehen“, sagte Struber.
„Ich finde die Mannschaft hoch interessant und es wird fรผr uns entscheidend sein, an unsere Grenzen marschieren und ein riesengroรes Kรคmpferherz an den Tag legen, gepaart mit einer groรen Leidenschaft.“ Der Kรถlner Coach erwartet also ein Kampfspiel und deutet an, dass sein Team verstanden hat, worum es in der Liga geht. „Auf der Prioritรคtenliste sind Kampf und Leidenschaft ganz oben und der Doppelpass und die feine Positionierung wรผrde ich hinten anreihen“, sagt Struber. Soll heiรen: Lieber im Kampf punkten, als in Schรถnheit sterben. Und da scheint Hannover ein ernst zu nehmender Gegner. Kein Team aus der 2. Bundesliga spielte mehr Fouls als der Tabellenvierte. Und die jรผngere Bilanz spricht nicht unbedingt fรผr den FC. Von den vergangenen sieben Spielen gegen die Niedersachsen konnte Kรถln genau eins gewinnen. Der letzte Heimsieg gegen 96 liegt sogar mittlerweile 13 Jahre zurรผck.
Letzte Heimsieg liegt 13 Jahre zurรผck
Damals schnรผrte Lukas Podolski fรผr die Geiรbรถcke einen Doppelpack, Kรถln gewann verdient 2:0 – allerdings noch in der ersten Liga. Damit es da auch wieder hingeht, wรผrde der FC gerne die Serie von vier Pflichtspiel-Siegen in Folge weiter ausbauen. Und die Chancen stehen auch nicht schlecht. Wรคhrend die Formkurve der Kรถlner eindeutig nach oben zeigt, neben dem FC kommt nur Darmstadt auf die gleiche Bilanz in der vergangenen vier Begegnungen, kassierte Hannover zuletzt zwei Pleiten in Serie. Zudem zeigen die Niedersachsen im bisherigen Saisonverlauf zwei komplett unterschiedliche Gesichter. Im eigenen Stadion sind die 96er eine wahre Macht, in der Fremde kommt Hannover bislang nicht รผber vier Punkte hinaus. Und doch mahnt Struber und fordert sein Team auf, an die Leistungsgrenze zu gehen.
Denn zur Wahrheit gehรถrt auch, dass der FC trotz der jรผngsten Erfolge nicht wirklich glรคnzte. Die Begegnungen gegen Fรผrth und Mรผnster waren schon besonders zรคh. Gerade in der Offensive ging fรผr die Kรถlner zuletzt wenig. „Wir ordnen die Sachen sehr kritisch ein. Es war einiges gut, aber auch einiges verbesserungswรผrdig. Am Ende geht es ums Ergebnis. Da haben wir viel richtig gemacht. Es muss aber noch einiges eingeschliffen werden“, sagt der Coach, der nahezu aus dem Vollen schรถpfen kann. Jacob Christensen steht den Kรถlnern als einziger Profi nicht zur Verfรผgung. Mark Uth wird wieder in den Kader rutschen, aber sicher nicht von Beginn an auflaufen. Luca Kilian „wรคre in der Theorie auch bereit“, doch der Innenverteidiger wird wohl noch geschont. Timo Hรผbers ist dagegen wieder „voll fit“.
Ob das vermeintliche Spitzenspiel aber seinem Namen auch alle Ehre macht, ist angesichts des ankรผndigten Kampfs eher fraglich. Ein Offensiv-Feuerwerk der Kรถlner ist jedenfalls nicht zu erwarten. Genauso wenig wie ein Tor-Festival. In den Begegnungen keiner anderen Mannschaft der 2. Liga fallen so wenig Tore wie bei Hannover 96.
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Seit vergangenem Montag gibt es die Gerรผchte um einen mรถglichen Wechsel von Tim Lemperle. Auf der PK am Donnerstag sprach Thomas Kessler รผber die Aussichten des Youngsters beim FC. Der FC befindet sich in der Auรenseiter-Rolle bei Timย Lemperle: Darum hat der 1.FC Kรถln nur geringe Chancen.
Die Personale Tim Lemperle lรคsst den FC dieser Tage nicht los. Auch Thomas Kessler รคuรerte sich zu den Gesprรคchen mit FC-Offensivspieler Tim Lemperle: Darum hat der 1.FC Kรถln nur geringe Chancen.
Strebt Tim Lemperle nach Hรถherem?
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Wenn es nicht ganz ganz am Ende des Tages um nichts anderes als den sportlichen Erfolg, in dieser Saison also den direkten Wiederaufstieg gehen wรผrde, die FC-Bosse wรผrden die Begegnung ihrer Geiรbรถcke gegen Hannover 96 wohl ein wenig zwiegespalten verfolgen. Zumindest wenn Tim Lemperle in die Nรคhe des Balles kommt und dieser sich dann auch noch irgendwo Richtung gegnerischen Sechzehner befindet. In vielen Fรคllen ist dann nรคmlich davon auszugehen, dass der Stรผrmer mit der Kugel auch etwas brauchbares anfรคngt. Tore zum Beispiel und diese bringen den FC bekanntlich ein Stรผck nรคher an das nicht รถffentlich kommunizierte, aber sicherlich dennoch ausgemachte Saisonziel Aufstieg. Das ist die eine Wahrheit, die andere kรถnnte mit einer gewissen Sorge verbunden sein, der Kรถlner Youngster wรคchst in dieser Saison mal so richtig รผber sich hinaus und es klopfen nicht nur die ersten Bundesligisten, sondern die Hรคlfte der Liga an.
Kessler: „Die Leihe hat ihm sehr gut getan“
Es hat schon etwas Paradoxes, auf der einen Seite von der Torgefahr des Stรผrmers abhรคngig zu sein, der auf der anderen Seite mit jedem Treffer seinem Abschied mรถglicherweise ein Stรผckchen nรคher kommt. Unterm Strich zรคhlt beim FC spรคtestens seit der noch jungen รra Gerhard Struber das „Hier und Jetzt“ und in diesem freut man sich รผber den Durchbruch des Eigengewรคchses, der bekanntlich ein paar Jahre auf sich hat warten lassen. „Tim ist fรผr uns ein wichtiger Spieler. Wir sind froh, dass wir ihn haben, gerade in der Verfassung, in der er jetzt ist und hoffen, dass die Entwicklung auch so weitergeht“, sagte der Leiter der Lizenzspielabteilung, Thomas Kessler am Donnerstag und betonte gleich mehrfach, welch positive Entwicklung der Angreifer in den vergangenen Monaten in Kรถln vollzogen habe.
„Ich glaube, dass Tim unter Gerhard und dem Trainerteam einen groรen Step nach vorne gemacht hat. Ich glaube, dass er nicht so weit war, als er im Sommer aus seiner Leihe zurรผckkam“, sagte Kessler und erweckte damit schon den Eindruck, als laute die Botschaft: Hier erhalten die Talente ihre Spielpraxis, hier entwickeln sie sich. Und wie wichtig eben die Einsatzzeit fรผr die jungen Talente ist, liest sich ebenfalls an dem Beispiel Lemperle gut ab. „Ich glaube, die Leihe hat ihm sehr sehr gut getan, dass er auch mal รผber einen lรคngeren Zeitraum auf hohem Niveau spielen konnte“, betonte der ehemalige Torwart und erklรคrte: „Es ist klar, dass wir ihm das Setting bieten, dass er sich hier weiterentwickeln kann. Seit dem Sommer macht er eine sehr gute Entwicklung. Ich glaube, die ist lange nicht vorbei.“
Ein Fuรballer sucht die Herausforderung
Nur stellt sich zunehmend die Frage, wann die Zeit beim FC fรผr Lemperle vorbei sein wird. Aktuell deuten die Zeichen wohl eher daraufhin, dass der 22-Jรคhrige in der kommenden Saison wohl nicht mehr den Geiรbock auf der Brust trรคgt. Denn Lemperle will dann schon Bundesliga spielen, diese Perspektive kรถnnen die Geiรbรถcke dem Youngster nicht sicher versprechen. Und nicht nur das, die Kรถlner werden dem Angreifer auch nicht das gleiche Kleingeld bieten, wie beispielsweise die TSG Hoffenheim, die wohl ganz gute Karten im Buhlen um den Stรผrmer haben soll. Neben den Sinsheimern gibt es noch weitere Bundesligisten mit Interesse und ebenfalls einer deutlich grรถรeren Schatulle. Beim FC soll der 22-Jรคhrige kolportierte 200.000 Euro kassieren, bei einem Wechsel in die Bundesliga wรคren es wohl deutlich mehr, wohl im siebenstelligen Bereich.
Unterm Strich gibt es also Interessenten, die dem Angreifer mehr Geld und mit mehr Sicherheit die hรถhere Liga, mitunter sogar den europรคischen Wettbewerb anbieten kรถnnen. Das gilt natรผrlich nicht nur fรผr den Angreifer, sondern fรผr die gesamte Riege an jungen Talenten. Die harte Wรคhrung spricht also offensichtlich gegen den FC im Buhlen um die Youngster, also werden die weichen in die Waagschale geworfen. Von der Mรถglichkeit auf „Wertschรคtzung“, auf „Tore“ ist die Rede, vom richtigen „Setting“ und von viel Einsatzzeit. Wahrscheinlich wรผrden zahlreiche Sportwissenschaftler sogar den Vorteil von mehr Spielpraxis bei der Entwicklung von Spielern sofort unterschreiben, nur hรถrt ein junges Talent auf diesen Rat, wenn die Chance besteht, den nรคchsten Karriereschritt zu gehen? Auch, wenn dieser vielleicht nicht mit der Perspektive „mehr Spielzeit“ dienen kann. Wohl eher nicht.
Kessler: „Am Ende muss der Spieler wissen, was er mรถchte“
Ein Profifuรballer wird von den ersten Jahren im Nachwuchsleistungszentrum darauf gedrillt, sich durchsetzen zu mรผssen. Mit groรer Wahrscheinlichkeit ist also auch die Herausforderung in einem hรถher klassigen Verein den Sprung zu schaffen kein groรes Ausschlusskriterium. Denn auch dafรผr spielt er Fuรball. Dass dieser Weg nicht immer umgehend gut gehen muss, zeigt sich bislang bei Justin Diehl, der einen รคhnlichen Weg beim FC eingeschlagen und die Kรถlner im vergangenen Sommer bekanntlich verlassen hat, in Stuttgart zunรคchst nicht ankam, sich dann auch noch verletzte und vorerst auรen vor war. Auch bei diesem Offensivtalent wollten die FC-Bosse dem Spieler den Verbleib mit der Mรถglichkeit auf Entwicklung schmackhaft machen. Diehl entschied sich fรผr den nรคchsten Karriereschritt. Erst vor wenigen Tagen erzielte der Angreifer sein erstes Tor fรผr den VfB und sammelte die ersten Pluspunkte fรผr mehr Spielzeit.
Unterm Strich ist der Fuรball schnelllebig, eine Spielzeit mitunter lang. Es drohen Verletzungen oder Formtiefs, genauso wie Leistungsschรผbe. Wer weiร, wo der Spieler in einem, in zwei Jahren steht, ob das Interesse besser platzierter Vereine dann noch immer vorhanden ist oder neue, vielleicht interessantere Interessenten dazukommen. Die Zeichen stehen wohl auf Abschied in Kรถln. „Wir werden Gesprรคche fรผhren und es sind auch schon welche gefรผhrt worden. Das ist ja auch keine รberraschung“, sagte Kessler. „Am Ende muss der Spieler wissen, was er mรถchte.“ Diese Frage kann nur Tim Lemperle beantworten. Diese Frage werden sich aber sicherlich noch andere Talente stellen.
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